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Freitag, 23. August 2019
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Verschiedenes

 
NABU-Zahl des Monats
Über 60 Prozent bei Obst und GemĂŒse sind bereits vorverpackt

SupermĂ€rkte in Deutschland mĂŒssen wieder mehr lose Ware anbieten, um PlastikmĂŒll zu vermeiden

Der VerpackungsmĂŒll in Deutschland nimmt stetig zu. Eine Ursache dafĂŒr ist, dass inzwischen 63 Prozent des frischen Obst und GemĂŒses fĂŒr private Haushalte bereits industriell vorverpackt sind. Das ist das Ergebnis einer Studie der GVM Gesellschaft fĂŒr Verpackungsmarktforschung im Auftrag des NABU. Die Studie zeigt auch, dass der Kunststoffbedarf fĂŒr Vorverpackungen innerhalb von 14 Jahren bis 2014 bei Obst um 78 Prozent und bei GemĂŒse sogar um 164 Prozent zugenommen hat.

Tomaten stehen beispielsweise mit knapp 20 Prozent an der Spitze des Kunststoffverbrauchs fĂŒr Obst- und GemĂŒseverpackungen. Der Kunststoffbedarf fĂŒr Tomaten nahm zwischen 2010 und 2014 um 46 Prozent zu. Eine Grund dafĂŒr sind immer kleinere Verpackungs­grĂ¶ĂŸen.

Im Jahr 2014 fielen knapp 90.000 Tonnen VerpackungsmĂŒll nur durch vorverpacktes Obst und GemĂŒse an, obwohl diese in der Regel keine Vorverpackung brauchen. Der NABU fordert den Handel daher auf, Obst und GemĂŒse wieder lose anzubieten und den Kunden auch die Möglichkeit zu geben, eigene Mehrweg-Beutel anstelle der Einweg-Knotenbeutel zu nutzen. Laut einer Umfrage des NABU wĂ€ren dazu 85 Prozent bereit, um PlastikmĂŒll zu vermeiden.
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NABU zu 30 Jahren Bundesumweltministerium
Mehr Nachhaltigkeit in allen Ministerien nötig

Schutz der Lebensgrundlagen fest in alle Politikbereiche verankern

NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke hat die GrĂŒndung des Bundesumweltministeriums vor 30 Jahren als wichtigen Schritt zu einer nachhaltigeren Umweltpolitik in Deutschland gewĂŒrdigt: „Es war damals ein großer Fortschritt, den Umwelt- und Naturschutz in einem eigenen Ministerium zusammenzufĂŒhren und den Naturschutz aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium herauszulösen. Das hat den Anliegen des Naturschutzes zu mehr Bedeutung bei politischen Entscheidungen und der Gesetzgebung verholfen.“

So habe der frĂŒhere Bundesumweltminister Klaus Töpfer erkennbar Druck bei der Umsetzung von EU-Recht gemacht, wie der Richtlinie zur UmweltvertrĂ€glichkeitsprĂŒfung (UVP) sowie der Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Richtlinie. Unter Trittin sei 1998 mit der Ratifizierung der Aarhus-Konvention ein wichtiger Schritt vollzogen worden, um Umweltorganisationen den Zugang zu Gerichtsverfahren zu ebnen, was die Regierung Kohl bis dahin verweigert hatte und heute durch das Umweltrechtsbehelfsgesetz in deutsches Recht umgesetzt sei.

Bundeskanzlerin Merkel habe als Nachfolgerin von Töpfer als Bundesumweltministerin mit dem Kyoto-Protokoll das erste internationale Klimaabkommen mit auf den Weg gebracht. Vergangenes Jahr habe sie beim G7-Gipfel den Begriff „Dekarbonisierung“ geprĂ€gt und so auch die Verabschiedung des Pariser Klimaabkommen vorbereitet. „Die deutschen Bundesumweltministerinnen und Bundesumweltminister und auch die Kanzlerin waren und sind beim Thema Klimaschutz international wichtige Taktgeber. Ich wĂŒrde mir wĂŒnschen, dass sie diese Tradition auch in der nationalen Politik leben und mehr Klimaschutzanstrengungen durchsetzen. Bislang reichen die nationalen Klimaziele nicht aus und der Klimaschutzplan 2050 muss ambitionierte Maßnahmen benennen“, so Tschimpke.

