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Samstag, 16. Februar 2019
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Verschiedenes

Klimaneutraler Zoo Karlsruhe: Erste Zwischenetappe erreicht
SchlĂŒssel fĂŒr Energieeinsparung: alte Pumpen im Zoo Karlsruhe / Foto: Zoo K'ruhe
 
Klimaneutraler Zoo Karlsruhe: Erste Zwischenetappe erreicht
Maßnahmenpaket 1 zusammen mit KEK seit 2014 weitgehend umgesetzt / Allein Photovoltaik erzeugt jĂ€hrlich rund 70.000 Kilowattstunden Strom

2014 ist der Zoo angetreten, die Energie- und Kohlendioxid-Emissionen um 20 Prozent im Vergleich zum vorherigen Verbrauch zu senken – und biegt nach rund zwei Jahren in die Zielgerade ein. „Allein unsere 2014 installierten Photovoltaikanlagen auf dem Wirtschaftshof und Giraffenhaus und seit November 2015 auf dem DickhĂ€uterhaus erzeugen jĂ€hrlich rund 70.000 Kilowattstunden Strom und damit rund 13 Prozent des Strombedarfs“, informiert Claus Schönfeld, im Zoo fĂŒr Bau und Technik zustĂ€ndig. Was gerade an Strom produziert wird, zeigen die beiden Visualisierungsanlagen am Elefanten- und Giraffenhaus: 18.240 Watt werden gerade produziert, stand am Elefantenhaus etwa am Dienstag (12. April) zu lesen – und seit Inbetriebnahme der Anlage wurden 2.583 Kilogramm Kohlendioxid (CO2) eingespart.

Hinzu kommen die Einspareffekte durch neue Heizpumpen oder auch LED-Technik fĂŒr die komplette Beleuchtung. „Unterm Strich dĂŒrften wir in diesem Jahr die 20-Prozent-Marke erreichen“, ist sich Schönfeld mit Monika Wilkens einig. Sie ist Projektleiterin und versierte Fachfrau beim Kooperationspartner Karlsruher Energie- und Klimaschutz Agentur (KEK). In enger Zusammenarbeit mit der KEK setzt der Zoo sein zukunftsweisendes Energiemanagement um. „Wie die Maßnahmen auf der Energierechnung sichtbar wurden, wollen wir in der nĂ€chsten Zeit ĂŒberprĂŒfen“, kĂŒndigte Monika Wilkens einen Abgleich mit der Datengrundlage an. Zu Beginn des Projekts „grĂŒner Zoo“ lag der Stromverbrauch bei 616 Megawattstunden pro Jahr (MWh/a), der WĂ€rmebedarf bei 1.700 MWh/a, die Energiekosten beliefen sich auf rund 250.000 Euro - Tendenz steigend.

Zweites Maßnahmenpaket in der Umsetzung
350.000 Euro aus dem Karlsruher Klimaschutzfond standen fĂŒr das erste Maßnahmenpaket bereit – um rund 85 Tonnen Kohlendioxid sollten damit Umwelt und Klima pro Jahr entlastet werden. Dabei ruht sich der Zoo auf dem Erreichten nicht aus. Der Zoo möchte komplett klimaneutral werden! Daher ist er aktuell dabei, erste Projekte aus dem zweiten, rund 365.000 Euro schweren „Energieeinspar-Paket“ umzusetzen – und hat bereits ein drittes Maßnahmenpaket geschnĂŒrt. „Uns ist klar, dass wir noch einen langen Weg vor uns haben, nach rund zwei Jahren haben wir aber eine wichtige Zwischenetappe erreicht: Unsere Vision ist, zu einem klimaneutralen Zoo zu werden“, gibt Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt die Marschrichtung vor. Das soll bis 2050 erreicht sein - und am besten noch vorher. „Dabei setzen wir auf den konsequenten Austausch energiefressender GerĂ€te und Einsatz erneuerbarer Energien, aber auch auf Kompensationsprojekte“, fĂŒgt er an.

