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Donnerstag, 27. Januar 2022
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Verschiedenes

NABU-Negativpreis Dinosaurier des Jahres 2021: Emden ist ĂŒberall
Dinosaurier des Jahres (c) NABU/Klemens Karkow
 
NABU-Negativpreis Dinosaurier des Jahres 2021: Emden ist ĂŒberall
KrĂŒger: In Emden und ganz Deutschland wird Natur zubetoniert - bis 2050 ist eine FlĂ€che in der GrĂ¶ĂŸe des Saarlands von Versiegelung bedroht

Berlin/Emden - Mit dem Negativpreis 'Dinosaurier des Jahres' zeichnet der NABU bereits zum 29. Mal die Umweltsauerei des Jahres aus. PreistrĂ€ger 2021 ist das Baugebiet Conrebbersweg in der Stadt Emden in Niedersachsen. Es wurde von der NABU-Jury stellvertretend fĂŒr die Naturzerstörung durch Bodenversiegelung in ganz Deutschland ausgewĂ€hlt. Emden hat eine seit vielen Jahren stagnierende Bevölkerungsentwicklung. Die Einwohnerzahl ist zuletzt knapp unter die Marke von 50.000 gefallen. FĂŒr ein großes Baugebiet wird jetzt artenreiches Feucht- und NassgrĂŒnland mit fast flĂ€chendeckendem Schutzstatus vernichtet. Auf der FlĂ€che finden sich zahlreiche stark gefĂ€hrdete Pflanzen- und Vogelarten, darunter Wiesenpieper, Feldschwirl und Kiebitz. Mehr als zwei Drittel des 75 Hektar großen Gebietes sollen versiegelt werden. Es liegt zudem einen Meter unter dem Meeresspiegel. Angesichts der zunehmenden Starkwetterereignisse droht damit nach der Bebauung weiteres Ungemach.

NABU-PrĂ€sident Jörg-Andreas KrĂŒger: „Wer an Emden und die NordseekĂŒste denkt, hat vermutlich Wind, Natur und plattes Land in saftigem grĂŒn vor Augen. Betonpolitik erwartet an dieser Stelle wohl kaum jemand. Jetzt soll ein landesweit bedeutsames Gebiet fĂŒr den Biotopschutz zugunsten eines großes Baugebietes unwiederbringbar zerstört werden. Der 'Dinosaurier des Jahres 2021' geht deshalb nach Emden an den Conrebbersweg. Wir verleihen ihn stellvertretend fĂŒr die grassierende Bodenversiegelung in ganz Deutschland. Denn Emden ist ĂŒberall. In fast jeder Kommune der Bundesrepublik werden aktuell FlĂ€chenversiegelungen geplant, rund 50 Hektar sind das bundesweit pro Tag. Diese Entwicklung lĂ€sst sich nicht unendlich fortsetzen. Deshalb fordern wir von der Bundesregierung eine stĂ€rkere Priorisierung der FlĂ€chennutzung und eine Reduktion des FlĂ€chenverbrauch auf netto Null bis 2030.“

Die Bundesregierung wollte den FlĂ€chenfraß in Deutschland bis 2020 auf 30 Hektar pro Tag reduzieren. Dieses Ziel wurde dann Anfang des Jahres 2018 um zehn Jahre nach hinten, auf das Jahr 2030 verschoben. Erst im Jahr 2050 wird im Klimaschutzplan der Bundesregierung nun das Ziel eines "netto Null"-FlĂ€chenverbrauchs angepeilt. Bis dahin wĂŒrden, nach diesen PlĂ€nen von heute, weitere 250.000 bis 260.000 Hektar an zusĂ€tzlicher FlĂ€che versiegelt. Das entspricht umgerechnet mehr als 350.000 FußballplĂ€tzen oder der GrĂ¶ĂŸe des Saarlands.

