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Mittwoch, 21. August 2019
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Verschiedenes

 
1000 neue Eichen fĂŒr den Opfinger Wald
Pflanzaktion am Samstag, 25. MĂ€rz, fĂŒr NaturschĂŒtzer, BĂŒrger und Forstleute

Am Samstag, 25. MĂ€rz, von 9 bis 12.30 Uhr findet im Opfinger Wald
eine Pflanzaktion statt, die das Waldhaus Freiburg in Kooperation mit
dem BUND, dem NABU und der Schutzgemeinschaft Deutscher
Wald initiiert hat. Dabei pflanzen mehr als 50 Freiwillige 1000 junge
Eichen. Die PflanzflÀche am Waldmösleweg unweit des kleinen
Opfinger Sees wurde im Januar gerodet; hier standen viele Eschen,
die durch das Eschentriebsterben stark geschÀdigt waren und jetzt
genutzt werden mussten. Anschließend hat eine Forstwirtgruppe des
Forstamtes die FlĂ€che von Reisig gerĂ€umt und fĂŒr die Pflanzung
standortgerechter Stieleichen vorbereitet.

Auszubildende des Forstamtes leiten gemeinsam mit dem Personal
vom Waldhaus die Pflanzaktion an. Mit Erdbohrern werden zunÀchst
die Löcher angefertigt. Anschließend werden die jungen BĂ€ume per
Hand oder mit Hilfe von Spaten und Pflanzhauen gepflanzt.
Fachleute achten auf das sorgfÀltige Einbringen der jungen BÀume.


Der Revierförster Markus MĂŒller, Leiter des Waldhauses, informiert
vor Ort ĂŒber das Eschentriebsterben und verrĂ€t, warum gerade die
Eiche die ideale Baumart zur Wiederaufforstung ist.

Die Teilnahme ist frei. Die Veranstaltung beginnt um 9 Uhr und
endet um 12.30 Uhr mit einem von BUND und Forstamt gestifteten
Vesper. Treffpunkt ist der Parkplatz am kleinen Opfinger Baggersee
(VAG-Haltestelle KleingĂ€rten). FĂŒr RĂŒckfragen ist Markus MĂŒller
erreichbar unter Tel. 0170/7661933.
 
 

 
Amphibienwanderung
Stadt appelliert an Mountainbiker und SpaziergÀnger, drei Waldwege beim Waldsee zu meiden

Die Amphibien wandern wieder, und der Mensch sollte RĂŒcksicht auf
sie nehmen. Vor allem im Stadtwald zwischen dem Waldsee und der
Franzosenschanze/Canadian Trail sind dieser Tage viele Erdkröten
und Grasfrösche unterwegs. Daher appellieren das Forstamt und das
Umweltschutzamt nun an Mountainbiker und SpaziergÀnger, bis
Ende Mai drei Waldwege in diesem Gebiet zu meiden. Welche Wege
das sind, ist der angehÀngten Karte zu entnehmen.

Die beiden oberen Wege, die in der Karte von der eingezeichneten
HĂŒtte („H“) in sĂŒdöstlicher Richtung (rechts unten) zur WaldseeGaststĂ€tte
fĂŒhren, sind so schmal, dass das Landeswaldgesetz das
Radfahren dort ohnehin verbietet. Um das Zertrampeln der Kröten
und Frösche zu verhindern, bitten die erwĂ€hnten Ämter aber auch
SpaziergÀnger, auf die Nutzung dieses Weges bis Ende Mai zu
verzichten.

Der in der Karte untere, grau markierte Weg heißt Schanzenweg. Er
ist nach dem Landeswaldgesetz fĂŒr Radfahren zugelassen, sollte
aber vorerst von Mountainbikern und allen anderen Waldbesuchern
gemieden werden. Auch der Verein MTB-Freiburg weist auf seiner
Facebook-Seite auf diesen Appell hin.
 
 

 
Der Freiburg-Cup ist gut gestartet
Stadt Freiburg bewertet die EinfĂŒhrung eines Pfandbechers fĂŒr Kaffee als großen Erfolg

Stadtverwaltung und ASF arbeiten an einer weiteren Optimierung des Pfandbechersystems

Der Freiburg-Cup ist angekommen. Vier Monate nach der
Vorstellung des Kaffee-Pfandbechers in Freiburg zieht die
Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg (ASF)
gemeinsam mit der Stadtverwaltung eine positive Bilanz.

