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Samstag, 18. August 2018
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Verschiedenes

 
Wintererlebnis am Schauinsland:
Forstamt appelliert an das Umweltbewusstsein aller Besucher

Auf den Wegen bleiben, Hunde an die Leine, Abfall mitnehmen

Tief verschneit prÀsentiert sich derzeit Freiburgs Hausberg, der
Schauinsland. Die ergiebigen SchneefÀlle der letzten Wochen haben
bis hinab in die Tallagen ausgezeichnete Bedingungen fĂŒr
Wintersport geschaffen. So laden die Loipen, Winterwanderwege,
RodelhÀnge und Skipisten, darunter die der lokalen Bevölkerung
bekannte Kaltwasser-Abfahrt, zu besonderem WintervergnĂŒgen ein.

Viele dieser Abfahrten, Loipen und Wege liegen im
Naturschutzgebiet Schauinsland. Sie wurden so angelegt, dass hier
ein Miteinander von Naturschutz, Erholung und Sport möglich ist.
„Leider fĂŒhrt die Unkenntnis ĂŒber den Streckenverlauf und die Lust
auf ein Abenteuer abseits der Massen dazu, dass der Bergwald im
Naturschutzgebiet auf immer neuen, individuellen AbkĂŒrzungen
befahren wird. Dies ist ein großes Problem fĂŒr die Wildtiere, denen
keine RĂŒckzugsbereiche mehr bleiben“, sagt Philipp Schell,
Revierförster am Schauinsland.

Wild lebende Tiere sind im Winter hohen Belastungen ausgesetzt.
Die KĂ€lte zehrt an ihnen, Nahrung ist knapp und schwer zu
erreichen. Werden sie dann noch durch Wintersportler gestört und
zur Flucht gezwungen, verbrauchen sie dabei viel Energie. Oft
können sie diesen Energieverlust nicht mehr ausgleichen und
werden stark geschwÀcht.

Darum appelliert das stÀdtische Forstamt an alle Besucherinnen und
Besucher des Naturschutzgebietes Schauinsland:
– Seien Sie fair zur Natur! Bleiben Sie bei AusflĂŒgen am Freiburger
Hausberg und im winterlichen Bergwald auf den ausgewiesenen
Pisten, Loipen und Winterwanderwegen. Sie sind so angelegt,
dass sie die Ruhezonen fĂŒr Wildtiere nicht durchqueren.
– Gegen ein gemeinsames Wintererlebnis mit Ihrem Hund spricht
nichts, sie sollten ihn aber unbedingt an die Leine nehmen.
– Das Erlebnis Winterwald lebt auch von der Stille. Vermeiden Sie
unnötigen LĂ€rm. Das freut die Wildtiere und die ĂŒbrigen Besucher.
– Nehmen Sie Ihre EindrĂŒcke mit ins Tal – und Ihren Abfall.

Die Winterwanderkarte zum Schauinsland gibt es bei der
Schauinslandbahn, dem Forstamt (GĂŒnterstalstraße 71) und der
Tourist-Info am Rathausplatz.
 
 

 
Waltershofener Holzversteigerung am 30. Januar mit Waldfest
Am Samstag, 30. Januar, findet im Waltershofener Wald die
diesjÀhrige Holzversteigerung statt. Um 13 Uhr kommen unter
Leitung der Ortsverwaltung und des Forstamtes 70 Ster Brennholz
unter den Hammer. Angeboten werden Roteiche, Eiche, Hainbuche
und Esche, die Mindestpreise liegen bei 55 Euro pro Ster.

Weiterhin gibt es Brennholz in langer Form. Es handelt sich um
Rundholz von 4-7 Metern LĂ€nge, das in Stapeln zu 5 bis 10 Ster am
Waldweg liegt. Der Mindestpreis hierfĂŒr liegt bei 35 Euro pro Ster.


Umrahmt wird die Versteigerung vom traditionellen Waldfest an den
Holzfeuern. FĂŒr das leibliche Wohl sorgt die Freiwillige Feuerwehr
Waltershofen, neben Waltershofener Weinen werden WĂŒrste, Brot
und Speck angeboten. Ab 15 Uhr spielen die JagdhornblÀser vom
Hegering Tuniberg-March auf.

