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Samstag, 24. August 2019
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Verschiedenes

 
Umweltorganisationen demonstrieren gegen hohe Verbräuche von Lkw
CO2-Grenzwerte dringend erforderlich

Das Warten auf den effizienten Lkw muss ein Ende haben

Mit einer Protestaktion vor dem Eingang der weltgrößten Nutzfahrzeugmesse IAA in Hannover haben die Umweltorganisationen NABU und Transport & Environment die zu hohen Kraftstoffverbräuche bei Lkw scharf kritisiert und die Einführung von CO2-Grenzwerten gefordert. Unter dem Motto „20 Jahre ohne Fortschritt“ machten sie auf die unbequeme Wahrheit aufmerksam, dass Spritverbrauch und damit Klimagasausstoß seit zwanzig Jahren auf nahezu unverändert hohem Niveau verharren.

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „Das Warten auf den effizienten Lkw muss endlich ein Ende haben. Der wachsende Straßengüterverkehr droht alle Klimaschutzbemühungen in anderen Bereichen zunichte zu machen. Die EU-Kommission sollte daher schleunigst ambitionierte Verbrauchsgrenzwerte für Lkw einführen, so wie sie es bereits erfolgreich für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge getan hat.“

Die europäischen Lkw-Hersteller Mercedes-Benz, MAN, Volvo, Scania, Renault und DAF dominieren den Weltmarkt, aber ihre Wettbewerbsfähigkeit sei in Gefahr, da in Europa anders als in den USA, China, Kanada und Japan keine Verbrauchsgrenzwerte für Lkw existieren. Sollte die Europäische Union nicht zeitnah entsprechende Regularien einführen, verlöre sie auch in diesem Bereich die Vorreiterschaft an andere Nationen.

Dietmar Oeliger, NABU-Verkehrsexperte: „Zwischen 1995 und 2015 sind die Spritverbräuche von Lkw kaum oder gar nicht gesunken, da die Industrie vor allem in stärkere Motoren und mehr Fahrkomfort investiert hat. Der Klimaschutz blieb dabei auf der Strecke. So verbrauchte eine Lkw-Zugmaschine 1995 auf der Autobahn rund 22 Liter auf 100 Kilometer – zwei Jahrzehnte später kommen neue Lkw immer noch nicht mit weniger Kraftstoff aus.“

Stef Cornelis, Verkehrsexperte bei Transport & Environment: „Ohne deutlich effizientere Lkw wird es unmöglich sein, die Klimaschutzziele von Paris einzuhalten, denn der Lkw-Verkehr ist bereits heute für 25 Prozent der straßenbasierten Kohlendioxidemissionen verantwortlich – Tendenz steigend. Hier steht nicht nur die Glaubwürdigkeit der EU im Umweltschutz auf dem Spiel, sondern auch die Innovationskraft der europäischen Lkw-Industrie.“
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17. CITES-Konferenz: NABU verfolgt Verhandlungen in Johannesburg
Weitreichende Entscheidungen zu Elefanten und Nashörnern erwartet

Am kommenden Samstag, den 24. September, startet in Johannesburg die 17. Konferenz des Washingtoner ArtenschutzĂĽbereinkommens (CITES). Zwei Wochen lang werden ĂĽber 2.000 Delegierte aus 183 Staaten ĂĽber die Regelung des internationalen Handels mit bedrohten Tier- und Pflanzenarten entscheiden. Der NABU beteiligt sich vor Ort an den Verhandlungen.

