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Freitag, 4. April 2025
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Verschiedenes

 
Karlsruhe: Waldklassenzimmer entdecken und Fledermäuse finden
Das Waldklassenzimmer am Kanalweg entdecken können kleine und große Besucher am Sonntag, 16. August, von 13 bis 17 Uhr. Ohne spezielles Programm, aber dafür mit aller Freiheit staunen und spielen. Vielleicht im renovierten Baumhaus oder auf dem großen baumbestandenen Außengelände.

Einen Überblick über die Artenvielfalt in Karlsruhe können sich Familien am Mittwoch, 19. August, im Pavillon hinter dem Schloss verschaffen. Von 9.30 bis 17 Uhr informieren die Waldpädagogik Karlsruhe und andere Umweltorganisationen der Stadt zu diesem Bereich der Biodiversität. Die beiden Angebote sind kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Für die Fledermausnacht am Freitag, 28. August, sind noch einige Plätze frei. Familien mit Kindern können die geheimnisvollen Flattertiere im Rahmen der internationalen "Batnight" kennen lernen und mit einem Detektor auf die Jagd gehen. Die Teilnahme kostet 5 Euro pro Person. Für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich: per Mail an waldpaedagogik@fa.karlsruhe.de oder per Telefon unter 0721 / 133-7354 (montags von 9 bis 11 Uhr sowie dienstags und mittwochs von 14 bis 16 Uhr). Uhrzeit und Treffpunkt werden bei der Anmeldung bekannt gegeben.

Weitere Informationen zum Programm der Waldpädagogik Karlsruhe gibt es unter www.waldpaedagogik-karlsruhe.de.
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Karlsruhe: Ökologischer Landbau und Obstverkostung
Büro für Mitwirkung und Engagement lädt Ehrenamtliche ein
Das Büro für Mitwirkung und Engagement lädt alle ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürger ein, einen Blick hinter die Kulissen des Landwirtschaftlichen Technologiezentrums (LTZ) Augustenberg zu werfen. Nach einem Vortrag über ökologischen Landbau können die Besucherinnen und Besucher im Obsthof an einer Verkostung teilnehmen. Dabei erhalten sie Informationen über einzelne Obstsorten und deren Verwertung.

Die Veranstaltung ist kostenlos und findet am Dienstag, 8. September von 10 bis 12 Uhr statt. Treffpunkt ist vor dem Vortragssaal im Laborgebäude 1 im LTZ Augustenberg (Neßlerstraße 25). Ab den Haltestellen Durlach Turmberg und Bahnhof Grötzingen besteht mit der Buslinie 22 eine direkte Verbindung zur LTZ Augustenberg.

Angesprochen sind alle Bürgerinnen und Bürger, die sich freiwillig in gemeinnützigen Institutionen, Organisationen, Vereinen oder in Schulen und Kindertageseinrichtungen engagieren. Das Büro für Mitwirkung und Engagement nimmt unter der Telefonnummer 0721/133 - 1212 Anmeldungen entgegen.
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NABU fordert konsequenten Waldumbau
Besonders Kiefer-Monokulturen erhöhen Waldbrandgefahr

Angesicht hoher Temperaturen und anhaltender Trockenheit ist die Waldbrandgefahr in verschiedenen Regionen Deutschlands gestiegen. Aus Sicht des NABU kann ein konsequenter Waldumbau dazu beitragen, um langfristig die Gefahr von Waldbränden zu reduzieren.

Laut Umweltbundesamt sagen Risikountersuchungen für die kommenden Jahrzehnte ein steigendes Waldbrandrisiko für Deutschland voraus. Dies liegt im Wesentlichen an erhöhten Temperaturen und rückläufigen Niederschlägen im Frühjahr, Sommer und Herbst.

„Extreme Hitzeereignisse werden in Deutschland voraussichtlich zunehmen. Dies macht den Waldumbau von Kiefern- und Fichtenmonokulturen zu Laubmischwäldern umso dringender“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Naturnahe Wälder seien gegenüber Extremwetterereignissen wie Dürreperioden, Stürmen und Starkregen insgesamt widerstandsfähiger.

Besonders anfällig für Waldbrände sind Kiefer-Monokulturen, wie sie hauptsächlich in weiten Teilen Nordostdeutschlands vorkommen, da die Kronen von Kiefern im Vergleich mit anderen Baumarten sehr lichtdurchlässig sind. Deshalb ist es im Kiefernwald wesentlich wärmer als im Laubwald. Da sich Kiefernadeln nur langsam zersetzen, bilden sie dichte Streuauflagen am Waldboden, die leicht entzündlich sind.

