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Dienstag, 20. April 2021
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Verschiedenes

Jetzt auch LastenFrelos am Start
Lastrenfrelo Freiburg (c) Patrick Seeger / Stadt Freiburg
 
Jetzt auch LastenFrelos am Start
Freiburgs Fahrradverleihsystem Frelo wird von sofort an um 20 Lastenpedelecs erweitert. Die einspurigen RĂ€der mit elektrischer TretunterstĂŒtzung können an 15 der bestehenden Frelo-Stationen ausgeliehen und zurĂŒckgegeben werden. Diese „FreloPlus-Stationen“ sind in den Apps der Freiburger Verkehrs AG („VAG mobil“) und von nextbike zu finden und im Straßenraum durch eine FreloPlus-Stele gekennzeichnet.
„Die LastenFrelos sind eine tolle Erweiterung des umweltfreundlichen MobilitĂ€tsangebotes in Freiburg und treffen den Nerv der Zeit. Ich bin mir sicher, dass sie genauso gut einschlagen werden, wie die Frelos,“ ordnet OberbĂŒrgermeister Martin Horn das neue Angebot ein.
„Das LastenFrelo ergĂ€nzt unser im Mai 2019 in Betrieb genommenes Fahrradverleihsystem Frelo, welches letzte Woche bereits die 500.000ste Ausleihe verzeichnen konnte, hervorragend. Auf unserem Weg als multimodale Verkehrsdienstleisterin in Freiburg sind wir somit nochmals einen Schritt weitergekommen. In den nĂ€chsten Wochen steht nun die Erweiterung unserer VAG mobil-App im Fokus, um das multimodale Angebot abzurunden“, informiert VAG Vorstand Oliver Benz. „Die TransportfahrrĂ€der sind eine sinnvolle ErgĂ€nzung zu den bisherigen Verkehrsangeboten der VAG, um möglichst viele verschiedene Angebote fĂŒr alle denkbaren individuellen MobilitĂ€tsbedĂŒrfnisse abbilden zu können,“ ergĂ€nzt VAG Vorstand Stephan Bartosch.

Wie funktioniert es:
Die LastenFrelos stehen in speziell markierten Bereichen an 15 der bestehenden Frelo-Stationen bereit. Bei der RĂŒckgabe mĂŒssen die LastenrĂ€der auch wieder in den markierten Bereichen abgestellt werden. Die RĂ€der verfĂŒgen ĂŒber eine Transportbox die fĂŒr eine Ladung von bis zu 60 kg zugelassen ist. Diese ist dank einer Sitzbank mit Sicherheitsgurten auch fĂŒr den verkehrssicheren Transport von maximal zwei Kindern bis sechs Jahre geeignet.
Die Frelo-Koordinatorin bei der VAG, Luisa Stenmans, rĂ€t allen, die zum ersten Mal ein Lastenfahrrad nutzen, dieses vorher einmal auszuprobieren: „LastenFrelos haben ein anderes Fahrverhalten als ‚normale‘ FahrrĂ€der. Ich rate den Nutzerinnen und Nutzern sich beim ersten Ausprobieren zunĂ€chst mit den Fahreigenschaften vertraut zu machen, bevor Lasten oder Kinder befördert werden.“ In den ersten Wochen nach der Eröffnung werden von der VAG und nextbike deshalb Möglichkeiten zum Kennenlernen und Ausprobieren anbieten. Genauere Informationen dazu werden pandemiebedingt erst kurzfristig bekannt gegeben.
Um die Ladung des Akkus mĂŒssen sich die Ausleihenden nicht selbst kĂŒmmern, erklĂ€rt Onur Semerci, Projektmanager bei Frelo-Betreiber nextbike: „Der Austausch leerer Akkus erfolgt durch unser nextbike-Serviceteam. Auf diese Weise ist es nicht notwendig an den Stationen eine aufwĂ€ndige Ladeinfrastruktur aufzubauen. Wir laden die Akkus dann zentral mit Ökostrom der badenova.“ Der regionale Energie- und Umweltdienstleister badenova unterstĂŒtzt das Projekt jĂ€hrlich mit einem finanziellen Beitrag und beteiligt sich damit an einem weiteren Projekt im Bereich der ElektromobilitĂ€t.