Wiederaufforstungsprojekt passt gut zum Zoo
Denn durch Technik alleine könne vollstĂ€ndige KlimaneutralitĂ€t nicht erreicht werden. Ein wichtiger Baustein ist hier ein ökologisches und soziales Waldklimaprojekt, an dem der Zoo zusammen mit der KEK in Ecuador beteiligt ist. Das Wiederaufforstungsprojekt im Reservat Mindo (Region Los Bancos) passe in zweierlei Hinsicht sehr gut zum Zoo Karlsruhe, so Reinschmidt: Zum einem werde im Holzaufbau das Treibhausgas CO2 gebunden und komme so der CO2-Bilanz des Zoos zugute, gutachterlich zertifiziert ĂŒber die KEK. „Zum anderen ist es ein tolles Projekt zur Wiederherstellung der BiodiversitĂ€t – und so ein ideales Artenschutzprojekt fĂŒr unseren Zoo mit dem Exotenhaus als Pendant.

Solarthermieanlage fĂŒrs Badewasser der Flusspferde
Die Devise „tausche Oldie gegen Einspar-Fuchs“ findet sich auch im zweiten Maßnahmenpaket wieder. Aktuell wurden ĂŒber Ostern 35.000 Euro in eine energieeffiziente und geregelte KĂŒhltechnik fĂŒr die Futtermittellagerung investiert. „Rund 40 bis 50 Prozent Energieeinsparung im Vergleich zur 20 Jahre alten Anlage sind hier möglich“, betont Wilkens. Noch einmal genau hinschauen wollen KEK und Zoo bei der geplanten Solartherieanlage zur ErwĂ€rmung des Grundwassers auf 18 bis 20 Grad fĂŒr die Wasserbecken des DickhĂ€uterhauses. Reichen die 60 Quadratmeter mit 10.000 Liter WĂ€rmespeicher zur ErwĂ€rmung des Badewassers Flamingos und fĂŒr die Flusspferde aus, wenn nun im Zuge der im Entwicklungskonzept Zoologischer Stadtgarten bis 2017 geplanten Erweiterung der Außenanlage fĂŒr Elefanten an eine ErwĂ€rmung des Außenbeckens gedacht wird, damit die Tiere es lĂ€nger nutzen können? Oder ist zusĂ€tzlich eine WĂ€rmepumpe sinnvoll? Momentan wird mit FernwĂ€rme erwĂ€rmt. Dank ins Stadtwerke-Netz eingespeister MiRo-AbwĂ€rme fĂ€llt die Energiebilanz nicht schlecht aus, meint Wilkens. „Dennoch: Wo immer fossile EnergietrĂ€ger ersetzt werden können, sollte man dies tun – die Sonne scheint schließlich umsonst.“

Eisen und Mangan an Ort und Stelle aus Grundwasser ausfÀllen
Ein weiteres Projekt: Die Förderung von Grundwasser ĂŒber die in der Anlage vorhandenen Brunnen. Problem ist, dass das Grundwasser hohe Anteile an Eisen und Mangan aufweist – was die Wasserpumpen durch Ablagerungen im Laufe der Zeit „schachmatt“ setzt. Darum möchten Zoo und KEK die Brunnenanlagen so ertĂŒchtigen, dass die Stoffe gleich an Ort mit Sauerstoff herausgefĂ€llt werden, ehe sie in den Zoo-Wasserkreislauf kommen.

Noch in diesem Jahr möchte der Zoo weitgehend alle Maßnahmen aus dem zweiten Projekt-Paket umgesetzt oder begonnen haben. „Wir wollen auch ein stĂŒckweit Vorbild als stĂ€dtische Dienststelle sein“, betont Schönfeld. Dazu gehörte die Einbeziehung der BeschĂ€ftigten. 2015 fand daher eine erste Schulung statt, um Mitarbeiter fĂŒr das Projekt zu sensibilisieren - und sie zur Mitwirkung aufzufordern. Und so finden sich im aktuell fĂŒr den Karlsruher Klimaschutzfond eingereichten „Maßnahmenpaket 3“ denn auch VorschlĂ€ge der BeschĂ€ftigten. Etwa die Anregung, im SanitĂ€rtrakt mit LĂŒftungsanlage mit WĂ€rmerĂŒckgewinnung zu arbeiten.

