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Mittwoch, 21. August 2019
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NABU-Kreuzfahrt-Ranking 2016: Branche glänzt vor allem durch Greenwashing
Miller: Reeder hängen eigenen Versprechen zu Umwelt- und Gesundheitsschutz weit hinterher

Hamburg/Berlin – Auf keinem der europäischen Kreuzfahrtschiffe ist eine Reise aus Umwelt- und Gesundheitssicht derzeit uneingeschränkt empfehlenswert. Dies ist das Ergebnis des NABU-Kreuzfahrt-Rankings 2016, das die Umweltschützer am heutigen Montag in Hamburg vorstellten.

Für seine Übersicht wertete der NABU den europäischen Kreuzfahrtmarkt in Hinblick auf das drängendste Umweltproblem der Branche, die massive Umwelt- und Gesundheitsbelastung durch Schiffsabgase aus. Wie bereits in den Vorjahren wurden die Installation von Systemen zur Abgasreinigung, der verwendete Kraftstoff sowie die Nutzung von Landstrom während der Liegezeit im Hafen untersucht.

Das betrübliche Ergebnis: Sämtliche Schiffe verfeuern weiterhin Schweröl. 80 Prozent der Flotte der in Europa fahrenden Schiffe verfügt über gar keine Abgasreinigung oder kommt allenfalls dem gesetzlichen Mindeststandard nach, der zumindest für Nordeuropa einen Abgaswäscher zur Reduktion der Schwefelemissionen vorschreibt. Zur Minderung stark gesundheitsgefährdender Luftschadstoffe wie Ruß, ultrafeinen Partikeln oder Stickoxiden werden an Bord dieser Schiffe hingegen nach wie vor keine effektiven Maßnahmen ergriffen. Auch die Menschen der Mittelmeerregion mit ihren beliebten Zielhäfen profitieren in der Regel nicht von diesen Nachrüstungen. Lediglich elf Schiffe gehen über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus, um die Belastung von Mensch und Umwelt zu reduzieren. Am besten schnitt – wenn auch mit deutlichen Abstrichen – die AIDAprima ab, gefolgt von Hapag-Lloyds „Europa 2“ und den neuesten Schiffen von TUI Cruises, mein Schiff 3, 4 und 5.

„Seit Jahren verkünden die Reeder vollmundig, umweltfreundlicher werden zu wollen. Doch außer polierten PR-Texten kommt bisher kaum etwas Substanzielles in der Praxis an. Das ist Greenwashing in Reinform und angesichts der verursachten Schäden nicht hinnehmbar“, kritisierte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Mit schönen Worten allein ist der Sache jedenfalls nicht gedient – das Gegenteil ist der Fall. Besonders zynisch findet der NABU die Tatsache, dass die Anbieter Unsummen für Bespaßung und den gastronomischen Service an Bord ihrer Luxusliner ausgeben, während sie beim Umweltschutz weiterhin sparen, wo es nur geht. „Diese Verantwortungslosigkeit geht vor allem auch zulasten der menschlichen Gesundheit, insbesondere von Anwohnern in Häfenstädten“, so Miller.
So ignoriere die Branche weiterhin erdrückende Studienergebnisse, etwa der Weltgesundheitsorganisation WHO, wonach Schiffsabgase Krebs erregend sind und die besonders herz- und lungenschädigenden Rußpartikel noch mehrere Hundert Kilometer weit ins Landesinnere geweht werden können. Dabei seien technische Lösungen zur Emissionsminderung für Dieselmotoren wie etwa Partikelfilter und Stickoxid-Katalysatoren ausgereift. Einzig aus Profitgründen verzichte ein Großteil der Branche bislang darauf, auf höherwertige Kraftstoffe umzusteigen und ihre Schiffe.mit Abgastechnik auszurüsten.