Natur, Landwirtschaft und Bebauung - vielerorts herrscht großer Wettbewerb ums Land. Die Bundesregierung plant in den Ballungsgebieten den Neubau von 400.000 Wohnungen pro Jahr, soviel realisierte die letzte Regierung in der gesamten Legislatur. Dem stehen rund zwei Millionen leerstehende Wohnungen in lĂ€ndlichen Regionen und eine durch den demographischen Wandel eher sinkende Bevölkerungszahl gegenĂŒber. Das verdeutlicht die hohe KomplexitĂ€t bei der FlĂ€chenversiegelung, bei der soziale Aspekte, die VerfĂŒgbarkeit von Arbeit, aber auch Fragen von Infrastruktur und Verkehr zu berĂŒcksichtigen sind. FlĂ€chen sind daher möglichst nachhaltig und effektiv zu nutzen. Bei der sogenannten Innenverdichtung wird beispielsweise geprĂŒft, welche FlĂ€chen sich innerhalb eines Ortes noch fĂŒr Bebauung, Aufstockung, Umbau oder Verdichtung anbieten. Gleichzeitig ist auf ausreichend unversiegelte FlĂ€che in den Orten zu achten, auf denen beispielsweise Wasser versickern oder verschattende Bepflanzung stehen kann. Baulandmobilisierung in den Außenbereichen von Ortschaften bedeutet hingegen weitere FlĂ€chenversiegelung. Zwar werden dabei oft Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen, die den Verlust an BiodiversitĂ€t kompensieren sollen. Ein qualitativer Ausgleich der zerstörten FlĂ€chen wird jedoch nur selten und wenn, dann erst nach vielen Jahren erreicht. Die Ampelkoalition hat das Problem erkannt und im Koalitionsvertrag angekĂŒndigt das Baugesetzbuch dahingehend ĂŒberprĂŒfen zu wollen, unter anderem soll der umstrittene §13b gestrichen werden, der die Außenbebauung vereinfacht. Der NABU regt zusĂ€tzlich an, Wachstumsfehlanreize fĂŒr Ortschaften aufgrund der Hauptansatzfaktoren des Finanzausgleichs auf Landesebene zu reduzieren.

Mit dem „Dinosaurier des Jahres“, eine 2,6 Kilogramm schweren Nachbildung einer Riesenechse, zeichnet der NABU seit 1993 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus, die sich durch besonders rĂŒckschrittliches öffentliches Engagement in Sachen Natur- und Umweltschutz hervorgetan haben. Seit 2020 werden nicht mehr Personen, sondern konkrete Projekte als Umweltsauerei des Jahres ausgezeichnet. PreistrĂ€ger 2020 war das Autobahnprojekt A26 Ost.

Mit mehr als 820.000 Mitgliedern und Fördernden ist der 1899 gegrĂŒndete NABU der mitgliederstĂ€rkste Umweltverband Deutschlands. Der NABU engagiert sich fĂŒr den Erhalt der Lebensraum- und Artenvielfalt, den Klimaschutz sowie die Nachhaltigkeit der Land-, Wald- und Wasserwirtschaft. Zu den zentralen NABU-Anliegen gehören auch die Vermittlung von Naturerlebnissen und die Förderung naturkundlicher Kenntnisse. Mehr Infos: www.NABU.de/wir-ueber-uns
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Freiburg: FĂŒnf weitere Fahrrad-Reparaturstationen
Die Zahl der von der Freiburger Verkehres AG (VAG) angebotenen öffentlichen Reparaturstationen fĂŒr FahrrĂ€der hat sich auf 15 erhöht. Die fĂŒnf zusĂ€tzlichen schlanken roten SĂ€ulen findet man beim Rathaus in Opfingen, am Maria-von-Rudloff-Platz, beim Rathaus im StĂŒhlinger, bei der Frelo-Station Bugginger Straße und am Moosweiher.

An den Stationen werden Werkzeuge bereitgestellt, um Reparaturen an FahrrĂ€dern, aber zum Beispiel auch an KinderwĂ€gen oder Skateboards durchzufĂŒhren. Das am hĂ€ufigsten genutzte Hilfsmittel ist dabei vermutlich die Luftpumpe mit Druckmesser.

Die Erfahrungen mit den bislang schon vorhandenen zehn Stationen haben gezeigt, dass diese und deren Ausstattung ebenso zweckmĂ€ĂŸig wie robust sind. Einzig die Dichtungen der Luftpumpen-Adapter fĂŒr die verschiedenen Ventilarten mĂŒssen hin und wieder erneuert werden.

