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Samstag, 1. Oktober 2022
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Verschiedenes

Freiburg: Firmen fördern klimafreundliche MobilitÀt
„MobilSiegel TrophĂ€e“ / Foto: Anja Limbrunner/VAG
 
Freiburg: Firmen fördern klimafreundliche MobilitÀt
VAG vergibt MobilSiegel an 20 Unternehmen und Verwaltungen

ZuschĂŒsse fĂŒr den Kauf von FahrrĂ€dern, geförderte JobTickets fĂŒr die Mitarbeitenden, E-Autos im Fuhrpark oder Dienstreisen mit der Bahn statt mit dem Flugzeug: Das 2021 eingefĂŒhrte MobilSiegel zeichnet Unternehmen und Verwaltungen aus der Region fĂŒr klimafreundliche MobilitĂ€t aus. Freiburgs OberbĂŒrgermeister Martin Horn, die LandrĂ€tin Dorothea Störr-Ritter sowie Landrat Hanno Hurth (Emmendingen) ĂŒbergaben die Urkunden und Preise am Donnerstag, 29. September, auf dem Betriebshof der Freiburger Verkehrs AG. In diesem Jahr erhielten 20 Unternehmen aus Freiburg und den beiden Landkreisen die Auszeichnung.

Die ungefĂ€hr 1,8 Kilogramm schwere TrophĂ€e, die aus ausrangierten Schienenteilen besteht, hatten die Lehrlinge der VAG in der Ausbildungswerkstatt aufbereitet. Im Mittelpunkt der Vergabefeier stand nicht nur die Übergabe des MobilSiegels, sondern auch die Vernetzung der Gewinner 2021 mit den diesjĂ€hrigen Gewinnern, um voneinander zu lernen.

„Der DĂŒrresommer in diesem Jahr hat uns vor Augen gefĂŒhrt, wie greifbar der Klimawandel bereits jetzt bei uns ist. Außerdem erleben wir gerade eine Energiekrise von historischem Ausmaß. Das alles zeigt uns, dass der Einsatz fĂŒr noch mehr nachhaltige MobilitĂ€t dringend geboten ist“, sagte der Freiburger OberbĂŒrgermeister, Martin Horn, bei der Vergabefeier auf dem Betriebshof der Freiburger Verkehrs AG. „Diesen Einsatz wĂŒrdigen wir mit dem MobilSiegel.“

Bei der Bewertung der Bewerbungen fiel alles ins Gewicht, was den Mitarbeitenden eine möglichst klimafreundliche MobilitÀt rund um den Arbeitsplatz erleichtert.

„Es freut uns, dass viele Betriebe aus ganz unterschiedlichen Branchen kreative Ideen entwickeln, um fĂŒr ihre Mitarbeitenden bequeme und emissionsarme MobilitĂ€tsangebote zu schaffen. Angesichts des FachkrĂ€ftemangels sind diese Angebote fĂŒr Unternehmen auch interessante Möglichkeiten, um sich als attraktiver Arbeitgeber zu prĂ€sentieren“, unterstrich die LandrĂ€tin Störr-Ritter die Bedeutung der Auszeichnung.  

Landrat Hanno Hurth erklĂ€rte darĂŒber hinaus: „Dass sich nach dem erfolgreichen Auftakt des MobilSiegels im vergangenen Jahr zahlreiche weitere Unternehmen um diese Auszeichnung beworben haben zeigt uns, dass nachhaltige MobilitĂ€t immer wichtiger wird.“ Mit dem Trend zum Homeoffice Ă€ndere sich hĂ€ufig auch die Wahl der Verkehrsmittel. „Umso wichtiger ist es, dass die MobilitĂ€tsangebote klimafreundlich und flexibel zugleich sind“, betonte Hurth.

