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Mittwoch, 21. August 2019
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Verschiedenes

 
Rad-Service-Station jetzt an der Radstation am Hauptbahnhof
Hilfe zur Selbsthilfe: Luftpumpe und Werkzeuge fĂŒr kleine Reparaturen am Fahrrad

Freiburg wurde letztes Jahr zum zweiten Mal vom Land Baden-WĂŒrttemberg zur "fahrradfreundlichen Stadt" gekĂŒrt. Dazu bekam die Stadt eine Rad-Service-Station geschenkt und stellte sie an der Ostseite der WiwilibrĂŒcke auf. Nach kurzer Zeit wurde diese aber durch Vandalismus so zerstört, dass sie nicht mehr funktionstĂŒchtig war.

Inzwischen hat das Garten-und Tiefbauamt die Station wieder repariert und der Radstation am Hauptbahnhof zur VerfĂŒgung gestellt.

Ab sofort können Radlerinnen und Radler am Eingang der Radstation (WiwilibrĂŒcke, Westseite) zu den Öffnungszeiten der dortigen Fahrradwerkstatt von 9 bis 18 Uhr kleine Reparaturen an ihrem Rad kostenlos selbst durchfĂŒhren. Das Rad kann an der Service-Station aufgehĂ€ngt werden, die mit dem ĂŒblichen Radwerkzeug und Luftpumpe ausgestattet ist. Wer sein Fahrrad nicht repariert bekommt, der kann sich beim Fahrradmechaniker der Radstation Hilfe holen.
 
 

 
NABU: Verspielt der Bauernverband die Zukunft seiner Mitglieder?
Miller: EU-Agrarverhandlungen bieten Chance fĂŒr natur- und sozialvertrĂ€glichen Umbau der Landwirtschaft - Fahrplan fĂŒr Umbau der Subventionen nötig

Berlin – Der NABU fordert den Deutschen Bauernverband zum Start des Deutschen Bauerntages in Sachsen auf, endlich die Chancen fĂŒr einen sozial und umweltvertrĂ€glichen Wandel der Landwirtschaft zu nutzen. Diese wĂŒrden bei den laufenden EU-Agrarverhandlungen geradezu auf dem Silbertablett prĂ€sentiert. Ein Fahrplan zum ökologischen Umbau der milliardenschweren Subventionen könnte den meisten Betrieben Planungssicherheit, eine wirtschaftliche Perspektive und gesellschaftliche WertschĂ€tzung zurĂŒckgeben. Das diesjĂ€hrige Motto „Wandel braucht VerlĂ€sslichkeit“ fĂŒhre der Bauernverband mit seiner Blockadehaltung jedoch bisher ad absurdum.

„Viele Branchen mĂŒssen sich in Zeiten von Klimakrise und Artensterben neu aufstellen. Aber wohl kaum eine hat dafĂŒr so viel Steuergeld zur VerfĂŒgung wie die Landwirtschaft. Leider nur theoretisch – denn statt in Lösungen fĂŒr den Wandel zu investieren, verhindert der Deutsche Bauernverband eine Umverteilung der derzeit knapp 60 Milliarden Euro EU-Subventionen“, sagt NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. „Durch sein Festhalten am verschwenderischen und umweltschĂ€dlichen System der pauschalen FlĂ€chenprĂ€mien verspielt der DBV die Zukunft vieler seiner Mitglieder.“ Der NABU wirft dabei der Bundesregierung vor, bei den Haushalts- und Agrarverhandlungen in BrĂŒssel der Linie der von DBV-PrĂ€sident Rukwied zu folgen und den Rat ihrer wissenschaftlichen Berater und der Rechnungshöfe zu ignorieren.

Bundesagrarministerin Julia Klöckner mĂŒsse nun den Mut haben, auch ohne Zustimmung des mĂ€chtigen Lobbyverbands DBV einen klaren Fahrplan fĂŒr die Umwandlung der pauschalen FlĂ€chensubventionen vorzulegen und auf EU-Ebene zu vertreten. JĂ€hrlich 15 Milliarden Euro mĂŒssten dabei konkret fĂŒr Naturschutzmaßnahmen fließen, damit sich der Erhalt der Artenvielfalt fĂŒr Landwirte auch lohne. HierfĂŒr mĂŒssten sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesfinanzminister Olaf Scholz in BrĂŒssel einsetzen, wo im Herbst ĂŒber den EU-Haushalt fĂŒr das nĂ€chste Jahrzehnt verhandelt wird.