Das Freiburger Pilotprojekt stieß bundesweit auf große
Resonanz. Seit November 2016 wird der stabile,
spĂŒlmaschinenfeste Freiburg-Cup in CafĂ©s und BĂ€ckereien in
der Innenstadt fĂŒr den Kaffee „To go“ angeboten. Das
Interesse von Kunden und Gastronomen war von Anfang an
groß. Begonnen wurde mit 5.000 Pfandbechern, nach vier
Monaten sind schon etwa 14.000 Becher bereits im Umlauf
und die Aktion expandiert.

14 Cafés und BÀckereifilialen aus der Freiburger Innenstadt
waren am Anfang mit am Start. Vier Wochen spÀter
beteiligten sich schon 44 GeschÀfte an der Aktion, inzwischen
zÀhlen 72 Kaffeebetriebe, BÀckereien oder Eiscafés zu den
Partnern des Freiburg-Cups. Außerhalb des Stadtzentrums ist
der Pfandbecher bereits im StĂŒhlinger, in der Wiehre und in
Cafés in Herdern zu bekommen, seit Mitte Februar vertreibt
auch die Gastronomie des Uni-Klinikums den Freiburg-Cup.
„Durch das breite Medienecho am Anfang der Aktion wurde
der Becher schlagartig zum StadtgesprÀch. Alle wollten ihn
haben - und die Beliebtheit des Freiburg-Cups hat sich
gehalten“, resĂŒmiert Michael Broglin, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der
ASF.

Bei einem Erfahrungsaustausch Ende letzter Woche im
Freiburger Rathaus bestÀtigten Vertreterinnen und Vertreter
der Kaffee-Gastronomie, dass der ökologische Impuls des
Freiburg-Cups viele „To go“-Kunden erreicht habe. Dennoch
sei die weitere gezielte Ansprache der Kaffeetrinker durch das
Thekenpersonal unverzichtbar. UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda
Stuchlik sagte zu, „dass ASF und Stadtverwaltung weiter an
der Verbesserung und Optimierung des Pfandbechersystems
arbeiten werden. So soll unter anderem der RĂŒcklauf der
gebrauchten Becher, beispielsweise durch einen ĂŒber das
Smartphone abrufbaren Stadtplan mit allen teilnehmenden
GeschĂ€ften verbessert werden.“

Auch außerhalb Freiburgs findet der Pfandbecher Beachtung.
So sind in mehreren deutschen GroßstĂ€dten gezielte
Aktionen zur Vermeidung von Einweg-Kaffeebechern geplant,
die sich am Freiburger Beispiel orientieren. Dabei ist die ASF
Ansprechpartner fĂŒr die örtlichen UmweltverbĂ€nde und
Stadtverwaltungen. Die ASF hofft, dass sich weitere Akteure
von der Aktion inspirieren lassen, denn nur gemeinsam kann
es den Kommunen gelingen, etwas gegen die
Einwegbecherlawine auszurichten. Allein 12 Millionen leere
Becher fallen in Freiburg jedes Jahr beim Genuss von Kaffee
„To go“ an. Die gebrauchten Einwegbecher lassen sich nicht
recyceln und mĂŒssen als RestmĂŒll entsorgt werden.

Kunden, die ihren Kaffee zum Mitnehmen im Freiburg-Cup
kaufen, zahlen einen Euro Pfand und können den leeren
Becher in allen mitmachenden GeschĂ€ften zurĂŒckgeben.
Anschließend wird der Becher gespĂŒlt, bei jedem Einsatz
spart der robuste Freiburg-Cup einen Wegwerfbecher ein. FĂŒr
die Cafébetriebe fallen keine Kosten an, die Stadt Freiburg
trĂ€gt die Kosten fĂŒr die EinfĂŒhrung des Systems, die
Koordination liegt bei der ASF.
 
 

 
NABU: Bundesrat-Empfehlungen zur Agrarförderung gehen nicht weit genug
Deutschland braucht naturvertrÀglichere Landwirtschaft

Der Bundesrat forderte am heutigen Freitag die Bundesregierung dazu auf, die EU-Fördergelder fĂŒr Agrarpolitik in Deutschland kĂŒnftig anders zu verteilen. Die LĂ€nderkammer sprach sich dafĂŒr aus, rund 70 Millionen Euro von der sogenannten „ersten“ in die „zweite SĂ€ule“ umzuschichten. Dies hĂ€tte zur Folge, dass sowohl Natur- und Klimaschutzmaßnahmen als auch die lĂ€ndliche Entwicklung stĂ€rker gefördert werden können.

