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Mittwoch, 19. Februar 2020
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Verschiedenes

 
Grundwasser nördlich des Kaiserstuhls ...
Schlechtes Wasser – lange Leitung

In den Gemeinderäten Herbolzheim, Endingen, Rheinhausen, Sasbach und Weisweil wird eine zukünftige Ringleitung für das Trinkwasser diskutiert und es gibt auch eine breite Zustimmung zu einem Gutachten in dieser Sache. Durch einen zweiten Brunnen im Forchheimer Wald, der auch die Trinkwasserprobleme Herbolzheims beheben soll, könnte zwischen den Gemeinden eine Ringleitung entstehen.

Der BUND sieht die Grundwasserprobleme, die hinter diesen Überlegungen und Planungen stehen, mit Sorge. Unsere Gemeinden „sitzen“ auf unglaublich viel Grundwasser. Der Oberrhein-Aquifer ist mit einem Volumen von geschätzt 45 Milliarden Kubikmetern einer der bedeutendsten Grundwasserspeicher Mitteleuropas. Und doch suchen Gemeinden wie Herbolzheim (oder vor kurzem noch Wyhl) ziemlich verzweifelt nach gutem, trinkbarem Trinkwasser, denn dieser riesige Wasserspeicher im Kies zwischen Schwarzwald und Vogesen ist wegen Nitrat, Agrargiften, Salz, Altlasten und neuen Schadstoffen für die Trinkwassernutzung nur noch in kleinen Teilbereichen nutzbar.

Seit Jahrzehnten wird am Oberrhein und im Landkreis Emmendingen das Nitrat-Problem diskutiert, aber bei seiner Lösung hat es keine wirklichen Fortschritte gegeben. So haben zwar seit Dezember 2018 die Menschen in Wyhl endlich trinkbares nitratärmeres Wasser, aber das Grundproblem, die landwirtschaftsbedingte Nitratbelastung der Böden und des Wassers, wurde nicht gelöst. Jetzt wird das Wyhler Trinkwasser zu 100 Prozent vom Tiefbrunnen Sasbach bezogen. Und hinter der angedachten Ringleitung am Kaiserstuhl und im Breisgau steht der gleiche, falsche Problem-Umgehungs-Ansatz: Schlechtes Wasser – lange Leitung. Die Kosten der angedachten Ringleitung würden wieder einmal die Bürgerinnen und Bürger zahlen und nicht die Verursacher.

Zunehmend verärgert nach jahrzehntelangen, erfolglosen Nitrat-Debatten und einer dauerhaft verfehlten Agrarpolitik drängt der regionale BUND, wie immer wieder in den letzten Jahrzehnten, auf eine echte Sanierung des Problems, eine Sanierung die bei den Schadstoffeinträgen ansetzen muss.

Axel Mayer, BUND-Regionalverband
Peter Steiert, BUND-Herbolzheim
Henner Wenzel, BUND Nördlicher Kaiserstuhl

Nachtrag:
Unsere regionale Landwirtschaft konkurriert auf einem globalisierten Agrarmarkt im Rahmen des Freihandels mit Ländern wie Kanada. Eine immer noch erfreulich kleinräumige Landwirtschaft z.B. in Südbaden, verkauft auf dem gleichen Markt wie die giftdominierte großindustrielle Landwirtschaft in den USA. Wenn nur noch der Preis und der„freie Markt“ zählen, wenn eine verfehlte Agrarpolitik nur noch die großindustrielle Landwirtschaft unterstützt, dann haben Grundwasser, Insekten, Vögel, Hecken aber auch die Mehrzahl der Landwirte selber keine Chancen. Die Naturschutzbewegung ist nicht der Feind der Landwirtschaft, sondern der potentiell Verbündete einer grundwasserfreundlichen, naturnäheren, giftärmeren, nachhaltigen und somit auch moderneren und zukunftsorientierten Landwirtschaft.
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Ă–kologische Geldanlage ,,,
FĂĽr Anleger der Ă–ko-Vertriebsfirma UDI sieht es nicht gut aus

Einige Anleger, die in Angebote der Öko-Vertriebsgesellschaft UDI investiert haben, müssen um ihr Geld bangen. Wie Finanztest berichtet, liegen Zinszahlungen bei acht Angeboten, die Gesellschaften der UDI-Gruppe aufgelegt haben, unter Plan. Die Rückzahlung stockt bei zwei Angeboten, die UDI vermittelt hat. „Es sieht nicht gut aus“, heißt es in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift.

