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Verschiedenes
| | | NABU: Zu viele Rohstoffe werden verschwendet | Brillante Leitideen im Ressourceneffizienz-Programm, dürftige Umsetzung
Der NABU hat dem heute vom Bundeskabinett beschlossenen Programm zum Schutz der natürlichen Ressourcen (ProgRess II) brillante Leitideen bestätigt, kritisiert aber eine klaffende Lücke bei den notwendigen Maßnahmen. Nach den Leitideen sollen Innovationen und Chancen genutzt werden, um ökologische Grenzen beim weltweiten Wirtschaften einzuhalten, indem der Fokus auf Lebensqualität und nicht auf Wachstum des Bruttoinlandsprodukts gelegt wird.
NABU-Präsident Olaf Tschimpke: „Deutschland braucht kein weiteres Förderprogramm für mittelständische Betriebe, sondern eine Idee und konkrete Maßnahmen, die den Naturverbrauch verringern. Genau das bleibt an vielen Stellen unberücksichtigt. Wer den Indikator ‚Rohstoffverbrauch pro Einwohner‘ auf den letzten Drücker aus dem Programm herausstreicht, handelt verantwortungslos.“ Nur was messbar sei, könne auch zielsicher beeinflusst werden. Es sei Teilen der Bundesregierung offensichtlich wichtiger, die Ideologie des Wirtschaftswachstums unangetastet zu lassen, als Informationen über einen verschwenderischen Lebensstil zu sammeln und diesen zum Wohle aller zu beeinflussen.
Nach Einschätzung des NABU ist ProgRess II darüber hinaus finanzpolitisch weit hinter den Notwendigkeiten zurückgeblieben. So finden sich weder Steuerermäßigungen für umweltschonende Produkte, noch Fördervorhaben für gemeinschaftliche und ressourcenschonend Konsumformen. Ähnliche Maßnahmen gibt es für das produzierende Gewerbe seit Jahren.
„Dass sämtliche politische Gestaltungsansätze unter den Haushaltsvorbehalt der zuständigen Ministerien gestellt sind, schwächt die Wirkung des Programms. So hängt es vom Gusto von Ministern ab, ob die öffentliche Hand zukünftig auf Ressourcenschonung setzt. Und: der aufkommensneutrale Umbau des Steuersystems hin zur Besteuerung von Rohstoffverbrauch ist noch nicht einmal in Forschungsvorhaben vorgesehen. Das lässt das Desinteresse der Regierung an einem gesunden Mix von ressourcenpolitischen Instrumenten in der Marktwirtschaft offensichtlich werden“ so NABU-Leiter Ressourcenpolitik Benjamin Bongardt. Positiv sei, dass im letzten Jahr erstmalig eine Nachhaltigkeitsprüfung der staatlichen Subventionen durchgeführt wurde. Diese sei der Öffentlichkeit allerdings weitgehend unbekannt. Eine zusätzliche Chance sei, dass Steuerentlastungen für Unternehmen vorgesehen sind, die Ressourcenschonung in ihr Umweltmanagementsystem integrieren.
Weitere Kritikpunkte des NABU am Ressourceneffizienz-Programm der Bundesregierung:
· Einen Bruch mit der Systematik des Programms vollzieht das Kabinett, indem es Ressourceneffizienz im Baubereich gänzlich uminterpretieren lässt. Dort sollen zukünftig simple betriebswirtschaftliche Produktivitätssteigerungen die Ressourceneffizienz auf dem Papier steigen lassen können, selbst wenn kein Gramm Rohstoff eingespart wird.
· Die bekannte Nutzungskonkurrenz zwischen energetischer und stofflicher Nutzung von Pflanzen bleibt unerwähnt, obwohl eine nachhaltige Landnutzung mit einem stumpfen Ausbau der stofflichen Nutzung von Biomasse nicht leicht zu bewerkstelligen ist.
· Die verbliebenen Indikatoren, die zur Überprüfung des Programms beschlossen wurden, formulieren teilweise lediglich ein Ziel für das Jahr 2020 oder 2030, ohne dass Perspektiven darüber hinaus adressiert werden bzw. Zwischenziele ausgegeben werden.
· Der Bundesregierung gelingt es mit ProgRess nicht, andere Politikstrategien und Programme auf Ressourcenschonung auszurichten. Eine entsprechende Prüfung der High-Tech Strategie, der Rohstoffstrategie, des Programms für nachhaltigen Konsum sowie des Abfallvermeidungsprogramms hätte als leichte Maßnahme innerhalb von zwei Jahren umgesetzt werden können.
· Mindest- und Informationsanforderungen an Produzenten waren in den Entwurfsversionen zu ProgRess II vorgesehen und im Einklang mit aktuellen Verbesserungsanstrengungen bei der Fortentwicklung der EU-Ökodesignrichtlinie. Dazu zählen Vorgaben zur Erhöhung derMaterialeffizienz, Lebensdauer, Recyclingfähigkeit. Nun sollen sie nur noch geprüft werden, was eigentlich schon längst auf EU-Ebene abgeschlossen ist.
· Das Prämien- und Bonuszahlungen in Unternehmen zukünftig an Umweltschutz- und Ressourcenschonungsziele geknüpft werden sollen, findet sich nicht mehr im Programm wieder. Gleiches gilt für die eigentlich überfällige Pflicht für Unternehmen, über ihre Ressourcenschonungsperformance in den Geschäftsberichten zu informieren, um Anlegern eine Investition in nachhaltige Unternehmen zu ermöglichen. | Mehr | | | |
| | | | NABU seit 17 Jahren im Schneeleopardenschutz aktiv | Schutzarbeit auf Bhutan und Tadschikistan ausgeweitet
Wilderei, Lebensraumverlust und Klimawandel bedrohen seltenen „Geist der Berge“
Anlässlich des Internationalen Tag des Artenschutzes (3.3.) macht der NABU auf die Bedrohung des Schneeleoparden aufmerksam. „Schneeleoparden zählen zu den am stärksten bedrohten Großkatzen der Erde. Allein in Kirgistan, wo in den 1980er Jahren noch etwa 1.400 Tiere die Bergketten durchstreiften, werden heute nur noch etwa 300 Schneeleoparden vermutet“, sagte NABU-Vizepräsident Thomas Tennhardt. Der NABU fordert vor allem die Regierungen der Schneeleoparden-Verbreitungsländer dazu auf, dem Schutz der Schneeleoparden eine höhere Priorität einzuräumen und das beschlossene globale Schneeleoparden-Schutzprogramm mit aller Kraft zu unterstützen.