Die VAG investierte je Station etwa 1.000 Euro in diesen weiteren – kleinen aber feinen - Baustein in der Palette ihrer multimodalen Angebote.
Die Stationen finden sich an folgenden Orten:
VAG-Zentrum, Betzenhauser Torplatz, Haslach Bad, Studentendorf Vauban, Alter Wiehrebahnhof, Holzmarkt, ZĂ€hringer Straße/Tullastraße, Sandfangweg, Laßbergstraße, Killianstraße, Rathaus Opfingen, Maria-von-Rudloff-Platz, Rathaus im StĂŒhlinger, Bugginger Straße und Moosweiher.
Weiterhin gibt es auch öffentlich zugĂ€ngliche Stationen, welche von der Uni Freiburg (Technische FakultĂ€t und Institut fĂŒr Biologie), der badenova (BetriebsgelĂ€nde badenova IG Nord) und der Stadt Freiburg (WiwilibrĂŒcke) betrieben werden.

Die Ausstattung der Stationen:
● QR CODE mit Reparaturanleitungen
● Kreuzschlitzschraubendreher PH2
● Schraubenzieher 5,5 x 1,0 mm
● EinmaulschlĂŒssel verstellbar 0-30 mm
● Skateboard-Tools |9/16|1/2|3/8|
● DoppelmaulschlĂŒssel 8×10 mm
● DoppelmaulschlĂŒssel 13×15 mm
● TORXschlĂŒssel Set |9|10|15|20|25|27|30|40|
● ImbußschlĂŒssel Set |2|2,5|3|4|5|6|8|
● Reifenheber (Kunststoff mit Stahlkern)
● Pumpe mit Druck 10 BAR (Glycerin-Manometer „Antifog“) mit Adapter fĂŒr alle Ventile
 
 

 
Klimaschutzgesetz in Baden-WĂŒrttemberg wird zum 1.1.22 in drei Stufen geĂ€ndert
Fotovoltaikpflicht fĂŒr neue GebĂ€ude und ParkplĂ€tze ab 35 StellplĂ€tzen

Das Land Baden-WĂŒrttemberg Ă€ndert zum 1. Januar 2022 das Klimaschutzgesetz. Dann gilt eine Fotovoltaikpflicht zunĂ€chst bei Neubauten sowie bei ParkplĂ€tzen ab 35 StellplĂ€tzen. Damit will das Land die Treibhausgasemissionen reduzieren und die Belange des Klimaschutzes fĂŒr Baden-WĂŒrttemberg konkretisieren. Die neuen Maßnahmen werden in drei Stufen umgesetzt:

Ab dem 1. Januar 2022 sind auf DachflĂ€chen von neuen GewerbeBĂŒrogebĂ€uden oder Lagerhallen Fotovoltaikanlagen zu installieren. Außerdem besteht eine Installationspflicht von Fotovoltaikanlagen bei neuen Parkplatzanlagen mit mehr als 35 StellplĂ€tzen. Die zweite Stufe gilt ab 1. Mai 2022. Hier wird die Pflicht auf DachflĂ€chen von neuen WohngebĂ€uden mit mindestens 50 Prozent Wohnnutzung erweitert.
Ab 1. Januar 2023 tritt die dritte Stufe in Kraft. Hier wird die Pflicht zur Installation von Fotovoltaikanlagen bei Dachsanierungen, wie Aufstockung, Ausbau oder Änderung des Daches erweitert.

Nachweise ĂŒber die Installation entsprechender Anlagen hat die Bauseite spĂ€testens 12 Monate nach der Fertigstellung der Baumaßnahme dem Baurechtsamt vorzulegen. Maßgeblich ist der Antragseingang. Bauvorhaben, die bereits 2021 beantragt wurden und noch zur Genehmigung anstehen, fallen noch nicht unter die Regelungen des neuen Klimaschutzgesetzes. Gleiches gilt fĂŒr bereits genehmigte, aber noch nicht umgesetzte Bauvorhaben.

Weitere Informationen und AuskĂŒnfte sind beim Beratungszentrum Bauen und Energie unter BZBE@stadt.freiburg.de erhĂ€ltlich.
 
 

 
Neuer Radstreifen in der Breisacher Straße
Mehr Platz fĂŒr FußgĂ€ngerinnen und FußgĂ€nger - Autostreifen reduziert - Radfurten rot markiert

Neuer Radstreifen in der Breisacher Straße. Wie Ende letzten Jahres schon auf der Nordseite, wurde jetzt auch auf der SĂŒdseite der Breisacher Straße ein neuer Radfahrstreifen angelegt. Die Maßnahme ist Teil der Fuß- und Radverkehrsoffensive, die das Garten- und Tiefbauamt (GuT) auf Beschluss des Gemeinderates in diesem und dem nĂ€chsten Jahr mit einem Etat von rund 16 Millionen Euro durchfĂŒhrt.

