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Dienstag, 24. Mai 2022
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Verschiedenes

Solar-Guerilla - Kleine Solarsysteme f√ľr Eigenstrom
√Ėkostation Freiburg (c) √Ėkostation
 
Solar-Guerilla - Kleine Solarsysteme f√ľr Eigenstrom
am 19.09.2020 von 10:00 bis 16:00
Veranstaltung in der √Ėkostation Freiburg

Ob f√ľr das Gartenhaus, das Tinyhaus, die Wagenburg oder f√ľr den Balkon, es gibt viele Energie-Bed√ľrfnisse f√ľr Stromnetz unabh√§ngige (autarke) L√∂sungen. Am Vormittag geht es f√ľr ca. 2 Std. um Grundlagen und um die Einsch√§tzung, wann ein solches System sinnvoll ist, aus welchen Komponenten es besteht und wie man es praktisch umsetzt. Danach gehen wir von der Theorie zur Praxis. Im zweiten Teil kann ein eigenes System verkabelt und getestet werden. Damit das funktioniert, werden noch weitere Elemente, wie z.B. Laderegler, 12 Volt-Akku, evtl. Wechselrichter und einige Kabel ben√∂tigt. Max sechs Teilnehmer*innen k√∂nnen bei dieser Veranstaltung ihr System aufbauen und testen. Weitere sechs k√∂nnen sich als Assistent*innen anmelden, sofern sie nur die Infos und das Wissen mitnehmen m√∂chten. Die Kosten f√ľr eine kleine autarke Solaranlage zum Mitnehmen liegen je nach Komponenten zwischen 80 und 500 ‚ā¨. Diese werden im Voraus mit dem Veranstalter besprochen (s.u.) und beschafft. Gerne verwenden wir auch gebrauchte Solarmodule und funktionierende Komponenten. Die √Ėkostation spendet 5 gebrauchte, funktionierende Module. Balkonmodule zum Einspeisen in das eigene Stromnetz k√∂nnen besichtigt werden. So kann Jedermann und Jedefrau zur Solarstromer*in werden.

Leitung: Rolf Behringer, N.N. (Solare Zukunft e.V.)
Zur Hardware-Abstimmung: r.behringer@solarezukunft.org
Materialkosten variieren
F√ľr Verpflegung wird gesorgt
Eine Kooperation von: fesa e.V., Solare Zukunft e.V., Oekostation Freiburg, Photovoltaik-Netzwerk f√ľr den S√ľdlichen Oberrhein, Energieagentur Freiburg
80 bis 500,- je nach Materialbedarf
Anmeldung unbedingt erforderlich!
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Abfallbilanz 2019: Freiburg bleibt Mustersch√ľler der M√ľlltrennung
Freiburg ist Spitzenreiter bei der Abfallvermeidung und Vorreiter bei der M√ľlltrennung im Land. Zum wiederholten Male liegt die Stadt mit 108 Kilogramm Restabfall und Sperrm√ľll pro Person an erster Stelle unter den kreisfreien Gro√üst√§dten. Die Freiburgerinnen und Freiburger produzieren wegen ihres guten Sortierverhaltens deutlich weniger Restabfall als andere Teile der Republik. In Baden-W√ľrttemberg liegt das Pro-Kopf-Aufkommen bei durchschnittlich 140 Kilo Restm√ľll, das geht aus Zahlen des Umweltministeriums des Landes hervor, die Anfang August ver√∂ffentlicht wurden. Bundesweit liegt der Schnitt bei 128 Kilo, in St√§dten sogar bei 151 Kilo Restm√ľll pro Kopf, wie Zahlen des Umweltbundesamtes (UBA) zeigen. Verglichen mit diesen Werten darf sich Freiburg Mustersch√ľler der M√ľlltrennung und Abfallvermeidung nennen.