Besucher erreichen die Holzauktion von der Landstraße zwischen
Waltershofen und Umkirch oder an den Waltershofener Sportanlagen
vorbei. Der Weg ist ausgeschildert. Zu Fuß oder per Rad gelangt
man auch ĂŒber Mundenhof und Staudenweg zum Auktionsplatz.
Busanbindung besteht ĂŒber die VAG-Linien 31 und 32 bis zum
Ortseingang Waltershofen.

 
 

 
Karlsruhe: ElektroaltgerÀte bei allen Wertstoffstationen abgeben
Alle Elektro- und Elektronik-AltgerĂ€te können ab sofort bei allen neun Wertstoffstationen des Amtes fĂŒr Abfallwirtschaft (AfA) abgegeben werden. Damit können beispielsweise Rechner, Drucker oder HiFi-Anlagen nicht mehr nur in der Maybachstraße und der Nordbeckenstraße entsorgt werden. Auch alle batteriebetrieben AltgerĂ€te wie Rasierer, Werkzeuge oder Laptops dĂŒrfen die Karlsruherinnen und Karlsruher an allen Wertstoffstationen abgeben, wo sie separat erfasst werden. Die BeschĂ€ftigten der Stationen seien entsprechend geschult und können auch die notwendigen AuskĂŒnfte erteilen, informiert Evgenia Hetzel, AfA-Abteilungsleiterin StationĂ€re Anlagen. Das AfA setzt damit eine seit vorigen Herbst gĂŒltige gesetzliche Neuregelung (mit Übergangsfrist bis Ende Januar) zur Entsorgung von ausgebrauchten Elektro- und ElektronikgerĂ€ten um.
 
 

 
NABU: Naturschutzbelange beim Ausbau der Windkraft berĂŒcksichtigen
Miller zum "Wismarer Appell": Sorgfalt vor Schnelligkeit muss oberstes Planungsziel sein

Der NABU unterstĂŒtzt den Ausbau der Windkraft grundsĂ€tzlich, hat aber anlĂ€sslich des heutigen Treffens der Regierungschefs der norddeutschen BundeslĂ€nder mit Vertretern der Windenergiebranche und von Gewerkschaften und Arbeitgebern erneut davor gewarnt, Naturschutzbelange als untergeordnet zu Ausbauzielen zu betrachten.

NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller: „Wir haben verbindliche Richtlinien zur Planung von Windkraft, unter anderem das sogenannte HelgolĂ€nder Papier der Staatlichen Vogelschutzwarten. Unsere Erwartung ist, dass Projektierer und Planer diese Maßgaben einhalten, denn nur dies fĂŒhrt zur Rechtssicherheit beim Ausbau." Viele FĂ€lle im On- und Offshore-Bereich zeigten leider, dass der Naturschutz in Teilen von der Branche nicht ernstgenommen wĂŒrde. Miller: „Auch der NABU hat kein Interesse daran, dass wir fehlerhafte Genehmigungen beklagen mĂŒssen.“

Der NABU hatte den Beschluss der Umweltminister der LĂ€nder im Mai 2015 zur Freigabe des sogenannten „Neuen HelgolĂ€nder Papiers“ begrĂŒĂŸt. Damit erhalten Windkraftplaner von nun an in Deutschland mehr Planungssicherheit bei der Anlage von Windkraftanlagen in der NĂ€he von sensiblen Vogelvorkommen. Im Papier geregelt sind die empfohlenen MindestabstĂ€nde zwischen den Anlagen und seltenen Arten, wie etwa Schreiadlern, Rotmilanen oder Schwarzstörchen. Das „Neue HelgolĂ€nder-Papier“ ermöglicht Windkraftplanern von vornherein kritische Standorte auszuschließen, um spĂ€tere Bauverzögerungen oder Fehlinvestitionen zu vermeiden und trĂ€gt damit zu einer grĂ¶ĂŸeren Planungssicherheit und einer Beschleunigung der Energiewende bei.

