oekoplus - Freiburg
Samstag, 18. August 2018
  --- Besuchen Sie unser neues Informationsportal wodsch.de
Uhr
  •  


Verschiedenes

 
NABU: Ein Jahr Abgas-Skandal – zu wenig aus Dieselgate gelernt
Minister Dobrindt hĂ€lt weiter seine schĂŒtzende Hand ĂŒber die Autoindustrie

Ein Jahr nach dem Bekanntwerden des Abgas-Skandals bei VW kritisiert der NABU die weiterhin mangelnde Bereitschaft von Automobilindustrie und Bundesregierung, der Abgasbelastung durch Pkw mit wirksamen Maßnahmen entgegenzuwirken. Anstatt anzuerkennen, dass ein Großteil der Fahrzeuge offenkundig nicht die nötige Schadstoffminderung liefert und hierfĂŒr adĂ€quate Lösungsstrategien zu entwickeln, erweckt die Branche den Eindruck, dass nicht die tatsĂ€chliche Minderung von Emissionen, sondern allenfalls das Einhalten von Grenzwerten unter Laborbedingungen von ihnen gefordert wird. Dass nun ausgerechnet die Bundesregierung und insbesondere Bundesverkehrsminister Dobrindt diese Praxis nicht nur geduldet, sondern durch weitestgehende UntĂ€tigkeit auch noch befördert haben, ist aus NABU-Sicht ein Hohn fĂŒr sĂ€mtliche BemĂŒhungen von StĂ€dten und Gemeinden, die Luftschadstoffbelastung vor Ort auf ein unbedenkliches Maß zurĂŒckzufĂŒhren.

NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller: „Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hĂ€lt entgegen öffentlicher AnkĂŒndigungen weiter seine schĂŒtzende Hand ĂŒber die Autoindustrie. Es ist ein fatales Signal an Hersteller und Kunden, wenn nicht einmal der Gesetzgeber selbst ein Interesse daran zeigt, bestehende MĂ€ngel zĂŒgig zu beseitigen. Dieses unverantwortliche Verhalten geht eindeutig zulasten der Umwelt, vor allem aber der Gesundheit der BĂŒrger.“ Das bisher einzige Ergebnis einer monatelangen Untersuchungskommission ist die „freiwillige Serviceaktion“ der Autoindustrie, bei der die Hersteller Fahrzeuge zur Reduzierung des sogenannten Thermofensters in die WerkstĂ€tten zurĂŒckrufen.“ Wie diese Serviceaktion aussieht, kann konkret am Beispiel des Porsche Macan beobachtet werden: Unterhalb von plus fĂŒnf Grad Celsius reduziert Porsche auch in Zukunft die Wirksamkeit des Stickoxidkatalysators und das mit dem Segen des Verkehrsministers. Es sei zu befĂŒrchten, dass auch anderen Herstellern vergleichbare, amtliche Freibriefe ausgestellt wĂŒrden, die weiter zu hohe Abgaswerte erlauben.

NABU-Verkehrsexperte Dietmar Oeliger: „Ein Jahr nachdem die Bombe um manipulierte Abgaswerte bei Volkswagen geplatzt ist, hat die Autoindustrie zu wenig aus dem Skandal gelernt. Selbst neue Fahrzeuge der Abgasstufe Euro 6 ĂŒbersteigen im realen Straßenbetrieb immer noch die erlaubten Grenzwerte fĂŒr Stickoxidmengen und begrĂŒnden dies vielfach mit dem Phantasiebegriff Thermofenster. Dabei ist lĂ€ngst deutlich geworden, dass es technisch unhaltbar ist, sich hinter Motorschutzargumenten zu verstecken.“ Dieses Auftreten sei angesichts der Ausmaße des Skandals völlig unbegreiflich, illustriere aber die Arroganz und Narrenfreiheit einer Branche, die sich seit Jahrzehnten des politischen RĂŒckhalts auf höchster Ebene sicher sein könne.

