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Freitag, 15. Februar 2019
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Verschiedenes

 
B√ľndelung der Hochspannungstrassen am S√ľdlichen Oberrhein
Regionalpolitik unterst√ľtzt BUND-Forderung
Wer mit offenen Augen durch die Landschaft am S√ľdlichen Oberrhein, insbesondere durch die Rheinebene f√§hrt, sieht neben Mais und einer zusammenwachsenden Bandstadt entlang der Vorbergzone, an vielen Stellen parallel gef√ľhrte Hochspannungstrassen. Die aktuelle Planung, das Strom√ľbertragungsnetz zu verst√§rken, die geplante "380-kV-Netzverst√§rkung Daxlanden-Eichstetten‚Äú bietet jetzt die einmalige Chance die Energiewende auch einmal f√ľr den Landschaftsschutz zu nutzen. Dort wo heute zwei bis drei Hochspannungstrassen die Landschaft durchschneiden, sollte nach Ansicht von BUND-Gesch√§ftsf√ľhrer Axel Mayer eine Zusammenf√ľhrung auf eine einzige Trasse ernsthaft gepr√ľft werden. Es stellt sich auch die Frage, ob nicht an vielen Stellen alle notwendigen "Scheu√ülichkeiten" der Rheinebene - Autobahn, Neubautrasse der Bahn und Hochspannungstrassen - zusammen laufen k√∂nnten, um Mensch, Natur und Landschaft in der stark belasteten Ebene zu entlasten.
Um die notwendige Debatte zu eröffnen, hatte der BUND-Regionalverband unter anderem die Herren Landräte Hurth (Emmendingen), Scherrer (Ortenaukreis) und Regierungspräsidentin Schäfer angeschrieben.
Sie finden die Briefe unter http://www.bund-rvso.de/hochspannungstrassen-buendeln.html
Da die Planungen langsam konkreter werden und da immer mehr KommunalpolitikerInnen von den Betreibern angeschrieben werden, senden wir Ihnen Ausz√ľge aus den erfreulichen Antwortbriefen:
* ‚Äú Die Zusammenlegung und B√ľndelung von Energieleitungen liegt grunds√§tzlich auch im Interesse des Regierungspr√§sidiums Freiburg. Ich habe deshalb meine zust√§ndige Fachabteilung gebeten, Ihr Schreiben an TransnetBW als Vorhabentr√§gerin weiterzuleiten, damit Ihre Anregung dort im Rahmen der weiteren Planungs√ľberlegungen gepr√ľft werden kann. In den anstehenden Genehmigungsverfahren wird das Regierungspr√§sidium Freiburg selbstverst√§ndlich im Rahmen des technisch und rechtlich M√∂glichen auf eine Minimierung der mit dem Vorhaben verbundenen Eingriffe hinwirken.‚Äú
Regierungspräsidium Freiburg, Regierungspräsidentin Schäfer
* ‚ÄěWie ich Ihnen bereits m√ľndlich mitgeteilt habe, w√§re f√ľr ein rechtlich notwendiges Planfeststellungsverfahren nicht das Landratsamt sondern das Regierungspr√§sidium (Freiburg und Karlsruhe) zust√§ndig. Gleichwohl halte ich Ihren Vorschlag, mehrere Trassen zu einer einzigen, m√∂glichst ortsfernen und landschaftsschonenden Trasse zusammenzuf√ľhren, f√ľr sinnvoll und naheliegend. Die Kreisverwaltung wird deshalb einen entsprechenden Vorschlag gerne im noch durchzuf√ľhrenden Verfahren unterst√ľtzen.‚Äú
Landratsamt Emmendingen, Landrat Hurth
* ‚ÄěDie Belastung des Landschaftsbildes durch Hochspannungsfreileitungen k√∂nnte mit der B√ľndelung der verschiedenen Trassen zu einer Trasse deutlich gemindert werden. Die Modernisierung der bestehenden Leitungen oder Umstellung auf h√∂here √úbertragungsleitungen kann Anlass bieten, B√ľndelungsm√∂glichkeiten zu pr√ľfen. Seitens des Landratsamtes Ortenaukreis wird derzeit gepr√ľft, auf welchen politischen Ebenen eine Abstimmung der Positionen der von der Ma√ünahme betroffenen Landkreise und Kommunen erfolgen kann und soll. Im Rahmen dieser Vorabstimmungen werden auch die Anregungen des BUND diskutiert.‚Äú
Landratsamt Ortenaukreis , Landrat Scherrer
Wir w√ľrden uns sehr freuen, wenn die Medien dieses wichtige (nicht nur) Landschaftsschutz-Thema aufgreifen, recherchieren und dar√ľber berichten w√ľrden. Wichtig ist auch die Frage, ob auf der verst√§rkten Trasse √Ėkostrom oder Braunkohlestrom nach S√ľden geleitet werden soll.
Der Konflikt um die Trassenb√ľndelung wird nicht einfach, denn die unterschiedlichen Trassen geh√∂ren unterschiedlichen Konzernen. Wir sehen die Chance, die geschundene Landschaft in der Rheinebene zumindest in Teilbereichen aufzuwerten. Es g√§be vermutlich ein gr√∂√üeres √∂ffentliches Interesse am Thema, wenn wir "seehofern" und die unterirdische Verlegung der Trassen fordern w√ľrden. Doch in Zeiten einer immer noch sehr gro√üen Staatsverschuldung und zunehmender privater Armut geh√∂rt zu √Ėkologie und Nachhaltigkeit immer auch ein Blick auf die Kosten f√ľr die Allgemeinheit.
Mit freundlichen Gr√ľ√üen
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Autor: Axel Mayer, BUND Gesch√§ftsf√ľhrer