Vor diesem Hintergrund kritisierte Tschimpke aktuelle Bestrebungen in der EU, weiter und verstĂ€rkt auf Atomenergie zu setzen: „Es gibt keine Alternative zu einer naturvertrĂ€glichen Energiewende. Das Bundesumweltministerium ist nach den Folgen der Atomkatastrophe von Tschernobyl gegrĂŒndet worden. Auch 30 Jahre spĂ€ter hören wir von Beinahe-UnfĂ€llen und Schlampereien bei der Sicherheit von Atommeilern. Ganz abgesehen von dem Streit, wer die Kosten zur Entsorgung des AtommĂŒlls tragen soll.“ Die Bundesregierung mit dem Bundesumweltministerium an der Spitze mĂŒsse auf EU-Ebene eine Novelle der Richtlinie zur UmweltvertrĂ€glichkeitsprĂŒfung (UVP) fĂŒr die LaufzeitverlĂ€ngerungen von AKW anstoßen. Bisher ist diese nur fĂŒr den Neu- und Abbau von AKW verpflichtend.

Mit Blick auf die aktuelle Umweltpolitik hob Tschimpke die Initiative von Ministerin Hendricks gegen die PlĂ€ne von EU-KommissionsprĂ€sident Juncker zur AbschwĂ€chung der EU-Naturschutzrichtlinien hervor, wofĂŒr sie inzwischen 16 EU-Umweltminister hinter sich versammelt habe. „Hier wĂ€re RĂŒckenwind aus dem Wirtschaftsressort hilfreich“, so Tschimpke. Bundeswirtschaftsminister Gabriel habe in seiner Funktion als Bundesumweltminister 2007 selber schon einmal erfolgreich den WĂŒnschen einiger BundeslĂ€nder und der Industrie zur VerwĂ€sserung der EU-Umweltgesetzgebung eine Absage erteilt. Tschimpke begrĂŒĂŸte auch die Standfestigkeit von Bundesumweltministerin Hendricks beim Streit um die erneute EU-weite Zulassung des umstrittenen Pestizids Glyphosat, so dass bislang keine erneute Genehmigung erfolgt ist. Dieser Kurs, am Vorsorgeprinzip festzuhalten, sei richtig.

Der NABU-PrĂ€sident forderte ein generelles Umdenken in Politik und Wirtschaft hin zu einem schonenderen Umgang mit Ressourcen: „Die Nachhaltigkeitsziele dĂŒrfen nicht lĂ€nger ein Lippenbekenntnis bleiben, sondern mĂŒssen endlich in alle Ressorts und politische Entscheidungen verankert werden.“
 
 

 
NABU kritisiert Genehmigungspoker um Glyphosat
EU-Kommission darf nicht im Alleingang entscheiden - Schutz von Mensch und Natur muss an oberster Stelle stehen

Der NABU hat den Genehmigungspoker um die VerlĂ€ngerung des Totalherbizids Glyphosat kritisiert und die EU-Kommission erneut aufgefordert, endlich das Vorsorgeprinzip anzuerkennen. Eine Genehmigung oder Neuzulassung dĂŒrfe nicht erfolgen, solange nicht alle Risiken fĂŒr Mensch und Natur einwandfrei widerlegt seien.

NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller: „Die EU-Kommission sollte akzeptieren, dass es erneut keine Mehrheit der Mitgliedstaaten fĂŒr die GenehmigungsverlĂ€ngerung von Glyphosat gibt. Anstatt nach dem Vorsorgeprinzip zu handeln, werden der Schutz von Natur und Verbrauchern hinten an gestellt. Statt dem traurigen Genehmigungspoker um ZulassungsverlĂ€ngerungen fĂŒr das Ackergift sollte die EU-Kommission gemeinsam mit den EU-Staaten lieber die Agrarwende einleiten, um unsere Natur und damit unsere Lebensgrundlagen dauerhaft zu schĂŒtzen.“

Bundesumweltministerin Hendricks und Bundeswirtschaftsminister Gabriel sollten die Zeit nutzen, um ihre Glyphosat-kritischen Amtskollegen in anderen Mitgliedstaaten wie Frankreich, Luxemburg und Österreich dazu zu bewegen, mit Nein zu stimmen statt sich nur zu enthalten.