UDI ist ein großer, bankenunabhängiger Direktvertrieb für ökologische Geldanlagen mit rund 17 500 Anlegern. Seit 1998 hat UDI eine halbe Milliarde Euro vor allem für 383 Windkraftanlagen, 46 Biogasanlagen und 90 Solarprojekte eingeworben, unter anderem über Nachrangdarlehen mit dem missverständlichen Namensteil „Festzins“. Läuft das Geschäft nicht wie geplant, können sich Zinsen und Rückzahlungen verzögern oder sogar ganz ausfallen.

Finanztest weist nun darauf hin, dass die Gesellschaften der Nachrangdarlehen UDI Energie Festzins II bis VII sowie zwei ähnlich riskante UDI-Genussrechte seit 2016 deutlich niedrigere Zinsen als geplant zahlen. In den Jahresabschlüssen 2017 der Gesellschaften, die die sechs Nachrangdarlehen aufgelegt haben, werden zudem nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Verlustanteile ausgewiesen. Auch bei den Te-Management-Gesellschaften, ebenfalls vermittelt durch die UDI, stocken die Geschäfte. Anleger bekamen in einem Fall ihr Geld verspätet zurück, in zwei weiteren Fällen warten sie trotz Fälligkeit noch darauf.

Aktuell bietet die UDI Energie Festzins ein Nachrangdarlehen mit Zinsen ab 4 Prozent pro Jahr an. Wegen der hohen Risiken hat die Stiftung Warentest das Angebot auf ihre Warnliste Geldanlage gesetzt. Seine konkreten Projekte sind nicht bekannt, mehrere andere Angebote zahlen Zinsen unter Plan.

Der Artikel Ă–kologische Geldanlagen findet sich in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und ist online unter www.test.de/udi-warnung abrufbar.
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Neues Themenheft ĂĽber
 
Neues Themenheft ĂĽber "Wasser"
Neue Ausgabe von „Bürger & Staat“ - Zeitschrift der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB)

Bei der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) liegt jetzt die neue Ausgabe der Zeitschrift „Bürger & Staat“ vor. Zehn fachkundige Beiträge informieren darin über ein für viele Menschen selbstverständliches, ebenso aber bedrohtes Gut: Wasser. Thematisiert werden die ökonomische Bedeutung und das politische Konfliktpotential, das dem knappen wie lebenswichtigen Rohstoff zukommt. Globale Herausforderungen wie die prognostizierte Zunahme von „Wasserflüchtlingen“ erörtert ein Beitrag, der den Zusammenhang von Umweltkatastrophen und Migration aufgreift. Maßnahmen wie das „Integrierte Wasserressourcen-Management“, ein international anerkanntes Leitbild zur Überwindung von Nutzungskonflikten, werden diskutiert. Ob Selbstverpflichtungen zum nachhaltigen Umgang mit Wasser, z. B. bei Herstellern von landwirtschaftlichen Produkten wie Baumwolle und Palmöl, einen Weg aus der Krise bedeuten, untersucht eine weitere Abhandlung. Auf nationaler Ebene beschäftigen sich am Beispiel Berlins zwei Aufsätze mit Privatisierungsfolgen bei Betrieben, die die Versorgung mit Trinkwasser gewährleisten.

