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Verschiedenes

 
Freiburg: Gute Gr√ľnde gegen Dietenbach
Gemeinsame Mitteilung 29. Januar 2023
B√ľrgeraktion Dietenbach ist √ľberall und ECOtrinova e.V.

Die hoch verschuldete Stadt Freiburg und voraussichtlich auch die Gemeinderatsmehrheit wollen auch nach dem R√ľckzug der Sparkasse aus dem Projekt gr√∂√üter deutscher Neubaustadtteil Dietenbach am 31.1.2023 am Ende einer Ratssitzung malschnell ihr Jahrhundertrisiko immens erh√∂hen - durch den Kauf der EMD und Beschluss der Sonderrechnung Dietenbach. Die Sparkasse kann aber rechnen: Risiko viel zu hoch!

Die Fakten sind von der Stadt und der BZ so verkleinert, dass die unangenehmen harmloser wirken. Deshalb hier eine notwendige Analyse und Ergänzung ohne Anspruch auf Vollständigkeit und wegen der sehr geringen Transparenz der bekanntgewordenen Angaben der Stadt ohne Gewähr.

Zur Kosten- & Finanzierungs√ľbersicht / Darstellung Gesamtausgaben & Einnahmen
Wir raten abzulehnen, mindestensjetzt Vertagung f√ľr mehr Pr√ľfen

* Die Kosten f√ľr die Erschlie√üung insgesamt haben sich binnen 4 Jahren verdoppelt:
Sie sind von 2018 (SEM-Beschlu√ü)/Febr. 2019 (B√ľrgerentscheid) von 602 Mio ‚ā¨ bis Dez 2022 auf 1.248 Mio ‚ā¨ gestiegen, ein Anstieg um ca. 17 bis 18 % Jahr (per Exponentialrechnung: Jahre bis Verdopplung mal Prozentsatz = 70) falls die Stadt korrekt angesetzt h√§tte, sonst um/auf noch h√∂here Werte.
freiburg.de/pb/site/Freiburg/get/documents_E2097773321/freiburg/daten/news/amtsblatt/pdf/SS_Dietenbach_Broschuere_2018.pdf S. 14 Vereine
freiburg.de/pb/site/Freiburg/get/documents_E-1556836838/freiburg/daten/news/amtsblatt/pdf/SoSe_Dietenbach_19.pdf dort Ziffer 5.
Die BZ schreibt von einem Kostenanstieg um 248 Mio ‚ā¨‚Ķessind aber seit 2018/19 +646 Mio Euro!

Die Prozent-S√§tze der Kostensteigerungen sind in der Tabelle zu den Annahmen f√ľr Infrastruktur und Bauten f√ľr die 2020er Jahre irref√ľhrend zu niedrig ermittelt mit meist 13-Jahre-Mittelwerten ab 2010, die haupts√§chlich Jahre mit fast stabilen Preisen umfassen. Erst in 2022 stiegen die Preise laut Stadt dramatisch. Z.B. die Stadt ermittelt f√ľr Wohngeb√§ude eine durchschnittliche Kostensteigerung von 3,9 %, obwohl die Baukosten 2021 um 9,1 % und 2022 um 14,5 % stiegen. Die Wohn-Neubaukosten stiegen in Deutschland in 2022 um rund 17% und f√ľr Stra√üenbau f√ľr Erschlie√üungen um 19%. bki.de/baupreisindex.html, destatis.de, de.statista.com

F√ľr 2023/2024 sind Baukostensteigerungen von 20% zu erwarten laut Experten, also 10% pro Jahr,
forschung-und-wissen.de/nachrichten/oekonomie/baupreise-in-deutschland-steigen-bis-2024-deutlich-13376582
Die Annahmen der Stadt f√ľr ab 2023 f√ľr Baukostensteigerungen (Inflation) mit 5,0% (j√§hrlich)sind daher vorauss. viel zu niedrig, der Risikozuschlag 12,5%, wenn f√ľr ca. 20 Jahre (also ca. 0,6% /Jahr) ebenfalls. Der Risikozuschlag w√§re damitschon Ende 2024 mit 10%-Punkten i.w. aufgebraucht. Grund s.o.

Au√üerdem: Es wird damit gerechnet, dass bis 2030 etwa 20 % der Stellen in Bauunternehmen nicht besetzt werden k√∂nnen. Bauunternehmen werden also h√∂here L√∂hne zahlen m√ľssen, um Mitarbeiter gewinnen
Damit l√§gen die Erschlie√üungskosten Ende 2024/Anfang 2025 bei 1.500 Mio ‚ā¨, also beim 2,5-fachen (auf 250 %) von 2018/19, mit weiteren Anstiegen ab 2025.

Der Finanzierungszins 2,5% (f√ľr Kommunen verbilligt) ist nur eine Hoffnung, mit erheblicherstaatlicher Verbilligung vorausgesetzt.