Dazu NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke: „Der Vorschlag des Bundesrats geht in die richtige Richtung, ist aber zu kurz gesprungen. Angesichts der massiven Umweltprobleme des Agrarsektors braucht Deutschland dringend eine bessere Förderung der naturvertrĂ€glichen Landwirtschaft. Durch die stark intensivierte Produktion drohen Arten wie Kiebitz und Rebhuhn bei uns zu verschwinden und unser Grundwasser ist vielerorts enorm mit Nitrat belastet. Bundeskanzlerin Merkel sollte daher nicht nur den zaghaften Vorschlag der LĂ€nder annehmen, sondern ihn mit Blick auf den Erhalt unserer Lebensgrundlagen noch deutlich nachbessern.“

Erlaubt ist eine Umschichtung von bis zu 15 Prozent der Fördergelder und damit 750 Millionen Euro in die zweite SĂ€ule, also den Bereich fĂŒr die nachhaltige Entwicklung des lĂ€ndlichen Raums. Der Bundesrat empfahl heute eine Aufstockung von 4,5 auf sechs Prozent. Der NABU fordert, dass Deutschland den Rahmen voll ausschöpft. Bislang scheitert eine naturvertrĂ€glichere Verteilung vor allem an der CDU/CSU.

„Innerhalb der Union gibt es durchaus progressive KrĂ€fte, die sich klar fĂŒr eine bessere Förderung der nachhaltigen Landwirtschaft aussprechen. Das gilt etwa fĂŒr Baden-WĂŒrttemberg und seinen Minister fĂŒr LĂ€ndlichen Raum Peter Hauk. Es ist an der Zeit, dass alle in der CDU und CSU die Augen öffnen fĂŒr die Umweltprobleme der Landwirtschaft – und entsprechend handeln. Das gilt insbesondere fĂŒr Bundesagrarminister Schmidt, der Änderungen am System bislang komplett blockiert“, so Tschimpke.

Bis zum 1. August muss die Bundesregierung der EU-Kommission mitteilen, ob sie kĂŒnftig mehr Geld in die lĂ€ndliche Entwicklung fließen lassen will. Der EuropĂ€ische Rechnungshof sieht dazu in Deutschland erheblichen Verbesserungsbedarf.

FĂŒr die kommende EU-Förderperiode ab 2020 fordert der NABU, dass Agrar-Subventionen nicht mehr pauschal nach FlĂ€che ausgeschĂŒttet werden dĂŒrfen. Stattdessen sollten Fördergelder an konkrete gesellschaftliche Leistungen gekoppelt werden, etwa fĂŒr den Tier- und Umweltschutz.
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Verleihung des 18. Landesnaturschutzpreises
Motto: „Naturoase Siedlung – aber natĂŒrlich!“



Umweltminister Franz Untersteller: „Die biologische Vielfalt ist der Antriebsmotor, der alle wesentlichen LebensvorgĂ€nge am Laufen hĂ€lt.“





Umwelt- und Naturschutzminister Franz Untersteller hat am Samstag (11.3.) in Stuttgart sechs PreistrĂ€gerinnen und PreistrĂ€gern den 18. Landesnaturschutzpreis der Stiftung Naturschutzfonds Baden-WĂŒrttemberg verliehen. Das Motto des mit insgesamt 20.000 Euro dotierten Preises lautete: „Naturoase Siedlung – aber natĂŒrlich!“.



„Der Erhalt der biologischen Vielfalt ist eine der grĂ¶ĂŸten Herausforderungen unserer Zeit“, betonte der Minister. „Pflanzen, Tiere, Pilze und Mikroorganismen reinigen Wasser und Luft. Sie dienen als Nahrung und Arzneimittel, sie sorgen fĂŒr fruchtbare Böden und damit fĂŒr gesunde Lebensmittel und sie sorgen fĂŒr ein angenehmes Klima.“



Ganze Wirtschaftszweige und viele ArbeitsplĂ€tze in einer Region hingen direkt von der biologischen Vielfalt ab, sagte Untersteller weiter. So seien Tourismus und erfolgreiche Regionalmarken auf eine intakte Natur angewiesen. Der Anblick einer schönen abwechslungsreichen Landschaft könne zudem die LebensqualitĂ€t der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger erhöhen.
„Verlust der biologischen Vielfalt bedeutet Verlust regionaler IdentitĂ€t und bedeutet Verlust unserer natĂŒrlichen Lebensgrundlagen“, so der Minister fĂŒr Umwelt, Klima und Energiewirtschaft. „Deshalb ist die biologische Vielfalt eine Art Lebensversicherung fĂŒr uns, die wir gerade auch im Siedlungsbereich dringend erhalten mĂŒssen, sei es in GrĂŒnanlagen, an WegrĂ€ndern, in GĂ€rten oder auch in, an oder auf GebĂ€uden.“

