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Mittwoch, 21. August 2019
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Verschiedenes

Nachwuchs im Zoo Karlsruhe
Jungtier bei den Persischen Kropfgazellen / Foto: Zoo Karlsruhe
 
Nachwuchs im Zoo Karlsruhe
Jungtiere bei Kropfgazellen und Zwergflamingos

Immer im Winter bekommen die Weibchen der Kropfgazellen-Gruppe im Zoologischen Stadtgarten Besuch von einem Bock. Dass das als Zuchtbock aus der im Tierpark Oberwald lebenden Gruppe ausgewĂ€hlte Tier erfolgreich „anbĂ€ndeln“ konnte, zeigt sich nun im Gehege der Persischen Kropfgazellen am Lauterberg – der erste Nachwuchs ist seit einigen Tagen da. Die Jungtiere sind Ablieger, das heißt sie liegen versteckt und kommen nur zum SĂ€ugen bei der Mutter aus der Deckung. Der Zoo ist bekannt fĂŒr seine heraus­ra­gen­den Erfolge bei der Haltung und Zucht dieser stark bedrohten Art.

Auch bei den im DickhĂ€uterhaus lebenden Zwergflamingos gibt es - im dritten Jahr hintereinander - Zuchterfolge. Das Jungtier ist schon eigenstĂ€ndig in der hinteren Anlage unterwegs, Zoobesucher können es mit etwas GlĂŒck sehen.
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NABU und REWE grĂŒnden Insektenschutzfonds
Maßnahmen fördern BiodiversitĂ€t in der Landwirtschaft

Köln/Berlin – Die Zahlen sind alarmierend: In den vergangenen Jahrzehnten ist die Masse der Fluginsekten in Schutzgebieten um bis zu 75 Prozent zurĂŒckgegangen. Jede dritte Insektenart ist nach der bundesweiten Roten Liste gefĂ€hrdet bis ausgestorben. Aus diesem Grund haben sich der NABU und sein langjĂ€hriger strategischer Partner REWE zur GrĂŒndung eines Insektenschutzfonds entschlossen. Mit einer Startsumme von 300.000 Euro legt REWE das Fundament, um bundesweit umfassende Maßnahmen zum Schutz von Insekten umzusetzen. Durch den Fonds soll ein Beitrag gegen den dramatischen InsektenrĂŒckgang geleistet werden.

Der Mangel an vielfĂ€ltigen Strukturen und der massive Einsatz von Pestiziden in unseren Agrarlandschaften sind die Hauptursachen fĂŒr den InsektenrĂŒckgang. Intensiv bewirtschaftete Monokulturen bieten widrige Lebensbedingungen, in denen notwendige Nahrungs- und Nistmöglichkeiten großflĂ€chig fehlen. Deshalb werden mit Hilfe des Insektenschutzfonds noch in diesem Jahr rund 6,5 Hektar AckerflĂ€chen und Wiesen durch die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe angekauft und somit gesichert. ZusĂ€tzlich sollen auf insgesamt 16 Hektar artenreiche BlĂŒhflĂ€chen auf Ackerrandstreifen, bunt blĂŒhende Wiesen und Weiden angelegt sowie Hecken gepflanzt werden. Zeitgleich wird ein Insektenmonitoring gestartet, um herauszufinden, wie sich die InsektenbestĂ€nde auf den neuen FlĂ€chen entwickeln. Ein weiteres Ziel des Insektenschutzfonds ist es, die breite Öffentlichkeit ĂŒber die wichtige Funktion von Insekten zu informieren.

NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller: „Insekten sind unersetzbar. Sie bestĂ€uben Wild- und Kulturpflanzen und sind so fĂŒr eine intakte Natur und die Erzeugung vieler Lebensmittel unerlĂ€sslich. Sie sind Nahrungsgrundlage unzĂ€hliger Tierarten und dienen dem biologischen Pflanzenschutz in der Landwirtschaft. Diese faszinierenden Tiere zu schĂŒtzen, sollte uns allen ein großes Anliegen sein – sowohl politischen EntscheidungstrĂ€gern und Landwirten wie auch Unternehmen und Zivilgesellschaft. Mit REWE haben wir einen wichtigen Partner an unserer Seite, um dem Ziel zur Schaffung flĂ€chendeckender insektenfreundlicher LebensrĂ€ume ein StĂŒck nĂ€her zu kommen.“

