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Freitag, 17. August 2018
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Verschiedenes

 
Kunststoff-VerpackungsabfĂ€lle fĂŒr Obst & GemĂŒse seit 2000 um 140 % gestiegen
Miller: SupermĂ€rkte in Deutschland mĂŒssen wieder mehr lose Ware anbieten, um PlastikmĂŒll zu vermeiden

Berlin – Zum diesjĂ€hrigen Tag der Erde am 22. April macht der NABU auf den verschwenderischen Umgang mit Kunststoffen fĂŒr Obst- und GemĂŒseverpackungen aufmerksam. Der Tag der Erde steht in diesem Jahr unter dem Motto, die Plastikflut zu beenden.

Dass man davon in Deutschland noch weit entfernt ist, zeigen die aktuellen Daten des NABU zu KunststoffabfĂ€llen durch Obst- und GemĂŒseverpackungen. Mit 63 Prozent wird das meiste Obst und GemĂŒse in Deutschland bereits vorverpackt verkauft. Das ist das Ergebnis einer Studie der GVM Gesellschaft fĂŒr Verpackungsmarktforschung, welche die Studie im Auftrag des NABU durchgefĂŒhrt hat. Knapp 68 Prozent des GemĂŒses werden vorverpackt angeboten, bei Obst sind es etwa 60 Prozent. Dabei sind Obst und GemĂŒse meist von Natur aus robust genug, um lose verkauft zu werden. Kunststoff ist mit 72 Prozent das dominierende Packmittel bei GemĂŒse, bei Obst hat Kunststoff einen Anteil von 53 Prozent. Hier spielen Papierverpackungen noch eine grĂ¶ĂŸere Rolle, die aber nicht umweltfreundlicher sind als Kunststoffverpackungen. „SupermĂ€rkte mĂŒssen wieder mehr lose Ware anbieten, um PlastikmĂŒll zu vermeiden. Unsere Obst- und GemĂŒseabteilungen zeigen unseren völlig falschen Umgang mit Plastik“, so NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller, „Kunststoff muss fĂŒr langlebige GĂŒter und Mehrweglösungen eingesetzt werden, statt fĂŒr gut vermeidbare Einwegverpackungen.“

In Deutschland liegt der Anteil der Verpackungen am KunststoffmĂŒll bei 60 Prozent. „Bisher wird nur die HĂ€lfte der jĂ€hrlich drei Millionen KunststoffabfĂ€lle durch Verpackungen recycelt. Hier gibt es enorm viel Luft nach oben. Am besten fĂŒr die Umwelt ist es aber, VerpackungsabfĂ€lle direkt zu vermeiden, denn auch Recycling ist energieaufwĂ€ndig“, sagt NABU-Referentin fĂŒr nachhaltigen Konsum Katharina Istel. „WĂ€hrend der Recycling-Gedanke bei Politik, Industrie und Handel immer mehr ankommt, muss das Thema Abfallvermeidung leider meistens betriebswirtschaftlichen Vorteilen weichen.“

Die stĂ€rkere Vermeidung von Einwegverpackungen wĂŒrde sich auch positiv auf das Landschaftsbild in Deutschland auswirken. Denn auch bei weltweit vergleichsweise gut funktionierenden Entsorgungsstrukturen landen zu viele KunststoffabfĂ€lle in der Natur – darunter viele Verpackungen, wie die regelmĂ€ĂŸigen Clean-Ups des NABU an den StrĂ€nden der Nord- und Ostsee zeigen.
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Klimaschutzkonzept: Stadt Freiburg startet Online-Beteiligungsprozess
Ab Montag, 23. April, können sich Alle aktiv beteiligen

www.freiburg.de/klima

Was kann Freiburg fĂŒr den Klimaschutz tun? Dieser Frage stellt sich die Stadt Freiburg nach wie vor aktiv. Denn bis 2030 sollen die CO2-Emissionen im Vergleich zu 1992 um 50 Prozent gesenkt werden. Das langfristige Ziel ist die KlimaneutralitĂ€t fĂŒr Freiburg bis zum Jahr 2050.