Aspekte des klimaneutralen Zoos Besuchern vermitteln
Die Facetten eines klimaneutralen Zoologischen Stadtgartens möchte Zoodirektor Reinschmidt fĂŒr die Besucherinnen und Besucher sichtbar machen. Darum sollen den Photovoltaik-Schautafeln weitere Elemente folgen – am besten ein ganzer Technikpfad findet Reinschmidt. Mit diesem „regenerativen Energiepfad könnten wir fĂŒr alle GĂ€ste verschiedene Aspekte des klimaneutralen Zoos sichtbar machen.“
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Aktionstag in der Reihe „WĂ€lder der Welt“
Foto: Gerd SĂŒssbier
 
Aktionstag in der Reihe „WĂ€lder der Welt“
Am Sonntag, 17. April, stellt das Waldhaus die WĂ€lder von
Frankreich vor / Reiches Kulturprogramm / Eintritt frei

Deutschland gilt als Waldland. Wer weiß aber schon, dass der
Waldanteil in unserem Nachbarland nicht geringer ist als bei uns?
FĂŒr viele Freiburger ist SĂŒdfrankreich ein beliebtes Urlaubsziel. Wem
ist aber bewusst, dass sich dort die grĂ¶ĂŸten zusammenhĂ€ngenden
Waldgebiete Europas befinden, und wie diese im Detail aussehen?


Diese und viele weitere Aspekte kommen zur Sprache, wenn das
Waldhaus Freiburg am kommenden Sonntag, 17. April, von 11 bis 18
Uhr Frankreich in den Fokus seiner beliebten Reihe „WĂ€lder der
Welt“ stellt. An diesem Aktionstag gibt es ĂŒberraschende Einblicke in
die Waldgeschichte und die Waldkultur unseres Nachbarlandes.
Spannende LichtbildvortrÀge sind eingebettet in ein kulturelles
Rahmenprogramm fĂŒr Erwachsene und Kinder. Und fĂŒr das leibliche
Wohl ist mit landestypischen SpezialitÀten (Ratatouille, Crepes usw.)
und feinen GetrÀnken bestens gesorgt.


Programm des Aktionstages „WĂ€lder der Welt“ am 17. April
11 Uhr: BegrĂŒĂŸung
11.15 bis 12.30 Uhr: Lichtbildvortrag „Frankreichs WĂ€lder und ihre
Bewirtschaftung“ von Etienne Zahnd, Leiter der elsĂ€ssischen
Forstbehörde
12.30 bis 13.30 Uhr: Mittagspause
13.30 bis 14.30 Uhr: Live-Musik mit „Zweierpasch/Double Deux“.
Felix Neumann und Till Neumann bieten deutsch-französischen
HipHop mit Rap, Gitarre, Cello und CajĂłn (Kistentrommel).
14.40 bis 15.40 Uhr: Lichtbildvortrag „Land und Leute, Geschichte
und Kultur“ mit der Politikwissenschaftlerin Carmen Mettling
16.10 bis 17.10 Uhr: Lichtbildvortrag „Wilde Vogesen“ von Gerd
SĂŒssbier, Diplom-Forstwirt, Wanderleiter und Vogesenliebhaber
17.10 bis 18 Uhr: Französische Chansons von und mit Vivien
Mierzejewski


Im Kinderprogramm von 11 bis 17 Uhr gibt es unter anderem kleine
Theaterimprovisationen auf deutsch und französisch sowie schöne
Basteleien mit Naturmaterial. Es gibt einen Infostand der
Partnereinrichtung LÂŽObservatoire de la Nature in Colmar und einen
BĂŒchertisch der Buchhandlung Jos Fritz

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Eine-Welt-Forum
Freiburg und dem Centre Culturel statt, mit freundlicher
UnterstĂŒtzung durch die Waisenhausstiftung.

Der Eintritt ist frei. Spenden kommen einem Umweltbildungsprojekt
mit unbegleiteten minderjĂ€hrigen FlĂŒchtlingen zugute.
 
 

Berlins erstes Tierschutz-Festival
 
Berlins erstes Tierschutz-Festival
Als Auftakt zum Tag des Versuchstiers am 24. April 2016 veranstalten der Deutsche Tierschutzbund, der Tierschutzverein Berlin und das BĂŒndnis Tierschutzpolitik Berlin bereits am 23. April 2016 das Tierschutz-Festival in der Kulturbrauerei Berlin. Von 12 - 18 Uhr erwarten euch großartige Live-Acts, vegane FoodstĂ€nde sowie interaktive Talks und Infos rund ums Thema Tierschutz.

