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Montag, 23. Mai 2022
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Verschiedenes

 
Neue kleine Atomkraftwerke und zuk├╝nftige Atomkraftwaffen?
Der franz├Âsische Staatspr├Ąsident Macron will neue, gef├Ąhrliche, teure, kleine AKW bauen...

Rettung des franz├Âsischen Energieversorgers EDF mit EU-Geldern?
Macron m├Âchte einen Teil der 30 Milliarden Staatshilfen in die Rettung der franz├Âsischen Atomwirtschaft investieren und verkauft dies geschickt als "gr├╝ne Vision".
Laut einem Bericht des franz├Âsischen Wirtschaftsministeriums hatte die EDF Ende 2019 rund 41 Milliarden Euro Schulden und bis 2028 sollen es fast 57 Milliarden Euro sein. Die EDF-Verbindlichkeiten treiben Frankreichs Staatsverschuldung in die H├Âhe. Eine Milliarde Euro soll jetzt in den Ausbau der Atomenergie investiert werden. Warum wird diese Zahl nicht mit den EDF-Schulden verglichen?
Der einzige Europ├Ąische Druckwasserreaktor (EPR), der aktuell in Flamanville / Frankreich ├╝berhaupt gebaut wird, geht fr├╝hestens 2023 ans Netz - mit elf Jahren Versp├Ątung und nahezu vier Mal so teuer wie geplant. Die Geschichte der franz├Âsischen Atomkraft ist keine Erfolgsgeschichte, sondern eine Geschichte von Pleiten, Pech und Pannen. Das sagt nicht nur die Umweltbewegung, sondern auch der Aktienkurs der EDF.
Kleine und kleinste "umweltfreundliche und gr├╝ne" Mini-Atomkraftwerke
sollen zuk├╝nftig in Frankreich gebaut und exportiert werden und die franz├Âsische Forschung rechnet mit EU-Geldern. Aus den gef├Ąhrlichen, alten, gro├čen Druck- und Siedewasserreaktoren w├╝rden unz├Ąhlige Klein- und Kleinstreaktoren...
In jedem dieser Mini-Reaktoren entsteht die Radioaktivit├Ąt vieler Hiroshima-Bomben. Ein Unfall oder ein Anschlag auf ein Kleinst-AKW k├Ânnte eine Stadt unbewohnbar machen. Viele kleine Reaktoren sind viele kleine, zwangsl├Ąufig schlecht gesicherte, potenzielle Anschlagsziele. Auch f├╝r die heutigen und zuk├╝nftigen Diktatoren der Welt br├Ąchte die M├Âglichkeit, "schmutzige Bomben" zu bauen, einen "nordkoreanischen Machtzuwachs".

Die Idee der Verbreitung von vielen kleinen & gro├čen AKW auf der Welt ist ein globales Selbstmordprogramm und ein atomarer Alptraum, passt allerdings auch gut ins zerst├Ârerische Zeitalter des Anthropoz├Ąn...

Wunderwaffe Atomkraft?
Die Politik von Staatslenkern wie Herrn Macron, ist die Politik der globalen Umweltzerst├Ârung. Sie ist verantwortlich f├╝r Atomm├╝llproduktion, Fukushima und Artenausrottung. Im heutigen globalen Krieg gegen die Natur (Artensterben, Klimawandel, Atomm├╝llproduktion, Ressourcenverschwendung, Atom- und andere Massenvernichtungswaffen....) setzen diese politisch Verantwortlichen f├╝r die gro├če globale Zerst├Ârung auf den alten neuen Mythos der Wunderwaffen.

Klimawandel, Artensterben, Endlichkeit der Ressourcen? Einfach weitermachen wie bisher!
Der menschengemachte Klimawandel soll mit neue kleinen Thorium Reaktoren bek├Ąmpft werden und ausgerotteten Arten werden mit Gentechnik wieder erschaffen. Das Verkehrsproblem wird mit Lufttaxis angegangen. Der fehlerhafte, menschliche Mensch wird mit Technik nach den Ideen des Transhumanismus ├╝berwunden und durch den neuen, perfekten ├ťbermenschen ersetzt. Irgendwann werden wir mit Raumschiffen die zerst├Ârte Welt hinter uns lassen und neuen, unverbrauchten Planeten und neuen Mythen entgegenfliegen...
Nicht nur die ├ľkologie, auch die ├ľkonomie spricht gegen die teuren franz├Âsischen Pl├Ąne. Warum setzt der Technokrat Macron auf eine gef├Ąhrliche, teure Hochrisikotechnologie, wenn es mit Sonne und Wind kosteng├╝nstige, umweltfreundliche und ungef├Ąhrliche Alternativen gibt?

Die armen Franz├Âsinnen und Franzosen haben in K├╝rze die Wahl zwischen einer rechtsradikalen Atom-Lobbyistin und einem neoliberalen Atom-Lobbyisten und Technokraten...

Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein, der Autor ist Vizepr├Ąsident im Trinationalen Atomschutzverband TRAS und seit 1974 in der Umweltbewegung aktiv. Er war 30 Jahre BUND-Gesch├Ąftsf├╝hrer
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Nachhaltig anlegen
Europa- und Schwellenl├Ąnderfonds im Test

Schwellenl├Ąnder und europ├Ąische M├Ąrkte sind beliebte Anlagem├Ąrkte und als Beimischung interessant f├╝r diejenigen, die ihr Geld bislang vor allem in weltweit anlegende Aktienfonds investiert haben. Die Stiftung Warentest hat in der aktuellen Ausgabe ihrer ´╗┐Zeitschrift Finanztest nun untersucht, wie nachhaltig sogenannte gr├╝ne Schwellenl├Ąnder- und Europa-Fonds sind und welche sich davon f├╝r ein ethisch-├Âkologisches Investment eignen.

