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Dienstag, 28. November 2023
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Verschiedenes

 
Herbstfinale im Garten der Herrenm√ľhle Bleichheim
Ein letztes Mal in diesem Jahr steht der Garten von Hansj√∂rg Haas f√ľr Besucher offen.
Der Herbst zeichnet au√üergew√∂hnliche Stimmungen in den romantischen Garten im n√∂rdlichen Breisgau. Sp√§te Bl√ľtenstauden und Kaskaden von Spanischen G√§nsebl√ľmchen, die die Mauern √ľberwallen, bezaubern die Betrachter und spiegeln sich im Wasser. √úppige Gr√§ser geben den verschiedenen R√§umen F√ľlle und verspr√ľhen doch Leichtigkeit. Eintritt wird erhoben.
Der Garten am Schloßplatz 2 in Herbolzheim-Bleichheim ist am Sonntag, 14. Oktober von 13 bis 18 Uhr geöffnet.
Eintritt : Erwachsene 5 Euro, Kinder frei.
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NABU-Stellungnahme zu Diesel-Konzept der Bundesregierung
Tschimpke: Diesel-Konzept bleibt St√ľckwerk

Berlin ‚Äď Das am Dienstag vorgestellte Diesel-Konzept der Bundesregierung kommentiert NABU-Pr√§sident Olaf Tschimpke:

‚ÄěDas Diesel-Konzept der Bundesregierung bleibt St√ľckwerk. Positiv hervorzuheben ist, dass Bundesumweltministerin Svenja Schulze die Blockadehaltung von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer gegen Hardware-Nachr√ľstungen durchbrechen konnte. Leider bleibt die Einigung unter dem Vorbehalt, dass die Hardware ‚Äöverf√ľgbar und geeignet‚Äė ist. Diese Formulierung erm√∂glicht der Automobilindustrie viel zu viel Interpretationsspielraum und die M√∂glichkeit, weiter auf Zeit zu spielen. Unter dem Strich bleibt festzustellen, dass der Diesel-Gipfel wieder unter der Pr√§misse ‚Äöfreie Fahrt f√ľr freie B√ľrger‚Äė stand, anstatt konsequent den Gesundheitsschutz der Bev√∂lkerung in den Fokus zu r√ľcken. H√§tte die Bundesregierung dies getan, h√§tte sie fl√§chendeckende Nachr√ľstungen auf Kosten der Hersteller durchboxen m√ľssen.‚Äú
 
 

 
NABU steigt aus Zertifizierungsprozess f√ľr neuseel√§ndischen Hoki aus
Tennhardt: "MSC-Fischsiegel verliert weiter an Glaubw√ľrdigkeit"

Berlin ‚Äď Der NABU und die NABU International Naturschutzstiftung erkl√§ren heute ihren Ausstieg aus dem Zertifizierungsprozess des Marine Stewardship Council (MSC) zum neuseel√§ndischen Hoki. ‚ÄěDer Hoki-Fang in Neuseeland ist nachweislich nicht nachhaltig und verdient das MSC-Siegel nicht. Dass der Fisch dennoch rezertifiziert wurde, spricht f√ľr die Unglaubw√ľrdigkeit des Siegels und offenbart erneut die vielfach kritisierten Schw√§chen des Bewertungssystems insbesondere in Bezug auf Nachhaltigkeit, beim Schutz bedrohter Arten und bei der Prozesstransparenz‚Äú, so Thomas Tennhardt, NABU-Vizepr√§sident und Vorsitzender der NABU International Naturschutzstiftung.

Der Hoki, auch Blauer Seehecht genannt, ist ein in neuseel√§ndischen Gew√§ssern gefischter Tiefseefisch, der in gro√üen Mengen auch nach Deutschland verkauft wird. Seine Zertifizierung ignoriere wissenschaftliche Studien und interne Regierungsberichte, die belegen, dass der Fang der Fischart in Neuseeland seit vielen Jahren illegalen Praktiken wie R√ľckw√ľrfen, Fang in Brutgebieten und falschen Angaben von Fangmengen unterliegt, so NABU International.

