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Dienstag, 21. Mai 2024
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Verschiedenes

 
Gericht stoppt geplante Baumfällungen
Beschluss des VG Freiburg in dem Eilverfahren

Eilantrag beim Verwaltungsgericht Freiburg gegen F√§llung von Teilen des wertvollen Langmattenw√§ldchens f√ľr den Bau einer Gashochdruckleitung im Bereich des geplanten Stadtteil Dietenbach stattgegeben

Antragstellerin ist NABU (Naturschutzbund Deutschland), Gruppe Freiburg e.V., eine regional tätige und anerkannte Umweltvereinigung aus Freiburg i. Br

Das Verwaltungsgericht hat dem Antrag des NABU Freiburg stattgegeben und die aufschiebende Wirkung der Klage gegen die befristete Waldumwandlungsgenehmigung des RP Freiburg wiederhergestellt. Damit d√ľrfen bis auf weiteres die B√§ume im Langmattenw√§ldchen nicht beseitigt werden.

Die Stadt Freiburg und Terranet BW wollten in K√ľrze mit den Bauma√ünahmen im Langmattenw√§ldchen (Gashochdruckleitung) beginnen. Das Regierungspr√§sidium hatte am 31. August 2023 genehmigt, dass die Firma Terranet BW zur Verlegung der Ferngasleitung im Dietenbachgel√§nde im Auftrag der Stadt Freiburg eine 25 Meter breite und etwa 120 Meter lange Schneise in das Langmattenw√§ldchen (DietenbachWald) schlagen darf. Zu dieser Genehmigung hatte das Regierungspr√§sidium Freiburg den Sofortvollzug angeordnet.

Das Langmattenw√§ldchen beherbergt nach den Untersuchungen der Stadt Freiburg viele, teilweise hochgradig gef√§hrdete und gesch√ľtzte Arten. Der Wald ist deshalb ‚Äěaus naturschutzfachlicher Sicht sehr wertvoll und hat eine hohe Schutzw√ľrdigkeit‚Äú ‚Äď so das Gutachten im Auftrag der Stadt. Durch die Gesamtplanung f√ľr den neuen Stadtteil Dieterbach w√ľrden Waldfl√§chen im Umfang von mindestens 4,4 ha zerst√∂rt. Insbesondere im Bereich des Langmattenw√§ldchens w√§ren Lebensraumverluste von besonders gesch√ľtzten Arten unvermeidlich. Zus√§tzlich w√ľrden die Klimaschutzfunktionen des bestehenden Waldes stark beeintr√§chtigt. Durch Waldfl√§chenverluste und dadurch neu zu entwickelnde Waldr√§nder w√ľrden die Fl√§chen mit einem geschlossenen Altholzbestand, der f√ľr die Ausbildung eines Waldinnenklima essentiell ist, erheblich reduziert. Dies h√§tte gegen√ľber dem reinen Fl√§chenverlust √ľberproportional negative Folgen. Dieser Funktionsverlust des Waldes hinsichtlich Arten- und Klimaschutz w√ľrde zus√§tzlich zur Beeintr√§chtigung der Erholungsfunktion f√ľhren.

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Pressemitteilung der Stadt Freiburg:

Vorbereitende Arbeiten f√ľr die Verlegung des Schmutzwasserkanals und weiterer Leitungen

Wie die Stadtverwaltung bereits erklärt hat, wird es bis zur Eilentscheidung des Verwaltungsgerichts keine Baumfällarbeiten im Langmattenwäldchen geben. Das Verwaltungsgericht hat gestern die aufschiebende Wirkung der Klage des NABU angeordnet. Hiervon sind aber nur die Arbeiten im Langmattenwald zur Erdgasleitung betroffen.

Bis zur weiteren Entscheidung, wie es mit der Erdgashochdruckleitung weitergeht, werden dort alle Arbeiten eingestellt. Die weiteren Arbeiten f√ľr den neuen Stadtteil gehen aber unabh√§ngig von dieser Entscheidung im √ľbrigen Plangebiet weiter, da dies sonst weitere zeitliche Verz√∂gerungen sowie gro√üe finanzielle Auswirkungen auf das Gesamtprojekt h√§tte.

