oekoplus - Freiburg
Samstag, 16. Februar 2019
  --- Besuchen Sie unser neues Informationsportal wodsch.de
Uhr
  •  


Verschiedenes

 
Walderlebnis Wonnhalde
Das Waldhaus verleiht vier clevere kleine RucksĂ€cke fĂŒr Nachwuchsforscher

Der Freiburger Stadtwald ist ein Eldorado fĂŒr Nachwuchsforscher.
Wer ihn auf eigene Faust erkunden möchte, kann beim Waldhaus
einen kleinen Forscherrucksack leihen. Dieses neue Angebot fĂŒr
Kinder ist ab sofort und kostenlos erhÀltlich. Die vier RucksÀckchen
enthalten allerlei Werkzeug, das Waldforscher gut brauchen können
– von Keschern ĂŒber Lupen und Karten bis zu Taschenmessern.
Außerdem finden sie darin kleine ForschungsauftrĂ€ge, BroschĂŒren
und Anregungen zu Spielen im Wald.

Neu ist auch eine Hinweistafel neben dem Waldhaus. Sie informiert
Jung und Alt ĂŒber alle Angebote im „Walderlebnis Wonnhalde“. Ihre
Übersichtskarte enthĂ€lt zum Beispiel das Stadtwald-Arboretum, den
Pilzlehrpfad „Mycelium“ und den Waldmenschen-Skulpturenpfad und
zeigt den Weg zum höchsten Baum Deutschlands, der 65 Meter
hohen Douglasie namens „Waldtraud vom MĂŒhlwald“.

An Sonn- und Feiertagen hÀlt das Waldhaus-Café leckere regionale
Speisen und GetrĂ€nke fĂŒr hungrige Wanderer und Forscher bereit.
Das Waldhaus ist dienstags bis freitags von 10-17 Uhr und sonnund
feiertags von 12-17 Uhr geöffnet.
 
 

 
NABU fordert 500 Mio. Euro mehr EU-Agrargelder
Jetzt in Umwelt-, Klima- und Tierschutz investieren

VerbÀnde fordern von der Bundesregierung Umschichtung von Geldern der 1. in die 2. SÀule der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik

FĂŒr Leistungen von Landwirten im Umwelt-, GewĂ€sser-, Klima- und Tierschutz fehlt das Geld. BÖLW, BDEW, Greenpeace, NABU und WWF fordern die Bundesregierung deshalb auf, 15 Prozent der EU-Agrarsubventionen von der allgemeinen FlĂ€chenförderung (1. SĂ€ule) in den Topf fĂŒr Umwelt, Tier- und Klimaschutz (2. SĂ€ule) umzuschichten. Bisher nutzt Deutschland diesen Spielraum nicht aus und widmet nur 4,5 Prozent der Agrargelder um. Deshalb kann aktuell fĂŒr Umwelt- und Tierschutz sogar weniger investiert werden als vor der letzten EU-Agrarreform.

WĂŒrde die Bundesregierung jetzt die vollen möglichen 15 Prozent verlagern, stĂŒnden den heimischen Landwirten, die sich fĂŒr ihre Tiere und die Umwelt einsetzen, ab 2019 jĂ€hrlich rund 500 Mio. Euro zusĂ€tzlich zur VerfĂŒgung. Entscheidend bei der Umschichtung ist, dass das Geld zweckgebunden in Höfe investiert wird, die sich fĂŒr Öko-Landbau, Agrarumweltmaßnahmen, GewĂ€sser-, Klima- und Tierschutz engagieren.

Ein weiteres Plus der Umschichtung: Die neuen Mittel in der 2. SĂ€ule werden zu 100 Prozent von der EU finanziert. Mit ĂŒber 500 Mio. Euro können Bund und LĂ€nder neue SpielrĂ€ume fĂŒr eine umwelt- und tiergerechte Landwirtschaft nutzen, ohne einen Cent selbst zahlen zu mĂŒssen.