Die intensive Landwirtschaft lĂ€sst kaum noch Platz fĂŒr WildkrĂ€uter, Blumen und Hecken, der Einsatz von Pestiziden sorgt dafĂŒr, dass es immer weniger Insekten gibt. Der NABU forderte Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt auf, endlich ein Verbot von Glyphosat fĂŒr Parks, SpielplĂ€tze und im Heim- und Kleingartenbereich umzusetzen. „Die Mitgliedstaaten können glyphosat-haltige Produkte schon heute verbieten, und davon sollte Schmidt im Interesse der Gesundheit der Bevölkerung Gebrauch machen, statt sich hinter der EU-Kommission zu verstecken“, so Miller. Bis heute wird das Gift auch im Hobbygarten und auf öffentlichen Wegen gerne gespritzt, um sich das Hacken des Unkrauts zu ersparen. Neben den direkten toxischen Effekten gefĂ€hrdet das Breitbandherbizid auch zahlreiche andere Organismen, denn durch die Vernichtung der Wildkrautflora gehen Nahrungsquellen und LebensrĂ€ume verloren. „Es ist absurd, dass Wildkrautvielfalt im öffentlichen und privaten GrĂŒn auch noch durch Glyphosat weggespritzt wird. Wir brauchen schnell ein Verbot glyphosathaltiger Unkrautvernichter“, so Miller.

Glyphosat ist das weltweit am hĂ€ufigsten eingesetzte Unkrautvernichtungsmittel, ĂŒber 700.000 Tonnen werden pro Jahr versprĂŒht. In Deutschland werden 6.000 Tonnen ausgebracht, wobei rund 39 Prozent aller AckerflĂ€chen behandelt werden. Eine aktuelle Übersichtsliste der noch zugelassenen glyphosathaltigen Mittel fĂŒr den Haus- und Kleingartenbereich hat der NABU unter www.NABU.de/glyphosat-im-garten veröffentlicht. Sie macht deutlich, welche Gefahren vom Totalherbizid ausgehen. Nicht nur BlĂŒten- und Samenpflanzen werden mit dem Einsatz von Glyphosat zerstört, sondern auch Fische und Amphibien sind gefĂ€hrdet, wenn es in OberflĂ€chengewĂ€sser gelangt. Diese Auswirkungen werden in KĂŒrzeln (NW261, NW264) auf den Packungen angegeben. In der Grafik stellt der NABU die einzelnen im Handel erhĂ€ltlichen Mittel und ihre Auswirkungen dar. Auch das Bundesumweltministerium fordert, die Auswirkungen von Glyphosat auf die BiodiversitĂ€t viel stĂ€rker zu beachten.
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NABU : KaufprÀmie allein verhilft Elektroautos nicht zum Durchbruch
Schrittweiser Abbau der Diesel-Subvention notwendig

Der NABU hat die Bundesregierung aufgefordert, zur StĂ€rkung von ElektromobilitĂ€t nicht allein auf KaufprĂ€mien zu setzen. Ein wichtiger Schritt seien weitergehende flankierende Maßnahmen, wie der Abbau klimaschĂ€dlicher Subventionen. „KaufprĂ€mien allein werden der ElektromobilitĂ€t in Deutschland kaum zum gewĂŒnschten Durchbruch verhelfen, dafĂŒr sind fossile Kraftstoffe einfach viel zu billig. Eine kluge Politik muss daher jetzt mit dem Abbau der Steuervorteile fĂŒr den Diesel beginnen und kĂŒnftig weitere umweltschĂ€dliche Subventionen im Straßenverkehr konsequent abbauen“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller anlĂ€sslich der heutigen Fach-und Ideenkonferenz der Bundesregierung zur ElektromobiltĂ€t. Leider habe die Bundesregierung die Chance vertan, die KaufprĂ€mie fĂŒr Elektroautos mit einer Sonderabgabe auf verbrauchsstarke Autos zu koppeln und den Fahrzeugmarkt damit stĂ€rker in Richtung Umweltfreundlichkeit zu steuern.

Daniel Rieger, NABU-Verkehrsexperte: „Es geht um mehr als nur den Absatz von Elektroautos, es geht um eine grundsĂ€tzliche Verkehrswende in Deutschland. Der seit Monaten schwelende Abgasskandal hat klar verdeutlicht, dass der heutige Verbrennungsmotor mit seinen Klimagas- und Luftschadstoffemissionen ein Auslaufmodell ist, das einen Kurswechsel erfordert. Fiskal- und ordnungspolitische Instrumente wie die ĂŒberfĂ€llige Anpassung der Mineralölsteuer, verschĂ€rfte CO2-Grenzwertvorgaben auf EU-Ebene bereits ab 2025 oder Einfahrverbote in InnenstĂ€dte fĂŒr Fahrzeuge mit hohem Schadstoffausstoß seien deutlich vielversprechendere Hebel als KaufprĂ€mien, von denen wenige profitieren.