Um dieses ehrgeizige Ziel erreichen zu können, wird das Umweltdezernat in diesem Jahr das Freiburger Klimaschutzkonzept von 2007 fortschreiben. Am Ende des geplanten etwa einjĂ€hrigen Prozesses soll ein neuer, mittelfristiger Masterplan stehen, der in Zukunft Richtschnur fĂŒr alle Ämter und stĂ€dtischen Tochtergesellschaften sein soll. UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik appelliert an Freiburgs BĂŒrgerinnen und BĂŒrger: „Nutzen Sie diese einmalige Chance, aktiv an der Entwicklung unserer Stadt mitzuwirken, damit Sie weiterhin zukunftsfĂ€hig und lebenswert bleibt.“

Zum ersten Mal gibt es fĂŒr alle Freiburgerinnen und Freiburger die Möglichkeit, sich aktiv an diesem Prozess der zukunftsweisenden Entwicklung von KlimaschutzaktivitĂ€ten zu beteiligen. Schon Mitte MĂ€rz startete die Stadtverwaltung die Beteiligung mit einem BĂŒrgerdialog im Historischen Kaufhaus, an dem ĂŒber 150 interessierte Menschen teilnahmen. Nach einer Vorstellung erster Ergebnisse aus den Gutachten erarbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Vielzahl weiterer Ideen, damit Freiburg langfristig klimaneutral wird.


Am Montag, 23. April, startet der zweite Baustein des Beteiligungsverfahrens. Unter www.freiburg.de/klima haben alle Freiburgerinnen und Freiburger die Möglichkeit, bisher favorisierte Klimaschutzmaßnahmen aus sechs Handlungsfeldern zu bewerten und/oder weitere Ideen und VorschlĂ€ge zum Klimaschutz in Freiburg einzubringen. Die Umfrage endet am Montag, 21. Mai. Stuchlik: „Die Stadt Freiburg freut sich auf das klimapolitische Engagement der Freiburger BĂŒrgerinnen und BĂŒrger und ist gespannt auf die Ergebnisse aus diesem Prozess!“

Geplant ist, dass Anfang Oktober endgĂŒltige Ergebnisse vorliegen. Sie sollen in einer weiteren Veranstaltung öffentlich diskutiert werden, bevor der Gemeinderat ĂŒber das Klimaschutzkonzept und die weiteren Maßnahmen entscheidet.

Die Beteiligung zum Klimaschutzkonzept ist auch der Startschuss fĂŒr die neue zentrale Plattform zur OnlineBeteiligung unter www.mitmachen.freiburg.de . BĂŒrgerinnen und BĂŒrger bekommen hier einen einheitlichen Zugang zu den unterschiedlichen Online-Beteiligungsverfahren der Stadt Freiburg. Der Vorteil daran ist, dass man sich nur einmal registrieren muss und, sofern gewĂŒnscht, weiter informiert wird, wenn es neue Möglichkeiten gibt, am Geschehen in Freiburg mitzuwirken. Das neue Partizipations-Werkzeug ist ein wichtiger Baustein zur Weiterentwicklung der Stadt Freiburg zu einer digitalen, zugĂ€nglichen und offenen Verwaltung, wie sie im Rahmen der Open Government Initiative der Stadt vorangetrieben wird. Die zugrundeliegende Plattform (DIALOG BOX), die bereits fĂŒr die Projekte „Zukunftsstadt“ oder den letzten Beteiligungshaushalt getestet wurde, wird von der Polidia GmbH aus Berlin in Kooperation mit der kommunalen Informationsverarbeitung Baden-Franken (kivbf) betrieben.
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Tag der Erde
Boden (c) Alicia BP / Slow Food
 
Tag der Erde
Ressourcen-, Umwelt- und Klimaschutz gehören ganz oben auf die politische Agenda

Zum Tag der Erde am 22. April appelliert Slow Food Deutschland an die Politik Ressourcen-, Umwelt- und Klimaschutz endlich ganz oben auf die politische Agenda zu setzen, denn die Art und Weise, wie wir KonsumgĂŒter wie Lebensmittel weltweit produzieren und konsumieren, fĂŒhrt weltweit zur Erschöpfung der natĂŒrlichen Ressourcen. Im globalen Norden leben wir schon lange ĂŒber unsere VerhĂ€ltnisse was die Ressourcen- und Energienutzung fĂŒr den aktuellen Lebensstil und -standard angeht: Um das aktuelle Konsumpensum und unseren Ressourcenhunger zu stillen, verbrauchen wir mehr Ressourcen, als unsere Erde auf selbsterhaltende Weise hergeben kann. Über 1,5 Erden wĂ€ren momentan zur Bedarfsdeckung nötig. Laut Prognose brĂ€uchten wir bis 2030 sogar 3 Erden.

