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Dienstag, 7. April 2020
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Slow Food initiiert Online-Einkaufskarte zur Sicherung von Existenzen
Einkaufskarte (c) Sharon Sheets
 
Slow Food initiiert Online-Einkaufskarte zur Sicherung von Existenzen
Aufgrund der Corona-Pandemie bangen Menschen bundesweit um ihre Existenz. Darunter zahlreiche Köch*innen und all diejenigen, die im Bereich der Gastronomie tĂ€tig sind sowie klein- und mittelstĂ€ndische Unternehmen fĂŒr Erzeugung, Weiterverarbeitung und Vertrieb von Lebensmitteln. Slow Food appelliert an Verbraucher*innen bundesweit, die existenziell wichtigen regionalen Versorgungsnetzwerke lebendig zu halten. DafĂŒr hat der Verein eine Karte veröffentlicht, die vom Slow-Food-Netzwerk mit Einkaufstipps befĂŒllt wird und die kleine Betriebe und Unternehmen mit ihren Kund*innen vernetzt.

Die Corona-Pandemie rĂŒckt ErnĂ€hrung und die tĂ€gliche Versorgung mit Lebensmitteln fĂŒr die meisten Verbraucher*innen in den Mittelpunkt ihrer TageslĂ€ufe. Essen ist wieder spĂŒrbarer existenziell geworden. Viele Menschen sind dankbar fĂŒr lokale Versorgungsstrukturen wie die Gemeinschaften um BiolĂ€den und ihre Erzeuger*innen sowie die solidarische Landwirtschaft; alles, was sie vor Ort verlĂ€sslich versorgt. Zugleich sind zahlreiche Existenzen entlang der Erzeugung, der Weiterverarbeitung und des Handels von Lebensmitteln sowie die Gastronomie aufgrund der Schließung des öffentlichen Lebens bedroht.

Slow Food Deutschland appelliert an Verbraucher*innen, gerade jetzt soweit wie möglich die kleinen Betriebe, LĂ€den und Gastronom*innen ihrer Region zu unterstĂŒtzen. Viele setzen kreative Notlösungen um. Diese Angebote wahrzunehmen wird bei vielen darĂŒber mitentscheiden, ob sie nach Lockerung der Sicherheitsmaßnahmen ihre TĂŒren wieder öffnen können. Die >> Slow-Food-Karte listet bundesweit HoflĂ€den, Online-Shops, StraßenverkĂ€ufe und Lieferservice. BefĂŒllt wird die Karte stetig durch das Slow-Food-Netzwerk in Deutschland. Anfang April zĂ€hlt sie bereits ĂŒber 350 Adressen. Hinzu kommen in den nĂ€chsten Tagen die UnterstĂŒtzer*innen, also Unternehmen, die sich in ihrem Tun der Slow-Food-Philosophie verbunden fĂŒhlen sowie Aussteller*innen der ‘Messe des guten Geschmacks – die Slow-Food-Messe’, die aufgrund der Pandemie auf den April 2021 verschoben werden musste.

Dazu Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland e. V.: „Seit Ausbruch der Corona-Krise ist unser Slow-Food-Netzwerk einmal mehr darum bemĂŒht, das solidarische Miteinander in unserer Gesellschaft zu stĂ€rken. Aus diesem Engagement heraus ist diese ‚Versorgungskarte‘ entstanden. Denn uns ist klar, dass wir die drastischen Einschnitte, denen wir ausgesetzt sind, nur gemeinsam bewerkstelligen können. Eine Krisenzeit wie diese macht klar, was unsere ErnĂ€hrung und damit auch unser Miteinander sichert. Es ist eine verlĂ€ssliche kleingliedrige Versorgung der Bevölkerung. Ihren Fortbestand mĂŒssen wir jetzt sichern“.