Das „Neue HelgolĂ€nder Papier“ zum Download unter www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/energie/erneuerbare-energien-energiewende/windenergie/06358.html
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NABU fordert mehr Engagement zum Schutz von Nord- und Ostsee
Infostand auf der Wassersportmesse „boot“/Gegen Plastikflut und VermĂŒllung der Meere

Vom 23. bis 31. Januar stellt der NABU auf der Wassersportmesse „boot“ seine Meeresschutzarbeit vor. Besucher der Halle 3 können sich beim NABU ĂŒber die Bedrohung der Meere durch PlastikmĂŒll informieren und mehr ĂŒber die faszinierende Unterwasserwelt von Nord- und Ostsee erfahren. „Viele unserer heimischen Arten und LebensrĂ€ume sind stark bedroht. Schutzgebiete bestehen weitgehend nur auf dem Papier. Hier haben wir auch in Deutschland großen Nachholbedarf und mĂŒssen dringend handeln“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller mit Blick auf die weltgrĂ¶ĂŸte Wassersportmesse in DĂŒsseldorf.

Laden die Messeplakate zu Reisen in weit entfernte Regionen ein, so möchte der NABU den Besuchern die Artenvielfalt vor der eigenen HaustĂŒr nahebringen. Denn auch in Deutschland gibt es ausgedehnte Riffe und dichte WĂ€lder aus Seegras, leben Schweinswale und Kegelrobben und kommen Jahr fĂŒr Jahr Millionen Zug- und Rastvögel zu Gast. „Wir Menschen machen es der Natur zunehmend schwer. Fischerei, Rohstoffabbau und immer mehr PlastikmĂŒll haben auch die Nord- und Ostsee an ihre Belastungsgrenze gebracht“, sagte NABU-Meeresschutzexperte Kim Detloff. Zwar hat Deutschland knapp die HĂ€lfte seiner MeeresgewĂ€sser unter den Schutz des Natura-2000-Netzwerkes gestellt – doch bis heute darf auch dort gefischt werden. Der NABU vermisst bisher auch effektive Maßnahmen im Kampf gegen die MeeresvermĂŒllung. „Erst jĂŒngst fanden Wissenschaftler Plastik in beliebten Speisefischen. Sinnlose EinwegtĂŒten mĂŒssen daher abgeschafft, der Verpackungswahnsinn beendet und Mikroplastik in Kosmetikprodukten verboten werden“, so Detloff.

Die Zusammenarbeit von Wassersportlern und NaturschĂŒtzern kann helfen, die Situation fĂŒr die Tiere in Nord- und Ostsee zu verbessern. Viele Menschen sind fasziniert vom Lebensraum Meer. Sie gilt es zu sensibilisieren und zu mobilisieren, wenn es um den Schutz von Schweinswal und anderen Meeresbewohnern geht. Dazu soll auch ein Kooperationsvertrag zwischen dem NABU und dem Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) beitragen, der auf der Messe unterzeichnet wird. Neben der Zusammenarbeit im Meeresschutz geht es auch um die StĂ€rkung des Naturschutzes in der Tauchausbildung.

Seit Jahren arbeitet der NABU eng mit dem VDST, dem Deutschen Segler-Verband (DSV) und dem Deutschen Kanu-Verband (DKV) zusammen, um fĂŒr das umsichtige Miteinander von Wassersport und Naturschutz zu werben. Im Mittelpunkt steht dabei das Engagement gegen die zunehmende VermĂŒllung von FlĂŒssen, Seen und Meeren. So wurde beispielsweise ein gemeinsames Internetportal (www.saubere-meere.de) ins Leben gerufen. Um die VermĂŒllung der Meere zu stoppen, mĂŒssen vorsorgende Maßnahmen an Land entwickelt werden. Über Ressourceneffizienz und MĂŒllvermeidung diskutiert der NABU auf der „boot“ am 24. Januar auf einer Podiumsdiskussion gemeinsam mit dem VDST und PlasticsEurope als Vertreter der Kunststoffindustrie.

NABU- Programm auf der „boot“ 2016
Der NABU ist in Halle 3 (Stand C 54) zu finden. Weitere AktivitÀten finden im maritimen Klassenzimmer in Halle 13 (Stand F 13) statt:
23. Januar 15:00 Uhr: Vortrag „Bedrohte Vielfalt in Nord- und Ostsee“
24. Januar 14:00 Uhr: Podiumsdiskussion mit dem VDST und PlasticsEurope zum Thema MĂŒll im Meer – eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung
30. Januar 14:00 Uhr: Vortrag „MĂŒllkippe Meer“
Auf der VeranstaltungsbĂŒhne am Tauchturm in Halle 3:
26. Januar 14:30 Uhr: „Bedrohte Vielfalt in Nord- und Ostsee“
28. Januar 10:30 Uhr: „Trashbusters H2O – ein Kinder- und Jugendprojekt der NAJU“

An den Messe-Wochenenden macht eine „MĂŒll-Meerjungfrau“ auf die dramatische Problematik von PlastikabfĂ€llen aufmerksam.
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Mundologia Freiburg
Wunderschöne Bilder - Traurige RealitÀt

Illusionsmaschine oder Ansporn zu handeln?

