oekoplus - Freiburg
Mittwoch, 4. Oktober 2023
  --- Besuchen Sie unser neues Informationsportal wodsch.de
Uhr
  •  


Verschiedenes

 
Informationen f├╝r Radfahrende
Sieben neue Radinfotafeln am Dreisamuferradweg FR1 und am G├╝terbahnradweg FR2 montiert

Das gesamte Freiburger Radnetz auf einen Blick und viele Infos zu den Radvorrangrouten

Einigen Radlerinnen und Radlern wird es bereits aufgefallen sein. Sieben neue Radinfotafeln auf dem Dreisamuferradweg FR1 und auf dem G├╝terbahnradweg FR2 wurden montiert. Die Tafeln informieren an strategisch wichtigen Stellen ├╝ber das Freiburger Radnetz und ├╝ber die jeweilige Radvorrangroute, auf der sich der Radfahrer befindet. Gezeigt wird der Streckenverlauf mit den jeweils dort schon gebauten und noch geplanten Ma├čnahmen.

An der Betzenhauser Br├╝cke in Betzenhausen und der Wildtalstra├če in Z├Ąhringen wurden die beiden alten, inzwischen durch Vandalismus kaum noch lesbaren, Infotafeln durch neue ersetzt. An f├╝nf Standorten auf dem FR1 und FR2 wurden neue Infotafeln aufgestellt: Am Sandfangweg, bei der Unterf├╝hrung an der Breisacher Stra├če, an der Basler Stra├če und am Dorfbach in St. Georgen. Eine Tafel an der Querung des FR2 ├╝ber die Lehener Stra├če wird noch aufgestellt, sobald hier der Radweg mit Bevorrechtigung des Radverkehrs umgebaut ist.

Die Kosten f├╝r alle Infotafeln belaufen sich auf rund 8.000 Euro.
 
 

 
Karlsruhe: Gemeinsam f├╝r den Natur- und Artenschutz engagieren
VDA-Pr├Ąsident Jens Crueger auf Arbeitsbesuch im Zoo Karlsruhe

"Die Verbindung zwischen den zoologischen Einrichtungen und den privaten Tierhaltern, die sich um Erhaltungszuchten k├╝mmern, ist enorm wichtig", betont Jens Crueger bei seinem heutigen (Freitag, 29. Juni) Informations- und Arbeitsbesuch im Zoo Karlsruhe. Der Landtagsabgeordnete der Bremischen B├╝rgerschaft ist Pr├Ąsident des Verbandes Deutscher Vereine f├╝r Aquarien- und Terrarienkunde (VDA). "Diese Vereine haben enorm viele engagierte Mitglieder, denen der Natur- und Artenschutz genauso wichtig wie uns als Zoo ist", stellt Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt heraus.

"Als Zoo nehmen wir an zahlreichen Erhaltungszuchtprogrammen von Tieren teil, die es ohne die Haltung in menschlicher Obhut nicht mehr geben w├╝rde. Zudem kl├Ąren wir die Menschen ├╝ber die Gef├Ąhrdung der Arten auf und unterst├╝tzen ├╝ber unsere Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe Projekte in den Ursprungsl├Ąndern der Tiere", umrei├čt Reinschmidt das Aufgabengebiet der Zoos. Bei all diesen Themen sei eine gro├če ├ťberschneidung mit den Zielen der Vereine gegeben, so Crueger, der rund 400 Vereine mit etwa 17.000 Mitgliedern vertritt. "Wir haben als VDA gemeinsam mit der Zoologischen Gesellschaft f├╝r Arten- und Populationsschutz (ZGAP) ein Projekt auf Madagaskar zur Erhaltung des Mangarahare-Buntbarschs gestartet", informiert Crueger. Genauso wichtig seien jedoch auch die vielen Zuchterfolge einzelner Aquarianer oder Terrarianer.

