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Samstag, 16. Februar 2019
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Verschiedenes

 
"Vom Ressourcenfieber zur Rohstoffwende. Wie wollen wir leben?“
Neue praktische Infoschrift fĂŒr BĂŒrgerschaft, Vereine, Schulen und andere Interessierte

Zum Thema „Vom Ressourcenfieber zur Rohstoffwende. Wie wollen wir leben?“ hat der gemeinnĂŒtzige Verein ECOtrinova e.V. mit dem Agenda21-BĂŒro Freiburg fĂŒr die BĂŒrgerschaft, Vereine, Schulen und andere Interessierte eine kostenlose Schrift erstellt mit praktischen Kurzinformationen und Kontakten. AusgewĂ€hlte Inhalte sind „Fairer Handel - faire Produkte“, „Was tun mit Althandys?“, Reparieren und Verschenken, „Gute Böden – Humus selber machen“, ökosozialer Stadtumbau sowie Strom erzeugende Heizungen. Die bebilderte vierseitige Schrift ist ab 31. MĂ€rz im Agenda21-BĂŒro Freiburg, Schwabentorring 2, erhĂ€ltlich und ist online bei www.ecotrinova.de u.a. unter Kurzinfos.

Die Herausgeber möchten mit dem Info den schonenden und umweltfreundlichen Umgang mit Ressourcen und ebenso den Klimaschutz voranbringen und dazu Handlungsmöglichkeiten vermitteln. Der Umgang mit Rohstoffen aller Art fĂŒr unsere „moderne“ Lebensweise, die zu fieberhaftem Rennen - „Ressourcenfieber“ - und zu vielen Konflikten bis hin zu Kriegen fĂŒhrt, mĂŒsse dringend zur Nachhaltigkeit umgestaltet werden, so der ECOtrinova-Vorsitzende Dr. Georg Löser.

Das Projekt „Vom Ressourcenfieber zur Rohstoffwende. Wie wollen wir leben?“ wird gefördert aus Mitteln der GlĂŒcksspirale des Ministeriums fĂŒr Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-WĂŒrttemberg sowie vom Stiftungsfonds ECO-Stiftung fĂŒr Energie-Klima-Umwelt, von ECOtrinova e.V. und darĂŒber hinaus durch Ehrenamt.
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Nutzungskonzept fĂŒr den Opfinger See
Die Biotopschutzzone am nördlichen Ufer nimmt Gestalt an

UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik hat heute die nĂ€chsten
Entwicklungsschritte vorgestellt

Die Biotopschutzzone am nördlichen Ufer des Opfinger Sees nimmt
Gestalt an. Ein entsprechendes Gutachten, das die Stadtverwaltung
2014 in Auftrag geben hatte, liegt jetzt vor und wird am 18. April im
Umweltausschuss behandelt. Bereits heute hat
UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik mit Vertreter/innen von
Forstamt, Umweltschutzamt, Naturschutzbund und Angelsportverein
die nÀchsten Entwicklungsschritte vorgestellt.

Dabei betonte Stuchlik vor Ort: „Der Opfinger See ist als Bade- und
Ausflugsziel seit Jahrzehnten ĂŒber die Stadtgrenzen hinaus beliebt.
Gleichzeitig liegt er aber mitten im FFH- und Vogelschutzgebiet der
MooswÀlder und ist zudem Landschaftsschutzgebiet. Hieraus
erwĂ€chst uns eine besondere Verantwortung fĂŒr den Biotop- und
Artenschutz. Mit einem BĂŒndel von Maßnahmen haben wir die
Möglichkeiten zur Naherholung am SĂŒdende verbessert. Jetzt wollen
wir mit einem BĂŒndel von Maßnahmen den Biotopschutz am
Nordende des Sees aufwerten.“

Straßenbauer brauchen Kies und Schotter. Unter den MooswĂ€ldern
zwischen Freiburg und Opfingen lagert reichlich davon. Also begann
im Zuge des Autobahnbaus vor knapp 60 Jahren auch hier der
Kiesabbau. Dabei entstanden an dieser Stelle zwei BinnengewÀsser.
1959 wurde der Nordteil, 1968 der SĂŒdteil angelegt. 1978 wurden
beide Teile zum Opfinger See verbunden, der nach diversen
Umgestaltungen speziell des westlichen Ufers heute 44 Hektar
umfasst und ein Schwerpunkt der Naherholung im Stadtgebiet ist.

