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Samstag, 10. Juni 2023
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Verschiedenes

 
Olivenöl: Vier Bio-Öle sind mangelhaft
Von 19 Olivenölen der höchsten GĂŒteklasse nativ extra kann die Stiftung Warentest 13 empfehlen. Vier Bio-Öle fallen im Test durch: Sie schmecken ranzig, zwei von ihnen sind zudem schadstoffbelastet.

Obwohl Olivenöl im Testzeitraum Mangelware war, stießen die Tester nicht auf mehr schlechte oder gepanschte Ware. Sie fanden bei Olivenölen der höchsten GĂŒteklasse nativ extra keine Hinweise auf VerfĂ€lschungen durch andere Pflanzenöle. Auch die Herkunftsangaben passten zu den Angaben auf den Flaschen.

Zwei Drittel der geprĂŒften Öle sind gut, darunter eins fĂŒr Feinschmecker. Der Testsieger aus dem Feinkosthandel riecht und schmeckt als einziges Öl sehr gut ausgewogen – kostet allerdings auch 36 Euro pro Liter. Beim Discounter gibt es gute Öle schon ab 5,75 Euro pro Liter.

Vier Bio-Öle bewertete die Stiftung Warentest mit mangelhaft. Sie schmeckten ranzig und waren sensorisch fehlerhaft. Sie hĂ€tten nach EU-Olivenöl-Verordnung somit nicht als nativ extra verkauft werden dĂŒrfen.

Die Öle von Corovita und MĂŒller waren zudem stark mit Mineralölbestandteilen belastet. Einige dieser Stoffe stehen im Verdacht, krebserregend zu wirken. Sie sollten in Lebensmitteln nicht auftauchen. Die Labordaten deuten darauf hin, dass die Schadstoffe von technischen Schmierölen stammen.

Der Olivenöl-Test findet sich in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift test und unter www.test.de/olivenoel.
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Neuer Zebrastreifen ĂŒber die Rosastraße
Vorfahrt fĂŒr Fuß- und Radverkehr an zentraler Stelle
Fuß- und Radoffensive

Vorfahrt fĂŒr den Fuß- und Radverkehr: Der Kreuzungsbereich der Rosastraße mit der Bismarckallee wird umgestaltet. Der Fuß- und Radverkehr entlang der Bismarckallee soll in Zukunft bevorzugt vor den Autos behandelt werden, die aus der Rosastraße kommen. Außerdem werden an der Kreuzung viele Elemente fĂŒr Barrierefreiheit eingebaut. Start ist am Montag, 19. September. Der Umbau ist eine weitere Maßnahme der stĂ€dtischen „Fuß- und Radoffensive“, dem 16 Millionen Euro schwerem Ausbauprogramm des Fuß- und Radverkehrs.

Entlang der Bismarckallee fĂŒhrt ein stark frequentierter Fuß- und Radweg (auf Höhe des VolksbankgebĂ€udes in Richtung Friedrichstraße). Er ist Baulich von der Bismarckallee abgesetzt, die Verkehrsplaner des Garten- und Tiefbauamtes haben ihm den Spitznamen der „kleinen Bismarckallee“ gegeben. Wer hier mit dem Rad entlangfĂ€hrt, hat in Zukunft Vorfahrt.

DafĂŒr werden entsprechende Schilder aufgebaut. Dazu kommen weitere Elemente, die die Regelung verdeutlichen. So wird die Fahrbahn erhöht, dazu kommen Farbmarkierungen und farbige PflasterflĂ€chen. Außerdem wird hier ein Zebrastreifen aufgebracht.

Zudem wird der Kreuzungsbereich barrierefrei umgebaut. Im Bereich der FahrbahnĂŒbergĂ€nge werden Leitplatten fĂŒr Menschen mit Sehbehinderungen verlegt, die FahrbahnĂŒbergĂ€nge werden abgesenkt.
 
