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Samstag, 16. Februar 2019
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Verschiedenes

 
Fahrradstadtplan in dritter, ĂŒberarbeiteter Auflage erschienen
Radvorrangrouten jetzt aufgenommen

Ab sofort im Rathaus und Buchhandel erhÀltlich

Der neue Freiburger Fahrradstadtplan ist da. In dritter Auflage
und umfassend ĂŒberarbeitet sind jetzt auch die neuen RadVorrang-Routen
„FR1“ und „FR2“ aufgenommen und die neuen
Radwege entlang der großen Stadtbahnprojekte eingearbeitet.

Der 2007 zum ersten Mal aufgelegte Fahrradplan ist von Gartenund
Tiefbauamt und Vermessungsamt auf die BedĂŒrfnisse der
Radelnden zugeschnitten worden. Auf Grundlage des amtlichen
Stadtplans ist das gesamte Radwegenetz im Freiburger
Stadtgebiet dargestellt. Da ist zum Beispiel erkennbar, ob ein
Radweg an einer Hauptverkehrsstraße liegt oder durch einen
ruhigen Park fĂŒhrt. Auch empfohlene Rad-Routen im
flÀchendecken Netz der Tempo-30-Zonen sind im Radstadtplan
dargestellt. TÀgliche Strecken können damit leicht an die eigenen
Vorlieben angepasst werden. Dass auch Grillstellen,
AusflugsgaststĂ€tten oder Aussichtspunkte aufgefĂŒhrt sind, macht
den Fahrradplan fĂŒr die Freizeit tauglich.


Die RĂŒckseite des Plans enthĂ€lt viele interessante Informationen.
Da sind allgemeine Informationen zur Fahrradstadt Freiburg
sowie zur Radpolitik zu finden und auch wieder Hinweise zu
Radrecht und Radsicherheit. Es gibt nĂŒtzliche Adressen fĂŒr
Radfahrende sowie einige Ausflugstipps im Freiburger
Stadtgebiet. Neu enthalten sind auch Informationen zum
Freiburger Radkonzept, den neuen Rad-Vorrang-Routen oder
dem Freiburg-Rad.

Der Plan ist im örtlichen Buchhandel oder bei der RathausInformation
fĂŒr nur 2,50 Euro erhĂ€ltlich. GrĂ¶ĂŸere Mengen, zum
Beispiel fĂŒr Schulen, gibt es ermĂ€ĂŸigt direkt beim
Vermessungsamt, Telefon: 0761 / 201-4207.
 
 

 
NABU-Zahl des Monats
40 FĂ€lle von Greifvogelverfolgung im Zusammenhang mit Windkraftanlagen

Horste werden absichtlich zerstört

In bislang 40 FĂ€llen aus den Jahren 2010 bis 2015 besteht dringender Verdacht auf die illegale Zerstörung von Großvogelhorsten oder gar die Tötung der Vögel in Zusammenhang mit bestehenden und geplanten Windkraftanlagen. Dies ergibt eine erste Auswertung von Meldungen illegaler Greifvogelverfolgung in Deutschland, zu denen der NABU gemeinsam mit dem Komitee gegen den Vogelmord anlĂ€sslich der Wahl des Habichts zum Vogel des Jahres 2015 aufgerufen hatte.

Die nun ausgewerteten Meldungen des NABU und weitere Daten der Deutschen Wildtier Stiftung zeigen eine ganz neue Dimension der illegalen Greifvogelverfolgung im Umfeld von Windkraftanlagen. Um eine GefĂ€hrdung von Vogelarten auszuschließen, mĂŒssen fĂŒr Windkraftanlagen bestimmte MindestabstĂ€nde zu den Horsten einhalten werden. Das sogenannte „HelgolĂ€nder Papier“ der staatlichen Vogelschutzwarten hat dazu erst kĂŒrzlich fachlich fundierte Werte ermittelt. Um Windkraftanlagen trotzdem bauen zu können, werden daher offensichtlich hĂ€ufig Horste der Vögel zerstört. Oft wird dazu einfach der Horstbaum der betroffenen Arten abgesĂ€gt, bei anderen FĂ€llen werden die Horste vorsichtig Zweig fĂŒr Zweig abgetragen, um keine Spuren zu hinterlassen.