Wenn sich die Bundesregierung der weiteren Umschichtung verweigert, wĂŒrde in den BundeslĂ€ndern der finanzielle Spielraum fĂŒr dringend notwendige Umweltmaßnahmen fehlen – die Unterfinanzierung zeigt sich bereits heute: In einigen BundeslĂ€ndern mussten wichtige Umweltprogramme wegen leerer Kassen gestoppt werden. Ohne zusĂ€tzliche Agrargelder ist auch absehbar, dass deutsche und europĂ€ische Umwelt-, Klima- und Nachhaltigkeitsziele nicht erreicht werden können. Das Greening, mit dem Umweltschutz in der 1. SĂ€ule erreicht werden soll, ist ineffizient und genĂŒgt fĂŒr die Ökologisierung der Landwirtschaft nicht.


Das sagen die VerbÀndevertreter:

Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW)
„Wir brauchen mehr Investitionen fĂŒr den Umbau der Landwirtschaft und nicht weniger. Jeder konventionelle Landwirt, der Bio als Chance fĂŒr seinen Betrieb sieht, sollte fĂŒr seine Leistungen beim GewĂ€sser-, Klima- und Artenschutz auch honoriert werden.“

Martin Weyand, BDEW-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Wasser/Abwasser
„Es sind mehr Anstrengungen im GewĂ€sserschutz notwendig. Landwirte, die keine chemisch-synthetischen Pestizide verwenden und NĂ€hrstoffĂŒberschĂŒsse vermeiden, sollten honoriert werden.“

Martin Hofstetter, Political Advisor Greenpeace
„Das Artensterben in der Kulturlandschaft hat dramatische Ausmaße angenommen. Es mĂŒssen viel mehr Agrargelder gezielt fĂŒr Umweltprogramme eingesetzt werden, um diejenigen Landwirte zu unterstĂŒtzen, die aktiv fĂŒr mehr Artenvielfalt sorgen.“

Olaf Tschimpke, NABU-PrÀsident
„Das Greening ist weder effektiv noch effizient. Statt Steuergelder aus BrĂŒssel wie bisher mit der Gießkanne zu verteilen, sollten sie dazu genutzt werden, die Leistungen der Landwirte zum Schutz und zur Pflege wertvoller GemeingĂŒter wie Boden, Wasser oder biologische Vielfalt zielgerichtet und angemessen zu honorieren.“

Martina Fleckenstein, Leiterin Landwirtschaft WWF Deutschland
„Die industrielle Landwirtschaft verursacht Artenschwund, Bodenerosion und belastet unsere GewĂ€sser und das Klima. Eine Reform der EU-Agrarpolitik ist ĂŒberfĂ€llig. Deutschland braucht eine Landwirtschaft, die gesunde Lebensmittel erzeugt, Artenreichtum erhĂ€lt und verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen fördert und fordert.“
Mehr
 

 
Karlsruhe: Äpfel und Birnen vom "eigenen" Baum
Liegenschaftsamt versteigert ObstertrÀge in Daxlanden, Knielingen und Hohenwettersbach / Keine Versteigerung in Hagsfeld

AlljĂ€hrlich versteigert das Liegenschaftsamt Obst von stadteigenen BĂ€umen. Interessierte können in diesem SpĂ€tsommer in drei Stadtteilen Äpfel und Birnen zum SelbstpflĂŒcken ersteigern, 2016 allerdings nicht in Hagsfeld. Die wenigen Birnen, die dort dieses Jahr anfallen, gehen zu großen Teilen an die Parzivalschule oder werden von den FeldhĂŒtern direkt vermarktet.

Zum ersten Versteigerungstermin trifft man sich am Freitag, 2. September, um 13 Uhr in Daxlanden auf dem Parkplatz der GaststĂ€tte "An den Saumseen" im Saumweg. Treffpunkt fĂŒr die Versteigerung in Knielingen ist am Dienstag, 6. September, ebenfalls um 13 Uhr, der Parkplatz vor dem Kleingartenverein "Am Kastanienbaum" am Ende der Wikingerstraße. Ebenfalls fĂŒr 13 Uhr angesetzt ist die Versteigerung in Hohenwettersbach. Wer in dem Höhenstadtteil Äpfel oder Birnen ernten möchte, kommt am Mittwoch, 7. September, zum Gewann Rehbuckel.
 
