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Freitag, 17. August 2018
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Verschiedenes

 
Zahl des Monats: Rund eine halbe Million "Bunte Meter" angelegt
"Bunte Meter"-Helden retten Lebensraum fĂŒr Stieglitz & Co.

Fleißig haben sie Beete angelegt, auf Ackerrandstreifen Wildblumen gesĂ€t oder kommunale FlĂ€chen in Naturparadiese verwandelt. Mehr als 700 Menschen machten 2016 mit bei der Aktion „Bunte Meter fĂŒr Deutschland“ und legten rund eine halbe Million „Bunte Meter“ an. Durch den Erhalt bestehender oder die Schaffung neuer FlĂ€chen wurden so LebensrĂ€ume fĂŒr den Stieglitz – „Vogel des Jahres 2016“ – sowie fĂŒr andere Singvögel, aber auch fĂŒr Bienen, Schmetterlinge und viele weitere Tierarten, gerettet.

An der Spitze der „Bunte Meter“-Helden steht Niedersachsen mit 105.115 Quadratmetern, gefolgt von Baden-WĂŒrttemberg (79.654) und Hessen (51.005). Bunte Meter melden konnten PrivatgĂ€rtner, Kommunen, Schulen, Landwirte und Unternehmen.

Der NABU hat zum Abschluss des Stieglitz-Jahres außerdem die Gewinner der Aktion „Bunte Meter fĂŒr Deutschland“ gekĂŒrt. Insgesamt konnten drei PlĂ€tze in den Kategorien Garten, Kommune, Unternehmen, Schule&Kita, Landwirt, NABU-Gruppe und Siedlung ausgezeichnet werden.

Hintergrund zur Aktion:
Die zunehmende Intensivierung der Landwirtschaft und die Bebauung von BrachflÀchen rauben vielen Arten die Nahrungs- und Lebensgrundlagen. Besonders der Insektenschwund hat gravierende Auswirkungen. Pflanzen werden nicht bestÀubt und Insektenfresser finde nicht mehr ausreichend Nahrung.
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Karlsruhe: Wie ObstbÀume schneiden?
Liegenschaftsamt und Bezirksverband der Gartenfreunde bieten Kurse an

ObstbĂ€ume sollten auch wĂ€hrend der kalten Jahreszeit gepflegt werden, damit sie im kommenden Sommer viele FrĂŒchte tragen. Das Liegenschaftsamt der Stadt Karlsruhe bietet deshalb auch in diesem Jahr in Kooperation mit dem Bezirksverband der Gartenfreunde Obstbaumschnittkurse an. Folgende Termine werden immer freitags um 13.30 Uhr in den Kleingartenvereinen angeboten: Am 20. Januar Am Reitschulschlag, Lachenweg (Hagsfeld), am 27. Januar in der Battstraße (RĂŒppurr), am 3. Februar in der Anlage Mastweide (Durlach), am 10. Februar in Weiherfeld, am 17. Februar im Verein Rennichwiesen (Durlach), am 3. MĂ€rz an der Fasanengartenmauer (Mitte Ost), am 10. MĂ€rz beim Bezirksverband der Gartenfreunde im Mustergarten in der Schwetzinger Straße 19 (Hagsfeld) und am 17. MĂ€rz in der Anlage an der Hagsfelder Allee (Hagsfeld).

Die Teilnahme an den Kursen ist kostenlos, sie finden ab einer Zahl von zehn Personen statt. Anmeldungen beim Bezirksverband der Gartenfreunde sind entweder telefonisch unter 0721/35 28 80 oder im Internet bis eine Woche vor Kursbeginn möglich.
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ÖKO-TEST-Magazin Januar 2017
Die Januar-Ausgabe des ÖKO-TEST-Magazins gibt es seit dem 29.12 im Handel.
 
ÖKO-TEST-Magazin Januar 2017

Aus dem Inhalt

Test: Feldsalat
Die Gesamtnote „gut“ kann ÖKO-TEST nur ein einziges Mal attestieren: fĂŒr die Proben eines Bio-HĂ€ndlers. Ausnahmslos alle Handelsketten haben aber Probleme mit besonders gefĂ€hrlichen Pestiziden. Und auch Bio ist nicht ohne: Vier von sechs Bio-Feldsalaten enthalten das bienengiftige InsektenbekĂ€mpfungsmittel Spinosad. Weitere Kritikpunkte bei den Feldsalaten sind unter anderem zu viel Nitrat und bedenkliche Chlorverbindungen.