Umweltb√ľrgermeisterin Gerda Stuchlik zeigte sich erfreut √ľber das erneut gute Ergebnis. ‚ÄěWir haben in Freiburg ein tolles Konzept, das zum M√ľlltrennen anregt. Die guten Werte k√∂nnen wir aber nur erreichen, da viele B√ľrgerinnen und B√ľrger sich f√ľr M√ľlltrennung und Abfallvermeidung einsetzen. Ihnen m√∂chte ich daf√ľr herzlich danken, es ist auch ihr erster Platz‚Äú, so Stuchlik. Freiburgs Abfallgeb√ľhrensystem belohnt Haushalte finanziell, die wenig Restabfall produzieren. Zudem f√ľhren nutzerfreundliche Entsorgungswege langfristig zum Erfolg.

Auch bei der Bilanz von eingesammelten verwertbaren Abfällen liegt Freiburg mit 264 Kilogramm pro Kopf im Landesvergleich mit den kreisfreien Großstädten auf Platz eins. Diese Kategorie beinhaltet getrennt gesammelte Wertstoffe wie Bioabfall, Altpapier, Altglas, Leichtverpackungen, Altholz, Elektrogeräte, Altkleider und Metall.

Seit mehr als 20 Jahren k√∂nnen in Freiburg organische Abf√§lle √ľber die Biotonne entsorgt werden. Im Jahr 2019 wurden an der Verg√§rungsanlage der Reterra 15.669 Tonnen Bioabf√§lle angeliefert, eine Pro-Kopf-Menge von 68 Kilogramm. Damit rangiert Freiburg ebenfalls auf dem ersten Tabellenplatz unter den kreisfreien Gro√üst√§dten.

Mit insgesamt 17.855 Tonnen Altpapier sammelten die Freiburgerinnen und Freiburger im Jahr 2019 pro Person 78 Kilogramm. Das bedeutet einen R√ľckgang von sechs Prozent innerhalb des letzten Jahres, wohl ein Ausdruck der zunehmenden Nutzung von Digital- anstelle von Printmedien.

Nur leichte Ver√§nderungen lie√üen sich im Vergleich zum Vorjahr bei den einwohnerspezifischen Mengen an Altglas und Verpackungsabf√§llen verzeichnen. Mit 29 Kilogramm Altglas pro Einwohner liegt Freiburg rund 20 Prozent √ľber dem durchschnittlichen Pro-Kopf-Aufkommen Baden-W√ľrttembergs.

Die im gelben Sack erfassten Verpackungsabf√§lle beliefen sich im Jahr 2019 auf 5.527 Tonnen. Die Finanzierung der Entsorgung des gelben Sacks l√§uft nicht √ľber die kommunale Abfallgeb√ľhr, sie ist privatwirtschaftlich organisiert. Die Entsorgungskosten werden mit dem Kaufpreis im Handel bezahlt. Im Durchschnitt produzieren die Einwohnerinnen und Einwohner Freiburgs 24 Kilo Abfallmenge f√ľr den gelben Sack pro Kopf im Jahr. Der Vergleich mit dem Landesdurchschnitt von 31 Kilogramm pro Person legt nahe, dass die Freiburgerinnen und Freiburger sparsamer im Gebrauch von Einwegverpackungen sind als die Mehrzahl der Konsumenten in Baden-W√ľrttemberg.
 
 

 
Die Waldbrandgefahr ist in den nächsten Tagen sehr hoch
Grillen im Stadtwald nur an offiziellen Grillstellen erlaubt.
Rauchverbot im Wald gilt bis Ende Oktober

Der Deutsche Wetterdienst prognostiziert ab morgen die höchste Waldbrand-Gefahrenstufe. Daher bittet das Forstamt Freiburg alle Waldbesucherinnen und Besucher eindringlich um erhöhte Vorsicht und um strenge Einhaltung der folgenden Regeln.

