oekoplus - Freiburg
Freitag, 23. August 2019
  --- Besuchen Sie unser neues Informationsportal wodsch.de
Uhr
  •  


Verschiedenes

 
Nach dem Fischsterben im August wird der Waldsee ab nÀchster Woche entschlammt
Bisher wurden ĂŒber 8500 Muscheln geborgen, die nach der Entschlammung in den See zurĂŒck kehren

Der Sommer 2018 war sehr lang und sehr trocken. Das hat sich in vielfĂ€ltiger Weise auch auf die heimische Tierwelt ausgewirkt. Eine Folge dieser Trockenheit war das Fischsterben im Waldsee Anfang August. Die Fische starben, weil die Wassertemperatur auf bis zu 26 Grad anstieg, wegen dem vielem Schlamm am Seegrund, aber auch weil der Waldsee keinen natĂŒrlichen Zulauf von kĂ€lterem Wasser aus höher gelegenen Regionen hat. Dadurch fehlte es an Sauerstoff.

Weitere Untersuchungen ergaben, dass der Grund des Waldsees nach nunmehr 18 Jahren wieder einer Entschlammung bedarf, um der Eutrophierung vorzubeugen. Das heißt: Das Laub, das Jahr fĂŒr Jahr in den Waldsee fĂ€llt, und das Futter, das Wasservögeln gegeben wird, tragen viele NĂ€hrstoffe ein. Und diese zehren viel vom Sauerstoff, den die Tier- und Pflanzenwelt des Sees benötigt.

Daher hat das Garten- und Tiefbauamt (GuT) eine Fachfirma mit der Entschlammung des Waldsees beauftragt. Diese Arbeiten beginnen am nĂ€chsten Montag, 5. November. Der Schlamm wird mit einem Schwimmbagger entnommen, der das Sediment unter der WasseroberflĂ€che auf einer Breite bis zu 2,80 Meter schonend absaugt. Pro Überfahrt werden bis zu 30 cm Sediment abgetragen. Weil bei diesem Verfahren kein Kettenbagger oder Ă€hnliches schweres GerĂ€t zum Einsatz kommt, wird die Teichsohle geschĂŒtzt, und das Wasser muss nicht abgelassen werden.

Der Waldseeschlamm wird in geotextile EntwĂ€sserungsschlĂ€uche gepumpt, ĂŒber die sich Wasser und Schlamm nach und nach trennen. Das Schlammsediment wird stichfest, und am Ende ist eine wesentlich geringere Menge abzutransportieren, weil das heraus gefilterte Wasser in den See zurĂŒckfließt. ZusĂ€tzlich wird das flĂŒssige Sediment erst durch den Einsatz der FilterschlĂ€uche transportfĂ€hig (mit Lkw). Bei diesem Verfahren kommen keine Polymere zum Einsatz. Daher gibt es keine zusĂ€tzliche Belastung des GewĂ€ssers.

Die Entschlammung erfolgt Zug um Zug und wird bis Ende des Jahres abgeschlossen. Die EntwĂ€sserungsschlĂ€uche bleiben aber bis zum FrĂŒhjahr 2019 am östlichen und nördlichen Ufer des Waldsees liegen, um das Sediment vollstĂ€ndig zu entwĂ€ssern. Nach Vorgaben des Umweltschutzamtes werden ökologisch wichtige Stellen, etwa die LebensstĂ€tten fĂŒr geschĂŒtzte Libellen oder die Kinderstuben der Waldsee-Salamander, beim Entschlammen ausgespart.

Da die SchlÀuche bis zu 35 Meter lang sind, werden sie so gelegt, dass die wandernden Amphibien ungehindert zu ihrem LaichgewÀsser gelangen können. Das Vorgehen ist mit dem NABU und dem Umweltschutzamt abgestimmt.