In bisher zehn BundeslĂ€ndern wurden FĂ€lle registriert. Besonders betroffen sind windkraftsensible Arten wie Rotmilan, Seeadler, Schreiadler und Schwarzstorch. Viele FĂ€lle wurden zur Anzeige gebracht. Die NaturschĂŒtzer gehen von einer sehr hohen Dunkelziffer aus. Um in Zukunft TĂ€ter ĂŒberfĂŒhren zu können, erwĂ€gt der NABU den vermehrten Einsatz automatischer Kameras an gefĂ€hrdeten Horststandorten.
 
 

Freiburg:
 
Freiburg: "Klimawandel ist ein Scheißthema"
Rede von Axel Mayer, BUND-GeschĂ€ftsfĂŒhrer

"Hallo Freiburg

Klimawandel...
Klimawandel ist ein Scheißthema

Das AKW Fessenheim ist ein „schönes“ Thema
Fessenheim, das ist die böse französische EDF

Das AKW Beznau ist ein „schönes“ Thema
Beznau, das sind die giergelenkten Schweizer Konzerne die das Àlteste AKW der Welt betreiben

Aber Klimawandel?
Klimawandel sind nicht nur die „bösen“ anderen

Klimawandel bin immer auch ich selber
mit meinem Leben, meinem Konsum...

Klimawandel ist ein schwieriges Thema
Ein schwieriges Thema in barbarischen Zeiten

In Zeiten in denen alte Gewalt neue Gewalt
Dummheit Dummheit und Intoleranz Intoleranz erzeugt.

Wir denken / Wir leiden an den AnschlÀge in Paris
Wir mĂŒssen Europa leben / Wir sind Europa!
amitié franco-allemande !

Woran erkennst Du, dass eine Klimakonferenz geplant ist?
Schaut in die Medien und ins Internet

Schaut nicht nur in den Nachrichtenteil sondern in die großen Anzeigen
Seit Wochen wirbt der Atom- und Kohlekonzern EnBW mit seinem neuen Windpark

Wir freuen uns ĂŒber den neuen Windpark
Wer hĂ€tte so einen EnBW-Windpark vor 20 Jahren fĂŒr möglich gehalten?

Dieser Windpark ist auch unser aller Erfolg
Und dennoch sind diese Windanzeigen windiger Greenwash

Sie sollen ablenken
Sie sollen ablenken von der Tatsache das die EnBW immer noch AKW betreibt und an Fessenheim verdient

Sie sollen ablenken von der Tatsache, dass die windige EnBW im Mai in Karlsruhe ein neues 912 Megawatt Kohlekraftwerk in Betrieb genommen hat.

Das kleinste aller unerreichbaren Klimaziele wÀre die 2 Grad Grenze

Kennt ihr einen einzigen Politiker am Oberrhein der nicht fĂŒr die Einhaltung der 2 Grad Grenze wĂ€re?

Zumindest theoretisch?

Doch wie sieht die RealitÀt der Politik in Baden aus?

Ja es gibt minimale Fortschritte

Aber es gibt:
2 neue große Kohlekraftwerke mit fast 2000 MW in Karlsruhe

Die CDU (und nicht nur sie) will den sechsspurigen Autobahnausbau
Wer neue Straßen baut wird Verkehr und mehr CO2 ernten

Alle, alle alle Politiker & Politikerinnen in SĂŒdbaden wollen zumindest das 2 Grad Ziel in Sachen Klima erreichen

Doch ĂŒberall in der so genannten Ökoregion werden neue umweltschĂ€dliche klimagefĂ€hrdende Strukturen geschaffen

Welche ungeheure Macht haben Autokonzerne, big Oil und big Coal?

Der VW-Abgasskandal ist auch ein Klimaschutzskandal
Der VW-Skandal ist nicht nur ein VW-Skandal
Seit 7 Jahren hat die Umweltbewegung und der BUND auf die AbgaslĂŒgen hingewiesen
7 Jahre lang ist nichts geschehen.
7 Jahre lang hat die Politik, die Kontrollbehörden und der TÜV weggeschaut
Mein Brenner im Keller wird Jahr fĂŒr Jahr grĂŒndlich kontrolliert

Bei den Kleinen / bei Dir wird kontrolliert –
Oben, bei den Konzernen und nicht nur bei VW wird dereguliert

Mit einer neoliberalen Politik der Gir und der Deregulierung wird Klimaschutz unmöglich gemacht

Der VW-Skandal zeigt die ungeheure Macht der Autolobby
Der VW-Skandal ist ein Politikskandal,
er zeigt die Verfilzung
von Konzernen, Politik und Kontrollbehörden

Durch TTIP wird die demokratiegefÀhrdende, umweltgefÀhrdenende, klimagefÀhrdende Macht der Konzerne noch wachsen
TTIP verhindern ist Klimaschutzpolitik!