 

VAG wĂ€chst und sucht die „Generation V“
(c) Freiburger Verkehrs AG
 
VAG wĂ€chst und sucht die „Generation V“
Um die Verkehrswende weiter aktiv voranzubringen, geht die Freiburg Verkehrs AG (VAG) in die Offensive. Unter dem Motto „Wir suchen die Generation V“ prĂ€sentiert sich das Verkehrsunternehmen als interessante, moderne und zukunftstrĂ€chtige Arbeitgeberin. Eine entsprechend beklebte Straßenbahn, die am Montag, 12. September vorgestellt wurde, steht am Anfang der Kampagne, um neue Mitarbeitende zu gewinnen.

Als Gestalterin der MobilitĂ€t von morgen möchte die VAG die „Generation V“ ansprechen: „Wir bieten hochspannende ArbeitsplĂ€tze. Wir suchen gute und qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und motivierte Auszubildende in allen Bereichen, also Menschen, die mit uns zusammen die Zukunft der MobilitĂ€t in Freiburg gestalten wollen“, sagt VAG-Vorstand Oliver Benz.

Dabei steht das „V“ fĂŒr VAG oder Verkehr. „FĂŒr mich steht das V aber auch fĂŒr ‚Verkehrswende‘“, erlĂ€utert Benz. Deshalb werben wir auf unserer neu gestalteten Straßenbahn jetzt mit dem Slogan: ‚Gestaltet mit uns die MobilitĂ€t von Morgen; Verkehrswende jetzt!‘“

Sein Vorstandskollege Stephan Bartosch ergĂ€nzt: „Und fĂŒr mich bedeutet das V auch „Verantwortung“, und zwar fĂŒr unser Klima und unsere Umwelt und deswegen rufen wir allen zu: Kommt zur VAG und gestaltet mit uns zeitgemĂ€ĂŸe und klimafreundliche MobilitĂ€t. Tragt mit uns zusammen dazu bei, die Ziele des Freiburger KlimamobilitĂ€tsplanes zu erfĂŒllen.“

Wie fĂŒr viele andere Unternehmen zĂ€hlt das Gewinnen neuer Mitarbeitender zu den grĂ¶ĂŸten Herausforderungen der Zukunft. Als wachsendes kommunales Unternehmen bietet die VAG einen spannenden und sicheren Arbeitsplatz mit zahlreichen Zusatzleistungen – von Gesundheits- ĂŒber vergĂŒnstigte MobilitĂ€ts-Angebote bis hin zu FahrradzuschĂŒssen. Mit der Kampagne geht die VAG aktiv gegen den aktuellen Ausbildungs- und FachkrĂ€ftemangel vor.

Neben der Zahl der Mitarbeitenden ist in den vergangenen Jahren das Netz gewachsen – und wird noch weiter ausgebaut. Die Fahrplantakte wurden und werden dichter. Die Angebote ausgebaut. Außerdem ist das Profil des Unternehmens im Wandel: Von der Betreiberin von Bussen, Stadtbahnen und einer Seilbahn hin zu einer MobilitĂ€tsdienstleisterin, die Services wie das Mietfahrradsystem Frelo oder Fahrradreparaturstationen organisiert und anbietet und zudem die multimedialen Angebote des Umweltverbundes und des CarSharing ĂŒber die App VAGmobil digital vernetzt.

TatsĂ€chlich bietet die VAG neben sieben Ausbildungsberufen und vier Dualen StudiengĂ€ngen *) auch rund 30 unterschiedliche Berufsbilder. Vom Straßenbahnfahrer bis hin zur Bauingenieurin; von der Elektrotechnikerin bis hin zum Sattler. Da dĂŒrfte fĂŒr viele der „Generation V“ etwas dabei sein, um letztlich zum ‚Wegbereiter‘, zur ‚Verkehrswendemanagerin‘ oder ‚Zukunftslenkerin‘ und zum ‚Anstoßgeber‘ zu werden.

In vielen Bereichen werden auch Praktika angeboten, um einmal den Betrieb oder ein bestimmtes Berufsfeld kennenzulernen.

Bewerbungen sind natĂŒrlich auch komplett online möglich.

Erstmals in ihrer Geschichte wird die VAG in diesem Jahr die Marke von 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern knacken. Vor 10 Jahren zÀhlte das Freiburger Verkehrsunternehmen noch rund 740 BeschÀftigte.

