oekoplus - Freiburg
Montag, 26. Juli 2021
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Veranstaltungen 
 
„Klima schĂŒtzen – Kohle stoppen – Dörfer retten“
 
„Klima schĂŒtzen – Kohle stoppen – Dörfer retten“
Breites BĂŒndnis ruft zur Menschenkette am Tagebau Garzweiler auf

Verden/DĂŒsseldorf, Juli 2021. Im Vorfeld der Bundestagswahl ruft ein BĂŒndnis aus UmweltverbĂ€nden, Naturschutzorganisationen und Tagebaubetroffenen zu einer Demonstration fĂŒr den Stopp des Braunkohleabbaus im Rheinland auf. Am Tagebau Garzweiler soll am 7. August eine vier Kilometer lange Menschenkette die von der Zerstörung bedrohten Dörfer LĂŒtzerath und Keyenberg verbinden. Organisiert wird die Menschenkette von den Initiativen und VerbĂ€nden Alle Dörfer bleiben, Bund fĂŒr Umwelt und Naturschutz Deutschland, Campact, Greenpeace, Klima-Allianz Deutschland und NaturFreunde Deutschlands.
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Verschiedenes 
 
 
Ist Freiburg noch eine „Green City“?
Stadt Freiburg will Schutz fĂŒr Trinkwasserschutzgebiet zurĂŒckdrĂ€ngen und fĂŒr sich Freibrief fĂŒr Grundwasserbelastungen durchsetzen. -

ECOtrinova e.V. verlangt schĂ€rferen Schutz fĂŒr Trinkwasserschutzgebiet unter Freiburger Westen samt Dietenbach

Das schon 2017 fachlich fertig vorbereitete Trink- bzw. Grundwasserschutzgebiet fĂŒr Umkirch unter dem westlichen Stadtgebiet, also auch unter dem geplanten Neubaustadtteil Dietenbach, soll in KĂŒrze nach jahrenlangem Liegenbleiben vom Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald verordnet werden. KĂŒrzlich liefen die mit Frist beendeten Anhörungen. Die Stadt will nun wegen Ihres VersĂ€umnisses fĂŒr ihre Stellungnahme FristverlĂ€ngerung bis Ende Sept.2021 und vor allem fĂŒr sich generelle Befreiungen fĂŒr Eingriffe in das Trinkwasser durchsetzen. Damit wĂŒrde aber der Schutzzweck weitgehend außer Kraft gesetzt und die zustĂ€ndige Behörde des Landratsamts insoweit entmachtet, so Dr. Georg Löser, Vorsitzender des gemeinnĂŒtzigen Umweltschutzvereins ECOtrinova e.V..

ECOtrinova hat den Gemeinderat , der am 27.7.2021 die Grundlagen der Stellungnahme der Stadt beschließen soll, aufgefordert, die von der Stadt angestrebten Aufweichungen der Verordnung abzulehnen und sich gegen die drohenden Risiken bzw. GefĂ€hrdungen von (Trink-)Grundwasser einzusetzen. Die Stadt entferne sich mit ihrem Bestreben weit weg von einer "Green City" und begebe sich bei Dietenbach mit dem großen Erdaushubzwischenlager und geplanten mit 3 m hohen AufschĂŒttungen unter dem Neubaustadtteil, mit dem Energiekonzept, das Grundwasser stark beanspruchen und absenken wĂŒrde sowie mit den vielfĂ€ltigen z.T. schweren Eingriffen ins Grundwasser beim GewĂ€sserumbau des Dietenbachs in "gefĂ€hrliches Fahrwasser". Denn auch schleichende und fahrlĂ€ssige Verschlechterung von Grundwasser sei per Strafgesetzbuch verboten. Es gelte auch der Besorgnisgrundsatz.

Die Stadt will mit der Erdaushubdeponie in Dietenbach und dort allgemein u.a. auch bestimmte Gleisschotter auf der meist sehr dĂŒnnen und ziemlich durchlĂ€ssigen Deckschicht unterbringen und nur alle 500 t Anlieferung stichprobenweise kontrollieren, dies laut immissionsschutzrechtlicher Genehmigung vom 25.6. bzw. Bekanntmachung im Amtsblatt vom 2.7.2021. ECOtrinova e.V. wendet sich strikt gegen die drohenden Risiken bzw. GefĂ€hrdungen von (Trink-)Grundwasser durch die Stadt Freiburg.

Der Verein hat kĂŒrzlich fristgerecht seine Stellungnahme ans Landratsamt abgegeben und begrĂŒndet gebeten, die Verordnung gegenĂŒber dem Entwurf zu verschĂ€rfen. Insbesondere solle die fehlende Schutzzone 2 eingefĂŒgt werden und der Schutz in den Außenzonen III A und B verschĂ€rft werden. Waldrodungen z.B. in Dietenbach und die Ablagerung beispielweise von radioaktiven Stoffen, Bioziden und zahleichen AbfĂ€llen, alles in den Zonen III laut Entwurf noch erlaubt, sollten generell verboten werden, so ECOtrinova e.V.
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Verschiedenes 
 
 
Klimaschutz beim Gasnetz-Ausbau beachten
vzbv gibt Stellungnahme zum Netzentwicklungsplan Gas ab

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat gegenĂŒber den Gas-Fernleitungsbetreibern eine Stellungnahme zum „Szenariorahmen Netzentwicklungsplan Gas 2022-2032“ abgegeben und fordert, den Gasnetz-Ausbau auf die aktuellen Klimaschutzziele auszurichten.

Der vzbv fordert, den Gasbedarf nicht allein auf Grundlage von Bedarfsabfragen zu berechnen, sondern auch unter Einbezug anderer Entwicklungen, insbesondere der aktuellen Klimaschutzziele.

Es braucht realistische Annahmen hinsichtlich der zukĂŒnftigen VerfĂŒgbarkeit von grĂŒnem Wasserstoff und eine verursachergerechte Kostenverteilung beim Aufbau der Netze.

„Beim Ausbau der Gas-Infrastruktur in den kommenden zehn Jahren mĂŒssen die neuen nationalen und europĂ€ischen Klimaschutzziele berĂŒcksichtigt werden“, sagt Thomas Engelke, Leiter des Teams Energie und Bauen beim vzbv.

Weiterhin mĂŒssen beim Blick auf 2050 realistische Annahmen hinsichtlich der dann zur VerfĂŒgung stehenden Menge an grĂŒnem Wasserstoff getroffen werden. Derzeit ist nicht zu erwarten, dass Wasserstoff fĂŒr private Verbraucher eine nennenswerte Rolle als EnergietrĂ€ger spielen wird.

„Der Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur fĂŒr die Industrie darf nicht zu einer finanziellen Belastung der privaten Verbraucher fĂŒhren“, sagt Thomas Engelke.
 
 

Verschiedenes 
 
 
Ablehnende Stellungnahme des KlimabĂŒndnis Freiburg
zum Energiekonzept Neubaustadtteil Dietenbach – 8 schwere MĂ€ngel

zu Drs. G 21/093 fĂŒr den Gemeinderat 27.7.2021 TOP 9

Das KlimabĂŒndnis Freiburg (ggr. 2006) hat mit Schreiben an den Freiburger OberbĂŒrgermeister Martin Horn, die BĂŒrgermeisterriege und den Gemeinderat das dort in Beratung befindliche Energiekonzept fĂŒr den Neubaustadtteil Dietenbach wegen 8 schwerer MĂ€ngel abgelehnt. Das KlimabĂŒndnis fordert eine Totalrevision des Konzepts
und als aktuelle Konsequenz die Ratsvorlage Drs. G 21-093 zurĂŒckzuweisen bzw. den Tagesordnungspunkt abzusetzen. Das KlimabĂŒndnis Ă€ußerte weiterhin große Zweifel daran, ob der Stadtteil gebaut wĂŒrde - zu teuer, zu spĂ€t, fehlender Bedarf, nicht klimaneutral - und empfahl einige der guten Ideen und die hier erlĂ€uterte Kritik in den 4 kleinen Neubau“stadtteilen“ StĂŒhlinger-West, ZĂ€hringen-Nord, Haslach-Schildacker und in Lehen-Zinklern anzuwenden statt beim grundfalschen Objekt Dietenbach.

Im Detail:

Erstens: Schon der Neubaustadtteil auf “der grĂŒnen Wiese“ im derzeitigen Überschwemmungsgebiet und auf land­wirtschaftli­chem Boden und Wald ist schon aus GrĂŒnden des Klimaschutzes ein unverzeihlicher Fehler, zumal bekanntlich auch in Freiburg genĂŒgend bauliche und ökosoziale Maßnahmen als Alternativen zur VerfĂŒgung stehen, erst recht bei wie in 2020 und kĂŒnftig lt. Statistischem Landesamt zu erwartender stagnierender Einwohnerzahl.

Zweiter Grundfehler wĂ€re, wie aus den Grafiken fĂŒr die Stadt hervorgeht, der viel zu hohe Energieverbrauch im neu­en Stadtteil mit 5000 bis 6000 Kilowattstunden WĂ€rme und fast 4000 Kilowattstunden Strom pro Wohnung und Jahr – nach AbzĂŒgen u.a. fĂŒr Schule und Gewerbe. Das sind keine Energiespar-Klimaschutzhaushalte! Das bleibt weit zurĂŒck hinter Vorbildern wie der Solarsiedlung und den KleehĂ€usern sowie dem Passivhaus Wohnen und Arbei­ten in Freiburg Vauban von vor rund 20 Jahren und bleibt sogar hinter einigen Vorbild-Altbau-PassivhĂ€usern zurĂŒck. Deutlich weniger als die HĂ€lfte des genannten Verbrauchs wĂ€re angesagt. Der von der Stadt angestrebte Freiburger Effizienzhaustan­dard 55 fĂŒr WohngebĂ€ude wĂ€re energetische Altlast und passt nicht in eine Stadt, die klimaneutral werden will.

Drittens: Wenn es ein „echter“ Energiespar- und Solarstadtteil wĂ€re, sollte nicht rund 40% der Betriebs-Energie von außen kommen, sondern das lĂ€ge im Verbund mit der Region in der Jahresbilanz bei etwa Null oder besser positiv.

Viertens ist die Klimabilanz viel zu sehr geschönt, als dass sie akzeptierbar wĂ€re. Der Stadtteil wĂ€re bei weitem nicht klimaneutral: Die gesamte „graue“ Energie fĂŒr die Erschließung (Straße, Wege, Versorgungsleitungen, Erdarbei­ten usw.) und fĂŒr Baustoffe und die Errichtung der GebĂ€ude wird ausgeklammert. Zudem bestehen Klimanachteile durch z.B. weitgehenden Wegfall der Kohlendioxid­speicherung im Boden, durch mehr Nahrungs­mittel“importe“ nach Freiburg nach Wegfall von ĂŒber 100 Hektar Landwirtschaft. Es drohen KlimaschĂ€den durch an die 5.000 im Gesamtge­biet zu rodende BĂ€ume, hauptsĂ€chlich in WĂ€ldchen an der Mundenhoferstr., beim Vogel­schutzgebiet Fronholz sowie in der Auwaldgalerie des Dietenbachs.

FĂŒnftens verstört das Energiekonzept sehr, weil die von der Stadt favorisierte Variante 4 mit 28 Förderbrunnen und 36 Schluckbrunnen massiv in das jetzt kommende Trinkwasserschutzgebiet fĂŒr Umkirch eingreifen wĂŒrde. Das liegt unter ganz Dietenbach. Die Schutzschicht fĂŒrs Wasserschutzgebiet wĂŒrde sehr oft durchbrochen. Es drohen spĂ€ter Altlasten aus WĂ€rmetauschern, und es drohen Leckagen z.B von WĂ€rmepumpenflĂŒssigkeiten ins Grund­wasser. Da sind im Laufe der Jahrzehnte Verschmutzungen zu besorgen, die nach Strafgesetzbuch auch bei schlei­chender Verschmutzungen strafbar sind: (1)

Sechstens: Interessant ist zwar die Wasserstofferzeugung aus erhofften StromĂŒberschĂŒssen erneuerbarer Energien.. Leider wĂŒrde Strom fĂŒr die Elektrolyse zu zwei Dritteln in den Stadtteil importiert. Das liegt auch an dessen mangel­hafter Strom- und Heizenergie-Einsparung. Der Nutzungsgrad der Elektrolyseanlage fĂŒr Wasserstoff und AbwĂ€rme mit gut 80% sollte noch besser sein. Es fehlt völlig die Nutzung des entstehenden Sauerstoffs, der anderswo nicht mehr mit viel Energieeinsatz erzeugt werden mĂŒsste.

