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Sonntag, 4. Juni 2023
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Verschiedenes

BĂ€ume pflanzen fĂŒr den Klimaschutz
(c) BaumInvest AG
 
BĂ€ume pflanzen fĂŒr den Klimaschutz
Nach unserer Informationsveranstaltung (im Januar in der Ökostation Freiburg) zeigen wir auf vielfachem Wunsch die Filme ĂŒber Baumpflanzungen in Costa Rica & Kolumbien auf der Homepage: https://bauminvest.de

Aus dem Einladungstext zur Info-Veranstaltung:
Neben meinen Beteiligungen an Windkraft- und Solaranlagen sowie Kleinwasserkraft-werken zur Erzeugung von regenerativen Stroms halte ich die rasche Reduktion des Kohlendioxids durch nachhaltige Baumpflanzungen fĂŒr dringend notwendig.
Bei meiner Informationsveranstaltung wird auch die VorstĂ€ndin der Freiburger BaumInvest AG (www.bauminvest.de), Frau Antje Virkus berichten, wie in den letzten 15 Jahren auf einem hohen Niveau ("Gold-Standard") 2.200 ha Mischwald mit einheimischen KrĂ€ften aufgeforstet und betreut wurde. Über 2.000 weitere MitaktionĂ€rInnen werden nun neue FlĂ€chen sowohl in Costa Rica als auch in Kolumbien wieder bepflanzen.
Wir möchten Ihnen aufzeigen, wie Sie sich an diesen Aufforstungsmaßnahmen beteiligen können. Unser Wald ist lebendig und bietet Lebensraum fĂŒr Mensch, Fauna und Flora.
Ich lade Sie sehr gerne in das Umweltbildungszentrum Ökostation ein, einem ökologischen Modellhaus, gebaut aus Holz, Strohlehm und recycelten alten Bausteinen, welche ich als Projektleiter und damaliger BUND-LandesgeschĂ€ftsfĂŒhrer fĂŒr die Landesgartenschau 1986 errichtete.

Erhard Schulz
Aufsichtsratsmitglied der BaumInvest AG

zum Bild oben:
In unseren Baumschulen ziehen wir Setzlinge direkt vom Samen
(c) BaumInvest AG
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Freiburg: Halbzeit fĂŒr Wurzelhebungsprogramm
Garten- und Tiefbauamt hat Freiburgs Radwege an 150 Stellen geglÀttet

BĂŒrgerschaft meldet Buckelpisten ĂŒber Beteiligungsportal

Sanftes und sicheres Gleiten auf dem Fahrrad statt ruckelige Buckelpiste: Das ist das Ziel des Programms zu Wurzelhebungen auf Radwegen. Im Jahr 2021 wurden die Freiburgerinnen und Freiburger aufgerufen, auf hubbelige Radwege aufmerksam zu machen. Mehr als 250 Meldungen gingen daraufhin ĂŒber mitmachen.freiburg.de ein. Die Mitarbeitenden des Garten- und Tiefbauamts (GuT) haben sich die Stellen angesehen und selber 50 weitere Hebungen gefunden, die zu beseitigen waren. Jetzt ist Halbzeit: 150 Stellen wurden bereits geglĂ€ttet, oder die Arbeiten dafĂŒr sind beauftragt.

Wurzelhebungen entstehen, wenn Wurzeln den Bodenbelag nach oben drĂŒcken. Beim GlĂ€tten wird so schonend wie möglich fĂŒr die BĂ€ume vorgegangen. Das GuT geht beim Abarbeiten der langen Liste schrittweise vor, unterteilt in Himmelsrichtungen. Bisher wurden SchĂ€den im Westen und Nordwesten der Stadt beseitigt. Im Fokus stehen jetzt die Stadtteile StĂŒhlinger und Betzenhausen. Zum Teil laufen die Arbeiten hier schon oder stehen demnĂ€chst an.

