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Verschiedenes

 
Zum geplanten Neubaustadtteil Dietenbach
Umwelt- und NachhaltigkeitsverbÀnde teilen die Bedenken der "BI Pro Landwirtschaft
und Wald im Dietenbach & Regio i.G." anlÀsslich der ersten Traktoren-Demo am
25.11.2016 um 12 Uhr

Umweltvereine, und -verbĂ€nde aus Freiburg, die sich fĂŒr Ökologie, Soziales und
nachhaltiges Wirtschaften einsetzen, unterstĂŒtzen ausdrĂŒcklich die Kritik der BI Pro
Landwirtschaft und Wald im Dietenbach & Regio i.G., auf die sie mit einer Traktorenfahrt
durch Freiburg am 25.11.2016 von 12 Uhr bis 14Uhr aufmerksam machen möchten. Die
Unterzeichner halten einen Stadtteil Dietenbach fĂŒr ungeeignet, um die mit ihm
angestrebten Ziele wie z.B. die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und klimaneutralen,
flÀchensparendem Bauen zu erreichen. Es gebe auch in einer wachsenden Stadt Freiburg
viele kleinteiligere Alternativen. Ob eine von der Stadt angestrebte Enteignung der nicht
verkaufswilligen Landwirte angemessen und damit erfolgreich umgesetzt werden kann, bleibt
offen. Die Notwendigkeit und VerhĂ€ltnismĂ€ĂŸigkeit des geplanten Stadtteils Dietenbach sind
entgegen der Bewertung der Stadtverwaltung aus Sicht der VerbÀnde nicht gegeben. Eine
weitere Belastung der Freiburger und regionalen Landwirtschaft durch
FlĂ€cheninanspruchnahme fĂŒr Siedlungs- und Verkehrszwecke ist gegenĂŒber zukĂŒnftigen
Generationen nicht zu verantworten.

Zu den vielen Alternativen gehören z.B. die bereits angelaufene Nachverdichtung und der
sozialökologische Umbau von mehreren Stadtquartieren fĂŒr mehr Wohnraum, ein kleiner
Neubaustadtteil ZĂ€hringen-Nord im Bereich der dortigen GroßparkplĂ€tze, Dachausbauten
und Aufstockungen, Leerstandkataster und Leerstandsmanagement. Auch der Neu- bzw.
Umbau im Bestand zur Schaffung von altersgerechten Wohnungen im geeigneten
(gewohnten) Umfeld ist erforderlich, um Menschen, die bislang in großen Wohnungen
wohnen, eine attraktivere, flĂ€chensparendere und ggf. kostengĂŒnstigere Alternative anbieten
zu können.

Die geplante Entwicklungsmaßnahme fĂŒr den Neubau-Stadtteil Dietenbach (vgl.
Gemeinderatsdrucksache-G-16/095) steht zudem bereits heute mit einem absehbaren,
haushaltsrechtlich unzulÀssigen Defizit in mindestens zweistelliger Millionen-Euro Höhe
unter so hohem finanziellen Druck, dass z.B. die mit ihr beabsichtigten Ziele "Schaffung von
bezahlbarem Wohnraum", Soziales“ und "klimaneutral" zu scheitern drohen. Bisher gibt es
kaum Anzeichen dafĂŒr, dass in dem Stadtteil ĂŒberhaupt Wohnungen entstehen können, die
fĂŒr niedrige Einkommen bezahlbar sind und dem freien Wohnungsmarkt auch dauerhaft
entzogen bleiben. Und auch bei der geforderten KlimaneutralitÀt fehlt bisher Einigkeit
darĂŒber, welche Kriterien erfĂŒllt sein mĂŒssen, um von klimaneutralem Bauen sprechen zu
können. Die Unterzeichner betonen, dass alle Alternativen, die ohne neuen Stadtteil auf der
"grĂŒnen Wiese" auskommen, geprĂŒft und umgesetzt werden mĂŒssen.

