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Dienstag, 24. Mai 2022
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Verschiedenes

 
Freiburg: Klimaziele der Stadt sollen im Herbst neu beraten werden
Stadtverwaltung antwortet auf den zweiten Forderungskatalog von Fridays for Future
Zwischenbericht vorgestellt: alle 125 Forderungen wurden gepr√ľft und bewertet
Wichtige Impulse aus der Zivilgesellschaft, die konkrete Folgen f√ľr die Stadtpolitik haben

Aktiver Klimaschutz zur Eind√§mmung der globalen Klimakrise hat in der Stadt Freiburg einen hohen Stellenwert. Mit dem Klimaschutzkonzept wurde 2019 das Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2030 um 60 Prozent (im Vergleich zu 1992) zu reduzieren. Bis 2050 will die Kommune klimaneutral werden. Daf√ľr wurden bereits viele Ma√ünahmen in die Wege geleitet und umgesetzt, weitere werden folgen.

Die st√§dtischen Klimaschutzvorhaben sind aus Sicht verschiedenerzivilgesellschaftlicher Akteurinnen und Akteuren nicht ausreichend.Die Klimaaktivistinnen und Aktivisten von Fridays for Future (FFF) haben der Stadt 2019 und 2020 klimapolitische Forderungskataloge √ľberreicht. Die Stadtverwaltung nimmt diese Forderungen und das Engagement der Freiburgerinnen und Freiburgern sehr ernst. Was auf 2019 folgte, war zun√§chst ein Dialog von Stadtspitze und FFF. Diese Gespr√§che gaben der Stadtpolitik wichtige Impulse. So wurden 20 zus√§tzliche Ma√ünahmen in das Freiburger Klima- und Artenschutzmanifest aufgenommen, die auf den Forderungen von FFF beruhen. Zwei Beispiele: Eine Forderung war, sich f√ľr Geothermie zu engagieren, was inzwischen geschieht. Auch wurde ein Handlungsprogramm zu Mobilit√§t und Klimaschutz gefordert ‚Äď ein solches haben Stadtverwaltung und Gemeinderat inzwischen ins Leben gerufen und mit einem gro√üen Budget ausgestattet.

Auch der zweite, sehr umfangreiche Forderungskatalog hat eine hohe Priorit√§t f√ľr die Stadtverwaltung. Heute wird im Haupt- und Finanzausschuss eine Stellungnahme vorgestellt, bei dem auf die 125 Forderungen eingegangen wird, die im November 2020 von FFF an die Stadt gerichtet wurden. Jede einzelne wurde gepr√ľft und bewertet, dabei waren fast alle √Ąmter der Stadt einbezogen. Dieser Bericht soll Ende Juni auch im Gemeinderat beraten werden. So wird gepr√ľft, ob 30 weitere Ma√ünahmen aus dem Bereich Klima- und Artenschutz aufgenommen werden sollen. Dazu geh√∂rt etwa ein Konzept, um den Ausbau von Solaranlagen auf den st√§dtischen Geb√§uden voranzubringen, m√∂gliche neue Naturschutzgebiete oder eine Infokampagne zur fleischarmen Ern√§hrung.

Das jetzt vorgestellte Papier ist als Zwischenschritt zu lesen. Denn der Klimaschutz ist und bleibt eines der absolut wichtigsten politischen Themen der Stadt. Die Anpassung der Klimaziele auf Bundes- und Landesebene nimmt die Stadt Freiburg zum Anlass, auch ihre Klimaziele erneut zu diskutieren und gegebenenfalls anzupassen. Bereits im Herbst soll dar√ľber beraten werden, wie die Klimaziele der Stadt erneut angepasst werden k√∂nnen, um den Weg zur klimaneutralen Kommune zu beschleunigen.
 