Siebtens wĂ€re die winterliche Stromerzeugung deutlich zu klein, gerade dann brauchen die WĂ€rmepumpen viel Strom. Es hilft mehr Einsatz von BHKW (Blockheizkraftwerke, stromerzeugende Heizungen) fĂŒr Strom und WĂ€rme.

Achtens bereitet große Sorge, dass das Konzept nicht krisenfest ist. Bei lĂ€ngerem Stromausfall von auswĂ€rts „stirbt“ der Neubaustadtteil, wenn nichts mehr funktioniert. Solche Situationen sind zu befĂŒrchten im schon begonne­nen Zeitalter des Cyber-Terrors. Dagegen helfen vor allem inselbetriebsfĂ€hige BHKW fĂŒr Strom und WĂ€rme aus Gas, dieses zunehmend aus gespeichertem Wasserstoff.
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Verschiedenes 
 
Freiburg: 100 Tage LastenFrelos
Lastenfrelo Freiburg (c) VAG
 
Freiburg: 100 Tage LastenFrelos
Seit 100 Tagen sind innerhalb des Freiburger Fahrradverleihsystem Frelo auch 20 Lastenpedelecs im Angebot. Seit dem Start am 9. April wurden sie bis zum 14. Juli bereits 1820 Mal ausgeliehen. „Im Juni hatten wir bei insgesamt 576 Ausleihen im Schnitt knapp 29 Fahrten pro Rad im Monat, also fast eine Fahrt pro Tag. Das ist richtig gut fĂŒr den Systemstart, vor allem bei dem aktuellen Wetter“ ordnete Frelo- Koordinatorin Luisa Stenmans die bisherigen Zahlen ein. Soweit es jetzt schon festgestellt werden kann, weisen die Ausleihzahlen von Monat zu Monat eine leicht steigende Tendenz auf.

Das LastenFrelo ergĂ€nzt das im Mai 2019 in Betrieb genommenes Fahrradverleihsystem Frelo, bei dem in Freiburg und angrenzenden Ortschaften mittlerweile 530 RĂ€der an 74 Stationen verfĂŒgbar sind.

Die TransportfahrrĂ€der, die in Regie der Freiburger Verkehrs AG (VAG) unterwegs sind und von nextbike betrieben werden, sind als ErgĂ€nzung zu den bisherigen Verkehrsangeboten der VAG gedacht, um möglichst viele individuellen MobilitĂ€tsbedĂŒrfnisse bedienen zu können.

Informationen zum System:

Wie funktioniert es:

Die einspurigen RĂ€der mit elektrischer TretunterstĂŒtzung können an 15 der bestehenden Frelo-Stationen ausgeliehen und zurĂŒckgegeben werden. Diese „FreloPlus-Stationen“ sind in den Apps der Freiburger Verkehrs AG („VAG mobil“) und von nextbike zu finden und im Straßenraum durch eine FreloPlus-Stele gekennzeichnet.

Die LastenFrelos stehen in speziell markierten Bereichen an 15 der bestehenden Frelo-Stationen bereit. Bei der RĂŒckgabe mĂŒssen die LastenrĂ€der auch wieder in den markierten Bereichen abgestellt werden. Die RĂ€der verfĂŒgen ĂŒber eine Transportbox die fĂŒr eine Ladung von bis zu 60 kg zugelassen ist. Diese ist dank einer Sitzbank mit Sicherheitsgurten auch fĂŒr den verkehrssicheren Transport von maximal zwei Kindern bis sechs Jahre geeignet.

Reservieren:

LastenFrelos können ĂŒber die nextbike-App 30 Minuten vor Fahrtbeginn reserviert werden. Innerhalb dieser 30 Minuten kann dann entweder das LastenFrelos ausgeliehen oder die Reservierung ĂŒber die App storniert werden. Dann entstehen fĂŒr die Reservierung keine Kosten. Wird die Reservierung verfallen gelassen, ohne sie in der App zu stornieren, fĂ€llt eine GebĂŒhr von 1 € an. Spontane Ausleihen können auch ĂŒber die VAG mobil-App erfolgen.

Preise

Bei LastenFrelo gibt es keine Sonderkonditionen fĂŒr ÖPNV- Abokundinnen und –kunden oder Studierende. Je angefangener 30 Minuten werden zwei Euro fĂ€llig. Die maximale TagesgebĂŒhr betrĂ€gt 18 Euro fĂŒr 24 Stunden.
FĂŒr Vielnutzer gibt es 3-Tages, Monats- oder Jahrestarife (6 €, 12 €, 48 €) mit denen die ersten 60 Minuten jeder Fahrt kostenfrei sind.

Wo sind die FreloPlus-Stationen:

Rotteckring
HĂ€ndelstraße
Laßbergstraße
Maria-Hilf-Kirche
Munzinger Straße
Johanneskirche
Rathaus im StĂŒhlinger
Dorfbrunnen
Studierendendorf Vauban
Lehener Straße / Wentzinger Straße
Tullastraße / ZĂ€hringer Straße
Betzenhauser Torplatz
Geschwister-Scholl-Platz
Karlsplatz
Alter Wiehrebahnhof
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Verschiedenes 
 
 
Zwei Brennstoffzellenfahrzeuge fĂŒr den ASF-Fuhrpark
Einstieg in die Nutzung der Wasserstofftechnologie bei der Abfallsammlung
12 weitere Fahrzeuge bis 2023

Freiburgs Abfallwirtschaft setzt bei der Umstellung ihres Fuhrparks auf ElektromobilitĂ€t und steigt fortan auch in die Nutzung der Wasserstofftechnologie ein. Bei der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH (ASF) kommen ab Juli zwei Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb zur Sammlung von Bioabfall und Papier zum Einsatz. Diese werden zwei dieselbetriebene MĂŒllwagen ersetzen und jĂ€hrlich bis zu 60 Tonnen CO2 einsparen.

Obwohl gerade schwere Nutzfahrzeuge fĂŒr knapp 30 Prozent der CO2-Emissionen im Verkehrssektor verantwortlich sind und den Klimawandel weiter vorantreiben, wurden Technologien fĂŒr alternative Antriebe dieses Fahrzeugtyps in der Vergangenheit eher vernachlĂ€ssigt. Inzwischen haben auch wasserstoffbetriebene Brennstoffzellenfahrzeuge Markttauglichkeit erreicht, was der ASF die Ausweitung ihres Elektrofuhrparks auf das Feld der Abfallsammlung ermöglicht. Mit 15 alternativ angetriebenen Fahrzeugen ist der Großteil derzeit im Bereich der Straßenreinigung unterwegs.

„Das ist fĂŒr uns ein bedeutender Meilenstein in Richtung emissionsfreie MobilitĂ€t“, erklĂ€rt Michael Broglin, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der ASF. „Bis Ende 2023 werden auf Freiburgs Straßen insgesamt 14 Sammelfahrzeuge mit dieser klimafreundlichen Technologie unterwegs sein und mit 64 Prozent einen grĂ¶ĂŸeren Anteil an der kommunalen Abfallsammlung aufweisen als Dieselfahrzeuge.“

OberbĂŒrgermeister Martin Horn freut sich ĂŒber die umweltfreundliche Umstellung des ASF-Fuhrparks: „Freiburg wird dann ĂŒber einen der grĂ¶ĂŸten Fuhrparks mit alternativ angetriebenen Abfallsammelfahrzeugen verfĂŒgen und eine Vorreiterrolle auf diesem Gebiet einnehmen. Dies soll ein bedeutender Beitrag zur Verwirklichung der Klimaschutzziele der Stadt Freiburg werden“, so Horn.

Wie klassische Elektrofahrzeuge werden auch Brennstoffzellenfahrzeuge durch einen Elektromotor angetrieben, fahren emissionsfrei und sind gerĂ€uscharm. Anders als bei reinen Elektrofahrzeugen können Brennstoffzellenfahrzeuge dagegen ihren Strom wĂ€hrend der Fahrt durch die Reaktion von Wasserstoff mit Sauerstoff selbst produzieren, ohne an eine Steckdose angeschlossen werden zu mĂŒssen. Hiermit lĂ€sst sich die Fahrtzeit verlĂ€ngern und die FlexibilitĂ€t erhöhen. Das eingebaute Batteriesystem ermöglicht zudem die Speicherung rĂŒckgewonnener Bremsenergie und eine Teilaufladung der Batterie – ein entscheidender Vorteil im alltĂ€glichen Stop-and-go Verkehr.

Die Tragweite der Freiburger Technologiewende verdeutlicht auch die Aussage des StaatssekretĂ€rs im Umweltministerium Baden-WĂŒrttemberg Dr. Andre Baumann: „Der Straßenverkehr ist eines unserer Sorgenkinder beim Klimaschutz im Land: Die Treibhausgasemissionen sind hoch und leider in den vergangenen Jahren sogar gestiegen. Das muss sich Ă€ndern. Denn nur dann werden wir unsere Klimaziele erreichen. Wie die Fahrzeuge der Zukunft angetrieben werden, ist dabei eine zentrale Frage. Bei Bussen, LKWs und Fahrzeugen mit hohen Anforderungen an Leistung, Reichweite und Einsatz-FlexibilitĂ€t stellt sich Wasserstoff als eine sehr gute Lösungsoption dar. Darum freue ich mich, dass die Stadt Freiburg den richtigen und nachhaltigen Weg eingeschlagen hat.“

Die Finanzierung der ersten zwei wasserstoffbetriebenen Abfallsammelfahrzeuge erfolgte mit UnterstĂŒtzung bundesweiter Fördermitteln. Somit konnten die Anschaffungskosten von rund 1.440.000 Euro (netto) fĂŒr beide Fahrzeuge zu 75 Prozent ĂŒber Fördermittel gedeckt werden. Eine Bezuschussung erfolgte im Rahmen des Sofortprogramms „Saubere Luft 2017-2020“ des Bundesministeriums fĂŒr Verkehr und digitale Infrastruktur mit rund 925.000 Euro (netto). Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den ProjekttrĂ€ger JĂŒlich (PtJ) umgesetzt. Eine zusĂ€tzliche Förderung in Höhe von insgesamt 150.000 Euro (netto) wurde ĂŒber den Innovationsfonds der badenova AG & Co. KG bereitgestellt. „Die Brennstoffzellen-Technik in der Abfallwirtschaft einzusetzen, hat unseren SachverstĂ€ndigenrat ĂŒberzeugt. Wir freuen uns, dass wir die ASF mit Mitteln aus unserem Innovationsfonds Klima- und Wasserschutz unterstĂŒtzen können“, so Mathias Nikolay, Vorstand der badenova.

Mit Blick auf die Anschaffung weiterer Abfallsammelfahrzeuge bis 2023 verwies Steffen Bilger, Parlamentarischer StaatssekretĂ€r beim Bundesministerium fĂŒr Verkehr und digitale Infrastruktur, auch auf die Ausrichtung des Bundes: "Bald werden in Freiburg 14 neue Abfallsammelfahrzeuge ihren Dienst versehen: leise und CO2-neutral. Das Bundesministerium fĂŒr Verkehr und digitale Infrastruktur unterstĂŒtzt das Projekt mit ĂŒber 8 Millionen Euro. Die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie ist eine wichtige Zukunftstechnologie fĂŒr den Wirtschafts- und MobilitĂ€tsstandort Deutschland. So haben wir es auch in der Nationalen Wasserstoffstrategie der Bundesregierung festgelegt. Im Verkehrsbereich ist Wasserstoff zur Erreichung der Klimaziele eine sinnvolle ErgĂ€nzung zu den leistungs- und reichweitenbeschrĂ€nkten Batteriefahrzeugen."
 
 

Buchtipps 
 
Buchtipp: Eric Childs und Jessica Childs
 
Buchtipp: Eric Childs und Jessica Childs "Kombucha!"
Der komplette Kombucha-Ratgeber mit allen wichtigen Hintergrundinformationen zu dem beliebten probiotischen Tee.

Kombucha wird schon lange von Therapeuten, Spitzensportlern, Yogis und anderen Gesundheitsexperten fĂŒr seine beeindruckenden gesundheitsfördernden KrĂ€fte gepriesen. Jetzt erobert er auch den Rest der Welt. Kombucha, ein fermentiertes GetrĂ€nk auf Teebasis, wirkt vitalisierend, heilend und entgiftend.