Test: Kinderjeans
Welche Anstrengungen machen die Hersteller, um gegen die Ausbeutung der Textilarbeiter vorzugehen? Dieser Frage ist ÖKO-TEST nachgegangen. Das Ergebnis ist erschreckend: Viele Anbieter bemĂŒhen sich nicht mal um ein Mindestmaß an Sozial- und Sicherheitsstandards in den Zulieferbetrieben. Ein weiterer Kritikpunkt ist: Knapp die HĂ€lfte der Hosen enthĂ€lt Anilin, das unter Krebsverdacht steht. Dazu kommen noch weitere bedenkliche Inhaltsstoffe.

Test: Duschgele fĂŒr Kinder
Über Feen und Superhelden auf den rosa und hellblauen Packungen lĂ€sst sich streiten. In puncto Inhaltsstoffe gibt es an den Kinderduschgelen kaum etwas zu bemĂ€ngeln. Zwölf sind „sehr gut“, elf „gut“, einmal gibt es „befriedigend“. Schlusslicht ist allerdings eine Glitzerdusche, die neben PEG/PEG-Derivaten auch Mikroplastik enthĂ€lt, welche ein Umweltproblem ist.

Test: Bio-Hundenassfutter
Nicht gerade tierlieb prÀsentiert sich das Ergebnis: Mehr als die HÀlfte der Produkte ist ausreichend und schlechter. Denn die Hersteller haben ein Problem mit der richtigen Dosierung von Vitaminen, Calcium, Phosphor und anderen NÀhrstoffen. Wenigstens sind Schadstoffe nur in Spuren oder gar nicht zu finden.

Test: Haargel
13 Produkte sind „sehr gut“, acht weitere schneiden „gut“ ab. Sorgen bereiten allerdings die sieben „ungenĂŒgenden“ Haargele, allesamt Produkte bekannter Marken: In den meisten davon wurden auffallend hohe Mengen Formaldehyd/-abspalter nachgewiesen. Teilweise sind auch die Duftrezepturen problematisch, weil sie sich im menschlichen Fettgewebe anlagern, vermutlich die Leber schĂ€digen oder die Fortpflanzung gefĂ€hrden. Eintragsbeschleuniger fĂŒr all die enthaltenen Problemstoffe in den Körper sind unter UmstĂ€nden PEG/PEG-Derivate, denn sie können die Haut durchlĂ€ssiger fĂŒr Fremdstoffe machen. In immerhin mehr als der HĂ€lfte der Produkte sind sie enthalten.

Test: ErkÀltungsmittel
Pillen und SĂ€fte, die einen Wirkstoffmix gegen ErkĂ€ltungen enthalten, bescheren den Apotheken besonders in den Wintermonaten gute UmsĂ€tze. Gerade einmal ein Produkt, das nur ein Schmerzmittel enthĂ€lt, kann ÖKO-TEST empfehlen. Alle anderen Produkte enttĂ€uschen. Bei Mitteln mit schleimhautabschwellenden Wirkstoffen sind hĂ€ufig Nebenwirkungen inklusive. Sieben PrĂ€parate enthalten nach dem Gießkannenprinzip einen Mix verschiedener Wirkstoffe, die bedenklich, nicht sinnvoll oder schlicht ĂŒberflĂŒssig sind bzw. nichts nĂŒtzen.

Test: Silikonfugenmassen
SanitĂ€r-Silikonfugenmassen sind vor allem aufgrund von wichtigen Rezepturbestandteilen und fungiziden Wirkstoffen alles andere als unbedenklich. Mehr als die HĂ€lfte der Produkte fĂ€llt deshalb durch den Test. Erfreulicherweise schneiden drei Baumarkteigenmarken sowie ein Markenprodukt mit „gut“ ab.

Test: Haftpflichtversicherungen mit Höchstleistungsgarantien
Der Wettbewerb unter den privaten Versicherungen gipfelt jetzt in sogenannten „Höchstleistungsgarantien“. Sie sollen automatisch die höchsten Leistungen garantieren, die Versicherer am deutschen Markt bieten. Es zeigte sich, dass sie meisten Anbieter sich zu weit aus dem Fenster gelehnt haben und die höchsten am Markt erhĂ€ltlichen Leistungen gar nicht zahlen.

Und außerdem:

Sonderteil: Das Àndert sich 2017
Mehr Kindergeld, strengere Grenzwerte fĂŒr Schadstoffe in Spielzeug, höherer Grundfreibetrag, flexiblerer Rentenbeginn, neue
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ÖKO-TEST Kinderjeans
Schmutzige WĂ€sche

Viele Kinderjeans sind mit krebsverdĂ€chtigem Anilin und anderen Schadstoffen belastet. Zu diesem ResĂŒmee kommt das ÖKO-TEST-Magazin in der aktuellen Januar-Ausgabe. Auch in puncto soziale Standards und Transparenz bei der Herstellung besteht noch erhebliches Verbesserungspotenzial.