Wegen seiner Bedeutung sowohl fĂŒr die Naherholung als auch fĂŒr
den Biotop- und Artenschutz hat der Gemeinderat fĂŒr den Opfinger
See 1997 ein Nutzungskonzept beschlossen. Danach wurden
mehrere Uferbereiche noch wÀhrend des Kiesabbaus umgestaltet
und die Biotop-Schutzzone am Nordende eingerichtet. In der
Schutzzone haben Forstamt und Umweltschutzamt schon Wege
entfernt, LiegeflĂ€chen zurĂŒckgebaut und eine Aussichtsplattform
errichtet. Am SĂŒdende entstanden dafĂŒr neue LiegeflĂ€chen, ein
Wachdienst der DLRG, eine Toilettenanlage und ein temporÀrer
Kiosk am See. Etwa in der Mitte wurde ein Unterwasserdamm
aufgeschĂŒttet, der die WasserqualitĂ€t sichern soll, indem er zwei
möglichst getrennte Wasserkörper schafft.

Im Jahre 2013 hat die Firma Kies Peter dann den letzten Kubikmeter
Kies aus dem See gebaggert. Seither wurden am SĂŒdende alle
ĂŒbrigen Elemente des Nutzungskonzeptes umgesetzt. Die
Betriebsanlagen wurden zurĂŒckgebaut, das GelĂ€nde rekultiviert und
seine RĂ€nder mit Eichen aufgeforstet. Es entstand eine weitere
Liegewiese samt Grillstellen, Beachvolleyball-Feld und SlacklineEinrichtungen.
Durch das Verlegen von ParkplÀtzen und das
Herstellen einer neuen Uferlinie schuf das Forstamt eine
familienfreundliche Badebucht.

Im nördlichen Seedrittel indes fĂŒhrte die seeseitige Sperrung der
Biotop-Schutzzone, die das Nutzungskonzept von 1997 vorsieht, zu
einer intensiven Diskussion. Insbesondere der Angelsportverein, der
die Fischerei fĂŒr den See gepachtet hat, lehnte eine vollstĂ€ndige
Sperrung des nördlichen Seedrittels ab.

Dabei ging es vor allem um drei Fragen: Welche Vogelarten kommen
aktuell hier vor? Wie empfindlich reagieren sie auf den Bootsverkehr
und mit welchen Fluchtdistanzen? Welches Potenzial als
Lebensraum fĂŒr Wasservögel bietet der Opfinger See grundsĂ€tzlich
und mit einer seeseitigen Beruhigung? Um das zu ermitteln, gab die
Stadtverwaltung im Oktober 2014 ein ornithologisches Gutachten in
Auftrag. Erst nach dessen Abschluss sollte der Verlauf der
seeseitigen Absperrung der Biotop-Schutzzone festgelegt und der
neue Angelpachtvertrag mit GĂŒltigkeit ab 2017 geschlossen werden.

Das Gutachten liegt nun vor und bietet reiche AufschlĂŒsse.
WÀhrend der einjÀhrigen Untersuchung wurden am Opfinger See 83
Vogelarten erfasst. 38 davon sind Brutvögel, darunter auch Eisvogel,
Mittelspecht und Schwarzmilan, also drei prioritÀr gelistete Arten des
EU-Vogelschutzgebiets „MooswĂ€lder“. Als WintergĂ€ste wurden am
Opfinger See 23 Wasservogelarten registriert. GebrĂŒtet und gerastet
haben die Wasservögel vorwiegend im nördlichen Seeteil, in der
bestehenden Biotop-Schutzzone. Zum Teil haben sie auch
Röhrichtstrukturen am sĂŒdlichen Seeufer genutzt.