Eric und Jessica Childs, GrĂŒnder von Kombucha Brooklyn und erfahrene Kombucha-Experten, teilen in diesem umfassenden Ratgeber ihr wertvolles Wissen. Dabei gehen sie nicht nur auf den wissenschaftlichen und kulturellen Hintergrund des so gesunden wie schmackhaften GetrĂ€nks ein, sondern zeigen auch anhand von 50 leckeren Rezepten die kulinarische Seite von Kombucha - vom schmackhaften Kombucha-Brot ĂŒber Wraps und Superfood-Smoothies bis zu spritzigen Cocktails. Auch als VerjĂŒngungskur in selbst hergestellten Kosmetika kommt er zum Einsatz. Ein Buch, das inspiriert – man kann kaum warten, den ersten Kombucha selbst zu brauen und zu kosten.

Verlag Unimedica 2017, 216 Seiten, €
ISBN: 978-3-944125-41-1
 
 

Veranstaltungen 
 
 
Freiburg: MĂŒll in FlĂŒssen, BĂ€chen und Seen
Die Aktion „Ich mach GewĂ€sser frei!“ der Bachpaten soll helfen
Ab sofort gibt es Aktionsbeutel im Rathaus im StĂŒhlinger

Zu viel MĂŒll in stĂ€dtischen GewĂ€ssern: Von PlastiktĂŒten, aufgebrochenen Fahrradschlössern bis hin zu Gartenzwergen ist alles dabei. Das soll sich Ă€ndern. Die Bachpaten starten deshalb die Aktion #ichmachgewĂ€sserfrei. Dabei kann jeder Seen, FlĂŒsse und BĂ€che von Unrat befreien.

Wer mithelfen will, bekommt einen blauen Stoffbeutel mit Arbeitshandschuhen, Zangen und MĂŒllsĂ€cken, um handgreiflich zu werden. Zigarettenkippen lassen sich zum Beispiel in einem Glas mit Schraubdeckel gesondert sammeln.

Die Aktion bietet die Möglichkeit gut ausgerĂŒstet auf SpaziergĂ€ngen das Angenehme mit dem NĂŒtzlichen zu verbinden. So kann man die GewĂ€sser von MĂŒll befreien, die Ufer erkunden und auch mal die FĂŒĂŸe ins kĂŒhle Nass strecken.

Wer es zusĂ€tzlich kreativ mag, baut aus dem gefundenen Material ein „MĂŒllmonster“ und schickt ein Foto davon an die Bachpaten Freiburg. Als Dankeschön gibt es eine Becherlupe fĂŒr kleine Naturforscher und Naturforscherinnen. Im Anschluss sollte das Monster dann aber in den Aktions-MĂŒllsack.

Die Aktionsbeutel können telefonisch unter Tel. 0761-201-4456 oder per E-Mail an bachpaten@stadt.freiburg.de bei den Bachpaten Freiburg, Garten- und Tiefbauamt im Rathaus im StĂŒhlinger bestellt und nach Absprache dort abgeholt werden.
 
 


Verschiedenes 
 
 
900 blĂŒhende Baumbeete: 199 Baumscheiben sind noch frei
Abschlussfest am 16. Juli, 16 Uhr in der Ökostation Freiburg, Falkenbergstr. 21 B

OberbĂŒrgermeister Martin Horn hat zum Auftakt des JubilĂ€umsprojektes „900 Jahre Freiburg - 900 blĂŒhende Baumbeete“ im September 2019, gemeinsam mit dem Ersten BĂŒrgermeister Ulrich von Kirchbach, in der Gartenstraße Setzlinge gepflanzt, die die triste GrĂŒnflĂ€che um die StraßenbĂ€ume inzwischen zum BlĂŒhen gebracht haben.

Am Freitag, 16. Juli, findet nun im Garten der Ökostation das Abschlussfest des JubilĂ€umsprojektes statt. Dazu laden die beteiligten Kooperationspartner - die Freiburger BĂŒrgerstiftung, die Ökostation und das Team von „Freiburg packt an“ des Garten- und Tiefbauamtes – alle interessierten BĂŒrgerinnen und BĂŒrger ganz herzlich ein!

Stellvertretend fĂŒr fast 700 angemeldete Baumpat_innen werden einige besonders aktive Menschen von BĂŒrgermeister Martin Haag fĂŒr ihr bĂŒrgerschaftliches Engagement rund um die StraßenbĂ€ume geehrt. Die Stadt Freiburg bedankt sich außerdem bei der Initiatorin des Projekts, der Freiburger BĂŒrgerstiftung, und bei der Ökostation Freiburg fĂŒr die fachliche und praktische DurchfĂŒhrung, die die Stadt mit einer artenreichen und insektenfreundlichen Bepflanzung aufblĂŒhen lĂ€sst. Inzwischen haben Hunderte, von der badenova gespendete SamentĂŒtchen, die Artenvielfalt erheblich erhöht. Gerade in der Pandemiezeit, entwickelte sich die Aktion vorbildlich durch das Engagement vieler BĂŒrgerinnen und BĂŒrger vor der eigenen HaustĂŒr.

Aus 400 angemeldeten Baumscheiben 2019 wurden bis Juli 2021 ĂŒber 700 blĂŒhende Beete, die mit einem Schild gekennzeichnet werden. Die Zahl 900 kann immer noch erreicht werden. Einige neue Aktive konnten bei zwei InfostĂ€nden auf Freiburger MĂ€rkten im Mai fĂŒr das GrĂŒn um die BĂ€ume begeistert werden. Im Rahmen des Programms „Freiburg blĂŒht auf“, das auch nach Abschluss des JubilĂ€umsprojekts fortgefĂŒhrt wird, werden hoffentlich weitere folgen.

Weitere Infos zu den Baumpatenschaften erhalten Sie in beiliegendem Flyer oder auch beim Garten- und Tiefbauamt, „Freiburg packt an“, bei Monika Borodko-Schmidt, telefonisch erreichbar unter 0761 / 201-4712oder unter der E-Mail fpa@stadt.freiburg.de.

Weitere Infos zum StadtjubilÀum:
Der JubilÀumscontainer auf dem Platz der Alten Synagoge Montag bis Samstag von 12 bis 16 Uhr geöffnet. Dort erfÀhrt man alle Details zu den Veranstaltungen und kann auch wieder die Merchandising Produkte erwerben.

www.2020.freiburg.de.
facebook.com/2020.freiburg
instagram.com/2020_freiburg
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Veranstaltungen 
 
 
"Vom Wissen zum Handeln – wie sieht eine klimagerechte Bildung aus?"
Podiumsdiskussion

Eine Veranstaltung fĂŒr die Podiumsdiskussions-Reihe „Klimawahl 2021“ im Rahmen der Bundestagswahl 2021.

In der kommenden Legislaturperiode werden uns die zukĂŒnftigen Bundestagsabgeordneten in einer klimapolitisch hochbrisanten Zeit vertreten. Deshalb laden ĂŒber 20 Freiburger Initiativen zur Podiumsdiskussion der Reihe „Klimawahl 2021“ mit Kandidierenden der Parteien BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen, Die Linke, FDP, SPD und CDU (angefragt) aus dem Wahlkreis Freiburg ein.Die 3. Veranstaltung der Diskussionsreihe steht unter dem Thema „Vom Wissen zum Handeln – wie sieht eine klimagerechte Bildung aus?“ und findet am Dienstag, den 20.07 von 19 bis 20:30 Uhr im online Format bei Zoom statt.Die Kandidierenden werden sich dort den Diskussionen einer zunehmend klimapolitisch sensibilisierten Öffentlichkeit im Wahlkreis Freiburg vorstellen, Fragen beantworten und mit den Vertreter*innen der anderen Parteien sowie den BĂŒrger*innen des Wahlkreises diskutieren.

Die Veranstaltenden sind: fesa e.V., KlimabĂŒndnis Freiburg, BUNDjugend, BUND Ortsgruppe Freiburg, OMAS GEGEN RECHTS, Parents for Future, CO2Abgabe e.V., KlimaaktionsbĂŒndnis Freiburg e.V., GWÖ-Regionalgruppe Freiburg, Solare Zukunft e.V., Extinction Rebellion Freiburg, Initiative Statt Tunnel, Forum Dreisamufer, Fuß- und Rad Entscheid Freiburg, Eine Welt Forum e.V., Ökostation, VCD Regionalverband SĂŒdbaden und die Freiburger BĂŒrgerstiftung. Die Veranstaltungsreihe wird gefördert von EWS ElektrizitĂ€tswerke Schönau.

Anmeldungen erfolgen unter: https://waehlbar2021.de/klimawahl2021-freiburg/

Der fesa e.V.
Der fesa e.V. ist ein gemeinnĂŒtziger Verein, der sich seit 1993 erfolgreich fĂŒr den Ausbau der Erneuerbaren Energien, fĂŒr Energieeffizienz und fĂŒr die Energiewende in der Region Freiburg engagiert. Mit seiner Arbeit sensibilisiert er die BĂŒrger fĂŒr diese Themen, schlĂ€gt mit innovativen Projekten neue Wege ein und schafft ĂŒber sein Netzwerk wichtige Kontakte zu Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und VerbĂ€nden.
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Verschiedenes 
 
 
Sanieren und KlimaschĂŒtzen wird attraktiver
Bund macht Förderung fĂŒr energieeffiziente GebĂ€ude einfacher
Hohe ZuschĂŒsse und qualifizierte Energieberatungen

Zum 1. Juli hat der Bund mit der Bundesförderung fĂŒr effiziente GebĂ€ude die energetische GebĂ€udesanierung neu aufgesetzt. Dabei wird der Prozess der Antragstellung deutlich vereinfacht. Zudem gibt es ab sofort höhere ZuschĂŒsse. Mittlerweile sind die Angebote alle „unter einem Dach“ und aufeinander angepasst. Alle Angebote im GebĂ€udebereich stehen als Kredit oder Zuschuss zur VerfĂŒgung.

Das Freiburger Förderprogramm „Klimafreundlich Wohnen“ bezieht sich weiterhin in vollem Umfang auf die Bundesförderung und kann mit ihr kumuliert werden. Es bezuschusst die DĂ€mmung der GebĂ€udehĂŒlle, die Umstellung auf eine erneuerbare Heizung und die Stromerzeugung mit einer Photovoltaikanlage. Wer die stĂ€dtische und die Bundesförderung kombiniert, kann je nach SanierungsgĂŒte bis zu 60 Prozent Förderquote erzielen; nur 40 Prozent der Sanierungskosten mĂŒssen dann noch selbst finanziert werden. Es lohnt also, das eigene GebĂ€ude einer qualifizierten Energieberatung zu unterziehen und einen individuellen Sanierungsfahrplan erstellen zu lassen.

Alle Freiburgerinnen und Freiburger können im Rahmen des Förderprogramms „Klimafreundlich Wohnen“ eine kostenlose Energieberatung in Anspruch nehmen und danach ĂŒber die kostenlose Fördermittelberatungs-Hotline der Energieagentur Regio Freiburg unter Tel. 0761/79177-17 Informationen einholen.

Das Förderprogramm „Klimafreundlich Wohnen“ steht mit allen Antragsunterlagen auf www.freiburg.de/foerderprogramm-klimafreundlich-wohnen. Es kann online ausgefĂŒllt werden.
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Verschiedenes 
 
Frelo: Jetzt auch in Merzhausen
Frelo in Merzhausen / Foto: VAG
 
Frelo: Jetzt auch in Merzhausen
Seit Anfang Juli gibt es das Fahrradverleihsystem Frelo auch in Merzhausen. Die Station an der Dorfstraße beim Forum Merzhausen soll das bestehende MobilitĂ€tsangebot nachhaltig ergĂ€nzen und auch einen Anschluss an die Stadtbahn der Freiburger Verkehres AG (VAG) mittels Frelo ermöglichen. Deshalb wird gleichzeitig mit der Probestation in Merzhausen eine weitere Probestation am Paula-Modersohn-Platz in unmittelbarer NĂ€he zur gleichnamigen Stadtbahnhaltestelle eingerichtet. Beide Ausleihpunkte haben Platz fĂŒr jeweils fĂŒnf RĂ€der.

„Die Gemeinde Merzhausen freut sich, in den Testbetrieb gehen zu können und hofft auf eine gute Nachfrage, die dann eine dauerhafte Einrichtung rechtfertigen wĂŒrde. Dazu passt auch der Beginn der Aktion Stadtradeln am 8. Juli 2021,“ sagt Merzhausens BĂŒrgermeister Dr. Christian Ante. „Nach drei Monaten werden wir einen Strich ziehen und ĂŒberprĂŒfen, ob die LeihrĂ€der so angenommen worden sind, wie wir uns das erhoffen.“ Wenn dies der Fall ist, wird aus der provisorischen eine regulĂ€re Station werden.