‚ÄěInsbesondere der Schutz sensibler Lebensr√§ume und der Beifang gesch√ľtzter Arten sprechen gegen eine erneute MSC-Zertifizierung des Hoki. Diese Missst√§nde haben wir gegen√ľber der Zertifizierungsagentur im Rahmen des MSC-Prozesses umfangreich deutlich gemacht‚Äú, sagte Barbara Maas, Leiterin f√ľr Internationalen Artenschutz der NABU International Naturschutzstiftung. J√§hrlich verendeten rund 222 Seeb√§ren als Beifang in Fischernetzen. Der Beifang weiterer auch gef√§hrdeter Arten wie Albatross, Riesenhai und Delfin, einschlie√ülich des akut vom Aussterben bedrohten Hector- und Maui-Delfins, seien nicht oder nicht zuverl√§ssig erfasst. Auch die stark r√ľckl√§ufige Bestandsentwicklung der Zielfischart selbst sei mit einer Zertifizierung unvereinbar. ‚ÄěUnter diesen Umst√§nden ist eine fachliche Beteiligung des NABU an der MSC-Zertifizierung unm√∂glich‚Äú, so Maas.

Hinzu k√§me, dass fast alle Daten, die in die Hoki-Bestandsbewertung einflie√üen, von der Fischereiindustrie stammen anstatt von unabh√§ngigen wissenschaftlichen Institutionen und daher unzuverl√§ssig seien. ‚ÄěDer NABU und NABU International fordern, Fischerei√ľberwachung und Fischereiforschung in unabh√§ngige und glaubw√ľrdige H√§nde zu geben, damit das MSC-Siegel ist, was es verspricht: Ein Beleg f√ľr nachhaltig gefangenen Fisch. Dass Zertifizierungsagenturen nicht von der Fischerei selbst beauftragt und bezahlt werden, sondern ihr gegen√ľber unparteiisch und unabh√§ngig agieren k√∂nnen, ist eine Grundvoraussetzung f√ľr ein glaubw√ľrdiges Siegel‚Äú, sagte Maas.

Die Entscheidung des NABU und der NABU International Naturschutzstiftung, sich aus dem MSC-Zertifizierungsprozess zur√ľckzuziehen, reiht sich ein in eine wachsende Welle √∂ffentlicher Kritik des Fischsiegels. Zum Jahresbeginn hatte ein internationaler Zusammenschluss von 66 Wissenschaftlern, Institutionen und Verb√§nden den MSC hinsichtlich seiner Zertifizierungspraxis √∂ffentlich scharf kritisiert. 82 Verb√§nde aus aller Welt, einschlie√ülich der NABU International Naturschutzstiftung, haben sich in der Koalition ‚ÄěMake Stewardship Count‚Äú mit dem Ziel zusammengeschlossen, vom MSC dringend notwendige Reformen einzufordern.

Weitere Informationen:
- Mit einem Wert von mehr als 130 Milliarden Euro im vergangenen Jahr ist der Hoki Neuseelands wichtigster Exportfisch.
- Nach China, Australien, Polen und Frankreich ist Deutschland mit 3.300 Tonnen importiertem Hoki im Wert von knapp 10 Millionen Euro im Jahr 2017 das f√ľnftgr√∂√üte Importland f√ľr Hoki aus Neuseeland.
- In Deutschland genießt der MSC-Siegel mit etwa 5.000 Fischprodukten, von Filets bis hin zum Katzenfutter, einen rund sechzigprozentigen Marktanteil.
- Weltweit ist die Restaurantkette McDonald¬īs der bedeutendste Gro√üabnehmer f√ľr Hoki aus Neuseeland
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√ĖKO-TEST-Magazin Oktober 2018
Seit 27. September 2018 als ePaper und im Handel erhältlich!

TEST Kräutertee: teuer ist nicht gleich gut
Besonders entt√§uscht der Tee vom Bremer Teehandelskontor: Er ist nicht nur vergleichsweise teuer, sondern auch stark mit Pestiziden belastet. G√ľnstig und mit "gut" k√∂nnen wir konventionelle Produkte von unter anderem Aldi S√ľd, Lidl, Penny und Kaufland empfehlen.

TEST Zwieback: Mineralöl im Hipp-Produkt
In vier Marken-Zwieb√§cken stecken Mineral√∂lr√ľckst√§nde ‚Äď ausgerechnet auch in einem Produkt von Hipp, das f√ľr Babys ausgelobt ist. Zudem kritisieren wir den zugesetzten Zucker: Zwei Produkte sind mit einem Gehalt von 14 Prozent papps√ľ√ü. Zum Gl√ľck gibt's Alternativen.

TEST Buntstifte f√ľr Kinder
Weichmacher oder gar krebserregend Farbstoffe: Knapp die Hälfte der 15 Stiftesets im Test fällt durch.

TEST Nachtcremes
UV-Filter und Duftstoffe: "ungen√ľgend" f√ľr vier Cremes wegen problematischer Inhaltsstoffe.

