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Samstag, 16. Februar 2019
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Verschiedenes

 
Elektro- und Hybridautos
Ă–kologische Nebenwirkungen. Konsequenzen. Verkehrswende in der Region

Freiburg i.Br. und Region:
Über „Elektro- und Hybridautos - ökologische Folgen, Nebenwirkungen und Konsequenzen“ berichtet Dieter Teufel, Leiter des UPI Umwelt- und Prognose-Instituts, Heidelberg, am Samstag, 28. Mai, 10.30 Uhr beim Samstags-Forum Regio Freiburg von ECOtrinova e.V., Klimabündnis und Agenda21-Büro Freiburg sowie Weiteren in Freiburg i.Br., Universität, Stadtmitte, Kollegiengebäude 1 Hörsaal 1015. Jörg Dengler, Vorsitzender des VCD Regionalverbandes Südlicher Oberrhein e.V., erläutert anschließend „Die Verkehrswende in Freiburg und Region – Weißbuch und nachhaltige Mobilität.“ Der Eintritt ist frei. Schirmherrin ist die Freiburger Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik.
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Freiburger Energieszene warnt vor AbwĂĽrgen der Energiewende
+++ Die Verbände der Erneuerbaren Energien veranstalten morgen Mittag eine bundesweite Warnminute „5 vor 12“ +++ Die im Wirtschaftsverband 100 Prozent Erneuerbare Energien und dem Verein fesa e.V. organisierten Unternehmen und Institutionen protestieren vor dem Solar Info Center Freiburg gegen die geplante Änderung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG 2016) +++ Dazu schließen die Firmen im SIC symbolisch um 5 vor 12 ihre Pforten +++ Nach den Insolvenzen in der Freiburger Solarwirtschaft sind viele weitere Arbeitsplätze bedroht +++

Freiburg, 24. Mai 2016.

Der vorliegende Entwurf für das EEG 2016 gefährdet den Ausbau der Erneuerbaren Energien und die Energiewende in Deutschland insgesamt. Nach dem Abwürgen der sauberen Stromerzeugung durch Sonne und Biomasse will die Bundesregierung nun den Windkraftausbau an Land ausbremsen. Wir als Vertreter der Erneuerbaren-Energien-Branche fordern daher ein klares Bekenntnis zur Energiewende und zu den Pariser Klimaschutzbeschlüssen. Um unseren Forderungen öffentlich Nachdruck zu verleihen haben die Verbände der Erneuerbaren Energien gemeinsam mit Gewerkschaften und Umweltschutzverbänden die Kampagne „Energiewende retten!“ gestartet.

Im Rahmen der Kampagne findet am 25. Mai bundesweit um „5 vor 12“ eine Warnminute statt. Vor Ort beteiligen sich auf Initiative der solares Bauen GmbH um 11.55 Uhr bisher folgende Unternehmen und Organisationen an der Protestaktion: Wirtschaftsverband 100 Prozent Erneuerbare Energien Regio Freiburg, fesa e.V., Solares Bauen, SRI Concepts, SolarBürgerGenossenschaft, SOLVIS GmbH, schäffler sinnogy, SIC Center Service, Klimabündnis Freiburg, solare Zukunft e.V., ECOtrinova e.V., Greenpeace Freiburg, …

Wir protestieren mit unseren Beschäftigten gegen das von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und Bundeskanzlerin Angela Merkel angekündigte weitere Ausbremsen der Energiewende. Der aktuelle Entwurf zur Überarbeitung des EEG weist mit Blick auf das Pariser Klimaschutzabkommen in die völlig falsche Richtung. Deutschland müsste gemäß seinen internationalen Verpflichtungen beim Ausbau der Erneuerbaren das Tempo erhöhen, statt wie aktuell geplant auf die Bremse zu treten. Mit der Teilnahme an der Warnminute wollen wir auf die konkrete Bedrohungslage für die Freiburger Unternehmen und ihre Beschäftigten aufmerksam machen.
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Neuer Dokumentarfilm „Count Down am Xingu V“ (90 min, HD)
von Martin KeĂźler

über den Kampf gegen Megastaudämme und Korruption in Brasilien

Premieren:
5.7.2016, 19.30 Uhr, Haus am Dom, Frankfurt a. M.
12.7.2016, 20.00 Uhr, Kino Babylon, Berlin – Mitte
17.7.2016, 11.00 Uhr, Kino Atelier am Bollwerk, Stuttgart


Ende Juni 2016, wenige Wochen vor den olympischen Spielen in Rio de Janeiro, bringen wir unseren neuen Dokumentarfilm „Count Down am Xingu V“ heraus. Er erzählt die vorerst letzte Etappe beim Bau des Megstaudamms „Belo Monte“ im brasilianischen Amazonasgebiet: die Flutung des drittgrößten Staudamms der Welt.