Kommt vorbei und setzt ein Zeichen gegen Tierversuche - der EINTRITT IST FREI!
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Schneeleoparden live erleben
NABU startet Schneeleoparden-Webcam im Neunkircher Zoo

Um Naturfreunden die faszinierenden Schneeleoparden nĂ€herzubringen und auf ihre GefĂ€hrdung aufmerksam zu machen, startet der NABU am 12. April im Neunkircher Zoo zwei Webcams. Die Kameras ĂŒbertragen auf www.NABU.de/leos-live aus dem Außengehege und der Wurfbox das Leben des Neunkircher Schneeleoparden-PĂ€rchens „Sagar“ und „Luisa“. Sollte „Luisa“ wie erhofft Junge bekommen, können die Tiere sogar bei der Geburt und Aufzucht ihres Nachwuchses beobachtet werden.

„Mit der Schneeleoparden-Webcam möchten wir vor allem Wissen ĂŒber eine stark gefĂ€hrdete, aber leider relativ unbekannte Tierart vermitteln“, erklĂ€rte NABU-VizeprĂ€sident Thomas Tennhardt. „Die Zuschauer können die seltenen Schneeleoparden, die eigentlich so weit entfernt von uns leben, hautnah erleben, sie begleiten und verstehen lernen. Dies begreifen wir als Chance, ĂŒber die beiden Neunkircher Schneeleoparden als Botschafter ihrer Art auf die dringliche Situation der freilebenden Schneeleoparden und ihre SchutzbedĂŒrftigkeit hinzuweisen“, so Tennhardt weiter.

Schneeleoparden gelten mit einem weltweiten Bestand von nur noch 4.000 bis 6.400 Tieren laut Roter Liste als „stark gefĂ€hrdet“. In freier Wildbahn werden die scheuen Großkatzen, die in den kargen Hochgebirgen Asiens zuhause sind, vor allem wegen ihres schönen Fells, aber auch ihrer Knochen gejagt. Letztere sind beliebte Mittel in der Traditionellen Chinesischen Medizin. Außerdem macht der Mensch ihnen und ihren Beutetieren zunehmend den Lebensraum streitig und es kommt immer wieder zu Konflikten mit lokalen Hirten. Daneben bedroht auch der Klimawandel ihren Lebensraum. Der NABU setzt sich seit 17 Jahren erfolgreich fĂŒr den Schutz von Schneeleoparden in freier Wildbahn ein und konnte bisher signifikant zu einem RĂŒckgang der Wilderei beitragen.

Auch in Zoologischen GĂ€rten sind Schneeleoparden relativ selten. In Deutschland gibt es insgesamt 15 Zoos, in denen sie gehalten werden, darunter seit 2013 der Neunkircher Zoo, in dem das knapp vier Jahre alte Schneeleoparden-PĂ€rchen lebt. „Es wĂ€re ein schmerzlicher Verlust, eine so charismatische Art zu verlieren“, sagte Dr. Norbert Fritsch, Zoodirektor des Neunkircher Zoos. „Der Neunkircher Zoo ist dem Schneeleoparden-Projekt des NABU schon lange verbunden und setzt sich mit seiner Teilnahme am EuropĂ€ischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) fĂŒr Schneeleoparden ebenfalls fĂŒr die Erhaltung der Art ein.“ Ziel des EEPs ist es, in Zoologischen GĂ€rten eine Reservepopulation von mindestens 200 genetisch möglichst unterschiedlichen Schneeleoparden zu bilden. FĂŒr genetische Vielfalt bei dem erhofften Schneeleoparden-Nachwuchs in Neunkirchen sorgt zumindest Luisa: Ihre Großmutter Dshamilja wurde in freier Wildbahn geboren und als Jungtier vom NABU vor 16 Jahren in Kirgistan aus den HĂ€nden von Wilderern befreit. Um ihr Leben zu retten, wurde sie nach Deutschland gebracht und gesund gepflegt.
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NABU: Naturschutzrichtlinien der EU bestehen "Fitness Check"
BirdLife-Auswertung belegt: Junckers ÄnderungsplĂ€ne gehören in den Papierkorb

Der NABU und 27 Partnerorganisationen aus allen EU-Staaten haben am heutigen Mittwoch auf einer Konferenz in Zeist in den Niederlanden einen Bericht zur Zukunft des EU-Naturschutzrechts vorgestellt. Die im Namen des BirdLife-Netzwerks erstellte Auswertung erteilt den PlĂ€nen von EU-KommissionsprĂ€sident Jean-Claude Juncker zur AbschwĂ€chung der Naturschutzgesetzgebung eine klare Absage und fordert stattdessen eine bessere Finanzierung fĂŒr Natura-2000-Schutzgebiete.

