oekoplus - Freiburg
Montag, 26. Juli 2021
  --- Besuchen Sie unser neues Informationsportal wodsch.de
Uhr
  •  


Verschiedenes

 
Ist Freiburg noch eine „Green City“?
Stadt Freiburg will Schutz fĂŒr Trinkwasserschutzgebiet zurĂŒckdrĂ€ngen und fĂŒr sich Freibrief fĂŒr Grundwasserbelastungen durchsetzen. -

ECOtrinova e.V. verlangt schĂ€rferen Schutz fĂŒr Trinkwasserschutzgebiet unter Freiburger Westen samt Dietenbach

Das schon 2017 fachlich fertig vorbereitete Trink- bzw. Grundwasserschutzgebiet fĂŒr Umkirch unter dem westlichen Stadtgebiet, also auch unter dem geplanten Neubaustadtteil Dietenbach, soll in KĂŒrze nach jahrenlangem Liegenbleiben vom Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald verordnet werden. KĂŒrzlich liefen die mit Frist beendeten Anhörungen. Die Stadt will nun wegen Ihres VersĂ€umnisses fĂŒr ihre Stellungnahme FristverlĂ€ngerung bis Ende Sept.2021 und vor allem fĂŒr sich generelle Befreiungen fĂŒr Eingriffe in das Trinkwasser durchsetzen. Damit wĂŒrde aber der Schutzzweck weitgehend außer Kraft gesetzt und die zustĂ€ndige Behörde des Landratsamts insoweit entmachtet, so Dr. Georg Löser, Vorsitzender des gemeinnĂŒtzigen Umweltschutzvereins ECOtrinova e.V..

ECOtrinova hat den Gemeinderat , der am 27.7.2021 die Grundlagen der Stellungnahme der Stadt beschließen soll, aufgefordert, die von der Stadt angestrebten Aufweichungen der Verordnung abzulehnen und sich gegen die drohenden Risiken bzw. GefĂ€hrdungen von (Trink-)Grundwasser einzusetzen. Die Stadt entferne sich mit ihrem Bestreben weit weg von einer "Green City" und begebe sich bei Dietenbach mit dem großen Erdaushubzwischenlager und geplanten mit 3 m hohen AufschĂŒttungen unter dem Neubaustadtteil, mit dem Energiekonzept, das Grundwasser stark beanspruchen und absenken wĂŒrde sowie mit den vielfĂ€ltigen z.T. schweren Eingriffen ins Grundwasser beim GewĂ€sserumbau des Dietenbachs in "gefĂ€hrliches Fahrwasser". Denn auch schleichende und fahrlĂ€ssige Verschlechterung von Grundwasser sei per Strafgesetzbuch verboten. Es gelte auch der Besorgnisgrundsatz.

Die Stadt will mit der Erdaushubdeponie in Dietenbach und dort allgemein u.a. auch bestimmte Gleisschotter auf der meist sehr dĂŒnnen und ziemlich durchlĂ€ssigen Deckschicht unterbringen und nur alle 500 t Anlieferung stichprobenweise kontrollieren, dies laut immissionsschutzrechtlicher Genehmigung vom 25.6. bzw. Bekanntmachung im Amtsblatt vom 2.7.2021. ECOtrinova e.V. wendet sich strikt gegen die drohenden Risiken bzw. GefĂ€hrdungen von (Trink-)Grundwasser durch die Stadt Freiburg.

Der Verein hat kĂŒrzlich fristgerecht seine Stellungnahme ans Landratsamt abgegeben und begrĂŒndet gebeten, die Verordnung gegenĂŒber dem Entwurf zu verschĂ€rfen. Insbesondere solle die fehlende Schutzzone 2 eingefĂŒgt werden und der Schutz in den Außenzonen III A und B verschĂ€rft werden. Waldrodungen z.B. in Dietenbach und die Ablagerung beispielweise von radioaktiven Stoffen, Bioziden und zahleichen AbfĂ€llen, alles in den Zonen III laut Entwurf noch erlaubt, sollten generell verboten werden, so ECOtrinova e.V.
Mehr
 

 
Klimaschutz beim Gasnetz-Ausbau beachten
vzbv gibt Stellungnahme zum Netzentwicklungsplan Gas ab

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat gegenĂŒber den Gas-Fernleitungsbetreibern eine Stellungnahme zum „Szenariorahmen Netzentwicklungsplan Gas 2022-2032“ abgegeben und fordert, den Gasnetz-Ausbau auf die aktuellen Klimaschutzziele auszurichten.