Doch auch der Sieger des dies- und letztjährigen Rankings, AIDA Cruises, sei keineswegs ein mustergültiges Vorzeigeunternehmen. So fahre das Unternehmen – entgegen einer Zusage aus dem Jahre 2012 – bis heute mit giftigem und umweltschädlichem Schweröl. Auch die bereits vor drei Jahren vollmundig für die gesamte Flotte versprochenen Rußpartikelfilter sind bis heute auf keinem einzigen Schiff in Betrieb. Ob die nächste AIDA-Schiffsgeneration tatsächlich, wie angekündigt, mit dem vergleichsweise sauberen Flüssiggas fahre, werde der NABU genauestens beobachten.

„AIDA Cruises steht als Marktführer und wegen seiner Ankündigungen, mehr für die Umwelt tun zu wollen, unter verschärfter Beobachtung. Von konsequentem Umweltschutz kann beim Rostocker Unternehmen bis heute kaum die Rede sein. Ein Beispiel ist die AIDAprima als jüngster Flottenzugang. Sie wurde als umweltfreundlichstes Kreuzfahrtschiff beworben. Doch auch ein halbes Jahr nach der Taufe kommt das Herzstück des Schiffes, das Abgassystem, noch immer nicht zum Einsatz“, so Dietmar Oeliger, NABU-Leiter Verkehrspolitik. Eine Abgasmessung des NABU nahe Hamburg hatte den Schwindel aufdecken können. Die Nagelprobe des Systems und seine tatsächliche Emissionsminderung stehe also noch aus.

Die Blockadehaltung der meisten Reedereien beim Umweltschutz zeige sich auch in Deutschlands wichtigster Kreuzfahrtdestination Hamburg. Von den rund 40 Schiffen, die 2016 den Hamburger Hafen anlaufen, sei eine Handvoll theoretisch in der Lage, Landstrom zu beziehen und daher die Motoren während der Liegezeit abzuschalten. Doch bislang nutzt einzig die AIDAsol diese Möglichkeit.

„Der Hafen und die oft so gefeierten Kreuzfahrteinläufe sind ein massives Problem für Hamburg. 38 Prozent der Stickoxide und 19 Prozent des Feinstaubs in der Hansestadt stammten laut aktuellem Luftreinhalteplan aus der Belastung der Seeschifffahrt. Obwohl die Konzerne durch eine Ausflaggung in Billigstaaten wie Malta, Bahamas oder Liberia jährlich hunderte Millionen Euro an Steuern sparen, ist ihnen eine Landstrom-Nachrüstung ebenso zu teuer wie die höheren Kosten für Strom aus dem Netz. Den Preis dafür zahlen die Hamburger Bürger mit erheblichen Gesundheitsschäden“, so Malte Siegert, Leiter Umweltpolitik beim NABU Hamburg.

Hintergrund der Umstellung der Rankingsysthematik in diesem Jahr:

Erstmals erhielt der NABU in diesem Jahr die Daten für das Kreuzfahrt-Ranking aggregiert über den Kreuzfahrt-Dachverband CLIA anstatt gesondert von den einzelnen Anbietern. Der Verband agierte dabei offenbar bewusst mit falschen Zahlen. Laut CLIA sollen bereits 23 Schiffe mit Rußpartikelfiltern ausgerüstet sein, auf Nachfrage konnte CLIA allerdings kein einziges benennen. Besonders dreist präsentierte sich Royal Carribean mit der Behauptung, auf zwölf Schiffen Rußpartikelfilter mit einer Reduktionsleistung von 95 Prozent im Einsatz zu haben. Tatsächlich fährt nicht ein einziges Schiff des Unternehmens mit dieser Technik.

Besonders kreativ zeigte sich die CLIA auch in der Erfindung von Phantasietechniken wie einem „washwater particle filter“, zu dem keine Suchmaschine Ergebnisse liefert. Damit soll nach Ansicht des NABU besonderes Umweltengagement vorgegaukelt werden – letztlich verberge sich dahinter vermutlich nicht mehr als ein handelsüblicher Scrubber zur Reduzierung von Schwefelemissionen, wie er gesetzlich vorgeschrieben ist.
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NABU erneuert Kritik am Planergänzungsverfahren zum Fehmarnbelt
Miller: Ordentliche öffentliche Beteiligung wird erschwert / Unterlagen unzureichend / Frist zur Stellungnahme endet

