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Verschiedenes

NABU: Weniger Mehlschwalben und Mauersegler
Kinder beobachten Vögel / Foto: NABU / S. Hennigs
 
NABU: Weniger Mehlschwalben und Mauersegler
45.000 Teilnehmer bei Mitmachaktion "Stunde der Gartenvögel" / Haussperling bleibt Spitzenreiter vor Amsel und Kohlmeise

Die beiden FlugkĂŒnstler Mehlschwalbe und Mauersegler sind die Verlierer der „Stunde der Gartenvögel“. Mit Platz elf bei der Mehlschwalbe und Platz zwölf beim Mauersegler setzt sich der AbwĂ€rtstrend der vergangenen Jahre fort. Seit Beginn der Laien-VogelzĂ€hlung ist in den vergangenen zehn Jahren ein RĂŒckgang um 41 Prozent bei der Mehlschwalbe, beim Mauersegler sogar um 45 Prozent, zu beobachten. Spitzenreiter bleiben Haussperling, Amsel und Kohlmeise mit den PlĂ€tzen eins bis drei. Ein Comeback feiert der Star, der in den GĂ€rten hĂ€ufiger zu beobachten war. Insgesamt beteiligten sich 45.000 Menschen an der Citizen-Science-Aktion von NABU, NAJU und ihrem Partner in Bayern, dem Landesbund fĂŒr Vogelschutz (LBV). Insgesamt wurden 1,1 Millionen Vögel beobachtet, der Schnitt lag bei bundesweit 36,8 Vögeln pro Garten.

„Mauersegler und Mehlschwalbe sind typische Siedlungsvögel und brĂŒten fast ausschließlich in StĂ€dten und Dörfern, so dass die Ergebnisse fĂŒr den gesamten Bestand in Deutschland sprechen“, sagte NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann. „Ein Grund ist der Verlust von BrutplĂ€tzen an gedankenlos renovierten HĂ€usern, zum Teil sogar mutwillige und illegale Zerstörung von Nestern. Zum anderen aber spielt sicher auch der RĂŒckgang ihrer Fluginsektennahrung eine wichtige Rolle“, so Lachmann weiter. Wissenschaftler beobachten einen alarmierenden RĂŒckgang von Fluginsekten in den vergangenen 15 Jahren, so sei die Abnahme beider Arten nur eine logische Konsequenz. „Sie ernĂ€hren sich vom sogenannten Luftplankton, also von durch den Wind aus einem großen Einzugsgebiet in hohe Luftschichten verfrachteten und dort gleichmĂ€ĂŸig verteilten Insekten“, so Lachmann. FĂŒr die gleiche Menge an Futter mĂŒssten sie nun viel weiter fliegen. Sie können nicht wie andere insektenfressende Vögel gezielt Stellen aufsuchen, an denen noch genĂŒgend Insekten leben und leiden vermutlich daher besonders am allgemeinen Insektenschwund.

Insekten werden weniger durch die intensive und flĂ€chendeckende Verwendung von Insektengiften in der Landwirtschaft, teilweise kommt Gift auch immer noch in GĂ€rten und öffentlichem GrĂŒn zum Einsatz. Insbesondere eine neue Generation von Insektengiften, sogenannte Neonikotinoide, stehen im Verdacht, den massiven RĂŒckgang in den vergangenen 15 Jahren beschleunigt zu haben, da deren zunehmende Verwendung mit dem zeitgleich beobachteten Zusammenbruch der InsektenbestĂ€nde zusammenfĂ€llt. Vor diesem Hintergrund fordert der NABU eine echte ökologische Agrarreform und weniger Gift in der Landschaft sowie einen Verzicht auf Gift im Garten. Mit der Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ engagiert er sich fĂŒr Nistmöglichkeiten.