Der Bericht „From Alert to Action“ fasst die wesentlichen, im vergangenen Jahr im Rahmen eines „Fitness-Checks“ der EuropĂ€ischen Kommission erhobenen Daten und Meinungen zur EU-Vogelschutz und Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie zusammen. Das Ergebnis wird mit Zitaten aus Politik, Wirtschaft und VerbĂ€nden illustriert. Die EU-Kommission will bis Anfang Juni die offiziellen Ergebnisse des „Fitness-Checks“ vorlegen und danach entscheiden, ob sie eine mögliche Neuverhandlung der Richtlinien oder aber Initiativen zur besseren Umsetzung und Finanzierung vorschlĂ€gt.

Die EU-Umweltminister und das EuropĂ€ische Parlament haben sich bereits fĂŒr den Erhalt der Richtlinien ausgesprochen, ebenso wie etwa 94 Prozent der Teilnehmer einer Online-Konsultation im vergangenen Jahr. Forderungen, das Naturschutzrecht aufzuweichen, kommen dagegen vor allem von Seiten einiger LandnutzerverbĂ€nde.

„Trotz krĂ€ftiger Propaganda der Naturschutzgegner kann es aus unserer Sicht nur ein Ergebnis des Fitness-Checks geben: Die verstĂ€rkte Durchsetzung der Naturschutzgesetze und eine angemessene Finanzierung – aber keine AbschwĂ€chungen, wie es gerade die deutsche Agrar- und Waldbesitzerlobby fordert“, sagt NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.

Der BirdLife-Bericht mache deutlich, dass die Naturschutzrichtlinien dort wirken, wo sie von den Mitgliedstaaten ernsthaft umgesetzt werden. So habe der Kranichbestand in Westeuropa zwischen 1985 und 2012 von 45.000 auf 300.000 zugenommen. Außerdem seien die Richtlinien nach Ansicht von Experten und BĂŒrgern fundamental wichtig fĂŒr den Erhalt der bedrohten Artenvielfalt, gerade in Zeiten des Klimawandels. Aus Sicht des NABU und seiner BirdLife-Partner stehen einem erfolgreichen Naturschutz in Deutschland und der EU allerdings nach wie vor die massive Unterfinanzierung von Schutzgebieten und die zerstörerische EU-Agrarpolitik im Weg.

Tschimpke: „Im Interesse der Natur fordern wir EU-Umweltkommissar Vella auf, die unselige Debatte ĂŒber eine Änderung des Rechtsrahmens jetzt schnellstmöglich zu beenden. Gleichzeitig sollten EU, Bund und LĂ€nder endlich fĂŒr eine bessere Finanzierung der Natura-2000-Schutzgebiete sorgen und die Agrarpolitik einem ehrlichen ‚Fitness-Check‘ unterziehen.“ Bereits am 22. MĂ€rz hatte der NABU mit ĂŒber weiteren 100 Organisationen aus ganz Europa in einem offenen Brief Juncker zu einem „Fitness-Check“ der EU-Agrarpolitik aufgefordert.
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Mehr als 15.000 Kiebitz-Meldungen
Milder Winter hielt viele Vögel vom Wegzug ab – Kiebitz ist nach wie vor stark gefĂ€hrdet

Mehr als 15.000 Meldungen von Kiebitzen sind in den Monaten Februar und MĂ€rz ĂŒber die Online-Portale Ornitho.de und NABU-Naturgucker.de eingegangen. 2.800 Personen haben sich beteiligt. So das Ergebnis einer Meldeaktion zu dem beliebten, aber inzwischen immer seltener gewordenen FrĂŒhlingsboten. Die meisten Beobachtungen von Anfang Februar stammten aus Regionen, in denen viele Kiebitze zuvor den Winter verbracht hatten. Diese reichten vom Niederrhein ĂŒber Niedersachsen bis nach Schleswig-Holstein und ins mittlere Elbtal. In der zweiten FebruarhĂ€lfte kehrten viele Kiebitze zurĂŒck – auch in SĂŒddeutschland wurden zahlreiche Kiebitze gemeldet. Der Kiebitz ist dort als Brutvogel selten geworden, viele der gemeldeten Vögel betreffen DurchzĂŒgler in nordöstlich gelegene Brutgebiete. Am 20. MĂ€rz wurde das erste Kiebitzgelege aus Baden-WĂŒrttemberg gemeldet.