Berlin/Kiel – Der NABU hat seine Kritik am Planergänzungsverfahren zur Fehmarnbeltquerung erneuert. Die Interessen des dänischen Vorhabenträgers Femern A/S werden weiterhin in völlig unangemessener Weise berücksichtigt, die Klärung wichtiger Fragen zu Umweltauswirkungen und Notwendigkeit des Großvorhabens bleiben auch in dieser Planungsrunde offen, so der NABU.
Am 26. August endet die Frist für öffentliche Stellungnahmen. Der NABU hatte bereits scharf kritisiert, dass die Landesregierung für die öffentliche Auslegung der Unterlagen die Sommerferien gewählt hat, was eine ordentliche öffentliche Beteiligung erschwert habe, da viele bereits ihren Urlaub geplant hatten. Seit dem 12. Juli konnten die Planergänzungsunterlagen zum Fehmarnbelttunnel öffentlich eingesehen werden. Die Ordner umfassen rund 16.000 Seiten. Bis Mitte der Woche wurden bereits 5000 Einwendungen von Bürgern bei der Planfeststellungsbehörde abgegeben.

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „Dass trotz der Ferienzeit so viele Menschen Widerspruch einlegen, unterstreicht die geringe Akzeptanz des Vorhabens in der Bevölkerung. Es drängt sich der Eindruck auf, dass die Fehmarnbelt-Querung allein aus diplomatischer Höflichkeit gegenüber Dänemark politisch gewollt ist. Nationale und europäische Umwelt- und Rechtsstandards werden zugunsten eines schnell zu erlassenden Planfeststellungsbeschlusses nicht ernst genommen und eine adäquate Beteiligung von Öffentlichkeit und Verbänden bewusst behindert. So eine offensichtliche Kumpanei zwischen Vorhabenträger und Landesregierung lässt für das weitere Verfahren nichts Gutes erwarten.“

In Bezug auf die Qualität der durch den Vorhabenträger Femern A/S ergänzten Unterlagen bleibt der NABU weiterhin skeptisch. Nach Einschätzung des Umweltverbandes sind die inhaltlichen Ergänzungen und Abschätzungen von Auswirkungen auf streng geschützte Schweinswale oder auch hinsichtlich der Sedimentverdriftung durch die Baggerung von rund 30 Millionen Kubikmetern Meeresboden nach wie vor unzureichend. Zudem stuft der Vorhabenträger quasi im Handstreich alle für ihn nicht genehmen Varianten wie die eines ökologisch nachweislich besseren Bohrtunnels als nicht durchführbar ein. Dabei sollen offensichtlich die umfangreich wirkenden Untersuchungen innerhalb der Umweltverträglichkeitsprüfung blenden und nur als Deckmantel und Legitimation für die eigentlich maßgeblichen ökonomischen Interessen des Vorhabenträgers dienen, nämlich die von ihm gewünschte billigste, aber ökologisch fatalste Absenktunnel-Variante zu realisieren.

„Es ist skandalös, wie ungeniert der dänische Vorhabenträger immer wieder versucht, die deutsche Planfeststellungsbehörde zu manipulieren. Die Dänen haben bis heute nicht verstanden, dass hier politische Entscheidungen nicht einfach per Dekret umgesetzt werden, sondern formale Prüfungsprozesse relevant sind. Wir beobachten das Vorgehen von Femern A/S mit wachsender Sorge und fordern die Landesregierung in Schleswig-Holstein auf, dem Vorhabenträger endlich seine Aufgaben besser zu erklären und ihm die Grenzen der Einflussnahme aufzuzeigen“, sagt Malte Siegert, Fehmarnbeltexperte des NABU-Bundesverbandes. Die planerische Gesamtabwägung aller Belange sei schließlich die Aufgabe der Planfeststellungsbehörde und nicht die des Vorhabenträgers.