Von den 21 Kinderjeans, die ÖKO-TEST untersucht hat, war knapp die HĂ€lfte mit Anilin belastet. Dieser Farbbaustein steht unter Krebsverdacht. In acht Kinderjeans wies das Labor außerdem halogenorganische Verbindungen nach, von denen einige Allergien auslösen und andere Krebs erregen können.

ÖKO-TEST hat außerdem die Materialeigenschaften im Labor untersuchen lassen, etwa wie waschecht die Jeans sind und ob sie leicht abfĂ€rben. Es zeigte sich, dass die Produkte im nassen Zustand nicht gerade reibecht sind.

Es ist bekannt, dass viele Textilien nach wie vor unter katastrophalen Arbeitsbedingungen entstehen. ÖKO-TEST wollte deshalb wissen, inwiefern die Anbieter soziale Verantwortung ĂŒbernehmen und sich um transparente Lieferketten und gute Standards in den Produktionsbetrieben bemĂŒhen. Bei der Beantwortung der umfangreichen Fragebögen, die ÖKO-TEST verschickte, zeigten sich viele sehr bedeckt. Sie konnten oder wollten nicht belegen, dass zum Beispiel Kinderarbeit ausgeschlossen werden kann. Auch bei Fragen zur Kernarbeitsnormen, gesetzliche Mindestlöhne, Arbeitssicherheit und Brandschutz versuchten sie die Tester mit schwammigen Verhaltenskodizes oder Stellungsnahmen abzuspeisen. Klare PrĂŒfnachweise wurden nicht vorgelegt.
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Eiche, Esche, Hainbuche
Bei der Opfinger Holzversteigerung am 14. Januar kommen 100 Ster Brennholz unter den Hammer

Am Samstag, 14. Januar, findet im Opfinger Wald die diesjÀhrige
Holzversteigerung statt. Um 13 Uhr kommen unter Leitung des
StÀdtischen Forstamtes und der Ortsverwaltung Opfingen etwa 100
Ster Brennholz unter den Hammer. Angeboten werden die Holzarten
Eiche, Hainbuche, Roteiche und Esche, die Mindestpreise liegen bei
55 Euro pro Ster fĂŒr ein Meter langes Scheitholz.

Weiterhin wird Brennholz in runder, langer Form (4-7 Meter)
angeboten, das in Stapeln zu sechs bis zehn Ster am Waldweg liegt.
Der Mindestpreis hierfĂŒr liegt bei 33 Euro pro Ster.

Von 12 Uhr an sorgt die Freiwillige Feuerwehr Opfingen fĂŒr das
leibliche Wohl. Neben Opfinger Weinen werden WĂŒrste, Brot und
Speck, Gulaschsuppe sowie Stockbrot fĂŒr die Kinder angeboten. Die
musikalische Unterhaltung ĂŒbernimmt der Musikverein Opfingen.

Der Versteigerungs- und Festplatz liegt am Wangener Weg. Dies ist,
von Opfingen Richtung Freiburg fahrend, der erste Waldweg nach
dem kleinen Baggersee (ausgeschildert). Am besten erreicht man
den Platz mit dem Bus (Linie 32 und 33) bis zur Haltestelle
„KleingĂ€rten“, von hier aus sind es noch 600 Meter Fußweg. Wer mit
dem Wagen kommt, sollte am kleinen Baggersee parken, der 400
Meter vom Festplatz entfernt liegt.
 
 

 
Wurstige Interessenpolitik
Landwirtschaftsminister Schmidt attackiert die Veggiebewegung, anstatt ernsthaft gegen VerbrauchertÀuschung vorzugehen

Empörung, Schelte, Hohn und Spott. Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hat mit seiner Verbotsforderung fĂŒr die Bezeichnungen vegetarischer und veganer "WĂŒrste" und "Schnitzel" eine heftige Abfuhr bekommen. Nicht nur der Deutsche Vegetarierbund und die Herstellerfirmen wehren sich gegen den Vorstoß. Auch von den Verbraucherschutz-Ämtern kommt deutlicher Gegenwind. Und das zu Recht: Das zentrale Argument von Schmidt, dass die Pseudo-Fleischgerichte eine "komplett irrefĂŒhrende" Bezeichnung hĂ€tten und damit den Verbraucher verunsichern oder gar tĂ€uschen, ist barer Unsinn. Niemand wird hinter einer Veggie-Salami etwas anderes vermuten als ein Produkt, das von der Lebensmittelindustrie mit vegetarischen oder veganen Zutaten auf einen salamiĂ€hnlichen Geschmack und entsprechendes Aussehen hingetrimmt wurde. Dasselbe gilt fĂŒr vegetarische BratwĂŒrste, Soja-Rinderfilet, vegane Griller und Ă€hnliche Ersatzangebote. Die Verbraucher wĂŒnschen sich sogar solche Bezeichnungen als grobe Orientierung. Bisher sind deutschlandweit auch kaum EinkĂ€ufer aufgefallen, die eine echte Wurst kaufen wollten und irrtĂŒmlich mit der Veggievariante aus dem Laden rauskamen.