Ein Fahrplan fĂŒr eine zukunftsfĂ€hige und nachhaltigere EU-Agrarpolitik, die kĂŒnftig die Leistung fĂŒr den Naturschutz statt rein pauschal die FlĂ€che honoriert, könne sich zudem positiv auf den Stellenwert der Landwirtschaft in der Gesellschaft auswirken, indem ihre wichtige Funktion fĂŒr den Erhalt der Kulturlandschaft wieder in den Blickpunkt rĂŒckt. Vermutlich wĂŒrden sich die Landwirtinnen und Landwirte dann auch wieder besser vom DBV und der Landwirtschaftsministerin vertreten fĂŒhlen. Eine forsa-Umfrage unter Landwirten zeigt, dass sich nur zwei Prozent der BĂ€uerinnen und Bauern vom DBV gut vertreten fĂŒhlen, 56 Prozent hingegen fĂŒhlen sich schlecht oder eher schlecht vertreten. Doch auch von Julia Klöckner fĂŒhlen sich zwei Drittel der Landwirte schlecht reprĂ€sentiert. Die Umfrage zeigt ebenfalls auf, dass 87 Prozent der Landwirte bereit wĂ€ren, mehr fĂŒr den Naturschutz zu tun, wenn dies entlohnt wĂŒrde.

Dass der DBV die Zukunft der Betriebe durch immer weitere Produktionssteigerungen sehe und Umweltproblemen vor allem mit technischen Hilfsmitteln begegnen wolle, werde laut NABU den AnsprĂŒchen der Gesellschaft und auch vieler Landwirte nicht mehr gerecht. Zu einer nachhaltigen Bewirtschaftung von GrĂŒn- und Ackerland seien pro Betrieb mindestens zehn Prozent nicht-produktiver naturnaher FlĂ€chenanteile notwendig. ZusĂ€tzlich mĂŒssten Extensivierungsmaßnahmen gefördert werden. In diesem Zusammenhang hat der NABU konkrete Forderungen an die zukĂŒnftige Ackerbaustrategie der Bundesregierung formuliert.

NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller: „Der DBV hat jetzt die Möglichkeit zu zeigen, dass er die Erwartungen und WĂŒnsche der Gesellschaft verstanden hat und sich auf den Weg hin zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft machen will. Dies bedeutet, dass wir vor allem mehr Raum fĂŒr die Natur in Form von Brachen, SĂ€umen und Hecken brauchen. Außerdem muss das Problem der ÜberdĂŒngung und zu hoher PestizideinsĂ€tze schnell und ehrgeizig angegangen werden. Bisher hat sich, wenn ĂŒberhaupt, nur die Rhetorik des DBV verĂ€ndert. GrundsĂ€tzlich schwingt bei allem aber immer noch eine Anspruchshaltung mit, die von gestern ist. Der Steuerzahler kann fĂŒr sein Geld mehr Umweltleistungen erwarten, nicht der Agrarsektor noch mehr Geld frei Haus vom Staat.“
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NABU: Steinhummel liegt zur Halbzeit beim Insektensommer vorn
ZÀhlen, was zÀhlt - Weniger Schmetterlinge gemeldet, Ausnahme Distelfalter

Berlin – Die Steinhummel liegt wie im Vorjahr zur Halbzeit der diesjĂ€hrigen großen bundesweiten NABU-InsektenzĂ€hlung vorn. Es folgen Honigbiene, Hainschwebfliege und auf Platz vier der Asiatische MarienkĂ€fer. Der heimische und bekannte Siebenpunkt-MarienkĂ€fer schafft es auch in diesem Jahr wieder nicht in die Top 20. Laut vorlĂ€ufigem AuszĂ€hlungsstand gingen die Schmetterlingssichtungen zum Vorjahreszeitraum um 40 Prozent zurĂŒck mit Ausnahme des Distelfalters, den Insektensommer-Teilnehmer dieses Jahr dreimal so oft gesehen haben wie 2018. Der farbenprĂ€chtige Falter ist einer der wenigen fast ĂŒber den ganzen Erdball verbreiteten Schmetterlinge. Jedes FrĂŒhjahr wandern die Distelfalter aus dem SĂŒden ein, mal sind es mehr, mal weniger.