Kooperationen sollten gepflegt und ausgebaut werden

"2018 wurde die hoch bedrohten Scharnierschildkr├Âten zum Zootier des Jahres ernannt. Tiere, die in der Natur vor der Ausrottung stehen", erl├Ąutert Reinschmidt. Dass in Karlsruhe diese Art gezeigt werden kann, ist einem Reptilienfachmann zu verdanken, der in K├Âln eine private Zuchtstation f├╝r verschiedene Scharnierschildkr├Âten-Arten betreibt. Der Zoo Karlsruhe hat zwei m├Ąnnliche Tiere von dort bekommen, die derzeit nicht in der Zucht eingesetzt werden. "So k├Ânnen wir die Art auch ganz direkt unseren Zoobesuchern als Botschaftertiere vorstellen", freut sich der Zoodirektor.

"Solche Kooperationen sollten gepflegt und ausgebaut werden. Der VDA mit seinen einzelnen Vereinen steht da ganz eng an der Seite der Zoos", erkl├Ąrt Crueger. Nur gemeinsam k├Ânne die ├ľffentlichkeit f├╝r Themen sensibilisiert und wichtige Natur- und Artenschutzthemen vorangebracht werden. Auch bei gemeinsamen Zuchtprogrammen zwischen Zoos und engagierten Privathaltern k├Ânne die Zusammenarbeit in Zukunft noch ausgeweitet werden, so Reinschmidt.

Auf dem Bild oben:
Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt und VDA-Pr├Ąsident Jens Crueger vor dem Scharnierschildkr├Âten-Terrarium im Exotenhaus des Karlsruher Zoos / Foto: Zoo Karlsruhe/Timo Deible
Mehr
 

 
Grundwasser im Landkreis Emmendingen
Landratsamt antwortet auf Anfrage

Wie ist die Situation des Grundwassers im Landkreis Emmendingen? Zu diesem wichtigen Thema habe ich in meiner Funktion als Kreisrat eine Anfrage ans Landratsamt gerichtet, die von Herrn Landrat Hurth umfangreich beantwortet wurde. Gerade nach dem aktuellen Nitrat-Urteil des Europ├Ąischen Gerichtshofs vom 21.6.18 ist die Antwort lesenswert. Die lokale Argumentation ├Ąhnelt stark der Reaktion der Bundesregierung auf das Urteil. Wie zu erwarten gibt es zwei Sichtweisen auf das ÔÇ×Landkreis-GrundwasserglasÔÇť. ÔÇ×Halb vollÔÇť meint der Landrat, ÔÇ×halb leerÔÇť meine ich...

Trotz teilweiser Verbesserungen (Schnitt aller Messstellen), berichtet das Landratsamt auch von R├╝ckschritten im Nitrat-Bereich (Wyhl, Weisweil, Mauracher Berg...).

Seit Jahrzehnten wird das Nitratproblem im Landkreis und am N├Ârdlichen Kaiserstuhl diskutiert und Fortschritte wurden versprochen. Doch in Sachen Nitrat und D├╝ngung gibt es, trotz aller Ma├čnahmen, sogar R├╝ckschritte. Die am h├Âchsten belastete Messstelle weist einen Wert von 101 mg/L auf. Wir haben diese Probleme, obwohl wir im Landkreis erfreulicherweise keine Massentierhaltung haben.

Fast alle Gemeinden im Kreis setzen auf die ÔÇ×Probleml├ÂsungÔÇť, wie sie jetzt auch in Wyhl umgesetzt wird. Wasser wird zugekauft, gemischt, verd├╝nnt und neue Brunnen werden gebohrt, um nitratarmes Wasser zu erhalten, jedoch das D├╝nger-Grundproblem bleibt und der Grundwasserschaden wird nicht behoben. Doch das funktioniert nur, solange es noch Brunnenstandorte mit gutem Wasser gibt.

Das Grundwasser hat ein langes Ged├Ąchtnis. Das zeigen die hohen Belastungen mit l├Ąngst verbotenen Agrargiften wie Atrazin (seit 1991 verboten) und Simazin (seit 2003 verboten).

Mit zugekauftem ÔÇ×gutemÔÇť Wasser, mit Mischen, Verd├╝nnen und neuen Brunnen wird das Grundproblem des zu gro├čen D├╝ngemitteleintrags in das Grundwasser nur verschoben und nicht gel├Âst. Nicht die Verursacher und die gut verdienenden D├╝ngemittelkonzerne kommen f├╝r die Kosten auf, sondern die Verbraucher und Verbraucherinnen.