Außerhalb der ausgewiesenen Grillstellen im Wald sowie in einer Entfernung von 100 Metern zum Waldrand darf auf keinen Fall Feuer entfacht werden.
Auf offiziell eingerichteten Grillplätzen muss dringend darauf geachtet werden, dass kein Funkenflug entsteht. Zu diesem Zweck darf ab sofort nicht mehr mit Holz gegrillt werden. Ersatzweise ist ausschließlich Holzkohle zu verwenden.
Zum L√∂schen der Glut muss ein Kanister Wasser mitgef√ľhrt werden, da nur so die Glut sicher gel√∂scht werden kann.
Das Grillen auf selbst mitgebrachten Grillgeräten ist verboten. Im Wald und in einer Entfernung von 100 Metern zum Waldrand ist das Rauchen von März bis Oktober grundsätzlich verboten.

Waldbrandgefahr geht auch von liegen gelassenen Flaschen und Glasscherben aus, außerdem von Zigarettenkippen, die entlang von Straßen achtlos aus dem Fenster geworfen werden.

Alle Waldbesuchenden werden zudem gebeten, Zufahrtswege in die W√§lder nicht mit Fahrzeugen zu blockieren. Pkws d√ľrfen nur auf ausgewiesenen Parkpl√§tzen abgestellt werden. Fahrzeuge sollten nicht √ľber trockenem Bodenbewuchs oder laubbedeckten Fl√§chen und trockenem Gras parken, da hei√üe Katalysatoren oder Auspuffteile die trockene Vegetation leicht entz√ľnden k√∂nnen.

Wer einen Waldbrand bemerkt, wird gebeten, unverz√ľglich die Feuerwehr (Notruf 112) oder die Polizei (110) zu informieren.

Insbesondere die schnelle Information √ľber einen Brandherd und die daraufhin eingeleitete Bek√§mpfung tr√§gt dazu bei, das Ausma√ü des Schadens einzuschr√§nken und Gefahren f√ľr Natur und Mensch zu vermeiden.

Dabei kommt es auch auf eine pr√§zise Ortsbeschreibung an, um die Feuerwehr gezielt zum Einsatzort zu f√ľhren und vor Ort einzuweisen. Sie k√∂nnen dazu die Rettungspunkte des Forstamtes, allgemein bekannte Parkpl√§tze, Waldwegenahmen, Wanderwege- und Mountainbike-Beschilderungen oder √§hnliches zur Beschreibung nutzen oder aber die Standortsfunktion Ihres Mobilger√§tes
 
 

 
P√ľnktlich zum Gro√üe Geklapper
Viele Tiergeburten auf dem Mundenhof

Dass es derzeit auf dem Mundenhof die Rekordzahl von 15 Storchennester mit 33 Jungst√∂rchen gibt, hatte der Mundenhof am 2. Juli per PM vermeldet. Nun zeitigt das Gro√üe Geklapper saisonal erwartbare Folgen: Freiburgs Tier-Natur-Erlebnispark darf sich aktuell √ľber eine selten dagewesene Flut von Tiergeburten freuen!

Junge L√§mmer und Zicklein stehen jeden Fr√ľhsommer auf der Tagesordnung des Mundenhofs. Diesmal haben aber auch viele gro√üe Vierbeiner an ihrer Alterspyramide gearbeitet.

So bereichern zwei Schottische Hochlandrinder, ein schwarzes Mädchen (*23. Mai) und ein roter Junge (*29. Juni), das Tiergehege.

Die Ungarischen Steppenrinder werden durch zwei Jungs (*17. März und 1. Mai) verstärkt. Auch Familie Watussi bekam männlichen Nachwuchs (*19. Juni), ebenso Familie Yak (*29. Juni).

Bei den Strau√üen recken gleich acht K√ľken die noch kurzen langen H√§lse (*8. bis 10. Mai). Auch bei den M√∂nchsittichen gibt es Nachwuchs, die Kleinen wagen sich langsam aus dem Nest und werden fl√ľgge.

Allen Jungtieren geht es gut.