 
 

 
Scheuklappen bei der Suche nach Ansteckungsquellen fĂŒr Vogelgrippe ablegen
NABU: Kritische Analyse beleuchtet Verbreitungswege fĂŒr Vogelgrippe in GeflĂŒgelwirtschaft

Angesichts einer aktuell veröffentlichten kritischen Analyse zum derzeitigen Auftreten der Vogelgrippe und ihrer Verbreitung erneuert der NABU seine Kritik an der bislang einseitigen Ursachenforschung zur Ausbreitung der GeflĂŒgelpest. Eine Gruppe unabhĂ€ngiger Experten des Wissenschaftsforums AviĂ€re Influenza (WAI) hat das bisherige Ausbruchgeschehen in Europa detailliert dokumentiert. Diese Aufstellung geht weit ĂŒber die aktuelle Risikoanalyse des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI) vom 25.11.2016 hinaus. Anhand der aufgelisteten Indizien wird die Hypothese des FLI, dass das Vogelgrippe-Virus H5N8 allein durch Wildvögel verbreitet wird, kritisch hinterfragt. Zahlreiche Indizien sprechen vor allem fĂŒr eine Verbreitung des Virus durch die GeflĂŒgelwirtschaft selbst. Der NABU fordert das FLI auf, diese Hinweise ernst zu nehmen und mit allen ihm als zustĂ€ndiger Behörde zur VerfĂŒgung stehenden Mitteln zu prĂŒfen.

„Das zustĂ€ndige Bundesinstitut ignoriert bis heute sĂ€mtliche Indizien, die dafĂŒr sprechen, dass sich GeflĂŒgelbetriebe vor allem durch die Stoffströme der GeflĂŒgelwirtschaft selbst mit dem Vogelgrippe-Virus H5N8 infizieren. Die Ergebnisse legen nahe, die FahrtenbĂŒcher und GPS-Daten von Tiertransporten auszuwerten, um zu untersuchen, ob sich diese Routen mit Ausbruchsherden der Krankheit decken“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. Stattdessen verweist das Institut ausschließlich auf Wildvögel als ÜbertrĂ€ger. „Diese Scheuklappen-MentalitĂ€t erklĂ€rt, warum auch zehn Jahre nach dem ersten großen Vogelgrippe-Ausbruch in Deutschland tatsĂ€chliche Eintragsquellen nie identifiziert wurden und zukĂŒnftige AusbrĂŒche nicht verhindert werden können.“

So zeigt eine eingehende Gen-Analyse zwar – wie vom FLI betont – eine große Ähnlichkeit des aktuell grassierenden Virus mit einem im Juni 2016 an einem sibirischen See bei Wildvögeln gefundenen Virus. Sie widerlegt allerdings eindeutig die Behauptung, dass das Virus ĂŒber diese Wildvögel ĂŒber weitere Stafetten nach Europa gelangt sein könnte, denn das Virus der sibirischen Wildvögel ist eindeutig kein VorlĂ€ufer des aktuellen Virus in Europa, sondern hatte sich wenige Monate zuvor von einem gemeinsamen VorlĂ€ufervirus abgespalten, das in einem chinesischen Schlachthof entdeckt wurde. Zudem wurden alle Wildvögel dort nach der vorliegenden russischen Originalquelle tot aufgefunden, und nicht, wie vom FLI behauptet „gesund geschossen“. Damit steht abermals die bisher unbelegte Aussage des FLI, dass Wildvögel das Virus lange Zeit in sich tragen und dabei ansteckend seien ohne selber daran zu erkranken, auf tönernen FĂŒĂŸen. Ohne diese Hilfsthese ist aber eine Verbringung des Virus durch Wildvögel ĂŒber Kontinente hinweg nicht denkbar.

„Sehr wahrscheinlich hat das aktuelle Virus daher seinen Weg direkt aus der GeflĂŒgelwirtschaft in China nach Europa gefunden – ohne die Hilfe von Wildvögeln, die niemals direkt von China nach Europa ziehen“, sagte NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann. Da entsprechende Viren offenbar nicht tĂ€glich aus China importiert werden, wo sie sich bestĂ€ndig in der GeflĂŒgelwirtschaft halten, wĂ€re hier nach einem Zufallsereignis zu suchen, z.B. einem nicht ausreichend desinfizierten Transportstall beim Handel mit GeflĂŒgel.

Vermutlich bereits ab Mitte Oktober zirkulierte das Virus in Ost-Ungarn bereits in GeflĂŒgelhaltungen. Entdeckt wurde es in den Stallhaltungen allerdings erst Anfang November. Ungarische GeflĂŒgelexporte gehen zu 99 Prozent in nur drei LĂ€nder: Polen, Österreich und Deutschland. Genau hier wurden Anfang November die ersten an H5N8 gestorbenen Wildvögel, meist Reiherenten gefunden. Die Tatsache, dass diese Ausbruchherde meist in unmittelbarer NĂ€he großer Schlachthöfe oder an den vermuteten Routen und RastplĂ€tzen von LebendgeflĂŒgel-Transporten liegen, ruft dringend nach einer eingehenden ÜberprĂŒfung aller Transporte zwischen betroffenen Betrieben und Schlachthöfen in den genannten LĂ€ndern.