 

 
NABU zieht Bilanz
590.000 Mitglieder und Förderer unterstĂŒtzen Verband beim Einsatz fĂŒr die Natur

Kampf gegen Artensterben bleibt grĂ¶ĂŸte Herausforderung - Energiewende in Deutschland naturvertrĂ€glich umsetzen

Trotz vieler globaler Krisen war das Jahr 2015 mit dem Pariser KlimaschutzĂŒbereinkommen und der Verabschiedung weltweiter Nachhaltigkeitsziele ein entscheidendes fĂŒr den Umweltschutz. Der NABU engagierte sich mit zahlreichen Projekten fĂŒr den Schutz von LebensrĂ€umen, Arten und Umwelt und machte öffentlich deutlich, dass an ambitionierten Klimazielen, dem Stopp des Artenverlustes und einer nachhaltigen Wirtschaftsweise kein Weg vorbei fĂŒhrt. In diesem Engagement konnte Deutschlands grĂ¶ĂŸter Umweltverband auch im vergangenen Jahr auf eine breite UnterstĂŒtzung aus der Bevölkerung bauen und seine positive Entwicklung fortsetzen.

590.000 Mitglieder und Förderer unterstĂŒtzten den NABU, inklusive seines bayerischen Partners, Landesbund fĂŒr Vogelschutz (LBV), im Jahr 2015 beim Einsatz fĂŒr Natur und Umwelt. Dies waren rund 30.000 mehr als im Vorjahr, wie der NABU anlĂ€sslich der Veröffentlichung seines Jahresberichtes mitteilte. Positiv fiel auch die Entwicklung der Einnahmen aus: So verzeichnete der NABU im Jahr 2015 GesamtertrĂ€ge von 38 Millionen Euro und damit einen Zuwachs von fast zehn Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr. Mit ihnen konnten die NaturschĂŒtzer zahlreiche konkrete Projekte fĂŒr den Natur- und Umweltschutz im In- und Ausland umsetzen.

Das finanzielle und ideelle RĂŒckgrat des NABU bleiben weiterhin seine Mitglieder, ihre BeitrĂ€ge machen fast 50 Prozent der Gesamteinnahmen aus. Erfreulich viele Menschen wollten 2015 auch fĂŒr den Erhalt der Natur spenden: Mehr als 6,4 Millionen Euro gingen dem NABU aus Spenden zu, weitere 1,8 Millionen Euro aus Erbschaften.

Wichtigste Basis des NABU bleibt die ehrenamtliche Naturschutzarbeit vor Ort. In mehr als 2.000 Orts- und Kreisgruppen setzten sich insgesamt 37.000 NABU-Mitglieder aktiv fĂŒr die Natur ein und leisteten dabei rund 2,5 Millionen Stunden ehrenamtliche Arbeit. „Mit seinen Aktiven prĂ€gt der NABU vielerorts in Deutschland den Naturschutz, ganz nach dem Motto ‚Wir sind, was wir tun‘. Es freut uns sehr, dass uns bei dieser wichtigen Aufgabe immer mehr Menschen unterstĂŒtzen wollen. Das zeigt auch den wachsenden Stellenwert des Naturschutzes in der Bevölkerung, der in Teilen der Politik bislang leider noch nicht ausreichend angekommen ist. Mit dem RĂŒckenwind von bald 600.000 Mitgliedern werden wir auch weiter die großen Herausforderungen fĂŒr Natur und Umwelt angehen“, sagte NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.

Als eines der wichtigen Ziele bezeichnete der NABU-PrĂ€sident das Engagement gegen den Verlust an biologischer Vielfalt. Wie enorm die Herausforderungen hier seien, zeige allein der Blick auf die von Jahr zu Jahr lĂ€nger werdenden Roten Listen. So galten 2015 von den weltweit 79.800 untersuchten Tieren und Pflanzen mehr als 23.000 als vom Aussterben bedroht – das ist fast jede dritte Art. Auch der Artenschutzreport fĂŒr Deutschland offenbarte 2015 Verheerendes: Rund 30 Prozent der hierzulande vorkommenden Tier-, Pilz- und Pflanzenarten sind in ihrem Bestand gefĂ€hrdet. FĂŒr zahlreiche von ihnen konnte der NABU 2015 konkrete Erfolge erzielen: etwa fĂŒr stark gefĂ€hrdete WiesenbrĂŒter wie den Großen Brachvogel oder Kiebitz oder den Erhalt wichtiger LebensrĂ€ume wie das Moor.