Das Problem ist nicht der Name, sondern das was hĂ€ufig drin ist: nĂ€mlich eine hochprozessierte, mit unzĂ€hligen Zusatz- und Konservierungsstoffen zusammengerĂŒhrte Nahrungsmasse. Typisch dafĂŒr sind die Ergebnisse beim "Test" vegetarischer "Fleischprodukte": FĂŒnf BratwĂŒrste und ein Schnitzel enthielten Besorgnis erregende Mengen an Mineral­ölbestand­teilen. Was haben die in Lebensmitteln zu suchen? Gute Frage! Dazu kommt der gummiartige Geschmack etlicher Produkte. Kein Mensch, der sich ernsthaft um eine vernĂŒnftige ErnĂ€hrung mit weniger Fleisch bemĂŒht, hat solche Fleisch-Alternativen verdient.

Schmidt stĂ¶ĂŸt sich aber nicht an den indiskutablen Zutatenlisten und der Denaturierung solcher Produkte, sondern an ihrer Bezeichnung. Dass der Minister im engen zeitlichen Zusammenhang auch noch mehr Schweinefleisch in der Gemeinschaftsverpflegung fĂŒr Schulen und KindergĂ€rten fordert, verstĂ€rkt den Verdacht, dass es ihm im Kern nicht um Verbraucherschutz geht, sondern um Interessenpolitik fĂŒr die kriselnde heimische Fleischindustrie.

Eine wachsende Zahl von Verbrauchern reduziert inzwischen ihren Fleisch- und Wurstkonsum. Wir von Slow Food finden das richtig. Das beunruhigt aber die Fleischbranche. Als Konsequenz versucht man jetzt, die Ersatzprodukte mit einer Verbotspolitik zu ĂŒberziehen. Schmidt sollte sich lieber um die Ursachen des Veggiebooms kĂŒmmern. Es sind vor allem die Perversionen der Massentierhaltung, die immer mehr Verbraucher in die ethisch-moralisch begrĂŒndete Flucht treiben, notfalls hin zu VeggiewĂŒrstchen aus dem Chemiebaukasten.

Es ist sicher nicht zufĂ€llig, dass der Minister mit seinen Verbotsforderungen zu einem Zeitpunkt um die Ecke kommt, da die Fleischersatzprodukte ein rasantes Wachstum hinlegen und der Fleischverbrauch stagniert. Wenn es Schmidt tatsĂ€chlich um den Kampf gegen VerbrauchertĂ€uschung ginge, dann hĂ€tte er ein weites Feld zu beackern. Dann mĂŒsste dies der Auftakt fĂŒr eine großartige, lĂ€ngst ĂŒberfĂ€llige Kampagne fĂŒr kulinarische Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit sein. Dann fangen wir doch mal an: Kalbsleberwurst enthĂ€lt kaum Kalb, dafĂŒr aber reichlich Schwein. Vanilleeis kommt meist ohne jede Vanille aus, aber nicht ohne das weich gezeichnete Bild der entsprechenden Schote auf der Verpackung. Karottensaft wird zu großen Teilen aus Orangen gewonnen, ThĂŒringer Buttermilch kommt aus Bayern, schwarze Oliven sind geschwĂ€rzt. Und der Himbeer-Rhabarbersaft von Netto enthĂ€lt - Tusch! - amtlich festgestellte 0,1 Prozent Saft aus den bezeichneten Quellen. Es geht endlos weiter. In der Wildpastete grunzt munter das Hausschwein - und wie viel Milligramm Leber sind in LeberkĂ€se und Leberwurst enthalten?