*) Ausbildungsmöglichkeiten bei der VAG: Industriemechaniker (m/w/d), Elektronikerin (m/w/d), Kraftfahrzeugmechatroniker (m/w/d), Fachkraft im Fahrbetrieb (m/w/d), Berufskraftfahrerin (m/w/d), Fachkraft fĂŒr Lagerlogistik (m/w/d), Fachinformatiker (m/w/d) sowie die dualen StudiengĂ€nge: Betriebswirtschaftslehre B.A. (m/w/d), Elektrotechnik B. Eng. (m/w/d), Bauingenieurwesen B. Eng. (m/w/d) und Informatik (m/w/d).
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Stresstest: NABU fordert klaren Fokus auf Ausbau Erneuerbarer Energien
KrĂŒger: Atomenergie ist mit massiven Risiken verbunden

Berlin, 5.9.22 – Am frĂŒhen Montagabend prĂ€sentierten das BMWK und die Übertragungsnetzbetreiber die Ergebnisse des sogenannten Stresstest. Damit wurde nochmals geprĂŒft, ob auf die drei verbliebenen Atomkraftwerke auch in der aktuellen Energiekriese verzichtet werden kann. Diese sollen nach bisherigen Planungen zum Jahresende stillgelegt werden. Der Stresstest wird die Grundlage fĂŒr die Entscheidung der Ampelkoalition, ob, wie nach dem Atomkraft-GAU in Fukushima vereinbart, der Atomausstieg in Deutschland Ende 2022 vollendet wird.

NABU-PrĂ€sident Jörg-Andreas KrĂŒger kritisiert: “Atomkraft ist mit massiven Risiken verbunden. Deutschland hat sich nach langen gesellschaftlichen Diskussionen fĂŒr den Ausstieg entschieden. Daran darf nicht gerĂŒttelt werden. Die jahrelang ausgebliebenen SicherheitsĂŒberprĂŒfungen in den deutschen Atomkraftwerken sprechen nicht fĂŒr einen sicheren Betrieb – auch nicht als Reserve. Der Blick nach Frankreich zeigt, dass die dortigen Atomkraftwerke aufgrund besorgniserregender Korrosion derzeit abgeschaltet sind. Auch die sehr bedrohliche Kulisse rund um das Kernkraftwerk Saporischschja in der Ukraine fĂŒhrt uns vor Augen, dass diese Technologie kein sicheres Zukunftsversprechen beinhaltet. Und da haben wir vom ungelösten Problem mit dem StrahlenmĂŒll noch nicht mal gesprochen. Wir haben zudem erst in jĂŒngster Zeit intensiv Erfahrungen gemacht, wie unzuverlĂ€ssig Atomkraft ist. Sie ist auf reichlich KĂŒhlwasser aus unseren FlĂŒssen angewiesen. Diese fĂŒhren in der aktuellen DĂŒrre wenig und zu warmes Wasser.”

KrĂŒger fordert: “Was wir jetzt brauchen, ist eine Paketlösung fĂŒr den Ausbau Erneuerbarer Energien und fĂŒr Energieeinsparungen, kombiniert mit cleveren Lastabwurflösungen. Als krisenfeste EnergietrĂ€ger sind Windkraft und Solar zur Lastsicherung von flexibel einsetzbaren Speichern und Kraftwerken zu flankieren, die zur Energiewende passen. Bundeskanzler Olaf Scholz ist jetzt mit grĂ¶ĂŸter Dringlichkeit aufgefordert, die VersĂ€umnisse der VorgĂ€ngerregierungen bei der Energiewende aufzuholen. Schnelle Ergebnisse liefern beispielsweise die sofortige Streichung der 10h-Regelung in Bayern sowie der pauschalen Abstandswerte in anderen BundeslĂ€ndern und der notwendige Leitungsausbau in den SĂŒden der Bundesrepublik.”
 
 

Kalendertipp:
 
Kalendertipp: "Wege in die Natur 2023"
Wandkalender

Zwölf MonatsblĂ€tter im Querformat mit internationalem Kalendarium und Feiertagen fĂŒr Deutschland, Österreich und die Schweiz, auch mit Mondphasen und Kalenderwochen.

