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Montag, 24. Februar 2020
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Verschiedenes 
 
Hintergrund: AKW Fessenheim, Teil-Stilllegung
Quelle: www.mitwelt.org/akw-fessenheim-stilllegung-abschaltung-schliessung.html
 
Hintergrund: AKW Fessenheim, Teil-Stilllegung
Nach unsäglich langem hin und her soll jetzt am 22.2.2020 (Fasnedssamschdig!) Block I des ältesten französischen AKW in Fessenheim endlich dauerhaft abgestellt werden. Der französische Energiekonzern EDF hat die Stilllegung der beiden Reaktoren in Fessenheim für den 22.2.2020 und den 30.6.2020 ankündigt.

In der großen, aktuellen Abschaltdebatte stehen die finanziellen Folgen der Stilllegung für die Gemeinde Fessenheim und die Umlandgemeinden im Vordergrund. Das alte AKW war trotz der unglaublichen Schulden der EDF für einige Gemeindenn tatsächlich eine Gelddruckmaschine.

Vier wichtige Aspekte spielen in dieser Debatte leider nur eine Nebenrolle:

Da ist der zentrale Anteil der französischen Umweltbewegung an der Abschaltung des maroden AKW.
Ohne die frühe, erfolgreiche Bauplatzbesetzung 1977 gegen einen AKW-Neubau in Gerstheim, ohne heutige, AKW-kritische elsässische Abgeordnete, ohne die aktive Rolle von CSFR, Stop Fessenheim, Alsace Nature und ohne Sortir du nucléaire, wäre die Abschaltung nicht möglich gewesen. Auch trinationale Initiativen, insbesondere der TRAS mit seinen Gutachten und Klagen hat eine wichtige Rolle gespielt.

Die Fessenheim-Stilllegung ist kein "Selbstzweck", sondern berechtigte Gefahrenabwehr
In den beiden, immer wieder von Störfällen und Schlampereien heimgesuchten Reaktoren entsteht jährlich die kurz- und langlebige Radioaktivität von ca. 1800 Hiroshima-Bomben. Das unter dem Rheinpegel liegende, überflutungsgefährdete AKW liegt schlecht gesichert in einem Erdbebengebiet, mitten in einer dicht besiedelten Region Zentraleuropas. Ein schwerer Unfall hätte für über eine Million Menschen auf beiden Rheinseiten eine Katastrophe bedeutet. Dazu kommt die ständige Radioaktivitätsabgabe im sogenannten Normalbetrieb und die skandalöse Rheinerwärmung für das kühlturmlose AKW. Das von geschickter Atom-PR eingebrachte Argument des Klimaschutzes ist längst widerlegt.

Wenn die großen Gefahren eines schweren Atomunfalls nach der Entleerung der Zwischenlagerbecken gebannt sind, werden wir uns um die kommenden "kleineren" Gefahren beim Abriss kümmern. Ein "Billigabriss" ist nicht akzeptabel. Die jetzt zu schaffenden neuen Arbeitsplätze im Elsass müssen umweltfreundlich, nachhaltig und zukunftsfähig sein.

Die Abschaltung des maroden AKW ist Grund zur grenzüberschreitenden Freude, aber kein Anlass für Triumph: Die Reaktoren haben über vier Jahrzehnte Strom, Geld und Gefahren produziert. Der in Fessenheim entstandene Atommüll muss für eine Million Jahre sicher gelagert werden und gefährdet das Leben zukünftiger Generationen auf dieser Erde.

Zum Thema Fessenheim-Abschaltung widerholt Alt-BUND-Geschäftsführer und TRAS-Vizepräsident Axel Mayer seine "Sektempfehlung"

Kaufen Sie drei gute Flaschen Sekt

Die Erste öffnen sie am Tag der endgültigen Abschaltung des letzten der beiden Reaktoren
Die Zweite öffnen am Tag der Entleerung der Brennelemente-Zwischenlager (Erst dann ist die die GAU-Gefahr tatsächlich beseitigt)
Die Dritte Flaschen sollten Sie gut lagern. In ca. einer Million Jahre ist der Großteil des in Fessenheim angefallenen Atommülls zerfallen. Dann gibt es tatsächlich Grund auf die Fessenheim-Schließung anzustoßen.
Wir bedanken uns bei den französischen Umwelt-Aktiven, ohne die diese Abschaltung nicht möglich gewesen wäre.

