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Dienstag, 18. Februar 2020
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Verschiedenes

 
40 Jahre Atomkraft-Unfall Three Mile Island Block 2
bei Harrisburg, USA, und Strahlenfolgen

Der Unfall beim Atomkraftwerk Three Mile Island 2 (TMI-2) bei Harrisburg/USA beginnt.
Zahlreiche Strahlenopfer des Atomkraft-Unfalls bei Harrisburg (TMI-2) erwiesen.
Bei Àlterem Reaktor wÀre der Unfall eine Riesenkatastrophe geworden.
Als Menschen zu „Messinstrumenten“ wurden. Beschwichtigungen und Vertuschungen

Am 28.3.1979 4 Uhr nachts begann im US-Bundesstaat Pennsylvania unweit von dessen Haupt­stadt Harrisburg im Atomkraftwerk Three Mile Island (TMI) im Block2, der erst wenige Wo­chen zuvor in Betrieb gegangen war, ein schwerer Unfall. Dieser umfasste eine weitgehen­de Schmelze des Reaktorkerns, mindestens eine Wasserstoffexplosion und erheb­liche Freisetzungen von RadioaktivitĂ€t. Mehrere Tage lang bestand die Gefahr einer sehr viel grĂ¶ĂŸeren Katastro­phe. Bereits am 1. Tag kam es zu Ausstoß von RadioaktivitĂ€t in die Luft. Am 30.3. wurde ent­schieden, alle schwangeren Frauen und alle Kinder im Vorschulalter aus der 8-km-Zone (5 Mei­len) zu evakuieren . Die Nachricht erreichte die Menschen erst 2 Tage spĂ€ter. Die Schulen wu­rden geschlossen. FĂŒr den 16-km-Umkreis (10 Meilen) wur­de die Bevölkerung aufgefordert, die HĂ€u­ser nicht zu verlassen. Fast 200.000 Menschen flohen. Entwarnung kam erst am 9. April.

Unkontrollierte Freisetzungen von RadioaktivitĂ€t in die Umwelt begannen schon kurz nach Unfallbeginn. MessgerĂ€te im Kraftwerk ĂŒberschritten ihre Meßbereiche. Radioaktives Edelgas des TMI-2-Unfalls wurde sogar in Albany gemessen, der rund 400 km entfernten Hauptstadt des Staates New York. Zu den Strahlen- und Krankheitsfolgen des TMI-Unfalls gibt es viele Anzeichen fĂŒr eine große Beschwichtigungs- und Vertuschungskampagne. Die Frage der StrahlenschĂ€den bei der Bevölkerung wurde offiziell schon auffĂ€llig frĂŒh verneint, obwohl z.B. Krebserkrankungen nicht sofort auftreten. Viele ernst zu nehmende Berichte aus der Bevöl­kerung und unabhĂ€ngige in Fachjournalen veröffentlichte wissenschaftliche Untersuchungen von Forschern an der UniverstĂ€t von North Carolina belegen dagegen erhebliche GesundheitsschĂ€den, u.a. gehĂ€ufte bestimmte Krebserkrankungen. Auch bei der Kindersterblichkeit gabe es Erhöhungen. Beobachtungen aufmerksamer Menschen, die schon bald am 1. Unfalltag 28.3.1979 und danach strahlenbedingte Krankheitssymptome, die bei hoher Belastung auftreten, bei sich selber und bei Tieren feststellten mit Hunderten an sich ĂŒberzeugenden schriftlichen Berichten, wurden von offiziellen Stellen nicht anerkannt. Die Eigner von TMI zahlten Bewohnern der Umge­bung aber viele Millionen Dollar außergerichtlich, um gerichtliche Klagen wegen missgebildeter Kinder zum Schwei­gen zu bringen.

Der Unfall hĂ€tte sehr viel schwerer ablaufen können bis hin zu einer Riesen-Katastrophe ("großer SuperGAU", INES 7) mit gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen schwerer als "Tschernobyl 1986" oder "Fukushima 2011", wenn der "brandneue" Unfallreaktor mehr als nur ein paar Wochen Strom erzeugt hĂ€tte. Denn die dann viel grĂ¶ĂŸeren Freisetzungen wĂ€ren bodennah erfolgt und nicht durch einen Graphitbrand in die Höhe und damit auf der Nordhalbkugel der Erde verteilt worden bzw. nicht wie bei Fukushima hauptsĂ€chlich Richtung Pazifischrn Ozean geweht oder oder in ihn abgeleitet worden. - Der Block TMI-2 ist auch 40 Jahre nach dem Unfall wegen der hohen Verstrahlung nur teilweise rĂŒckgebaut. Der Ă€ltere Block TMI-1 soll in 2019 stillgelegt werden, da der Betrieb nicht mehr wirtschaftlich sei. Man erhofft aber staatliche Gelder fĂŒr eventuellen Weiterbetrieb.
 