„In jedem Kubikmeter Holz stecken gut 500 Liter Wasser. Auch deshalb müssen unsere Wälder reicher an lebenden und abgestorbenen Bäumen werden. Je höher der Holzvorrat im Wald, desto mehr Wasser kann bei Hitzeereignissen verdunstet werden. So kann sich der Wald selbst besser schützen“, sagte NABU-Fachbereichsleiter Natur- und Umweltschutz Eick von Ruschkowski.

Ein flächendeckender Waldumbau habe insgesamt viele Vorteile. Laubmischwälder seien von Insektenkalamitäten selten betroffen, so dass der Pestizideinsatz sinke. „Verschiedene Baumarten und die damit verbundenen vielen kleinen Nischen machen den Laubmischwald zu einem wertvollen Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Aber auch Wanderer, Reiter und Radfahrer wissen die kühlen Laubwälder im Sommer zu schätzen“, so von Ruschkowski.

Der NABU appellierte auch an die Jäger, ihren Beitrag zum erfolgreichen Waldumbau zu leisten. Durch die viel zu großen Bestände an Reh- und Rotwild wird die Verjüngung von heimischen Laubbäumen verhindert, weil diese in hohem Maße Knospen und Triebe fressen.

„Unsere Wälder sind wertvolle Naturschätze. Sie liefern Gratisleistungen wie saubere Luft und Wasser. Gleichzeitig sind sie bedeutende Lebensräume für Tiere und Pflanzen und wichtige Erholungsräume. Ein konsequenter Waldumbau nützt Mensch und Natur“, so NABU-Präsident Olaf Tschimpke.
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NABU International fordert ein EU-weites Importverbot von Löwentrophäen
Tennhardt: Tausende Löwen sterben jährlich durch illegale Jagd

Zum Internationalen Tag des Löwen (10.8.) fordert NABU International ein EU-weites Einfuhrverbot von Löwentrophäen. „Die grausame und illegale Tötung des 13-jährigen Löwen Cecil in Simbabwe durch einen amerikanischen Trophäenjäger hat internationale Empörung ausgelöst. Trotzdem sterben weiterhin jedes Jahr unbemerkt von der Öffentlichkeit tausende von Löwen durch den Verlust von Lebensraum, Beutetieren, Verfolgung und Jagd“, sagt Thomas Tennhardt, Vorsitzender der NABU International Naturschutzstiftung.

Trophäenjäger töten jedes Jahr bis zu über 1.000 Löwen. Etwa 200 Löwentrophäen werden jedes Jahr in die EU importiert, vor allem nach Deutschland, Frankreich und Spanien. Ein Einfuhrverbot sei daher längst überfällig, um die Großkatzen vor dem Aussterben zu bewahren.

Neben einer Einfuhrsperre für Trophäen müssen sich jedoch auch die Lebensbedingungen vor Ort für die Löwen verbessern. Der dramatische Rückgang des Bestandes afrikanischer Löwen ist primär eine Folgeerscheinung des menschlichen Bevölkerungwachstums. „Siedlungsflächen, Landwirtschaft und Beweidung dringen stetig in den Lebensraum der Löwen vor. Beutemangel zwingt die Tiere dazu, auf Viehherden auszuweichen, wodurch sich Konflikte mit Hirten und Viehzüchtern verschärfen. Daher kommt es oft zu Präventiv- oder Vergeltungs-Tötungen mit Gift, Speeren, Gewehren und anderen Waffen“, erläutert Dr. Barbara Maas, Leiterin internationaler Artenschutz von NABU International.

Die Serengeti ist eine von nur fünf verbleibenden Hochburgen für Löwen in Afrika, in der die einzige gesellige Katzenart langfristig Überlebenschancen hat. Hier schützt NABU International unter Einbezug der ansässigen Maasai-Bevölkerung die Viehherden und dämmt damit die illegale Jagd auf Löwen ein. Unter der Leitung des weltweit rennomierten Löwenforschers Prof. Craig Packer bildet die Projektleiterin Ingela Jansson junge Maasai-Krieger zu Löwen-Hütern aus.

