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Verschiedenes

 
NABU: Mammut-Projekt Fehmarnbeltquerung bleibt ĂŒberflĂŒssig
Ausbau des „JĂŒtland-Korridors“ ist bessere Alternative

AnlĂ€sslich der Beratung der deutsch-dĂ€nischen Verkehrskommission am heutigen Montag in Flensburg fordert der NABU Deutschland und DĂ€nemark erneut auf, die PlĂ€ne fĂŒr das Mammut-Projekt feste Fehmarnbeltquerung endgĂŒltig zu begraben. Angesichts ökologischer Risiken und unverhĂ€ltnismĂ€ĂŸiger Gesamtprojektkosten von rund zwölf Milliarden Euro inklusive der Hinterlandanbindungen auf beiden Seiten des Fehmarnbeltes bleibe das Projekt ĂŒberflĂŒssig. Der NABU setzt sich seit Langem dafĂŒr ein, statt der teuren und ökologisch hoch problematischen Fehmarnbeltquerung, den so genannten „JĂŒtland-Korridor“ – die Verbindung von Hamburg ĂŒber Flensburg und die Storebelt-BrĂŒcke – auszubauen. So könnten Kosten gespart und große SchĂ€den fĂŒr Natur und Umwelt vermieden werden. Beide Routen sind Teile des europĂ€ischen Transportnetzes TEN-T.
„Der NABU steht bei Infrastrukturprojekten fĂŒr das Prinzip Erhalt und ErtĂŒchtigung, und zwar vor allem dann, wenn sich durch kluge Alternativen Neubauten vermeiden lassen. Die europarechtlich zwingend vorgeschriebene PrĂŒfung der möglichen Alternative ĂŒber JĂŒtland ist jedoch unrechtmĂ€ĂŸiger Weise durch den Staatsvertrag ausgehebelt worden. Das werden wir auf jeden Fall angreifen“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. Die feste Fehmarnbeltquerung verbinde nachweislich zwei Rapsfelder, und fĂŒr das bislang prognostizierte Verkehrsaufkommen werde in Deutschland in der Regel nicht mal eine Umgehungsstraße gebaut.
KĂŒrzlich hatte ein hochrangiger Mitarbeiter des VorhabentrĂ€gers (die dĂ€nische Bau- und Planungsgesellschaft Femern A/S) auf einer Anhörung die Fehmarnbeltquerung als „ErgĂ€nzung“ zum JĂŒtland-Korridor bezeichnet.
„Durch den Elbtunnel bei Hamburg fahren tĂ€glich 150.000 Fahrzeuge. Mit offiziell erwarteten 10.000 Verkehrsbewegungen wird es am Fehmarnbelt auch in 100 Jahren keinen Bedarf geben, der diese ökologischen SchĂ€den in einem europĂ€isch geschĂŒtzten, hoch sensiblen Meeresgebiet rechtfertigt. ErgĂ€nzungen baut man dann, wenn infrastruktureller Druck herrscht und nicht, weil es politisch gewollt ist“, so Miller weiter. Das sei keine nachhaltige Verkehrspolitik. In einem Schreiben hatte der NABU dem dĂ€nischen Transportausschuss kĂŒrzlich angeboten, seine Vorbehalte gegen die Fehmarnbeltquerung persönlich vorzutragen.
FĂŒr bedeutungslos mit Blick auf das niedrige Verkehrsaufkommen hĂ€lt der NABU daher auch die gerade veröffentlichte Finanzanalyse der WirtschaftsprĂŒfungsgesellschaft Ernst & Young. Darin wird dem VorhabentrĂ€ger Femern A/S bescheinigt, dass eine feste Fehmarnbeltquerung angeblich unter den fĂŒr eine solide Refinanzierung wichtigen 39 Jahren realisiert werden könnte. Der mangelnde Bedarf und die mögliche Alternative ĂŒber JĂŒtland rechtfertigen aus NABU-Sicht selbst dann das Projekt nicht, wenn sich das Vorhaben – wie in der Analyse behauptet – betriebswirtschaftlich rechnen wĂŒrde.
„Bei einer ersten PrĂŒfung der Bewertung ist uns darĂŒber hinaus aufgefallen, dass Ernst&Young zum Beispiel bei der Ticketpreisgestaltung und der Konkurrenz der FĂ€hrlinie von falschen Voraussetzungen ausgehen. Am Ende ist das Ergebnis einer Analyse eben nur so richtig, wie die zugrunde gelegten Annahmen“, so Malte Siegert, Fehmarnbeltexperte des NABU. Auch deswegen bleibe der NABU von der dĂ€nischen Entscheidung unbeeindruckt. Der Erörterungstermin in Kiel vom November 2015 habe verdeutlicht, dass der VorhabentrĂ€ger auf viele negative ökologische Auswirkungen keine Antworten hat. Nicht nur deren juristische KlĂ€rung werde auf nationaler und europĂ€ischer Ebene Zeit in Anspruch nehmen.
Mit Blick auf den kommenden Bundesverkehrswegeplan birgt die Entscheidung nach Auffassung des NABU weiterhin zahlreiche finanzielle Risiken fĂŒr den nationalen Haushalt. Noch vor dem ersten Spatenstich sind die Baukosten von 900 Millionen auf fast drei Milliarden Euro fĂŒr die Hinterlandanbindung zwischen LĂŒbeck und Puttgarden auf Fehmarn gestiegen.
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ÖKO-TEST Kindergeschirr
Das ÖKO-TEST-Magazin Februar 2016 gibt es seit dem 29. Januar 2016 im Handel
 