Warum gibt’s beim beim neuen Vattenfall Kohlekraftwerk Moorburg in Hamburg nur geringe Umweltauflagen?
Weil es auch alte Freihandelsabkommen gibt.

Vattenfall verklagte die Bundesrepublik Deutschland wegen der VerschÀrfung von Umweltauflagen beim Bau und Betrieb des Kraftwerks vor einem Schiedsgericht auf Schadensersatz in Höhe von 1,4Mrd. Euro

Mit TTIP können wir Klimaschutz, Umweltschutz, Demokratie und Nachhaltigkeit vergessen
Fragt bei der Landtagswahl 2016 Eure Kandidaten nach Risiken und Nebenwirkungen von TTIP.

Schaut Euch diesen Auto- und LKW Lobbyisten, den Autobahnprivatiserer und Nebenerwerbsverkehrsminister Dobrint einmal an

Er will die PKW-Maut, die Flatrate fĂŒrÂŽs Autofahren und CO2 Emissionen

Ich sage:

Er soll die bĂŒrokratische KFZ-Steuer abschaffen, auf die Überwachungsmaut verzichten und die Spritsteuer erhöhen
So bekommen wir unbĂŒrokratisch die gewĂŒnschte klimafreundliche Lenkungswirkung

Was spricht gegen diese kluge Lösung?
Die Gier der Konzerne die an der Überwachungsmaut verdienen.

Autokonzerne, big Oil, big Coal und neoliberale think tanks haben jahrzehntelang die Kampagnen der Klimawandelleugner organisiert

industrienahe BĂŒrgerinitiativen und VerbĂ€nde wurden gegrĂŒndet
kritische WissenschaftlerInnen und UmweltverbÀnde wurden diskreditiert und massiv angegriffen
Kampagnen gegen alternative Energien wurden auch „von oben“ organisiert
In Deutschland haben gerade zwei „Klimawandelskeptiker“ einen (noch) kleinen Naturschutzverband ĂŒbernommen...

Medien und Umweltbewegung setzten sich viel zu wenig mit diesen gut organisierten Kampagnen auseinander die von den USA immer stÀrker auch nach Deutschland getragen werden

Ja, wenn wir das 2 Grad erzielen wollen, mĂŒssen wir auf alternative Energien setzen.

Alternative Energien verursachen im Gegensatz zur Atomkraft keinen Kinderkrebs und keine UnfÀlle bei denen hundertausende von Menschen gefÀhrdet werden.
WindrĂ€der und Solaranlagen mĂŒssen im Gegensatz zum AtommĂŒll nicht ĂŒber eine Million Jahre endgelagert werden
Alternative Energien verursachen auch keinen Klimawandel
Die Wertschöpfung bleibt im Land und fließt nicht an Ölscheichs die den "Islamischen" Staat unterstĂŒtzen.

Ja, wenn wir das 2 Grad erzielen wollen, mĂŒssen wir auf alternative Energien setzen.

Aber das wird nicht reichen
Wir mĂŒssen lauter und deutlicher sagen dass es kein Fortschritt ist, wenn wir Wachstum nur durch die Produktion
von immer dĂŒmmeren, kurzlebigeren GĂŒtern erreichen

Auch die sĂŒdbadischen Medien wollen den Klimaschutz
Doch gleichzeitig wurde gerade die beheizbare japanische Klobrille als Fortschritt bejubelt...

Ohne einen nachhaltigen menschengerechten Fortschritt werden wir den Klimawandel nicht stoppen
„Schneller kaufen – schneller wegwerfen“ ist das Problem, nicht die Lösung

„Der German Way of live des dummen Konsums“ ist ein zutiefst zerstörerisches Exportmodell
„Der Western Way of live des dummen Konsums“ zerstört nicht nur das Klima.

