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Samstag, 24. August 2019
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Verschiedenes

 
Karlsruhe: „Offene Pforte“ verschafft auch Einblick in sozialen Garten
Der Verein Initial wirkt ebenfalls bei der Initiative „Offene Pforte“ des stĂ€dtischen Gartenbauamts mit, die Einblicke in private Oasen der FĂ€cherstadt bietet. Am Samstag, 6. August, kann als besonderer Ort zwischen 13 und 18 Uhr zum zweiten Mal dieses Jahr der „soziale Garten“ im Wolfartsweierer Gewann Im BĂŒhl besichtigt werden. Zufahrt und Zugang erfolgen ĂŒber die Wettersteinstraße Richtung Norden. Auf Höhe Talwiesenstraße geht es links, dann folgen 50 Meter Feldweg zur vom EuropĂ€ischen Sozialfonds mitfinanzierten Einrichtung.

Ihre BeschĂ€ftigten, Menschen mit Suchthintergrund und psychischen Problemen, sind dort zur Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess tĂ€tig und widmen sich ĂŒberwiegend gĂ€rtnerischer Handarbeit. Die Ernte in BioqualitĂ€t wird an andere soziale Einrichtungen ausgeliefert.
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Neues Ferienangebot auf dem Mundenhof
Neues Ferienangebot auf dem Mundenhof

In den Sommerferien bietet der Mundenhof an zwei Sonntagen
wieder ein Programm fĂŒr die ganze Familie an. In der Regel stehen
die Tiere im Fokus. Bei den FĂŒhrungen am Sonntag, 7. August, und
Sonntag, 28. August, dreht sich nun alles um Pflanzen. Wer mitgeht,
wird ĂŒberrascht sein, was es auf dem GelĂ€nde des Mundenhofs alles
zu sehen gibt.

Auf dem zweistĂŒndigen Rundweg vom Haupteingang zu den
Trampeltieren, zur Exotischen Mitte und ĂŒber den HĂŒgel zurĂŒck zum
Haupteingang erfahren die Besucher und Besucherinnen von der
KrĂ€uter-Kennerin Gerlinde Kurzbach Wissenswertes ĂŒber essbare
heimische WildkrĂ€uter und ĂŒber Heilpflanzen der
nordamerikanischen HochgrasprÀrie, die bei den Bisons angelegt
wurde und nun in voller BlĂŒte steht.

Die Teilnahme kostet 10 Euro pro Person, Kinder sind frei dabei.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt ist jeweils um 11
Uhr am Haupteingang beim ZMF-GelÀnde.
 
 

 
Energie sparen und gewinnen
Die 400. Anmeldung fĂŒr eine kostenlose Energiesparberatung darf hoch hinaus

Anmeldungen ab sofort ans Umweltschutzamt

Die Stadt Freiburg bietet in Kooperation mit der Verbraucherzentrale
bis Oktober eine kostenlose Energiesparberatung an. Dabei können
sich alle BĂŒrgerinnen und BĂŒrger ĂŒber Möglichkeiten zum
Energiesparen informieren. ZusÀtzlich ist es möglich, GerÀte
auszuleihen, die den Stromverbrauch messen und die grĂ¶ĂŸten
Stromfresser im Haushalt ermitteln.

Die Beratungen erfreuen sich regen Interesses und wurden seit
November 2015 ĂŒber 370 Mal in Anspruch genommen. Nun kann
sich eine Anmeldung doppelt lohnen: Die 400. Anmeldung fĂŒr eine
kostenlose Energiesparberatung erhĂ€lt einen Gutschein fĂŒr eine
Berg-Tal-Fahrt fĂŒr zwei Personen mit der Schauinslandbahn.

Anmeldungen nimmt das Umweltschutzamt noch bis Oktober unter
Tel. 0761/201-6147 oder online unter www.freiburg.de/zuhause-aplus
entgegen. Die Energiesparberatung wird von der Projektgruppe
Energie des Agenda 21-BĂŒros organisiert und findet bei den
BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern zuhause statt. Als erste Einsparung
erhalten alle teilnehmenden Haushalte ein LED-Leuchtmittel
geschenkt.