Wir freuen uns, werden aber wachsam bleiben...
Nach der Abschaltung des AKW in Fessenheim wird sich die grenzüberschreitenden Umweltbewegung am Oberrhein verstärkt um die Schließung der bedrohlichen AKW in Beznau (CH) und Leibstadt (CH) kümmern und wir müssen uns auch stärker für die zukunftsfähigen Energien vor unserer Haustür einsetzen, die von gut getarnten Lobbygruppen der Kohle- und Atomindustrie massiv bekämpft werden.

Axel Mayer, Alt-BUND-Geschäftsführer, Vizepräsident TRAS, Kreisrat, Mitwelt Stiftung Oberrhein
(Ich werde, vorsichtig-optimistisch, am 22.2. um 18 Uhr mit einigen Endinger Aktiven mit einem "Piccolöchen" anstoßen)
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Veranstaltungen 
 
Riesenflohmarkt in der Messehalle Freiburg
Foto: Veranstalter
 
Riesenflohmarkt in der Messehalle Freiburg
Frönen Sie Ihrer Leidenschaft

Freiburg. Am Freitag, 21.2. und Samstag, 22.2. findet in der Freiburger Messehalle der beliebte Riesenflohmarkt statt.

Auch dieses Mal bieten über 200 Aussteller mit Antiquitäten, Möbeln, Schmuck, Second-Hand und Briefmarken, bis hin zu Sammlerwaren und ausgesuchten Raritäten ein abwechslungsreiches Sortiment an. Das große Angebot lockt nun seit mehr als 20 Jahren traditionell zum Feilschen und Shoppen. Viele überregionale und internationale Aussteller, sowie das geöffnete Messerestaurant laden zum langwierigen Verweilen und Genießen in entspannter Atmosphäre ein.
Frönen Sie ihrer Leidenschaft und ergattern Sie beim Streifzug durch die Halle mit ein Wenig Glück den ein oder anderen Schatz. Denn hier findet sich für jeden Geldbeutel das Richtige und die Aussteller geben gerne Auskunft über jedes der unzähligen Prachtstücke.

Die Ă–ffnungszeiten: Freitag, 21.2. von 14-19 Uhr und Samstag, 22.2. von 9-17 Uhr

Besuchereintritt: 3,- Euro
vergünstigter Eintrittspreis durch den Erwerb von 10-Eintrittskarten möglich.

Weitere Informationen und Flohmarkttermine erhalten Interessierte beim Veranstalter, der SĂĽMa Maier GmbH, unter Telefon 07623 741920 oder im Internet unter www.suema-maier.de

Bequem mit der StraĂźenbahn zum Flohmarkt und zurĂĽck
Mit der Stadtbahnlinie 4 bis "Technische Fakultät" erreichen Sie die Messe Freiburg im 7,5-Minuten-Takt. Nutzen Sie diese Möglichkeit und fahren Sie ganz bequem zum Flohmarkt und zurück. Entgehen Sie der evtl. stressigen Anfahrt mit dem PKW. Tun Sie der Umwelt etwas Gutes und lassen sich chauffieren.
Andernfalls hat es ausreichend Besucherparkplätze direkt vor der Messehalle. Somit ist der Flohmarkt für jedermann gut erreichbar.
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Veranstaltungen 
 
Filmtipp: Butenland
 
Filmtipp: Butenland
Deutschland 2019, 86 Minuten
Dokumentation
Regie: Marc Pierschel

Als Milchbauer in dritter Generation versorgt Jan Gerdes auf seinem Hof im Norden Deutschlands dreißig Kühe und verkauft erfolgreich Biomilch und Käse. Doch er hadert mit seinem Gewissen, als er seine Kühe bei sinkender Milchleistung an den Schlachthof verkaufen muss. Nach Burnout und Scheidung trifft er den Entschluss, seinen Hof aufzugeben. An dem Tag als alle Kühe zum Schlachthof gebracht werden sollen, fehlt der Platz für die letzten zwölf. Anstatt einen neuen Transport zu bestellen, fassen er und seine Partnerin Karin Mück den Entschluss, die Kühe auf dem Hof zu behalten. Es ist die Geburtsstunde von Hof Butenland. Anfang der 80er Jahre zählt Karin zu den ersten TierbefreierInnen, die Hunde, Katzen, Affen und andere Tiere aus Versuchslaboren retten und die Zustände dort öffentlich machen. Bis sie bei einer Aktion von einem Sondereinsatzkommando verhaftet und als Mitglied einer terroristischen Vereinigung angeklagt wird. Nach 5-wöchiger Isolationshaft wird Karin zu einer einjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Paul sollte im Alter von zwei Monaten wegen einer Kälbergrippe geschlachtet werden, Uschi weil sie sich weigerte, gemolken zu werden und Lillja überlebte die Geburt ihres ersten Kalbes fast nicht. Auf Butenland leben sie heute zusammen mit vielen anderen ehemaligen Nutztieren auf Augenhöhe mit den Menschen - ohne einen Nutzen erfüllen zu müssen. Ein friedliches Miteinander, das fast schon utopisch erscheint. Jan Gerdes und Karin Mück entwerfen mit ihrem Projekt ein Gegenmodell zur Nutztierhaltung, bei dem die Bedürfnisse der Tiere im Mittelpunkt stehen, fernab jeglicher wirtschaftlicher Interessen. Filmemacher Marc Pierschel hat die beiden auf Hof Butenland über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren mit der Kamera begleitet. Das intime Porträt zeigt zwei Menschen, die sich für Tiere einsetzen, hält Momente des Glücks und der Trauer fest, und hinterfragt den gegenwärtigen Status von Nutztieren in unserer Gesellschaft.

