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Mittwoch, 21. August 2019
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Verschiedenes

 
NABU: EU-Kommission beugt sich Druck der VerbÀnde
Studie zu Naturschutzgesetzen öffentlich

PlÀne zur SchwÀchung der EU-Naturschutzrichtlinien aufgeben / Endlich Rechtssicherheit herstellen

Die EuropĂ€ische Kommission hat auf den Druck von UmweltverbĂ€nden reagiert und eine seit MĂ€rz zurĂŒckgehaltene Expertenstudie ĂŒber die EU-Naturschutzrichtlinien herausgegeben. Sie gab am heutigen Dienstag einem Antrag des WWF auf Einsichtnahme statt. Der NABU und viele weitere UmweltverbĂ€nde hatten seit Monaten gefordert, dass die Ergebnisse eines ĂŒber ein Jahr wĂ€hrenden europaweiten „Fitness Checks“ des EU-Naturschutzrechts endlich öffentlich gemacht werden. Ein Entwurf der Studie war bereits vor wenigen Wochen an die Presse geleakt worden.

„Wir sind froh, dass nun endlich das Ergebnis des ‚Fitness Checks‘ offiziell vorliegt, und eindeutiger könnte es nicht sein: Die EU-Fauna-Flora-Habitat und die EU-Vogelschutzrichtlinie, die zusammen das RĂŒckgrat des Naturschutzes in allen EU-LĂ€ndern bilden, sind weiterhin wirksam, effizient, notwendig und modern“, fasst NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke zusammen.

Der NABU kritisiert jedoch scharf, dass die Kommission offenbar unter Druck der Wirtschaftslobby bis zuletzt versucht hatte, die Veröffentlichung zu verschleppen. Noch jetzt heißt es, man wolle erst im Herbst entscheiden, ob die Richtlinien nun unverĂ€ndert bleiben oder doch neu verhandelt werden. Sowohl Umweltkommissar Vella als auch Junckers VizeprĂ€sident Timmermans haben Verantwortung fĂŒr die Verzögerung von sich gewiesen.
„Es muss also das direkte Umfeld von Jean-Claude Juncker sein, wo jemand immer noch auf eine gute Gelegenheit wartet, die EU-Naturschutzstandards zu schwĂ€chen, an BĂŒrgern und Experten vorbei“, so Tschimpke.

Das EU-Parlament und die EU-Umweltminister haben sich ebenfalls lĂ€ngst fĂŒr eine Beibehaltung der Richtlinien ausgesprochen, ganz im Sinne der NABU-Forderungen. Vor einem Jahr stimmten außerdem ĂŒber eine halbe Million BĂŒrger fĂŒr die Naturschutzrichtlinien – bei der grĂ¶ĂŸten EU-BĂŒrgerbefragung, die es je gab.

Der NABU fordert nicht nur ein schnellstmögliches Ende der Rechtsunsicherheit auf EU-Ebene, sondern auch einen Aktionsplan fĂŒr die bedrohte Artenvielfalt. „Wir haben bereits genug Zeit verloren mit der Debatte um die Richtlinien – aber immerhin macht die heute öffentlich gewordene Studie auch klare Empfehlungen fĂŒr eine bessere Umsetzung. Bis Oktober erwartet der NABU dazu VorschlĂ€ge der EU-Kommission, zum Beispiel fĂŒr die bessere Finanzierung von Schutzgebieten und den Kampf gegen NaturschutzkriminalitĂ€t“, so Tschimpke.
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NABU-Zahl des Monats
Nur noch 42 Maui-Delfine weltweit

Neuseelands Meeresdelfine kurz vor dem Aussterben

Die Zahl der ausschließlich in Neuseeland vorkommenden Maui-Delfine ist auf 42 Individuen gesunken, darunter zehn fortpflanzungsfĂ€hige Weibchen. Das ergeben aktuelle Berechnungen der NABU International Naturschutzstiftung. Die kleinsten und seltensten Meeresdelfine der Welt stehen unmittelbar vor dem Aussterben.