Zuvor wurden im Oktober die drei vorkommenden besonders geschĂŒtzten Muschelarten aus dem Waldsee geborgen. Dabei kamen ĂŒber 8.500 Schwanenmuscheln (Große Teichmuschel), 30 Große Flussmuscheln und 15 Malermuscheln zusammen; bis zum Beginn der Entschlammung werden es insgesamt wohl ĂŒber 10.000 Muscheln gewesen sein. Nach der Entschlammung werden sie in den See zurĂŒck gesiedelt, damit sie weiterhin ihre fĂŒr den Waldsee wichtigen Funktionen, etwa die NĂ€hrstoffreduzierung, ĂŒbernehmen können.
Die exotische Chinesische Muschel kam mit ĂŒber 50 Individuen vor und wird nicht wieder in den Waldsee eingesetzt.

Alle Muscheln wurden einzeln mit den HĂ€nden oder mit Keschern vorsichtig geborgen. Bei der letzten Entschlammung des Waldsees vor 18 Jahren wurden etwa 900 Muscheln geborgen.

Die Muschelbergung wurde vom Umweltschutzamt mit organisiert. Neben Mitarbeiterinnen des Amtes waren auch der FÖJ-ler des UWSA und ein freiwilliger Helfer von der Naturschutzjugend (NAJU) daran beteiligt. Die Stadtverwaltung bedankt sich fĂŒr den ehrenamtlichen Einsatz. Die Bevölkerung nahm regen Anteil an der mehrwöchigen Muschelbergung im Waldsee.

Damit die Muscheln sich weiterhin fortpflanzen können, werden auch entsprechende Wirtsfische in den derzeit fischlosen Waldsee eingebracht.
 
 

 
AlljÀhrliche BaumfÀllaktion beginnt
Kranke und geschĂ€digte BĂ€ume mĂŒssen gefĂ€llt werden

Rund 50.000 BĂ€ume werden regelmĂ€ĂŸig kontrolliert

Freiburg. In KĂŒrze beginnt die alljĂ€hrliche BaumfĂ€llaktion. Die Mitarbeiter des Garten- und Tiefbauamts (GuT) werden im gesamten Stadtgebiet einzelne kranke und geschĂ€digte Parkund StraßenbĂ€ume fĂ€llen mĂŒssen.

Bei Baumkontrollen haben die Mitarbeiter des GuT in den vergangenen Monaten die kranken und bruchgefĂ€hrdeten BĂ€ume ermittelt. FĂŒr die entfernten BĂ€ume wird in der Regel ein neuer Baum gepflanzt, um den Baumbestand in Freiburg langfristig zu sichern.

Unter anderem mĂŒssen in der Erwinstraße 9 Scheinakazien und in der Bertoldstraße 14 Scheinakazien wegen StockfĂ€ule gefĂ€llt werden. Auch im Seepark mĂŒssen rund 25 MammutbĂ€ume gefĂ€llt werden, die durch die Trockenheit der letzten Jahre und Pilzbefall fast vollstĂ€ndig abgestorben sind. Weiter wird in der Andreas-Hofer-Straße eine Platane wegen starker Schieflage und Wurzelverletzungen entfernt.

In den Parkanlagen werden die zu dicht wachsenden Gehölze ausgelichtet. DafĂŒr mĂŒssen einige BĂ€ume gefĂ€llt werden, damit die verbleibenden BĂ€ume besser wachsen können.

Alle BĂ€ume werden regelmĂ€ĂŸig kontrolliert, ob sie noch verkehrssicher sind. In Freiburg gibt es rund 25.000 ParkbĂ€ume und ebenso viele StraßenbĂ€ume. Zwei Baumkontrolleure untersuchen die BĂ€ume und neun GĂ€rtner pflegen die etwa 50.000 BĂ€ume das ganze Jahr ĂŒber mit drei Hubsteigern; sie entfernen trockene und bruchgefĂ€hrdete Äste, fĂ€llen kranke und abgestorbene BĂ€ume und pflanzen anschließend neue BĂ€ume.