Bisher gab es im Abschnitt zwischen Fehrenbachallee und Eschholzstraße zwei Fahrspuren fĂŒr Autos und zu schmale Geh- und Radwege im Seitenbereich. Die Ende letzten Jahres auf der Nordseite stadtauswĂ€rts fĂŒhrende Autospur wurde in einen Radfahrstreifen umgewandelt und hat sich seitdem gut bewĂ€hrt.

Nun wurde auch auf der SĂŒdseite Richtung Stadtmitte eine Autospur zu einem zwei bis drei Meter breiten Radfahrstreifen umgewandelt. Der bisherige Geh und Radweg steht jetzt in GĂ€nze dem Fußverkehr zur VerfĂŒgung. Lediglich am Anfang des Abschnittes bleibt ein kurzes StĂŒck fĂŒr den Radverkehr geöffnet (Rad frei, also Schrittgeschwindigkeit!), um Radfahrenden das Abbiegen in die Hilde-Mangold-Straße zu ermöglichen.

Die stadteinwĂ€rts fĂŒhrende Autostreifen beginnen schon vorher an der Killianstraße: Hier wurde von den bisherigen zwei Geradeaus-Fahrstreifen einer in einen reinen Rechtsabbiegestreifen umgewandelt. Ein Radfahrstreifen war hier schon mit der Stadtbahn Messe angelegt worden.

Witterungsbedingt werden im kommenden Jahr noch im gesamten Abschnitt von der Killianstraße bis zum GĂ€rtnerweg die Radfurten ĂŒber querende Straßen rot markiert und damit die Sicherheit und Orientierung fĂŒr Radfahrende verbessert. Dann wird auch der Ende 2020 stadtauswĂ€rts angelegte Radstreifen noch etwas verlĂ€ngert, er beginnt kĂŒnftig schon ab dem GĂ€rtnerweg. Der GĂ€rtnerweg selbst wird fĂŒr den Radverkehr gegen die Einbahnrichtung freigegeben.

In den nĂ€chsten Jahren sollen im weiteren Verlauf der Breisacher Straße schrittweise durchgĂ€ngige Radfahrstreifen bis zur Bismarckallee angelegt werden.

Die Verbesserungen fĂŒr den Fuß- und Radverkehr in der Breisacher Straße sind das vierte Projekt in der laufenden Fuß- und Radoffensive. Mehr Informationen zu dem umfangreichen Maßnahmenpaket gibt es unter www.freiburg.de/radverkehr
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Stadt Freiburg: Auszeichnung fĂŒr die „Eine-Welt-Tage mit Fairer Woche“
Foto: Patrick Seeger / Stadt Freiburg.
 
Stadt Freiburg: Auszeichnung fĂŒr die „Eine-Welt-Tage mit Fairer Woche“
Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit ehrt die Aktionen im Rahmen der Landesinitiative „Meine. Deine. Eine Welt.“

Schon zum fĂŒnften Mal erhĂ€lt die Stadt Freiburg eine Auszeichnung fĂŒr ihre umfangreichen Angebote im Rahmen der landesweiten Initiative „Meine. Deine. Eine Welt.“ Die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-WĂŒrttemberg hatte die Stadt zuletzt 2015 fĂŒr dieses Engagement geehrt. Die Auszeichnung ist mit 1.500 Euro prĂ€miert, das Geld fließt in weitere Veranstaltungen zum Thema.

Der Erste BĂŒrgermeister Ulrich von Kirchbach dankt der Stiftung fĂŒr die Entscheidung: „Die Ehrung spornt alle beteiligten Initiativen und Organisationen erneut an, die AktivitĂ€ten fĂŒr das Programm „Meine. Deine. Eine Welt.“ fortzufĂŒhren und sich fĂŒr eine nachhaltige Zukunft einzusetzen. Die Angebote in Freiburg bieten facettenreiche Handlungsimpulse fĂŒr eine zukunftsfĂ€higere, gerechtere Welt“. Besonders dankt der BĂŒrgermeister der GeschĂ€ftsfĂŒhrerin des Eine Welt Forums, Dagmar Grosse, fĂŒr ihr langjĂ€hriges Engagement als Koordinatorin der „Eine-Welt-Tage mit Fairer Woche“.