Jedes Jahr verenden vor der WestkĂŒste Neuseelands drei bis vier Maui-Delfine in Schlepp- und Kiemennetzen. Die Population ist daher seit den 1970er Jahren um 98 Prozent gesunken. Obwohl dieser Trend so weiter geht, sind bislang nur 19 Prozent des Maui-Lebensraumes gegen Stellnetze und weniger als fĂŒnf Prozent gegen Schleppnetzfischerei geschĂŒtzt. Die neuseelĂ€ndische Regierung weigert sich, den Lebensraum der Delfine ausreichend zu schĂŒtzen, denn der Einfluss der Fischereiindustrie, die die GewĂ€sser fĂŒr den Fischfang offen halten will, ist groß. ZusĂ€tzlich bedrohen seismische Tests sowie Öl- und Gasförderungen den winzigen Restbestand der Tiere.
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Russland stoppt Erweiterung des UNESCO-Weltnaturerbegebietes Westkaukasus
International bedeutender Naturraum massiv gefÀhrdet

Kurz vor der 40. Sitzung des Welterbekomitees der UNESCO, die am 19. und 20. Juli in Istanbul stattfindet, hat die russische Regierung die Nominierung zur Erweiterung des Weltnaturerbegebietes Westkaukasus zurĂŒckgezogen. Der NABU kritisiert diese Entscheidung scharf, da diese den Bau weiterer Skikurorte direkt an der Grenze zum bisherigen Weltnaturerbegebiet ermöglicht. „Mit der RĂŒcknahme der Erweiterung und der Entscheidung, Bauarbeiten im Nationalpark und im Naturschutzgebiet Sotschi prinzipiell zuzulassen, werden die international bedeutenden NaturrĂ€ume des Westkaukasus massiv gefĂ€hrdet. Zudem bricht die russische Regierung ihr Versprechen, die durch die Bauarbeiten fĂŒr die olympischen Spiele verursachte Naturzerstörung im Westkaukasus durch eine Erweiterung des UNESCO-Weltnaturerbegebietes zu kompensieren“, sagte NABU-VizeprĂ€sident Thomas Tennhardt.

Im Jahr 2014 wurde eine entsprechende Resolution vom russischen Umweltministerium verabschiedet und eine Nominierung zur Grenzerweiterung an das UNESCO-Welterbekomitee ĂŒbermittelt. Mit der Renominierung des Welterbegebietes Westkaukasus sollten vier grundlegende Ziele erreicht werden: Neben der Erweiterung des bestehenden Gebietes um einzigartige UrwĂ€lder des angrenzenden Sotschi-Nationalparks sollten der fehlerhafte Grenzverlauf korrigiert und ein Vorschlag fĂŒr die Ausweisung einer wichtigen Pufferzone erarbeitet werden. DarĂŒber hinaus sollte ein Vorschlag fĂŒr den Ausschluss der degradierten und als Weideland genutzten FlĂ€chen des Lagonaki Plateaus erarbeitet werden. Dass diese fĂŒr den nachhaltigen Schutz des Welterbegebietes unabdingbaren Ziele nun nicht erreicht werden können, gefĂ€hrde laut NABU vor allem langfristig das wertvolle Welterbegebiet Kaukasus.

„Die russische Regierung plant, zwei in Gehegen geborene Leoparden im Welterbe Westkaukasus auszuwildern und damit einen Teil der versprochenen Kompensation fĂŒr die Naturzerstörung im Vorfeld der olympischen Spiele zu erfĂŒllen“, sagte Vitalij Kovalex, Leiter des NABU-Kaukasusprogramms. „Gleichzeitig wird jedoch eine weitere, noch grĂ¶ĂŸere Zerstörung der LebensrĂ€ume auch des Leoparden geplant und dadurch die jahrelange Naturschutzarbeit und das sehr teure Auswilderungsprojekt zunichte gemacht“, so Kovalev weiter.