An die Medien

Das Freiburger Mundologia-Festival vom 29. bis 31. Januar 2016, ist das große Reportage-Festival in Mitteleuropa und allen BesucherInnen werden tief beeindruckende Bilder von Natur, Tieren und Landschaften gezeigt.

Doch wÀhrend in atemberaubenden Bildern das Hohelied der Arten und der globalen Natur gesungen wird, ist die globale und regionale RealitÀt eine andere. Gezeigt werden Bilder von schöner, winziger, schwindender Rest-Natur und Rest-Vielfalt.

Der weltweite Verlust der BiodiversitĂ€t, der Vielfalt an Arten und LebensrĂ€umen, steigt in Zeiten scheinbar unbegrenzten wirtschaftlichen Wachstums dramatisch. Durch Jagen, Fischen und den Verlust von Lebensraum ist die Zahl von Land-, Meeres- und SĂŒĂŸwassertieren in 40 Jahren um 52 Prozent zurĂŒckgegangen. Die Zahl der Land- und Meerestiere ging von 1970 bis 2010 um 39 Prozent zurĂŒck und die Zahl der SĂŒĂŸwasser-Tiere sogar um 76 Prozent, sagt eine Studie aus dem September 2014.

Auch SĂŒdbaden und insbesondere die Rheinebene wird zunehmend scheußlich und Natur und naturnahe Gebiete schwinden! Am Rande der Vorbergzone entlang der B3 entsteht ein hĂ€sslicher Siedlungsbrei. Auf der Gesamtstrecke von 68 km zwischen Freiburg & Offenburg gibt es aktuell 50,3 km weiter wuchernde SiedlungsflĂ€chen und 17,7 km naturfernen "Freiraum". Immer mehr Beton ergießt sich auch in die SchwarzwaldtĂ€ler und rund um den Kaiserstuhl (wo selbst FFH-Gebiete bebaut werden sollen, wie der Konflikt um das Weingut Vogel zeigt). Die Regionalplanung wird von BĂŒrgermeisterinteressen dominiert. Dazu kommen als Folge freien Handels und globaler Konkurrenz immer mehr landwirtschaftliche Monokulturen und die heftige Vermaisung der Rheinebene.

Mit dem neuen Parkhaus Feldberg, der GefĂ€hrdung des wunderschönen Tennenbacher Tales, dem geplanten sechsspurigen Autobahnausbau und der Verwirklichung des Verkehrsdrehkreuzes Oberrhein werden weitere, kleine und große Schritte zur Entwertung unserer Landschaft, zum Verlust an LebensqualitĂ€t und hin zu mehr Klimawandel getan.

Es ist schön (und die -berĂŒhmte- kurze Rast im quellenkĂŒhlen Tal), sich an den wunderschönen Mundologia-VortrĂ€gen & Bildern zu berauschen und es ist ebenso wichtig, sich fĂŒr die verbliebenen schönen Restlandschaften, fĂŒr BiodiversitĂ€t & die Natur der Welt und am Oberrhein und gegen den Klimawandel zu engagieren. Ein kleiner regionaler Erfolg war der mĂŒhsam-erfolgreiche Kampf fĂŒr den Nationalpark Nordschwarzwald. Wir wĂŒnschen den BesucherInnen des Festivals beeindruckende Bilder und den Veranstaltern viel Erfolg.
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Autor: Axel Mayer, BUND GeschĂ€ftsfĂŒhrer

 
NABU-Umfrage
BundesbĂŒrger fordern saubere Diesel-Fahrzeuge ein

Dobrindts Blockadehaltung beim Abgasskandal schadet menschlicher Gesundheit und dem Klima