Die Ergebnisse der 85 untersuchten Fonds sind etwas ern├╝chternd: Anders als bei den nachhaltigen Aktienfonds Welt hat bei den Schwellenl├Ąnder- und Europa-Fonds kein Fonds in Sachen Nachhaltigkeit die Bestnote von f├╝nf Punkten erreicht. Und nur ein einziger erreichte vier Punkte. Ein Grund f├╝r das m├Ą├čige Abschneiden der Fonds: Sie schlie├čen fossile Energien nicht oder nur halbherzig aus. Und einige sind in Sachen Umwelt zu lax, sie schlie├čen Firmen nur bei schwerwiegenden Umweltverst├Â├čen aus.

Wenn sich ein Fonds ein gr├╝nes Etikett verpasst, sollte auch gr├╝n drin sein. H├Ąufig entspricht das, was die Anbieter machen, jedoch nicht den Vorstellungen der Anleger. Finanztest schafft hier Transparenz und zeigt, wie gr├╝n die Fonds wirklich sind und welche Nachhaltigkeitsstrategien sie verfolgen.

Geldanlage, ob nachhaltig oder nicht, soll sich lohnen. Deshalb hat Finanztest f├╝r die nachhaltigen Fonds, darunter aktiv gemanagte, Indexfonds und ETF, den Anlageerfolg bewertet. Anleger k├Ânnen sich so die zu ihren Nachhaltigkeits- und Renditevorstellungen besten Fonds ausw├Ąhlen. Zus├Ątzlich zeigt Finanztest, wie hoch der Anteil an Beimischungen je nach Sicherheitsbed├╝rfnis des Anlegers sein kann.

Den ausf├╝hrlichen Test ÔÇ×Nachhaltig anlegen: Europa- und Schwellenl├ĄnderfondsÔÇť erhalten Sie in der ´╗┐November-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und unter ´╗┐www.test.de/nachhaltige-fonds.
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14. Oktober: 120 Jahre Stra├čenbahn in Freiburg
(c) VAG Freiburg
 
14. Oktober: 120 Jahre Stra├čenbahn in Freiburg
Von der Elektrifizierung zur Digitalisierung

Ein St├╝ck Freiburger Stadtgeschichte feiert Geburtstag. Die Stra├čenbahn wird an diesem Donnerstag, 14. Oktober, 120 Jahre alt.

Seit ihrer Er├Âffnung am 14. Oktober 1901, als der elektrische ÔÇ×HobelÔÇť eine Pferdebahn abl├Âste, geh├Ârt sie zum Freiburger Stadtbild wie B├Ąchle und M├╝nster und ist ein sichtbares Zeichen von Stadt- und Lebensqualit├Ąt. St├Ąndig steigende Kapazit├Ąten im Stra├čenbahnverkehr ÔÇô die Fahrzeuge wurden gr├Â├čer, die Fahrplantakte dichter und die Fahrgastzahlen stiegen enorm ÔÇô dokumentieren die Bedeutung des Verkehrssystems f├╝r Freiburg: Die Stadt wuchs ÔÇô und mit ihr die Stadtbahn. Schienenverkehrslinien waren und sind immer auch urbane Entwicklungsachsen.

Blickt man anl├Ąsslich des Jubil├Ąums zur├╝ck auf die Mobilit├Ąt in den vergangenen 120 Jahren, dann sieht man, dass sich ihre Randbedingungen st├Ąndig ├Ąndern und weiterentwickeln. Vor 120 Jahren gab es praktisch noch keine Autos. Fu├čg├Ąnger, Fuhrwerke und Fahrradfahrer bestimmten das Stadtbild, zu denen sich ÔÇô schon damals in zentraler innerst├Ądtischer Lage ÔÇô die Stra├čenbahn gesellte. In den Zeiten des Wiederaufbaus wuchs Freiburg enorm: Lebten 1954 noch 100.000 Menschen in Freiburg, so waren es 1964 bereits 160.000. Neue Stadtteile im Westen der Stadt entstanden. Mit der Ausdehnung der Stadt wuchs auch das Bed├╝rfnis nach Mobilit├Ąt. Da war die St├Ądtische Stra├čenbahn gefordert. Zu Zeiten des Wirtschaftswunders boomte dann das Auto und ab den Achtzigern wurde erkannt, dass Freiburgs Verkehrsprobleme nur durch die die schnelle, leicht verst├Ąndliche Stadtbahn mit ihrer gro├čen Bef├Ârderungskapazit├Ąt auf relativ wenig Raum gel├Âst werden k├Ânnen.

Heute er├Âffnen digitale Vernetzung und Elektromobilit├Ąt v├Âllig neue Wege. Die Erderw├Ąrmung fordert zudem eine Verkehrswende, bei der auch der ├ľPNV mit der Stra├čenbahn weiter in den Fokus r├╝ckt.

Die Konstante: Wo die Z├Ąhringer ihr Kreuz gemacht haben

Im Lauf seiner Geschichte hat sich das Stadtbahnnetz immer wieder ver├Ąndert. Eine Konstante war jedoch der auch heute noch wichtigste Kontenpunkt im Netz: der Bertoldsbrunnen. Das f├╝r die Stadtgr├╝ndungen der Z├Ąhringer Herz├Âge so typische zentrale Stra├čenkreuz von Kaiser-Joseph-Stra├če, Bertoldstra├če und Salzstra├če steht auch heute noch symbolhaft f├╝r die Botschaft, dass der ├ľffentliche Nahverkehr immer dort pr├Ąsent sein muss, wo viele Menschen hinwollen oder m├╝ssen.