Daher werden heute (17.10.23) ‚Äď zwischen Mundenhofparkplatz und Brieftaubenz√ľchterverein ‚Äď zur Vorbereitung der Kanalbauarbeiten Feldgeh√∂lze und B√§ume gef√§llt.

Der mit der Verlegung des Schmutzwasserkanals verbundene Eingriff wird auf das planerisch erforderliche Minimum beschr√§nkt und unter strengen √∂kologischen Kontrollen durchgef√ľhrt, um sicherzustellen, dass verschiedene sch√ľtzenswerte Tierarten nicht gef√§hrdet werden.
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Gemeindevollzugsdienst mit dem Rad auf Streife
(c) Patrick Seeger / Stadt Freiburg.
 
Gemeindevollzugsdienst mit dem Rad auf Streife
Amt f√ľr √∂ffentliche Ordnung hat zwei Pedelecs angeschafft Bereits 1300 Kilometer erradelt

Der Gemeindevollzugsdienst (GVD) der Stadt Freiburg setzt seit Mitte August auch auf eine Fahrradstaffel: Das Amt f√ľr √∂ffentliche Ordnung hat daf√ľr zwei Pedelecs angeschafft, mit denen die Mitarbeitenden t√§glich Streife fahren.

In den ersten sechs Wochen wurden mit den Dienstr√§dern fast 1300 Kilometer auf Freiburgs Stra√üen ‚Äěerradelt‚Äú. Der Einsatz von Fahrr√§dern bietet viele Vorteile. Mittlere Strecken lassen sich schnell zur√ľcklegen und Baustellen und Stra√üensperren k√∂nnen einfacher umfahren werden. ‚ÄěDass die Rad-Streife so wendiger und effizienter im gesamten Stadtgebiet kontrollieren kann, ist ein Gewinn f√ľr die Sicherheit im ruhenden Verkehr‚Äú, so B√ľrgermeister Stefan Breiter.

Der Gemeindevollzugsdienst setzt die Rad-Streife vor allem ein, um die Einhaltung der Halte- und Parkregeln zu kontrollieren. Au√üerdem k√ľmmert sich die Fahrradstaffel um die √úberwachung von Radwegen.

Dass der GVD nun auch mit Fahrrädern unterwegs ist, kommt gut an: Die Reaktionen auf die Mitarbeitenden auf der Straße sind zum großen Teil positiv.
 
 

 
Freiburg f√ľr vorbildliche Nutzung von Recyclingpapier geehrt
Neuer Papieratlas: Immer mehr Kommunen setzen auf den Blauen Engel

Berlin, 12. Oktober 2023: Die Stadt Freiburg erh√§lt eine Sonderehrung als ‚ÄěMehrfachsieger‚Äú f√ľr ihr vorbildliches Engagement bei der Verwendung von Blauer-Engel-Papier. Seit 13 Jahren bringt Freiburg Bestleistungen im Papieratlas-St√§dtewettbewerb der Initiative Pro Recyclingpapier. In diesem Jahr beteiligten sich insgesamt 96 Gro√ü- und Mittelst√§dte mit einer durchschnittlichen Recyclingpapierquote von 89 Prozent. Weitere ‚ÄěMehrfachsieger‚Äú sind die St√§dte Essen, Bonn, Siegen, Solingen, Erlangen und N√ľrnberg.

Freiburg leistet mit der konsequenten Nutzung von Recyclingpapier mit dem Blauen Engel einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz. Das best√§tigt die aktualisierte √Ėkobilanz f√ľr grafische Papiere des Umweltbundesamtes. Im Vergleich zu Frischfaserpapier bewirkte die Stadt demnach in den vergangenen 13 Jahren eine Einsparung von √ľber 87 Millionen Litern Wasser und mehr als 19 Millionen Kilowattstunden Energie.