Positiv ist das „Comeback“ des Stars, der Rang vier belegt. In diesem Jahr erreichte er mit 2,64 Vögeln pro Garten wieder Bestwerte, nachdem die vergangen Jahre leicht rĂŒcklĂ€ufig waren. Möglicherweise hat der besonders milde Winter diesem Kurzstreckenzieher geholfen. Er ĂŒberwintert bereits im Westen Deutschlands, in den Benelux-LĂ€ndern, Frankreich und in Großbritannien. Der Stieglitz, Vogel des Jahres 2016, konnte in jedem achten Garten beobachtet werden und belegt Rang 25 und damit die beste Platzierung seit Beginn der VogelzĂ€hlung. Diese grĂ¶ĂŸere Bekanntheit durch seine KĂŒr zum Vogel des Jahres kann der bunte und beliebte Stieglitz gut gebrauchen, da er in den vergangenen 25 Jahren erhebliche Bestandseinbußen hinnehmen musste. Ein Grund ist der RĂŒckgang von Wildblumenwiesen, von deren Samen er sich ernĂ€hrt.

In diesem Jahr wurde ein Rekord gebrochen: Mit 11,56 verschiedenen gemeldeten Arten pro Garten konnte der bisherige Spitzenwert bei der „Stunde der Gartenvögel“ erreicht werden. „Diese Entwicklung seit Start der Aktion zeigt, dass die Menschen die Vögel in ihrem Garten immer besser kennen und auch seltenere Arten bestimmen können. DarĂŒber freuen wir uns sehr, weil es ein wichtiges Ziel der Aktion ist, Bewusstsein fĂŒr die Natur vor der HaustĂŒr schaffen. Nur wer die Natur in seiner Umgebung kennt, kann sie auch schĂŒtzen“, so Lachmann.
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Vor 20 Jahren:
Usine Kaysersberg & Rheinverschmutzung
 
Vor 20 Jahren:
Eine ökologische Zeitenwende 1996 (nicht nur) am Oberrhein

Es ist immer schwierig und immer auch falsch, den Ort und Zeitpunkt einer „Zeitenwende“ punktgenau bestimmen zu wollen. Dennoch könnte aus regionaler Sicht ein umweltpolitischer Erfolg vor 20 Jahren am Oberrhein fĂŒr eine solche Wende stehen.


Rot, blau, gelb...
in allen Regenbogenfarben fĂ€rbte sich bis vor zwei Jahrzehnten der Rhein unterhalb der beiden Rohre der elsĂ€ssischen Papierfabrik Kaysersberg gegenĂŒber von Breisach. Eine erste BUND-Recherche ergab, dass hier tatsĂ€chlich die letzte Papierfabrik am Oberrhein noch ohne KlĂ€ranlage arbeitete und seit vielen Jahrzehnten mit Farben und Schwermetallen den Rhein vergiftete.

"Eine KlÀranlage muss her",
unter diesem Motto kĂ€mpften der BUND mit UnterstĂŒtzung von Alsace Nature gemeinsam gegen die aus heutiger Sicht unglaubliche Rheinverschmutzung an. Die klassische Umweltverschmutzung wurde mit den klassischen Methoden der UmweltverbĂ€nde angegangen und im Jahr 1996 beugte sich die Usine Kaysersberg dem Druck und eine moderne KlĂ€ranlage wurde eingebaut.

Nach Ansicht von BUND-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Axel Mayer
endete mit diesem Erfolg am Oberrhein die Hauptzeit der „klassischen alten, offen, sichtbaren“ Umweltverschmutzung im Bereich der Wasserverschmutzung.
Vorangegangen waren die großen ökologischen Konflikte und KĂ€mpfe um FCKW und Ozonloch, die Debatte und vielfĂ€ltige Aktionen und Demos auch in SĂŒdbaden und im Schwarzwald gegen das Waldsterben und gegen die massive Luftverschmutzung, die schon 1974 mit der erfolgreichen Bauplatzbesetzung gegen ein umweltvergiftendes Bleichemiewerk in Marckolsheim (F) begonnen hatten.