Die an den Serengeti Nationalpark anschließende Ngorongoro Conservation Area (NCA) erlaubt Maasai-Hirten im Schutzgebiet nach ihrer traditionellen Lebensweise zu leben. Viehhaltung ist die wichtigste Lebensgrundlage der Maasai, deren Anzahl sich seit 1959 auf mittlerweile etwa 80.000 Bewohner verzehnfacht hat. Aufgrund von Verfolgung sind Löwen in den von Maasai bewohnten Teilen der NCA selten geworden oder gar verschwunden. „Das von Menschen dicht besiedelte Gebiet stellt eine undurchdringliche Barriere für die Löwen dar, die nun den südlich des Serengeti Nationalparks gelegenen Ngorongoro-Krater nicht mehr erreichen können. Die jahrzehntelange Isolation der Krater-Löwen hat zu durch Inzucht bedingten Fortpflanzungsproblemen und einer erhöhten Anfälligkeit für Krankheiten geführt. Dadurch ist die Zukunft der berühmten Krater-Löwen in Gefahr. Mit knapp 50 Individuen ist ihre Population heute nur noch halb so groß wie in den 1980er Jahren“, so Maas.

Die im Rahmen des NABU International-Projektes beschäftigten Maasai überwachen mit Satellitenhalsbändern versehene Löwen, um Hirten und Dorfbewohner vor sich annähernden Tieren zu warnen. Außerdem machen sie verloren gegangenes Vieh ausfindig und verstärken traditionelle Einzäunungen, um Rinder, Ziegen und Schafe vor Löwen zu sichern. Zusätzlich sollen die Maasai in diesem Jahr Prämien für die Anzahl der in der Nähe lebenden Löwen erhalten. Je mehr Löwen es gibt, desto größer ist der Vorteil für die Dörfer.

Die Zahl der in freier Wildbahn lebenden Löwen ist seit 1993 um etwa 42 Prozent auf weniger als 20.000 gesunken. Im Vergleich zu historischen Werten ist ihr Verbreitungsgebiet bereits um über 80 Prozent geschrumpft.
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Nachhaltigkeitsrat legt Eckpunkte für ein Quartier der Zukunft vor
Klimawandel, Ressourcenknappheit, demographischer Wandel,
Schuldenlast der öffentlichen Haushalte, Beeinträchtigungen der
Ökosphäre, soziale Ungleichheit und Fragmentierung erfordern
eine umfassende, nachhaltige Entwicklung in globaler wie lokaler
Perspektive. In einem solchen gesamtgesellschaftlichen Wandel
hin zu einer zukunftsfähigen Lebensweise spielen Städte in
vielerlei Hinsicht eine zentrale Rolle.

Der Freiburger Nachhaltigkeitsrat, ein Expertengremium aus 40
Mitgliedern aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und
Zivilgesellschaft, hat in seiner konstituierenden Sitzung am 6.
November 2014 die Mitarbeit im Forschungs- und
Entwicklungsprojekt “Quartier Zukunft - der Freiburger
Nachhaltigkeitskompass im Labor Stadt” Bundesministeriums für
Bildung und Forschung (BMBF) beschlossen.

Im Rahmen dieses Projektes wurde auf Basis der Freiburger
Nachhaltigkeitsstrategie zunächst ein als Idealbild
zusammengestelltes „Quartier der Zukunft“ entwickelt

In insgesamt 15 Arbeitsgruppensitzungen (von November 2014
bis Mai 2015) erarbeiteten die Mitgliedsinstitutionen, zeitweise
ergänzt um weitere Institutionen, Eckpunkte für ein „Quartier der
Zukunft“. In seiner Sitzung vom 14. Juli hat der Nachhaltigkeitsrat
dem Eckpunktepapier zugestimmt und es als Empfehlung an den
Gemeinderat verabschiedet.


Mit dem Eckpunktepapier sollen Antworten auf die
Herausforderungen einer nachhaltigen Stadtentwicklung genannt
und zukünftige Handlungsmöglichkeiten für ein Quartier der
Zukunft entwickelt werden, in dem möglichst allen 60 Freiburger
Nachhaltigkeitszielen Rechnung getragen wird.

Unterteilt ist das Papier zum „Quartier der Zukunft“ in sieben
gleichrangige Eckpunkte:


I. Umwelt-Effizienzquartier
II. Wohnen und Arbeiten im Quartier
III. Quartierszentrum zur Vernetzung
IV. Diversität im Quartier – Quartiersarbeit
V. Vernetzte Mobilität im Quartier
VI. Lernlandschaften im Quartier
VII. Umweltfreundliches Quartier

Ziel des Eckpunktepapiers ist es, den Prozess einer nachhaltigen
kommunalen Entwicklung zu gestalten, Möglichkeiten
aufzuzeigen, Ideen zu entwickeln, punktuell Innovationen zu
setzen, Raum für Kreativität und Neues zu schaffen und den
Prozess in transdisziplinärer Weise zu begehen.

