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Verschiedenes

Bitte keine Fake-News vom Landwirtschaftsamt auf der Landesgartenschau
 
Bitte keine Fake-News vom Landwirtschaftsamt auf der Landesgartenschau
Brief an den Landrat des Landkreises Ortenau

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Herrn Landrat Frank Scherer
Landratsamt
BadstraĂźe 20
77652 Offenburg
2.8.18


Bitte keine Fake-News vom Landwirtschaftsamt auf der Landesgartenschau

Sehr geehrter Herr Landrat Scherer,

Peter Steiert, ein BUND-Aktiver aus Herbolzheim, hat uns im Sommer 2018 zwei Bilder von der Landesgartenschau in Lahr geschickt. Sie zeigen Schilder vor einem Maisfeld, auf denen behauptet wird, Mais böte bedrohten Arten einen geschützten Lebensraum.

Auf den Schildern stehen als Beispiele für Tiere im „Lebensraum Mais“ u.a. das Rebhuhn, der Fasan, der Storch und der Mäusebussard. Nach unsererem Wissen kann sich in extremen Ausnahmefällen auch einmal ein Triel ins Maisfeld verirren, ansonsten leben im Mais aber hauptsächlich der Maiswurzelbohrer, der Maiszünsler und das Wildschwein.

Wir dachten, dass diese extrem einseitigen Schilder von einer Mais-Werbeagentur stammen. Doch Ortenauer Medien berichteten, dass das Landwirtschaftsamt Ortenau „Ausstellungsmacher“ und damit verantwortlich für die Plakate sei. Herr Schulze verteidigte in dem Artikel als Leiter des Landwirtschaftsamtes die Ausstellung damit, dass Mais eine wichtige Hauptkultur im Ortenaukreis und im Rheingraben sei.

Die extrem einseitigen Mais-Werbeschilder lenken nach BUND-Ansicht gezielt von den vielfältigen Problemen ab, die der Maisanbau mit sich bringt.

Der zunehmende Maisanbau gerade auch am Oberrhein und der mit der Monokultur verbundene Gift- und Düngemitteleinsatz führt zu massiven Problemen für Natur und Umwelt. Vogelarten wie Feldlerche, Wachtel, Grauammer und selbst die noch häufige Goldammer können auf den Maisflächen kaum Nahrung finden. Durch die Bekämpfung der Unkräuter im Mais und am Rand der Äcker geht auch die Deckung für Nester verloren. Bodenbrüter wie Kiebitze oder Schafstelzen kommen mit den meterhohen dichtstehenden Maisäckern nicht zurecht und sterben ab einer gewissen Dichte an Maisflächen bei gleichzeitiger Abwesenheit von Bracheflächen einfach aus. Maisäcker erobern Standorte, die traditionell als Wiesen genutzt wurden, aktuell besonders häufig in der Vorbergzone. Weil er sehr spät aufläuft, benötigt Mais Unterstützung gegen Beikräuter, die bereits früher heranwachsen. Die bekommt er (außer im Bio-Anbau, wo mechanisch gearbeitet wird) durch Boden-Herbizide. Das hauptsächlich im Maisanbau eingesetzte und seit über 20 Jahren verbotene Atrazin ist immer noch im Grundwasser nachweisbar und auch modernere Herbizide werden häufig im Grund- und Trinkwasser nachgewiesen.

Mais produziert in kurzer Zeit sehr viel Biomasse und braucht dafür sehr viel Stickstoff. Obwohl Mais viel Stickstoff aufnehmen kann, geht bei der Düngung im Kies der Rheinebene viel verloren bzw. wird ausgespült. Die Nitrat-Berichte des Landwirtschaftsministeriums zeigen, dass Mais zu den Kulturen mit den höchsten Nitratgehalten im Boden/Grundwasser gehört.

Enge Fruchtfolgen mit häufigem Maisanbau, insbesondere der jahrelange Anbau von Mais nach Mais, fördert Schadinsekten wie Maiszünsler und in jüngster Zeit auch den eingeführten Maiswurzelbohrer. Die Folge ist der Einsatz von Insektiziden (als Spritz- oder Beizmittel) mit teilweise katastrophalen Folgen für die Begleitfauna und Insekten.