Insgesamt schÀtzt der Gutachter den Bestand an Vogelarten im
Vergleich mit anderen GewÀssern in der Region als durchschnittlich
ein. Das Lebensraumpotenzial wird differenziert bewertet. FĂŒr
Vogelarten, die auf Wasserpflanzen angewiesen sind, bietet der See
wegen steil abfallender Ufer wenig Ressourcen, fischfressende Arten
finden mehr Nahrung. Um das kĂŒnftige Nahrungs- und
Brutplatzangebot zu verbessern, schlÀgt der Gutachter deswegen
mehrere lebensraumverbessernde Maßnahmen am See vor.

Untersucht wurde auch die Störwirkung des Bootsverkehrs fĂŒr die
Wasservögel. Kormorane, Haubentaucher, Eisvögel, Graureiher,
Silberreiher, GĂ€nsesĂ€ger und grĂ¶ĂŸere EntenschwĂ€rme reagierten mit
Flucht auf die AnnÀherung der Boote; ihre Fluchtdistanzen sind
individuell sehr unterschiedlich. Im Vergleich zu Störungen durch den
Badebetrieb und andere Freizeitnutzungen bewertet der Gutachter
den Einfluss des Bootsverkehrs auf die Avifauna aber als eher
gering. Vor allem im Winter sei eine Störung der Wasservögel
erkennbar, aber nicht als erheblich anzusehen, wenn das Boot etwa
100 Meter Abstand zur bestehenden Biotop-Schutzzone einhalte.
Dies kÀme den Graureihern wie auch rastenden Wasservögeln wie
Kormoranen, GĂ€nsesĂ€gern und Silberreihern zugute. Zudem schĂŒtze
diese Absperrung auch dauerhaft die BrutplÀtze in der BiotopSchutzzone.
Durch den Badetourismus gestört, hat der Eisvogel
indes seine Zweitbrut aufgegeben. Daher schlÀgt der Gutachter vor,
das Angebot an Bruthöhlen im Umfeld der Schutzzone zu erweitern.

Somit empfiehlt der Gutachter seeseitig eine permanent gesperrte
Pufferzone von 100 Metern um die bestehende Biotop-Schutzzone.
Daher haben Umweltschutzamt, Forstamt, Angelsportverein und
NABU einvernehmlich vereinbart, die Biotop-Schutzzone wie in der
Anlage dargestellt abzugrenzen. Mit einbezogen wird die Bucht im
Nordwesten, die insbesondere fĂŒr rastende WintergĂ€ste wichtig und
daher fĂŒr die Angelei bereits gesperrt ist. Insgesamt ist die beruhigte
WasserflÀche kleiner als noch 2014 vorgesehen. Die Regelungen
kommen den Erwartungen der Angler entgegen, die im Nordosten
weiterhin vom Boot und Ufer aus angeln dĂŒrfen.

Landseitig bleibt die Biotop-Schutzzone unverÀndert. Im nördlichen
Seedrittel besteht gemĂ€ĂŸ Erholungswaldsatzung ein Wegegebot. Im
Westen bleibt der bestehende Zaun erhalten und wird bei SchÀden
instand gesetzt. Im Norden bildet der Landwassergraben eine
natĂŒrliche Barriere, die leider bei Niedrigwasser nicht immer
berĂŒcksichtigt wird. Sollten entsprechende Schilder und Barrieren
aus Kronenmaterial hier keine Abhilfe gegen unerlaubtes Betreten
der Schutzzone schaffen, könnte der bestehende Zaun bis zum
nordöstlichen Seezipfel verlÀngert werden. Am Ostufer sollen
Schilder auf den Vorrang des Naturschutzes hinweisen und neu
entstehende Badestellen unattraktiv gemacht werden. Angeln ist am
gesamten Ostufer möglich.