Im Welterbegebiet Westkaukasus wird aktuell ein Naturraum mit einer FlĂ€che von ca. 300.000 Hektar erhalten, der in seiner UrsprĂŒnglichkeit und Einzigkartigkeit von unschĂ€tzbarem Wert ist. Er ist der einzige, weitestgehend unbeeinflusst gebliebene Hochgebirgskomplex dieser GrĂ¶ĂŸe in Europa und Westasien.
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UN, Eine Welt, Laudato si
Über „Die UN-Nachhaltigkeitsziele 2015 – die Bedeutung fĂŒr die Eine Welt und die Notwendigkeit zur Suffizienz“ berichtet Dr. Susann Reiner vom Eine Welt Forum Freiburg e.V., und ĂŒber „Klima, Gerechtigkeit und SolidaritĂ€t in der Einen Welt. Zur Enzyklika Laudato Si von Papst Franziskus“ PrĂ€lat Dr. Peter Neher, PrĂ€sident des Deutschen Caritasverbands e.V., Freiburg i.Br., am Samstag, 9. Juli, 10.30 Uhr, in der UniversitĂ€t Freiburg, Platz der UniversitĂ€t 3, Hörsaal 1015 im KollegiengebĂ€ude 1 beim Samstags-Forum Regio Freiburg von ECOtrinova e.V., Eine Welt Forum und Agenda21-BĂŒro Freiburg, Studierendenrat der UniversitĂ€t sowie Weiteren. Der Eintritt ist frei. Schirmherrin ist die Freiburger UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik.
 
 

Karlsruhe: Zu Gelbbrust-Ara Coco gesellen sich zwei Artgenossen
Ara in QuarantÀne / Foto: Stadt Karlsruhe
 
Karlsruhe: Zu Gelbbrust-Ara Coco gesellen sich zwei Artgenossen
Die Ara-Familie im Zoo Karlsruhe wÀchst

Gelbbrust-Ara Coco bekommt Gesellschaft. Gleich zwei weitere Artgenossen sollen ihm kĂŒnftig in der Voliere des SĂŒdamerikahauses Gesellschaft leisten. Ende MĂ€rz war Coco als Einzeltier in den Karlsruher Zoo gekommen, seit einigen Tagen lebt ein zweiter Papagei in der Voliere. Es handelt sich um ein zahmes Tier aus einer Privathaltung. Wenn Tierpfleger Thomas Bersch nun nach Coco ruft, kann es sein, dass kĂŒnftig zwei Tiere das Plappern anfangen. Denn auch der Neuzugang wurde vom bisherigen Besitzer Coco genannt.
Da er bereits alle veterinĂ€rmedizinischen Tests durchlaufen hat, konnte er direkt in die Außenvoliere. „Es ist schön, zwei Einzeltiere so im Zoo zusammenfĂŒhren zu können. Es ist eine gute Situation fĂŒr beide Tiere“, betont Zoodirektor und Papageienexperte Dr. Matthias Reinschmidt. In der Karlsruher Nachbarvoliere vervollstĂ€ndigen Douglas, alias Rosalinda, und Gojan, die Ara-Familie.

Derzeit noch in QuarantĂ€ne und damit hinter den Kulissen lebt ein weiterer Gelbbrust-Ara, der aus dem Tierheim Freiburg in den Zoologischen Stadtgarten umzog. Bei ihm mĂŒssen noch die ĂŒblichen Untersuchungen abgeschlossen werden. Der Papagei wurde zuvor von einem Ă€lteren Mann gehalten. Als dieser verstarb, kĂŒmmerte sich zunĂ€chst das Tierheim um den Ara.
In der Natur kommen Gelbbrust-Aras fast immer zu zweit oder zu mehreren vor und fliegen hĂ€ufig gemeinsam durch die LĂŒfte. Vielleicht wird es auch in Karlsruhe gemeinsame „Ara-AusflĂŒge“ geben. Denn sollten sich die zahmen Tiere fĂŒr den Freiflug eignen, könnten sie nach einer Eingewöhnungsphase einen besonderen Status bekommen und in der Anlage ihre Runden ziehen. Dann könnten die Gelbbrust-Aras auch „bei der SeebĂŒhne vorbeikommen“, wo der Zoo kĂŒnftig verstĂ€rkt Wissenswertes ĂŒber Tiere vermitteln möchte.