Die Baumkontrolle findet in der Regel einmal jÀhrlich statt, die Ergebnisse werden protokolliert. ZusÀtzlich gibt es im Stadtgebiet Freiburg rund 120 Naturdenkmale, die zweimal im Jahr kontrolliert werden. Das GuT arbeitet dabei eng mit der Forstwissenschaftlichen FakultÀt der Albert-Ludwigs-UniversitÀt und externen Gutachtern zusammen. Nicht alle SchÀden sind an den BÀumen ersichtlich. Durch die Kontrolle kann aber das Risiko wesentlich eingegrenzt werden.
 
 

Waldsterben 2.0: Klimawandel, Hitzesommer & Trockenjahre
Quelle: BUND SĂŒdlicher Oberrhein
 
Waldsterben 2.0: Klimawandel, Hitzesommer & Trockenjahre
Noch zwei, drei solche Hitzesommer und Trockenjahre wie im Jahr 2018 und wir werden den Schwarzwald nicht wieder erkennen.

Wer heute mit offenen Augen (nicht nur) durch den Schwarzwald fĂ€hrt und geht, erkennt massive, akute WaldschĂ€den, die stark an die Schadbilder der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts erinnern. Es gibt mit zunehmender Tendenz immer mehr abgestorbene EinzelbĂ€ume und Baumgruppen, schĂŒttere Wipfel von LaubbĂ€umen, Fichten und Tannen mit starken Nadelverlusten - die Ursachen sind vielfĂ€ltig. Einerseits, und das ist positiv, gibt es bei der Forstverwaltung mehr Mut zu Totholz als in frĂŒheren Jahrzehnten. Andererseits sind die aktuellen massiven WaldschĂ€den insbesondere auf den Klimawandel und seine Begleiterscheinungen (extrem trockene Jahre, Hitze, Zunahme von Schadinsekten wie dem BorkenkĂ€fer...) zurĂŒckzufĂŒhren. Gerade der Hitze- und Trockensommer 2018 hat zu einer SchwĂ€chung der BĂ€ume und zur massiven Zunahme von Schadinsekten gefĂŒhrt.

Der Bund Deutscher Forstleute warnt: "Die SchĂ€den im Wald [waren] noch nie so groß wie in diesem Jahr. Der KlimaschĂŒtzer Wald sei zunehmend selbst vom Klimawandel bedroht: StĂŒrme, DĂŒrre, WaldbrĂ€nde und der BorkenkĂ€fer hĂ€tten hier bislang fast 30 Millionen Festmeter Schadholz verursacht, teilte der Verband mit. Das seien mehr als 1,5 Millionen aneinander gereihte Holz-Lastwagen. 300 Millionen Jungpflanzen seien vertrocknet, 300.000 Hektar durch BorkenkĂ€fer und weitere 300.000 Hektar durch die DĂŒrre beschĂ€digt.[
]
Durch die Trockenheit der vergangenen Monate seien zudem fast 30 Prozent der in den vergangenen drei Jahren gepflanzten BĂ€ume abgestorben. [
] Die SchĂ€den durch den BorkenkĂ€fer bezifferte Schirmbeck auf 270 Millionen Euro. Viele KĂ€fer ĂŒberwintern, deshalb sei im kommenden Jahr damit zu rechnen, dass sie noch mehr der ohnehin geschwĂ€chten BĂ€ume zum Absterben bringen." FAZ

Bei Fichten gibt es ein flĂ€chenhaftes Absterben. Der zunehmende Klimawandel wird die Situation der WĂ€lder verschlechtern. Lange, trockene Sommer wie in diesem Jahr werden wahrscheinlicher. Forscher beobachten, dass sich Luftströme auf der Nordhalbkugel seit einigen Jahren abschwĂ€chen, vermutlich ausgelöst durch eine wĂ€rmere Arktis. Weniger Hoch- und Tiefdruckgebiete wechseln sich dann ĂŒber Mitteleuropa ab. Einzelne Hochdruckgebiete können dann wochenlang ĂŒber einem Fleck hĂ€ngen bleiben, und es fĂ€llt kaum mehr Regen. Die Folgen fĂŒr den Wald und andere Ökosysteme sind verheerend.