 
Umweltbewusster Umgang mit Regenwasser
Neue Brosch√ľre zur naturvertr√§glichen Regenwasserbewirtschaftung liegt vor

In der Vergangenheit galt die Devise, das Regenwasser in der
Stadt so schnell wie möglich durch die Kanalisation abzuleiten
und der Kl√§ranlage (Mischkanalisation) zuzuf√ľhren. Dies
verschärfte unter anderem häufig die Hochwassergefahr,
√ľberlastete die Kanalisation und die Kl√§ranlagen, zus√§tzlich
konnte auch Schmutzwasser in die Gewässer gelangen.

Heutzutage gibt es aber verschiedene Möglichkeiten der
naturverträglichen Regenwasserbewirtschaftung. Eine davon
ist, sauberes Niederschlagswasser bei geeigneten
Bedingungen versickern zu lassen. Eine andere Lösung ist,
das Regenwasser ortsnah in ein Gewässer oder Graben
einzuleiten. Flächen können entsiegelt oder mit
wasserdurchlässigem Belag befestigt werden. Eine weitere
M√∂glichkeit ist das Dach zu begr√ľnen; hier verbleibt ein gro√üer
Anteil des Regenwassers auf dem Dach und verdunstet. Mit
diesem Nebeneffekt leisten die B√ľrgerinnen und B√ľrger einen
Beitrag zu einem angenehmeren Klima in der Stadt. Auch
kann Regenwasser in Zisternen gesammelt und
beispielsweise der Garten bewässert werden.

Egal, f√ľr welche Varianten sich Eigent√ľmerinnen und
Eigent√ľmer sowie Planer entscheiden, Ziel ist immer ein
umweltbewusster Umgang mit Regenwasser. Mit einer
naturverträglichen Lösung können der Anteil des zur
Kläranlage abzuleitenden Regenwassers und der Eingriff in
den nat√ľrlichen Wasserkreislauf soweit wie m√∂glich begrenzt
werden.

Schon seit vielen Jahren wird der umweltbewusste Umgang
mit Regenwasser von der Stadtverwaltung umgesetzt. So ist
in der Entwässerungssatzung der Stadt Freiburg ein
ökologischer Umgang mit Regenwasser bei neuen
Bauvorhaben festgeschrieben, was auch der aktuellen
Rechtslage entspricht. Mit der gesplitteten Abwassergeb√ľhr,
das hei√üt der getrennten Abrechnung der Kosten f√ľr die
Regenwasser- und Schmutzwasserbeseitigung, liegt f√ľr die
Bauherren und Grundst√ľckseigent√ľmer au√üerdem ein
finanzieller Anreiz vor, in Anlagen zur Versickerung von
unbelastetem oder ausreichend gereinigtem Regenwasser zu
investieren.