VAG-Vorstand Oliver Benz bedankte sich bei allen Teilnehmenden und warb bereits fĂŒr die nĂ€chste Bewerbungsphase fĂŒr das MobilSiegel 2023. „Als VAG stehen wir nicht nur fĂŒr vernetzte MobilitĂ€tsangebote – von Bus und Bahn ĂŒber Frelo bis hin zur digitalen Vernetzung von Car-Sharing-Angeboten. Mit unserer MobilitĂ€tsberatung helfen wir auch Unternehmen dabei, maßgeschneiderte Angebote fĂŒr ihre Angestellten zu entwickeln.“


Hintergrund: Was ist das „MobilSiegel – klimafreundlich zur Arbeit“?

Das MobilSiegel wird von der Freiburger Verkehrs AG im Auftrag der Stadt Freiburg und in Kooperation mit den Landkreisen Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald in diesem Jahr zum zweiten Mal verliehen. Damit knöpft das Siegel an das frĂŒhere Öko-Verkehrs-Siegel der „AG Umweltfreundlich zum Betrieb“ an.

Das MobilSiegel wird einmal jĂ€hrlich an Arbeitgeber verliehen, die sich nachweislich fĂŒr klimafreundliche MobilitĂ€t ihrer Mitarbeitenden einsetzen. Nach drei Jahren kann sich das Unternehmen fĂŒr eine Re-Zertifizierung bewerben. FĂŒr eine Auszeichnung kann sich jedes Unternehmen aus der Region Freiburg unter www.mobil-siegel.de bewerben.

Diese Firmen erhielten im Jahr 2022 das MobilSiegel:

Familotel Feldberg
Herud KG
Industrie-Technik Kienzler GmbH & Co. KG
Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald
Caritasverband fĂŒr den Landkreis Emmendingen e.V.
Praxis an der Elz
Volksbank Breisgau Nord eG
Severin Apotheke
SolarInfoCenter
Badische Zeitung / Badischer Verlag GmbH & Co. KG - BZ.medien
Artemed-Kliniken Freiburg
Cerdia Produktions GmbH
Freiburg Wirtschaft und Tourismus GmbH & Co. KG (FWTM)
Hild Radwelt
IKEA Freiburg
Sterr_Kölln & Partner mbB
WaschbÀr GmbH
UniversitÀtsklinikum Freiburg
focusEnergie GmbH & Co. KG
Stadtmobil CarSharing SĂŒdbaden AG

zum Bild oben:
„MobilSiegel TrophĂ€e“ : Die TrophĂ€e des MobilSiegels besteht aus ausrangierten Schienenteilen. Auszubildende der VAG haben die zugesĂ€gten Teile aufbereitet.
Foto: Anja Limbrunner/VAG
 
 

 
NABU: Wo bleibt das Klimaschutzsofortprogramm?
Miller: Klimaschutzsofortprogramm ist kein Selbstzweck, sondern notwendig zur wirksamen Reduktion klimaschÀdlicher Treibhausgasemissionen

Berlin, 30.9.22 – Bis Ende dieses Jahres soll das Klimaschutzsofortprogramm fertig zur Umsetzung sein. So hatte es sich die Bundesregierung in den Koalitionsvertrag geschrieben. DafĂŒr mĂŒsste jedoch ein Vorschlag bis Ende September 2022 vorliegen. Die Frage, die sich nun stellt: Wo ist das Klimaschutzsofortprogramm?

NABU-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller: „Jeder Dienstleister, der nicht pĂŒnktlich liefert, wird durch seine Auftraggeber abgestraft, wenn sich herumspricht, wie unprofessionell er mit den anvertrauten Aufgaben umgeht. Die Bunderegierung hat sich mit dem Vorschlag zum Klimaschutzsofortprogramm ein hehres, aber durchaus machbares Ziel gesetzt. Auch unter BerĂŒcksichtigung der vielen Krisen ist es unverstĂ€ndlich, dass da nichts passiert. Das Programm ist schließlich kein Selbstzweck. Es ist der Pfad zur Reduktion der klimaschĂ€dlichen Treibhausgasemissionen, die unsere Lebensgrundlagen bedrohen. Olaf Scholz muss jetzt zeigen, dass er den Klimaschutz entschlossen vorantreibt.”