* W√ľrden die Erschlie√üungskosten aus den Grundst√ľckverk√§ufen ausgeglichen?
Nein: 109 Mio Euro fehlen derzeit (Dr.s G-23-025 Anlage 2) ‚Äď davon sollen 100 Mio ‚ā¨ zu je 5 Mio ‚ā¨/Jahr bis 2042 aus dem Haushalt entnommen werden. Und das obwohl die genannten Grundst√ľckspreise von ca. 680 ‚ā¨ - 820 ‚ā¨/qm in 2018/2019 (1) dann in 2022 auf netto ca. 1500 ‚ā¨/qm steigen (2), inkl. Kauf- und Baunebenkosten auf rund 2000 ‚ā¨/qm (3). Quellen:
(1) freiburg.de/pb/site/Freiburg/get/documents_E-1556836838/freiburg/daten/news/amtsblatt/pdf/SoSe_Dietenbach_19.pdf Ziffer 5
(2) https://www.chilli-freiburg.de/specials/bauen-wohnen/peter-unmuessig-ueber-den-kfw-wirrwarr-und-die-auswirkungen-auf-dietenbach/
(3) eigene Abschätzung auf Basis von (2)

* Die Freiburger Bauwirtschaft hat großenteils bereits abgesagt, in Dietenbach zu bauen!
www.chilli-freiburg.de/specials/bauen-wohnen/am-dietenbach-eskaliert-der-konflikt-politik-gibt-sich-unbeeindruckt-bauwirtschaft-winkt-ab
Aber "Heuschrecken" lauern auf ihre Chance von China und Katar bis USA...

Fazit: die Baupreissteigerungen (5%/Jahr) samt Inflation sind erheblich zu klein angesetzt.
die Zinssteigerungen (2,5%/ Jahr) sind ebenfalls voraussichtlich zu klein angesetzt.

*Die Mieten w√ľrden wegen gewaltig gestiegener und kr√§ftig weiter steigender Erschlie√üungs- und Baukosten viel hoch sein f√ľr Nichtreiche

* und w√ľrden √ľber k√ľnftige Mietspiegel fast alle in Freiburg (und auch in der Regio)sozial sch√§digen.
Das alles w√ľrde auf die ganze Region negativ ausstrahlen.

* Aber es gibt genug Wohn-/bauliche Alternativen u.a. von Tiengen, Opfingen √ľber Haslach, Lehen, Landwasser, St√ľhlinger, Mooswald, Br√ľhl bis nach Z√§hringen, Ebnet usw. in Freiburg im Gro√üen und Kleinen

* und netto √ľber 13.000 viel zu gro√üe Wohnungen (Zensus 2011), Leerstand, Zweckentfremdungen, ‚Ķ.

Weiter zur Sonderrechnung Dietenbach: sie ist wieder eine Illusion!“
1* Sie ist nicht √ľberpr√ľfbar, weil sie zu den Positionen fast keine n√§heren Angaben macht au√üer f√ľr den Gemeinderat zum Schulkomplex und ein bisschen nur f√ľr 2023/23 im Hauptteil der Drs. G-23-025.
2* was fehlt? Wasist im Vergleich zur internen Detail-Gesamtaufstellung von 2018 (in der konnte man die vielen Tricks und Ausklammerungen der Stadt erkennen) und zur Einwohnerversammlung 2019 geändert?
3*wo und wie teuer sind die Kitas und die Quartiersgaragen mit welchen Zahlen und Beträgen versteckt?
4* wo /wie teuer sind die Schul- und Kita-Container f√ľr die ersten Jahre?
5* wo kommt der Sport- und Bewegungspark hin?
6*Ist das bei der B√ľrgerversammlung 2019 angek√ľndigte Freiburger F√∂rderprogramm f√ľr die St√§rkung des sozial ausgerichteten Bauens f√ľr Dietenbach (30 Mio Euro) nicht mehr enthalten?
7* wo und wie hoch sind die Kosten f√ľr Planung/Bau und Fahrzeuge der Stadtbahn versteckt?
8* was ist wenn beim Langmattenw√§ldchen und anderswo Waldfl√§chen nicht oder weniger als geplant gerodet werden d√ľrfen? Und wenn der Abstand zu W√§ldchen und zum VSG Fronholz gr√∂√üer als 30 m sein muss?
9* was ist wenn das Langmattenw√§ldchen nicht gequert werden darf? Was ist dann mit der vom VGH vorgeschlagenen Trasse ab Ostende Rieselfeld? Was ist mit den Kosten der Trasse Lehen/Paduaallee mit 3 teuren Br√ľcken √ľber Dreisam, B31 und Dietenbach?
10* Wo und wie sind Kosten f√ľr ein Schwimmbad oder Lehrschwimmbecken? Jeder Ort der Gr√∂√üe hat das!
11* wieso werden √ľber die bekannten 2x5 Mio ‚ā¨ Haushaltsmittel weitere Einnahmen (1,0 Mio. ‚ā¨) aus dem Klimaschutzfonds und Smart-City-Projekt ‚ÄěDATEN:RAUM:FREIBURG‚Äú 2023/24 f√ľr Dietenbach abgezweigt?
12* wo und in welchem Jahr sind Kosten f√ľr fl√§chenhafte Aufsch√ľttungen, deren Planierung, Verfestigung?