Essen stellt fĂŒr viele Menschen bundesweit gerade eine Herausforderung dar. Mitunter wirft das Zubereiten von Speisen in den eigenen vier WĂ€nden bei vielen Fragen und Unsicherheiten auf. Um dafĂŒr Abhilfe zu schaffen, stellt Slow Food gemeinsam mit den Köch*innen der Chef-Alliance regelmĂ€ĂŸig wechselnde Rezept-Tipps Online. Sie sollen Menschen Inspiration und Mut zum Kochen geben und dazu motivieren, das zu genießen, was in der eigenen Region erreichbar ist.

Die Slow-Food-Einkaufskarte finden Sie online ...
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MĂŒsliriegel im Test
 
MĂŒsliriegel im Test
Knapp jeder zweite Riegel mit Mineralöl belastet

Sie sind ein beliebter Snack fĂŒr den Hunger zwischendurch: MĂŒsliriegel fĂŒhlen sich als kleine StĂ€rkung deutlich gesĂŒnder an als Schokolade. Doch sind sie das auch? Unser Test zeigt: nicht unbedingt! Knapp die HĂ€lfte der MĂŒsliriegel im Test fĂ€llt durch.
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Fridays for Future Freiburg sagt Großveranstaltung am 03.04. ab
Foto: Veranstalter
 
Fridays for Future Freiburg sagt Großveranstaltung am 03.04. ab
Statt dem Großstreik werden am selben Tag viele kleine und dezentrale Aktionen stattfinden​.

Schweren Herzens haben wir uns dazu entschieden, unseren Großstreik am 3.4. abzusagen. Aufgrund der aktuellen Situation sehen auch wir uns in der Pflicht, unseren Teil zur EindĂ€mmung des Corona-Virus beizutragen. Auch wenn fĂŒr die meisten Personen der jungen Generation Covid-19 keine große gesundheitliche Gefahr darstellt, so sehen wir uns in der Verantwortung unsere Großeltern und andere gefĂ€hrdete Menschen zu schĂŒtzen. Zu einer Veranstaltung mit mehreren tausend Menschen aufzurufen kommt in der aktuellen Lage daher nicht in Frage.

Wir halten uns damit an die Empfehlungen der Wissenschaftler*innen und Ärtz*innen. Wir nehmen die aktuelle Lage ernst und handeln dementsprechend. Dieses Verhalten wĂŒnschen wir uns auch von der Politik, wenn es um die Klimakrise geht. Wir wĂŒnschen uns, dass die Klimakrise von der Politik genauso also oberste PrioritĂ€t behandelt wird, wie ein gefĂ€hrlicher Virus. Es ist unbestritten, dass der Klimawandel die grĂ¶ĂŸte Bedrohung fĂŒr den Fortbestand unserer Zivilisation darstellt. Daher liegt es in der Verantwortung der Politik, wissenschaftliche Erkenntnisse, welche die Bedrohung des Planeten belegen, auch als solche zu kommunizieren und nicht zu verharmlosen. Corona zeigt, dass schnelles, entschiedenes, solidarisches und koordiniertes internationales Handeln zur KrisenbekĂ€mpfung möglich ist. Dies brauchen wir auch in Zukunft um den menschengemachten Klimawandel zu bekĂ€mpfen.

Wir teilen die allgemeine Sorgen ĂŒber die Auswirkungen des Corona-Virus. Gleichzeitig ist uns bewusst, dass die KlimaerwĂ€rmung weiter voranschreitet. Aus diesem Grund werden wir trotzdem fĂŒr unsere Zukunft einstehen. Anstatt des geplanten Großstreiks werden wir zu vielen kleinen und kreative Aktionen aufrufen. Da sich die Situation tĂ€glich Ă€ndert, mĂŒssen auch wir flexibel bleiben, was unsere Aktionsformen angeht. Wir werden daher vermutlich erst recht spontan sagen können, wie wir den 3.4. zum nĂ€chsten Klimaaktionstag machen. Fest steht: Unser Protest geht weiter!
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Weltverbrauchertag: Das wahre Alter einer Milch
Milch: Messe Workshop / Foto: Sharon Sheets
 