Drei Viertel der Deutschen gehen davon aus, dass die NĂ€he der Politik zur Automobilindustrie zu Lasten der Verbraucher geht. Das ergab eine reprĂ€sentative Umfrage des Forschungsinstituts YouGov im Auftrag des NABU. Demnach erwecken der aktuelle Abgas-Skandal sowie die immer höheren Abweichungen zwischen offiziellen Verbrauchsangaben und tatsĂ€chlichem Kraftstoffbedarf den Eindruck, dass Politik und staatliche Behörden ihrer Kontrollfunktion nicht hinreichend nachkommen. 79 Prozent der Befragten erwarten, dass die Fahrzeuge die vom Hersteller angegebenen Werte auch tatsĂ€chlich einhalten. Doch die RealitĂ€t sieht anders aus: Bislang ĂŒberprĂŒft das zustĂ€ndige Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) nicht unter realen Fahrbedingungen, wie hoch die Emissionen von Autos auf der Straße tatsĂ€chlich sind.
Außerdem wird insbesondere beim Diesel die Kritik lauter: 58 Prozent der BundesbĂŒrger stimmen laut Umfrage zu, Dieselfahrzeuge nötigenfalls mit einem Einfahrverbot in die InnenstĂ€dte zu belegen, um dort die LuftqualitĂ€t zu verbessern.

NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller: „WĂ€hrend Behörden in Frankreich, Belgien, Großbritannien und den USA mit der AufklĂ€rung des Abgasskandals Ernst machen, zeichnet sich Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt durch UntĂ€tigkeit aus. Er hĂ€lt immer noch seine schĂŒtzende Hand ĂŒber die Autokonzerne und die Ergebnisse seiner Untersuchungskommission bleiben unter Verschluss. Diese Blockadehaltung Dobrindts schadet der menschlichen Gesundheit und dem Klima.“ Der Minister mĂŒsse endlich die Karten auf den Tisch legen, auch wenn es damit fĂŒr weitere Hersteller schmerzhaft werde. Ungereimtheiten bei den Abgaswerten und durchschnittliche MehrverbrĂ€uche von mittlerweile rund 40 Prozent belasten nicht nur das Klima, die Gesundheit und den Geldbeutel der Menschen, sondern auch das Vertrauen in den AufklĂ€rungswillen der Politik.

Dietmar Oeliger, Leiter Verkehrspolitik: „Unsere Umfrage zeigt klar, dass der Diesel im Zuge des Abgas-Skandals deutlich an Zustimmung verloren hat. Die Hersteller sollten sich fragen, wie lange sie diesen europĂ€ischen Sonderweg noch weiter gehen wollen, statt ihr gesamtes Know-how endlich auf die Entwicklung wirklich emissionsarmer Fahrzeuge zu konzentrieren. Auch in der Autoindustrie gilt das Sprichwort: Wer zu spĂ€t kommt, den bestraft das Leben.“ Da die Abgasbelastung in InnenstĂ€dten nach wie vor deutlich zu hoch sei, sei es nur eine Frage der Zeit, bis die StĂ€dte die Notbremse zögen und Diesel-Fahrzeugen mit schlechten Abgaswerten die Einfahrt verweigerten. Metropolen wie London, Paris, Oslo oder Madrid verfolgten bereits entsprechende AnsĂ€tze.

Alle Daten, soweit nicht anders angegeben, sind von der YouGov Deutschland AG bereitgestellt. An der Befragung zwischen dem 08. und dem 11. Januar 2016 nahmen 2035 Personen teil. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind reprĂ€sentativ fĂŒr die deutsche Bevölkerung (Alter 18+).
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NABU ĂŒberreicht fast 47.000 Unterschriften gegen Greifvogelmord
Der Stieglitz, Vogel des Jahres 2016 / Foto: NABU / A. Hart
 
NABU ĂŒberreicht fast 47.000 Unterschriften gegen Greifvogelmord
Illegale Greifvogelverfolgung stoppen/Verkauf und Besitz von Habichtfangkörben verbieten

Fast 47.000 Unterschriften gegen die illegale Verfolgung von Greifvögeln in Deutschland hat der NABU am heutigen Mittwoch an Bundesumweltministerin Barbara Hendricks ĂŒberreicht. Sie nahm diese stellvertretend fĂŒr die Umwelt- und Innenminister der LĂ€nder und des Bundes entgegen.