Der Papieratlas dokumentiert seit 2008 jährlich den Papierverbrauch und die Recyclingpapierquoten in deutschen Städten, seit 2016 auch in Hochschulen und seit 2018 in Landkreisen. Kooperationspartner sind das Bundesumweltministerium, das Umweltbundesamt, der Deutsche Städtetag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund, der Deutsche Landkreistag sowie der Deutsche Hochschulverband. In diesem Jahr erreicht der Papieratlas mit erstmals 230 Kommunen und Hochschulen eine neue Rekordbeteiligung.

Alle Ergebnisse stehen unter www.papieratlas.de zum Download zur Verf√ľgung.
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Gericht soll Baumfällungen stoppen
Eilantrag beim Verwaltungsgericht Freiburg gegen F√§llung von Teilen des wertvollen Langmattenw√§ldchens f√ľr den Bau einer Gashochdruckleitung im Bereich des geplanten Stadtteil Dietenbach

Antragstellerin ist NABU (Naturschutzbund Deutschland), Gruppe Freiburg e.V., eine regional tätige und anerkannte Umweltvereinigung aus Freiburg i. Br

Die Stadt Freiburg und Terranet BW wollen in K√ľrze mit den Bauma√ünahmen im Langmattenw√§ldchen (Gashochdruckleitung) beginnen. Das Regierungspr√§sidium hat am 31. August 2023 genehmigt, dass die Firma Terranet BW zur Verlegung der Ferngasleitung im Dietenbachgel√§nde im Auftrag der Stadt Freiburg eine 25 Meter breite und etwa 120 Meter lange Schneise in das Langmattenw√§ldchen (DietenbachWald) schlagen darf. Zu dieser Genehmigung hat das Regierungspr√§sidium den Sofortvollzug angeordnet. Der NABU und auch andere Umweltvereinigungen wurden in diesem Verfahren nicht beteiligt und erst auf wiederholte Nachfrage √ľber den Inhalt der getroffenen Entscheidung informiert.

Das Langmattenw√§ldchen beherbergt nach den Untersuchungen der Stadt Freiburg viele, teilweise hochgradig gef√§hrdete und gesch√ľtzte Arten. Der Wald ist deshalb ‚Äěaus naturschutzfachlicher Sicht sehr wertvoll und hat eine hohe Schutzw√ľrdigkeit‚Äú ‚Äď so das Gutachten im Auftrag der Stadt. Durch die Gesamtplanung f√ľr den neuen Stadtteil Dieterbach w√ľrden Waldfl√§chen im Umfang von mindestens 4,4 ha zerst√∂rt. Insbesondere im Bereich des Langmattenw√§ldchens w√§ren Lebensraumverluste von besonders gesch√ľtzten Arten unvermeidlich. Zus√§tzlich w√ľrden die Klimaschutzfunktionen des bestehenden Waldes stark beeintr√§chtigt. Durch Waldfl√§chenverluste und dadurch neu zu entwickelnde Waldr√§nder w√ľrden die Fl√§chen mit einem geschlossenen Altholzbestand, der f√ľr die Ausbildung eines Waldinnenklima essentiell ist, erheblich reduziert. Dies h√§tte gegen√ľber dem reinen Fl√§chenverlust √ľberproportional negative Folgen. Dieser Funktionsverlust des Waldes hinsichtlich Arten- und Klimaschutz w√ľrde zus√§tzlich zur Beeintr√§chtigung der Erholungsfunktion f√ľhren.

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Stadtverwaltung wartet vor Durchf√ľhrung von Baumf√§llarbeiten f√ľr die Verlegung der Erdgashochruckleitung gerichtliche Entscheidung ab

Die Stadtverwaltung plant in Abstimmung mit der Firma Terranets BW die Verlegung der durch das Gebiet f√ľr den neuen Stadtteil Dietenbach verlaufenden Erdgashochdruckleitung. Hierf√ľr m√ľssen 3000 m¬≤ Baumbestand im Langmattenw√§ldchen gerodet werden, die vom Regierungspr√§sidium Freiburg genehmigt wurden. Im Zuge eines Eilantrags des NABU beim Verwaltungsgericht Freiburg hat dieses darum gebeten, mit der Umsetzung der Genehmigung bis zum Abschluss der gerichtlichen Entscheidung zu warten.