VerbrauchertĂ€uschung, IrrefĂŒhrung, Betrug - es gĂ€be viel zu tun. Der Minister packt es lieber nicht an und bekĂ€mpft stattdessen die neue Veggiebewegung mit bezeichnungsrechtlichen Pirouetten. Die Antwort auf sein inkriminiertes Veggieschnitzel wird er am 21. Januar zu hören bekommen. Dann heißt es wieder: Wir haben es satt! Verbraucher demonstrieren fĂŒr eine andere Landwirtschafts- und Verbraucherschutzpolitik. Die muss sehr viel mehr zu bieten haben als die Umbenennung von Veggie-Wurst zu Veggie-Vurst oder Veggieschnitzel zu vegetarischem BratstĂŒck.
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NABU: Deutschlands grĂ¶ĂŸte VogelzĂ€hlung startet wieder
Gibt es wirklich weniger Vögel in unseren GĂ€rten? Bundesweite Mitmachaktion „Stunde der Wintervögel“ vom 6. bis 8. Januar 2017 soll Aufschluss geben

Vom 6. bis 8. Januar 2017 findet zum siebten Mal die bundesweite „Stunde der Wintervögel“ statt: Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und sein bayerischer Partner Landesbund fĂŒr Vogelschutz (LBV) rufen Naturfreunde auf, eine Stunde lang die Vögel am FutterhĂ€uschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zĂ€hlen und zu melden. Im Mittelpunkt der Aktion stehen vertraute und oft weit verbreitete Vogelarten wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen.

In den vergangenen Monaten erreichten den NABU bundesweit vermehrt Meldungen, dass die zu dieser Jahreszeit ĂŒblichen Vögel am FutterhĂ€uschen oder im Garten vermisst werden. Vermutet wird dabei oft ein Zusammenhang mit der Vogelgrippe, den der NABU aber nicht bestĂ€tigen kann, da Singvögel nicht von der GeflĂŒgelpest befallen werden. Möglich ist also, dass es sich beim vermuteten Fehlen der Gartenvögel lediglich um einen psychologischen Effekt handelt, hervorgerufen durch zahlreiche Medienberichte ĂŒber verschiedene Vogelkrankheiten. Andererseits zeigen erste Auswertungen von gesammelten Beobachtungen, dass in der Tat, einige Arten wie Kohl- und Blaumeisen, aber auch EichelhĂ€her und Amseln in diesem Jahr deutlich weniger hĂ€ufig beobachtet werden.

„Erst die große und bundesweit durchgefĂŒhrte ‚Stunde der Wintervögel‘ wird klĂ€ren können, ob es in diesem Winter wirklich außergewöhnlich wenige Gartenvögel gibt. Je mehr Teilnehmer, desto genauer werden die Ergebnisse sein. Die gesammelten Meldungen werden uns auch verraten können, welche Vogelarten und welche Regionen besonders betroffen sind und damit wertvolle Hinweise auf mögliche Ursachen liefern. Daher freuen wir uns, wenn möglichst viele Menschen mitmachen“, sagt NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann. Denkbar wĂ€re, so Lachmann, ein geringerer Zuzug von Vögeln aus dem Norden und Osten oder dass viele Vögel aufgrund des bisher sehr milden Winters auch außerhalb der GĂ€rten noch viel Nahrung finden. Genauso sei es aber auch möglich, dass heimische Gartenvögel im vergangenen Jahr besonders wenige Jungvögel aufgezogen haben.

Bei Amseln und GrĂŒnfinken rechnen die Forscher mit Auswirkungen wegen aufgetretener Vogelkrankheiten: Mit Spannung erwartet wird das Ergebnis zum Amsel-Bestand. Denn im Herbst 2016 kam es in Teilen des Landes erneut zu einem Amselsterben durch das Usutu-Virus, ĂŒber 1300 VerdachtsfĂ€lle wurden dem NABU gemeldet. „Ein Vergleich der Amselzahlen in den betroffenen Regionen mit denen Usutu-freier Gebieten wird zeigen, welche Auswirkungen diese neue Vogelkrankheit auf die BestĂ€nde hatte“, erklĂ€rt Lachmann. Das sogenannte „GrĂŒnfinkensterben“ (Trichomoniasis) wird dagegen durch einen einzelligen Parasiten ausgelöst, der die Art vor allem im Umfeld sommerlicher VogelfĂŒtterungen befĂ€llt. Seit einigen Jahren tritt es gehĂ€uft in Deutschland auf, und seit 2014 haben die Forscher einen deutlichen RĂŒckgang der GrĂŒnfink-Zahlen festgestellt. Sie befĂŒrchten eine Fortsetzung dieses Trends.

Mancher Vogelfreund wird am ZĂ€hlwochenende vielleicht auch eine freudige Entdeckung machen können: Denn die nur unregelmĂ€ĂŸig aus dem hohen Norden nach Deutschland wandernden exotisch anmutenden SeidenschwĂ€nze sind in diesem Jahr anscheinend vermehrt unterwegs. Auch das Ausmaß dieses Einflugs wird sich aus den ZĂ€hlergebnissen ablesen lassen.