Neben der Nachbesserung der bestehenden Flotte auf echte Euro-6-Werte im Realbetrieb, mĂŒsse aus Sicht des NABU daher unter anderem eine Reform des Zulassungsverfahrens in der Zukunft ganz eindeutig die Möglichkeiten von Manipulationen dieser Art unterbinden. Dazu hat der NABU bereits im Dezember vergangenen Jahres zusammen mit anderen UmweltverbĂ€nden ein Konzept vorgestellt. Es basiert in erster Linie auf realen Messungen der Abgaswerte auf der Straße und nicht im Labor, einer ErklĂ€rung des Herstellers ĂŒber die Einhaltung der Werte und empfindlichen Sanktionen bei der Missachtung der Grenzwerte.

„Es ist ein Treppenwitz, dass die des Betruges ĂŒberfĂŒhrten Autohersteller in Europa nicht fĂŒr ihr Vergehen bestraft werden, sondern allenfalls die Fahrzeuge per Software nachrĂŒsten mĂŒssen. Man stelle sich vor, ein Raser wird erwischt, muss aber keine Strafe fĂŒrchten, sondern nur gelobigen, sich kĂŒnftig an die Regeln zu halten. Dies wĂ€re eine Einladung zur KriminalitĂ€t, die der Verkehrsminister bei der Autoindustrie weiterhin duldet“, so Oeliger.
Mehr
 

 
Mehrweg fĂŒrs Meer
MĂŒllvermeidung in StrandnĂ€he: NABU startet ein Pilotprojekt zur EinfĂŒhrung eines Mehrwegsystem in der Strandgastronomie auf Fehmarn

Im Einsatz gegen die VermĂŒllung der Ostsee hat der NABU gemeinsam mit lokalen Partnern ein neues Pilotprojekt auf der Ostseeinsel Fehmarn gestartet. Dort können Strandurlauber kĂŒnftig selbst entscheiden, ob sie anstatt auf Einweggeschirr auf eine umweltfreundliche Mehrwegvariante setzen, wenn sie ihr Fischgericht, Pommes-Frites oder eine Quarkspeise mit an den Strand nehmen wollen. „Mit dem NABU-Projekt ‚Mehrweg fĂŒrs Meer‘ wollen wir zeigen, wie einfach es sein kann, am Strand MĂŒll zu vermeiden, bevor er achtlos weggeworfen eine Gefahr fĂŒr Tiere und Menschen durch die Zersetzung im Meere werden kann“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller.

Unsere Meere verkommen immer mehr zu MĂŒllkippen fĂŒr PlastikabfĂ€lle jeder Art. Jedes Jahr kommen ĂŒber zehn Millionen Tonnen hinzu – ein großer Teil davon Verpackungsmaterialien. „Jeder Deutsche verbraucht jĂ€hrlich ca. 60 Coffee-to-go-Becher, die nur 15 Minuten gebraucht und dann weggeworfen werden. Eine unnötige Verschwendung wertvoller Ressourcen“, erlĂ€uterte NABU-Projektleiterin Lea Schenkelberg.

Ab sofort können Kunden in beteiligten Restaurants die Verpflegung fĂŒr den Besuch am Strand im umweltfreundlichen Mehrweggeschirr erhalten. Nach dem Verzehr kann das Geschirr bei einem beliebigen teilnehmenden Partner wieder abgegeben werden und verbleibt so im Kreislauf. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem CafĂ© El Sol, dem FischlĂ€dchen, der Quarkeria, dem Camping- und Ferienpark Wulfener Hals sowie dem NABU-Wasservogelreservat Wallnau hier auf Fehmarn erste Vorreiter gefunden haben, die sich fĂŒr den Ressourcen- und Meeresschutz stark machen und wir so das Engagement unserer Insel fĂŒr den Umweltschutz weiter ausbauen können“, sagte Fehmarns BĂŒrgermeister Jörg Weber.

Durch den Aufbau des Mehrwegsystems fĂŒr ökologisch nachhaltiges Geschirr leisten die beteiligten Gastronomen und ihre Kunden einen Beitrag zum Schutz der Meere, denn ein Mehrwegsystem hilft Abfall zu vermeiden, Ressourcen zu schonen und schĂŒtzt so die Meere und seine Bewohner. Gemeinsam können Betriebe, Fehmaraner und FeriengĂ€ste das MĂŒllaufkommen am Strand und in der Umgebung reduzieren, sodass die Ostsee sauber bleibt.

