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Freitag, 23. August 2019
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Verschiedenes

 
Kaninchenpest grassiert in Freiburg
Vor allem Wildkaninchenpopulation auf dem DietenbachgelÀnde betroffen

Hauskaninchen können durch Impfung geschĂŒtzt werden

Das Amt fĂŒr öffentliche Ordnung, das Forstamt und das
Garten- und Tiefbauamt teilen mit, dass momentan in
Freiburgs Wildkaninchenpopulation die Kaninchenpest
grassiert. Besonders betroffen ist die
Wildkaninchenpopulation des DietenbachgelÀndes. Die
Kaninchenpest wird durch das Myxomatosevirus, das zu
den Pockenviren gehört, ausgelöst. Die Viruserkrankung tritt
fast ausschließlich bei Wild- und nicht geimpften
Hauskaninchen auf. Feldhasen stecken sich nur
ausnahmsweise an. FĂŒr Menschen und andere Haustiere
besteht keine Ansteckungsgefahr.

Die Myxomatose stammt aus SĂŒdamerika und wurde zu
Beginn der fĂŒnziger Jahre absichtlich nach Frankreich
eingeschleppt, um Wildkaninchen zu bekÀmpfen. Sie
breitete sich rasant in SĂŒd- und Mitteleuropa aus und hĂ€lt
sich seitdem als bodenstÀndige Seuche in der
Wildkaninchenpopulation. Die wichtigste ÜbertrĂ€gerrolle auf
Kaninchen spielen blutsaugende StechmĂŒcken. Die
natĂŒrliche Folge dieser Ansteckungskette ist, dass das
Infektionsrisiko mit den witterungsabhÀngigen
Schwankungen hinsichtlich der InsektenaktivitÀt
zusammenhÀngt und in der warmen Jahreszeit besonders
hoch ist. Die Krankheit kann sich auch durch den
Kaninchenfloh oder durch Kontakt der Kaninchen
untereinander verbreiten.

In einem Zeitraum von drei bis neun Tagen nach der
Ansteckung treten die typischen Symptome der
Myxomatose auf: Die Augenlider entzĂŒnden sich und
werden gerötet, sie schwellen an und fangen an zu trÀnen.
SpÀter wird dann Eiter abgesondert, so dass sie verkleben
und das Tier erblindet. Die Nase, Mund, Ohren und
Genitalien schwellen an. In der Endphase verweigern die
Tiere die Futter- und Wasseraufnahme. Vor allem auf den
Ohren sind deutlich knotige VerÀnderungen der Haut und
Unterhaut zu sehen.

Die aggressive Form der Myxomatose fĂŒhrt bei etwa 80 bis
90 Prozent der erkrankten Kaninchen nach 10 bis 14 Tagen
zum Tode. Die Myxomatose ist nicht heilbar. FĂŒr erkrankte
Tiere gibt es keine spezielle Behandlung. ĂŒberlebt ein Tier,
ĂŒbertrĂ€gt es auch noch Monate nach der Erkrankung das
Virus. HauskaninchenbestÀnde können durch eine
regelmĂ€ĂŸige Schutzimpfung mit einem abgeschwĂ€chten
Lebendimpfstoff vor der Einschleppung der Krankheit
geschĂŒtzt werden.

Die stĂ€dtische VeterinĂ€rbehörde im Amt fĂŒr öffentliche
Ordnung rÀt daher, ein erkranktes oder totes Tier nicht
anfassen oder einfangen. Auch sind Behandlungsversuche
zwecklos. Das Forstamt sowie das Garten- und Tiefbauamt
werden in den nÀchsten Wochen die von der Seuche
betroffenen Gebiete nach verendeten Tieren absuchen und
sie entfernen. Ein Fund toter Tiere kann beim Forstamt
unter der Telefonnummer 0761 / 201-4799 gemeldet
werden. Weiter wird geraten, Hunde im Dietenbachpark
nicht von der Leine zu lassen, erkrankte Kaninchen werden
sonst ein leichtes Opfer.
 
 

 
Wohin fließt ihr Regenwasser?
Befragung zum Umgang mit Regenwasser ab Montag, 12. September.