Der Anteil privater Haushalte am gesamten Energieverbrauch liegt
bei fast 30 Prozent. Demensprechend bieten Haushalte besonders
hohe Einsparmöglichkeiten. Je mehr Haushalte in Freiburg
energieeffizient sind, desto besser kann die Stadt Freiburg ihr
ambitioniertes Ziel, bis 2050 klimaneutral zu werden, erreichen.
 
 

 
Zu Fuß durch die Fahrradstadt Freiburg
„Fußverkehrs-Check“ im Stadtteil Wiehre

Die FußgĂ€ngerfreundlichkeit des Stadtteils Wiehre wird
geprĂŒft. Die Wiehre ist damit Teil eines Projekts, das in acht
baden-wĂŒrttembergischen Kommunen das Zufußgehen
wieder als eigenstÀndige Form der MobilitÀt bei Politik und
Verwaltung ins Bewusstsein rĂŒckt und fördert. „Wir wollen mit
diesem Projekt herausfinden, wie wir das Zufußgehen in
einem typischen grĂŒnderzeitlich geprĂ€gten und
innenstadtnahen Stadtteil wie der Wiehre attraktiver gestalten
und fördern können,“ erklĂ€rt BaubĂŒrgermeister Martin Haag.

Bei diesem „Fußverkehrs-Check“ bewerten BĂŒrgerinnen und
BĂŒrger, Politik und Verwaltung die Situation der
FußgĂ€ngerinnen und FußgĂ€nger vor Ort. Im September
startet die Aktion mit einem Auftaktworkshop, bei dem eine
Bestandsanalyse erstellen werden soll. Im Oktober folgen
zwei Begehungen des Stadtteils, um SchwÀchen zu ermitteln
und mögliche LösungsansÀtze zu finden. Diese AnsÀtze
werden bei einem Abschlussworkshop vorgestellt und
erörtert.

Schon im letzten Jahr haben15 baden-wĂŒrttembergische
StĂ€dte und Gemeinden den Fußverkehrs-Check gemacht.
Nach EinschÀtzung des Verkehrsministeriums erwiesen sie
sich als sinnvolles Instrument, um fĂŒr die Belange der
FußgĂ€ngerinnen und FußgĂ€nger in den Kommunen zu
sensibilisieren. Die Landesregierung hat sich vorgenommen,
bis 2030 den Anteil des Fußverkehrs an allen Wegen auf
landesweit 30 Prozent zu erhöhen. Die Auswahl der
Kommunen nahm eine Fachjury aus Vertreterinnen und
Vertretern des StÀdtetags, der UniversitÀt Stuttgart, des
Fachverbands FUSS e. V., der Nahverkehrsgesellschaft
Baden-WĂŒrttemberg sowie des Ministeriums fĂŒr Verkehr vor.
Entscheidend fĂŒr die Auswahl war eine möglichst große
Bandbreite von Fußverkehrsthemen.
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Elektroschrott-RĂŒckgabe ab sofort auch bei Online-HĂ€ndlern möglich
Verbraucherfreundliche RĂŒckgabe muss an erster Stelle stehen

Ab Montag (25.7.) mĂŒssen Online-HĂ€ndler erstmals ausgediente ElektrogerĂ€te zurĂŒcknehmen. Diese Verpflichtung ist Teil des neuen ElektrogerĂ€tegesetzes, das der Bundestag im Oktober vergangenen Jahres beschlossen hat und das bereits fĂŒr den stationĂ€ren Elektrohandel gilt. Der NABU begrĂŒĂŸt diese neue Möglichkeit fĂŒr die Kunden, befĂŒrchtet jedoch eine schlechte Umsetzung in der Praxis. Dies zeigten erste stichprobenartige Tests der UmweltschĂŒtzer.