Reservieren:
LastenFrelos können ĂŒber die nextbike-App 30 Minuten vor Fahrtbeginn reserviert werden. Innerhalb dieser 30 Minuten kann dann entweder das LastenFrelos ausgeliehen oder die Reservierung ĂŒber die App storniert werden. Dann entstehen fĂŒr die Reservierung keine Kosten. Wird die Reservierung verfallen gelassen, ohne sie in der App zu stornieren, fĂ€llt eine GebĂŒhr von 1 € an. Spontane Ausleihen können auch ĂŒber die VAGmobil-App erfolgen.

Preise
Bei LastenFrelo gibt es keine Sonderkonditionen fĂŒr ÖPNV- Abokundinnen und –kunden oder Studierende. Je angefangener 30 Minuten werden zwei Euro fĂ€llig. Die maximale TagesgebĂŒhr betrĂ€gt 18 Euro fĂŒr 24 Stunden.
FĂŒr Vielnutzer gibt es 3-Tages, Monats- oder Jahrestarife (6 €, 12 €, 48 €) mit denen die ersten 60 Minuten jeder Fahrt kostenfrei sind.

Wo sind die FreloPlus-Stationen:

Rotteckring
HĂ€ndelstraße
Laßbergstraße
Maria-Hilf-Kirche
Munzinger Straße
Johanneskirche
Rathaus im StĂŒhlinger
Dorfbrunnen
Studierendendorf Vauban
Lehener Straße / Wentzinger Straße
Tullastraße / ZĂ€hringer Straße
Betzenhauser Torplatz
Geschwister-Scholl-Platz
Karlsplatz
Alter Wiehrebahnhof

Auf dem Foto oben, von links: Onur Semerci (Projektmanager bei nextbike), Luisa Stenmans (Frelokoordinatorin VAG), Oliver Benz (Vorstand VAG), Martin Haag (Verkehrs- und Baudezernent Freiburg), OberbĂŒrgermeister Martin Horn, Stephan Bartosch (Vorstand VAG). Foto: Patrick Seeger / Stadt Freiburg
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Stadtverwaltung erlĂ€sst AllgemeinverfĂŒgung zur GeflĂŒgelpest
Zwei Sperrbezirke eingerichtet
Keine Gefahr fĂŒr Menschen durch die Vogelgrippe

In Baden-WĂŒrttemberg ist in den vergangenen Wochen die Vogelgrippe aufgetreten. Auch in Freiburg hat die VeterinĂ€rbehörde der Stadt in mehreren GeflĂŒgelbestĂ€nden FĂ€lle der hochansteckenden GeflĂŒgelpest festgestellt. Die Stadtverwaltung hat deshalb eine AllgemeinverfĂŒgung auf Grundlage der GeflĂŒgelpest-Verordnung erlassen, die seit dem 8. April gĂŒltig ist. Um die Ausbruchsbetriebe wurden Sperrbezirke und Beobachtungsgebiete eingerichtet, in denen EinschrĂ€nkungen insbesondere fĂŒr GeflĂŒgelhalter gelten. (Eine Karte mit den Gebieten und die VerfĂŒgung im Wortlaut gibt es hier: (klicke unten auf "mehr")

Was mĂŒssen GeflĂŒgelhalter im Sperrbezirk beachten?
Im Sperrbezirk gilt eine Aufstallungspflicht fĂŒr alle GeflĂŒgelhalter. Das bedeutet, dass die Tiere in einem geschlossenen Stall oder zumindest in einer ĂŒberdachten Voliere gehalten werden mĂŒssen. Der Auslauf im FreigelĂ€nde außerhalb des Stalles oder der Voliere ist verboten. ZusĂ€tzlich mĂŒssen GeflĂŒgelhalter sich strikt an Hygieneregeln halten. GeflĂŒgelausstellungen sind verboten. Alle GeflĂŒgelhalter sind verpflichtet, der VeterinĂ€rbehörde unverzĂŒglich die Anzahl der gehaltenen Vögel zu melden. Wenn gehaltene Vögel verenden, muss das ebenfalls sofort gemeldet werden.

Was ist im Beobachtungsgebiet zu beachten?
Im Beobachtungsgebiet gilt keine Aufstallungspflicht. Die Meldepflicht aller GeflĂŒgelhalter ist aber hier ebenfalls vorgeschrieben und auch die Hygieneregeln gelten entsprechend.

Wie lange bleiben die BeschrÀnkungen bestehen?
Die BeschrÀnkungen im Sperrbezirk 1 sind bis zum 21. April und im Sperrbezirk 2 bis zum 28. April befristet. Das Beobachtungsgebiet wird am 7. Mai aufgehoben, wenn keine neuen FÀlle hinzukommen.