Mit dramatischen Folgen: ganze Stadtviertel der Provinzhauptstadt Altamira sind dem Erdboden gleichgemacht, werden geflutet. Der Urwald gerodet, niedergebrannt. Die Lebensgrundlagen von Tausenden Fischern, Flussbauern und Indigenen zerstört. 40 000 Menschen zwangsumgesiedelt. Aus dem wilden, sauerstoffreichen Fluss Xingu wird ein toter See. Strom für multinationale Aluminiumkonzerne und das Schwellenland Brasilien. Alles gegen das Gesetz. „Wir erleben hier das Ende des Rechtsstaates“ , sagt die zuständige Staatsanwältin. Und der katholische Bischof Dom Erwin Kräutler: „Das ist ein Massaker an Mensch und Natur!“.

Anfang Mai 2016 hat die brasilianische Präsidentin den Staudamm offiziell eingeweiht, gehen die ersten Turbinen ans Netz. Es war eine ihrer letzten Amtshandlungen. Inzwischen ist sie suspendiert. „0pfer“ eines bizarren Machtkampfes, ausgelöst durch den Korruptionsskandal um den Erdölkonzern „Petrobras“ und die großen brasilianischen Baukonzerne. Jene Baukonzerne, die auch den Megastaudamm Belo Monte gebaut haben. Und die Stadien zur Fußball – WM und zur Olympiade.

Der Film „Count Down am Xingu V“ erzählt auch diese Geschichte. „Denn ohne Korruption wäre Belo Monte nicht gebaut worden“, sagt Bischof Kräutler. Wir berichten über die Verwicklung europäischer Unternehmen wie Siemens, die die Turbinen für den „Staudammwahn“ in Amazonien liefern. Und den Kampf von AktivistInnen wie Antonia Melo und Maria Luisa Mundurku gegen Belo Monte und weitere Großstaudämme am Fluß Tapajos im brasilianischen Amazonasgebiet.

Demnächst erscheint eine Kurzversion des Filmes auf „youtube“ und www.neuewut.de. Unter bestellung@neuewut.de kann die DVD mit Kurz (21 min) - und Langfassung (90 min) bestellt werden. Preis: 19,90 € (Institutionen 29,90 €) zzgl 3,60 € Versand. „Count Down am Xingu V“ ist Teil einer Langzeitbeobachtung in der bereits zahlreiche Filme erschienen sind. Videos und Infos unter www.neuewut.de

Nach den Premieren in Frankfurt (5.7.16) und Berlin (12.7.2016) geht der Film auf Tournee. Unter termine@neuewut.de können Filmvorführungen vereinbart werden. Wir bitten um steuerlich absetzbare Spenden zur Refinanzierung des Filmprojektes (unter www.neuewut.de).

Filmprojekt gefördert von: Business Crime Control (BCC), Diözese Würzburg der katholischen Kirche, Haleakala Stiftung in der GLS – Treuhand, Heinrich Böll Stiftung (Brasil), POEMA e. V., Misereor e.V., Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt
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Von Baumspaziergang bis Oasentag
Die Termine des Waldhauses im Juni 2016

Sonntag, 5. Juni, 14 bis 15.30 Uhr
Bäume und Sträucher aus aller Welt – das Stadtwaldarboretum
Bei diesem Spaziergang durch das Arboretum in GĂĽnterstal lernen
die Teilnehmerinnen und Teilnehmer etliche der insgesamt ĂĽber
1.300 Baum- und Straucharten kennen, die aus fĂĽnf Kontinenten und
über 60 Ländern stammen. Der international ausgewiesene
Baumexperte und ehemalige Revierleiter in GĂĽnterstal Hubertus
Nimsch erzählt über die Entstehung und Bedeutung des
Stadtwaldarboretums. Die Teilnahme kostet 3 Euro, eine Anmeldung
ist nicht erforderlich.