Übrigens: Alle Tiergeburten auf dem Mundenhof werden auch auf www.freiburg.de/mundenhof veröffentlicht
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Freiburg: Die Linde lebt
Anbringung der Mess-Sonde am Stamm / Foto: Stadt Freiburg
 
Freiburg: Die Linde lebt
Landschaftsprägender Baum am Dreisam-Radweg gerettet

Die 200 Jahre alte Linde am Dreisamufer-Radweg, die vergangene Woche bei Grabungsarbeiten beschädigt wurde, kann stehen bleiben. Dies ergaben jetzt Untersuchungen am Naturdenkmal.

Im Zuge des Breitbandausbaus werden im Abschnitt Tuttlingen ‚Äď Freiburg Telekommunikationskabel verlegt. Der Baufirma, die diese Arbeiten zur Zeit im Bereich Ebnet ausf√ľhrt, hatte die Stadtverwaltung strenge Schutzauflagen im Umgang mit den dort vorhandenen B√§umen auf mitgeteilt. Dazu geh√∂rt zum Beispiel, den Wurzelbereich dieser Linde bei den Aufgrabungen auszusparen. Als Sicherheitsabstand sollte sie mindestens drei Meter vom Stamm ab einhalten, gemessen bis zur auf den Boden projezierten Kronentraufe. Dazu wurde ein baumschonendes, fachkompetentes Vorgehen in der N√§he des Baumes und der Einsatz einer √∂kologischen Baubegleitung vorgeschrieben. Dennoch wurden die Wurzeln der Linde bei den Grabungsarbeiten am 9. Juni unerlaubter Weise und entgegen der fachlichen Standards im Baumschutz erheblich verletzt.

Sofort nach Bekanntwerden der Sch√§digung veranlasste das Umweltschutzamt (Untere Naturschutzbeh√∂rde), dass der Umfang des Schadens und die Standsicherheit des alten Prachtexemplars von einem Fachgutachter untersucht wurden. Da der Verdacht bestand, seine Standsicherheit k√∂nnte erheblich beeintr√§chtigt sein, wurde der Radweg, der direkt an der Linde vorbeif√ľhrt, am Samstag, 27. Juni, sicherheitshalber gesperrt.

Im Beisein des Baumpathologen Dr. Ferner und mit Unterst√ľtzung des Maschinenrings Breisgau hat nun gestern eine Fachfirma die Standsicherheit ermittelt. Bei ihren Zugspannungsversuchen kam modernste Technik zum Einsatz, samt Sensoren an Baumstamm und am Boden des Wurzeltellers.

Ergebnis: Das bei den Freiburgern beliebte und bekannte Naturdenkmal kann stehenbleiben. Die Verkehrssicherheit der Linde ist nicht erheblich beeintr√§chtigt, so dass die wichtige West-Ost-Radverbindung umgehend wieder f√ľr den Radverkehr ge√∂ffnet werden konnte.

Der Schadensverursacher wurde vom Umweltschutzamt zur Schadensermittlung und Kl√§rung der Verkehrssicherheit der besch√§digten Linde verpflichtet. F√ľr die massive Missachtung der Naturschutzauflagen muss er mit einem Bu√ügeldbescheid in angemessener H√∂he rechnen. Hinzu kommen Ausgleichsverpflichtungen, die die Untere Naturschutzbeh√∂rde nach Vorlage des Fachgutachtens festlegen wird.
 
 

 
Frelo: coronabedingtes Nachfragetal √ľberwunden
Rekordausleihe im Juni

Mit einem neuen Rekord von 28.804 Ausleihen konnte das Fahrradverleihsystem Frelo der Freiburger Verkehrs AG (VAG) im vergangenen Juni das durch die Corona Pandemie entstandene Nachfragetal der Monate M√§rz und April endg√ľltig hinter sich lassen. Der bisherige Spitzenmonat, Oktober 2019, wurde um mehr als 2.000 Ausleihen √ľbertroffen.

Nach einem guten Start in das Jahr 2020 machten die Auswirkungen des Covid-19-Virus auch den rotweißen Leihrädern zu schaffen. Wurde das Angebot im März noch knapp 14.000 Mal genutzt sank dieser Wert im April auf 12.817 Ausleihen.