 

Karlsruhe: Bienen und Streuobstwiesen
Honigbiene © Matthias Hangst
 
Karlsruhe: Bienen und Streuobstwiesen
Stadt Karlsruhe unterst√ľtzt Projekt von Sch√ľlerakademie und Lions-Club

Wie funktioniert ein Bienenstaat, wie produzieren Bienen Honig, warum sind Streuobstwiesen so wichtig und wie werden die Wiesen gepflegt? Mit diesen und vielen weiteren Fragen besch√§ftigt sich das neue Projekt der Sch√ľlerakademie Karlsruhe und des Lions-Clubs Karlsruhe-Baden. Hierf√ľr hat der Lions-Club eine Streuobstwiese gepachtet und die Patenschaft f√ľr weitere Fl√§chen √ľbernommen. Die Fachberaterin f√ľr Obst- und Gartenbau des st√§dtischen Liegenschaftsamtes, Nele Kemper, unterst√ľtzt die Baum- und Wiesenpflege mit Rat und Tat. Des Weiteren ber√§t Thomas Mederer von der P√§dagogischen Hochschule zum Thema Bienen und Imkerei.

Das Projekt, f√ľr das die Kinder und Jugendlichen bei vielen Exkursionen drau√üen in der freien Natur unterwegs sind, m√∂chte das Verst√§ndnis f√ľr zwei wichtige Themenbereiche wecken. Zum einen geht es um die Bedeutung der Bienen und um die faszinierende Welt eines Bienenstaats. Hier ernten die Teilnehmenden ihren eigenen Honig und lernen die Arbeit der Imker kennen. Au√üerdem soll die Dunkle Europ√§ische Biene auf den Streuobstwiesen kultiviert werden. Dieser "Urtyp" der Honigbienen ist in Deutschland kaum noch anzutreffen.

Zweiter Bestandteil sind die Streuobstwiesen, welche als Biotopraum inzwischen sogar in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurden. Die Kinder und Jugendlichen lernen nicht nur die gro√üe Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren kennen, sondern k√ľmmern sich aktiv um Pflege und Erhalt dieses einzigartigen Lebensraums. Dazu geh√∂ren M√§harbeiten ebenso wie der Obstbaumschnitt - und nat√ľrlich die Apfelente im Herbst. Aus den selbst geernteten Fr√ľchten wird Apfel-Ingwer-Saft hergestellt und zusammen mit dem Honig im Sp√§tjahr vermarktet. Der Erl√∂s flie√üt in das Projekt und andere soziale Aktivit√§ten des Lions-Clubs.
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Gew√§sserausbau zur Hochwasserfreiheit f√ľr den Neubaustadtteil Dietenbach
ECOtrinova e.V. ans Regierungspräsidium Freiburg:
Nicht zustimmen, denn die Planrechtfertigung besteht nicht!

In der Drucksache G-21/123 der Stadt Freiburg i.Br. vom 2.6.2021 zur Beratung u.a. nicht√∂ffentlich am 21.6.2021 im Haupt- und Finanzausschuss der Stadt und am 29.6.2021 zum Beschluss durch den Gemeinderat ist auf S. 3 zu entnehmen, dass laut Stadt das Regierungspr√§sidium dem Planfeststel¬≠lungsbeschluss zum Gew√§sserausbau des Dietenbachs im geplanten Neubaustadtteil Dietenbach zustimmen w√ľrde (zwecks zwingend erforderlicher Hochwasserfreiheit des geplanten Neubausgebiets).

Wir halten das f√ľr nicht rechtm√§√üig, weil die n√∂tige Planrechtfertigung nicht besteht. Man stelle sich vor, der Gew√§sserumbau w√ľrde in dem gesetzlich gesch√ľtzten Biotop des Dietenbachs mit schwersten Eingriffen auch ins Grundwasser, mit Br√ľckenbauten, und etlichen Baumrodungen usw. verwirklicht und der Neubaustadtteil k√§me nicht.