Die neue Brosch√ľre zur naturvertr√§glichen
Regenwasserbewirtschaftung unter
www.freiburg.de/gewaesserschutz listet detailliert auf, in
welcher Weise jeder Grundst√ľckseigent√ľmer und jede
Planerin oder Planer zu einem umweltbewussten Umgang mit
dem Regenwasser beitragen kann, welche Varianten sich
anbieten und welche Vorschriften und Beratungsmöglichkeiten
bestehen
 
 

Beznau-Demo
 
Beznau-Demo
BUND unterst√ľtzt Schweizer Initiativen
Wanderung & Kundgebung ‚ÄěMenschenstrom gegen Atom 2016‚Äú am Sonntag, 19. Juni

2016 ist das Jahr, in dem in der Schweiz die Weichen f√ľr eine vern√ľnftige Energiezukunft gestellt werden k√∂nnten. Mit dem ‚ÄěMenschenstrom‚Äú setzt die Umweltbewegung der Schweiz ein Zeichen f√ľr den geordneten Atomausstieg und die sofortige und definitive Stilllegung des √§ltesten AKW der Welt (!) im grenznahen Beznau.

In alter europ√§ischer Tradition rufen unter anderem auch die beiden Regionalverb√§nde Hochrhein und S√ľdlicher Oberrhein des deutschen Bund f√ľr Umwelt und Naturschutz zu diesem wichtigen Protest auf.

Tschernobyl und Fukushima haben gezeigt, dass Radioaktivit√§t keine Grenzen kennt. Das gleiche gilt auch f√ľr die von atomaren Gefahren bedrohten Menschen in den Risikogebieten von Beznau, Leibstadt, G√∂sgen und W√ľrenlingen auf beiden Seiten des Rheins.

Es ist nicht erkl√§rbar, warum ein modernes Land wie die Schweiz in Beznau und M√ľhleberg die √§ltesten und unsichersten Atomkraftwerke der Welt betreibt und so die Existenz des eigenen Landes und der Menschen - auch in den Nachbarl√§ndern - so unverantwortlich aufs Spiel setzt. Mit zunehmendem Alter w√§chst auch die Gefahr atomarer Unf√§lle.

W√§hrend die Werbeabteilungen der Atomkonzerne es immer wieder geschickt verstehen, die Menschen √ľber den Rhein hinweg gegeneinander auszuspielen, setzen wir auf die grenz√ľberschreitende, europ√§ische Freundschaft und Solidarit√§t der von Atomanlagen betroffenen Menschen.

Gemeinsam wandern wir am 19.6.16 zum Amphitheater Windisch/Brugg, wo wir ab 14.30 mit Speis, Trank, Musik und Reden unseren Forderungen Nachdruck verleihen. Die wichtigsten Informationen zu den unterschiedlichen Wanderrouten und der Kundgebung finden Sie unter www.menschenstrom.ch Die regionalen Infos (Busse ab Freiburg und Singen...) finden Sie unter "mehr".
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Der Mundenhof feiert die Sommersonnenwende mit einem großen Feuer
am Dienstag, den 21. Juni

Shakespeare widmete ihr eine traumhafte Komödie, Bergman
einen lächelnden Film, und in Stonehenge wird sie gefeiert
wie bei den alten Kelten: Zur Sommersonnenwende folgt auf
den l√§ngsten Tag die k√ľrzeste Nacht im Jahr. Wie in den
Vorjahren wird dieser Anlass auch auf dem Mundenhof zu
einer großen Feier und einem großen Feuer genutzt.

Am Dienstag, 21. Juni, sind alle Besucherinnen und
Besucher, Jung und Alt, zur Entz√ľndung des gewaltigen
Sommersonnwendfeuers herzlich eingeladen. Gemeinsam
können Sie die beginnende Nacht genießen und sich von den
Rhythmen der Sambagruppe Brasilicum mitreißen lassen.

Die Vorbereitungen dazu beginnen um 20 Uhr im KonTiKiInnenhof:
Kinder werden geschm√ľckt und k√∂nnen
Fruchtbarkeitsstecken anfertigen. Gegen 21.15 Uhr folgt der
Fackelumzug zum Fest, wo um 22 Uhr das Feuer entz√ľndet
wird. Auf dem Platz werden Getr√§nke und Grillw√ľrstchen
angeboten. Das Fest endet um 1 Uhr.