Der derzeit von der Bundesregierung erarbeitete „Klimaschutzplan 2050“ mĂŒsse dringend die entsprechenden Grundsteine fĂŒr eine Verkehrswende legen. Denn ohne einen nahezu vollstĂ€ndigen Verzicht des Verkehrssektors auf fossile Energiequellen seien die Klimaziele Deutschlands insgesamt nicht zu erreichen.
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Honig, fleißige Bienen und mehr
Am 12. Juni ist wieder Bienensonntag am Bienenhaus im Mundehof

WĂ€hrend der Mensch den Sonntag heiligt, sind die Bienen auch am
siebenten Tag der Woche emsig unterwegs. Was sie da so treiben,
auf welche Weise und mit welchem Ergebnis – das erklĂ€rt seit 2005
in jedem FrĂŒhsommer der „Bienensonntag“ auf dem Mundenhof. In
diesem Jahr fÀllt er auf Sonntag, 12. Juni. Der Eintritt ist frei.

Von 11 bis 17 Uhr gibt es am Bienenhaus im Eingangsbereich des
Tier-Natur-Erlebnisparks Wissenswertes und Interessantes ĂŒber die
fleißigen Bienen. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem
Imkerverein Freiburg statt. FĂŒr Fragen stehen dessen Imker den
ganzen Tag zur VerfĂŒgung. Sie erklĂ€ren zum Beispiel, worin sich
Königin, Arbeiterinnen und Drohnen unterscheiden, womit die Brut
gefĂŒttert wird und was mit den Bienen im Winter passiert. Auch Honig
vom Mundenhof, Produkte aus Honigwachs und Nistmöglichkeiten
fĂŒr Wildbienen (sogen. „Bienenhotels“) gibt es am Bienenhaus zu
kaufen.


Um 14.30 Uhr hÀlt Lothar DÀhn, der ehemalige Vorsitzende des
Imkervereins, einen etwa halbstĂŒndigen Open-Air-Vortrag ĂŒber Honig
und die Bienenhaltung.

Um 12, 13, 14 und 15 Uhr gibt es FĂŒhrungen in den neuen
Bienengarten. Von 11.30 bis 16.30 Uhr findet zudem stĂŒndlich eine
FĂŒhrung zu den Bienen statt. Damit das nicht schmerzhaft wird,stehen SchutzanzĂŒge in ausreichender Zahl zur VerfĂŒgung. Zusehen gibt es diesmal (noch) mehr als sonst, nachdem Kinder undJugendliche der „Werkstatt-Schule“, der Straßenschule und derAlbert-Schweizer-Schule III beim Bienenhaus einen Bienengarten eingerichtet haben, der am Sonntag natĂŒrlich auch zugĂ€nglich ist.
 
 

 
NABU startet Kampagne "SOS fĂŒrs Meer"
Miller: Deutschland droht beim Schutz der marinen Artenvielfalt vor der HaustĂŒr zu versagen / Bundesminister Gabriel, Dobrindt und Schmidt mĂŒssen zu MeeresschĂŒtzern werden

Der NABU hat die Bundesregierung aufgefordert, die Meere vor der HaustĂŒr besser zu schĂŒtzen. In den Schutzgebieten in Nord- und Ostsee stehen Wirtschaftsinteressen nach wie vor im Vordergrund. Zum Tag des Meeres am 8. Juni startet die Kampagne „SOS fĂŒrs Meer“. Darin appelliert der NABU eindringlich an die Bundesminister fĂŒr Wirtschaft, Verkehr und Landwirtschaft, mit den Naturschutzgebietsverordnungen fĂŒr die Gebiete in der AWZ die Weichen fĂŒr einen wirksamen Meeresschutz zu stellen. Ziel ist es, die Minister daran zu erinnern, was auf dem Spiel steht.

„Die Bundesminister Gabriel, Dobrindt und Schmidt mĂŒssen selbst zu MeeresschĂŒtzern werden und endlich etwas fĂŒr die an unseren KĂŒsten verschwundenen und bedrohten Arten und LebensrĂ€ume wie Schweinswal, Sandkoralle und Seegraswiese tun“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. Über www.NABU.de/sosfuersmeer sollen sich die Menschen direkt an die Minister wenden, damit sich diese persönlich fĂŒr effektive Schutzgebiete einsetzen und den Raubbau im Meer beenden.