Deswegen hat ECOtrinova e.V. dem Regierungspräsidium heute dazu mitgeteilt:

Die Planrechtfertigung besteht nicht, weil es ist nicht sicher ist, ob der Neubaustadtteil √ľberhaupt gebaut wird. Dazu der gemeinn√ľtzige Freiburger Verein ECOtrinova e.V. :

1* Es bestehen erhebliche Zweifel an der Finanzierbarkeit und an der Tragf√§higkeit der schon bekann¬≠ten gro√üen finanziellen und vom Gemeinderat beschlossenen Defizite durch den Neubaustadtteil von √ľber 100 Mio. Euro. Das Defizit w√§chst laufend durch Teuerung und durch dem Kernhaushalt zugeord¬≠nete/ zuzuordnende Abschreibungen, die √ľber mehrere Jahrzehnte laufen. Die voraussichtlichen abzu¬≠schreibenden Investitionen f√ľr die Erschlie√üung d√ľrften sich der Marke 1 Mrd. Euro n√§hern. Aus aktu¬≠eller Sicht (Kofi 2.2.2021) w√ľrde die Verschuldung der Stadt durch Dietenbach ihr Maximum mit 300 Mio ‚ā¨ in 2031erreichen.

2* Es ist unklar, ob das derzeitige Konstrukt mit der Sparkassengesellschaft ‚ÄěEntwicklungs¬≠ma√ü¬≠nahme Dietenbach GmbH& Co KG‚Äú (EMD) finanziell tr√§gt. Jedenfalls ist im Zusammenhang mit den Kauf- und Optionsvertr√§gen mit den verkaufenden Landeigent√ľmern ausdr√ľcklich vermerkt, dass Wirt¬≠schaftlich¬≠keit f√ľr die Seite der EMD nicht gew√§hrleistet sei (Stand 2018 bis 2020). Im √úbrigen beh√§lt sich die EMD lt. obigen Vertr√§gen vor, ggf. erst Ende 2022 oder sp√§testens Ende 2024 zu entscheiden, ob sie beim Projekt Neubaustadtteil Dietenbach tats√§chlich dabei bleibt.

3* Der Bedarf f√ľr die Planfeststellung, f√ľr die Planrechtfertigung und f√ľr den Neubaustadtteil liegt nicht vor, (...) Denn beim ma√ügeblichen Zeitpunkt f√ľr einen Planfeststellungs¬≠beschluss sind auch die neueren Einwohner-Vorausberech¬≠nungen der Stadt selber (...) und des Statisti¬≠schen Landesamtes relevant: Letzteres nennt f√ľr die Hauptvariante ab ca. 2025 bis 2035 nur noch typisch plus 80 Einwohner pro Jahr. Die zu oft √ľbersehene Nebenvariante nennt ab etwa 2025 deutlich r√ľck¬≠l√§ufige Zahlen. Die Notwendigkeit des Neubaustadtteils ist auch widerlegt (...) im Verh√§ltnis zu weiteren Neubaugebieten und Alternativen in Freiburg.

Durch die eindeutige Kopplung des Neubaustadtteils mit dem Gew√§sserumbau, siehe u.a. die Bekannt¬≠machung zum Gew√§sserumbau ‚Äď spielt die (Nicht-)Notwendigkeitsfrage im Sinne der Planrechtfertigung - eine mitentscheidende Rolle. Ein nicht notwendiger Neubaustadtteil in Dietenbach kann nicht im √ľberwiegenden √∂ffentlichen Interesse liegen, auch nicht der mit dem Neubaustadtteil verkn√ľpfte Antrag auf Planfeststellung auf Gew√§sserausbau bzw. der Gew√§sserausbau selber.

4* Es l√§uft ein Normelkontrollverfahren gegen die st√§dtebauliche Entwicklungsma√ünahme (SEM) Neubau¬≠stadtteil Dietenbach. Bevor das nicht mit Rechtskraft abgeschlossen ist, geht ein zuvoriger Planfeststellungsbeschluss fehl, erst recht ein tats√§chlich durchgef√ľhrter Gew√§sserumbau.

5* Beim Gew√§sserumbau Dietenbach handelt es sich um zu schwere Eingriffe in ein gesetzlich gesch√ľtztes Biotop (Bach, Auwaldgalerie) mit benachbarten gesch√ľtzten Flachlandm√§h¬≠wiesen.