Seeseitig sollen Bojen und Schwimmketten eine gut sichtbare
Abgrenzung schaffen. Die abgesperrte SeeflÀche wird mit einer
wasserrechtlichen Verordnung fĂŒr jedwede Freizeitnutzung gesperrt
und vom Angelsport ausgenommen. Östlich und sĂŒdlich der Insel
verlĂ€uft die Barriere – so wie der Gutachter empfiehlt – in einem
Abstand von 100 Meter zur Insel. Die Absperrung umfasst auch die
Bucht sĂŒdwestlich der Insel, die schon im aktuellen Pachtvertrag vom
Angelsport ausgenommen ist. Das westliche Ende der seeseitigen
Absperrung schließt landseitig an den bestehenden Zaun an.

Die Empfehlungen des Gutachters zur Verbesserung des Biotops
will die Stadtverwaltung weitgehend umsetzen. Insgesamt handelt es
sich dabei um mehr als ein Dutzend kleinerer und grĂ¶ĂŸerer
Maßnahmen. Unter anderem wird am Ostufer nördlich und sĂŒdlich
einer zu belassenden Landzunge das Erdreich so weit abgetragen,
dass eine Flachwasserzone entsteht. Hier werden Schilf, Rohrkolben
und Binsen gepflanzt. Kronenmaterial soll den neuen SchilfgĂŒrtel fĂŒr
Badende unattraktiv machen. Ist die Flachwasserzone erst
eingerichtet, gibt es mehr Laichmöglichkeiten fĂŒr Fische und mehr
Nahrung und BrutplĂ€tze fĂŒr Vögel.

HineingefÀllte Baumkronen werden die EingÀnge in die KanÀle, die
um die Insel und in die Flachwasserzone fĂŒhren, versperren.
Ganz im Norden entsteht fĂŒr den Eisvogel ein kĂŒnstliches Steilufer
als Brutmöglichkeit.
Ein TĂŒmpel hinter dem Damm im nordwestlichen Teil der Schutzzone
ist bisher von umstehenden BĂ€umen beschattet. Nun wird das
Forstamt einzelne BĂ€ume Richtung SĂŒden fĂ€llen, damit der TĂŒmpel
mehr Sonne bekommt und Amphibien ihn zurĂŒck erobern.
Zudem wird das Forstamt in der Biotopschutzzone kĂŒnstliche
Nisthilfen aus Holz einrichten.
Flankierend soll durch Öffentlichkeitsarbeit das VerstĂ€ndnis und die
Akzeptanz der Seebesucherinnen und -besucher erhöht werden.

Vor Ort hat UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik heute auch die
nĂ€chsten Handlungsschritte vorgestellt. Die Wasserbehörde wird fĂŒr
den Bereich der seeseitigen Biotop-Schutzzone den
Gemeingebrauch des GewÀssers einschrÀnken. Im Herbst beginnt
das Forstamt mit den Arbeiten zur Biotopverbesserung und zur
seeseitigen Absperrung. Die vereinbarten Regelungen werden in den
neuen Pachtvertrag mit dem Angelsportverein ĂŒbernommen.
 
 

 
Bis zum 11. April mĂŒssen FahrrĂ€der am Platz der Alten Synagoge weg
Nicht entfernte RÀder werden abgerÀumt und können in
der Radstation am Hauptbahnhof kostenpflichtig
abgeholt werden

Am Montag, 18. April, startet der dritte Bauabschnitt der
Stadtbahn Rotteckring - vom Platz der alten Synagoge bis
zur Bertoldstraße. Um ab diesem Zeitpunkt in einem freien
Baufeld arbeiten zu können, mĂŒssen unter anderem bis zum
Montag, 11. April, alle FahrrÀder, die dort jeden Tag in
beachtlicher Anzahl parken, entfernt sein.

Bereits seit Anfang April hat das Garten- und Tiefbauamt
(GUT) mit Hinweisschildern und Banderolen an den RĂ€dern
auf die bevorstehende Sperrung des Platzes aufmerksam
gemacht. Damit bleibt den Radlern genĂŒgend Zeit ihre RĂ€der
zur entfernen. Auch wird in den nÀchsten Tagen ein Bauzaun
angebracht, der im Bereich des Fahrradabstellplatzes zwei
Öffnungen hat, damit die RĂ€der bis 11. April zugĂ€nglich sind.
Danach wird der Bauzaun geschlossen.