ÖKO-TEST Kindergeschirr
Das MĂ€rchen vom Bio-Tellerchen

Es ist ein Tiefschlag fĂŒr das Image von Bio-Kunststoffen: Ein neuer Test des Verbrauchermagazins ÖKO-TEST zeigt, dass Bambus-Geschirr nicht ausschließlich aus natĂŒrlichen Rohstoffen hergestellt ist, sondern Kunststoffe enthĂ€lt. Die regulĂ€re Plastikware zeigte sich dagegen ohne auffĂ€llige Befunde.

Viele Eltern servieren ihren Kleinkindern die ersten Mahlzeiten auf robustem Plastikgeschirr, das auch mal die ersten Wurf- und Freifallexperimente schadlos ĂŒbersteht. Meist werden diese Geschirre aus Melaminkunstharz gefertigt. Dessen Produktionsgrundstoffe Melamin und Formaldehyd sind jedoch problematisch: Melamin bildet Kristalle im Urin, die die Nieren lebensbedrohlich schĂ€digen können. Formaldeyhd wird von der EU als krebsverdĂ€chtig eingestuft. Im Kunstharz sind diese beiden Stoffe gebunden und damit unbedenklich. Allerdings können sie durchs Braten, Kochen und durch heiße Speisen ins Essen und die GetrĂ€nke ĂŒbergehen.

ÖKO-TEST hat 16 Kindergeschirrsets eingekauft und im Labor auf bedenkliche Inhaltsstoffe und Materialtricksereien prĂŒfen lassen. Das Ergebnis ĂŒberraschte: WĂ€hrend die Kunststoffprodukte kein Melamin oder Formaldehyd absonderten und uneingeschrĂ€nkt empfohlen werden können, sind die fĂŒnf Bambusprodukte aus Sicht des Verbrauchermagazins „nicht verkehrsfĂ€hig“. Die Anbieter bewerben sie als ausschließlich aus natĂŒrlichen Rohstoffen wie Bambus und Maismehl hergestellt. Vier vermeintliche Ökogeschirrsets sind so zwar gesundheitlich unbedenklich. Doch in der Laboranalyse zeigte sich, dass die Pflanzenfasern mit Melaminharz verklebt wurden: klare FĂ€lle von VerbrauchertĂ€uschung. Bei einem fĂŒnften Bambusgeschirr, das ebenfalls als Ökoware beworben wird, konnte das verwendete Kunstharz nicht eindeutig identifiziert werden. Die Teller und Tassen des Sets sonderten jedoch krebsverdĂ€chtiges Formaldehyd in heiße TestflĂŒssigkeit ab - in Mengen ĂŒber EU-Grenzwert.
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NABU begrĂŒĂŸt Aufbau eines bundesweiten Wolfs-Beratungszentrums
Zentrale Koordinierungsstelle hilft beim lĂ€nderĂŒbergreifenden Erfahrungsaustausch zum Wolf/Transparenz bei Informationen zur Wolfssituation notwendig

Der NABU begrĂŒĂŸt die Einrichtung eines bundesweiten Wolfs-Beratungszentrums. Die Beratungs- und Dokumentationstelle unter FĂŒhrung der Senckenberg Gesellschaft fĂŒr Naturforschung soll die zustĂ€ndigen Landesbehörden rund um den Wolf beraten und bundesweit Daten ĂŒber das Wildtier sammeln und aufbereiten, wie Bundesumweltministerin Barbara Hendricks am heutigen Mittwoch in Berlin bekanntgab. Der NABU hatte sich seit lĂ€ngerem und wiederholt fĂŒr die Einrichtung eines solchen Kompetenzzentrums zum Wolf ausgesprochen.

NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke: „Eine zentrale Koordinierungsstelle, die alle Erfahrungen und Daten, die bundesweit im Wolfsmanagement gemacht und erhoben werden, bĂŒndelt und auswertet, ist ein wichtiger Schritt fĂŒr einen fundierten lĂ€nderĂŒbergreifenden Erfahrungsaustausch im Umgang mit dem Wolf. Wichtig ist dabei Transparenz. Mit der Stelle muss ein flĂŒssiger Trialog zur Wolfssituation zwischen BundeslĂ€ndern, Bund und Öffentlichkeit gefördert werden.“ Von dem gesammelten Wissen könnten Behörden in Bund und LĂ€ndern, Nutztierhalter und die Öffentlichkeit im Umgang mit dem Wildtier profitieren. Ein Beispiel sei der Erfahrungsaustausch und die Erforschung im Bereich von Herdenschutzmaßnahmen. „Es hilft dem SchĂ€fer, wenn er schnell weiß, was er tun kann, und welche konkreten Maßnahmen in seiner Region sinnvoll sind“, so Tschimpke.

Von einem bundesweiten Beratungszentrum erhofft sich der NABU auch ein besseres Datennetz ĂŒber die FĂ€lle von illegaler Wolfstötung, bei denen die AufklĂ€rungsquote nach wie vor klein und die Dunkelziffer groß ist. Ebenso fehlen noch Daten, wie sich das dichte Straßennetz auf die Populationsentwicklung vom Wolf auswirkt. Aktuell gibt es bundesweit 31 Rudel und acht Wolfspaare in den LĂ€ndern Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern.
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Stadt schreibt Jagdpacht in Ebnet-Welchental aus:
Angebote bis Freitag, 19. Februar, ans Forstamt

Vom 1. April an verpachtet die Stadt Freiburg fĂŒr die Dauer von neun
Jahren den Teil Ebnet-Welchental des gemeinschaftlichen
Jagdbezirks Freiburg aus. Er hat eine GesamtflÀche von 329 Hektar.
Davon sind 282 Hektar (110 ha Wald, 167 ha Feld, 5 ha Wasser)
jagdlich nutzbar. Der Pachtpreis betrÀgt 1.500 Euro.

Der Jagdbezirk ist Niederwildrevier mit Schwarzwild als Wechselwild.
Der Pachtpreis wurde ĂŒber eine Pachtpreisberechnung im Anhalt an
das Verfahren des Landesbetriebes ForstBW hergeleitet. Eine
Gemeinschaft von zwei bis maximal drei PĂ€chter oder PĂ€chterinnen
ist Pachtvoraussetzung. Die Jagdstrecken betrugen im Jagdjahr
2012/13: kein Tier, 2013/14: fĂŒnf Rehwild, 2014/15: sieben Rehwild
und zwei Schwarzwild.

Die Vorauswahl der PĂ€chter erfolgt durch die Ortsverwaltung Ebnet.
Bewertet werden unter anderem ZuverlÀssigkeit, Motivation und
jagdliche Erfahrung. PĂ€chter mĂŒssen die Belange der Jagdgenossen
und des Naturschutzes berĂŒcksichtigen und im Stadtkreis Freiburg
wohnen. Es darf noch kein PachtverhÀltnis bestehen.

Schriftliche Bewerbungen sind bis Freitag, 19. Februar, an die
Ortsverwaltung Ebnet (Steinhalde 67, 79117 Freiburg) zu richten. FĂŒr
RĂŒckfragen stehen Ortsvorsteher Bernhard SĂ€nger (Tel. 0761/
696898-13) und Forstrevierleiter Dieter Thoma (Tel. 0175/1850177)
zur VerfĂŒgung. Die Auswahl der PĂ€chter erfolgt nichtöffentlich und
unabhĂ€ngig vom Höchstgebot. Die Verpachtung nimmt abschließend
der Gemeinderat vor. Das stĂ€dtische Forstamt informiert ĂŒber die
weiteren Pachtbedingungen (Wildschadensregelung usw.).
Schriftliche AuskĂŒnfte sind gebĂŒhrenpflichtig.
 