Der Ausstieg aus den fossilen Energien und der Wechsel zu umweltfreundlichen Energiequellen könnten die Probleme zumindest ansatzweise lösen. Doch industriegelenkte und industrienahe Klimawandelleugner, BĂŒrgerinitiativen gegen Windkraft und die Deutsche Wildtierstiftung bekĂ€mpfen mit vorgeschobenen Naturschutzargumenten ĂŒberall in Deutschland die umweltfreundlichen, zukunftsfĂ€higen Energien.

Darf im Zusammenhang mit den aktuellen WaldschĂ€den der alte, umstrittene Begriff des Waldsterbens wieder gebraucht werden? Die Debatten in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts haben den ökologischen Fortschritt beschleunigt und die Luftreinhaltung verbessert. Die damaligen Proteste und Aktionen gegen das Waldsterben und fĂŒr saubere Luft, FlĂŒsse und eine menschengerechte Umwelt fĂŒhrten mittel- und langfristig zu einer massiven Verbesserung der LuftqualitĂ€t und zu einer Zunahme des Umweltbewusstseins. Gesetze wurden auf Druck der Umweltbewegung und gegen die Lobbyisten verschĂ€rft, der PKW-Katalysator wurde eingefĂŒhrt, verbleites Benzin wurde verboten, Kraftwerke und Industrieanlagen wurden entstickt, entschwefelt und zum Teil technisch auch sicherer. Auch die DĂŒngung mancher WĂ€lder ist ein Ergebnis der Debatte. Eine von vielen Ursachen der Walderkrankungen war der Ausstoß von Schwefeldioxid und der damit verbundene saure Regen. Hier brachte der Protest die grĂ¶ĂŸten Erfolge. "So konnten zum Beispiel alleine in Baden-WĂŒrttemberg die SO2-Emissionen von 334.200 Tonnen 1973 auf 58.800 Tonnen 1995 reduziert werden, was einem RĂŒckgang um ĂŒber 80 % entspricht." schreibt die LUBW Baden-WĂŒrttemberg. "In den alten BundeslĂ€ndern lagen schon im Jahr 1994 die SO2-Emissionen um 76% unter dem Niveau des Jahres 1970." schreibt das Umweltbundesamt in den "Daten zur Umwelt" 1997.
Weitere Kollateralerfolge der damaligen Debatte und Aktionen um das Waldsterben und des geschĂ€rften Umweltbewusstseins waren regional die EinfĂŒhrung der preisgĂŒnstigen Regiokarte in und um Freiburg und der Ausbau des ÖPNV. Bundesweit und global kam nach massiven Protesten das Verbot von FCKW (und damit die Rettung der Ozonschicht) und die Verbesserung der Luftreinhaltung bei Industrieanlagen und MĂŒllverbrennungsanlagen. GesundheitsgefĂ€hrdende Dioxinemissionen gingen zurĂŒck. Die bessere LuftqualitĂ€t und die massive Verringerung von Schwefeldioxid und des sauren Regens war auch ein Segen fĂŒr BaudenkmĂ€ler.

Heute wird gerne von "Waldumbau" geredet und die abgestorbenen BĂ€ume werden ja immer schnell aus dem Wald gebracht. "Waldumbau" klingt zwar schöner und nach aktiver Problemlösung, aber der pointierte Begriff Waldsterben beschreibt das PhĂ€nomen deutlicher. Die aktuelle, bedrohliche Situation des Waldes, zeigt die Gefahren des Klimawandels. Wir mĂŒssen jetzt handeln. Der Streit um den Hambacher Forst war in diesem Zusammenhang ein wichtiger, weiterer Schritt gegen Klimawandel und Umweltzerstörung. Jetzt muss die Energiewende voran gebracht werden.

