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Freitag, 23. August 2019
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Verschiedenes

 
NABU zieht Bilanz zur CITES-Konferenz
Besserer Schutz fĂŒr Haie, Rochen, Schuppentiere und Perlboote - Verlierer sind Löwen und Elefanten

Insgesamt bewertet der NABU die Ergebnisse der am heutigen Dienstag in Johannesburg zu Ende gegangenen 17. CITES-Konferenz positiv, fĂŒr den Löwen und Afrikanischen Elefanten hĂ€tte sich der NABU jedoch noch strengere HandelsbeschrĂ€nkungen gewĂŒnscht. Viele Arten wie der kaukasische Steinbock, die Pangoline, der Berberaffe, der Graupapagei, verschiedene ChamĂ€leon-und Gecko-Arten sowie Seiden-, Fuchshai, Mobularochen und Perlboote können sich ab jetzt ĂŒber einen besseren Schutzstatus freuen. Auch der Wanderfalke darf, genauso wie das Horn des Rhinozeros, kĂŒnftig nicht gehandelt werden. Aber es gibt auch Verlierer in Johannesburg: Die vom NABU erhoffte Hochstufung fĂŒr Löwen auf Anhang I des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) ist genauso ausgeblieben wie der höchste Schutzstatus fĂŒr die Afrikanischen Elefanten.

Pangoline, auch Schuppen- oder Tannenzapfentiere genannt, sind die am hĂ€ufigsten illegal gehandelten SĂ€ugetiere der Welt. Um die vier asiatischen und die vier afrikanischen Arten steht es schlecht – ihre Schuppen und ihr Fleisch werden in der traditionellen chinesischen Medizin eingesetzt. Mit der Anhang-I-Listung haben die Delegierten der CITES-Konferenz jetzt einen internationalen Handelstopp fĂŒr diese scheuen Tiere verhĂ€ngt. Auch der Graupapagei kann sich ĂŒber eine bessere Zukunft freuen: Der wegen seines Sprachtalents auch bei deutschen Haltern sehr beliebte Vogel darf nicht mehr international gehandelt werden. „Eine der grĂ¶ĂŸten Bedrohungen fĂŒr diese Art waren die Wildentnahmen. Diese Vögel sind extrem sensibel, bis zu 60 Prozent sterben, noch bevor sie die Reise in ferne LĂ€nder antreten. Damit ist Schluss. Ab jetzt können Graupapagei-Liebhaber nur noch Tiere aus Nachzuchten kaufen“, so Heike Finke, NABU-PrĂ€sidiumsmitglied und Expertin fĂŒr internationalen Artenschutz im NABU in Johannesburg.

Anlass zur Freude gab auch das weiterhin bestehende internationale Handelsverbot des Wanderfalken. Kanada hatte einen Antrag gestellt, den Wanderfalken, der 1971 der erste vom NABU ausgerufene „Vogel des Jahres“ war, von Anhang I auf Anhang II des Washingtoner Artenschutzabkommens herabzustufen. Der NABU hatte diese Entwicklung mit Sorge beobachtet, denn die illegalen Entnahmen aus Nestern und der internationale Schmuggel mit Eiern und Jungtieren ist nach wie vor ein Problem. Mit ihrem „Nein“ zu diesem Antrag haben die Delegierten des Washingtoner ArtenschutzĂŒbereinkommens ein klares Zeichen gesetzt. Wie auch beim Handel mit Rhinozeros-Horn. Swasiland hatte den Antrag gestellt, den Handel mit LagerbestĂ€nden und Horn aus Enthornung wiederaufnehmen zu dĂŒrfen und hat eine deutliche Absage bekommen. „Wir sind sehr glĂŒcklich ĂŒber diese Entscheidung. WĂ€re der Handel wieder erlaubt worden, hĂ€tte das die Nashorn-Wilderei nur noch weiter befeuert, was der Todesstoß fĂŒr die so bedrohten Nashörner hĂ€tte sein können“, so Finke weiter. Weltweit gibt es nur noch knapp 30.000 Tiere.

Mehr Schutz gibt es kĂŒnftig auch fĂŒr den Seidenhai, die Fuchshaie und die Teufelsrochen – sie alle sind auf der Konferenz auf Anhang-II von CITES geschwommen. Ab jetzt wird es strenge Handelskontrollen fĂŒr diese Fische geben. Schon auf der letzten Konferenz in Bangkok 2013 haben sich die Mitglieder der CITES-Konferenz fĂŒr fĂŒnf Hai- und eine Rochenart stark gemacht. „Es sieht beinahe so aus, als wĂŒrde sich hier die so dringend notwendige Trendwende abzeichnen. Die PlĂŒnderung der Meere muss ein Ende haben – das sehen wohl mittlerweile auch immer mehr Delegierte des Washingtoner ArtenschutzĂŒbereinkommens so. Das stimmt uns sehr zuversichtlich “, so Claudia Praxmayer, internationale Artenschutzexpertin im NABU.

Doch es gibt nicht nur Gewinner in Johannesburg. Den Afrikanischen Löwen und den Afrikanischen Elefanten wurde eine Anhang-I -Listung unter CITES verwehrt. Bei den Löwen hat sich die Konferenz zu einem Kompromiss durchgerungen. Satt eines vollstĂ€ndigen Handelsverbotes wurde nur der kommerzielle Handel mit Löwenknochen, die von freilebenden Tieren stammen, verboten. FĂŒr gezĂŒchtete Löwen muss SĂŒdafrika dafĂŒr nur eine Exportquote festlegen. Woher die Knochen stammen? Aus sogenannten „Captive Breeding Farms“, die Löwen oft nur zum Zweck des „canned huntings“ (Gatterjagd) zĂŒchten.