Sonntag, 12. Juni, 14 bis 18 Uhr I Anmeldeschluss: Mi, 8. Juni
Was macht ein Förster? Waldhaus-Sonntagstour für Familien
Wer die vielfältigen Aufgaben und typischen Arbeiten eines Försters
kennenlernen möchte, ist bei dieser Sonntagstour genau richtig. Im
Günterstäler Stadtwald zeigt und erklärt Forstingenieur Andreas
Schäfer vom Städtischen Forstamt, worauf es bei einer nachhaltigen
Waldwirtschaft ankommt und um was sich ein Förster alles kümmern
muss. Dabei kann man selbst Hand anlegen und zum Beispiel mit
Kluppe und MaĂźband einen Baum vermessen, lernen, wie alt der
Baum ist, wieviel Holz im Jahr nachwächst oder wieviel Geld ein
Baumstamm einbringt. Die Teilnahme kostet fĂĽr Erwachsene 12
Euro, fĂĽr Kinder ab 8 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen 8
Euro. Familien zahlen 30 Euro.

Samstag, 25. Juni, 9 bis 12 Uhr I Anmeldeschluss: Mi, 8. Juni
Vom Baum zum Holzmesser
Wovon leben Bäume, wie hoch und wie alt können sie werden?
Woran erkennt man eine Buche oder eine Eiche? Wie misst ein
Förster Bäume aus? Auf spannende und praktische Weise vermittelt
Forstingenieur und Förster Andreas Schäfer in diesem Waldhauskurs
vielerlei Wissen rund um Baum, Wald und Holz. Danach schnitzt
jeder Teilnehmer aus frischem Holz selbst ein Messer. Der Kurs
richtet sich an Kinder und Jugendliche von 8 bis 12 Jahren, die
Teilnahme kostet 12 Euro.

Sonntag, 12. Juni, 10 bis 15 Uhr I Anmeldeschluss: Do, 9. Juni
Wanderung: Spurensuche auf dem Erzkastenrundweg
Auf der Entdeckungstour auf dem Schauinsland erfahren die
Teilnehmer und Teilnehmerinnen wie der Bergbau die Stadt Freiburg
reich gemacht, dabei aber fast den gesamten Bergwald
verschlungen hat. Die Natur- und LandschaftsfĂĽhrerin Veronika
Sumser verdeutlicht, wie sich der Schauinsland im Laufe der
Jahrhunderte veränderte und wie die Menschen dort gelebt,
gearbeitet und die Kulturlandschaft geprägt haben. Außerdem zeigt
sie, was „Hinterwälder“, „Weidbuchen“ und „Fraßkanten“ sind und
wie eng Bergbau, Forstwirtschaft und Nachhaltigkeit
zusammenhängen. Unterwegs werden jahreszeitlich typische
Pflanzen dieser wunderbaren Bergwelt bestimmt. Mit zum Programm
gehört außerdem der Besuch des 400 Jahre alten Schniederlihofs.
Die Teilnahme kostet fĂĽr Erwachsene 14 Euro, fĂĽr Kinder und
Jugendliche ab 10 Jahren 7 Euro und fĂĽr Familien 36 Euro. Eintritt
und FĂĽhrung im Schniederlihof sind inklusive. Treffpunkt und Start ist
am Eingang der Bergstation der Schauinslandbahn.

Freitag, 17. Juni, 9 bis 17 Uhr
„Aus welchem Holz bin ich geschnitzt?“
Oasentag für Betriebs- und Personalräte
Der Alltag im Betriebs- und Personalrat ist oft mit viel Arbeit,
Engagement und Belastung verbunden. Um in dieser Situation
präsent, zugewandt und kraftvoll bleiben zu können, sind Momente
des Innehaltens und der eigenen Regeneration notwendig. Beim
„Oasentag“ in der Grünholzwerkstatt des Waldhauses arbeiten die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter Anleitung mit dem
Ziehmesser auf dem Schneidesel. Dabei fertigen sie Staudenhalter
aus Holz an. Diese dienen als StĂĽtze fĂĽr anlehnungsbedĂĽrftige
Pflanzen. Es braucht keinen eigenen Garten: Staudenhalter sind
auch ein ideales Geschenk für die nächste Gartenparty bei
Freunden. Referent ist Franz-Josef Huber, Erzieher,
Schreinermeister und Technischer Lehrer. Weitere Informationen
und Anmeldung bei Eva.Roth-Bleckwehl@esa-dioezesanstelle.de.
Die Teilnahme kostet 150 Euro.