„Gut und Böse“ waren in diesen frĂŒhen Konflikten noch einfacher auseinander zu halten
und Durchsetzungsstrategien und Greenwash fĂŒr Umweltzerstörung war noch nicht so perfekt wie heute.
Die Proteste und Aktionen von BUND und Umweltbewegung gegen das Waldsterben und fĂŒr saubere Luft, reinere FlĂŒsse, fĂŒr alternative Energien und fĂŒr eine menschengerechte Umwelt fĂŒhrten mittel- und langfristig zu massiven Verbesserung der Umweltsituation und zu einer Zunahme des Umweltbewusstseins. Gesetze wurden auf Druck der Umweltbewegung und gegen die Lobbyisten verschĂ€rft, der PKW-Katalysator wurde eingefĂŒhrt, verbleites Benzin wurde verboten, Kraftwerke und Industrieanlagen wurden entstickt, entschwefelt und zum Teil technisch auch sicherer. Der Konflikt um die Flachglasfabrik im Elsass fĂŒhrte dazu, dass diese – entgegen der ursprĂŒnglichen Planung – eine Entstickungsanlage erhielt.

Eine von vielen Ursachen der Walderkrankungen
war der Ausstoß von Schwefeldioxid und der damit verbundene saure Regen. Hier brachte der Protest die grĂ¶ĂŸten Erfolge. "So konnten zum Beispiel alleine in Baden-WĂŒrttemberg die SO2-Emissionen von 334.200 Tonnen 1973 auf 58.800 Tonnen 1995 reduziert werden, was einem RĂŒckgang um ĂŒber 80 % entspricht." schreibt die LUBW Baden-WĂŒrttemberg.

Um das Jahr 1996 endete am Oberrhein und in Deutschland langsam das Zeitalter
der "alten, offenen, sichtbaren Umweltverschmutzung“ auch wenn die immer noch laufenden AKW an die damalige Zeit erinnern. Auch „RĂŒckfĂ€lle“ sind immer möglich. Dies zeigt u.a. die Jagstkatastrophe im Jahr 2015, bei der die grob fahrlĂ€ssige Lagerung großer Mengen StickstoffdĂŒnger in unmittelbarer GewĂ€ssernĂ€he und eine nicht vorbereitete Feuerwehr zu einem riesigen Fischsterben fĂŒhrte.

Und 2016? Andere, neue, weniger sichtbare Probleme
Die Situation von Mensch, Ntur und Umwelt ist trotz aller, mĂŒhsam erkĂ€mpfter Fortschritte regional und global nicht unbedingt besser geworden. Die Probleme haben sich verĂ€ndert und sind weniger "sichtbar". Die aktuellen, großen Herausforderungen fĂŒr den BUND und die Umweltbewegung sind die Fragen der Nachhaltigkeit, des Klimawandels und des endgĂŒltigen Atomausstiegs, die regional und global bedrohte BiodiversitĂ€t und der FlĂ€chenverbrauch, die absehbare Endlichkeit der fossilen Energieressourcen und Rohstoffe, die BekĂ€mpfung von Fluchtursachen, Innenweltverschmutzung und die Beantwortung der Frage, wie sich nach dem jetzigen Zeitalter der Habgier und des Raubbaus mit einem massiv verringerten Input an Energie, Rohstoffen und Arbeitszeit ein gutes Leben fĂŒhren lĂ€sst. Dazu kommt die Bedrohung des Weltfriedens durch zunehmende soziale Ungleichheit, Ressourcenkriege und durch die Verbreitung von Bio- und Atomwaffen. Die HintergrĂŒnde vieler aktueller Probleme sind Habgier, undemokratische Banken- und Konzernmacht, Freihandel, StaatsglĂ€ubigkeit, BĂŒrokratie, Deregulierung der FinanzmĂ€rkte, Überkonsum, Wachstumswahn, soziales Unrecht, Energie-, Rohstoff- und Arbeitszeitverschwendung... Wir leben in einem System, das nur funktioniert, wenn es wĂ€chst und sich damit zwangslĂ€ufig selbst zerstört. Am Oberrhein haben wir mit viel MĂŒhen in Teilbereichen die globalen Zerstörungsprozesse entschleunigt. Es gibt fĂŒr den BUND und die Umweltbewegung noch viel zu tun.