In seinem Verbreitungsgebiet auf dem sĂŒdamerikanischen Kontinent wird der Lebensraum fĂŒr die stattlichen Tiere, die eine GrĂ¶ĂŸe von bis zu 90 Zentimetern erreichen können, durch menschliche Eingriffe in die Natur immer weiter beschnitten.
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ÖKO-TEST: Eis fĂŒr Kinder
Uncoole Billigheimer

In der aktuellen Juli-Ausgabe wollte das ÖKO-TEST Magazin wissen, welche QualitĂ€t Speiseeis besitzt, das die Zielgruppe Kinder knallbunt bewirbt. Das Ergebnis: Bei sieben der getesteten 16 Eissorten muss die Verbraucherzeitschrift abwinken. Denn die Produkte enthalten Aromen unklarer Herkunft, zu viel vom Dickmacher Zucker, teils krebserregende Fettschadstoffe und oft jede Menge Hilfsstoffe statt hochwertiger Zutaten. Immerhin: Ein Produkt ist empfehlenswert.

Eis ist im Sommer fĂŒr viele Kinder eine Grundmahlzeit. Doch allzu hĂ€ufig sollten Kids die gekĂŒhlten Leckereien nicht genießen. Denn zu viel SĂŒĂŸes macht dick und schĂ€digt die ZĂ€hne. Maximal 15 Gramm Zucker pro Tag sollte ein dreijĂ€hriges Kind laut Weltgesundheitsorganisation WHO essen, was rund fĂŒnf WĂŒrfelzuckern entspricht. In vielen untersuchten Eissorten steckt jedoch weitaus mehr drin, in einer Marke sogar umgerechnet sieben WĂŒrfelzucker. Nur ein Eis ĂŒberzeugte die Tester mit einem Zuckergehalt von weniger als zwei WĂŒrfelzuckern.

In zwei Eissorten wies das Labor Ă€ußerst bedenkliche Fettschadstoffe der Gruppe 3-MCPD- und Glycidylester nach – einmal sogar in einer Menge, die ĂŒber der tolierbaren Tagesdosis liegt. Diese gelten als erbugtverĂ€ndernd und krebserregend und schĂ€digen vermutlich die Nieren.

ÖKO-TEST kritisiert außerdem, dass viele Hersteller statt hochwertiger Zutaten billige Hilfsstoffe wie Emulgatoren, Farbstoffe und Aromen verwenden. Das drĂŒckt den Preis, aber auch die QualitĂ€t. In einem Zitronenfruchteis von Rewe beispielsweise stecken maximal 2,9 Prozent Frucht. Dabei mĂŒssen laut SpeiseeisleitsĂ€tze mindestens zehn Prozent enthalten sein. Ärgerlich ist zudem, dass im Dunklen bleibt, aus welchen Rohstoffen die Aromen stammen – die Hersteller schwiegen dazu auf Nachfrage von ÖKO-TEST.

ÖKO-TEST empfiehlt Eltern, die hochwertiges Eis kaufen möchten, im Kleingedruckten auf rechtliche QualitĂ€tsbegriffe wie Milcheis, Eiscreme oder Sahneeis zu achten.

Das ÖKO-TEST-Magazin Juli 2016 gibt es seit dem 30. Juni 2016 im Zeitschriftenhandel.
 
