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Samstag, 16. Februar 2019
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Verschiedenes

 Alarmzustand fĂŒr die WanderschĂ€ferei und alte Schafrassen
Ernst Meissner (1902): SchÀfer (Quelle: Wikipedia)
 
Alarmzustand fĂŒr die WanderschĂ€ferei und alte Schafrassen
Die WanderschĂ€ferei und alte Schafrassen sind Teil der kulturellen Vielfalt in Deutschland. Trotz ihrer Bedeutung fĂŒr Landschaftsschutz und Klima ist diese alte Kulturform mit rasantem Tempo im RĂŒckgang.

Die uralte Kulturform der WanderschÀferei ist eine höchste ökologisch nachhaltige Form der Nutztierhaltung. Die Tiere leben ressourcenschonend von wildwachsendem Futter und in freier Natur, und sie tragen sogar zum Erosionsschutz bei. Viel Bewegung und abwechslungsreiches Futter tragen zu geschmackvollem Fleisch bester QualitÀt bei und stellen im Vergleich zu industrieller Massenviehzucht wahrlich paradiesische Tierhaltungsbedingungen dar.

"Die Tiere der WanderschĂ€ferei sind nicht nur gute Fleischlieferanten, sondern haben auch wichtige Funktionen fĂŒr die Landschaftspflege und den Artenschutz", unterstreicht GĂŒnther Czerkus, Vorsitzender des Bundesverbandes der BerufsschĂ€fer e. V., "aber unser Beruf steht vor dem Verschwinden." Slow Food Deutschland organisiert des Öfteren Veranstaltungen mit dem Verein der BerufsschĂ€fer, um auf die prekĂ€re Situation dieses alten Berufs hinzuweisen und SchĂ€fer und Schaf zu unterstĂŒtzen.

Nur noch wenige junge Menschen sind bereit, den Berufsweg des BerufsschĂ€fers einzuschlagen, da er lange Arbeitszeiten, wenig Freizeit und keine großen Einkommensaussichten mit sich bringt. So bemerkte Czerkus, dass heutzutage nur noch 10 bis 20 Lehrlinge pro Jahr deutschlandweit eine Ausbildung zum SchĂ€fer beginnen.

Fehlender Nachwuchs mag auch dazu beitragen, dass in der SchĂ€ferei die Intensivhaltung zunimmt. Das schadet auch der biologischen Vielfalt, denn alte Schafrassen eignen sich - wie andere alte Tierrassen und Kulturpflanzen - nicht zur intensiven Produktion. Es gibt nur noch wenige Erzeuger, die sich mit der Zucht alter Rassen von der intensiven Tierhaltung abgrenzen. So steht es zum Beispiel sehr schlecht um die Moorschnucken, eine Schafrasse, die durch das Slow-Food-Projekt der Arche des Geschmacks unterstĂŒtzt wird: 1936 zĂ€hlten 94 Prozent des Gesamtschafbestandes der Moorgebiete Niedersachsens zu den Moorschnucken. 1974 lebten nur noch weniger als 100 registrierte Rassetiere. Obwohl ihre Zahl 2014 bei 3.000 lag, stuft sie die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefĂ€hrdeter Haustierrassen e.V. (GEH) als gefĂ€hrdet ein, denn die Herausforderung liegt weiterhin darin, den Verwandtschaftsgrad zwischen den Tieren nicht zu eng werden zu lassen. Und die SchĂ€fer benötigen ein ausreichendes Einkommen.

Die Moorschnucke, eine unbehornte Schafrasse aus den niedersĂ€chsischen Moorniederungen, ist hervorragend angepasst an das Leben im Moor. Sie ist ein unverzichtbarer Partner bei der Renaturierung der Moore. Indem sie auch Baumschösslinge - zum Beispiel Birken - beweiden, halten sie die Landschaft offen und pflegen so einen Lebensraum fĂŒr viele wilde, vom Aussterben bedrohte einheimische Tier- und Pflanzenarten. Der RĂŒckgang der Moorschnucke ist vor allem aus klimapolitischer Sicht ein großer Verlust. Moore sind ein guter Kohlenstoffspeicher: Sie binden fast doppelt so viel Kohlenstoff wie die WĂ€lder auf unserer Erde.