Der vzbv fordert, den Gasbedarf nicht allein auf Grundlage von Bedarfsabfragen zu berechnen, sondern auch unter Einbezug anderer Entwicklungen, insbesondere der aktuellen Klimaschutzziele.

Es braucht realistische Annahmen hinsichtlich der zukĂŒnftigen VerfĂŒgbarkeit von grĂŒnem Wasserstoff und eine verursachergerechte Kostenverteilung beim Aufbau der Netze.

„Beim Ausbau der Gas-Infrastruktur in den kommenden zehn Jahren mĂŒssen die neuen nationalen und europĂ€ischen Klimaschutzziele berĂŒcksichtigt werden“, sagt Thomas Engelke, Leiter des Teams Energie und Bauen beim vzbv.

Weiterhin mĂŒssen beim Blick auf 2050 realistische Annahmen hinsichtlich der dann zur VerfĂŒgung stehenden Menge an grĂŒnem Wasserstoff getroffen werden. Derzeit ist nicht zu erwarten, dass Wasserstoff fĂŒr private Verbraucher eine nennenswerte Rolle als EnergietrĂ€ger spielen wird.

„Der Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur fĂŒr die Industrie darf nicht zu einer finanziellen Belastung der privaten Verbraucher fĂŒhren“, sagt Thomas Engelke.
 
 

 
Ablehnende Stellungnahme des KlimabĂŒndnis Freiburg
zum Energiekonzept Neubaustadtteil Dietenbach – 8 schwere MĂ€ngel

zu Drs. G 21/093 fĂŒr den Gemeinderat 27.7.2021 TOP 9

Das KlimabĂŒndnis Freiburg (ggr. 2006) hat mit Schreiben an den Freiburger OberbĂŒrgermeister Martin Horn, die BĂŒrgermeisterriege und den Gemeinderat das dort in Beratung befindliche Energiekonzept fĂŒr den Neubaustadtteil Dietenbach wegen 8 schwerer MĂ€ngel abgelehnt. Das KlimabĂŒndnis fordert eine Totalrevision des Konzepts
und als aktuelle Konsequenz die Ratsvorlage Drs. G 21-093 zurĂŒckzuweisen bzw. den Tagesordnungspunkt abzusetzen. Das KlimabĂŒndnis Ă€ußerte weiterhin große Zweifel daran, ob der Stadtteil gebaut wĂŒrde - zu teuer, zu spĂ€t, fehlender Bedarf, nicht klimaneutral - und empfahl einige der guten Ideen und die hier erlĂ€uterte Kritik in den 4 kleinen Neubau“stadtteilen“ StĂŒhlinger-West, ZĂ€hringen-Nord, Haslach-Schildacker und in Lehen-Zinklern anzuwenden statt beim grundfalschen Objekt Dietenbach.

Im Detail:

Erstens: Schon der Neubaustadtteil auf “der grĂŒnen Wiese“ im derzeitigen Überschwemmungsgebiet und auf land­wirtschaftli­chem Boden und Wald ist schon aus GrĂŒnden des Klimaschutzes ein unverzeihlicher Fehler, zumal bekanntlich auch in Freiburg genĂŒgend bauliche und ökosoziale Maßnahmen als Alternativen zur VerfĂŒgung stehen, erst recht bei wie in 2020 und kĂŒnftig lt. Statistischem Landesamt zu erwartender stagnierender Einwohnerzahl.