Herr Ackermann vom Landwirtschaftsamt und Herr Munding vom Amt f├╝r Wasserwirtschaft beschreiben in ihrem Aktenvermerk sehr umfangreich die wichtigen und sinnvollen Ma├čnahmen zum Schutz des Grundwassers. Doch diese Debatte f├╝hren wir schon seit Jahrzehnten und dennoch gibt es die beschriebenen R├╝ckschritte beim Nitrat.

Es geht uns nicht um Kritik am Landratsamt. Es geht darum, die Beh├Ârden und Wasserversorger in Sachen Grundwasserschutz zu st├Ąrken und endlich, endlich Fortschritte beim Schutz unseres wichtigsten Nahrungsmittels zu erreichen.

Das Nitrat-Urteil des Europ├Ąischen Gerichtshofs vom 21.6.18 wird den Grundwasserschutz st├Ąrken. Noch mehr Fortschritt br├Ąchte eine ├änderung und ├Âkologische Ausrichtung der europ├Ąischen Agrarsubventionen.
Mehr
Autor: Axel Mayer, Kreisrat

 
NABU begr├╝├čt EuGH-Urteil, dass Finkenjagd auf Malta illegal ist
Miller: Ein klares Signal an alle EU-L├Ąnder, dass die Vogelschutzrichtlinie nicht willk├╝rlich aufgeweicht werden darf

Berlin/Br├╝ssel ÔÇô Der NABU begr├╝├čt das vor dem Europ├Ąischen Gerichtshof (EuGH) ergangene Urteil, dass die Ausnahmeregelung Maltas, die den Fang von Finken erlaubt, gegen die europ├Ąische Vogelschutzrichtlinie verst├Â├čt und damit illegal ist.

Dazu NABU-Bundesgesch├Ąftsf├╝hrer Leif Miller: ÔÇ×Das Urteil ist ein wichtiger Schritt f├╝r die konsequente Umsetzung des Vogelschutzes in Europa. Damit wird ein langj├Ąhriger Streit beendet und ein klares Signal an alle anderen EU-L├Ąnder gesendet, dass die Vogelschutztrichtlinie nicht willk├╝rlich durch einzelne nationale Regierungen aufgeweicht werden kann. Malta versucht seit Jahren, die EU-Vogelschutzrichtlinie durch gro├čz├╝gige Ausnahmeregelungen zu umgehen. Jetzt hat das Gericht klargestellt: Die strengen Auflagen f├╝r Ausnahmen vom geltenden Jagdverbot werden nicht erf├╝llt. Die Finkenjagd auf Malta mit Netzen und Fallen ist damit illegal.ÔÇť

NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann: ÔÇ×Die Regierung von Malta steht nun in der Pflicht, das EuGH-Urteil schnell umzusetzen. Eine weitere Finkenjagdsaison darf es nicht mehr geben. Die EU-Kommission muss neben der Regelung zum Finkenfang auch zwei weitere dubiose maltesische Ausnahmegenehmigungen vor den europ├Ąischen Gerichtshof bringen: den Netzfang von Singdrosseln und Goldregenpfeifern und den Fr├╝hjahrsabschuss von Wachteln. Diese Ausnahmegenehmigungen ├Âffnen der illegalen Jagd auf Malta T├╝r und Tor und machen eine Kontrolle der Schutzbestimmungen fast unm├Âglich. Zudem gibt es immer wieder zahlreiche F├Ąlle, bei denen w├Ąhrend der ├╝blichen Jagdsaison im Herbst gesch├╝tzte Arten illegal geschossen werden. Es gibt also noch viel zu tun.ÔÇť

Hintergrund:
Der NABU unterst├╝tzt seit vielen Jahren seinen Partner BirdLife Malta bei seinem Kampf gegen das T├Âten und Fangen von Zugv├Âgeln in Malta. Dazu geh├Ârt neben der Zusammenarbeit mit den Beh├Ârden zur Bek├Ąmpfung von Wilderei auch die politische Arbeit gegen dubiose Ausnahmeregelungen, die eigentlich verbotene Jagdpraktiken legalisieren. Seit 2014 hatte BirdLife Malta neben anderen Umweltorganisationen systematisch Beweise und Argumente gesammelt, die belegen, dass die maltesische Finkenfang-Genehmigung keineswegs den strengen Ausnahmebedingungen der EU-Vogelschutzrichtlinie entspricht.
Mehr
 