Umweltfreundlich angebauter Mais hat auch nach BUND-Ansicht in der Landwirtschaft des Ortenaukreises einen wichtigen Platz. Wir kritisieren die Auswüchse und die zunehmende Vermaisung sowie den Versuch, die Probleme beim Maisanbau mit grünwaschenden Plakaten auf der Landesgartenschau schönzufärben.
Gerade weil Mais eine wichtige Hauptkultur im Ortenaukreis und im Rheingraben ist, sollte eine zur Objektivität verpflichtete Behörde die Möglichkeiten die Vorteile des Maisanbaus für die Erzeuger und Nachteile für die Artenvielfalt und das Grundwasser klug und differenziert darstellen.

Wir bitten Sie, Herr Landrat, deshalb, die bisherigen Schilder durch Informationen ersetzen zu lassen, die Pro und Contra objektiv darstellen.

Mit freundlichen GrĂĽĂźen

Axel Mayer, BUND-Regionalverband SĂĽdlicher Oberrhein
Petra Rumpel, BUND Kreisverband Ortenau
 
 

Karlsruhe: Tierisch was los am Affenplätzle im Oberwald
"Tierische" Sitzgruppe / Foto: Forstamt Stadt Karlsruhe
 
Karlsruhe: Tierisch was los am Affenplätzle im Oberwald
Attraktive Sitzgruppe mit Tierfiguren beim Waldspielplatz / Motorsägenwettbewerb

Der Waldspielplatz im Oberwald in der Nähe des Tierparks ist um eine Sitzgruppe erweitert worden. Ein aus einem Holzstamm herausgearbeiteter Wal und ein ebenso aus Holz gearbeiteter Adler zieren die Sitzbänke an den Längsseiten des hölzernen Tisches. Ganz in der Nähe wacht ein lebensgroßer Gorilla, ob weitere Tiere das Affenplätzle besuchen wollen. Die Sitzgruppe hat der städtische Forstwirt Michael Maurer entworfen und mit Unterstützung von Forstwirt-Kollegen und Auszubildenden gebaut.

Motorsägenwettbewerb

Das Forstamt veranstaltet in Verbindung mit dem Familientag im Tierpark Oberwald vom 14. bis 16. September in der Nähe des Affenplätzles außerdem einen Motorsägen-Wettbewerb, bei dem sechs Motorsägenkünstler weitere Holz-Figuren kreieren. Eine der Aufgaben wird die Gestaltung eines Luchses sein, der dann später das neue Luchsgehege im Zoo am Lauterberg verschönern soll.

zum Bild oben:
Eine attraktive Sitzgruppe mit Tierfiguren ist beim Waldspielplatz am Affenplätzle im Oberwald entstanden / Foto: Forstamt Stadt Karlsruhe
 
 

 
Karlsruhe: Grillstellen im Hardtwald wegen Brandgefahr geschlossen
Grills und offene Feuer verboten

Wegen der anhaltenden Hitze und Trockenheit sowie der daraus resultierenden extrem hohen Waldbrandgefahr untersagt das Forstamt mit sofortiger Wirkung die Nutzung der Feuerstellen an den eingerichteten Grillplätzen im Hardtwald. Betroffen von der Schließung ist der Grillplatz an der L 604 zwischen Waldstadt und Eggenstein sowie der Grillplatz "Lager" in der Nähe des Gartencenter Heckert an der Linkenheimer Allee. Auch die Nutzung mitgebrachter Grills oder offene Feuer sind verboten.

Durch die hohen Anteile der Kiefern ist der Hardtwald in besonderem Maße durch Waldbrände gefährdet. Vorläufig noch geöffnet bleiben die beiden Grillplätze im Oberwald und der Grillplatz an der Tiefentalstraße. Der umgebende Laubwald ist derzeit noch in einer geringeren Waldbrandstufe eingeordnet als der Hardtwald.

Das Forstamt bittet zudem eindringlich darum, das grundsätzlich vom 1. März bis 31. Oktober geltende Rauchverbot im Wald unbedingt zu beachten. Auch wildes Grillen ist im Wald grundsätzlich verboten. Diese Regelung gilt auch im Fasanengarten zwischen KIT Campus Süd und Wildparkstadion.

Das Rauch- und Grillverbot wird in den nächsten Tagen verstärkt überwacht. Verstöße werden gemäß § 83 Abs. 1 und 2 Landeswaldgesetz als Ordnungswidrigkeit geahndet.
 