 

Erneuter Fessenheim-Störfall am 4.2.16
 
Erneuter Fessenheim-Störfall am 4.2.16
Am 4.2.2016 hat es einen erneuten Störfall im Àltesten AKW Frankreichs in Fessenheim gegeben.

Die Nachrichtenagentur Reuters spricht von "Rauch", die Feuerwehr war mit großem Aufgebot ausgerĂŒckt und die Betreiber und die PrĂ€fektur beruhigen wie immer.

Das Monopol zur Auswertung und Bewertung solcher StörfĂ€lle liegt zuerst immer beim Betreiber EDF. Das natĂŒrliche Interesse der EDF an einer „objektiven Bewertung“ solcher UnfĂ€lle kennen wir und wir haben auch immer erlebt, wie in Fessenheim versucht wurde, UnfĂ€lle herunter zu spielen.

Ein „kleiner“Störfall (wie ihn die franz. Medien aktuell melden) wĂ€re isoliert betrachtet nicht unbedingt ein großes Problem. Das Problem im Ă€ltesten AKW Frankreichs in Fessenheim ist nach Ansicht von BUND-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Axel Mayer die HĂ€ufung extrem vieler „kleiner und großer“ VorfĂ€lle und UnregelmĂ€ĂŸigkeiten. Dies spricht fĂŒr eine schlechte Sicherheitskultur im Atomkraftwerk und eine schlechte Sicherheitskultur ist immer auch eine Gefahr fĂŒr die Menschen.

Alternde, laufzeitverlĂ€ngerte AKW (in Fessenheim stehen die Ă€ltesten Reaktoren dieses Typs in Frankreich, die 1977 und 1978 in Betrieb genommen wurden) mit versprödeten ReaktordruckgefĂ€ĂŸen vergrĂ¶ĂŸern die Unfallgefahr und die fast bankrotte EDF braucht zum finanziellen Überleben eine GefahrzeitverlĂ€ngerung fĂŒr AKW.

Dazu kommt die Erdbebengefahr im Rheingraben. Die UnfĂ€lle von Tschernobyl und Fukushima werden sich "genau so" nicht wiederholen. Die nĂ€chste Katastrophe, ob in Ost- oder Westeuropa, oder eben in Fessenheim wird neue, nicht vorhersehbare und nicht planbare EreignisablĂ€ufe bringen. Überall, wo Menschen arbeiten, gab und gibt es Fehler. Die Atomtechnologie vertrĂ€gt keine Fehler, insbesondere nicht in einem altersschwachen AKW.

Echte Sicherheit gibt es erst, wenn der französische PrÀsident François Hollande sein Versprechen umsetzt und das altersschwache AKW Fessenheim schnellstmöglich abstellt

Um den politischen Druck aufrecht zu erhalten wird es am Oberrhein zum Tschernobyl-Jahrestag wieder grenzĂŒberschreitende Proteste geben. Die BrĂŒcken-Aktionen sollen am Sonntag den 24.4.16 um 12 Uhr stattfinden.
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Arten des Jahres: Winterlinde, Feuersalamander und Wiesen-SchlĂŒsselblume
Freistehende Winterlinde im Schmallen / Foto: Stadt Karlsruhe
 
Arten des Jahres: Winterlinde, Feuersalamander und Wiesen-SchlĂŒsselblume
VielfÀltig in Karlsruhe oder so gut wie verschwunden

Jedes Jahr versehen die unterschiedlichsten Organisationen wie der Naturschutzbund (Nabu) oder die Loki-Schmidt-Stiftung verschieden Arten wie BĂ€ume, Vögel oder Insekten mit dem Titel „des Jahres“. Bei manchen ist der Grund, dass sie in ihrem Bestand gefĂ€hrdet sind. Oder sie erhalten den Titel wegen ihrer VielfĂ€ltigkeit. Das gilt beispielsweise fĂŒr die Winterlinde. Sie sei die „beliebte Königin der Liebe“ und werde wegen ihrer vielfĂ€ltigsten Verwendungen gewĂŒrdigt, wie die Dr. Silvius-Wodarz-Stiftung in ihrer BegrĂŒndung schreibt.
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NABU begrĂŒĂŸt Votum des EU-Parlaments fĂŒr den Erhalt der EU-Naturschutzrichtlien
Das Tegeler Fließtal / Foto: NABU / M. Strukow-Hamel
 