Ein wunderbares Geschenk oder bester Wandschmuck fĂŒr die eigenen vier WĂ€nde Eine chinesische Weisheit besagt: »Ein Weg entsteht, wenn man ihn geht!« Dieser stimmungsvolle Kalender fĂŒhrt Sie direkt in die Natur. Die Fotografen haben die schönsten Winkel aus Deutschland, Italien, Großbritannien, Norwegen, Österreich und der Schweiz eingefangen. Wir besuchen hier den Bergsbotn Fjord in Norwegen, die Uffinger Ach im Werdenfelser Land, Schangnau gegen Hogant (2.197 m) im Emmental in der Schweiz, blĂŒhende KirschbĂ€ume am Walberla im Naturschutzgebiet EhrenbĂŒrg in Forchheim, ein Feld am Hagenschen Wiek auf der Halbinsel Mönchgut auf der Insel RĂŒgen, St. BartholomĂ€ gegen den Watzmann (2.713 m) im Nationalpark Berchtesgaden, einen KĂŒstenpfad an der Belvoir Bay auf den Kanalinseln in Großbritannien, einen Wanderpfad am Totengrund bei Wilsede in der LĂŒneburger Heide, den Lake District in Cumbria, Großbritannien, den Lautersee gegen das Karwendelgebirge (2.749 m) bei Mittenwald im Werdenfelser Land, den Limides See in der NĂ€he des Falzarego Passes in Cortina d'Ampezzo in Italien oder die Kapelle bei Perpat am Kappler Berg in Tirol in Österreich.

Das Kalenderformat lĂ€sst alle Aufnahmen wunderschön zur Geltung kommen und ist eine prima Inspiration fĂŒr den nĂ€chsten Urlaub oder einen Ausflug! Hilfreich dabei ist das internationale Kalendarium mit allen wichtigen Feiertagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz fĂŒr die Terminplanung. Als Geschenk fĂŒr Naturliebhaber bestens geeignet.

Dieser DUMONT Kalender wurde in Deutschland gestaltet, gedruckt und verarbeitet, er ist „Made in Germany". Dies gilt auch fĂŒr das eingesetzte Papier, welches allen Standards einer zertifizierten und umweltvertrĂ€glichen Herstellung entspricht. In jedem DUMONT Kalender steckt viel Liebe zum Detail und langjĂ€hrige Erfahrung.

DUMONT Kalender, 52 x 42,5 cm, € 28,00 (D)
GTIN 4250809649093
 
 

 
Freiburg spart Energie
Teil II: Stadt schaltet weitere Anstrahlungen und Lichtinszenierungen ab

Nach den vor einer Woche mitgeteilten Maßnahmen ergreift die Stadtverwaltung die nĂ€chsten Schritte zum Energiesparen. Von heute an schaltet das Garten- und Tiefbauamt (GuT) nicht sicherheitsrelevante Anstrahlungen von GebĂ€uden oder DenkmĂ€lern wie auch Inszenierungen ab.

Abgeschaltet werden unter anderem die Lichtleisten unter den SitzbĂ€nken auf dem Rathausplatz und dem GĂŒterhallengelĂ€nde; die Mauerinszenierung am Pulverturm; die Anstrahlung des Hauses zum Walfisch (Franziskanerstraße); des Brunnens auf dem Rathausplatz und die Torbeleuchtung in GĂŒnterstal. Damit werden insgesamt 6.000 Kilowattstunden im Jahr eingespart.

ZusĂ€tzlich prĂŒft das GuT weitere Einsparmöglichkeiten bei der öffentlichen Beleuchtung und der Verkehrstechnik.
 
 

 
Abfallbilanz 2021: Freiburg bleibt Spitzenreiterin bei der MĂŒlltrennung
Coronabedingter Anstieg der HaushaltsabfÀlle bleibt bestehen

Erneut nimmt Freiburg eine Vorreiterrolle bei der Abfallvermeidung und der Abfalltrennung ein. Zum wiederholten Male liegt Freiburg mit 113 Kilogramm Restabfall und SperrmĂŒll – das entspricht der identischen Mengen wie im Vorjahr – an erster Stelle unter den kreisfreien GroßstĂ€dten Baden-WĂŒrttembergs. Die Freiburgerinnen und Freiburger sortieren gut und produzieren so deutlich weniger Restabfall als andere StĂ€dte und Kommunen.