Es folgt in diesem Jahr der SĂŒdwesten des Stadtgebiets, die Meldungen aus Haslach und St. Georgen stehen hier im Mittelpunkt. NĂ€chstes Jahr folgen dann der Osten und Nordosten der Stadt. Darunter viele Bereiche in Landwasser, Hochdorf und dem Industriegebiet Nord, aber auch entlang der BachlĂ€ufe in Tiengen und Opfingen.

Zahlreiche Wurzelhebungen werden aber auch unabhĂ€ngig von der Mitmachaktion geglĂ€ttet. So hat das GuT beim Ausbau der Radvorrangroute FR3 im Bereich der Heiliggeist- und Friedhofstraße oder der Tullastraße zahlreiche Hebungen beseitigt. Und auch wenn das Meldetool nicht mehr aktiv ist, gehen beim GuT regelmĂ€ĂŸig Hinweise ein – und auch diese werden geglĂ€ttet.
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Nachhaltigkeitsbericht 2022 der Stadt Freiburg veröffentlicht
Bericht wendet sich sowohl an Fachpersonen sowie an alle Interessierte.

Der Bericht wurde um eine Reihe neuer Kennzahlen erweitert, u.a. zu den Themen Klimawandelanpassung und Nahrungsmittelverschwendung.

Die Stadt Freiburg veröffentlicht seit 2014 regelmĂ€ĂŸig einen Nachhaltigkeitsbericht, um das nachhaltige Engagement der Stadtverwaltung sowie den Stand bei der Erreichung der ambitionierten Freiburger Nachhaltigkeitsziele darzustellen.

Der Nachhaltigkeitsbericht fĂŒr Fachpersonen erscheint inzwischen in der 5. Auflage. Er wurde um einige Kennzahlen erweitert, unter anderem zu den Themen Klimawandelanpassung und Nahrungsmittelverschwendung. Adaption an den Klimawandel ist neben dem Klimaschutz eine entscheidende Herausforderung. So wird die Anzahl umgesetzter Maßnahmen zur Klimawandelanpassung seit 2019 beschrieben und beispielsweise dargestellt, dass die Anzahl der StraßenbĂ€ume um 55 BĂ€ume pro Kilometer Straße seit 2015 zugenommen hat. Die Entwicklung im Thema Nahrungsmittelverschwendung wird durch die Kennzahl zur Anzahl der Kooperationen mit foodsharing abgebildet. Die Datenlage zu absoluten Mengen und deren Entwicklung ist aktuell noch nicht zufriedenstellend, soll aber weiter ausgebaut werden.

Der Bericht soll als systematische Informations- und Entscheidungsgrundlage dienen und unterstĂŒtzt beispielsweise GemeinderĂ€t_innen dabei, finanzielle Entscheidungen an den Freiburger Nachhaltigkeitszielen auszurichten. DarĂŒber hinaus dient der Bericht als Monitoring- und Analyseinstrument, um die „Nachhaltige Entwicklung“ der Stadt Freiburg als „Großes Ganzes“ im Blick zu behalten.

Parallel dazu erscheint der Nachhaltigkeitsbericht fĂŒr BĂŒrger_innen in 2. Auflage. Er bietet einen KurzĂŒberblick ĂŒber den Stand der nachhaltigen Entwicklung in Freiburg und eine Auswahl an Maßnahmen seitens der Stadtverwaltung. Hinzu kommen Handlungsimpulse und konkrete Engagementmöglichkeiten fĂŒr die BĂŒrgerschaft. Nachhaltigkeit soll durch diesen Bericht greifbarer gemacht werden und die BĂŒrger_innen zu einem nachhaltigen Lebensstil motivieren. Denn die Erreichung der Freiburger Nachhaltigkeitsziele kann nur durch den Einsatz und die Kooperation aller erreicht werden.

FederfĂŒhrend zustĂ€ndig fĂŒr die Entwicklung der Nachhaltigkeitsberichterstattung der Stadt Freiburg ist das Nachhaltigkeitsmanagement.