Rund ein Drittel der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone von Nord- und Ostsee (AWZ), dem Seegebiet zwischen 12 und 200 Seemeilen, stehen unter Schutz ­– eine Spitzenposition im europĂ€ischen Vergleich. Das Problem ist nur, dass in den Schutzgebieten auch zukĂŒnftig alles erlaubt sein soll, was auch außerhalb an potentiell schĂ€dlichen AktivitĂ€ten stattfindet, von Fischerei ĂŒber Schifffahrt bis zum Rohstoffabbau. Selbst seismische Untersuchungen, Öl- und Gasförderung oder Fracking sind nach jetzigem Verordnungsentwurf nicht verboten.

„WĂ€hrend sich Deutschland international immer wieder fĂŒr den Meeresschutz einsetzt, drohen wir beim Schutz der marinen Artenvielfalt vor der eigenen HaustĂŒr wiederholt zu versagen“, so Miller. Über die VerordnungsentwĂŒrfe der sechs Naturschutzgebiete tobt ein offener Streit zwischen MeeresschĂŒtzern und Meeresnutzern, zwischen UmweltverbĂ€nden auf der einen und Angel-, Tourismus- und WirtschaftsverbĂ€nden auf der anderen Seite. Ähnlich kontrovers geht es zwischen dem eigentlich federfĂŒhrenden Bundesumweltministerium und den drei Nutzerministerien zu. „Unter dem Druck eines EU-Vertragsverletzungsverfahrens wegen verspĂ€teter Umsetzung der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie haben die Ministerien fĂŒr Wirtschaft, Verkehr und Landwirtschaft dem Umweltministerium so weitgehende ZugestĂ€ndnisse abgerungen, dass die VerordnungsentwĂŒrfe weder dem dramatisch schlechten Zustand von Nord- und Ostsee gerecht werden noch den Vorgaben des europĂ€ischen Umweltrechts“, kritisierte NABU-Leiter Meeresschutz Kim Detloff.

Jetzt steht die zweite Runde der Ressortabstimmung bevor, dann gehen die Verordnungen zum Beschluss in das Bundeskabinett. „Es bleibt nicht viel Zeit, aus schlechten EntwĂŒrfen ein echtes Instrument des Meeresnaturschutzes zu machen. Der Ball liegt bei den Bundesministern Gabriel, Dobrindt und Schmidt. Sie mĂŒssen Verantwortung ĂŒbernehmen und zu ZugestĂ€ndnissen bereit sein, um den Meeren eine Zukunft zu geben“, so Detloff. Am Beispiel an unseren KĂŒsten verschwundener und stark bedrohter Arten und LebensrĂ€ume beschreibt die Kampagne „SOS fĂŒrs Meer“ den dramatischen Verlust der marinen Vielfalt in den vergangenen Jahrzehnten, benennt Ursachen und zeigt, wer dafĂŒr politische Verantwortung trĂ€gt.
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NABU: Windenergie-Lobby leugnet Artenschutzproblematik
NABU erkennt Parallelen zu Klimawandelskeptikern / Miller: Bestehende Konflikte lösen statt wissenschaftliche Ergebnisse leugnen

Der NABU kritisiert den erneuten Versuch von Teilen der Windenergie-Branche scharf, wissenschaftliche Erkenntnisse zum Artenschutz beim Ausbau der Windenergie abzuwerten. Hintergrund ist eine fĂŒr den morgigen Donnerstag angekĂŒndigte kritische Stellungnahme des ehemaligen MdB Hans-Josef Fell und des Schweizer IngenieurbĂŒros KohleNusbaumer zu einer bisher unveröffentlichten, vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Studie zu den Auswirkungen von Windkraftanlagen auf Vögel. Diese sogenannte PROGRESS-Studie ist die umfassendste und reprĂ€sentativste Studie zur tatsĂ€chlichen Zahl von Vogelkollisionen an Windkraftanlagen und die daraus abzuleitenden Folgen fĂŒr die Populationen. Sie wurde von einem Konsortium unabhĂ€ngiger FachbĂŒros und UniversitĂ€ten durchgefĂŒhrt und kommt zu dem Ergebnis, dass Windkraftanlagen tatsĂ€chlich Auswirkungen auf VogelbestĂ€nde haben. Die Windenergie-Branche um den ehemaligen MdB Fell, versucht diese Ergebnisse durch die Vorstellung einer Gegenstudie abzuwerten.