Obwohl alle Greifvogelarten in Deutschland seit den 1970er Jahren unter strengem Schutz stehen, werden immer noch jedes Jahr Hunderte Greifvögel illegal verfolgt. Vergiftungen, Fang, Abschuss und die Zerstörung von Nestern verhindern die weitere Erholung der durch jahrhundertelange Verfolgung dezimierten BestÀnde und die Wiederbesiedlung verwaister Brutgebiete.

Seit 2004 haben der NABU und das Komitee gegen den Vogelmord 869 Straftaten gegen Greifvögel dokumentiert, bei denen 1373 Vögel von 18 verschiedenen Greifvogel- und drei Eulenarten getötet wurden. Die Dunkelziffer unentdeckter Taten ist wesentlich höher.

Neben dem Vogel des Jahres 2015, dem Habicht, sind vor allem MĂ€usebussarde und Rotmilane, aber auch sehr seltene Arten wie Wanderfalken, Seeadler, Schreiadler und Steinadler betroffen. Dass die bundesweite Verfolgung dieser faszinierenden Tiere immer noch nicht abnimmt, zeigt die Tatsache, dass auch im Jahr 2015 wieder 63 FĂ€lle mit 80 toten Greifvögeln gezĂ€hlt wurden. Traurige Hochburg der Greifvogelverfolgung ist trotz abnehmender Tendenz nach wie vor Nordrhein-Westfalen mit 17 FĂ€llen im vergangenen Jahr, gefolgt von Baden-WĂŒrttemberg mit 13 sowie Niedersachsen und Bayern mit je elf FĂ€llen.

Neu ist die Verfolgung von Greifvögeln im Zusammenhang mit Windkraftanlagen: In 42 zusĂ€tzlichen FĂ€llen aus den Jahren 2010 bis 2015 besteht dringender Verdacht auf die illegale Zerstörung von Großvogelhorsten in der NĂ€he von bestehenden und geplanten Windkraftanlagen. Auch bei drei der registrierten Tötungsdelikte liegt ein entsprechender Zusammenhang nahe.

„Wer gern mit dem Finger auf die FĂ€nger unserer Zugvögel im Mittelmeerraum zeigt, muss auch vor der eigenen HaustĂŒr kehren und energisch gegen Vogelmord im eigenen Land eintreten. 47.000 Menschen in Deutschland haben dies mit ihrer Unterschrift auf Initiative des NABU bereits getan“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. Mithilfe der Petition fordert der NABU die zustĂ€ndigen LĂ€nder auf, Straftaten gegen Greifvögel effektiv zu registrieren, aufzuklĂ€ren und zu ahnden und verweist dabei auf das Vorbild Nordrhein-Westfalen.

„Beim nordrhein-westfĂ€lischen Umweltministerium wurde eine Stabsstelle UmweltkriminalitĂ€t eingerichtet, die durch enge Zusammenarbeit mit Polizei, Staatsanwaltschaft und Naturschutzbehörden eine effektive Registrierung und Verfolgung entsprechender Straftaten ermöglicht und in den vergangenen zehn Jahren bereits zu ĂŒber 30 rechtskrĂ€ftigen Verurteilungen gefĂŒhrt hat“, so NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann. In anderen LĂ€ndern, wie Niedersachsen oder Schleswig-Holstein, existiere bis heute nicht einmal ein Register fĂŒr gemeldete Straftaten gegen Greifvögel.

Die Petition fordert außerdem die Bundesregierung auf, nicht nur die Anwendung, sondern auch den Verkauf und Besitz bestimmter Greifvogelfallen, wie den sogenannten Habichtfangkorb, so bald wie möglich zu verbieten, damit die zustĂ€ndigen Behörden effektiver gegen den Fang von Greifvögeln vorgehen können. „Zudem muss die Erteilung von Ausnahmegenehmigungen lokaler Naturschutzbehörden fĂŒr den Abschuss oder Fang von Greifvögeln aufgrund behaupteter allgemeiner SchĂ€den an Niederwild und HausgeflĂŒgel endlich der Vergangenheit angehören“, forderte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Miller.

FÀlle von illegaler Greifvogelverfolgung können auch in Zukunft bei der vom Komitee gegen den Vogelmord eingerichteten Erfassungs- und Dokumentationsstelle Greifvogelverfolgung und ArtenschutzkriminalitÀt (EDGAR) unter 0160-5813445 oder edgar@komitee.de gemeldet werden.
 
 



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