In Johannesburg stehen heiße Diskussionen und wichtige Entscheidungen über den zukünftigen Schutz dutzender Arten bevor. Unter anderem wird über das Schicksal des Afrikanischen Elefanten entschieden. Nur noch gut 350.000 der Dickhäuter ziehen durch die Savannen Afrikas, so das Ergebnis des gerade veröffentlichten, fast afrikaweiten Elefantenzensus. In den 70er Jahren waren es noch 1,2 Millionen. Schuld am dem dramatischen Bestandsrückgang ist die Gier nach Elfenbein, die Wilderern und vor allem ihren Hintermännern viel Geld bringt. "Der NABU fordert die umfängliche und dauerhafte Schließung aller nationalen und internationalen Elfenbeinmärkte. Nur so können wir ein Aussterben der Elefanten verhindern", sagte Heike Finke, NABU-Präsidiumsmitglied und Expertin für internationalen Artenschutz. Ein Hoffnungsschimmer ist das Ergebnis der kürzlich auf Hawaii zu Ende gegangenen Konferenz der Weltnaturschutzunion (IUCN). Dort stimmten 91 Prozent aller Mitglieder für ein Verbot der Elfenbeinbinnenmärkte, was CITES laut NABU nicht ignorieren kann. Dass das Thema auch Deutschland betrifft, zeigt ein aktueller Fall: 1,2 Tonnen Elfenbein wurden in den vergangenen Monaten sichergestellt, so viel wie nie zuvor. Das Elfenbein, sowohl verarbeitet als auch roh, stammt von mehr als 200 getöteten Afrikanischen Elefanten und hat einen Marktwert von über einer Millionen Euro.

Die Verhandlungen in Johannesburg könnten auch entscheidend für das Überleben von Nashörnern sein, deren Horn eines der wertvollsten Handelsgüter überhaupt ist und vor allem Anwendung in der Traditionellen Asiatischen Medizin findet. Die Wilderei auf afrikanische Nashörner steigt seit 2008 kontinuierlich an und hat 2015 mit 1.342 gewilderten Tieren ihren bisherigen Höchststand erreicht. Dennoch fordert Swasiland, mit Rückendeckung des Gastlandes Südafrika, den internationalen Handel mit Nashorn wieder zu erlauben.

Auch um die weniger bekannten Schuppentiere steht es derzeit schlecht. Mit etwas Glück könnten sie auf der Konferenz den Sprung auf Anhang I der Konvention schaffen. "Das damit verbundene Handelsverbot, das auch bei der IUCN breite Unterstützung fand, ist längst überfällig. Schuppentiere sind die am häufigsten illegal gehandelten Säugetiere der Welt. Die Nachfrage nach ihren Schuppen für die Traditionelle Chinesische Medizin hat die Tiere fast bis an den Rand der Ausrottung gebracht", erläuterte Finke.

Weniger gut könnte es hingegen für den auch in Deutschland heimischen Wanderfalken laufen. In den 1950er Jahren fast ausgerottet, haben sich die Bestände weltweit erholt. Das hat Kanada dazu veranlasst, eine Aufhebung des Handelsverbotes zu beantragen. "Aus Sicht des NABU wäre dies eine unverantwortliche Maßnahme, da es nach wie vor Hinweise auf umfangreichen illegalen Handel mit diesen Raubvögeln gibt", so Finke.

Neben den Landtieren stehen auch in diesem Jahr wieder einige Meeresbewohner auf der Agenda der CITES-Konferenz. So werden beispielsweise strengere SchutzmaĂźnahmen fĂĽr die von Ăśberfischung bedrohten Fuchs- und Seidenhaie sowie Teufelsrochen zur Diskussion stehen - sehr zum Unmut einiger Fischereinationen.

Der NABU ist während der gesamten Konferenzdauer mit zwei Expertinnen für internationalen Artenschutz, Heike Finke und Claudia Praxmayer, in Johannesburg. Zeitnah geben sie Einschätzungen und Bewertungen der Ereignisse und Anträge ab und stehen für Presseanfragen zur Verfügung. In einem Blog berichten sie außerdem vom jeweiligen Verhandlungsstand:
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Ă–KO-TEST Ratgeber - Kleinkinder
Der aktuelle ÖKO-TEST Ratgeber Kinder und Familie st seit dem 8.9. erhältlich
 
Ă–KO-TEST Ratgeber - Kleinkinder
Tipps und Tricks für glückliche Kinder: Auf junge Eltern prasseln von allen Seiten Informationen ein. Es wird gewarnt, gemahnt, gefordert. Doch was ist richtig, was falsch? Der neue ÖKO-TEST Ratgeber – Kleinkinder gibt Antwort auf die vielen Fragen, die alle Eltern haben, wenn ein Kind kommt – und mit denen sie sich oft genug alleingelassen fühlen. Ernährung, Reisen und Kinderkrankheiten sind nur einige der Themen, zu denen das Heft Rat und Hilfe anbietet. Die Tests darin tragen dazu bei, dass Ihr Kind gesund größer wird. Dass es in einem sicheren und nicht mit Schadstoffen belasteten Bettchen schläft, dass es Straßenmalkreide ohne krebserregende Farbstoffe in die Hand bekommt und dass Essen ohne Mineralöl und verstecktem Zucker auf dem Tisch steht.