Der Eintritt betr√§gt 2 Euro f√ľr Erwachsene, f√ľr Kinder ist er frei. Fackeln k√∂nnen im KonTiKi erworben werden
 
 

√ĖKO-TEST Computergest√ľtzte Geldanlagen
Das √ĖKO-TEST-Magazin Juni 2016 gibt es seit dem 25. Mai 2016 im Handel.
 
√ĖKO-TEST Computergest√ľtzte Geldanlagen
Roboter gegen Bankberater

Bei den sogenannten Robo-Advisor-Geldanlagen ermittelt ein Computerprogramm per Online-Fragebogen Risikoneigung und Anlagew√ľnsche des Kunden und macht einen konkreten Anlagevorschlag. Doch bieten die neuen Roboter wirklich eine bessere Geldanlage? √ĖKO-TEST hat in der aktuellen Juni-Ausgabe untersucht, was die neuen Portale taugen.

Das Res√ľmee des Tests von 12 Online-Plattformen zeigt, dass es erhebliche Qualit√§tsunterschiede bei den Anbietern gibt. Komplett √ľberzeugen konnte keine der Robo-Advisor-Plattformen, doch immerhin schafften es vier auf einen guten zweiten Rang.

Zu bem√§ngeln gibt es unter anderem, dass die H√§lfte der Portale keine Haftung f√ľr ihre Empfehlungen √ľbernehmen will, wie sie der Gesetzgeber bei Anlageberatung jedoch vorschreibt. Verbraucher k√∂nnen diese rechtlichen R√ľckzieher aber kaum erkennen ‚Äď denn der Hinweis, dass die Dienstleistung nicht als Anlageberatung oder individuelle Verm√∂gensverwaltung anzusehen ist, steht versteckt im Kleingedruckten.

Eine weitere Stolperfalle: Die Online-Fragen zur Risikoneigung sollten f√ľr jeden Nutzer auf Anhieb verst√§ndlich sein, denn im Gegensatz zu einem Gespr√§ch mit einem Bankberater kann er hier nicht r√ľckfragen. Leider sind die Begriffe, mit denen die Robo-Advisors arbeiten, teilweise sehr wage: Der Anleger muss zum Beispiel selbst einstufen, ob er ein ‚Äěmoderates Risiko‚Äú tolieriert oder eher ‚Äěchancenorientiert‚Äú ist. Besser w√§re es, Verluststufen in Zahlen exakt zu beziffern.

√ĖKO-TEST wollte zudem wissen, ob die Robo-Advisor mit ihren nach wissenschaftlichen Modellen optimierten Anlagestrategien in Sache Rendite √ľberzeugen k√∂nnen. Ein echter Performance-Test war zwar noch nicht m√∂glich, weil die Portale zu jung sind, aber √ľber eine Laufzweit von drei Monaten w√§ren f√ľr den Musterkunden immerhin sechs Prozent Rendite drin gewesen.
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Umweltministerin Hendricks verleiht ABBI-Förderpreise an neue Bio-Bauern
Alnatura und NABU fördern Umstellung von konventioneller auf ökologische Landwirtschaft - Bewerbungen bis Ende Juni möglich

Im Rahmen des Umweltfestivals der Gr√ľnen Liga am heutigen Sonntag haben der NABU und Alnatura gemeinsam mit der Bundesumweltministerin Barbara Hendricks weitere Preistr√§ger der ‚ÄěAlnatura Bio-Bauern-Initiative‚Äú (ABBI) geehrt. Von 15 Preistr√§gern der Bewerbungsrunde im Herbst 2015 nahmen f√ľnf Landwirte den F√∂rderpreis am Brandenburger Tor entgegen, weitere zehn wurden bereits im Februar im Rahmen der Fachmesse Biofach in N√ľrnberg geehrt. Mit dieser finanziellen Unterst√ľtzung wird der Umstieg von konventioneller Landwirtschaft auf √Ėko-Landbau gef√∂rdert und das weit √ľber die Vorschriften hinausreichende Engagement dieser sechs Betriebe f√ľr unsere Umwelt unterst√ľtzt.