„Es darf nicht sein, dass Amazon und Co. auf unauffindbaren Unterseiten ĂŒber die neue RĂŒcknahme-Option informieren. Stattdessen sollten sie ihre Kunden schon auf der Startseite darauf hinweisen – und eine RĂŒcknahme als Serviceleistung verstehen“, so NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller.

Stichprobenartig hatte der NABU in den vergangenen Wochen die bisherigen Hinweise der GroßhĂ€ndler auf die neue RĂŒcknahme-Pflicht untersucht. Das ernĂŒchternde Ergebnis: Teils bieten die Unternehmen eine kostenpflichtige RĂŒcknahme an, teils wird auf kommunale Sammelstellen verwiesen. Und in einigen FĂ€llen findet man – auch nach lĂ€ngerer Recherche – keinerlei Informationen zu RĂŒckgabemöglichkeiten. Auch Testanrufe beim Kundenservice brachten kein zufriedenstellendes Ergebnis. In keinem einzigen der FĂ€lle konnten die Mitarbeiter Auskunft darĂŒber geben, wie AltgerĂ€te kĂŒnftig beim HĂ€ndler zurĂŒckgegeben werden können. Es ist mindestens zweifelhaft, ob die Online-HĂ€ndler diese Informationspolitik am kommenden Montag Ă€ndern werden.

Ziel der neuen Regelung ist es, in Zukunft deutlich mehr Elektroschrott zu sammeln und ihn fachgerecht zu entsorgen. Ab dem Jahr 2019 sollen EU-weit mindestens 65 Prozent aller Toaster, Tablets und Handys gesammelt und – wenn möglich – auch wiederaufbereitet und recycelt werden. 2013 betrug die RĂŒcknahme-Quote in Deutschland nur 42,2 Prozent. Bislang werden ElektrogerĂ€te noch hĂ€ufig illegal oder falsch entsorgt, beispielweise ĂŒber den RestmĂŒll. So gehen jedes Jahr Hunderttausende Tonnen eigentlich wiederverwertbarer Ressourcen verloren.

Das neue Gesetz greift insbesondere fĂŒr große Online-HĂ€ndler mit einer Lager- und VersandflĂ€che fĂŒr ElektrogerĂ€te von mindestens 400 Quadratmetern. Dabei wird zwischen zwei Kategorien von ElektromĂŒll unterschieden: KleingerĂ€te mit einer KantenlĂ€nge von weniger als 25 Zentimetern können zurĂŒckgegeben werden ohne ein neues GerĂ€t kaufen zu mĂŒssen. Bei GroßgerĂ€ten ab 25 Zentimetern gilt das Gesetz fĂŒr die kostenlose RĂŒckgabe-Option nur, wenn gleichzeitig ein neues GerĂ€t gekauft wird.

Damit die neue Regelung auch möglichst kundenfreundlich und umweltschonend wird, sollten die Online-HĂ€ndler bei der RĂŒcknahme mit stationĂ€ren HĂ€ndlern oder sozialen Betrieben in VerbrauchernĂ€he kooperieren. „Kurze Wege sind aus Kunden- und Umweltsicht wĂŒnschenswert. So mĂŒssen Verbraucher ihre AltgerĂ€te nicht erst ĂŒber einen Paketdienst versenden. Diese bequemere Form der RĂŒckgabe sollten die Kunden auch von ihren Online-Anbietern einfordern“, so Miller.

UnverstĂ€ndlich ist aus Sicht des NABU, dass Lebensmittel-Discounter bislang von der gesetzlichen RĂŒcknahme-Verpflichtung befreit sind. Auch sie bieten immer hĂ€ufiger Laptops, Drucker und andere KleingerĂ€te als Aktionsware an. „Discounter, die mit Elektrowaren hohen Umsatz machen, sollten sich daher freiwillig an der RĂŒcknahme der AltgerĂ€te beteiligen“, so Sascha Roth, NABU-Experte fĂŒr Umweltpolitik. Der NABU plĂ€diert auch dafĂŒr, dass die zustĂ€ndigen Behörden die Umsetzung der RĂŒcknahmepflichten streng kontrollieren. „Die geforderten Sammelmengen können wir nur dann erreichen, wenn sich der Online-Handel nicht ĂŒber Schlupflöcher aus der Verantwortung ziehen kann“, so Roth.