Das pure Interesse und die Freude an der Vogelwelt reichen zur Teilnahme aus, eine besondere Qualifikation ist fĂŒr die WintervogelzĂ€hlung nicht nötig. Und so funktioniert es: Von einem ruhigen BeobachtungsplĂ€tzchen im eigenen Garten oder einer anderen Stelle im besiedelten Raum (Dörfer und StĂ€dte) aus wird von jeder Art die höchste Anzahl notiert, die innerhalb einer selbstgewĂ€hlten Beobachtungsstunde gleichzeitig zu beobachten ist. Die festgestellten Anzahlen können dann im Internet unter www.stundederwintervoegel.de bis zum 16. Januar gemeldet werden, die Ergebnisse werden dort ausgewertet und regelmĂ€ĂŸig aktualisiert. Zudem ist am 7. und 8. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet.

Bei der letzten „Stunde der Wintervögel“ im Januar 2016 beteiligten sich ĂŒber 93.000 Menschen. Insgesamt gingen Meldungen aus 63.000 GĂ€rten und Parks mit ĂŒber 2,5 Millionen gezĂ€hlten Vögeln ein. Gemessen an der Einwohnerzahl waren die Vogelfreunde in Bayern, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein am fleißigsten. Der Haussperling ergatterte damals den Spitzenplatz als hĂ€ufigster Wintervogel in Deutschlands GĂ€rten, die Kohlmeise Platz zwei. Auf den PlĂ€tzen drei bis fĂŒnf folgten Blaumeise, Feldsperling und Amsel.

Im Rahmen der „Schulstunde der Wintervögel“ vom 9. bis 13. Januar bietet die NAJU auf www.NAJU.de/SdW ZĂ€hlkarten, ein Poster und ein Wintervogel-Quiz fĂŒr Kindergruppen und Schulklassen an. Bei fĂŒnf Aktionen lernen sie Vögel und ihre Anpassungsstrategien an die kalte Jahreszeit kennen. Die ZĂ€hlergebnisse der Kinder fließen ebenfalls in die NABU-Auswertung ein.
 
 

 
Insektensterben: Offener Brief
OFFENER BRIEF


an den MinisterprĂ€sidenten von Baden-WĂŒrttemberg, Herrn Winfried Kretschmann
sowie an die zustÀndigen Minister der Landesregierung

aus Anlass des drastischen RĂŒckgangs unserer Insektenpopulationen:


Freiburg, den 19.12.2016

Sehr geehrter Herr MinisterprÀsident,
sehr geehrter Herr Minister Hauk, sehr geehrter Herr Minister Untersteller,

wir haben mit Freude gehört, wie Sie, Herr MinisterprĂ€sident, anlĂ€sslich des Parteitages der GrĂŒnen in SchwĂ€bisch GmĂŒnd am 19. November so engagierte und deutliche Worte zum Thema „Insektensterben“ gefunden haben. Dieses Problem war vor einigen Monaten in den Medien prĂ€senter, mittlerweile ist es um das Thema wieder ziemlich still geworden. Es kann aber keinen Zweifel geben, dass das „Insektensterben“ von großer Tragweite ist, fĂŒr die Landwirtschaft, fĂŒr die Ökosysteme und die BiodiversitĂ€t in unserem Land, und nicht zuletzt fĂŒr uns alle, die sich einen FrĂŒhling ohne Schmetterlinge nicht vorstellen können.

Als mit der Tierwelt unserer Heimat vertraute Naturinteressierte und Fachentomologen registrieren auch wir seit einigen Jahren mit Sorge einen auffĂ€lligen RĂŒckgang von Insekten und insektenfressenden Wirbeltieren in SĂŒdwestdeutschland. Wir nehmen daher die im Januar 2017 bei der EU-Kommission bevorstehende PrĂŒfung der Wiederzulassung der drei Neonikotinoid-Insektizide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam zum Anlass, uns mit der Bitte an Sie und an die zustĂ€ndigen Minister zu wenden, sich im Rahmen Ihrer politischen Möglichkeiten gegen die Wiederzulassung dieser Stoffe einzusetzen. Aus Sicht zahlreicher kompetenter Wissenschaftler sind die zuvor genannten Insektizide ein wesentlicher Grund fĂŒr den derzeitigen alarmierenden, ja beĂ€ngstigenden RĂŒckgang vieler Insektenarten.