Dass ein "weiter so, wie bisher" ausgeschlossen ist, liegt auf der Hand. Dazu muss man sich nur einige Entwicklungen im Umwelt- und Klimabereich sowie der Ressourcennutzung vor Augen fĂŒhren: Die Meere sind geplĂŒndert und werden bis 2050 geschĂ€tzt mehr Plastik enthalten als Fische; weltweit gehen jĂ€hrlich 10 Millionen Hektar wertvoller AckerflĂ€che verloren; das industrielle Lebensmittelsystem - vom Acker ĂŒber Produktion und Transport bis zum Konsum - treibt den Klimawandel voran; der Grundwasserspiegel sinkt in vielen Regionen der Welt, jeder vierte Fluss erreicht wegen Übernutzung nicht mehr das Meer.

Zum Tag der Erde Ă€ußerte die Vorsitzende von Slow Food Deutschland, Ursula Hudson: "Obwohl das industrielle Lebensmittelsystem, das auf Überproduktion und Übernutzung von Ressourcen setzt, ganz klar in eine Sackgasse fĂŒhrt, ist in den Industrienationen politisch keine Abkehr von der Wachstumspolitik zu verzeichnen. Internationale, EU- und nationale EntscheidungstrĂ€ger betreiben weiterhin eine MilchmĂ€dchenrechnung und das auf Kosten der nĂ€chsten Generationen sowie der Natur und Umwelt". Dabei sind ein nachhaltiger Konsum und eine zukunftsfĂ€hige Produktion im Einklang mit Mensch, Tier und Umwelt möglich. Viele zukunftsfĂ€hige Erzeuger machen vor, dass es auch anders geht, und auch Verbraucher machen Politik durch die Entscheidung fĂŒr einen verantwortungsvollen Konsum.

Die Erde könnte uns theoretisch noch 500 Millionen Jahre lang als Heimat dienen und gut bewirten, wenn wir uns, wie Papst Franziskus verlauten ließ, "um unser gemeinsames Haus sorgen". Mit der Erde und den Ressourcen, die sie uns zur VerfĂŒgung stellt, sorgsam umzugehen, hĂ€tte auch nichts mit Verzicht zu tun, sondern mit bewusstem Konsum von GĂŒtern und Lebensmitteln, die ohne Ausbeutung erzeugt wurden. "Der ökologische Landbau, handwerkliche Erzeugung durch Kleinerzeugern, die Agrarökologie sowie AnsĂ€tze zum verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen wie Wasser und Boden weisen hier den Weg in eine bessere Zukunft. So sind es auch heute noch die Kleinerzeuger, die rund 70% aller Nahrung weltweit erzeugen, aber viel weniger Ressourcen nutzen, nĂ€mlich nur 30 Prozent der Wasser- und Landressourcen. Fakt ist, die intensive Landnutzung mit Monokulturen, der Einsatz von Chemiekeulen auf dem Acker und ein System, das Überproduktion und damit Verschwendung fest mit einplant, hat ausgedient", so Hudson weiter. Eine andere Art des Wirtschaftens und der Lebensmittelproduktion ist möglich und dringend nötig. Zur Umstellung auf ein tragbares System ist allerdings auch politischer Wille nötig. Verantwortung ĂŒbernehmen mĂŒssen wir aber alle: Verbraucher, Politik und Erzeuger sind gleichermaßen gefragt sich dafĂŒr einzusetzen WirtschaftskreislĂ€ufe wieder zu regionalisieren, zu verkĂŒrzen und zukunftsfĂ€hig zu machen.
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NABU begrĂŒĂŸt Urteil des EuropĂ€ischen Gerichtshofes zum Bialowieza-Urwald
Tschimpke: Gefahr fĂŒr einen der letzten UrwĂ€lder Europas erst einmal gebannt

Berlin/BrĂŒssel – Der NABU begrĂŒĂŸt das heutige Urteil des EuropĂ€ischen Gerichtshofs (EuGH) in Luxemburg im Hauptsacheverfahren der EU-Kommission gegen Polen wegen der Rodung des Bialowieza-Urwalds (Rechtssache C-441/17).