Weltverbrauchertag: Das wahre Alter einer Milch
Die meiste ‚Frischmilch‘, die es im KĂŒhlregal zu kaufen gibt, ist meist schon Wochen „alt“. Dass Verbraucher*innen meinen, ein wirklich frisches Erzeugnis in den HĂ€nden zu halten, ist der irrefĂŒhrenden Verpackungskennzeichnung geschuldet. Zum Weltverbrauchertag möchte Slow Food Verbraucher*innen dafĂŒr sensibilisieren, bei der Kennzeichnung ‚frisch‘ genauer hinzuschauen.

Als Frischmilch darf heute im Prinzip alles außer H-Milch und Kondensmilch bezeichnet werden. Deswegen findet sich der Frische-Begriff inflationĂ€r auf Packungen und weckt bei Verbraucher*innen ein gutes GefĂŒhl und besseres Gewissen. Dabei ist die Frischmilch aus dem KĂŒhlregal meist schon „alt“ und durch den hohen Bearbeitungsgrad das Gegenteil von naturbelassen. Allein bis die Milch vom Hof in der Molkerei landet, dauert es in der Regel zwei bis drei Tage. Dort beginnt ihre Verarbeitung. Durch das Pasteurisieren – ein kurzzeitiges Erhitzen auf 72°C – werden mögliche Keime abgetötet und die Haltbarkeit der Milch auf sieben bis zehn Tage erhöht. Aus Sicht von Slow Food dĂŒrfte nur diese pasteurisierte Milch neben der Roh- und Vorzugsmilch als Frischmilch verkauft werden. Usus aber ist, dass die sogenannte, hochverarbeitete ESL-Milch („Extended Shelf Life“/„verlĂ€ngertes Regalleben“) sich ebenfalls Frischmilch nennen darf und traditionell hergestellt Frischmilch aus den Regalen zunehmend verdrĂ€ngt hat. FĂŒr den Handel ist sie ein großer Vorteil, weil sie nicht innerhalb weniger Tage abverkauft werden muss und auf Vorrat gelagert werden kann. Erst spezielle Techniken – teilweise oder vollstĂ€ndige Erhitzung auf Temperaturen von 120 bis 130°C sowie die Mikrofiltration – machten es möglich, dass Milch bis zu drei Wochen haltbar ist. Konnte eine solche Milch bis 2009 den fragwĂŒrdigen Zusatz „lĂ€nger frisch“ tragen, darf es nach einer Selbstverpflichtung der Milchindustrie und des Handels inzwischen nur noch „lĂ€nger haltbar“ lauten. IrrefĂŒhrend bleibt: „Frische Milch“ darf draufstehen, da „frisch“ in der EU nur aussagt, dass ein Produkt nicht verdorben ist. Aus Sicht von Slow Food ist das eine klare VerbrauchertĂ€uschung.

Dazu Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland e.V.: „Was im Handel als ‚Frischmilch‘ verkauft wird, hat den Namen kaum noch verdient. Viele Verbraucher*innen sitzen dem Irrtum auf, dass sie Milch kaufen, die statt mehrerer Wochen maximal ein paar Tage alt ist. Wo Frische drauf steht erwarten sie Frische drin. Denn in unserem AlltagsverstĂ€ndnis ist der Frischebegriff an kurze Zeitfenster gekoppelt. Hier muss die Politik eine klare Kennzeichnung sicherstellen. FĂŒr eine Lösung könnten wir beispielsweise dem dĂ€nischen Vorbild folgen und bei Trinkmilch garantieren, dass zwischen dem Abholen ab Hof durch den Milchsammelwagen und der Abgabe an den Handel nicht mehr als 24 Stunden vergangen sind. ZusĂ€tzlich zum Mindesthaltbarkeitsdatum weisen die DĂ€nen das Datum der Abgabe der Milch durch die Molkerei an den Handel aus. Das wĂ€re ein Pluspunkt in Richtung Frische. Zwar kann Milch auch in 24 Stunden hochverarbeitet werden, aber die Notwendigkeit einer solchen Verarbeitung und die Möglichkeit das wahre Alter der Milch zu verschleiern wĂŒrden sinken“.
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NABU begrĂŒĂŸt EU-Aktionsplan zur Kreislaufwirtschaft
Miller: Grundstein gelegt, aber verbindliche Ziele fehlen