Auch im zweiten Jahr des Insektensommers erkunden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am liebsten ihre unmittelbare Umgebung. Der am weitaus hĂ€ufigste ZĂ€hlort ist das nĂ€here Wohnumfeld, wie der eigene Garten oder Balkon, gefolgt vom Park. Bislang beteiligten sich ĂŒber 6.400 Insektenfans an der Aktion und gaben ĂŒber 3.600 Meldungen ĂŒber gesichtete Insekten ab.

„Im Zuge des Insektensommers erhalten wir zahlreiche Anfragen, was jeder direkt fĂŒr den Schutz von Insekten tun kann. Es freut uns, dass es eine offensichtlich grĂ¶ĂŸere SensibilitĂ€t in der Bevölkerung gibt und die Bereitschaft, dieser artenreichsten Tiergruppe vor der HaustĂŒr geeignete LebensrĂ€ume zu bieten“, sagt NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. Mit der Mitmachaktion will der NABU die fleißigen Helfer der Ökosysteme ins Licht der Öffentlichkeit stellen. In Deutschland gibt es etwa 33.000 Insektenarten. Fast 90 Prozent aller Wild- und Kulturpflanzen sind auf die BestĂ€ubung durch Insekten angewiesen. Wissenschaftler haben in den vergangenen Jahren einen drastischen RĂŒckgang vor allem an Fluginsekten festgestellt.

„Große auffĂ€llige Insekten wie die Steinhummel oder Populationen wie Ameisen sind einfacher erkennbar, daher finden sie sich unter den hĂ€ufig gemeldeten Arten“, so NABU-Insektenexpertin Daniela Franzisi. „Der Asiatische MarienkĂ€fer steht in Konkurrenz zum heimischen Siebenpunkt-MarienkĂ€fer. Insgesamt wurden weniger Schmetterlinge erfasst.“ Das zeige sich am Beispiel des weit verbreiteten Kleinen Fuchses. Obwohl es ein sehr angepasster Schmetterling ist und seine Raupe auf der Brennnessel lebt, die fast ĂŒberall wĂ€chst, liegt er aktuell nur auf Platz 43 im Ranking. Im gleichen Zeitraum wurde er im Vorjahr mehr als doppelt so hĂ€ufig gesehen.

Mit Spannung blickt der NABU nun auf den nÀchsten ZÀhlzeitraum. Die nÀchste Insekten-ZÀhlung findet im Hochsommer vom 2. bis zum 11. August statt, wenn die Heuschrecken zirpen und Libellen fliegen.

Beobachten und zĂ€hlen ist fast ĂŒberall möglich: Garten, Balkon, Park, Wiese, Wald, Feld, Teich, Bach oder Fluss. Das Beobachtungsgebiet soll nicht grĂ¶ĂŸer sein als etwa zehn Meter in jede Richtung vom eigenen Standpunkt aus. GezĂ€hlt wird eine Stunde lang. Insektenbeobachtungen melden kann man unter www.insektensommer.de oder direkt von unterwegs per Smartphone ĂŒber die NABU-App „Insektenwelt“. Eine Besonderheit der App ist eine fotografische Erkennungsfunktion.

Die Daten der Aktion Insektensommer werden in Zusammenarbeit mit der Plattform www.naturgucker.de erfasst. Die Ergebnisse werden vom NABU ausgewertet und zeitnah veröffentlicht. Der Insektensommer findet dieses Jahr zum zweiten Mal statt. Im vergangenen Jahr beteiligten sich in beiden ZĂ€hlrĂ€umen zusammen genommen 18.000 Menschen mit ĂŒber 7.300 Beobachtungen.
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NABU: Distelfalter auf Deutschlandtour
Diestelfalter im Garten (c) NABU / Helge May
 
NABU: Distelfalter auf Deutschlandtour
Ungewöhnliches Naturschauspiel zu beobachten / Der NABU bittet um Mithilfe