Die Tests (Auswahl)

• Versteckter Zucker: Er steckt überall. Zucker ist in Pizza, Currywurst, Joghurt-Drinks und Gurkensalat, wo man ihn nicht vermutet. Und die Hersteller sind sehr geschickt darin, den Zuckergehalt zu tarnen. ÖKO-TEST hat 33 Lebensmittel untersucht und entlarvt die Tricks.

• Eis für Kinder: Sommer, Sonne, Eis-Zeit. Mit etlichen Eissorten für Kinder ist ÖKO-TEST jedoch nicht einverstanden, denn in ihnen stecken Aromen, zu viel Zucker und krebserregende Fettschadstoffe. Wirklich empfehlen kann ÖKO-TEST keines, doch etliche sind mit „befriedigend“ noch akzeptabel.

• Straßenmalkreiden: Malen mit Straßenmalkreide macht Kindern unglaublich viel Spaß und ist noch dazu pädagogisch wertvoll. Leider enthalten etliche Stifte krebserregende Farbbestandteile. Doch sechs Produkte kann ÖKO-TEST rundum empfehlen.

• Kinderbetten: Die Hälfte der getesteten Produkte sind in Ordnung. Fast alle sind weitgehend sicher. Mit der Verarbeitung ist ÖKO-TEST jedoch nicht immer einverstanden. Und ein Bett enthält sogar einen Schadstoff, der nicht erlaubt ist.

• Hochstühle: Die gute Nachricht ist, dass alle Hochstühle kippsicher sind. Doch noch immer passen sie nicht zu allen Kindergrößen und sie weisen etliche weitere Mängel auf. Immerhin gibt es drei „gute“ Produkte.

• Pflegeöle: Die gesunde Babyhaut braucht nur wenig Pflege und wenn doch, mit sanften Mitteln. Babyöle mit Parfüm sind nicht die beste Wahl, auch schädliche Produktionsrückstände sollten nicht sein. Die meisten Produkte im Test überzeugen.

• Kindergartenrucksäcke: Ob Drache, Prinzessin oder Frosch – ein Kindergartenrucksack wird oft wegen seines Aussehens gekauft. Doch er sollte auch praktisch sein, passen und nicht voller Schadstoffe stecken. Von 14 Produkten kann ÖKO-TEST jedoch nur sechs Modelle empfehlen, fünf fallen durch.

• Fieberthermometer: Fieberthermometer gehören in Kinderhaushalten zu den ganz wichtigen Utensilien. Die meisten Produkte messen genau und schnell. Auch die Schadstoffbelastung ist in Ordnung. Deshalb überzeugen fast alle Produkte. Es gibt jedoch einen Ausreißer.

• Kindergeschirr: Plastikteller und -tassen für Kinder sind – außer bei großer Hitze – meist unbedenklich. Hellhörig sollte man bei vermeintlichem Bambusgeschirr werden, denn es ist zumindest nicht so natürlich, wie die Hersteller der Testprodukte behaupten.


Und auĂźerdem:
• K(l)eine Kostverächter: Essen will geübt werden. Am besten ohne Stress, Zwang und übermäßig hohe Erwartungen. Hilfreich ist es, das eigene Verhalten zu hinterfragen. Denn manches, was Eltern vom Nachwuchs fordern, halten sie selbst nicht ein.

• Trinken: Kinder vergessen das Trinken über den Tag schnell mal, weil sie anderes zu tun haben und ihr Durstgefühl nicht so ausgeprägt ist. Eltern sollten sie darum immer wieder erinnern und Kinder in Kitas freien Zugang zu Getränken haben.