„Wir dĂŒrfen uns nicht darauf beschrĂ€nken, den MĂŒll wieder aus unserer Umwelt zu entfernen. Es gilt: MĂŒll sollte erst gar nicht entstehen und ins Meer gelangen. Hier soll das Pilot-Projekt „Mehrweg fĂŒrs Meer“ einen wichtigen Beitrag leisten“, so Miller. Der NABU hofft, dass in Zukunft weitere Kommunen und gastronomische Betriebe Mehrwegalternativen anbieten und das Engagement entlang der KĂŒsten zum Schutz unserer Meere ausgeweitet werden kann.

Hintergrund:

Das NABU-Pilotprojekt „Mehrweg fĂŒrs Meer“ wird unterstĂŒtzt mit Geldern der Veolia Stiftung, die sich unter anderem fĂŒr die Sensibilisierung einer breiten Öffentlichkeit fĂŒr einen respektvollen Umgang mit der Umwelt engagiert. In Zusammenarbeit mit den Gastronomen entlang der Strandpromenaden bzw. in der strandnahen Innenstadt von Fehmarn soll den Kunden die Möglichkeit gegeben werden, auf Mehrweggeschirr umzusteigen. Dieses ist abwaschbar und wird nach der RĂŒckgabe wiederverwertet. Das Geschirr ist einheitlich gekennzeichnet und kann an jedem Standort der Initiative zurĂŒckgegeben werden.
Mehr
 

 
NaturschĂŒtzer und Wassersportler werden GewĂ€sserretter
Internetportal startet zum International Coastal Cleanup Day (17.9.)

AnlĂ€sslich des diesjĂ€hrigen International Coastal Cleanup Day am 17. September rufen die drei SpitzensportverbĂ€nde des Deutschen Olympischen Sportbunds und Deutschlands grĂ¶ĂŸter Naturschutzverband zu Reinigungsaktionen an GewĂ€ssern auf und warnen vor der zunehmenden Bedrohung durch PlastikmĂŒll. Gemeinsam starten der Deutsche Kanu-Verband e.V. (DKV), der Deutsche Segler-Verband e.V. (DSV), der Verband Deutscher Sporttaucher e.V. (VDST) und der NABU das Internetportal www.gewĂ€sserretter.de Hier können MĂŒllfunde gemeldet und Reinigungsaktionen organisiert werden. DarĂŒber hinaus gibt es Informationen rund um den GewĂ€sserschutz.

Auf der gemeinsamen Webseite können Wassersportler und Naturliebhaber ab sofort entdeckten MĂŒll dokumentieren und melden. Die gesammelten Daten werden in einer interaktiven Karte dargestellt und liefern wichtige Informationen ĂŒber die Abfallbelastung der deutschen GewĂ€sser. DarĂŒber hinaus können Reinigungsaktionen organisiert und ĂŒber soziale Medien beworben, Informationsveranstaltungen eingestellt und praktische Tipps zur MĂŒllvermeidung im Alltag und beim Sport abgerufen werden. Der heutige International Coastal Cleanup Day, an dem Tausende Freiwillige ausschwĂ€rmen, um ein StĂŒckchen Natur vom gefĂ€hrlichen ZivilisationsmĂŒll zu befreien, gibt den Startschuss fĂŒr das neue Portal.

PlastikmĂŒll stellt eine große Gefahr fĂŒr die Umwelt dar. JĂ€hrlich werden mehr als zehn Millionen Tonnen allein von Land in die Weltmeere eingetragen, Millionen Tiere sterben daran. Sie verschlucken Feuerzeuge oder SchraubverschlĂŒsse und verfangen sich in alten PlastiktĂŒten oder Fischernetzen. „Das Problem fĂ€ngt hier vor unserer HaustĂŒr an, ein Großteil des PlastikmĂŒlls wird ĂŒber die FlĂŒsse ins Meere gespĂŒlt, so trĂ€gt der Rhein jĂ€hrlich mehr als zehn Tonnen Mikroplastik in die Nordsee. Gemeinsam wollen wir ein Zeichen setzen und eine zentrale Anlaufstelle fĂŒr den Schutz unserer heimischen Meere, FlĂŒsse und Seen vor der zunehmenden MĂŒllgefahr aufbauen“, sagten die PartnerverbĂ€nde.