Das neue Angebot der Frelos steht in einer Reihe von Maßnahmen, die die Gemeinde Merzhausen in den vergangenen Jahren umgesetzt hat mit dem Ziel der Senkung des CO2-Ausstoßes, der Verbesserung der Umwelt und damit ganz generell als Beitrag zur Gesundheitsförderung: Vor gut einem Jahr wurde eine öffentliche E-LadesĂ€ule eingerichtet, weitere SĂ€ulen sind derzeit im GesprĂ€ch. Außerdem gibt es das Angebot eines BĂŒrgerbusses. Mehrere Car-Sharing-Angebote sind ĂŒber das Gemeindegebiet verteilt. Zudem finanziert die Gemeinde mit rund 30.000 Euro eine Taktverdichtung auf der SBG Linie 7208 und den Nachtbus.

VAG Vorstand Oliver Benz empfindet das neue Angebot als perfekte ErgĂ€nzung fĂŒr das bestehende Frelo-Netz: “MobilitĂ€t macht nicht an Gemeindegrenzen halt. Und das gilt in besonderem Maße dann, wenn die beiden Gemeinden nahezu nahtlos ineinander ĂŒbergehen.“ Und sein Vorstandkollege Stephan Bartosch ist sich sicher: „Alles spricht dafĂŒr, dass Frelo auch in Merzhausen ein großer Erfolg werden wird. Zumal es mit jeder neuen Station immer noch ein StĂŒckchen attraktiver wird.“

Die neue Station ist in den Apps VAG mobil, Fahrplan+ sowie nextbike und auf der Webseite von VAG und nextbike sichtbar.

zum Bild oben:
von links: VAG Vorstand Oliver Benz, BĂŒrgermeister Dr. Christian Ante (Merzhausen), Hauptamtsleiterin Verena Haas, VAG Vorstand Stephan Bartosch.
Quelle: VAG
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Verschiedenes 
 
 
Frelo-Freifahrt fĂŒr Stadtradeln nutzen!
Im Rahmen von „Stadtradeln“ kann man am Samstag, den 10. Juli, die Frelos in Freiburg von Null Uhr bis Mitternacht kostenlos nutzen. Man benötigt dazu keinen Gutschein-Code, die Fahrten werden einfach nicht berechnet. Einzige Voraussetzung: Nutzerinnen und Nutzer mĂŒssen sich kostenlos in der VAGmobil App bei Frelo registrieren.

Wie bei jeder Fahrt mit einem privaten Fahrrad können auch mit dem Frelo zurĂŒckgelegte Kilometer fĂŒr das Stadtradeln gesammelt werden.

Möglich auch, dass durch die Aktion der neue Rekordmonat direkt noch einmal ĂŒbertroffen wird: Im vergangenen Juni wurden rund 40.700 Fahrten mit Frelos unternommen, so viele wie niemals zuvor!
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Verschiedenes 
 
 
Freiburg ist Pilot-Kommune: 225.000 Euro Förderung vom Land
Neuer KlimamobilitĂ€tsplan soll Grundlagen fĂŒr mehr Klimaschutz im Verkehr liefern

Ausbau von Radwegen und Stadtbahnen, Auto-freie Zonen, City-Maut oder mehr Sharing Angebote: Was bringt‘s? Um herauszufinden, welche Maßnahmen wieviel CO2 einsparen, erhĂ€lt Freiburg eine finanzielle Förderung ĂŒber 225.000 Euro vom Land. Die Stadt ist eine von fĂŒnf Pilot-Kommunen und hat damit die Aufgabe einen KlimamobilitĂ€tsplan zu erarbeiten. Solche PlĂ€ne sind ein neues Instrument im Klimaschutzgesetz des Landes Baden-WĂŒrttemberg, das der Landtag im Oktober 2020 eschlossen hat.

Mit dem Plan soll klar werden, wie man die CO2-Emissionen möglichst schnell reduzieren kann. ZunÀchst geht es um die Zeit bis 2030. Die Planer und Planerinnen berechnen dabei verschiedene Verkehrsmodelle.

Sie gehen der Frage nach, was in Zukunft möglich sein kann und berechnen dann, welche Verkehrsmodelle den grĂ¶ĂŸten Nutzen bringen. Maßnahmen, die besonders wirksam sind, bekommen anschließend höhere FördersĂ€tze vom Land - den sogenannten „Klimabonus“. Am Schluss steht in dem Plan, welche Schritte die Stadt bis 2030 umsetzten will.

Möglich sind dabei Maßnahmen zur Förderung des Umweltverbunds. Neben dem Ausbau von Stadtbahn, E-Ladeinfrastruktur und dem Bau von Rad-Vorrang-Routen und Radschnellwegen sind beispielsweise auch verbesserte Sharing-Angebote denkbar. Es gibt jedoch auch restriktive Maßnahmen, um den Auto-Verkehr zu reduzieren. Beispiele hier sind stadtweites Tempo 30, die verstĂ€rkte Parkraumbewirtschaftung und umweltfreundliche MobilitĂ€tskonzepte bei neuen Wohnbauprojekten. Die Planer und Planerinnen untersuchen auch visionĂ€re VorschlĂ€ge wie City Maut oder „Zero-Emission-Zones“. Das sind Bereiche in der Stadt, in die nur Fahrzeuge fahren dĂŒrfen, die keine Emissionen ausstoßen.

Die ersten Schritte werden nach der Sommerpause starten. Begleitend wird es eine Öffentlichkeitsbeteiligung geben. Ende 2022 soll der Gemeinderat dann ĂŒber den Plan entscheiden.

Bis 2050 will Freiburg klimaneutral sein. Insgesamt lagen die Freiburger CO2-Emissionen pro Kopf im Jahr 2018 37 Prozent niedriger als 1992. Beim Verkehr haben sich die CO2-Emissionen aber noch nicht so stark reduziert wie in anderen Bereichen. Das hat zur Folge, dass der Anteil des Verkehrs an den Emissionen in Freiburg in den letzten Jahren von rund 20 Prozent im Jahr 2000 auf 28 Prozent im Jahr 2018 gestiegen ist. Deshalb rĂŒckt die Stadt den Verkehr nun deutlich mehr in den Fokus.

BĂŒrgermeister Martin Haag betont, dass die Stadt mit dem KlimamobilitĂ€tsplan in der Lage ist, innovative Konzepte zu erarbeiten und danach von hohen Fördermitteln zu profitieren. „Damit werden viele klimafreundliche Infrastruktur-Maßnahmen erst möglich. Das passt gut zum Ausbau der Stadtbahn und auch zu dem aktuell laufenden Investitionsprogramm beim Fuß- und Radverkehr, das bundesweit seines Gleichen sucht“.

Insgesamt kostet das Projekt 280.000 Euro. 20 Prozent der Kosten trÀgt die Stadtverwaltung selbst.
 
 

Verschiedenes 
 
 
Freiburg: Maßnahmenpaket fĂŒr Sicherheit und AttraktivitĂ€t
Das seit Jahrzehnten grĂ¶ĂŸte Paket an Fuß- und Radwegmaßnahmen wird jetzt umgesetzt

Insgesamt 16 Millionen Euro werden in den nÀchsten zwei Jahren in Sicherheit und AttraktivitÀt investiert

OB Horn: „Mit der Rekordsumme von 16 Millionen Euro werden wir umfangreich und nachhaltig in den Fuß- und Radverkehr investieren. Es ist das grĂ¶ĂŸte Programm in diesem Bereich, das es jemals in Freiburg gegeben hat. Damit haben wir viele Möglichkeiten attraktiv, zukunftsorientiert und verkehrssicher in den Fuß- und Radverkehr in unserer Stadt zu investieren“

BM Haag: „Es ist ein Investitionsprogramm, das bundesweit seines Gleichen sucht. Wir profitieren hier auch von hohen Fördermitteln, die diese klimafreundliche Infrastruktur-Maßnahme möglich machen. Die Projekte steigern die AttraktivitĂ€t und Sicherheit des Fuß- und Radverkehrs in Freiburg spĂŒrbar und nachhaltig“

Das seit Jahrzehnten grĂ¶ĂŸte Paket an Fuß- und Radmaßnahmen wird jetzt umgesetzt. DafĂŒr werden insgesamt 16 Millionen Euro in den zwei Jahren in die Sicherheit und die AttraktivitĂ€t auf Freiburgs Straßen investiert. Zudem werden die Fördermöglichkeiten von Land und Bund ausgeschöpft.

OberbĂŒrgermeister Martin Horn betont: „Mit der Rekordsumme von 16 Millionen Euro werden wir umfangreich und nachhaltig in den Fuß- und Radverkehr investieren. Es ist das grĂ¶ĂŸte Programm in diesem Bereich, das es jemals in Freiburg gegeben hat. Damit haben wir viele Möglichkeiten attraktiv, zukunftsorientiert und verkehrssicher in den besten Fuß- und Radverkehr in unserer Stadt zu investieren“.

BaubĂŒrgermeister Martin Haag: „Es ist ein Investitionsprogramm, das bundesweit seines Gleichen sucht. Wir profitieren hier auch von hohen Fördermitteln, die diese klimafreundliche Infrastruktur-Maßnahme möglich machen. Die Projekte steigern die AttraktivitĂ€t und Sicherheit des Fuß- und Radverkehrs in Freiburg spĂŒrbar und nachhaltig. So wird ein wichtiger Beitrag dazu geleistet, den CO2-Ausstoß im Stadtverkehr zu senken. Und es ist weder das erste, noch das letzte Projekt, das wir in dem Bereich auf die Beine stellen. Auch fĂŒr 2023 und darĂŒber hinaus haben wir Projekte in der Pipeline, um unsere Stadt weiter in Richtung Verkehr der Zukunft umzubauen.“

Damit unterstreicht Freiburg weiterhin seinen Anspruch als Fahrradstadt: Nachdem bereits in den vergangen Jahren viel Geld in Radverkehrsmaßnahmen investiert worden ist, soll nun nochmal eine große Schippe darauf gelegt werden. Bis Ende 2022 sollen insgesamt ĂŒber 16 Millionen Euro in die Hand genommen werden, um durch den Aus- und Umbau von vielen Freiburger Straßen den Fuß- und Radverkehr in der Stadt weiter zu stĂ€rken. Es ist damit das grĂ¶ĂŸte Programm in diesem Bereich, das es jemals in Freiburg gegeben hat und eines der grĂ¶ĂŸten, welches aktuell in Deutschland von einer Stadt auf die Beine gestellt wird. Breitere und neue Radwege, sichere Kreuzungen, bessere Beleuchtung, RĂŒckbau von Auto-FlĂ€chen – so soll die so genannte Verkehrswende konkret werden.

Stadt und Gemeinderat setzen damit ein Zeichen fĂŒr eine nachhaltige Verkehrspolitik, denn klimafreundliche MobilitĂ€t ist einer der Schwerpunkte des stĂ€dtischen Haushalts. Trotz knapper Kassen wird hier im großen Stil zur Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden investiert. Dabei profitiert Freiburg auch von den aktuell guten Förderbedingungen von Bund und Land.

Inhaltlich wurde das Programm von den Expertinnen und Experten des Garten- und Tiefbauamtes (GuT) ausgearbeitet – dabei flossen auch Hinweise und VorschlĂ€ge von Freiburgerinnen und Freiburgern ein, sowie Impulse von Fridays for Future oder vom Fuß- und Radentscheid.

Mit vielen großen und kleinen Maßnahmen soll vor allem die Sicherheit fĂŒr Radfahrende und zu Fuß Gehende erhöht und der Komfort verbessert werden. Außerdem geht es darum, in dem mehr als 470 Kilometer langen Freiburger Radnetz LĂŒcken zu schließen und die KapazitĂ€t der Anlagen dem wachsenden Radverkehr entsprechend zu erhöhen. Über 20 Projekte im ganzen Stadtgebiet sollen in den kommenden 18 Monaten weitestgehend umgesetzt werden.

Ein paar Beispiele aus dem umfangreichen Programm:

- Auf dem Greifeneggring wird der Straßenraum neu verteilt. Radfahrer, die bisher an den Rand gedrĂ€ngt waren, bekommen deutlich mehr Platz auf Kosten der FlĂ€che fĂŒr Autos.

- Auf Höhe der Uniklinik wird auf der Vorrang-Route FR2 eine LĂŒcke geschlossen, das KlinikgelĂ€nde vom Radverkehr entlastet und eine wichtige Rad-Verbindung damit gestĂ€rkt.