Eines steht 20 Jahre nach dem wichtigen Erfolg fĂŒr einen sauberen Rhein fest:
„Die Umweltbewegung wird fĂŒr das gelobt, was sie in der Vergangenheit getan und erreicht hat und sie wird dafĂŒr kritisiert, was sie aktuell fordert und durchsetzen will“
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BĂŒndelung der Hochspannungstrassen am SĂŒdlichen Oberrhein
Regionalpolitik unterstĂŒtzt BUND-Forderung
Wer mit offenen Augen durch die Landschaft am SĂŒdlichen Oberrhein, insbesondere durch die Rheinebene fĂ€hrt, sieht neben Mais und einer zusammenwachsenden Bandstadt entlang der Vorbergzone, an vielen Stellen parallel gefĂŒhrte Hochspannungstrassen. Die aktuelle Planung, das StromĂŒbertragungsnetz zu verstĂ€rken, die geplante "380-kV-NetzverstĂ€rkung Daxlanden-Eichstetten“ bietet jetzt die einmalige Chance die Energiewende auch einmal fĂŒr den Landschaftsschutz zu nutzen. Dort wo heute zwei bis drei Hochspannungstrassen die Landschaft durchschneiden, sollte nach Ansicht von BUND-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Axel Mayer eine ZusammenfĂŒhrung auf eine einzige Trasse ernsthaft geprĂŒft werden. Es stellt sich auch die Frage, ob nicht an vielen Stellen alle notwendigen "Scheußlichkeiten" der Rheinebene - Autobahn, Neubautrasse der Bahn und Hochspannungstrassen - zusammen laufen könnten, um Mensch, Natur und Landschaft in der stark belasteten Ebene zu entlasten.
Um die notwendige Debatte zu eröffnen, hatte der BUND-Regionalverband unter anderem die Herren LandrÀte Hurth (Emmendingen), Scherrer (Ortenaukreis) und RegierungsprÀsidentin SchÀfer angeschrieben.
Sie finden die Briefe unter http://www.bund-rvso.de/hochspannungstrassen-buendeln.html
Da die Planungen langsam konkreter werden und da immer mehr KommunalpolitikerInnen von den Betreibern angeschrieben werden, senden wir Ihnen AuszĂŒge aus den erfreulichen Antwortbriefen:
* “ Die Zusammenlegung und BĂŒndelung von Energieleitungen liegt grundsĂ€tzlich auch im Interesse des RegierungsprĂ€sidiums Freiburg. Ich habe deshalb meine zustĂ€ndige Fachabteilung gebeten, Ihr Schreiben an TransnetBW als VorhabentrĂ€gerin weiterzuleiten, damit Ihre Anregung dort im Rahmen der weiteren PlanungsĂŒberlegungen geprĂŒft werden kann. In den anstehenden Genehmigungsverfahren wird das RegierungsprĂ€sidium Freiburg selbstverstĂ€ndlich im Rahmen des technisch und rechtlich Möglichen auf eine Minimierung der mit dem Vorhaben verbundenen Eingriffe hinwirken.“
RegierungsprÀsidium Freiburg, RegierungsprÀsidentin SchÀfer
* „Wie ich Ihnen bereits mĂŒndlich mitgeteilt habe, wĂ€re fĂŒr ein rechtlich notwendiges Planfeststellungsverfahren nicht das Landratsamt sondern das RegierungsprĂ€sidium (Freiburg und Karlsruhe) zustĂ€ndig. Gleichwohl halte ich Ihren Vorschlag, mehrere Trassen zu einer einzigen, möglichst ortsfernen und landschaftsschonenden Trasse zusammenzufĂŒhren, fĂŒr sinnvoll und naheliegend. Die Kreisverwaltung wird deshalb einen entsprechenden Vorschlag gerne im noch durchzufĂŒhrenden Verfahren unterstĂŒtzen.“
Landratsamt Emmendingen, Landrat Hurth
* „Die Belastung des Landschaftsbildes durch Hochspannungsfreileitungen könnte mit der BĂŒndelung der verschiedenen Trassen zu einer Trasse deutlich gemindert werden. Die Modernisierung der bestehenden Leitungen oder Umstellung auf höhere Übertragungsleitungen kann Anlass bieten, BĂŒndelungsmöglichkeiten zu prĂŒfen. Seitens des Landratsamtes Ortenaukreis wird derzeit geprĂŒft, auf welchen politischen Ebenen eine Abstimmung der Positionen der von der Maßnahme betroffenen Landkreise und Kommunen erfolgen kann und soll. Im Rahmen dieser Vorabstimmungen werden auch die Anregungen des BUND diskutiert.“
Landratsamt Ortenaukreis , Landrat Scherrer
Wir wĂŒrden uns sehr freuen, wenn die Medien dieses wichtige (nicht nur) Landschaftsschutz-Thema aufgreifen, recherchieren und darĂŒber berichten wĂŒrden. Wichtig ist auch die Frage, ob auf der verstĂ€rkten Trasse Ökostrom oder Braunkohlestrom nach SĂŒden geleitet werden soll.
Der Konflikt um die TrassenbĂŒndelung wird nicht einfach, denn die unterschiedlichen Trassen gehören unterschiedlichen Konzernen. Wir sehen die Chance, die geschundene Landschaft in der Rheinebene zumindest in Teilbereichen aufzuwerten. Es gĂ€be vermutlich ein grĂ¶ĂŸeres öffentliches Interesse am Thema, wenn wir "seehofern" und die unterirdische Verlegung der Trassen fordern wĂŒrden. Doch in Zeiten einer immer noch sehr großen Staatsverschuldung und zunehmender privater Armut gehört zu Ökologie und Nachhaltigkeit immer auch ein Blick auf die Kosten fĂŒr die Allgemeinheit.
Mit freundlichen GrĂŒĂŸen
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Autor: Axel Mayer, BUND GeschĂ€ftsfĂŒhrer