Wie die Moorschnucke sind die Weiße Gehörnte Heidschnucke und das Alpine Steinschaf vom Aussterben bedroht. Auch sie sind Passagiere der Arche des Geschmacks, dem internationalen Slow-Food-Projekt, das traditionelle Nutztierrassen, Kulturpflanzen und Lebensmittel schĂŒtzt, die vom Verschwinden bedroht sind.

Die Weiße Gehörnte Heidschnucke wurde, Ă€hnlich wie die Moorschnucke, durch Schafrassen ersetzt, die profitabler bei der intensiven Haltung waren. Das Alpine Steinschaf war einst Lieferant von Wolle und Fleisch. Seit den 1960er Jahren wurde es jedoch zu Gunsten von Fleischschafrassen gezielt verdrĂ€ngt. Der Verlust dieser Rasse wirkt sich auf das ganze Ökosystem des bayrischen Alpenraumes aus, wo sie durch ihre einzigartigen Eigenschaften einst zum ökologischen Gleichgewicht beitrug. Aufgrund sehr harter Klauen, guter Trittsicherheit, großer GenĂŒgsamkeit und der guten WetterhĂ€rte sind die Tiere bestens an die rauen Bedingungen im Hochgebirge angepasst. In den extremen Hochlagen, die fĂŒr Rinder oder sogar andere Schafrassen unzugĂ€nglich sind, leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung traditioneller Almlandschaften: Die regelmĂ€ĂŸige Abweidung der Schafe fĂŒhrt zu einer Verdichtung des Wurzelgeflechtes der GrĂ€ser, die Grasnarbe verfestigt sich und wird so vor Erosion geschĂŒtzt.

Mit der Arche des Geschmacks setzt sich Slow Food fĂŒr die Erhaltung der BiodiversitĂ€t und der Vielfalt auf unserem Teller ein.
 
 

Sofa vor dem „Fernseher“
 
Sofa vor dem „Fernseher“
Umweltversand WaschbÀr beschenkt erneut den Nistplatz am Mundenhof

Auch in diesem Jahr geht das Weihnachtsgeschenk von WaschbÀr
der Umweltversand im Wert von 3000 Euro an den Nistplatz am
Mundenhof. In der vergangenen Woche ist dort ein neues Kunstwerk
entstanden. Damit Eltern gemĂŒtlich ihren Kindern beim Spielen
zusehen können, gibt es nun eine ganz besondere Sitzgelegenheit.
Aus einem mÀchtigen Eichenstamm aus dem heimischen Forst hat
der KĂŒnstler Hansjörg Palm ein prĂ€chtiges Sofa gestaltet. Direkt vor
dem „Fernseher“ platziert, lĂ€dt es zum Verweilen ein und ist zudem
ein echtes SchmuckstĂŒck.

Die Weiterentwicklung des Erfahrungsfeldes der Sinne am
Mundenhof liegt WaschbÀr sehr am Herzen. Auch das beliebte
sonntÀgliche Stockbrotbacken von April bis Oktober wird durch die
UnterstĂŒtzung des Freiburger Unternehmens ermöglicht. WaschbĂ€r
ist mit einem Sortiment von ĂŒber 7.000 Artikeln der grĂ¶ĂŸte Versender
von Umweltprodukten im deutschsprachigen Raum.
 
 

 
Lehren aus dem Abgasskandal
Typzulassung von Pkw reformieren und reale Emissionen messen

UmweltverbĂ€nde legen Konzept fĂŒr ein modernes Typzulassungsverfahren vor

Als Reaktion auf die von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt vorgestellten Maßnahmen zur Reformierung des Typzulassungsverfahrens fĂŒr Pkw haben fĂŒhrende Umwelt-, Verkehrs- und VerbraucherschutzverbĂ€nde heute ein gemeinsames Konzept zur Modernisierung der Genehmigungspraxis vorgestellt. Die Vertreter von BUND, Deutscher Umwelthilfe, Greenpeace, NABU und VCD betonten, dass der gegenwĂ€rtige Abgasskandal nicht nur Ausdruck mutwilliger TĂ€uschungsabsichten auf Seiten der Hersteller sei. Der Skandal zeige auch, dass das bisherige Typzulassungsverfahren seiner Aufgabe nicht gerecht werde und die behördlichen Kontrollinstanzen insgesamt versagt hĂ€tten. Das Konzept der VerbĂ€nde zur Zulassung von neuen Fahrzeugmodellen sieht in Anlehnung an das US-amerikanische Modell eine Kombination aus HerstellererklĂ€rung, unabhĂ€ngigen Kontrollmessungen im realen Fahrbetrieb und empfindlichen Sanktionen bei VerstĂ¶ĂŸen vor. Dieses Modell der Typzulassung sollte die Voraussetzung dafĂŒr sein, dass Automobilhersteller neue Fahrzeugmodelle in Serie produzieren und auf den europĂ€ischen Markt bringen können.