Der wiederholte Beginn des Ausbruchsgeschehens Anfang November soll laut FLI die These stĂŒtzen, dass in Europa ĂŒberwinternde sibirische Zugvögel das Virus jedes Jahr wieder eintragen. Dazu stellt der NABU fest, dass sibirische Wasservögel bereits ab August in Europa eintreffen, sicherlich aber nicht erst ab Anfang November. Plausibler wĂ€re eher ein Zusammenhang mit der zu dieser Jahreszeit erhöhten Zahl von Martins- und WeihnachtsgĂ€nsen oder Erntedank-TruthĂ€hnen, die zu den wenigen Großschlachthöfen transportiert werden mĂŒssen.

Nachdenklich stimmt auch der H5N8-Fall in einer großen deutschen Massenhaltung: In einem Putenbetrieb in Barßel im Landkreis Cloppenburg/Niedersachsen mussten 16.000 Puten gekeult werden, dazu 92.000 HĂŒhner in benachbarten Betrieben. Bislang wurde in der Umgebung bisher kein infizierter Wildvogel entdeckt. AuffĂ€llig ist, dass dieser Betrieb bereits beim vergangenen Ausbruch 2014 betroffen war. Zudem liegt er nur wenige Kilometer von einer großen Fleischmehlfabrik entfernt. „Wie wahrscheinlich ist bei dieser Indizienlage, dass sich die abgeschlossene Massenhaltung ĂŒber den Kot von Wildvögeln angesteckt haben könnte?“, so Lachmann. Diese Frage bleibt bisher vom FLI unbeantwortet.

Der NABU fordert Bund und LĂ€nder auf, die Suche nach den Haupt-Übertragungswegen dringend auch auf die Transporte und Stoffströme der GeflĂŒgelindustrie auszudehnen. „Achselzuckend nur auf die Zugvögel als angeblich unvermeidliche Infektionsherde zu verweisen, verspielt die Chance, zukĂŒnftigen AusbrĂŒchen endlich einen Riegel vorzuschieben, und damit die ĂŒberproportionale Belastung von Freiland-GeflĂŒgelhaltungen durch die wiederkehrende Stallpflicht zu vermeiden und gleichzeitig auch die Gefahr fĂŒr Wildvögel zu bannen“, so Lachmann.
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Deutsches Zusatzstoffe Museum Hamburg
Korb mit Zusatzstoffen / Foto: Deutsches Zusatzstoffmuseum
 
Deutsches Zusatzstoffe Museum Hamburg
Zusatzstoffe gehören ins Museum. Nicht ins Essen.

Zur Herstellung von Lebensmitteln dĂŒrfen in der EU Tausende von ZusĂ€tzen wie Aroma- und Farbstoffe, Enzyme und GeschmacksverstĂ€rker beigemischt werden. Viele von ihnen mĂŒssen nicht einmal deklariert werden. Selbst bei Bioprodukten sind zahlreiche Zusatzstoffe erlaubt.

Das Deutsche Zusatzstoffmuseum erklÀrt, warum das so ist: es zeigt, wo nicht deklarierte ZusÀtze enthalten sein können, wie sie manchmal verschleiert werden und welche Möglichkeiten bestehen, auf derartige ZusÀtze zu verzichten.
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Unser Haus – Fit fĂŒr die Zukunft
Foto: fesa e.V.
 
Unser Haus – Fit fĂŒr die Zukunft
Wie Jugendliche zu Klimabotschaftern in ihren Familien werden

Freiburg, 14.11.2016: In den Schuljahren 2014/2015 und 2015/2016 nahmen insgesamt 15 Schulklassen am fesa-Projekt „Unser Haus – Fit fĂŒr die Zukunft“ erfolgreich teil. Sie untersuchten ihre ElternhĂ€user auf energetische Schwachstellen und lernten, Sanierungs- und EnergiesparvorschlĂ€ge zu erarbeiten. Ermöglicht wurde das Projekt durch eine Förderung aus dem badenova-Innovationsfonds. Nun ist es an der Zeit, eine Bilanz zu ziehen.

Jugendliche sind die Hausbesitzer und damit die energetischen Sanierer von morgen. Jugendliche sind außerdem wichtige Botschafter fĂŒr klimabewusstes Verhalten in ihren Familien. Deshalb hat der fesa e.V. das Projekt „Unser Haus – Fit fĂŒr die Zukunft“ konzipiert, in dem der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen und die finanziellen und ökologischen Vorteile einer nachhaltigen Bauweise vermittelt wurden.