„Die PreistrĂ€gerinnen und PreistrĂ€ger haben sich mit ihren kreativen Projekten fĂŒr mehr Natur in unseren StĂ€dten und Gemeinden engagiert“, erklĂ€rte der Vorsitzende der Stiftung Naturschutzfonds, Umweltminister Untersteller. „Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag fĂŒr den Erhalt der biologischen Vielfalt in Baden-WĂŒrttemberg.“

ErgÀnzende Informationen:



Seit 1982 wird der Landesnaturschutzpreis von der Stiftung Naturschutzfonds alle zwei Jahre vergeben. Er ist mit insgesamt 20.000 Euro dotiert. In der Regel wird das Preisgeld auf mehrere PreistrÀgerinnen und PreistrÀger aufgeteilt. Diese erhalten ein Preisgeld von jeweils 4.000 Euro (Gruppen) bzw. jeweils 2.000 Euro (Einzelpersonen).



Die PreistrÀgerinnen und PreistrÀger des 18. Landesnaturschutzpreises sind:



Willy BĂŒhler, Gottenheim (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald):

Biologische Vielfalt im Hausgarten

Auf rund 700 Quadratmetern hat Willy BĂŒhler in seinem Garten ein Paradies fĂŒr zahlreiche Tier- und Pflanzenarten geschaffen; Nutzpflanzen und WildkrĂ€uter dĂŒrfen seit 1984 neben- und miteinander wachsen. Seit sechs Jahren erfasst Willy BĂŒhler beinahe tĂ€glich die in seinem Garten vorkommenden Tier- und Pflanzenarten und dokumentiert sie in sehr umfangreichen Artenlisten sowie Fotoaufnahmen. Die Initiative von Herrn BĂŒhler zeigt, wie man durch entsprechende Maßnahmen schon auf kleinem Raum eine deutliche Erhöhung der biologischen Vielfalt erreichen kann.


BUND-Bezirksverband Stromberg-Neckartal (Landkreis Ludwigsburg):

Mehlschwalben- und Mauerseglerschutzprojekt in Besigheim, Bönnigheim, Löchgau und Umgebung

2003 begann der BUND-Bezirksverband, sich intensiv fĂŒr den Schutz der beiden GebĂ€udebrĂŒter Mehlschwalbe und Mauersegler einzusetzen. Er brachte Hunderte von Nisthilfen an öffentlichen und privaten GebĂ€uden an: 515 Nisthilfen fĂŒr Mauersegler, 620 fĂŒr Mehlschwalben. Dadurch hat sich das Brutplatzangebot im Projektgebiet entscheidend verbessert. ErgĂ€nzend fĂŒhrten die Aktiven des BUND Kartierungen zum Brutvorkommen durch und dokumentierten die Bestandsentwicklungen. Hier konnte eine deutliche Zunahme festgestellt werden.

Die praktische Arbeit wurde durch eine intensive Öffentlichkeitsarbeit mit FĂŒhrungen und Ausstellungen begleitet.


Naturgarten Geigle, Bad Urach-Hengen (Landkreis Reutlingen)

Naturgarten mit Imkerei

Seit 2005 entwickelt sich der Naturgarten von Lonie und Rolf Geigle. In diesem sind auf 2.000 Quadratmetern zahlreiche Elemente zu finden, die die biologische Vielfalt erhöhen: verschiedene Biotope, DachbegrĂŒnung, Wildpflanzen/-tiere, natĂŒrliche Baumaterialien oder auch Maßnahmen zum Vogel-, Wildbie-nen-, Amphibien- und Fledermausschutz. Durch die naturnahe Bewirtschaftung konnten auch seltene Arten im Garten nachgewiesen werden. Neben der naturnahen Gestaltung des Gartens wird eine intensive Öffentlichkeitsarbeit in Form von Veranstaltungen, FĂŒhrungen und Workshops angeboten. Es werden auch Veranstaltungen fĂŒr KindergĂ€rten und Ferienprogramme durchgefĂŒhrt, um schon den Kleinsten die Faszination von Natur und Imkerei zu zeigen und den Grundstein fĂŒr ein hohes Umweltbewusstsein zu legen.