Was passiert in den Seuchenbetrieben?
Die Tiere in den Betrieben, in denen die Vogelgrippe aufgetreten ist, mussten unverzĂŒglich tierschutzgerecht getötet und beseitigt werden. Im Stadtkreis Freiburg wurden 107 HĂŒhner und anderes GeflĂŒgel gekeult. 43 Tiere waren an der Seuche bereits verendet. Nach der Tötung muss in den Betrieben eine sorgfĂ€ltige und mehrfache Reinigung und Desinfektion erfolgen. Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet können erst aufgehoben werden, wenn die VeterinĂ€rbehörde abgenommen hat, dass die Betriebe ordnungsgemĂ€ĂŸ gereinigt und desinfiziert wurden.

Wie kommt die GeflĂŒgelpest in den Stadtkreis?
Aus einem Junghennenaufzuchtbetrieb im Raum Paderborn (Nordrhein-Westfalen), bei dem der Ausbruch der GeflĂŒgelpest amtlich festgestellt wurde, sind zahlreiche JunghĂŒhner im Zeitraum 16.MĂ€rz bis 19. MĂ€rz an Kleinhaltungen in Baden-WĂŒrttemberg ausgeliefert worden. Betroffen sind nach derzeitigen Informationen der Behörden annĂ€hernd 180 GeflĂŒgelhaltungen im Land.

Wie gefĂ€hrlich ist die GeflĂŒgelpest fĂŒr den Menschen?
Nach derzeitigen Erkenntnissen ist das Virus nicht gefĂ€hrlich fĂŒr den Menschen oder Hunde und Katzen. Totes GeflĂŒgel oder tote Wildvögel sollten jedoch nur mit Handschuhen angefasst werden. Der Verzehr von erhitztem GeflĂŒgelfleisch, Eiern und sonstigen GeflĂŒgelprodukten ist unbedenklich, da das Virus bei 70 Grad Celsius abgetötet wird
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Gemeinsame MĂŒllsammelaktion muss wegen Corona verschoben werden
Putzsets fĂŒr Freiburg / Foto: Patrick Seeger/Stadt Freiburg
 
Gemeinsame MĂŒllsammelaktion muss wegen Corona verschoben werden
Stadt gibt Putzsets fĂŒr BĂŒrgerinnen und BĂŒrger aus

Nach einem langen Winter wird nun auf öffentlichen FlĂ€chen viel MĂŒll sichtbar. Eigentlich ein Fall fĂŒr die stadtweite MĂŒllsammelaktion „Freiburg putzt sich raus“. Doch wegen der Corona-Pandemie muss das gemeinsame MĂŒllsammeln auf den Oktober verschoben werden.

Wer jetzt trotzdem aktiv werden will, der bekommt UnterstĂŒtzung von der Stadt. Denn das Garten- und Tiefbauamt bietet im Rahmen der Aktion von „Freiburg packt an“ praktische Putzsets an, mit denen der MĂŒll aufgesammelt werden kann. In einer roten Tasche befinden sich Handschuhe, Holzzange, Schutzweste und MĂŒllsĂ€cke. In einem kleinen BehĂ€lter können Kippen und Kronkorken gesondert gesammelt werden. Außerdem liegt eine Anleitung fĂŒr eine sportliche Variante von Plogging (Joggen und MĂŒll sammeln) bei.

Mit diesem Set ausgerĂŒstet können Einzelne oder Familien auf SpaziergĂ€ngen oder beim sportlichen Laufen in der Stadt coronakonform Abfall in Straßen und auf GrĂŒnflĂ€chen einsammeln und in öffentlichen MĂŒlleimern entsorgen. So wird das Angenehme mit dem NĂŒtzlichen verbunden und Freiburg um jede Menge MĂŒll erleichtert.