In Baden-WĂŒrttemberg lag das Pro-Kopf-Aufkommen im Jahr 2021 bei durchschnittlich 144 Kilogramm Restabfall und SperrmĂŒll, der letztveröffentlichte Bundesschnitt aus dem Jahr 2020 sogar bei 194 Kilogramm. Verglichen mit diesen Werten schneidet Freiburg sehr gut ab.

Allerdings nahm bereits im vergangenen Jahr die Menge an Restabfall und SperrmĂŒll um fĂŒnf Kilogramm pro Person zu. Dieser coronabedingte Anstieg blieb auch 2021 bestehen: In den letzten zwei Jahren verlagerten sich Arbeit und Freizeit immer mehr in die eigenen vier WĂ€nde.

UmweltbĂŒrgermeisterin Christine Buchheit zeigte sich ĂŒber das wiederholt gute Ergebnis Freiburgs erfreut: „Jahr fĂŒr Jahr unterstreicht das geringe Rest- und SperrmĂŒllaufkommen im Vergleich zu anderen StĂ€dten Deutschlands das sehr gute Ergebnis bei der Abfalltrennung. Das zeigt aufs Neue, dass uns Freiburgerinnen und Freiburgern die Umwelt am Herzen liegt. Die Anreize des AbfallgebĂŒhrensystems und das gut ausgebaute Entsorgungsangebot leisten hierzu ihren Beitrag." Gleichzeitig betonte die UmweltbĂŒrgermeisterin Freiburgs: „Der beste Abfall ist der, der nicht entsteht. Daher dĂŒrfen diese alljĂ€hrlichen Spitzenleistungen nicht darĂŒber hinwegtĂ€uschen, dass unsere BemĂŒhungen in den kommenden Jahren zunehmend auf Abfallvermeidung und die Reduktion des Abfallaufkommens insgesamt abzielen mĂŒssen.“

Hiermit spielt UmweltbĂŒrgermeisterin Buchheit auf das vergleichsweise niedrige, zugleich aber auch beachtliche Durchschnittsabfallaufkommen an: Dieses liegt pro Freiburgerin und Freiburger bei 371 Kilogramm. Neben Restabfall und SperrmĂŒll zĂ€hlen dazu auch die getrennt gesammelten Wertstoffe wie BioabfĂ€lle, Altpapier, Altglas, Leichtverpackungen, Kunststoffe, Altholz, ElektrogerĂ€te und Metalle.

Seit mehr als 20 Jahren können in Freiburg organische AbfĂ€lle ĂŒber die Biotonne entsorgt werden. 2021 wurden an der VergĂ€rungsanlage der Reterra 16.839 Tonnen BioabfĂ€lle aus Freiburg angeliefert. Die Pro-Kopf-Menge von 73 Kilogramm ist eine fĂŒr StĂ€dte Ă€ußerst beachtliche Bioabfallmenge und beschert Freiburg auch hier den ersten Platz unter den kreisfreien GroßstĂ€dten BadenWĂŒrttembergs.

Bei Altglas und VerpackungsabfĂ€llen gab es im Vergleich zum Vorjahr nur marginale VerĂ€nderungen. Die gesammelte Altglasmenge lag in Freiburg bei 30 Kilogramm pro Einwohner (2020: 31 Kilogramm), die Altpapiermenge von 73 auf 64 Kilogramm zurĂŒckgegangen.

Die im gelben Sack erfassten VerpackungsabfĂ€lle beliefen sich 2021 auf 5.728 Tonnen, was einem Durchschnitt von 25 Kilogramm pro Kopf entspricht. Der Vergleich mit dem Landesdurchschnitt legt nahe, dass die Freiburgerinnen und Freiburger Einwegverpackungen sparsamer gebrauchen und damit mehr AbfĂ€lle vermeiden als die Mehrzahl der Konsumentinnen und Konsumenten in Baden-WĂŒrttemberg. Die Finanzierung der Entsorgung von Altglas und gelbem Sack ist privatwirtschaftlich organisiert und wird vom Verbraucher mit dem Kaufpreis direkt im Handel bezahlt.
 