Wesentliche Forderungen des NABU wurden in den ergänzenden Unterlagen überhaupt nicht erfüllt. So fehle weiterhin eine europarechtlich vorgeschriebene Strategische Umweltprüfung (SUP), die durch den deutsch-dänischen Staatsvertrag in unzulässiger Weise ausgehebelt wurde. Zwingend sei der Nachweis einer fehlenden Alternative für das Vorhaben. Deswegen sei es auch kein Wunder, dass auf Gedeih und Verderb versucht werde, die einwandfrei funktionierende und in Bezug auf den tatsächlichen Bedarf völlig ausreichende Alternative von Hamburg über Jütland und die Storebelt-Brücke aus dem Verfahren herauszuhalten. „Die Art des Umgangs mit so offensichtlichen Schwachstellen wird Politik wie Planern vor die Füße fallen. Das Vorhaben ist inklusive der Hinterlandanbindungen mit rund zwölf Milliarden Euro absurd teuer, angesichts marginaler Verkehrsprognosen infrastrukturell überflüssig, hinsichtlich wahrscheinlicher ökologischer Schäden unverantwortlich und verstößt auch noch gegen nationales und europäisches Recht“, so Siegert.

Prominente Unterstützung in der Kritik an der Fehmarnbelt-Querung erhält der NABU von Rüdiger Joswig, „Küstenwache“-Schauspieler und Naturschützer. Gemeinsam mobilisieren sie unter dem Motto „Rettet die Lübecker Bucht - NEIN zum Fehmarn-Tunnel!, sich am Einspruch zu beteiligen ...
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Freiburg: Ă–PNV Kundenbarometer 2016
Urbos 100 / Foto: VAG
 
Freiburg: Ă–PNV Kundenbarometer 2016
Fahrgäste sind mit VAG sehr zufrieden
Investitionen wurden honoriert

Die Kundinnen und Kunden der Freiburger Verkehrs AG (VAG) sind mit dem Unternehmen sehr zufrieden. Dies ist das erfreuliche Ergebnis des „ÖPNV Kundenbarometers 2016“, einer Kundenbefragung des Meinungsforschungsinstituts „TNS Infratest“. Die Umfrage, bei der die VAG bereits zum neunten Mal teilnimmt, evaluiert aus Kundensicht das Angebot und die Qualität von Unternehmen des öffentlichen Personennahverkehrs. Insgesamt nahmen an der deutschlandweiten Studie 42 Verkehrsunternehmen, sechs Verkehrsverbünde und eine lokale Nahverkehrsgesellschaft teil. Geprüft wurden Leistungsmerkmale in den Bereichen „Angebot“, „Verkehrsmittel“, „Sicherheit“, „Haltestellen und Stationen“, „Tarif“ und „Kundenbeziehung“.

Betrachtet man den Mittelwert über alle Einzelbewertungen („Globalzufriedenheit“) zeigt sich, dass die Angebote und Leistungen der VAG mit einem Wert von 2,36 im „sehr guten“ Bereich und deutlich über dem ÖPNV-Branchendurchschnitt (2,83) liegen.

Im Vergleich zum Vorjahr (2,43) ist eine Verbesserung der Zufriedenheit der Fahrgäste mit den Leistungen der VAG feststellbar. Besonders auffällig in diesem Jahr sind die vielen signifikanten Verbesserungen, wobei die stark gestiegene Zufriedenheit mit den neuen mobilen Fahrscheinautomaten in Straßenbahnen deutlich herausragt.

Spitzenposition in fĂĽnf Kategorien
In diesem Jahr befindet sich die VAG im Vergleich mit anderen Unternehmen des öffentlichen Personennahverkehrs bei fünf Kategorien auf dem ersten Platz. Kein Öffentliches Nahverkehrsunternehmen in Deutschland wird von seinen Kundinnen und Kunden als zuverlässiger wie auch als pünktlicher wahrgenommen und befördert diese schneller als die VAG.
Auch wurde die VAG bei den Punkten „Handy-Ticket“ und „Telefonische Auskunft“ honoriert und erstklassig bewertet. Des Weiteren sahen die Befragten auch die „privaten Fahrkarten-Verkaufsstellen“ auf dem ersten Platz. Außerdem gab es noch viele weitere Kategorien mit Platzierungen im vordersten Bereich.