Schneeleoparden werden vor allem aufgrund ihres schönen Fells und ihrer Knochen gejagt. Weiterhin machen ihnen zunehmender Lebensraumverlust, schwindende Beutetiere und die Auswirkungen des Klimawandels zu schaffen. Der NABU engagiert sich bereits seit 1999 für das Überleben der Schneeleoparden, bisher vor allem in Kirgistan. Jetzt weitet der Verband seine Schutzarbeit auf weitere Länder aus und unterstützt etwa Bhutan bei der landesweiten Erfassung der Schneeleoparden-Bestände sowie Tadschikistan bei der Umsetzung ihrer nationalen Schutzziele.
Mit seiner bisherigen Schutzarbeit konnte der NABU bereits erheblich dazu beitragen, den dramatischen Rückgang der Großkatzenpopulation zu verringern. In Kirgistan gelang es dem NABU mit seiner Anti-Wilderei-Einheit „Gruppa Bars“ (deutsch: Gruppe Schneeleopard) über 250 Wilderer festzunehmen und Hunderte Fallen und Waffen zu konfiszieren, davon 25 in 2015. Auch das Bewusstsein der Bevölkerung für die Schutzwürdigkeit der Tiere wächst, das nicht zuletzt auch durch die Aufklärungsarbeit des NABU vor Ort in Schulen und abgelegenen Dörfern gefördert wird. Allein im vergangenen Jahr erreichte der NABU mit dieser Arbeit fast 3.000 Menschen.
Um auch über die Grenzen hinweg den Erhalt der Art zu sichern, brachte die kirgisische Regierung auf Initiative des NABU vor zwei Jahren alle zwölf Länder zusammen, in denen der Schneeleopard vorkommt. Bei dem globalen Schneeleoparden-Forum verabschiedeten die Verbreitungsstaaten ein Schutzprogramm zum Erhalt der Art. Ziel ist es, bis zum Jahr 2020 die 20 wichtigsten Gebiete für Schneeleoparden unter Schutz zu stellen, damit sich hier langfristig Populationen halten können. Der NABU engagiert sich vor allem in zwei dieser Gebiete, in Bhutan und im Nord-Tian-Shan, und weitet dieses Engagement derzeit auf China und Tadschikistan aus.
Weltweit leben nur noch etwa 4.000 – 6.400 Schneeleoparden in den Hochgebirgen Asiens, einem Gebiet, das sich über mehr als 1,8 Millionen Quadratkilometer erstreckt. Auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten der Weltnaturschutzorganisation IUCN (International Union for Conservation of Nature) werden sie deshalb als „stark gefährdet“ geführt. Um den dringend notwendigen Schutz der seltenen Großkatzen auch in der Öffentlichkeit voranzubringen, rief der NABU 2016 zum „Jahr des Schneeleoparden“ aus und begleitet dieses mit verschiedenen Aktionen.
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| | | | NABU: Windkraftplanung gefährdet seltene Adler | Ignoranz gegenüber Artenschutzrecht prägt Genehmigungspraxis
Der NABU kritisiert die häufige Missachtung des Artenschutzes bei der Genehmigung von Windkraftanlagen, insbesondere in Brutrevieren des seltenen Schreiadlers. „Gleich mehrere geplante oder zum Teil schon genehmigte Anlagen widersprechen ganz offensichtlich geltenden Artenschutzvorgaben und hätten überhaupt nicht genehmigt werden dürfen“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Der NABU unterstützt den naturverträglichen Ausbau der Windenergie, aber kritisiert dass seitens der Windkraftplaner auch dann noch an Anlagen festgehalten werde, wenn Fachgutachten bereits belegen, dass sie artenschutzrechtlich nicht genehmigungsfähig sind.
Aktuelle Beispiele aus Mecklenburg-Vorpommern werden in der heute erscheinenden Ausgabe der Fachzeitschrift „Der Falke“ detailliert erörtert. Dabei handelt es sich u. a. um das Windeignungsgebiet Gnoien im Landkreis Rostock, das sich in unmittelbarer Nähe von weniger als 300 Metern zu einem Schreiadlerhorst befindet. Entsprechend der vom Land festgelegten „Tierökologischen Abstandskriterien“ von mindestens 3.000 Metern zum nächsten Horst attestierte ein beauftragter Gutachter dem Gebiet 2013, dass ein Windpark in diesem Gebiet nicht genehmigungsfähig sei. Damit wollte sich das Windkraftunternehmen jedoch nicht zufrieden geben und beauftragte daraufhin einen weiteren Gutachter. „Wir halten es für äußerst ungünstig, dass die Gutachter von den Investoren selbst beauftragt werden. Dadurch werden diese Genehmigungsverfahren immer intransparenter“, so NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann. „Solche Gutachten machen eine objektive Bewertung der artenschutzrechtlichen Belange durch die zuständige Behörde fast unmöglich.“ Der NABU fordert stattdessen ein gebührenfinanziertes System, bei dem der Windkraftbetreiber zwar weiterhin die Gutachten bezahlt, die Vergabe aber durch die unabhängigen Genehmigungsbehörden erfolgt.
Ein aktueller Fall, in dem der NABU Mecklenburg-Vorpommern eben diese Intransparenz scharf kritisiert, ist das Windeignungsgebiet „Ferdinandshof“ im Gebiet der Friedländer Großen Wiese. „Die ausgelegten Unterlagen, insbesondere der Umweltbericht, sind in einem Maß unvollständig, dass eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den Umweltauswirkungen gar nicht möglich ist“, so NABU-Landesvorsitzender Stefan Schwill. „Angaben zu Arten und Anzahl der im Umfeld der Planungsfläche lebenden Vögel und Fledermäuse sind in den ausgelegten Unterlagen nicht zu finden. Dabei ist das Vorkommen des stark bedrohten Schreiadlers im Gebiet bekannt, ebenso wie mehrere Seeadler- und Weißstorchhorste. Außerdem befindet sich die für die Windkraftnutzung vorgesehene Fläche in einem Hauptflugkorridor zwischen den Schlaf- und Nahrungsplätzen Tausender jährlich in diesem Gebiet rastenden Wasservögel. „Dies müsste aus den Unterlagen der Gutachter klar hervorgehen. Ausführliche Monitoringergebnisse haben die Windplaner jedoch nicht vorgelegt. Es liegt der Verdacht nahe, dass hier Konflikte mit dem Artenschutzrecht bewusst verschleiert werden sollen“, so Schwill.