Berlin – Nach ersten Ergebnissen der NABU-Mitmachaktion Insektensommer meldeten die Teilnehmer Falter diesen FrĂŒhsommer deutlich seltener als im Vorjahr. Laut vorlĂ€ufigem AuszĂ€hlungsstand gingen die Schmetterlingssichtungen um 40 Prozent zurĂŒck, auch Schwebfliegen waren weniger unterwegs. Dagegen nahmen die Beobachtungen von KĂ€fern, Bienen und Wespen gegenĂŒber dem Vorjahr zu. „Besonders auffĂ€llig ist der Zuwachs bei MarienkĂ€fer, Erdhummeln, Haus-Feldwespe und die Blaue Holzbiene“, sagt NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller mit Blick auf eine erste Bilanz zur NABU-Citizen-Science-Aktion Insektensommer. Die erste große InsektenzĂ€hlung fand vom 31. Mai bis zum 9. Juni statt. Die zweite Runde lĂ€uft vom 2. bis zum 11. August. 5.000 Insektenfans haben aktuell bei der Aktion mitgemacht und fleißig fĂŒr den NABU gezĂ€hlt.

Bei insgesamt deutlich weniger Faltersichtungen sticht eine Art positiv hervor: Den farbenprĂ€chtigen Distelfalter haben die Insektensommer-Teilnehmer dreimal so oft gesehen wie 2018. „Der Distelfalter ist einer der wenigen fast ĂŒber den ganzen Erdball verbreiteten Schmetterlinge. Unsere mitteleuropĂ€ischen Winter mag er allerdings nicht, denn er vertrĂ€gt keinen Frost. Jedes FrĂŒhjahr wandern die Distelfalter deshalb neu aus dem SĂŒden ein, mal sind es mehr, mal weniger“, so NABU-Insektenexpertin Daniela Franzisi.

Der diesjĂ€hrige Einflug konzentrierte sich auf eine östlichen Route ĂŒber Israel, Zypern und den Balkan. Folglich traten die Distelfalter auch bei uns zunĂ€chst im Osten aus. Viele zogen nach Norden und Westen weiter, so dass inzwischen auch die KĂŒste und Niedersachsen stark beflogen werden. WĂ€hrend des Zuges lassen sich in einer Stunde Dutzende oder auch mal ĂŒber hundert Falter beobachten. Inzwischen sind die Falter in vielen Regionen Deutschlands angekommen, wobei der Zuzug noch bis Ende des Monats anhalten kann. Bald legen die Distelfalter ihre Eier ab, die nĂ€chste Generation schlĂŒpft in den kommenden Wochen. Im SpĂ€tsommer ziehen diese Falter dann wieder nach SĂŒden. Naturfreunde haben also noch einige Wochen Gelegenheit, Distelfalter zu beobachten. Der NABU und sein Partner naturgucker.de wollen dies nutzen, um mehr Informationen ĂŒber die Falter zu gewinnen. Unter www.NABU.de/Distelfalter können Sichtungen von Distelfaltern aktuell ĂŒber den Insektensommer hinaus gemeldet werden, dort gibt es auch weitere Informationen zur Aktion. So wird man nicht nur Zeuge eines faszinierenden Naturschauspiels, sondern hilft auch mit, es zu dokumentieren.

Hintergrund

Nicht alle Details der Distelfalter-WanderflĂŒge sind bereits erforscht. Fest steht, dass der Zyklus ĂŒber mehrere Generationen besteht. Viele Distelfalter ĂŒberwintern in der afrikanischen Sahelzone sĂŒdlich der Sahara sowie auf der Arabischen Halbinsel. Von dort aus fliegen sie ans Mittelmeer, wo sich die nĂ€chste Generation bildet. Diese zweite Generation bricht weiter nach Norden auf und erreicht Mitteleuropa, aber auch Skandinavien und das Baltikum. Manchmal fliegen die Falter nonstop in einer Generation von Afrika und dem Nahen Osten bis zu uns. Die tausende Kilometer lange Reise sieht man den Tieren an, die zarten FlĂŒgel sind dann stark zerzaust und wirken blass.
 