• Erziehung in den ersten Lebensjahren: „Nein“ ist wohl das häufigste Wort, das Babys und Kleinkinder hören: Nicht die Steine in den Mund stecken, nicht am Tischtuch ziehen! Aber verstehen die Kleinen das überhaupt schon?

• Elektrosmog: Von manchen wird Elektrosmog nicht als Gefahr wahrgenommen. Doch die Risiken einer dauerhaften Bestrahlung sind nicht zu unterschätzen. Gerade im Kinderzimmer gilt: Öfter mal den Stecker ziehen.

• Husten, Schnupfen und Co.: Ist das Kind krank, sind sich Eltern oft unsicher: Was tun bei hohem Fieber? Wann ist ein Besuch beim Arzt notwendig? Welche Medikamente kommen in
Frage? Ă–KO-TEST hat die Antworten auf die wichtigsten Fragen zusammengestellt.
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NABU-Stellungnahme zum Integrierten Umweltprogramm 2030
Agrarwende und Ă–kologische Steuerreform angehen

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat heute das Integrierte Umweltprogramm 2030 vorgestellt. Dazu erklärt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „Der NABU begrüßt, dass Frau Hendricks ein neues Umweltprogramm vorgelegt hat, mit dem sie die drängenden ökologischen Probleme in Deutschland, aber auch international angehen möchte. Dabei werden wichtige Punkte benannt, die dringend umgesetzt werden müssen, wie die Reform der Landwirtschaft und eine ökologische Steuerreform. Der Klimaschutzplan 2050 in seiner jetzigen abgeschwächten Form reicht jedoch bei weitem nicht aus, um dem Anspruch des Bundesumweltministeriums, dem zentralen Thema Klimawandel wirksam zu begegnen, gerecht zu werden.“

Der NABU teilt die Auffassung des Bundesumweltministeriums, dass in Deutschland eine radikale Reform der Agrarpolitik nötig ist, um den Artenschwund, die Belastung von Gewässern und Böden und die Klimaänderungen zu minimieren. Dabei unterstützt er insbesondere die Forderung nach einer Abschaffung der bedingungslosen Agrardirektzahlungen.

Ebenso äußert sich NABU-Bundesgeschäftsführer Miller zustimmend dazu, die ökologische Steuerreform weiterzuentwickeln. „Aktuell werden Umweltschäden viel zu wenig in volkswirtschaftlichen Betrachtungen einbezogen. Wenn hingegen Schadenskosten in der Gesamtbetrachtung berücksichtigt werden, kann so eine ressourcenarme, naturschonende und klimafreundliche Ökonomie gestaltet werden.“

Im Sinne der nachhaltigen Entwicklungsziele muss nun die Bundesregierung sicher stellen, dass die Lösung der umweltpolitischen Herausforderungen, die das BMUB im jetzt vorgelegten Umweltprogramm benennt, auch tatsächlich ressortübergreifend gestaltet wird und alle an einem Strang ziehen, und zwar für einen dann auch ernst gemeinten Umweltschutz“, so Miller.
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Bürger-Energie-Genossenschaft St. Peter erhält Zukunftspreis
Der Förderverein Zukunftsenergien SolarRegio Kaiserstuhl e.V.
verleiht in seinem 15. Jubiläumsjahr den dotierten Klaus-Bindner-
Zukunftspreis 2016 an Dipl.-Forst-Ing. Markus Bohnert, Geschäfts-
fĂĽhrer und MitgrĂĽnder der BĂĽrger-Energie-Genossenschaft St. Peter:

Freitag, den 07. Oktober 2016
19.00 Uhr
Evangelisches Gemeindehaus
D-79367 Weisweil am Rhein
HinterdorfstraĂźe 2 (Ecke Forchheimer StraĂźe)

Der im August 2009 gegrĂĽndeten Energie-Genossenschaft St. Peter
ist es auch aufgrund eines sehr hohen ehrenamtlichen Engagements
gelungen, eine energieautarke Gemeinde erfolgreich zu gestalten!
Im Bioenergiedorf St. Peter wurden 220 Wärmeabnehmer und 20 Land-
wirte als Holzhackschnitzel-Produzenten in eine gemeinsame Genossen-
schaft integriert.