 

Gemeinsam gepilgert: In Bewegung sein mit der „Kirche im Europa-Park
Mit der „Kirche im Europa-Park“ in Bewegung sein
 
Gemeinsam gepilgert: In Bewegung sein mit der „Kirche im Europa-Park"
Über 120 Pilgerfreunde haben sich am vergangenen Wochenende mit der „Kirche im Europa-Park“ auf den Weg von Ettenheim nach Rust gemacht. Getreu dem diesjĂ€hrigen Motto „In Bewegung sein“ hat das Wanderangebot der „Kirche im Europa-Park“ und der Badische St. Jakobusgesellschaft zum elften Mal stattgefunden. Die Teilnehmer hatten dabei die Gelegenheit, sich im GesprĂ€ch untereinander auszutauschen, sich ĂŒber ihre Erfahrungen und Probleme zu unterhalten und mit dem Europa-Park Seelsorger Andreas Wilhelm oder auch Norbert Scheiwe, PrĂ€sident der Badischen St. Jakobusgesellschaft, den Dialog zu suchen. Bei der Eucharistiefeier am Samstagabend, 25. Juni, feierte Bischof em. von Rotterdam, Adrian van Luyn, Schirmherr der Veranstaltung, den Gottesdienst fĂŒr die Pilgergruppe und interessierte BĂŒrger der Pfarrgemeinde. Die Messe in der Pfarrkirche Petri Ketten von Rust bildete den Abschluss des ersten von zwei Veranstaltungstagen.

Am Sonntagvormittag begrĂŒĂŸte Europa-Park Inhaber JĂŒrgen Mack die Anwesenden und Pilgerfreunde im 4-Sterne Superior Hotel „Santa Isabel“. Darauf gab Bischof em. van Luyn im Raum Convento ĂŒber 20 Wanderern den Aussendungssegen. Die Gruppe, die vom Bundesverband katholischer Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfen e.V. (BVkE) organisiert wird, startet Anfang Juli nach Santiago de Compostela, um gemeinsam mit Jugendlichen den Jakobsweg zu gehen. Schließlich richtete der ehemalige Kultus- und Staatsminister von Baden-WĂŒrttemberg, Helmut Rau, an die Zuhörerschaft nachdenkliche Worte. Der diesjĂ€hrige Schirmherr der „Muschel in Europa“ zeigte sich besorgt ĂŒber die jĂŒngsten Entwicklungen in der EU – vor allem ĂŒber den Austritt Großbritanniens aus dem Staatenbund. „Umso schöner ist es zu sehen, dass hier in Deutschlands grĂ¶ĂŸtem Freizeitpark der EuropĂ€ische Gedanke so vorbildlich vorgelebt wird“, sagte Rau und mahnte, diesen auch mehr aktiv im Alltag zu leben und zu teilen.
 
 

 
"Geheime radioaktive Abluft" AKW Leibstadt
Der BUND macht auf Hintergrundinformation in einen aktuellen Beitrag aus der NZZ aufmerksam. Er betrifft insbesondere die Menschen in der Hauptwindrichtung des AKW Leibstadt. "Die Betreiberin des AKW Leibstadt muss die Daten zur radioaktiven Abluft nicht veröffentlichen. Das Bundesverwaltungsgericht hat ihre Beschwerde gegen die VerfĂŒgung der Atomaufsicht gutgeheissen".
Eine solche peinliche Nichtinformations- und Geheimhaltungspolitik und ein solches Urteil erinnern an ZustĂ€nde und Öffentlichkeitsarbeit aus den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts.

In der Werbung der Atomkonzerne werden Atomkraftwerke hĂ€ufig als "abgasfrei" bezeichnet. Doch Atomkraftwerke geben auch im so genannten Normalbetrieb ĂŒber den Kamin, das Maschinenhaus und das Abwasser radioaktive Stoffe an die Umwelt ab. Jede noch so geringe radioaktive Strahlung kann Krebs auslösen. In der Umgebung vieler Atomanlagen wurden erhöhte Krebsraten festgestellt. Die erlaubte "Entsorgung durch VerdĂŒnnung", die schleichende Verseuchung ĂŒber den Kamin und das Abwasser ist ein Skandal. Die Öffentlichkeit hat ein selbstverstĂ€ndliches Interesse an der Veröffentlichung der Daten nicht nur aus Leibstadt, sondern aus allen AKW, egal in welchem Land. Ein kluges Urteil hĂ€tte hier Vorbildcharakter gehabt.
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Autor: Axel Mayer, BUND-GeschĂ€ftsfĂŒhrer



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