NABU begrĂŒĂŸt Votum des EU-Parlaments fĂŒr den Erhalt der EU-Naturschutzrichtlien
Kommissar Vella sollte PlĂ€ne zur Änderung des Naturschutzrechts schnellstmöglich beerdigen

Der NABU hat die heutige Abstimmung des EuropĂ€ischen Parlaments fĂŒr eine Beibehaltung und bessere Umsetzung der EU-Naturschutzrichtlinien (Vogelschutz- und Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) begrĂŒĂŸt. Mit dem EuropĂ€ischen Parlament lehnt jetzt damit auch die direkte Vertretung der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger die Überlegungen der EU-Kommission ab, das geltende Naturschutzrecht zu Ă€ndern.

„Wir fordern EU-Umweltkommissar Karmenu Vella nun auf, die Debatte ĂŒber mögliche Änderungen der Richtlinien, die nur von einer kleinen Gruppe von Lobbyisten betrieben wird, so schnell wie möglich zu beenden und sich wieder aktiv der Rettung der BiodiversitĂ€t zu widmen. Das eindeutige Votum des Parlaments, die Position der EU-Umweltminister und vor allem die Ergebnisse der von ihm selbst durchgefĂŒhrten BĂŒrgerbefragung und Expertenstudie darf er nicht lĂ€nger ignorieren“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller.

Der Bericht wurde mit einer großen Mehrheit von 592 Stimmen und nur 52 Gegenstimmen verabschiedet. In seinem Bericht betont das EuropĂ€ische Parlament, dass die von den EU-Staats- und Regierungschefs im MĂ€rz 2010 beschlossenen Ziele zum Schutz der biologischen Vielfalt bis zum Jahr 2020 nur erreicht werden können, wenn die beiden Naturschutzrichtlinien als zentrale SĂ€ulen der Naturschutzpolitik der EU erhalten und besser umgesetzt werden. Zudem mĂŒsse die Agrarpolitik der EU mehr zur Erhaltung der BiodiversitĂ€t und zur Finanzierung des Naturschutzes beitragen.

Zuvor hatten bereits am 16. Dezember 2015 die Umweltminister der EU-Mitgliedstaaten eine vollstĂ€ndige Umsetzung der Naturschutzrichtlinien und eine bessere Finanzierung von Naturschutzmaßnahmen gefordert. Im Sommer hatten sich bei einer öffentlichen Online-Konsultation der EU-Kommission ĂŒber 520.000 BĂŒrgerinnen und BĂŒrger aus allen EU-Staaten und damit 94 Prozent aller Teilnehmer im gleichen Sinn geĂ€ußert.

Die vorlĂ€ufigen Ergebnisse des von EU-Kommissar Vella in Auftrag gegebenen umfangreichen „Fitness-Checks“ der EU-Naturschutzrichtlinien bestĂ€tigen, dass nicht das EU-Recht, sondern die mangelhafte Umsetzung vor Ort und die EU-Agrarpolitik das Hauptproblem fĂŒr den Artenschwund sind. So nehmen etwa die Vogelarten der intensiv genutzten Agrarlandschaft weiter dramatisch ab, wĂ€hrend sich die BestĂ€nde vieler in Natura-2000-Gebieten geschĂŒtzter Arten erholen. Der NABU sieht daher einen klaren Handlungsauftrag an die EU-Kommission und kritisierte, dass Umweltkommissar Vella sich in der gestrigen Plenardebatte trotz mehrfacher Aufforderung der Europaabgeordneten nicht eindeutig fĂŒr die Erhaltung der Richtlinien ausgesprochen hat.