Der Monat Februar war bundesweit von ĂŒberdurchschnittlich hohen Temperaturen gekennzeichnet, welche vermutlich fĂŒr die frĂŒhe Heimkehr der Kiebitze verantwortlich waren. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes lag die Temperatur in diesem Monat um 2,4 Grad Celsius ĂŒber dem Durschnitt der Jahre 1981 bis 2010. Im insgesamt sehr milden Winter 2015/2016 hatten zehntausende Kiebitze in Deutschland ĂŒberwintert. In strengeren Wintern ziehen hingegen mehr Kiebitze bis nach Frankreich und Spanien.

„Mit dieser Aktion wollten wir auf den gefĂ€hrdeten Wiesenvogel aufmerksam machen. Denn Kiebitze brĂŒten auf feuchtem und offenem DauergrĂŒnland, auf Äckern, Brachen oder ÜberschwemmungsflĂ€chen. „Viele Gelege und KĂŒken gehen durch die intensive Bodenbearbeitung auf Äckern, aber auch im GrĂŒnland verloren“, so Dominic Cimiotti vom Michael-Otto-Institut im NABU. Kiebitze legen bis zu vier Eier in ein mit Gras ausgepolstertes Nest am Boden – doch werden sie dabei gestört, fĂ€llt die Brut aus.

Der Kiebitz steht inzwischen auf der Vorwarnliste der weltweiten Roten Liste. In Deutschland brĂŒten noch rund 80.000 Paare, alle Zeichen stehen auf Rot: sowohl lang- als auch kurzfristig, zeigt der Brutbestand einen stark rĂŒcklĂ€ufigen Trend. Der NABU will das Überleben des Kiebitzes in Deutschland mit dem laufenden Schutzprojekt im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt sichern.

HintergrĂŒnde zum Projekt:

Der NABU testet gemeinsam mit Landwirten und Landwirtinnen Maßnahmen zum Kiebitzschutz in bestimmten Regionen in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Sachsen, Bayern und Baden-WĂŒrttemberg.

Zu den Partnern des Projekts zĂ€hlen die NABU-Naturschutzstation MĂŒnsterland, der NABU Mecklenburg-Vorpommern, das ThĂŒnen-Institut fĂŒr LĂ€ndliche RĂ€ume in Braunschweig, die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, das BĂŒro BIO-CONSULT in Belm/OsnabrĂŒck, die ARGE SchwĂ€bisches Donaumoos, der Landesbund fĂŒr Vogelschutz in Bayern e.V., der Förderverein SĂ€chsische Vogelschutzwarte Neschwitz e.V. und die AG Naturschutzinstitut Region Dresden e.V. im NABU Sachsen.

Um das Projekt noch stĂ€rker in die Breite zu tragen, werden ab diesem Jahr weitere Partner eingebunden. Diese sind: die lokale Aktion Kuno e.V. (Schleswig-Holstein), die NABU-Stiftung Hessisches Naturerbe, die Staatliche Vogelschutzwarte fĂŒr Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland, die Arbeitsgemeinschaft WiesenbrĂŒterschutz im Kreis Marburg-Biedenkopf, die Arbeitsgemeinschaft Wiesenvogelschutz im Wetteraukreis, die Kreisverwaltung des Kreises Kreis Groß-Gerau und das Fachgebiet Landschaftschaftspflege im Kreis Darmstadt-Dieburg.