 

 
Ă–KO-TEST: Augencremes
Mit der Faust aufs Auge

Augencremes sollen bei Fältchen, Krähenfüßen, Tränensäcken und Augenringen helfen. Das ÖKO-TEST-Magazin wollte in der aktuellen August-Ausgabe wissen: Wirken die Produkte tatsächlich oder schaden sie am Ende mehr, als sie nutzen? Das Resümee: Belegen können die Hersteller ihre Aussagen nicht. Und ein Produkt enthält einen Schadstoff, der nicht nur Schleimhäute reizen und Allergien auslösen kann, sondern auch die Haut schneller altern lässt.

ÖKO-TEST hat 21 Augencremes aus Drogerien, dem Onlinehandel und Apotheken ins Labor geschickt und unter anderem auf hautreizende Substanzen untersuchen lassen. Außerdem hat das Verbrauchermagazin die Hersteller um Wirksamkeitsbelege für ihre Anti-Aging-Versprechen gebeten. Es zeigte sich, dass den Zeichen von Zeit, Übermüdung und Stress mit Kosmetik kaum etwas entgegenzusetzen ist. Die Studien mögen zwar wissenschaftlich daherkommmen, doch die beschriebenen Veränderungen sind für das bloße Auge kaum wahrnehmbar.

Dass eine Wirkung gegen Fältchen, Augenringe und Tränensäcke kaum über die einer herkömmlichen Creme hinausgeht, macht eine Augencreme aber nicht zu einem schlechten Pflegeprodukt. Problematisch wird es, wenn die Produkte Substanzen enthalten, die zu Hautreizungen führen können. Das ist, so ÖKO-TEST, bei einigen Produkten der Fall. Besonders absurd: In einer Augencreme steckt ein Konservierungsstoff, der Formaldehyd freisetzt. Dieser krebsverdächtige Stoff kann schon in geringen Mengen Schleimhäute reizen und Allergien auslösen. Zudem lässt Formaldehyd die Haut schneller altern.

Dazu kommt, dass einige Cremes Duftstoffe beinhalten, die nicht nur Allergien auslösen können wie Hydroxycitronellal, sondern auch als fortpflanzungsgefährdend gelten wie Lilal. ÖKO-TEST rät deshalb allen, die zu Allergien neigen, unparfümierte Cremes zu kaufen.

Welche Augencremes Sie getrost verwenden können, lesen Sie unter www.oekotest.de und im aktuellen ÖKO-TEST-Magazin. Das ÖKO-TEST-Magazin August 2018 gibt es seit dem 26. Juli 2018 im Zeitschriftenhandel.
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NABU: So fühlen sich Fledermäuse im Garten wohl
GroĂźer Abendsegler / Foto: Eckhard Grimmberger, nabu
 
NABU: So fühlen sich Fledermäuse im Garten wohl
Gewöhnliches Leimkraut und Wegwarte locken die nächtlichen Flugkünstler herbei

Berlin – Wenn es im Sommer dämmrig wird, kann man sie lautlos durch die Luft schießen sehen: Fledermäuse auf der Jagd nach Insekten. 25 Fledermausarten sind in Deutschland heimisch, doch die Schönen der Nacht sind bedroht, weil sie unter Wohnungs- und Nahrungsnot leiden. Die intensive Landwirtschaft, Gebäudesanierungen und der Insektenschwund machen ihnen das Leben schwer. Der NABU gibt Tipps, wie Hobbygärtner Fledermäuse in ihren Garten locken und ihnen Quartiere und Nahrung bieten können.

Der Garten sollte dazu möglichst vielfältig gestaltet sein, etwa mit einer artenreichen Wiese und heimischen Stauden statt englischem Rasen. Statt einer blickdichter Thujahecke sollten heimische Gehölze, wie Holunder und Hundsrose, gepflanzt werden. „Ein solcher Garten ist für Insekten attraktiv und damit auch für Fledermäuse, die von ihnen leben“, sagt NABU-Gartenexpertin Marja Rottleb. „Ein eigenes Fledermausbeet mit nachtblühenden, nektarreichen Blütenpflanzen ist wie ein Feinschmeckerlokal für die Tiere. Diese Pflanzen locken durch ihren intensiven Duft Nachtfalter, die Lieblingsspeise vieler Fledermausarten, an. Dazu zählen beispielsweise das gewöhnliche Leimkraut, Seifenkraut und die Wegwarte.“