 

NABU: Die ersten Sechsbeiner sind unterwegs - Starthilfe fĂŒr Insekten
Streifenwanze / Foto: Helge May -nabu
 
NABU: Die ersten Sechsbeiner sind unterwegs - Starthilfe fĂŒr Insekten
Miller: Äcker, GrĂŒnland und GĂ€rten sind wichtige LebensrĂ€ume - "Insektensommer" vom 31. Mai bis 9. Juni und 2. bis 11. August

Berlin – Werden die Tage heller und die Sonnenstrahlen wĂ€rmer, machen sich Insekten auf die Suche nach Nahrung und Nistmöglichkeiten. Eine echte FrĂŒhlingsbotin ist die Rostrote Mauerbiene, „Insekt des Jahres“ 2019. Sobald die auffallend pelzige Wildbiene auftritt, sind andauernde Fröste vorĂŒber und FrĂŒhjahrsblĂŒher wie Krokusse oder Hyazinthen recken sich der Sonne entgegen. Bereits den FrĂŒhling im Namen trĂ€gt eine andere Pelzbiene, die FrĂŒhlings-Pelzbiene (Anthophora plumipes). Sie ist ebenso ab Mitte MĂ€rz zu beobachten genauso wie die ersten Schmetterlinge und KĂ€fer, darunter Zitronenfalter und Tagpfauenauge oder der beliebte MarienkĂ€fer.

„Wichtige InsektenlebensrĂ€ume sind Hecken, Wiesen, Feldraine und GewĂ€sserrandstreifen. Wir brauchen mehr davon und mĂŒssen sie frei von Pestiziden halten. Neben einer naturnĂ€heren insektenfreundlichen Landwirtschaft kann Vielfalt in GĂ€rten und Parks einen Teil dazu beitragen, Insekten zum FrĂŒhling Starthilfe zu geben“, sagt NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller.

Mit Hilfe von Nisthölzern lĂ€sst sich zum Beispiel die Rostrote Mauerbiene (Osmia bicornis) problemlos im Garten ansiedeln. Gerne nimmt sie kĂŒnstliche Nistgelegenheiten aus Holz, Bambus oder Schilf an. „Insektenhotels dĂŒrfen durchaus dekorativ sein, doch sie helfen nur, wenn sie auch artgerecht sind. Wichtig ist, dass kein Weichholz verwendet wird, damit Bohrlöcher nicht ausfransen, sonst können sich Bienen daran verletzen. Auch sollten insektenfreundliche Wildpflanzen in der NĂ€he sein, sonst werden die geschaffenen Hotels ohne GĂ€ste bleiben“, sagt NABU-Insektenexpertin Daniela Franzisi.

Ein Beet aus heimischen Wildstauden wirkt wie ein Magnet auf Falter und Bienen. An sonnigen Standorten wachsen Moschusmalve, Natternkopf, Wiesen-Flockenblume und Blut-Storchschnabel. Sie liefern Pollen und Nektar und sind dazu noch optimal an Klima und Boden angepasst. Generell freuen sich Insekten ĂŒber Wildrosensorten. Diese haben keine gefĂŒllten BlĂŒten, so können Insekten den Nektar leichter erreichen als bei gezĂŒchteten Sorten.

Insekten zĂ€hlen zu der artenreichsten Tiergruppe und sind ein wichtiger Baustein fĂŒr das Ökosystem. Die Gesamtmasse an Fluginsekten hat bis zu 75 Prozent in Schutzgebieten abgenommen. Mehr als die HĂ€lfte jeder Wildbienenart ist in Deutschland gefĂ€hrdet. Nach SchĂ€tzungen leben in Deutschland 33.000 Insektenarten. Über die meisten liegen noch keine Daten vor.