„Der EU-Kommission liegen jetzt nicht nur die fachlichen Belege, sondern auch die eindeutigen Forderungen der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, der Umweltminister und unserer Volksvertreter im EuropĂ€ischen Parlament vor, nicht die Axt an unsere Naturschutzstandards zu legen, sondern endlich VorschlĂ€ge zur besseren Umsetzung und Finanzierung der vorhandenen Gesetze vorzulegen“, so Claus Mayr, NABU-Direktor Europapolitik. Im Sinne der von der Kommission stets betonten Notwendigkeit einer „besseren Rechtssetzung" sei es nun höchste Zeit, die Unsicherheit ĂŒber die Zukunft der EU-Naturschutzrichtlinien, und damit ĂŒber die Naturschutzgesetze von 28 Staaten, zu beenden. „EU-Recht muss sich an den BedĂŒrfnissen der Menschen und an fachlichen Erkenntnissen orientieren, und nicht an den WĂŒnschen einflussreicher Lobbys aus der Agrar- und Holzindustrie“, so Mayr weiter.
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GETEC 2016: Impulse fĂŒr die Energiewende setzen
Rahmenprogramm ausgedehnt und mit neuer Struktur – Energieberatung auch fĂŒr Unternehmen – Spezielle Angebote fĂŒr WohneigentĂŒmergemeinschaften – Neue Förderung fĂŒr Kraft-WĂ€rme-Kopplung

Freiburg, 28. Januar 2016 – Das Konzept hat sich bewĂ€hrt: Breit gefĂ€cherte ProduktprĂ€sentationen in den Bereichen Planen, Bauen und Wohnen und ein passend darauf abgestimmtes Rahmenprogramm kennzeichnen die neunte GebĂ€ude.Energie.Technik (GETEC). Messebesucher können sich vom 26. bis 28. Februar 2016 auf dem Freiburger MessegelĂ€nde zu allem Wissenswerten ĂŒber GebĂ€udehĂŒlle, Heiz- und Anlagentechnik sowie regenerative Energien informieren – von der Technik ĂŒber gesetzliche Vorschriften bis zu den zahlreichen Fördermöglichkeiten. Im kostenfreien Rahmenprogramm stehen FachvortrĂ€ge, Bauherren- und Nutzerseminare sowie gefĂŒhrte ThemenrundgĂ€nge zur Wahl. FĂŒr die GETEC 2016 haben die Veranstalter den Umfang des Fachforums nochmals erweitert. Auch die Struktur der FachvortrĂ€ge folgt einem neuen Konzept. Produkt- und herstellerneutrale Impuls-Beratungen liefert das Messe-HerzstĂŒck, der „Marktplatz Energieberatung“. Erstmals hĂ€lt die GETEC dort auch ein Beratungsangebot speziell fĂŒr Unternehmen bereit. Alle Themen und Termine des umfangreichen Rahmenprogramms sind online unter www.getec-freiburg.de verfĂŒgbar.

Die Energiewende bleibt nach Überzeugung der GETEC-Veranstalter eine generationenĂŒbergreifende Herausforderung. Dazu braucht es Akteure wie das Handwerk, die sie aktiv vorantreiben. „Wir sollten die GETEC nutzen, alle Akteure der Energiewende an einem Ort zusammenzubringen und so sicherstellen, dass wir als Region in Sachen Klimaschutz immer eine NasenlĂ€nge voraus sind. Wenn uns das gelingt, bleibt die GETEC Impulsgeber fĂŒr die regionale Energiewende. Davon profitieren Kunden, ausfĂŒhrende Handwerker, Hersteller und Messe gleichermaßen“, sagt Johannes Ullrich, PrĂ€sident der Handwerkskammer Freiburg und Mitveranstalter der Messe. Die Handwerkskammer Freiburg wird die GETEC fĂŒr den Start eines Feldtests zur Nutzung von Elektro-Nutzfahrzeugen im Handwerk nutzen. Der Feldtest soll Handwerksbetriebe fĂŒr die Möglichkeiten der Nutzung von elektrisch angetriebenen Nutzfahrzeugen sensibilisieren. Dies soll in den kommenden Monaten ganz praktisch durch das Ausprobieren der Fahrzeuge im betrieblichen Alltag erfolgen. Über die Evaluation der Erfahrungen aus der Praxis soll anschließend ein differenzierteres Bild ĂŒber die aktuelle Alltagstauglichkeit der e-Nutzfahrzeuge und die daraus resultierenden Anforderungen fĂŒr eine zukĂŒnftige Nutzung entstehen.