Den Festvortrag wird Prof. Eicke Weber, Leiter des Fraunhofer-Instituts
fĂĽr Solare Energiesysteme (ISE) halten, wobei auch das AbwĂĽrgen der
erfolgversprechenden Energiewende durch die groĂźe CDU/SPD Koalition
thematisiert wird.

Nach der Laudatio von Erhard Schulz, Beiratsmitglied der SolarRegio
und der anschlieĂźenden Preisverleihung wird Markus Bohnert die BĂĽrger-
Energie-Genossenschaft St. Peter präsentieren und die Energieautarkie
seines Heimatortes mit Sonne, Wasser, Wind und Biomasse vorstellen
sowie weitere Gemeinden zum Handeln ermutigen.
Die Festveranstaltung wird musikalisch untermalt.
Auch fĂĽr das leibliche Wohl wird gesorgt.

InteressentInnen sind zu dieser öffentlichen Veranstaltung herzlich
eingeladen! Der Eintritt ist frei!
 
 

 
Puppentheater, Eselboutique und hautnahe Begegnungen
Am 17. und 18. September findet das Eseltreffen auf dem Mundenhof statt

Die schwersten Esel der Welt, die Poitou-Esel, kann man auf dem
Mundenhof bestaunen. Dort findet am Samstag, 17., und Sonntag,
18. September, das jährliche Eseltreffen statt. Dafür bringen
Eselfreunde aus SĂĽddeutschland, Frankreich, Belgien und der
Schweiz verschiedene Eselrassen mit. Sie zeigen Interessierten, wie
Esel heute eingesetzt werden können. An beiden Tagen können
Besucher an den Infoständen Fragen zu den Eseln und ihrer
Huftechnik stellen und durch Danas Eselboutique schlendern.

Auch fĂĽr die kleinen Besucher ist etwas geboten. Am Samstag fĂĽhrt
das „Puppentheater aus der Suppengasse“ das Stück „Der tapfere
Ritter mit seinem braven Esel“ auf. Ab 11 Uhr gibt es Seminare für
Esel-Interessierte und Neulinge. Um 18 Uhr findet eine ökumenische
Abendandacht mit Tiersegnung statt. Dabei sind alle Besucher, auch
mit ihren Tieren, herzlich willkommen.

Mit „Kinder begegnen Eseln“ und anderen Aktionen startet der
Sonntag um 11 Uhr. Dabei können Kinder und Erwachsene den
Eseln hautnah begegnen. Ab 14 Uhr findet auf dem Sandplatz beim
Kontiki ein Showprogramm statt.

Während des gesamten Eselfestes werden weder Eselreiten noch
Kutschfahrten angeboten.

 
 

 
FĂĽnf Jahre Bundesfreiwilligendienst - NABU zieht positive Bilanz
Freiwilligendienst ist Erfolgsmodell / Platzangebot im ökologischen Bereich ausbaufähig

Der NABU hat mit Blick auf fünf Jahre Bundesfreiwilligendienst (BFD) eine positive Bilanz gezogen, sieht aber auch noch deutlichen Ausbaubedarf bei Einsatzplätzen im Umwelt-, Natur- und Tierschutzbereich sowie in der Umweltbildung. „Der Bundesfreiwilligendienst im ökologischen Bereich ist ein Erfolgsmodell. Mittlerweile sind die Freiwilligendienstleistenden vielerorts eine große Unterstützung und Hilfe für unsere rund 37.000 ehrenamtlichen NABU-Naturschutzmacher. Sie sind zu Kristallisationspunkten für weiteres bürgerschaftliches Engagement geworden“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke anlässlich der heutigen Veranstaltung „5 Jahre BFD im NABU“ in Berlin, wo der NABU gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, anderer Zentralstellen und Engagement-Bereiche sowie Einsatzstellenverantwortlichen und Freiwilligen eine Bilanz zog.