Die neue Regelung fĂŒr die RĂŒcknahme von Elektroschrott:

Verbraucher können ab Montag, den 25.7., ihre alten Toaster, Tablets und Co. sowohl an kommunalen Recyclinghöfen abgegeben als auch an den Annahmestellen der großen stationĂ€ren ElektrohĂ€ndler oder – zum Beispiel per RĂŒcksendung – an Online-HĂ€ndler.
 
 

 
Gesetzentwurf zur Reform der Grundsteuer ist ungerecht und rĂŒckwĂ€rtsgewandt
NABU und DMB fordern: Aus Grundsteuer muss reine Bodensteuer werden

Der NABU und der Deutsche Mieterbund kritisieren den am vergangenen Freitag von den LĂ€ndern Hessen und Niedersachsen vorgestellten Gesetzentwurf zur Reform der Grundsteuer als ungerecht, wohnungspolitisch falsch und rĂŒckwĂ€rtsgewandt. „Deutschland leidet unter Wohnungsnot, die GrundstĂŒckspreise schießen durch die Decke. Statt mit einer zukunftsorientierten Reform zur Beruhigung der Marktsituation beizutragen, drohen die Finanzminister mit ihrem Gesetzentwurf die angespannte Lage noch zu verschĂ€rfen“, kritisierte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.

Seit Jahren fordern der Deutsche Mieterbund, der NABU, zahlreiche weitere VerbĂ€nde und viele BĂŒrgermeister eine sozial gerechte, vereinfachte und investitionsfreundliche Bodensteuer – statt einer verwaltungsaufwĂ€ndigen Neuregelung der Grundsteuer, die im Wesentlichen auf GebĂ€udewerten basiert.

„Wir appellieren dringend an die Landesregierungen und den Bundesrat, diesen Gesetzentwurf abzulehnen“, so der Bundesdirektor des Deutschen Mieterbundes, Lukas Siebenkotten. Mieterbund und NABU kritisieren am aktuellen Entwurf zum einen den Erarbeitungsprozess. Jahrelang wurde er unter konsequentem Ausschluss der Zivilgesellschaft entwickelt. Zum anderen sehen die VerbĂ€nde eine fatale Langzeitwirkung, sollte das Konzept umgesetzt werden. So wĂŒrde die Grundsteuer kĂŒnftig aus neuen und laufend zu aktualisierenden GebĂ€udewerten abgeleitet – ein Hemmschuh fĂŒr Investitionen. Die VerbĂ€nde sehen dadurch sĂ€mtliche BemĂŒhungen zur Belebung des GrundstĂŒcksmarktes und zur Schaffung von mehr innerörtlichem Wohnraum gefĂ€hrdet.

Der Gesetzentwurf droht außerdem bestehende Ungerechtigkeiten zu verstĂ€rken. Er schĂŒtzt vor allem die Interessen derer, die auf steigende GrundstĂŒckspreise spekulieren. „Wohnkosten wĂŒrden weiter steigen, auf Mieter kĂ€me eine Mehrbelastung zu“, so Siebenkotten. Sollten sich die Finanzminister mit ihrem Gesetzentwurf durchsetzen, wĂŒrden Neubauten steuerlich deutlich schlechter gestellt im Vergleich zu gleichwertigen modernisierten Altbauten. Auch hĂ€tten die staatlich ermittelten GebĂ€udewerte, weil abgeleitet aus Herstellungskosten, mit den realen Marktwerten nur wenig gemein. „Der Bewertungsansatz der Finanzminister verstĂ¶ĂŸt vermutlich gegen den Gleichheitssatz und das verfassungsrechtliche Prinzip der LeistungsfĂ€higkeit“, so Tschimpke. Eine auf dieser Basis ermittelte Grundsteuer stĂŒnde nicht nur verfassungsrechtlich auf wackligen Beinen, sondern wĂ€re auch ökologisch und stadtentwicklungspolitisch kontraproduktiv. Denn GrundstĂŒckseigentĂŒmer, die ihre leer stehenden GebĂ€ude, BaulĂŒcken, teilbebauten und untergenutzten GrundstĂŒcke liegenlassen, sich mit Investitionen zurĂŒckhalten und auf steigende Preise spekulieren, wĂŒrden weiterhin (grund)steuerlich bevorzugt. In der Folge mĂŒssten die Kommunen mehr neue Baugebiete ausweisen als nötig. Jede bessere und effizientere Nutzung von GrundstĂŒcken wĂŒrde mit einer höheren Grundsteuer bestraft.