Um was ging es?
Im Projekt lernten Jugendliche der 9. bis 11. Klasse die einzelnen Elemente der energetischen GebĂ€udesanierung kennen. Zum Einstieg befassten sich die SchĂŒlerInnen mit den Themen Klimawandel und Klimaschutz. Im Laufe von mehreren Projektstunden lernten sie dann die GebĂ€udesanierung als einen wichtigen Baustein zum Klimaschutz kennen. Durch einen tieferen Einstieg in das Thema GebĂ€udesanierung konnten die Jugendlichen spĂ€ter sogar komplexe Begriffe wie WĂ€rmebrĂŒcke und U-Wert erklĂ€ren. Mit diesem Wissen im GepĂ€ck nahmen die SchĂŒlerInnen die eigenen HĂ€user unter die Lupe. Sie analysierten den Ist-Zustand des GebĂ€udes und dokumentierten diesen mit Hilfe von Fotos. UnterstĂŒtzung bekamen sie dabei von Florian Schmid, einem Mitarbeiter der Energieagentur Regio Freiburg. Er ging auf grundsĂ€tzliche Fragen der energetischen GebĂ€udesanierung ein und erklĂ€rte anschaulich die Eigenschaften der verschiedenen Bauteile anhand eines Fenstermodells und kleiner DĂ€mmstoffexponate. ZusĂ€tzlich gab er den Jugendlichen individuelle Tipps, wie sie den energetischen Zustand ihrer ElternhĂ€user verbessern können. Die SchĂŒlerInnen prĂ€sentierten anschließend ihre Ergebnisse vor der Klasse. „Viele SchĂŒlergruppen haben richtig gute Arbeiten abgeliefert und sich viele Gedanken zu einem energieeffizienten GebĂ€ude gemacht“, meint Florian Schmid. Je nach Zeitbudget fanden in einigen Klassen zusĂ€tzlich Exkursionen zu einer Sanierungsbaustelle oder zu einem Handwerksbetrieb statt. So konnte zum Beispiel eine Emmendinger Klasse gemeinsam mit dem Architekten und dem Quartiersmanager eine aktuelle Sanierungsbaustelle besichtigen.

Wer hat teilgenommen?
Am Projekt haben sowohl Realschulen als auch Gymnasien aus der gesamten Region SĂŒdbaden teilgenommen. So beteiligten sich Klassen aus Rheinfelden, Neuenburg, MĂŒllheim, Bad Krozingen, Gundelfingen, Emmendingen, Elzach, Kirchzarten, Ettenheim und Lahr am Projekt. Die Klassenstufen erstreckten sich von der 9. bis zur 11. Klasse. Das Projekt war immer in den Unterricht integriert. In den Realschulen geschah dies im Rahmen der FĂ€cher Naturwissenschaftliches Arbeiten (NwA), Technik oder Physik. In den Gymnasien wurde das Projekt immer in das Fach Naturwissenschaft und Technik (NwT) integriert. Eine Gewerbeschule konnte das Projekt ebenfalls integrieren, hier wurde die 11. Klasse mit dem Profilfach "Umwelttechnik" gewĂ€hlt.

Wie kam es an?
FĂŒr Herrn Schienle, den verantwortlichen Lehrer an der Realschule in Lahr, war das Projekt „ein guter Einstieg in die Themen Klimaschutz, Klimawandel und GebĂ€udesanierung. Man merkt, dass sich die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler nun Gedanken ĂŒber das Thema und damit auch ĂŒber ihre Zukunft machen. Auch die PrĂ€sentationen waren eine gute Übung.“ Auch die Jugendlichen gaben positives Feedback zum Projekt: So fand eine SchĂŒlerin: „Es war interessant, vor allem auch fĂŒr die eigene Zukunft.“ Ein anderer SchĂŒler bemerkte: „Es war mal was Anderes, abwechslungsreich.“ Viele SchĂŒlerInnen meinten, das Projekt habe ihnen Spaß gemacht und viele fanden es spannend, das eigene Haus zu untersuchen.

Wie war die Organisation?
DurchgefĂŒhrt wurde das Projekt von pĂ€dagogisch geschulten Energiefachleuten des fesa e.V. Die Umsetzung im durchgefĂŒhrten Umfang wurde durch einen Zuschuss des badenova Innovationsfonds Klima- und Wasserschutz in Höhe von 20.000 Euro und durch Mittel der GlĂŒcksspirale des Ministeriums fĂŒr Umwelt, Klima und Energiewirtschaft ermöglicht.