 

 
NABU: Warum in die Ferne schweifen? Erholung geht auch nah
Tipps fĂŒr einen erlebnisreichen, erholsamen und klimafreundlichen Urlaub

Berlin – Millionen Menschen starten jetzt zu Beginn der Schulferien mit Auto oder Flieger in die Ferien. Leider sind besonders weite Flugreisen Gift fĂŒr unser Klima. Wer Urlaub machen will, kann dies auch klimafreundlich tun. Der NABU gibt dafĂŒr Tipps fĂŒr erlebnisreiche und erholsame Sommerferien – gleich vor der HaustĂŒr.

„Wer unser Klima schonen will, findet viele umweltfreundliche Alternativen zu Flugreisen“, sagt NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke. „Auch in der heimischen Natur gibt es viel zu erleben und zu entdecken.“ Fast immer stĂŒnden in der NĂ€he des Wohnorts Wander- oder Radwege zur VerfĂŒgung. Gelegenheiten zum Beobachten von Kranichen oder Gegenden mit besonders schönem Sternenhimmel seien oft nur eine Bahnfahrt entfernt. Kurze Fahrwege schonen nicht nur die Umwelt sondern auch die Nerven der Reisenden.

„Unsere zahlreichen Schutzgebiete bilden einen wunderbaren Gegenpool zur ReizĂŒberflutung des Alltags und sind immer einen Besuch wert“, so Tschimpke, „GeschĂŒtzte Flussauen, Moore, ehemalige MilitĂ€rgebiete oder Bergbaufolgelandschaften dĂŒrfen sich fast ohne menschliche Eingriffe entwickeln, daher gibt es auch im Inland jede Menge Wildnis zu entdecken.“ Ein Urlaub an Nord- und Ostsee oder in den Bergen stĂ€rkt zudem nachweislich das Immunsystem. Naturnahe WĂ€lder wirken sich positiv auf unsere WiderstandsfĂ€higkeit gegenĂŒber Stress aus. Belastende Reize der Stadt, die beispielsweise vom Straßenverkehr ausgehen, gibt es hier nicht. Die NABU-Kooperation „Fahrtziel Natur“ lĂ€dt ein, mit der Bahn in 23 Nationalparke, Naturparke und BiosphĂ€renreservate vom Wattenmeer bis in die Alpen zu reisen.

Auch im Garten und auf dem Balkon muss niemand auf UrlaubsgefĂŒhle verzichten. Ein naturnaher Garten kommt ohne KunstdĂŒnger und torfhaltige Blumenerde aus und ist eine Wohltat – fĂŒr Menschen, Tiere, Pflanzen und das Klima. Zwischen brummenden Hummeln, singenden Vögeln und duftenden BlĂŒten kommt Entspannung auf. Mit einem Buch im Liegestuhl oder selbstgemachtem Erdbeerkuchen aus eigener Ernte kann der Urlaub beginnen.

Tipps zum Klimaschutz im Sommer-Urlaub online ...
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Waldsee-Entschlammung
Die Sperrung des sĂŒdlichen Wegs am Waldsee bleibt bis Ende August bestehen

Freiburg. Immer noch lagern die geotextilen EntwÀsserungsschlÀuche innerhalb der Absperrung am Waldsee. Sie lagern dort, bis eine ausreichende Trocknung des Materials erfolgt und damit der Abtransport möglich ist.

Bei der letzten Kontrolle durch das Garten- und Tiefbauamt am 11. Juni wurde das Material als noch nicht transportfÀhig eingestuft. In Teilbereichen der EntwÀsserungsschlÀuche ist der Wasseranteil noch zu hoch, was den ergiebigen NiederschlÀgen der vergangenen Wochen zu verdanken ist.

Nun kommt ein weiterer wichtiger Faktor hinzu, der einen Eingriff auf der LagerflÀche mit Bagger und LKW in den nÀchsten Wochen nicht mehr möglich macht: die anstehende Jungkrötenwanderung.

AlljĂ€hrlich im Juni/Juli wandern die zu kleinen Fröschen oder Kröten verwandelten Kaulquappen zu Hunderten aus dem Waldsee in ihren terrestrischen Lebensraum in den angrenzenden Bergwald. Der genaue Zeitpunkt variiert witterungsbedingt immer um einige Wochen. Da die Geotubes am Rande des östlichen und sĂŒdlichen Seeufers lagern, wĂ€re ein Abtransport in dieser Zeit fatal fĂŒr die wandernden Winzlinge. Sie sind nur etwa 10 bis 15 mm groß. Die hierbei betroffenen Amphibienarten (nach Bundesnaturschutzgesetz besonders geschĂŒtzt) Erdkröte und Grasfrosch liefen Gefahr von Lade- und Transportfahrzeugen in Massen ĂŒberfahren zu werden. Die Aussparung dieses Zeitfensters fĂŒr den Abtransport ist somit artenschutzrechtlich zwingend geboten.