„Leider ist in der Öffentlichkeit zu wenig bekannt, welche große Bedeutung die biologische Vielfalt fĂŒr die Menschen hat und wie stark wir in der Landwirtschaft sowie der Produktion von Nahrungsmitteln von den Insekten abhĂ€ngig sind. Seit Jahren setzen wir uns deshalb vorrangig in der Landwirtschaft fĂŒr einen besseren Schutz der biologischen Vielfalt ein. Der Insektenschutzfonds bietet die Gelegenheit, uns noch stĂ€rker fĂŒr den Erhalt der Insekten zu engagieren und unserer Verantwortung weiter gerecht zu werden. Dabei stellt die langjĂ€hrige Partnerschaft mit dem NABU sicher, dass die AktivitĂ€ten auf einem hohen naturschutzfachlichen Niveau umgesetzt werden“, sagt Dr. Daniela BĂŒchel, die als Bereichsvorstand bei REWE fĂŒr Nachhaltigkeit und Personal zustĂ€ndig ist.

REWE hilft als Teil der REWE Group und in Kooperation mit der Naturschutzorganisation seit langem, die biologische Vielfalt zu sichern und so Lebensraum fĂŒr Wildbienen zu schaffen. Zusammen mit der Bodensee-Stiftung und BirdLife Österreich haben die REWE Group und der NABU bereits 2010 ein Gemeinschaftsprojekt initiiert, an dem mittlerweile mehr als 300 Betriebe in ganz Deutschland teilnehmen. Im Rahmen des PRO PLANET-Apfelprojekts wurden bis dato 5.500 Hecken, BĂ€ume und StrĂ€ucher gepflanzt und ĂŒber 300 Hektar BlĂŒhflĂ€chen angelegt. Mehr als 2.000 Nisthilfen bieten Insekten einen Lebensraum, darĂŒber hinaus wurden 6.000 VogelhĂ€user und Fledermausquartiere aufgehĂ€ngt, 400 Totholzhaufen angelegt und ĂŒber 1.000 Sitzstangen fĂŒr Greifvögel aufgestellt.

ZusĂ€tzlich hat REWE in den vergangenen Jahren bundesweit NABU-Gruppen mit 400.000 Euro dabei unterstĂŒtzt, Streuobstwiesen zu sichern und so wichtigen Lebensraum fĂŒr die Insekten zu schaffen. Zu den Maßnahmen gehörten beispielsweise die Pflanzung alter Obstsorten, fachgerechte Pflegemaßnahmen an BĂ€umen, die Anschaffung von GerĂ€ten fĂŒr eine naturschutzgerechte Mahd, der Kauf heimischer und blĂŒhender Wildgehölze zur Erhöhung des Trachtangebotes sowie der Bau von Insektenhotels.

Der Insektenschutzfonds soll neben REWE auch weiteren Unternehmen und Privatpersonen die Möglichkeit bieten, sich bei der Planung und DurchfĂŒhrung praktischer Maßnahmen und Projekte zum Schutz von Insekten finanziell zu beteiligen. Grundsatz fĂŒr alle Maßnahmen und Projekte des Insektenschutzfonds ist ihre nachhaltige, also dauerhafte und erfolgreiche Wirkung.

Über NABU:
Der NABU engagiert sich seit 1899 fĂŒr Mensch und Natur. Mit 660.000 Mitgliedern und Förderern ist er der mitgliederstĂ€rkste Umweltverband in Deutschland. Neben dem Vogel- und Artenschutz engagiert sich der NABU fĂŒr den globalen Klimaschutz, setzt sich fĂŒr eine nachhaltige europĂ€ische Agrarpolitik ein, kĂŒmmert sich um saubere Meere und vieles mehr. Die besondere StĂ€rke des NABU liegt in der fachlichen Kompetenz und der praktischen Naturschutzarbeit seiner aktiven Mitglieder, die in ĂŒber 2.000 Ortsgruppen organisiert sind. Zum Schutz unserer natĂŒrlichen Ressourcen tritt der NABU fĂŒr die praktische Umsetzung einer Kreislaufwirtschaft ein, die sich durch die Vermeidung und Wiederverwertung von AbfĂ€llen auszeichnet.