In Abstimmung mit dem Regierungspr√§sidium Freiburg und der Firma Terranets BW GmbH wird der Wunsch respektiert. Die vom Verwaltungsgericht in Aussicht gestellte schnelle Entscheidung √ľber den Eilantrag wird f√ľr alle Beteiligten Rechtsklarheit schaffen, ob die vom NABU streitig gestellte befristete Waldumwandlungsgenehmigung vollzogen werden kann.

Die Verlegung der Erdgashochdruckleitung aus der Mundenhofer Stra√üe heraus ist n√∂tig, um dort Raum f√ľr die Trinkwasserversorgungsleitung f√ľr Dietenbach, eine Grundwasser-F√∂rderleitung zur W√§rmeerzeugung und eine Fernw√§rmeleitung, welche die Netze des neuen Stadtteils Dietenbach sowie von Weingarten und Rieselfeld verkn√ľpft, zu schaffen.

Hierf√ľr sollen knapp 3000 m¬≤ Baumbestand im Langmattenwald gerodet werden, um die √ľberregionale Erdgashochdruckleitung, von der aus auch Freiburg versorgt wird, aus dem zuk√ľnftigen Baugebiet heraus auf eine Trasse zu verlegen, die entlang der Tel-Aviv-Yafo-Allee verl√§uft, dann n√∂rdlich am bestehenden SVO-Sportplatz vorbeif√ľhrt, um anschlie√üend parallel zur Stadtbahntrasse Rieselfeld-Dietenbach den Bollerstaudenweg zu erreichen.

In der Mundenhofer Stra√üe werden im Laufe des kommenden Jahres dann die neuen Leitungen f√ľr die Grundwasserf√∂rderung und Fernw√§rme verlegt, mit denen auch ein Beitrag zur Decarbonisierung bislang nur erdgasbefeuerter W√§rmenetze geleistet wird.

Der mit der Verlegung der Erdgashochdruckleitung verbundene Eingriff in den Waldbestand wird auf das planerisch erforderliche Minimum beschr√§nkt. Umweltschonendere Alternativen, mit denen die st√§dtischen Planungsziele wie ein fr√ľhzeitiger √ĖPNV-Anschluss des neuen Stadtteils oder wie eine angemessene Versorgung der Stadtteile Dietenbach und Rieselfeld mit Sportfl√§chen realisiert werden k√∂nnen, bestehen nicht.

Die anstehenden Baumf√§llarbeiten werden unter strengen √∂kologischen Kontrollen durchgef√ľhrt, um sicherzustellen, dass verschiedene sch√ľtzenswerte Tierarten nicht gef√§hrdet werden.

Die Bauarbeiten finden unter der Regie der Firma Terranets BW GmbH statt, die die √ľberregionale Versorgungsleitung betreibt.

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ECOtrinova e.V. widerspricht der Stadt

Die Erdgas-Hochdruckleitung Dietenbach/Freiburg i.Br. ist ohne Waldrodung verlegbar.
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√Ėl & Gas: 4000 Milliarden Dollar Gewinne & √úbergewinne
Beginnen wir mit einer schwierigen Aufgabe. Stellen Sie sich eine Milliarde Dollar vor. Eine Milliarde sind tausend Millionen. Denken Sie an eine Milliarde K√ľgelchen mit einem Durchmesser von einem Millimeter. Aneinandergereiht w√ľrden die K√ľgelchen eine Kette von einer Milliarde Millimeter oder 1000 Kilometer ergeben, etwas l√§nger als die Entfernung von M√ľnchen nach Rom.
Und jetzt wird's noch schwieriger. Stellen Sie sich eine Summe von 4000 Milliarden Dollar vor, also 4000 mal tausend Millionen. Wie groß wäre die Empörung in Deutschland, wenn sich die Menschen etwas unter 4000 Milliarden Dollar vorstellen könnten ...