„Inzwischen erinnert der missionarische Eifer lautstarker Teile der Windenergiebranche beim Konflikt zwischen Artenschutz und Windenergie an das Vorgehen der Klimaskeptiker. Diese versuchen durch wiederholtes Infrage stellen wissenschaftlicher Erkenntnisse Zweifel an der Existenz des Klimawandels zu streuen, um dadurch den Ausbau erneuerbarer Energien zu verhindern. Stattdessen wĂ€re es dringend notwendig, dass sich die Windenergie-Branche den nachgewiesenen Problemen stellt und gemeinsam mit Behörden, Fachexperten und UmweltverbĂ€nden praktische Lösungen entwickelt und umsetzt,“ sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller.

Die Ergebnisse der PROGRESS-Studie wurden im Januar in Teilen in der SĂŒddeutschen Zeitung veröffentlicht, ein Interview mit den Autoren dazu in der Fachzeitschrift „Der Falke“. Sie bestĂ€tigen, dass die Schlagopferzahlen fĂŒr die meisten Vogelarten nicht bestandsrelevant sind, zeigt aber gleichzeitig, dass einige Vogelarten so stark betroffen sind, dass von einer GefĂ€hrdung der heimischen Populationen durch die Windkraft ausgegangen werden muss. Insbesondere fĂŒr den deutschlandweit verbreiteten MĂ€usebussard belegt die Studie fĂŒr den norddeutschen Raum eine Rate von 0,48 erschlagenen Individuen pro Windrad und Jahr. Deutschlandweit muss daher bei gut 26.000 bestehenden Windkraftanlagen von ĂŒber 12.000 getöteten MĂ€usebussarden pro Jahr ausgegangen werden – bei einem Bestand von etwa 100.000 Brutpaaren. Berechnungen im Rahmen der PROGRESS-Studie zeigen, dass in Regionen mit fortgeschrittenem Ausbaustand der Windenergie Populationsabnahmen mit dieser Sterblichkeit erklĂ€rt werden können. Die aktuelle starke Bestandsabnahme im besonders windenergiereichen Schleswig-Holstein bestĂ€tigt diese Erkenntnis bereits heute.

Deswegen muss aus NABU-Sicht beim weiteren Ausbau der Windenergie RĂŒcksicht auf den MĂ€usebussard oder andere betroffene Arten wie den Rotmilan genommen werden, was der ehemalige Bundestagsabgeordnete Hans-Josef Fell und der Schweizer Windkraftentwickler Oliver Kohle nicht akzeptieren wollen. Stattdessen kĂŒndigen sie eine „Studie“ an, die die Aussagen der PROGRESS-Studie in Frage stellt. Unter anderem behaupten Fell und Kohle, dass der Bestand des MĂ€usebussards parallel zum Bau von Deutschlands 26.000 WindrĂ€dern angestiegen sei. Das Gegenteil ist der Fall: Nach den offiziellen Monitoringdaten, die in Deutschland vom Programm zum Monitoring von Greifvögeln und Eulen erhoben werden, nahm der bundesweite MĂ€usebussard-Bestand zwar von 1988 bis 2006 leicht zu, anschließend bis zum Ende der Datenreihe im Jahr 2013, also parallel zum Ausbau der Windkraft, jedoch um mindestens 30 Prozent ab. Dabei ist davon auszugehen, dass in diesen Zahlen stĂ€rkere Abnahmen in windenergiereichen Gegenden Norddeutschlands durch bessere Trends im windkraftarmen SĂŒden zum Teil ausgeglichen werden.

„Das Ergebnis der PROGRESS-Studie ist der erste Hinweis darauf, dass allein das Einhalten von MindestabstĂ€nden zwischen gefĂ€hrdeten Vogelvorkommen und WindrĂ€dern, wie sie im sogenannten ‘HelgolĂ€nder Papier‘ der staatlichen Vogelschutzwarten formuliert sind, nicht ausreicht, um alle Vogelarten ausreichend zu schĂŒtzen. FĂŒr den MĂ€usebussard wird darin bisher kein Mindestabstand gefordert“, so Miller.