Axel Mayer, BUND-GeschĂ€ftsfĂŒhrer
Mehr
 

 
NaturvertrÀgliche Energiewende im BiosphÀrengebiet Schwarzwald
fesa e.V. und NABU SĂŒdbaden laden nach Schluchsee

Freiburg, 25.10.2018: Klima- und Naturschutz - beides unter einem Hut im BiosphĂ€rengebiet Schwarzwald. Geht das ĂŒberhaupt und wie könnte das umgesetzt werden? Am 9. November werden diese Themen ab 16:00 Uhr im Kurhaus Schluchsee von Fachleuten in RedebeitrĂ€gen beleuchtet und in einem PodiumsgesprĂ€ch diskutiert. Doch auch die Besucher*innen sollen ihre BeitrĂ€ge zu Chancen und Herausforderungen der Energiewende im BiosphĂ€rengebiet kundtun.

Dass der Klimawandel auch im Schwarzwald immer grĂ¶ĂŸere Auswirkungen auf unser Zusammenleben hat, war diesen Sommer spĂŒrbar. Doch auch die belebte Umwelt wird vor große Herausforderungen gestellt. Einigkeit herrscht darĂŒber, dass durch einen ungebremsten Klimawandel die AnpassungsfĂ€higkeit vieler Arten und Biotope stark ĂŒberschritten wĂŒrde. Die Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen ist daher eine dringliche Notwendigkeit, um erhebliche Auswirkungen des Klimawandels auf Flora und Fauna zu verhindern.

Bei der Umsetzung der Energiewende ist allerdings zu beachten, dass – insbesondere in Schutzgebieten wie dem BiosphĂ€rengebiet Schwarzwald – die Erzeugung und Nutzung der erneuerbaren Energien nicht zu Lasten der biologischen Vielfalt und des Naturschutzes gehen darf.

Neben Daniel Bannasch, der die Energiewende auf dem Bierdeckel erklĂ€ren wird, sollen Ingrid Eberhardt-Schad vom NABU Landesverband Baden-WĂŒrttemberg und Florian Noll vom SaarbrĂŒcker Institut fĂŒr ZukunftsEnergie- und Stoffstromsysteme in ImpulsvortrĂ€gen verschiedene Perspektiven auf das Thema vorstellen.

Eingeladen zur kostenlosen Teilnahme sind alle am BiosphĂ€rengebiet und der Energiewende Interessierten gleichermaßen wie aktive BĂŒrger*innen aus Klima-, Umwelt- und Naturschutz.

Dieses Projekt wurde gefördert durch das BiosphĂ€rengebiet Schwarzwald beim RegierungsprĂ€sidium Freiburg und finanziert durch Mittel des Ministeriums fĂŒr Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-WĂŒrttemberg (UM) bzw. des Ministeriums fĂŒr LĂ€ndlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-WĂŒrttemberg (MLR).
 
 

 
Kostenlose Energiesparberatungen beim stadtweiten Projekt A+++
Große Resonanz – Frist ist bis Mittwoch, 7. November, verlĂ€ngert

Freiburg. Über 650 Freiburger Haushalte haben am Projekt A+++ teilgenommen und durch die kostenlosen Energiesparberatungen viel Energie und Geld gespart. In den nĂ€chsten zwei Wochen können sich Freiburgerinnen und Freiburger noch kurzfristig anmelden und ihr Haushaltsbudget aufbessern.

Das Umweltschutzamt hat die Anmeldefrist auf Mittwoch, 7. November, verlĂ€ngert. Das Angebot, das seit 2014 besteht, organisiert die Stadt Freiburg in Kooperation mit der Verbraucherzentrale Baden-WĂŒrttemberg.

Die Beratungen selbst werden bis Mitte Dezember von den Energieberaterinnen und Energieberatern des Agenda 21 BĂŒros durchgefĂŒhrt.

Das stĂ€dtische Projekt „Zuhause A+++ bietet allen Interessierten umfangreiche und individuelle Informationen zum effizienten Umgang mit Energie. Die Beratungen finden Zuhause statt, so dass man direkt die Experten vor Ort Fragen kann.

Alle Haushalte, die an der Energiesparberatung teilnehmen, bekommen ein LED-Leuchtmittel als Geschenk. Zudem können sie auch ein StrommessgerÀt ausleihen und die Stromfresser in ihrem Haushalt finden. Private Haushalte verbrauchen in Deutschland fast 30 Prozent des gesamten Endenergieverbrauchs.