 
Umweltbewusster Umgang mit Regenwasser
Neue BroschĂŒre zur naturvertrĂ€glichen Regenwasserbewirtschaftung liegt vor

In der Vergangenheit galt die Devise, das Regenwasser in der
Stadt so schnell wie möglich durch die Kanalisation abzuleiten
und der KlĂ€ranlage (Mischkanalisation) zuzufĂŒhren. Dies
verschÀrfte unter anderem hÀufig die Hochwassergefahr,
ĂŒberlastete die Kanalisation und die KlĂ€ranlagen, zusĂ€tzlich
konnte auch Schmutzwasser in die GewÀsser gelangen.

Heutzutage gibt es aber verschiedene Möglichkeiten der
naturvertrÀglichen Regenwasserbewirtschaftung. Eine davon
ist, sauberes Niederschlagswasser bei geeigneten
Bedingungen versickern zu lassen. Eine andere Lösung ist,
das Regenwasser ortsnah in ein GewÀsser oder Graben
einzuleiten. FlÀchen können entsiegelt oder mit
wasserdurchlÀssigem Belag befestigt werden. Eine weitere
Möglichkeit ist das Dach zu begrĂŒnen; hier verbleibt ein großer
Anteil des Regenwassers auf dem Dach und verdunstet. Mit
diesem Nebeneffekt leisten die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger einen
Beitrag zu einem angenehmeren Klima in der Stadt. Auch
kann Regenwasser in Zisternen gesammelt und
beispielsweise der Garten bewÀssert werden.