Zweiter Grundfehler wĂ€re, wie aus den Grafiken fĂŒr die Stadt hervorgeht, der viel zu hohe Energieverbrauch im neu­en Stadtteil mit 5000 bis 6000 Kilowattstunden WĂ€rme und fast 4000 Kilowattstunden Strom pro Wohnung und Jahr – nach AbzĂŒgen u.a. fĂŒr Schule und Gewerbe. Das sind keine Energiespar-Klimaschutzhaushalte! Das bleibt weit zurĂŒck hinter Vorbildern wie der Solarsiedlung und den KleehĂ€usern sowie dem Passivhaus Wohnen und Arbei­ten in Freiburg Vauban von vor rund 20 Jahren und bleibt sogar hinter einigen Vorbild-Altbau-PassivhĂ€usern zurĂŒck. Deutlich weniger als die HĂ€lfte des genannten Verbrauchs wĂ€re angesagt. Der von der Stadt angestrebte Freiburger Effizienzhaustan­dard 55 fĂŒr WohngebĂ€ude wĂ€re energetische Altlast und passt nicht in eine Stadt, die klimaneutral werden will.

Drittens: Wenn es ein „echter“ Energiespar- und Solarstadtteil wĂ€re, sollte nicht rund 40% der Betriebs-Energie von außen kommen, sondern das lĂ€ge im Verbund mit der Region in der Jahresbilanz bei etwa Null oder besser positiv.

Viertens ist die Klimabilanz viel zu sehr geschönt, als dass sie akzeptierbar wĂ€re. Der Stadtteil wĂ€re bei weitem nicht klimaneutral: Die gesamte „graue“ Energie fĂŒr die Erschließung (Straße, Wege, Versorgungsleitungen, Erdarbei­ten usw.) und fĂŒr Baustoffe und die Errichtung der GebĂ€ude wird ausgeklammert. Zudem bestehen Klimanachteile durch z.B. weitgehenden Wegfall der Kohlendioxid­speicherung im Boden, durch mehr Nahrungs­mittel“importe“ nach Freiburg nach Wegfall von ĂŒber 100 Hektar Landwirtschaft. Es drohen KlimaschĂ€den durch an die 5.000 im Gesamtge­biet zu rodende BĂ€ume, hauptsĂ€chlich in WĂ€ldchen an der Mundenhoferstr., beim Vogel­schutzgebiet Fronholz sowie in der Auwaldgalerie des Dietenbachs.

FĂŒnftens verstört das Energiekonzept sehr, weil die von der Stadt favorisierte Variante 4 mit 28 Förderbrunnen und 36 Schluckbrunnen massiv in das jetzt kommende Trinkwasserschutzgebiet fĂŒr Umkirch eingreifen wĂŒrde. Das liegt unter ganz Dietenbach. Die Schutzschicht fĂŒrs Wasserschutzgebiet wĂŒrde sehr oft durchbrochen. Es drohen spĂ€ter Altlasten aus WĂ€rmetauschern, und es drohen Leckagen z.B von WĂ€rmepumpenflĂŒssigkeiten ins Grund­wasser. Da sind im Laufe der Jahrzehnte Verschmutzungen zu besorgen, die nach Strafgesetzbuch auch bei schlei­chender Verschmutzungen strafbar sind: (1)

Sechstens: Interessant ist zwar die Wasserstofferzeugung aus erhofften StromĂŒberschĂŒssen erneuerbarer Energien.. Leider wĂŒrde Strom fĂŒr die Elektrolyse zu zwei Dritteln in den Stadtteil importiert. Das liegt auch an dessen mangel­hafter Strom- und Heizenergie-Einsparung. Der Nutzungsgrad der Elektrolyseanlage fĂŒr Wasserstoff und AbwĂ€rme mit gut 80% sollte noch besser sein. Es fehlt völlig die Nutzung des entstehenden Sauerstoffs, der anderswo nicht mehr mit viel Energieeinsatz erzeugt werden mĂŒsste.

Siebtens wĂ€re die winterliche Stromerzeugung deutlich zu klein, gerade dann brauchen die WĂ€rmepumpen viel Strom. Es hilft mehr Einsatz von BHKW (Blockheizkraftwerke, stromerzeugende Heizungen) fĂŒr Strom und WĂ€rme.