Beide Berichte sind online unter www.freiburg.de/nachhaltigkeitsbericht zu finden. Gedruckte Exemplare können beim Nachhaltigkeitsmanagement der Stadt Freiburg bestellt werden.

Weiter Informationen und konkrete Anregungen sowie Angebote fĂŒr nachhaltiges Handeln jeder und jedes Einzelnen gibt es unter www.freiburg.de/nachhaltigkeit
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Dietenbach und das dortige faktische Vogelschutzgebiet (VSG)
Rettet Urteil des Verwaltungsgerichtshofs (VGH) Baden-WĂŒrttemberg das umkĂ€mpfte LangmattenwĂ€ldchen mit der Stadtbahntrasse des VGH?

Uns wurde dieser Tage eine offenbar nichtöffentlich verbreitete Mitteilung der Stadt Freiburg vom 17.1.2023 zugespielt, erstellt aus Anlass unserer Medienmitteilung vom 16.1.2023 zum Betreff fakti­sches Vogelschutzgebiet (VSG) in Dietenbach. Wir haben deshalb kĂŒrzlich erneut an das Regie­rungs­prĂ€sidium Freiburg geschrieben. Dabei widersprachen wir in mehreren Punkten der irrefĂŒh­renden Darstellung der Stadt vom 17.1.2023, die in der Badischen Zeitung am 18.1.2023 verwendet wurde.

Erstens hat der Verwaltungsgerichtshof (VGH) Baden-WĂŒrttemberg in seinem Dietenbach-Urteil von 2021 eine konkre­te Entscheidung ĂŒber das Ja oder Nein zum Vorliegen eines faktischen VSG im Fall des Dietenbacher LangmattenwĂ€ldchens geschickt umgangen. Stattdessen schlug der VGH vor, ggf. eine andere Stadtbahntrasse ins Dietenbach-Gebiet zu wĂ€hlen, nĂ€mlich konkret eine Abzweigung nahe der Westrandstr. vom Ostende des Stadtteils Rieselfeld her. Das wurde bestĂ€tigt vom Bundesver­wal­­tungs­gericht in 2022. Die Gerichte haben also das faktische VSG als heißes Eisen erkannt. Die „VGH-Trasse“, die das umkĂ€mpfte fĂŒr seltene Vögel und FledermĂ€use sehr wertvolle LangmattenwĂ€ldchen vor der Stadtbahn nebst Begleitwegen rettet, fĂŒhrt allerdings je nach Details der Trasse durch anderen Wald an der Munden­hofer­straße. Dieser hat eine wichtige auch formelle Ausgleichsfunktion zum Bau des Stadt­teils Rieselfeld und könnte ebenfalls ein faktisches VSG sein, was zu untersuchen wĂ€re. Laut Dietenbach-Planungen der Stadt sind fĂŒr Bebauungen bei den WĂ€ldchen weitere schĂ€dliche Rodungen vorgesehen.

Zweitens ist anders als die Stadt in ihrer Mitteilung vom 17.1. behauptet, das Thema faktisches VSG in der mĂŒndlichen Verhandlung des VGH nicht erörtert worden, dies ausweislich des VGH-Protokolls und einer umfangreichen privaten Mitschrift. Drittens sind anders als in der Mitteilung der Stadt bzw. in der Folge in der Badischen Zeitung 18.1. entnommen werden kann, ECOtrinova e.V. und dessen Vorsitzen­der Dr. Georg Löser als Privatperson weder KlĂ€ger gegen die stĂ€d­tebauliche Entwicklungsmaßnahme (SEM) Dietenbach noch klageberechtigt. Die Klage und die SchriftsĂ€tze fĂŒr Landwirte als KlĂ€ger sind auch zum faktischen VSG LangmattenwĂ€ldchen von der Kanzlei der KlĂ€ger gestaltet und verantwortet.

Richtig ist dagegen, dass ECOtrinova e.V. und der NABU Freiburg e.V. mit einigen Privatpersonen vor der SEM-Klage mehrerer Landwirte die erforderliche Jederman-RĂŒge nach Baugesetzbuch Mitte 2019 um­fangreich an die Stadt eingebracht haben und in der RĂŒge der Punkt faktisches VSG kurz enthalten ist.