Bei der Auswertung sticht dieses Mal ganz besonders hervor, in wie vielen verschiedenen Kategorien die VAG signifikante Verbesserungen verzeichnen kann. Bei herausragenden 16 Positionen haben die Befragten im Vergleich zu 2015 eindeutige Steigerungen gesehen. Dazu gehört beispielhaft die Zufriedenheit der Fahrgäste rund um das Thema Fahrzeuge. Hier wurden erhebliche Fortschritte in den beiden Kategorien „Informationen im Fahrzeug“ und „Sauberkeit und Gepflegtheit“ verzeichnet. Auch die Bereiche „Fahrplan-Informationen an den Haltestellen“ und „Sicherheit an Haltestellen-abends“ gehören dazu, um nur einige der zahlreichen Beispiele zu nennen.

Mobile Automaten
Die Fahrgäste der VAG honorieren ganz offensichtlich den Wechsel zu den neuen mobilen Automaten. Dies zeigt sich deutlich an der Steigerung in der Kategorie „Fahrkartenautomaten in den Stadtbahnen“. Hier wurde mit Abstand die größte signifikante Verbesserung erreicht. Diese Investition war also ganz im Sinne unserer Kundinnen und Kunden.

Keine auffälligen Verschlechterungen
Zieht man Bilanz zum Vorjahr, gibt es keine auffälligen (signifikanten) Verschlechterungen in der Kundenbewertung.

„Durch die Teilnahme am ÖPNV Kundenbarometer wird der Freiburger Verkehrs AG sowie den anderen Unternehmen des öffentlichen Personennahverkehrs die Möglichkeit gegeben, auch anhand des Branchenvergleichs, die eigenen Stärken und Schwächen aufzuzeigen.
Wir beteiligen uns gerne und aus Überzeugung an diesem Kundenbarometer, denn es ist ein ideales Instrument, in die sonst nur sehr schwer ermittelbaren Kundenansichten Einblicke zu erhalten. Umso mehr erfreuen die erzielten sehr guten Ergebnisse der Umfrage. An diesem Erfolg haben alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Anteil, besonders diejenigen, die Tag täglich in unseren Fahrzeugen sowie Kundenzentren vor Ort und damit nah am Kunden sind, “ kommentiert Dr. Helgard Berger, Kaufmännischer Vorstand der VAG, das Ergebnis der Kundenbefragung. Auch Stephan Bartosch, Technischer Vorstand, sieht die VAG auf einem guten Weg: „Die überaus positiven Resonanzen der Kundinnen und Kunden spiegeln sich auch in den steigenden Fahrtgastzahlen von letztjährig 77 Millionen wieder. Die Freiburger Verkehrs AG befindet sich derzeit im größten Investitionsprogramm ihrer bisherigen Unternehmensgeschichte, wozu zum Beispiel die Eröffnung der Stadtbahnlinie „Messe“ oder der Neubau der Stadtbahn „Rotteckring“ aber auch der Erhalt der bestehenden Strecken sowie die Beschaffung neuer Fahrzeuge gehören. Ziel ist es, das Angebot rund um die Mobilität in und um Freiburg schrittweise zu verbessern und auszubauen. Der Schwerpunkt liegt darin, den Nutzen und das Wohlbefinden unserer Fahrgäste zu erhöhen. Die Freiburger Verkehrs AG sieht sich dank der sehr guten Resultate aus dem ÖPNV Kundenbarometer auf dem richtigen Wege. “
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Ă–KO-TEST: Anilin in Kinderprodukten - Im roten Bereich
Anilin ist ein Farbstoffbestandteil, der unter Krebsverdacht steht. Das ÖKO-TEST-Magazin wollte in der aktuellen September-Ausgabe wissen, ob Kinderprodukte wie Jeans, Schuhe, Strumpfhosen und Malkreiden damit belastet sind. Das Ergebnis ist bitter: Fast alle 32 untersuchten Produkte enthalten – teilweise sogar große Mengen – Anilin und in einigen Fällen auch andere aromatische Amine.