Regenwasser, ein Thema von GartenbewÀsserung bis
Überschwemmung. Ab Montag, den 12. September, befragt
die UniversitĂ€t Freiburg, Professur fĂŒr Humangeographie, die
BĂŒrgerinnen und BĂŒrger der Stadt Freiburg zum Umgang mit
Regenwasser. Die Befragung findet im Rahmen des
Forschungsverbundprojekts „Wasserhaushalt
siedlungsgeprĂ€gter GewĂ€sser“ (WaSiG) statt, in welches das
Umweltschutzamt der Stadt Freiburg eingebunden ist. Dazu
bekommen 6.000 Personen in Freiburg einen gedruckten
Fragebogen in ihren Briefkasten. Die Fragen beziehen sich
auf den Umgang mit Regenwasser in seinen verschieden
Formen. Sie reichen von klassischer Ableitung bis zu
DachbegrĂŒnung und Versickerungsvarianten. Ziel der
Befragung ist es, Informationen zu den Erfahrungen der
BĂŒrgerinnen und BĂŒrger mit verschiedenen
Regenwasseranlagen zu erhalten. Die Teilnahme an der
Befragung ist freiwillig und anonym. Es ist eine Möglichkeit
der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, ihre Interessen kundzutun.

Mitmachen, mitwirken und gewinnen. Die Ergebnisse gehen
in die aktuelle Diskussion zur Gestaltung bestehender und
neuer Stadtquartiere und FreirÀume ein. ZusÀtzlich gibt es die
Möglichkeit, an einer Verlosung mitzumachen. Gewinnen
kann man einen von zehn Einkaufsgutscheinen im Wert von
50 Euro.

RĂŒckfragen beantwortet die Humangeographie an der
UniversitÀt Freiburg. Tel.: 0176-72583259 (Mo.-Fr. 11-16 Uhr)
E-Mail: wasig@geographie.uni-freiburg.de


Weitere Informationen zu Regenwasseranlagen beim
Umweltschutzamt, Frau Lange, Tel.: 0761 / 201-6164
E-Mail: birgit.lange@stadt.freiburg.de
 
 

 
NABU: Ein schwieriges Jahr fĂŒr Deutschlands Störche
Wetterentwicklung beunruhigt ArtenschĂŒtzer

Noch ist der diesjĂ€hrige Nachwuchs der Weißstörche in Deutschland nicht ĂŒberall flĂŒgge und selbststĂ€ndig. Aber schon jetzt lĂ€sst sich eine vorlĂ€ufige Bilanz der Brutsaison ziehen. „2016 war ein schwieriges Jahr fĂŒr den Weißstorch“, so Christoph Kaatz, Sprecher der NABU-Bundesarbeitsgruppe Weißstorchschutz. Eine verspĂ€tetete RĂŒckkehr vieler „Oststörche“, die ĂŒber den Bosporus in ihre Winterquartiere und zurĂŒck ziehen, und die widrige Witterung im FrĂŒhjahr und FrĂŒhsommer verhagelten die diesjĂ€hrige Saison.

WĂ€hrend in Westdeutschland die meisten Brutvögel in Spanien ĂŒberwintern und schon sehr frĂŒh an ihren Nestern erschienen, sah es im Norden und Osten nicht so gut aus. Die ersten ostziehenden Störche kamen relativ frĂŒh aus Afrika zurĂŒck. Dann aber gab es eine lange Pause, bis im Mai weitere Vögel eintrafen. Viele Nester in Ostdeutschland blieben zunĂ€chst verwaist und zurĂŒckgekehrte Paare begannen aufgrund ihre spĂ€ten Ankunft gar nicht erst zu brĂŒten. Einige Störche gingen aufgrund der spĂ€ten RĂŒckkehr sogar dazu ĂŒber, belegte Storchennester anzugreifen, um sie fĂŒr sich zu besetzen. Dabei warfen sie Eier oder Jungvögel aus den Nestern. Insgesamt, so schĂ€tzen die NABU-StorchenschĂŒtzer, ging in Ostdeutschland die Zahl an Brutpaaren um fĂŒnf bis zehn Prozent zurĂŒck, wĂ€hrend die Zahl im SĂŒdwesten sogar zunahm.