Das Juniergebnis spiegelt nun offensichtlich die schrittweise R√ľckkehr zur Normalit√§t im √∂ffentlichen Leben wieder.
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NABU wird in die Zukunftskommission Landwirtschaft einberufen
Pr√§sident J√∂rg-Andreas Kr√ľger vertritt den NABU in der heute von der Bundesregierung gestarteten Kommission zur Agrarpolitik.

Berlin, 08.07.2020 ‚Äď Heute wurde die Einsetzung der Zukunftskommission Landwirtschaft vom Bundeskabinett beschlossen. NABU-Pr√§sident J√∂rg-Andreas Kr√ľger wurde als ein Vertreter aus den Umweltorganisationen berufen. Die Kommission besteht insgesamt aus 31 Mitgliedern und einem Vorsitzenden. Dazu geh√∂ren Vertreter*innen der f√ľr die Landwirtschaftspolitik wichtigen Bereiche Landwirtschaft, Wissenschaft, Umwelt- und Tierschutz, Wirtschaft und Verbraucher*innen. Sie nimmt nun ihre Arbeit auf und soll Empfehlungen und Vorschl√§ge f√ľr eine nachhaltige Landwirtschaft in Deutschland erarbeiten.

Dazu kommentiert J√∂rg-Andreas Kr√ľger, NABU-Pr√§sident:
‚ÄěKlimawandel, Insektensterben, Strukturverluste in der Landschaft, geringe Erl√∂se, fehlende Perspektiven f√ľr Hofnachfolgen ‚Äď Die Liste der dr√§ngenden Fragen zur Ausrichtung der Landwirtschaft ist lang. Wir brauchen ein neues Zukunftsbild f√ľr eine √∂kologische und sozial gerechte Landwirtschaft in Deutschland. Es geht um das gesunde Essen auf unseren Tellern und die Qualit√§t unserer B√∂den, Gew√§sser und Fl√§chen und nicht zuletzt um die Sicherung landwirtschaftlicher Betriebe. Die Zukunftskommission Landwirtschaft bietet die Chance, die unterschiedlichen Perspektiven und Interessen auf den Tisch zu bringen und ein gemeinsames Leitbild f√ľr die Agrarpolitik der n√§chsten Jahre zu gestalten.‚Äú

Vorgesehen ist, dass die Zukunftskommission bereits im Herbst einen Zwischenbericht vorlegt und ihre Arbeit im Fr√ľhsommer 2021 mit der Vorlage eines Endberichts abschlie√üt.
 
 

Rechte Gewalt ‚Äď  Faschismus t√∂tet √ľberall
 
Rechte Gewalt ‚Äď Faschismus t√∂tet √ľberall
iz3w - Zeitschrift zwischen Nord und S√ľd | Ausgabe 379
(Juli/August 2020)

Rechte Gewalttäter sind eine hochgefährliche politische Avantgarde. Beispielsweise wäre die massive Einschränkung des Asylrechts in Deutschland 1993 nicht möglich gewesen ohne die vorangegangenen rassistischen Anschläge in Mölln, Hoyerswerda, Solingen oder Rostock-Lichtenhagen.

Rechte Gewalt wird in der Regel assoziiert mit Faschismus und Nationalsozialismus sowie deren politischen Erben (die es nicht allein in Europa gibt). Rechte Strategien und Denkarten √§hneln sich weltweit auf erschreckende Weise, etwa durch die Markierung von Minderheiten als ‚ÄöVolksfeinde‚Äė. Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und Hass auf Frauen scheinen weltweit eine Art Grundkonsens rechter Gewaltt√§ter zu bilden.

Die Anschläge hindunationalistischer Mobs gegen Muslime in Indien und viele andere Beispiele jedoch verweisen darauf, dass ein allein am historischen Faschismus angelehnter Begriff von Rechter Gewalt zu eng gefasst ist. In unserem Themenschwerpunkt blicken wir daher auf mehrere Länder und aktuelle Kontexte, in denen Rechte Gewalt entsteht.
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