Über REWE:
Mit einem Umsatz von 21,2 Milliarden Euro (2017), mehr als 120.000 Mitarbeitern und ĂŒber 3.300 REWE-MĂ€rkten gehört die REWE Markt GmbH zu den fĂŒhrenden Unternehmen im deutschen Lebensmitteleinzelhandel. Die REWE-MĂ€rkte werden als Filialen oder durch selbststĂ€ndige REWE-Kaufleute betrieben.
Die genossenschaftliche REWE Group ist einer der fĂŒhrenden Handels- und Touristikkonzerne in Deutschland und Europa. Im Jahr 2017 erzielte das Unternehmen einen Gesamtaußenumsatz von rund 58 Milliarden Euro. Die 1927 gegrĂŒndete REWE Group ist mit ihren 345.000 BeschĂ€ftigten und 15.300 MĂ€rkten in 21 europĂ€ischen LĂ€ndern prĂ€sent. In Deutschland erwirtschafteten im Jahr 2017 rund 255.000 Mitarbeiter in rund 11.000 MĂ€rkten einen Umsatz von 42 Milliarden Euro.
 
 

Freiburger Stadtverwaltung entwickelt GrĂŒnflĂ€chen fĂŒr biologische Vielfalt
Bunte Blumenwiese / Foto: Daniel JĂ€ger, Archiv Prolix
 
Freiburger Stadtverwaltung entwickelt GrĂŒnflĂ€chen fĂŒr biologische Vielfalt
Hummeln, Wildbienen und Schmetterlinge am neuen Rathaus im StĂŒhlinger

Regionale Saatgutmischung soll Lebensraum fĂŒr viele Insektenarten schaffen

Im Laufe des Sommers wird es um das neue Rathaus summen und brummen. Denn Hummeln, Wildbienen und Schmetterlinge werden bald in einer blumenbunten Wiese um das neue GebĂ€ude im StĂŒhlinger fliegen und flattern. Möglich macht dies eine regionale Saatgutmischung, die eine artenreiche Blumenwiese entstehen lĂ€sst und kĂŒnftig fĂŒr zahlreiche Insektenarten aber auch Vogelarten, Lebensraum und Nahrung bieten soll.

Anlass fĂŒr die Aussaat dieser Saatgutmischung ist das drastische Insektensterben. Die im letzten Jahr veröffentlichte Langzeitstudie des Entomologischen Vereins Krefeld stellte einen RĂŒckgang von flugfĂ€higen Insekten seit 1990 um ĂŒber 76 Prozent fest. Das Insektensterben wirkt sich negativ auch fĂŒr andere Tierarten, wie beispielsweise den Bestand der Vögel, und damit den Erhalt der BiodiversitĂ€t insgesamt aus. Insekten sind aber auch fĂŒr den Menschen enorm wichtig. Sie tragen unter anderem zur Bodenfruchtbarkeit bei, bestĂ€uben Kultur- und Wildpflanzen, fressen SchĂ€dlinge und sind auch Nahrung fĂŒr zahlreiche andere Tiere.

Das Thema Verlust der biologischen Vielfalt ist nicht neu. So war die Stadtverwaltung in den vergangenen Jahren nicht untĂ€tig und setzte viele Aktionen und Initiativen zum Erhalt der BiodiversitĂ€t um. Dennoch betrifft das Insektensterben auch das Freiburger Stadtgebiet. Deswegen hat das federfĂŒhrende Umweltschutzamt aktuell eine Vorlage in die gemeinderĂ€tlichen Gremien eingebracht, die fĂŒr die Stadt neue Ziele zum Erhalt der biologischen Vielfalt festlegt und weitere Maßnahmen gegen den RĂŒckgang von Insekten- und Vogelarten vorschlĂ€gt. Unter diesen Aktionen finden sich unter anderem neue arten- und blĂŒtenreiche GrĂŒnflĂ€chen rund um stĂ€dtische GebĂ€ude, um den Insekten auch in der Stadt einen Lebensraum auch in der Stadt zu bieten.

„Wir wollen aber jetzt schon, wo möglich und sinnvoll, Maßnahmen gegen das Insektensterben umsetzen, deshalb begrĂŒĂŸe ich die gemeinsame Initiative „BlĂŒhendes Rathaus im StĂŒhlinger“ von unserem Umweltschutzamt und dem GebĂ€udemanagement sehr“, erlĂ€utert UmweltbĂŒrgermeistern Gerda Stuchlik die Aussaat der regionalen Saatgutmischung.