Kindergarten Villa Regenbogen, Pfalzgrafenweiler-Durrweiler (Landkreis Freudenstadt):

Im (Kinder-) Garten der Natur auf der Spur

Das Projekt begann 2015 mit dem Ziel, das AußenspielgelĂ€nde des Kindergartens naturnah umzugestalten. In einer VĂ€ter-Kind-Aktion mit 19 VĂ€tern und vielen Kindern wurden neben Spielbereichen fĂŒr die Kinder FlĂ€chen angelegt, die mehr NaturnĂ€he auf dem GelĂ€nde schaffen. Den Kindern wird dadurch die Vielfalt und Einzigartigkeit der Natur nahegebracht. Erste Erfolge stellten sich bereits ein; so gibt es zum Beispiel mehr Vögel als frĂŒher im Garten und das installierte Insektenhotel sowie die Wildblumenecken ziehen Wildbienen an. Veröffentlichungen in den örtlichen Medien haben Privatpersonen und andere KindergĂ€rten auf das Projekt aufmerksam gemacht und es wurden bereits einige GartenfĂŒhrungen durchgefĂŒhrt.


Schneeburgschule St. Georgen, Freiburg (Stadtkreis Freiburg):

Spiel-T-RĂ€ume der Schneeburgschule St. Georgen – Die Verwandlung unseres Schulhofes zu einem Naturerlebnis-Spielraum

Ziel des Projektes ist es, den Schulhof der Grundschule StĂŒck fĂŒr StĂŒck zu einem Naturerlebnis-Spielraum umzugestalten. Hierbei wurden die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler durch aktives Mitplanen, Mitgestalten und Mitarbeiten intensiv eingebunden. 160 Kinder und 20 Erwachsene (Eltern, Lehrerinnen und Lehrer) beteiligten sich.

Die Planungen zur Umgestaltung begannen 2014; es wurden drei Projektteile realisiert: Zum einen wurden Hochbeete als GrĂŒnes Klassenzimmer angelegt.
Des Weiteren wurde ein Kletter-, Hangel- und BalanciergerĂŒst errichtet. Als dritter Bereich wurde im Zentrum des Schulhofes ein Naturerlebnis-Spielraum mit verschiedenen Spiel- und Erlebniselementen angelegt; hierzu wurden circa 350 Quadratmeter AsphaltflĂ€che entsiegelt. Durch das Anlegen von Trockenmauern und Anpflanzen heimischer StrĂ€ucher, Stauden und Blumen wurden Lebens- und NahrungsrĂ€ume fĂŒr Eidechsen, Insekten und Vögel geschaffen.


Studierendeninitiative Bunte Wiese, TĂŒbingen (Landkreis TĂŒbingen):

Bunte Wiese TĂŒbingen

Die Artenvielfalt der heimischen Wiesen zu erhalten, ist das Ziel der Studierendeninitiative. Wenig genutzte, öffentliche RasenflĂ€chen im Stadtgebiet TĂŒbingens sollten in extensiv gepflegte „Bunte Wiesen“ umgewandelt werden. Seit 2010 setzen sich rund 15 Studierende sowie Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der UniversitĂ€t TĂŒbingen dafĂŒr ein. In Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung TĂŒbingen und zahlreichen anderen Partnern sowie FlĂ€cheneigentĂŒmern entstanden seitdem an 33 Standorten entsprechende Wiesen. Abschlussarbeiten an der UniversitĂ€t TĂŒbingen konnten deutlich den positiven Effekt der Umwandlung auf die Anzahl der vorkommenden Insekten- und Pflanzenarten zeigen.


Weitere Informationen zur Stiftung Naturschutzfonds Baden-WĂŒrttemberg finden Sie im Internet unter: www.stiftung-naturschutz-bw.de.
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Neue Pilotanlage zur GrĂŒnschnittverwertung in Freiburg
Landeszuschuss rund 500.000 Euro

Umweltminister Franz Untersteller: „Freiburg bekommt ein modernes Verwertungssystem, das MaßstĂ€be setzen könnte fĂŒr die hochwertige energetische und stoffliche Verwertung von GrĂŒnschnitt.“

Mit einem neuen Verfahren zur Behandlung von GrĂŒnabfĂ€llen will die Stadt Freiburg ihren GrĂŒnschnitt kĂŒnftig noch effizienter nutzen. Die Pilotanlage auf der ehemaligen Freiburger MĂŒlldeponie auf dem Eichelbuck ist heute (13.03.) unter anderem von Umweltminister Franz Untersteller und Freiburgs OberbĂŒrgermeister Dieter Salomon eröffnet worden.

Mit der Anlage sollen kĂŒnftig rund 12.000 Tonnen GrĂŒnschnitt jĂ€hrlich zu Holzhackschnitzel und Pflanzenkohle verarbeitet werden, der weitaus grĂ¶ĂŸte Teil wird zu hochwertigem Kompost umgewandelt. Das Umweltministerium hat die Anlage mit knapp 500.000 Euro gefördert.