Insbesondere in den Sektoren Verkehr und GebĂ€ude fehlt es an effizienten Maßnahmen. Im Bereich Verkehr ist nicht zu erkennen, mit welchen Maßnahmen Minister Volker Wissing den CO2-Aussoß senken möchte. Es ist der einzige Sektor, in dem die Emissionen seit 1990 kaum gesunken sind. Im Jahr 2021 wurden die Emissionen um 3 Millionen Tonnen ĂŒberschritten. Bis 2030 mĂŒssen im Verkehr 271 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Verkehrsminister Wissing hatte jedoch lediglich eine Einsparung von 13 Millionen Tonnen fĂŒr diesen Zeitraum bis in Aussicht gestellt. Eine Kompensation der ausbleibenden Reduktionen durch andere Sektoren ist nicht in Sicht. „Ohne die eine Anpassung der Dienstwagenregulierung und Kfz-Steuer ist eine Einhaltung der Sektorenziele beim Verkehr nicht möglich. Den Wandel herbeifördern zu wollen, wie die FDP es plant, erscheint angesichts von Haushaltslage und Inflation ausgesprochen unrealistisch und steht der besonders von Liberalen propagierten Haushaltsdisziplin hart entgegen. Ein Tempolimit wĂ€re das einfachste und kostengĂŒnstigste Instrument fĂŒr mehr Klimaschutz im Verkehr, so Nikolas von Wysiecki, Referent fĂŒr Verkehrspolitik beim NABU.

Auch im GebĂ€udesektor werden die Klimaziele auf absehbare Zeit nicht erreicht. Eventuell könnten nach 2028 endlich Erfolge sichtbar werden, wenn die nötige Sanierungsoffensive greift. Das bedeutet, auch hier wird die Zielverfehlung fĂŒr die nĂ€chsten fĂŒnf Jahre mit einkalkuliert. „Wenn es in den kommenden Wintern in InnenrĂ€umen warm und bezahlbar bleiben soll, muss die dringend notwendige Sanierung des GebĂ€udebestands angegangen werden. FĂŒr GebĂ€ude mit der schlechtesten Bilanz mĂŒssen in diesem Jahr noch Mindesteffizienzstandard gesetzlich festgeschrieben werden”, so NABU-GebĂ€udeexpertin Lisa Storcks. Allein die GebĂ€ude in den zwei schlechtesten Effizienzklassen sind fĂŒr die HĂ€lfte der Treibhausgasemissionen von WohngebĂ€uden in Deutschland verantwortlich und werden von den einkommensschwĂ€chsten Haushalten bewohnt.

Der NABU fordert Olaf Scholz auf, die Bundesregierung anzutreiben, ihren Verpflichtungen nachzukommen und zeitnah einen konkreten und wirksamen Vorschlag fĂŒr ein Klimaschutzsofortprogramm zu liefern. Der Beginn der Umsetzung eines solchen Programms muss Anfang 2023 erfolgen, wenn mittelfristig Klimaziele noch erreicht werden sollen.
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Kalendertipp:
 
Kalendertipp: "Waldspaziergang 2023"
Fotokunst-Kalender

AtmosphÀrische Naturfotografie von Lars van de Goor- Gewinner des Hasselblad award 2016