FahrrÀder, die bis zum 11. April durch ihre Besitzer noch nicht
entfernt sind, werden durch die Stadt abgerÀumt und können
kostenpflichtig gegen Eigentums- oder Besitznachweis, wie
beispielsweise einen SchlĂŒssel oder eine Kaufquittung sowie
Zahlung der AufbewahrungsgebĂŒhr von 20 Euro und der
Entfernungskosten von rund 27 Euro abgeholt in der
Radstation am Hauptbahnhof abgeholt werden.

Insgesamt kostet die RĂŒckgabe rund 47 Euro, dazu kommt
noch der Ersatz eines eventuell aufgebrochenen Schlosses.
Nicht abgeholte RĂ€der werden versteigert.
 
 

 
Winterliche Bilanz der Rad-ZĂ€hlstellen
Rad-ZĂ€hl-Display an der WiwilibrĂŒcke liegt immer noch vorne

Seit 2012 zĂ€hlt das Rad-ZĂ€hl-Display an der WiwilibrĂŒcke
und ermittelt immer höhere Werte. Vermutlich wegen der
Sperrung des Dreisamradwegs FR1 an der KronenbrĂŒcke
wurden die bisherigen Rekorde seit Mitte 2015 nochmals
ĂŒbertroffen: Im ganzen Jahr 2015 wurden hier ĂŒber 3,2
Millionen Radfahrende gezÀhlt, im Durchschnitt 8.900 am
Tag, am Spitzentag Mitte Juli sogar 15.259.

Und es geht weiter aufwÀrts: Dank des moderaten Winters
wurden von Januar bis MĂ€rz mit jeweils 200.0000 Radlern
pro Monat schon wieder mehr sieben Prozent Radfahrende
auf der WiwilibrĂŒcke gezĂ€hlt als im gleichen Quartal des
Vorjahres.

Ende 2014 hat das Garten- und Tiefbauamt (GuT) drei
weitere ZĂ€hlstellen installiert, hier aber ohne AnzeigeDisplay.
Die Induktionsschleifen liegen auf den drei
Pilotrouten des Rad-Vorrang-Netzes: An der Dreisam (FR1)
am westlichen Anfang der Hindenburgstraße, an der
GĂŒterbahn (FR2) zwischen Ferdinand-Weiß-Straße und
GĂŒterbahnbrĂŒcke sowie auf der geplanten Route ZĂ€hringenStĂŒhlinger-Vauban
(FR3) in der Eschholzstraße Höhe
Egonstraße.

Die Radler auf dem immer weiter ausgebauten FR1 machen
denen auf der WiwilibrĂŒcke fast Konkurrenz: In der
Hindenburgstraße wurden im Jahr 2015 knapp 2,6 Millionen
FahrrĂ€der gezĂ€hlt. Im Durchschnitt waren hier tĂ€glich ĂŒber
7.000 Radler unterwegs (maximal 13.900). Morgens frĂŒh
zwischen 6 und 7 Uhr ĂŒberholen die frĂŒhen SchĂŒler und
Pendler an der Dreisam sogar die Radler auf der
WiwilibrĂŒcke. Und am Sonntag kommen die Sport- und
Freizeitradler an der Dreisam deutlich nÀher an die
WiwilibrĂŒcke heran. Bei Heimspielen des Freiburger SC wird
die WiwilibrĂŒcke dann auch mal in den Schatten gestellt: Hier
sind dann kurz nach dem Spiel schon mal 30 Radler pro
Minute unterwegs.

In Nord-SĂŒd-Richtung durch Freiburg verlĂ€uft der
GĂŒterbahnradweg FR2, den das GuT seit Jahren immer
weiter ausbaut. So wird er zunehmend fĂŒr die grĂ¶ĂŸeren
Strecken quer durch die Stadt attraktiv. Im Jahr 2015
passierten hier rund 617.000 FahrrÀder die ZÀhlstelle, im
Durchschnitt waren es knapp 1.700, am stÀrksten Tag Ende
Juni 3.132 Radler.