"Die Internationale Energieagentur (IEA) sch√§tzt, dass 2022 knapp 2000 Milliarden US-Dollar an √úbergewinnen aus der √Ėl- und Gasf√∂rderung ¬≠anfallen."
Ich hatte den Satz auf der Seite des Schweizer Infosperbers gelesen und konnte mir nicht vorstellen, dass der Satz und die angegebene Summe stimmen könnten und begann zu recherchieren. Bei den Qualitätsmedien fand ich im Netz erschreckenderweise keine Informationen zu den unvorstellbaren 2000 Milliarden. Warum sind diese Übergewinne beinahe kein Thema in den seriösen Medien?

Zweitausend Milliarden Gewinn und zusätzlich zweitausend Milliarden Übergewinn!
Bei der Originalquelle, der International Energy Agency (IEA), wurde ich f√ľndig: Global oil and gas sector income is set to jump to $4 trillion in 2022, more than twice its five-year average, with the bulk of it going to major oil and gas exporting states.‚ÄĚ Und zwei der vier Trillionen US-Dollar sind √úbergewinne, schreibt die IEA.
4 Trillionen (Englisch) entsprechen 4 Billionen (Deutsch). Eine Billion steht im deutschsprachigen Sprachgebrauch f√ľr die Zahl 1000 Milliarden.

Die Internationale Energieagentur (IEA) sch√§tzt, dass 2022 knapp 4000 Milliarden US-Dollar an Gewinnen und davon 2000 Milliarden US-Dollar √úbergewinne aus der weltweiten √Ėl- und Gasf√∂rderung ¬≠anfallen. Dazu kommen noch die globalen Profite der Kohle- und Atom-Konzerne. UNO-Generalsekret√§r Ant√≥nio Guterres warf den Energiefirmen eine ¬ęgroteske Gier¬Ľ vor und sagte, es sei ¬ęunmoralisch, dass die √Ėl- und Gaskonzerne auf dem R√ľcken der √§rmsten Menschen und Gemeinschaften Rekordgewinne aus der Energiekrise ziehen, und das zu massiven Kosten f√ľr das Klima¬Ľ.

Nochmal: Stellen Sie sich 4000 mal tausend Millionen Dollar Gewinne aus dem √Ėl- und Gasgesch√§ft vor.
Stellen Sie sich vor, welche politische und publizistische Macht mit solchen Summen in Verbindung steht. Die Kohle-, √Ėl- und Gasmultis sind verantwortlich f√ľr die Klimakatastrophe und die Gierflation. Sie m√∂gen keine Solaranlagen und Windr√§der in privater Hand und auch W√§rmepumpen schm√§lern ihre Gewinne. Sie m√∂gen keine Steuern f√ľr Konzerne und Milliard√§re und erst recht keine √úbergewinnsteuern.
Eines von vielen Beispielen f√ľr ihren verheerenden Einfluss auf die Politik und die √∂ffentliche Meinung ist der durch Erd√∂l reich gewordene amerikanische Multimilliard√§r Charles Koch. Er und sein verstorbener Bruder steckten viele Millionen Dollar in mehr als 30 konservative, rechts-libert√§re Denkfabriken und Stiftungen und in die Organisationen der Energiewendegegner und Klimawandelleugner. Eine Vielzahl von Lobbygruppen, PR-Agenturen und Vorfeldorganisationen der fossilen Konzerne nehmen direkt und indirekt massiven Einfluss auf die Politik und die √∂ffentlichen Debatten, auch in Deutschland. Sie tragen gerade den amerikanischen Kulturkampf nach Europa. Sie lieben den n√ľtzlichen Kampfbegriff "Technologieoffenheit" und die "Wir erlauben Konzernen & Milliard√§ren immer alles-Parteien" und lassen √∂kologische und gemeinwohlorientierte Parteien als "Verbotsparteien" bek√§mpfen. Es ist einer ihrer gr√∂√üten PR-Erfolge, dass sich der gut organisierte √∂ffentliche Zorn nicht gegen die Profiteure der √úbergewinne richtet, sondern gegen Umweltaktive, Klimasch√ľtzer und GR√úNE.