Als eine der drĂ€ngendsten Aufgaben fĂŒr Deutschland und Europa nannte der NABU-PrĂ€sident die Neuausrichtung der Landwirtschaft. „Wir mĂŒssen hin zu einer nachhaltigeren und naturvertrĂ€glicheren Landwirtschaft, die Naturschutzleistungen angemessen honoriert“, so Tschimpke. Der NABU fordert seit Langem eine grundlegende Reform der EU-Agrarpolitik, mit einem deutlich höheren Einsatz fĂŒr die BiodiversitĂ€t und Umwelt vonseiten der Landwirtschaft sowie einer besseren Finanzierung von Naturschutzmaßnahmen. Im Zuge seines Einsatzes fĂŒr eine Agrarwende brachte der NABU im vergangenen Jahr in einer Protestaktion auch zahlreiche BaumĂ€rkte dazu, Glyphosat aus ihrem Sortiment zu nehmen.

Deutlichen Verbesserungsbedarf sieht der NABU auch in der Klima- und Energiepolitik. Die NaturvertrĂ€glichkeit mĂŒsse bei der Umsetzung der Energiewende stĂ€rker in den Fokus rĂŒcken, vor allem auch bei den Planungen vor Ort, forderte der NABU. „Wir sind davon ĂŒberzeugt, dass grundsĂ€tzlich die Ausbauziele durch die Auswahl von Standorten mit geringem Artenschutzkonfliktpotenzial erreichbar sind“, so Tschimpke. Auch bei der nationalen Umsetzung des in Paris beschlossenen Ziels, die globale ErderwĂ€rmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, mĂŒsse die Bundesregierung dringend konkrete Maßnahmen einleiten.

Mit großer Erwartung blickt der NABU auf die Entscheidung der EU-Kommission zur Zukunft der EU-Naturschutzrichtlinien, die fĂŒr diesen Herbst angekĂŒndigt ist. 2015 hatte die EU-Kommission die bis heute Ă€ußerst erfolgreichen Naturschutzrichtlinien zur Debatte gestellt. Unter dem Deckmantel einer „EntbĂŒrokatisierung“ wollte sie die EU-Vogelschutz- und Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) mit einem so genannten „Fitness-Check“ ĂŒberprĂŒfen und womöglich aufweichen. Der NABU mobilisierte gemeinsam mit weiteren VerbĂ€nden mehr als eine halbe Million Menschen, sich an der öffentlichen Konsultation zu beteiligen. Dies war die grĂ¶ĂŸte jemals erzielte Beteiligung an einer solchen EU-BĂŒrgerbefragung. Über 90 Prozent aller Teilnehmenden erteilten den PlĂ€nen der Kommission eine klare Absage und plĂ€dierten fĂŒr den Erhalt der Richtlinien. Mit Erfolg: 17 EU-Umweltminister und die große Mehrheit der Abgeordneten im EU-Parlament sprachen sich inzwischen gegen die PlĂ€ne aus. Inzwischen kommt die EU-Kommission in einer im Juli 2016 veröffentlichten Studie selbst zu dem Schluss: Die FFH- und Vogelschutzrichtlinien sind bis heute wirksam, modern, effizient und notwendig.

Die eigenstĂ€ndige RĂŒckkehr des Wolfes bleibt eine der großen Erfolgsgeschichten des Naturschutzes. Deutschland feierte 2015 ein JubilĂ€um: 15 Jahre zuvor kamen die ersten Tiere eigenstĂ€ndig aus Polen nach Deutschland zurĂŒck. FĂŒr den NABU ebenfalls ein Grund auf erfolgreiche zehn Jahre im NABU-Projekt „Willkommen Wolf!“ sowie auf fĂŒnf Jahre ehrenamtliche Arbeit seiner Wolfsbotschafter zurĂŒckzublicken. Heute leben rund 40 Wolfsfamilien in der Bundesrepublik. „Unserem Ziel, ein konfliktarmes Miteinander von Wolf und Mensch zu ermöglichen, sind wir einen großen Schritt nĂ€her gekommen“, sagte Tschimpke. Dies zeigte sich auch in einer reprĂ€sentativen Forsa-Umfrage des NABU: So findet es die große Mehrheit der BundesbĂŒrger (80 Prozent) erfreulich, dass der Wolf wieder Bestandteil unserer Natur und Landschaft ist.