Demensprechend gibt es in den verschiedenen Haushalten besonders hohe Einsparmöglichkeiten. Und ein hoher Anteil an effizienten Haushalten in Freiburg trÀgt wesentlich dazu bei, das ambitionierte Ziel der Stadt Freiburg, eine klimaneutrale Kommune bis 2050 zu werden, erreichen zu können.

Interessierte BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, die eine kostenlose Energiesparberatung wollen, können sich online unter www.freiburg.de/zuhause-a-plus anmelden.
Mehr
 

 
Neue Studie: Erd- und FlĂŒssiggas werden das Klimaproblem im Verkehrssektor nicht
Miller: Bericht macht Schluss mit AmmenmÀrchen vom klimafreundlichen Gasantrieb

Berlin, 24.10.18; – Erdgas (CNG) und FlĂŒssiggas (LNG) werden den Klimaschutz im Lkw- und Schiffsverkehr nicht entscheidend voranbringen. Im Gegenteil: Sie könnten die Treibhausgasemissionen sogar erhöhen. So lautet das Ergebnis einer heute in BrĂŒssel vorgestellten Studie im Auftrag der Umweltschutzorganisation Transport & Environment, dem europĂ€ischem Dachverband des NABU im Verkehrsbereich.

Erst am gestrigen Dienstag hatte Bundeskanzlerin Merkel verkĂŒndet, 500 Millionen Euro in den Aufbau eines ersten deutschen LNG-Importterminals investieren zu wollen, um kĂŒnftig verstĂ€rkt Gas aus den USA beziehen zu können. Aus Sicht des NABU eine klimapolitische Fehlinvestition.

„Die Studie macht endgĂŒltig Schluss mit dem AmmenmĂ€rchen vom klimafreundlichen Gasantrieb. Fossiles Gas ist nicht die Antwort auf das Klimaproblem des Verkehrssektors. Die CO2-Emissionen werden so, wenn ĂŒberhaupt, nur minimal reduziert. Die Bundesregierung darf mit Gas nicht das Zeitalter der Verbrennungsmotoren kĂŒnstlich verlĂ€ngern. Alle VerkehrstrĂ€ger, auch Schiffe und Lkw, mĂŒssen endlich emissionsfrei werden“, forderte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller.

Erdgas und FlĂŒssiggas seien nicht nur unwirksam beim Klimaschutz, sie fĂŒhrten auch technologisch in die Sackgasse. „Die Bundesregierung muss daher sĂ€mtliche Steuervorteile fĂŒr beide Kraftstoffe schnellstmöglich abschaffen und auch die öffentliche Förderung fĂŒr weitere LNG- und CNG-Infrastruktur stoppen“, so Daniel Rieger, NABU-Verkehrsexperte.

Staatliche Förderungen mĂŒssten vielmehr das Ziel verfolgen, den Verkehrssektor vollstĂ€ndig zu dekarbonisieren. FlĂŒssiggas jedoch könne dieses Ziel nicht erfĂŒllen. „Der vielzitierte Klimavorteil von angeblich bis zu 20 Prozent Treibhausgasminderung stĂŒrzt bei genauerer Betrachtung ein wie ein Kartenhaus“, so Rieger. Laut Studie mĂŒsse man schon froh sein, wenn sich die CO2-Bilanz nicht deutlich verschlechtere, da in der Gesamtbetrachtung durchaus bis zu neun Prozent Mehremissionen entstehen könnten.

Im Bereich der Seeschifffahrt ließen sich immerhin die Luftschadstoffemissionen – im Vergleich zu Schweröl und Marinediesel – deutlich senken. GegenĂŒber modernen Lkw-Motoren der Abgasnorm Euro VI böte der Einsatz von Gas jedoch kaum Verbesserungspotenzial.