Vor allem aber der Wettergott meinte es in diesem FrĂŒhjahr nicht besonders gut mit Adebar. Im SĂŒdwesten sorgte eine Starkregenperiode dafĂŒr, dass viele StorchenkĂŒken durch UnterkĂŒhlung starben. Im Norden und Osten herrschte im FrĂŒhjahr dagegen Trockenheit und Futtermangel, bis auch hier Mitte Juni eine Schlechtwetterperiode einsetzte, der viele der verbliebenen KĂŒken zum Opfer fielen. Die Folge: In den meisten BundeslĂ€ndern liegt der durchschnittliche Bruterfolg unter einem Jungen pro Paar und somit weit unter dem langfristigen Mittel. Notwendig, um langfristig den Bestand zu erhalten, wĂ€ren allerdings zwei Junge pro Paar.

„Schlechte Jahre kommen immer mal wieder vor“, so NABU-Storchenexperte Kaatz. „Sie können aber meist ĂŒber mehrere gute Storchenjahre ausgeglichen werden.“ Was die ArtenschĂŒtzer beunruhigt, ist die Tendenz zu entweder extremer Trockenheit oder heftigen NiederschlĂ€gen, die sich langfristig negativ auf die Jungenaufzucht der Störche auswirken könnten. In Deutschland ziehen alljĂ€hrlich etwa 6.000 Weißstorchpaare ihre Jungen auf. Die meisten Weißstörche gibt es in Brandenburg.
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Daimler und Volkswagen bauen Partikelfilter in Benziner ein
Andere Hersteller mĂŒssen schnell nachlegen

Beim Feinstaub sind Benziner schmutziger als Diesel

Der NABU begrĂŒĂŸt die AnkĂŒndigungen von Daimler und Volkswagen, bei neuen Benzinern kĂŒnftig Rußpartikelfilter einsetzen zu wollen. Der NABU hatte den Einbau von Rußpartikelfiltern in Benzin-Fahrzeuge lange gefordert.

„Zwei der grĂ¶ĂŸten Autohersteller der Welt setzen damit ein wichtiges Signal. Dieser Schritt ist spĂ€testens seit dem Abgas-Skandal ĂŒberfĂ€llig, denn moderne Benzin-Direkteinspritzer sind beim Feinstaubausstoß deutlich schmutziger als Diesel“, so NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller.

Rußpartikel sind nicht allein ein Problem des Dieselmotors, sondern auch direkteinspritzender Otto-Motoren. Denn diese gleichen in ihrer Art und Weise der unvollstĂ€ndigen Kraftstoffverbrennung zunehmend derjenigen von Diesel.

„Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO sind Rußpartikel in etwa so Krebs erregend wie Asbest. Sie werden darĂŒber hinaus verantwortlich gemacht fĂŒr Herz-Kreislauf-Erkrankungen und fĂŒr Demenz. Die anderen Automobilhersteller mĂŒssen nun schleunigst den AnkĂŒndigungen von Volkswagen und Daimler folgen und Rußpartikelfilter in alle neuen Benzin-Fahrzeuge einbauen“, forderte Dietmar Oeliger, NABU-Leiter Verkehrspolitik.

Daimler will mit dem Modelljahr 2017 schrittweise starten Rußpartikelfilter einzubauen. Volkswagen kĂŒndigte an, ab Juni 2017 die entsprechende Technik einzusetzen.
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Nahrung fĂŒr unsere emsigsten Insekten
Der Bienengarten auf dem Mundenhof wurde heute vorgestellt


Bienen sind aus unserer (Um)Welt nicht wegzudenken. Um sie
anzulocken, blĂŒhen die Blumen in unseren GĂ€rten und die
Nutzpflanzen auf den Äckern und Feldern. 85 Prozent der ErtrĂ€ge im
Pflanzen- und Obstbau in Deutschland hÀngen von der BestÀubung
durch Honigbienen ab. Die werden aber, unter anderem wegen des
mysteriösen Bienensterbens, seit Jahren immer weniger.