Außerdem hat die Badische Zeitung leider in Ihrer Meldung vom 18.1.2023 den fĂŒr die Öffent­lichkeit wichtigen Teil unserer Medienmitteilung 16.1.2023 zu zwei PrĂ€zedenzurteilen des Bundesver­wal­tungs­gerichts und des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs pro Vorliegen faktischer VSGs nicht gebracht:

Ein höchstrichterliches Urteil in 2014 gegen eine Straße durch ein faktisches Vogelschutzgebiet in einem Wald besagt: Ein Bebauungsplan fĂŒr eine Straßentrasse in einem solchen Gebiet verstĂ¶ĂŸt gegen das Beein­trĂ€chtigungsverbot der EU-Vogelschutz­richtlinie (AZ BverwG 4 CN 3.13 ). Bei Dietenbach wĂ€ren es ana­log die Stadtbahn mit begleitenden Rad- und Fußwegen sowie große Teile einer Haltestelle im Lang­mat­tenwĂ€ldchen. Außerdem liegt das Urteil des Verwaltungsgerichtshofs Hessen von 2021 vor, mit dem der BUND-Hessen ein faktisches Vogelschutzgebiet durchsetzte (AZ 3 C 1465/16.N). Die EU-Vogelschutz-Richtlinie gilt in faktischen Vogelschutzgebieten unmittelbar und will sĂ€mtli­che wild lebenden Vogel­arten, die in der EU heimisch sind sowie ihre LebensrĂ€ume langfristig erhalten.
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Online-Tool vermittelt Wissen ĂŒber die Stadtnatur in Freiburg
Mösle-Park (c) Foto: Daniel JÀger
 
Online-Tool vermittelt Wissen ĂŒber die Stadtnatur in Freiburg
Kooperation von Stadtverwaltung und der NABU Naturgucker Akademie

Man schĂŒtzt nur was man kennt – Bildung als Hebel fĂŒr den Naturschutz

Wissen macht Naturschutz: Gemeinsam mit der NABU Naturgucker Akademie hat die Stadtverwaltung ein Online-Bildungsmodul entwickelt. Mit Videos und Texten können Menschen in der NABU Naturgucker Akademie viel ĂŒber die Besonderheiten von Freiburgs Natur in der Stadt lernen. Der Hintergrund ist ernst. Das ungebremste Artensterben ist – zusammen mit dem Klimawandel – die wohl grĂ¶ĂŸte ökologische Krise unserer Zeit. Um die biologische Vielfalt in Freiburg zu schĂŒtzen, hat die Stadtverwaltung unter anderem den Aktionsplan BiodiversitĂ€t ins Leben gerufen. Der Plan besteht aus vielen Bausteinen, vom Förderprogramm zum Artenschutz in der Stadt bis hin zu Elementen der Öffentlichkeitsarbeit.

„Man schĂŒtzt nur das, was man kennt. Mit diesem Onlinemodul wird das Wissen ĂŒber Freiburgs wertvolle und vielseitige Stadtnatur kurzweilig vermittelt. So können Freiburgerinnen und Freiburger noch mehr VerstĂ€ndnis und darauf aufbauend Engagement fĂŒr den Erhalt unserer BiodiversitĂ€t entwickeln“, sagt Freiburgs UmweltbĂŒrgermeisterin Christine Buchheit.

Entwickelt wurde das Modul vom Umweltschutzamt gemeinsam mit der NABU Naturgucker Akademie im Rahmen und mit Mitteln des stĂ€dtischen Aktionsplans BiodiversitĂ€t. Die Naturgucker Akademie ist das wohl grĂ¶ĂŸte Online-Bildungsangebot zu Ökologie, Natur und Naturschutz in Deutschland. Freiburg kann hier als dritte Stadt – neben MĂŒnchen und Berlin – zum Thema Stadtnatur prominent die urbanen LebensrĂ€ume und Arten mit allen Facetten vorstellen.