Wie geht es weiter?
Aktuell erfolgt eine weitere Aufbereitung der einzelnen Module, so dass sie interessierten LehrkrĂ€ften zur VerfĂŒgung gestellt werden können. Zwei Schulen, die im ersten Schuljahr am Projekt teilgenommen haben, konnten bereits die Materialien nutzen, um das Projekt in weiteren Klassen durchzufĂŒhren. Auf diesem Weg erfolgt auch in den folgenden Schuljahren eine WeiterfĂŒhrung des Projekts. Einzelne Elemente des Projektes können bei Interesse an weiteren Schulen in der Region durchgefĂŒhrt werden.
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Kiebitze wieder in Freiburg
Umweltschutzamt schĂŒtzt gemeinsam mit Opfinger
Landwirt die stark gefĂ€hrdete und streng geschĂŒtzte
Vogelart

Es ist eine kleine Sensation, denn erstmals in diesem Jahr
haben wieder Kiebitze in Freiburg gebrĂŒtet. Seit Mitte der
1990er Jahre sind die BestĂ€nde des schwarz-weiß
gefiederten, taubengroßen Vogels rapide zurĂŒckgegangen;
von den 1996 noch 2000 Brutpaaren am sĂŒdlichen Oberrhein
sind nur noch wenige Restpopulationen ĂŒbrig geblieben. Mit
seinem „Kiwitt, kiwitt“-Rufen ist der Kiebitz mit seiner auf dem
Kopf sitzenden Federhaube auch fĂŒr Nicht-Ornithologen leicht
zu erkennen.

Der Kiebitz bevorzugt fĂŒr sein BrutgeschĂ€ft feuchtes
GrĂŒnland, das er kaum noch in den immer intensiver
genutzten Kulturlandschaften vorfindet. Dies ist einer der
HauptgrĂŒnde fĂŒr den RĂŒckgang der mittlerweile in der Roten
Liste Baden-WĂŒrttembergs als stark gefĂ€hrdet eingestuften
und nach Bundesnaturschutzgesetz streng geschĂŒtzten
Vogelart.

Viele der Kiebitze sind daher auf AckerflÀchen ausgewichen.
Durch die Bewirtschaftung der Äcker durch die Landwirte und
der damit verbundenen Störung waren diese FlĂ€chen fĂŒr die
Vögel aber keine wirkliche Alternative zum BrĂŒten.

Ein lokaler Ornithologe entdeckte in diesem FrĂŒhjahr mehrere
Kiebitze ĂŒber einem Acker in Opfingen. Aufgrund seines
Hinweises konnten die Experten des Umweltschutzamts
rechtzeitig reagieren, informierten sofort den Landwirt und
lokalisierten schnellstmöglich die Nester vor Ort, und planten
geeignete Schutzmaßnahmen, um den Vögeln eine
erfolgreiche Brut auf den AckerflÀchen zu ermöglichen.

„Kiebitze habe ich schon lange nicht mehr auf meinen
FlĂ€chen gesehen“, freute sich der betroffene Landwirt Erwin
Wagner und war sofort bereit die Brutvögel zu schĂŒtzen. So
verzichtete er darauf, auf einer 100 Quadratmeter großen
FlÀche um die Kiebitz-Gelege den Boden zu bearbeiten und
Mais einzusĂ€en. So wurden die brĂŒtenden Kiebitze nicht
gestört, auch das spĂ€tere Überwachsen der Nester durch den
Mais konnte damit vermieden werden. Die Kiebitze und ihre
KĂŒken brauchen eine niedrige Vegetation, in der sie Nahrung
suchen, Deckung finden und ihre Umgebung im Blick haben
können.

Als Ausgleich fĂŒr seine Ertragseinbußen und wirtschaftlichen
Mehraufwand zum Schutz der brĂŒtenden Kiebitze konnte das
Umweltschutzamt dem Landwirt einen LandschaftspflegeVertrag
vermitteln. Das Naturschutzrecht in BadenWĂŒrttemberg
macht es möglich, dass Landwirte fĂŒr
Aufwendungen und ErtragsausfÀlle im Zusammenhang mit
Artenschutzmaßnahmen entschĂ€digt werden können.

Die MĂŒhe hat sich gelohnt und es wurden etliche junge
Kiebitze im Sommer ĂŒber den Feldern von Opfingen
gesichtet. „Das zeigt, wie wichtig eine vertrauensvolle
Zusammenarbeit zwischen ehrenamtlichem Naturschutz,
Landwirtschaft und Verwaltung ist, um Erfolge beim
Artenschutz im Offenland zu erzielen“ stellt Harald Schaich
vom Umweltschutzamt fest. Es ist zu erwarten, dass die
Kiebitze als ortstreue Vögel im nĂ€chsten FrĂŒhjahr wieder
zurĂŒckkommen werden. Aus diesem Grunde plant das
Umweltschutzamt jetzt gemeinsam mit dem Landwirt, die
Bewirtschaftung seiner FlĂ€che dauerhaft an die BedĂŒrfnisse
des Kiebitzes anzupassen.
 