Nun setzt der Mundenhof ein Zeichen fĂŒr das Überleben unserer
Bienen und hat einen Bienengarten errichtet. Bei seiner Vorstellung
betonte UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik heute: „Dieser Garten
und seine Umgebung dienen in erster Linie der Versorgung von
Bienen und anderen Insekten mit Nektar und Pollen. DarĂŒber hinaus
soll er aber auch den Besuchern Anregung bieten, was sie zuhause
im eigenen Garten zum Schutz der Insektenwelt machen können.“

Mit von der Partie waren heute die stellvertretende Forstamtsleiterin
Nicole Schmalfuß, Mundenhof-Leiterin Susanne Eckert, Ulrike
Hiltmann von der Fördergemeinschaft Mundenhof, Annette Boegel
von der Volksbank Freiburg, Roland Weis von der Badenova, Ann
Lorenz von der Freiburger Straßenschule und Axel Ochsenfahrt vom
Imkerverein.

Seit 1991 gibt es das Bienenhaus am alten Haupteingang des
Tiergeheges, anfangs in Kooperation mit dem Naturkundemuseum
gefĂŒhrt. 2012 wurde es mit finanzieller UnterstĂŒtzung der
Fördergemeinschaft Mundenhof auf Vordermann gebracht. In
hunderten von Arbeitsstunden erneuerten ehrenamtliche Helfer fĂŒr
die Glasscheiben, den Estrich, den Anstrich, die Beschilderung und
den Wildbienenstand. Zudem stellten sie eine Bienenkorbsammlung
zusammen.

Im vergangenen Sommer begann dann der Bau des Bienengartens.
Im Rahmen des BNE-Kleeblattprojektes „Fleißige Bienen – sĂŒĂŸer
Honig“ haben Kinder und Jugendliche der „Werkstatt-Schule“, der
Straßenschule und der Albert-Schweizer-Schule III in Landwasser
mit angepackt. Inzwischen besitzt der Mundenhof drei Bienenvölker
und ist ordentliches Mitglied im Imkerverein Freiburg. Beim Bau der
Bienenanlage legten auch Lehrlinge der Gala-Bautruppe des
Mundenhofs und Mitarbeiter des Forstamtes Hand an.

Die Fördergemeinschaft steuerte wiederum 5.000 Euro bei, die
Volksbank 3.000 Euro und der Kiwanis-Club Herdern 1400 Euro. FĂŒr
Unterhalt und Betrieb des Bienengartens kommen zudem jÀhrlich
1.000 Euro vom Energiedienstleister Badenova.

Da der Bienengarten den Besuchern Anregung bieten soll, was sie
im eigenen Garten zum Schutz der Insektenwelt beitragen können,
ist er wie ein Hausgarten in unterschiedliche Bereiche aufgeteilt. Es
gibt ein Kiesbeet mit Stauden, die eine lange BlĂŒtezeit haben, eine
wechselfeuchte Mulde mit entsprechenden Pflanzen, ein
Schattenbeet und ein mediterranes Beet auf der SĂŒdseite des
Bienenhauses.

Zudem entsteht gerade eine hoffentlich artenreiche Blumenwiese.
Weil die Wiesen in der nÀheren Umgebung des Mundenhofs reich an
NĂ€hrstoffen sind, sind sie zugleich relativ arm an Blumenarten. Eine
artenreiche Blumenwiese anzulegen, die dauerhaft eine gute
Nahrungsquelle fĂŒr viele Insekten bietet, ist hier schwer. Also wurde
der humusreiche Boden gegen nĂ€hrstoffarmen Kies, dem LĂ¶ĂŸ
beigemischt wird, ausgetauscht. Kies kann das Niederschlagswasser
nicht gut halten, Allerweltsarten wie Löwenzahn und Hahnenfuß
bekommen bei diesen Bedingungen Stress. Mit selber gesammelten
Samen von artenreichen Wiesen aus der Umgebung versucht nun
das Mundenhof-Team sein GlĂŒck und ist gespannt darauf, wie sich
die Blumenwiese in den nÀchsten Jahren entwickelt.

Mit Hilfe von Ehrenamtlichen wird der Garten an manchen Sonn- und
Werktagen Besuchern zugĂ€nglich gemacht. Aber auch von außen ist
gut ein Blick auf die Anlage zu erhaschen.
 