Rahmenprogramm: Mit Fachleuten ganz nah ans Thema
Bauherren und Modernisierer finden auf der GETEC nicht nur praxisnahe Informationen an den MessestĂ€nden der rund 200 Aussteller. Schon traditionell erzeugt die GETEC Synergien fĂŒr die Besucher mit dem auf das Produktspektrum abgestimmten kostenfreien Rahmenprogramm. Eine komplette Übersicht ist unter www.getec-freiburg.de verfĂŒgbar. Wesentliche Bausteine sind beispielsweise FachvortrĂ€ge. Hier haben die Veranstalter den Umfang nochmals erweitert und nun auch den Nachmittag des ersten Messetages am Freitag mit FachvortrĂ€gen belegt. Erstmals wird es fĂŒr jeden Themenblock einen Impulsvortrag eines Energieexperten geben, dem sich in der Regel drei Praxis-FachvortrĂ€ge anschließen, bei denen die Referenten grĂ¶ĂŸtenteils aus dem Kreis der Aussteller ihr Wissen und ihre Erfahrungen aus der Praxis an die Besucher weitergeben.

Wissenswertes fĂŒr WohneigentĂŒmergemeinschaften
Zwei Veranstaltungen des GETEC-Rahmenprogramms richten sich speziell an WohneigentĂŒmergemeinschaften (WEG). Am Freitag, 26. Februar 2016, informiert ein Workshop von 13:00 bis 14:30 Uhr ĂŒber rechtliche Fragestellungen bei der Finanzierung von Sanierungsmaßnahmen in der WEG sowie Fördermöglichkeiten bei der Finanzierung durch Stadt, Land und Bund. DarĂŒber hinaus stellt am Samstag, 27. Februar 2016, von 13:30 bis 15:00 Uhr ein Fachseminar erfolgreiche WEG-Sanierungen mit insgesamt 425 Wohneinheiten und spezielle Angebote der Stadt Freiburg vor. Zu Workshop und Seminar ist eine Anmeldung auf www.getec-freiburg.de notwendig.

Die passende Heizung finden
Der Modernisierung von Heizungen misst der Gesetzgeber mit neuen Vorgaben in der Energieeinspar-Verordnung EnEV, aber auch mit neuen Förderanreizen, eine hohe Bedeutung bei. Passend dazu beleuchtet am 28. Februar 2016 von 11:00 bis 16:00 Uhr eine Expertenrunde das Thema Heizungs- und Anlagentechnik von allen Seiten: Das neue EU-Heizungslabel, neuartige Heizsysteme und der richtige Weg zur passenden Heizung stehen im Fokus. Ein weiteres Bauherrenseminar beschĂ€ftigt sich mit der Komplettsanierung der GebĂ€udehĂŒlle, ein Seminar fĂŒr Modernisierer und Bauherren mit verschiedenen Heiztechniken und ein Nutzerseminar mit der thermischen Nutzung der Solarenergie fĂŒr Warmwasserbereitung und RaumwĂ€rme. MesserundgĂ€nge, bei denen beispielsweise Schnittmodelle von BauteilanschlĂŒssen, Fensterschnitte, verschiedene Solaranlagen, LĂŒftungsgerĂ€te, Kessel- und Brennertechnik oder Pufferspeicher gezeigt werden, runden die Inhalte der VortrĂ€ge und Seminare ab.

Marktplatz Energieberatung jetzt auch mit Angebot fĂŒr Unternehmen
HerzstĂŒck der GETEC ist nach wie vor der „Marktplatz Energieberatung“. Private und gewerbliche Bauherren, die ein Neubau- oder Sanierungsprojekt angehen wollen, finden in Halle 2 bei Energieberatern aus der Region die zentrale Anlaufstelle. Je nach Beratungsanfrage gibt nach erfolgter Impulsberatung ein Messescout den Besuchern zielgerichtete Informationen, wo sie sich beispielsweise unmittelbar bei Ausstellern nach weiteren Details und passenden Produkten erkundigen können. Bei der diesjĂ€hrigen GETEC können erstmals auch Unternehmen speziell auf sie zugeschnittene Energieberatungen nutzen. Gerade fĂŒr kleine und mittlere Unternehmen (KMU) wird eine Energieberatung in diesem Jahr noch attraktiver, nachdem sich die Förderbedingungen im Programm „Energieberatung im Mittelstand“ seit Jahresanfang verbessert haben. So erhöhte sich der maximale Förderbetrag der Energieberatung von Unternehmen mit maximal 10.000 Euro Energiekosten pro Jahr von 800 Euro auf 1.200 Euro. Auch die Abwicklung mit dem fördernden Bundesamt fĂŒr Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wurde vereinfacht.