Die PlastikvermĂŒllung unserer Umwelt ist eine riesige Herausforderung. Doch wir alle können unseren Beitrag leisten. „AufrĂ€umen ist das eine, noch wichtiger ist aber, dass wir lernen, MĂŒll zu vermeiden, Ressourcen zu schonen und die richtigen gesellschaftspolitischen Signale senden. Hier möchten DKV, DSV, VDST und der NABU gemeinsam voran gehen“, so die VerbĂ€nde weiter.

Die Umsetzung von www.gewĂ€sserretter.de wurde mit finanzieller UnterstĂŒtzung des LebensmitteleinzelhĂ€ndlers REWE im Rahmen der strategischen Partnerschaft mit dem NABU ermöglicht.
Mehr
 

 
Umweltorganisationen demonstrieren gegen hohe VerbrÀuche von Lkw
CO2-Grenzwerte dringend erforderlich

Das Warten auf den effizienten Lkw muss ein Ende haben

Mit einer Protestaktion vor dem Eingang der weltgrĂ¶ĂŸten Nutzfahrzeugmesse IAA in Hannover haben die Umweltorganisationen NABU und Transport & Environment die zu hohen KraftstoffverbrĂ€uche bei Lkw scharf kritisiert und die EinfĂŒhrung von CO2-Grenzwerten gefordert. Unter dem Motto „20 Jahre ohne Fortschritt“ machten sie auf die unbequeme Wahrheit aufmerksam, dass Spritverbrauch und damit Klimagasausstoß seit zwanzig Jahren auf nahezu unverĂ€ndert hohem Niveau verharren.

NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller: „Das Warten auf den effizienten Lkw muss endlich ein Ende haben. Der wachsende StraßengĂŒterverkehr droht alle KlimaschutzbemĂŒhungen in anderen Bereichen zunichte zu machen. Die EU-Kommission sollte daher schleunigst ambitionierte Verbrauchsgrenzwerte fĂŒr Lkw einfĂŒhren, so wie sie es bereits erfolgreich fĂŒr Pkw und leichte Nutzfahrzeuge getan hat.“

Die europĂ€ischen Lkw-Hersteller Mercedes-Benz, MAN, Volvo, Scania, Renault und DAF dominieren den Weltmarkt, aber ihre WettbewerbsfĂ€higkeit sei in Gefahr, da in Europa anders als in den USA, China, Kanada und Japan keine Verbrauchsgrenzwerte fĂŒr Lkw existieren. Sollte die EuropĂ€ische Union nicht zeitnah entsprechende Regularien einfĂŒhren, verlöre sie auch in diesem Bereich die Vorreiterschaft an andere Nationen.

Dietmar Oeliger, NABU-Verkehrsexperte: „Zwischen 1995 und 2015 sind die SpritverbrĂ€uche von Lkw kaum oder gar nicht gesunken, da die Industrie vor allem in stĂ€rkere Motoren und mehr Fahrkomfort investiert hat. Der Klimaschutz blieb dabei auf der Strecke. So verbrauchte eine Lkw-Zugmaschine 1995 auf der Autobahn rund 22 Liter auf 100 Kilometer – zwei Jahrzehnte spĂ€ter kommen neue Lkw immer noch nicht mit weniger Kraftstoff aus.“

Stef Cornelis, Verkehrsexperte bei Transport & Environment: „Ohne deutlich effizientere Lkw wird es unmöglich sein, die Klimaschutzziele von Paris einzuhalten, denn der Lkw-Verkehr ist bereits heute fĂŒr 25 Prozent der straßenbasierten Kohlendioxidemissionen verantwortlich – Tendenz steigend. Hier steht nicht nur die GlaubwĂŒrdigkeit der EU im Umweltschutz auf dem Spiel, sondern auch die Innovationskraft der europĂ€ischen Lkw-Industrie.“
Mehr
 