Die Ergebnisse bei den Verhandlungen zu den Elefanten hĂ€tten deutlicher ausgehen können. Zwar wurde der Antrag von Namibia und Zimbabwe, wieder mit Elfenbein handeln zu dĂŒrfen, abgeschmettert, aber die Hochlistung aller Elefantenpopulationen Afrikas auf Anhang I scheiterte. Leider hat hier die EU eine unrĂŒhmliche Rolle gespielt und den Antrag der afrikanischen LĂ€nder nicht unterstĂŒtzt. „Es wĂ€re so wichtig gewesen mit der höchsten Schutzkategorie fĂŒr alle afrikanischen Elefanten ein starkes Signal in die Welt und vor allem an die Wilderer, Schmuggler und KĂ€ufer da draußen zu schicken. Vor allem, nachdem der neueste Zensus enthĂŒllt hat, wie schlecht es tatsĂ€chlich um die grauen Riesen steht. Nur noch 350.000 Elefanten ziehen durch Afrika und damit deutlich weniger, als bisher angenommen wurde“, so Finke. Ein kleiner Trost bleibt: Die CITES-Konferenz hat aufgerufen, alle nationalen ElfenbeinmĂ€rkte zu schließen.
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NABU: Amselsterben breitet sich aus
Über 600 VerdachtsfĂ€lle in knapp zwei Wochen - NABU ruft Bevölkerung weiter zur Mithilfe auf


In Deutschland gibt es nach 2011 und 2012 wieder ein Vogelsterben, das durch das von StechmĂŒcken ĂŒbertragene tropische Usutu-Virus ausgelöst wird. Zahlreiche Meldungen toter Vögel und Ergebnisse von Virenforschern bestĂ€tigen eine Ausweitung des Ausbruchsgebiets. Vor allem Amseln sind betroffen. Vor zwei Wochen hatte der NABU die Bevölkerung erneut um Mithilfe gebeten, erkrankte oder verendete Vögel ĂŒber ein Online-Formular zu melden (www.nabu.de/usutu-melden ) oder Proben toter Tiere zur Untersuchung an das Bernhard-Nocht-Institut fĂŒr Tropenmedizin (BNI) in Hamburg zu senden. Seit dem 23. September wurden dem NABU 611 Usutu-VerdachtsfĂ€lle aus Deutschland gemeldet – eine bemerkenswert große Zahl im Vergleich zu etwa 400 Meldungen im Herbst 2011 bzw. 1040 Meldungen im gesamten Ausbruchsjahr 2012.

„Die grĂ¶ĂŸte Anzahl von Meldungen kranker und toter Amseln stammt diesmal aus Nordrhein-Westfalen, insbesondere vom Niederrhein und aus dem Raum Aachen. Zahlreiche Meldungen gingen auch aus dem bekannten Ausbruchsgebiet der Jahre 2011 und 2012 ein, nĂ€mlich aus der Region entlang des Rheins von Freiburg bis Köln. Hinzu kommen Meldungen besonders aus dem Raum Leipzig und aus Berlin sowie aus dem Norden Niedersachsens und aus Schleswig-Holstein“, sagte NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann. Ein klareres Bild der tatsĂ€chlichen Verbreitung des Usutu-Virus werde sich ergeben, sobald die aktuell eingegangenen Meldungen ĂŒberprĂŒft wurden, ob es sich um am Usutu-Virus oder aus anderen GrĂŒnden erkrankte oder verstorbene Vögel handelt. „HĂ€ufig werden z.B. auffĂ€llige GefiederverĂ€nderungen, wie kahle Federstellen am Kopf lebender Amseln als Usutu-FĂ€lle gemeldet. Nach derzeitigem Wissen steht dieses PhĂ€nomen jedoch nicht im Zusammenhang mit Usutu-Erkrankungen“, so Lachmann weiter.

Über 20 verstorbene Amseln wurden bisher dem Aufruf des NABU folgend an das Bernhard-Nocht-Institut fĂŒr Tropenmedizin (BNI) in Hamburg zur Untersuchung geschickt. Insgesamt konnten das BNI und andere Labore bereits in mindestens 21 FĂ€llen den Verdacht auf einen Usutu-Befall bestĂ€tigen. Es handelte sich neben 15 Amseln auch um sechs in Gefangenschaft gehaltene BartkĂ€uze. Offensichtlich bestĂ€tigt sich die Beobachtung aus den Ausbruchsjahren 2011 und 2012, dass neben Amseln besonders Eulen von Usutu-Erkrankungen betroffen sind. Alle bestĂ€tigten FĂ€lle stammen wie die meisten Meldungen aus Nordrhein-Westfalen, aus dem frĂŒheren Ausbruchsgebiet entlang des Rheins oder aus dem Raum Leipzig. Auch fĂŒr den Osten der Niederlande und den SĂŒden Belgiens, direkt angrenzend an die bisherigen Brennpunkte in Nordrhein-Westfalen, hĂ€uften sich in den vergangenen Wochen Meldungen und Nachweise am Usutu-Virus verstorbener Amseln.