TEST Bettwäsche
Ausgerechnet in einem zertifizierten Produkt aus Bio-Baumwolle steckt ein bedenklicher Farbstoff. In 19 von 24 getesteten Sets können sie aber beruhigt schlafen.

TEST Nachtlichter
Wir haben 14 Ger√§te getestet. Die Sicherheitspr√ľfung haben alle bestanden. Allerdings k√∂nnen wir unterm Strich nur elf Lichter empfehlen.

TEST Mittel gegen Reizdarm
Zwei Pr√§parate sind mit krebserregenden Pflanzengiften belastet, f√ľr etliche fehlen Wirksamkeitsbelege.

TEST Gr√ľne Mischfonds
Nicht alle so sauber, wie versprochen: Zehn der 30 untersuchten gr√ľnen Mischfonds schlie√üen fossile Brennstoffe nicht aus. Und einige sind extrem teuer.

44 Seiten Extra: Thema Schlafen
Milbe schläft mit: Heerscharen winziger Hausstaubmilben teilen mit uns die Matratze. Und bereiten mit ihren Ausscheidungen vielen Menschen heftige allergische Beschwerden. Doch gegen die unliebsamen Bettgenossen lässt sich einiges unternehmen.
Smart und Schlaflos: Tablet und Smartphone begleiten so manchen bis ins Bett. Statt abzuschalten wird gesurft und gechattet. Doch das kann den Schlaf beeinträchtigen.
Jedes Kind schl√§ft anders: Jedes Kind kann schlafen. Fragt sich nur, wann. H√§ufig wollen Eltern zu fr√ľh zu viel. Manchmal hilft Gelassenheit. Manchmal n√ľtzen strenge Regeln. Eine professionelle Schlafberatung unterst√ľtzt Sie dabei, herauszufinden, wie Sie und Ihr Baby zur Ruhe kommen.
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NABU: Baumschnitt, Laub und Fallobst im Garten lassen
Gartenabfälle bieten Igeln, Insekten und Co. Nahrung und Winterquartier

Berlin ‚Äď Wenn die Tage k√ľrzer werden, ist es Zeit, den Garten winterfest zu machen. Naturg√§rtner sind dabei klar im Vorteil: Wer seinen Garten naturnah gestaltet, spart jede Menge Arbeit und hilft au√üerdem noch Igeln, Insekten und Co. Der NABU gibt Tipps, was vor dem Winter getan werden sollte, damit der Garten auch im kommenden Fr√ľhjahr wieder voller Leben ist.

‚ÄěG√§rten sind wichtige R√ľckzugsorte f√ľr viele Arten, die immer weniger Unterschlupf und √úberwinterungsm√∂glichkeiten in unserer Kulturlandschaft finden‚Äú, sagt NABU-Gartenexpertin Marja Rottleb. ‚ÄěWeniger aufr√§umen hilft Igeln, Siebenschl√§fern, Flederm√§usen, V√∂geln und Insekten gut √ľber den Winter zu kommen. Und f√ľr G√§rtner ist das sehr entspannend, weil man viel weniger Arbeit hat.‚Äú

Wer V√∂geln im Winter Futter bieten will, sollte abgebl√ľhte Stauden und andere samentragende Pflanzen wie Sonnenblumen und Karden nicht abschneiden sondern stehen lassen. Auch Fallobst auf der Wiese und Wildobst an den Str√§uchern sollte bleiben ‚Äď so finden gefiederte Gartenbewohner auch bei Minusgraden einen reich gedeckten Tisch vor. ‚ÄěEin insektenfreundlicher Garten h√§lt dazu ab und an auch ein √ľberwinterndes Insekt f√ľr V√∂gel bereit‚Äú, so Rottleb.

Um den Sechsbeinern √ľber die kalten Monate zu helfen, sollte ein Laubhaufen im Garten angelegt werden. Im w√§rmenden Laub sind Marienk√§fer und Laufk√§fer vor K√§lte gesch√ľtzt. ‚ÄěSolit√§rbienen √ľberwintern in hohlen √Ąsten, im Boden oder in St√§ngeln von Stauden‚Äú, so Marja Rottleb, ‚ÄěAuch eine Insektennisthilfe bietet ihnen einen guten √úberwinterungsplatz.‚Äú

Der Laubhaufen im Garten hilft nicht nur Insekten √ľber den Winter. ‚ÄěEr ist der Allrounder unter den Winterquartieren. Erdkr√∂ten und Igel sch√§tzen das Laub als Schutz gegen K√§lte, insektenfressende Tiere als Nahrungsquelle‚Äú, sagt die NABU-Gartenexpertin. ‚ÄěAls Mulchschicht auf den Beeten sch√ľtzt Laub die Pflanzen vor Frost und dient auch hier als Winterquartier f√ľr Insekten.‚Äú Wer noch mehr f√ľr Igel tun will, kann ein Igelhaus bauen. Eine Anleitung gibt es unter www.NABU.de/igelhaus .