Achtens bereitet große Sorge, dass das Konzept nicht krisenfest ist. Bei lĂ€ngerem Stromausfall von auswĂ€rts „stirbt“ der Neubaustadtteil, wenn nichts mehr funktioniert. Solche Situationen sind zu befĂŒrchten im schon begonne­nen Zeitalter des Cyber-Terrors. Dagegen helfen vor allem inselbetriebsfĂ€hige BHKW fĂŒr Strom und WĂ€rme aus Gas, dieses zunehmend aus gespeichertem Wasserstoff.
Mehr
 

Freiburg: 100 Tage LastenFrelos
Lastenfrelo Freiburg (c) VAG
 
Freiburg: 100 Tage LastenFrelos
Seit 100 Tagen sind innerhalb des Freiburger Fahrradverleihsystem Frelo auch 20 Lastenpedelecs im Angebot. Seit dem Start am 9. April wurden sie bis zum 14. Juli bereits 1820 Mal ausgeliehen. „Im Juni hatten wir bei insgesamt 576 Ausleihen im Schnitt knapp 29 Fahrten pro Rad im Monat, also fast eine Fahrt pro Tag. Das ist richtig gut fĂŒr den Systemstart, vor allem bei dem aktuellen Wetter“ ordnete Frelo- Koordinatorin Luisa Stenmans die bisherigen Zahlen ein. Soweit es jetzt schon festgestellt werden kann, weisen die Ausleihzahlen von Monat zu Monat eine leicht steigende Tendenz auf.

Das LastenFrelo ergĂ€nzt das im Mai 2019 in Betrieb genommenes Fahrradverleihsystem Frelo, bei dem in Freiburg und angrenzenden Ortschaften mittlerweile 530 RĂ€der an 74 Stationen verfĂŒgbar sind.

Die TransportfahrrĂ€der, die in Regie der Freiburger Verkehrs AG (VAG) unterwegs sind und von nextbike betrieben werden, sind als ErgĂ€nzung zu den bisherigen Verkehrsangeboten der VAG gedacht, um möglichst viele individuellen MobilitĂ€tsbedĂŒrfnisse bedienen zu können.

Informationen zum System:

Wie funktioniert es:

Die einspurigen RĂ€der mit elektrischer TretunterstĂŒtzung können an 15 der bestehenden Frelo-Stationen ausgeliehen und zurĂŒckgegeben werden. Diese „FreloPlus-Stationen“ sind in den Apps der Freiburger Verkehrs AG („VAG mobil“) und von nextbike zu finden und im Straßenraum durch eine FreloPlus-Stele gekennzeichnet.

Die LastenFrelos stehen in speziell markierten Bereichen an 15 der bestehenden Frelo-Stationen bereit. Bei der RĂŒckgabe mĂŒssen die LastenrĂ€der auch wieder in den markierten Bereichen abgestellt werden. Die RĂ€der verfĂŒgen ĂŒber eine Transportbox die fĂŒr eine Ladung von bis zu 60 kg zugelassen ist. Diese ist dank einer Sitzbank mit Sicherheitsgurten auch fĂŒr den verkehrssicheren Transport von maximal zwei Kindern bis sechs Jahre geeignet.

Reservieren:

LastenFrelos können ĂŒber die nextbike-App 30 Minuten vor Fahrtbeginn reserviert werden. Innerhalb dieser 30 Minuten kann dann entweder das LastenFrelos ausgeliehen oder die Reservierung ĂŒber die App storniert werden. Dann entstehen fĂŒr die Reservierung keine Kosten. Wird die Reservierung verfallen gelassen, ohne sie in der App zu stornieren, fĂ€llt eine GebĂŒhr von 1 € an. Spontane Ausleihen können auch ĂŒber die VAG mobil-App erfolgen.

Preise

Bei LastenFrelo gibt es keine Sonderkonditionen fĂŒr ÖPNV- Abokundinnen und –kunden oder Studierende. Je angefangener 30 Minuten werden zwei Euro fĂ€llig. Die maximale TagesgebĂŒhr betrĂ€gt 18 Euro fĂŒr 24 Stunden.
FĂŒr Vielnutzer gibt es 3-Tages, Monats- oder Jahrestarife (6 €, 12 €, 48 €) mit denen die ersten 60 Minuten jeder Fahrt kostenfrei sind.