 

 
Afrikanische Elefanten werden schneller getötet als sie sich fortpflanzen können
NABU: Internationale und nationale MĂ€rkte fĂŒr Elfenbein mĂŒssen geschlossen werden

Etwa alle 15 Minuten fĂ€llt ein Afrikanischer Elefant Wilderern zum Opfer. In einem Jahr macht das 30.000 Elefanten, die ihrer StoßzĂ€hne wegen getötet werden. „Eine dramatische Entwicklung“, warnt NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke anlĂ€sslich des Welttag des Elefanten am 12. August. ExpertenschĂ€tzungen zufolge seien heute weniger als eine halbe Million Elefanten auf dem afrikanischen Kontinent ĂŒbrig. „Wir fordern, die internationalen sowie nationalen ElfenbeinmĂ€rkte zu schließen und den Elfenbeinhandel weltweit konsequent zu verbieten“, sagte Tschimpke. Sollte sich an der gegenwĂ€rtigen Situation nichts Ă€ndern, könnte der Afrikanische Elefant in 25 Jahren ausgestorben sein.

China, die Vereinigten Staaten und seit Kurzem auch Frankreich haben verkĂŒndet, ihre nationalen ElfenbeinmĂ€rkte zu schließen. Die EU, bislang der grĂ¶ĂŸte Exporteur von legal gehandeltem Elfenbein, mauert bislang. Mehr als 20.000 Schnitzereien und 564 StoßzĂ€hne wurden in den letzten zehn Jahren legal aus Europa exportiert, Tendenz steigend. Auch in Deutschland gibt es einen aktiven Handel mit legalem Elfenbein sowie ein traditionelles Schnitzereigewerbe. „Solange Elfenbein einen finanziellen Wert hat, werden Kriminelle einen Weg finden, von der Elefantentötung zu profitieren“, sagte Barbara Maas, Artenschutzexpertin der NABU International Naturschutzstiftung. „Seit 2011 werden Elefanten schneller getötet als sie sich fortpflanzen können. Daher ist ein weltweites, konsequentes Handelsverbot mit Elfenbein die einzige Möglichkeit, den Elefanten eine Überlebenschance zu liefern“, so Maas weiter.

Hauptabnehmer des gewilderten Elfenbeins ist China, aber auch Hong Kong und, seit Neuestem, Vietnam, das bisher fĂŒr den Absatz von Nashorn-Horn bekannt war. „Da China verspricht, den heimischen Handel mit Elfenbein zu reduzieren, ist Vietnam die Hauptroute fĂŒr den Schmuggel von Elfenbein und anderen Tierprodukten nach China geworden. Die LĂ€nder teilen sich eine 700 Kilometer lange, schlecht ĂŒberwachte Grenze“, erklĂ€rte Maas.

Die NABU International Naturschutzstiftung setzt sich insbesondere in Kenia fĂŒr den Schutz von Elefanten und anderen Wildtieren ein. Im Tsavo-Nationalpark hat die Stiftung gemeinsam mit der staatlichen Naturschutzbehörde Kenya Wildlife Service und dem David Sheldrick Wildlife Trust eine Hundestaffel fĂŒr WildereibekĂ€mpfung aufgebaut. Die Hunde spĂŒren Elfenbein, Munition oder verwundete Tiere auf, verfolgen Wilderer-FĂ€hrten und untersuchen Fahrzeuge, GebĂ€ude und Verstecke. Außerdem unterstĂŒtzt NABU International mit einem Rangerfonds WildhĂŒter und ihre Familien.
 
 

 
Einsatz gegen MĂŒll im Meer
Fischer aus Niendorf und TravemĂŒnde beteiligen sich an "Fishing for Litter"

Land Schleswig-Holstein sichert Finanzierung des NABU-Projektes fĂŒr weitere drei Jahre

Seit dem heutigen Donnerstag können Fischer in insgesamt sechs schleswig-holsteinischen HĂ€fen gefischten MeeresmĂŒll kostenlos entsorgen. Mit den HĂ€fen Niendorf und TravemĂŒnde stoßen zwei weitere Stationen zum "Fishing for Litter"-Projekt des NABU. Insgesamt sind nun 14 HĂ€fen an der deutschen Nord- und OstseekĂŒste beteiligt, mit mehr als 150 Fischern.