2015 konnte der NABU auf der Bundesgartenschau auch sein europaweit einmaliges Fluss-Renaturierungsprojekt an der Unteren Havel mehr als 100.000 Menschen vor Ort zeigen. Seit elf Jahren lĂ€sst der NABU den Fluss wieder lebendig und naturnah werden – ein Mammutprojekt, das 2015 bundesweit im Fokus stand.

Auch international hat der NABU seine AktivitĂ€ten weiter verstĂ€rkt. In rund 20 LĂ€ndern setzte er 2015 Projekte um. In Indien konnte sich die Tigerpopulation im Valmiki-Reservat am Fuße des Himalaya dank Natur- und Artenschutzmaßnahmen mit UnterstĂŒtzung des NABU fast verdreifachen. Durch diesen Erfolg leistete der NABU einen entscheidenden Beitrag zu dem Ziel, die Zahl der wildlebenden Tiger bis 2022 zu verdoppeln. Äthiopiens grĂ¶ĂŸter SĂŒĂŸwassersee und Überwinterungsgebiet von Zehntausenden Zugvögeln, der Tanasee, wurde dank des NABU in das UNESCO-Weltnetz der BiosphĂ€renreservate aufgenommen. Inzwischen betreut der NABU alle vier BiosphĂ€renreservate in Äthiopien.
Mehr
 

UmweltstaatssekretÀr Dr. Baumann fÀhrt auf die Gondel einer Windturbine
Nach der Gondelauffahrt mit StaatssekretÀr Dr. Baumann in der Mitte (mit Helm)
 
UmweltstaatssekretÀr Dr. Baumann fÀhrt auf die Gondel einer Windturbine
Am Mittwoch, 17. August 2016 lud der Bundesverband WindEnergie (BWE)
Landesverband Baden-WĂŒrttemberg den neuen StaatssekretĂ€r im
Landesministeriums fĂŒr Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, Dr. Andre
Baumann zu einem FachgesprĂ€ch ĂŒber die Rotmilan-Dichtezentren sowie
einer anschließenden Gondelauffahrt nach Freiamt/Kreis Emmendingen ein.

25 Projektierer von Windkraftanlagen aus ganz Baden-WĂŒrttemberg trafen
sich in Freiamt zu einem FachgesprÀch mit StaatssekretÀr Dr. Andre Baumann,
um sehr konstruktiv die beachtlichen Behinderungen des Windkraftausbaus
durch die steigende Populationsdichte des Rotmilans zu besprechen.
Eine kleine Umfrage bei den Projektierern ergab, dass 33 große Wind-
turbinen mit einer Leistung von 100 MegaWatt zur Zeit nicht gebaut
werden dĂŒrfen. Dadurch wird die Stromerzeugung fĂŒr ĂŒber 300.000
Einwohner mit einem Investitionsvolumen von ĂŒber 150 Mio. Euro
verhindert.
Der BWE sprach sich fĂŒr eine Flexibilisierung bei der Genehmigung und dem
Ersatz kleiner Àlterer Windturbinen durch neue leistungsfÀhige und auch
höherer Windturbinen aus, welche eine geringere GefĂ€hrdung fĂŒr die
Greifvögel darstellen.

Bei der anschließenden Gondelauffahrt auf eine 186 m hohen Windturbine
auf dem " TĂ€nnlebĂŒhl" in Freiamt/Gutach betonte StaatssekretĂ€r Dr. Baumann
den Einsatz fĂŒr die Energiewende mit Windturbinen im Land auch gegen die
Blockadepolitik von Bundeswirtschaftsminister Gabriel.
Die TĂ€nnlebĂŒhl-Windturbine, welche 108 BĂŒrger aus Freiamt und Umgebung
finanziert haben produziert elektrischen Strom fĂŒr 2000 Haushalte.
Beeindruckend waren die von GeschĂ€ftsfĂŒhrer Andreas Markowsky vorgestellten
Ausgleichsmassnahmen fĂŒr den Naturschutz: Pflanzung von 2000 Gehölzen,
zeitliche Abschaltungen fĂŒr den Rotmilan und auch fĂŒr die FledermĂ€use.