- Die Vorrangroute FR3 vor dem Hauptfriedhof wird aufwĂ€ndig umgebaut und damit die FlĂ€chen fĂŒr FußgĂ€nger und Radfahrer breiter und sicherer. Auch die Barrierefreiheit wird verbessert.

- Auch in der Breisacher Straße wird dem Radverkehr mehr Raum gegeben. Hier wird eine Spur dem Autoverkehr genommen und ein breiter Radfahrstreifen angelegt.

- BĂŒrgerinnen und BĂŒrger können sich in Zukunft an das GuT wenden, wenn Wurzeln die Radwege heben. Das Amt kĂŒmmert sich dann darum, dass die Fahrbahn wieder eben wird und der Baum am Leben bleibt.

Weitere Maßnahmen und mehr Infos, die laufend aktualisiert werden, finden sich auf einer stĂ€dtischen Homepage ...
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Veranstaltungen 
 
Garten HerrenmĂŒhle Bleichheim im Juli
Foto: Veranstalter
 
Garten HerrenmĂŒhle Bleichheim im Juli
Mit viel Wasser versorgt, zeigt sich der Garten in sommerlicher FĂŒlle. Im Schatten dominieren Farne und Funkien mit Hortensien, in den sonnigen Beeten geben sich Prachtkerzen und andere SommerblĂŒher ein Stelldichein. KĂŒbelpflanzen und etliche Salbeiarten hingegen versetzen den romantischen Garten in eine mediterrane Stimmung. Eintritt wird erhoben. Hansjörg Haas steht fĂŒr Gartenfragen zur VerfĂŒgung. Die Besucher sind angehalten, die Corona-Hygienevorschriften einzuhalten. Eventuell können Wartezeiten entstehen. Öffnungszeiten im Juli: Sonntag, 11. Juli von 13 bis 18 Uhr, Freitag 9. und 23. Juli von 15 bis 18 Uhr.

Adresse: Hansjörg Haas, Schloßplatz 2, 79336 Herbolzheim-Bleichheim, haas.dergarten@t-online.de, Tel. 07643-40137
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Mehr Schritte Richtung MehrwegbehÀlter zum Mitnehmen notwendig
vzbv-Vorstand Klaus MĂŒller zum EU-Verbot von Einwegkunststoffprodukten

Klaus MĂŒller, vzbv-Vorstand, kommentiert die Umsetzung der EU-Richtlinie aus dem Jahr 2019 zum Verbot von Einwegkunststoffprodukten:

„Mit den Verboten einzelner Einwegkunststoffprodukte geht die Bundesregierung einen wichtigen Schritt Richtung nachhaltige Konsumgesellschaft. Weniger Kunststoff landet in der Umwelt und das ist gut so. Die Maßnahmen stoßen auf breite Zustimmung bei Verbraucherinnen und Verbrauchern. Doch die Bundesregierung hat die Chance verpasst diesen RĂŒckenwind zu nutzen, um schneller mehr MehrwegbehĂ€lter gegen Einweg-to-go-Produkte durchzusetzen. Das ist Ă€rgerlich.

Die Verbote lenken nur begrenzt, wĂ€hrend der Berg an VerpackungsmĂŒll weiterwĂ€chst, wie eine aktuelle Anbieterbefragung der Verbraucherzentralen zeigt. Gefragt nach der Umsetzung des Verbotes von Wegwerfprodukten, weichen in 10 von 13 FĂ€llen die Anbieter auf Verpackungsmaterialien aus, die auch die Umwelt belasten und sogar gesundheitliche Risiken fĂŒr Verbraucher mit sich bringen können. Von den 26 befragten Anbietern stellen nur zwei in ihren Filialen neben Trinkbechern auch andere MehrwegbehĂ€ltnisse bereit. Da geht noch mehr.

Nur ein Systemwechsel weg von Einweg- hin zu Mehrwegverpackungen lĂ€sst die VerpackungsmĂŒllberge von derzeit 19 Millionen Tonnen jĂ€hrlich schrumpfen. Das muss ein erklĂ€rtes Ziel der nĂ€chsten Bundesregierung sein, denn Verbraucher wollen weniger VerpackungsmĂŒll beim Einkaufen und beim unterwegs Konsumieren erzeugen.“
 
 

Verschiedenes 
 
 
Starkes Signal fĂŒr gesĂŒndere und nachhaltigere ErnĂ€hrung
Statement von vzbv-Vorstand Klaus MĂŒller zu den Empfehlungen der Zukunftskommission Landwirtschaft

Die von der Bundesregierung eingesetzte Zukunftskommission Landwirtschaft hat ihre Empfehlungen fĂŒr ein nachhaltiges Landwirtschafts- und ErnĂ€hrungssystem vorgestellt. Klaus MĂŒller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), kommentiert:

„Die Ergebnisse der Zukunftskommission Landwirtschaft sind ein starkes Signal an die Politik. Erstmals haben sich Vertreterinnen und Vertreter aus Landwirtschaft, Agrar- und Lebensmittelwirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft auf wirksame Instrumente fĂŒr ein nachhaltiges und gesundes ErnĂ€hrungssystem geeinigt. Die Einigung erfolgte einstimmig. Das ist ein Meilenstein.

Die nĂ€chste Bundesregierung muss die Empfehlungen mit hoher PrioritĂ€t umsetzen und dabei nicht nur die Landwirtschaft im Blick haben, sondern auch Verbraucherinnen und Verbraucher ĂŒberzeugen. Eine zukunftsfĂ€hige Landwirtschaft wird es nur mit ihrer Akzeptanz und UnterstĂŒtzung geben.

Ein Teil der Lebensmittel wird durch höhere Anforderungen an Tierwohl und Nachhaltigkeit teurer werden. Aber das ist eine gute Investition. Ein „Weiter So“ kostet uns Milliarden und fĂŒhrt zu irreparablen SchĂ€den fĂŒr Umwelt, Klima und Gesundheit.

Wichtig ist, dass alle Verbraucher die Chance haben mĂŒssen, eine gesunde und nachhaltige ErnĂ€hrung zu bezahlen. Die nĂ€chste Bundesregierung muss deshalb mögliche Preissteigerungen finanziell und sozialpolitisch abfedern, gemeinsam mit den BundeslĂ€ndern eine kostenlose und gesunde Schul- und Kitaverpflegung sicherstellen sowie die Mehrwertsteuer fĂŒr Obst und GemĂŒse absenken.

Damit höhere Nachhaltigkeitsanforderungen und höhere Preise nachvollziehbar sind, muss sich die Bundesregierung - wie von der ZKL empfohlen – dringend fĂŒr die verbindliche Kennzeichnung von Tierwohl, Herkunft und Nachhaltigkeit ebenso wie fĂŒr einen verbindlichen Nutri-Score auf EU-Ebene einsetzen.“
 
 

Verschiedenes 
 
Projekt „Wilde Weiden“
Wilde Weide Bahlingen / Foto: pr
 
Projekt „Wilde Weiden“
Beweidungsprojekt in Bahlingen schafft hochwertigen Lebensraum fĂŒr geschĂŒtzte Tier- und Pflanzenarten
Das Projekt sichert der Stadt Freiburg die Entwicklung des neuen Stadtteils Dietenbach

Im vergangenen Jahr haben die Gemeinde Bahlingen am Kaiserstuhl und die Stadt Freiburg die Kooperation „Wilde Weiden Bahlingen“ abgeschlossen. Dabei geht es um die ökologische Aufwertung eines 52 ha großen GelĂ€ndes im Osten Bahlingens. Auf einer rund 44 ha großen FlĂ€che, die bislang als GrĂŒn- und Ackerland genutzt wurde, werden nun ganzjĂ€hrig robuste Weidetiere gehalten. Bereits Anfang MĂ€rz wurde eine aus Frankreich stammende Rinderrasse (Aubrac-Rinder) auf die GrĂŒnflĂ€chen gelassen, ab Herbst kommen Pferde dazu – spĂ€ter noch WasserbĂŒffel. Durch die extensive ganzjĂ€hrige Beweidung wird strukturarmes Acker- und GrĂŒnland zu einer lebensraum- und artenreichen WeideflĂ€che mit verschiedenen Gehölzinseln
aufgewertet.

Auch das vorhandene, aber brachliegende historische System zur WiesenwĂ€sserung, wird in einer geĂ€nderten Form wieder aktiviert, so dass auch wieder LebensrĂ€ume in und an den GewĂ€sserlĂ€ufen entstehen können. In einigen Bereichen der WeideflĂ€chen werden zudem zusĂ€tzliche feuchte Mulden fĂŒr Vögel, Amphibien und andere Tiere angelegt. Dieses Mosaik an verschiedenen Biotopen bietet Lebensraum fĂŒr viele Tiere und Pflanzen.

Die Weidetiere werden von einem Landwirt aus Bahlingen betreut, der die Tiere und WeideflĂ€chen tĂ€glich kontrolliert. Durch die Einrichtung der Wilden Weide entstehen auf der FlĂ€che auch neue BrutstĂ€tten und NahrungsflĂ€chen fĂŒr geschĂŒtzte Vogelarten, die vom Bau des neuen Stadtteils Dietenbach betroffen sind. Dazu gehören Baumfalke, Feldlerche, MĂ€usebussard, Neuntöter, Schwarzmilan und Weißstorch.

FĂŒr den neuen Freiburger Stadtteil Dietenbach werden bis zum Abschluss der stĂ€dtebaulichen Entwicklungsmaßnahme voraussichtlich bis zu ca. 70 ha Offenland fĂŒr Kompensationsmaßnahmen benötigt, die den baurechtlichen und auch den artenschutzrechtlichen Ausgleich abdecken. Mit dem Projekt Wilde Weiden wird ein großer Teil des Gesamtbedarfs bei beiden Ausgleichsanforderungen fĂŒr den neuen Stadtteil Dietenbach umgesetzt. Die Stadt Freiburg kauft der Gemeinde Bahlingen 3,2 Mio Ökopunkte sowie den artenschutzrechtlichen Ausgleich fĂŒr die sechs oben genannten Vogelarten ab. DarĂŒber hinaus trĂ€gt die Stadt Freiburg einen Kostenanteil an der dauerhaften Unterhaltung der FlĂ€chen.

BĂŒrgermeister Harald Lotis: „Diese Kooperation ist fĂŒr Bahlingen und Freiburg enorm wichtig. Damit können wir in Bahlingen ĂŒber AusgleichsflĂ€chen fĂŒr unsere eigene bauliche Entwicklung verfĂŒgen, erhalten Geld fĂŒr die Erweiterung unseres Kindergartens und schaffen eine hochwertige ökologische, landwirtschaftlich genutzte FlĂ€che fĂŒr mehr BiodiversitĂ€t. Und es gibt nach kurzer Zeit auch schon den ersten Hinweis auf Erfolg: ein seltenes Vogelpaar hat die FlĂ€che bereits angenommen und brĂŒtet. Das zeigt, dass man nachhaltige Landwirtschaft und Artenschutz miteinander verbinden kann.“

BaubĂŒrgermeister Martin Haag ergĂ€nzt: „Dieses Projekt leistet einen ganz entscheidenden Beitrag zur Realisierung des neuen Freiburger Stadtteils Dietenbach. Wir sind BĂŒrgermeister Lotis außerordentlich dankbar, dass er mit dieser Idee auf uns zugekommen ist. Diese Zusammenarbeit ist mit der Kombination von bau- und artenschutzrechtlichem Ausgleich ein Meilenstein in der regionalen Kooperation. Sie zeigt auch, dass es möglich und fachlich sinnvoll ist, artenschutzrechtlichen Ausgleich fĂŒr Vogelarten im rĂ€umlichen Zusammenhang zum Eingriff in der Region umzusetzen. Der Mehrwert ist fĂŒr beide Partner und die Region groß. Dem Landratsamt Emmendingen danke ich fĂŒr die Entwicklung und Förderung dieser positiven Idee.“

Hanno Hurth, Landrat des Landkreises Emmendingen, lobt die Zusammenarbeit zwischen Freiburg und Bahlingen und sieht sie als richtungsweisend an: „Es ist ein gutes Signal in die Region, dass im Rahmen von Kooperationen ein Mehrwert fĂŒr alle Beteiligten geschaffen werden kann. Die FlĂ€che wurde mit viel Bedacht ausgesucht - sie ist ideal im Zuschnitt, da auch die Situation der Landwirte grĂ¶ĂŸtmöglich berĂŒcksichtigt wurde. Ich danke den Mitarbeitenden im Landratsamt und allen Beteiligten fĂŒr die konstruktive Zusammenarbeit bei diesem zukunftsweisenden Projekt.“

Das Projekt wird wissenschaftlich durch die UniversitĂ€t Freiburg begleitet. Dabei wird der Einfluss der Weidetiere im Hinblick auf ihren Nutzen fĂŒr BiodiversitĂ€t und Ökosystemleistung dokumentiert
 
 

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Klimawahl2021
Breites BĂŒndnis aus Klima- und Umweltorganisationen ruft zur Diskussion mit den Bundestagskandidierenden auf: Start am Mo, 5.7. um 19 Uhr

Freiburger Initiativen machen in diesem Sommer den Klimawandel sowie die globale Umweltkrise und deren Folgen zum zentralen Wahlkampfthema in Freiburg: Über die kommenden Monate verteilt finden in der Stadt fĂŒnf Diskussionsrunden zu verschiedenen Themen statt, die alle in Verbindung zum Klimawandel und den daraus resultierenden Handlungsnotwendigkeiten stehen. Koordiniert wird das Projekt vom fesa e.V. und der Initiative #wĂ€hlbar2021. Die erste dieser Veranstaltungen findet bereits am Montag, den 5.7. um 19 Uhr in digitaler Form statt und hat das Motto: „Klimagerechtigkeit: die Justiz hat gesprochen, was macht die Politik?“. Inhaltliche UnterstĂŒtzung liefert außerdem Ehrengast Prof. Dr. Dr. Felix Ekardt, LL.M., M.A., Jurist, Philosoph und Soziologe, u.a. GrĂŒnder und Leiter der Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimapolitik in Leipzig und Berlin und Initiator der Klimaklage vor dem
Bundesverfassungsgericht.