Über die parallel fĂŒhrende Eschholzstraße fuhren im Jahr
2015 etwas ĂŒber 1 Million Menschen mit dem Rad. Das GuT
hat die Straße im Bereich StĂŒhlinger zwischen 2007 und
2009 mit komfortablen Radstreifen versehen, den Abschnitt
sĂŒdlich der Dreisam im Jahr 2014. Derzeit fahren hier
durchschnittlich rund 2.750 Radlerinnen und Radler am Tag,
maximal an einem Tag bislang Anfang Juli 4.829.

ZĂ€hlt man alle vier ZĂ€hlstellen zusammen - was nicht ganz
korrekt ist, manche Radfahrende fahren ja an mehreren
ZĂ€hlstellen vorbei - , kommt man allein hier im Jahr 2015 auf
zusammen fast 7,5 Millionen Fahrten mit dem Rad. WĂŒrden
diese mit dem Auto zurĂŒckgelegt, gĂ€be es nicht nur viel mehr
Staus und weniger freie ParkplÀtze, sondern auch rund
4.000 Tonnen mehr CO2 in der AtmosphÀre.
 
 

 
Karlsruhe: BreitgefÀchertes Angebot bei der WaldpÀdagogik
Waldrallye, Entdeckertag und Fotoausstellung locken im April

Familien mit Kindern ab acht Jahren erwartet am Samstag, 16. April, von 10.30 bis 12.30 Uhr eine echte Herausforderung: Nur mit EmpfĂ€nger, Kompass und Karte ausgerĂŒstet, mĂŒssen sie innerhalb von zwei Stunden im Wald versteckte Peilsender finden. Die Teilnahme an dieser Rallye, die moderne Technik mit hautnahmem Naturerlebnis verbindet, kostet fĂŒnf Euro pro Familie und ist nur nach Anmeldung unter der Telefonnummer 0721/133-7354 oder per E-Mail an waldpaedagogik@fa.karlsruhe.de möglich.

Gratis hingegen ist die Teilnahme am Entdeckertag am Waldklassenzimmer. Neugierige jedweden Alters können ohne vorherige Anmeldung am Sonntag, 17. April, zwischen 13 und 17 Uhr beobachten, forschen und spielen. Zeitgleich gibt es Gelegenheit, in der Holzwerkstatt zu schnitzen. Das Angebot kostet inklusive Material zehn Euro oder, fĂŒr einen Erwachsenen und ein Kind, 15 Euro. DarĂŒber hinaus kann im benachbarten Waldzentrum von 14 bis 17 Uhr die Ausstellung "Lubliner WĂ€lder" mit Fotos von Wieslaw Lipiec besucht werden.
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Vielfalt genießen!
4. ProSpecieRara-Setzlingsmarkt am 30. April 2016 von 10-15 Uhr
beim Mundenhof (Freiburg)

Am Samstag, 30. April veranstaltet ProSpecieRara einen Setzlingsmarkt am
Mundenhof. Hier bekommt jeder Hobby- und BalkongÀrtner was das Herz begehrt
und was es in keinem Gartencenter gibt: Eine große Auswahl traditioneller
GemĂŒsesorten, die besonders geeignet sind fĂŒr jeden Hausgarten Diese Sorten sind
vor allem auch kulinarisch ein Genuss – sie wurden nicht fĂŒr eine möglichst lange
Lagerung oder eine industrielle Verarbeitung gezĂŒchtet, sondern fĂŒr ihren guten
Geschmack! Besondere KrÀuter und Stauden sowie Saatgut runden das Angebot ab.