Nach Aussagen der Finanzminister ist dieser extrem verwaltungsaufwĂ€ndige Bewertungsansatz alternativlos. Doch das ist nicht der Fall: Eine reine Bodensteuer – die von vielen Seiten empfohlen wird – wĂ€re innerhalb kĂŒrzester Zeit realisierbar und vollkommen neutral gegenĂŒber Ausmaß, Art und Alter einer Überbauung. Sie wĂŒrde das spekulative ZurĂŒckhalten von Immobilien teurer machen, brĂ€chte Bewegung in den GrundstĂŒcksmarkt und setzte die nötigen Investitionsanreize, um kĂŒnftig auch den Bedarf an Wohnraum zu decken. Ungleichbehandlungen und verfassungsrechtliche Probleme wĂ€ren von vornherein ausgeschlossen.

Die Grundsteuerreform sollte nach Ansicht des NABU durch eine verbesserte kommunale Planungspraxis und eine StĂ€rkung der Eingriffsregelung in der Novelle zum Baugesetzbuch – wie aktuell in der Diskussion – begleitet werden, um dem Ziel einer „doppelten Innenentwicklung“ gerecht zu werden. Das heißt: Bauland sollte effizient genutzt und Stadtnatur dort erhalten werden, wo sie besonders knapp oder von besonderem Wert ist.
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"Schwarmstadt Freiburg" vorerst vorbei
2015 in Freiburg Netto-Wanderungsverlust bei Einwohnern außer bei GeflĂŒchteten.
GrĂŒnde fĂŒr Neubaustadtteil Dietenbach schwinden weiter.

Die "Akademiker- und Ausbildungs-Schwarmstadt Freiburg", wie sie von bevölkerungs- und woh­nungspolitischen Gutachten fĂŒr die Stadt bisher angenommen wurde, ist vorerst vorbei! Zahlreiche Vorlagen der Stadtverwaltung und BeschlĂŒsse des Gemeinderats ab 2012 beruhen daher spĂ€testens aus heutiger Sicht auf teilweise unzutreffenden Grundlagen! Mit diesen Punkten, die auf neuen Daten der Bevölkerungsstatistik der Stadt beruhen, wandte sich der gemeinnĂŒtzige Freiburger Verein ECOtrinova e.V. mit Schreiben an den Gemeinderat, an OberbĂŒrgermeister Dr. Salomon und die BĂŒrgermeister.

"In 2015 hat der GeburtenĂŒberschuss von 481 Personen den Verlust von 669 Personen beim Zuzug minus Wegzug nicht mehr ausgeglichen. Die Tendenz zum klaren RĂŒckgang des Wanderungsgewinns nach den Gipfeln von 2011 und 2012 ist schon 2013 zu erkennen und zu erwarten gewesen und habe sich in 2014 und 2015 verstĂ€rkt", so der ECOtrinova-Vorsitzende Dr. Georg Löser. Die zu wenig beachteten Ursachen der großen Wanderungsgewinne von 2011/2012 seien die damaligen Doppel-AbiturjahrgĂ€nge in mehre­ren BundeslĂ€ndern, das Ende des Wehr- und Zivildienstes und die damalige EinfĂŒhrung der Freiburger Zweitwohnungssteuer gewesen.