Sonntag, 19. Juni, 14 bis 15.30 Uhr
Sonntagsspaziergang: Bäume bestimmen
Bei einem Spaziergang rund um das Waldhaus lernen die
Teilnehmer und Teilnehmerinnen hiesige Bäume anhand botanischer
Merkmale genau zu bestimmen. AuĂźerdem erfahren sie viel ĂĽber die
spezifische Heilkraft der Bäume und wie diese früher in der
Volksheilkunde und bis heute in der Naturheilkunde und der Medizin
eingesetzt wird. Referentin ist die Gesundheitspraktikerin und
Heilpflanzenexpertin Martine Schiller. Die Teilnahme kostet 3 Euro
und ist ohne Anmeldung möglich.


Das Waldhaus öffnet dienstags bis freitags 10 bis 17 Uhr, sonn- und
feiertags von 12 bis 17 Uhr. Angebote fĂĽr Schulklassen gibt es nach
Absprache auch über die regulären Öffnungszeiten hinaus. Info unter
Tel. 0761/89647710 oder www.waldhaus-freiburg.de.
 
 

 
Eintauchen in König Artus´ Welt
Der Mundenhof wird am Sonntag, 5. Juni, zum mittelalterlichen Schauplatz

Erlebnistag von 11 bis 17 Uhr für die ganze Familie rund ums Thema „Ritter, Knappen, Burgfräulein“

Ritter! Knappen! Burgfräulein! Alle mal hergehört! Am
Sonntag, 5. Juni, von 11 bis 17 Uhr erlebt Ihr auf dem
Mundenhof einen Tag im Mittelalter, wie Ihr es aus
Büchern, Geschichten und Filmen kennt – mit dem
feinen Unterschied, dass sich hier das Mittelalter
anfassen lässt. Ob beim Teller drechseln, Seile
machen, Kettenhemden flechten, Pläne schmieden:
Viele Kenner und Könnerinnen alter Handwerkskunst
tragen ihr Scherflein bei zu einem außergewöhnlichen
Fest, das den Mundenhof in eine vergangene Ă„ra
versetzt.


Das Mittelalterfest zählt zu den Publikumsmagneten auf
dem Mundenhof. Auf der Pferdekoppel gegenĂĽber vom
Javaneraffen-Gehege wird wieder mittelalterliches Flair
und Lagerleben geboten. Mit von der Partie sind auch
Kupfertreiber und Silberschmiede, Steinmetze und
Borgenbauer, Brettchenweber und Kräuterhexen. An
vielen Stationen dürfen die Gäste nicht nur zusehen,
sondern auch selbst aktiv werden.

Unter den VorfĂĽhrungen hervorzuheben sind
Schaukämpfe, Gaukelei und mittelalterliche Musik. Wer
Football oder Eishockey für ausrüstungsintensiv hält,
darf gerne einem Ritter ĂĽber die Schulter schauen,
während er sich für den Kampf rüstet.

Der Eintritt beträgt 2 Euro. Kinder bis 18 Jahre zahlen keinen Eintritt.
 
 

 
NABU weist auf zahlreiche Mängel in Gesetzesnovelle zur Verbandsklage hin
Entwurf des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes wird den Vorgaben der Aarhus-Konvention nicht gerecht

Die geltenden deutschen Regelungen zum Gerichtszugang in Umweltangelegenheiten stehen nicht im Einklang mit Vorgaben des Europa- und Völkerrechts. Der NABU begrüßt daher die derzeitigen Bemühungen des Bundesumweltministeriums, Umsetzungsdefizite durch eine Novelle des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes (UmwRG) beseitigen zu wollen. Im Rahmen der Verbändebeteiligung hat der NABU den vorgelegten Referentenentwurf eingehend analysiert. In seiner juristischen Stellungnahme weist der NABU darauf hin, dass der Gesetzesentwurf die völker- und europarechtlichen Anforderungen immer noch konterkariert. Diese Bedenken vermochte das Bundesumweltministerium auch in der ganztägigen Verbändeanhörung am 20.05.2016 nicht auszuräumen, an der sich der NABU beteiligte.