Bei allem √∂ffentlichen Streit um Demokratie, Inflation, Klimawandel, "Verbotsparteien", Technologieoffenheit, um Armut und Reichtum, √úbergewinnsteuern, um den vorgeschlagenen "Shell-Ressortleiter" f√ľr die Klimapolitik der EU Herrn Wopke Hoekstra, um W√§rmepumpen, Windr√§der und Solaranlagen sollten die 4000 Milliarden US-Dollar an Gewinnen der √Ėl- und Gasindustrie stets mitbedacht werden.
Warum folgen viele unserer Medien bei diesen Themen nicht mehr der Spur des Geldes?

Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein
Der Autor ist 50 Jahren in der Umweltbewegung aktiv und war 30 Jahre lang BUND-Gesch√§ftsf√ľhrer in Freiburg
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Genusswandern auf dem Brotweg Yach
Frisches Brot aus dem Holzofen (c) TMBW / D√ľpper
 
Genusswandern auf dem Brotweg Yach
Zwischen dicht bewaldeten Bergen im s√ľdlichen Schwarzwald erstreckt sich das Yach-Tal, wo bis heute uralte Backtradition gepflegt wird. Der gut zw√∂lf Kilometer lange ‚ÄěBrotweg‚Äú passiert einige Bauernh√∂fe, die in famili√§rer Atmosph√§re Vesperplatten mit Schinkenspeck und Bibelesk√§s zum hausgemachten Holzofenbrot servieren. Dazu gibts Apfel- oder Beerenmost. Besonders lohnt sich ein Stopp am jeweiligen Backtag, wenn das Brot frisch vom Ofen auf den Tisch kommt.
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ECOtrinova e.V. widerspricht der Stadt
Die Erdgas-Hochdruckleitung Dietenbach/Freiburg i.Br. ist ohne Waldrodung verlegbar.

Die Erdgas-Hochdruckleitung Dietenbach muss nicht wie die Stadt erkl√§rt durch den geplanten Schulcampus und das Langmattenw√§ldchen f√ľhren, wo es h√∂chst √§rgerliche Rodungen geben w√ľrde. Sie kann ohne entgegenstehende Probleme nach Osten weitergef√ľhrt werden und bei einer bestehenden Stra√üenzufahrt, etwa der Johanna-Kohlundstr., nach Norden ins Dietenbach-Gebiet schwenken und auch dort so zur Tel-Aviv-Yafo-Allee gef√ľhrt werden, dass auch dort keine Waldverluste entstehen. Die Mundenhoferstr. selber, d.h. ihr Stra√üenbelag bleibt dann au√üer durch die dortige Querung unbeeintr√§chtigt. Die neu hinzukommenden Strom- und W√§rmeleitungen k√∂nnen l√§ngs der Mundenhoferstr. im Landwassergraben oder an dessen R√§dern vergraben oder z.B. in H√∂he des Gel√§ndeniveaus mit Schutzumh√ľllung im Graben aufgest√§ndert oder an Tr√§gern aufgeh√§ngt werden. Das w√§ren auch die voraussichtlich kosteng√ľnstigsten Varianten, wenn verlegt werden soll. Dies teilte der gemeinn√ľtzige Verein ECOtrinova e.V. jetzt dem OB Horn und dem Umwelt- und Baudezernat mit.

Die Stadt und das Unternehmen der Erdgasleitung m√ľssen auch beachten, dass es sich mindestens beim Langmattenw√§ldchen aufgrund seiner hohen Wertigkeit um ein faktisches Vogelschutzgebiet handelt, das bei V√∂geln und Habitat, also hier Wald, direkt unter dem Schutz der EU-Vogelschutzrichtlinie steht. Der ist st√§rker als bei einem eingerichteten Vogelschutzgebiet und macht das W√§ldchen entsprechend der Rechtsprechung praktisch unantastbar. Die Richter in Mannheim und Leipzig haben diese Frage ausgeklammert mit dem Argument, etwa die Stadtbahn m√ľsse ja nicht durchs W√§ldchen hindurch, sondern k√∂nne auf einer anderen Trasse gef√ľhrt werden. So w√§re es auch mit der Erdgasleitung.
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Streit um die Erweiterung des Nationalparks Schwarzwald
(c) mitwelt.org
 
Streit um die Erweiterung des Nationalparks Schwarzwald
Säger, Jäger & CDU gegen Natur & Naturschutz

Alle Parteien in Baden-W√ľrttemberg lieben im Wahlkampf Natur, Nationalparks und bedrohte Arten. Doch manche Parteien m√∂gen Nationalparks in Afrika und S√ľdamerika einfach mehr als solche in ihrer Heimat. Und die bedrohten Arten sollten schon m√∂glichst weit von Baden-W√ľrttemberg und seinen S√§gewerken entfernt bedroht sein.