Zunehmend beobachten Naturschützer auch die Zerstörung von Greifvogelhorsten. Ein Bericht über drei Fälle, in denen die Zerstörung von Schreiadlerhorsten im Umfeld geplanter Windkraftanlagen dokumentiert wurde, befindet sich ebenfalls in der aktuellen Ausgabe des Fachblatts „Der Falke“. Zwei davon ereigneten sich in Mecklenburg-Vorpommern. „Ein Skandal. Es kann nicht sein, dass unliebsame Fakten auf diese Art und Weise einfach aus dem Weg geräumt werden, damit eine Planung genehmigt wird“, so Stefan Schwill.
Fachliche Empfehlungen in der Planungsphase berücksichtigen
Nur noch etwa 100 Brutpaare des seltenen Schreiadlers brüten in Deutschland, davon rund Dreiviertel in Mecklenburg-Vorpommern, das damit eine besondere Verantwortung für den Schutz dieser Greifvogelart hat. Aufgrund der hohen Gefährdung der Art durch Windkraftanlagen empfiehlt der von den staatlichen Vogelschutzwarten erarbeitete Fachstandard, das sogenannte Helgoländer Papier, über die aktuelle Landesregelung hinaus sogar einen Mindestabstand von sechs Kilometern zwischen Windrädern und Schreiadlerhorsten und das gänzliche Freihalten der wenigen Verbreitungszentren des Schreiadlers. „Um den Windplanern eine höhere Planungssicherheit zu ermöglichen, und Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden, appellieren wir an alle Planungsbehörden und Investoren, bereits bei der Ausweisung von Eignungsgebieten und der Standortwahl die fachlichen Empfehlungen zum Abstand von bekannten wichtigen Vogelvorkommen zu berücksichtigen“, so Vogelschutzexperte Lachmann. | Mehr | | | |
| | | | NABU: Deutsche trinken nicht nur Bier | Glyphosat in vielen Lebensmitteln
Miller: Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt verharmlost gesundheitsgefährdendes Pestizid - Anwendung im Haus- und Kleingartenbereich verbieten
Angesichts neuer Untersuchungen, wonach mehrere deutsche Biersorten mit dem Pestizid Glyphosat belastet sind, und mit Blick auf die im März anstehende Entscheidung zur Neuzulassung in der Europäischen Union, hat der NABU erneut eine umfassende Neubewertung des Pflanzengifts gefordert. Darüber hinaus fordert der NABU ein Glyphosat-Verbot im Haus- und Kleingartenbereich. „Glyphosat ist in immer mehr Produkten des täglichen Gebrauchs enthalten, und das in bedenklicher Konzentration. Die Bundesregierung und zuständigen Bundesbehörden müssen die Bedenken endlich ernst nehmen und gegen die Zulassung von Glyphosat stimmen, solange Risiken für Mensch und Natur nicht einwandfrei widerlegt sind“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Die Krebsforscher der Weltgesundheitsorganisation WHO hatten das Mittel im vergangenen Sommer als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft. Nach einer am gestrigen Donnerstag veröffentlichten Untersuchung wurde Glyphosat jetzt in beliebten Biersorten nachgewiesen.
Es sei nicht nachvollziehbar, dass der für Verbraucherschutz zuständige Landwirtschaftsminister Christian Schmidt und das Bundesamt für Risikoforschung (BfR) die Risiken des Gifts immer noch herunterspielen. Schmidt und das Bundesinstitut hatten angesichts der Rückstände im Bier behauptet, eine gesundheitlich bedenkliche Menge des Pflanzenschutzmittels nehme man erst dann zu sich, wenn ein Mensch 1.000 Maß Bier täglich trinke. „Wir trinken schließlich nicht den ganzen Tag Bier.Glyphosat steckt in vielen Lebensmitteln des täglichen Gebrauchs. Zum Beispiel in Obst, Gemüse, Brötchen oder Nudeln“, so Miller.
Berücksichtige man all diese Produkte, ihre jeweiligen Belastungen mit Glyphosat und die Regelmäßigkeit des Verzehrs, ergebe sich daraus ein viel realistischeres Bild der Gesundheitsgefährdung. Wer zudem in der Nähe einer landwirtschaftlich konventionell genutzten Fläche wohne oder glyphosathaltige Produkte im eigenen Garten anwende, bekomme auch auf diesem Wege zusätzlichen Spritznebel ab.
Glyphosat ist das weltweit am häufigsten eingesetzte Unkrautvernichtungsmittel. In Deutschland werden pro Jahr etwa 6.000 Tonnen versprüht, rund 39 Prozent aller Ackerflächen sind mit dem Herbizid behandelt. „Diese schleichende Dauerbelastung für uns Menschen und die biologische Vielfalt muss ein Ende haben. Die Neuzulassung eines gefährlichen Pflanzengifts wie Glyphosat muss ausgesetzt werden“, so Miller.
Der NABU fordert ein Glyphosat-Verbot im Haus- und Kleingartenbereich. Im Heimbereich wird das Gift gerne gespritzt, um sich das Hacken des Unkrauts zu ersparen. Doch hierbei ist das Risiko von Fehlanwendungen mit am größten. Zum anderen fordert der NABU die EU-Mitgliedsstaaten auf, sich im März gegen eine Neuzulassung des Herbizids auszusprechen. Den EU-Ministern liegt ein Antrag auf Zulassung vor, der dann bis zum Jahr 2031 gelten soll. Erst kürzlich hatte die EU-Kommission bekannt gegeben, dass sie den Mitgliedstaaten empfehlen will, Glyphosat weiter zuzulassen – aus Sicht das NABU ein vollkommen falsches Signal.
Der NABU setzt sich seit vielen Jahren für ein Verbot von Glyphosat ein. Erst kürzlich hatte der Umweltverband mit einer Protestaktion erreicht, dass mehrere Baumärkte den Verkauf glyphosathaltiger Produkte stoppten, darunter zum Beispiel Bauhaus, Hornbach, Obi, Pflanzen Kölle oder Globus. Eine Stichprobe der Umweltschützer am gestrigen Donnerstag zeigte, dass sich jene Bau- und Pflanzenmärkte, die ein Verzicht angekündigt haben, auch an ihr Versprechen halten und die Produkte nicht mehr anbieten. In anderen Baumärkten (u.a. Hellweg) und im Online-Handel ist es jedoch weiterhin möglich, Glyphosat-Produkte für den Privatgebrauch fast ohne Beratung zu erhalten.