Läuft in der Harmonie Freiburg
am Mittwoch, 19. Februar, 19 Uhr
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Verschiedenes 
 
 
Startschuss für das Projekt „Regionaler Biotopverbund Südbaden“
Erfolgreiche Bewerbung der Unteren Naturschutzbehörden der Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald und Lörrach sowie der Stadt Freiburg für ein Projekt zur interkommunalen Zusammenarbeit

Die Region am Südlichen Oberrhein soll artenreicher werden. Deshalb haben sich die Unteren Naturschutzbehörden der Landratsämter BreisgauHochschwarzwald und Lörrach sowie der Stadt Freiburg gemeinsam für ein Projekt zum regionalen Biotopverbund beim Land Baden-Württemberg beworben und wurden vom Umweltministerium zur Förderung ausgewählt.

Ziele des Projektes sind eine landkreis- und gemarkungsübergreifende Planung und Umsetzung von Maßnahmen zur Stärkung des regionalen Biotopverbunds und die Förderung der biologischen Vielfalt in der Region. Dem Artenrückgang sowie dem Insekten- und Bienensterben soll mit Hilfe dieses Projekts aktiv und wirksam entgegengewirkt werden. Das Projekt will den Biotopverbund in der Region Südbaden auf der ganzen Fläche verbessern. Entsprechend sollen ökologische
Aufwertungen sowohl in der Agrarlandschaft als auch in den urbanen Räumen der Städte und Gemeinden umgesetzt werden. Dazu wird eine engere Vernetzung und Zusammenarbeit von Naturschutzbehörden, Landwirtschaftsbehörden, Straßenverkehrsbehörden, Forstbehörden, Gemeinden, Landschaftserhaltungsverbänden, Landwirten, Winzern, Grundstückseigentümern, Naturschutzverbänden und Landwirtschaftsverbänden angestrebt werden.

Zur Umsetzung des Projekts hat das Land BadenWĂĽrttemberg eine Stelle bewilligt und deren Finanzierung bis Ende 2023 zugesagt. Organisatorisch ist die Stelle dem Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald zugeordnet.

Konkrete Aufgaben sind:

 Identifikation von prioritären Maßnahmen zur Stärkung des Biotopverbunds
ď‚· Umsetzung von beispielhaften MaĂźnahmen des gemarkungs- und landkreisĂĽbergreifenden Biotopverbunds
ď‚· Vernetzung mit den regionalen Akteuren fĂĽr biologische Vielfalt und Biotopverbund
 Naturnahe Nutzung und ökologische Aufwertung des Straßenbegleitgrüns und der Grün- und Freiflächen in Kommunen und in Gewerbe- u. Industriegebieten als wichtige Trittsteine für Biodiversität
 Biodiversitäts-Beratungen für urbane Grün- und Freiraummanager bzw. -eigentümer sowie für Gartenbesitzer für die naturnahe Gestaltung von Gärten und Gebäuden


Infobox: Das Projekt „Regionaler Biotopverbund Südbaden“ ist Teil des Programms zur „Stärkung der Umweltverwaltung“, welches durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft umgesetzt wird. Im Rahmen des Schwerpunktprogramms „Interkommunale Zusammenarbeit“ wurden im Land acht neue Stellen geschaffen, auf die sich die Land- und Stadtkreise bewerben konnten.
 