Egal, fĂŒr welche Varianten sich EigentĂŒmerinnen und
EigentĂŒmer sowie Planer entscheiden, Ziel ist immer ein
umweltbewusster Umgang mit Regenwasser. Mit einer
naturvertrÀglichen Lösung können der Anteil des zur
KlÀranlage abzuleitenden Regenwassers und der Eingriff in
den natĂŒrlichen Wasserkreislauf soweit wie möglich begrenzt
werden.

Schon seit vielen Jahren wird der umweltbewusste Umgang
mit Regenwasser von der Stadtverwaltung umgesetzt. So ist
in der EntwÀsserungssatzung der Stadt Freiburg ein
ökologischer Umgang mit Regenwasser bei neuen
Bauvorhaben festgeschrieben, was auch der aktuellen
Rechtslage entspricht. Mit der gesplitteten AbwassergebĂŒhr,
das heißt der getrennten Abrechnung der Kosten fĂŒr die
Regenwasser- und Schmutzwasserbeseitigung, liegt fĂŒr die
Bauherren und GrundstĂŒckseigentĂŒmer außerdem ein
finanzieller Anreiz vor, in Anlagen zur Versickerung von
unbelastetem oder ausreichend gereinigtem Regenwasser zu
investieren.

Die neue BroschĂŒre zur naturvertrĂ€glichen
Regenwasserbewirtschaftung unter
www.freiburg.de/gewaesserschutz listet detailliert auf, in
welcher Weise jeder GrundstĂŒckseigentĂŒmer und jede
Planerin oder Planer zu einem umweltbewussten Umgang mit
dem Regenwasser beitragen kann, welche Varianten sich
anbieten und welche Vorschriften und Beratungsmöglichkeiten
bestehen
 
 

Beznau-Demo
 
Beznau-Demo
BUND unterstĂŒtzt Schweizer Initiativen
Wanderung & Kundgebung „Menschenstrom gegen Atom 2016“ am Sonntag, 19. Juni

2016 ist das Jahr, in dem in der Schweiz die Weichen fĂŒr eine vernĂŒnftige Energiezukunft gestellt werden könnten. Mit dem „Menschenstrom“ setzt die Umweltbewegung der Schweiz ein Zeichen fĂŒr den geordneten Atomausstieg und die sofortige und definitive Stilllegung des Ă€ltesten AKW der Welt (!) im grenznahen Beznau.

In alter europĂ€ischer Tradition rufen unter anderem auch die beiden RegionalverbĂ€nde Hochrhein und SĂŒdlicher Oberrhein des deutschen Bund fĂŒr Umwelt und Naturschutz zu diesem wichtigen Protest auf.

Tschernobyl und Fukushima haben gezeigt, dass RadioaktivitĂ€t keine Grenzen kennt. Das gleiche gilt auch fĂŒr die von atomaren Gefahren bedrohten Menschen in den Risikogebieten von Beznau, Leibstadt, Gösgen und WĂŒrenlingen auf beiden Seiten des Rheins.

Es ist nicht erklĂ€rbar, warum ein modernes Land wie die Schweiz in Beznau und MĂŒhleberg die Ă€ltesten und unsichersten Atomkraftwerke der Welt betreibt und so die Existenz des eigenen Landes und der Menschen - auch in den NachbarlĂ€ndern - so unverantwortlich aufs Spiel setzt. Mit zunehmendem Alter wĂ€chst auch die Gefahr atomarer UnfĂ€lle.

WĂ€hrend die Werbeabteilungen der Atomkonzerne es immer wieder geschickt verstehen, die Menschen ĂŒber den Rhein hinweg gegeneinander auszuspielen, setzen wir auf die grenzĂŒberschreitende, europĂ€ische Freundschaft und SolidaritĂ€t der von Atomanlagen betroffenen Menschen.