Wo sind die FreloPlus-Stationen:

Rotteckring
HĂ€ndelstraße
Laßbergstraße
Maria-Hilf-Kirche
Munzinger Straße
Johanneskirche
Rathaus im StĂŒhlinger
Dorfbrunnen
Studierendendorf Vauban
Lehener Straße / Wentzinger Straße
Tullastraße / ZĂ€hringer Straße
Betzenhauser Torplatz
Geschwister-Scholl-Platz
Karlsplatz
Alter Wiehrebahnhof
Mehr
 

 
Zwei Brennstoffzellenfahrzeuge fĂŒr den ASF-Fuhrpark
Einstieg in die Nutzung der Wasserstofftechnologie bei der Abfallsammlung
12 weitere Fahrzeuge bis 2023

Freiburgs Abfallwirtschaft setzt bei der Umstellung ihres Fuhrparks auf ElektromobilitĂ€t und steigt fortan auch in die Nutzung der Wasserstofftechnologie ein. Bei der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH (ASF) kommen ab Juli zwei Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb zur Sammlung von Bioabfall und Papier zum Einsatz. Diese werden zwei dieselbetriebene MĂŒllwagen ersetzen und jĂ€hrlich bis zu 60 Tonnen CO2 einsparen.

Obwohl gerade schwere Nutzfahrzeuge fĂŒr knapp 30 Prozent der CO2-Emissionen im Verkehrssektor verantwortlich sind und den Klimawandel weiter vorantreiben, wurden Technologien fĂŒr alternative Antriebe dieses Fahrzeugtyps in der Vergangenheit eher vernachlĂ€ssigt. Inzwischen haben auch wasserstoffbetriebene Brennstoffzellenfahrzeuge Markttauglichkeit erreicht, was der ASF die Ausweitung ihres Elektrofuhrparks auf das Feld der Abfallsammlung ermöglicht. Mit 15 alternativ angetriebenen Fahrzeugen ist der Großteil derzeit im Bereich der Straßenreinigung unterwegs.

„Das ist fĂŒr uns ein bedeutender Meilenstein in Richtung emissionsfreie MobilitĂ€t“, erklĂ€rt Michael Broglin, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der ASF. „Bis Ende 2023 werden auf Freiburgs Straßen insgesamt 14 Sammelfahrzeuge mit dieser klimafreundlichen Technologie unterwegs sein und mit 64 Prozent einen grĂ¶ĂŸeren Anteil an der kommunalen Abfallsammlung aufweisen als Dieselfahrzeuge.“

OberbĂŒrgermeister Martin Horn freut sich ĂŒber die umweltfreundliche Umstellung des ASF-Fuhrparks: „Freiburg wird dann ĂŒber einen der grĂ¶ĂŸten Fuhrparks mit alternativ angetriebenen Abfallsammelfahrzeugen verfĂŒgen und eine Vorreiterrolle auf diesem Gebiet einnehmen. Dies soll ein bedeutender Beitrag zur Verwirklichung der Klimaschutzziele der Stadt Freiburg werden“, so Horn.

Wie klassische Elektrofahrzeuge werden auch Brennstoffzellenfahrzeuge durch einen Elektromotor angetrieben, fahren emissionsfrei und sind gerĂ€uscharm. Anders als bei reinen Elektrofahrzeugen können Brennstoffzellenfahrzeuge dagegen ihren Strom wĂ€hrend der Fahrt durch die Reaktion von Wasserstoff mit Sauerstoff selbst produzieren, ohne an eine Steckdose angeschlossen werden zu mĂŒssen. Hiermit lĂ€sst sich die Fahrtzeit verlĂ€ngern und die FlexibilitĂ€t erhöhen. Das eingebaute Batteriesystem ermöglicht zudem die Speicherung rĂŒckgewonnener Bremsenergie und eine Teilaufladung der Batterie – ein entscheidender Vorteil im alltĂ€glichen Stop-and-go Verkehr.