Im Zuge der GrĂŒnflĂ€chenentwicklung am Rathaus im StĂŒhlinger wird die Stadtverwaltung eine ursprĂŒnglich als RasenflĂ€che gewidmete rund 700 Quadratmeter große GrĂŒnflĂ€che zwischen neuem Rathaus und altem Technischen Rathaus als ersten Schritt eine regionale oberrheinische Saatgutmischung aussĂ€en. Die Saatgutmischung enthĂ€lt viele KrĂ€uter- und Blumenarten wie Margerite, Malve oder Wiesenflockenblume.

Bereits in der letzten Woche haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Umweltschutzamts in Eigeninitiative den Boden vorbereitet und das Saatgut per Hand ausgebracht. „Um in diesem Jahr noch erfolgreich eine blumenbunte Wiese zu bekommen, mussten wir witterungsbedingt schnell handeln“ macht Harald Schaich, Leiter der Naturschutzabteilung im Umweltschutzamt, deutlich und lobt die unkomplizierte Zusammenarbeit mit dem GebĂ€udemanagement (GMF).

„Das Rathaus im StĂŒhlinger wird durch eine bunte, blĂŒhende Wiese auch optisch aufgewertet“, freut sich Andrea Katzer-Hug, Leiterin des GMF, ĂŒber die insektenfreundliche GrĂŒnflĂ€che vor der RathaustĂŒr. Zudem werde die Pflege der GrĂŒnflĂ€che einfacher, so Katzer-Hug, statt einer mehrmaligen Mahd zum Erhalt einer artenarmen RasenflĂ€che mĂŒsse die Blumenwiese kĂŒnftig nur noch ein bis zweimal pro Jahr gemĂ€ht werden.

Die neue artenreiche Blumenwiese soll aber nur der erste Schritt sein. So soll im Herbst auch die noch etwa zwei bis drei Jahre brach liegende FlĂ€che fĂŒr den zweiten Bauabschnitt des neuen Rathauses im StĂŒhlinger teilweise eingesĂ€t werden. Auch auf solchen zeitlich begrenzten BrachflĂ€chen kann das Nahrungsangebot fĂŒr Insekten in der Stadt verbessert werden. Das gelte im Übrigen auch fĂŒr private FlĂ€chen und HausgĂ€rten, wie Harald Schaich betont. Hier könne ebenfalls mit regionalem Saatgut und wenig Aufwand ein Mehrwert fĂŒr die Insekten geschaffen werden. Das Umweltschutzamt berĂ€t dazu gerne.
 
 

 
Bitcoin: Energieverbrauch, Umweltzerstörung und Gier
Der Bitcoin ist eine digitale Mode-WĂ€hrung, die Einzelnen satte Profite, aktuell aber auch massive Verluste gebracht hat. Bitcoins "entstehen" durch Mining. Dieses Mining ist ein Vorgang bei dem große Computer ein kompliziertes mathematisch kryptographisches RĂ€tsel lösen mĂŒssen, das hohen Einsatz von Rechenleistung und somit extrem viel Strom braucht. Die notwendige Technik in Verbindung mit maximaler Gier fĂŒhren dazu, dass der Energieverbrauch explodiert. Die Bitcoin-Blase hat erstaunliche Parallelen zur Tulpenzwiebel-Hysterie im Jahr 1636, allerdings mit negativeren Folgen fĂŒr die Umwelt.

Der Blockchain-Experten Alex de Vries sagte am 6 Mai 2018: "Innerhalb von nur sechs Monaten hat sich der Energieverbrauch durch Bitcoin-Berechnungen verdoppelt. HĂ€lt der Trend an, könnte die KryptowĂ€hrung Ende nĂ€chsten Jahres so viel Energie verschlingen wie derzeit alle Solaranlagen weltweit erzeugen. In SPIEGEL ONLINE am 22.05.2018 sagte er: "Der Energiebedarf des Bitcoin-Systems ist atemberaubend. Zurzeit verbraucht es etwa 67 Terawattstunden pro Jahr. Das ist mehr Strom, als die ganze Schweizer Volkswirtschaft benötigt: 0,3 Prozent des weltweiten Konsums. Und es wird immer extremer. Bis zum Jahresende könnte der Anteil auf ein halbes Prozent wachsen. Das wĂ€re der Verbrauch von Österreich."

Es ist erstaunlich, wie wenig Debatte und Kritik der Umweltbewegung es zu diesem neuen Themenbereich und den damit verbundenen Problemen gibt. HĂ€ufig wird in Sachen Klimaschutz immer noch in winzigen, vorgegebenen Nischen agiert. Was Neonics und Glyphosat in Biotopen sind, sind Bitcoins im Umwelt- und Energiebereich.