Weiters ist zu beachten und zu kritisieren:
* 130 ha Landwirtschaft inkl. einige Hektar Wald w√ľrden verschwinden,
* f√ľr an die 2000 Menschen g√§be es kein Essen mehr. Wer w√§ren die?
* die Bauwirtschaft der Region w√ľrde einen keineswegs klimaneutralen Neubaustadtteil bis 2042 errichten
* Dietenbach oder Klimaschutz? Diese qu√§lende Wahl stellt sich: Mit Dietenbach w√ľrde bis 2042 sehr vernachl√§ssigt die Klima- und Energiesanierung der rund 20.000 Altbauten mit √ľber 100.000 Wohnungen in Freiburg ‚Äď das ist die Hauptaufgabe im selben Zeitraum - - auch f√ľr mehr Wohnungen beim Altbau-Umbauund Ausbau. Es gibt viel zu wenig Baupersonal, Materialknappheit usw..
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Kauf der EMD? Wir raten abzulehnen, mindestensjetzt Vertagung f√ľr mehr Pr√ľfen
Außerdem: pro zu beantragende geheime Abstimmung nach GemO, damit das Ergebnis, auf das es ankommt, frei ist von real wirksamem Fraktionszwang. Namentliche Abstimmung erbringt das gar nicht.
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Bremsen unter Eichen
Jugendverkehrsschule (c) Patrick Seeger/Stadt Freiburg
 
Bremsen unter Eichen
Gebäudemanagement bringt die Jugendverkehrsschule im Möslepark auf Vordermann

Manche halten ja die F√§higkeit, nie ins B√§chle zu dappen, schon f√ľr einen ausreichenden Nachweis der Freiburgness. Andere beharren darauf, dass zwingend auch der wiederholte Besuch der Jugendverkehrsschule im M√∂slepark dazu geh√∂re. Um in sp√§teren Jahren die Auf- und Abregungen des Freiburger Radverkehrs zu meistern, hilft es, in jungen Jahren diese Schule besucht zu haben. Wer unter den freundlich-gestrengen Blicken der ‚ÄěPolizisten‚Äú von der Deutschen Verkehrswacht die verzwickten Kreuzungen unter alten Stieleichen gemeistert hat, dem ist sp√§ter vor nichts mehr bange.

Doch auch diese Schule ist in die Jahre gekommen. Deshalb hat sich jetzt das st√§dtische Geb√§udemanagement (GMF) ihrer angenommen und bringt sie bis M√§rz auf Vordermann. Die Ansicht von au√üen wird sich nicht sonderlich √§ndern, umso mehr steigen die inneren Werte. So wird die Beleuchtung erneuert und auf LED umgestellt. Beide Toiletten werden modernisiert, eine davon vergr√∂√üert und barrierefrei ausgebaut. Das kaputte Dach wird bis auf die tragende Sparrenlage zur√ľckgebaut und neu errichtet. Dabei werden die W√§rmed√§mmung und die Entw√§sserung verbessert. P√ľnktlich zur neuen Schulungssaison, die im M√§rz beginnt, sollen die Arbeiten am Dach und im Schulungsraum fertig sein.

Die Gesamtkosten f√ľr diese Arbeiten liegen bei 160.000 Euro.
 
 

60 Jahre √Člys√©e-Vertrag - Amiti√© franco-allemande
(c) mitwelt.org
 
60 Jahre √Člys√©e-Vertrag - Amiti√© franco-allemande
50 Jahre grenz√ľberschreitende Zusammenarbeit der Umweltbewegung am Oberrhein

Am 22. Januar 1963 wurde der deutsch-franz√∂sische Freundschaftsvertrag (√Člys√©e-Vertrag) von Bundeskanzler Konrad Adenauer und vom franz√∂sischen Staatspr√§sidenten Charles de Gaulle unterzeichnet. Dieses wichtige Abkommen hat Deutsche und Franzosen nach den Schrecken des Ersten und Zweiten Weltkriegs ein wichtiges St√ľck zusammengef√ľhrt.

Wenn jetzt √ľberall an 60 Jahre √Člys√©e-Vertrag erinnert wird, dann ist das zumeist eine "von oben nach unten Erz√§hlung mit folkloristischem Beiwerk". Wir wollen an das von uns f√ľnfzig Jahre lang erk√§mpfte, immer gef√§hrdete Europa der Menschen, an das "Europa von unten am Oberrhein" erinnern. Ein Europa, zu dem f√ľr uns immer auch die Schweiz z√§hlte.

Auf den besetzten AKW-Bauplätzen inWyhl (D), Kaiseraugst (CH) und Gerstheim (F)
haben wir drei Jahrzehnte nach Kriegsende den europ√§ischen Traum vom grenzenlosen Europa getr√§umt und erk√§mpft und im Jahr 2020 grenz√ľberschreitend die Abstellung des Pannenreaktors in Fessenheim erreicht. Wir haben die realen und die inneren Grenzen und die alte, verlogene "Erbfeindschaft" √ľberwunden, Baupl√§tze und Br√ľcken besetzt, Gifteinleitungen in Rhein und Luft abgestellt, f√ľr Leben und Zukunft gek√§mpft und gemeinsam viele √∂kologische Gefahren am Oberrhein abgewehrt. Und dies immer alles ohne europ√§ische F√∂rdert√∂pfe und Interreg-Gelder.