Nach unglaublichen, gut organisierten Konflikten wurde am 1. Januar 2014 im Schwarzwald der erste Nationalpark in Baden-W√ľrttemberg gegr√ľndet. Die FDP und fast die gesamte CDU (mit einer einzigen Ausnahme!) stimmten im Landtag gegen Natur und Nationalpark. √Ąhnlich wie beim Streit um die ersten Nationalparks in den USA oder bei aktuellen Nationalparkkonflikten in Amazonien wurde der Park von √∂konomischen Nutzungsinteressen, von S√§gern und J√§gern massiv bek√§mpft.

Der winzige, zweigeteilte Nationalpark (100,62 km¬≤) liegt am Hauptkamm des Nordschwarzwalds √ľberwiegend zwischen der Schwarzwaldhochstra√üe und dem Tal der Murg. Er besteht aus zwei etwa 3,5 Kilometer voneinander getrennten Einzelbereichen am Ruhestein (7.615 Hektar) und Hoher Ochsenkopf/Pl√§ttig (2.447 Hektar). Die Verbindung dieser beiden Teile ist unbedingt erforderlich. Zu kleinen Nationalparks droht die Verrummelung durch Besuchermassen.

- Der Nationalpark soll um 2900 Hektar erweitert werden
- Der Fl√§chenverbrauch in Baden-W√ľrttemberg liegt aktuell bei 1‚ÄĮ673‚ÄĮ Hektar j√§hrlich.
- Der Flächenverbrauch in Deutschland liegt bei 55 Hektar pro Tag.
- Die Erweiterungsfläche des Nationalparks Schwarzwald entspricht der Fläche, die in Deutschland in 53 Tagen zugebaut wird.
- Wir leben in einer Zeit massiver menschengemachter Artenausrottung. Täglich rotten wir gerade bis zu 150 Arten aus!

Doch erneut k√§mpfen S√§ger, J√§ger, CDU und FDP gegen die notwendige Erweiterung des putzigen, kleinen Nationalparks. Und wie es sich heutzutage geh√∂rt, werden gerne vorgeschobene "scheingr√ľne" Argumente genutzt, um die √∂konomischen Interessen mit Greenwash zu bem√§nteln. Am erfolgreichsten sind Kampagnen aber immer, wenn Lobbyisten der √∂rtlichen Bev√∂lkerung erfolgreich einreden, ihnen w√ľrde etwas weggenommen.

- Die Haltung der FDP wird in folgendem Zitat von Dr. Hans-Ulrich R√ľlke deutlich: ‚ÄěDas Land hat nun wirklich andere Sorgen als die Frage, ob ein kropfunn√∂tiger Nationalpark noch einen Hektar gr√∂√üer wird oder nicht."
- Naturschutz ist f√ľr die "wertebewahrende" CDU und insbesondere f√ľr Landwirtschaftsminister Hauk immer nur ein Thema f√ľr die kurzen Wochen des Wahlkampfes. Der Begriff konservativ kommt doch eigentlich vom lateinischen conservare ‚Äěerhalten, bewahren‚Äú oder auch ‚Äěetwas in seinem Zusammenhang erhalten‚Äú.

In einer Zeit massiven Fl√§chenverbrauchs und zunehmender Artenausrottung sind Nationalparks ein winziges Trostpflaster f√ľr die geschundene Natur. Nicht mehr und nicht weniger. Wir brauchen sie hier bei uns.

Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein

Der Autor ist seit 50 Jahren in der Umwelt- und Naturschutzbewegung aktiv und war 30 Jahre lang BUND-Gesch√§ftsf√ľhrer in Freiburg.
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