Vor diesem Hintergrund hat der NABU die Citizen-Science-Aktion „Insektensommer“ ins Leben gerufen. Die InsektenzĂ€hlung findet bundesweit vom 31. Mai bis 9. Juni und vom 2. bis 11. August statt. Die Beobachtungen können unter www.insektensommer.de gemeldet werden. Oder ĂŒber die kostenlose NABU-App „Insektenwelt“ fĂŒr iOS und Android. Sie enthĂ€lt ĂŒber 120 in Deutschland hĂ€ufige vorkommende Arten. „Ziel des Insektensommers ist es, auf die enorme Bedeutung der Insekten aufmerksam zu machen und fĂŒr den Schutz dieser Tiergruppe zu sensibilisieren. Jeder kann mithelfen, Daten zur Artenvielfalt und HĂ€ufigkeit der Insekten zu sammeln. Jedes Insekt zĂ€hlt!“, so Franzisi.
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Die B 31 ist in die Umweltzone der Stadt Freiburg aufgenommen worden
Die Stadt Freiburg hat die Beschilderung der B 31 als Teil der Umweltzone Freiburg zum 14. MĂ€rz abgeschlossen. Damit setzt die Stadt Freiburg den vom RegierungsprĂ€sidium Freiburg zum 15. Februar in Kraft gesetzten Luftreinhalteplan um. Ziel des Luftreinhalteplans ist die LuftqualitĂ€t fĂŒr die Bevölkerung zu verbessern. Insbesondere die direkten Anwohnerinnen und Anwohner werden von der Senkung des Stickoxidausstoßes profitieren.

Es dĂŒrfen kĂŒnftig nur noch Fahrzeuge mit der grĂŒnen Umweltplakette auf der B 31 durch Freiburg fahren – unabhĂ€ngig, ob Sie ein Ziel in der Stadt anfahren oder lediglich auf der B 31 das Stadtgebiet kreuzen wollen. In der letzten Fortschreibung des Luftreinhalteplans durch das RegierungsprĂ€sidium Freiburg war die B 31 noch von der Umweltzone ausgenommen worden.

In besonders begrĂŒndeten EinzelfĂ€llen kann eine Ausnahmegenehmigung vom Fahrverbot in der Umweltzone erteilt werden. Informationen sind auf der stĂ€dtischen Homepage www.freiburg.de zu finden. AntrĂ€ge auf Ausnahmeregelungen können digital ĂŒber das Internet beim Garten- und Tiefbauamt der Stadt Freiburg gestellt werden.
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Vom Mammutwald zum Klimawandelwald
Mammutwald im Seepark wird neu gestaltet

Ab Mitte MÀrz wird das SeeparkgelÀnde in Freiburg im Rahmen eines Pilotprojektes neu gestaltet.

Das Garten- und Tiefbauamt verfolgt damit ein Konzept, das einerseits die VerĂ€nderungen durch den Klimawandel berĂŒcksichtigt und andererseits die ErholungsqualitĂ€ten des Seeparks erhalten möchte. Der absterbende Mammutwald soll in den nĂ€chsten zwei Jahren zu einem „Klimawandelwald“ umgestaltet werden. Die ersten beiden Quartiere werden nun ab Mitte MĂ€rz mit einer Anzahl von heimischen Gehölzen bepflanzt, die eine Nahrungsquelle fĂŒr Insekten und Vögel darstellen und so den Besucherinnen und Besuchern des Seeparks eine neue Attraktion bieten. Neben den heimischen werden auch nicht-heimische Baumarten in diesem Pilotprojekt integriert, die eine bereits bekannte hohe Anpassung an den Klimawandel bewiesen haben.

FĂŒr die anstehenden Baumpflanzungen wird voraussichtlich ab Montag, den 18. MĂ€rz die Zufahrt der Baufahrzeuge ĂŒber die Spittelackerstraße und den anschließenden Radweg zum Mammutwald erfolgen. Über einen Zeitraum von vier Wochen kann es fĂŒr den Geh- und Radverkehr zu Behinderungen kommen. Der Spielplatz wird mit AbsperrzĂ€unen abgegrenzt.

Das Garten- und Tiefbauamt bittet um VerstÀndnis.
 
 

Weltverbrauchertag: Mehr Klarheit und Transparenz beim Lebensmitteleinkauf
Tauernroggen / Foto: Slow Food Archiv
 