Zudem stĂŒnden fĂŒr Lkw zunehmend emissionsfreie Antriebskonzepte zur VerfĂŒgung, die schnell und flĂ€chendeckend zum Einsatz kommen sollten. Subventionierte Gas- und Dieselpreise jedoch sowie höhere Anschaffungskosten der Fahrzeuge verhindern deren Durchsetzung am Markt bisher. So wird die Förderung von Erd- und FlĂŒssiggas zum massiven Hindernis fĂŒr Oberleitungs-Lkw, Wasserstoff- sowie batterieelektrische Antriebe. „Es kann nicht sein, dass wir jetzt darĂŒber reden, im StraßengĂŒterverkehr einen fossilen Kraftstoff durch einen anderen zu ersetzen, wĂ€hrend alle namhaften Hersteller lĂ€ngst elektrifizierte Antriebe im Angebot haben“, so Rieger.

Die ausfĂŒhrliche Studie finden Sie online ...
Mehr
 

 
NABU: EU will steigende Einweg-MĂŒllberge endlich reduzieren
Tschimpke: Mitgliedstaaten sind jetzt gefordert, die VorschlÀge in den weiteren Verhandlungen nicht zu verwÀssern

Straßburg/Berlin, 24.10.18; – Der NABU begrĂŒĂŸt, dass das EU-Parlament am heutigen Mittwoch mit sehr großer Mehrheit dafĂŒr gestimmt hat, den Verbrauch von Kunststoff-Einwegprodukten zu reduzieren und bestimmte Produkte auch zu verbieten.

„Es ist höchste Zeit, dass die Politik gesetzgeberisch in dem Markt eingreift. Allein in Deutschland fallen jĂ€hrlich fast 350.000 Tonnen Abfall durch Einweggeschirr und To-Go-Verpackungen an. Fast ein Drittel davon aus Plastik. Besonders erschreckend: Die Abfall-Berge wachsen seit Jahren. So hat sich etwa der MĂŒll aus Einweg-Besteck in den letzten 25 Jahren verdoppelt. Daher ist es gut, dass jetzt auch die Parlamentarier die Reißleine ziehen und diese unnötigen MĂŒllberge abbauen wollen. Denn auch in Deutschland landet PlastikmĂŒll viel zu oft in der Natur“, so NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.

Ideen und Konzepte fĂŒr umweltfreundliche Mehrweg-Alternativen seien lĂ€ngst vorhanden, wĂŒrden aber wegen fehlender Gesetzgebung und aufgrund fehlender finanzieller Anreize bisher kaum genutzt. Nun sei die Bundesregierung gefordert, sich in den weiteren EU-Verhandlungen dafĂŒr einzusetzen, dass die Richtlinie in den weiteren Verhandlungen nicht verwĂ€ssert wird, um die schĂ€dlichen Auswirkungen von Einwegprodukten auch tatsĂ€chlich wirkungsvoll einzudĂ€mmen.

Zahlen und Daten zu Einweg-Geschirr in Deutschland online ...
Mehr
 

Rund 350.000 Tonnen Abfall durch Einweggeschirr und To-Go-Verpackungen
Einwegverpackungen (c) NABU/Sandra KĂŒhnapfel
 
Rund 350.000 Tonnen Abfall durch Einweggeschirr und To-Go-Verpackungen
Miller: EU-Parlament muss Entwurf zum Verbot bestimmter Plastik-Einwegprodukte zustimmen

Berlin, 22.10.18; – 346.831 Tonnen Abfall fielen 2017 in Deutschland durch Einweggeschirr und To-Go-Verpackungen an, darunter 222.419 Tonnen Papier, Pappe und Karton sowie 105.524 Tonnen Kunststoff. Das sind Ergebnisse einer Studie der Gesellschaft fĂŒr Verpackungsmarktforschung (GVM) im Auftrag des NABU. Erstmals seit 1994 wurde umfassend erhoben, wie viel Abfall fĂŒr Einweggeschirr und To-Go-Verpackungen in Deutschland anfĂ€llt, wie stark der Zuwachs seit 1994 ist und wer die Einwegprodukte in Umlauf bringt.