Brillanter Bilderdruck auf hochwertigem Papier mit den wichtigsten Feiertagen

SpĂ€testens seit Peter Wohllebens Buch-Bestseller „Das geheime Leben der BĂ€ume“ ist klar, dass die Menschen vom Thema BĂ€ume und Wald fasziniert sind. Der niederlĂ€ndische Fotograf Lars van de Goor fotografiert auf unnachahmliche Weise magische Momente auf Waldwegen, am Waldrand und unter BĂ€umen. Er war bereits mehrfach Top-Ten-Finalist beim Fotografiewettbewerb Hasselblad Masters in der Kategorie Landschaft/Natur und gewann ihn 2016. Seine poetischen Bilder vom Wald sind aufgeladen mit einer ganz besonderen AtmosphĂ€re, der man sich als Betrachter nicht entziehen kann. Vielmehr möchte man genau dort sein, wo die Fotografien entstanden sind und dort spazieren gehen. Bei der aktuellen Wetterlage mit extremer Regenarmut und Trockenheit sind unsere WĂ€lder in akuter Gefahr; die Kalenderbilder können uns ein Ansporn sein, alles menschenmögliche zu tun bzw auch zu unterlassen, um eine weitere Klimaverschlechterung zu stoppen.

Dieser DUMONT Kalender wurde in Deutschland gestaltet, gedruckt und verarbeitet, ist „Made in Germany“. Dies gilt auch fĂŒr das eingesetzte Papier, welches allen Standards einer zertifizierten und umweltvertrĂ€glichen Herstellung entspricht. In jedem Kalender steckt unsere Liebe zum Detail und unsere langjĂ€hrige Erfahrung.

DUMONT Kalender, 60 x 50 cm, € 32,00 (D)
GTIN 4250809649481
 
 

 
BĂŒrgerbegehren „Freiburg Klimaneutral“ ist rechtlich unzulĂ€ssig
Juristische Entscheidung, keine politische Bewertung
Angebot der Kooperation der Stadt an die Initiierenden
Klimaschutz wichtiges Politikfeld der Stadt Freiburg

In Freiburg hat Klimaschutz PrioritĂ€t. Bereits seit Jahren ist die stĂ€dtische Politik stringent auf dieses Ziel ausgerichtet, die Bestrebungen werden fortlaufend erweitert und intensiviert. Die Stadtverwaltung sieht deshalb gemeinsame Ziele mit den Initiatorinnen und Initiatoren des BĂŒrgerbegehrens „Freiburg Klimaneutral“, besonders wenn es darum geht, Klimaschutzmaßnahmen noch schneller umzusetzen. Das aktuelle BĂŒrgerbegehren stuft die Verwaltung jedoch als rechtlich unzulĂ€ssig ein. Dabei handelt es sich um eine juristische, nicht um eine politische Bewertung. „Wir haben ein gemeinsames Ziel, wir wollen mehr Klimaschutz möglich machen und das so schnell und effizient wie möglich angehen. Die wesentlichen Inhalte des BĂŒrgerbegehrens sind politisch unterstĂŒtzenswert. Vieles, was gefordert wird, setzen wir bereits um. Deshalb hat die Stadt beispielsweise vergangenes Jahr die Klimaschutzoffensive gestartet, die fĂŒr sechs Jahre mit bis zu 120 Millionen Euro ausgestattet ist“, so UmweltbĂŒrgermeisterin Christine Buchheit.

Die Initiatoren wurden ĂŒber die juristische EinschĂ€tzung informiert. Vergangenen Freitag fand ein persönliches Treffen statt, bei dem die Zusammenarbeit in wichtigen Fragen angeboten wurde.

Rechtliche Bewertung
Die Regeln fĂŒr ein BĂŒrgerbegehren sind in der Gemeindeordnung definiert. Das Rechtsamt der Stadt Freiburg hat das BĂŒrgerbegehren geprĂŒft und festgestellt, dass es in der aktuellen Form unzulĂ€ssig ist. Insbesondere die VerknĂŒpfung verschiedener Themenkomplexe und Fragen, die mit einer einzigen Ja/Nein-Stimmabgabe entschieden werden sollen, ist mit Blick auf demokratische GrundsĂ€tze nicht möglich. Das BĂŒrgerbegehren wĂŒrde in der vorliegenden Form deshalb gegen das sogenannte Kopplungsverbot verstoßen.