Aufgebaut ist das Lernmodul aus verschiedenen, teils interaktiven Elementen sowie ErklĂ€rvideos. Dazu kommen Aufgaben, bei denen das Gelernte direkt angewendet werden und vor der HaustĂŒre entdecken werden kann. In den Kapiteln gibt es Übersichten ĂŒber die verschiedenen NaturrĂ€ume Freiburgs sowie den stĂ€dtischen Maßnahmen um BiodiversitĂ€t zu fördern. Andere vermitteln etwa Wissen zu dem Lebensraum Magerrasen, dem historischen Mösle-Park sowie zu Artenschutz an GebĂ€uden. Ein Blick in das Lernmodul öffnet neue Sichtweisen auf Freiburg und all ihre tierischen Bewohner und LebensrĂ€ume.

Das Lernmodul richtet sich dabei nicht nur an NaturschĂŒtzerinnen und NaturschĂŒtzer, sondern an alle Interessierten. Um teilnehmen zu können ist lediglich eine kostenlose Registrierung notwendig. Zu finden ist der Kurs unter artenwissen.online/goto.php?target=cat_642

Hintergrund: Förderprogramm Artenschutz in der Stadt Wer sich fĂŒr den Artenvielfalt in der Stadt einsetzen will, wird von der Stadtverwaltung gerne unterstĂŒtzt. Alle BĂŒrgerinnen und BĂŒrger sind eingeladen, sich zu beteiligen. Das stĂ€dtische Förderprogramm umfasst eine unverbindliche Vor-Ort-Beratung im eigenen Garten oder dort, wo konkrete Maßnahmen fĂŒr den Artenschutz stattfinden sollen. Es können verschiedenste Naturschutzmaßnahmen finanziell Gefördert werden. Dazu gehört etwa das Pflanzen heimischer BĂ€ume und StrĂ€ucher, die Anlage blĂŒtenreicher Wiesen, Trockenmauern, Sandlinsen oder KleinstgewĂ€ssern sowie das Anbringen von Nisthilfen fĂŒr verschiedene Tierarten.
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SO GUT WIE FLEISCH
MitgrĂŒnder und ErnĂ€hrungscoach Matthias TĂŒrk (c) TMBW / Weise
 
SO GUT WIE FLEISCH
Das Freiburger Start-up Sin Carne Schwarzwald stellt in Handarbeit pflanzliche Alternativen zu Boulette und Filet her – und die Gastronomie-Szene ist begeistert

Die Geschichte beginnt so: Vier junge Leute treffen sich wĂ€hrend der Coronazeit ab und zu und kochen gemeinsam – meist vegan, weil das der kleinste gemeinsame Nenner ist. Und weil alle Lust auf Fleischgeschmack haben, kommen auch vegane Burger Patties und andere Fertigprodukte auf den Tisch. Die schmecken gar nicht so ĂŒbel, aber den vier Freunden ist das entschieden zu viel VerpackungsmĂŒll –, außerdem kommen die Zutaten oft aus dem Chemiebaukasten. Da denkt sich die junge Volkswirtin und Hobbyköchin Bianca Blum: „Was ich im Supermarkt kaufen kann, das kann ich doch bestimmt auch selbst machen.“
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Klima- und Naturschutzpreise werden vergeben
Auszeichnungen und Anerkennungen fĂŒr engagierte Akteurinnen und Akteure im Bereich Umweltschutz

16.000 Euro Preisgeld werden vergeben

Die Gewinner der Klima- und Naturschutzpreise 2023 stehen fest. Mit den Auszeichnungen ehrt und fördert die Stadtverwaltung Projekte und Ideen, die sich in den Bereichen Klima- und Naturschutz durch außergewöhnliches Engagement und innovative AnsĂ€tze auszeichnen.