Die Tragweite der Freiburger Technologiewende verdeutlicht auch die Aussage des StaatssekretĂ€rs im Umweltministerium Baden-WĂŒrttemberg Dr. Andre Baumann: „Der Straßenverkehr ist eines unserer Sorgenkinder beim Klimaschutz im Land: Die Treibhausgasemissionen sind hoch und leider in den vergangenen Jahren sogar gestiegen. Das muss sich Ă€ndern. Denn nur dann werden wir unsere Klimaziele erreichen. Wie die Fahrzeuge der Zukunft angetrieben werden, ist dabei eine zentrale Frage. Bei Bussen, LKWs und Fahrzeugen mit hohen Anforderungen an Leistung, Reichweite und Einsatz-FlexibilitĂ€t stellt sich Wasserstoff als eine sehr gute Lösungsoption dar. Darum freue ich mich, dass die Stadt Freiburg den richtigen und nachhaltigen Weg eingeschlagen hat.“

Die Finanzierung der ersten zwei wasserstoffbetriebenen Abfallsammelfahrzeuge erfolgte mit UnterstĂŒtzung bundesweiter Fördermitteln. Somit konnten die Anschaffungskosten von rund 1.440.000 Euro (netto) fĂŒr beide Fahrzeuge zu 75 Prozent ĂŒber Fördermittel gedeckt werden. Eine Bezuschussung erfolgte im Rahmen des Sofortprogramms „Saubere Luft 2017-2020“ des Bundesministeriums fĂŒr Verkehr und digitale Infrastruktur mit rund 925.000 Euro (netto). Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den ProjekttrĂ€ger JĂŒlich (PtJ) umgesetzt. Eine zusĂ€tzliche Förderung in Höhe von insgesamt 150.000 Euro (netto) wurde ĂŒber den Innovationsfonds der badenova AG & Co. KG bereitgestellt. „Die Brennstoffzellen-Technik in der Abfallwirtschaft einzusetzen, hat unseren SachverstĂ€ndigenrat ĂŒberzeugt. Wir freuen uns, dass wir die ASF mit Mitteln aus unserem Innovationsfonds Klima- und Wasserschutz unterstĂŒtzen können“, so Mathias Nikolay, Vorstand der badenova.

Mit Blick auf die Anschaffung weiterer Abfallsammelfahrzeuge bis 2023 verwies Steffen Bilger, Parlamentarischer StaatssekretĂ€r beim Bundesministerium fĂŒr Verkehr und digitale Infrastruktur, auch auf die Ausrichtung des Bundes: "Bald werden in Freiburg 14 neue Abfallsammelfahrzeuge ihren Dienst versehen: leise und CO2-neutral. Das Bundesministerium fĂŒr Verkehr und digitale Infrastruktur unterstĂŒtzt das Projekt mit ĂŒber 8 Millionen Euro. Die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie ist eine wichtige Zukunftstechnologie fĂŒr den Wirtschafts- und MobilitĂ€tsstandort Deutschland. So haben wir es auch in der Nationalen Wasserstoffstrategie der Bundesregierung festgelegt. Im Verkehrsbereich ist Wasserstoff zur Erreichung der Klimaziele eine sinnvolle ErgĂ€nzung zu den leistungs- und reichweitenbeschrĂ€nkten Batteriefahrzeugen."
 
 

 
900 blĂŒhende Baumbeete: 199 Baumscheiben sind noch frei
Abschlussfest am 16. Juli, 16 Uhr in der Ökostation Freiburg, Falkenbergstr. 21 B

OberbĂŒrgermeister Martin Horn hat zum Auftakt des JubilĂ€umsprojektes „900 Jahre Freiburg - 900 blĂŒhende Baumbeete“ im September 2019, gemeinsam mit dem Ersten BĂŒrgermeister Ulrich von Kirchbach, in der Gartenstraße Setzlinge gepflanzt, die die triste GrĂŒnflĂ€che um die StraßenbĂ€ume inzwischen zum BlĂŒhen gebracht haben.

Am Freitag, 16. Juli, findet nun im Garten der Ökostation das Abschlussfest des JubilĂ€umsprojektes statt. Dazu laden die beteiligten Kooperationspartner - die Freiburger BĂŒrgerstiftung, die Ökostation und das Team von „Freiburg packt an“ des Garten- und Tiefbauamtes – alle interessierten BĂŒrgerinnen und BĂŒrger ganz herzlich ein!