UrsprĂŒnglich waren fĂŒr die EntwĂ€sserung des bis Dezember 2018 ausgebaggerten Materials ungefĂ€hr 6 Monate vorgesehen. Der Abtransport kann nach jetziger EinschĂ€tzung Ende August vorgenommen werden.
 
 

Starker Start fĂŒr Frelo
Frelo-Station in Freiburg / Foto: VAG
 
Starker Start fĂŒr Frelo
Einen richtig guten Start hat Freiburgs neues Fahrradverleihsystem Frelo hingelegt. Nach rund vier Wochen haben sich bereits fast 4000 Personen fĂŒr Frelo registriert. „Mit der Nutzung des Systems in den ersten Wochen in Freiburg sind wir, auch im Vergleich zu den Werten in anderen StĂ€dten, ausgesprochen zufrieden,“ bilanziert Onur Semerci, Projektmanager bei nextbike. Auch Freiburgs BaubĂŒrgermeister Martin Haag ist zufrieden und sieht noch mehr Potenzial: „Wenn in wenigen Wochen alle 56 Stationen mitsamt der dort notwendigen Infrastruktur aufgebaut sind, werden die Nutzerzahlen mit Sicherheit noch weiter steigen.“ Oliver Benz, Vorstand bei der Freiburger Verkehrs AG, in deren Auftrag nextbike agiert, ergĂ€nzt dazu: „Die ersten Zahlen sind richtig stark, vor allem wenn man bedenkt, dass das neue Angebot in Freiburg erst seit wenigen Tagen genutzt werden kann.“

Was die AusleihhĂ€ufigkeit bei den einzelnen Stationen betrifft gibt es bisher ziemlich klare Spitzenreiter. Am Rotteckring und am Hauptbahnhof beginnen und enden die meisten Fahrten. Aber auch die Stationen Albertstraße, Europaplatz, Rempartstraße und Rathaus im StĂŒhlinger werden sehr gut genutzt.

Interessant ist auch zu sehen, zu welchen Tageszeiten Frelos am hĂ€ufigsten ausgeliehen werden: Die stĂ€rksten Nutzerzahlen werden abends um 20 Uhr verzeichnet. Wobei an den Wochenenden mehr Frelo gefahren wird als Montag bis Freitag. Dabei sind 95 Prozent der Ausleihzeiten unter 30 Minuten, die fĂŒr viele der Nutzer kostenfrei sind.
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Massive BUND-Kritik an verschleppter Sanierung der Abraumhalde Buggingen
In einem Schreiben vom 12.06.19 an Herrn Umweltminister Untersteller und an Frau RegierungsprĂ€sidentin SchĂ€fer, kritisieren der BUND-Landesverband Baden-WĂŒrttemberg und der BUND-Regionalverband SĂŒdlicher Oberrhein die lange verschleppte Sanierung der Abraumhalde Buggingen und die daraus erwachsenden Folgen fĂŒr Umwelt und Grundwasser, denn von der Abraumhalde des ehemaligen Kalibergwerks im sĂŒdbadischen Buggingen gehen tĂ€glich bis zu 2,5 Tonnen Salz ins Grundwasser.

Frau Dr. Brigitte Dahlbender, die BUND-Landesvorsitzende und BUND-RegionalgeschĂ€ftsfĂŒhrer Axel Mayer reagieren mit wachsender Ungeduld und zunehmender VerĂ€rgerung auf dieses massive Umweltproblem.

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BUND Landesverband Baden WĂŒrttemberg
BUND Regionalverband SĂŒdlicher Oberrhein

12.6.2019
Sehr geehrter Herr Minister Untersteller,
sehr geehrte Frau RegierungsprÀsidentin SchÀfer,

von der Abraumhalde des ehemaligen Kalibergwerks im sĂŒdbadischen Buggingen gehen tĂ€glich bis zu 2,5 Tonnen Salz ins Grundwasser. Diese durch eine parlamentarische Anfrage bekannt gewordene Tatsache ĂŒbertrifft bei weitem unsere schlimmsten BefĂŒrchtungen und wirft ein Schlaglicht auf das Versagen der Behörden im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald.