Die Zeitschrift „Bürger & Staat“ der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg richtet sich an das Fachpublikum und gleichermaßen an die interessierte Öffentlichkeit. Sie erscheint dreimal jährlich. Kostenlose Einzelhefte und Gruppensätze können im Webshop der Landeszentrale bestellt werden: www.lpb-bw.de/shop. Ab einem Gewicht von 500 g werden die Versandkosten in Rechnung gestellt.
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Klöckners Runder Tisch Insektenschutz
Wir haben kein Erkenntnisdefizit, sondern ein Handlungsdefizit!

Berlin, 14. Januar 2018. Seit fast zwei Jahren wird in Deutschland intensiv über den dramatischen Verlust der Insektenfauna diskutiert. Seit knapp einem Jahr gilt das Versprechen der Bundesregierung, rasch und ambitioniert zu handeln, „um die Lebensbedingungen für Insekten noch in dieser Legislaturperiode deutlich und nachhaltig zu verbessern“.
Anlässlich des heutigen „Runden Tischs“ von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner zum Thema Insektenschutz und Landwirtschaft erklären die Naturschutzverbände BUND, NABU und ihr Dachverband Deutscher Naturschutzring:

„Seit Monaten bleibt die Bundeslandwirtschaftsministerin konkrete Vorschläge schuldig, wie sie das vom Bundeskabinett in Eckpunkten verabschiedete Aktionsprogramm Insektenschutz unterstützen und mit Initiativen in ihrer Zuständigkeit ergänzen will. Als Verbände sind wir jederzeit zur Unterstützung bereit, wenn klar ist, dass es jetzt nicht mehr um die Frage des „ob“, sondern nur noch um das „wie“ geht. Denn es ist völlig unstrittig, dass eine immer intensivere Landwirtschaft mit hohen Einträgen von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln und ausgeräumten Landschaften den entscheidenden Anteil am Insektenverlust trägt“, betont DNR-Generalsekretär Florian Schöne.

„Das Bundesumweltministerium hat im Oktober umfangreiche Maßnahmenvorschläge vorgelegt, mit denen der Insektenschutz noch in dieser Legislaturperiode ernsthaft begonnen werden kann. Diese müssen die Grundlage für jede weitere Diskussion sein. Wir erwarten, dass das Landwirtschaftsministerium unverzüglich konkrete Vorschläge auf den Tisch legt, wie die in der Landwirtschaft angedachten Maßnahmen umgesetzt werden können,“ ergänzt Olaf Bandt, Geschäftsführer des BUND.

Die Verbände kritisieren, dass die Einladung zum Runden Tisch sehr kurzfristig erfolgt war und keine Beschlussvorschläge beinhaltete. Angesichts der anstehenden Internationalen Grünen Woche dränge sich der Eindruck auf, dass es dem Ministerium mehr um Stimmung als um Substanz geht.

„Wir packen gerne mit an, wenn Julia Klöckner zum Kampf gegen das Insektensterben einlädt. Dazu muss sie aber auch endlich konkret sagen, wie sie dafür die Agrarpolitik ändern will", so Leif Miller, Bundesgeschäftsführer des NABU. Die Verbände kritisieren zudem, dass sich die Bundesministerin bisher nicht zu den längst vorliegenden Vorschlägen der EU-Kommission für die EU-Agrarpolitik 2021-2027 positioniert hat. Eine Debatte über die milliardenschweren überwiegend umweltschädlichen Subventionen werde damit unterdrückt.

- Gemeinsame Pressemitteilung von Deutscher Naturschutzring (DNR), Bund fĂĽr Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Naturschutzbund Deutschland (NABU) -
 
 

Lucens Schweiz: Schwerer Atomunfall (GAU) vor 50 Jahren
Quelle: BUND SĂĽdlicher Oberrhein
 
Lucens Schweiz: Schwerer Atomunfall (GAU) vor 50 Jahren
Am 21.01.2019 jährt sich einer der bestverdrängten Atomunfälle der Welt zum fünfzigsten mal

Wer an schwere Atomunfälle, an Kernschmelzen und an den größten anzunehmenden Unfall (GAU) denkt, der denkt an Fukushima, Tschernobyl und Harrisburg. Aus dem kollektiven Gedächtnis (fast) erfolgreich gelöscht wurde der schwere Atomunfall im Versuchsreaktor Lucens in der Schweiz am 21. Januar 1969.