Die Putzsets können telefonisch oder per E-Mail bei „Freiburg packt an“, im Garten- und Tiefbauamt bestellt und nach Absprache im Rathaus im StĂŒhlinger abgeholt werden. Telefon: 0761 201 4712 oder per Mail: fpa@stadt.freiburg.de
 
 

 
Neue Dezernentin fĂŒr Umwelt, Jugend, Schule und Bildung vereidigt
Freiburg, 7.4.21. Nachdem Christine Buchheit am 2. Februar 2021 im Gemeinderat zur Nachfolgerin von Gerda Stuchlik gewĂ€hlt worden war, hat sie heute Ihr Amt als Dezernentin fĂŒr Umwelt, Schule, Jugend und Bildung angetreten. OberbĂŒrgermeister Martin Horn begrĂŒĂŸte und vereidigte sie am Vormittag im Beisein der weiteren Dezernenten als neue BĂŒrgermeisterin. „Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Christine Buchheit. In diesen herausfordernden Zeiten werden wir alle zusammen an einem Strang ziehen, um die Stadt gut durch die Pandemie zu bringen. Dabei ist es wichtig, große Zukunftsthemen wie Klimaschutz, Bildung und Digitalisierung nicht aus dem Blick zu verlieren.“

Christine Buchheit freut sich auf die Aufgabe, in den nĂ€chsten acht Jahren die weitere Entwicklung Freiburgs zu einer zukunftsfĂ€higen und klimaneutralen Stadt mitzugestalten: „Eine vorausschauende kommunale Umwelt-, Bildungs- und Jugendpolitik ist eine Investition in die Zukunft dieser Stadt und in die Zukunft aller Freiburgerinnen und Freiburger. Darauf freue ich mich sehr.”

Die 53-jĂ€hrige Christine Buchheit hat nach Abitur und Auslandsaufenthalt an der Freiburger Albert- Ludwigs- UniversitĂ€t Germanistik, Geschichte und Völkerkunde studiert. Nach verschiedenen Stationen in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit unter anderem in Kenia fĂŒr die deutsche Schule Nairobi und die Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung ist sie 2013 in den Höheren Dienst des AuswĂ€rtigen Amtes eingetreten. Unter anderem hat sie dort als AttachĂ© im BĂŒro des Bundesaußenministers und fĂŒr das BĂŒro des Staatsministers fĂŒr Europa gearbeitet. Zuletzt war sie fĂŒr die Themen Flucht und Migration im Maghreb zustĂ€ndig.

Christine Buchheit ist verheiratet und hat drei Kinder im Alter zwischen 14 und 18 Jahren.

Christine Buchheit tritt die Nachfolge von Gerda Stuchlik an, die nach 24 Jahren als Dezernentin der Stadt Freiburg mit dem gestrigen Tag in den Ruhestand gegangen ist.
 
 

 
NABU: Europa muss Vorreiter beim Klimaschutz werden
KrĂŒger: EU-Klimaziel anpassen und natĂŒrliche Kohlenstoffsenken stĂ€rken

Berlin/BrĂŒssel, 11.3.21 – Am Freitag gehen EU-Parlament und EU-Mitgliedsstaaten in die vierte Verhandlungsrunde zum EU-Klimagesetz. NABU-PrĂ€sident Jörg-Andreas KrĂŒger kommentiert: „Morgen gilt es die monatelangen Verhandlungen fĂŒr ein neues EU-Klimaziel endlich zu einem guten Ergebnis zu fĂŒhren. FĂŒr wirksamen Klimaschutz wĂ€re eine Emissionsminderung von mindestens 60 Prozent ohne Senken notwendig – so wie es auch das EU-Parlament fordert. Ein separates Ziel von fĂŒnf Prozent fĂŒr die Nettominderung durch den Ausbau von Kohlenstoffsenken wie WĂ€lder, Moore, Ozeane, Feuchtgebiete und Humusbildung in der Landwirtschaft ist das Mindeste, was beschlossen werden sollte. Die Bundesregierung, unter deren PrĂ€sidentschaft der EuropĂ€ische Rat seinen Beschluss zum EU-Klimaziel 2030 gefasst hat, ist hier in besonderer Verantwortung.“ Die EU hat den Vereinten Nationen zwar im Dezember ein neues Klimaziel gemeldet, aber die Verhandlungen dazu sind nicht abgeschlossen.

„Das EU-Klimaschutzgesetz kann durch die Restaurierung und StĂ€rkung natĂŒrlicher Senken wie WĂ€lder, Moore, Feuchtgebiete, Ozeane und anderen Ökosysteme auch einen wichtigen und notwendigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten. NatĂŒrliche Kohlenstoffsenken sollten in dem Gesetz gesondert behandelt werden: Durch ein separates natĂŒrliches Senkenziel und verbindliche Restaurierungsziele wĂŒrden sie dauerhaft gestĂ€rkt. Neben Natur- und Klimaschutz fördern wir dadurch auch die Anpassung der Gesellschaft an die Klimakrise. Dank dieser Synergien ist der Schutz von Senken kostengĂŒnstiger als technische Scheinlösungen.“, so KrĂŒger weiter.