Berlin, 11.03.2020 – Den heute von der EU-Kommission veröffentlichten Aktionsplan Kreislaufwirtschaft („Circular Economy Action Plan“) kommentiert NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller:

„Der Plan ist ein solider Grundstein fĂŒr ein kĂŒnftig umwelt- und ressourcenfreundlicheres Wirtschaftsmodell in der EU. Es ist richtig, dass die Kommission den Schwerpunkt auf langlebigere und reparierbare Produkte setzt. Allerdings fehlt im Plan ein verbindliches Reduktionsziel fĂŒr den Rohstoffverbrauch in der EU. Wir produzieren und konsumieren weit ĂŒber unsere VerhĂ€ltnisse. Das muss sich dringend Ă€ndern. AbfĂ€lle zu recyceln ist gut, deutlich besser fĂŒr Natur und Umwelt ist aber, weniger Ressourcen einzusetzen und mit diesen schonender umzugehen.

Dazu liest man zu wenig im Papier. Der NABU fordert, die ursprĂŒngliche Idee der Kommission, den materiellen Fußabdruck der EU-Staaten bis 2030 zu halbieren, wieder auf die Agenda zu setzen. Es ist erfreulich, dass die Kommission Reduktionsziele fĂŒr AbfĂ€lle vorsieht. Das sollte nun zĂŒgig in der Abfallrahmenrichtlinie umgesetzt werden. Auch sollte die geplante Plastiksteuer beim Hersteller ansetzen, der Einsatz von Recyclingmaterial aber steuerfrei bleiben.“
 
 

 
NABU zur 100-Tage-Bilanz von Ursula von der Leyen
KrĂŒger: Der Mann-auf-dem-Mond-Mission fehlt bisher der Kompass

Berlin/BrĂŒssel, 9.03.2020 – Die ersten 100 Tage im Amt von EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen kommentiert NABU-PrĂ€sident Jörg-Andreas KrĂŒger:

„Ursula von der Leyen ist mit großen Versprechen gestartet: Die EU zum globalen Champion im Klima- und Naturschutz zu machen. Nach hundert Tagen fĂ€llt ihre Bilanz jedoch ernĂŒchternd aus. FĂŒr die Mann-auf-dem-Mond-Mission fehlt bislang der Kompass. Das Klimagesetz bringt uns dem 1,5 Grad-Ziel nicht nĂ€her. Die Kommission verkennt, wie wichtig gesunde WĂ€lder und Moore als natĂŒrliche Kohlenstoffsenken sind, um die Klimakrise zu stoppen. Zudem fehlt das Ziel auf hundert Prozent naturvertrĂ€gliche erneuerbare Energien zu kommen und den Energieverbrauch deutlich zu senken.