„Das vermehrte Auftreten von Usutu-Infektionen wurde in diesem Jahr sicherlich durch den Witterungsverlauf begĂŒnstigt. Auf einen milden Winter folgten ein feuchter FrĂŒhsommer und ein trockener und warmer SpĂ€tsommer – ideale Bedingungen fĂŒr StechmĂŒcken“, so Lachmann. Die derzeitigen Ausbruchsgebiete entsprĂ€chen weitgehend den Gebieten mit den höchsten spĂ€tsommerlichen Tagestemperaturen in Deutschland. Das 2010 erstmals in StechmĂŒcken in Deutschland festgestellte tropische Usutu-Virus, löste 2011 und 2012 in Deutschland ein Massensterben unter heimischen Vögeln, darunter vor allem Amseln, aus. Nach einigen Jahren ohne grĂ¶ĂŸere AusbrĂŒche, tritt das Virus 2016 wieder vermehrt auf. Bereits seit Ende Juli gingen Meldungen kranker und kurze Zeit spĂ€ter verstorbener Amseln beim NABU ein. Ab dem 23. September rief der NABU daraufhin zur Online-Meldung entsprechender Beobachtungen auf.

Befallene Vögel wirken offensichtlich krank, werden apathisch und flĂŒchten nicht mehr und sterben meist innerhalb weniger Tage. Fast immer sind es Amseln, bei denen diese Krankheit festgestellt wird, weshalb die Usutu-Epidemie auch als „Amselsterben“ bekannt wurde. Allerdings werden auch andere Vogelarten von diesem Virus befallen und können daran sterben. Das Überwiegen der Amseln lĂ€sst sich zum Teil durch deren HĂ€ufigkeit und NĂ€he zum Menschen erklĂ€ren, was die Wahrscheinlichkeit des Auffindens toter Amseln erhöht. Aber eine besondere Empfindlichkeit dieser Art gegenĂŒber dem Virus ist ebenfalls möglich.
Über die Auswirkungen des neuerlichen Amselsterbens auf den Bestand dieser Art im Ausbruchsgebiet kann zum derzeitigen Zeitpunkt nur spekuliert werden. Die beim letzten Ausbruch lokal stark dezimierten BestĂ€nde hatten sich in den vergangenen vier Jahren wieder langsam erholt. Genauere Aussagen werden aufgrund der Ergebnisse der großen vom NABU veranstalteten GartenvogelzĂ€hlungen möglich sein. Das Virus ist fĂŒr Menschen ungefĂ€hrlich. In ganz Europa konnten bisher erst fĂŒnf Infektionen beim Menschen festgestellt werden, meist bei Personen mit vorgeschĂ€digtem Immunsystem.

Der Ausbruch dieses fĂŒr Deutschland neuen Virus stellt eine einmalige Chance dar, die Ausbreitung und Folgen einer neuen Vogelkrankheit zu verfolgen und zu analysieren. Der NABU arbeitet daher mit Wissenschaftlern des BNI daran, die Ausbreitung des Virus und seine Auswirkungen auf unsere Vogelwelt zu dokumentieren und zu verstehen, um diese neuartige GefĂ€hrdungsursache von Vogelarten auch im Vergleich mit anderen GefĂ€hrdungsursachen beurteilen zu können. Die wichtigste Datengrundlage dazu bilden Meldungen toter und kranker Amseln aus der Bevölkerung, sowie eingeschickte Proben toter Vögel, die auf das Virus untersucht werden können.

Hintergrund
Mit Hilfe einer Internet-Meldeaktion konnte der NABU den Verlauf des Ausbruchs 2011 gut dokumentieren und auswerten. Eine Auswertung der Daten aus den großen wissenschaftlichen Mitmach-Aktionen des NABU „Stunde der Wintervögel (www.stundederwintervoegel.de) und „Stunde der Gartenvögel“ (www.stunde-der-gartenvoegel.de), konnte nachweisen, dass die AmselbestĂ€nde in den damals nachweislich vom Virus betroffenen 21 Landkreisen zwischen 2011 und 2012 merklich zurĂŒckgegangen sind und somit bei einem bundesweiten Gesamtbestand von rund acht Millionen Brutpaaren möglicherweise 300.000 Amseln dem Virus zum Opfer gefallen sein könnten.
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Von Pferden, Pilzen und Booten
Die Termine des Waldhauses im Oktober 2016

Mittwoch, 12. Oktober, 13 bis 17 Uhr
Pilzexkursion: Ohne Pilze kein Wald
Pilze sind ĂŒberall in großer Zahl und Artenvielfalt zu finden. Bei
dieser Waldhaus-Exkursion stehen die Pilze im Mittelpunkt, die den
Teilnehmern je nach Wetterlage mehr oder weniger zahlreich im
Wald begegnen werden. Sie erfahren NĂ€heres zu Lebensweise,
Vorkommen, Speisewert und Giftigkeit einzelner Arten. (Das
Sammeln von Speisepilzen ist nicht Ziel der Veranstaltung.) Bitte
mitbringen: Pilzkorb, Messer, Schreibzeug, ggfs. Fotoapparat und
BestimmungsbĂŒcher. Die Exkursionleiterin Veronika WĂ€hnert ist PilzSachverstĂ€ndige
der DGfM. TN-Beitrag: 12 Euro, Kinder 5 Euro.