Der NABU appelliert daher auch an die Online-Händler, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und Glyphosat ebenfalls konsequent auszulisten. Bislang verkaufen Unternehmen wie Amazon, Westfalia, Pflanzotheke oder Floristik24 weiter glyphosathaltige Produkte im Internet.
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| | | | „Die Gebäude.Energie.Technik ist auf dem richtigen Kurs“ | Gebäude.Energie.Technik 2016
26. bis 28.02.2016, Messe Freiburg
Freiburg, 28. Februar 2016 – Mit einem deutlichen Plus bei den Ausstellern und einer Besucherzahl von über 9.500 ging heute die neunte Gebäude.Energie.Technik (GETEC) auf dem Freiburger Messegelände zu Ende. Die Veranstalter zeigten sich mit dieser Entwicklung sehr zufrieden. Sie verzeichneten mit 215 Ausstellern, der zweithöchsten Ausstellerzahl seit Bestehen der GETEC, eine knapp 30prozentige Zunahme gegenüber dem Vorjahr. „Den Anstieg bei der Ausstellerzahl hatten wir so nicht erwartet. Damit konnten wir die Delle von 2015 ausgeglichen. Das zeigt: Wir sind auf dem richtigen Kurs und können für die GETEC positiv in die Zukunft schauen“, erklärte Daniel Strowitzki, Geschäftsführer der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM). Im Jahr 2017 wird die GETEC ihre zehnte Auflage erleben. Das Jubiläum nehmen die Veranstalter zum Anlass, erstmals den „GETEC-Award“ auszuloben.
Sehr erfreut über die Aufwärtsentwicklung der GETEC zeigte sich auch Markus Elsässer, Geschäftsführer Solar Promotion und Veranstalter der GETEC: „Die GETEC trifft nach wie vor die Themen der politischen Agenda, wie sie zuletzt beispielsweise auf der Weltklimakonferenz in Paris diskutiert wurden. Heute sind Hauseigentümer von vielen gesetzlichen Regelungen betroffen, die vor allem energetische Aspekte betreffen. Die GETEC gibt Hilfestellung, hier einen Überblick zu bekommen beziehungsweise zu behalten.“ Der stark gesunkene Ölpreis solle niemanden leichtfertig davon ausgehen lassen, dass Anstrengungen für energieeffizientes Bauen und Wohnen nicht mehr dringend seien. „Beim Sanieren und Modernisieren sollte man langfristig denken, denn die Ölpreise werden mit Sicherheit wieder steigen“, so Elsässer.
Bei den Ausstellern genießt die Gebäude.Energie.Technik hohes Ansehen, wie beispielsweise Jürgen Ebler, Vertriebsleiter der Südbaden LTM Lüftungstechnik aus Sölden, bestätigte. Das Unternehmen für Komfortlüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung ist bereits seit den Anfängen der GETEC 2008 mit dabei und verfügt daher über entsprechende Vergleichsmöglichkeiten. Sein Eindruck von der diesjährigen Messe: „Ich kann nur Positives berichten. Die Messe ist konzentrierter geworden und dabei ist die Qualität des Publikums gestiegen.“ Ebler freut sich besonders über den unmittelbaren wirtschaftlichen Erfolg seines Messeengagements: „Ich habe noch nie erlebt, dass ich bereits auf der GETEC zu geschäftlichen Abschlüssen komme.“ Somit hat sich sein Entschluss für die Freiburger Messe als richtig erwiesen: „Wir gehen nicht mehr auf jede Messe. Stattdessen suchen wir uns die Messen aus, von denen wir uns etwas versprechen. Und dazu gehört ganz klar die GETEC. Sie ist für uns eine wichtige Messe.“ Das Besucheraufkommen sieht Ebler „absolut positiv“. Seiner Meinung nach ist die GETEC mit ihrem Konzept auf dem richtigen Weg, entsprechend sein Resümee: „Wer sanieren oder bauen will und sich auf der GETEC informiert, der weiß anschließend, was er zu tun hat.“ Sein Entschluss, 2017 wieder an der GETEC teilzunehmen, stehe bereits definitiv fest.
Zum ersten Mal auf der GETEC vertreten ist die Holzbau Bruno Kaiser GmbH aus Bernau im Schwarzwald. „Wir wollen hier ein Fachpublikum treffen, das können Häuslebauer sein oder Bauherren von Mehrfamilienhäusern“, sagt Stefan Kudermann, zuständig für Projektentwicklung und Verkauf. „Die Qualität der Gespräche ist hoch, was für uns als Aussteller ein ganz wichtiges Kriterium ist.“ An seinem Messestand interessierten sich die Besucher für das ökologische Bauen mit Holz. Dabei konnte Kudermann feststellen, dass es immer wieder nötig ist, Aufklärungsarbeit zu leisten und die Menschen zu sensibilisieren, was ökologisches Bauen mit Holz kann und darf. Gerade eine Stadt wie Freiburg als Green City könne davon profitieren. „Für diese Aufgabe können wir die GETEC sehr gut als Plattform nutzen“, so Kudermann.
Das ebenso gut informierte wie vorbereitete Publikum nutzte die vielfältigen Angebote von Ausstellern und das Rahmenprogramm intensiv. Auf rund 9.000 Quadratmetern Brutto-Ausstellungsfläche konnten sich die Messebesucher über innovative Produkte und Dienstleistungen zum zukunftsfähigen und energieeffizienten Modernisieren, Sanieren und Bauen informierten. Das Spektrum reichte von der Gebäudehülle über Heizungs- und Anlagentechnik, erneuerbare Energien und Stromspeicherung bis zur ökologischen Haustechnik. Große Praxisnähe und ein dicht bestücktes Veranstaltungsangebot kennzeichneten das für Messebesucher kostenfreie Rahmenprogramm. Zur Auswahl standen 20 Fachvorträge, 9 Messerundgänge, 7 Seminare und 3 Workshops. Als Magnet der Messe erwies sich einmal mehr der „Marktplatz Energieberatung“. Insgesamt verzeichneten die 40 anwesenden Energieberater über 500 Impulsberatungen. Seit dem Start der GETEC 2008 hat es damit bereits rund 5.000 Beratungen für Bauherren gegeben.