Damit der Green Deal mehr als ein grĂŒnes MĂ€ntelchen wird, muss auch das Artensterben gestoppt werden. Alle Mitgliedstaaten mĂŒssen bis 2030 auf 15 Prozent ihrer FlĂ€che zerstörte Ökosysteme wiederherstellen. Und die Agrarpolitik muss dringend klima- und naturvertrĂ€glich werden. Hierzu hat die Kommission bisher jedoch nicht den Willen gezeigt. Der Erfolg von Ursula von der Leyen hĂ€ngt wesentlich von den EU-Staats- und Regierungschefs ab. Doch sie verzettelten sich bislang in nationalen Egoismen, statt mutig die Zukunftsaufgaben fĂŒr Europa anzugehen. Angesichts globaler Bremser wie den USA oder Brasilien muss die EU jetzt aber entschieden auftreten, um den Schutz von Klima und BiodiversitĂ€t weltweit zu verbessern.“
 
 

 
Ab Mitte April werden FahrradabstellplÀtze gereinigt und bei Bedarf repariert
In Innenstadt und an Haltestelle Lassbergstraße weisen ab sofort Hinweistafeln auf die Arbeiten hin

FrĂŒhjahrsputz bei Freiburgs FahrradabstellplĂ€tzen: Das Garten- und Tiefbauamt (GuT) lĂ€sst nach Ostern FahrradabstellplĂ€tze reinigen und bei Bedarf reparieren.

Bevor die BeschĂ€ftigten von GuT und ASF mit den Arbeiten beginnen können, mĂŒssen die Radlerinnen und Radler ihre abgestellten FahrrĂ€der entfernen. Ab sofort weisen Hinweistafeln an den betroffenen FahrradabstellplĂ€tzen zwischen Fischerau und Schwabentor sowie bei der Endhaltestelle Lassbergstraße auf die notwendigen Arbeiten hin, die in der zweiten AprilhĂ€lfte beginnen.

Die Arbeiten betreffen die folgenden AbstellplĂ€tze: Montag, 20. April: VAG-Endhaltestelle Lassbergstraße, Mittwoch, 22. April: AbstellplĂ€tze rund um das Schwabentor, Freitag, 24. April: Oberlinden/sĂŒdliche Herrenstraße, Dienstag, 28. April: Gerberau, beim Augustinerspielplatz und bei der EinmĂŒndung Fischerau.

FahrrĂ€der, die am RĂ€umungstag noch an den AbstellplĂ€tzen stehen, mĂŒssen kostenpflichtig entfernt werden.
 
 

Hintergrund: AKW Fessenheim, Teil-Stilllegung
Quelle: www.mitwelt.org/akw-fessenheim-stilllegung-abschaltung-schliessung.html
 
Hintergrund: AKW Fessenheim, Teil-Stilllegung
Nach unsĂ€glich langem hin und her soll jetzt am 22.2.2020 (Fasnedssamschdig!) Block I des Ă€ltesten französischen AKW in Fessenheim endlich dauerhaft abgestellt werden. Der französische Energiekonzern EDF hat die Stilllegung der beiden Reaktoren in Fessenheim fĂŒr den 22.2.2020 und den 30.6.2020 ankĂŒndigt.

In der großen, aktuellen Abschaltdebatte stehen die finanziellen Folgen der Stilllegung fĂŒr die Gemeinde Fessenheim und die Umlandgemeinden im Vordergrund. Das alte AKW war trotz der unglaublichen Schulden der EDF fĂŒr einige Gemeindenn tatsĂ€chlich eine Gelddruckmaschine.

Vier wichtige Aspekte spielen in dieser Debatte leider nur eine Nebenrolle:

Da ist der zentrale Anteil der französischen Umweltbewegung an der Abschaltung des maroden AKW.
Ohne die frĂŒhe, erfolgreiche Bauplatzbesetzung 1977 gegen einen AKW-Neubau in Gerstheim, ohne heutige, AKW-kritische elsĂ€ssische Abgeordnete, ohne die aktive Rolle von CSFR, Stop Fessenheim, Alsace Nature und ohne Sortir du nuclĂ©aire, wĂ€re die Abschaltung nicht möglich gewesen. Auch trinationale Initiativen, insbesondere der TRAS mit seinen Gutachten und Klagen hat eine wichtige Rolle gespielt.