 

Veranstaltungen 
 
 
Artenvielfalt und Biodiversität im Wald
BB-Bank fördert neues Angebot für Schulen am Waldhaus

Es summt und brummt, rauscht, krabbelt und piept – die Artenvielfalt im Ökosystem Wald ist enorm. Aber sie ist überall auf der Welt gefährdet. Um sie zu schützen, braucht es Wissen und positive Erfahrungen. Darum arbeitet das Waldhaus Freiburg an einem neuen Schulangebot für weiterführende Schulen. Möglich wird es durch eine großzügige Förderung der BB-Bank.

Der Weltbiodiversitätsrat (IPBES) verzeichnet einen massiven Rückgang der Artenvielfalt. Demnach sind in den kommenden Jahren rund eine Million Arten vom Aussterben bedroht. Allein der Verlust von Bestäuberinsekten zum Beispiel hat ungeahnte Folgen für die Nahrungsmittelproduktion.

„Neben dem Klimawandel gehört der Verlust der Artenvielfalt derzeit zu den größten Bedrohungen der Menschheit“, betont Freiburgs Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik. „Wenn wir ihm begegnen wollen, spielt der Bildungsbereich eine wichtige Rolle, denn Arten- und Naturschutz kann nur durch Bildungsangebote im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) gelingen.“

Darum hat das Waldhaus ein Angebot für Schulklassen entwickelt, das sich gezielt mit der Biodiversität befasst. Gerade der Wald eignet sich gut, um das Thema Artenvielfalt in seinen Verflechtungen anschaulich zu vermitteln. Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 bis 13 und dauert jeweils einen Vormittag.

Zum Start des Projektes findet am Montag, 17. Februar, um 14 Uhr ein Pressetermin im Waldhaus statt. Anwesend sind dabei für das Waldhaus die Vorstandvorsitzende, Bürgermeisterin Gerda Stuchlik, Waldhaus-Leiter Markus Müller und Klaus Goldmann, der projektbegleitende Umweltpädagoge. Die BB-Bank wird durch Rüdiger Bräutigam, Tim Lais und Roman Rotzinger vertreten. Nach der Übergabe eines Schecks zeigen die Mitarbeitenden des Waldhauses Details zum Projekt und stellen an Beispielen dar, wie die Inhalte an Schülerinnen und Schüler vermittelt werden.

Das Waldhaus öffnet dienstags bis freitags 10 bis 17 Uhr, sonn- und feiertags von 12 bis 17 Uhr. Angebote für Schulklassen gibt es nach Absprache auch über die regulären Öffnungszeiten hinaus. Info: Tel. 0761/89647710, www.waldhaus-freiburg.de.

Das ganze Angebot ist unter www.waldhaus-freiburg.de zu finden.
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Verschiedenes 
 
 
Neues NABU-Gutachten zur EU-Agrarpolitik: HeiĂźe Luft statt echter Klimaschutz
KĂĽnftige Agrarsubventionen drohen zu wenig fĂĽrs Klima zu leisten

Berlin, 13. Februar – Im aktuellen Vorschlag zur künftigen EU-Agrarpolitik steckt sehr viel weniger Klimaschutz als von der EU-Kommission behauptet. Dies ist das Ergebnis eines neuen Gutachtens, das der NABU beim Institute for European Environmental Policy in Auftrag gegeben hat.

Demnach etikettiert die Kommission vor allem die größtenteils ohne nennenswerte Umweltauflagen ausgeschütteten Direktzahlungen als klimafreundlich – laut Kommission sollen sie zu 40 Prozent zum Klimaschutz beitragen. Die Gutachter kritisieren jedoch, dass für ihren tatsächlichen Klimabeitrag entsprechende Nachweise fehlen.

„Die letzten Dürresommer waren uns allen, Landwirten, Politik und Verbrauchern, eine Warnung: Die Klimakrise braucht jetzt entschlossenes Handeln. Die EU muss jetzt die Chance ergreifen, die Landwirtschaft klimafreundlicher zu gestalten. Wenn die Kommission ihre jetzigen Agrarpläne jedoch als klimafreundlich deklariert, ist das Etikettenschwindel“, so NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger

Künftig sollen laut EU-Kommission 25 Prozent des EU-Haushaltes zum Klimaschutz beitragen. Der NABU empfiehlt mit Blick auf die drohenden Folgen der Erderhitzung sogar 40 Prozent. „Es ist wichtig, dass sich die EU zum Klimaschutz bekennt – aber sie muss dafür auch die Inhalte liefern. Und das ist in der Agrarpolitik bislang nicht der Fall“, so Krüger.