6* Die Bauma√ünahmen w√ľrden zu stark in den Bach und in das zeitweise sehr oberfl√§chennahe Grundwasser eingreifen, etwa mit zeitweiser Bachumlegung, Spundw√§nden, Tiefgr√ľndungen im Grundwasser, Grundwasserabpumpen, Risiko wassergef√§hrdender Stoffe.

Das Plangebiet ist als Teil eines großflächigen Trinkwasserschutzgebiets vorgesehen. Der Verordnungsentwurf liegt unverständlicherweise erst seit Juni 2021 als Bekanntmachung vor, was lt. Umweltbericht zum 24.7.2018 zur SEM schon 2017 vorgesehen war.

Auch schrittweise Verschlechterungen des Grundwassers sind strafbar laut‚ÄěWiss. Dienste Deutscher Bundestag: 22.5.2019 WD 8 - 3000 - 057/19

Das Fazit von ECOtrinova e.V.: Der Planfeststellungsbeschluss und die Zustimmung des Regierungs­präsidiums wären unrechtmäßig, solange keine Planrechtfertigung besteht.
 
 

 
Lebensmittelkennzeichnung: Was hinter dem Nutri-Score steckt
Immer mehr Anbieter kennzeichnen ihre Eigenmarken mit dem Nutri-Score ‚Äď bislang beispielsweise Aldi, Rewe oder Lidl. Die Anbieter drucken ihn auf die Frontseite ihrer Produkte, damit Kunden auf einen Blick die N√§hrwerteigenschaften erfassen. Die Lebensmittelexperten der Stiftung Warentest ÔĽŅerl√§utern auf test.de, wie die Lebensmittelampel berechnet wird und was die Vor- und Nachteile dieser Kennzeichnung sind.

F√ľr die ern√§hrungsphysiologische Einordnung von Lebensmitteln verrechnen die Anbieter g√ľnstige und ung√ľnstige N√§hrstoffe. Negativ zu Buche schlagen ein hoher Energiegehalt, Zucker, ges√§ttigte Fetts√§uren und der Salzbestandanteil Natrium. Daf√ľr gibt es jeweils eine bestimmte Punktzahl ‚Äď von 0 (optimal) bis 40 (schlecht). F√ľr vorteilhafte Ballaststoffe, Eiwei√ü, Obst, Gem√ľse und N√ľsse werden wieder Punkte abgezogen ‚Äď von 0 (nichts vorhanden) bis 15 (viel vorhandene N√§hrstoffe). Je niedriger das Gesamtergebnis, desto besser. Es bestimmt, welcher Buchstabe hervorgehoben wird.

Der Nutri-Score ordnet den ern√§hrungsphysiologischen Wert eines Lebensmittels verst√§ndlicher und schneller ein als die gesetzlichen Kennzeichnungspflichten. Der Nachteil: Manche positiven Eigenschaften wie Omega-3-Fetts√§uren und Vitamine flie√üen nicht in die Bewertung ein. Der Nutri-Score gibt auch keinen √úberblick √ľber den gesamten N√§hrstoffgehalt und die Kennzeichnung wird einigen nicht verarbeiteten Lebensmitteln nicht gerecht. Ein Label wie der Nutri-Score eignet sich daher vor allem f√ľr komplex zusammengesetzte und stark verarbeitete Lebensmittel.

Der Artikel zum Nutri-Score findet sich online ...
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50 Jahre Atomprotest: Kein AKW in Breisach
(c) mitwelt.org
 
50 Jahre Atomprotest: Kein AKW in Breisach
‚ÄěKann der Fl√ľgelschlag eines Schmetterlings in Brasilien einen Tornado in Texas ausl√∂sen? Konnte der 50 Jahre zur√ľckliegende Antrag eines Energieversorgungsunternehmens einen Machtwechsel in Baden-W√ľrttemberg (mit)bewirken und einen wichtigen Impuls f√ľr eine neue, globale Umweltbewegung geben?‚Äú

Die Chaostheorie gibt Antwort auf diese Fragen. Am 2. Juni 1971 stellte das damalige baden-w√ľrttembergische Energieversorgungsunternehmen, die Badenwerk AG, einen folgenschweren Antrag bei der zust√§ndigen Genehmigungsbeh√∂rde des Landes. In Breisach am Rhein sollte ein Atomkraftwerk mit vier Reaktorbl√∂cken und insgesamt 5200 Megawatt Leistung gebaut werden. In Breisach begann damals der erfolgreiche badische Umwelt- und Atom-Protest, der sich sp√§ter in Wyhl verst√§rkte und die Energiepolitik und ganz Deutschland ver√§ndern sollte.