Diese finden alle zwei Jahre im Rahmen des Landesprogramms „Meine. Deine. Eine Welt.“ statt – und das schon seit zwei Jahrzehnten. Von Mitte September bis Ende Oktober bringen sie Themen zur Entwicklungspolitik und Nachhaltigkeit auf die Freiburger Tagesordnung. Im vergangenen Herbst waren die Info-Veranstaltungen und Workshops rund um ökologische, ökonomische und soziale Fragen bereits zum 16. Mal geboten. Viele Besucherinnen und Besucher nutzten das Angebot von ĂŒber 50 Initiativen und Organisationen. Zu den Themen zĂ€hlten fairer Handel, solidarische und internationale Projekte zur BiodiversitĂ€t, aber auch der kulturelle Austausch darĂŒber, wie sich naturnahes Wirtschaften und Handeln nachhaltig sichern lĂ€sst.

Landesweit haben sich dieses Jahr rund 30 StĂ€dte und Gemeinden mit 350 Veranstaltungen an den Eine-Welt-Tagen beteiligt. Ziel war es, das Bewusstsein fĂŒr globale Themen zu schĂ€rfen und verantwortliches Handeln im Alltag anzuregen. In Freiburg haben auch viele Schulen an dem Programm mitgewirkt.

Insgesamt hat die Stiftung 2021 zehn Kommunen im Land fĂŒr diese Engagement ausgezeichnet. Freiburg wurde in der Kategorie „Große Kommunen“ geehrt. Wegen der Pandemie musste die geplante Festveranstaltung zur Preisvergabe abgesagt werden. Die ausgezeichneten Kommunen erhielten ein Paket mit dem Scheck und der Urkunde.

zum Foto oben:
Erster BĂŒrgermeister Ulrich von Kirchbach (rechts) freut sich mit Dagmar Grosse, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin des Eine-Welt-Forums und Gerhard Rieger, Leiter der Stabsstelle BĂŒrgerschaftliches Engagement, ĂŒber die PrĂ€mie fĂŒr die „Eine-Welt-Tage mit Fairer Woche“.
Foto: Patrick Seeger / Stadt Freiburg.
 
 

Frelo-LeihrÀder werden per Fahrradtransporter umverteilt
Lastenrad-AnhÀnger (c) Freiburger Verkehrs AG
 
Frelo-LeihrÀder werden per Fahrradtransporter umverteilt
Bundesweite Premiere

Das Freiburger Fahrradverleihsystem Frelo trĂ€gt seit fast drei Jahren seinen Teil zur umweltfreundlichen MobilitĂ€t bei und wurde in den letzten Jahren stetig weiter ausgebaut. Jetzt wird auch die notwendige Umverteilung der RĂ€der von vollen zu leeren Stationen im Stadtgebiet dank eines erstmals in Freiburg exklusiv getesteten fahrradgestĂŒtzten Transportsystems ökologischer gestaltet: Der Einsatz von CARLA Cargo-FahrradtransportanhĂ€ngern mit neuartigem Aufsatz fĂŒr den Transport von RĂ€dern macht die Anschaffung eines zweiten Kleintransporters fĂŒr diese Aufgabe unnötig.

Mitte Mai 2019 ist das unter der Regie der Freiburger Verkehrs AG (VAG) laufende Verleihsystem mit 400 RĂ€dern an 55 Stationen gestartet. Mittlerweile ist die Zahl der RĂ€der auf 615 angewachsen, die an 81 Stationen ausgeliehen werden können. Mitarbeitende der beauftragten Betreiberfirma nextbike sind tĂ€glich damit beschĂ€ftigt die LeihrĂ€der so umzuverteilen, dass möglichst immer alle Stationen mit einer ausreichenden Anzahl von RĂ€dern bestĂŒckt sind. Dies geschah bislang ausschließlich mittels eines Kleintransporters. Nach ausgiebigen Tests nimmt dieser Tage nun zusĂ€tzlich der erste von einem LastenFrelo gezogene CARLA CARGO AnhĂ€nger seine Arbeit auf.