„Es muss darum gehen, der deutschen und europĂ€ischen Wirtschaft einen klaren Rahmen zu geben und Langfristlösungen zu finden. DafĂŒr muss das Gewicht des neuen EU-weiten Klimagesetzes ausstrahlen auf eine substanzielle Erhöhung des deutschen 2030-Klimaziels. Auch die Lastenteilung, die GebĂ€ude, Landwirtschaft und kleinere Industrie und Energieanlagen abdeckt, muss fĂŒr mehr Fairness an das neue EU-Zielniveau angepasst werden. Einige europĂ€ische Mitgliedsstaaten sind in einer viel schlechteren Ausgangsposition. Deutschland muss fĂŒr seine historischen Emissionen als Industriestandort aufkommen “, so Verena Bax, Referentin fĂŒr EU-Klimaschutz.
 
 

 
Freiburg erstellt einen KlimamobilitÀtsplan
Instrument untersucht, wie mehr Klimaschutz im Bereich Verkehr möglich ist

Stadt wird eine von vier Pilotkommunen in Baden-WĂŒrttemberg und erhĂ€lt hohe Förderung vom Land

Die Stadt Freiburg wird einen KlimamobilitĂ€tsplan erstellen. Der Plan ermittelt und bewertet, welche Maßnahmen helfen, den CO2-Ausstoß im Verkehr zu senken. Freiburg hat sich beim Verkehrsministerium fĂŒr dieses Projekt beworben und wurde als eine von vier Pilotkommunen ausgewĂ€hlt.

KlimamobilitĂ€tsplĂ€ne sind ein Instrument im neuen Klimaschutzgesetz des Landes Baden-WĂŒrttemberg, das im Oktober 2020 vom Landtag beschlossen wurde. Mit diesen PlĂ€nen sollen Gemeinden konkrete Maßnahmen erarbeiten, um die Klimaschutzziele im Verkehrssektor zu erreichen. Ein KlimamobilitĂ€tsplan ermittelt und bewertet systematisch, welche Maßnahmen im Verkehr welchen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Betrachtet werden alle Verkehrsarten, und sowohl lokale als auch regionale Verkehre. Der KlimamobilitĂ€tsplan dient auch dazu herauszufinden, welche Maßnahmen besonders wirksam sind. Werden diese spĂ€ter umgesetzt, kann mit hohen FördersĂ€tzen des Landes gerechnet werden. KlimamobilitĂ€tsplĂ€ne sind ein neues Instrument, das das Land in einer Pilotphase mit vier Kommunen erproben wird.

Freiburg besitzt viel Vorerfahrung und bewĂ€hrte Strukturen fĂŒr Klimaschutzprojekte. Jahr fĂŒr Jahr werden die Anstrengungen beim Klimaschutz verstĂ€rkt, Finanzmittel und AktivitĂ€ten erhöht. Das Thema „umweltfreundlicher Verkehr“ wird seit Jahren intensiv bearbeitet und hat zu bemerkenswerten Erfolgen gefĂŒhrt. So werden 79 Prozent der Wege im innerstĂ€dtischen Verkehr zu Fuß, mit dem Rad oder dem ÖPNV zurĂŒckgelegt. Freiburg gilt damit bezogen auf den Verkehrsbereich als eine der umweltfreundlichsten StĂ€dte Deutschlands. Die Bedingungen im Fuß- und Radverkehr sowie im ÖPNV erhalten regelmĂ€ĂŸig Bestnoten bei BĂŒrgerumfragen oder MobilitĂ€tsuntersuchungen.

Allerdings ist es trotz dieser AktivitĂ€ten bislang nicht gelungen, eine grundlegende Trendwende bei den CO2-Emissionen im Verkehrssektor zu erzielen. WĂ€hrend etwa im Energiesektor seit Jahren deutliche Erfolge bei der CO2-Reduktion erreicht wurden, stagnieren die CO2-Emissionen im Verkehr. „Es wird deutlich, dass wir auch neue Wege einschlagen mĂŒssen, um die Verkehrswende voranzubringen und den CO2-Ausstoß zu senken. Der KlimamobilitĂ€tsplan kann dabei ein starkes Werkzeug sein. Hier können wir genau untersuchen, wo Einsparungspotenzial liegt und wo genau wir auf unserem Weg zur KlimaneutralitĂ€t im Verkehr noch ansetzen können“, sagt BĂŒrgermeister Martin Haag.