Weltverbrauchertag: Mehr Klarheit und Transparenz beim Lebensmitteleinkauf
Zum Weltverbrauchertag 2019 am 15. MĂ€rz fordert Slow Food Deutschland von der Politik, Rahmenbedingungen dafĂŒr zu schaffen, damit Verbraucherinnen und Verbraucher zwischen nĂ€hrstoffreichen Lebensmitteln auswĂ€hlen können, die auf ethisch sowie ökologisch vertrĂ€gliche Weise hergestellt und gehandelt werden. „Die Politik sollte Vorbild sein und unseren Lebensmitteln ihren Stellenwert als Mittel zum Leben zurĂŒckgeben, sie in in ihrer wahren QualitĂ€t und ihrem Preis aufwerten und Transparenz sicherstellen,“ so Ursula Hudson, die Vorsitzende von Slow Food Deutschland.
Der Weltverbrauchertag ist ein internationaler Aktionstag, der auf die Rechte der Verbraucherinnen und Verbraucher aufmerksam macht. Dazu gehört fĂŒr Slow Food das Recht eines jeden Menschen auf gute, saubere und faire Lebensmittel. Doch ist es um unseren Lebensmitteleinkauf inzwischen sehr komplex bestellt. Unser industrielles Lebensmittelsystem hat zur Überproduktion und zum Überangebot von zumeist nĂ€hrstoffarmen und hochverarbeiteten Nahrungsmitteln gefĂŒhrt. Das wirkt sich negativ auf die QualitĂ€t und den wahren Preis von Nahrungsmitteln, auf die Gesundheit aller Lebewesen sowie den Schutz von Umwelt und Klima aus. Auf der Suche nach dem ‚guten Lebensmittel‘ bewegen sich Verbraucherinnen und Verbraucher in einem Dschungel aus GĂŒtesiegeln, denen verschiedene Kriterien und Anforderungen zugrunde liegen. Über die wahre QualitĂ€t eines Lebensmittels im umfassenden Sinne informiert aus Slow-Food-Sicht keines davon. Auch eine NĂ€hrwertkennzeichnung nach dem Raster Fett, Kohlehydrate, Salz und Zucker greift zu kurz. Wichtige Erkennungsmerkmale fĂŒr QualitĂ€t wie Angaben zu Lieferketten, Verarbeitungsprozessen und Herkunft der Inhaltsstoffe lassen sich fĂŒr die meisten industriellen Lebensmittel jedoch kaum abbilden.

„Es fehlt an einer einheitlichen und glaubwĂŒrdigen Grundlage, auf der Verbraucherinnen und Verbraucher sozial- und umweltvertrĂ€gliche und damit auch genussvolle Kaufentscheidungen treffen können. DafĂŒr mĂŒssen sie selber unendlich gut Bescheid wissen. Und, dass inzwischen wie bei der Tierhaltung Kennzeichnungen von Staat und Handel miteinander konkurrieren, ist völlig kontraproduktiv. Eine sinnvolle, belastbare, verstĂ€ndliche und rechtlich verbindliche Lebensmittelkennzeichnung ist ein lĂ€ngst ĂŒberfĂ€lliger Schritt im aktuellen System und muss beim Staat anstatt bei einzelnen Handelsketten liegen“, kritisiert Ursula Hudson. Sie wĂŒnscht sich von der Politik auch, den Verbraucherinnen und Verbrauchern Hilfestellung dabei zu geben, ihre Lippenbekenntnisse in verlĂ€ssliches Handeln zu transformieren. „Die vermeintliche Bereitschaft, fĂŒr ökologisch und regional hergestellte Lebensmittel und tierische Produkte mehr zu bezahlen, spiegelt sich nicht ausreichend in den Verkaufszahlen wieder“, erklĂ€rt Hudson. Langfristig helfe nur eine ganzheitliche Verbraucherbildung sowie die Umstellung unseres Lebensmittelsystems hin zu einer ökologischen Landwirtschaft und Fischerei, mit der wir im Rahmen der Grenzen unseres Planeten wirtschaften und ethisch korrekt handeln. Damit stĂŒnden etwa Billigfleisch aus Massentierhaltung sowie Fisch aus ĂŒberfischten BestĂ€nden und illegalen Fangnetzen erst gar nicht mehr zur Wahl.
 
 

 
Kinderzahncremes
Gute Vorsorge von Anfang an

Die ÖKO-TEST-Redaktion fĂŒhlt 66 Produkten wortwörtlich auf den Zahn: 47 Kinder- und 19 Juniorzahncremes stehen auf dem PrĂŒfstand. Bewertungskriterien sind hierbei die Dosierungs- und Anwendungsvorgaben, der Fluoridgehalt und natĂŒrlich Schadstoffe. Mehr als die HĂ€lfte der getesteten Produkte erhalten dabei die Noten „sehr gut“ oder „gut“. Kritikpunkte sind bei den schlechter abschneidenden Produkten oftmals nicht problematische Inhaltsstoffe, sondern vielmehr die fehlende Information fĂŒr Eltern zu Dosierung und AnwendungshĂ€ufigkeit auf den Zahnpastatuben.
 