UmweltbĂŒrgermeisterin Christine Buchheit freut sich ĂŒber das große Interesse aus der Stadtgesellschaft an den Umweltpreisen: „In den Kommunen werden abstrakte Klima- und Nachhaltigkeitsziele in konkrete Maßnahmen ĂŒbersetzt. Das Engagement der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger spielt dabei eine zentrale Rolle. Ohne die Bereitschaft der Menschen vor Ort, sich fĂŒr den Klima- und Naturschutz zu engagieren, können wir unsere Umweltschutzziele nicht erreichen.“

Der Klimaschutzpreis „Climate First“ ist in mehrere Kategorien untergliedert, erste PlĂ€tze gehen hier an die Gerhart-HauptmannSchule und die Firma Roc-Ket CARGO Bikes. Ein Sonderpreis im Bereich Industrie und Gewerbe wird verliehen an die Alexander BĂŒrkle GmbH. Der erste Platz beim Naturschutzpreis geht an die Professur Forstentomologie und Waldschutz der UniversitĂ€t Freiburg.

1989 hat die Stadt Freiburg ihren Umweltpreis erstmalig verliehen. Heute ist der Preis in Klima- und Naturschutz unterteilt und wird im zweijĂ€hrigen Turnus ausgeschrieben. Der Klimaschutzpreis finanziert sich dabei vollstĂ€ndig aus den Einspeiseerlösen der Photovoltaikanlage auf dem Dach des BĂŒrgerhauses am Seepark und liegt bei 11.000 Euro. Die 5000 Euro fĂŒr den Naturschutzpreis kommen aus dem stĂ€dtischen Haushalt. Über die Vergabe der Umweltpreise entscheidet eine Jury, der die FWTM, das Umweltschutzamt, verschiedene Umweltschutzorganisationen sowie StadtrĂ€tinnen und StadtrĂ€te angehören.

Die prÀmierten WettbewerbsbeitrÀge im Detail:

1) Der Klimaschutzpreis

Das Preisgeld beim Klimaschutzpreis „Climate First“ wird aufgeteilt. Die eine HĂ€lfte geht an Kinder und Jugendliche oder an Projekte, die sich an sie richten. Die andere HĂ€lfte ist fĂŒr alle anderen Projekte gedacht. Damit hat eine kleine SchĂŒlergruppe dieselben Preischancen wie etwa die Wettbewerbsidee einer Forschungseinrichtung.

Bei den Klimaschutzprojekten von und fĂŒr Kinder gewinnt die Gerhart-Hauptmann-Schule mit ihrem Projekt „Umweltschnitzeljagd“ den ersten Preis. Das Preisgeld belĂ€uft sich auf 2000 Euro. Im Projekt hat die Schule gemeinsam mit der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg (ASF) SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern auf spielerische Art und Weise Umweltschutz und MĂŒllvermeidung vermittelt.

Der zweite Preis geht an zwei Projekte, das Preisgeld belĂ€uft sich auf jeweils 1250 Euro. Diesen erhĂ€lt zum einen das Bertold-Gymnasium fĂŒr das Projekt „Klimafreundliche Schule“. Dabei wird den SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern gezeigt, wie sie ihren Alltag in der Schule oder Zuhause klimafreundlicher gestalten können. Ebenfalls auf dem zweiten Platz ist der ErnĂ€hrungsrat mit dem Projekt „ErnĂ€hrungsbildung an Schulen“. Hier wird jungen Menschen unter anderem vermittelt, wie Lebensmittel produziert werden und welche Handlungsmöglichkeiten sie im Zusammenhang mit ErnĂ€hrung haben.

Auf dem dritten Platz befindet sich ebenfalls der ErnĂ€hrungsrat. 1000 Euro gehen an die Aktion „ErnĂ€hrungsbildung gemeinsam mit Eltern“. Ziel des Konzeptes ist die Vermittlung von gesunder und nachhaltiger ErnĂ€hrung fĂŒr die ganze Familie.