Nach einem best├Ąndigen Wachstum des Schienennetzes kamen zun├Ąchst Kriegszerst├Ârungen und sp├Ąter dann auch gelegentliche Streckenstillegungen. Seit den achtziger Jahren aber wuchs und w├Ąchst das Schienennetz in Freiburg best├Ąndig. Zun├Ąchst vor allem in die Nachkriegsstadtteile im Westen der Stadt. Aber auch Z├Ąhringen und Haslach wurden an das Stadtbahnnetz angeschlossen oder wieder angeschlossen. Neben einigen weiteren Netzerg├Ąnzungen wurde es mit dem Rieselfeld zum Standard, dass Neubaugebiete in der Schwarmstadt Freiburg von Anfang an vom Schienennetz der VAG erschlossen werden. N├Ąchstes Beispiel daf├╝r ist die Stadtbahn Dietenbach.

In den politischen Diskussionen der vergangenen Jahrzehnte war es nie die Frage, ob das Stadtbahnnetz ausgebaut werden soll, sondern wo die n├Ąchsten Schienen verlegt werden. Lange Planungsprozesse und gelegentlich auch leere Kassen der ├Âffentlichen H├Ąnde f├╝hrten hin und wieder zu Verz├Âgerungen bei der Verwirklichung von Projekten, aber nie zu deren Stornierung.

Stadtbahn als Entwicklungstreiber.

Als 1901 erstmals die ÔÇ×ElektrischeÔÇť vom Martinstor oder Schwabentor kommend auf den Bertoldsbrunnen zurollte, wurde f├╝r Freiburg ein neues Zeitalter eingel├Ąutet: Mit dem Bau eines E-Werks, eigens f├╝r die Stromversorgung der Tram errichtet, hielt erstmals Elektrizit├Ąt Einzug in die Stadt. Ganz allm├Ąhlich wurde Gaslicht durch Gl├╝hlampen ersetzt. Die Entscheidung f├╝r die Tram war also auch eine f├╝r die beginnende Elektrifizierung. F├╝r unsere Stadt war das ein gro├čer Schritt in die Moderne. Und es ist eine sch├Âne Episode der Geschichte, dass die VAG und der regionale Energieversorger badenova auch heute noch unter dem Dach der Stadtwerke Freiburg als Schwesterunternehmen Schulter an Schulter arbeiten.

Immer wieder konnte und kann man beobachten, dass die Investition in die Schieneninfrastruktur viele Folgeprojekte nach sich ziehen. Dies gilt besonders dann, wenn Strecken in bestehenden Stadtteilen gebaut oder grundlegend saniert werden. Beispiele hierf├╝r sind die Bereiche entlang der Z├Ąhringer- und Habsburger Stra├če, das Ortszentrum von Haslach oder die Berliner Allee von der Breisacher Stra├če bis zur Messe, deren Gesichter sich mit dem Bau der Gleise und dem Anschluss an das Liniennetz deutlich ver├Ąndert haben. Glanzlicht dieser Entwicklung ist aber zweifellos die Stadtbahn Rotteckring und die mehrj├Ąhrige Metamorphose eines vierspurigen Innenstadtrings hin zu einem wundersch├Ânen Boulevard mit B├Ąnken, B├Ąumen und Pl├Ątzen.

Umwelt- und Klimaschutz im Blick

R├╝ckenwind erf├Ąhrt der ├ľPNV nicht zuletzt dank der Fridays-for-Future-Bewegung, die im umweltbewegten Freiburg gro├čen Zuspruch erf├Ąhrt. Auch politisch w├Ąchst der Stellenwert des ├ľPNV als wichtiger Klimasch├╝tzer. Die Freiburger Verkehrs AG ist dabei Treiber der Mobilit├Ątswende. Seit 2008 nutzen die Verkehrsbetriebe zertifizierten regenerativen Strom. Im Streckennetz nehmen Schwungradspeicher den beim Bremsen erzeugten Strom auf und geben ihn bei Bedarf wieder ans Netzumfeld ab. Auf dem Betriebshof der Verkehrsbetriebe erzeugen PV-Anlagen Strom, mit dem k├╝nftig auch die E-Bus-Flotte betankt wird. Denn klimafreundliche Stromer ersetzen in den n├Ąchsten Jahren Schritt f├╝r Schritt die derzeitige Dieselflotte.

Frelo und Co.

Mobilit├Ąt ist ein Grundbed├╝rfnis der Menschen. Und diese Mobilit├Ąt will ÔÇô m├Âglichst stadt- und umweltvertr├Ąglich ÔÇô organisiert und vernetzt sein. Und genau das ist es, was die moderne Freiburger Verkehrs AG heute leistet.

Immer wieder in ihrer Geschichte hat sich die VAG und ihre Vorg├Ąngerorganisationen der Zeit angepasst und modernisiert. Dieser nie endende Prozess hat in den vergangenen Jahren nochmals an Fahrt gewonnen. Die VAG ist viele Schritte hin zu einer multimodalen und digitalen Mobilit├Ątsdienstleisterin gegangen, bei der das R├╝ckgrat der Angebote nat├╝rlich immer noch die Stadtbahn ist. Wie nie zuvor in ihrer Geschichte wird die Palette ihrer angebotenen Leistungen erweitert. Bestehende Mobilit├Ątsangebote werden vernetzt und auch digital abrufbar und buchbar macht.

Geb├╝ndelt wird vieles davon in der VAGmobil-App mit deren Hilfe man nicht nur in Echtzeit Fahrplandaten abrufen und dabei auch gleich erkennen kann, ob als n├Ąchstes ein Niederflurfahrzeug kommt. Man kann seinen Fahrschein direkt online kaufen und nach dem Ausstieg mittels derselben App zum Beispiel ein Frelo-Leihrad oder ein CarSharing-Auto mieten.