ECOtrinova riet der Stadt jetzt, die Bevölkerungsprognosen zu korrigieren, zum einen ohne GeflĂŒchtete, zum anderen mit GeflĂŒchteten. Denn wenn der neue Trend im ersten Fall anhalte, werde es nun nicht nur wegen der fehlenden landwirtschaftlichen ErsatzflĂ€chen Zeit, Abstand zu nehmen vom Neubaustadtteil Dietenbach. Denn auch ohne Dietenbach seien reichlich BauaktivitĂ€ten im Gange und am Kommen.

In 2015 kamen mit Stand Jahresende 3681 GeflĂŒchtete mit unterschiedlichem Status neu nach Freiburg. Zur kĂŒnftigen Anzahl GeflĂŒchteter in Freiburg bestehe erhebliche Unsicherheit. Es sei davon auszugehen, dass durch Kriege und Bedrohungen aller Art GeflĂŒchtete nach Befriedung in der Mehrzahl in Ihre Heimat zurĂŒck möchten. Bei aus anderen Ursachen GeflĂŒchteten dĂŒrfte es hilfreich und viel effektiver sein, die LebensverhĂ€ltnisse vor Ort mit UnterstĂŒtzung von hier und international pro Selbsthilfe so zu verbessern, dass Flucht- und MigrationsgrĂŒnde schwinden, statt Menschen ihrer Heimat zu entfremden.
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ElektrizitÀtswerke Schönau (EWS)  zur Generalversammlung
EWS-VorstÀnde Armin Komenda, Rolf Wetzel, Sebastian Sladek und Alexander Sladek
 
ElektrizitÀtswerke Schönau (EWS) zur Generalversammlung
Am 1. Juli 2016 fand in Schönau die 7. Generalversammlung der Netzkauf EWS eG statt. FĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2015 weisen die ElektrizitĂ€tswerke Schönau (EWS) bei einem vorlĂ€ufigen konsolidierten Jahresumsatz von 163 Millionen Euro (Vorjahr: 170 Millionen Euro) ein vorlĂ€ufiges konsolidiertes Ergebnis von 6 Millionen Euro (Vorjahr: 3 Millionen Euro) aus.

Mitgliederentwicklung in der Genossenschaft
Im GeschÀftsjahr 2015 erhöhte sich die Zahl der Mitglieder der Genossenschaft weiter um 437 auf per 31.12.2015 gesamthaft 4.795 Mitglieder, die ein GeschÀftsguthaben von 37,3 Millionen Euro einbringen.

Die EWS-Gruppe
Die EWS-Gruppe besteht zum 31.12.2015 aus der Muttergenossenschaft Netzkauf EWS eG und den hundertprozentigen Tochterunternehmen, der ElektrizitĂ€tswerke Schönau Netze GmbH, der ElektrizitĂ€tswerke Schönau Vertriebs GmbH, der ElektrizitĂ€tswerke Schönau Energie GmbH, der ElektrizitĂ€tswerke Schönau Direkt GmbH, der Holzenergie Betreibergesellschaft mbH und der in 2015 neu gegrĂŒndeten EWS Windpark Rohrenkopf GmbH sowie den Beteiligungsgesellschaften Energieversorgung Titisee-Neustadt GmbH (30 Prozent), Stadtwerke Stuttgart Vertriebsgesellschaft mbH (40 Prozent), Energieversorgung Schönau-SchwĂ€bisch Hall GmbH (50 Prozent) und der Kraftwerk Köhlgartenwiese GmbH (30 Prozent).