Anlässlich des 10jährigen Jubiläums 2017 planen die Veranstalter für die kommende GETEC einen „GETEC-Award“ auszuloben. Damit soll der „beste energetische Neubau“ und die „beste energetische Sanierung“ aus der Stadt und Regio Freiburg gesucht und prämiert werden. Teilnahmeberechtigt sind Projekte von Firmen, die auf der GETEC ausgestellt haben, sowie erfolgreich umgesetzte Projekte aus den über 5.000 auf dem Marktplatz Energieberatung der GETEC durchgeführten Beratungen. Die Vorauswahl der Nominierten wird eine Fachjury, besetzt aus dem Kreis der Kooperationspartner der GETEC, treffen. Die Bewerbungsunterlagen für den GETEC Award 2017 werden voraussichtlich im April 2016 versandt.
Die zehnte Gebäude.Energie.Technik findet vom 17. bis 19. Februar 2017 statt. | Mehr | | | |
| | | | ÖKO-TEST-Magazin März 2016 | Aus dem Inhalt
Test: Obstsalate to go
Sind Obstsalate zum Mitnehmen praktische Vitaminbomben oder eklige Keimschleudern? Alle Produkte mit einer Ausnahme überschritten die Richtwerte der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie, die es unter anderem für Hefen, Schimmelpilze und Enterobakterien gibt. Teilweise waren die von ÖKO-TEST untersuchten Proben vergammelt oder mit Keimen und Schimmelpilzen so hoch belastet, dass Schwangere und Kleinkinder besser die Finger von den Produkten lassen sollten.
Test: Kindergartenrucksäcke
Schick, leicht, viel Platz, gut tragbar, schadstofffrei: Die Ansprüche, die Eltern und Nachwuchs an Kindergartenrucksäcke stellen, sind überschaubar. Dennoch zeigt der neue Test, dass nicht alle Modelle diesen Anforderungen gerecht werden. So lässt sich teilweise der Brustgurt nicht verstellen oder die Rückenpolsterung ist zu dünn. Bei zwei erwies sich das Material als nicht besonders haltbar. Einige Produkte stecken voller bedenklicher und/oder problematischer Schadstoffe. Immerhin sechs Rucksäcke kann ÖKO-TEST empfehlen.
Test: Babyfeuchttücher
Um Babyfeuchttücher haltbar zu machen, greifen manche Hersteller auch zu gesundheitsgefährdenden Konservierern wie das in der EU seit 2015 in Kosmetik verbotene PHMB. Es ist als Gefahrstoff (CMR2) eingestuft, also eine jener Substanzen, die als krebserzeugend, erbgutverändernd und/oder fortpflanzungsgefährdend bewertet sind. Es besteht zudem der Verdacht, dass PHMB beim Einatmen giftig ist. Darüber hinaus analysierte das Labor teilweise auch PEG/PEG-Derivate und halogenorganische Verbindungen.
Test: Rasier- und Haarentfernungsmittel
Die Inhaltsstoffe dieser Produkte sind teilweise ganz schön problematisch: In einem Rasiergel steckt etwa ein Farbstoff, der das krebsverdächtige Anilin enthält. So manche Duftstoffe lösen häufig Allergien aus, können sich im menschlichen Gewebe anreichern und/oder sind vermutlich fortpflanzungsschädigend. Störenfriede in Enthaarungscremes sind auch Thioglykolsäure und ihre Salze, weil diese das Potenzial haben, Hautirritationen herbeizuführen. Nutzer dieser Mittel haben aber auch Alternativen: Es gibt vier „sehr gute“ Produkte im Test.
Test: Präparate zur Hyposensibilisierung
ÖKO-TEST wollte wissen, ob die Präparate, die Pollenallergikern in Deutschland derzeit zur Hyposensibilisierung verabreicht werden, sicher und wirksam sind. Dafür wurden insgesamt 36 Therapieallergene mit Pollenextrakten von Gräsern, Bäumen und Kräutern kritisch überprüft. Knapp die Hälfte ist unter arzneimittelrechtlichen Gesichtspunkten empfehlenswert, da sie ein positives Risiko-Nutzen-Verhältnis vorweisen können. Kritikpunkte gibt es auch: So sind etwa alle Injektionssuspensionen mit Phenol konserviert – einem antimikrobiellen Wirkstoff, der zu Nervenstörungen führen kann.
Test: Dielenböden
Vier Massivholzdielen und acht Fertigparkettdielen wurden auf problematische Inhaltsstoffe sowie elektrostatische Oberflächenspannung untersucht. Außerdem wurden sie einem umfangreichen Praxistest unterzogen, in dem etwa die Empfindlichkeit der Oberfläche gegenüber Feuchtigkeit und Chemikalien geprüft wurden. Das Testergebnis: Einige zeigten leichte Veränderungen bei Rotwein, Kaffee und Kondensmilch, etwas stärkere Flecken gab es bei schwarzem Johannisbeersaft, Desinfektionsmitteln, Reinigungslösung – und bei Wasser. Kritikpunkte sind die immer dünneren Nutzschichtdicken.
Test: Neue Rentenversicherungen
Immer mehr Versicherer bieten neue, flexiblere Produkte für die Altersvorsorge an. Die sollen bessere Ertragschancen bieten, im Gegenzug sinken die Garantien. Doch der ÖKO-TEST zeigt: Ein gutes Geschäft sind die Tarife nur für die Anbieter. Den Verbrauchern wird dagegen jede Menge Sand in die Augen gestreut. Indexpolicen etwa versprechen Börsenchancen ohne Risiko. Doch es fließt kein einziger Cent wirklich an die Börse. Nur wenn der Versicherer Überschüsse erwirtschaftet, wird Geld zur „Indexpartizipation“ eingesetzt. Manche Versicherer schließen zudem komplizierte und für Laien völlig undurchsichtige Optionsgeschäfte ab.
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Dieses Mal im Heft: Extra Allergien
Keine Bagatelle
Immer mehr Menschen quälen sich mit Heuschnupfen, Asthma oder Neurodermitis herum – Krankheiten, von denen noch vor wenigen Generationen kaum jemand etwas wusste. Seit etwa fünfzig Jahren steigt die Zahl der Betroffenen an, vor allem in den reichen Industrienationen. Wer oder was ist daran schuld?
Weizen und Milch: Unter Generalverdacht
Milch und Weizen sind in Ungnade gefallen. Sie sollen Allergien, Unverträglichkeiten und andere Krankheiten hervorrufen. Doch sind diese Grundnahrungsmittel wirklich so heikel, wie behauptet wird? Dieser Frage ist ÖKO-TEST nachgegangen.