 

 
Immerhin ein Klimaschutzplan – wenn auch ein zerpflĂŒckter
Kohleausstieg und Einsparziele viel zu vage, gute Ziele beim Verkehr


Zur nun doch erfolgten Einigung auf einen Klimaschutzplan 2050 kommentiert NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke: „Immerhin: Frau Hendricks hĂ€lt jetzt einen Plan in HĂ€nden, wenn auch einen ziemlich zerpflĂŒckten. Deutschland hat in letzter Minute die Blamage abgewendet, planlos zur Weltklimakonferenz reisen zu mĂŒssen. Doch der Plan wirft kein gutes Licht auf den ehemaligen Klimaprimus. Überdeutlich wird die Uneinigkeit der Minister, selten wurde bei einem Thema so gezankt und gezerrt. Dass schon jetzt vereinbart wurde, den Klimaschutzplan in zwei Jahren nochmal nachzuschĂ€rfen, spricht BĂ€nde.“

Es sei kein gutes Signal, dass sich die Bundesregierung weder dazu durchringen konnte, das Ziel Kohleausstieg klar zu benennen noch die notwendige Senkung der Emissionen um 95 Prozent bis 2050 festzuschreiben. „Der Kohleausstieg ist nur sehr verklausuliert genannt. Mit Blick auf den nahenden Wahlkampf soll wohl vorerst damit beruhigt werden, dass eine Kommission fĂŒr Wachstum, Strukturwandel und Regionalentwicklung eingerichtet wird, die erst in zwei Jahren die Arbeit aufnehmen soll. Das ist aber viel zu spĂ€t. Bis dahin muss wenigstens gestellt sein, dass diese Kommission den Kohleausstieg in Deutschland innerhalb der nĂ€chsten 20 Jahre organisiert. Denn wir mĂŒssen heute sicherstellen, dass es in den betroffenen Regionen nicht zu StrukturbrĂŒchen kommt“, so Tschimpke.

Einsparungen seien kĂŒnftig in allen Bereichen notwendig. Dass im Klimaschutzplan fĂŒr jeden Wirtschaftssektor Zwischenziele bis zum Jahr 2030 genannt sind, sei daher wichtig und richtig. „Damit hat es endlich ein Ende, dass jeder Sektor auf den anderen zeigt – alle mĂŒssen liefern. Die Ziele fĂŒr den Verkehr beispielsweise begrĂŒĂŸen wir, 40 Prozent sind ein gutes Einsparziel. Dass die Wirtschaft hingegen auf dem letzten Meter noch Rabatte erhalten hat, verlagert das Problem nur – und zwar ausgerechnet auf den GebĂ€udesektor. Hier fehlen bislang geeignete Konzepte, wie die Sanierungsquote tatsĂ€chlich steigen soll.“

Mit Blick auf die kommende Bundestagswahl fordert der NABU ein Klimaschutzgesetz, das dem zÀhen Ringen um den Klimaschutz in Deutschland ein verbindliches Ende setzt.
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NABU: Klimaziele voranbringen
Bundesvertreterversammlung tagte in Essen


Der NABU hat die Bundesregierung erneut aufgefordert, ein Klimaschutzgesetz auf den Weg zu bringen, um die international vereinbarten Klimaziele konsequent in Deutschland voranzutreiben und den Ausbau erneuerbarer Energien naturvertrÀglich umzusetzen. Aus NABU-Sicht reiche der jetzt vorliegende Klimaschutzplan 2050 nicht aus, um den im Pariser Klimaabkommen formulierten Zielen zur Begrenzung der ErderwÀrmung gerecht zu werden. Ein verbindliches Gesetz sei nötig, um die Transformation zu einer klimaneutralen Wirtschaft und Gesellschaft zielgerichtet zu verfolgen und langfristig Planungs- und Investitionssicherheit zu erreichen.

„Die derzeitige geplante Minderung von 80 bis 95 Prozent bis 2050 steht nicht im Einklang mit dem völkerrechtlich verbindlichen Ziel, die ErderwĂ€rmung auf deutlich unter zwei Grad oder besser noch 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Hier muss die Bundesregierung nachbessern und als Zielmarke mindestens 95 Prozent Treibhausgasminderung setzen“, so Tschimpke. Auch wenn sich die Bundesregierung mit der Formulierung des Kohleausstiegs schwer tue, mĂŒsse jetzt der geordnete Ausstieg geplant und schrittweise eingeleitet werden. Der NABU fordert einen gesetzlich geregelten Kohleausstiegsplan, um in spĂ€testens 20 Jahren komplett unabhĂ€ngig von Kohlekraftwerken zu sein.