 
17. CITES-Konferenz: NABU verfolgt Verhandlungen in Johannesburg
Weitreichende Entscheidungen zu Elefanten und Nashörnern erwartet

Am kommenden Samstag, den 24. September, startet in Johannesburg die 17. Konferenz des Washingtoner ArtenschutzĂŒbereinkommens (CITES). Zwei Wochen lang werden ĂŒber 2.000 Delegierte aus 183 Staaten ĂŒber die Regelung des internationalen Handels mit bedrohten Tier- und Pflanzenarten entscheiden. Der NABU beteiligt sich vor Ort an den Verhandlungen.

In Johannesburg stehen heiße Diskussionen und wichtige Entscheidungen ĂŒber den zukĂŒnftigen Schutz dutzender Arten bevor. Unter anderem wird ĂŒber das Schicksal des Afrikanischen Elefanten entschieden. Nur noch gut 350.000 der DickhĂ€uter ziehen durch die Savannen Afrikas, so das Ergebnis des gerade veröffentlichten, fast afrikaweiten Elefantenzensus. In den 70er Jahren waren es noch 1,2 Millionen. Schuld am dem dramatischen BestandsrĂŒckgang ist die Gier nach Elfenbein, die Wilderern und vor allem ihren HintermĂ€nnern viel Geld bringt. "Der NABU fordert die umfĂ€ngliche und dauerhafte Schließung aller nationalen und internationalen ElfenbeinmĂ€rkte. Nur so können wir ein Aussterben der Elefanten verhindern", sagte Heike Finke, NABU-PrĂ€sidiumsmitglied und Expertin fĂŒr internationalen Artenschutz. Ein Hoffnungsschimmer ist das Ergebnis der kĂŒrzlich auf Hawaii zu Ende gegangenen Konferenz der Weltnaturschutzunion (IUCN). Dort stimmten 91 Prozent aller Mitglieder fĂŒr ein Verbot der ElfenbeinbinnenmĂ€rkte, was CITES laut NABU nicht ignorieren kann. Dass das Thema auch Deutschland betrifft, zeigt ein aktueller Fall: 1,2 Tonnen Elfenbein wurden in den vergangenen Monaten sichergestellt, so viel wie nie zuvor. Das Elfenbein, sowohl verarbeitet als auch roh, stammt von mehr als 200 getöteten Afrikanischen Elefanten und hat einen Marktwert von ĂŒber einer Millionen Euro.

Die Verhandlungen in Johannesburg könnten auch entscheidend fĂŒr das Überleben von Nashörnern sein, deren Horn eines der wertvollsten HandelsgĂŒter ĂŒberhaupt ist und vor allem Anwendung in der Traditionellen Asiatischen Medizin findet. Die Wilderei auf afrikanische Nashörner steigt seit 2008 kontinuierlich an und hat 2015 mit 1.342 gewilderten Tieren ihren bisherigen Höchststand erreicht. Dennoch fordert Swasiland, mit RĂŒckendeckung des Gastlandes SĂŒdafrika, den internationalen Handel mit Nashorn wieder zu erlauben.

Auch um die weniger bekannten Schuppentiere steht es derzeit schlecht. Mit etwas GlĂŒck könnten sie auf der Konferenz den Sprung auf Anhang I der Konvention schaffen. "Das damit verbundene Handelsverbot, das auch bei der IUCN breite UnterstĂŒtzung fand, ist lĂ€ngst ĂŒberfĂ€llig. Schuppentiere sind die am hĂ€ufigsten illegal gehandelten SĂ€ugetiere der Welt. Die Nachfrage nach ihren Schuppen fĂŒr die Traditionelle Chinesische Medizin hat die Tiere fast bis an den Rand der Ausrottung gebracht", erlĂ€uterte Finke.