Gemeinsames Ziel
Abseits der juristischen Bewertung stimmt die Stadtverwaltung mit dem grundlegenden Appell ĂŒberein, Klimaschutzmaßnahmen schneller umzusetzen. Klimaschutz, Naturschutz und Nachhaltigkeit haben in Freiburg eine lange Tradition. Es laufen zahlreiche Förderprogramme und Fortbildungen fĂŒr BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, die Stadt und die stĂ€dtischen Gesellschaften arbeiten fortlaufend daran, ihre Klimabilanz weiter zu verbessern. Die Stadtverwaltung Freiburg hat 2021 die Klimaschutzoffensive ins Leben gerufen. Das Programm ist mit bis zu 120 Millionen Euro ausgestattet (72 Millionen aus dem stĂ€dtischen Haushalt, dazu kommen mögliche Fördermittel). Die Mittel des Zukunftsfonds Klimaschutz werden ĂŒber mehrere Jahre, bis 2028, bereitgestellt.

Auch in dem CO2-intenisven Bereich Verkehr wird gearbeitet, derzeit wird hier ein ambitionierter KlimamobilitÀtsplan in den politischen Gremien beraten.

Bereits 1986 wurde in Freiburg das erste Klimaschutzkonzept mit Maßnahmen und Projekten vorgelegt, das fortlaufend weiterentwickelt wird. Dabei wird auf Wert auf Transparenz gelegt: Alle zwei Jahre wird die stĂ€dtische Klimabilanz veröffentlicht. Die letzte Bilanz hat gezeigt, dass bereits viel verbessert wurde – der Weg aber noch weit ist und es erhebliche weitere Anstrengungen braucht. KlimaneutralitĂ€t bis 2038 (oder frĂŒher) lĂ€sst sich nur erreichen, wenn auch Akteure wie Bund, Land und EU Rahmenbedingungen dafĂŒr schaffen: Etwa beim Kohleausstieg, der Förderung erneuerbarer Energien oder im GebĂ€udesektor und einem wirksamen CO2 -Preis. Hier ist zuletzt viel in Bewegung gekommen. Das ist gut fĂŒr die Freiburger Klimaziele, denn nur rund ein Drittel der CO2-Emmissionen vor Ort können von Entscheidungen der Stadtverwaltung direkt beeinflusst werden.
 
 

 
Den Stadtwald klimastabil machen
Am Samstag, 1. Oktober, können Freiwillige im Forstrevier Schauinsland BÀume pflanzen

„Engagement fĂŒr den Wald und BĂ€ume pflanzen war schon immer Ihr Ding? Dann helfen Sie mit, die kĂŒnftige Waldgeneration in Freiburgs BergwĂ€ldern am Schauinsland zu sichern!“ Mit diesem Appell suchen das stĂ€dtische Forstamt und der Verein Bergwaldprojekt Freiwillige, die am Samstag, 1. Oktober, beim sogenannten „Neihaufescht“ BĂ€ume pflanzen wollen.

Seit zehn Jahren pflegt das Forstamt eine intensive Partnerschaft mit dem Bergwaldprojekt. Dessen „Neihaufeschte“ sind Pflanz- oder Pflegeaktionen, bei denen Freiwillige ganztĂ€gig oder ein Wochenende lang richtig „reinhauen“ können, gerne mit der ganzen Familie.

Das stĂ€dtische Forstrevier Schauinsland ist wie prĂ€destiniert fĂŒr solche Aktionen. Freiburgs Hausberg ist großteils mit Wald bedeckt, der sich ĂŒber mehrere Klimazonen erstreckt, von eichenreichen LaubmischwĂ€ldern in den Tallagen bis zu subalpinen BergmischwĂ€ldern. In der Klimakrise unterliegen die höhenzonalen WĂ€lder am Schauinsland aber einem hohen Anpassungsdruck; die Fichte fĂ€llt hier durch Trockenheit und BorkenkĂ€ferfraß aus. Mit der Pflanzung von Weißtannen in den entstandenen LĂŒcken unterstĂŒtzt der Verein nun die Anpassung der BergmischwĂ€lder.