Gemeinsam wandern wir am 19.6.16 zum Amphitheater Windisch/Brugg, wo wir ab 14.30 mit Speis, Trank, Musik und Reden unseren Forderungen Nachdruck verleihen. Die wichtigsten Informationen zu den unterschiedlichen Wanderrouten und der Kundgebung finden Sie unter www.menschenstrom.ch Die regionalen Infos (Busse ab Freiburg und Singen...) finden Sie unter "mehr".
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Der Mundenhof feiert die Sommersonnenwende mit einem großen Feuer
am Dienstag, den 21. Juni

Shakespeare widmete ihr eine traumhafte Komödie, Bergman
einen lÀchelnden Film, und in Stonehenge wird sie gefeiert
wie bei den alten Kelten: Zur Sommersonnenwende folgt auf
den lĂ€ngsten Tag die kĂŒrzeste Nacht im Jahr. Wie in den
Vorjahren wird dieser Anlass auch auf dem Mundenhof zu
einer großen Feier und einem großen Feuer genutzt.

Am Dienstag, 21. Juni, sind alle Besucherinnen und
Besucher, Jung und Alt, zur EntzĂŒndung des gewaltigen
Sommersonnwendfeuers herzlich eingeladen. Gemeinsam
können Sie die beginnende Nacht genießen und sich von den
Rhythmen der Sambagruppe Brasilicum mitreißen lassen.

Die Vorbereitungen dazu beginnen um 20 Uhr im KonTiKiInnenhof:
Kinder werden geschmĂŒckt und können
Fruchtbarkeitsstecken anfertigen. Gegen 21.15 Uhr folgt der
Fackelumzug zum Fest, wo um 22 Uhr das Feuer entzĂŒndet
wird. Auf dem Platz werden GetrĂ€nke und GrillwĂŒrstchen
angeboten. Das Fest endet um 1 Uhr.

Der Eintritt betrĂ€gt 2 Euro fĂŒr Erwachsene, fĂŒr Kinder ist er frei. Fackeln können im KonTiKi erworben werden
 
 

ÖKO-TEST ComputergestĂŒtzte Geldanlagen
Das ÖKO-TEST-Magazin Juni 2016 gibt es seit dem 25. Mai 2016 im Handel.
 
ÖKO-TEST ComputergestĂŒtzte Geldanlagen
Roboter gegen Bankberater

Bei den sogenannten Robo-Advisor-Geldanlagen ermittelt ein Computerprogramm per Online-Fragebogen Risikoneigung und AnlagewĂŒnsche des Kunden und macht einen konkreten Anlagevorschlag. Doch bieten die neuen Roboter wirklich eine bessere Geldanlage? ÖKO-TEST hat in der aktuellen Juni-Ausgabe untersucht, was die neuen Portale taugen.

Das ResĂŒmee des Tests von 12 Online-Plattformen zeigt, dass es erhebliche QualitĂ€tsunterschiede bei den Anbietern gibt. Komplett ĂŒberzeugen konnte keine der Robo-Advisor-Plattformen, doch immerhin schafften es vier auf einen guten zweiten Rang.

Zu bemĂ€ngeln gibt es unter anderem, dass die HĂ€lfte der Portale keine Haftung fĂŒr ihre Empfehlungen ĂŒbernehmen will, wie sie der Gesetzgeber bei Anlageberatung jedoch vorschreibt. Verbraucher können diese rechtlichen RĂŒckzieher aber kaum erkennen – denn der Hinweis, dass die Dienstleistung nicht als Anlageberatung oder individuelle Vermögensverwaltung anzusehen ist, steht versteckt im Kleingedruckten.