Dietmar Oeliger, Leiter Verkehrspolitik des NABU: „Das Typzulassungsverfahren fĂŒr Neufahrzeuge muss vom Kopf auf die FĂŒĂŸe gestellt werden. Es macht ĂŒberhaupt keinen Sinn, weiterhin an der momentanen Praxis festzuhalten und mit einem riesigen Aufwand Fantasiewerte auf dem PrĂŒfstand zu erzeugen, die keinerlei Aussagegehalt fĂŒr den realen Schadstoffausstoß auf der Straße haben. Uns interessiert einzig die tatsĂ€chliche Emissionsminderung der Fahrzeuge.“ Es sei daher unabdingbar, den realen Schadstoffausstoß von auf dem Markt befindlichen Fahrzeugen mittels sogenannter PEMS-Messungen, einer mobilen Messtechnik zur Auswertung der Abgaswerte, als „Real Driving Emissions (RDE)“ zu erfassen. Selbiges gelte auch fĂŒr die Erfassung des realen Kraftstoffverbrauchs.

Dorothee Saar, Leiterin Verkehr und Luftreinhaltung der Deutschen Umwelthilfe (DUH), forderte solide Kontroll- und Sanktionsmechanismen, um die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben zu garantieren. „Die Einhaltung geltender Grenzwerte darf nicht lĂ€nger dem Zufall ĂŒberlassen werden. Zu viele StĂ€dte und damit die Menschen leiden unter anhaltend hoher Luftbelastung mit giftigen Stickoxiden. Allein in Deutschland verursacht das Jahr fĂŒr Jahr mehr als 10.000 vorzeitige TodesfĂ€lle. Die Technik zur wirksamen Begrenzung der Emissionen in allen normalen FahrzustĂ€nden ist lĂ€ngst vorhanden. Es gibt keinen Grund, lĂ€nger auf deren verbindlichen Einsatz zu warten.“

Michael MĂŒller-Görnert vom ökologischen Verkehrsclub Deutschland (VCD) machte deutlich, dass das neue System auch ein höheres Maß an Transparenz benötige: „Die Kluft zwischen Test- und Realemissionen ist in den letzten Jahren auch deshalb immer grĂ¶ĂŸer geworden, weil zu viel hinter verschlossenen TĂŒren gemauschelt wurde. Wir fordern, dass kĂŒnftig sĂ€mtliche Daten, die die Hersteller fĂŒr die Typgenehmigung ihrer Fahrzeuge angeben, ĂŒber eine öffentliche Datenbank kostenlos zugĂ€nglich gemacht werden. Nach dem Motto: Wer nichts zu verbergen hat, braucht sich nicht zu verstecken. Damit wĂ€re auch die Grundlage dafĂŒr gelegt, dass die EU-Kommission die Arbeit der nationalen Zulassungs- und PrĂŒfbehörden kontrollieren und zu diesem Zwecke eigene Messungen vornehmen kann.“

Werner Reh, Leiter Verkehrspolitik beim BUND, erinnerte eindringlich an die Notwendigkeit, die tatsĂ€chliche Luftschadstoffbelastung, insbesondere in den StĂ€dten und BallungsrĂ€umen zu senken: „Zu viele StĂ€dte ĂŒberschreiten nach wie vor die bestehenden LuftqualitĂ€tsgrenzwerte; besonders bei den gesundheitsschĂ€dlichen Stickoxiden. Die im Schnitt siebenfache Überschreitung der gesetzlichen Stickoxidgrenzwerte im Realbetrieb bei modernen Diesel-Pkw mit Euro 6-Motor fĂŒhrt nicht zu einer EntschĂ€rfung der Situation in den StĂ€dten, wie mit EinfĂŒhrung der Abgasnorm ursprĂŒnglich erwartet. Wenn die Hersteller den Schadstoffausstoß ihrer Fahrzeuge nicht tatsĂ€chlich auf das Niveau der Euro-Abgasnormen absenken, sehe ich keine andere Möglichkeit, als Fahrverbote in dicht besiedelten Gebieten auszusprechen. Nur so wĂ€re dann das massive Abgasproblem vor allem beim Diesel in den Griff zu bekommen.“ Geschehe das nicht, seien die LuftreinhalteplĂ€ne der StĂ€dte Makulatur.