Samstag, 15. Oktober, 14 bis 17 Uhr // Anmeldeschluss: 12. Oktober
Die Waldapotheke: Eichelkaffee
FrĂŒher dienten die FrĂŒchte heimischer LaubbĂ€ume wie Eiche, Buche
oder Esskastanie nicht nur der Waldweide von Schweinen und
Rindern. Sie wurden auch von Menschen vielfÀltig genutzt. So galt
Eichelkaffee in Notzeiten als Ersatz fĂŒr echten Kaffee. In diesem
Waldhaus-Kurs erfahren die Teilnehmer, welch positive Wirkung er
auf die Gesundheit haben kann. Wir sammeln und rösten Eicheln
von Stiel- und Traubeneiche und bereiten daraus einen köstlichen
Kaffee. Kursleiterin Martine Schiller ist Gesundheitspraktikerin und
Heilpflanzenexpertin. Teilnahmebeitrag: 18 Euro.

Samstag, 15. Oktober, ganztÀgig // Anmeldeschluss: 12. Oktober
Schnupperkurs: HolzrĂŒcken mit dem Pferd
Außer SensibilitĂ€t im Umgang mit dem Tier, Respekt vor eigenen
Grenzen und einem GespĂŒr fĂŒr die Besonderheit der Situation sind
fĂŒr diesen Waldhaus-Kurs der besonderen Art keine Vorkenntnisse
nötig. Die Teilnehmer werden von JĂŒrgen Duddek angeleitet, der als
ausgewiesener Experte im einspĂ€nnigen HolzrĂŒcken an diesem
Tageskurs in die schonende Waldarbeit mit echter PferdestÀrke
einfĂŒhrt. TN-Beitrag: 99 Euro. Mehr unter www.juergen-duddek.de.

Sonntag, 16. Oktober, 15 bis 17 Uhr
Pilzberatung im Sonntagscafé
WÀhrend der Pilzsaison können Waldbesucher Ihre Funde im
Waldhaus gegen einen Betrag von 3 Euro der Pilzexpertin Veronika
WÀhnert, PilzsachverstÀndige der DGfM, vorlegen und sich beraten
lassen. Beraten wird nur, wenn es witterungsbedingt Pilze gibt.

Sonntag, 16. Oktober, 14 bis 17 Uhr // Anmeldeschluss 11. Oktober
Reise vom Baum zum Wein
Auf einem Spaziergang vom Waldhaus zu den RebflÀchen des
Lorettobergs wird die enge Verbundenheit von Wald und Wein
dargestellt. ZurĂŒck im Waldhaus erfahren die Teilnehmer
Wissenswertes ĂŒber die KĂŒferei und den Einsatz von EichenfĂ€ssern
in der Weinherstellung. Anschließend probieren sie bei einer
Vergleichsverkostung erlesene Weine aus der Region. Ein Imbiss
exklusiver WildspezialitÀten unterstreicht die traditionsreiche
Symbiose von Wald und Wein. Es referieren der Forstwirt Eric Doye
und der Lebensmittelchemiker JĂŒrgen Sigler vom Staatlichen
Weinbauinstitut. TN-Beitrag: 24 Euro inkl. Imbiss und GetrÀnke.

Sonntag, 16. Oktober, 14 bis 18 Uhr // Anmeldeschluss 11. Oktober
Sonntagstour fĂŒr Familien:
Mit Kompass und Karte durch den Wald
Nicht mit GPS sondern mit Karte und Kompass orientieren sich die
Teilnehmer im Wald und lernen auch natĂŒrliche Orientierungshilfen
kennen. Nach einer Einweisung im Waldhaus versuchen sie einen
eigenen Weg zu einem tollen Platz im Stadtwald zu finden. Und
natĂŒrlich finden alle auch zum Waldhaus zurĂŒck. Versprochen! Die
Tour leitet Forstwirt Andreas SchÀfer vom stÀdtischen Forstamt.
Teilnahmebeitrag: 12 Euro, Kinder ab 8 Jahren in Begleitung eines
teilnehmenden Erwachsenen 8 Euro, Familien 30 Euro.

Freitag, 21. Oktober, 18 Uhr
Energie aus Holz: Der Brennholzinfoabend im Waldhaus
Fast 70 Prozent der WĂ€rme aus erneuerbaren Energien in
Deutschland werden mit Holz erzeugt. Experten vom stÀdtischen
Forstamt und vom Umweltschutzamt informieren an diesem
Waldhaus-Abend ĂŒber die Brennholzgewinnung, die Kosten und
ZuschĂŒsse fĂŒr Holzheizungen. Ein regionaler Ofenbauer bringt die
Teilnehmer auf den neuesten Stand in Sachen Holzöfen und -
heizungen. Eintritt frei – freiwillige Spenden kommen der
Umweltbildung mit unbegleiteten minderjĂ€hrigen FlĂŒchtlingen zugute,
ohne Anmeldung.

Sonntag, 23. Oktober, 14 und 16 Uhr
FrÀulein Brehms Tierleben
14 Uhr: Der Wolf – Canis lupus
16 Uhr: Die Rauchschwalbe – Hirundo rustica
Das einzige Theater weltweit fĂŒr heimische bedrohte Tierarten bietet
artgerechte Unterhaltung nicht nur fĂŒr Erwachsene. FrĂ€ulein Brehm
bietet fesselnde TheaterstĂŒcke ĂŒber gefĂ€hrdete Tiere, professionell
inszeniert. Der Eintrittspreis ist relativ, jede/r zahlt so viel er kann,
orientiert am Grundpreis von 9 Euro, fĂŒr Kinder 4,20 Euro. Info und
Kartentelefon: 0761/896 477 10. Mit Familien Card ist der Eintritt frei.