 
Umweltverb├Ąnde begr├╝├čen europ├Ąisches Urteil zur Nitratverschmutzung
Bundesregierung riskiert Strafzahlungen in Millionenh├Âhe durch Zugest├Ąndnisse an die Agrarlobby

Luxemburg/Berlin ÔÇô Nach dem Urteil des Europ├Ąischen Gerichtshofs (EuGH) gegen die Bundesrepublik Deutschland wegen unzureichender Umsetzung der Nitrat-Richtlinie haben die Umweltverb├Ąnde Deutsche Umwelthilfe (DUH), Gr├╝ne Liga, NABU und der Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR) eine weitergehende Versch├Ąrfung des D├╝ngerechts angemahnt.

ÔÇ×Das Urteil des Europ├Ąischen Gerichtshofs zeigt, dass das bisherige D├╝ngerecht unzureichend ist, um die Nitratbelastungen auf ein vertretbares Ma├č zu begrenzen. Nun bekommt die Bundesregierung die Quittung daf├╝r. Schlimmstenfalls muss die Bev├Âlkerung die Kosten f├╝r diese Vers├Ąumnisse doppelt tragen: mit steigenden Wasserkosten f├╝r die Trinkwasseraufbereitung sowie Strafzahlungen an die EUÔÇť, sagt DNR-Generalsekret├Ąr Florian Sch├Âne.

Leif Miller, Bundesgesch├Ąftsf├╝hrer NABU erg├Ąnzt: ÔÇ×Deutschlands Nitrat-Debakel ist symptomatisch f├╝r das Versagen der Agrarpolitik. Jahrzehntelang hat die Bundesregierung daf├╝r gesorgt, dass sich Umweltschutz f├╝r Landwirte nicht lohnt. Die Folge ist eine immer intensivere Produktion, mitsamt hoher Nitratwerte. Mit Blick auf unsere Felder brauchen wir dringend eine naturvertr├Ąglichere Landwirtschaft ÔÇô doch bislang sperrt sich Bundeslandwirtschaftsministerin Kl├Âckner gegen den Systemwechsel, den ihre Beir├Ąte angemahnt haben, auch bei den beginnenden Verhandlungen zur k├╝nftigen EU-Agrarpolitik. Ignoriert die Bundesregierung weiter den Natur-Kollaps, werden neue peinliche Quittungen aus Luxemburg folgen.ÔÇť

ÔÇ×Die zu erwartenden Strafzahlungen sind Peanuts im Vergleich dazu, was das Regelungs- und Vollzugsdefizit im D├╝ngerecht die Gesellschaft seit Jahrzehnten kostet und noch kosten wird durch: nitratverseuchtes Grundwasser, aufwendige Wasseraufbereitung, Aufgabe von Brunnen, eutrophierte Fl├╝sse, Seen und K├╝stengew├ĄsserÔÇť, kommentiert Michael Bender, Leiter der GR├ťNE LIGA Bundeskontaktstelle Wasser. ÔÇ×Wir brauchen eine Wende: hin zu einer gew├Ąsservertr├Ąglichen Landwirtschaft, die ihre eigenen nat├╝rlichen Produktionsgrundlagen erh├Ąlt.ÔÇť

Sascha M├╝ller-Kraenner, Gesch├Ąftsf├╝hrer der DUH: ÔÇ×Auch das neue D├╝ngerecht enth├Ąlt derma├čen viele Ausnahmen und Schlupfl├Âcher, dass die europarechtlichen Vorgaben zum Trink- und Grundwasserschutz nicht eingehalten werden. Deutschland h├Ąlt seit ├╝ber 25 Jahren die EU-Grundwasserwerte nicht ein. In der Konsequenz drohen nun berechtigte Strafzahlungen in Milliardenh├Âhe. Die Zeche zahlen damit wieder einmal nicht die Verursacher aus der industrialisierten Landwirtschaft, sondern die Steuerzahler.ÔÇť