Weniger gut könnte es hingegen fĂŒr den auch in Deutschland heimischen Wanderfalken laufen. In den 1950er Jahren fast ausgerottet, haben sich die BestĂ€nde weltweit erholt. Das hat Kanada dazu veranlasst, eine Aufhebung des Handelsverbotes zu beantragen. "Aus Sicht des NABU wĂ€re dies eine unverantwortliche Maßnahme, da es nach wie vor Hinweise auf umfangreichen illegalen Handel mit diesen Raubvögeln gibt", so Finke.

Neben den Landtieren stehen auch in diesem Jahr wieder einige Meeresbewohner auf der Agenda der CITES-Konferenz. So werden beispielsweise strengere Schutzmaßnahmen fĂŒr die von Überfischung bedrohten Fuchs- und Seidenhaie sowie Teufelsrochen zur Diskussion stehen - sehr zum Unmut einiger Fischereinationen.

Der NABU ist wĂ€hrend der gesamten Konferenzdauer mit zwei Expertinnen fĂŒr internationalen Artenschutz, Heike Finke und Claudia Praxmayer, in Johannesburg. Zeitnah geben sie EinschĂ€tzungen und Bewertungen der Ereignisse und AntrĂ€ge ab und stehen fĂŒr Presseanfragen zur VerfĂŒgung. In einem Blog berichten sie außerdem vom jeweiligen Verhandlungsstand:
Mehr
 

ÖKO-TEST Ratgeber - Kleinkinder
Der aktuelle ÖKO-TEST Ratgeber Kinder und Familie st seit dem 8.9. erhĂ€ltlich
 
ÖKO-TEST Ratgeber - Kleinkinder
Tipps und Tricks fĂŒr glĂŒckliche Kinder: Auf junge Eltern prasseln von allen Seiten Informationen ein. Es wird gewarnt, gemahnt, gefordert. Doch was ist richtig, was falsch? Der neue ÖKO-TEST Ratgeber – Kleinkinder gibt Antwort auf die vielen Fragen, die alle Eltern haben, wenn ein Kind kommt – und mit denen sie sich oft genug alleingelassen fĂŒhlen. ErnĂ€hrung, Reisen und Kinderkrankheiten sind nur einige der Themen, zu denen das Heft Rat und Hilfe anbietet. Die Tests darin tragen dazu bei, dass Ihr Kind gesund grĂ¶ĂŸer wird. Dass es in einem sicheren und nicht mit Schadstoffen belasteten Bettchen schlĂ€ft, dass es Straßenmalkreide ohne krebserregende Farbstoffe in die Hand bekommt und dass Essen ohne Mineralöl und verstecktem Zucker auf dem Tisch steht.

Die Tests (Auswahl)

‱ Versteckter Zucker: Er steckt ĂŒberall. Zucker ist in Pizza, Currywurst, Joghurt-Drinks und Gurkensalat, wo man ihn nicht vermutet. Und die Hersteller sind sehr geschickt darin, den Zuckergehalt zu tarnen. ÖKO-TEST hat 33 Lebensmittel untersucht und entlarvt die Tricks.

‱ Eis fĂŒr Kinder: Sommer, Sonne, Eis-Zeit. Mit etlichen Eissorten fĂŒr Kinder ist ÖKO-TEST jedoch nicht einverstanden, denn in ihnen stecken Aromen, zu viel Zucker und krebserregende Fettschadstoffe. Wirklich empfehlen kann ÖKO-TEST keines, doch etliche sind mit „befriedigend“ noch akzeptabel.

‱ Straßenmalkreiden: Malen mit Straßenmalkreide macht Kindern unglaublich viel Spaß und ist noch dazu pĂ€dagogisch wertvoll. Leider enthalten etliche Stifte krebserregende Farbbestandteile. Doch sechs Produkte kann ÖKO-TEST rundum empfehlen.

‱ Kinderbetten: Die HĂ€lfte der getesteten Produkte sind in Ordnung. Fast alle sind weitgehend sicher. Mit der Verarbeitung ist ÖKO-TEST jedoch nicht immer einverstanden. Und ein Bett enthĂ€lt sogar einen Schadstoff, der nicht erlaubt ist.