Sonntag, 23. Oktober, 14 bis 18 Uhr // Anmeldeschluss 19. Oktober
Sonntagswerkstatt: Familienbacktag mit „BĂŒschelebinden“
Nachdem der Ofen mit BĂŒschele angeheizt wurde, ziehen die
Teilnehmer los, um Esskastanien zu sammeln, mit denen köstliche
Kastanienbrötchen gebacken werden. WÀhrend der Backzeit werden
Buttermesser geschnitzt. Bitte Schnitz- oder Taschenmesser
mitbringen! Es referieren Markus SchÀfer und Jutta Schulz,
Fachwarte fĂŒr Obst/Gartenbau und Streuobst-PĂ€dagogen. TNBeitrag
inkl. Mahlzeit: 12 Euro, Kinder ab 6 Jahren in Begleitung
eines teilnehmenden Erwachsenen 8 Euro, Familien 25 Euro.

Sonntag, 30. Oktober, 14 bis 18 Uhr // Anmeldeschluss 26. Oktober
Sonntagswerkstatt: GrĂŒnholzschnitzen mit Markus Stickling
Messer ĂŒben auch auf Kinder eine große Anziehungskraft aus. In
diesem Kurs mit dem NaturpÀdagogen Markus Stickling lernen
Kinder und Erwachsene gemeinsam den handwerklichen Gebrauch
von Taschen- und Schnitzmessern von Grund auf. Manchmal
braucht man nur einen Ast und ein Messer, um mit wenigen
Handgriffen kleine GegenstĂ€nde oder Spielzeuge aus GrĂŒnholz zu
schnitzen. Das gemeinsame handwerkliche Tun fördert die Motorik,
Fantasie, Ausdauer, die Zufriedenheit und das Selbstbewusstsein.
Teilnahmebeitrag: 12 Euro, Kinder ab 8 Jahren in Begleitung eines
teilnehmenden Erwachsenen 8 Euro, Familien 30 Euro.

Sonntag, 30. Oktober, 15 bis 17 Uhr
Pilzberatung im Sonntagscafé
WÀhrend der Pilzsaison können Waldbesucher Ihre Funde im
Waldhaus gegen einen Betrag von 3 Euro der Pilzexpertin Veronika
WÀhnert, PilzsachverstÀndige der DGfM, vorlegen und sich beraten
lassen. Beraten wird nur, wenn es witterungsbedingt Pilze gibt.

Montag, 31. Oktober, bis Samstag, 5. November // Anmeldeschluss
18. Oktober 8:15-18 Uhr
Bootsbaukurs – das „Volksboot“ aus Weißtanne
Unter Anleitung des Bootsbauexperten Thomas Grögler bauen die
Teilnehmer mit eigenen HĂ€nden aus Brettern der heimischen
Weißtanne ein universell einsetzbares „Volksboot“. Das von Wyatt
Moore fĂŒr den Lake Caddo in Texas entworfene Boot ist ein schönes
Beispiel fĂŒr Ă€sthetische und funktionale Einfachheit im Bootsbau.
Lediglich zwei rechteckige Bretter bilden durch Verwindung einen
schönen Bootsrumpf. Zum Abschluss des Waldhaus-Kurses wird
eine Probefahrt unternommen. Das ca. 4,80 Meter lange
Weißtannenboot ist hervorragend fĂŒr Angler und JĂ€ger geeignet, ist
autodachtransportfĂ€hig und auch fĂŒr VergnĂŒgungsfahrten mit bis zu
fĂŒnf Personen ideal. Davon können sich Interessierte regelmĂ€ĂŸig auf
den Bootsausfahrten des Waldhauses ĂŒberzeugen.
Thomas Grögler ist Schreiner, Boots- und Möbelbauer und mehrfach
ausgezeichneter Designer. Teilnahmebeitrag inkl. Material: 799 Euro.
Nach dem Motto „ein Boot – ein Preis“ sind Teampartner (Kinder ab
10 Jahren) frei dabei. Am Dienstag, 1. November, findet wegen des
Feiertags kein Kurs statt. Mehr auf www.groegler-atelier.de.


Das Waldhaus öffnet dienstags bis freitags 10 bis 17 Uhr, sonnund
feiertags von 12 bis 17 Uhr. Angebote fĂŒr Schulklassen gibt es
nach Absprache auch ĂŒber die regulĂ€ren Öffnungszeiten hinaus. Info
unter Tel. 0761/89647710 oder www.Waldhaus-freiburg.de.
 
 

 
Freiburg Mehrfachsiegerin beim Papieratlas-StÀdtewettbewerb
Deutschlands Kommunen erreichen neuen Rekord mit Recyclingpapier


Berlin, 11.10.2016 – Die Stadt Freiburg gehört auch 2016 zu den recyclingpapierfreundlichsten
StÀdten Deutschlands und ist damit mehrfache Siegerin im jÀhrlichen StÀdtewettbewerb
Papieratlas. Nun schon zum sechsten Mal in Folge bestÀtigte die Stadt Freiburg ihre herausragenden
Leistungen. Die weiteren Mehrfachsiegerinnen sind Essen, Bonn, Halle (Saale),
Erlangen und GĂŒtersloh. Die anderen diesjĂ€hrigen Gewinnerinnen sind Siegen als „Recyclingpapierfreundlichste
Stadt“ sowie DĂŒsseldorf als „Aufsteigerin des Jahres“.