„Die Richter stellen eindeutig fest, dass das Abholzen rechtswidrig ist. Diese Entscheidung zieht hoffentlich einen endgĂŒltigen Schlussstrich unter den lange wĂ€hrenden Rechtsstreit“, so NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke, „Die Gefahr fĂŒr einen der letzten ursprĂŒnglichen UrwĂ€lder Europas, der Heimat fĂŒr viele selten gewordenen Tier- und Pflanzenarten ist, wie des EuropĂ€ischen Bisons, scheint damit glĂŒcklicherweise erst einmal gebannt.“
NABU Umweltrechtsexperte Raphael Weyland: „Wieder einmal musste ein Gericht – zusammen mit vielen engagierten Umweltaktivisten vor Ort – die Achtung des EU-Umweltrechts sicherstellen. Gerade die Zwangsgeld-Androhung hat sich im Verfahren als effektiv bewiesen. Hiervon sollte die EU-Kommission in Zukunft noch viel stĂ€rkeren Gebrauch machen. Es ist fĂŒr eine an dem Rechtsstaatsprinzip ausgerichtete EU nicht hinnehmbar, dass Mitgliedstaaten meinen, EU-Umweltrecht missachten zu können.“

Der NABU hat selbst gegen Deutschland mehrere Beschwerden bei der EU-Kommission wegen Missachtung des EU-Umweltrechts erhoben. Bereits seit 2014 beklagt er den unzureichenden GrĂŒnland-Schutz, seit 2017 die unzureichende Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie, außerdem fehlende VertrĂ€glichkeitsprĂŒfungen bei Projekten wie dem Folienspargelanbau.

Der Bialowieza-Urwald wurde von Polen im Jahr 2007 als Natura-2000-Gebiet gemeldet. Damit unterliegt er den Bestimmungen der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der EU. Diese verbietet zwar nicht pauschal wirtschaftliche BetĂ€tigung, verlangt aber, dass der Schutz des Gebiets dabei berĂŒcksichtigt werden muss. Seit 2012 betreibt Polen massive Abholzung in dem Gebiet. Im Jahr 2016 hat die EU-Kommission daher ein Vertragsverfahren gegen Polen eröffnet. Um ein vollstĂ€ndiges Abholzen des Urwalds zu verhindern, hat sie im Jahr 2017 ergĂ€nzend vorlĂ€ufigen Rechtsschutz beim EuGH beantragt und ein Zwangsgeld androhen lassen – ein bisher wenig genutztes Instrumentarium auf EU-Ebene.
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OB-Wahl 2018 in Freiburg i.Br.
Die Antworten zu 9 ECOtrinova-WahlprĂŒfsteinen:

Bauen - Wohnen - Energie - Klima - Umwelt - FlÀchen - Natur - Gesundheit/Verbraucher
Die 6 KandidatInnen der OB-Wahl 2018 in Freiburg i.Br. haben die 9 WahlprĂŒfsteine von ECOtrinova e.V., gemeinnĂŒtziger Freiburger Umweltschutzverein, aus Umweltsicht teils erfreulich teils unbefriedigend be­antwortet, so der Vorsitzende Dr. Georg Löser. Die Fragen, Antworten, Kommentare samt Sachinformatio­nen dazu von ECOtrinova sind als Übersichtstabelle bzw. als pdf-Dateien online bei www.ecotrinova.de. Die WahlprĂŒfsteine umfassen die Energiewende und den Klimaschutz beim Wohnen und Bauen, den Verbrau­cher- und Gesundheitsschutz bei schĂ€dlichen Chemikalien sowie beim Mobilfunk und nicht zuletzt den Schutz von FlĂ€chen, Natur und Landwirtschaft bei der Stadtentwicklung samt Frage nach dem Neubaustadt­teil Dietenbach.