Dort wo nicht auf unsere Kritik geh√∂rt wurde, wie bei der Giftm√ľlldeponie Stocamine, kommt das die Allgemeinheit heute teuer zu stehen und wir schauen aktuell mit Sorgen auf die Schweizer Endlagerpl√§ne.

Die grenz√ľberschreitende Zusammenarbeit war immer eine Sache auf Gegenseitigkeit. Schon 1970 haben sich die AKW-GegnerInnen in Kaiseraugst und Fessenheim organisiert, 1971 dann die badischen PartnerInnen in Breisach, 1973 in Wyhl. Els√§ssische und Schweizer Aktive brachten wesentliche Ideen und Erfahrungen √ľber die Grenze her√ľber nach Breisach und Wyhl, und nirgendwo wurde jemals nach der Staatsangeh√∂rigkeit gefragt. Der alemannische Dialekt hat in diesen fr√ľhen Konflikten immer eine wichtige Rolle gespielt. Wir waren stets selbstbewusst, trinational "provinziell". Ohne die grenz√ľberschreitende Zusammenarbeit h√§tten wir an keinem der besetzten Pl√§tze Erfolg gehabt und auch der Giftm√ľllofen in Kehl w√§re nicht verhindert worden.
Auf den besetzten Baupl√§tzen in Wyhl, Marckolsheim, Gerstheim und Heiteren und bei vielen Demos und Aktionen wurde die alte deutsch-franz√∂sische "Erbfeindschaft" √ľberwunden. Auch hier entstand das Europa der Menschen.

Einige der vielen Wurzeln Europas und der deutsch-französischen Aussöhnung,
aber auch eine Wurzel der heutigen Klimaschutzbewegung liegt im els√§ssischen Marckolsheim. Hier haben wir 1974 den Bauplatz eines extrem umweltvergiftenden Bleiwerks besetzt und die Vision vom grenzenlosen Europa gesponnen. Fran√ßois Brumbt sang auf dem besetzten Platz:"Mir keije mol d Gr√§nze √ľber de H√ľfe und danze drum erum". Als endlich die Schlagb√§ume zwischen Frankreich und Deutschland fielen, hatten wir, wieder einmal, eines unserer Ziele erreicht.

Seit dieser Zeit erleben wir am Oberrhein immer wieder, wie geschickt, gezielt und erfolgreich in √∂kologisch-√∂konomischen Konflikten (Fessenheim-Abstellung, Atomm√ľll Schweiz, Flugplatz Z√ľrich ...) die Menschen gegeneinander ausgespielt werden, w√§hrend gleichzeitig das Hohelied des √Člys√©e-Vertrages, der Regio und wuchernden Metropolregion gesungen wird.

Immer wieder √ľberlagern alte und neue, geschickt gesch√ľrte (noch kleine) Nationalismen und traurige Feindbilder auf beiden Rheinseiten die Europa-, Regio- und Dreyeckland-Mythen und diese Feindbilder werden aus √∂konomischen Gr√ľnden gezielt aufgebaut. Erschreckend ist nicht, dass Konzerne und Lobbyisten versuchen, uns gegeneinander auszuspielen. Erschreckend ist, dass die "nationale Karte" immer noch h√§ufig sticht und sich auch in Wahlergebnissen ausdr√ľckt.

Um so wichtiger ist unser Europa von unten, abseits aller Vertr√§ge und europ√§ischer F√∂rdert√∂pfe, Metropolregion-Pl√§ne und Interreg-Gelder, bei der Stocamine, beim Hochwasser- und Naturschutz am Rhein, beim regionalen Klima- und Artenschutz. √úberall wo sich in Zeiten zunehmender √∂konomischer, √∂kologischer und sozialer Krisen Menschen grenz√ľberschreitend f√ľr Mensch, Natur, Umwelt, Zukunft, Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und Freiheit engagieren.

60 Jahre √Člys√©e-Vertrag sind ein guter Anlass, um zu feiern, um gleichzeitig aber auch das stets gef√§hrdete "Europa der Umwelt und der Menschen" zu thematisieren.