Nichts auf der Homepage der kleinen Gemeinde Lucens (CH) lässt erahnen, daß dieser Ort in der Liste der schweren Unfälle in kerntechnischen Anlagen aufgeführt ist. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs träumten auch in der Schweiz einige Lobbyisten einen doppelten Traum. Den Traum vom "ewigen Strom durch Atom" und von der "eigenen, schweizer Atombombe". Aus diesen beiden Gründen wurde in der kleinen Gemeinde Lucens ein neuer Reaktortyp realisiert, eine schweizerische Eigenentwicklung. 100m weit in den Berg gebaut entstand in einer Felskaverne ein kleiner Natururan-Reaktor, in dem auch atombombenfähiges Plutonium erzeugt werden sollte. Die Inbetriebnahme verzögerte sich wegen technischer Probleme immer wieder, aber am 10. Mai 1968 wurde der Betrieb des unterirdischen "Kleinst-AKW" aufgenommen. Am 21. Januar 1969 kam es durch eine Störung im Kühlsystem zum teilweisem Schmelzen eines Brennelementes, was das Bersten des Druckrohres und schwere Schäden im Reaktorkern zur Folge hatte.

Bei diesem schweren Atomunfall (GAU) wurde ein Brennelement überhitzt und zerstört. In der Folge kam es zu einem Brand und einer Explosion, bei der das Druckrohr weggesprengt wurde. Dabei entwichen radioaktive Gase u.a. in die Kaverne, die daraufhin so stark verseucht war, daß sie für Jahre zugemauert werden musste. Neben Fukushima, Tschernobyl, Sellafield und Harrisburg war dieser Atomunfall in einem Schweizer AKW einer der großen Atomunfälle in der Geschichte der Atomindustrie. Er führte nur deshalb nicht zu einer großen Katastrophe, weil der Versuchsreaktor sehr klein und in eine Felskaverne eingebaut war. Das radioaktive Potential war noch nicht so groß, weil der kleine Versuchsreaktor bereits kurz nach der Inbetriebnahme und nach wenigen Probeläufen durchbrannte.

Seit 1969 versucht die Schweizer Atomlobby die Erinnerung an diesen Unfall in der "sicheren und sauberen" Schweiz zu löschen. Atomunfälle und Kernschmelzen, das gibt es im Bewusstsein der Menschen auch in Deutschland doch nur im "unsicheren Russland oder im fernen Japan". Die schweren Unfälle in Sellafield, Harrisburg und Lucens wurden und werden auch in Deutschland gerne verdrängt.

Mit der Zwischenlagerung der "atomaren Reste des Versuchs" in der grenznahen Würenlinger ZWILAG ist das Kapitel Lucens nun aber keinesfalls endgültig abgeschlossen. Der radioaktive Schrott des durchgebrannten Brennelements wird noch eine Million Jahre weiter strahlen. Ein vergleichbarer Unfall in einem anderen, großen AKW der Schweiz könnte diese auf Dauer unbewohnbar machen. Dass aus der beinahe- Katastrophe nichts gelernt wurde, zeigt die Tatsache, dass im schweizerischen Beznau das älteste und eines der gefährlichsten AKW der Welt betrieben wird. Und jedes weitere Land das mit Hilfe der "friedlichen" Nutzung der Atomkraft zu Atomwaffen kommt, ist eine Katastrophe für den Frieden und die Welt.

Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer
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VAG entwickelt ihre digitale Informations- und Vertriebsplattform weiter
Übergabe der Förderungsurkunde / Foto: VAG
 
VAG entwickelt ihre digitale Informations- und Vertriebsplattform weiter
Dank einer Förderzusage des Bundes über eine Millionen Euro im Rahmen des Projektes „Green City Masterplan“ gibt es für die Freiburger Verkehrs AG (VAG) jetzt grünes Licht, um bereits vorhandene digitale Vertriebs- und Informationsangebote weiterzuentwickeln und auszubauen. Die VAG Vorstände Stephan Bartosch und Oliver Benz konnten den Förderbescheid am Donnerstag, 10. Januar, aus den Händen des Bundestagsabgeordneten Matern von Marschall entgegennehmen. "Die Mobilitäts-App der VAG leistet einen wichtigen Beitrag dazu, dass Freiburg bei sauberer Luft die Nase vorn hat. Die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs wird damit für die Bürger einfacher und komfortabler. Es freut mich, dass auch die Freiburger VAG vom „Sofortprogramm zur Luftreinhaltung – Digitalisierung von Verkehrssystemen“ des Bundes profitiert. Besonders möchte ich mich bei Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer MdB für die Förderung bedanken," erklärt Matern von Marschall bei der Übergabe.

„Wir werden die Fördermittel unter anderem dazu verwenden, die bestehende Fahrplanauskunft „VAGmobil“ zu einer multimodalen Mobilitäts-App weiterzuentwickeln, aus der heraus man seine Wege mit allen umweltfreundlichen Mobilitätsangeboten einfach planen, buchen und bezahlen kann,“ beschreibt Oliver Benz eines der geplanten Projekte. Zukünftig soll man also bei der Planung eines Weges von A nach B nicht nur den ÖPNV, sondern zum Beispiel auch das Fahrradverleihsystems Frelo einbeziehen können, die Verfügbarkeit von Leihrädern prüfen, und diese sogleich auch buchen und bezahlen.

Um das neue Informationsangebot verwirklichen zu können sind vorbereitende Arbeiten in mehreren Handlungsfeldern notwendig. Eine Voraussetzung ist der Ausbau digitaler Vertriebswege und die Entwicklung kundenfreundlicher Prozesse für eine einfache Handhabung und Kommunikation. Da sich die Kundenkommunikation immer auch an gemeinsame Kunden der Verbundpartner im RVF richtet, findet eine enge Abstimmung mit dem RVF statt. „Mit der Förderung durch den Bund ist es uns möglich, diese Digitalisierungsprojekte umzusetzen, das schon lange auf unserer Wunschliste stand, dafür ein herzliches Dankeschön an das Verkehrsministerium, “ bringt Stephan Bartosch die Bedeutung der zusätzlichen Bundesmittel für die VAG auf den Punkt.

Die genannten Vorhaben sind Teil des städtischen „Green City Masterplans“. Dies eröffnete die Möglichkeit einen Förderantrag im Bundesprogramm „Sofortprogramm zur Luftreinhaltung – Digitalisierung von Verkehrssystemen“ zu stellen, der nun auch bewilligt wurde: Die Gesamtkosten für Investitionen und Personal belaufen sich auf 2 Millionen Euro, eine Million davon werden aus Mitteln des Bundesprogramms getragen. Gemäß den Förderbedingungen ist das Projekt bis zum 31.12.2020 umzusetzen und abzurechnen.

Das Ziel des Projektes ist es, den Zugang zu Verkehrsmitteln des sogenannten Umweltverbundes erheblich zu vereinfachen. Zum Umweltverbund zählen in diesem Sinne neben dem ÖPNV auch Bikesharing- und Carsharing- Angebote. Durch einen vereinfachten Zugang soll die Nutzung der umweltfreundlicheren Verkehrsmittel verstärkt und damit die Luft-Schadstoffbelastung – insbesondere bei den Stickoxiden – verringert werden.

Was ist der „Green City Masterplan“?

Im Green City Masterplan wurden seitens der Stadt Freiburg vielfältige Themen zur Luftreinhaltung zusammengetragen und mit konkreten Projekten hinterlegt.

Voraussetzung, um Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Sofortprogramm zur Luftreinhaltung“ zu erhalten ist , dass das zu fördernde Projekt zunächst als Teil des städtischen Masterplans akzeptiert wurde.