Die Idee von "Fishing for Litter" ist so einfach wie effektiv: Fischer können den MĂŒll, der sich unweigerlich in ihren Netzen verfĂ€ngt, mit an Land bringen und ihn dort kostenfrei und fachgerecht in extra bereit gestellten Containern entsorgen. Anschließend werden die gefischten AbfĂ€lle auf ihre Zusammensetzung und Wiederverwertbarkeit hin untersucht.

Die Ergebnisse verraten auch, woher der MĂŒll in Ost- und Nordsee kommt. Anhand dieser Erkenntnisse können schließlich effektive Strategien zur Vermeidung von MeeresmĂŒll entwickelt werden, wie es unter anderem die 2008 verabschiedete EU-Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie vorsieht.

"MĂŒll im Meer ist ein gigantisches Problem. Das Projekt ist ein wertvoller Ansatz und ein Paradebeispiel dafĂŒr, wie Fischerei und UmweltverbĂ€nde Hand in Hand den Schutz unserer Meere vorantreiben. Genau das ist das Ziel des EuropĂ€ischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF). Mithilfe der Mittel hat das Projekt nun auch lĂ€ngerfristige Planungssicherheit", sagte Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck anlĂ€sslich der Einweihung der neuen Container.

Mit der Förderung steht das "Fishing for Litter"-Projekt fĂŒr die kommenden drei Jahre auf sicheren Beinen. Die knapp 115.000 Euro, die das schleswig-holsteinische Umweltministerium ĂŒber Mittel des EuropĂ€ischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF) zugesichert hat, ermöglichen es dem NABU, das Netzwerk der teilnehmenden HĂ€fen mit lokalen Partnern weiter auszubauen.

"Wir freuen uns sehr ĂŒber die UnterstĂŒtzung des Landes Schleswig-Holstein und der Fischer vor Ort. Damit kommen wir unserem gemeinsamen Ziel, ein flĂ€chendeckendes System zur Sammlung und Entsorgung von MeeresmĂŒll an Deutschlands KĂŒsten aufzubauen, einen entscheidenden Schritt nĂ€her", sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.

Die Ursachen fĂŒr die Verschmutzung der Meere sind vielfĂ€ltig. Ein Großteil des MĂŒlls wird von Land, beispielsweise ĂŒber die FlĂŒsse, eingetragen. 75 Prozent der AbfĂ€lle, die im Meer landen, bestehen aus Kunststoffen. Das ist besonders dramatisch, da Plastik durch Salz, Reibung und Sonneneinstrahlung nach und nach in kleine Partikel zerfĂ€llt. Diese sind dann kaum mehr aus den Meeren zu bergen.

Die ökologischen und wirtschaftlichen Folgen der Meeresverschmutzung sind immens. Viele Tiere verfangen sich in Netzen oder Seilresten, fressen Plastik, das ihren Verdauungstrakt verstopft, und verenden qualvoll. Auch fĂŒr Menschen stellt der MĂŒll ein Gesundheitsrisiko dar. Denn Plastik reichert Schadstoffe an, die - ĂŒber Fische und MeeresfrĂŒchte - letztlich auch auf unseren Tellern landen können. Auch die KĂŒstenkommunen wenden Jahr fĂŒr Jahr erhebliche Mittel auf, um StrĂ€nde vom MĂŒll zu reinigen.

"Fishing for Litter ist ein wichtiger Baustein zur Reduzierung von MeeresmĂŒll. DarĂŒber hinaus mĂŒssen wir auch dringend die Ursachen der Verschmutzung effektiver bekĂ€mpfen. Bund und LĂ€nder sind hier weiter in der Verantwortung: Wir brauchen bessere Strategien, um EintrĂ€ge von MĂŒll ins Meer zu vermeiden, bessere Kontrollen, mehr Ressourceneffizienz, langlebigere Produkte und insgesamt weniger Plastik und Verpackungen", so NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.