 

Ab September: Linien 11, 14, 19 und 24 werden zu E-Buslinien
(c) VAG Freiburg
 
Ab September: Linien 11, 14, 19 und 24 werden zu E-Buslinien
VAG Freiburg: 4 neue E-Buslinien eröffnet

Ganz im Zeichen des Klimaschutzes wurden große Investitionen in Fuhrpark und Infrastruktur bei der Freiburger Verkehrs AG (VAG) getĂ€tigt und nach Schulungen und Einweisungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Fahrdienst und WerkstĂ€tten, erhöht sich nun die Zahl der mit Elektro-Bussen bestĂŒckten Linien von eins auf fĂŒnf. Von September an werden die leisen GefĂ€hrte dann neben der bereits seit 2019 bestehenden E-Bus-Linie 27 auch auf den Linien 11 (Haid - St. Georgen – Hauptbahnhof), 14 (Haid - Am Kirchacker - Eschholzstraße – Hauptbahnhof), 19 (Paduaallee - Lehen-Ziegelei) und 24 (Haid - Rieselfeld - Paduaallee - Mooswaldallee – Gundelfingen) zum Einsatz kommen.

„Die VAG hat in Stromversorgung, Ladeeinrichtungen und Fahrzeuge rund 11,7 Millionen Euro investiert. UnterstĂŒtzt wurde sie dabei durch einen Zuschuss in Höhe von 5,6 Millionen Euro vom Bundesministerium fĂŒr Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMU). Hinzu kommen noch der notwendige Ausbau des Betriebshofes mit rund 6,4 Mio.€, der mit Finanzmitteln des Landes in Höhe von 4,8 Mio.€ gefördert wird,“ sagt Freiburgs FinanzbĂŒrgermeister Stefan Breiter, und er stellt weiter fest: „Der Ausbau der ElektromobilitĂ€t bei der VAG hat Vorbildfunktion und eine grundsĂ€tzliche Bedeutung fĂŒr die Entwicklung der Klimaziele in Freiburg. Nur, wenn wir auch im Bereich der MobilitĂ€t die Emissionen deutlich zurĂŒckfahren, können wir unsere Klimaziele erreichen. Die E-Busse sind ein weiterer Schritt auf diesem Weg.“ Der Finanzdezernent erinnerte daran, dass derartige Investitionen fĂŒr eine Stadt wie Freiburg und ihren Verkehrsbetrieb ohne öffentliche Fördergelder „in dieser Geschwindigkeit nicht zu stemmen“ seien.

TatsĂ€chlich spart jeder E-Bus im Vergleich zum Dieselantrieb pro Jahr rund 55 Tonnen CO2 ein. Damit werden die bei der Herstellung der Batterien anfallenden CO2-AusstĂ¶ĂŸe nach spĂ€testens einem halben Jahr ausgeglichen.

Die VAG rechnet derzeit mit einer Nutzungsdauer der Batterien von rund neun Jahren fĂŒr den mobilen Einsatz bevor diese im Bus ersetzt werden mĂŒssen. Danach ist vorgesehen, diese noch fĂŒr gut weitere neun Jahre als Speicher fĂŒr Solarstrom zu nutzen, der auf dem BetriebsgelĂ€nde produziert wird.