Auch über die nun geförderten Digitalisierungsprojekte hinaus wird die VAG in den kommenden Wochen und Monaten aktiv werden: Die Ausrüstung erster Busse und Stadtbahnen mit W-LAN ist in Arbeit und für Sehbehinderte sind erweiterte digitale Orientierungshilfen an Haltstellen und in Fahrzeugen sowie die Einbindung digitalisierter Störungsmeldungen in Planung.
 
 

Riesenflohmarkt in der Messehalle Freiburg
Foto: Veranstalter
 
Riesenflohmarkt in der Messehalle Freiburg
Freiburg. Am Freitag, 4.1. und Samstag, 5.1. findet in der Freiburger Messehalle der beliebte Riesenflohmarkt statt. 250 Aussteller bieten mit Edeltrödel, Möbeln, Elektronik, Schmuck, 2nd-Hand, Briefmarken, bis hin zu Sammlerwaren und ausgesuchten Raritäten ein abwechslungsreiches Sortiment an. Viele überregionale und internationale Aussteller, sowie das geöffnete Messerestaurant laden zum langwierigen Verweilen und Genießen in entspannter Atmosphäre ein.
Frönen Sie ihrer Leidenschaft und ergattern Sie beim Streifzug durch die Halle mit ein wenig Glück den einen oder anderen Schatz. Denn hier findet sich für jeden Geldbeutel das Richtige und die Aussteller geben gerne Auskunft über jedes der unzähligen Prachtstücke.

Die Ă–ffnungszeiten sind Freitag von 14-19 Uhr und Samstag von 9-17 Uhr

Besuchereintritt: 3,- Euro / vergünstigter Eintrittspreis durch den Erwerb von Mehrfach-Eintrittskarten möglich
Das Gelände ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar und hat auch ausreichend Besucherparkplätze direkt vor der Messehalle. Somit ist der Trödelmarkt für jedermann gut erreichbar.

Weitere Informationen und andere Flohmarkt-Termine erhalten Interessierte beim Veranstalter SĂĽMa Maier GmbH unter Telefon 07623 74192-0 oder im Internet unter www.suema-maier.de
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„Frelo“ startet Mitte 2019
Frelo / Foto: VAG
 
„Frelo“ startet Mitte 2019
Vergabe erfolgt: „nextbike“ aus Leipzig betreibt Fahrradverleihsystem

Das Fahrradverleihsystem „Frelo“ wird voraussichtlich Mitte kommenden Jahres mit 400 Rädern und 55 Stationen seinen Betrieb in Freiburg aufnehmen. Betreiberin des Systems wird die „nextbike GmbH“ aus Leipzig sein, deren Angebot bei einer europaweiten Ausschreibung alle Anforderungen und Qualitätsvorgaben von Stadt und Freiburger Verkehrs AG (VAG) erfüllte und somit den Zuschlag erhalten hat. Der Vertrag läuft bis Ende 2024. Vertragspartnerin von nextbike ist die VAG. Deren Vorstand Oliver Benz macht die Rolle des Verkehrsunternehmens deutlich: „Seit 117 Jahren organisiert die VAG mit Straßenbahn- und Busverkehren einen beträchtlichen Teil der Mobilität in Freiburg. Jetzt sind wir in einer Phase, in der wir unsere Expertise als Mobilitätsdienstleister auf weitere Mobilitätsarten ausdehnen und sozusagen multimodal werden. Unser Ziel ist es mittelfristig auch, bestehende und neue hinzukommende Mobilitätsangebote digital zu vernetzen.“ Freiburgs Baubürgermeister Martin Haag ergänzt dazu: „„Es geht uns beim Fahrradverleihsystem darum, das Mobilitätsangebot für die Bürgerinnen und Bürger sowie für die
vielen Touristinnen und Touristen der Stadt um einen weiteren Baustein zu erweitern. Vor allem für Menschen, die mit Bus und Bahn in Freiburg unterwegs sind oder mit dem öffentlichen Verkehr nach Freiburg kommen, erweitert das Fahrradverleihsystem den Aktionsradius abseits der Haltestellen und stellt eine gute Ergänzung zum ÖPNV dar. Gemeinsam mit der VAG machen wir es den künftigen Nutzerinnen und Nutzern noch leichter, ohne Auto in Freiburg mobil zu sein.“