Umweltminister Franz Untersteller betonte, dass GrĂŒn- und BioabfĂ€lle als wertvolle Ressourcen möglichst effizient genutzt werden mĂŒssten. Pro Jahr fielen landesweit rund fast 1,5 Millionen Tonnen GrĂŒn- und hĂ€usliche BioabfĂ€lle an, die bislang zu kaum 50 Prozent energetisch genutzt wĂŒrden: „Wir erhoffen uns von der Freiburger Pilotanlage, dass sie Wege aufzeigt, wie wir in diesem Punkt besser werden können. Die Verwertungsanlage holt das Maximum aus dem GrĂŒnschnitt heraus, sie versorgt andere Anlagen auf dem Eichelbuck mit Energie und produziert mit Kompost und Pflanzenkohle Produkte zur Vermarktung. Wenn sich die Erwartungen erfĂŒllen, dann ist das ein Beispiel zur Nachahmung.“

Der Pilotbetrieb der Anlage werde wissenschaftlich begleitet, sagte Untersteller.

Ein besonderes Augenmerk lege das Umweltministerium auf die Herstellung von Biokohle aus dem GrĂŒnschnitt und auf die Frage, ob sich durch die Vermarktung der Biokohle die Herstellungskosten ausgleichen lassen.
 
 

 
Freiburgs GrĂŒnschnitt wird kĂŒnftig zu Holzhackschnitzel und Pflanzenkohle
Umweltminister Untersteller und OB Salomon eröffnen erste baden-wĂŒrttembergische Pilotanlage auf dem Eichelbuck

Freiburgs GrĂŒnschnitt wird kĂŒnftig zu Holzhackschnitzel und Pflanzenkohle verarbeitet. Die erste baden-wĂŒrttembergische Pilotanlage wird heute von Umweltminister Franz Untersteller und OberbĂŒrgermeister Dieter Salomon gemeinsam mit UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik, Thorsten Radensleben, Vorstandsvorsitzender der Badenova, Norbert Rethmann, dem Ehren-Aufsichtsratsvorsitzenden der Rethmann-Gruppe, sowie Michael Broglin, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der ASF, auf dem Eichelbuck eröffnet.

„GrĂŒnschnitt ist kein Abfall, sondern eine wertvolle Ressource, fast eine halbe Million Tonnen GrĂŒnschnitt fĂ€llt allein in Baden-WĂŒrttemberg jedes Jahr an“, sagte Umweltminister Franz Untersteller anlĂ€sslich der Einweihung der Anlage. „Vom Freiburger Pilot erhoffen wir uns Hinweise, wie wir GrĂŒnschnitt effizient verwerten können. Ihn auf einer solchen integrierten Anlage sowohl zu Kompost als auch zu EnergietrĂ€gern wie Pflanzenkohle zu verarbeiten, halte ich fĂŒr einen viel versprechenden Ansatz.“

„Freiburg ist stolz darauf, die erste Stadt in Baden-WĂŒrttemberg zu sein, die praktische Erfahrungen mit diesem neuartigen Verfahren sammeln kann. Freiburgs AbfĂ€lle werden schon seit vielen Jahren effizient verwertet und leisten einen beispielhaften und wichtigen Beitrag zum stĂ€dtischen Energiekonzept. Und diese bislang einmalige und innovative Pilotanlage rundet das Freiburger Abfallverwertungskonzept ab“, freut sich OberbĂŒrgermeister Dieter Salomon.

Rund 12.000 Tonnen GrĂŒnabfall jĂ€hrlich, den die ASF in Freiburg einsammelt oder der von Garten- und Landschaftsbaubetrieben aus der Region angeliefert wird, soll in der Pilotanlage verarbeitet werden. Bereits beim Abladen wird der GrĂŒnabfall vorsortiert und in einem Schredder zerkleinert. Das HĂ€ckselgut wird danach gesiebt, es entsteht mittelfeines, grobes und erdiges Material. Das mittelfeine Material, rund 1.000 Tonnen jĂ€hrlich, wird thermisch genutzt: In einer neuartigen Pflanzenkohleanlage wird dieser Abfall bei 500 bis 700 °C verbrannt; anschließend kann die erzeugte Pflanzenkohle, geschĂ€tzte rund 300 Tonnen jĂ€hrlich, zur Kompostveredelung verwendet werden. Die anfallende AbwĂ€rme dient zum Trocknen der Holzhackschnitzel. Das grobe Material, etwa 1.000 Tonnen pro Jahr, wird nochmals fĂŒr den Einsatz in der Holzhackschnitzelanlage zerkleinert, damit das beim Prozess entstehende Heißgas in einer Mikrogasturbine gleichzeitig zu Strom und WĂ€rme umgewandelt wird. Der mengenmĂ€ĂŸig grĂ¶ĂŸte Anteil des GrĂŒnschnitts mit rund 10.000 Tonnen jĂ€hrlich eignet sich hervorragend fĂŒr die Kompostierung.