Über die Kooperation von Wissenschaft, Politik, Verwaltung,
Zivilgesellschaft, und Wirtschaft wurden in einem
interdisziplinären Raum neue Formen der Zusammenarbeit, der
Auseinandersetzung mit abstrakten Zielen und
wissenschaftlichen Methoden verwirklicht und innovative Ideen
und Konzepte mit Blick auf eine nachhaltige Entwicklung
erarbeitet.

Wissenschaftlich begleitet wurde der Prozess durch das Institut
für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) am
Karlsruher Institut für Technologie (KIT).
Die erarbeiteten Empfehlungen, die - auf ausdrücklichen Wunsch
des Nachhaltigkeitsrates - sowohl für ein neu geschaffenes
Quartier, wie auch für ein Bestandsquartier zur Nachjustierung
anwendbar sind, sollen im Herbst 2015 in den Gemeinderat zur
Beratung eingebracht werden.
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Karlsruhe: Versteigerung von Obstbaum-Erträgen
Geerntet werden hauptsächlich Äpfel und Birnen

Die Landwirtschaftsabteilung des städtischen Liegenschaftsamts versteigert demnächst wieder die Erträge von Obstbäumen in seinem Besitz. Zur Ernte kommen vor allem Bäume mit Äpfeln und Birnen. Der erste Termin ist am Dienstag, 25. August, um 13 Uhr in Daxlanden. Treffpunkt ist der Parkplatz vor dem Restaurant "Saumseen". Zwei Tage später, am Donnerstag, 27. August, werden dann die Erträge von Apfel- und Birnbäumen in Daxlanden versteigert. Interessierte sollten ebenfalls um 13 Uhr am Parkplatz vor dem Kleingartenverein "Am Kastanienbaum" (Ende der Wikingerstraße) sein.
 
 

 
NABU: Obama stimmt auf das Ende des Kohlezeitalters ein
Wichtiges Signal vor der UN-Klimakonferenz in Paris

Zum Klimaschutzplan für die Stromerzeugung der USA, dessen endgültige Fassung US-Präsident Obama heute vorstellen will, erklärte NABU-Präsident Olaf Tschimpke: „Es ist ein wichtiges Signal für den internationalen Klimaschutz, dass die USA ihren Ausstoß von Treibhausgasen senken wollen. Wird der Klimaschutzplan umgesetzt, wird es künftig sehr eng für Kohlekraftwerke in den USA – damit stimmt Obama auf das Ende des globalen Kohlezeitalters ein.“ Obamas Klimaschutzplan sieht vor, dass der Ausstoß von CO2 bei der Stromerzeugung bis zum Jahr 2030 um 32 Prozent sinken soll, verglichen mit dem Jahr 2005.

„Damit die UN-Klimakonferenz in Paris ein Erfolg wird, muss auch die Bundesregierung konkrete Maßnahmen festlegen. Wir müssen endlich ernsthaft über den deutschen Kohleausstieg sprechen. Er ist unumstößlich, wenn Deutschland seine Klimaschutzziele erreichen will und international auf dem Klimaparkett glaubwürdig bleiben möchte“, so Tschimpke weiter.

Die Pläne der US-Amerikaner zum Klimaschutz seien aber noch ausbaufähig. „Auch wenn die Richtung stimmt, gibt es noch viel Luft nach oben. Das Basisjahr 2005 wurde so gewählt, dass schon heute mehr als ein Drittel des selbstgesteckten Ziels zur CO2-Reduktion erreicht sind. Neben dem Stromsektor müssten in den USA auch der Verkehrs- und Gebäudesektor deutlich größere Beiträge zum Klimaschutz leisten“, so der NABU-Präsident.
 
 

 
NABU: Startschuss für groß angelegte Moor-Renaturierungen in Ost-Europa
Tschimpke: Internationaler Moorschutzfonds soll möglichst viele Flächen retten

Der NABU startet ab sofort mehrere Moorschutz-Großprojekte in Polen und den baltischen Ländern. Sie sind Teil des neu gegründeten Internationalen Moorschutzfonds, mit dem der NABU künftig auch außerhalb Deutschlands geschädigte Gebiete renaturieren will. „Nicht nur in Deutschland ist ein Großteil der Moore zerstört. In ganz Europa haben Land- und Forstwirtschaft jahrhundertelang Raubbau an den Flächen betrieben. Dabei sind Unmengen an klimaschädlichen Gasen entwichen. Mit dem Internationalen Moorschutzfonds wollen wir nun möglichst viele Moore wiedervernässen, um so wertvolle Lebensräume zu sichern und das Klima zu schützen“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Unterstützung erhält der NABU dabei von Volkswagen Financial Services sowie der Volkswagen AG. Im Moor bei Krakulice, im Słowiński Nationalpark nordwestlich von Gdańsk, überreichten Lars-Henner Santelmann, Vorstand für Vertrieb und Marketing der Volkswagen Financial Services AG, und Wolfram Thomas, Konzernbeauftragter für Umwelt, Energie und Neue Geschäftsfelder der Volkswagen AG, dem NABU einen symbolischen Scheck über eine Million Euro. Damit soll die finanzielle Grundlage für den Internationalen Moorschutzfonds gelegt werden, um in den kommenden fünf Jahren die ersten Projekte anzustoßen.