Beim Baumschnitt anfallende √Ąste und Reisig k√∂nnen ebenfalls zu einem Haufen aufgeschichtet oder als Benjeshecke angelegt werden. So eine Totholzhecke bietet Schutz und Lebensraum f√ľr viele Insekten und andere Kleintiere, wie M√§use. V√∂gel finden hier auch im Winter so manchen Leckerbissen mit sechs oder acht Beinen.

‚ÄěDie Natur kennt keinen Abfall. Reisig, Laub, Fallobst, abgebl√ľhte Stauden, die im Herbst anfallen, sind nahrhaft und n√ľtzlich f√ľr viele tierische Gartenbewohner‚Äú, sagt Marja Rottleb, ‚ÄěWer naturnah g√§rtnert und diese ,Abf√§lle‚Äė im Garten l√§sst, kann sich im Herbst entspannt mit einer Tasse Tee zur√ľcklehnen und die Fr√ľchte seines Gartens genie√üen.‚Äú
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Freiburg weiterhin f√ľhrend bei Verwendung von Recyclingpapier
Papieratlas 2018: Städte erzielen neue Rekordquote

Berlin, 25.09.2018: Die Stadt Freiburg hat zum achten Mal in Folge Bestleistungen
beim Einsatz von Papier mit dem Blauen Engel gezeigt und ist somit ‚ÄěMehrfachsieger‚Äú im Papieratlas-St√§dtewettbewerb der Initiative Pro Recyclingpapier (IPR). Weitere Mehrfachsieger sind Bonn, Siegen, Solingen und die Stadt Essen, die eine Sonderauszeichnung erhielt. ‚ÄěRecyclingpapierfreundlichste Stadt‚Äú ist in diesem Jahr Bremerhaven. Den Titel als ‚ÄěAufsteiger des Jahres‚Äú sicherte sich Rosenheim.

Der Papieratlas bildet seit 2008 den Papierverbrauch und die Recyclingpapierquoten deutscher Städte ab. Partner sind das Bundesumweltministerium, das Umweltbundesamt, der Deutsche Städtetag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund. Die 93 in diesem Jahr teilnehmenden Groß- und Mittelstädte erreichen mit einer durchschnittlichen Recyclingpapierquote von 87,15 Prozent einen neuen Rekord.

Die Verwendung von Papier mit dem Blauen Engel ist eine besonders einfache und effektive Ma√ünahme f√ľr den Klima- und Ressourcenschutz. Die Herstellung spart im Vergleich zu Frischfaserpapier rund 70 Prozent Wasser und 60 Prozent Energie. In den vergangenen acht Jahren bewirkte Freiburg durch den Einsatz von Recyclingpapier eine Einsparung von √ľber 43,6 Millionen Liter Wasser und mehr als 8,9 Millionen Kilowattstunden Energie.

Neben dem St√§dtewettbewerb wurde der Papieratlas 2018 erstmals auf alle deutschen Landkreise ausgeweitet. Hier setzte sich der Rhein-Hunsr√ľck-Kreis durch. Die Auszeichnungen des Hochschulwettbewerbs gingen in diesem Jahr an die Hochschule f√ľr Wirtschaft und Umwelt N√ľrtingen-Geislingen sowie die Bergische Universit√§t Wuppertal.
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NABU: Borkenkäfer setzen Fichten zu
Miller: Waldumbau ist dringend notwendig - naturnahe Wälder sind widerstandsfähiger

Berlin ‚Äď In den vergangenen Wochen haben die Waldbr√§nde in Kiefernforsten f√ľr bundesweite Aufmerksamkeit gesorgt. In Fichtenforsten ist derzeit eine Vermehrung von Borkenk√§fern zu beobachten, die zum Absterben von Fichten f√ľhrt. Im Rahmen von sogenannten Waldschutzma√ünahmen werden auch Pestizide zum Schutz des Holzes und der angrenzenden Forste eingesetzt.