Diese einmalige Pilotanlage in Baden-WĂŒrttemberg soll die Energieversorgung am Eichelbuck weiterhin sichern. Bisher werden die dortigen Anlagen und GebĂ€ude zum großen Teil ĂŒber Deponiegasturbinen mit Strom und WĂ€rme aus der stillgelegten MĂŒlldeponie versorgt. Doch die nutzbare Gasausbeute der Deponie nimmt seit dem Jahr 2005 kontinuierlich ab.

Bislang musste die ASF den GrĂŒnschnitt an externe Anlagen abliefern, mit der neuen Modellanlage ist eine gezielte Verwertung der AbfĂ€lle in eigener Verantwortung möglich. Die ASF geht davon aus, dass die Pilotanlage nach wenigen Wochen Probelauf zum Sommerbeginn im Dauerbetrieb arbeiten wird. Als nĂ€chster Schritt ist dann die Zertifizierung der nachhaltig erzeugten Pflanzenkohle durch eine unabhĂ€ngige Überwachungsstelle vorgesehen, so dass neben der zukĂŒnftigen Eigenkompostierung weitere Vermarktungsoptionen fĂŒr das hochwertige Material ab Sommer 2017 erschlossen werden können.

Das baden-wĂŒrttembergische Ministerium fĂŒr Umwelt, Klima und Energiewirtschaft wie auch die Badenova fördern die ambitionierte Pilotanlage. Das Land fördert Vorhaben zur rationellen Energieverwendung und Nutzung erneuerbarer EnergietrĂ€ger, die erstmalig zur Anwendung kommen aus ihrem kommunalen Investitionsfonds (KIF). In diesem Fall ist es die Heißluftturbine mit 494.000 Euro. Der Innovationsfonds fĂŒr Klima- und Wasserschutz der Badenova wurde geschaffen, um Umweltschutz in der Region voranzutreiben und Energiepionieren unter die Arme zu greifen. Jedes Jahr fließen knapp 1,5 Millionen Euro aus dem Unternehmensgewinn in diesen Fonds. Seit der GrĂŒndung 2001 haben bereits 237 nachhaltige und beispielgebende Projekte in der Region von finanzieller UnterstĂŒtzung aus dem Fonds profitiert. Der Innovationsfonds der Badenova fördert die Pflanzenkohleanlage mit der Höchstfördersumme von 250.000 Euro.

Das GelĂ€nde der ehemaligen HausmĂŒlldeponie Eichelbuck hat sich in den vergangenen 20 Jahren zu einem Zentrum fĂŒr regenerative Energie entwickelt. Die wichtigsten Etappen dieser Wandlung bestanden aus der energetischen Nutzung von Deponiegas (ab 1991), dem Bau einer Aufbereitungsanlage fĂŒr Speisereste und LebensmittelabfĂ€lle (2007), der Reformierung des Deponiegas durch die Anreicherung mit Biogas der Retera (2011) und der Inbetriebnahme von Freiburgs grĂ¶ĂŸter Photovoltaikanlage mit 2,6 Megawatt Leistung am SĂŒdhang der stillgelegten MĂŒlldeponie (2011). Der Betrieb dieser Anlagen leistet einen wichtigen Beitrag zur Energiewende in der Region mit einer CO2-Einsparung von rund 2.600 Tonnen jĂ€hrlich.
 
 

 
Das Problem mit dem PlastikmĂŒll im Meer
NABU, Politik und Wirtschaft diskutieren gemeinsam Lösungen

Das Problem PlastikmĂŒll im Meer ist massiv. Jedes Jahr gelangen mehr als zehn Millionen Tonnen unerwĂŒnschter Hinterlassenschaften allein von Land in die Weltmeere. Doch noch immer fehlen vielerorts Lösungen. Wie diese fĂŒr Deutschland, aber auch weltweit, aussehen könnten, das diskutierten am heutigen Dienstag der NABU, die Hochschule Magdeburg-Stendal und Der GrĂŒne Punkt mit Vertretern der Bundesregierung und des Umweltbundesamts sowie der Wirtschaft. Im Fokus standen die Fragen, wie Kunststoffe in Zukunft aussehen könnten und wie verhindert werden kann, dass PlastikabfĂ€lle ĂŒberhaupt ins Meer gelangen. Dabei wurden auch neue gemeinsame Ergebnisse des NABU-Projektes „Fishing for Litter“ vorgestellt.