ÖKO-TEST kritisiert die Verwendung von Anilin seit Jahren. Doch der Stoff ist „nur“ krebsverdächtig und daher – anders als verschiedene krebserregende aromatische Amine – nicht verboten. Allerdings will inzwischen auch das Bundesinstitut für Risikobewertung Anilin zumindest in Kinderspielzeug regelmentieren. ÖKO-TEST wollte daher wissen, ob die Hersteller von Wachsmalstiften, Jeans, Schuhen, Strumpfhosen und Malkreiden schon heute – ohne gesetzliche Regelung – ihrer Verantwortung für die Gesundheit von Kindern gerecht werden und hat 32 Kinderprodukte untersuchen lassen. Das Ergebnis zeigt, dass eine gesetzliche Regelung dringend notwendig ist, denn fast alle 32 getesteten Kinderprodukte waren teilweise extrem mit Anilin belastet. Nur in wenigen Produkten entdeckte das Labor lediglich Spuren der Substanz.

Anilin ist leider nicht der einzige Schadstoff, der in den Kinderprodukten enthalten ist. In einem Krabbelschuh steckte beispielsweise so viel krebserzeugendes Benzidin, dass er laut Einschätzung einer Überwachungsbehörde nicht verkehrsfähig ist. Drei Artikel übersteigen zudem den Maximalgehalt für andere aromatische Amine.

ÖKO-TEST rät Eltern, belastete Produkte im Geschäft zurückzugeben. Auch wenn die Geschäfte gesetzlich nicht verpflichtet sind, die Waren umzutauschen, reagieren viele Händler kulant angesichts der Gesundheitsgefahr.

Das Ă–KO-TEST-Magazin September 2016 gibt es seit dem 25. August 2016 im Zeitschriftenhandel.
 
 

 
Ă–KO-TEST: Schlafmittel - Na dann gute Nacht!
In der aktuellen September-Ausgabe ist ÖKO-TEST der Frage nachgegangen, was von rezeptfreien Schlafmitteln zu halten ist und hat 25 Produkte untersuchen lassen. Das Resümee: Weder für Baldrian- noch für chemische Präparate ist die Wirksamkeit belegt. Zudem haben die chemischen Mittel eine Vielzahl an kritischen Nebenwirkungen und einige pflanzliche Produkte sind zu niedrig dosiert.

Die Pharmaindustrie verdiente im vergangenen Jahr 233 Millionen Euro mit rezeptfreien Schlafmitteln, das Gros mit pflanzlichen Produkten, allen voran mit dem Wirkstoff Baldrian. Umso erstaunlicher ist es, dass es bis heute noch keine überzeugenden klinischen Studien gibt, die die Wirkung von Baldrian oder Kombipräparaten mit diesem Pflanzenstoff belegen. Auch für die Wirkstoffe der chemischen Mittel gegen Schlafstörungen, Doxylamin und Diphenhydramin, zeigt sich eine ähnlich schlechte Datenlage. Allerdings besitzen sie einen ganzen Katalog an kritischen Nebenwirkungen, bis hin zu schweren psychischen Störungen.

Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass einige Baldrianmittel nicht den einschlägigen Qualitätsstandards entsprechen. Laut der „Transparenzkriterien für pflanzliche, homöopathische und anthroposophische Arzneimittel“ müssen Monopräparate eine Tagesdosis von umgerechnet vier bis sechs Gramm Baldrian enthalten, bei Kombipräparaten sollten es laut Expertenmeinung mindestens zwei Gramm sein. Doch zwei Mittel sind zu niedrig dosiert.

Das Ă–KO-TEST-Magazin September 2016 gibt es seit dem 25. August 2016 im Zeitschriftenhandel.
 
 

Buchtipp: Ulrich Grober
 
Buchtipp: Ulrich Grober "Der leise Atem der Zukunft"
Vom Aufstieg nachhaltiger Werte in Zeiten der Krise

StreifzĂĽge durch eine Welt von morgen

Drei Jahre lang war Ulrich Grober auf den Spuren eines gesellschaftlichen Wertewandels in Deutschland unterwegs. In seinem am 25. Juli erscheinenden Buch »Der leise Atem der Zukunft. Vom Aufstieg nachhaltiger Werte in Zeiten der Krise« lässt er uns an seinen Eindrücken teilhaben.