Weder die Antragsteller noch die damalige Landesregierung hatten in dieser l√§ndlichen, konservativen, von satten CDU-Mehrheiten und vom Weinbau gepr√§gten Region mit Protest oder gar ernstzunehmendem Widerstand gerechnet. Doch schnell gr√ľndeten sich B√ľrgerinitiativen am Kaiserstuhl und Unterst√ľtzergruppen in Freiburg. Flugbl√§tter wurden verteilt, Infoveranstaltungen durchgef√ľhrt, 65.000 Unterschriften gesammelt und gro√üe Demos organisiert. Der fr√ľhe, immer auch grenz√ľberschreitende Protest am Oberrhein stand mit am Anfang einer erwachenden weltweiten Umweltbewegung. Es war eine Zeit, in der in Deutschland Kinder durch Luftverschmutzung erkrankten und Asbest-Gefahren verharmlost wurden. Fl√ľsse waren damals stinkende Kloaken. DDT vergiftete Mensch und Natur und es war Praxis, schweizer Atomm√ľll im Meer zu versenken.
Es war die Zeit, in der aus ‚ÄěNur-Naturschutzverb√§nden‚Äú politische "Umwelt- und Naturschutzorganisationen‚Äú wurden. Neue Verb√§nde entstanden, wie die 1970 gegr√ľndete "Aktion Umweltschutz‚Äú, aus der sp√§ter der BUND-Regionalverband S√ľdlicher Oberrhein wurde.

Um das Atom-Projekt zu retten, wurde 1973 der Standort weg vom Kaiserstuhl, in den kleinen, nahe gelegenen Ort Wyhl verlegt. Doch aus dem Breisacher ‚ÄěFl√ľgelschlag‚Äú war l√§ngst ein Sturm geworden. Ein Sturm, der -zuerst im els√§ssischen Marckolsheim mit der weltweit ersten √∂kologisch begr√ľndeten Bauplatzbesetzung- ein extrem luftverschmutzendes Bleiwerk verhinderte und dann im massiven, erfolgreichen, AKW-Wyhl-Protest weiter ging.

Das vor einem halben Jahrhundert geplante AKW Breisach war politisch nicht durchsetzbar. Nicht die m√§chtigen Energiekonzerne und ihre Lobbyisten in der Politik haben sich durchgesetzt, sondern die Menschen. Der Protest stand mit am Anfang einer neuen, regionalen und gleichzeitig weltweit erwachenden Umweltbewegung. Das damalige Nein zur Atomkraft und zur Umweltverschmutzung war ein fr√ľhes Ja zu zukunftsf√§higen Energien und zur Nachhaltigkeit. In Breisach und am Kaiserstuhl wurde vor 50 Jahren Geschichte geschrieben. Es war ein gesellschaftlicher Kipppunkt, eine Zeit des Umbruchs in der weltweit viele Schmetterlinge mit den Fl√ľgeln schlugen und eine Zeit des Wandels ausl√∂sten. Wichtige Ver√§nderungen begannen, die heute, im Zeitalter des Anthropoz√§n, einer Zeit des √úberkonsums, der Artenausrottung und der Klimakatastrophe immer noch ganz am Anfang stehen.