Im sĂŒdbadischen Buggingen wurde von 1922 bis 1973 Kalisalz abgebaut. Der AbraumhĂŒgel, im Volksmund "Kalimanscharo" genannt, besteht zum Teil immer noch aus Steinsalz. Insgesamt 200.000 bis 250.000 Tonnen Steinsalz befinden sich noch in diesem HĂŒgel.

Von 1922 bis 1973 wurde von der Kali und Salz AG und deren "RechtsvorgĂ€ngern" die Bugginger Mine betrieben und brachte den Firmen Gewinn. Seit 1922 lĂ€uft Salz von der Abraumhalde ins Grundwasser. Es gab nie eine Bestrafung der Verantwortlichen fĂŒr die Grundwasserversalzung und die teuren Untersuchungen des Grundwassers zahlte bisher stets die Allgemeinheit (auch mit Interreg-Geldern). Lange versuchte die Kali und Salz AG sich auch noch vor den Kosten der Sanierung zu drĂŒcken und diese der Allgemeinheit aufzulasten.

Um eine Bestrafung der Verantwortlichen zu erreichen und um das Verursacherprinzip durchzusetzen, hatte der BUND-Regionalverband schon im Dezember 1997 die Verantwortlichen fĂŒr die Grundwasserversalzung angezeigt und damals die grĂ¶ĂŸte Razzia in der Geschichte des Freiburger Wirtschaftskontrolldienstes bei der Firma K+S ausgelöst. In einem Rechtsstreit mit Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald unterlag die K+S und eine Sanierungsuntersuchung wurde angeordnet. Seit dem Jahr 1997, also seit ĂŒber zwei Jahrzehnten, verlangte der BUND, zunehmend ungeduldig, immer wieder eine schnelle, grĂŒndliche Sanierung der AbraumhĂŒgel. Bisher wurde nur die Sanierungsuntersuchung angeordnet. Allein bis zu deren endgĂŒltiger Rechtskraft nach ÜberprĂŒfung durch den VGH Baden-WĂŒrttemberg im Jahre 2008 hat es gut 10 Jahre gedauert.

Die Sanierung selbst ist immer noch nicht angeordnet, obwohl Tag fĂŒr Tag bis zu 2,5 Tonnen Salz ins Grundwasser wandern. Die „Vertragsabstimmungen“ zwischen dem Land und der K+S Aktiengesellschaft hierzu „laufen derzeit“: Was lief die letzten 11 Jahre seit 2008?

Bitte verstehen sie unsere wachsende Ungeduld und unsere zunehmende VerĂ€rgerung ĂŒber diese ewige Verschleppung der Sanierung und ĂŒber dieses Messen mit zweierlei Maß: Wer im Winter Streusalz streut, muss in vielen unserer Gemeinden zurecht mit einem Bußgeld rechnen. Gleichzeitig lĂ€uft in Buggingen seit Jahrzehnten Salz ins Grundwasser. Das Umweltrecht muss auch bei den großen Umweltvergiftern angewandt werden und dazu gehört neben der Sanierung auch die Bestrafung!

Die viel grĂ¶ĂŸeren Abraumhalden im elsĂ€ssischen Kalibecken sind lĂ€ngst saniert, nur in der selbsternannten Ökoregion SĂŒdbaden tut sich ĂŒber ein Jahrzehnt lang nichts Erkennbares.

Sehr geehrter Herr Minister, sehr geehrte Frau RegierungsprĂ€sidentin: Grundwasser ist ein wichtiges Nahrungsmittel und ein wertvoller Schatz. Wir bitten Sie sehr, sich dieses Umweltskandals anzunehmen, den Vorgang zu beschleunigen, endlich die konkrete Sanierung schnell umzusetzen und uns zeitnah ĂŒber Ihr Vorgehen zu informieren.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen

Brigitte Dahlbender BUND-Landesvorsitzende
Axel Mayer, BUND-RegionalgeschĂ€ftsfĂŒhrer
 
 



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