Bereits vor fünf Jahren hatten die beiden Kooperationspartner mit dem Deutschen Moorschutzfonds das nationale Pendant zum Internationalen Moorschutzfonds gegründet. „In Deutschland haben wir mit dieser Art des Finanzierungsinstruments sehr gute Erfahrungen gemacht und unterstützen damit schon 13 Moorschutzprojekte des NABU“, sagt Santelmann, „unser langfristiges Engagement mit dem NABU zeigt, dass wir es mit der konkreten Förderung von Klimaschutzprojekten ernst meinen und dies ein fester Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie ist.“

Als ein erstes internationales Projekt ist derzeit eine länderübergreifende Renaturierung mit Moorflächen in Polen, Litauen, Lettland, Estland und Deutschland geplant. Dabei sollen insgesamt bis zu 10.000 Hektar wiedervernässt werden – eine Fläche in etwa so groß wie die Städte Kassel, Gelsenkirchen oder Mainz. Auch die entsprechende Vegetation soll wieder aufgebaut werden, damit neue Torfschichten entstehen und so die Kohlenstoffspeicher-Funktion der Moore wiederhergestellt wird. Das Gesamtvolumen des Projektes, das im September 2015 bei der Europäischen Union beantragt werden soll, beträgt 6,5 Millionen Euro. Aus dem Internationalen Moorschutzfonds werden dafür 750.000 Euro bereitgestellt. Die polnischen Projektflächen liegen dabei im Słowiński Nationalpark bei Gdańsk.

Ein weiteres Gebiet, das direkt vom Internationalen Moorschutzfonds profitieren soll, liegt in der Region Westpommern. Hier soll in drei der wertvollsten Hochmooren Polens der Wasserhaushalt wieder stabilisiert werden, um die Flächen fit zu machen für den Klimawandel .

Bei der Auswahl der Flächen arbeitet der Internationale Moorschutzfonds streng nach wissenschaftlichen Vorgaben. Gleiches gilt für das Monitoring der biologischen Vielfalt und die Überprüfung der jeweiligen Treibhausgasbilanzen der Moore. Grundlage bildet eine eigens erstellte Analyse, die die Möglichkeiten für die Wiederherstellung von Mooren in Osteuropa und Westsibirien untersuchte.

Aus klimapolitischer Sicht gehören Moore zu den wichtigsten Ökosystemen. In intaktem Zustand binden sie Kohlenstoff aus der Atmosphäre. Werden sie durch Entwässerung jedoch gestört, entweichen große Mengen an Treibhausgasen. Obwohl Moorböden nur auf etwa drei Prozent der Erdoberfläche vorkommen, verursachen sie im trockenlegten Zustand 16 Prozent aller vom Menschen verursachten CO2-Emissionen.

„Zerstörte Moore sind eine tickende Zeitbombe für das Weltklima. Daher muss ihre Funktion als wertvoller Kohlenstoffspeicher endlich auch in der internationalen Klimapolitik stärker beachtet werden. Bis heute sind Moore in der UN-Klimarahmenkonvention nicht angemessen berücksichtigt. Spätestens im Dezember bei der UN-Klimakonferenz in Paris muss sich das ändern, dann muss die globale Rolle der Moore neu bewertet werden“, so der NABU-Präsident.


Hintergrund zur Kooperation von NABU und Volkswagen:

Die Volkswagen AG und der NABU sind in einer Dialog- und Projektpartnerschaft miteinander verbunden. Volkswagen hat sich als Ziel gesetzt, bis 2018 ökologisch führender Automobilhersteller der Welt zu sein. Von Deutschlands mitgliederstärkstem Umwelt- und Naturschutzverband erhält Volkswagen dabei fundierten Rat und kritische Begleitung. Die strategische Zusammenarbeit von Volkswagen und NABU ist als beste Praxis im Nachhaltigkeitsmanagement mehrfach ausgezeichnet worden.
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