‱ HochstĂŒhle: Die gute Nachricht ist, dass alle HochstĂŒhle kippsicher sind. Doch noch immer passen sie nicht zu allen KindergrĂ¶ĂŸen und sie weisen etliche weitere MĂ€ngel auf. Immerhin gibt es drei „gute“ Produkte.

‱ Pflegeöle: Die gesunde Babyhaut braucht nur wenig Pflege und wenn doch, mit sanften Mitteln. Babyöle mit ParfĂŒm sind nicht die beste Wahl, auch schĂ€dliche ProduktionsrĂŒckstĂ€nde sollten nicht sein. Die meisten Produkte im Test ĂŒberzeugen.

‱ KindergartenrucksĂ€cke: Ob Drache, Prinzessin oder Frosch – ein Kindergartenrucksack wird oft wegen seines Aussehens gekauft. Doch er sollte auch praktisch sein, passen und nicht voller Schadstoffe stecken. Von 14 Produkten kann ÖKO-TEST jedoch nur sechs Modelle empfehlen, fĂŒnf fallen durch.

‱ Fieberthermometer: Fieberthermometer gehören in Kinderhaushalten zu den ganz wichtigen Utensilien. Die meisten Produkte messen genau und schnell. Auch die Schadstoffbelastung ist in Ordnung. Deshalb ĂŒberzeugen fast alle Produkte. Es gibt jedoch einen Ausreißer.

‱ Kindergeschirr: Plastikteller und -tassen fĂŒr Kinder sind – außer bei großer Hitze – meist unbedenklich. Hellhörig sollte man bei vermeintlichem Bambusgeschirr werden, denn es ist zumindest nicht so natĂŒrlich, wie die Hersteller der Testprodukte behaupten.


Und außerdem:
‱ K(l)eine KostverĂ€chter: Essen will geĂŒbt werden. Am besten ohne Stress, Zwang und ĂŒbermĂ€ĂŸig hohe Erwartungen. Hilfreich ist es, das eigene Verhalten zu hinterfragen. Denn manches, was Eltern vom Nachwuchs fordern, halten sie selbst nicht ein.

‱ Trinken: Kinder vergessen das Trinken ĂŒber den Tag schnell mal, weil sie anderes zu tun haben und ihr DurstgefĂŒhl nicht so ausgeprĂ€gt ist. Eltern sollten sie darum immer wieder erinnern und Kinder in Kitas freien Zugang zu GetrĂ€nken haben.

‱ Erziehung in den ersten Lebensjahren: „Nein“ ist wohl das hĂ€ufigste Wort, das Babys und Kleinkinder hören: Nicht die Steine in den Mund stecken, nicht am Tischtuch ziehen! Aber verstehen die Kleinen das ĂŒberhaupt schon?

‱ Elektrosmog: Von manchen wird Elektrosmog nicht als Gefahr wahrgenommen. Doch die Risiken einer dauerhaften Bestrahlung sind nicht zu unterschĂ€tzen. Gerade im Kinderzimmer gilt: Öfter mal den Stecker ziehen.

‱ Husten, Schnupfen und Co.: Ist das Kind krank, sind sich Eltern oft unsicher: Was tun bei hohem Fieber? Wann ist ein Besuch beim Arzt notwendig? Welche Medikamente kommen in
Frage? ÖKO-TEST hat die Antworten auf die wichtigsten Fragen zusammengestellt.
Mehr
 

 
NABU-Stellungnahme zum Integrierten Umweltprogramm 2030
Agrarwende und Ökologische Steuerreform angehen

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat heute das Integrierte Umweltprogramm 2030 vorgestellt. Dazu erklĂ€rt NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller: „Der NABU begrĂŒĂŸt, dass Frau Hendricks ein neues Umweltprogramm vorgelegt hat, mit dem sie die drĂ€ngenden ökologischen Probleme in Deutschland, aber auch international angehen möchte. Dabei werden wichtige Punkte benannt, die dringend umgesetzt werden mĂŒssen, wie die Reform der Landwirtschaft und eine ökologische Steuerreform. Der Klimaschutzplan 2050 in seiner jetzigen abgeschwĂ€chten Form reicht jedoch bei weitem nicht aus, um dem Anspruch des Bundesumweltministeriums, dem zentralen Thema Klimawandel wirksam zu begegnen, gerecht zu werden.“