Ebenso wie bei ihren Stadtbahnen herrscht auch bei der Freiburger Verkehrs AG niemals Stillstand. Mal laufen Entwicklungen etwas gem├Ąchlicher, und dann beschleunigen Sie wieder ÔÇô hinein in neue Zeiten und Dimensionen. Seit 120 Jahren.

zum Bild oben:
Der Motorwagen Nr. 8 ist laut Anmerkung von Siemens & Halske (Berlin) aus dem Jahr 1900/1901. Die Aufnahme wurde sp├Ąter gemacht. Genaues Datum unbekannt.
(c) VAG Freiburg
 
 

 
Fu├č- und Radoffensive 2021/2022
Viele Verbesserungen f├╝r den Fu├č- und Radverkehr an der Kreuzung Basler-/Heinrich-von-Stephan-Stra├če
Stra├čenraum wird umverteilt ÔÇô mehr Platz f├╝r Fu├č- und Radverkehr
Mehr Sicherheit durch neue Ampelschaltungen

An einer weiteren wichtigen Verkehrsachse Freiburgs wird der Fu├č- und Radverkehr gest├Ąrkt. An der Basler Stra├če und der Kreuzung zur Heinrich-von Stephan-Stra├če wird das n├Ąchste Projekt der Fu├č- und Radoffensive der Stadt Freiburg umgesetzt. Mit einem Mix aus gr├Â├čeren und kleineren Ma├čnahmen werden die Sicherheit und der Komfort stark ausgebaut. Baubeginn ist am 4. Oktober.

So sollen Radfahrende und zu Fu├č Gehende etwa wesentlich mehr Platz bekommen. Zwischen Kronenstra├če und Heinrich-von Stephan-Stra├če gibt es an der Basler Stra├če in beide Fahrtrichtungen einen geteilten Fu├č- und Radweg. Jetzt wird der Radweg beidseitig auf die Stra├če verlegt. So entstehen reine Fu├čwege und breite Radwege. Der Stra├čenraum wird daf├╝r umverteilt, f├╝r Autos steht dann dort nur noch eine Spur zur Verf├╝gung. Die Radfurten ├╝ber querende Stra├čen werden zudem rot markiert, um die Sicherheit und Orientierung f├╝r Radfahrende zu verbessern. In der Kronenstra├če gibt es bereits breite Radwege, so dass hier eine durchg├Ąngige Radwegverbindung bis in die Innenstadt entsteht.

Weiterhin werden im Bereich der Johann-von-Werth-Stra├če die vorhandenen Fahrradklammern zur├╝ckgebaut und durch neue Radb├╝gel ersetzt.

Au├čerdem wird die Verkehrssicherheit an der gro├čen Kreuzung Basler Stra├če / Heinrich-von Stephan-Stra├če erh├Âht. Das geschieht zum einen dadurch, dass Rechtsabbieger von der Heinrich-von-Stephan-Stra├če in die Basler Stra├če und Fu├čg├Ąnger, die die Basler Stra├če queren nicht mehr gleichzeitig Gr├╝n bekommen.

Auch Fu├čg├Ąngerinnen und Fu├čg├Ąnger sowie Radfahrende, die in Richtung Innenstadt unterwegs sind und die Kreuzung queren, werden k├╝nftig durch eine neue Signalisierung besser gesch├╝tzt. Die Gr├╝nphase f├╝r Rechtsabbiegende, die hier von der westlichen Basler Stra├če kommen und in die Merzhauser Stra├če abbiegen wollen, wird getrennt von dem geradeaus gerichteten Fu├č- und Radverkehr geschaltet. Die aktuell provisorisch, mit gelber Folie markierte reine Rechtsabbiegespur in die Merzhauser Stra├če, wird in diesem Zuge endg├╝ltig markiert.

F├╝r Radfahrende, die aus Richtung Pressehaus kommen und nach links in die Heinrich-von-Stephan-Stra├če abbiegen wollen, wird eine M├Âglichkeit zum indirekten Linksabbiegen geschaffen. Hierf├╝r wird an der s├╝d├Âstlichen Ecke der Kreuzung eine Aufstellfl├Ąche geschaffen. ├ťber einen Drucktaster kann eine eigene Gr├╝nphase zum sicheren ├ťberqueren der Kreuzung angefordert werden. Mit Rundborden aus Granit wird eine Abgrenzung zum Gehbereich hergestellt.

Bei den Arbeiten werden die Ampeln an der Kreuzung auf stromsparende und wartungs├Ąrmere LED-Technik umger├╝stet und s├Ąmtliche Fu├čg├Ąngerfurten mit Zusatzausstattung f├╝r Blinde versehen.

Ab Montag, 4. Oktober, wird mit dem Bau begonnen, dann wird an der Kreuzung die Aufstellfl├Ąche f├╝r den Radverkehr hergestellt. Ab dem 18. Oktober wird f├╝r zwei Wochen eine provisorische Baustellenampel den Verkehr regeln. In dieser Zeit wird dann die Ampelanlage umgebaut und die Markierung angepasst. Alle Ma├čnahmen sollen zusammen rund 200.000 Euro kosten, bis Ende Oktober sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Das Garten- und Tiefbauamt bittet um Verst├Ąndnis f├╝r m├Âgliche Einschr├Ąnkungen im Verkehr.

Die Ma├čnahme ist Teil des gro├čen Investitionsprogramms in den Fu├č- und Radverkehr. Die Stadt investiert in nur zwei Jahren 16 Millionen Euro, es ist das gr├Â├čte Ausbau-Programm in diesem Bereich, das es jemals in Freiburg gegeben hat. Schon bald werden weitere Arbeiten folgen. Weitere Informationen zu allen Projekten der Freiburger Fu├č- und Radoffensive unter www.freiburg.de/radverkehr
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Eine Million EU-Bürger fordern Ende der Pestizid-Ära
Biene ┬ę Slow Food Archiv
 
Eine Million EU-Bürger fordern Ende der Pestizid-Ära
W├Ąhrend auch am letzten Tag noch Unterschriften zur Unterst├╝tzung der Europ├Ąischen B├╝rgerinitiative (EBI) "Bienen und Bauern retten" gesammelt werden, stehen die Organisator*innen vor einem historischen Erfolg. Sobald das Ergebnis der EBI von der Europ├Ąischen Kommission best├Ątigt wird, m├╝ssen sowohl die Europ├Ąische Kommission als auch das Europ├Ąische Parlament die Forderungen der B├╝rger*innen nach einer pestizidfreien und bienenfreundlichen Landwirtschaft analysieren und auf sie reagieren.