Die Pflanzen werden ökologisch produziert und alle Sorten sind samenfest, d.h.
man kann sie selber weiter vermehren. Bei den zumeist im Handel verkauften
Hybridsorten ist das nicht mehr möglich.
Weiterhin kann man sich auf unserem Markt informieren ĂŒber die verschiedenen
Möglichkeiten, selber etwas gegen den Verlust der Kulturpflanzenvielfalt zu
unternehmen. Und fĂŒr Kinder wird es ein besonderes Programm geben!
Außerdem haben wir noch ein kleines Geschenk fĂŒr alle GĂ€rtner und GĂ€rtnerinnen:
Auf der Internetseite von ProSpecieRara kann man sich einen Gutschein fĂŒr einen
Setzling ausdrucken und diesen auf unserem Markt einlösen!


Über ProSpecieRara
ProSpecieRara ist eine gemeinnĂŒtzige Gesellschaft fĂŒr den Erhalt alter
Kulturpflanzen. Mit Hilfe eines Netzwerks aus SortenbetreuerInnen, SchaugÀrten,
GĂ€rtnereien und HĂ€ndlern halten wie die vom Aussterben bedrohten Sorten lebendig
und machen sie wieder fĂŒr alle verfĂŒgbar.
Kontakt


ProSpecieRara, Kaiser-Josef-Str. 250, 79102 Freiburg, www.prospecierara.de
Tel: 0761 / 59 39 00 07, email: iris.foerster@prospecierara.de
Ansprechpartnerin: Iris Förster
 
 

 
Angriff der Windenergie-Lobby auf Artenschutz
NABU entlarvt Lobby-Studie zu Rotmilan und MĂ€usebussard

AnlĂ€sslich der fĂŒr den morgigen Donnerstag angekĂŒndigten Studie „Windenergie und Rotmilan – Ein Scheinproblem“ des Schweizer IngenieurbĂŒros KohleNusbaumer kritisiert der NABU den Versuch von Teilen der Windenergie-Branche, mit unhaltbaren Aussagen den Eindruck zu erwecken, dass ein Konflikt zwischen Windenergie und dem Schutz von Greifvögeln gar nicht existiert.

„Der NABU ist enttĂ€uscht von der mangelnden Bereitschaft von Teilen der Windenergie-Branche, ein real existierendes Artenschutzproblem anzuerkennen und gemeinsam an sinnvollen, von geltendem Recht gedeckten Lösungen fĂŒr eine naturvertrĂ€gliche Energiewende zu arbeiten. Stattdessen hofft man, mit dieser Vogel-Strauß-Taktik einfach weitermachen zu können wie bisher. VerstĂ¶ĂŸe gegen das Artenschutzrecht werden durch Wegdiskutieren des Problems aber nicht geheilt und haben vor Gericht keine Chance“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller.

Greifvögel, wie der weltweit bedrohte und vor allem in Deutschland heimische Rotmilan, gehören zu jenen Arten, die am meisten durch Kollisionen mit WindrĂ€dern gefĂ€hrdet sind. Dieses Problem ist wissenschaftlich hinlĂ€nglich belegt. Es muss, genau wie andere naturschutzfachliche Belange, von der Branche anerkannt und bei der Planung von Vorranggebieten und jedes einzelnen Windrads berĂŒcksichtigt werden. Andernfalls ist der dringend erforderliche naturvertrĂ€gliche Ausbau der Windenergie nicht möglich.

Erst im vergangenen Jahr wurde im sogenannten „HelgolĂ€nder Papier“ der LĂ€nderarbeitsgemeinschaft der staatlichen Vogelschutzwarten der aktuelle Stand der Wissenschaft zur GefĂ€hrdung von Vögeln durch Windkraft an Land zusammengestellt. FĂŒr die betroffenen Arten empfiehlt das Papier fachlich fundierte MindestabstĂ€nde zwischen windkraftsensiblen Vogelvorkommen und Windenergieanlagen. Diese Angaben dienen auch den Gerichten als fachliche Messlatte. Die nun vorgestellte Studie des BĂŒros KohleNusbaumer und andere durch die Windenergiebranche in den letzten Monaten gestreute Dokumente sollen suggerieren, dass die weltweit anerkannte GefĂ€hrdung von Greifvögeln durch Windenergie nicht existiert. So erhofft sich ein Teil der Branche, die Windenergie ausbauen zu können, ohne RĂŒcksicht auf den Artenschutz und in der Praxis bewĂ€hrte Regeln wie das HelgolĂ€nder Papier nehmen zu mĂŒssen.