Axel Mayer, Mitwelt am Oberrhein, (Alt-) BUND-Gesch√§ftsf√ľhrer und Bauplatzbesetzer in Marckolsheim und Wyhl
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VAG bestellt acht weitere Urbos 100
(c) VAG
 
VAG bestellt acht weitere Urbos 100
Den Kaufvertrag √ľber acht weitere Fahrzeuge des Typs ‚ÄěUrbos 100‚Äú haben die Vorst√§nde der Freiburger Verkehrs AG (VAG) und der spanischen Herstellerfirma CAF (Construcciones y Auxiliar de Ferrocarriles) unterschrieben. Damit hat die VAG eine Option gezogen, die im 2017 geschlossenen Kaufvertrag der j√ľngst gelieferten neuen f√ľnf Fahrzeuge enthalten war. Nach heutigem Kenntnisstand werden die Neuzug√§nge im Zeitraum September 2023 bis April 2024 erwartet.

‚ÄěDie Erneuerung des Fuhrparks ist eine kontinuierliche Aufgabe, denn die technische Entwicklung und die Anforderungen an die Barrierefreiheit machen auch vor Stra√üenbahnfahrzeugen nicht halt,‚Äú sagt VAG Vorstand Stephan Bartosch. ‚ÄěDie acht neuen Stadtbahnwagen werden zumeist Fahrzeuge des Typs GT8N ersetzen, die seit 1990/91 bei uns im Einsatz sind und den Fuhrpark etwas erweitern, um den wachsenden Bedarfen gerecht zu werden‚Äú. Die GT8N waren Anfang der neunziger Jahre einzigartig, da sie die ersten Stra√üenbahnen in Freiburg waren, die √ľber ein Niederflurabteil verf√ľgten und damit den langen Weg hin zu gr√∂√ütm√∂glicher Barrierefreiheit einl√§uteten. ‚ÄěDie GT8N, die wir dann in etwa zwei Jahren au√üer Dienst stellen haben gute Arbeit geleistet und werden dann jeweils so um die 1,7 Millionen Kilometer gefahren sein ‚Äď also jeder einzelne mehr als 40 Mal rund um den √Ąquator!‚Äú

Im Vergleich zu den dann ausgemusterten Stadtbahnwagen sind die Urbos rund neun Meter l√§nger. ‚ÄěDer Einsatz l√§ngerer Fahrzeuge ist eine M√∂glichkeit, die Kapazit√§t auf der Strecke zu erh√∂hen. Das bedeutet, dass jeder Fahrgast ein wenig mehr Platz im Fahrzeug hat bzw. bei gleicher Taktfrequenz prinzipiell mehr Fahrg√§ste bef√∂rdert werden k√∂nnen,‚Äú sagt VAG Vorstand Oliver Benz. ‚ÄěEin weiterer, gro√üer Vorteil f√ľr die Kundinnen und Kunden ist, dass die neuen Bahnen komplett niederflurig sind und √ľber gro√üe Aufstellfl√§chen f√ľr Kinderwagen, Rollst√ľhle und Rollatoren sowie eine gute Bel√ľftung und Klimatisierung verf√ľgen.‚Äú

‚ÄěAls wir den ersten Vertrag f√ľr die Lieferung von 12 Stra√üenbahnen mit der VAG vor 8 Jahren unterzeichnet haben, waren wir sehr gl√ľcklich, unsere l√§chelnde Stra√üenbahn in der gr√ľnen Stadt Freiburg platzieren zu d√ľrfen. In der Zwischenzeit ist unser Urbos 100 Teil des Freiburger Stadtzentrums geworden, und mit dieser Option wird die Urbos Flotte auf 25 Fahrzeuge erweitert. Wir m√∂chten uns f√ľr das entgegengebrachte Vertrauen bedanken, das die VAG und die Stadt Freiburg in unser Produkt und unsere Firma setzt.‚Äú f√ľgt Marcus Br√ľning, Direktor CAF Deutschland GmbH, hinzu.