Die Delegierten befassten sich mit dem naturvertrĂ€glichen Ausbau der Windenergie an Land und auf See. Bei der Standortwahl von Windenergieanlagen können aus NABU-Sicht viele Konflikte vermieden werden, durch eine sorgfĂ€ltige Standortwahl sowie QualitĂ€tssicherung bei der Planungspraxis. NaturvertrĂ€glichkeit mĂŒsse integraler Bestandteil der Energiewende werden.

„Dass inzwischen bereits ĂŒber 26.000 Windkraftanlagen in Deutschland stehen, zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind. Wir gewinnen aber nichts, wenn unsere Artenvielfalt durch schlecht geplante oder alte, wenig leistungsstarke Anlagen beeintrĂ€chtigt wird. FĂŒr eine erfolgreiche naturvertrĂ€gliche Energiewende ist es aber notwendig, dass sich zu aller erst unser Ressourcen-und Energieverbrauch reduziert und Effizienzpotentiale gesteigert und genutzt werden“, so Tschimpke.

Der NABU-Landesvorsitzende Josef Tumbrinck verwies auf die zurĂŒckliegenden 50 Jahre erfolgreicher Naturschutzarbeit in NRW. Dass es gelungen sei, die Bundesdelegiertenversammlung im JubilĂ€umsjahr des Landesverbandes an den GrĂŒndungsort des NABU NRW nach Essen zu holen, sei eine besondere Auszeichnung, zeige aber auch die Bedeutung des drittgrĂ¶ĂŸten Landesverbandes. So sei NRW mit seinem Landesklimaschutzgesetz und dem Landesklimaschutzplan bundesweit Vorreiter. „Die darin enthaltenen Ziele, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 25 Prozent und bis 2050 um 80 Prozent gegenĂŒber dem Niveau von 1990 zu senken, erfordern allerdings massive Anstrengungen zur Energieeinsparung und Steigerung der Energieeffizienz sowie eine konsequente und vollstĂ€ndige Umstellung unserer Stromversorgung auf erneuerbare Energien. Der NABU erwartet aber genauso deutlich eine naturvertrĂ€gliche Umsetzung der Energiewende, die den Erhalt der biologischen Vielfalt als wichtiges Kriterium konsequent berĂŒcksichtigt“, so Tumbrinck.

Mit Blick auf die Bundestagswahl 2017 legte der NABU in Essen Kernforderungen fĂŒr eine zukunftsfĂ€hige Umweltpolitik in Deutschland vor. Neben der Umsetzung der Klimaziele sieht der NABU dringenden Handlungsbedarf, um den alarmierenden Verlust der biologischen Vielfalt in der EU zu stoppen. „Wenn wir das Artensterben aufhalten und unsere Umwelt- und Lebensgrundlagen besser schĂŒtzen wollen, brauchen wir eine drastische Reform der EU-Agrarpolitik. Statt Gelder nach dem Prinzip Gießkanne zu verteilen, sollten nachhaltiges Wirtschaften und Naturschutzleistungen durch gezielte PrĂ€mien gefördert werden. Das ist auch effizient und fair fĂŒr den Steuerzahler“, so Tschimpke. Hier hat der NABU bereits in Berlin VorschlĂ€ge unterbreitet, wie Fördergelder kĂŒnftig so verteilt werden können, dass Umwelt und Landwirte gleichermaßen profitieren. Am 16. November wird er diese dann auch in BrĂŒssel vorstellen.