Hyposensibilisierung: Alternative zu lebenslangem Leiden
Die spezifische Immuntherapie ist die einzige Möglichkeit, eine Pollenallergie ursächlich zu behandeln. Mittlerweile muss sie nicht mehr zwingend via Spritze absolviert werden. Tabletten und Tropfen können ebenfalls eine gute Wahl sein.
Kontaktallergien: Bleib mir fern!
Wenn die Haut verrückt spielt, steckt oft eine Kontaktallergie dahinter. Die einzige Therapie besteht darin, den Auslöser zu meiden. Doch die Spurensuche kann mühsam sein, da die Symptome oft zeitverzögert auftreten. Um Allergiker besser zu schützen, hat die EU einige Regelungen verschärft.
Teilnahme an einer Studie: Proband gesucht
Um neue und bessere Therapien gegen Allergien auf den Markt zu bringen, sind umfangreiche Studien mit Patienten Pflicht. Die Untersuchungen sind mittlerweile streng formalisiert und stark kontrolliert. Vorsicht ist dennoch geboten.
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Und außerdem:
Fünf Jahre nach Fukushima, 30 Jahre nach Tschernobyl: Strahlende Zukunft
Nach dem Tsunami kam es im Atomkraftwerk Fukushima zu unkontrollierten Kernschmelzen in drei Reaktoren. Noch heute verstrahlen geschmolzene Brennstäbe täglich 300 Tonnen Grundwasser. Am Standort Tschernobyl hofft man auf 100 Jahre Sicherheit. | Mehr | | | |
| | | | Nein zur Tank- und Rastanlage an der B31 Friedenweiler / Rötenbach | In Friedenweiler / Rötenbach ist eine große Tank- und Rastanlage an der B31 geplant. Hintergrund ist auch der zunehmende LKW-Verkehr und der erkennbare Mangel an Stellplätzen. Hinter dem Mangel an LKW-Stellplätzen (nicht nur an Autobahnen) stehen häufig auch massive wirtschaftliche Interessen und starke Lobbygruppen aus Politik und Wirtschaft wie dieser Beitrag deutlich zeigt.
Nach Ansicht von BUND-Geschäftsführer sollte die Lösung "Intelligenz und Technik statt Flächenverbrauch" sein. In vielen Industrie- und Gewerbegebieten, direkt neben Autobahnen und Landstraßen, gibt es Abends viel ungenutzten, freien LKW-Parkraum.
Mit Hilfe moderner Technik sollte versucht werden, die LKW auf diese sinnvollen Ausweich-Parkplätze zu lenken. Und ein aufgestelltes Dixi-Klo für die LKW-Fahrer ist langfristig tausend mal billiger als der Bau neuer, teurer, flächenfressender und naturzerstörender Parkplätze an unseren Autobahnen und Straßen.
Hier braucht es neues Denken und intelligente, moderne Parkleitsysteme statt immer mehr Parkplätze.
Gerade die noch schönen Naturlandschaften im Schwarzwald und auf der Baar sollten geschont werden.
Hier finden Sie unsere Stellungnahme vom 22.02.2016 :
Ablehnung des Bebauungsplans / Nein zur Tank- und Rastanlage an der B31 Friedenweiler / Rötenbach
Stellungnahme
Sehr geehrte Damen und Herren,
der Gemeinderat der Gemeinde Friedenweiler hat am 08.12.2015 den Entwurf des Bebauungsplanes „Tank- und Rastanlage B31“ gebilligt und beschlossen.
Der Geltungsbereich des Bebauungsplanes liegt in einem Waldbereich von ca. 6,2 ha, westlich von Rötenbach. Bei den Waldflächen handelt es sich mehrheitlich um intakte Waldökosysteme, die großflächig, u. a. durch Weißtannenvorbau, vorverjüngt sind.
In knappen Sätzen die wichtigsten Punkte, welche aus unserer Sicht den Standort als ungeeignet erscheinen lassen:
1. Direkt neben den geplanten Stellplätzen liegt das stillgelegte Sägewerk HWR. Dort wäre ausreichend versiegelte und vorbelastete Fläche vorhanden. Diese müssten nicht naturschutz- und forstrechtlich ausgeglichen werden. Zu einem großen Teil trägt die Aufwendungen im vorliegenden Fall die Straßenbauverwaltung als zuständige Behörde für die LKW Stellplätze und damit auch der Steuerzahler (nach dem derzeitigen Planungsstand müssen ca. 2 Mio. Ökopunkte ausgeglichen werden).
2. Durch den anmoorige Bodenbeschaffenheit wird massiver Bodentausch für die Standsicherheit der Anlage von Nöten sein. Dadurch wird ein erheblicher finanzieller Aufwand entstehen, der in keiner Relation zu den lediglich 40 geschaffenen Rastplätzen steht. Wertvoller, mit Weißtanne vorgebauter Bergmischwald, wird dadurch unwiederbringlich zerstört.
3. Unterhalb der Anlage liegt das Naturschutzgebiet „Rötenbacher Wiesen“. Dazu passt keine Einrichtung dieser Art mit den negativen Auswirkungen, welche durch das Oberflächenwasser aus der Anlage entstehen können.
4. Ob es an dieser Stelle wirklich eine Tankstelle braucht halten wir für fraglich. Sowohl in westlicher Richtung nach ca. 4,5 km, als auch in östlicher Richtung nach ca. 6 km, sind Tankstellen vorhanden. Wir sehen dies als Verdrängungswettbewerb der Ölkonzerne auf dem Rücken unserer weitgehend intakten Waldlandschaft im Hochschwarzwald.
5. Als Ausgleichsmaßnahme für den Eingriff wurde u. a. eine Biotopverbesserung im vorgelagerten Bereich der geplanten Grünbrücke, ca. 650m westlich der Tank und Rastanlage erarbeitet. Dies ist sehr zu begrüßen, da diese Maßnahme zur Wiedervernetzung von Wildkorridoren dient. Es stellt sich jedoch die Frage, ob dann eine Tank- und Rastanlage in unmittelbarer Nachbarschaft zur geplanten Grünbrücke in das Wildwegemanagement passt.