 

Internationaler Tag des Artenschutzes
© Archivio Slow Food
 
Internationaler Tag des Artenschutzes
Zukunft unserer ErnÀhrung mit der Gabel sichern

AnlĂ€sslich des internationalen Tags des Artenschutzes am 3. MĂ€rz fordert Slow Food Deutschland die Politik auf nationaler, EU- sowie internationaler Ebene auf, die Weichen fĂŒr den Erhalt des Artenschutzes endlich richtig zu stellen. Laut eines neuen FAO-Berichts ist die biologische Vielfalt Voraussetzung, um uns auch kĂŒnftig mit Lebensmitteln versorgen zu können. Deshalb möchte Slow Food auch Verbraucherinnen und Verbraucher anregen, mit Freude und Genuss zur ErnĂ€hrungssicherung beizutragen, indem sie die Vielfalt sowie alte Sorten ihrer Regionen auf den Teller bringen.

Die biokulturelle Vielfalt zu erhalten ist von zentraler Bedeutung, wenn wir auch in Zukunft noch Lebensmittel produzieren und dadurch die ErnĂ€hrung sichern wollen: Das ist die Schlussfolgerung des letzte Woche von der ErnĂ€hrungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) veröffentlichten Berichts „Zustand der weltweiten BiodiversitĂ€t und dessen Auswirkungen auf ErnĂ€hrung und Landwirtschaft“. Ein weiter so wie bisher, ist keine Option, wenn wir kĂŒnftigen Generationen noch ein Leben auf diesem Planeten ermöglichen wollen. „Doch“, so Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland, „fĂŒr alle Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Gastronominnen und Gastronomen, die nicht allein auf eine etwaige Umsetzung durch die Politik warten möchten, gibt es eine gute Nachricht: Jeder kann zum Artenschutz beitragen und dieser lĂ€sst sich einfach in den Alltag und in der KĂŒche integrieren. Ob ich im eigenen Garten Saatgut alter Sorten nutzte, zum Beispiel von Bingenheimer Saatgut, oder mir lokale Bezugsquellen fĂŒr traditionelle Obst- und GemĂŒsesorten oder tierische Produkte von alten Tierrassen suche: Unsere Alltagsentscheidungen tragen aktiv dazu bei, dass alte Sorten wieder nachgefragt werden, es weiterhin einen Markt fĂŒr sie gibt. Nur so können sie und damit die Vielfalt erhalten werden. Die Passagiere unserer Arche des Geschmacks mit Angabe der Erzeugerinnen und Erzeuger sowie weitere Listen alter Sorten weisen den Weg zu den Produkten, die vom Aussterben bedroht sind. Mit ihnen zu experimentieren und alte GeschmĂ€cker wiederzuentdecken macht Spaß und bringt Vielfalt auf den Teller“, so Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland.

Zum Tag des Artenschutzes möchte Slow Food Deutschland Mut machen, im Bioladen oder beim Erzeuger nebenan nach alten Sorten zu fragen und sich ĂŒber die Herkunft und Beschaffenheit eines Produktes zu informieren. Viele BiolĂ€den sowie Höfe der solidarischen Landwirtschaft sind mit Traditionssorten vertraut. Selbst bei verarbeiteten Produkten wie Brot gibt es Hersteller, die auf alte Getreidesorten nutzen. Informieren Sie sich auf unserer Webseite ĂŒber Gasthausempfehlungen. Unsere lokalen Gruppen vor Ort können bei der Empfehlung von MĂ€rkten und Produzenten behilflich sein. Nachhaltige ErnĂ€hrung gelingt also auf vielfĂ€ltige Weise, mit kleinen und großen Schritten, mit Zeit, Verantwortung, Freude, Bewusstsein und WertschĂ€tzung.

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Der Tag des Artenschutzes der Vereinten Nationen ist im Jahr 1973 im Rahmen des Washingtoner ArtenschutzĂŒbereinkommens CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) eingefĂŒhrt worden und findet jĂ€hrlich am 3. MĂ€rz statt.
 
 

 
Kuhmilchalternativen im Test
Hafermilch erzielt beste Ergebnisse

ÖKO-TEST nimmt 18 Pflanzendrinks aus Hafer, Soja und Mandeln unter die Lupe. Dabei liegt das Augenmerk zum einen auf dem Nachweis von unerwĂŒnschten Inhaltsstoffen wie Glyphosat, Resten von Reinigungsmitteln und giftigen Schwermetallen. Zum anderen fließt auch das Testergebnis Sensorik, die Bewertung von Optik, Geruch und natĂŒrlichem Geschmack der Kuhmilchalternativen, in das Ergebnis ein. Besonders Haferdrinks fallen ĂŒberwiegend „sehr gut“ aus. Soja-Drink-Sorten hingegen schneiden in der Gesamtschau oftmals wegen Spuren genetisch verĂ€nderter Organismen und zu hoher Nickelgehalte schlechter ab – ein Produkt der Marke Alpro sogar mit „ungenĂŒgend“.
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