‚ÄěDer Anbau von regionalen Lebensmitteln in Bioqualit√§t kommt auch der Natur zugute: Nat√ľrliche Ressourcen werden gesch√ľtzt und die Artenvielfalt bleibt erhalten. Um dies zu f√∂rdern, haben wir uns zusammengeschlossen und konnten den Menschen eine neue Perspektive geben‚Äú, sagte Alnatura Gesch√§ftsf√ľhrer G√∂tz Rehn.

Vom 1.Oktober bis 30. November 2015 konnten sich Landwirte f√ľr den F√∂rderpreis bewerben. Von insgesamt 65 Bewerbungen unterschied¬≠lichster landwirtschaftlicher Sparten wurden 15 Betriebe ausgew√§hlt, die sich aufgrund ihres Beitrags f√ľr die umweltvertr√§gliche Produktion regionaler Bio-Lebensmittel in Deutschland besonders auszeichnen.

‚ÄěWir w√ľnschen uns f√ľr die aktuelle Bewerbungsrunde, dass noch mehr Bauern, den Mut haben, ihre Betriebe umzustellen und damit aktiv zum Natur- und Umweltschutz in Deutschland beitragen. Wir freuen uns √ľber Bewerbungen aus ganz Deutschland und von unterschiedlichen landwirtschaftlichen Sparten‚Äú, so NABU-Bundesgesch√§ftsf√ľhrer Leif Miller.

Interessierte Betriebe, die im Jahr 2016 umstellen, sich neu gr√ľnden oder bestehende Bio-Betriebe, die einen neuen Betriebszweig aufbauen, k√∂nnen sich noch bis zum 30. Juni 2016 f√ľr den j√§hrlichen F√∂rderpreis der Alnatura Bio-Bauern-Initiative (ABBI) bewerben.
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NABU-Zahl des Monats
√úber 60 Prozent bei Obst und Gem√ľse sind bereits vorverpackt

Superm√§rkte in Deutschland m√ľssen wieder mehr lose Ware anbieten, um Plastikm√ľll zu vermeiden

Der Verpackungsm√ľll in Deutschland nimmt stetig zu. Eine Ursache daf√ľr ist, dass inzwischen 63 Prozent des frischen Obst und Gem√ľses f√ľr private Haushalte bereits industriell vorverpackt sind. Das ist das Ergebnis einer Studie der GVM Gesellschaft f√ľr Verpackungsmarktforschung im Auftrag des NABU. Die Studie zeigt auch, dass der Kunststoffbedarf f√ľr Vorverpackungen innerhalb von 14 Jahren bis 2014 bei Obst um 78 Prozent und bei Gem√ľse sogar um 164 Prozent zugenommen hat.

Tomaten stehen beispielsweise mit knapp 20 Prozent an der Spitze des Kunststoffverbrauchs f√ľr Obst- und Gem√ľseverpackungen. Der Kunststoffbedarf f√ľr Tomaten nahm zwischen 2010 und 2014 um 46 Prozent zu. Eine Grund daf√ľr sind immer kleinere Verpackungs¬≠gr√∂√üen.

Im Jahr 2014 fielen knapp 90.000 Tonnen Verpackungsm√ľll nur durch vorverpacktes Obst und Gem√ľse an, obwohl diese in der Regel keine Vorverpackung brauchen. Der NABU fordert den Handel daher auf, Obst und Gem√ľse wieder lose anzubieten und den Kunden auch die M√∂glichkeit zu geben, eigene Mehrweg-Beutel anstelle der Einweg-Knotenbeutel zu nutzen. Laut einer Umfrage des NABU w√§ren dazu 85 Prozent bereit, um Plastikm√ľll zu vermeiden.
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NABU zu 30 Jahren Bundesumweltministerium
Mehr Nachhaltigkeit in allen Ministerien nötig

Schutz der Lebensgrundlagen fest in alle Politikbereiche verankern

NABU-Pr√§sident Olaf Tschimpke hat die Gr√ľndung des Bundesumweltministeriums vor 30 Jahren als wichtigen Schritt zu einer nachhaltigeren Umweltpolitik in Deutschland gew√ľrdigt: ‚ÄěEs war damals ein gro√üer Fortschritt, den Umwelt- und Naturschutz in einem eigenen Ministerium zusammenzuf√ľhren und den Naturschutz aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium herauszul√∂sen. Das hat den Anliegen des Naturschutzes zu mehr Bedeutung bei politischen Entscheidungen und der Gesetzgebung verholfen.‚Äú