Die Organisationen der EBI warten gespannt auf das Ergebnis einer zweij├Ąhrigen Kampagne, in der ├╝ber eine Million Unterschriften in der gesamten EU gesammelt wurden. Die EBI "Bienen und Bauern rettenÔÇŁ fordert 1) eine Reduzierung des Einsatzes synthetischer Pestizide in der EU um 80 % bis 2030 und um 100 % bis 2035, 2) Ma├čnahmen zur Wiederherstellung der biologischen Vielfalt auf landwirtschaftlichen Fl├Ąchen und 3) eine massive Unterst├╝tzung der Landwirt*innen bei der Umstellung auf Agrar├Âkologie.

Eine EBI wird von der Europ├Ąischen Kommission akzeptiert, wenn sie mehr als eine Million g├╝ltige Unterschriften erreicht, wobei die Erfahrung zeigt, dass die Ung├╝ltigkeitsquote bei 10-15 % liegt. Die Organisatoren gehen davon aus, dass die EBI erfolgreich sein wird, wenn sie mindestens 1,15 Millionen Unterschriften erreicht, wobei Tausende von Papierunterschriften, die noch gez├Ąhlt und in die endg├╝ltige Berechnung einbezogen werden m├╝ssen, zu ber├╝cksichtigen sind.

Sonia Conchon vom B├╝ro von ÔÇťBienen und Bauern rettenÔÇŁ sagt: "Die Covid-Situation hat diese Kampagne aufgrund ihrer mangelnden Sichtbarkeit sehr schwierig gemacht, da es w├Ąhrend des gr├Â├čten Teils der Kampagne keine ├Âffentlichen Veranstaltungen gab. Umso mehr spiegelt das Erreichen der Million die Entschlossenheit und Unterst├╝tzung der B├╝rgerinnen und B├╝rger f├╝r diese zweite Anti-Pestizid-EBI wider".

Diese EBI sendet eine klare Botschaft an die EU: Die europ├Ąischen B├╝rger*innen unterst├╝tzen das Ziel der Pestizidreduzierung des Europ├Ąischen Green Deals, wollen aber einen Plan f├╝r den vollst├Ąndigen Ausstieg aus der Verwendung synthetischer Pestizide sehen. Um dieses Ziel in 15 Jahren zu erreichen, muss die EU die Landwirt*innen technisch und finanziell bei der Umstellung auf Agrar├Âkologie unterst├╝tzen.

Marta Messa, Direktorin von Slow Food Europa, sagt: "Es ist an der Zeit, dass die EU und ihre Mitgliedsstaaten ernsthafte Ma├čnahmen ergreifen, um den Wandel unseres Lebensmittelsystems hin zu einem System voranzutreiben, das die Menschen und die Umwelt sch├╝tzt und mit den Landwirt*innen zusammenarbeitet. Wir brauchen verbindliche Ziele, und Slow Food wird weiterhin Beispiele von Landwirt*innen aufzeigen, die tagt├Ąglich ohne Pestizide wirtschaften und die einem umfassenden ├ťbergang zur Agrar├Âkologie den Weg weisen."

Bislang wurden nur sechs der 108 eingeleiteten EBI von der Europ├Ąischen Kommission als erfolgreich validiert (<6 %). Erfolgreiche EBIs veranlassen die Europ├Ąische Kommission, die Forderungen der B├╝rger*innen zu analysieren und zu beantworten, w├Ąhrend das Europ├Ąische Parlament die sieben Mitglieder des B├╝rgerausschusses in einer Anh├Ârung empf├Ąngt und die M├Âglichkeit hat, eine Entschlie├čung auf der Grundlage der Forderungen der B├╝rger zu verfassen und dar├╝ber abzustimmen.
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Staupe bei Fuchs in Hochdorf nachgewiesen
Amt f├╝r ├Âffentliche Ordnung und Forstamt empfehlen dringend Schutzimpfung f├╝r Hunde

Eine Staupe-Infektion wurde bei einem Fuchs in Hochdorf nachgewiesen. Die Staupe ist eine hoch ansteckende und bei Hunden meist t├Âdlich verlaufende Virusinfektion. Sie wird durch das so genannte Canine Distemper Virus (CDV) hervorgerufen. Neben F├╝chsen k├Ânnen sich auch Hunde oder Marder infizieren. Menschen sind f├╝r das Staupe-Virus jedoch nicht empf├Ąnglich.

Besonders Hunde mit keinem oder nicht ausreichendem Impfschutz k├Ânnen sich bei direktem Kontakt mit infizierten Tieren anstecken und schwer oder sogar t├Âdlich erkranken.

Das Amt f├╝r ├Âffentliche Ordnung und Forstamt raten daher dringend dazu, Haushunde gegen die Staupe zu impfen und diese Impfung regelm├Ą├čig auffrischen zu lassen, da auch der Haushund, der nicht an der Leine gef├╝hrt wird, beim St├Âbern auf tote F├╝chse treffen kann.

Das Forstamt bittet die B├╝rgerinnen und B├╝rger, verendet aufgefundene F├╝chse unter Tel. 201-6201 zu melden, damit sie untersucht werden k├Ânnen.
 
 

 
Leitstern Energieeffizienz
Stadt- und Landkreise f├╝r ihr Engagement im Bereich Energieeffizienz ausgezeichnet

Umweltministerin Thekla Walker: ÔÇ×Die guten Beispiele in den Kreisen haben Vorbildcharakter und wirken in die Bev├Âlkerung, die Gemeinden und in die Wirtschaft hinein.ÔÇť

F├╝r ihr Engagement im Bereich Energieeffizienz wurden heute (28.09.) zahlreiche Stadt- und Landkreise ausgezeichnet. Die Ministerin f├╝r Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Thekla Walker ├╝berreichte die Preise im ÔÇ×Haus der ArchitektenÔÇť in Stuttgart. Der erste Preis geht an den Landkreis Rottweil, Platz zwei an G├Âppingen. Den dritten Platz belegt die Stadt Freiburg.