Die Verb├Ąnde fordern die Bundesregierung auf, die Nitratbelastung konsequent zu reduzieren. Besonders f├╝r die Regionen mit einer hohen Viehdichte m├╝ssten nun z├╝gig sch├Ąrfere Vorgaben formuliert werden. Hierzu geh├Âre eine Obergrenze f├╝r die D├╝ngung von 130 Kilogramm pro Hektar in den belasteten Gebieten. Die Verb├Ąnde fordern zudem k├╝rzere Einarbeitungsfristen f├╝r Wirtschaftsd├╝nger, die Einf├╝hrung der Stoffstrombilanz f├╝r alle Betriebe sowie die Einrichtung von mindestens f├╝nf Meter breiten Pufferstreifen zu Gew├Ąssern. Nur durch schnelle Umsetzung dieser Ma├čnahmen k├Ânnten die drohenden EU-Strafzahlungen in Millionenh├Âhe noch vermieden werden.
 
 

 
Vorsicht Spinner
In diesem Sommer sind besonders viele Eichenprozessionsspinner im Stadtwald aktiv

Meiden Sie haarige Raupen und ihre Gespinste!
Nach Hautkontakt Kleider wechseln und gr├╝ndlich abduschen

Das Freiburger Forstamt beobachtet diesen Sommer ein verst├Ąrktes Vorkommen von Eichenprozessionsspinnern, deren Raupen gef├╝rchtet sind, weil sie durch ihre Behaarung Hautausschl├Ąge und Atembeschwerden verursachen k├Ânnen. Es ist nicht n├Âtig, auf Spazierg├Ąnge in Eichenw├Ąldern zu verzichten. Allerdings r├Ąt das Forstamt zur Beachtung einiger Verhaltenstipps.

Grunds├Ątzlich findet keine Bek├Ąmpfung der Raupen statt. Vielmehr entscheidet das Forstamt im Einzelfall dar├╝ber, ob Gespinste und Raupen in alten Eichen entfernt werden m├╝ssen. Das gilt besonders in der N├Ąhe von Erholungseinrichtungen oder Waldkinderg├Ąrten. Sollten Waldbesucher einen starken Befall alter Eichen an einem dieser Orte feststellen, k├Ânnen Sie dem zust├Ąndigen Forstrevierleiter gerne einen Hinweis darauf geben.

Wodurch entsteht die gesundheitliche Gef├Ąhrdung?
Die Spiegelhaare der Raupen sind hohl und enthalten das Protein Thaumetopein, das ├ťberempfindlichkeiten des Immunsystems ausl├Âsen kann. Die Haare bohren sich mit ihren Widerhaken an ungesch├╝tzten Hautpartien ein und geben Thaumetopein ab. Menschen reagieren individuell unterschiedlich auf den Reizstoff; das reicht von juckenden Hautentz├╝ndungen bis zum anaphylaktischen Schock.

Was tun?
Daher sollten empfindliche Hautpartien bedeckt werden. Falls es zu einem Kontakt mit den Raupenhaaren kommt, wird ein sofortiger Kleiderwechsel und gr├╝ndliches Abduschen empfohlen. Bei Irritationen sollte der Hausarzt aufgesucht werden. Besonders vorsichtig sollten Personen sein, die f├╝r asthmatische Erkrankungen anf├Ąllig sind. Unter
den Krankheitserscheinungen wurden auch Entz├╝ndungen der Schleimh├Ąute im Rachen- und Nasenbereich festgestellt.

Auch nach der Zeit des Raupenstadiums besteht noch bis Ende August Gefahr durch verlassene Nester und H├Ąutungsr├╝ckst├Ąnde. Generell sollten Menschen jede Ber├╝hrung mit den behaarten Raupen vermeiden, da vor allem Hautkontakt die beschriebene Reizreaktion ausl├Âst.

Wo kommt der Eichenprozessionsspinner vor?
Als w├Ąrmeliebende Art w├Ąhlt der Prozessionsspinner zur Eiablage Eichen, die an Waldr├Ąndern oder in Parks stark von der Sonne bestrahlt werden. In dichten Waldbest├Ąnden ist er seltener zu finden.