‚ÄěDie Fichtenforste machen seit vielen Jahren sehr deutlich, wie anf√§llig sie gegen√ľber extremen Wetterereignissen sind. D√ľrre und Hitze haben in diesem Jahr auch den Borkenk√§fer-Befall beg√ľnstigt, das Insekt hatte bereits mit einem warmen April optimale Bedingungen. Auch haben durch St√ľrme vorgesch√§digte W√§lder dem Borkenk√§fer weniger entgegenzusetzen‚Äú, sagt NABU-Bundesgesch√§ftsf√ľhrer Leif Miller. Besonders betroffen von Borkenk√§fermassenvermehrungen d√ľrften Bundesl√§nder mit einem hohen Fichtenanteil sein. Dazu z√§hlen Bayern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Th√ľringen und Baden-W√ľrttemberg.

‚ÄěAus den Fehlern der vergangenen Jahrzehnte m√ľssen wir schneller lernen. Gerade im √∂ffentlichen Wald d√ľrfen wirtschaftliche Interessen beim Waldbau nicht das Ma√ü der Dinge sein. Es zeigt sich immer wieder ‚Äď je naturn√§her der Wald, desto weniger anf√§llig ist er gegen extreme Wetterereignisse, die durch den Klimawandel immer h√§ufiger auftreten‚Äú, so Miller weiter.

Die Fichte (Picea abies) geh√∂rt zum nat√ľrlichen Baumartenspektrum in Deutschland. Allerdings k√§me sie von Natur aus in Deutschland nur in den h√∂heren Lagen der Mittelgebirge und in den Alpen vor. Auf Grund der Nutzungsgeschichte der W√§lder und den √∂konomischen Interessen der Forst- und Holzindustrie hat die Fichte heute immer noch einen Anteil von 25 Prozent, mit abnehmender Tendenz.

Durch die Bildung von Harz k√∂nnen sich die Fichten gegen Borkenk√§fer wehren. Zur Harzbildung wird Wasser ben√∂tigt, welches momentan den B√§umen aufgrund der anhaltenden Trockenheit nicht zu Verf√ľgung steht. Gleichzeitig profitieren die Borkenk√§fer von den hohen Temperaturen und k√∂nnen sich gut vermehren. Zur Bek√§mpfung der Borkenk√§fer werden auch Pestizide im Rahmen der sogenannten Polterspritzung, wobei im Wald lagerndes, geerntetes Holz mit einem Insektizid behandelt wird, eingesetzt.

‚ÄěWir k√∂nnen aber nicht √ľber Jahre mit Gift gegen die Klimaver√§nderung ank√§mpfen. Kurzfristige L√∂sungen sind nicht vorhanden. Mittel- bis langfristig hilft nur der Waldumbau hin zu naturnahen Laub- und Mischw√§ldern. Der Trend der Forstwirtschaft, Fichten durch Douglasien und andere schnellwachsende Nadelbaumarten zu ersetzten, verhindert die Entwicklung naturnaher Waldstrukturen und muss beendet werden‚Äú, fordert der NABU-Waldexperte Stefan Adler.
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Zu wenig gewagt f√ľr die Wende
Die Windkraft in Baden-W√ľrttemberg wird weiter abgew√ľrgt

Freiburg. Mit der j√ľngsten Ausschreibungsrunde Windkraft an Land, deren Gebotstermin der 1. August war, sind die Zuschlagswerte gestiegen. Diese Entwicklung scheint neue Chancen f√ľr die Windkraft im S√ľden zu bringen. Die Unterzeichnung der Ausschreibungsrunde im Mai 2018 zeigte auch: Mit den wenigen Genehmigungen ist die Energiewende nicht zu schaffen.

Was braucht Baden-W√ľrttemberg f√ľr den Umschwung und das Erreichen der Klimaziele? Das Rezept ist nicht kompliziert, die Zutaten sind vorhanden. Sie m√ľssen nur genutzt werden: Konflikte im Bereich des Artenschutzes bed√ľrfen einer nachhaltigen Kl√§rung. Die Akzeptanz in der B√ľrgerschaft muss wachsen, durch umfassendere Information und transparente Projekte. Zudem ben√∂tigen wir dringend zuverl√§ssige Rahmenbedingungen f√ľr die Betreiber, die l√§ngst √ľberf√§llige CO2-Bepreisung, eine S√ľdquote f√ľr das EEG sowie den Kohleausstieg bis zum Jahr 2030.

Es ist also allgemein bekannt, welche Instrumente genutzt werden m√ľssen, um die Energiewende im Allgemeinen und die baden-w√ľrttembergische im Besonderen zu schaffen. Weiteres Abwarten und Verz√∂gern seitens der Politik bringt den Wirtschaftsfaktor Erneuerbare Energien in Deutschland und Baden-W√ľrttemberg ins Wanken und am Ende das Klima und den Menschen in Gefahr.
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