Hallo Freiburg
Schön, dass heute hier so viele unterschiedliche VerbÀnde und Organisation an einem Strang ziehen.
Ihr /Wir mĂŒssen und werden uns auch in Zukunft einmischen

Dankscheen"

Axel Mayer, BUND
- es gilt das gesprochene Wort -
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Klimademo in Strasbourg abgesagt / Französischer Sprecher in Freiburg
 
Klimademo in Strasbourg abgesagt / Französischer Sprecher in Freiburg
Alsace Nature hat mitgeteilt, dass der PrĂ€fekt alle Demos fĂŒr das kommende Wochenende in Strasbourg und damit auch den "Weltmarsch fĂŒr das Klima" am 29.11. verboten hat. "Der AbwĂ€gungsprozess zwischen dem Schutz des Rechtsguts -Demonstrationsfreiheit- und dem Rechtsgut -GlĂŒhwein & Weihnachtsmarkt- wurde von der PrĂ€fektur "zeitgemĂ€ĂŸ" entschieden", meint BUND-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Axel Mayer.

Das breite BĂŒndnis, das die Klimaschutzaktionen am Samstag 28.11. in Freiburg plant, hat sofort angeboten, dass ein Redner der abgesagten Strasbourger Kundgebung nach Freiburg eingeladen wird und wir freuen uns, dass kurzentschlossen der PrĂ€sident von Alsace Nature, Daniel Reininger in Freiburg sprechen wird. Auch einige französische DemonstrantInnen werden sich auf den Weg nach Freiburg machen.
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Karlsruhe: Der Affen-Clan ist zögerlich
Die Saki-Affen im Innengehege / Foto: Stadt Karlsruhe
 
Karlsruhe: Der Affen-Clan ist zögerlich
Die Saki-Familie kann ab sofort in die große Halle des Exotenhauses

Ihr sicheres „Heim erster Ordnung“ wollte die Saki-Familie am Montag partout nicht verlassen, da konnte Tierpflegerin Andrea Spranger vor dem geöffneten Schieber zur großen Halle noch so emsig mit ObststĂŒckchen und MehlwĂŒrmern locken. „Die Weißkopf-Saki sind sehr vorsichtige Tiere, das kann dauern“, schwor Zooleiter Dr. Matthias Reinschmidt die Fotografen und das Filmteam auf Geduld ein. Bereits vor fĂŒnf Tagen hatte sich der Schieber nach sechswöchiger QuarantĂ€ne fĂŒr die beiden Jungtiere, die dreijĂ€hrige Umpa und den zweijĂ€hrigen Lumpa geöffnet – und das war es dann auch erst einmal. Zwei Tage lang ignorierten die Saki-Youngster die Öffnung zur Halle geflissentlich. Am Wochenende dann der erste zaghafte Erkundungstrip – aber nur auf die unmittelbar an ihren Durchgang angrenzenden oberen Ebene der Halle.

Die Hoffnung, dass die Jungen den 13 und 14 Jahre alten Eltern Kaja und Basti am heutigen Montag nun zeigen, wo ihre kĂŒnftige Baumwelt ist, erfĂŒllte sich nicht. Ab sofort bleibt aber die Verbindung zwischen der großen Halle und Innengehege offen, sodass Besucherinnen und Besucher des Zoologischen Stadtgartens mit etwas GlĂŒck den Familienclan im GeĂ€st der BĂ€ume beobachten können.

Die mĂ€nnlichen Tiere der Regenwaldbewohner sind an der charakteristischen weißen Gesichtsmaske und am schwarzen Fell zu erkennen, die Weibchen sind insgesamt etwas kleiner und haben ein helleres Fell. Auf der Pirsch war am Montag auch das Filmteam von „Tatjanas Tiergeschichten“. Welche Szenen dieses einfangen konnte, ist in der Landesschau am 8. Dezember ab 18.45 Uhr zu sehen.

Die Tiere hat der Zoo vom Gaia-Park (Niederlande) bekommen. Das war schon lange ausgemacht, denn die Saki waren von Anfang an als Affenart vorgesehen, die - wie Faultiere, Flughunde und viele Vogelarten - sich in der Halle frei bewegen können. Weshalb sie bereits auf der Tierinformationstafel auf der Galerie vorgestellt werden. „Wo sind denn diese Tiere“, fragte am Montagvormittag eine Ă€ltere Frau und zeigte auf einen gezeichneten Saki-Affen. Nun, Geduld, eigentlich sind sie seit heute zu sehen

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Experten bescheinigen der deutschen Klimapolitik SchwÀchen
NachlĂ€ssige Braunkohle-Politik fĂ€llt Bundesregierung auf die FĂŒĂŸe - Klimaschutz im Verkehrssektor findet so gut wie nicht statt