„Die Bundestagswahl in diesem Jahr ist eine ganz entscheidende fĂŒr die Gestaltung unserer Zukunft“, sagt Leon Janas von der BUNDjugend Freiburg, einer Organisation, welche sich an dem BĂŒndnis beteiligt. „In den letzten Jahrzenten gab es kaum eine Wahl, die so richtungsweisend war wie die kommende. Wir sehen in dieser Wahl eine letzte Chance, dass Deutschland endlich anfĂ€ngt eine ernsthafte Klimapolitik zu betreiben, bevor es zu spĂ€t ist, und irreversible Kipppunkte in den KreislĂ€ufen unseres Planeten erreicht werden, deren Folgen wir nicht kontrollieren können.“, so Janas. „Deshalb mĂŒssen wir mit den Kandidierenden des Wahlkreis Freiburg ins GesprĂ€ch kommen, um ihnen die Dringlichkeit dieser Themen vor Augen zu fĂŒhren und um mit ihnen ĂŒber konkrete Maßnahmen zu diskutieren. NatĂŒrlich ist das Thema viel zu groß, um es nur auf lokaler Ebene anzugehen, es braucht internationale und verbindliche Regeln, aber Klima- und Umweltschutz muss ĂŒberall in der Politik eine zentrale Rolle spielen“, ergĂ€nzt Virginia Sonntag-O`Brien vom Verein CO2-Abgabe e.V.

„Die Folgen des Klimawandels, die auch wir in Deutschland schon in den letzten Hitzesommern gespĂŒrt haben, sind global sehr ungleich verteilt, ebenso sind die LĂ€nder der Welt in ganz unterschiedlichem Maße verantwortlich dafĂŒr. Auch sind kommende Generationen vor allem die leidtragenden, ebenso wie sozial schwĂ€cher gestellte Menschen. Diese Ungerechtigkeiten gilt es auszugleichen, und ĂŒber diese Herausforderungen wollen wir mit den Kandidierenden sprechen“, so Jonas Bauschert vom Eine-Welt-Forum Freiburg.

Am 15. September soll die letzte Veranstaltung der Podiumsreihe, bei der sich alles um das Thema „MobilitĂ€t“ drehen wird, als krönender Abschluss im Schlossbergsaal als PrĂ€senzveranstaltung stattfinden.

Anmeldung erforderlich unter: https://waehlbar2021.de/klimawahl2021-freiburg/

Weitere Termine sind: Dienstag, 13.7. (online), Dienstag, 20.7. (online), Dienstag, 7.9. (online) sowie Mittwoch, der 15.9. (PrÀsenz) im Schlossbergsaal.
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Bewerbung fĂŒr das MobilSiegel noch bis zum 15.07. möglich
Die VAG vergibt im Namen der Stadt Freiburg gemeinsam mit den Landkreisen Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald seit diesem Jahr das MobilSiegel. Das MobilSiegel zeichnet Unternehmen aus, die Maßnahmen ergreifen, um die MobilitĂ€t ihrer Mitarbeitenden klimavertrĂ€glich zu gestalten. Dieses neue Siegel knĂŒpft an die Arbeit der „AG Umweltfreundlich zum Betrieb“ an, von der das bisherigen Öko-Verkehrs-Siegels verliehen wurde, die aber aus personellen GrĂŒnden die Vergabe nicht weiterfĂŒhren konnte.

Mittlerweile haben sich bereits Unternehmen verschiedenster Branchen fĂŒr das MobilSiegel beworben. FĂŒr eine Auszeichnung in diesem Jahr, können sich Unternehmen noch bis zum 15. Juli bewerben.

Relevant fĂŒr eine Auszeichnung sind dabei verschiedenste Maßnahmen, um die klimafreundliche MobilitĂ€t attraktiv und leicht nutzbar zu machen. Das kann ein aktueller Aushangfahrplan sein oder die Teilnahme an Kampagnen wie dem Stadtradeln. Aber auch die Möglichkeit mobil zu arbeiten und so Verkehr gĂ€nzlich zu vermeiden werden berĂŒcksichtigt. Daneben zĂ€hlen Unternehmensziele zur Reduktion verkehrsbedingter CO2-Emmissionen genauso in eine Bewertung mit rein wie sichere Radabstellanlagen oder FahrrĂ€der als Teil der Fuhrparkflotte.

Neben dem Ansporn, umweltvertrĂ€gliche MobilitĂ€t zu fördern, soll das MobilSiegel alle SiegeltrĂ€ger-Unternehmen bei diesem Thema zusammenbringen. Das MobilSiegel hilft dabei Zugang zu einem großen Netzwerk von Unternehmen in der Region zu erhalten und von deren Erfahrungen zu profitieren und sich selbst auch einzubringen.

Die erste Vergabefeier fĂŒr das Siegel findet im September statt. Interessierte Unternehmen können sich noch bis zum 15.07.2021 bewerben.
Das MobilSiegel soll dazu beitragen, klimafreundliche MobilitÀt zu fördern und die Verkehrsbelastungen zu verringern.
Bewerbungsadresse:

Bewerbungen fĂŒr die erste Auszeichnungsrunde mit Vergabefeier im September können noch bis zum 15. Juli geschickt werden an: mobilberatung@vagfr.de
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NABU: EU-Einwegplastikverbot greift zu kurz
Miller: Deutschland braucht eine Mehrweg-Strategie fĂŒr „To-Go“

Berlin, 1.7.21 – WattestĂ€bchen und LuftballonstĂ€be, Einwegbesteck und -teller aus Plastik, Styropor-GetrĂ€nkebecher und To-Go-Verpackungen aus Styropor sind hĂ€ufig StrandmĂŒll – ab dem 3. Juli dĂŒrfen diese Einwegplastikprodukte deshalb europaweit zwar hergestellt, aber nicht mehr verkauft werden. Auch ein Import in die EU ist verboten. Noch vorhandene Ware darf noch verkauft werden. Bei der Erarbeitung der EU-Richtlinie, mit der die EuropĂ€ische Kommission das Ende dieser Produkte besiegelt hat, stand insbesondere der Schutz der Meere vor den gefĂ€hrlichen Auswirkungen der zunehmenden PlastikvermĂŒllung im Fokus.

„An der Ostsee gehören Einwegverpackungen zu den hĂ€ufigsten MĂŒllfunden. Angesichts des großen Ausmaßes der Strand- und Meeresverschmutzung mĂŒsste an den touristisch genutzten MĂŒll-Hot-Spots To-Go-Verpackungen und Einweggeschirr ganz verboten werden“, so NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. „So ist bisher kaum etwas wirklich verboten und man kann auch einfach auf andere Einwegprodukte ausweichen, womit gegen die VermĂŒllung der Natur nichts getan wĂ€re.“

Die Novelle des Verpackungsgesetzes sieht vor, dass in Deutschland Gastronomie und Lieferdienste ab 2023 ihre vor Ort abgefĂŒllten Speisen und GetrĂ€nke auch in Mehrwegverpackungen anbieten mĂŒssen. Die Mehrwegalternative darf dabei nicht teurer sein als die Einwegvariante. Ausgenommen von dieser Pflicht sind Verkaufsstellen mit weniger als fĂŒnf Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen und weniger als 80 qm LadenflĂ€che. Der NABU begrĂŒĂŸt zwar das neue Mehrweggebot ab 2023, kann jedoch nicht nachzuvollziehen, dass so viele Verkaufsstellen von der Pflicht ausgenommen sind und fordert, dass die Mehrwegvariante gĂŒnstiger sein muss als Einweg.

„Gerade in der strandnahen Gastronomie sind es in der Regel kleinere Imbisse, BĂ€ckereien oder CafĂ©s, bei denen GetrĂ€nke und Speisen fĂŒr unterwegs gekauft werden. Daher sollten keine Ausnahmen gelten und Mehrweg muss der Standard werden. Höhere Kosten mĂŒssen dabei jedoch gerade fĂŒr kleine Verkaufsstellen abgefedert werden, wie durch eine öffentliche Förderung. Denkbar wĂ€re eine staatliche Abgabe auf umweltschĂ€dliches Einweg, die zweckgebunden z.B. bei der in UnterstĂŒtzung von Mehrweg eingesetzt wird“, so Miller weiter. „Sowohl die EU als auch die Bundesregierung haben es bisher versĂ€umt, Mehrweg als einzig umweltfreundliche Alternative zu Einweggeschirr und To-Go-Verpackungen zu stĂ€rken und eine umfassende Mehrweg-Strategie zu entwickeln.“

FĂŒr den NABU sind aktuell als öko oder natĂŒrlich beworbene Einwegmaterialen wie Pappe oder bioabbaubare Kunststoffe keine Lösung des Problems. Die Umweltlasten werden damit nur verlagert. Abbaubare Kunststoffe sind in der Regel fĂŒr eine industrielle Kompostanlage zertifiziert und haben in der Umwelt genauso wenig zu suchen wie konventionelle Kunststoffe. DarĂŒber hinaus ist Pappe in der Herstellung sehr rohstoff- und energieintensiv, ihre Herstellung trĂ€gt stark zur NĂ€hrstoffbelastung von GewĂ€ssern bei. FĂŒr die Nass- und Reißfestigkeit werden persistente gesundheits- und umweltgefĂ€hrdende Chemikalien eingesetzt, die sich in der Natur anreichern.

„Nachdem es die aktuelle Bundesregierung verpasst hat, dem Problem MĂŒll im Meer entschieden entgegen zu treten, muss die neue Bundesregierung nach der Bundestagswahl Mehrweg als neuen Standard fĂŒr die Gastronomie definieren. Damit können auch Ausweichmanöver auf andere Einwegmaterialien abgewendet werden“, fordert David Pfender, Referent fĂŒr Meere ohne Plastik. „Eine bloße Umstellung auf Pappgeschirr ist genauso wenig zu wĂŒnschen wie auf Einwegteller aus Aluminium. Der NABU setzt sich seit zehn Jahren gegen die Plastikverschmutzung der Meere ein und zeigt mit Projekten wie Mehrweg fĂŒrs Meers, dass Mehrweg auch in der Strandgastronomie funktioniert.“
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Veranstaltungen 
 
Startschuss STADTRADELN 2021 in Freiburg
(c) Stadt Freiburg/ P. Seeger
 
Startschuss STADTRADELN 2021 in Freiburg
Ab Montag 5. Juli wird drei Wochen um die Wette geradelt!

Vom 5. bis zum 25. Juli kann jeder Freiburgerin und jeder Freiburger beim STADTRADELN mitmachen und fĂŒr die gute Sache strampeln. Drei Wochen lang lang haben die teilnehmenden BĂŒrger_innen Zeit, im Alltag möglichst viele Kilometer mit dem Rad zurĂŒckzulegen und somit gemeinsam ein Zeichen fĂŒr nachhaltige MobilitĂ€t zu setzen. Die Stadt Freiburg nimmt in diesem Jahr auf Initiative des Freiburger Nachhaltigkeitsrates erstmalig an der Kampagne des Klima-BĂŒndnis, einem Netzwerk europĂ€ischer Kommunen fĂŒr mehr Klimaschutz, teil. Das Nachhaltigkeitsmanagement der Stadt Freiburg koordiniert die Aktion, die durch die Landesinitiative RadKULTUR gefördert wird.