31 von 44 Stadt- und Landkreise haben sich mit kreativen Ideen f├╝r Energieeffizienz beteiligt ÔÇô f├╝r Ministerin Walker ein ÔÇ×sehr gutes Signal f├╝r Baden-W├╝rttembergÔÇť. Thekla Walker w├╝rdigte den Beitrag der Stadt- und Landkreise f├╝r eine erfolgreiche Energiewende. ÔÇ×Die guten Beispiele in den Kreisen haben Vorbildcharakter und wirken in die Bev├Âlkerung, in die Gemeinden und in die Wirtschaft hinein. Sie geben wichtige Impulse und l├Âsen Initiativen aus.ÔÇť Gerade bei der Energieeffizienz sei es wichtig, dass alle Akteure Hand in Hand zusammenarbeiten. ÔÇ×Mit dem Leitstern Energieeffizienz wollen wir Sie dabei unterst├╝tzen.ÔÇť

F├╝nf Sonderpreise

Neben den Hauptpreisen wurden noch f├╝nf Sonderpreise vergeben. Sie gingen an Schw├Ąbisch Hall als bester Kreis bei den messbaren Erfolgen. Mit dem Sonderpreis ÔÇ×Bester AufsteigerÔÇť wurde der Landkreis Reutlingen ausgezeichnet.

Sonderpreise einer unabh├Ąngigen Jury erhielten die Stadt Freiburg f├╝r ihre ÔÇ×Energieeffiziente ITÔÇť, der Landkreis B├Âblingen f├╝r seine Aktivit├Ąten im Bereich ÔÇ×NutzersensibilisierungÔÇť sowie die Stadt Karlsruhe f├╝r Ma├čnahmen zur Unterst├╝tzung der baden-w├╝rttembergischen Klimaschutzziele im Verkehr.

Dem Aufruf zum Wettbewerb waren diesmal 31 Stadt- und Landkreise in Baden-W├╝rttemberg gefolgt ÔÇô drei mehr als beim letzten Mal und ein Rekord seit Beginn des Wettbewerbs 2014. Erstmals dabei sind neben der Stadt Freiburg die Landkreise Freudenstadt und Sigmaringen.

Der ÔÇ×LeitsternÔÇť wird alle zwei Jahre von der Landesregierung vergeben. Ziel ist es, dass sich die Stadt- und Landkreise gegenseitig Impulse f├╝r mehr Energieeffizienz geben und voneinander lernen. Wegen der Corona-Pandemie wurde die Preisverleihung f├╝r den Leitstern 2020 auf dieses Jahr verschoben.

Umfangreiche Kriterien zur Bewertung von Energieeffizienz

Um die Energieeffizienz zu bewerten, hat das Zentrum f├╝r Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung Baden-W├╝rttemberg (ZSW) einen umfangreichen Kriterienkatalog mit 53 Indikatoren entwickelt. Darin werden unter anderem Kriterien abgefragt wie Energie- und Klimaschutzkonzepte, Monitoring und Energie-Sparma├čnahmen. Zum anderen werden die messbaren Erfolge bei der Energieeffizienz analysiert. Hierzu geh├Âren beispielsweise ein geringer Energieverbrauch der kreiseigenen Liegenschaften, Effizienzaktivit├Ąten von Unternehmen und Haushalten sowie Entwicklungen und Kennzahlen im Verkehrsbereich. Das ZSW gibt zudem Anregungen und Empfehlungen f├╝r weitere Verbesserung der Energieeffizienz. Au├čerdem haben die St├Ądte und Landkreise die M├Âglichkeit, sich in regelm├Ą├čigen Workshops auszutauschen.

ÔÇ×Der Weg zur Klimaneutralit├Ąt erfordert in vielen gesellschaftlichen Bereichen signifikante Ver├Ąnderungen, bietet aber auch gro├če ChancenÔÇť, sagte Professor Dr. Frithjof Stai├č, gesch├Ąftsf├╝hrendes Vorstandsmitglied des ZSW. ÔÇ×Die Energieeffizienz ist hierf├╝r von zentraler Bedeutung, denn dadurch werden Ressourcen und Kosten eingespart und nicht zuletzt die Lebensqualit├Ąt vor Ort erh├Âht. Der Leitstern Energieeffizienz vernetzt und pr├Ąmiert Kreise, die diese Chance erfolgreich nutzen. Wir freuen uns ├╝ber das kreative Engagement der Stadt- und Landkreise. Von den Ideen aus dem Wettbewerb und den begleitenden Workshops profitiert ganz Baden-W├╝rttemberg.ÔÇť

Die Preistr├Ąger

1. Platz Landkreis Rottweil

Der Landkreis Rottweil ist ein Leitstern-Teilnehmer der ersten Stunde und damit einer von zw├Âlf Kreisen, die von Anfang an dabei sind. Gleichzeitig arbeitete sich Rottweil mit jedem Wettbewerb weiter an die Spitze vor. Den ersten Platz verdankt der Kreis sowohl zunehmenden Effizienzaktivit├Ąten als auch messbaren Erfolgen. Dank seines integrierten Energie- und Klimaschutzkonzepts, welches regelm├Ą├čig ├╝berpr├╝ft wird, sowie seines vorbildlichen Energiemanagements schneidet Rottweil beim politischen Engagement erfolgreich ab. Die positive Bewertung bei den messbaren Erfolgen ist insbesondere auf die energieeffizienten Liegenschaften sowie die aktiven B├╝rgerinnen und B├╝rgern sowie Unternehmen im Kreis zur├╝ckzuf├╝hren.