Axel Mayer, Mitwelt-Stiftung Oberrhein, (Alt-)BUND Gesch√§ftsf√ľhrer, Kreisrat, Vorstandsmitglied TRAS
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Geplanter Freiburger Neubaustadtteil Dietenbach
Faktisches Vogelschutzgebiet verhindert Stadtbahn durch Langmattenw√§ldchen. Vorgelegter 1. Teilbebauungsplan und Fl√§chennutzungsplan-√Ąnderung hinf√§llig

Die W√§ldchen an der Mundenhoferstr., insbesondere das Langmattenw√§ldchen, sind als strengs¬≠tens gesch√ľtztes faktisches Vogelschutzgebiet zu werten. Die von der Stadt vorgelegten Planungen zum Neubaustadtteil Dietenbach sind deshalb nicht m√∂glich, so der 1. Teilbebauungsplan und die Fl√§chen¬≠nutzungsplans-√Ąnderung Dietenbach. Das folge aus der EU-Vogelschutzrichtline, die in Dietenbach mit ihrem St√∂rungs- und Beeintr√§chtigungsverbot direkt zu Geltung komme. Und es folge aus deut¬≠schen h√∂chstrichterlichen Urteilen in √§hnlichen F√§llen. Das teilte der gemeinn√ľtzige Freiburger Verein ECOtri¬≠nova e.V. der Stadt Freiburg in seinen Stellungnahmen zu den Planungsver¬≠fahren mit. Entscheidend sei laut ECOtrinova-Vorsitzendem Dr. Georg L√∂ser: ‚ÄěFaktische Vogelschutzgebiete sind rechtlich praktisch unantastbar, auch nicht durch zwingend √ľberwiegendes Gemeinwohl, auch nicht wenn Beh√∂rden wie beim Langmattenw√§ldchen f√§lschlich Verkehrswegen und Wohnbaubedarfen Vorrang geben wollen.‚Äú

Wegen der Dringlichkeit zu sch√ľtzen, wandte sich der Verein letzte Woche schriftlich an die Regierungs¬≠pr√§sidentin B√§rbel Sch√§fer und die dortigen Abteilungen, so. Denn es sei akut geboten, sogenannte CEF-Ma√ünahmen, die z.B. bei V√∂geln zeitlich vor Bauma√ünahmen stattfinden, im und beim Langmatten¬≠w√§ldchen jetzt beh√∂rd¬≠lich zu stoppen und falls begonnen, r√ľckg√§ngig zu machen.

Ein h√∂chstrichterliches Urteil in 2014 gegen eine Stra√üe durch ein faktisches Vogelschutzgebiet in einem Wald besage: Ein Bebauungsplan f√ľr eine Stra√üentrasse in einem solchen Gebiet versto√üe gegen das Beein¬≠tr√§chtigungsverbot der EU-Vogelschutz¬≠richtlinie (AZ BverwG 4 CN 3.13 ). Bei Dietenbach w√§re es ana¬≠log die Stadtbahn mit begleitenden Rad- und Fu√üwegen sowie gro√üe Teile einer Haltestelle im Lang¬≠mat¬≠tenw√§ldchen. Au√üerdem liege das Urteil des Verwaltungsgerichtshofs Hessen von 2021 vor, mit dem der BUND-Hessen ein faktisches Vogelschutzgebiet durchsetzte (AZ 3 C 1465/16.N **). Das Urteil enth√§lt eine Sammlung von Rechts¬≠grunds√§tzen zu solchen Gebieten. Die EU-Vogelschutz-Richtlinie will s√§mtli¬≠che wild lebenden Vogelarten, die in der EU heimisch sind sowie ihre Lebensr√§ume langfristig erhalten.

Das faktische Vogelschutzgebiet in Dietenbach wurde anscheinend von den Beh√∂rden √ľbersehen, was ihm keinerlei Abbruch tut! Die Fl√§che kam erst 2015/16 durch die Umgriffserweiterung f√ľr die Bebau¬≠ungen in Dietenbach ins Spiel, als die Stadt die Stadtbahntrasse durchs Langmattenw√§ldchen auserko¬≠r. Diese Trasse w√ľrde durch das Kerngebiet des W√§ldchens f√ľhren. Auch sollen die wertvollen dortigen Wald¬≠r√§nder an den zur Bebau¬≠ung gerichteten Seiten komplett vernichtet werden, wodurch der bisheri¬≠ge ‚ÄěKern‚Äú blo√ügelegt, selber gro√üenteils zum Rand und viel kleiner w√ľrde, sowie in seinen vielf√§ltigen Funktionen zu sehr geschw√§cht w√§re.

Das Langmattenw√§ldchen und weitere W√§ldchen grenzen, nur durch die schmale Mundenhoferstr. ge¬≠trennt, ans Naturschutzgebiet Rieselfeld und sind eine u.a. f√ľr V√∂gel sehr wichtige Br√ľcke auch zum nahen Vogelschutzgebiet Fron¬≠holz und zur Auwaldgalerie am Dietenbach. Grundlagen f√ľr das faktische Vogelschutzgebiet sind in erster Linie Gutachten f√ľr die Stadt sowie weitere Beobachtungen.
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Nisthilfen f√ľr Meisen, die Feinde der Kastanienminiermotte
Schädlingsbekämpfung mit Baukästen aus Holz

‚ÄěFreiburg packt an‚Äú stellt Nisthilfen kostenlos bereit

Die Kastanienminiermotte setzt den Rosskastanien der Stadt seit vielen Jahren zu. Die Larven der Falter fressen sich durch die Bl√§tter, die werden Braun, die B√§ume werfen sie schon im Sommer ab. Um dem Sch√§dling einzud√§mmen, wird in Freiburg deshalb der Lebensraum der Meisen gest√§rkt ‚Äď die V√∂gel sind die nat√ľrlichen Fressfeinde der Mottenart. Und B√ľrgerinnen und B√ľrger k√∂nnen dabei unterst√ľtzen.