Interessierte melden sich online auf www.bergwaldprojekt.de in der Rubrik Freiwilligenprojekte an.Die
PlÀtze sind begrenzt. Wer zuerst kommt, pflanzt zuerst.
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Zehntausende Nosferatuspinnen von Freiburg bis Rendsburg gemeldet
Nosferatuspinne (c) NABU/Robert/Pfeifle
 
Zehntausende Nosferatuspinnen von Freiburg bis Rendsburg gemeldet
NABU-Aufruf zeigt: Eingewanderte Spinnenart ist stÀrker verbreitet als bisher bekannt

Berlin, 20.9.2022 – Innerhalb weniger Jahre hat sich die aus dem Mittelmeergebiet stammende Nosferatuspinne in fast ganz Deutschland ausgebreitet. Das zeigen erste Ergebnisse eines Meldeaufrufs des NABU und des Beobachtungsportals NABU-naturgucker.de.

Die Nosferatuspinne kommt bei uns fast ausschließlich in GebĂ€uden vor. In Deutschland wurde die Art erstmals 2005 in Freiburg im Breisgau entdeckt. Bis Sommer 2022 waren bei NABU-naturgucker.de bereits 500 Beobachtungen registriert – zwei Wochen nach Start des NABU-Aufrufs sind es nun rund 16.000. Vom großen Echo zeigt sich NABU-Experte Dr. Roland MĂŒhlethaler ĂŒberrascht: „Das Thema hat bei den Medien ebenso gezĂŒndet wie beim Publikum. Ein Grund ist sicher die NĂ€he der Art zum Menschen und ihre imposante GrĂ¶ĂŸe. Dazu kommt noch ein gewisser Gruselfaktor, die Benennung nach einem Stummfilm-Vampir regt zusĂ€tzlich die Fantasie an.“

Auch wenn es inzwischen Meldungen aus allen Winkeln der Republik gibt, liegen die Verbreitungsschwerpunkte unverĂ€ndert im SĂŒden und Westen. Vor allem entlang von Rhein, Neckar und Ruhr kommt die Nosferatuspinne nahezu flĂ€chendeckend vor. Nach Norden und Osten dĂŒnnen die Nachweise merklich aus. „Unser Meldeaufruf gilt daher weiter“, betont MĂŒhlethaler. „Wir freuen uns ĂŒber jede zusĂ€tzliche Beobachtung ĂŒber www.NABU.de/Nosferatu. Besonders wertvoll sind dabei Belegfotos, denn so lĂ€sst sich die Art sicher nachweisen. Das gilt fĂŒr alle Regionen, besonders aber fĂŒr den Osten der Republik. So liegt aus Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern erst je ein Fotobeleg vor.“

Sie wird zwar gelegentlich auch im Freiland gefunden, spĂ€testens im Herbst zieht es die wĂ€rmebedĂŒrftige Nosferatuspinne, wie viele andere Spinnenarten auch, aber nach drinnen. Mit einer KörperlĂ€nge von bis zu zwei Zentimetern und einer Beinspannweite von etwa fĂŒnf Zentimetern gehört sie zusammen mit der Hauswinkelspinne zu den grĂ¶ĂŸten GebĂ€udebewohnerinnen. Die Nosferatuspinne kann spĂŒrbar zubeißen, tut das aber nur sehr selten bei direkter Bedrohung. Der Biss ist vergleichbar mit einem leichten Insektenstich. Als nĂ€chtliche JĂ€gerin hĂ€lt die Nosferatu im Haus den Bestand an Fliegen und anderen Insekten klein.