Die Blockchain-Technologie kann in Teilbereichen zukĂŒnftig durchaus nĂŒtzlich sein. Dort wo sie den Menschen tatsĂ€chlich nĂŒtzt, sollte sie umweltfreundlich und energiesparend weiter entwickelt werden.

Wie immer wenn Umwelt zerstört wird und mit Umweltzerstörung verbundene Profite gefĂ€hrdet sind, wird eilig versucht den Bitcoins ein grĂŒnes Image zu geben und Greenwash zu betreiben. So steht in Foren der Bitcoin-Lobby: "Bitcoin bedroht die Energiewende nicht, es finanziert dezentrale effiziente und gĂŒnstig erzeugte Energie". Doch unser Stromverbrauch und der Energiehunger von DigitalwĂ€hrungen wie Bitcoins ist immer noch gekoppelt an AtommĂŒllproduktion, Klimawandel und Umweltzerstörung. Und nur um die Profitsucht zu bedienen mĂŒssen wir auch keine WindrĂ€der und Solaranlagen bauen. Um Bitcoins ein "grĂŒnes Image" zu geben, nutzen die Lobbyisten einen guten Trick. Sie bieten Nichtregierungsorganisationen und UmweltverbĂ€nden die Möglichkeit Bitcoin-Spenden zu erhalten und richten liebend gerne die entsprechenden Spendenseiten ein. Das Motto: "Spenden Sie fĂŒr eine bessere Welt. Ein Bitcoin kann hunderten von Kindern helfen!" klingt erst mal gut. Die gemeinnĂŒtzigen Organisationen hoffen auf Spenden und geben so dem Btitcoin ungewollt ein grĂŒnes Image. Doch erste NGOÂŽs wie der BUND-Berlin haben den Zusammenhang erkannt und akzeptieren jetzt keine Bitcoin-Spenden mehr. Die Debatte hat endlich begonnen.

Die ModewĂ€hrung Bitcoin passt gut in eine Zeit, in der sich libertĂ€r-neoliberale Gier mit Technikbesoffenheit mischt. Wenn die Bitcoin-Technologie weiter so viel Energie frisst, schafft sie sich selbst ab oder wir mĂŒssen sie abschaffen.
Auch fĂŒr die neuen Krypto-WĂ€hrungen gilt der alte Satz von Mahatma Gandhi: "Die Welt hat genug fĂŒr jedermanns BedĂŒrfnisse, aber nicht fĂŒr jedermanns Gier."

Axel Mayer, BUND-GeschĂ€ftsfĂŒhrer, VizeprĂ€sident Atomschutzverband TRAS
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ÖKO-TEST-Magazin Juni 2018
 
ÖKO-TEST-Magazin Juni 2018
Die Juni-Ausgabe des ÖKO-TEST-Magazins gibt es im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 4,50 Euro.

Aus dem Inhalt

Test: Discounter gegen Marke, 35 Produkte im Vergleich
Lohnt es sich, fĂŒr Markenprodukte wie Iglo oder Barilla mehr Geld auszugeben? Oder ist das Billigprodukt am Ende genauso gut? Der Vergleich von Discount- und Herstellermarken offenbart nur geringe Unterschiede – im Guten wie im Schlechten. Mehr dazu hier.

Test: HandspĂŒlmittel
ÖKO-TEST wollte nicht nur wissen, wie gut diese Produkte reinigen können, sondern auch, ob sie Schadstoffe enthalten. Das ResĂŒmee: Nur ein Produkt im Test kann ÖKO-TEST mit „gut“ empfehlen. Mehr dazu hier.

Test: Kindersandalen
Gift im Schuh: ÖKO-TEST fand in einem Produkt Dibutylzinn. DarĂŒber hinaus sind einige Sandalen etwa mit krebsverdĂ€chtigen Farbstoffbestandteilen oder Chrom, das die Umwelt schĂ€digen und Chromallergikern Probleme machen kann, belastet. Das Labor analysierte aber auch Konservierer, die allergische Hautreaktionen hervorrufen können. Immerhin zwei Sandalen kann ÖKO-TEST empfehlen. Mehr dazu hier.

Test: Sonnenschutzmittel
Gute Nachrichten: Es gibt viele Produkte, die empfehlenswert sind. Und diese mĂŒssen nicht einmal teuer sein. Vor allem Naturkosmetik ĂŒberzeugt. Denn diese setzt keine chemischen, hormonell wirksamen UV-Filter ein, die nicht nur die Gesundheit belasten, sondern auch die Umwelt. Mehr dazu hier.