Im Rahmen von ‚ÄěFreiburg packt an‚Äú werden kostenlose Nisthilfen Baus√§tze aus Holz angeboten. Die Nistk√§sten bieten den V√∂geln einen neuen Lebensraum. Meisen k√∂nnen in den Nistk√§sten br√ľten und finden im Kastanienlaub gen√ľgend Nahrung f√ľr die Jungv√∂gel in Form von Motten und Larven, die im Laub versteckt sind.

Die Nisthilfen sollten ausschlie√ülich an privaten Kastanienb√§umen befestigt werden. Das Anbringen von Holznistk√§sten an √∂ffentlichen B√§umen kann nur mit Zustimmung des Garten- und Tiefbauamts stattfinden. Es gibt zwei verschiedene Lochgr√∂√üen f√ľr Kohlmeisen und Blaumeisen. Die Nisthilfen sollten zwischen Oktober und Februar allj√§hrlich geleert und ausgefegt werden, damit die neue Brut im sauberen Nest aufwachsen kann. Es d√ľrfen nur die mitgelieferten Alun√§gel benutzt werden, um gr√∂√üere Sch√§den am Baum zu vermeiden.

Die Baus√§tze mit einer Anleitung und Alun√§geln k√∂nnen bei ‚ÄěFreiburg packt an‚Äú bestellt und am Rathaus im St√ľhlinger nach Terminabsprache abgeholt werden (Bestellung per Mail unter: fpa@stadt.freiburg.de)Die neuen Vogelwohnungen sollten am besten noch im Februar oder Anfang M√§rz an den B√§umen h√§ngen.
 
 

Klimaterrorismus: Vorschlag f√ľr das Unwort des Jahres 2022
(c) mitwelt.org
 
Klimaterrorismus: Vorschlag f√ľr das Unwort des Jahres 2022
Dass junge, verzweifelte Umweltaktive von Klimakatastrophenverantwortlichen als ‚ÄěKlimaterroristen‚Äú, als Mitglieder einer ‚ÄěKlima-RAF‚Äú und ‚ÄěKlima-Chaoten‚Äú bezeichnet und in Pr√§ventivhaft genommen werden, ist mehr als ein Skandal. Auch wenn sich √ľber die Aktionsformen streiten l√§sst: So wie der Begriff des Klimaterroristen bisher verwendet wird, ist dies eine typische, perfekt organisierte T√§ter-Opfer-Umkehr. Aktivistinnen und Aktivisten machen gewaltfrei auf Missst√§nde aufmerksam und werden daf√ľr kriminalisiert. Wer einmal den Begriff "Klimaterroristen" bei der Bildsuchfunktion einer Suchmaschine eingibt, sieht, aus welcher Richtung der vergiftete Wind weht. Der rechte Rand der Gesellschaft streut gemeinsam mit rechts-libert√§ren Medien und der BILD-Zeitung Begriffe in die √∂ffentliche Debatte, die an Orwellsches Neusprech erinnern. In dieser Debatte zeigt sich nicht nur Definitionsmacht sondern auch tats√§chliche Macht und dies in einer Zeit, in der die erkennbaren Folgen der Klimakatastrophe immer verheerender werden.
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Autor: Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein

 
Pilotprojekt auf dem Recyclinghof St. Gabriel
Anlieferung auch au√üerhalb der √Ėffnungszeiten: Metall, Schnittgut, Holz und Elektroger√§te k√∂nnen selbst entsorgt werden

Flexibler Service f√ľr B√ľrgerinnen und B√ľrger ‚Äď Entsorgung
jeden Tag auch von 19 bis 24 Uhr möglich

Terminvereinbarung und Tor öffnen per App

Auf dem Recyclinghof St. Gabriel gibt es ab sofort einen neuen Service: Metall, Schnittgut, Holz und Elektroger√§te k√∂nnen hier auch au√üerhalb der √Ėffnungszeiten entsorgt werden. B√ľrgerinnen und B√ľrger k√∂nnen jeden Abend (Montag bis Sonntag) von 19 bis 24 Uhr das Material vorbeibringen. Daf√ľr muss lediglich √ľber eine App ein Termin reserviert werden. Vor Ort steht dann ein Container bereit, in den alles abgelegt werden kann. Mitarbeitende der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH (ASF) sind in der Zeit nicht vor Ort. Sie k√ľmmern sich am n√§chsten Werktag um die fachgerechte Sortierung der Stoffe. Der Service kostet eine Pauschale von 15 Euro. Zur Sicherheit aller Anliefernden ist der Platz abends ausgeleuchtet und video√ľberwacht.