Ein historischer Prozess des Umdenkens ist im Gange. Überall machen sich Menschen auf die Suche nach einer »anderen Welt«: vielgestaltig und kreativ, ohne fertige Lösungen, aber mit gemeinsamen Werten und einer geteilten Vision von nachhaltiger Zukunft. Die Bewegung ist dynamisch, hoffnungsvoll und unumkehrbar. Und doch verengt sich momentan die Perspektive vieler zum Tunnelblick. Sie starren wie gebannt auf die Symptome von Krise und Kollaps: Erderwärmung, Artensterben, Schuldenberge, scheiternde Staaten, Flüchtlingsdramen, fundamentalistischer Terror. Die Krise – eigentlich ein Ausnahmezustand – ist zum Dauerzustand geworden. »Das tut uns nicht gut und lähmt uns«, so Grober. »Was wir brauchen, ist ein achtsamer Blick auf die Alternativen gelingenden Lebens. Mit welchen Werten bieten wir der Krise – und dem Fundamentalismus – die Stirn? Welche Zukunft ist wünschenswert und wie kann man ihr zum Durchbruch verhelfen?«
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NABU fordert stärkere Kontrollen bei Windparks
Ignorieren von verhängten Baustopps nicht hinnehmbar - Genehmigungsbehörden müssen schärfer und regelmäßig kontrollieren / Profitgier bei einigen Betreibern setzt Akzeptanz der Energiewende aufs Spiel

Angesichts aktueller Fälle in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein, wonach Windpark-Betreiber trotz eines gerichtlich und behördlich verhängten Baustopps weitergebaut haben, fordert der NABU eine stärkere Kontrolle von gerichtlichen Beschlüssen sowie Umweltauflagen durch die zuständigen Genehmigungsbehörden. Im Hochsauerlandkreis wurde Ende vergangener Woche am Windpark Meerhof weitergearbeitet, obwohl das Verwaltungsgericht Arnsberg mit einem Beschluss in einem Eilverfahren den Bau von elf Windkraftanlagen gestoppt hatte. Der NABU Nordrhein-Westfalen hatte daraufhin seinen Rechtsanwalt eingeschaltet, der den Hochsauerlandkreis als Genehmigungsbehörde informiert hatte. Auch bei Eckernförde schritten die Bauarbeiten auf dem Gelände des Windparks bei Loose trotz eines durch das zuständige Landesamt verhängten Baustopps voran. Auch die Androhung eines Strafgeldes durch den zuständigen Rechtsdezernenten der Behörde zeigte keine Wirkung bei Betreibern und Baufirma. Offenbar versuchen die Investoren durch den Weiterbau im Blick auf die jeweils noch ausstehenden Hauptverhandlungen vor Gericht Fakten zu schaffen. Genau dies sollte durch die Baustopps verhindert werden.
„Es ist zu befürchten, dass das nicht die einzigen Fälle sind, wenn in einer Woche allein zwei Fälle bekannt werden, wo trotz Baustopps weitergebaut wird. Wenn aus Profitgier sogar Strafgelder in Kauf genommen werden und alles recht ist, was die Verluste minimiert, dann läuft etwas schief. Hier wird der Rechtsstaat mit Füßen getreten“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Der NABU fordert eine strenge Einhaltung von Gerichtsbeschlüssen sowie allgemeine schärfere Kontrollen von Umweltauflagen durch die zuständigen Genehmigungsbehörden. So müssten unter anderem auch die so genannten Vermeidungs- und Minderungsmaßnahmen, die die Auswirkungen auf Arten wie z.B. Fledermäuse und Vögel reduzieren sollen, bei genehmigten und sich im Betrieb befindlichen Windkraftanlagen regelmäßig überprüft werden.

Aus NABU-Sicht ist dazu ein sofortiger Kapazitätenaufbau erforderlich, die Behörden müssten finanziell und personell besser ausgestattet werden, damit sie diese Aufgaben auch wahrnehmen können. Zusätzlich müssen die Strafgelder für Verletzungen von Verboten deutlich erhöht werden, damit der Anreiz das Verbot zu verletzen, gar nicht erst gegeben ist.