Durch den Wettbewerbscharakter von STADTRADELN können sich Unternehmen, Schulen, Sportvereine und Freundeskreise in Teams gegenseitig zum „Kilometersammeln“ motivieren und herausfordern. Wer an der Aktion teilnimmt, zeigt damit, wie wichtig ihm Klimaschutz und Radverkehrsförderung sind.

Auch OberbĂŒrgermeister Martin Horn lĂ€dt zum Mitmachen ein: „Ich bin begeistert ĂŒber das große Interesse am STADTRADELN. 168 Teams und 1.856 Radelnde (Stand 29.06, der aktuelle Stand wird auf https://www.stadtradeln.de/freiburg angezeigt) haben sich in Freiburg bereits angemeldet. Je mehr Radelnde bei der Aktion mitmachen, umso deutlicher wird das Signal fĂŒr mehr nachhaltige MobilitĂ€t. Alle, die noch nicht dabei sind, sind herzlich eingeladen. Radeln Sie mit und lassen Sie uns gemeinsam möglichste viele Kilometer sammeln.“

Alle Menschen, die in Freiburg wohnen, arbeiten, zur Uni gehen oder in einem Verein aktiv sind können sich beteiligen und Teams bilden. Wer kein eigenes Team grĂŒndet, kann dem „Offenen Team Freiburg“ beitreten. Die Teilnahme ist fĂŒr alle Teilnehmenden und deren Teams kostenlos und die Anmeldung unter https://www.stadtradeln.de/freiburg unkompliziert. Unter den Teilnehmenden werden zum Abschluss der Aktion attraktive Preise an Einzelpersonen und Teams verlost.

Durch eine Teilnahme bei STADTRADELN kann jede_r Einzelne einen Beitrag zu mehr Klimaschutz leisten und nebenbei noch etwas Gutes fĂŒr die eigene Gesundheit tun. Auch ĂŒber den Aktionszeitraum hinaus, bringt STADTRADELN die Verkehrswende voran. Die stĂ€dtische Verkehrsplanung kann aus den anonymisierten App-Daten der Radelnden wertvolle Erkenntnisse hinsichtlich Routenwahl, Geschwindigkeiten und Verkehrsmengen gewinnen und diese in ihre Arbeit einfließen lassen.

zum Bild oben:
OberbĂŒrgermeister Martin Horn traf sich mit Vertreter_innen aus der Freiburger Stadtgesellschaft (v.l.): Jochen Saier (Vorstand Sport SC Freiburg), Oliver Benz (GeschĂ€ftsfĂŒhrer Freiburger Verkehrs AG), BĂ€rbel SchĂ€fer (RegierungsprĂ€sidentin), Gwendolin Weisser (Initiative terran e.v. und Filmemacherin von „Weit.") sowie Sebastian Backhaus (Leiter der Stabsstelle Nachhaltigkeitsmanagement), um auf die STADTRADELN-Aktion aufmerksam zu machen und dafĂŒr zu werben, dass möglichst viele Freiburgerinnen und Freiburger an der Aktion teilnehmen.
(c) Stadt Freiburg/ P. Seeger
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Frelo jetzt auch in Gundelfingen
Vom 1. Juli an stehen den Einwohnerinnen und Einwohnern von Gundelfingen und Wildtal zunĂ€chst drei Probestationen des Fahrradverleihsystems Frelo zur VerfĂŒgung. Der Bauausschuss hatte dem zuvor einstimmig zugestimmt. Die beiden Stationen am Bahnhof und am Rathaus werden spĂ€ter auf alle FĂ€lle in fest installierte umgebaut. Bei der Station im Wildtal – in der Talstraße auf dem Gehweg, ungefĂ€hr in der Mitte vom unteren Wildtal – soll zunĂ€chst die Nutzung getestet werden, dann wird entschieden, ob die Station bestehen bleibt, oder nicht.

„Die Gemeinde Gundelfingen hat sich fĂŒr Frelo entschieden, da wir mit diesem Angebot die attraktive Verbindung nach Freiburg herstellen und die Zusammenarbeit in der Region stĂ€rken. Zudem ermöglichen wir es unseren Pendlerinnen und Pendlern die letzte Meile von der Straßenbahnendhaltestelle oder dem Bahnhof bequem mit dem Fahrrad umweltfreundlich zurĂŒcklegen zu können. Die Kooperation mit Frelo ist eingebettet in unser ganzheitliches Klimaschutzkonzept und stellt nicht zuletzt einen Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen dar,“ erklĂ€rt BĂŒrgermeister Raphael Walz die HintergrĂŒnde der Entscheidung die eine Motivation sein soll, öfter mal vom Auto auf die umweltfreundlichen Verkehrsmittel umzusteigen.

Es ist nicht die einzige AktivitĂ€t, die die Gemeinde Gundelfingen in Sachen nachhaltiger MobilitĂ€t in der vergangenen Zeit an den Tag gelegt hat. Gemeinsam mit den Gemeindewerken wurden seit 2018 diverse öffentliche LadesĂ€ulen fĂŒr E-PKW in der Ortsmitte installiert. Bis Ende 2021 werden sieben öffentliche Ladepunkte in der Ortsmitte verfĂŒgbar sein. DarĂŒber hinaus engagiert sich die Gemeinde im Fußverkehr und nimmt an den Fußverkehrs-Checks 2020 des Landes Baden-WĂŒrttemberg teil.

Die Finanzierung des niedrigen dreistelligen Betrags fĂŒr die drei Stationen, an denen jeweils Platz fĂŒr fĂŒnf RĂ€der ist, ĂŒbernimmt die Gemeinde Gundelfingen. Frelo an sich wird gemĂ€ĂŸ einem Gemeinderatsbeschluss von der Stadt Freiburg getragen. Das Management liegt bei der Freiburger Verkehrs AG (VAG), die operativen Leistungen sind an die nextbike GmbH vergeben.

„Es freut mich sehr, dass Frelo nach Umkirch jetzt auch den Sprung in unsere nördliche Nachbargemeinde geschafft hat, denn MobilitĂ€t muss immer ĂŒber die Grenzen einzelner Gebietskörperschaften hinweg gedacht werden,“ sagt VAG Vorstand Oliver Benz. Sein Vorstandskollege Stephan Bartosch unterstreicht: „Ich bin mir sicher, dass diese höchst sinnvolle ErgĂ€nzung im Netz der Frelo-Stationen sehr gut angenommen werden wird und damit ihren Beitrag zur Verkehrswende leistet.“ SelbstverstĂ€ndlich, so die VorstĂ€nde, sind die Station in den Apps VAG mobil, Fahrplan+ sowie nextbike und auf der Webseite von VAG und nextbike sichtbar.
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MÄH
MÄH
 - MÄHEN WIE VOR 100 JAHREN!
Ein Sensenworkshop am 2. Juli im Dietenbachpark

Sensenworkshop und Artenvielfalt: MÀhen wie in alten Zeiten ohne Strom, Brennstoff und Gestank: Am Freitag, 2. Juli, trifft sich eine Gruppe von interessierten GÀrtnerinnen und GÀrtner, die im Rahmen eines JubilÀumsworkshops die Kunst des MÀhens mit der Sense lernen werden. Der Workshop bietet einen ersten Einstieg in den Umgang mit der Sense als nachhaltiges, umweltfreundliches MÀhgerÀt.

Die Freiwilligen, die sich in urbanen GĂ€rten, als Obstbaum-oder als Wiesenpatinnen und –paten auf öffentlichen FlĂ€chen fĂŒr die BiodiversitĂ€t und Gemeinschaft engagieren, werden von BĂŒrgermeister Martin Haag herzlich begrĂŒĂŸt. Er bedankt sich fĂŒr die Bereitschaft der Menschen, die GrĂŒnflĂ€chen im Rahmen von „Freiburg packt an“ nachhaltig aufzuwerten.

Roland Reminder, staatlich geprĂŒfter Hufbeschlagschmied aus Seebach, bringt der Gruppe die Grundlage des Sensens am praktischen Beispiel bei. Die von ihm mitgebrachten Sensen werden ausfĂŒhrlich gewetzt und die BewegungsablĂ€ufe geĂŒbt. Mit diesen Sensen kann anschließend ein StĂŒck der Langgraswiese bearbeitet werden.

Er informiert zudem ĂŒber Anlage und Bestand der artenreichen Wiesen sowie Samenmischungen und Wiesenblumen zum Anfassen. Am Ende des Workshops können die Freiwilligen in einem kleinen Sensen- Turnier ihr Können beweisen.

MĂ€hen mit der Sense wie in alten Zeiten geht ohne Strom, Brennstoff und Gestank. Es ist eine umweltfreundliche Alternative zur mechanischen Mahd. Die Sense begleitete die Geschichte der Menschen seit es Ackerbau gab. So wurde auch in den letzten 900 Jahren in Freiburg gesenst und kann auch heute wieder erlernt werden.

Der Workshop ist bereits ausgebucht, Anmeldungen sind nicht mehr möglich!

Weitere Infos zum StadtjubilÀum:
www.2020.freiburg.de.
facebook.com/2020.freiburg
instagram.com/2020_freiburg

Der JubilÀumscontainer auf dem Platz der Alten Synagoge ist Montag bis Samstag von 12 bis 16 Uhr geöffnet
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Veranstaltungen 
 
FrÀulein Brehms Tierleben im Waldhaus
FrÀulein Brehm (Daniela ZÀhl) (c) Waldhaus Freiburg
 
FrÀulein Brehms Tierleben im Waldhaus
Das Waldhaus prĂ€sentiert das einzige Theater weltweit fĂŒr heimische bedrohte Tierarten. Am Sonntag, 27. Juni, um 14 Uhr stellt FrĂ€ulein Brehm den Wolf vor. Diese Vorstellung ist fĂŒr Erwachsene und Kinder ab 8 Jahren geeignet.

Anschließend geht es um 16 Uhr um die wilden Bienen. Hier sind neugierige Erwachsene und Kinder ab 10 Jahren eingeladen. Beide Vorstellungen sind kostenlos. Am Sonntag darf das Waldhaus nur mit einem negativen Coronatest oder einem Impfnachweis besucht werden. Eine Anmeldung ist nicht nötig, die Zahl der PlĂ€tze ist aber begrenzt.
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Buchtipps 
 
Buchtipp: Eckart von Hirschhausen
 
Buchtipp: Eckart von Hirschhausen "Mensch, Erde! Wir könnten es so schön haben"
Die großen Themen unserer Zeit in ĂŒberraschenden ZusammenhĂ€ngen

Könnten wir es schöner haben als jetzt? Unbedingt! Und gesĂŒnder.

Wir leben besser und lĂ€nger als jede Generation vor uns. Und doch sind wir verletzlicher als gedacht: Ein Virus hĂ€lt uns in Atem und ungebremst schlittern wir in die Klimakrise. Langsam dĂ€mmert uns: Gesundheit ist mehr als Pillen und Apparate. Wir Menschen brauchen, um gesund zu sein, als Allererstes etwas zu essen, zu trinken, zu atmen. Und ertrĂ€gliche Außentemperaturen.

Gesunde Menschen gibt es nur auf einer gesunden Erde.

Eckart von Hirschhausen zeigt, was die globalen Krisen unserer Zeit fĂŒr die Gesundheit von jedem Einzelnen von uns bedeuten. Er trifft Vordenker und Vorbilder und macht sich auf die Suche nach guten Ideen fĂŒr eine bessere Welt. Warum kann man gegen Viren immun werden, aber nie gegen Wassermangel und Hitze? Wieso haben wir fĂŒr nichts Zeit, aber so viel Zeug? Verbrauchen wir so viel, weil wir nicht wissen, was wir wirklich brauchen? Und wie viel CO2 stĂ¶ĂŸt man eigentlich aus, wenn man ĂŒber die eigenen WidersprĂŒche lacht?

Dieses Buch ist eine Fundgrube von ĂŒberraschenden Fakten, Reportagen, Essays und Querverbindungen.