‚ÄěWir freuen uns auf die Erfahrungen mit diesem neuartigen Service, der so in Deutschland bislang nur in einem anderen Landkreis angeboten wird. F√ľr einige Menschen passt die Entsorgung in den Abendstunden oder am Sonntag einfach besser in den Lebensalltag. Manchmal muss es auch aufgrund eines Umzugs schnell gehen und genau daf√ľr haben wir jetzt ein flexibles Entsorgungsangebot mit geringem Preis geschaffen‚Äú, sagt ASF-Gesch√§ftsf√ľhrer Michael Broglin.

Wer das neue Angebot nutzen will, braucht die von Remondis (ASF-Gesellschafter) neu entwickelte MAEX-App. Hier wird ein Termin gebucht, au√üerdem m√ľssen die Abfallarten angegeben werden. Nach erfolgreicher Buchung l√§sst sich das Tor innerhalb des gew√§hlten Zeitfensters mit der App √∂ffnen. Wichtig: Daf√ľr muss auf dem Smartphone Bluetooth aktiviert sein. Auf dem Recyclinghof k√∂nnen anschlie√üend alle Abf√§lle unsortiert √ľber einen zugewiesenen Container entsorgt werden. Die MAEX-App kann √ľber die ASF-Abfall-App ge√∂ffnet werden und steht im Play Store und im App Store kostenfrei zum Download zur Verf√ľgung. Sollten andere Abfallarten als angegeben in den Container entsorgt werden, werden diese gem√§√ü der Geb√ľhrenordnung zus√§tzlich berechnet. Bei Plan√§nderungen k√∂nnen Terminbuchungen kurzfristig kostenfrei storniert werden.

Das Pilotprojekt l√§uft bis zum Ende des Jahres. Dann wird evaluiert und entschieden, ob das neue Angebot fortgef√ľhrt wird.
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Umweltpolitischer Jahresr√ľckblick 2022
(c) mitwelt.org
 
Umweltpolitischer Jahresr√ľckblick 2022
Vorwort: Die Umweltbewegung hat sich geirrt.
Wir dachten, wenn die angek√ľndigten Krisen kommen, W√§lder brennen, Atomkraftwerke im Krieg beschossen werden, Fl√ľsse austrocknen, Menschen verdursten, Extremwetterereignisse sich h√§ufen und immer mehr Arten ausgerottet werden, w√ľrden die Menschen den Zusammenhang von Umweltzerst√∂rung, Gier und unbegrenztem Wachstum verstehen und die tats√§chlichen T√§ter, T√§terinnen und Klimakatastrophenverantwortlichen benennen. Wir haben die Macht der M√§chtigen untersch√§tzt.

2022 war ein Scheiß-Jahr!

Der m√∂rderische und v√∂lkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine war das bestimmende Thema des Jahres 2022. Kriegszeiten sind Zeiten gr√∂√ütm√∂glicher Dummheit, Irrationalit√§t und selektiver Wahrnehmung, in denen menschliches Denken und Handeln von stammesgeschichtlich erkl√§rbaren, steinzeitlichen Reflexen gepr√§gt ist. Der Krieg st√§rkte weltweit den organisierten Hass, die Kriegsgewinnler, Populisten und Vereinfacher, die das Rad des √∂kologischen und sozialen Fortschritts immer schon zur√ľckdrehen wollten.

- 2022 war weltweit und regional ein Jahr der klimatischen Extreme mit sommerlichen D√ľrreperioden und Waldbr√§nden. Nach den Aufzeichnungen des Deutschen Wetterdienstes war der Sommer 2022 in Deutschland einer der w√§rmsten und trockensten ‚Äď und vor allem der sonnigste ‚Äď seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. Die Klimakatastrophe liegt schon lange nicht mehr ‚Äěin der Zukunft‚Äú, sondern sie ist real. Und doch schafften es die alten, atomar-fossilen Seilschaften, die Klimakatastrophenverantwortlichen in enger Zusammenarbeit mit Klimawandelleugnern und der Springer-Presse perfekt, den Zorn auf die jungen Umwelt-Aktiven der "Letzten Generation" zu lenken. Klimaterrorismus w√§re ein gutes Unwort des Jahres 2022. Der gut organisierte Hass schwoll an, denn die Aktionen der jungen Aktiven st√∂rten Verdr√§ngung, Apokalypseblindheit und Gewinnerwartungen.

- Der Krieg, die von Konzernlobbyisten verhinderte Energiewende, die maroden franz√∂sischen AKW und die von Putin und den Kriegsgewinnlern ausgel√∂ste Energiekrise f√ľhrte zur Gefahrzeitverl√§ngerung von Kohle- und Atomkraftwerken. Die undemokratische Macht der Konzerne, der Umweltzerst√∂rer und der Umweltzerst√∂rungsparteien wurde sichtbar, als in Deutschland die menschengef√§hrdende Kohle- und AKW-Gefahrzeitverl√§ngerung beschlossen wurde, nicht aber ein menschen- und klimasch√ľtzendes Tempolimit. Klima- & Atomkatastrophen fallen nicht vom Himmel. Sie werden gemacht.