GeschÀftsverlauf 2015
Im GeschĂ€ftsjahr 2015 versorgten die ElektrizitĂ€tswerke Schönau 160.250 Kunden (Vorjahr: 155.245 Kunden) mit ökologischem Strom und 11.050 Kunden (Vorjahr: 9.087 Kunden) mit Gas. Das entspricht einer Steigerung der Kundenzahl beim Strom von drei Prozent, beim Gas von 22 Prozent. Der Gesamtumsatz der EWS-Gruppe ging von 170 Millionen Euro leicht auf 163 Millionen zurĂŒck. Der RĂŒckgang der Umsatzerlöse ist auf den Abgang eines Weiterverteilers im Stromhandel zurĂŒckzufĂŒhren, der aber das Ergebnis kaum belastete. Das Jahresergebnis der EWS-Gruppe konnte von 3 Millionen Euro in 2014 auf 6 Millionen Euro in 2015 gesteigert werden. Die positive Entwicklung kommt zum einen durch die gestiegenen Kundenzahlen und zum anderen dadurch zustande, dass nicht wie im Vorjahr außerordentliche und periodenfremde Aufwendungen sowie Sondereffekte das Ergebnis belasteten. Daneben lieferten erstmals alle verbundenen Unternehmen in Schönau positive ErgebnisbeitrĂ€ge. Die Strom- und Gastarife wurden in 2015 das dritte Jahr in Folge nicht verĂ€ndert.

Mitarbeiterentwicklung
In der EWS waren per 31.12.2015 100 Mitarbeiter beschĂ€ftigt, gegenĂŒber 98 im Vorjahr.

Beurteilung der wirtschaftlichen Lage
Die wirtschaftliche Entwicklung sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Netzkauf EWS eG und ihrer Tochterunternehmen (EWS-Gruppe) im GeschÀftsjahr 2015 beurteilen die Mitglieder des Vorstands als gut.
Den Mitgliedern der Netzkauf EWS eG als Mutterunternehmen wird aus dem Bilanzgewinn des GeschĂ€ftsjahres 2015 eine Dividende in Höhe von 3,5 Prozent ausgeschĂŒttet. Vorstand Sebastian Sladek merkte hierzu an, dass man den Begriff der „Dividende“ neu fassen mĂŒsse. „Es entspricht nicht unserem SelbstverstĂ€ndnis, Dividende nur als finanzielle Dividende zu interpretieren. FĂŒr die Zukunft wollen wir verstĂ€rkt ein VerstĂ€ndnis der sozialen und ökologischen Dividende in unserer GeschĂ€ftstĂ€tigkeit und bei unseren Mitgliedern verankern“, erklĂ€rte Sebastian Sladek.

Ausblick
Die EWS rechnet auch in 2016 mit einer stabilen Entwicklung. Zum 31. Mai 2016 sind rund 163.000 Strom- und rund 12.000 Gaskunden in der Versorgung. Die Umsatzerlöse werden fĂŒr 2016 leicht ĂŒber der Vorjahreshöhe erwartet. Die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen werden sich in der Folge der EEG-Novelle 2016 fĂŒr die Erneuerbaren Energien allerdings verschlechtern, was dem Ziel einer umweltfreundlichen, dezentralen und bĂŒrgereigenen Energiewende aus Sicht der EWS entgegen lĂ€uft. „Aufgrund des immer stĂ€rker werdenden Widerstands gegen eine ehrliche BĂŒrgerenergiewende werden wir von den ElektrizitĂ€tswerken Schönau uns mit BĂŒrger-Initiativen und Mitstreitern stĂ€rker vernetzen, damit Erreichtes nicht verloren geht und die BĂŒrgerenergiewende weiter vorangebracht wird“, betonte Vorstand Alexander Sladek.

PrĂŒfung und Entlastung
Thomas Jorberg berichtete ĂŒber die TĂ€tigkeit des Aufsichtsrates und konnte mitteilen, dass der Baden-WĂŒrttembergische Genossenschaftsverband dem Jahresabschluss und Lagebericht der Genossenschaft den uneingeschrĂ€nkten BestĂ€tigungsvermerk erteilt hat. Dem Vorstand wurde die OrdnungsmĂ€ĂŸigkeit der GeschĂ€ftsfĂŒhrung bescheinigt.

BeschlĂŒsse
Neben den einstimmigen Entlastungen von Vorstand und Aufsichtsrat, der Feststellung des Jahresabschluss und der DividendenausschĂŒttung wurde die Umfirmierung von „Netzkauf EWS eG“ in „EWS ElektrizitĂ€tswerke Schönau eG“ beschlossen.

 
 



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369 370 371 372 373 


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