Wie Sie wissen, wurde durch grĂŒndliche Untersuchungen und Beobachtungen in Deutschland und anderen LĂ€ndern festgestellt (1, 2), dass binnen weniger Jahre ein erheblicher Einbruch in den Populationen zahlreicher Insektenarten zu verzeichnen ist. Das betrifft BlĂŒten besuchende wie auch andere Arten der verschiedensten Insektengruppen, am auffĂ€lligsten wohl die Honigbiene (3). Die NaturschutzverbĂ€nde NABU und BUND rechnen mit Einbußen von bis zu 80 % der Biomasse an Insekten in den letzten Jahren (4). Als Hauptgrund fĂŒr dieses “Verschwinden” wird jeweils der Einsatz von systemischen Insektiziden, namentlich der o. g. Stoffe vermutet. Diese Stoffe wirken auf das Nervensystem und somit auf den Orientierungssinn und das Verhalten von Insekten und anderen Gliedertieren. DarĂŒber hinaus weisen diese Stoffe lange Halbwertszeiten auf - je nach Umweltbedingungen bis zu mehreren Jahren - wodurch sie im Boden wie auch im Grundwasser persistieren und wirksam bleiben (5).

Dem RĂŒckgang der Artenvielfalt in unserer Landschaft liegt natĂŒrlich noch ein ganzes BĂŒndel anderer Ursachen zugrunde (z.B. Landschaftsverbrauch, Monotonisierung und “AusrĂ€umung” der Landschaft, Intensivierung der Land- und Forstwirtschaft, großflĂ€chiger Einsatz von Herbiziden, StickstoffeintrĂ€ge, KlimaverĂ€nderung und zunehmende Luft- und Lichtverschmutzung). Dieser Prozess verlĂ€uft bereits seit vielen Jahren und ist am deutlichsten am Verschwinden der Vögel der Agrarlandschaft sichtbar (z.B. Kiebitz, Rebhuhn, Feldlerche). Der 2012 abrupt und vielerorts beobachtete starke RĂŒckgang bei nahezu allen bestĂ€ubenden und vielen anderen Insektenarten im SĂŒdwesten steht aber offensichtlich in direktem Zusammenhang mit der Aussaat von Neonikotinoid-gebeiztem Maissaatgut.

Von diesem massiven RĂŒckgang der Insekten seit 2012 sind nicht allein die Honigbiene und auch nicht ausschließlich landwirtschaftliche FlĂ€chen betroffen, vielmehr sind seither auch in weniger intensiv genutzten Bereichen im Oberrheingebiet, namentlich auch im Kaiserstuhl, zahlreiche Insektenarten weitgehend ausgefallen. Viele bisher hĂ€ufige Arten sind auf geringere Individuenzahlen reduziert, wĂ€hrend die schon immer recht seltenen Besonderheiten der hiesigen Insektenfauna seit 2012 kaum noch auffindbar sind; fĂŒr einen Teil dieser Arten trĂ€gt das Land Baden-WĂŒrttemberg eine besondere Verantwortung (z. B. 6, 7).

Obwohl der Einsatz von drei Neonikotinoid-Wirkstoffen seit 2013 einstweilig verboten wurde, hat sich die bedrohliche Situation wegen der Langlebigkeit und des Vordringens der Neonikotinoide ĂŒber Luft und Wasser in weitere Biotopbereiche sogar noch zugespitzt. Damit einhergehend wird außerdem ein nicht minder drastischer und Besorgnis erregender RĂŒckgang an insektenfressenden Wirbeltieren, insbesondere an bestimmten Vogelarten, wissenschaftlich nachgewiesen und von vielen Menschen beobachtet (8).

Das Insektensterben findet dennoch von breiten Kreisen der Bevölkerung unbemerkt statt. Vielleicht fĂ€llt es Autofahrern mit gutem GedĂ€chtnis auf, wenn nach lĂ€ngerer Autobahnfahrt die Windschutzscheibe – im Gegensatz zu frĂŒheren Jahren – fast insektenfrei ist. FĂŒr aufmerksame Naturbeobachter wird dies auch am Ausbleiben des frĂŒheren Gewimmels und Gesummes von vielen Insekten auf blĂŒhenden StrĂ€uchern im FrĂŒhjahr offensichtlich. Nicht zuletzt fĂ€llt den mit der Kartierung von Insektenarten beauftragten Fachleuten an der Leere ihrer Netze, Klopfschirme und Fallen die VerĂ€nderung auf. Die bemerkenswert große Artenvielfalt und InsektenfĂŒlle, die wir am sĂŒdlichen Oberrhein noch vor 15 Jahren dokumentiert haben (9) - u. a. ĂŒber 2.100 KĂ€ferarten - ist augenscheinlich seither stark zurĂŒckgegangen.

Als mittel- bis langfristige Folgen bei einem weitgehenden Ausfall der BlĂŒtenbestĂ€uber wĂŒrden sich fĂŒr die Landwirtschaft enorme Einbußen ergeben, da in Europa etwa 80 % der Ernte von BestĂ€ubern abhĂ€ngig sind (10). DarĂŒber hinaus kommt es in der gesamten naturnahen Umwelt zu weiteren schweren BeeintrĂ€chtigungen des ohnehin gestörten Gleichgewichts.