„Es ist inzwischen jedem klar, dass wir nicht nur in Deutschland vor einer riesigen Welle an Problemen stehen. Über zehn Millionen Tonnen Kunststoffe verarbeitet allein Deutschland jĂ€hrlich. Genau so viel landet weltweit Jahr fĂŒr Jahr allein von Land im Meer – mit tödlichen Folgen fĂŒr Vögel und Fische. Wir fordern die Bundesregierung und die Wirtschaft auf, in den nĂ€chsten zehn Jahren das Ende des Kunststoff-Zeitalters einzulĂ€uten. Dazu brauchen wir schnellstmöglich einen Ausstiegsplan, um den Verbrauch von Kunststoffen auch in Deutschland drastisch zu verringern“, so NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke.

Der NABU forderte die Bundesregierung auf, schon jetzt fĂŒr Branchen mit besonders hohem Kunststoffverbrauch wie die Verpackungsindustrie konkrete Reduktions- und AusstiegsplĂ€ne aus dem Kunststoff zu erarbeiten und strengere ordnungsrechtliche Vorgaben zur Verwendung zu machen. Freiwillige Vereinbarungen der Industrie sind kein adĂ€quates Mittel angesichts der Dimension des Problems.

Landet Kunststoff im Meer, zerfĂ€llt es in immer kleinere Partikel. Eine TĂŒte beispielsweise in zehn bis zu 20 Jahren, eine Flasche braucht bis zu 450 Jahren. Wie dieser Zerfallsprozess ablĂ€uft und wie der MeeresmĂŒll weiter verwertet werden kann, das erforscht der NABU gemeinsam mit der Hochschule Magdeburg-Stendal. Die Wissenschaftler untersuchen dabei gefischten MĂŒll aus Nord- und Ostsee, den Fischer im Rahmen des NABU-Projekts „Fishing for Litter“ mit an Land bringen. Dazu zĂ€hlen etwa verlorene Fischernetze, Folien oder Verpackungen.

„Kunststoff zerfĂ€llt im Salzwasser unterschiedlich schnell. Unter dem Mikroskop werden die VerĂ€nderungen auf der OberflĂ€che sichtbar. Teile fehlen, sie befinden sich irgendwo im Meer. Im schlimmsten Fall im Bauch eines Vogels oder Fisches“, so Gilian Gerke, Professorin im Fachbereich Wasser, Umwelt, Bau und Sicherheit der Hochschule Magdeburg-Stendal. Gleichzeitig könne der aus dem Meer zurĂŒckgeholte Kunststoff aber auch recycelt werden. Im Sinne der Ressourcenschonung sei das erfreulich. Ziel mĂŒsse jedoch sein, dass erst gar kein MĂŒll ins Meer gelange.

Eine entscheidende Rolle beim Kampf gegen die MĂŒllkippe Meer kommt der Abfall- und Kreislaufwirtschaft zu. „Wir mĂŒssen endlich weltweit ein wirkungsvolles System zur Sammlung und Verwertung von Kunststoffen aufbauen, wie es in Deutschland bereits vorhanden ist. Das ist ein SchlĂŒsselelement fĂŒr gesunde Meere. Bei weitem nicht alle LĂ€nder der Erde verfĂŒgen ĂŒber eine geregelte Abfallinfrastruktur. Um aber in funktionierende Sammel-, Sortier- und Verwertungssysteme zu investieren, mĂŒssen wir KunststoffabfĂ€lle als Wertstoffe begreifen, die nicht ungeregelt in die Umwelt gelangen dĂŒrfen“, so Michael Wiener, CEO des GrĂŒnen Punkts Deutschland.

Die Diskussion in Berlin bildet einen wichtigen Meilenstein im Rahmen des NABU-Projekts „Fishing for Litter“. Hierbei sammeln inzwischen mehr als 150 Fischer an der Nord- und Ostsee MĂŒll aus Nord- und Ostsee. Diesen können sie kostenlos im Hafen entsorgen. Mehr als 20 Tonnen AbfĂ€lle konnten so inzwischen gesammelt werden. Ziel des Projektes ist es, die Wege des MĂŒlls in die deutschen Meere zu analysieren und die gefischten AbfĂ€lle möglichst nachhaltig wiederzuverwerten. Im Sommer stellt der NABU weitere Ergebnisse des Projekts vor.
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