Hintergrundinformationen
Bis zum 15. September wurden aufgrund des Aufrufs fast 16.000 Beobachtungen der Nosferatuspinne unter www.NABU.de/Nosferatu eingetragen. Die ÜberprĂŒfung von 7900 Bildern zeigte, dass 84 Prozent der Bestimmungen korrekt waren. Etwas mehr als die HĂ€lfte der Fehlbestimmungen entfiel auf die Große Hauswinkelspinne und weitere Winkelspinnen; diese Arten sehen der Nosferatuspinne am Ă€hnlichsten.
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Olivenöl: Vier Bio-Öle sind mangelhaft
Von 19 Olivenölen der höchsten GĂŒteklasse nativ extra kann die Stiftung Warentest 13 empfehlen. Vier Bio-Öle fallen im Test durch: Sie schmecken ranzig, zwei von ihnen sind zudem schadstoffbelastet.

Obwohl Olivenöl im Testzeitraum Mangelware war, stießen die Tester nicht auf mehr schlechte oder gepanschte Ware. Sie fanden bei Olivenölen der höchsten GĂŒteklasse nativ extra keine Hinweise auf VerfĂ€lschungen durch andere Pflanzenöle. Auch die Herkunftsangaben passten zu den Angaben auf den Flaschen.

Zwei Drittel der geprĂŒften Öle sind gut, darunter eins fĂŒr Feinschmecker. Der Testsieger aus dem Feinkosthandel riecht und schmeckt als einziges Öl sehr gut ausgewogen – kostet allerdings auch 36 Euro pro Liter. Beim Discounter gibt es gute Öle schon ab 5,75 Euro pro Liter.

Vier Bio-Öle bewertete die Stiftung Warentest mit mangelhaft. Sie schmeckten ranzig und waren sensorisch fehlerhaft. Sie hĂ€tten nach EU-Olivenöl-Verordnung somit nicht als nativ extra verkauft werden dĂŒrfen.

Die Öle von Corovita und MĂŒller waren zudem stark mit Mineralölbestandteilen belastet. Einige dieser Stoffe stehen im Verdacht, krebserregend zu wirken. Sie sollten in Lebensmitteln nicht auftauchen. Die Labordaten deuten darauf hin, dass die Schadstoffe von technischen Schmierölen stammen.

Der Olivenöl-Test findet sich in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift test und unter www.test.de/olivenoel.
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Neuer Zebrastreifen ĂŒber die Rosastraße
Vorfahrt fĂŒr Fuß- und Radverkehr an zentraler Stelle
Fuß- und Radoffensive

Vorfahrt fĂŒr den Fuß- und Radverkehr: Der Kreuzungsbereich der Rosastraße mit der Bismarckallee wird umgestaltet. Der Fuß- und Radverkehr entlang der Bismarckallee soll in Zukunft bevorzugt vor den Autos behandelt werden, die aus der Rosastraße kommen. Außerdem werden an der Kreuzung viele Elemente fĂŒr Barrierefreiheit eingebaut. Start ist am Montag, 19. September. Der Umbau ist eine weitere Maßnahme der stĂ€dtischen „Fuß- und Radoffensive“, dem 16 Millionen Euro schwerem Ausbauprogramm des Fuß- und Radverkehrs.

Entlang der Bismarckallee fĂŒhrt ein stark frequentierter Fuß- und Radweg (auf Höhe des VolksbankgebĂ€udes in Richtung Friedrichstraße). Er ist Baulich von der Bismarckallee abgesetzt, die Verkehrsplaner des Garten- und Tiefbauamtes haben ihm den Spitznamen der „kleinen Bismarckallee“ gegeben. Wer hier mit dem Rad entlangfĂ€hrt, hat in Zukunft Vorfahrt.

DafĂŒr werden entsprechende Schilder aufgebaut. Dazu kommen weitere Elemente, die die Regelung verdeutlichen. So wird die Fahrbahn erhöht, dazu kommen Farbmarkierungen und farbige PflasterflĂ€chen. Außerdem wird hier ein Zebrastreifen aufgebracht.

Zudem wird der Kreuzungsbereich barrierefrei umgebaut. Im Bereich der FahrbahnĂŒbergĂ€nge werden Leitplatten fĂŒr Menschen mit Sehbehinderungen verlegt, die FahrbahnĂŒbergĂ€nge werden abgesenkt.
 
 



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