Die Insektenwelt ist schon jetzt so weitgehend dezimiert, dass es wahrscheinlich Jahre, wenn nicht Jahrzehnte brauchen wird, bis ihre Vielfalt wieder einigermaßen hergestellt ist. Wir appellieren deshalb an Sie, Herr MinisterprĂ€sident, Herr Minister Untersteller und Herr Minister Hauk, die folgenden VorschlĂ€ge und Forderungen zu unterstĂŒtzen und im Rahmen Ihrer Möglichkeiten und ZustĂ€ndigkeiten umzusetzen:

Ein vollstĂ€ndiges und dauerhaftes Verbot der Neonikotinoide in der EuropĂ€ischen Union noch vor Beginn der Vegetationszeit 2017 als eine der am raschesten realisierbaren Maßnahmen, z.B. ĂŒber die Forderung und UnterstĂŒtzung einer Bundesratsinitiative.

Die Realisierung und Erweiterung eines breit angelegten Programmes, entsprechend der ambitionierten Zielsetzung des Ministeriums fĂŒr LĂ€ndlichen Raum und Verbraucherschutz der VorgĂ€ngerregierung (11, 12), als Maßnahme gegen das Verschwinden der Insekten, nĂ€mlich die umgehende Veranlassung und großzĂŒgige Finanzierung von nachhaltigen Maßnahmen zur Förderung der BiodiversitĂ€t wie z.B. die Renaturierung von AckerrĂ€ndern (“Ackerrandstreifen”), die konsequente Umsetzung der gesetzlich vorgeschriebenen GewĂ€sserrandstreifen, die möglichst großflĂ€chige Neuausweisung bzw. VergrĂ¶ĂŸerung von Schutzgebieten nach Naturschutz- und Landeswaldgesetz sowie die Förderung des Arten-, Biotop- und Landschaftsschutzes wie auch der Biologischen Landwirtschaft auf allen Ebenen der Planung, der Verwaltung und der Umsetzung vor Ort.

Die alsbaldige EinfĂŒhrung eines landes- und bundesweiten Langzeit-Monitorings wichtiger Zeigergruppen von Insekten und Insektenfressern. Zu fordern sind auch systematische RĂŒckstandsuntersuchungen auf Neonikotinoide in Böden, GewĂ€ssern, Pflanzen und Insekten.

UnterstĂŒtzung der Einrichtung eines unabhĂ€ngigen Forschungszentrums mit der Aufgabe, alle Ursachen fĂŒr den aktuell zu beobachtenden RĂŒckgang der Insektenpopulationen zu ergrĂŒnden und Schutzkonzepte zu entwickeln. Dazu gehört auch die Erfassung und Auswertung von entsprechenden Untersuchungen, Beobachtungen und Konsequenzen im In- und Ausland.

Die lĂ€ngerfristige Förderung von Öffentlichkeitsarbeit zur StĂ€rkung des allgemeinen Problembewusstseins ĂŒber die weitreichenden Konsequenzen des Insektensterbens.

Noch ist es nicht zu spĂ€t, die Artenvielfalt unserer Insektenwelt und damit die Vielfalt und das Gleichgewicht der naturnahen Umwelt in Deutschland und Europa zu stabilisieren - doch allerhöchste Zeit, wenn es demnĂ€chst zur Abstimmung ĂŒber eine mögliche Wiederzulassung der hochproblematischen Neonikotinoide kommt. Eine falsche Entscheidung hierbei könnte verheerende Folgen haben und wĂ€re unvereinbar mit allen Vorstellungen von Nachhaltigkeit und umweltgerechter Landwirtschaft.

Das Verschwinden der Insekten und damit eines Teils unserer LebensqualitĂ€t wird von vielen Menschen mit Sorge gesehen. Daher erwarten die BĂŒrger von der Landesregierung, dass dieses Thema mit der notwendigen Ernsthaftigkeit behandelt wird. Ergreifen Sie im Rahmen Ihrer Möglichkeiten und ZustĂ€ndigkeiten Maßnahmen, die diese dramatische Verarmung unserer Natur in Baden-WĂŒrttemberg und darĂŒber hinaus aufhalten und baldmöglichst umkehren.

Dazu gehört aktuell ganz besonders, mit allen Ihnen zur VerfĂŒgung stehenden Mitteln die Wiederzulassung der gefĂ€hrlichen Neonikotinoide zu verhindern.

Wir sehen Ihren Antworten mit Interesse entgegen und bedanken uns im Voraus fĂŒr Ihre UnterstĂŒtzung.


Mit freundlichen GrĂŒĂŸen,
Freiburger Entomologischer Arbeitskreis
 
 



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