Mit der Einführung des Bundesfreiwilligendienstes 2011 begann auch das Engagement des NABU als BFD-Zentralstelle. Gemeinsam mit 20 weiteren von Verbänden getragenen Zentralstellen organisieren die Naturschützer seither den Einsatz der Bundesfreiwilligen. Der Schwerpunkt des NABU liegt dabei naturgemäß im Umwelt-, Natur- und Tierschutz sowie in der Umweltbildung. In Zusammenarbeit mit den NABU-Landesverbänden Hessen und Nordrhein-Westfalen, der Schutzstation Wattenmeer, dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) und den Freunden der Erziehungskunst Rudolf Steiners werden seither jährlich rund 550 Freiwillige betreut und in Seminaren weitergebildet. Eingesetzt sind sie deutschlandweit in etwa 320 Einsatzstellen.

Anders als beim Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) gibt es beim Bundesfreiwilligendienst keine Altersgrenze, so dass auch Berufstätige, die sich neu orientieren wollen, oder Senioren sinnvolle Möglichkeiten für ein Engagement finden können. Viele Freiwillige aller Altersklassen entscheiden sich dafür, den Dienst im so genannten grünen Bereich zu leisten und helfen somit vor Ort in NABU-Einrichtungen, Naturparks, Tierheimen, Waldkindergärten, Wildtierpflegestationen und vielen anderen Bereichen mit ihrem Engagement.

Neben der Bilanz richteten die Teilnehmer der Veranstaltung den Blick in die Zukunft. So wurden ebenso Ideen für die Weiterentwicklung der pädagogischen Begleitung diskutiert sowie darüber, wie Freiwillige nach dem Dienst noch besser an das Ehrenamt gebunden werden und der Freiwilligendienst als Instrument der Verbandsentwicklung noch mehr Freiwillige und Einsatzstellen unterstützen kann.

Vor diesem Hintergrund wurde vielfach der Wunsch nach mehr Stellen im ökologischen Bereich laut. „Maximal fünf Prozent der jährlich zu besetzenden 40.000 BFD-Plätze stehen dem Umwelt-, Natur- und Tierschutz zur Verfügung“, so Tschimpke weiter und forderte von der Bundesregierung mehr Engagement beim Ausbau der Plätze im grünen Bereich: „Das muss mehr werden. Die Sicherung der natürlichen Grundlagen darf nicht hinter Sozialem und Wohlfahrt zurückstehen.“

Abschließend betonte der NABU-Präsident, den Freiwilligendienst nicht als Ersatz für das Ehrenamt zu sehen: „Beim NABU, wie auch bei vielen anderen Verbänden und Vereinen sind die ehrenamtlich Aktiven das Herzstück. Bei aller Begeisterung für die Freiwilligendienste darf die Politik die Förderung des normalen Ehrenamts nicht vergessen. Für die in Deutschland eingetragenen 600.000 Vereine brauchen wir schließlich ehrenamtliche Vorstände. Freiwilligendienstler helfen da nicht weiter.“
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Dialog statt Konflikt
„Forum Energiedialog“ des Landes unterstützt Kommunen bei der Umsetzung der Energiewende


Umweltminister Franz Untersteller: „Die Energiewende ist ein viel diskutiertes und oft auch umstrittenes Vorhaben. Das „Forum Energiedialog“ moderiert und schlichtet in Konfliktsituationen vor Ort.“

Gemeindetagspräsident Roger Kehle: „Bei der Umsetzung der Energiewende dürfen wir den Bürgern kein X für ein U vormachen. Das „Forum Energiedialog“ kann dabei helfen, den Bürgern transparent und objektiv den Nutzen, aber auch die Beeinträchtigungen aufzuzeigen, die bei Energiewendeprojekten entstehen.“


1.101 Kommunen gibt es in Baden-Württemberg. Die Frage, ob und wie Energieprojekte auf ihrer jeweiligen Gemarkung umgesetzt werden können, betrifft jede einzelne von ihnen. Um sie bei dieser Aufgabe zu unterstützen, hat das Umweltministerium das „Forum Energiedialog“ initiiert.