FĂŒr den Neubaustadtteil Dietenbach auf Äckern, Wald und Wiesen sprachen sich drei Antworten aus, Kan­didat Horn mit EinschrĂ€nkungen wegen offener Fragen, Stein und Salomon dafĂŒr. Bei den Kritikern lehnten Behringer und Wermter klar ab, Kröber notierte eine „Abneigung“ gegen den Neubaustadtteil, will aber einen BĂŒrgerentscheid. Ähnlich geteilt waren die Antworten zum FlĂ€chen­verbrauchs-Stopp außerhalb der jetzigen Bebauung, den das Bundesbau­gesetz zum Schutz der Landwirtschaft und Natur nahelegt. Bei den drei parteiengestĂŒtzten Kandidaten sieht Löser aufgrund der Antworten noch hohen Informations- und Nachdenkbedarf. ECOtrinova hatte erlĂ€utert, dass zahlreiche Alternati­ven fĂŒr mehr Wohnraum durch Innenentwicklung und den ökologisch-sozialen Umbau der Stadt bestehen. Besonders durch Neubauten auf der grĂŒnen Wiese wĂŒrde die Mietpreisspirale hochgeschraubt, die Verluste an Landwirt­schaft, Natur und Naherholungsraum wĂ€ren zu hoch wie auch die Kosten und Folgekosten fĂŒr die Stadt.

Zu Energiewende- und Klimaschutzfragen sind sich die KandidatInnen weitgehend einig, obwohl ECOtrinova die Anforderungen hoch schraubte mit Senken des Stromverbrauchs in Freiburg jĂ€hrlich um 2 Prozent samt RĂŒckbau von Elektroheizungen und Moratorium bei elektrischen HeizungswĂ€rmepumpen, mit massi­vem Zubau von KraftwĂ€rmekopplung und Solar- und Windkraft, auch um den Atomkraftausstieg zu bewĂ€l­tigen. Zu Neubauten zeigten mehrere Kandidaten mit Enthaltungen Unsi­cherheiten beim Plus-Energie-Standard, also EnergieĂŒberschuss in der Jahresbilanz, und bei Anforderungen pro starkem Klimaschutz mit „CO2-Senken“, also effektiv CO2-Ausstoß unter Null. Alle waren fĂŒrs Aufstocken der stĂ€dti­schen Förderung zur Altbausanierung und pro Halbierung der Modernisierungsumlage, um da wo die Stadt Einfluss hat, warm­mietenneutrale Sanierungen zu erreichen.

Erbgut- und Fruchtbarkeit-schĂ€digende Substanzen in Nahrungsmitteln und Verbraucherprodukten in Freiburg nicht zu verwenden, soweit wissenschaftlich begrĂŒndeter Verdacht auf solche SchĂ€den besteht, und dass die Stadt dazu massive AufklĂ€rung leistet, lehnte niemand ab. 5 Enthaltungen gab es zum vollum­fĂ€nglichem Schutz von Schwan­geren und Kindern und Jugendlichen auch in Schulen vor Elektrosmog, obwohl die deutschen Grenzwerte stark verschĂ€rft werden mĂŒssten.

Aus Sicht von ECOtrinova sind Ja-Antworten der Idealfall fĂŒr echte Nachhaltigkeit, die Umwelt, Soziales und das Wirtschaften umfasst. Auch mit Kommentaren wohlbedachte Enthaltungen, die zu GesprĂ€chen Anlass geben, seien von hohem Interesse. Direkte Wahlempfehlungen gibt ECOtrinova nicht. Interessierte können aus den Antworten, Kommentaren und Frage-HintergrĂŒnden das Nötige erkennen.
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Die
AllgÀuer OberschwÀbische Seele: Seelen ausbrechen (c) Anton Heine GmbH
 
Die "Seele" vor dem Aussterben retten
Die AllgĂ€uer-OberschwĂ€bische Seele in traditioneller Herstellung ist der neue und damit 67. Passagier in der "Arche des Geschmacks" von Slow Food Deutschland. WĂ€hrend "Seelen" inzwischen bundesweit von GroßbĂ€ckern industriell produziert und angeboten werden, weiß kaum jemand um ihren Ursprung und ihren Eigengeschmack. Ihre traditionelle Produktionsweise ist bedroht, weil sie viel Zeit, handwerkliches Geschick sowie Erfahrung erfordert. Aktuell betreiben sie noch rund 15 BĂ€ckereien im WĂŒrttembergischen AllgĂ€u und Oberschwaben.