2. Platz Landkreis G├Âppingen

Der Sieger der Wettbewerbe 2014 und 2018 schneidet auch im aktuellen Wettbewerb mit Rang zwei erneut sehr erfolgreich ab. Der Landkreis ├╝berzeugt insbesondere beim politischen Engagement mit seinem kreiseigenen Klimaschutzkonzept und dem damit verbundenen Monitoringprozess, den Effizienzzielen, dem Energiemanagement sowie der Energieagentur. Bei den messbaren Erfolgen f├Ąllt insbesondere die rege Inanspruchnahme von Effizienzf├Ârderprogrammen durch kleine und mittelst├Ąndische Unternehmen auf.

3. Platz Stadtkreis Freiburg

Der Stadtkreis Freiburg nahm 2020 zum ersten Mal teil und erreicht sogleich den dritten Rang. Das sehr gute Abschneiden ist im besonderen Ma├če auf die messbaren Erfolge bei der Energieeffizienz zur├╝ckzuf├╝hren: Freiburg besitzt im Vergleich energieeffiziente Liegenschaften. Zudem werden in der Stadt besonders viele Sanierungsfahrpl├Ąne ausgestellt und zugleich viele F├Ârderprogramme rege in Anspruch genommen. Auch werden von den Unternehmen viele E-Lastenr├Ąder nachgefragt. Beim politischen Engagement punktet Freiburg vor allem durch sein Klimaschutzkonzept. Auch bei der Wahrnehmung der eigenen Vorbildfunktion schneidet die Stadt im Breisgau erfolgreich ab.

Sonderpreis ÔÇ×Bester Kreis bei den messbaren ErfolgenÔÇť ÔÇô Landkreis Schw├Ąbisch Hall

Nach 2016 und 2018 hat Schw├Ąbisch Hall erneut mit deutlichem Vorsprung die besten messbaren Erfolge vorzuweisen. Kein anderer Kreis hat so effiziente eigene Liegenschaften, wodurch die eigene Vorbildfunktion besonders gut wahrgenommen wird. Zudem f├╝hren die B├╝rgerinnen und B├╝rger sowie Unternehmen in gro├čem Umfang Energieeffizienz-Ma├čnahmen durch. Zus├Ątzlich zu diesen Erfolgen konnte sich der Kreis Schw├Ąbisch Hall auch beim politischen Engagement weiter verbessern.

Sonderpreis ÔÇ×Bester AufsteigerÔÇť ÔÇô Landkreis Reutlingen

Von allen Kreisen hat der Landkreis Reutlingen in den letzten Jahren die gr├Â├čten Fortschritte erzielt ÔÇô dies gilt sowohl f├╝r das Punktergebnis als auch f├╝r die Gesamtplatzierung. Von einer Platzierung im hinteren Feld gelingt Reutlingen ein gro├čer Sprung in das Mittelfeld. Dies ist zum einen auf weitere Verbesserungen beim politischen Engagement zur├╝ckzuf├╝hren, im besonderen Ma├če jedoch auf die messbaren Erfolge: Der Kreis konnte die Energieeffizienz seiner eigenen Liegenschaften deutlich steigern. Auch die Industrie verzeichnet weitere Effizienzfortschritte. Zudem nahmen die B├╝rgerinnen und B├╝rger sowie Unternehmen im Kreis Effizienzf├Ârderprogramme in gro├čem Umfang wahr.

Stadtkreis Freiburg: Jury-Sonderpreis ÔÇ×Energieeffiziente IT / Green ITÔÇť

Diesen Sonderpreis verdankt Freiburg drei Ma├čnahmen, die den gesamtheitlichen Ansatz im Kreis verdeutlichen.

Mit der Bereitstellung von ThinClients f├╝r Standardarbeitspl├Ątze versorgt die st├Ądtische IT einen Gro├čteil der Standardarbeitspl├Ątze mit energiesparenden ThinClients. Diese Ger├Ąte verbrauchen durch den Verzicht auf Rechenkapazit├Ąt und lokalen Speicherkapazit├Ąten weniger Energie als Desktop-PCs. Da ThinClients einen gewissen Anteil ihres Energieverbrauchs vom Arbeitsplatz in das Rechenzentrum verlagern, setzte die Stadt Freiburg zur Kompensation eine innovative K├╝hlung des Rechenzentrums um. Bei dem im Jahr 2017 bezogenen Rechenzentrum im Neubau ÔÇ×Rathaus im St├╝hlingerÔÇť kommt im Gegensatz zu herk├Âmmlichen K├╝hlanlagen eine redundante Brunnenk├╝hlung mit zwei Saug- und zwei Schluckbrunnen zum Einsatz, die K├╝hlleistung ausfallsicher f├╝r das Rechenzentrum bereitstellen. Au├čerdem wird innerhalb des Rechenzentrums die Effizienz der K├╝hlung noch durch eine Luftzufuhr ├╝ber den Doppelboden in eingehauste Kaltg├Ąnge erreicht. Abgerundet wird der Ma├čnahmenmix durch das Druckerkonzept von Arbeitsplatzdruckern zu zentralen Multifunktionsdruckern, wodurch die Anzahl an Druckern in der Stadtverwaltung deutlich reduziert werden konnte.