Die IPR veranstaltet den StÀdtewettbewerb seit 2008 in Kooperation mit dem Bundesumweltministerium,
dem Umweltbundesamt, dem Deutschen StÀdtetag und dem Deutschen
StÀdte- und Gemeindebund. In diesem Jahr beteiligten sich 91 Kommunen, die ihren Papierverbrauch
und ihre Recyclingpapierquoten offen legten. Mit einer durchschnittlichen Recyclingpapierquote
von ĂŒber 85 Prozent erreichen die deutschen StĂ€dte einen neuen Rekord.
Papier mit dem Blauen Engel spart in der Produktion gegenĂŒber Frischfaserpapier bis zu 60
Prozent Energie, bis zu 70 Prozent Wasser und verursacht weniger klimaschÀdliches Kohlendioxid.
Allein die Stadt Freiburg sparte durch die Verwendung von Recyclingpapier im Jahr

2015 ĂŒber 5,3 Millionen Liter Wasser und mehr als 1,1 Millionen Kilowattstunden Energie.
Erstmals wurde der Papieratlas in diesem Jahr um einen eigenen Hochschulwettbewerb erweitert.
UniversitÀten und Fachhochschulen mit mehr als 5.000 Studierenden waren eingeladen,
ihren Papierverbrauch und ihre Recyclingpapierquoten transparent zu machen. Als
erste Siegerin wurde die Eberhard Karls UniversitĂ€t TĂŒbingen ausgezeichnet.
 
 

 
NABU und Biosphere Expeditions vergeben kostenlosen Expeditionsplatz in Kirgista
Mitmachen und Schneeleoparden im Tian-Shan-Gebirge erforschen

Die Naturschutzorganisationen NABU und Biosphere Expeditions ermöglichen es Laien seit 2014, aktiv am Schutz des Schneeleoparden im nördlichen Tian-Shan-Gebirge mitzuwirken. FĂŒr die Expedition im kommenden Jahr gibt es jetzt auf www.nabu.de/expedition einen Platz im Wert von 3.000 Euro zu gewinnen.

Bei der zweiwöchigen Expedition lernen die Teilnehmer die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt des Tian-Shan aktiv und hautnah kennen. Gemeinsam mit den NABU-WildhĂŒtern der "Gruppa Bars" (Gruppe Schneeleopard) bauen sie in der Bergregion Fotofallen auf oder prĂŒfen bereits aktive. Sie suchen und identifizieren Spuren von Schneeleoparden und fĂŒhren WildzĂ€hlungen an Wildschafen, Steinböcken, Murmeltieren und Vögeln durch. Um die Akzeptanz des Schneeleoparden in der lokalen Bevölkerung zu verbessern, gehört auch der Austausch mit den örtlichen Hirten und Dorfbewohnern zu den Aufgaben der Teilnehmer. Dabei geht es zu Fuß oder im GelĂ€ndewagen in Höhen bis zu 3.600 Meter hinauf. "Körperliche Fitness ist daher eine Teilnahmevoraussetzung", erklĂ€rte Dr. Matthias Hammer, GrĂŒnder und Chef von Biosphere Expeditions. Außerdem sollten die Teilnehmer Englisch sprechen können. "Weitere Vorkenntnisse oder spezielle FĂ€higkeiten sind nicht erforderlich - was man fĂŒr die Feldarbeit wissen muss, wird vor Ort im Rahmen einer zweitĂ€gigen Ausbildung zum Beginn der Expedition vermittelt", so Hammer weiter.

Dieses Jahr konnten die Expeditionsteilnehmer erstmals die PrĂ€senz von Schneeleoparden im Kyrgyz-Alatoo-Kamm, nahe der Hauptstadt Bischkek, nachweisen. "Diese Information ist wichtig fĂŒr unsere Schutzarbeit in dem Gebiet. Darauf basierend können wir neue Strategien fĂŒr einen erfolgreichen Schneeleopardenschutz entwickeln", sagte Tolkunbek Asykulov, Leiter der NABU-Filiale in Bischkek. So tragen die gesammelten Informationen der Expedition dazu bei, die Schutzmaßnahmen passgenau fĂŒr die einzelnen Regionen zu entwickeln und umzusetzen.

Weitere Informationen zum Wettbewerb und zur Teilnahme unter www.nabu.de/expedition. Einsendeschluss ist der 12. Februar 2017.

Schneeleoparden gehören zu den am stĂ€rksten bedrohten Großkatzen der Welt. In Kirgistan gibt es nur noch etwa 300 der seltenen Tiere. Der NABU engagiert sich bereits seit 17 Jahren in der Tian-Shan-Region fĂŒr deren Schutz. Seit 2014 bietet Biosphere Expeditions zusammen mit dem NABU die Forscherreisen fĂŒr Jedermann in die Bergregion an. Das lokale Wissen der NABU-Filiale in Kirgistan und die Erfahrung von ĂŒber 15 Jahren im nachhaltigen Wissenschaftstourismus von Biosphere Expeditions bilden die Grundlage fĂŒr die Expeditionen.
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NABU startet Naturschutzprojekt mit osteuropÀischen religiösen Organisationen
Mehr als 50 Organisationen schließen sich neuer Plattform zum internationalen Austausch an

Zusammen mit osteuropĂ€ischen kirchlichen Organisationen hat der NABU ein internationales Naturschutzprojekt gestartet. Ziel ist es, christliche Kirchen sowie moslemische, jĂŒdische und andere religiöse Organisationen fĂŒr gemeinsame NaturschutzaktivitĂ€ten mit NGOs zusammenzufĂŒhren und mit ihrer Hilfe die Öffentlichkeit fĂŒr das Thema zu sensibilisieren. Zum Projektstart fand vom 7. bis zum 9. Oktober im westukrainischen Ushgorod eine vom NABU initiierte und gemeinsam mit dem Institut fĂŒr ökologische und religiöse Studien organisierte internationale Konferenz statt. Zahlreiche Vertreter 17 religiöser Organisationen und NGOs aus sechs LĂ€ndern verabschiedeten im Anschluss die "Ushgoroder Deklaration", in der es unter anderem um die GrĂŒndung des interreligiösen Naturschutzforums in Osteuropa geht - ein Meilenstein in der internationalen Naturschutzarbeit.