Der NABU teilt die Auffassung des Bundesumweltministeriums, dass in Deutschland eine radikale Reform der Agrarpolitik nötig ist, um den Artenschwund, die Belastung von GewĂ€ssern und Böden und die KlimaĂ€nderungen zu minimieren. Dabei unterstĂŒtzt er insbesondere die Forderung nach einer Abschaffung der bedingungslosen Agrardirektzahlungen.

Ebenso Ă€ußert sich NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Miller zustimmend dazu, die ökologische Steuerreform weiterzuentwickeln. „Aktuell werden UmweltschĂ€den viel zu wenig in volkswirtschaftlichen Betrachtungen einbezogen. Wenn hingegen Schadenskosten in der Gesamtbetrachtung berĂŒcksichtigt werden, kann so eine ressourcenarme, naturschonende und klimafreundliche Ökonomie gestaltet werden.“

Im Sinne der nachhaltigen Entwicklungsziele muss nun die Bundesregierung sicher stellen, dass die Lösung der umweltpolitischen Herausforderungen, die das BMUB im jetzt vorgelegten Umweltprogramm benennt, auch tatsĂ€chlich ressortĂŒbergreifend gestaltet wird und alle an einem Strang ziehen, und zwar fĂŒr einen dann auch ernst gemeinten Umweltschutz“, so Miller.
Mehr
 

 
BĂŒrger-Energie-Genossenschaft St. Peter erhĂ€lt Zukunftspreis
Der Förderverein Zukunftsenergien SolarRegio Kaiserstuhl e.V.
verleiht in seinem 15. JubilÀumsjahr den dotierten Klaus-Bindner-
Zukunftspreis 2016 an Dipl.-Forst-Ing. Markus Bohnert, GeschÀfts-
fĂŒhrer und MitgrĂŒnder der BĂŒrger-Energie-Genossenschaft St. Peter:

Freitag, den 07. Oktober 2016
19.00 Uhr
Evangelisches Gemeindehaus
D-79367 Weisweil am Rhein
Hinterdorfstraße 2 (Ecke Forchheimer Straße)

Der im August 2009 gegrĂŒndeten Energie-Genossenschaft St. Peter
ist es auch aufgrund eines sehr hohen ehrenamtlichen Engagements
gelungen, eine energieautarke Gemeinde erfolgreich zu gestalten!
Im Bioenergiedorf St. Peter wurden 220 WĂ€rmeabnehmer und 20 Land-
wirte als Holzhackschnitzel-Produzenten in eine gemeinsame Genossen-
schaft integriert.

Den Festvortrag wird Prof. Eicke Weber, Leiter des Fraunhofer-Instituts
fĂŒr Solare Energiesysteme (ISE) halten, wobei auch das AbwĂŒrgen der
erfolgversprechenden Energiewende durch die große CDU/SPD Koalition
thematisiert wird.

Nach der Laudatio von Erhard Schulz, Beiratsmitglied der SolarRegio
und der anschließenden Preisverleihung wird Markus Bohnert die BĂŒrger-
Energie-Genossenschaft St. Peter prÀsentieren und die Energieautarkie
seines Heimatortes mit Sonne, Wasser, Wind und Biomasse vorstellen
sowie weitere Gemeinden zum Handeln ermutigen.
Die Festveranstaltung wird musikalisch untermalt.
Auch fĂŒr das leibliche Wohl wird gesorgt.

InteressentInnen sind zu dieser öffentlichen Veranstaltung herzlich
eingeladen! Der Eintritt ist frei!
 
 



Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 
24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 
47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 
70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 
93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 
116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 
139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 
162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 
185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 
208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 
231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 
254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 
277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 
300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 
323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 335 336 337 338 339 340 341 342 343 344 345 
346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 358 


Copyright 2010 - 2018 Benjamin Jäger