Der NABU fordert daher in diesem und Ă€hnlichen FĂ€llen, den weiteren Ausbau der Windenergie an die Populationsentwicklung der betreffenden Art zu koppeln und dadurch geltendem Artenschutzrecht zu entsprechen. Nur wenn die Population der Art in einem bestimmten Bundesland nicht weiter abnimmt, dĂŒrften neue Genehmigungen fĂŒr WEA im Vorkommensgebiet der Art erteilt werden. Dann wĂ€re ein weiterer Ausbau der Windenergie im betreffenden Bundesland möglich, solange Maßnahmen getroffen wĂŒrden, um die regionalen BestĂ€nde der Art zu stĂŒtzen. Diese sollten sowohl eine Minderung der Auswirkungen der Windenergieanlagen beinhalten (RĂŒckbau besonders kollisionstrĂ€chtiger Anlagen, großflĂ€chiges Freihalten besonders wichtiger Vorkommensgebiete und notfalls auch MindestabstĂ€nde) als auch Maßnahmen zur Verringerung der MortalitĂ€t durch andere Ursachen (illegale Verfolgung, Straßenverkehr) und Maßnahmen zur Erhöhung des Bruterfolges (Lebensraumverbesserungen u.a. durch gezielte Agrarumweltmaßnahmen oder spezielle Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen). Ein gezieltes Monitoring der betreffenden Population muss die Wirksamkeit der Maßnahmen belegen, wovon die GenehmigungsfĂ€higkeit neuer WEA abhĂ€ngt. Mit dieser Vorgehensweise wĂ€re es möglich, den notwendigen weiteren Ausbau der Windenergie im Sinne einer naturvertrĂ€glichen Energiewende mit dem Schutz gefĂ€hrdeter Arten zu verbinden.
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NABU: Mit mehr Auen- und GrĂŒnlandschutz Folgen von Unwettern mildern
Umdenken in der Landwirtschaft und Neuausrichtung der GewÀsserpolitik nötig

Angesichts der Folgen starker Unwetter in vielen Regionen Deutschlands drÀngt der NABU auf einen Kurswechsel in der Agrar- und GewÀsserpolitik und mahnt einen grundlegenden Bewusstseinswandel an.

„Extreme Wetterereignisse wie derartige Starkregen werden in den nĂ€chsten Jahren und Jahrzehnten vielerorts zunehmen, das zeigen die Klimaprognosen. Es kommt nun darauf an, welche SchlĂŒsse wir daraus ziehen. Verhindern lassen sich diese Ereignisse nie völlig, wir können aber alles daran setzen, die Auswirkungen zu mildern“, so NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller.
Menschliches Handeln habe an vielen Stellen dafĂŒr gesorgt, dass NiederschlĂ€ge weniger in der FlĂ€che zurĂŒck gehalten werden und schneller in die BachlĂ€ufe gelangen. Dies geschieht beispielsweise durch die Intensivierung der Landwirtschaft, die technische EntwĂ€sserung und die Versiegelung des Bodens fĂŒr Siedlungs- und Verkehrszwecke.

„In den vergangenen 200 Jahren wurden FlĂŒsse begradigt, Auen bebaut und viele FlĂ€chen mit Beton und Asphalt versiegelt. In der Landwirtschaft bewirkt der RĂŒckgang von Wiesen und Weiden einen Verlust von RĂŒckhalteflĂ€chen. Anstatt langsam zu versickern, lĂ€uft das Regenwasser schnell in die BĂ€che und FlĂŒsse ab und lĂ€sst diese rasant anschwellen“, so Miller weiter. Gerade der in den vergangenen Jahren verstĂ€rkte Maisanbau könnte hier besonders lokal ein Problem darstellen, hier lĂ€uft das Wasser viel schneller ab als auf Wiesen und Weiden oder mit Getreide bestandenen AckerflĂ€chen. „Auf mehr als 20 Prozent der Äcker steht mittlerweile Mais, in manchen Regionen ist der Anteil noch viel höher. Wenn dann noch Hanglagen hinzukommen, kann dies bei starken NiederschlĂ€gen zum Problem werden“, so Miller.

Ähnlich gestalte es sich in Einzugsgebieten mit einem hohen Anteil versiegelter FlĂ€chen. „Hier rĂ€cht es sich, dass in der Vergangenheit vielfach keine RĂŒcksicht auf die lokalen Gegebenheiten genommen und in die natĂŒrlichen ÜberflutungsflĂ€chen hinein gebaut wurde. Wenn dann noch der Lauf begradigt und die GewĂ€sserbetten kĂŒnstlich eingeengt wurden, kann das katastrophale Ausmaße annehmen, wie viele Menschen gerade wieder leidvoll erfahren mussten“, so Miller.