So habe der fr√ľhere Bundesumweltminister Klaus T√∂pfer erkennbar Druck bei der Umsetzung von EU-Recht gemacht, wie der Richtlinie zur Umweltvertr√§glichkeitspr√ľfung (UVP) sowie der Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Richtlinie. Unter Trittin sei 1998 mit der Ratifizierung der Aarhus-Konvention ein wichtiger Schritt vollzogen worden, um Umweltorganisationen den Zugang zu Gerichtsverfahren zu ebnen, was die Regierung Kohl bis dahin verweigert hatte und heute durch das Umweltrechtsbehelfsgesetz in deutsches Recht umgesetzt sei.

Bundeskanzlerin Merkel habe als Nachfolgerin von T√∂pfer als Bundesumweltministerin mit dem Kyoto-Protokoll das erste internationale Klimaabkommen mit auf den Weg gebracht. Vergangenes Jahr habe sie beim G7-Gipfel den Begriff ‚ÄěDekarbonisierung‚Äú gepr√§gt und so auch die Verabschiedung des Pariser Klimaabkommen vorbereitet. ‚ÄěDie deutschen Bundesumweltministerinnen und Bundesumweltminister und auch die Kanzlerin waren und sind beim Thema Klimaschutz international wichtige Taktgeber. Ich w√ľrde mir w√ľnschen, dass sie diese Tradition auch in der nationalen Politik leben und mehr Klimaschutzanstrengungen durchsetzen. Bislang reichen die nationalen Klimaziele nicht aus und der Klimaschutzplan 2050 muss ambitionierte Ma√ünahmen benennen‚Äú, so Tschimpke.

Vor diesem Hintergrund kritisierte Tschimpke aktuelle Bestrebungen in der EU, weiter und verst√§rkt auf Atomenergie zu setzen: ‚ÄěEs gibt keine Alternative zu einer naturvertr√§glichen Energiewende. Das Bundesumweltministerium ist nach den Folgen der Atomkatastrophe von Tschernobyl gegr√ľndet worden. Auch 30 Jahre sp√§ter h√∂ren wir von Beinahe-Unf√§llen und Schlampereien bei der Sicherheit von Atommeilern. Ganz abgesehen von dem Streit, wer die Kosten zur Entsorgung des Atomm√ľlls tragen soll.‚Äú Die Bundesregierung mit dem Bundesumweltministerium an der Spitze m√ľsse auf EU-Ebene eine Novelle der Richtlinie zur Umweltvertr√§glichkeitspr√ľfung (UVP) f√ľr die Laufzeitverl√§ngerungen von AKW ansto√üen. Bisher ist diese nur f√ľr den Neu- und Abbau von AKW verpflichtend.

Mit Blick auf die aktuelle Umweltpolitik hob Tschimpke die Initiative von Ministerin Hendricks gegen die Pl√§ne von EU-Kommissionspr√§sident Juncker zur Abschw√§chung der EU-Naturschutzrichtlinien hervor, wof√ľr sie inzwischen 16 EU-Umweltminister hinter sich versammelt habe. ‚ÄěHier w√§re R√ľckenwind aus dem Wirtschaftsressort hilfreich‚Äú, so Tschimpke. Bundeswirtschaftsminister Gabriel habe in seiner Funktion als Bundesumweltminister 2007 selber schon einmal erfolgreich den W√ľnschen einiger Bundesl√§nder und der Industrie zur Verw√§sserung der EU-Umweltgesetzgebung eine Absage erteilt. Tschimpke begr√ľ√üte auch die Standfestigkeit von Bundesumweltministerin Hendricks beim Streit um die erneute EU-weite Zulassung des umstrittenen Pestizids Glyphosat, so dass bislang keine erneute Genehmigung erfolgt ist. Dieser Kurs, am Vorsorgeprinzip festzuhalten, sei richtig.

Der NABU-Pr√§sident forderte ein generelles Umdenken in Politik und Wirtschaft hin zu einem schonenderen Umgang mit Ressourcen: ‚ÄěDie Nachhaltigkeitsziele d√ľrfen nicht l√§nger ein Lippenbekenntnis bleiben, sondern m√ľssen endlich in alle Ressorts und politische Entscheidungen verankert werden.‚Äú
 
 



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