Die UmweltverbĂ€nde gehen davon aus, dass ein solches Typzulassungsverfahren sowohl die Kosten der Hersteller als auch die der Behörden reduzieren werde. Denn das jetzige Verfahren sei nicht nur wirkungslos, sondern auch ausgesprochen teuer. DarĂŒber hinaus hĂ€tten sowohl Volkswagen, als auch PSA Peugeot CitroĂ«n angekĂŒndigt, unabhĂ€ngige Abgasmessungen bei ihren Modellen im Realbetrieb vornehmen zu lassen.
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„Vom Ressourcenfieber zur Rohstoffwende. Wie wollen wir leben?“
Online-Dokumentation fĂŒr BĂŒrgerschaft, Vereine, Schulen und andere Interessierte

Zur Veranstaltungsserie „Vom Ressourcenfieber zur Rohstoffwende. Wie wollen wir leben?“ hat der Verein ECOtrinova e.V. jetzt als Information fĂŒr die BĂŒrgerschaft, Vereine, Schulen und andere Interessierte zum Selbststudium eine 80-seitige Übersicht herausgegeben, die bei www.ecotrinova.de online AuszĂŒge mit Kurztexten und zahlreichen Abbildungen aus den 28 VortrĂ€gen dieser Gemein­schaftsreihe des Samstags-Forum Regio Freiburg von ĂŒber 20 Partnern wiedergibt. Die Vortragsdateien und weitere Dokumente sind auch einzeln in voller LĂ€nge ebenfalls unter Samstags-Forum 2015 auf der Webseite verfĂŒgbar. Herausgeber und Mitveranstalter möchten mit den Unterlagen den schonenden und umweltfreundlichen Umgang mit Ressourcen und ebenso den Klimaschutz voranbringen.

Ziel der Informationsaktion ist zudem, Wissen, Werte und Handlungsmöglichkeiten zu vermitteln fĂŒr zukunfts­fĂ€hige Lebensweisen und fĂŒr den zukunftsfĂ€higen Umbau von Haus, Gemeinde/Stadt und Land und anderswo. Der Umgang mit Rohstoffen aller Art fĂŒr unsere „moderne“ Lebensweise, die zu fieber­haftem Rennen - „Ressourcenfieber“ – und zu vielen Konflikten fĂŒhrt, mĂŒsse dringend zur Nachhal­tigkeit umgestaltet werden, so der ECOtrinova-Vorsitzende und Projektleiter Dr. Georg Löser.


Bei der Veranstaltungs-Serie Samstags-Forum Regio Freiburg im FrĂŒhjahr und Sommer 2015 stellten fĂŒhrende Fachleute etwa vom Öko-Institut e.V., Pioniere und Aktive aus Freiburger Vereinen und Instituten im Hörsaal in der UniversitĂ€t in Freiburg i.Br. und bei FĂŒhrungen internationale und lokale Probleme, Vorbildvorhaben und auch kleine Lösungen vor zu Energie- und anderen Rohstoffen, zur Gewinnung und zum falschen bzw. schonenden Umgang mit diversen Metallen, die fĂŒr die heutige Lebensweise verwendet werden. Weitere Themen sind Wasser, WĂ€lder, Böden und GĂ€rten samt BioabfĂ€llen, FlĂ€chen und Stadtentwicklung, Batterien bis hin zum Elektroschrott, Handy und Smart Phone. Als in der Reihe dargestellte Alternativen dienen u.a. erneuerbare Energien, Energiesparen, Recycling und Wiederver­wendung, sparsamer Umgang mit Rohstoffen, faire Produktion und faire Produkte, Permakultur, sowie nicht zuletzt Suffizienz - ein gutes Leben ohne Verschwendung. Aufgegriffen wurden zudem das UN-Jahr des Bodens, die Woche der Sonne 2015 und andere aktuelle Themen auf lokaler, regionaler bis globaler Ebene. Vereine, Gruppen und Interessierte aus der UniversitĂ€t wurden vernetzt.