Sehr geehrte Damen und Herren, wir möchten Sie bitten, die gesamte Anlage unter ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten nochmals in Augenschein zu nehmen. Wir kommen nach Prüfung der Planunterlagen zu dem Schluss, dass hier die Einzelinteressen einiger weniger, mit den Gemeinwohlinteressen und dem Erhalt unserer wunderbaren Landschaft nicht in Einklang zu bringen sind.
Wir lehnen die Planungen ab, bis ein umweltverträglicher Standort gefunden ist.
| | | | | | Autor: Axel Mayer, BUND Geschäftsführer |
| | | | Energieeffizient planen, bauen und wohnen | Gebäude.Energie.Technik startet in drei Tagen
Messe mit über 200 Ausstellern konsolidiert - Trinationaler Charakter gestärkt - Thema Stromspeicherung immer wichtiger - Dicht bestücktes Rahmenprogramm
Freiburg, 22. Februar 2016 – Mit der neunten Auflage öffnet am kommenden Freitag die Gebäude.Energie.Technik (GETEC) ihre Tore auf dem Freiburger Messegelände. Vom 26. bis 28. Februar 2016 präsentiert sich die Messe als Informationsplattform für energieeffizientes Planen, Bauen und Wohnen. Erstmals findet parallel zur GETEC am 25. und 26. Februar der 6. Kongress „Energieautonome Kommunen“ statt. Mit über 210 Ausstellern verzeichnet die diesjährige GETEC einen spürbaren Zuwachs gegenüber dem Vorjahr. Auf rund 9.000 Quadratmetern Brutto-Ausstellungsfläche erwarten die Messebesucher innovative Produkte und Dienstleistungen zum zukunftsfähigen und energieeffizienten Modernisieren, Sanieren und Bauen – von der Gebäudehülle über Heizungs- und Anlagentechnik, erneuerbare Energien und Stromspeicherung bis zur ökologischen Haustechnik. Das für Messebesucher kostenfreie Rahmenprogramm ist geprägt von großer Praxisnähe und einem dicht bestückten Veranstaltungsangebot. Darunter sind 20 Fachvorträge, 9 Messe-rundgänge, 7 Seminare und 3 Workshops. Insgesamt bieten die GETEC und der 6. Kongress „Energieautonome Kommunen“ rund 50 Referenten auf. Produkt- und herstellerneutrale Impuls-Beratungen liefert das Messe-Herzstück, der „Marktplatz Energieberatung“. Alle Themen und Termine der GETEC sind online unter www.getec-freiburg.de verfügbar.
Für Hauseigentümer hat sich 2016 einiges geändert. Neue gesetzliche Bestimmungen sollen helfen, den Gebäudebestand in Deutschland energetisch zu verjüngen. Am 1. Januar ist das Energieeffizienzlabel für alte Heizungen in Kraft getreten. Außerdem müssen seit Jahresbeginn die obersten Geschossdecken zu unbeheizten Dachräumen oder die Dachschrägen ausreichend gedämmt sein. Eine weitere Änderung kommt ab 1. April hinzu: Die Förderung für neue Heizungen und Lüftungsanlagen sowie neue Fenster und Türen erhöht sich deutlich. Was an einem Gebäude überhaupt gemacht werden sollte und wie die Förderung am besten eingesetzt werden kann, darüber können sich Messebesucher auch auf der GETEC 2016 informieren.
„Solchen Veränderungen und Wandlungen rund um die Themen Bauen und Energiewirtschaft ist die GETEC seit ihrer ersten Auflage gefolgt. Heute hat sich die Messe als die Informationsplattform für energieeffizientes Planen, Bauen und Modernisieren sowie erneuerbare Energien im Südwesten etabliert. Diese positive Entwicklung bestätigen die über 200 Aussteller auf rund 9.000 Quadratmetern Brutto-Ausstellungsfläche. Damit hat die GETEC zu alter Stärke zurückgefunden“, betont Daniel Strowitzki, Geschäftsführer der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM). Besonders wichtig sei auch die erneut intensivierte regionale Vernetzung der Messe, die sich in dem gewachsenen trinationalen Charakter spiegele, so Strowitzki. Beispiele hierfür seien der Besuch einer Gruppe von Fachleuten aus der Freiburger Partnerstadt Besançon, zu dem ein Fachvortrag und ein geführter Messerundgang gehören. Der Kongress Energieautonome Kommunen bietet zwei weitere Foren mit deutsch-französischer Übersetzung an.
Auch wenn sie in der tagesaktuellen Diskussion etwas verblasst ist – die Energiewende ist nach Ansicht der GETEC-Veranstalter eine bleibende Herausforderung. Immer klarer wird, dass dezentrale Speichersysteme eine Schlüsselrolle beim Umbau der Energiewirtschaft einnehmen. „Das zeigt sich auch auf der GETEC, wo Stromspeicherlösungen immer präsenter werden. Bei rund 30 der über 200 Aussteller können Messebesucher sich zum Thema Energiespeicherlösungen und -anwendungen informieren“, erklärt Markus Elsässer, Geschäftsführer des Veranstalters Solar Promotion GmbH. „Die Strompreise in Deutschland kennen nur den Weg nach oben, gleichzeitig kommen immer mehr Batteriespeicher zu aktuell sinkenden Preisen auf den Markt. Damit wird es für Hausbesitzer mit einer Photovoltaikanlage immer attraktiver, den selbst günstig erzeugten Strom auch selbst zu verbrauchen“, so Elsässer. Inzwischen sei ein Eigenverbrauch von über 80 Prozent realisierbar. Bereits heute lohnt sich die Kombination aus günstigem Speicher und einer PV-Anlage schon wirtschaftlich.
Anlässlich der GETEC startet die Handwerkskammer Freiburg einen Feldtest zur Nutzung von Elektro-Nutzfahrzeugen. „Elektromobilität ist aktuell wieder in aller Munde. Die von der Bundesregierung für 2020 formulierten Klimaschutzziele scheinen mittlerweile unerreichbar. Als Antwort werden zurzeit vor allem finanzielle Anreizprogramme zur Steigerung des Verkaufs diskutiert. Wir glauben aber, entscheidender ist zunächst, die bestehenden Vorbehalte der Kunden auszuräumen, etwa durch Verbesserungen bei der Reichweite oder durch den Ausbau der regionalen Ladeinfrastruktur“, erklärt Wolfram Seitz-Schüle, Geschäftsführer des Geschäftsbereiches Handwerks-/Wirtschaftspolitik der Handwerkskammer Freiburg. Der E-Mobilität gehöre die Zukunft. Um hierfür gut aufgestellt zu sein, möchte sich die Handwerkskammer in den kommenden Monaten gemeinsam mit ihren Betrieben ein besseres Bild der aktuellen Praxistauglichkeit machen.