Die jetzt bestellten Fahrzeuge werden sich nur in Details von den mittlerweile 17 bereits im Einsatz befindlichen unterscheiden.

zum Bild oben:
von links: VAG Betriebsleiter Johannes Waibel, VAG Vorstand Stephan Bartosch, Marcus Br√ľning, Direktor CAF Deutschland GmbH und VAG Vorstand Oliver Benz.
(c) VAG
 
 

Messe Freiburg: Ladem√∂glichkeiten f√ľr Elektrofahrzeuge
Messe Freiburg: Ladesäulen (c) FWTM
 
Messe Freiburg: Ladem√∂glichkeiten f√ľr Elektrofahrzeuge
Ab sofort k√∂nnen die Besucherinnen und Besucher der Messe Freiburg, die von der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM) betrieben wird, ihre Elektrofahrzeuge an insgesamt zehn Ladepunkten ‚Äěauftanken‚Äú. Auf dem im vergangenen Jahr neu gestalteten, barrierefreien Parkplatz wurden f√ľnf Lades√§ulen mit jeweils zwei Ladepunkten installiert. Insgesamt hat die FWTM 55.000 Euro in den Bau der Ladeinfrastruktur investiert. Betreiber der Lades√§ulen ist die Firma LEISINGER Deutschland GmbH mit dem Gesch√§ftsfeld INVENTION2GO¬© aus Neuenburg am Rhein. Mit der Bereitstellung von zehn neuen Ladepunkten wird die FWTM ihrem Anspruch einer konsequenten nachhaltigen Ausrichtung gerecht und leistet einen wichtigen Beitrag zu den Freiburger Nachhaltigkeitszielen.

Die Ladepunkte k√∂nnen w√§hrend der Dauer des Besuchs der Messe Freiburg genutzt werden. Insgesamt k√∂nnen bis zu zehn Fahrzeuge gleichzeitig geladen werden. Die Abrechnung erfolgt losgel√∂st von der bei Veranstaltungen zu entrichtenden Parkgeb√ľhr √ľber separate Bezahlsysteme. Die Nutzerinnen und Nutzer haben dabei zwei M√∂glichkeiten: Zum einen kann der Ladevorgang √ľber die Direct Payment-Funktion, also eine direkte Zahlung, erfolgen, bei der keine vorherige Registrierung erforderlich ist. Es muss lediglich der auf der Lades√§ule befestigte QR-Code mit dem Smartphone gescannt werden. Zum anderen k√∂nnen Kunden sogenannter e-Roaming-Plattformen die Lades√§ulen √ľber eine Schnittstelle nutzen. Hier wird der Ladevorgang mittels RFID-Ladekarte oder Smartphone-App aktiviert. Die Ladeleistung betr√§gt pro Ladepunkt bis zu 22 kW.

Bei dem von INVENTION2GO¬© bereitgestellten Ladestromhandelt es sich zu 100 Prozent um √Ėkostrom. Das Unternehmen bietet als f√ľhrender Beratungs- und Servicedienstleister im Bereich der E-Mobilit√§t umfangreiche Dienstleistungen zur Ladeinfrastruktur an. Die technische Wartung der Lades√§ulen auf dem Messe-Parkplatz sowie die Bereitstellung und Abrechnung des Ladestroms erfolgen √ľber INVENTION2GO¬©. Bei technischen Problemen steht den Nutzerinnen und Nutzern der Lades√§ulen 24 Stunden t√§glich eine Servicerufnummer zur Verf√ľgung.

Die Installation der Lades√§ulen stellt f√ľr die FWTM einen weiteren wichtigen Baustein zur Erreichung des Ziels der Klimaneutralit√§t dar. Neben der Nutzung der industriellen, CO2-neutralen Abw√§rme der in der Nachbarschaft ans√§ssigen Cerdia GmbH, einem nachhaltigen Veranstaltungsmanagement oder der Veranstaltung von Fachmessen zu Themen der √∂kologischen Nachhaltigkeit kann die FWTM nun auch der steigenden Nachfrage der Besucherinnen und Besucher nach Ladem√∂glichkeiten f√ľr Elektrofahrzeuge nachkommen. Zusammen mit dem MICE-Veranstaltungsticket, das in Kooperation mit der Deutschen Bahn angeboten wird, und dem RVF-Ticket, das bei allen Eigenmessen und den meisten konzertanten Gastveranstaltungen im Eintrittspreis enthalten ist, runden die Lades√§ulen das nachhaltige Mobilit√§tsangebot der Messe Freiburg ab.
 