Stellvertretend fĂŒr fast 700 angemeldete Baumpat_innen werden einige besonders aktive Menschen von BĂŒrgermeister Martin Haag fĂŒr ihr bĂŒrgerschaftliches Engagement rund um die StraßenbĂ€ume geehrt. Die Stadt Freiburg bedankt sich außerdem bei der Initiatorin des Projekts, der Freiburger BĂŒrgerstiftung, und bei der Ökostation Freiburg fĂŒr die fachliche und praktische DurchfĂŒhrung, die die Stadt mit einer artenreichen und insektenfreundlichen Bepflanzung aufblĂŒhen lĂ€sst. Inzwischen haben Hunderte, von der badenova gespendete SamentĂŒtchen, die Artenvielfalt erheblich erhöht. Gerade in der Pandemiezeit, entwickelte sich die Aktion vorbildlich durch das Engagement vieler BĂŒrgerinnen und BĂŒrger vor der eigenen HaustĂŒr.

Aus 400 angemeldeten Baumscheiben 2019 wurden bis Juli 2021 ĂŒber 700 blĂŒhende Beete, die mit einem Schild gekennzeichnet werden. Die Zahl 900 kann immer noch erreicht werden. Einige neue Aktive konnten bei zwei InfostĂ€nden auf Freiburger MĂ€rkten im Mai fĂŒr das GrĂŒn um die BĂ€ume begeistert werden. Im Rahmen des Programms „Freiburg blĂŒht auf“, das auch nach Abschluss des JubilĂ€umsprojekts fortgefĂŒhrt wird, werden hoffentlich weitere folgen.

Weitere Infos zu den Baumpatenschaften erhalten Sie in beiliegendem Flyer oder auch beim Garten- und Tiefbauamt, „Freiburg packt an“, bei Monika Borodko-Schmidt, telefonisch erreichbar unter 0761 / 201-4712oder unter der E-Mail fpa@stadt.freiburg.de.

Weitere Infos zum StadtjubilÀum:
Der JubilÀumscontainer auf dem Platz der Alten Synagoge Montag bis Samstag von 12 bis 16 Uhr geöffnet. Dort erfÀhrt man alle Details zu den Veranstaltungen und kann auch wieder die Merchandising Produkte erwerben.

www.2020.freiburg.de.
facebook.com/2020.freiburg
instagram.com/2020_freiburg
Mehr
 

 
Sanieren und KlimaschĂŒtzen wird attraktiver
Bund macht Förderung fĂŒr energieeffiziente GebĂ€ude einfacher
Hohe ZuschĂŒsse und qualifizierte Energieberatungen

Zum 1. Juli hat der Bund mit der Bundesförderung fĂŒr effiziente GebĂ€ude die energetische GebĂ€udesanierung neu aufgesetzt. Dabei wird der Prozess der Antragstellung deutlich vereinfacht. Zudem gibt es ab sofort höhere ZuschĂŒsse. Mittlerweile sind die Angebote alle „unter einem Dach“ und aufeinander angepasst. Alle Angebote im GebĂ€udebereich stehen als Kredit oder Zuschuss zur VerfĂŒgung.

Das Freiburger Förderprogramm „Klimafreundlich Wohnen“ bezieht sich weiterhin in vollem Umfang auf die Bundesförderung und kann mit ihr kumuliert werden. Es bezuschusst die DĂ€mmung der GebĂ€udehĂŒlle, die Umstellung auf eine erneuerbare Heizung und die Stromerzeugung mit einer Photovoltaikanlage. Wer die stĂ€dtische und die Bundesförderung kombiniert, kann je nach SanierungsgĂŒte bis zu 60 Prozent Förderquote erzielen; nur 40 Prozent der Sanierungskosten mĂŒssen dann noch selbst finanziert werden. Es lohnt also, das eigene GebĂ€ude einer qualifizierten Energieberatung zu unterziehen und einen individuellen Sanierungsfahrplan erstellen zu lassen.

Alle Freiburgerinnen und Freiburger können im Rahmen des Förderprogramms „Klimafreundlich Wohnen“ eine kostenlose Energieberatung in Anspruch nehmen und danach ĂŒber die kostenlose Fördermittelberatungs-Hotline der Energieagentur Regio Freiburg unter Tel. 0761/79177-17 Informationen einholen.