Praxisnahe Informationen nach Maß im Rahmenprogramm
Kennzeichnend für die GETEC ist ihre Mischung aus Produktpräsentationen, Beratung und dem inhaltlich darauf abgestimmten Rahmenprogramm. Das für Messebesucher kostenfreie Rahmenprogramm lehnt sich sehr stark an Themen aus der Bau- und Modernisierungspraxis an. Dazu gehören Fachvorträge und Bauherren- und Nutzerseminare mit hochkarätigen Referenten aus der Praxis, die jeweils die drei großen Themen- und Ausstellungsbereiche der Messe – Gebäudehülle, Heiz- und Anlagentechnik sowie erneuerbare Energien – widerspiegeln. Qualifizierte Energieexperten führen Messerundgänge und Fachgespräche zu ausgewählten Themen, ergänzend zum Vortragsprogramm der Messe. Besucher können an funktionsfähigen Exponaten und Schnittmodellen das zuvor Gehörte „erfassen“.
Für die Fachvorträge ist keine Anmeldung erforderlich. Aufgrund begrenzter Teilnehmerzahl ist für die Seminare eine Online-Anmeldung auf www.getec-freiburg.de nötig, wo auch das komplette Rahmenprogramm verfügbar ist.
500 Impulsberatungen am „Marktplatz Energieberatung“ möglich
Als zentrale Anlaufstelle für private und gewerbliche Bauherren, die ein Neubau- oder Modernisierungsprojekt angehen wollen, dient der „Marktplatz Energieberatung“ in Halle 2. Insgesamt stehen rund 40 Energieberater aus der Region bereit, um in halbstündigen, kostenfreien Impulsberatungen individuelle Tipps zu konkreten Projekten und passenden Förderungen zu geben. Damit bietet die Messe ihren Besuchern ein Potenzial von 500 Impulsberatungen. Auf allen bisherigen Messen seit 2008 gab es davon insgesamt bereits rund 4.500. Je nach Beratungsanfrage gibt ein Messescout nach der Impulsberatung den Besuchern zielgerichtete Informationen, wo sie sich beispielsweise unmittelbar bei Ausstellern nach weiteren Details und passenden Produkten erkundigen können. Die Anmeldung zu einem Beratungstermin ist bis Donnerstag, 25. Februar 2016 online über www.getec-freiburg.de oder telefonisch unter 0761 79177-0 möglich. Ein Termin kann auch auf der Messe am Service-Point des Marktplatzes Energieberatung in Halle 2 vereinbart werden, solange noch freie Beratungsplätze verfügbar sind.
6. Kongress „Energieautonome Kommunen“
Einen Tag vor Beginn der GETEC startet am 25. Februar 2016 der 6. Kongress „Energieautonome Kommunen“ im Konferenzbereich der Messe Freiburg mit rund 120 Teilnehmern. Wie im Vorjahr übernimmt Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller die Schirmherrschaft. Der Fachkongress richtet sich an Vertreter von Kommunen, Stadtwerken, Energieversorgern, Verbänden, Initiativen und Bürgergruppen, Dienstleistern und Produzenten für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Bei Vorträgen, Fachforen, Exkursionen, Messerundgängen und Workshops diskutieren Fachleute über die Chancen und Herausforderungen von Städten und Gemeinden, aktiv die regionale Energiewende voranzutreiben. Weitere Infos, das komplette Programm und Anmeldemöglichkeit unter www.energieautonome-kommunen.de.
Sonderthemen: Von Zukunftsenergie bis Strom erzeugende Heizung
Zum dritten Mal, und in diesem Jahr für Hausbesitzer dank neuer Förderaussichten wieder interessanter geworden, präsentiert die GETEC die Sonderfläche „Strom erzeugende Heizungen - Mini-Blockheiz-Kraftwerke (BHKW)“. Ein sehr aktuelles Thema, denn 2016 soll das neue Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWK-G 2016) in Kraft treten, das neue, bessere Fördermöglichkeiten für Hausbesitzer und Sanierungswillige vorsieht. Passend dazu steht am Freitag, 26. Februar 2016 von 15:00 bis 16:30 Uhr ein Fachseminar zum Thema Kraft-Wärme-Kopplung für Eigentümer/Vermieter, WEG und Verwalter auf dem Programm. Eine Anmeldung ist über www.getec-freiburg.de erforderlich.
Ebenfalls zum dritten Mal präsentiert der Verein Zukunftsenergie e.V. auf seiner „Zukunftsenergie Erfindermesse zeem“ Innovatives aus den Bereichen Energiegewinnung, -speicherung und -effizienz. Darunter beispielsweise das standardisierte Akku-System eines Start-up-Unternehmens. In den handlichen, mobilen Akkumodulen lässt sich Strom aus erneuerbaren Energien speichern und im Haushalt, E-Fahrzeugen und E-Geräten nutzen.
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Gebäude.Energie.Technik 2016 auf einen Blick:
Datum: Freitag, 26. Februar - Sonntag 28. Februar 2016
Ort: Messe Freiburg, Halle 2 + 3, Messeboulevard (Freigelände) Europaplatz 1, 79108 Freiburg i. Br.
Öffnungszeiten: täglich von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Turnus: jährlich
Ausstellerzahl: rund 200
Besucherzahl: rund 10.000, davon ca. 25 % Fachbesucher (erwartet)
Ausstellungsfläche: 9.000 qm (brutto)
Eintrittspreise: Erwachsene 9,- Euro/Tag
Ermäßigt* 7,- Euro/Tag
Vorverkauf 7,- Euro/Tag (vom 15.1.-25.2.2016)
* Rentner, Schwerbehinderte, Schüler/Studenten
Kinder bis 14 Jahre in Begleitung eines Erwachsenen kostenfrei
Schulklassen** ab 10 Personen 3,-EUR/Schüler
** Vorlage Schülerausweis erforderlich, 2 Lehrer kostenfrei
Kinderbetreuung für Kinder ab 3 Jahren während der Messeöffnungszeiten am Samstag und Sonntag.
Die Angebote im Rahmenprogramm der Gebäude.Energie.Technik sind für die Messebesucher kostenfrei.
Eintrittskarte = RFV Ticket | Mehr | | | |
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