Hintergrund:

Das Projekt "Fishing for Litter" wurde im Jahr 2011 vom NABU gemeinsam mit schleswig-holsteinischen Fischern ins Leben gerufen. Seit dem heutigen Donnerstag sind insgesamt 14 HĂ€fen an der deutschen KĂŒste beteiligt. Bis heute wurden rund 20 Tonnen MĂŒll durch die deutsche KĂŒstenfischerei aus den Meeren geholt.
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Karlsruhe: Das Fahrrad mit Fun-Faktor
Pedelec-Lastenrad mit Vater und Sohn mit Cello
 
Karlsruhe: Das Fahrrad mit Fun-Faktor
Boris Pfetzing testet Pedelec-Lastenrad / Aktion im Rahmen von "Tu's aus Liebe!"

Die Liste „Einsatz Lastenrad“ fĂŒllte sich bei Boris Pfetzing schnell: Von der Waldstadt zur Arbeitsstelle, der Deutschen Flugsicherung, radeln, den zehnjĂ€hrigen Sohn Jaron zur Schule bringen, dann auch noch das Cello aufs Rad packen und den Sohn zum Cellounterricht bringen, zudem natĂŒrlich „so nebenbei“ den Einkauf bewĂ€ltigen und, und, und
 Noch bis Mitte August ist der 47-JĂ€hrige mit dem elektronisch unterstĂŒtzten Zweiradtransporter Testfahrer in der zweiten Runde der Lastenrad-Aktion der Stadt Karlsruhe. Im Rahmen der Radförderkampagne "TuÂŽs aus Liebe!" kann er als dritter Testfahrer das praktische GefĂ€hrt mit Pedelecantrieb drei Wochen nutzen.

„Ich probiere das Lastenrad in seiner ganzen Breite aus“, so Pfetzing. Bis 10. August hat er dazu noch Zeit. "Mit dem Lastenrad kann man auch den GrĂŒnschnitt aus dem Garten wegfahren, man muss damit nicht mehr sein Auto verdrecken“, fĂŒgt er an. Dabei habe das Rad nicht nur praktischen Nutzen, sondern schlicht auch einen „riesigen Fun-Faktor“: „Auf unserem Straßenfest habe ich ĂŒber eine Stunde Kinder herumchauffiert, es war wie in der Achterbahn, zwei Kinder raus, zwei neue Kinder rein und weiter ging es." Auch unterwegs sei ihm immer wieder einfach fröhlich zugewunken worden.

FĂŒr ihn ist das Lastenrad absolut alltagstauglich, auch wenn es sehr breit ist und das Rangieren bei recht großem Wendekreis gelernt sein will. Aber man könne durch den Pedelec-Antrieb sehr gut mitschwimmen im Straßenverkehr - und bekommt immer einen Parkplatz. Ein großes Manko hat ein Lastenrad: der Preis. Um es draußen herumstehen zu lassen, sei es doch zu teuer – und in der Garage braucht das doch recht große Rad seinen Platz. ZusĂ€tzlich zum Auto wĂŒrde sich Pfetzing daher kein Lastenrad anschaffen. Wenn, dann wĂŒrde er das Auto abschaffen.

Große Nachfrage: Testphase wird voraussichtlich bis Oktober verlĂ€ngert

FĂŒr eine Testphase gingen bislang insgesamt rund 140 Bewerbungen beim Stadtplanungsamt ein, darunter sehr viele Familien. Aufgrund der großen Nachfrage ist beabsichtigt, eine weitere Testphase - voraussichtlich im Oktober - anzubieten. Hier von besonderem Interesse sind Bewerbungen von Gewerbetreibenden. Interessierte Gewerbetreibende können sich bis Ende August unter dem Stichwort „Umsteiger gesucht!“ beim Stadtplanungsamt (E-Mail an stpla@karlsruhe.de) bewerben.

Weitere Informationen zum Lastenradprojekt gibt es im Internet ...

zum Bild oben:
Schnittig unterwegs: Mit dem Pedelec-Lastenrad transportiert Boris Pfetzing Sohn Jaron und dessen Cello / Foto: Stadt Karlsruhe
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369 370 371 372 373 


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