Die Seele zĂ€hlt zu den so genannten BrauchtumsgebĂ€cken, ihr Name und ihre Bedeutung weisen auf einen katholischen Ursprung hin. Der Teig dieses lĂ€nglichen Kleinbrots besteht aus Weizen- und Dinkelmehl, Wasser, ein wenig Hefe und Salz. In traditioneller Herstellung wird er bis zu 24 Stunden lang gefĂŒhrt und von Hand mehrfach bearbeitet. Die Rohlinge werden mit KĂŒmmel und grobkörnigem Hagelsalz bestreut, bevor sie mit einem "Seelenschießer", einem langen hölzernen Schieber mit einer Rinne fĂŒr den Teig, in den Ofen geschoben und direkt auf dem Ofenboden ausgebacken werden. "Diese Art der Herstellung macht die Seele ĂŒberhaupt erst zur Seele. Wird der Teig maschinell aufbereitet und die Seele auf FörderbĂ€ndern gebacken, bekommt sie weder ihre dicke Kruste noch wird sie innen saftig. Das Ergebnis ist eine herkömmliche Semmel, die als Seele verkauft wird. Das ist denjenigen gegenĂŒber ungerecht, die noch echtes Handwerk betreiben", so Franz Wandinger, der seit 34 Jahren Seelen in seiner AllgĂ€uer Backstube produziert und weiß, wovon er spricht. "Ich bin sehr froh, dass die Seele Arche-Passagier geworden ist und unser Wissen und Können damit nicht unter den Tisch fĂ€llt", sagt Wandinger hoffnungsvoll.

UnterstĂŒtzt wird die AllgĂ€uer-OberschwĂ€bische Seele von den lokalen Slow-Food-Gruppen im AllgĂ€u und Oberschwaben. Gemeinsame Aktionen mit BĂ€ckereien vor Ort sollen Bekanntheit und Nachfrage fĂŒr die Seele kĂŒnftig stĂ€rken sowie das traditionelle Lebensmittelhandwerk in den Vordergrund rĂŒcken. "Mithilfe dieses weiteren Passagiers können wir fabelhaft deutlich machen, wie stark die QualitĂ€tseinbußen sind, wenn handwerkliche Arbeitsschritte in industrielle Herstellungsweisen und Rationalisierungsprozesse gepresst werden. In den modernen AblĂ€ufen der GroßbĂ€ckereien fehlt es an Zeit, Personal und schlichtweg an VerstĂ€ndnis. Die Seele ist ein ganz tolles GebĂ€ck, welches in verschiedenen Varianten genossen werden kann. Ihre industriell hergestellten Namensvetter reichen an ihren unverwechselbaren Eigengeschmack nicht heran", erklĂ€rt Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland e. V.

In Deutschland schĂŒtzt die "Arche des Geschmacks" insgesamt 67 Nutztierrassen, GemĂŒse- und Obstsorten sowie traditionelle Lebensmittel vor dem Vergessen. Die Passagiere werden wieder bekannt gemacht, damit sie nachgefragt, entsprechend hergestellt und verkauft werden. Auf politischer Ebene fordert Slow Food regionale VerarbeitungsstĂ€tten wiederaufzubauen und zu fördern.
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Tierschutzbund unterstĂŒtzt Kampagne #EndPigPain
Abgeschnittenes SchwÀnzchen, abgeschliffene ZÀhne, betÀubungslos kastriert: Helfen Sie uns mit Ihrer Stimme das Leid der Schweine zu beenden! Zusammen mit verschiedenen europÀischen Tierschutzorganisationen und der Dachorganisation Eurogroup for Animals machen wir mit der Kampagne #EndPigPain auf das tÀgliche Leiden von Schweinen in der Landwirtschaft aufmerksam.
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EWS-Beteiligung an Oxygen Technologies
Copyright ElektrizitÀtswerke Schönau (EWS)
 
EWS-Beteiligung an Oxygen Technologies
Digitalisierung als Chance fĂŒr die dezentrale BĂŒrgerenergiewende

Die EWS ElektrizitĂ€tswerke Schönau eG beteiligt sich an dem Freiburger Startup Oxygen Technologies. Die Unternehmen werden gemeinsam die Chancen der Digitalisierung fĂŒr die BĂŒrgerenergiewende nutzen. Im Fokus stehen intelligente Lösungen fĂŒr die Eigenverbrauchsoptimierung, das Pooling von Energieerzeugungsanlagen und die Vermarktung von kleinen Strommengen auf digitalen Handelsplattformen.