Es wird etwa zwei Jahre dauern, den KlimamobilitĂ€tsplan aufzustellen. Die Kosten dafĂŒr liegen bei rund 280.000 Euro. Davon ĂŒbernimmt das Verkehrsministerium rund 80 Prozent. Derzeit wird daran gearbeitet, wie der Plan in der Stadtverwaltung bearbeitet werden soll und wie die Abstimmung mit verschiedenen Akteuren ablaufen soll. Eine umfangreiche Beteiligung von BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern, Fachstellen und VerbĂ€nden ist geplant. Wenn die Ergebnisse vorliegen, soll der Gemeinderat beschließen, welche Konsequenzen aus dem KlimamobilitĂ€tsplan gezogen werden sollen.
 
 

 
Freiburg: Ab Freitag öffnet der Mundenhof wieder
Weiterhin ohne Eintritt, aber mit Terminbuchungspflicht
Besucher entscheiden vorher, an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit sie ungefÀhr auf dem Mundenhof ankommen wollen
Ticket berechtigt dann zum Zutritt innerhalb von 3 Stunden

Nach der Corona-Verordnung des Landes darf der Mundenhof als zoologischer Garten zusammen mit botanischen GĂ€rten und Museen wieder öffnen. Ab Freitag, 12. MĂ€rz, sind GĂ€ste in Freiburgs Tierreich also wieder willkommen, da in Freiburg derzeit Inzidenzwerte zwischen 50 und 100 herrschen. Sie mĂŒssen vorher einen Termin fĂŒr ihren Mundenhofbesuch buchen und ihre Kontaktdaten hinterlassen.

„Die Terminbuchungspflicht stellt uns vor große Herausforderungen. Der Mundenhof ist normalerweise frei zugĂ€nglich und eintrittsfrei. Wir haben keine EinzĂ€unung des GelĂ€ndes und keine KassenhĂ€uschen mit Bildschirmarbeitsplatz. Trotzdem war sofort klar: das mĂŒssen wir hinkriegen“, erlĂ€utert Nicole Schmalfuß, Leiterin des Forstamtes, das fĂŒr den Mundenhof zustĂ€ndig ist.

Schon im vergangenen Jahr hat Corona viele VerĂ€nderungen fĂŒr die Organisation auf dem Mundenhof mit sich gebracht: Mit BesucherzĂ€hlungen und BeschrĂ€nkungen am Eingang wurde sichergestellt, dass nur maximal 2.000 Besuchende gleichzeitig auf dem Mundenhof sind und so AbstĂ€nde von mindestens 1,50 Metern eingehalten werden können. Die BeschrĂ€nkungen wurden begleitet von einer Kontingentierung der Parktickets, die seither nur online zu erwerben sind. Vor allem diese Maßnahme, verbunden mit gestaffelten Parkpreisen, hat den gewĂŒnschten Effekt erzielt. Die Besuchenden konnten besser ĂŒber die Woche verteilt werden.

Nun gilt ab Freitag die Terminbuchungspflicht. Der Mundenhof setzt mit Reservix auf das gleiche Online-Buchungssystem, das sich bei den Parktickets bewĂ€hrt hat. Besucher können fĂŒr ihren Zutritt in den Mundenhof Zeitfenster buchen, die stĂŒndlich kontingentiert sind. Was kompliziert klingt, lĂ€sst sich mit einfachen Worten erklĂ€ren:

Besucher mĂŒssen sich im Vorfeld entscheiden, an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit sie ungefĂ€hr auf dem Mundenhof ankommen wollen. An jedem Öffnungstag sind zwischen 9 und 18 Uhr stĂŒndlich 600 Eintritte verfĂŒgbar – das Ticket berechtigt dann zum Zutritt in einem Zeitfenster von 3 Stunden.
Die Aufenthaltsdauer ist unbegrenzt. Wer z.B. ein Zutrittsfenster zwischen 11 und 14 Uhr bucht, kann entspannt auch erst um 12.30 Uhr ankommen und danach beliebig lange auf dem Hof bleiben.

„Unsere Beobachtungen zeigen, dass die meisten Besuchenden zwischen 2 und 3 Stunden auf dem Mundenhof bleiben. Wir haben mit einer durchschnittlichen Verweildauer von 3 Stunden gerechnet. Mit 600 Zutritten pro Stunde sind wir also auf der sicheren Seite“, erlĂ€utern Birte Boxler und Susanne Eckert, die Leiterinnen des Mundenhofes. ZusĂ€tzliche Sicherheit, dass der Hof nicht ĂŒberfĂŒllt wird, gewĂ€hrleisten die Eingangskontrolle und ein Sicherheitsdienst, der fĂŒr Wochenenden mit großem Andrang vorgesehen ist.