Test: Einweggeschirr aus nachwachsenden Rohstoffen
Deutschland versinkt im PlastikmĂŒll, da greifen manche fĂŒr ihre Grillpartys schon mal zu plastikfreiem Einweggeschirr. Doch wie gut sind diese Produkte aus PalmblĂ€ttern, Zuckerrohr und PolymilchsĂ€ure? Durchwachsen: In einigen stecken Schadstoffe, zwei sind mit Schimmelpilzen befallen. Ein getesteter Einwegteller ist sogar mit dem hierzulande verbotenen Pestizid DDT belastet. Immerhin 12 Produkte bekommen das Testurteil „gut“. Mehr dazu hier.

Test: Mittel gegen Fußpilz
Mit der Mehrzahl der Cremes und Salben kann man dem Pilz getrost zu Leibe rĂŒcken. Diese setzen auf Wirkstoffe, die laut aktuellen Forschungsstand als effektiv gelten. Bei einigen Mitteln kritisiert ÖKO-TEST aber Schadstoffe wie Mineralölkohlenwasserstoffe oder Substanzen, die Allergien auslösen können. Mehr dazu hier.

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Dieses Mal im Heft: Extra Discounter

Ökologie und Nachhaltigkeit
Discounter haben das Thema Nachhaltigkeit entdeckt. Aldi, Lidl und Co. holen Bio-Artikel ins Sortiment, schließen sich Initiativen an und reduzieren die Emissionen ihrer Filialen. Ist das echtes Engagement oder nur vordergrĂŒndiger Schein?

Angebote
HandyvertrĂ€ge und Fotoservice, Reisen, Blumen und E-Books: Discounter haben inzwischen einiges im Portfolio, was ĂŒber die reine Grundversorgung hinausgeht. Die Angebote sind oft gĂŒnstig. Doch man sollte sie umsichtig vergleichen.

Die MentalitÀt des SchnÀppchenjÀgers
Warum kaufen reiche Leute beim Discounter? Oder öko-bewusste Konsumenten, die sich auskennen mit regionalen Lebensmitteln und alternativen Vertriebsstrukturen? Bloß weil es schön billig ist? Ein Experte gibt Antworten.

Blick ĂŒber die Grenzen
Oft heißt es, nirgendwo seien die Lebensmittel so preiswert wie in Deutschland. Doch stimmt das wirklich? Und warum bekommt bei uns kein auslĂ€ndischer Discounter den Fuß in die TĂŒr, wĂ€hrend Lidl und Aldi in vielen anderen LĂ€ndern erfolgreich eine Filiale nach der nĂ€chsten eröffnen?

Blick hinter die Kulissen
Discounter sind beliebt. Ihre Namen kennt jeder. Doch nur wenige wissen, wem die Billiganbieter gehören, wer an ihnen verdient, wer fĂŒr ihr GeschĂ€ftsgebaren verantwortlich ist.

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Und außerdem:

Übersicht: Reiseversicherungen von Reiseportalen
Wie gut sind die Reiseversicherungen, die auf Reiseportalen angeboten werden? Das ResĂŒmee: Die Angebote sind in der Regel teuer. Zudem sind die Leistungen mager, fast immer haben sie eine hohe Selbstbeteiligung.

BĂŒrostĂŒhle
Immer nur sitzen macht auf Dauer krank. Es schadet nicht nur dem RĂŒcken, sondern dem ganzen Organismus. Nicht jeder Stuhl passt zu jedem. Das richtige Modell zu finden, ist ein individueller Prozess.

Die neue Wohnungsnot
In deutschen GroßstĂ€dten steigen die Kosten fĂŒr Miete, Haus- und GrundstĂŒckskauf. Das spĂŒrt nicht nur der Geringverdiener, sondern auch die Mittelschicht. Wohnungsprobleme sind die neue soziale Frage.
 
 

 
NABU zum Umgang mit dem Wolf: Tatsachen statt Spekulationen
Praktikabler Herdenschutz anstelle von Scheindebatten

Berlin/Bremen – Der NABU appelliert zum Treffen der Umweltminister an Bund und LĂ€nder, das Thema Herdenschutz endlich in den Fokus zu rĂŒcken, um eine möglichst konfliktarme Koexistenz von Mensch, Weidetier und Wolf zu ermöglichen.