Es handelt sich dabei um ein professionelles Dienstleistungsangebot, das von der Erstellung von Informationsmaterialien über die Organisation und Moderation von Veranstaltungen bis hin zur Klärung von Streitpunkten und Konfliktschlichtung durch Mediationsverfahren reicht.

Nach einer mehrmonatigen Pilotphase steht das „Forum Energiedialog“ künftig allen Kommunen im Land zur Verfügung.

Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller lädt die Verantwortlichen in den Kommunen ein, das Angebot besser früher als später während eines Diskussions- und Planungsprozesses zu nutzen: „Die Energiewende stellt kommunale Verwaltung und Bürgerinnen und Bürger vor große Herausforderungen, die sie oft nur schwer alleine bewältigen können. Widersprüchliche Informationen und unterschiedliche Interessen können bei der Umsetzung von Energiewendeprojekten zu Konflikten führen und Gräben aufbrechen, die nur sehr schwer wieder zuzuschütten sind. Um das zu verhindern, gibt es das „Forum Energiedialog“. Es soll informieren, beraten, moderieren und im Bedarfsfall schlichten. Das nützt der kommunalen Verwaltung und den Bürgerinnen und Bürgern gleichermaßen.“

Gemeindetagspräsident Roger Kehle lobte die Landesinitiative: „Das „Forum Energiedialog ist eine wichtige Ergänzung zu bestehenden Beratungsangeboten des Landes und des Gemeindetages. Eine frühzeitige und umfassende Kommunikation bei der Umsetzung der Energiewende ist genauso wichtig, wie eine fundierte rechtliche und wirtschaftliche Beratung.“

Grundsätzlich befasse sich das „Forum Energiedialog“ technologieoffen mit Projekten zur Umsetzung der Energiewende, erläuterte Umweltminister Franz Untersteller heute (12.09.) in Stuttgart. In der Pilotphase habe sich allerdings gezeigt, dass in den Kommunen insbesondere beim Thema Windkraft Bedarf an einer sachorientierten Beratung und Unterstützung bestehe.

Die Berater des Forums warteten dabei nicht nur ab, bis sie gerufen würden, sondern gingen aktiv auf die Kommunen zu, sagte Untersteller. In den letzten Wochen und Monaten seien bereits zahlreiche Kontakte geknüpft worden, die in neun Pilotkommunen auch zu konkreter Unterstützungstätigkeit geführt hätten. In allen sei es um Windkraft gegangen.

„Die Windkraft steht zwar im Moment noch im Mittelpunkt der Diskussionen. Wir werden in Zukunft aber auch Stromtrassen verlegen oder Energiewendeprojekte umsetzen, die wir heute noch gar nicht kennen. Deshalb ist es wichtig, dass wir mit professionellen Kommunikationsberatern zusammenarbeiten. Aus den jetzigen Erfahrungen wird man in den Städten und Gemeinden viel für die zukünftigen Projekte lernen“, ergänzte Gemeindetagspräsident Roger Kehle.

Hinter dem Forum Energiedialog stehen die Darmstädter Kommunikationsbüros team ewen und genius gmbh. Vorausgegangen war Ende 2015 eine europaweite Ausschreibung. Unterstützt werden sie von den Kompetenzzentren Energie an den Regierungspräsidien des Landes. Im Haushalt des Umweltministeriums sind bis Ende 2018 knapp 2,5 Millionen Euro für das „Forum Energiedialog“ eingeplant.

Untersteller machte deutlich, dass sich der Erfolg des „Forum Energiedialog“ nicht an der Zahl gebauter Windräder messe. Es gehe vor allem darum, einen Prozess zu gestalten, in dem sich alle Beteiligten ernst genommen fühlten und mit ihren Fragen, Bedenken und Hoffnungen wiederfänden: „Natürlich wollen wir Anlagen zur Erzeugung erneuerbaren Stroms und erneuerbarer Wärme, das ist kein Geheimnis. Aber der Weg zum Ziel ist uns auch wichtig. Das „Forum Energiedialog“ kümmert sich um den Weg, das ist seine Aufgabe.“
 
 



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369 370 371 372 373 


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