„Für den NABU gibt es keine Alternative zu einer naturverträglichen Energiewende. Der Bundesverband Windenergie sollte sich klar und deutlich von diesem Vorgehen distanzieren, damit der Ausbau der Windkraft und das Voranschreiten der Energiewende nicht durch solche Machenschaften in Misskredit geraten“, so Miller.

Baustopps werden regelmäßig im Rahmen laufender Verfahren von Gerichten verhängt, wenn eine große Wahrscheinlichkeit besteht, dass bestehende Baugenehmigungen rechtswidrig erteilt wurden, z.B. wenn geltendes Artenschutzrecht nicht ausreichend berücksichtigt wurde. Der NABU fordert von allen Windenergieplanungen insbesondere die Einhaltung von Mindestabständen zu Vorkommen besonders gefährdeter Vogelarten, die den Fachempfehlungen des so genannten „Helgoländer Papiers“ der staatlichen Vogelschutzwarten entsprechen. Diese Empfehlungen bilden inzwischen auch bereits die Grundlage zahlreicher neuerer Gerichtsentscheidungen, so z.B. eines Urteils des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs München vom 29.3.2016, das die Empfehlungen des Helgoländer Papiers über die davon abweichenden Planungshinweise des Landes Bayern stellt.
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NABU: Batnight wird 20 Jahre alt
Am Wochenende wieder Nachtschwärmer aus nächster Nähe erleben

Neuer Rekord mit ĂĽber 240 Veranstaltungen


Am kommenden Wochenende wird endlich wieder die Nacht zum Tag gemacht: Bei über 240 NABU-Veranstaltungen zur diesjährigen 20. Batnight am 27. und 28. August können Besucher Fledermäuse einmal aus nächster Nähe erleben. NABU-Gruppen informieren über die Welt der „Schönen der Nacht“, machen bei Nachtwanderungen die lautlos fliegenden Tiere mit dem so genannten Batdetektor hörbar oder erklären, was für den Erhalt der Lebensräume notwendig ist.

Die Hauptveranstaltung zur 20. Batnight findet in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit dem Outdoor Zentrum Lahntal in Hessen statt. In Hessen gibt es über 500 unterirdische Quartiere, die von Fledermäusen genutzt werden. Mehr als 800 Fledermäuse überwintern beispielsweise jedes Jahr in der Grube Emma – nahe dem Outdoor Zentrum. Dort sind Bartfledermäuse, das Große Mausohr, das Braune Langohr, die Fransen- sowie die Wasserfledermaus zu Hause.

Veranstaltet wird die Internationale Batnight von EUROBATS, dem Europäischen Büro für Fledermausschutz. In der Bundesrepublik wird sie vom NABU organisiert. Mit der Aktion soll auf die Bedrohung der Tiere aufmerksam gemacht werden. In Deutschland sind vier Arten stark gefährdet, drei sind sogar vom Aussterben bedroht. Zwölf weitere sind gefährdet, stehen auf der Vorwarnliste oder es gibt nicht genug Daten, um ihre Gefährdung genau einschätzen zu können.

Der NABU ist seit mehr als 20 Jahren aktiv im Fledermausschutz. Dieses Engagement führte bereits dazu, dass bundesweit bereits weit mehr als 2000 Häuser und Kirchen als gesicherter Lebensraum für Fledermäuse gewonnen werden konnten.

„Hauptursache für die Gefährdung der 25 heimischen Fledermausarten ist der Verlust von geeigneten Lebensräumen. Alte Baumbestände, die in ihren Höhlen und Ritzen vielfältigen Unterschlupf gewähren, verschwinden zunehmend“, sagt Sebastian Kolberg, NABU-Fledermausexperte. Zudem reduziert der Einsatz von Pestiziden Insekten als Nahrungsmittel für Fledermäuse oder vergiftet die Tiere über die Nahrungskette selbst. Ritzen, Fugen und Spalten, die durch die Modernisierung von Fassaden und Dächern verloren gehen, sollten durch künstliche Ersatzquartiere an derselben Stelle ersetzt werden. So sieht es auch das Bundesnaturschutzgesetz vor.
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