„Wolf und Weidehaltung schließen sich nicht aus. Herdenschutz ist das A und O fĂŒr das Zusammenleben mit Wölfen. Deshalb mĂŒssen Weidetierhalter, die in Herdenschutz investieren, grundlegend finanziell unterstĂŒtzt und beraten werden. Das Wildtier Wolf kennt keine Landesgrenze. Wir erwarten, dass die LĂ€nder ĂŒber ihre Grenzen hinaus zusammenarbeiten, um gemeinsame Standards im Herdenschutz zu entwickeln. Daneben ist die aktive Mitarbeit der landwirtschaftlichen VerbĂ€nde notwendig, um den Herdenschutz auch praxisnah umsetzen zu können“, sagt NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller anlĂ€sslich der Umweltministerkonferenz in Bremen.

Weidetierhaltung ist aus Sicht des NABU unersetzbar fĂŒr den Erhalt des DauergrĂŒnlands und der biologischen Vielfalt. Dass heute aber immer weniger KĂŒhe auf Weiden zu sehen sind, ist nicht dem Wolf, sondern der verfehlten Agrarpolitik geschuldet. Der Wolf ist in vielen FĂ€llen, besonders fĂŒr die SchĂ€ferei, der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Die grundlegend prekĂ€re Situation der Weidehaltung darf durch den Wolf nicht vertuscht werden. Der NABU arbeitet beim Thema Wolf bereits aktiv mit Weidetierhaltern zusammen und sucht gemeinsam nach praktikablen Lösungen. Hier ist insbesondere das Bundeslandwirtschaftsministerium gefordert, neben bestehenden und bewĂ€hrten Herdenschutzpraktiken auch die Erforschung neuer intelligenter Herdenschutzkonzepte zu fördern.

„Das Artenschutzrecht lĂ€sst es bereits heute zu, Wölfe, die von Experten als verhaltensauffĂ€llig eingestuft werden, zu entnehmen. StĂ€ndige Forderungen nach einer Bejagung von Wölfen schießen jedoch konsequent am Ziel vorbei und lenken von den eigentlichen Herausforderungen im Herdenschutz ab. Denn es ist unerheblich, ob sich ein oder zehn Wölfe in einem Gebiet befinden: solange Weidetiere ungeschĂŒtzt bleiben, sind und bleiben sie leichte Beute“, so NABU-Leiterin Artenschutz Claudia GrĂŒnewald.

Wer als GesprĂ€chspartner ernst genommen werden wolle, sollte bei den Fakten bleiben und dĂŒrfe nicht lĂ€nger wissenschaftliche Erkenntnisse oder juristische Tatsachen im Sinne der eigenen Interessen verdrehen und instrumentalisieren. Die Bejagung der Wölfe in Finnland und Schweden sei EU-rechtswidrig. GegenwĂ€rtig seien deshalb vom EuGH Verfahren gegen Schweden und Finnland anhĂ€ngig bzw. eingeleitet worden Die Bundesrepublik Deutschland wĂ€re schlecht beraten, diesen Beispielen blind zu folgen. Zumal damit den beteiligten Interessengruppen am wenigsten geholfen sei. „Bund und LĂ€nder dĂŒrfen bisherige VersĂ€umnisse im Herdenschutz nicht lĂ€nger ignorieren und mĂŒssen sich endlich fĂŒr die Belange der Weidetierhalter einsetzen“, so GrĂŒnewald.
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Dem Wegwerftrend Grenzen setzen
Statement von Klaus MĂŒller, Vorstand des vzbv, zur Reduzierung von Einwegplastik

Die EU-Kommission hat am Montag, 28. Mai 2018, ihre PlĂ€ne zur Begrenzung von Einwegplastik vorgestellt. Klaus MĂŒller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), fordert die Bundesregierung auf, ein ambitioniertes Vorgehen zu unterstĂŒtzen:

„Statt MĂŒll teuer beseitigen zu mĂŒssen, ist es besser, den MĂŒll gar nicht erst zu produzieren. Die Mehrheit der Verbraucherinnen und Verbraucher wĂŒnscht sich weniger und umweltfreundlichere Verpackungen. Deshalb ist es richtig, ĂŒber Verbote bestimmter Einwegplastik-Produkte zu sprechen, wenn es gute und preiswerte Alternativen gibt. Sie mĂŒssen aber in eine Strategie eingebunden sein, die einen Systemwandel zur Kreislaufwirtschaft ermöglicht.