Hier brauche es ein Umdenken nicht zuletzt auch auf kommunaler Ebene. Der Vorsorgegedanke mĂŒsse gegenĂŒber kurzfristigen Interessen viel stĂ€rker in der kommunalen Bauplanung berĂŒcksichtigt werden, die dezentrale Versickerung von Regenwasser könne da nur ein erster, aber gleichwohl relativ leicht umzusetzender Anfang sein. „Die Informationsgrundlagen sind dank der EU-Hochwassermanagementrichtlinie da, die Hochwassergefahrenkarten im Internet ganz einfach abrufbar. Jede Gemeinde sollte prĂŒfen, wie verletzlich sie durch Starkregenereignisse oder andere Wetterextreme wie StĂŒrme oder Hitzeperioden ist und daraus die richtigen SchlĂŒsse fĂŒr eine langfristige Anpassungsplanung ziehen“, so Miller.

Der NABU fordert eine umweltvertrĂ€glichere GewĂ€sserpolitik und setzt sich fĂŒr ein Bundesprogramm „Blaues Band“ ein. Ziel ist es, den ökologischen Zustand unserer GewĂ€sser zu verbessern. Bislang weist nur jeder zehnte Fluss oder Bach in Deutschland einen „guten Zustand“ auf, wie ihn die EU fordert und wie er bis zu diesem Jahr eigentlich fĂŒr alle FließgewĂ€sser erreicht sein sollte. Die NABU-Forderung nach einem Bundesprogramm zur ökologischen Entwicklung von Bundeswasserstraßen hat die Bundesregierung in ihren Koalitionsvertrag aufgenommen. Aktuell erarbeitet eine Gruppe aus Vertretern des Verkehrs- und Umweltministeriums, wie das Programm konkret aussehen soll. Dem Bund kommt dabei, nach Ansicht des NABU, besondere Verantwortung zu: Er ist EigentĂŒmer aller als Bundeswasserstraßen eingestuften FlĂŒsse in Deutschland. Um sie zu verbessern, könnte die laufende Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes hilfreich sein. Neue Einstufungen der FlĂŒsse anhand ihrer tatsĂ€chlichen Bedeutung fĂŒr den GĂŒtertransport und damit kĂŒnftig besser am Bedarf ausgerichtete Maßnahmen können den Druck auf die FlĂŒsse deutlich reduzieren.

Hintergrund zu den aktuellen Ereignissen und NABU-Forderungen:

Besonders betroffen waren Mittelgebirgsregionen. Bei solchen starken Unwettern wird in der Regel immer der gesamte Talboden geflutet. Wegen der Besiedelung der FlĂ€chen ist in diesen Regionen der Platz beengt und der Fluss hat wenig Raum. FrĂŒher gab es dort mehr Moore, die Wasser aufgenommen und es ĂŒber Wochen wieder abgegeben haben. Heute sind die Berglagen in aller Regel erschlossen und werden vielfach intensiv forstlich bzw. landwirtschaftlich genutzt. Nicht selten transportieren Drainagen und GrĂ€ben das Wasser auch noch beschleunigt in das Tal.

Insgesamt ist die FĂ€higkeit unserer Landschaft, Niederschlag zurĂŒckzuhalten, durch Nutzungen in den vergangenen Jahrhunderten stark reduziert worden. FĂŒr das dadurch schneller abfließende Niederschlagswasser fehlt in den besiedelten Auen der Abflussquerschnitt, also die Menge Wasser, die gespeichert werden kann, wenn man den Querschnitt senkrecht zur Fließrichtung bildet. Mit kĂŒnstlichem Retentionsersatz (RĂŒckhaltebecken) wird aus NABU-Sicht daher nur wenig erreicht, da diese an jedem Taleingang errichtet werden mĂŒssten. DarĂŒber hinaus fehlen fĂŒr solche Becken der Platz und das Aufnahmevolumen.

Was ist zu tun?
Der NABU spricht sich fĂŒr eine wesentliche Verbesserung natĂŒrlicher RĂŒckhalteflĂ€chen in Bergregionen durch eine strikt nachhaltige Landnutzung aus. Dazu zĂ€hlt vor allen Dingen die Erhöhung der natĂŒrlichen Speicherfunktion durch Moore, Humus-Bildung, naturnahe WĂ€lder sowie die Beseitigung von Drainagen und EntwĂ€sserung außerhalb von Siedlungen. Neben dem meist bestehenden technischen Hochwasserschutz ist vor allem die Schaffung von Abflussmöglichkeiten durch eine umfassende Auenentwicklung notwendig, ein Bauverbot in Gefahrengebieten und die Anpassung der kommunalen Raumplanung an mögliche Gefahrensituationen durch Unwetter.
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