Das Projekt „Vom Ressourcenfieber zur Rohstoffwende. Wie wollen wir leben“ wird gefördert aus Mitteln der GlĂŒcksspirale des Ministeriums fĂŒr Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-WĂŒrttemberg sowie vom Stiftungsfonds ECO-Stiftung fĂŒr Energie-Klima-Umwelt, von ECOtrinova e.V. und darĂŒber hinaus durch Ehrenamt.
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Karlsruhe: ObstbÀume schneiden lernen
Stadt Karlsruhe und Bezirksverband der Gartenfreunde bieten wieder Kurse an

ObstbĂ€ume sollten regelmĂ€ĂŸig geschnitten werden, damit sie sich gut entwickeln und viele FrĂŒchte tragen. Das Liegenschaftsamt der Stadt Karlsruhe bietet deshalb auch nĂ€chstes Jahr wieder Obstbaumschnittkurse an - in Kooperation mit dem Bezirksverband der Gartenfreunde. Folgende Termine sind geplant, immer freitags um 13.30 Uhr in Kleingartenanlagen: Am 15. Januar Am Reitschulschlag, Lachenweg (Hagsfeld), am 29. Januar in der Schwetzinger Str. 19 (Hagsfeld), am 19. Februar an der Hermann-Schneider-Allee (Daxlanden), am 11. MĂ€rz im Bachenweg (Neureut) und am 18. MĂ€rz an der Fasanengartenmauer (Schlossgarten).

Die Teilnahme an den Kursen ist kostenfrei, sie finden ab einer Zahl von zehn Personen statt. Anmeldung beim Bezirksverband der Gartenfreunde unter Telefon 0721/35 28 80 oder per Mail an info@bvgfdka.de.
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NABU zum Bundesrats-Beschluss Netzausbau
Erdkabel verringern Konflikte mit Natur und Anwohnern

Erdkabelvorrang ersetzt keine umsichtige Planung

Der NABU begrĂŒĂŸt den heutigen Beschluss des Bundesrats, beim Netzausbau kĂŒnftig den unterirdisch verlegten Erdkabeln grundsĂ€tzlich Vorrang zu geben. „Erdkabel sind fĂŒr uns Verbraucher und fĂŒr die Natur oft die bessere Wahl. Im Vergleich zu Freileitungen zerschneiden sie nicht die Landschaft, sie bergen keine Gefahren fĂŒr Vögel und langwierige Diskussionen um den Bau von neuen Trassen werden vermieden. FĂŒr die Energiewende und ihre Akzeptanz ist das ein wichtiger Schritt“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller.

Nach dem Beschluss des Bundestags mĂŒssen neue ĂŒberregionale Gleichstromtrassen, wie das kontrovers diskutierte Vorhaben „SĂŒdLink“, kĂŒnftig voll oder teilweise unter der Erde verlegt werden. Nur in AusnahmefĂ€llen oder bei direkter Forderung von Gemeinden können fĂŒr bestimmte Abschnitte Freileitungen errichtet werden. Dies bedeutet eine 180-Grad-Wende, da der Netzausbau zuvor ausschließlich mit Freileitungen als Standard geplant wurde.

Doch den Vorteilen der Erdkabel fĂŒr die Natur – LebensrĂ€ume bleiben unzerschnitten, keine Kollisionen von Vögeln an Leitungen, keine weithin sichtbaren Freileitungen – stehen auch Risiken gegenĂŒber. „Bei Erdkabeln gilt der Grundsatz, auf direktem Wege durch das Land zu graben. Das darf aber nicht dazu fĂŒhren, dass jedes Schutzgebiet, das im Weg liegt, aufgebuddelt wird. Sonst drohen erhebliche Auswirkungen auf Böden, Vegetation und den Wasserhaushalt“, so Miller. Trotz des nun geltenden gesetzlichen Vorrangs fĂŒr Erdkabel mĂŒssen nach Ansicht des NABU Trassen weiterhin gewissenhaft geplant und nach Standortalternativen gesucht werden. Schließlich entstehen bei der aufwendigen Kabelverlegung 35 bis 45 Meter breite Baustellen. Vorher unzerschnittene WĂ€ldern wĂŒrden von Schneisen durchteilt, die dauerhaft frei von Gehölzen bleiben.