Gut für Fledermäuse ist es auch, einen Teich anzulegen. Das Wasser zieht viele Insekten an – und bietet Fledermäusen so einen reich gedeckten Tisch. „Je artenreicher der Garten, desto mehr Insekten tummeln sich dort“, sagt Rottleb. „Ganz wichtig: Verzichten Sie auf Insektizide und andere Gifte.“

Auch bei der Wohnungsnot können Gärtner Fledermäusen helfen. Höhlen in alten Bäumen, alte Keller oder Kartoffelmieten werden gern als Winterquartier genutzt, wenn sie kühl, feucht und frostfrei sind. Wo es das nicht gibt, kann Wohnraum geschaffen werden. „Künstliche Quartiere wie Fledermausbretter oder Flachkästen an Giebelwänden sowie Höhlenkästen werden von den Tieren gerne angenommen“, sagt Sebastian Kolberg, NABU-Fledermausexperte. „Viele Kästen kann man aber auch in Bäumen anbringen. Geeignete Fledermauskästen gibt es im Fachhandel – oder man baut sie einfach selbst.“

Hintergrund:
Die biologische Vielfalt nimmt deutschlandweit seit Jahren dramatisch ab. Um dem etwas entgegen zu setzen, hat der NABU die Kampagne #gönndirgarten für mehr Vielfalt in Deutschlands Gärten gestartet. Der NABU zeigt Hobbygärtnern, wie jeder etwas für die Tier- und Pflanzenwelt tun kann – mit Tipps und Tricks für den eigenen Balkon oder Garten.
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Freiburg: Hohe Brandgefahr
Forstamt bittet dringend darum, offenes Feuer und Rauchen im Wald zu unterlassen

Garten- und Tiefbauamt weist auf Grill- und Feuerverbot in städtischen Grünflächen und Parkanlagen hin

Das städtische Forstamt und das Garten- und Tiefbauamt bitten alle Besucherinnen und Besucher von Stadtwald, Grünflächen und Parkanlagen um erhöhte Vorsicht. Der Deutsche Wetterdienst sagt für die kommenden Tage hohe Waldbrand-Gefahrenstufen voraus.

Regeln im Wald

Außerhalb der ausgewiesenen Grillstellen darf daher auf keinen Fall Feuer entfacht werden. Auf den Grillplätzen sollte darauf geachtet werden, dass kein Funkenflug entsteht und das Feuer beim Verlassen des Grillplatzes richtig gelöscht wird. Dazu bitte einen Kanister Wasser mitführen!

Im Wald ist Rauchen grundsätzlich nicht gestattet. Brandgefahr geht auch von liegen gelassenen Flaschen und Glasscherben aus, oder von Zigarettenkippen, die entlang von Straßen achtlos aus dem Autofenster geworfen werden.

Alle Waldbesucher werden zudem gebeten, die Zufahrtswege in die Wälder nicht mit Fahrzeugen zu blockieren. Pkw dürfen nur auf den ausgewiesenen Parkplätzen abgestellt werden. Die Fahrzeuge sollten nicht über trockenem Bodenbewuchs stehen, da heiße Katalysatoren oder Auspuffteile ihn leicht entzünden können.

Regeln in Parks und Grünflächen

Aufgrund der geringen Niederschläge der letzten Wochen und der derzeitigen Hitzewelle sind sehr viele Rasen- und auch Wiesenflächen vollständig vertrocknet. Auch bei Sträuchern und Baumgruppen besteht eine akute Brandgefahr.

Das Garten- und Tiefbauamt weist nun darauf hin, dass Grillen oder sonstige Feuer in jeglicher Form in Grünflächen und Parkanlagen, etwa im Seepark oder Dietenbachpark, verboten sind. Außerdem kann Feuer entstehen, wenn Zigarettenkippen unachtsam entsorgt werden.