 

 
Freiburg: Frelo wird zwei und wächst weiter
‚ÄěNach zwei Jahren muss niemand mehr von der Notwendigkeit eines Fahrradverleihsystems in Freiburg √ľberzeugt werden. Die Zahlen und das best√§ndige Wachstum von Frelo sprechen f√ľr sich,‚Äú sagt VAG Vorstand Oliver Benz anl√§sslich des zweiten Geburtstags des Angebots der Freiburger Verkehrs AG und von nextbike. Seit dem 17. Mai 2019 wurden die rotwei√üen R√§der schon rund 535.000 Mal ausgeliehen. Etwa 28.300 Nutzerinnen und Nutzer sind f√ľr das Verleihsystem registriert. Und auch die Pandemie konnte Frelo keinen nachhaltigen D√§mpfer verpassen: Von Januar bis Mitte Mai wurden in diesem Jahr bereits 75.000 Fahrten registriert, davon 24.500 im April.
‚ÄěDer Erfolg von Frelo spiegelt sich auch in der stetigen Erweiterung wieder. Die Zahl der Stationen ‚Äď auch am Tuniberg ‚Äď ist ebenso gewachsen wie Anzahl der verf√ľgbaren R√§der. Und seit einigen Wochen ist das System durch LastenFrelos noch ausgebaut worden,‚Äú sagt VAG Vorstand Stephan Bartosch. Tats√§chlich werden die Lastenfahrr√§der gut angenommen. Im ersten Monat wurden die 20 verf√ľgbaren Cargo-Bikes bereits 620 Mal ausgeliehen. ‚ÄěDas ist sehr erfreulich. Ich bin von den Ausleihzahlen zum Start begeistert,‚Äú sagt Onur Semerci von nextbike.
Im Laufe des Sommers werden die Probestationen in den Tuniberg-Ortschaften und in Hochdorf in feste Stationen mit Andockpl√§tzen und Stationsschild umgewandelt. Und weitere zus√§tzliche Frelo-Stationen sind bereits projektiert. Die Planungen hierf√ľr sind bei VAG, Garten- und Tiefbauamt und nextbike l√§ngst angelaufen.

Die StuSie hat die Nase vorn
Die Top-Ausleih- und R√ľckgabestationen sind √ľbrigens weitgehend deckungsgleich. In beiden F√§llen hat die Station bei der Studentensiedlung die Nase vorn. Danach folgen der Hauptbahnhof und das Studentendorf Vauban. Aber auch der Europaplatz, die H√§ndelstra√üe und die Station Ecke Berliner Alle / Breisacher Stra√üe sind stark frequentiert.
Die Kosten f√ľr das von der VAG mit dem Kooperationspartner nextbike betriebene Fahrradverleihsystem liegen ‚Äď auch mit allen Erweiterungen ‚Äď innerhalb des vom Gemeinderat bewilligten Kostenrahmens von 300.000 Euro im Jahr.
Vielfahrer gesucht
Zur Feier des Tages sucht Frelo jene Person, die seit Systemstart am 17. Mai 2019 am meisten Frelo gefahren ist. Dabei z√§hlt die Anzahl einzelner Fahrten in einem Frelo-Kundenkonto. Um an die Daten zu kommen loggt man sich unter www.frelo-freiburg.de in seinem Kundenkonto ein. Beim Reiter ‚ÄěKontostand‚Äú sind unter ‚ÄěTransaktionen‚Äú dann alle Fahrten aufgelistet. Die Anzahl der Fahrten sowie der Vor- und Nachname und die Telefonnummer, unter der man registriert ist schickt man dann an frelo@vagfr.de oder teilt sie alternativ √ľber Social Media mit.*) Einsendeschluss ist der 31. Mai 2021. Die Gewinnerin oder der Gewinner erh√§lt einen Tag Freifahrt mit einem LastenFrelo inklusive einem gut gef√ľllten Picknickkorb.
*) Hinweise zum Datenschutz: Durch die Teilnahme an der Geburtstagsaktion, erkl√§rt man sich damit einverstanden, dass die VAG die Angaben zu den Frelo-Fahrten √ľberpr√ľfen kann
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