Eine weitere Stolperfalle: Die Online-Fragen zur Risikoneigung sollten fĂŒr jeden Nutzer auf Anhieb verstĂ€ndlich sein, denn im Gegensatz zu einem GesprĂ€ch mit einem Bankberater kann er hier nicht rĂŒckfragen. Leider sind die Begriffe, mit denen die Robo-Advisors arbeiten, teilweise sehr wage: Der Anleger muss zum Beispiel selbst einstufen, ob er ein „moderates Risiko“ tolieriert oder eher „chancenorientiert“ ist. Besser wĂ€re es, Verluststufen in Zahlen exakt zu beziffern.

ÖKO-TEST wollte zudem wissen, ob die Robo-Advisor mit ihren nach wissenschaftlichen Modellen optimierten Anlagestrategien in Sache Rendite ĂŒberzeugen können. Ein echter Performance-Test war zwar noch nicht möglich, weil die Portale zu jung sind, aber ĂŒber eine Laufzweit von drei Monaten wĂ€ren fĂŒr den Musterkunden immerhin sechs Prozent Rendite drin gewesen.
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Umweltministerin Hendricks verleiht ABBI-Förderpreise an neue Bio-Bauern
Alnatura und NABU fördern Umstellung von konventioneller auf ökologische Landwirtschaft - Bewerbungen bis Ende Juni möglich

Im Rahmen des Umweltfestivals der GrĂŒnen Liga am heutigen Sonntag haben der NABU und Alnatura gemeinsam mit der Bundesumweltministerin Barbara Hendricks weitere PreistrĂ€ger der „Alnatura Bio-Bauern-Initiative“ (ABBI) geehrt. Von 15 PreistrĂ€gern der Bewerbungsrunde im Herbst 2015 nahmen fĂŒnf Landwirte den Förderpreis am Brandenburger Tor entgegen, weitere zehn wurden bereits im Februar im Rahmen der Fachmesse Biofach in NĂŒrnberg geehrt. Mit dieser finanziellen UnterstĂŒtzung wird der Umstieg von konventioneller Landwirtschaft auf Öko-Landbau gefördert und das weit ĂŒber die Vorschriften hinausreichende Engagement dieser sechs Betriebe fĂŒr unsere Umwelt unterstĂŒtzt.

„Der Anbau von regionalen Lebensmitteln in BioqualitĂ€t kommt auch der Natur zugute: NatĂŒrliche Ressourcen werden geschĂŒtzt und die Artenvielfalt bleibt erhalten. Um dies zu fördern, haben wir uns zusammengeschlossen und konnten den Menschen eine neue Perspektive geben“, sagte Alnatura GeschĂ€ftsfĂŒhrer Götz Rehn.

Vom 1.Oktober bis 30. November 2015 konnten sich Landwirte fĂŒr den Förderpreis bewerben. Von insgesamt 65 Bewerbungen unterschied­lichster landwirtschaftlicher Sparten wurden 15 Betriebe ausgewĂ€hlt, die sich aufgrund ihres Beitrags fĂŒr die umweltvertrĂ€gliche Produktion regionaler Bio-Lebensmittel in Deutschland besonders auszeichnen.

„Wir wĂŒnschen uns fĂŒr die aktuelle Bewerbungsrunde, dass noch mehr Bauern, den Mut haben, ihre Betriebe umzustellen und damit aktiv zum Natur- und Umweltschutz in Deutschland beitragen. Wir freuen uns ĂŒber Bewerbungen aus ganz Deutschland und von unterschiedlichen landwirtschaftlichen Sparten“, so NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller.

Interessierte Betriebe, die im Jahr 2016 umstellen, sich neu grĂŒnden oder bestehende Bio-Betriebe, die einen neuen Betriebszweig aufbauen, können sich noch bis zum 30. Juni 2016 fĂŒr den jĂ€hrlichen Förderpreis der Alnatura Bio-Bauern-Initiative (ABBI) bewerben.
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323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 335 336 337 338 339 340 341 342 343 344 345 
346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 358 359 360 361 362 363 364 365 366 367 368 
369 370 371 372 373 


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