Wenige Tage vor Start der Weltklimakonferenz in Paris haben fĂŒhrende Wissenschaftler der Bundesregierung SchwĂ€chen in der deutschen Energie- und Klimapolitik bescheinigt. Das geht aus der Stellungnahme der Expertenkommission zum 4. Monitoring-Bericht zur Energiewende hervor, die am morgigen Mittwoch von StaatssekretĂ€r Rainer Baake prĂ€sentiert wird. „Die Expertenkommission macht keinen Hehl daraus, dass Deutschland die Energie- und Klimaziele, wie die Minderung der Treibhausgasemissionen, mit den bisherigen Maßnahmen nicht erreichen wird. Die Bundesregierung darf hier nicht die Augen verschließen, es besteht dringender Handlungsbedarf, wenn die deutsche Energiewende ein Erfolgsmodell werden soll“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.

Das zentrale Klima-Ziel der Bundesregierung, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 Prozent gegenĂŒber 1990 zu senken, könne aus Sicht der Experten nur noch erreicht werden, wenn der Treibhausgas-Ausstoß dreimal so schnell wie bisher gedrosselt wĂŒrde. „Die jĂŒngsten, halbgaren Kompromisse erscheinen da wie ein schlechter Scherz: Bei dem angestrebten und nicht mal ausreichenden RĂŒckgang von 22 Millionen Tonnen Treibhausgasen im Stromsektor bis 2020 soll der große Wurf die de-facto-Stilllegung alter Braunkohlekraftwerke sein, mit der bestenfalls 12,5 Millionen Tonnen eingespart werden können“, so Tschimpke weiter. FĂŒr eine effektive Umsetzung der Klimaziele fehle es offenbar an der nötigen politischen Durchsetzungskraft und am Willen. „Es sieht so aus, als ob die nachlĂ€ssige Braunkohle-Politik der Bundesregierung ihr jetzt beim Erreichen der Klimaziele auf die FĂŒĂŸe fĂ€llt“, so der NABU-PrĂ€sident. Dass das Modell Kraftwerksreserve der Klimaschutzabgabe vorgezogen wurde, sei bis heute aus umweltpolitischer Sicht nicht nachvollziehbar.

ZugestĂ€ndnisse wĂŒrden aber nicht nur an die Kraftwerksbetreiber gemacht, auch der Verkehrssektor sei seit Jahrzehnten ein Sorgenkind der KlimaschutzbemĂŒhungen, ohne dass die Bundesregierung Anstalten gemacht hĂ€tte, dies zu Ă€ndern. Die Expertenkommission weist dann auch auf die unzureichenden Maßnahmen, insbesondere beim Pkw-, aber auch beim Lkw-Verkehr hin. „Die Mineralölsteuer wurde seit zwölf Jahren nicht mehr erhöht und die Erdölpreise sind im Keller. Das fĂŒhrt dazu, dass Autofahren und GĂŒterverkehr per Lkw immer billiger wird. Wer hier nicht ansetzt, wird auch die steigenden CO2-Emissionen aus dem Verkehr nicht in den Griff bekommen“, kritisierte Tschimpke.

Weitere RĂŒckschritte verzeichnet der Bericht bei den Entwicklungen des Energieverbrauchs und der Energieeffizienz, auch in diesen Bereichen wurde in den vergangenen Jahren der Zielpfad nicht erreicht. „Die Bundesregierung muss auf den Rat ihrer Experten hören und nachsteuern: nur mit einer naturvertrĂ€glichen Energiewende kann der Klimawandel wirksam begrenzt werden und die Energie- und Klimaziele erreicht werden. Die naturvertrĂ€gliche Energiewende kann nur funktionieren, wenn wir den Kohleausstieg voranbringen und Energieeffizienz und Energieeinsparungen endlich zu tragenden SĂ€ulen der Energiewende werden“, so NABU-Energieexpertin Tina Mieritz. „Die Ergebnisse des Berichts sind ein geradezu peinliches Signal so kurz vor der Weltklimakonferenz.“
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Bio- versus konventionelle Lebensmittel
Es steht unentschieden

Das Fazit der Stiftung Warentest aus 50 Lebensmitteltests mit Bio- und konventionellen Lebensmitteln: Bei der QualitĂ€t sowie in Aussehen, Geruch und Geschmack liefern sich Bio- und herkömmliche Kost ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Bioobst und BiogemĂŒse sind aber selten mit Pflanzenschutzmitteln belastet, außerdem engagieren sich Bioanbieter meist stark fĂŒr Tierschutz.