Die Systemgastronomie und Imbisse verursachen jeweils ein Drittel der AbfĂ€lle. In den letzten 25 Jahren stieg der Verbrauch dramatisch, so haben sich die AbfĂ€lle fĂŒr HeißgetrĂ€nke versechsfacht, die AbfĂ€lle fĂŒr Einwegbesteck haben sich mehr als verdoppelt. ÜberflĂŒssige Einwegprodukte, die viel zu oft auch in Meeren oder FlĂŒssen landen.

„Unsere neue Studie verdeutlicht, wie stark Einwegprodukte bereits zum Abfallaufkommen in Deutschland beitragen. Wenn die Politik nicht gesetzgeberisch in dem Markt eingreift, werden die To-Go-AbfĂ€lle immer weiter steigen. Daher ist das von der EU-Kommission geplante Verbot bestimmter Einwegprodukte aus Kunststoff ein wichtiger erster Schritt fĂŒr den Meeres- und Umweltschutz“, sagt NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. „Wir fordern daher das EU-Parlament auf, das heute ĂŒber den Richtlinienentwurf diskutiert, diesen zu unterstĂŒtzen und sich fĂŒr einen breiten Anwendungsbereich einsetzen: Auch so genannte Biokunststoffe und beschichtete Papierprodukte und -verpackungen mĂŒssen von der Richtlinie abgedeckt werden, um Verlagerungseffekten vorzubeugen“, so Miller.

„In den kommenden Monaten sind auch die einzelnen EU-Mitgliedsstaaten gefordert, das Vorhaben der EU-Kommission zu unterstĂŒtzen und anschließend die Richtlinie ambitioniert umzusetzen. „Dazu gehört vor allem eine konsequente Förderung von Mehrweg-Alternativen, damit Kunststoff-Einweg nicht nur durch Papier-Einweg ersetzt wird. Kontraproduktiv wĂ€re auch die Umstellung von Kunststoff-Einwegtellern auf Kunststoff-Snackboxen. Da letztere nicht verboten werden sollen, könnten die MĂŒllberge sogar steigen“, sagt NABU-Konsumexpertin Katharina Istel.

Die europĂ€ische Plastikstrategie und der Richtlinienentwurf der EU-Kommission zu Einwegplastik sollen dazu beitragen, das Problem der MeeresvermĂŒllung zu lösen. Weltweit gelangen mehr als 80 Prozent der PlastikabfĂ€lle von Land ins Meer. „Auch an deutschen KĂŒsten werden bei AufrĂ€umaktionen des NABU regelmĂ€ĂŸig Einweggeschirr, Styropor fĂŒr den To-Go-Verzehr und andere Lebensmittelverpackungen gefunden. Diejenigen, die an der Umweltverschmutzung durch Einweg verdienen, mĂŒssen viel stĂ€rker in die finanzielle Verantwortung fĂŒr PrĂ€vention und Reinigung genommen werden“, fordert Istel.

Hintergrund:
Das EU-Parlament berĂ€t heute ĂŒber den Richtlinien-Entwurf der EU-Kommission ĂŒber die Verringerung der Auswirkungen bestimmter Kunststoffprodukte auf die Umwelt. Der im Mai 2018 vorgelegte Entwurf ist Teil der Ende 2017 veröffentlichten EU-Plastikstrategie. Im Richtlinienentwurf gibt es unterschiedliche Herangehensweisen fĂŒr verschiedene Einwegprodukte und To-Go-Verpackungen. So schlĂ€gt die Kommission ein Verbot von Trinkhalmen, Plastikbesteck und -tellern sowie WattestĂ€bchen und LuftballonstĂ€ben vor. FĂŒr andere To-Go-Verpackungen fordert die Kommission lediglich prĂ€ventive Maßnahmen und eine stĂ€rkere Produzentenverantwortung zur Reduktion.
Mehr
 



Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 
24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 
47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 
70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 
93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 
116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 
139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 
162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 
185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 
208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 
231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 
254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 
277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 
300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 
323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 335 336 337 338 339 340 341 342 343 344 345 
346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 358 359 360 361 362 363 364 365 366 367 368 
369 370 371 372 373 


Copyright 2010 - 2019 Benjamin Jäger