Im Vorfeld einer zweiten Anhörung am Donnerstag (26.5.) kritisiert NABU-Präsident Olaf Tschimpke: „Ursprünglich war das Bundesumweltministerium mit der Intention gestartet, die Kette immer neuer Gerichtsentscheidungen gegen Deutschland wegen Defiziten bei der Verbandsklage zu durchbrechen und eine Generalbereinigung des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes vorzunehmen. Dass es an verschiedenen Stellen aber offensichtlich vor anderen Wünschen eingeknickt ist, erschüttert uns. Schließlich ist Sinn und Zweck der Verbandsklage nur, die Einhaltung des sowieso geltenden Umweltrechts zu überwachen.“

Betrachtet man den Referentenentwurf genauer, bestehen Umsetzungsdefizite insbesondere bezüglich der Vorgaben von Art. 9 Abs. 3 der Aarhus-Konvention. Diese gebieten einen effektiven Gerichtszugang in sämtlichen Umweltangelegenheiten. Demgegenüber sollen nach dem Referentenentwurf von vornherein viele umweltrelevante Planungen wie etwa Managementpläne nach der FFH-Richtlinie oder Bewirtschaftungspläne nach der Wasserrahmenrichtlinie nicht auf Mängel überprüft werden können. Ebenfalls ausgenommen von der unmittelbaren Überprüfbarkeit durch Gerichte sind – wie das Bundesumweltministerium mehr oder weniger offen zugeben musste – der äußerst umweltrelevante Bundesverkehrswegeplan sowie Raumordnungspläne mit Ausweisungen für Windenergienutzung bzw. für den Abbau von Rohstoffen und schließlich auch Jagddurchführungsverordnungen oder Festlegungen von Flugrouten.

„Hier drängt sich der Verdacht auf, dass trotz eindeutiger völkerrechtlicher Vorgaben Partikularinteressen unter anderem des Bundesverkehrsministeriums bzw. der Rohstoffindustrie bedient werden sollen. Wegen der aufgezeigten Mängel verspricht das neue Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz nicht die Rechtssicherheit mit sich zu bringen, die auch von Seiten der Vorhabenträger gewünscht wird. Schließlich drohen bei Inkrafttreten weitere langwierige Klagverfahren, um die völker- und europarechtlich gebotene Reichweite von Verbandsklagen klären zu lassen“, so NABU-Referent für EU-Naturschutzpolitik Raphael Weyland.
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Bundesregierung muss gegen erneute Zulassung von Glyphosat stimmen
Sofortiges Verbot im Heim- und Kleingartenbereich - Pestizide gefährden Mensch und Natur - Vorsorgeprinzip muss gelten

Der NABU hat erneut eine umfassende Neubewertung des Totalherbizids Glyphosat gefordert. Solange die Risiken für Mensch und Natur nicht einwandfrei widerlegt seien, müsse das Vorsorgeprinzip gelten und die Bundesregierung in Brüssel gegen eine erneute Zulassung stimmen. Bislang konnten sich die EU-Staaten nicht auf eine gemeinsame Position einigen. Bei einem Treffen von Vertretern der 28 Länder am Donnerstag in Brüssel kam keine Mehrheit für oder gegen die Neuzulassung in Europa zustande.

„Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt sollte seiner Kollegin, Bundesumweltministerin Hendricks, folgen und sich ebenfalls gegen eine Neuzulassung aussprechen. Auch die EU-Kommission sollte die fehlende qualifizierte Mehrheit im Fachausschuss akzeptieren und die Bemühungen um eine Neuzulassung fallen lassen“, sagte NABU-Präsident Tschimpke. Darüber hinaus müsse der Bundeslandwirtschaftsminister seiner Ankündigung Taten folgen lassen und das Mittel in Deutschland für den Einsatz im Heim- und Kleingartenbereich verbieten, wie es bereits in Frankreich der Fall ist. Gerade im Haus- und Kleingartenbereich ist das Risiko von Fehlanwendungen besonders groß.

Glyphosat ist das weltweit am häufigsten eingesetzte Unkrautvernichtungsmittel, über 700.000 Tonnen werden pro Jahr versprüht. In Deutschland werden 6.000 Tonnen ausgebracht, wobei rund 39 Prozent aller Ackerflächen behandelt werden. Auch im Hobbygarten und auf öffentlichen Wegen wird das Gift gerne gespritzt, um sich das Hacken des Unkrauts zu ersparen. Neben den direkten toxischen Effekten gefährdet das Breitbandherbizid auch zahlreiche andere Organismen, denn durch die Vernichtung der Wildkrautflora gehen Nahrungsquellen und Lebensräume verloren.