Die Fessenheim-Stilllegung ist kein "Selbstzweck", sondern berechtigte Gefahrenabwehr
In den beiden, immer wieder von StörfĂ€llen und Schlampereien heimgesuchten Reaktoren entsteht jĂ€hrlich die kurz- und langlebige RadioaktivitĂ€t von ca. 1800 Hiroshima-Bomben. Das unter dem Rheinpegel liegende, ĂŒberflutungsgefĂ€hrdete AKW liegt schlecht gesichert in einem Erdbebengebiet, mitten in einer dicht besiedelten Region Zentraleuropas. Ein schwerer Unfall hĂ€tte fĂŒr ĂŒber eine Million Menschen auf beiden Rheinseiten eine Katastrophe bedeutet. Dazu kommt die stĂ€ndige RadioaktivitĂ€tsabgabe im sogenannten Normalbetrieb und die skandalöse RheinerwĂ€rmung fĂŒr das kĂŒhlturmlose AKW. Das von geschickter Atom-PR eingebrachte Argument des Klimaschutzes ist lĂ€ngst widerlegt.

Wenn die großen Gefahren eines schweren Atomunfalls nach der Entleerung der Zwischenlagerbecken gebannt sind, werden wir uns um die kommenden "kleineren" Gefahren beim Abriss kĂŒmmern. Ein "Billigabriss" ist nicht akzeptabel. Die jetzt zu schaffenden neuen ArbeitsplĂ€tze im Elsass mĂŒssen umweltfreundlich, nachhaltig und zukunftsfĂ€hig sein.

Die Abschaltung des maroden AKW ist Grund zur grenzĂŒberschreitenden Freude, aber kein Anlass fĂŒr Triumph: Die Reaktoren haben ĂŒber vier Jahrzehnte Strom, Geld und Gefahren produziert. Der in Fessenheim entstandene AtommĂŒll muss fĂŒr eine Million Jahre sicher gelagert werden und gefĂ€hrdet das Leben zukĂŒnftiger Generationen auf dieser Erde.

Zum Thema Fessenheim-Abschaltung widerholt Alt-BUND-GeschĂ€ftsfĂŒhrer und TRAS-VizeprĂ€sident Axel Mayer seine "Sektempfehlung"

Kaufen Sie drei gute Flaschen Sekt

Die Erste öffnen sie am Tag der endgĂŒltigen Abschaltung des letzten der beiden Reaktoren
Die Zweite öffnen am Tag der Entleerung der Brennelemente-Zwischenlager (Erst dann ist die die GAU-Gefahr tatsÀchlich beseitigt)
Die Dritte Flaschen sollten Sie gut lagern. In ca. einer Million Jahre ist der Großteil des in Fessenheim angefallenen AtommĂŒlls zerfallen. Dann gibt es tatsĂ€chlich Grund auf die Fessenheim-Schließung anzustoßen.
Wir bedanken uns bei den französischen Umwelt-Aktiven, ohne die diese Abschaltung nicht möglich gewesen wÀre.

Wir freuen uns, werden aber wachsam bleiben...
Nach der Abschaltung des AKW in Fessenheim wird sich die grenzĂŒberschreitenden Umweltbewegung am Oberrhein verstĂ€rkt um die Schließung der bedrohlichen AKW in Beznau (CH) und Leibstadt (CH) kĂŒmmern und wir mĂŒssen uns auch stĂ€rker fĂŒr die zukunftsfĂ€higen Energien vor unserer HaustĂŒr einsetzen, die von gut getarnten Lobbygruppen der Kohle- und Atomindustrie massiv bekĂ€mpft werden.

Axel Mayer, Alt-BUND-GeschĂ€ftsfĂŒhrer, VizeprĂ€sident TRAS, Kreisrat, Mitwelt Stiftung Oberrhein
(Ich werde, vorsichtig-optimistisch, am 22.2. um 18 Uhr mit einigen Endinger Aktiven mit einem "Piccolöchen" anstoßen)
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