 
 

ÖKO-TEST Zahncremes
 
ÖKO-TEST Zahncremes
Reizendes fĂŒr die ZĂ€hne

In der aktuellen August-Ausgabe hat ÖKO-TEST Zahncremes, darunter auch sieben Naturkosmetikprodukte, unter die Lupe genommen. Die gute Nachricht ist: Viele davon kann das Verbrauchermagazin empfehlen. Es gibt aber auch „ungenĂŒgende“ oder „mangelhafte“ Produkte, die Schadstoffe wie etwa ein aggressives Tensid enthalten oder auf notwendiges Fluorid verzichten.

Von den 38 Zahncremes, die ÖKO-TEST ins Labor geschickt hat, erhielten 19 Produkte das Testergebnis „sehr gut“. Darunter sind nicht nur Naturkosmetikprodukte, sondern auch ein Großteil preiswerter Zahncremes. Allerdings sind auch 13 Marken im Test, von denen das Verbrauchermagazin nur abraten kann. Der Grund dafĂŒr ist unter anderem, dass manche von ihnen kein Fluorid enthalten. Der Wirkstoff ist aber notwendig, weil er den ZĂ€hnen hilft, verlorene Mineralstoffe zurĂŒckzugewinnen. Das ist wissenschaftlich belegt. Einige Produkte setzen stattdessen auf Xylitol, ein SĂŒĂŸungsmittel, dem eine kariesprophylaktische Wirkung zugeschrieben wird. Allerdings gibt es keine brauchbaren Studien, die belegen, dass solche Zahncremes tatsĂ€chlich effektiv Karies vorbeugen.

Weitere Kritikpunkte von ÖKO-TEST sind: Zwar sollten Zahncremes schĂ€umen, damit Essensreste und Zahnbelag besser abtransportiert werden können. Leider verwenden jedoch manche Produkte hierfĂŒr ein aggressives Tensid, das empfindliche SchleimhĂ€ute reizen kann. In einigen Produkten stecken zudem bedenkliche und/oder umstrittene Schadstoffe wie Parabene als Konservierer oder PEG/PEG-Derivate, die die Haut durchlĂ€ssiger fĂŒr Fremdstoffe machen können.
Mehr
 

 
Kaninchenpest grassiert in Freiburg
Vor allem Wildkaninchenpopulation auf dem DietenbachgelÀnde betroffen

Hauskaninchen können durch Impfung geschĂŒtzt werden

Das Amt fĂŒr öffentliche Ordnung, das Forstamt und das
Garten- und Tiefbauamt teilen mit, dass momentan in
Freiburgs Wildkaninchenpopulation die Kaninchenpest
grassiert. Besonders betroffen ist die
Wildkaninchenpopulation des DietenbachgelÀndes. Die
Kaninchenpest wird durch das Myxomatosevirus, das zu
den Pockenviren gehört, ausgelöst. Die Viruserkrankung tritt
fast ausschließlich bei Wild- und nicht geimpften
Hauskaninchen auf. Feldhasen stecken sich nur
ausnahmsweise an. FĂŒr Menschen und andere Haustiere
besteht keine Ansteckungsgefahr.

Die Myxomatose stammt aus SĂŒdamerika und wurde zu
Beginn der fĂŒnziger Jahre absichtlich nach Frankreich
eingeschleppt, um Wildkaninchen zu bekÀmpfen. Sie
breitete sich rasant in SĂŒd- und Mitteleuropa aus und hĂ€lt
sich seitdem als bodenstÀndige Seuche in der
Wildkaninchenpopulation. Die wichtigste ÜbertrĂ€gerrolle auf
Kaninchen spielen blutsaugende StechmĂŒcken. Die
natĂŒrliche Folge dieser Ansteckungskette ist, dass das
Infektionsrisiko mit den witterungsabhÀngigen
Schwankungen hinsichtlich der InsektenaktivitÀt
zusammenhÀngt und in der warmen Jahreszeit besonders
hoch ist. Die Krankheit kann sich auch durch den
Kaninchenfloh oder durch Kontakt der Kaninchen
untereinander verbreiten.

In einem Zeitraum von drei bis neun Tagen nach der
Ansteckung treten die typischen Symptome der
Myxomatose auf: Die Augenlider entzĂŒnden sich und
werden gerötet, sie schwellen an und fangen an zu trÀnen.
SpÀter wird dann Eiter abgesondert, so dass sie verkleben
und das Tier erblindet. Die Nase, Mund, Ohren und
Genitalien schwellen an. In der Endphase verweigern die
Tiere die Futter- und Wasseraufnahme. Vor allem auf den
Ohren sind deutlich knotige VerÀnderungen der Haut und
Unterhaut zu sehen.