- Die Krisenbew√§ltigung durch die rot-gr√ľn-gelbe Bundesregierung war aus √∂kologischer Sicht bisher blamabel. Laufzeitverl√§ngerung f√ľr Kohle und Atom, eine beschleunigte "Energiewende" insbesondere bei LNG-Terminals, kein Tempolimit und ein peinliches JA zum CETA -Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada ... Von einer gr√ľnen Handschrift war wenig zu bemerken.

- Leider hat sich auch die EU wieder einmal blamiert. Investitionen in Gas und Atom sollen ab 2023 als nachhaltig gelten. Mehr umweltzerstörender Greenwash war selten.

- Ausgerechnet in der "befreundeten Diktatur Katar" fand die Fu√üball-Weltmeisterschaft statt. Viele Menschen schauten ‚Äěbewundernd‚Äú auf die gl√§nzenden Fassaden von Katar & auf die anderen Protzst√§dte am Golf, in denen eine kleine, superreiche & extrem umweltzerst√∂rende Elite lebt. Die St√§dte wurden von Menschen im Schwei√üe ihres Angesichts erbaut, die h√§ufig nicht einmal einen Euro Stundenlohn erhalten haben.

- Ebenfalls in einer ‚Äěguten, n√ľtzlichen" Diktatur, in √Ągypten, fand die Weltklimakonferenz statt. Auch hier zeigte sich die undemokratische Macht der alten fossilen Seilschaften. Sie verhinderten wieder einmal erfolgreich-verbrecherisch den Fortschritt beim Klimaschutz.
Die UN-Artenschutzkonferenz in Montreal brachte zumindest Teilerfolge.

- 2022 war das Jahr, in dem das Geld ‚Äěverschwand‚Äú. Es war pl√∂tzlich weg, weniger, aufgel√∂st, verdunstet & verschwunden. Wohin unser Geld ging, wurde selten berichtet. Es ging von unten nach oben. Es bereicherten sich Kriegsgewinnler, Milliard√§re, Gas-Konzerne in befreundeten Staaten & √Ėl-Konzerne in ‚Äěbefreundeten‚Äú Diktaturen. Gerade die Konzerne, die jahrzehntelang die Klimakatastrophe aktiv gef√∂rdert haben, haben sich schamlos bereichert.

Oberrhein und S√ľdbaden: Regionaler umweltpolitischer Jahresr√ľckblick 2022:

- Mit der Verschiebung der Brennelemente aus dem abgestellten AKW Fessenheim nach La Hague wurde regional die gr√∂√üte Unfallgefahr gebannt. Die riskante Stromerzeugung f√ľr eine Generation hat in Fessenheim Atomm√ľll produziert, der noch eine Million Jahre strahlt und 22.000 Generationen gef√§hrdet.

- F√ľr den Betrieb (nicht nur) der Schweizer Atomkraftwerke werden selbstverst√§ndlich immer noch Brennst√§be aus Russland importiert. Macht zeigt sich auch bei der Frage, welche russischen Exportenergien vom Westen boykottiert werden. Atomare Brennst√§be geh√∂ren nicht dazu.

- Die Schweiz will das Endlager f√ľr Atomm√ľll im Gebiet N√∂rdlich L√§gern wenige Kilometer s√ľdlich der deutschen Gemeinde Hohentengen bauen. Die h√§ufig einseitige Berichterstattung zu den atomaren Endlagerpl√§nen der Schweiz war ersch√ľtternd unkritisch. Kein Wort zum Permokarbontrog unter dem geplanten Endlager und zur erkennbaren K√§uflichkeit der Regionalpolitik. Der Schweizer Franken scheint die optimale "Endlagerformation" zu sein. Atomare K√§uflichkeit sch√ľtzt zwar nicht die n√§chsten 30.000 Generationen, passt aber gut in unsere Zeit der Umweltzerst√∂rung und der Gier.

- In der selbsternannten √Ėkoregion S√ľdbaden wurde 2022 intensiver √ľber den Bahnausbau und den Bau von Radwegen diskutiert, als √ľber den geplanten klimazerst√∂renden Autobahnausbau.

- Auch in diesem Jahr haben 945 Tonnen Chlorid das Grundwasser bei Buggingen versalzen. Seit dem Jahr 2008 gibt es ein ‚Äěsanierungserzwingendes‚Äú Gerichtsurteil. Ist dem Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald & dem Kreistag das Grundwasser und Trinkwasser eigentlich schei√üegal?

Nicht nur in Endingen waren mit zunehmender Beschleunigung immer mehr Hohlwege illegal befestigt und gepflastert worden. Das Landratsamt Emmendingen und das Regierungspr√§sidium Freiburg haben jetzt endlich f√ľr Rechtssicherheit gesorgt. Alle Eingriffe in Hohlwege sind genehmigungspflichtig. Nach der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung sind sie vorrangig zu vermeiden.

- Der Europa-Park will √ľber dem extrem fl√§chenfressenden PKW-Auslieferungszentrum der Firma Mosolf bei Lahr eine gro√üe Solaranlage bauen. Die beiden Firmen greifen damit eine alte BUND-Forderung aus dem Jahr 2014 endlich auf.

Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein
 
 



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