„Pestizide töten unsere Vielfalt, weil sie Insekten und Vögeln die Lebensgrundlage entziehen. Es kann nicht das Ziel sein, dass Kiebitz und Uferschnepfe verschwinden, es kaum noch Grünlandbauern gibt und diejenigen, die im konventionellen Ackerbau tätig sind, von Agrarkonzernen abhängig sind, die Milliarden auf Kosten von Mensch und Natur verdienen“, so der NABU-Präsident. Die schädlichen Folgen des zunehmenden Einsatzes von Pestiziden seien erneut bei der NABU-Citizen-Science Aktion „Stunde der Gartenvögel“ zu beobachten. Auch in diesem Frühjahr wurden weniger Mauersegler und Mehlschwalben gemeldet – beides Arten, die auf Fluginsekten angewiesen sind.

Eine aktuelle Übersichtsliste der noch zugelassenen glyphosathaltigen Mittel für den Haus- und Kleingartenbereich hat der NABU unter www.NABU.de/glyphosat-im-garten veröffentlicht. Sie macht deutlich, welche Gefahren vom Totalherbizid ausgehen. Nicht nur Blüten- und Samenpflanzen werden mit dem Einsatz von Glyphosat zerstört, sondern auch Fische und Amphibien sind gefährdet, wenn es in Oberflächengewässer gelangt. Diese Auswirkungen werden in Kürzeln (NW261, NW264) auf den Packungen angegeben. In der Grafik stellt der NABU die einzelnen im Handel erhältlichen Mittel und ihre Auswirkungen dar. Auch das Bundesumweltministerium fordert, die Auswirkungen von Glyphosat auf die Biodiversität viel stärker zu beachten.
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Tolles FrĂĽhjahr fĂĽr das Rotkehlchen
Vogelbeobachtung in der Familie / Foto: NABU / S. Hennigs
 
Tolles FrĂĽhjahr fĂĽr das Rotkehlchen
Erste Bilanz zur "Stunde der Gartenvögel" zeigt mehr Gewinner als Verlierer

Am vergangenen Wochenende hat der NABU die zwölfte „Stunde der Gartenvögel“ durchgeführt. Naturfreunde waren aufgerufen, eine Stunde lang Vögel im Garten oder im Park zu zählen und dem NABU zu melden. Bislang haben rund 28.000 Vogelfreundinnen und Vogelfreunde bei der Stunde der Gartenvögel aus über 19.000 Gärten und Parks mehr als 700.000 beobachtete Vögel gemeldet. Auf dem ersten Platz festgesetzt hat sich erneut der Haussperling, gefolgt von Amsel, Kohlmeise, Star und Blaumeise.

Deutliche Zunahmen gab es bislang bei den Rotkehlchen. „Der vergangene sehr milde Winter wird hier sicherlich geholfen haben, denn beide Arten bleiben im Winter bei uns, obwohl sie sich vor allem von Insekten ernähren. Die Winterwitterung hat daher einen großen Einfluss auf die Bestände dieser Arten“, erklärt Lars Lachmann, NABU-Vogelschutzexperte.

Großer Verlierer der diesjährigen Zählung scheint die Mehlschwalbe zu werden. Pro Garten sind nur noch etwa halb so viele wie in den ersten Jahren der Aktion 2005 bis 2008 gezählt worden. „Möglich ist, dass sich in diesem Jahr die Ankunft der Mehlschwalben gegenüber anderen Jahren verzögert hat, aber trotzdem ist dies ein weiteres Warnzeichen für den Rückgang dieser Art. Gründe für den Rückgang sind zum einen der Verlust von Brutplätzen an gedankenlos renovierten Häusern, zum Teil sogar mutwillige und illegale Zerstörung von Nestern, aber auch der Rückgang ihrer Fluginsektennahrung“, so Lachmann.

Verlierer sind bislang die typischen Siedlungsarten Mehlschwalbe, Mauersegler und Hausrotschwanz. Dagegen geht es anderen Vogelarten, die sonst eher im Wald vorkommen sehr gut: Hier haben sich die positiven Bestandstrends von Buntspecht, Eichelhäher, Kleiber und Kernbeißer fortgesetzt.

Alle Meldungen der diesjährigen Aktion können auf www.stundedergartenvoegel.de nachverfolgt und mit Zahlen der vergangenen Jahre verglichen werden. Karten stellen dar, wie sich eine Vogelart bundesweit oder in einem ausgesuchten Bundesland oder Landkreis entwickelt hat. Meldeschluss ist der 23. Mai.
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