An das Lastenrad wird ein speziell fĂŒr diesen Zweck entwickelter AnhĂ€nger mit Fahrradtransport-Aufsatz gekoppelt, mit dem vier Frelos gleichzeitig von einem zum anderen Ort gebracht werden können. Tests haben gezeigt, dass es auch möglich ist, mehr als einen AnhĂ€nger anzukoppeln und so einen keinen „Frachtzug“ zu bilden. In Freiburg will man aber zunĂ€chst mit einem AnhĂ€nger Erfahrungen sammeln.

Luisa Stenmans, die bei der VAG das Frelo-Projekt leitet, freut sich ĂŒber die Neuerung: „Unsere LeihfahrrĂ€der mit FahrrĂ€dern im Stadtgebiet zu verteilen macht so viel Sinn. Es ist innovativ, nachhaltiger und im Innenstadtbereich auch viel sinnvoller und schneller, als mit dem Auto.“ Nextbike Projektmanager Onur Semerci schlĂ€gt in die gleiche Kerbe: „Carla Cargo ist das i-TĂŒpfelchen fĂŒr unser Angebot zur StĂ€rkung des Umweltverbundes in der stĂ€dtischen MobilitĂ€t. Somit können wir die Frelos nahezu emissionsfrei umverteilen und unser Service wird noch umweltfreundlicher."
Der LastenanhĂ€nger CARLA war ursprĂŒnglich fĂŒr die Beförderung von landwirtschaftlichen Produkten entwickelt worden. Eine Kooperative hatte nach einem intelligenten AnhĂ€ngerkonzept zum Transportieren ihres GemĂŒses mit dem Fahrrad gesucht. Die in Kenzingen bei Freiburg ansĂ€ssige CARLA CARGO Engineering GmbH hat dafĂŒr in ihrem Forschungs- und Entwicklungsprojekt einen passenden SchwerlastenanhĂ€nger entwickelt. Bereits dieses Projekt wurde gefördert aus dem Innovationsfonds Klima- und Wasserschutz der badenova AG & Co. KG. badenova unterstĂŒtzt CARLA CARGO seit ihren frĂŒhen AnfĂ€ngen, als noch in einer einfachen Garage die ersten CARLAs zusammengeschraubt wurden. Auch jetzt beim CARLATRAIN ist der regionale Energie- und Umweltdienstleister wieder als Partner an Bord und unterstĂŒtzt mit einer Fördersumme von 78.000 Euro.
Markus Bergmann, GeschĂ€ftsfĂŒhrer von CARLA CARGO fasst zusammen, was er selbst bei den Testfahrten erlebt hat: „Es ist ein unglaublich tolles GefĂŒhl mit dem CARLATRAIN durch die Stadt zu fahren und hat Blickfangpotential. Es ist beeindruckend zu erleben wie gut sich der CARLATRAIN trotz der LĂ€nge fĂ€hrt und was fĂŒr Möglichkeiten sich damit jetzt auftun.“

AusgeklĂŒgelte Technik

Der SchwerlastenanhĂ€nger verfĂŒgt ĂŒber eine smarte Motorsteuerung, sodass ein elektromotorisierter FahrradanhĂ€nger gĂ€nzlich ohne zusĂ€tzliche Installation von Sensoren an einem Zugfahrrad gekoppelt werden kann. Der FahrradanhĂ€nger erkennt anhand der Bewegungen in der Auflaufbremse selbststĂ€ndig wann die MotorunterstĂŒtzung gebraucht wird. Dies ermöglicht unter anderem den Betrieb von mehreren smarten motorunterstĂŒtzen FahrradanhĂ€ngern in einer Art „FahrradanhĂ€ngerzug“.

Wer mehr Details zu Carla Cargo erfahren möchte, der sollte beim digitalen Adventskalender der badenova (https://www.badenova.de/ueber-uns/aktuelles-presse/aktuelles/adventskalender/ ) am 12. Dezember das TĂŒrchen öffnen.
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NABU: FĂŒr schnellen Ausbau der Erneuerbaren an den richtigen Schrauben drehen
KrĂŒger: Diskussion ĂŒber Änderung des europĂ€ischen Naturschutzrechts wĂ€re ein Fehlstart fĂŒr die Planungsbeschleunigung

Berlin, 10.12.21 - AnlĂ€sslich politischer Bestrebungen „auf eine Lockerung des europĂ€ischen Naturschutzrechts hinwirken zu wollen, um Planungs- und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen“, entgegnet NABU-PrĂ€sident Jörg-Andreas KrĂŒger:

»Der stark beschleunigte und naturvertrĂ€gliche Ausbau der erneuerbaren Energien ist von großer Bedeutung fĂŒr die BewĂ€ltigung der Klimakrise. Hauptbremser auf diesem Weg sind vielerorts fehlende Raumplanungen und der gravierende Personalmangel in Verwaltungen. Diskussionen ĂŒber die Änderungen im europĂ€ischen Naturschutzrecht fĂŒhren hingegen in eine alte Sackgasse. EU und Mitgliedstaaten haben festgestellt, dass die Regelungen „fit“ sind und Deutschland wird in mehreren Verfahren vor dem EuropĂ€ischen Gerichtshof wegen der schlechten Umsetzung verklagt. Nun als erstes einen mehrjĂ€hrigen Prozess mit unklarem Ausgang zu beginnen wĂ€re ein echter Fehlstart fĂŒr die Planungsbeschleunigung.«

Mit mehr als 820.000 Mitgliedern und Fördernden ist der 1899 gegrĂŒndete NABU der mitgliederstĂ€rkste Umweltverband Deutschlands. Der NABU engagiert sich fĂŒr den Erhalt der Lebensraum- und Artenvielfalt, den Klimaschutz sowie die Nachhaltigkeit der Land-, Wald- und Wasserwirtschaft. Zu den zentralen NABU-Anliegen gehören auch die Vermittlung von Naturerlebnissen und die Förderung naturkundlicher Kenntnisse.
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GrĂŒner Strom fĂŒr rund 7000 Haushalte möglich
Immissionsschutzrechtliche Genehmigung fĂŒr zwei Windkraftanlagen am Taubenkopf

Die Stadt Freiburg hat der Ökostrom-Consulting GmbH am heutigen Dienstag, 7. Dezember, die immissionsschutzrechtliche Genehmigung fĂŒr die Errichtung zweiter Windkraftanlagen auf dem Taubenkopf erteilt.

Der Antrag ging im November 2020 bei der unteren Immissionsschutzbehörde beim Umweltschutzamt der Stadt Freiburg ein. Dazu wurden dann 32 TrĂ€ger öffentlicher Belange und mehr als zehn UmweltverbĂ€nde und anerkannte Umweltvereinigungen angehört. In ihren Stellungnahmen hatten die Akteure dargestellt, unter welchen Auflagen und Bedingungen dem Aufbau der beiden Anlagen zugestimmt werden kann. Bei der Anhörung wurde auch Kritik an dem Vorhaben geĂ€ußert, etwa im Hinblick auf mögliche negative Einwirkungen fĂŒr die Bewohner des hinteren Kappler Großtals oder fĂŒr den Artenschutz.

Nach sorgfĂ€ltiger PrĂŒfung und AbwĂ€gung aller öffentlich-rechtlicher Belange, konnte die immissionsschutzrechtliche Genehmigung fĂŒr den Aufbau der Windkraftanlagen des Typs Enercon E-160 EPS E2 auf dem Taubenkopf erteilt werden.

Die beiden jeweils 246,6 Meter hohen Anlagen haben eine Nennleistung von jeweils 5,5 Megawatt. Sie werden voraussichtlich einen Energieertrag von circa 20 Millionen Kilowattstunden pro Jahr erwirtschaften. „Damit können rund 7000 Haushalte mit Strom aus Windkraft versorgt werden – das ist ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Versorgung durch erneuerbare Energien in Freiburg.“ so UmweltbĂŒrgermeisterin Christine Buchheit.

Das Klimaschutzkonzept der Stadt Freiburg aus dem Jahr 2019 sieht vor, dass die erneuerbaren Energien im Stadtgebiet erheblich ausgebaut werden. Ziel der Stadtverwaltung ist es, dass Freiburg bis 2038 Klimaneutral wird. Im Fokus bei der Energieversorgung stehen insbesondere Solarstrom und Windkraft. Die nĂ€chsten großen Vorhaben auf diesem Gebiet ist der Austausch der Windkraftanlagen an den bereits etablierten Standorten „HolzschlĂ€germatte“ und „Rosskopf“ durch die Ökostrom-Consulting GmbH. Die GenehmigungsantrĂ€ge hierzu werden im Laufe des nĂ€chsten Jahres erwartet.
 
 



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