Derzeit sind 17 der rund 67 Busse der VAG reinelektrische Fahrzeuge von denen 10 Gelenkbusse sind. „FĂŒr die neue Technik haben wir in den vergangenen Monaten im Betriebshof West einen offenen Busport gebaut, in dem 32 Busse Platz finden. Hier werden die Busse nicht nur abgestellt, sondern auch nachgeladen und fĂŒr den weiteren Einsatz vorbereitet. An die Überdachung schließen TechnikgebĂ€ude mit Transformatoren und der Ladezentrale an“, umreißt VAG Vorstand Stephan Bartosch die Dimension des Vorhabens. Doch auch entlang der Strecke wurde an den Haltestellen „Paduaallee“ und „Munzinger Straße“ Ladetechnik verbaut. Schließlich setzt die VAG auf das System des sogenannten Gelegenheitsladers. „Nachts werden die Solobusse als auch die nun auch eingesetzten Gelenkbusse, auf dem Betriebshof mit einer Leistung von rund 80 KW sanft mit Strom betankt. Im Streckennetz wird dann unter laufendem Betrieb an den Endhaltestellen wĂ€hrend der Wendezeiten mit 300 KW fĂŒr einige wenige Minuten nachgeladen,“ erlĂ€utert Bartosch. Dies habe den Vorteil, dass die Batterien kleiner ausfallen können und die Busse damit kostengĂŒnstiger in der Beschaffung sind und auch leichter und somit verbrauchsĂ€rmer unterwegs sind.

Eine Umstellung ergibt sich durch die neue Technik nicht nur fĂŒr die Mitarbeitenden der WerkstĂ€tten, sondern insbesondere auch fĂŒr den Fahrdienst, die Verkehrssaufsicht, die Personaldisposition sowie die Fahrplanabteilung. „Noch sind nicht alle unserer rund 500 Fahrerinnen und Fahrer auf die E-Busse eingewiesen. Unsere Disponenten mĂŒssen deswegen sehr genau darauf achten, dass nur bereits geschulte Fahrerinnen und Fahrer fĂŒr die E-Busse eingeteilt werden – was wiederum eng mit der Fahrzeugdisposition rĂŒckgekoppelt sein muss,“ sagt VAG Vorstand Oliver Benz. Und bei der Fahrplanerstellung mĂŒssen fĂŒr einen effizienten Einsatz der E-Busse Ladezeiten an den jeweiligen Endhaltestellen mit Ladeinfrastruktur berĂŒcksichtigt und sinnvoll genutzt werden. Aber auch bei der 24/7 Überwachung aller von der VAG eingesetzten Verkehre in der Betriebsleitstelle erwachsen neue Aufgaben. „Im nĂ€chsten Ausbauschritt erfolgt in unserer Leitstelle ein Monitoring der LadezustĂ€nde alle E-Busse,“ blickt Benz in die nahe Zukunft. In etwas weiterer Zukunft liegt die komplette Umstellung des Busfuhrparks von Diesel auf Elektro: „Bis zum Jahr 2030 wollen wir die Umstellung abgeschlossen haben. Bei diesem Ziel ziehen wir gemeinsam mit der Stadt und unserem Aufsichtsrat an einem Strang,“ sagt Benz

Seit 2019 konnte die VAG auf der Linie 27 Erfahrungen mit dem E-Bus-Betrieb sammeln. Diese waren bis auf kleine technische Nachjustierungen an den Ladepunkten ausnahmslos gut. Die Busse laufen zuverlĂ€ssig, die RĂŒckmeldungen der FahrgĂ€ste, der Fahrpersonale, sowie der Anwohnenden an der Strecke sind fast ausschließlich positiv.

Die Busse werden von zwei in der Achse integrierte E-Motoren angetrieben, die jeweils 125 kW leisten. Die Akkus verfĂŒgen in den Gelenkbussen ĂŒber eine KapazitĂ€t von 240 Kilowattstunden (kWh), die der kleineren Solobusse sind 200 kWh-stark. Geladen werden die Busse ĂŒbrigens mit zertifiziertem Ökostrom.

Weitere Besonderheiten sind die energieeffiziente WĂ€rmepumpe, die an heißen Tagen fĂŒr KĂŒhlung und im Winter fĂŒr WĂ€rme sorgt sowie die Kameras, die die RĂŒckspiegel ersetzen. Außerdem verfĂŒgen die Busse ĂŒber USB-Steckdosen an den PlĂ€tzen, sodass Smartphones wĂ€hrend der Fahrt geladen werden können.

zum Bild oben:
Die VAG VorstĂ€nde Stephan Bartosch und Oliver Benz eröffneten zusammen mit Freiburgs FinanzbĂŒrgermeister Stefan Breiter vier neue E-Buslinien im Netz der Freiburger Verkehrs AG (v.l.)
(c) VAG Freiburg
 
 



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