Die Raupen beschr├Ąnken sich auf die Bl├Ątter heimischer Eichenarten, in Ausnahmef├Ąllen sind forstwirtschaftliche Sch├Ąden durch vermehrten Kahlfra├č m├Âglich. Im S├╝dwesten kommt der Eichenprozessionsspinner vermehrt vor, der Befall h├Ąngt jedoch von Jahr zu Jahr vom Klima und vom Nahrungsangebot ab. Beides ist in diesem Jahr f├╝r den Spinner so g├╝nstig wie seit neun Jahren nicht mehr.

Die ersten Raupen verpuppen sich im Juli, die fertig ausgebildeten unscheinbar grauen Nachtfalter schl├╝pfen 3-5 Wochen sp├Ąter und legen schon kurz danach Gelege auf die d├╝nnen Zweige einer Eichenkrone, aus denen im n├Ąchsten Jahr neue Raupen schl├╝pfen.
 
 

 
Kreuzung Merzhauser Stra├če/Ecke Lorettostra├če
Fahrsteifen werden getauscht ÔÇô Verkehrsf├╝hrung f├╝r Radfahrende optimiert - Radstreifen k├╝nftig zwischen Geradeaus- und Rechtsabbiegespur

Die Fahrstreifen an der Kreuzung Merzhauser Stra├če/Ecke Lorettostra├če werden getauscht. Grund hierf├╝r sind gef├Ąhrliche Situationen an der Kreuzung und lange R├╝ckstaus von Autorfahrerinnen und Autofahrern, die bisher von der Merzhauser Stra├če in die Lorettostra├če einbiegen wollen.

Bislang f├Ąhrt ein Rad nach dem anderen auf der Merzhauser Stra├če auf dem Radstreifen geradeaus Richtung Innenstadt. Die links daneben auf das Rechtsabbiegen in die Lorettostra├če wartenden Autofahrer kommen kaum ├╝ber die Kreuzung, m├╝ssen sie doch erst die zahlreichen bevorrechtigten Radler passieren lassen, danach dann noch die querenden Fu├čg├Ąnger. Nicht selten kommt es dabei auch zu gef├Ąhrlichen Situationen.

Mit dem Tausch der Fahrstreifen befindet sich in K├╝rze der Radstreifen zwischen Geradeaus- und Rechtsabbiegespur. Wird die Ampel gr├╝n, k├Ânnen Radler so ungehindert geradeaus fahren, Autofahrende k├Ânnen sich beim Rechtsabbiegen auf die zu Fu├čgehenden konzentrieren. Frank Uekermann, Leiter des Garten- und Tiefbauamt, freut das: ÔÇ×Etwas Gutes tun f├╝r Radfahrende und Autofahrende, Sicherheit und Verkehrsfluss verbessern, das gef├Ąllt allen auf der Stra├če - also auch uns.ÔÇť Die ├änderung wurde vorab mit den Verkehrsverb├Ąnden abgestimmt und von dort begr├╝├čt.

Auch hinter der Kreuzung wird die Verkehrsf├╝hrung ge├Ąndert. Viele Radfahrende Richtung Innenstadt biegen dort in die Reiterstra├če ab, um dann ├╝ber die Kronenstra├če weiterfahren zu k├Ânnen. Diese Route ist aber nicht unproblematisch: Zweimal ist dort Rechts-vor-links zu beachten, was aufh├Ąlt, nicht immer eingehalten wird und so schon zu Unf├Ąllen f├╝hrte. Au├čerdem beachten zahlreiche Radfahrende nicht, dass sie an dem dann folgenden Zebrastreifen ├╝ber die Basler Stra├če keine Vorfahrt haben - auch das f├╝hrt immer wieder zu brenzligen Situationen. Das GuT empfiehlt daher Radfahrenden, besser die Christoph-Mang-Stra├če zu benutzen. Diese Route ist kaum l├Ąnger, aber schneller und sicherer. Ein neues Schild am Abzweig von der Merzhauser Stra├če in die Christoph-Mang-Stra├če weist auf diese Empfehlung hin, eine neue und gro├čz├╝gige Absenkung erleichtert das Abbiegen in die Christoph-Mang-Stra├če.