Bei der Terminbuchung mĂŒssen fĂŒr alle Besuchenden Kontaktdaten hinterlassen werden. So ist bei Bedarf eine Kontaktnachverfolgung möglich. Nach drei Wochen werden die Daten automatisch gelöscht; Reservix erfĂŒllt hier alle datenschutzrechtlichen Anforderungen. Die Terminbuchung hat ihren Preis: 50 Cent je Gast kostet jede „Freikartenbuchung“.

„Wir haben entschieden, dass die Stadt diese Kosten ĂŒbernimmt, damit die Menschen den Mundenhof weiterhin ohne Eintritt besuchen können. Die emotionalen und finanziellen Belastungen sind zurzeit fĂŒr Alle enorm. Mit dem freien Zutritt zum Mundenhof können wir einen Beitrag leisten, diese Zeit besser zu meistern“, betont UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik. Die Stadtkasse wird hierfĂŒr bis zu 10.000 Euro wöchentlich tragen, bis eine regulĂ€re Öffnung wieder möglich ist.

Parken bleibt indes kostenpflichtig. Wie im vergangenen Jahr vom Gemeinderat beschlossen, kostet es 5 Euro unter der Woche und 10 Euro an Wochenenden und Feiertagen. Reist etwa eine vierköpfige Familie mit dem Auto an, so mĂŒssen ein Parkticket und drei weitere „Freikarten“ gebucht werden, um nach der Landesverordnung alle Kontaktdaten dieser Familie dokumentieren zu können. Beides erfolgt zusammen in einem Buchungsvorgang, der fĂŒr diesen Fall mit der Bezahlung des Parktickets abgeschlossen wird.

Sobald der Freiburger Inzidenzwert wieder stabil unter 50 sinkt, ist eine Terminbuchung nicht mehr erforderlich. In diesem Fall setzt der Mundenhof dann auf die Kontaktnachverfolgung mit der kostenlosen Luca-App setzen.

Ab einer Inzidenz von ĂŒber 100 an drei aufeinander folgenden Tagen, durch das Gesundheitsamt geprĂŒft, greift die sogenannte Notbremse aus der Corona-Verordnung. Wie andere zoologische GĂ€rten und Museen muss der Mundenhof dann wieder schließen.

Die Ticketbuchung ist ab morgen, Donnerstag, und danach maximal fĂŒnf Tage im Voraus möglich. Sie erfolgt ĂŒber die Homepage www.freiburg.de/mundenhof. Hier stehen auch alle anderen aktuellen Informationen fĂŒr den Besuch des Mundenhofes.

Unter den schwierigen Rahmenbedingungen der Pandemie entstehen dem Mundenhof zusĂ€tzliche Kosten. Daher freuen sich seine Tiere und die komplette Belegschaft umso mehr ĂŒber jede Spende. Entsprechende Plakate werden ab Freitag u.a. bei den Spendenkassen aufgehĂ€ngt.

Skatepark und Pumptrack bleiben geöffnet
Übrigens: der neue Skatepark im Dietenbachpark und der Pumptrack in ZĂ€hringen bleiben geöffnet, weil sie nach der Corona-VO jeweils SportstĂ€tten sind. Erst wenn die Inzidenz auf ĂŒber 100 steigt, werden beide Anlagen erneut geschlossen.
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NABU: Bundesamt fĂŒr Naturschutz mit fragwĂŒrdigem Rettungsversuch fĂŒr Butendiek
KrĂŒger: Butendiek hat keine Zukunft / Meeresschutzgebiete mĂŒssen fĂŒr Windparks tabu sein

Berlin, 4.3.21. Der NABU hat heute in seiner Stellungnahme das Ausnahmeverfahren fĂŒr den Offshore-Windpark Butendiek inmitten des Vogelschutzgebiets „Östliche Deutsche Bucht“ westlich von Sylt scharf kritisiert. Auf Aufforderung des Bundesamtes fĂŒr Naturschutz (BfN) hatte die Betreibergesellschaft wpd eine AusnahmeprĂŒfung beantragt. Nach Ansicht des NABU ist das ein fragwĂŒrdiger Winkelzug auf Kosten streng geschĂŒtzter Seevögel.