Auf der Konferenz mit dem Titel "Zusammenarbeit von ziviler Gesellschaft und Kirche fĂŒr den Erhalt der Natur in Osteuropa - gemeinsame Bewahrung der Schöpfung" erörterten Vertreter unterschiedlicher NaturschutzverbĂ€nde, Organisationen und Institutionen, Wissenschaftler sowie hochrangige WĂŒrdentrĂ€ger christlicher Kirchen, ukrainischer Moslems und der jĂŒdischen Gemeinde gemeinsam die Möglichkeiten und Perspektiven einer erfolgreichen Zusammenarbeit im Naturschutz. GeprĂ€gt war diese internationale, interreligiöse Konferenz vom gemeinsamen Bestreben, die FĂ€higkeiten und Potenzen aller fĂŒr den Erhalt der Natur und zur Bewahrung der Schöpfung zu bĂŒndeln. Damit ist es zum ersten Mal gelungen, die bislang sporadischen NaturschutzaktivitĂ€ten christlicher und anderer Kirchen sowie kirchlicher Organisationen mit den NGOs zu koordinieren.

Im Ergebnis verabschiedeten die Teilnehmer einhellig die "Ushgoroder Deklaration", der sich noch vor der offiziellen Veröffentlichung bereits 50 weitere Organisationen angeschlossen. Peter Pavlovic, der SekretĂ€r des in BrĂŒssel ansĂ€ssigen European Christian Environmental Network (ECEN), wird auch den Vatikan ĂŒber diese neue NABU-Initiative, ihre Ergebnisse und die weiteren Schritte informieren.

"Wir freuen uns sehr ĂŒber den erfolgreichen Ausgang der Konferenz. Durch diesen vom AuswĂ€rtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland unterstĂŒtzten Projektstart ist es möglich, das große Potenzial aller Kirchen und religiöser Organisationen mit den NGOs in Osteuropa zu bĂŒndeln und bestmöglich im Sinne des Naturschutz zu nutzen", sagte NABU-VizeprĂ€sident Thomas Tennhardt.

In Deutschland sind die christlichen Kirchen schon seit Jahren in verschiedenen Bereichen des Natur- und Umweltschutzes aktiv. Ein Beispielprojekt ist die Aktion "Lebensraum Kirchturm", die der NABU zusammen mit Kirchen durchfĂŒhrt. Kirchen, die sich besonders fĂŒr die Sicherung von NistplĂ€tzen bedrohter Arten wie Schleiereulen und FledermĂ€use einsetzen, werden mit einer Urkunde ausgezeichnet und erhalten eine Plakette, die sie an ihrer Kirche anbringen können.
 
 

Karlsruhe: Nachwuchs im Affenhaus
Assam im Zoo Karlsruhe / Foto: Stadt Karlsruhe
 
Karlsruhe: Nachwuchs im Affenhaus
Schneeleopard Assam gestorben

Dass Freude und Trauer manchmal sehr eng beieinander liegen, mussten die Verantwortlichen des Karlsruher Zoos am vergangenen Wochenende erfahren. Zuerst war die Freude ĂŒber die Geburt einer Rotscheitelmangabe im Affenhaus am Samstag groß. Dann starb Schneeleopard-Kater Assam.

Die Geburt bei Rotscheitelmangaben-Weibchen Kano hatte sich mit ersten Blutungen freitags bereits angekĂŒndigt, am Samstag war es dann soweit. Kano, selbst im Jahr 2008 geboren, bekam ihr zweites Jungtier. Die Mutter kĂŒmmert sich sehr gut um das Neugeborene. Auch die im vergangenen Jahr zur Welt gekommene Schwester Daya schaut regelmĂ€ĂŸig vorbei und sucht die NĂ€he zur Mutter und zu dem Kleinen. Das Geschlecht des Affenbabys ist noch unbekannt.

Rotscheitelmangaben gelten als gefĂ€hrdet in ihrem Bestand. Sie gehören zu den Pavianartigen und sind in den tropischen RegenwĂ€ldern der westafrikanischen KĂŒste von Nigeria bis Gabun beheimatet. Hier schwindet ihr Lebensraum immer mehr. Die Tiere dringen in Pflanzungen der ansĂ€ssigen Bauern ein, werden daher als ErnteschĂ€dling verfolgt.

"Es ist sehr schön, dass wir im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe diese Art wieder vermehren konnten. Sie wird nicht in vielen Zoos Europas mit weniger als 100 Tieren gehalten, die Zucht gelingt nicht ĂŒberall", berichtet der stellvertretende Zoodirektor Dr. Clemens Becker. Ein EuropĂ€isches Erhaltungszuchtprogramm (EEP) existiert seit 1994, es wird vom Zoo in Barcelona koordiniert.