Das Projekt wird durchgefĂŒhrt im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt und ĂŒber fĂŒnf Jahre gefördert durch das Bundesamt fĂŒr Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums fĂŒr Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie Mitteln des Umweltministeriums von Schleswig-Holstein und die Hanns R. Neumann Stiftung.
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Fessenheim / Beznau-BrĂŒckenprotest am 24.4.2016 auf 7 RheinbrĂŒcken
 
Fessenheim / Beznau-BrĂŒckenprotest am 24.4.2016 auf 7 RheinbrĂŒcken
Am 24.4.2016 finden anlĂ€sslich des 30sten Jahrestages der Tschernobyl-Katastrophe auf 7 BrĂŒcken am Oberrhein und Hochrhein Protestaktionen statt, um den Abschaltdruck in Sachen AKWÂŽs Fessenheim und Beznau aufrecht zu erhalten.
Ein breites BĂŒndnis von badisch-französisch-schweizer Umweltgruppen und BIÂŽs ruft zu gemeinsamen-dezentralen Aktionen auf.
Im Jahr 2016, dem Jahr in dem wir an 5 Jahre Fukushima und 30 Jahre Tschernobyl erinnern, darf im Dreyeckland der grenzĂŒberschreitende Abschaltdruck in Sachen AKWÂŽs Fessenheim, Beznau und Leibstadt nicht nachlassen. Wir erinnern Herrn PrĂ€sident Hollande an sein „Wahlkampfversprechen“ das AKW Fessenheim im Jahr 2016 zu schließen. Mit unserem Protest wollen wir unsere generelle Ablehnung der Atomkraft in allen LĂ€ndern ausdrĂŒcken und zeigen, dass wir fĂŒr das Europa der Menschen und fĂŒr die Energiewende stehen! Die Versuche der immer noch mĂ€chtigen europĂ€ischen Atomlobby die Gefahrzeit fĂŒr die immer unwirtschaftlicheren Atomkraftwerke auf 60 Jahre zu verlĂ€ngern halten wir fĂŒr zutiefst unverantwortlich.
An folgenden BrĂŒcken werden Aktionen stattfinden:
* EuropabrĂŒcke Strassburg- Kehl
* BrĂŒcke Marckolsheim - Sasbach
* BrĂŒcke Neuf-Brisach - Breisach
* BrĂŒcke ChalampĂ© - Neuenburg
* BrĂŒcke Gerstheim-Erstein - Schwanau – Nonnenweier/
* BrĂŒcke in Basel / Mittlere BrĂŒcke (bei der Helvetia)
* BrĂŒcke Kaiserstuhl (CH) - Hohentengen
Das Spektrum der selbstbewusst-gewaltfreien Aktionen reicht vom Straßentheater in Basel bis zur kurzfristigen BrĂŒckenschließung in Sasbach. An kleinen BrĂŒcken sind Mahnwachen geplant, es gibt Fahrradtouren zu den Aktionen und in Breisach einen Demozug. Die kleinen Aktionen am Hochrhein sind auch Auftakt fĂŒr den “Menschenstrom gegen Atom“ am 19. Juni 2016 bei Beznau.
Verantwortlich fĂŒr die Organisation der einzelnen BrĂŒcken sind örtliche grenzĂŒberschreitende BĂŒndnisse.
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Waldhaus Freiburg lÀdt zur Exkursion ins neue BiosphÀrengebiet Schwarzwald
Am Samstag, 30. April / Anmeldeschluss: 22. April


ZusÀtzlich zu seinen Veranstaltungen und Ausstellungen bietet das
Waldhaus Freiburg fĂŒr Interessierte regelmĂ€ĂŸig auch Exkursionen zu
reizvollen Zielen in der Region. Die nĂ€chste Tour fĂŒhrt am Samstag,
30. April, von 10 bis 18 Uhr in das BiosphÀrengebiet Schwarzwald.
Dieses Gebiet ist nach der SchwÀbischen Alb die zweite
Modellregion fĂŒr nachhaltige Entwicklung in Baden-WĂŒrttemberg.

Die ganztĂ€gige Exkursion fĂŒhrt durchs MĂŒnstertal ĂŒber das Wiedener
Eck ins Herz des Gebietes um Utzenfeld, Aitern und Schönau.
Begleitet von Experten wie Werner Konold, die u.a. typische
Merkmale der Landschafts- und Biotopentwicklung zeigen, sehen die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer insbesondere die offenen
Weidfelder, auf denen sich durch eine jahrhundertelange Nutzung als
Allmendweiden eine sehr artenreiche Flora und Fauna entwickelt hat.

Veranstaltet wird die Exkursion vom Waldhaus Freiburg, der
Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, dem Alemannischen Institut
und dem Studium Generale. Der Teilnahmebeitrag von 28 Euro
umfasst alle Busfahrten und FĂŒhrungen. Maximale Teilnehmerzahl:
44 Personen.
 
 



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