Ein subjektives Sachbuch: persönlich, pointiert, gesund.

dtv 2021, 528 Seiten, € EUR 24,00 (D), 24,70 (A)
ISBN 978-3-423-28276-5
 
 

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Freiburg: Klimaziele der Stadt sollen im Herbst neu beraten werden
Stadtverwaltung antwortet auf den zweiten Forderungskatalog von Fridays for Future
Zwischenbericht vorgestellt: alle 125 Forderungen wurden geprĂŒft und bewertet
Wichtige Impulse aus der Zivilgesellschaft, die konkrete Folgen fĂŒr die Stadtpolitik haben

Aktiver Klimaschutz zur EindĂ€mmung der globalen Klimakrise hat in der Stadt Freiburg einen hohen Stellenwert. Mit dem Klimaschutzkonzept wurde 2019 das Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2030 um 60 Prozent (im Vergleich zu 1992) zu reduzieren. Bis 2050 will die Kommune klimaneutral werden. DafĂŒr wurden bereits viele Maßnahmen in die Wege geleitet und umgesetzt, weitere werden folgen.

Die stĂ€dtischen Klimaschutzvorhaben sind aus Sicht verschiedenerzivilgesellschaftlicher Akteurinnen und Akteuren nicht ausreichend.Die Klimaaktivistinnen und Aktivisten von Fridays for Future (FFF) haben der Stadt 2019 und 2020 klimapolitische Forderungskataloge ĂŒberreicht. Die Stadtverwaltung nimmt diese Forderungen und das Engagement der Freiburgerinnen und Freiburgern sehr ernst. Was auf 2019 folgte, war zunĂ€chst ein Dialog von Stadtspitze und FFF. Diese GesprĂ€che gaben der Stadtpolitik wichtige Impulse. So wurden 20 zusĂ€tzliche Maßnahmen in das Freiburger Klima- und Artenschutzmanifest aufgenommen, die auf den Forderungen von FFF beruhen. Zwei Beispiele: Eine Forderung war, sich fĂŒr Geothermie zu engagieren, was inzwischen geschieht. Auch wurde ein Handlungsprogramm zu MobilitĂ€t und Klimaschutz gefordert – ein solches haben Stadtverwaltung und Gemeinderat inzwischen ins Leben gerufen und mit einem großen Budget ausgestattet.

Auch der zweite, sehr umfangreiche Forderungskatalog hat eine hohe PrioritĂ€t fĂŒr die Stadtverwaltung. Heute wird im Haupt- und Finanzausschuss eine Stellungnahme vorgestellt, bei dem auf die 125 Forderungen eingegangen wird, die im November 2020 von FFF an die Stadt gerichtet wurden. Jede einzelne wurde geprĂŒft und bewertet, dabei waren fast alle Ämter der Stadt einbezogen. Dieser Bericht soll Ende Juni auch im Gemeinderat beraten werden. So wird geprĂŒft, ob 30 weitere Maßnahmen aus dem Bereich Klima- und Artenschutz aufgenommen werden sollen. Dazu gehört etwa ein Konzept, um den Ausbau von Solaranlagen auf den stĂ€dtischen GebĂ€uden voranzubringen, mögliche neue Naturschutzgebiete oder eine Infokampagne zur fleischarmen ErnĂ€hrung.

Das jetzt vorgestellte Papier ist als Zwischenschritt zu lesen. Denn der Klimaschutz ist und bleibt eines der absolut wichtigsten politischen Themen der Stadt. Die Anpassung der Klimaziele auf Bundes- und Landesebene nimmt die Stadt Freiburg zum Anlass, auch ihre Klimaziele erneut zu diskutieren und gegebenenfalls anzupassen. Bereits im Herbst soll darĂŒber beraten werden, wie die Klimaziele der Stadt erneut angepasst werden können, um den Weg zur klimaneutralen Kommune zu beschleunigen.
 
 

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Karlsruhe: Bienen und Streuobstwiesen
Honigbiene © Matthias Hangst
 
Karlsruhe: Bienen und Streuobstwiesen
Stadt Karlsruhe unterstĂŒtzt Projekt von SchĂŒlerakademie und Lions-Club

Wie funktioniert ein Bienenstaat, wie produzieren Bienen Honig, warum sind Streuobstwiesen so wichtig und wie werden die Wiesen gepflegt? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschĂ€ftigt sich das neue Projekt der SchĂŒlerakademie Karlsruhe und des Lions-Clubs Karlsruhe-Baden. HierfĂŒr hat der Lions-Club eine Streuobstwiese gepachtet und die Patenschaft fĂŒr weitere FlĂ€chen ĂŒbernommen. Die Fachberaterin fĂŒr Obst- und Gartenbau des stĂ€dtischen Liegenschaftsamtes, Nele Kemper, unterstĂŒtzt die Baum- und Wiesenpflege mit Rat und Tat. Des Weiteren berĂ€t Thomas Mederer von der PĂ€dagogischen Hochschule zum Thema Bienen und Imkerei.

Das Projekt, fĂŒr das die Kinder und Jugendlichen bei vielen Exkursionen draußen in der freien Natur unterwegs sind, möchte das VerstĂ€ndnis fĂŒr zwei wichtige Themenbereiche wecken. Zum einen geht es um die Bedeutung der Bienen und um die faszinierende Welt eines Bienenstaats. Hier ernten die Teilnehmenden ihren eigenen Honig und lernen die Arbeit der Imker kennen. Außerdem soll die Dunkle EuropĂ€ische Biene auf den Streuobstwiesen kultiviert werden. Dieser "Urtyp" der Honigbienen ist in Deutschland kaum noch anzutreffen.

Zweiter Bestandteil sind die Streuobstwiesen, welche als Biotopraum inzwischen sogar in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurden. Die Kinder und Jugendlichen lernen nicht nur die große Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren kennen, sondern kĂŒmmern sich aktiv um Pflege und Erhalt dieses einzigartigen Lebensraums. Dazu gehören MĂ€harbeiten ebenso wie der Obstbaumschnitt - und natĂŒrlich die Apfelente im Herbst. Aus den selbst geernteten FrĂŒchten wird Apfel-Ingwer-Saft hergestellt und zusammen mit dem Honig im SpĂ€tjahr vermarktet. Der Erlös fließt in das Projekt und andere soziale AktivitĂ€ten des Lions-Clubs.
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GewĂ€sserausbau zur Hochwasserfreiheit fĂŒr den Neubaustadtteil Dietenbach
ECOtrinova e.V. ans RegierungsprÀsidium Freiburg:
Nicht zustimmen, denn die Planrechtfertigung besteht nicht!

In der Drucksache G-21/123 der Stadt Freiburg i.Br. vom 2.6.2021 zur Beratung u.a. nichtöffentlich am 21.6.2021 im Haupt- und Finanzausschuss der Stadt und am 29.6.2021 zum Beschluss durch den Gemeinderat ist auf S. 3 zu entnehmen, dass laut Stadt das RegierungsprĂ€sidium dem Planfeststel­lungsbeschluss zum GewĂ€sserausbau des Dietenbachs im geplanten Neubaustadtteil Dietenbach zustimmen wĂŒrde (zwecks zwingend erforderlicher Hochwasserfreiheit des geplanten Neubausgebiets).

Wir halten das fĂŒr nicht rechtmĂ€ĂŸig, weil die nötige Planrechtfertigung nicht besteht. Man stelle sich vor, der GewĂ€sserumbau wĂŒrde in dem gesetzlich geschĂŒtzten Biotop des Dietenbachs mit schwersten Eingriffen auch ins Grundwasser, mit BrĂŒckenbauten, und etlichen Baumrodungen usw. verwirklicht und der Neubaustadtteil kĂ€me nicht.

Deswegen hat ECOtrinova e.V. dem RegierungsprÀsidium heute dazu mitgeteilt:

Die Planrechtfertigung besteht nicht, weil es ist nicht sicher ist, ob der Neubaustadtteil ĂŒberhaupt gebaut wird. Dazu der gemeinnĂŒtzige Freiburger Verein ECOtrinova e.V. :

1* Es bestehen erhebliche Zweifel an der Finanzierbarkeit und an der TragfĂ€higkeit der schon bekann­ten großen finanziellen und vom Gemeinderat beschlossenen Defizite durch den Neubaustadtteil von ĂŒber 100 Mio. Euro. Das Defizit wĂ€chst laufend durch Teuerung und durch dem Kernhaushalt zugeord­nete/ zuzuordnende Abschreibungen, die ĂŒber mehrere Jahrzehnte laufen. Die voraussichtlichen abzu­schreibenden Investitionen fĂŒr die Erschließung dĂŒrften sich der Marke 1 Mrd. Euro nĂ€hern. Aus aktu­eller Sicht (Kofi 2.2.2021) wĂŒrde die Verschuldung der Stadt durch Dietenbach ihr Maximum mit 300 Mio € in 2031erreichen.

2* Es ist unklar, ob das derzeitige Konstrukt mit der Sparkassengesellschaft „Entwicklungs­maß­nahme Dietenbach GmbH& Co KG“ (EMD) finanziell trĂ€gt. Jedenfalls ist im Zusammenhang mit den Kauf- und OptionsvertrĂ€gen mit den verkaufenden LandeigentĂŒmern ausdrĂŒcklich vermerkt, dass Wirt­schaftlich­keit fĂŒr die Seite der EMD nicht gewĂ€hrleistet sei (Stand 2018 bis 2020). Im Übrigen behĂ€lt sich die EMD lt. obigen VertrĂ€gen vor, ggf. erst Ende 2022 oder spĂ€testens Ende 2024 zu entscheiden, ob sie beim Projekt Neubaustadtteil Dietenbach tatsĂ€chlich dabei bleibt.

3* Der Bedarf fĂŒr die Planfeststellung, fĂŒr die Planrechtfertigung und fĂŒr den Neubaustadtteil liegt nicht vor, (...) Denn beim maßgeblichen Zeitpunkt fĂŒr einen Planfeststellungs­beschluss sind auch die neueren Einwohner-Vorausberech­nungen der Stadt selber (...) und des Statisti­schen Landesamtes relevant: Letzteres nennt fĂŒr die Hauptvariante ab ca. 2025 bis 2035 nur noch typisch plus 80 Einwohner pro Jahr. Die zu oft ĂŒbersehene Nebenvariante nennt ab etwa 2025 deutlich rĂŒck­lĂ€ufige Zahlen. Die Notwendigkeit des Neubaustadtteils ist auch widerlegt (...) im VerhĂ€ltnis zu weiteren Neubaugebieten und Alternativen in Freiburg.

Durch die eindeutige Kopplung des Neubaustadtteils mit dem GewĂ€sserumbau, siehe u.a. die Bekannt­machung zum GewĂ€sserumbau – spielt die (Nicht-)Notwendigkeitsfrage im Sinne der Planrechtfertigung - eine mitentscheidende Rolle. Ein nicht notwendiger Neubaustadtteil in Dietenbach kann nicht im ĂŒberwiegenden öffentlichen Interesse liegen, auch nicht der mit dem Neubaustadtteil verknĂŒpfte Antrag auf Planfeststellung auf GewĂ€sserausbau bzw. der GewĂ€sserausbau selber.

4* Es lĂ€uft ein Normelkontrollverfahren gegen die stĂ€dtebauliche Entwicklungsmaßnahme (SEM) Neubau­stadtteil Dietenbach. Bevor das nicht mit Rechtskraft abgeschlossen ist, geht ein zuvoriger Planfeststellungsbeschluss fehl, erst recht ein tatsĂ€chlich durchgefĂŒhrter GewĂ€sserumbau.

5* Beim GewĂ€sserumbau Dietenbach handelt es sich um zu schwere Eingriffe in ein gesetzlich geschĂŒtztes Biotop (Bach, Auwaldgalerie) mit benachbarten geschĂŒtzten FlachlandmĂ€h­wiesen.

6* Die Baumaßnahmen wĂŒrden zu stark in den Bach und in das zeitweise sehr oberflĂ€chennahe Grundwasser eingreifen, etwa mit zeitweiser Bachumlegung, SpundwĂ€nden, TiefgrĂŒndungen im Grundwasser, Grundwasserabpumpen, Risiko wassergefĂ€hrdender Stoffe.

Das Plangebiet ist als Teil eines großflĂ€chigen Trinkwasserschutzgebiets vorgesehen. Der Verordnungsentwurf liegt unverstĂ€ndlicherweise erst seit Juni 2021 als Bekanntmachung vor, was lt. Umweltbericht zum 24.7.2018 zur SEM schon 2017 vorgesehen war.

Auch schrittweise Verschlechterungen des Grundwassers sind strafbar laut„Wiss. Dienste Deutscher Bundestag: 22.5.2019 WD 8 - 3000 - 057/19

Das Fazit von ECOtrinova e.V.: Der Planfeststellungsbeschluss und die Zustimmung des Regierungs­prĂ€sidiums wĂ€ren unrechtmĂ€ĂŸig, solange keine Planrechtfertigung besteht.
 
 



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