Statt eines grundsĂ€tzlichen Erdkabelvorrangs bei Gleichstromleitungen ist nach Ansicht des NABU auch die ergebnisoffene PrĂŒfung der jeweiligen Übertragungstechnik in den betroffenen Regionen eine praktikable Lösung. Im Flachland bestehen deutlich bessere Voraussetzungen fĂŒr die unterirdische LeitungsfĂŒhrung als im deutschen Mittelgebirge, was sich bei dem entstehenden Eingriff in die Natur und den entstehenden Mehrkosten bemerkbar macht.

Erfreulich ist, dass nun auch im Drehstromnetz mehr Erdkabel möglich werden. So können neben der AnnĂ€herung an Wohnbebauungen auch Konflikte mit dem Artenschutz oder den Schutzgebieten des Natura-2000-Netzes GrĂŒnde fĂŒr den Einsatz von Erdkabeln sein. Dies hatte der NABU durchweg gefordert. Das Änderungsgesetz ermöglicht fĂŒr fĂŒnf konkrete Drehstromplanungen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein die Erprobung der Teilverkabelung, darunter auch die sogenannten OstkĂŒstenleitung bei LĂŒbeck, die vor allem fĂŒr Zugvögel als besonders kritisch zu bewerten ist.

Große Probleme stellen fĂŒr Groß- und Wasservögel bereits bestehende Freileitungen dar, weil sie die Leitungen und vor allem das dĂŒnne Blitzschutzseil ganz oben oft zu spĂ€t erkennen um auszuweichen. Jedes Jahr verenden so Tausende Zug- und Rastvögel, vor allem nachts oder bei Nebel. Hier mĂŒssen sich die Netzbetreiber deutlich mehr ins Zeug legen, um mit sichtbaren Vogelschutzmarkierungen das Problem deutlich zu verringern.
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Vor 40 Jahren kam das AUS fĂŒr das Atomkraftwerk Wyhl
Am Sonntag, den 31. Januar 2016 ist der 40. Jahrestag der Unterzeichnung
der "Offenburger Vereinbarung" zwischen den Badisch-ElsĂ€ssischen BĂŒrger-
initiativen, der Landesregierung von Baden-WĂŒrttemberg und der Kernkraft-
werk SĂŒd GmbH.
Vier nicht öffentliche VorgesprÀche mit dem damaligen CDU-Fraktionsvor-
sitzenden im Landtag von Baden-WĂŒrttemberg Lothar SpĂ€th fanden noch
im Jahr 1975 nach der Bauplatzbesetzung im Evangelischen Gemeindehaus
von Weisweil statt.

Mit einer öffentlichen Veranstaltung möchten die Badisch-ElsÀssischen
BĂŒrgerinitiativen diesem wichtigen Markstein zum Ausstieg aus der
Atomenergie in Wyhl und dem Ende des Atomkraftwerkbaus in Deutschland
gedenken:

Sonntag, den 31. Januar 2016
Evangelisches Gemeindehaus
D-79646 Weisweil am Rhein, Hinterdorfstraße 2

15.00 Uhr: GesprÀchsnachmittag mit PrÀsentation von Dokumenten durch Kurt
Schmidt, Leiter des Archivs der Badisch-ElsĂ€ssischen BĂŒrgerinitiativen

17.00 Uhr: VortrĂ€ge mit Diskussion ĂŒber die politische Einordnung
der "Offenburger Vereinbarung" fĂŒr die Wyhl-Geschichte und die
deutsche sowie europÀische Energiepolitik.

Referenten sind u.a.
Dr. Wofgang Sternstein, aktiver UnterstĂŒtzer der Badisch-ElsĂ€ssischen
BĂŒrgerinitiativen, Friedensforscher und Publizist aus Stuttgart
Jo Leinen, Bauplatzbesetzer 1975 in Wyhl und jetzt Mitglied im
EuropĂ€ischen Parlament in BrĂŒssel und Strassburg.

Zeitzeugenberichte u.a. von Pfarrer GĂŒnter Richter, Dr. Frank Baum,
Heinz Siefritz, Bernd Nössler.