Landkreis B├Âblingen: Jury-Sonderpreis ÔÇ×NutzersensibilisierungÔÇť

B├Âblingen ├╝berzeugte die Jury mit seinem Ma├čnahmenmix im Rahmen der Kampagne mission E. Die seit 2017 bestehende Kampagne im Landratsamt hebt sich vor allem durch folgende Dinge von vergleichbaren Aktionen ab: Es besteht ein eigenes Projektteam aus 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die insgesamt ein Arbeitspensum von circa 70 Arbeitstagen pro Jahr f├╝r die Nutzersensibilisierung aufbringen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter k├Ânnen sich in einer fortlaufenden Strommessger├Ąte-Aktion Strommessger├Ąten kostenlos ausleihen und damit den Energieverbrauch von Ger├Ąten zuhause pr├╝fen und ggf. ├╝ber energieeffiziente Neuanschaffungen nachdenken. Des Weiteren wurde im Dezember 2018 ein Adventskalender mit Energiequizfragen und Gewinnspiel durchgef├╝hrt. Ein Workshop zur Wissensvermittlung und Ideensammlung zu Energieeinsparma├čnahmen f├╝r Mitarbeitende rundete den pr├Ąmierten Ma├čnahmenmix ab.

Stadtkreis Karlsruhe: Jury-Sonderpreis ÔÇ×Ma├čnahmen zur Unterst├╝tzung der baden-w├╝rttembergischen Klimaschutzziele im Verkehr 2030ÔÇť

Die Stadt Karlsruhe erhielt den Sonderpreis in dieser Kategorie f├╝r folgende Ma├čnahmen:

Mittels des Verkehrsentwicklungsplans soll bis 2025 der Modal-Split des Umweltverbunds um 9 Prozent-Punkte gesteigert werden. Dies soll zulasten des Kfz-Verkehrs erfolgen, dieser um 26 Prozent verringert werden. Regelm├Ą├čig wird ├╝berpr├╝ft, ob das Ziel erreicht wird, um erforderlichenfalls bei der Priorisierung der Ma├čnahmen gegensteuern zu k├Ânnen.

Karlsruhe ist zudem Fahrradstadt Nr. 1 unter den deutschen Gro├čst├Ądten und Preistr├Ąger beim Deutschen Fahrradpreis. Das darauf aufbauende Mobilit├Ątskonzept Innenstadt zielt auf das Reduzieren des Individualverkehrs und das Freihalten insbesondere von Fu├čg├Ąngerbereichen vom Kfz-Verkehr ab. Hinsichtlich Einfuhrbeschr├Ąnkungen und Reduzierungsm├Âglichkeiten f├╝r den Lieferverkehr sollen konkrete Vorschl├Ąge erarbeitet werden, auch im Zusammenhang mit der angestrebten Einrichtung eines innerst├Ądtischen Logistik-Hubs.

Abgerundet wird der Ma├čnahmenmix durch Regiomove und Integration neuer Mobilit├Ątsdienstleister. Ziel ist die weitere Steigerung der Attraktivit├Ąt des ├ľPNV durch dessen direkte Vernetzung mit anderen Mobilit├Ątsanbietern und vieler verschiedener Verkehrsmittel unter dem Schlagwort ÔÇ×Mobility-as-a-ServiceÔÇť.
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Stra├čenraum wird umverteilt ÔÇô mehr Platz f├╝r Fu├č- und Radverkehr
Neuer Radstreifen an der Breisacher Stra├če zwischen
Fehrenbachallee und Eschholzstra├če Fu├č- und Radoffensive 2021/2022

Der Fu├č- und Radverkehr wird auf einer weiteren wichtigen Achse Freiburgs gest├Ąrkt. Die Breisacher Stra├če bekommt in Fahrtrichtung Innenstadt einen neuen Radfahrstreifen. Zwischen Fehrenbachallee und Eschholzstra├če gibt es bislang einen geteilten, viel zu schmalen Fu├č- und Radweg. Jetzt entsteht ein neuer, zwei bis drei Meter breiter Radweg auf der Stra├če. Daf├╝r wird eine Autospur umgewandelt. Der Stra├čenraum wird umverteilt, zugunsten von Radfahrenden und zu Fu├č Gehenden. Der bisherige Geh- und Radweg steht k├╝nftig in voller Breite und ungest├Ârt dem Fu├čverkehr zur Verf├╝gung. Lediglich am Anfang des Abschnittes gibt es noch einen St├╝ck Gehweg, auf dem auch Radfahrer fahren k├Ânnen (in Schrittgeschwindigkeit), um in die Hilde-Mangold-Stra├če abbiegen zu k├Ânnen.

Ab Montag wird der Radweg markiert, die Arbeiten dauern rund zwei Wochen und kosten etwa 50.000 Euro. Auf dem Abschnitt vor der Fehrenbachallee, bis zur Killianstra├če gibt es bereits nur noch eine Spur f├╝r Kfz sowie einen Radstreifen. Der war mit der Stadtbahn zur Messe angelegt worden.

Ende letzten Jahres wurde auf der anderen Seite der Breisacher Stra├če, Fahrtrichtung stadtausw├Ąrts, bereits ein Kfz-Fahrstreifen f├╝r den Radverkehr umgewandelt, das hat sich sehr gut bew├Ąhrt. Dieser Radstreifen wird jetzt bis zum G├Ąrtnerweg verl├Ąngert. Der G├Ąrtnerweg selbst wird f├╝r den Radverkehr gegen die Einbahnrichtung freigegeben.

In dem gesamten Abschnitt der Breisacher Stra├če von der Killianstra├če bis zum G├Ąrtnerweg werden die Radfurten ├╝ber querende Stra├čen rot markiert, um Sicherheit und Orientierung f├╝r Radfahrende zu verbessern. Und der Radverkehr soll auf der Breisacher Stra├če weiter gest├Ąrkt werden. In Zukunft sollen die Radfahrstreifen bis zur Bismarckallee f├╝hren.

Die Ma├čnahme ist Teil des gro├čen Investitionsprogramms in den Fu├č- und Radverkehr. Die Stadt investiert in nur zwei Jahren 16 Millionen Euro, es ist das gr├Â├čte Ausbau-Programm in diesem Bereich, das es jemals in Freiburg gegeben hat. Schon bald werden weitere Arbeiten folgen. Weitere Informationen zu allen Projekten der Freiburger Fu├č- und Radoffensive unter www.freiburg.de/radverkehr
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