Die intensive Landwirtschaft mit ihrem flĂ€chendeckenden, massiven Pestizideinsatz gilt auch als Hauptverursacher des Insektensterbens. Anfang 2015 lieferten Forschungsergebnisse aus Nordrhein-Westfalen alarmierende Zahlen: Danach ist die Biomasse der heimischen Insekten in den letzten 20 Jahren um 80 Prozent zurĂŒckgegangen. In einer von der NABU-Bundesvollversammlung verabschiedeten Resolution zum Insektensterben, forderten die Delegierten Bund und LĂ€nder mit Nachdruck auf, alle Maßnahmen, die sich schĂ€dlich auf die biologische Vielfalt auswirken, rasch zu unterbinden. So mĂŒsse, der Wandel zu einer ökologisch vertrĂ€glichen Forst- und Landwirtschaft eingeleitet, die Agrarförderung an die nachhaltige Bewahrung der BiodiversitĂ€t gekoppelt sowie die bereits geltenden Gesetze strikter kontrolliert werden.
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Vogelgrippe: NABU bemÀngelt Ursachenforschung zur Virenverbreitung
Der NABU warnt davor, sich bei der BekĂ€mpfung der Vogelgrippe ausschließlich auf Wildvögel zu konzentrieren. "Die Ursachenforschung zur Ausbreitung der GeflĂŒgelpest darf nicht in eine Sackgasse geraten", sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. WĂ€hrend unbestritten sei, dass bei einem akuten Auftreten der Vogelgrippe unter Wildvögeln die Gefahr bestĂŒnde, dass HausgeflĂŒgelhaltungen durch Wildvögel infiziert werden könnten, hieße das noch lange nicht, dass andere Infektionswege nicht möglich seien. "Gerade bei geschlossenen Massentierhaltungen ist ein Vireneintrag ĂŒber den weltweiten GeflĂŒgelhandel und seine Stoffströme wahrscheinlicher als eine Infizierung durch Kontakt mit erkrankten Wildvögeln", so Miller.

Mit Sorge verfolgt der NABU daher die Berichterstattung ĂŒber die Ursachenforschung bei der betroffenen Großmastanlage in Grumby in Schleswig-Holstein. "Dort werden anscheinend ausschließlich mögliche Kontakte zu Wildvögeln untersucht. Dringend zu untersuchen wĂ€re aber auch, welche Handelsbeziehungen der Betrieb in der letzten Zeit hatte, wann und von wo zuletzt Eier und GeflĂŒgel zugekauft wurden, woher Futtermittel stammen, wie Abfallstoffe entsorgt wurden, wo Schlachtungen durchgefĂŒhrt werden oder mit welchen Orten oder Betrieben Mitarbeiter oder Besucher zuletzt in Kontakt standen", sagte NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann. Ohne eine mindestens gleichwertige Untersuchung der beiden denkbaren Vireneintragswege ließen sich kaum plausible Schlussfolgerungen ziehen.

Zudem sollten laut NABU alle Anstrengungen unternommen werden, die Quelle des aktuellen mitteleuropĂ€ischen Ausbruchsgeschehens ausfindig zu machen. Die zuletzt allgemein verbreitete Ansicht, dass das Virus ĂŒber sibirische Zugvögel nach Deutschland gekommen ist, halten die Experten fĂŒr wenig plausibel. Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen verschwinden hochpathogene Vogelgrippe-Viren sehr schnell wieder aus Wildvogelpopulationen. Zwischen den AusbrĂŒchen von 2014 und heute konnten in ganz Europa keine dieser Viren bei Wildvögeln festgestellt werden. Wildvögel werden daher wahrscheinlich immer wieder neu aus der GeflĂŒgelwirtschaft angesteckt, wo sich das Virus nachweislich in Asien, aber auch in Ägypten, bestĂ€ndig hĂ€lt.
Das gleichzeitige Auftreten zahlreicher erkrankter Reiherenten an drei Orten in Mitteleuropa lÀsst Ornithologen eher vermuten, dass es eine akute Ansteckungsquelle in Osteuropa gab, von der die Enten wÀhrend der kurzen Inkubationszeit der Krankheit auf dem Weiterzug nach Westen die hiesigen Rastgebiete erreichten.

"Aufgrund der besonderen Betroffenheit der Reiherente, wĂ€re z.B. ein mit GeflĂŒgelkot gedĂŒngtes Fischteichgebiet - beliebte Rastgebiete dieser Art - denkbar, auch wenn diese Praxis zumeist verboten ist. WĂ€re das Virus dagegen bei sibirischen Zugvögeln weit verbreitet, hĂ€tte man höchstwahrscheinlich bereits ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum an vielen verschiedenen Orten infizierte Wildvögel unterschiedlicher Arten finden mĂŒssen. Der Vogelzug aus dem Osten beginnt nicht erst im November", so Lachmann.

Sowohl zum Schutz der GeflĂŒgelwirtschaft als auch fĂŒr das Wohl der Wildvögel fordert der NABU die zustĂ€ndigen Behörden daher auf, sich bei der Ursachenforschung fĂŒr die Verbreitung der Vogelgrippe nicht auf die Verbreitung durch Wildvögel zu beschrĂ€nken. FĂŒr eine effiziente SeuchenbekĂ€mpfung mĂŒssten alle Optionen vorbehaltlos geprĂŒft werden.
 
 



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