Die Bundesregierung muss die Initiative gegen Einwegplastik unterstĂŒtzen. Denn nur wenn alle an einem Strang ziehen, lassen sich die MĂŒllberge verkleinern. Und auch auf nationaler Ebene kann die Politik dem Wegwerftrend Grenzen setzen: durch verpflichtende Mehrwegquoten, eine verbraucherfreundliche Ausweitung des Pfandsystems und Mehrwegpflicht bei Großveranstaltungen.“
 
 

 
Trendwende auf Freiburgs DĂ€chern anhaltend
Auf Erfolgskurs - Seit einem Jahr lĂ€uft die Photovoltaikkampagne „Dein Dach kann mehr!“ – Weitere Informationsveranstaltungen im Juni – Zuwachs in Freiburg stĂ€rker als im Bundesgebiet

Im Jahr 2017 wurden mehr Photovoltaik-Anlagen gebaut als in den vergangenen Jahren. Dieser Trend geht weiter! In Deutschland gab es 2017 rund 15 Prozent mehr PV-Anlagen gegenĂŒber den beiden Jahren davor. In Freiburg hat sich der Zuwachs 2017 in Bezug auf das Jahr 2016 sogar mehr als verdreifacht.

„Wir freuen uns, dass der Zuwachs an PV-Anlagen auf Freiburgs DĂ€chern anhĂ€lt und hoffen natĂŒrlich, dass er noch weiter steigen wird. Es gibt weiterhin noch großes Potenzial zur wirtschaftlichen Erzeugung von Solarstrom auf Freiburgs DĂ€chern“, so UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik.

Im Mai 2017 startete die PV-Kampagne „Dein Dach kann mehr!“. Als Vorbereitung der Photovoltaik-Kampagne hatte die Stadt Freiburg eine Studie zur Wirtschaftlichkeit von PVAnlagen in Auftrag gegeben. Die Studie kam zu dem Schluss, dass PV-Anlagen auf DĂ€chern von Ein- und MehrfamilienhĂ€usern wirtschaftlich sind, und zwar sowohl bei vollstĂ€ndiger Einspeisung, als auch bei Eigennutzung des erzeugten Stromes.

Daraufhin entwickelte die Stadt Freiburg die PV-Kampagne mit vielen Informations- und Beratungsangeboten fĂŒr Freiburgerinnen und Freiburger.


Im Juni wird die Stadt weitere Informationsveranstaltungen im Rahmen der PV-Kampagne organisieren. So gibt es am Montag, 11. Juni, im BĂŒrgerhaus Seepark und am Donnerstag, 21. Juni, im GrĂŒnhof jeweils von 20 bis 22 Uhr nochmals zwei Informationsveranstaltungen. Dort werden die Fragen der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, wie eine Photovoltaik-Anlage gewartet oder wie eine Jahresendabrechnung gemacht wird, welche steuerlichen Aspekte zu beachten sind und viele weitere Fragen geklĂ€rt.

Auch ein Workshop zu den Kosten und Leistungen der eigenen PV-Anlage, der im letzten Jahr von den Teilnehmenden sehr gut bewertet wurde, wird wiederholt. Am Montag, 25. Juni, können Interessierte von 18 bis 21 Uhr in der Fabrik in der Habsburgerstraße zusammen mit einem Experten der Energieagentur die Wirtschaftlichkeit der eigenen PV-Anlage durchrechnen.

Wie bisher werden zweimal im Monat Beratungen im neuen Rathaus im StĂŒhlinger angeboten. ZusĂ€tzlich gibt es die Möglichkeit, dass ein Solarexperte direkt nach Hause kommt.

Neu hinzugekommen ist ein Informationsfilm. Er erklÀrt die Vorteile einer PV-Anlage auf dem Dach, wie die UnabhÀngigkeit von steigenden Strompreisen, der eigene Beitrag zum Klimaschutz und last but not least das Geld, das die PV-Anlage langfristig verdient.

„Mit diesem Paket wird der Zubau von neuen PV-Anlagen in Freiburg weiterhin ansteigen“, ist sich Klaus von Zahn, Leiter des Umweltschutzamtes, sicher.

Interessierte BĂŒrgerinnen und BĂŒrger können sich unter www.freiburg.de/pv ĂŒber die gesamte PV-Kampagne informieren und sich zu den Beratungen oder dem Workshop anmelden.
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