SonderflĂ€chen fĂŒr Erfindungen und Strom erzeugende Heizungen
Zum inzwischen dritten Mal prĂ€sentiert der Verein Zukunftsenergie e.V. auf einer SonderflĂ€che „Innovative Erfindungen zum Thema Energie“. Ein standardisiertes intelligentes Akku-System fĂŒr viele verschiedene Anwendungen wird das Start-up-Unternehmen GreenPack auf der SonderflĂ€che des Vereins Zukunftsenergie zeigen. In den handlichen, mobilen Akkumodulen lĂ€sst sich Strom aus erneuerbaren Energien speichern und im Haushalt, E-Fahrzeugen und E-GerĂ€ten nutzen. Ebenfalls zum dritten Mal wird es eine SonderflĂ€che zum Thema „Strom erzeugende Heizungen - Mini-Blockheiz-Kraftwerke (BHKW)“ geben. Ein sehr aktuelles Thema, denn 2016 soll das neue Kraft-WĂ€rme-Kopplungsgesetz (KWK-G 2016) in Kraft treten. Es sieht neue Fördermöglichkeiten vor, die den Einsatz von Blockheizkraftwerken fĂŒr Hausbesitzer und Sanierungswillige wieder interessanter machen wird. Passend dazu steht am Freitag, 26. Februar 2016 von 15:00 bis 16:30 Uhr ein Fachseminar zum Thema Kraft-WĂ€rme-Kopplung fĂŒr EigentĂŒmer/Vermieter, WEG und Verwalter auf dem Programm. Vorgestellt werden wirtschaftlich und ökologisch sinnvolle Vorgehensweisen zum Bau und Betrieb von BHKW-Anlagen. Das Fachseminar ist fĂŒr Messebesucher kostenfrei, die Teilnehmerzahl ist jedoch begrenzt. Eine Anmeldung ist ĂŒber www.getec-freiburg.de erforderlich.

6. Kongress Energieautonome Kommunen parallel zur GETEC
Am 25. und 26. Februar 2016 findet der 6. Kongress Energieautonome Kommunen im Konferenzbereich der Messe Freiburg statt. Bei VortrĂ€gen, Fachforen, Exkursionen, MesserundgĂ€ngen und Workshops diskutieren Fachleute ĂŒber die Chancen und Herausforderungen von StĂ€dten und Gemeinden, aktiv die regionale Energiewende voranzutreiben. Weitere Infos, das komplette Programm und Anmeldemöglichkeit unter www.energieautonome-kommunen.de.

IMMO 2016
ErgĂ€nzend zur GebĂ€ude.Energie.Technik findet am Samstag, 27. Februar und Sonntag, 28. Februar 2016 in Messehalle 1 die IMMO 2016 statt. Sie vermittelt einen kompakten und umfassenden Überblick ĂŒber das Angebot der regionalen Immobilienbranche. Weitere Informationen unter www.immo-messe.freiburg.de.

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GebÀude.Energie.Technik 2016 auf einen Blick:

Datum: Freitag, 26. Februar - Sonntag 28. Februar 2016
Ort: Messe Freiburg, Halle 2 + 3, Messeboulevard (FreigelÀnde) Europaplatz 1, 79108 Freiburg i. Br.
Öffnungszeiten: tĂ€glich von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Turnus: jÀhrlich
Ausstellerzahl: rund 200 (erwartet)
Besucherzahl: rund 10.000, davon ca. 25 % Fachbesucher (erwartet)
AusstellungsflÀche: 10.000 qm (brutto)
Eintrittspreise: Erwachsene 9,- Euro/Tag
ErmĂ€ĂŸigt* 7,- Euro/Tag
Vorverkauf 7,- Euro/Tag (vom 15.1.-25.2.2016)
* Rentner, Schwerbehinderte, SchĂŒler/Studenten

Kinder bis 14 Jahre in Begleitung eines Erwachsenen kostenfrei
Schulklassen** ab 10 Personen 3,-EUR/SchĂŒler
** Vorlage SchĂŒlerausweis erforderlich, 2 Lehrer kostenfrei

Kinderbetreuung fĂŒr Kinder ab 3 Jahren wĂ€hrend der Messeöffnungszeiten am Samstag und Sonntag.

Die Angebote im Rahmenprogramm der GebĂ€ude.Energie.Technik sind fĂŒr die Messebesucher kostenfrei.

Eintrittskarte = RFV Ticket
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