Die aggressive Form der Myxomatose fĂŒhrt bei etwa 80 bis
90 Prozent der erkrankten Kaninchen nach 10 bis 14 Tagen
zum Tode. Die Myxomatose ist nicht heilbar. FĂŒr erkrankte
Tiere gibt es keine spezielle Behandlung. ĂŒberlebt ein Tier,
ĂŒbertrĂ€gt es auch noch Monate nach der Erkrankung das
Virus. HauskaninchenbestÀnde können durch eine
regelmĂ€ĂŸige Schutzimpfung mit einem abgeschwĂ€chten
Lebendimpfstoff vor der Einschleppung der Krankheit
geschĂŒtzt werden.

Die stĂ€dtische VeterinĂ€rbehörde im Amt fĂŒr öffentliche
Ordnung rÀt daher, ein erkranktes oder totes Tier nicht
anfassen oder einfangen. Auch sind Behandlungsversuche
zwecklos. Das Forstamt sowie das Garten- und Tiefbauamt
werden in den nÀchsten Wochen die von der Seuche
betroffenen Gebiete nach verendeten Tieren absuchen und
sie entfernen. Ein Fund toter Tiere kann beim Forstamt
unter der Telefonnummer 0761 / 201-4799 gemeldet
werden. Weiter wird geraten, Hunde im Dietenbachpark
nicht von der Leine zu lassen, erkrankte Kaninchen werden
sonst ein leichtes Opfer.
 
 

 
Wohin fließt ihr Regenwasser?
Befragung zum Umgang mit Regenwasser ab Montag, 12. September.

Regenwasser, ein Thema von GartenbewÀsserung bis
Überschwemmung. Ab Montag, den 12. September, befragt
die UniversitĂ€t Freiburg, Professur fĂŒr Humangeographie, die
BĂŒrgerinnen und BĂŒrger der Stadt Freiburg zum Umgang mit
Regenwasser. Die Befragung findet im Rahmen des
Forschungsverbundprojekts „Wasserhaushalt
siedlungsgeprĂ€gter GewĂ€sser“ (WaSiG) statt, in welches das
Umweltschutzamt der Stadt Freiburg eingebunden ist. Dazu
bekommen 6.000 Personen in Freiburg einen gedruckten
Fragebogen in ihren Briefkasten. Die Fragen beziehen sich
auf den Umgang mit Regenwasser in seinen verschieden
Formen. Sie reichen von klassischer Ableitung bis zu
DachbegrĂŒnung und Versickerungsvarianten. Ziel der
Befragung ist es, Informationen zu den Erfahrungen der
BĂŒrgerinnen und BĂŒrger mit verschiedenen
Regenwasseranlagen zu erhalten. Die Teilnahme an der
Befragung ist freiwillig und anonym. Es ist eine Möglichkeit
der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, ihre Interessen kundzutun.

Mitmachen, mitwirken und gewinnen. Die Ergebnisse gehen
in die aktuelle Diskussion zur Gestaltung bestehender und
neuer Stadtquartiere und FreirÀume ein. ZusÀtzlich gibt es die
Möglichkeit, an einer Verlosung mitzumachen. Gewinnen
kann man einen von zehn Einkaufsgutscheinen im Wert von
50 Euro.

RĂŒckfragen beantwortet die Humangeographie an der
UniversitÀt Freiburg. Tel.: 0176-72583259 (Mo.-Fr. 11-16 Uhr)
E-Mail: wasig@geographie.uni-freiburg.de


Weitere Informationen zu Regenwasseranlagen beim
Umweltschutzamt, Frau Lange, Tel.: 0761 / 201-6164
E-Mail: birgit.lange@stadt.freiburg.de
 
 



Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 
24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 
47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 
70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 
93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 
116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 
139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 
162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 
185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 
208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 
231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 
254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 
277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 
300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 
323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 335 336 337 338 339 340 341 342 343 344 345 
346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 358 359 360 361 362 363 364 365 366 367 


Copyright 2010 - 2019 Benjamin Jäger