Das Förderprogramm „Klimafreundlich Wohnen“ steht mit allen Antragsunterlagen auf www.freiburg.de/foerderprogramm-klimafreundlich-wohnen. Es kann online ausgefĂŒllt werden.
Mehr
 

Frelo: Jetzt auch in Merzhausen
Frelo in Merzhausen / Foto: VAG
 
Frelo: Jetzt auch in Merzhausen
Seit Anfang Juli gibt es das Fahrradverleihsystem Frelo auch in Merzhausen. Die Station an der Dorfstraße beim Forum Merzhausen soll das bestehende MobilitĂ€tsangebot nachhaltig ergĂ€nzen und auch einen Anschluss an die Stadtbahn der Freiburger Verkehres AG (VAG) mittels Frelo ermöglichen. Deshalb wird gleichzeitig mit der Probestation in Merzhausen eine weitere Probestation am Paula-Modersohn-Platz in unmittelbarer NĂ€he zur gleichnamigen Stadtbahnhaltestelle eingerichtet. Beide Ausleihpunkte haben Platz fĂŒr jeweils fĂŒnf RĂ€der.

„Die Gemeinde Merzhausen freut sich, in den Testbetrieb gehen zu können und hofft auf eine gute Nachfrage, die dann eine dauerhafte Einrichtung rechtfertigen wĂŒrde. Dazu passt auch der Beginn der Aktion Stadtradeln am 8. Juli 2021,“ sagt Merzhausens BĂŒrgermeister Dr. Christian Ante. „Nach drei Monaten werden wir einen Strich ziehen und ĂŒberprĂŒfen, ob die LeihrĂ€der so angenommen worden sind, wie wir uns das erhoffen.“ Wenn dies der Fall ist, wird aus der provisorischen eine regulĂ€re Station werden.

Das neue Angebot der Frelos steht in einer Reihe von Maßnahmen, die die Gemeinde Merzhausen in den vergangenen Jahren umgesetzt hat mit dem Ziel der Senkung des CO2-Ausstoßes, der Verbesserung der Umwelt und damit ganz generell als Beitrag zur Gesundheitsförderung: Vor gut einem Jahr wurde eine öffentliche E-LadesĂ€ule eingerichtet, weitere SĂ€ulen sind derzeit im GesprĂ€ch. Außerdem gibt es das Angebot eines BĂŒrgerbusses. Mehrere Car-Sharing-Angebote sind ĂŒber das Gemeindegebiet verteilt. Zudem finanziert die Gemeinde mit rund 30.000 Euro eine Taktverdichtung auf der SBG Linie 7208 und den Nachtbus.

VAG Vorstand Oliver Benz empfindet das neue Angebot als perfekte ErgĂ€nzung fĂŒr das bestehende Frelo-Netz: “MobilitĂ€t macht nicht an Gemeindegrenzen halt. Und das gilt in besonderem Maße dann, wenn die beiden Gemeinden nahezu nahtlos ineinander ĂŒbergehen.“ Und sein Vorstandkollege Stephan Bartosch ist sich sicher: „Alles spricht dafĂŒr, dass Frelo auch in Merzhausen ein großer Erfolg werden wird. Zumal es mit jeder neuen Station immer noch ein StĂŒckchen attraktiver wird.“

Die neue Station ist in den Apps VAG mobil, Fahrplan+ sowie nextbike und auf der Webseite von VAG und nextbike sichtbar.

zum Bild oben:
von links: VAG Vorstand Oliver Benz, BĂŒrgermeister Dr. Christian Ante (Merzhausen), Hauptamtsleiterin Verena Haas, VAG Vorstand Stephan Bartosch.
Quelle: VAG
Mehr
 



Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 
24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 
47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 
70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 
93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 
116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 
139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 
162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 
185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 
208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 
231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 
254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 
277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 
300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 
323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 335 336 337 338 339 340 341 342 343 344 345 
346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 358 359 360 361 362 363 364 365 366 367 368 
369 370 371 372 373 374 375 376 377 378 379 380 381 382 383 384 385 386 387 388 389 390 391 
392 


Copyright 2010 - 2021 Benjamin Jäger