Nachdem das BfN im November 2020 eine erhebliche BeeintrĂ€chtigung der Schutzgebietsziele und drohende PopulationsrĂŒckgĂ€nge von Stern- und Prachttauchern festgestellt hat, soll ĂŒber ein sogenanntes Dispensverfahren die Stilllegung, der (Teil-)RĂŒckbau oder auch nur die zeitweise Abschaltung des Windparks verhindert werden. Die oberste deutsche Naturschutzbehörde hatte den Standort Butendiek zwar auch frĂŒh kritisiert, will nun aber die Grenzen des Schutzgebiets anpassen und so den eingetretenen Umweltschaden kompensieren. NABU-PrĂ€sident Jörg-Andreas KrĂŒger: „Die fragwĂŒrdigen Rettungsversuche lassen am SelbstverstĂ€ndnis des BfN zweifeln. Butendiek ist zu einem Projekt geworden, bei dem es nur Verlierer gibt. Der Streit beschĂ€digt den Ausbau der erneuerbaren Energien ebenso wie die verantwortlichen Behörden, von der Vogelwelt ganz zu schweigen. Wir mĂŒssen dieses traurige Kapitel der Energiewende endlich abschließen. Butendiek hat keine Zukunft – Meeresschutzgebiete mĂŒssen fĂŒr Windparks tabu sein.“

Der NABU hatte 2014 vor Baubeginn in einem Rechtsgutachten auf die eklatanten Fehler der Genehmigung hingewiesen und Klage eingereicht. Seit dem wird gestritten, am Umweltschaden besteht heute kein Zweifel mehr. „Die Vögel meiden die Turbinen in einer Entfernung von bis zu 16 Kilometern. Sie ziehen sich zurĂŒck. Butendiek beeintrĂ€chtigt streng geschĂŒtzte Stern- und Prachttaucher auf einem Drittel des fĂŒr sie ausgewiesenen Vogelschutzgebietes. Fast zehn Prozent ihres Lebensraums sind komplett verloren. Jetzt die Schutzgebietsgrenzen an den RĂŒckzug der vertriebenen Vögel anzupassen, ist rechtlich und aus Naturschutzsicht Ă€ußerst fragwĂŒrdig“, kritisiert NABU-Meeresexperte Kim Detloff.

Weder wurde die fĂŒr ein Dispensverfahren notwendige FFH-VertrĂ€glichkeitsprĂŒfung durchgefĂŒhrt, noch liegen Maßnahmen auf dem Tisch, welche die Vögel vor Rohstoffabbau, Schifffahrt oder der militĂ€rischen Nutzung innerhalb der neuen Schutzgebietsgrenzen schĂŒtzen können. „Hier soll offenbar die Vertreibung der Vögel in suboptimale LebensrĂ€ume per Ausnahme legitimiert werden. Dieser Versuch kommt zeitgleich mit der AnkĂŒndigung der EuropĂ€ischen Kommission, ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland wegen unzureichender Natura-2000-Umsetzung zu eröffnen. Ein trauriges Kapitel fĂŒr den deutschen Meeresnaturschutz – dieses Vorgehen darf auf keinen Fall Schule machen“, mahnt Detloff.

Offensichtliches Ziel des Winkelzugs ist nach Auffassung des NABU, die fĂŒr den 11. MĂ€rz angesetzte Verhandlung am Oberverwaltungsgericht MĂŒnster zu beeinflussen und den langjĂ€hrigen Rechtsstreit weiter zu komplizieren. In MĂŒnster soll in zweiter Instanz ĂŒber die notwendige Sanierung des Umweltschadens, die Schuldfrage und die ZustĂ€ndigkeiten der beiden Bundesbehörden BfN und Bundesamt fĂŒr Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) verhandelt werden. Seit Jahren bemĂŒhen sich beide Behörden jedoch weniger um eine Aufarbeitung der Naturschutzproblematik, sondern um die gegenseitige AbwĂ€lzung der Verantwortung. Fatal, denn Deutschlands Ziele fĂŒr die Offshore-Windenergie sind ambitioniert. Bis 2040 soll sich die Anzahl der WindrĂ€der verfĂŒnffachen. Dabei sind die deutsche Nord- und Ostsee schon heute ĂŒberlastet, die marine Raumordnung zeigt, dass es zu wenig Platz fĂŒr die vielfachen industriellen Interessen gibt.
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