Stadtausw├Ąrts ist dagegen weiterhin die Reiterstra├če erste Wahl von der Kronenstra├če zur Merzhauser Stra├če. Hier gibt es daher eine weitere Verbesserung: In der Lorettostra├če richtet das GuT einen Radaufstellstreifen ein. Der ist vor allem f├╝r die Radfahrenden aus der Reiterstra├če gedacht, die ihn sicher von der Seite her erreichen k├Ânnen, wenn die benachbarte Fu├čg├Ąngerampel gr├╝n zeigt. Hier k├Ânnen die Radler dann sicher vor den Autos Richtung Merzhauser Stra├če oder Weddigenstra├če starten.

Insgesamt gibt es damit nun 28 solcher Aufstellstreifen imFreiburger Radnetz. Sie dienen dazu, dass Radfahrende sich an einer roten Ampel vor wartenden Autos aufstellen und dann zuerst und unbehindert von abbiegenden Autos in Bewegung setzen k├Ânnen. Sie dienen also zugleich der Sicherheit als auch der Attraktivit├Ąt des Radverkehrs.

Die Fahrstreifen an der Kreuzung Merzhauser Stra├če/ Ecke Lorettostra├če werden in dieser Woche ummarkiert, solange das Wetter mitspielt. F├╝r die auftretenden Verkehrsbeeintr├Ąchtigungen bittet das GuT um Verst├Ąndnis.
Mehr
 

 
NABU-Pr├Ąsident Olaf Tschimpke zum "Aktionsprogramm Insektenschutz"
Berlin ÔÇô Zum Kabinettsbeschluss zum Eckpunktepapier ÔÇ×Aktionsprogramm InsektenschutzÔÇť erkl├Ąrt NABU-Pr├Ąsident Olaf Tschimpke:

ÔÇ×Das von der Bundesregierung verabschiedete Eckpunktepapier ist ein Schritt in die richtige Richtung, Die Systemrelevanz der Insekten f├╝r unsere Volkswirtschaft ist erkannt. Es gibt viele gute Ans├Ątze und Handlungsideen. Aber noch ist leider nicht erkennbar, dass daf├╝r eigenes Geld in die Hand genommen werden soll. Das Programm kann nur erfolgreich sein, wenn die Finanzierung sichergestellt ist. Zur Rettung der Banken hat die Bundesregierung Milliarden in die Hand genommen. Mit Ank├╝ndigungen wird die Rettung der Insekten nicht erfolgen.ÔÇť

Der NABU engagiert sich seit Jahren f├╝r den Schutz der Insekten. Sie sind unverzichtbar f├╝r unser ├ľkosystem, tragen zur Vermehrung von Pflanzen sowie zur Fruchtbarkeit des Bodens bei. Studien zeigen, dass die Insekten in Deutschland deutlich zur├╝ckgehen. Intensive Landwirtschaft, der Einsatz von Pestiziden und die Ausr├Ąumung der Landschaft sind nur einige Gr├╝nde f├╝r den Insektenschwund.

Mehr Infos:
www.NABU.de/GroKo
www.NABU.de/insekten

Um mehr ├╝ber den Zustand der Insektenwelt in Deutschland zu erfahren, hat der NABU in diesem Jahr erstmals eine bundesweite Mitmach-Aktion ins Leben gerufen, den ÔÇ×InsektensommerÔÇť. Vom 3. bis 12. August k├Ânnen B├╝rger Insekten beobachten und melden. Es ist die erste Citizen-Science-Aktion dieser Art und Gr├Â├čenordnung.
Mehr
 



Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 
24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 
47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 
70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 
93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 
116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 
139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 
162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 
185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 
208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 
231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 
254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 
277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 
300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 
323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 335 336 337 338 339 340 341 342 343 344 345 
346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 358 359 360 361 362 363 364 365 366 367 368 
369 370 371 372 373 374 375 376 377 378 379 380 381 382 383 384 385 386 387 388 389 390 391 
392 393 394 395 396 397 398 399 400 401 402 403 404 405 406 407 408 409 410 411 412 413 414 
415 416 417 418 419 


Copyright 2010 - 2023 Benjamin Jäger