„Wir haben uns sehr über den Zuschlag gefreut“, erklärt nextbike Gründer und Geschäftsführer Ralf Kalupner. „Freiburg ist eine wunderschöne Stadt, in der durch unser öffentliches Fahrradverleihsystem der Radverkehrsanteil weiter gefördert werden wird. Auch wenn man ein eigenes Rad hat, gibt es viele Situationen, in denen man „Frelo“ nutzen kann, z.B. in Kombination mit dem ÖPNV oder für Radtouren mit dem Besuch.“

Bevor „Frelo“ endgültig starten kann sind noch einige Vorarbeiten notwendig. So beginnt im Januar zum Beispiel in enger Abstimmung von VAG, Garten- und Tiefbauamt und nextbike die Planung und Positionierung der 55 angestrebten Fahrrad-Standorte, die über das gesamte Freiburger Stadtgebiet verteilt sein sollen.

Das Verleihsystem

Die VAG und die Stadt haben sich für ein stationsbasiertes System entschieden, bei dem die Räder nicht wild abgestellt werden. Dadurch soll ein geordnetes und sicheres Aufstellen der Leihräder gewährleistet sein. Nutzerinnen und Nutzer können sich ein Leihrad an einer Station ausleihen und an derselben oder an einer beliebigen anderen Station wieder zurückgeben.

Der Ausleihvorgang:

Um eines der Fahrräder nutzen zu können ist eine einmalige Registrierung über Smartphone-App, Homepage, Terminal oder Telefonhotline notwendig. Die Räder selbst sind dann über die genannten Kanäle und mittels einer Kundenkarte ausleihbar. An zehn Stationen können sich zudem auch Personen, die spontan
radeln möchten und kein Smartphone besitzen, mittels dort befindlicher Terminals informieren, anmelden und ein „Frelo“ leihen.

Die Tarife:

Pro 30 Minuten Fahrt wird in der Regel 1 Euro fällig.

Für all jene, die mit nextbike ein Abo für bestimmte Nutzungszeiträume abschließen, ist die erste halbe Stunde jeder Fahrt kostenlos. Auch für alle, die eine RegioKarte über eines der Abos beziehen (RegioKarte Erwachsene im Abo; RegioKarte Schüler, Azubi im Abo; RegioKarte Job; JobTicket BW), sind die ersten 30 Minuten jeder Fahrt umsonst.

Gleiches gilt für Studierende der Albert-Ludwigs-Universität und der Musikhochschule, die im Rahmen einer Kooperation für eine geringe, im Semesterbeitrag enthaltene Summe, die Räder für die erste halbe Stunde jeder Fahrt kostenlos nutzen können und für die folgenden Nutzungszeiten nur den halben Preis zahlen werden.

Wer ist nextbike?

nextbike wurde im Jahr 2004 in Leipzig gegründet. Die Bike Sharing-Pioniere betreiben derzeit in mehr als 60 deutschen Städten und aktuell 27 Ländern öffentliche Fahrradverleihsysteme.

Das Freiburger Verleihsystem wird mit dem neuesten Radmodell von nextbike ausgestattet, das zwar robust, aber für ein Leihfahrrad dennoch relativ leicht ist. Die Fahrräder haben ein smartes, integriertes Rahmenschloss und verfügen über 7 Gänge.

Finanzierung

Die Stadt Freiburg stellt gemäß einem Gemeinderatsbeschluss für die Finanzierung des Systems einen Zuschuss von höchstens 300.000 Euro pro Jahr zur Verfügung. Dieser wird aus Mitteln der Übernachtungsteuer finanziert.
 
 



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