Wer einen Brand bemerkt, wird gebeten, unverzüglich die Feuerwehr (Notruf 112) oder die Polizei (110) zu informieren. In der Vergangenheit hat die schnelle Information über einen Brandherd und die daraufhin eingeleitete Bekämpfung regelmäßig das Schadensausmaß verringert und Gefahren für Natur und Mensch abgewendet. Dabei ist eine präzise Ortsbeschreibung wichtig, um die Feuerwehr gezielt zum Einsatzort zu führen. Für die Ortsbeschreibung hilfreich sind im Wald zum Beispiel die Rettungspunkte des Forstamtes, allgemein bekannte Parkplätze, Namen von Waldwegen oder Beschilderungen von Wanderwegen und MountainbikeStrecken.
 
 

 
Ă–KO-TEST: Aceto Balsamico
Essig mit Farbstoff

Ă–KO-TEST hat in der aktuellen August-Ausgabe 17 Marken Aceto Balsamico di Modena untersucht. Kritik gibt es dafĂĽr, dass einige Hersteller Zucker zusetzen, der nicht aus Weintrauben stammt. In neun Produkten steckt zudem ein kĂĽnstlicher Farbstoff. Immerhin acht Marken kann das Verbrauchermagazin empfehlen.

Ins Original, Aceto Balsamico Tradizionale di Modena DOP, darf ausschließlich gekochter Traubenmost und Wein. Die Weintrauben dafür stammen aus der Region. Der Most nimmt beim Eindicken eine schöne braune Farbe und einen karamellartigen Geschmack an. Mit etwas Wein vermischt und in Holzfässern gelagert, entsteht daraus Essig. Das Original reift mindestens zwölf, besser 25 Jahre.

Aceto Balsamico di Modena, der im Supermarkt zu kaufen ist, hat mit der Tradition des ursprünglichen Produktes so viel zu tun wie die Tütensuppe mit Omas Eintopf. Die Balsamico-Verordnung schreibt lediglich das Mischen bestimmter Anteile an Weinessig und Traubenmost und eine Reifedauer von mindestens 60 Tagen vor. ÖKO-TEST hat nun 17 Marken eingekauft und deren Hauptzutaten unter die Lupe genommen. Außerdem wollte das Verbrauchermagazin wissen, ob die Balsamicos künstlich gefärbt sind oder Fremdzucker enthalten.

Tatsächlich monierte das beauftragte Labor bei drei Marken den Eintrag von Zucker, der mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht aus Weintrauben stammt, sondern aus Zuckerrüben oder Getreide. Neun Marken sind zudem mit dem synthetischen Farbstoff Zuckerkulör gefärbt. Das erlaubt die Balsamico-Verordnung zur Stabilisierung der Farbe zwar. Doch der Verdacht liegt nahe, dass es hier eher darum geht, mit einer sehr dunklen Farbe eine bessere Qualität vorzutäuschen. Denn das billige Traubenmostkonzentrat, das in vielen Essigen steckt, ist in der Regel hell. Als besonders hochwertig beurteilt jedoch ÖKO-TEST Aceto Balsamicos, die überwiegend aus gekochtem Traubenmost bestehen.
Immerhin erhielten acht Produkte das Testurteil „sehr gut“ oder „gut“. Überzeugen konnten vor allem die Bio-Balsamicos, aber auch drei konventionelle Essige, unter ihnen zwei günstige Discounter-Marken.

Welche Balsamico-Marken zu empfehlen sind, lesen Sie unter www.oekotest.de und im aktuellen Ă–KO-TEST-Magazin. Das Ă–KO-TEST-Magazin August 2018 gibt es seit dem 26. Juli 2018 im Zeitschriftenhandel.
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Tolle Knolle – Höri Bülle
Höri-Bülle (c) TMBW, Anne Webert
 
Tolle Knolle – Höri Bülle
Schon im 8. Jahrhundert war die Bodensee-Halbinsel Höri für den Zwiebelanbau bekannt. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich die Zwiebel sogar zum Hauptanbaugemüse der Region und brachte ihr die Namen „Zwiebelhöri“ und „Bülleland“ ein. Seit 2014 ist die „Höri Bülle“ mit der Herkunftsbezeichnung „geschützte geografische Angabe“ eingetragen und darf nur so heißen, wenn sie von der Höri stammt. Von anderen roten Zwiebelsorten unterscheidet sich die alte Landsorte durch ihre flache und bauchige Form, den milden Geschmack und eine weiche Konsistenz. Beste Voraussetzungen, um sie vielfältig in der Küche einzusetzen – nicht nur beim jährlich am ersten Sonntag im Oktober stattfindenden Bülle-Fest.
 
 



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