Schneeleopard Assam wurde am Sonntag mit blutender Nase in der großen Außenanlage am Lauterberg von Tierpflegern entdeckt. Er wurde in Narkose gelegt, tierĂ€rztlich untersucht und versorgt. Assam wachte aus der Narkose wieder auf, starb jedoch in der folgenden Nacht. Nach der ersten pathologischen Untersuchung wird ein Kampf unter den Tieren als Todesursache des 2008 im Zoo Pilsen geborenen Katers angenommen. Er hatte mehrere Bissverletzungen im Gesichtsbereich und zahlreiche HĂ€matome. "Die Gruppe mit Julika und dem Nachwuchs hat bis zu diesem Zeitpunkt wunderbar harmoniert, da ist es besonders schlimm, Assam so zu verlieren", sagt Becker. Es wird jetzt GesprĂ€che mit dem zustĂ€ndigen Koordinator des Erhaltungszuchtprogramms fĂŒr Schneeleoparden geben, der entscheiden muss, wie es mit der Gruppe weitergeht. Der Karlsruher Zoo hoffe, so Becker, "dass wir wieder eine Zuchtgruppe um Julika aufbauen können".
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Waldherbst am Sonntag, 9. Oktober, im Waldhaus
HolzrĂŒcken mit JĂŒrgen Duddek / Foto: Waldhaus Freiburg
 
Waldherbst am Sonntag, 9. Oktober, im Waldhaus
Ein Aktionstag rund um die Holzernte mit Pferden und Maschinen

Nach den Erfolgen der vergangenen Jahre findet am Sonntag, 9. Oktober, von 11 bis 17 Uhr wieder ein in dieser Form einzigartiger Aktionstag am Waldhaus statt. Im Mittelpunkt steht der Holztransport mit RĂŒckepferden und mit modernen Holzerntemaschinen.

Der traditionelle herbstliche Aktionstag fĂŒr die ganze Familie findet in diesem Jahr erstmals unter dem Namen „Waldherbst“ statt. Begleitet durch JagdhornblĂ€ser der Freiburger JĂ€gerschaft, begrĂŒĂŸt Gerda Stuchlik, UmweltbĂŒrgermeisterin und Vorstandsvorsitzende der Stiftung Waldhaus, die Besucherinnen und Besucher um 11 Uhr.

Vorab betont BĂŒrgermeisterin Stuchlik: „In wenigen Jahren hat sich der HolzrĂŒcketag im Waldhaus bereits zu einer Institution entwickelt und – so das Zitat einer Mitwirkenden – „Kultstatus“ erreicht. An diesem Tag wollen wir aber nicht nur eine historische Variante der schonenden Waldarbeit mit RĂŒckepferden zeigen, sondern auch anschaulich vermitteln, wie mit modernen Maschinen auf nachhaltige und schonende Weise im Stadtwald Holz geerntet wird.“

So zeigt das Waldhaus in diesem Jahr erstmals eine moderne Holzerntemaschine im Einsatz. Große und kleine Besucherinnen und Besucher können sich direkt im Wald anschauen, wie dieser sogenannte „Harvester“ arbeitet. Wer Lust und Kraft hat, kann auch ganz wie die Alten selbst Hand anlegen und im Wald mit einer ZweiMann-SchrotsĂ€ge Baumscheiben absĂ€gen.

Unter der Regie von JĂŒrgen Duddek, Europameister 2012 im einspĂ€nnigen HolzrĂŒcken, zeigen zudem acht Gespanne aus BadenWĂŒrttemberg und dem Elsass ihre Teamarbeit im Wald. Die RĂŒckearbeit mit Pferden schont die Böden und BestĂ€nde; als historisches Arbeitsfeld war sie gerade im Schwarzwald ĂŒber Jahrhunderte typisch.

Mit Pilzexkursionen um 12 und 14 Uhr und einer Frischpilzschau liegt in diesem Jahr ein zweiter Schwerpunkt auf dem Thema Pilze. Dazu gibt es auf dem Weiher wieder die Gelegenheit zu Bootsfahrten mit selbstgebauten Weißtannenbooten. In der vom Bullerjahn gemĂŒtlich beheizten Holzwerkstatt fĂŒhrt ein Drechsler sein Können vor. Dort kann man außerdem am Schneidesel oder mit dem Schnitzmesser an GrĂŒnholzworkshops teilnehmen und sich ĂŒber weitere Angebote informieren. Im neuen Backofen werden Leckereien gebacken und auf traditionelle Weise „BĂŒschele“ zum Feuermachen gebunden.

InfostĂ€nde widmen sich auf anschauliche Weise der Themen Jagd, Moore und GewĂ€sser, der Holzkette Schwarzwald und der Arbeit des Naturparks SĂŒdschwarzwald. Im Waldmobil der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald erfahren Besucher Interessantes ĂŒber den Wald und können selbst experimentieren.

Im Waldhaus fĂŒhren ein Schindelmacher, ein Holzschnitzer und eine Korbflechterin traditionelle Handwerkstechniken vor. Um 13 und um 15 Uhr hĂ€lt Hans-JĂŒrgen Pfaff im Waldlabor VortrĂ€ge ĂŒber die heimische Vogelwelt. Im Obergeschoss ist zudem die aktuelle Ausstellung mit farbigen Holzschnitten von Brian Curling zu sehen.

Dank einer Förderung durch den Naturpark SĂŒdschwarzwald ist der Eintritt frei. Spenden kommen der Umweltbildung im Waldhaus zugute. FĂŒr das leibliche Wohl der GĂ€ste ist mit herzhaften Speisen gesorgt, außerdem bietet das Waldhaus-CafĂ© Gelegenheit zum AufwĂ€rmen bei Kaffee und Kuchen.
 
 



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