Insgesamt ist die QualitĂ€t sowohl von Bio- als auch von konventionellen Lebensmitteln gestiegen. Die getesteten Produkte bekamen in beiden Gruppen hĂ€ufiger „gute“ und „befriedigende“ Gesamturteile und weniger „ausreichende“ und „mangelhafte“. Bio ist aber nicht automatisch besser, schmackhafter oder gesĂŒnder als herkömmliche Lebensmittel. Das zeigt der Vergleich von 1020 herkömmlichen Lebensmitteln mit 217 Bioprodukten.

Was die Belastung mit Pflanzenschutzmitteln anbelangt, ist Bioware mit Abstand am saubersten. Sie ist jedoch nicht vor Schadstoffen gefeit. Die Tester fanden sogar potenziell krebserregende Substanzen, zum Beispiel in schwarzem und grĂŒnem Tee und in Leinöl, beides aus dem Bioladen. Bio-Nudeln ĂŒberschritten den Höchstgehalt fĂŒr ein Schimmelpilzgift, in Bio-Sonnenblumenöl wiesen die Tester kritische Mineralöle nach.

Im Geschmack steht es unentschieden. Blinde Verkostungen zeigen, dass Bio nicht besser abschneidet als andere Ware. Bioanbieter arbeiten aber oft transparent und kennen ihre Lieferanten gut. Sie setzten sich mehr fĂŒr das Tierwohl ein, obwohl auch im Biosektor industrielle Großbetriebe entstanden sind, z.B. fĂŒr Legehennen. Doch insgesamt ist Biofleisch fĂŒr Tierfreunde die bessere Wahl. Die aufwendige Tierhaltung nach Ökokriterien hat aber ihren Preis. Auch bei anderen Produkten kostet Bioware meist mehr als herkömmlich produzierte.

Der ausfĂŒhrliche Artikel Biolebensmittel erscheint in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift test (ab 27.11.2015 am Kiosk) und ist bereits unter www.test.de/bio-oder-konventionell abrufbar.
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Weltklimakonferenz: NABU verfolgt Verhandlungen in Paris
Energie- und Klimaexperten stehen fĂŒr Presseanfragen und Interviews zur VerfĂŒgung

Vom 30. November bis 11. Dezember 2015 trifft sich die internationale Staatengemeinschaft in Paris, um ein Nachfolgeabkommen fĂŒr das Kyoto-Protokoll zu verhandeln. Insgesamt werden ca. 40.000 Teilnehmer an der UN-Klimakonferenz (COP 21) erwartet, darunter die Regierungsdelegationen der 195 Vertragsstaaten der Klimarahmenkonvention sowie zahlreiche Vertreter der Nicht-Regierungsorganisationen und Medien weltweit. Die Chancen stehen gut, dass – anders als 2009 in Kopenhagen – ein Abkommen zustande kommt. Fraglich aber ist, ob das Abkommen auch ausreichen wird, die ErderwĂ€rmung auf ein gerade noch vertrĂ€gliches Maß zu begrenzen. Gelingt dies nicht, muss sich die Menschheit auf eine ErderwĂ€rmung von drei bis vier Grad im globalen Durchschnitt einstellen, was drastische Folgen fĂŒr Millionen von Menschen haben wird, weil deren Existenzgrundlagen gefĂ€hrdet werden. Überlebenswichtige Ökosysteme unseres Planeten werden so in absehbarer Zeit schlicht zusammenbrechen.

Gemeinsam mit seinem Dachverband BirdLife International wird der NABU die UN-Klimaverhandlungen in Paris vor Ort begleiten. Unser Experte Sebastian Scholz (Klimaschutz und Energiepolitik) ist wĂ€hrend der gesamten Konferenzdauer in Paris vor Ort; NABU-Expertin Inga Römer (Naturschutz und Klimawandel) wird in der ersten Woche vor Ort in Paris sein. Unsere Experten können zeitnah EinschĂ€tzungen und Bewertungen zu den laufenden Verhandlungen geben und stehen fĂŒr Interviews und Presseanfragen zur VerfĂŒgung. NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke wird in der zweiten Verhandlungswoche in Paris anwesend sein und steht ebenfalls fĂŒr Interviews zur VerfĂŒgung. Kontakt ĂŒber die NABU-Pressestelle.
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