„Bei nĂ€herer Betrachtung entpuppen sich diese Studien schnell als interessengeleitete Lobby-Papiere. Hier werden selektiv ausgewĂ€hlte Fakten aus nicht vergleichbaren Quellen in irrefĂŒhrender Weise vermengt. So schafft es der Autor beispielsweise, einen deutschlandweit leicht zurĂŒckgehenden Rotmilanbestand in einen dramatischen Bestandsanstieg umzudeuten. Fakt ist allerdings: Der Rotmilan nimmt zwar in der Heimat des Autors, also in der Schweiz, zu. Doch die Schweiz ist auch weitgehend windenergiefrei. In Deutschland hingegen nimmt der Rotmilan nur im bisher windkraftarmen SĂŒdwesten zu, wĂ€hrend seine BestĂ€nde im windkraftreichen Norden und Osten Deutschlands zurĂŒckgehen“, so NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann.

Eine 2013 im Fachblatt Journal for Nature Conservation veröffentlichte wissenschaftliche Untersuchung berechnete, dass allein im Land Brandenburg jĂ€hrlich vermutlich um die 320 Rotmilane an Windkraftanlagen tödlich verunglĂŒcken. FĂŒr ganz Deutschland muss bei einem aktuellen Brutbestand von 12.000 bis 18.000 Paaren entsprechend von ĂŒber 1.000 TodesfĂ€llen pro Jahr ausgegangen werden. In Regionen mit vielen Windenergieanlagen wird damit bereits heute die Grenze der Belastbarkeit der Population erreicht. Umso wichtiger ist es dafĂŒr zu sorgen, dass neue WindrĂ€der nur dort gebaut werden, wo keine erhöhte Tötungsgefahr besteht.

FĂŒr den wesentlich hĂ€ufigeren MĂ€usebussard ist nach den Ergebnissen einer neuen, vom Bundeswirtschaftsministerium finanzierten Studie sogar mit 10.000 bis 12.500 kollidierten Vögeln pro Jahr zu rechnen. Dies kann in bestimmten Regionen ebenfalls zu einem Zusammenbruch der BestĂ€nde fĂŒhren, wie er beispielsweise in Schleswig-Holstein bereits zu beobachten ist.
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NABU-Zahl des Monats
JĂ€hrlich wird Umwelt mit 3,5 Tonnen giftigem Quecksilber aus Braunkohlekraftwerken vergiftet

Kohleausstieg jetzt verbindlich gestalten

Jedes Jahr gelangen rund 3,5 Tonnen Quecksilber allein durch die Verbrennung von Braunkohle in deutschen Kraftwerken in die Umwelt. Ein Teil des giftigen Schwermetalls landet mit dem Regen in unseren GewĂ€ssern – dort wird die Höchstkonzentration dauerhaft und flĂ€chendeckend um das fĂŒnf-bis 15-fache ĂŒberschritten. Die Vergiftung der Umwelt durch Kohlekraft muss endlich gebremst werden, deshalb ist jetzt ein verbindlicher Plan zum Kohleausstieg notwendig.

Der NABU weist darauf hin, dass es lĂ€ngst technische Möglichkeiten gibt, das giftige Schwermetall aus den Abgasen der Kraftwerke herauszufiltern. Weder Bundesregierung noch EU haben es jedoch bisher geschafft strengere Grenzwerte gegenĂŒber der Kohlelobby durchzusetzen.

Quecksilber ist ein Gift, das schon in geringen Mengen unser Nervensystem schÀdigt. Das Bundesumweltministerium warnt Schwangere und Stillende sogar davor, Fische wie Aal oder Hecht aus heimischen GewÀssern zu essen.
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