Die Digitalisierung der Energiebranche nimmt Fahrt auf und ermöglicht neue Perspektiven fĂŒr die BĂŒrgerenergiewende. Vor diesem Hintergrund sind die EWS und die EGT aus Triberg eine Beteiligung mit Oxygen Technologies eingegangen. Das Freiburger Startup-Unternehmen grĂŒndete sich aus dem Fraunhofer ISE und der UniversitĂ€t Freiburg, Lehrstuhl fĂŒr Informatik. Es bietet sowohl fĂŒr die Eigenverbrauchsoptimierung als auch fĂŒr die komplexen energiewirtschaftlichen und technischen Prozesse bei der Vermarktung von Strom aus dezentralen Kleinanlagen Lösungen in Form von Steuerungssoftware und digitalen Handelsplattformen.

EWS-Vorstandsmitglied Sebastian Sladek: «Mit der Beteiligung an Oxygen Technologies machen die EWS einen großen Schritt in Richtung Digitalisierung. Wichtig ist uns, am Ende mehr Klimaschutz umzusetzen und zugleich die Teilhabe von möglichst vielen BĂŒrgerinnen und BĂŒrger zu erreichen. Gleichzeitig sind eine sichere Versorgung und ein sensibler Umgang mit den erhobenen Daten fĂŒr uns von besonderer Bedeutung.»

Hintergrund
42 Prozent der installierten Leistung zur Stromerzeugung aus regenerativen Erzeugungsanlagen waren 2016 in Besitz von Privatpersonen und Landwirten – mehr als anderthalb Millionen kleine BĂŒrgerkraftwerke produzieren Ökostrom und speisen diesen ins Netz ein. VergĂŒtet werden diese Anlagen zumeist nach dem EEG. Ab 2021 fallen nach 20 Jahren die ersten Anlagen aus der EEG-Förderung – mit der Folge, dass auch Kleinanlagenbesitzer diesen Strom in Zukunft selbst vermarkten mĂŒssen oder ihn selbst speichern und verbrauchen.

DafĂŒr werden Lösungen benötigt, die die EWS gemeinsam mit der EGT und Oxygen entwickeln werden. Damit wird es fĂŒr die Kunden möglich, einerseits ihre Erzeugungsanlagen auch nach Auslaufen der Förderung durch das EEG sinnvoll weiter zu betreiben und sich andererseits in Zukunft noch stĂ€rker als Akteure im Rahmen der Energieversorgung einzubringen. «Wir sollten im Anwendungsfeld Energie den Mut haben, die komplexen energiewirtschaftlichen und technischen Prozesse genau zu beleuchten und dort die Informatik zum Einsatz kommen lassen, wo sie Nutzen stiftet», so Gregor Rohbogner, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Oxygen Technologies.

Bereits jetzt arbeiten EWS, EGT und Oxygen Technologies in einem gemeinsamen Modellprojekt fĂŒr intelligente BĂŒrgerenergiesysteme in Schönau zusammen. In einem Feldtest werden ökologische Erzeugungsanlagen und umweltfreundliche Batteriespeicher ĂŒber eine Steuerungshardware geregelt und die so bereitgestellten Strommengen ĂŒber die digitale Peer-to-Peer Plattform von Oxygen Technologies gehandelt.

Die Digitalisierung ist ein wichtiger Baustein fĂŒr den Aufbau einer vollstĂ€ndigen, effizienten sowie dezentralen Energieversorgung auf Basis der Erneuerbaren Energien. Die EWS nutzen ihre Chancen und Möglichkeiten, um gemeinsam mit ihren Kunden und Partnern die BĂŒrgerenergiewende voran zu treiben.

zum Bild oben:
Gruppenfoto der Partner Rolf Wetzel, Jens Buchholz, Manuel Maas, Niklas Kreifels, Florian Kaiser, Gregor Rohbogner / Copyright ElektrizitÀtswerke Schönau (EWS)
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