Kritisch bewerten die Gutachter auch, dass die EU im Vergleich zur jetzigen Förderperiode sogar eine Verdoppelung des Klimaschutzbeitrags auf Wiesen und Feldern vorgibt. Diese Steigerung sei nicht nachvollziehbar, so die Gutachter, da entsprechende Maßnahmen, die dies rechtfertigen würden, fehlen. Bereits den vorgeblichen Klimaschutz-Anteil der jetzigen Agrarpolitik von „nur“ 20 Prozent hatte der Europäische Rechnungshof zuletzt als deutlich zu hoch kritisiert.

Der NABU fordert die Staats- und Regierungschefs auf, sich bei ihrem Haushaltsgipfel am 20. Februar klar zu einer klimaschonenderen Agrarpolitik zu bekennen. „Wie die EU-Agrarpolitik künftig aussieht, entscheidet ganz wesentlich darüber, ob der Green Deal gelingt“, so Krüger. Daher sollten die Staatschefs die Agrarminister auffordern, den Vorschlag für die Agrarpolitik nachzubessern.
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Verschiedenes 
 
 
NABU: Neues Gesetz zur Kreislaufwirtschaft greift deutlich zu kurz
Miller: Hersteller mĂĽssen verpflichtet werden, Recyclingmaterial einzusetzen

Berlin, 12. Februar – Die Verabschiedung der Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetz in der heutigen Kabinettssitzung kommentiert NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller:

„Wir begrüßen, dass die Bundesregierung stärkere Akzente bei Abfallvermeidung, Produktverantwortung und öffentlicher Beschaffung recycelter Produkte setzen will. Der vorliegende Novellenentwurf greift aber deutlich zu kurz. Wir brauchen verbindliche Abfallvermeidungsziele. Die Bundesregierung muss eine globale Vorreiterrolle einnehmen, statt nur das umzusetzen, was von der EU ohnehin vorgegeben wird. Es kann nicht sein, dass das Gesetz erlaubt, 2035 noch über ein Drittel unserer Abfälle zu verbrennen und zu deponieren. Das ist keine Kreislaufwirtschaft. Kreislauffähige Produkte bekommen wir nur durch Herstellerverantwortung. Dafür brauchen wir ein Gesetz, das Unternehmen zwingt, recyclingfreundlich zu produzieren. Hersteller müssen außerdem verpflichtet werden, Recyclingmaterial bei der Produktion einzusetzen.“
 
 

Buchtipps 
 
Buchtipp: Janine Steeger
 
Buchtipp: Janine Steeger "Going Green"
Warum man nicht perfekt sein muss, um das Klima zu schĂĽtzen

Vom Boulevard zur Klimaschützerin: Früher war sie das Gesicht von RTL Explosiv, heute lebt Janine Steeger als »Green Janine« einen ganz anderen Lebensstil: Lastenrad statt Jetsetting, Klimaschutz statt Boulevard. Wie sie diese 180-Grad-Wende gemeistert hat, schildert sie in ihrem am 4. Februar 2020 erscheinenden Buch »Going Green«. Ihre Geschichte zeigt, »warum man nicht perfekt sein muss, um das Klima zu schützen« – und dass es möglich ist, den Herausforderungen der Klimakrise mit einer guten Portion Humor zu begegnen.

Janine Steeger hatte alles, wovon sie als Kind geträumt hat: jeden Tag schicke neue Kleider, ein Auto mit Ledersitzen, Flugreisen in ferne Länder. Doch dann kam das Jahr 2011 und mit ihm die Geburt ihres Sohnes und »Fukushima«. Von da an war alles anders. Getrieben von der Frage »Was kann ich dafür tun, dass unser Sohn ein Leben ohne Klimakrise und Umweltkatastrophen führen kann?« stellte sie nach und nach jeden Lebensbereich auf den Kopf – und hängte schlussendlich sogar den einstigen RTL-Traumjob an den Nagel, um sich ganz den Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit zu widmen.

Über die Höhen und Tiefen ihrer Kehrtwende von der Umweltsau zur Umweltschützerin, die Konflikte und Kompromisse mit der Familie, Freundinnen, Kollegen und mit sich selbst – über all dies berichtet die Autorin authentisch und unterhaltsam in »Going Green«. Ein Buch für alle, die ihr Leben nachhaltiger gestalten wollen, aber nicht wissen, wo sie anfangen sollen; und für all die Eltern von Fridays-for-Future-Kids, die vor neuen Herausforderungen stehen. Nachhaltigkeit kann Spaß machen, und wer auf die Umwelt achtet, muss dabei auch nicht perfekt sein.

oekom Verlag 2020, 176 Seiten, € 16,00 (D), 16,50 (A)
ISBN 978-3-96238-176-9
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