Die BĂŒrgerinitiativen laden herzlich ein, sich mit Spenden
oder Zustiftungen am Stiftungsfonds der Badisch-ElsÀssischen
BĂŒrgerinitiativen zu beteiligen:
Spendeneinzahlungen erfolgen auf das Konto 103 700 800 bei der GLS
Gemeinschaftsbank eG (BLZ 430 609 67) mit dem Stichwort "Stiftungsfonds
der Badisch-ElsĂ€ssischen BĂŒrgerinitiativen". Die Spender erhalten eine
Spendenbescheinigung fĂŒr ihre SteuererklĂ€rung von der Bochumer GLS
Treuhand e.V.
 
 

Karlsruhe: Blue, Charly und Delta - das gewitzte Trio der ZwergseidenhĂŒhner
ZwergseidenhĂŒhner im Zoo Karlsruhe mit Reviertierpflegerin Elyna Baur
 
Karlsruhe: Blue, Charly und Delta - das gewitzte Trio der ZwergseidenhĂŒhner
Weitere Haustierrasse im Streichelzoo des Zoologischen Stadtgartens

Oh, wo sind sie denn? Meist eng zusammengekuschelt dösten die drei kleinen ZwergseidenhĂŒhner bislang in der Aufzuchtstation des Streichelzoos unter der WĂ€rmelampe. Und hatten bereits unter den GĂ€sten des Zoologischen Stadtgartens ihre Fans, die die wuscheligen Gesellen - hellgelb, dunkelgrau und marmoriert - nun vermissen. „Nein, nein, es fehlt ihnen nichts“, beruhigt Reviertierpflegerin Elyna Baur am Dienstag einen Vater, als dieser sie mit den drei Minis auf dem Arm sah. Umzug ist angesagt! Denn das agile Trio, mittlerweile sieben Wochen alt und immer noch federleicht, bekommt ein grĂ¶ĂŸeres Gehege.

Kleines Pendant zum großen Sundheimer Huhn

Mit grobkörnigerem Sand, niedrige Sitzstangen zum KrĂ€ftigen der FĂŒĂŸe – und anstelle der Pellets fĂŒr KĂŒken nun das Futter der Erwachsenen. FĂŒrs Erste entziehen sich die kleinen ZwergseidenhĂŒhner damit den Blicken der Besucher. „Sie kommen wieder“, verspricht Baur den ZoogĂ€sten. Die Kleinen sollen noch ein bisschen krĂ€ftiger werden, um nicht im Gehege von den gewichtigen Sundheimern HĂŒhnern ĂŒberrannt zu werden. Denn: „HĂŒhner gehen nicht zimperlich mit Neuankömmlingen um. Wir gestalten auch noch etwas die Außenanlage um, damit unsere PuschelhĂŒhner, die ausgewachsen gerade einmal ein Pfund auf die Waage bringen, sich den Großen gegenĂŒber behaupten können“, so Baur. Man merkt, sie mag ihre neuen Zöglinge. Die flugunfĂ€hige Haustierrasse bleibe so „plĂŒschig, bildet kaum Federn aus“, erzĂ€hlt Baur. Sie seien keine HĂŒhner mit großer Legeleistung, eher Knuddeltiere fĂŒr Liebhaber und können sehr zutraulich werden. Und weil ihr glĂ€nzendes, wuscheliges Gefieder einem Fell Ă€hnelt, wurde frĂŒher ahnungslosen Kunden gegenĂŒber behauptet, dass es sich bei ZwergseidenhĂŒhnern um eine Kreuzung zwischen Kaninchen und HĂŒhner handle.

„Im Streichelzoo haben wir bereits das Sundheimer Huhn als große Haustierrasse. Idee ist, dazu ein kleines Pendant zu setzen, das auch bei Kindern beliebt ist“, erlĂ€utert Zooleiter Dr. Matthias Reinschmidt. Henne oder Hahn: Das ist erst klar, wenn einer der Kleinen mit rund drei Monaten einen Sporn ausbildet. „Wir vermuten, der dominante Blue, so nennen wir den Dunkelgrauen, ist ein Hahn“, so Baur. Charly, das hellgelbe KĂŒken, war von Anfang an sehr zutraulich. Nicht minder aufgeweckt sei der oder die mamorierte Delta, betont Baur, streichelt dem Zwergseidenhuhn ĂŒbers Köpfchen, ehe auch dieses im neuen Revier mit dem Picken anfĂ€ngt. Blue, Delta, Charly – das gewitzte Team eben. „Unsere kleinen Raptoren“, lacht Baur, womit erklĂ€rt ist, dass Jurassic Park zur Namenswahl inspiriert hat.
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