Die Klimaschutzpreise anderer Projekte werden auf dem ersten Platz angefĂŒhrt von der Roc-Ket CARGO Bikes fĂŒr ihre „emissionsfreien Lieferungen im Stadtgebiet“. Das Preisgeld belĂ€uft sich auf 2000 Euro. Durch die klimafreundliche Anlieferung und Abholung von Last(en) werden tĂ€glich rund 3,5 Tonnen Ware emissionsfrei im Raum Freiburg transportiert. Die eigens dafĂŒr produzierten LastenfahrrĂ€der sparen so tĂ€glich etwa sieben Tonnen CO2 ein.

Der zweite Preis geht auch hier an zwei Projekte und beinhaltet ein Preisgeld in Höhe von je 1250 Euro. Zum einen erhĂ€lt der Förderverein Energie- und Solaragentur Regio Freiburg (fesa e.V.) in Zusammenarbeit mit den Vereinen Balkon.solar und Solare Zukunft diesen Preis. Im Projekt „Balkonmodule“ wird Freiburgerinnen und Freiburger das nötige Knowhow mitgegeben, um sich selbststĂ€ndig eine Steckersolar-Anlage aus gebrauchten PV-Altmodulen zu bauen und diese auf dem eigenen Balkon zu installieren.
Winzer Edgar Gimbel, ebenfalls auf dem zweitens Platz, wird in seinem Projekt „Vino PV“ PV-Anlagen ĂŒber einer WeinanbauflĂ€che errichten. Mit Blick auf die knappen FlĂ€chen im Bereich der Stadt Freiburg hat die Anlage sehr hohen Innovationscharakter und eine große Vorbildfunktion beim Ausbau erneuerbarer Energien, so die BegrĂŒndung der Jury.

Ein Sonderpreis fĂŒr Klimaschutz in Industrie und Gewerbe geht an die Alexander BĂŒrkle GmbH fĂŒr ihre „innovative Versandverpackung im Großhandel“. Das Unternehmen verwendet statt herkömmlicher Verpackungen wo möglich Mehrwegnetze, wie man sie aus dem Einzelhandel kennt. Dieses System ist im Großhandel bis dato einzigartig.

Eine Anerkennung verbunden mit einem Preisgeld von 500 Euro erhĂ€lt die Allianz fĂŒr werteorientierte Demokratie (AllWeDo) fĂŒr das Projekt „Regionaler KlimabĂŒrger_innenrat. Bei diesem Projekt haben 16 Kommunen der Region die Initiative eines regionalen Rats ins Leben gerufen. Dieser wurde von AllWeDo organisiert und begleitet. Engagierte BĂŒrgerinnen und BĂŒrger erarbeiten in dieser Kampagne Handlungsempfehlungen fĂŒr die Kommunen im Bereich Klimaschutz.

Das Haus des Engagements erhĂ€lt fĂŒr das Projekt „leihen statt kaufen“ ebenfalls eine Anerkennung in Höhe von 500 Euro. Der TrĂ€gerverein Treffpunkt Freiburg baut eine „Bibliothek der Dinge“ auf, ĂŒber die gegen ein geringes Entgelt GegenstĂ€nde – von der Bohrmaschine bis zum Kinderspielzeug - ausgeliehen werden können. Ziel ist es, unnötige KĂ€ufe und Konsum zu vermeiden und so Ressourcen und die Umwelt zu schonen.

2) Der Naturschutzpreis

Mit dem Naturschutzpreis der Stadt wird außergewöhnliches Engagement imBereich Arten- und Naturschutz ausgezeichnet. Hier werden Vereine, VerbĂ€nde, Schulen, Unternehmen oder einzelne Personen angesprochen. Der Preis ist mit insgesamt 5000 Euro dotiert.

Der erste Preis geht an die UniversitĂ€t Freiburg, Professur fĂŒr Forstentomologie und Waldschutz mit dem Projekt „Lernort Exploratorium Wittental“, verbunden mit 2.000 Euro Preisgeld. Mit dem Lernort wurde ein 1,6 Hektar großes GrundstĂŒck, das ursprĂŒnglich einen parkĂ€hnlichen Charakter hatte, von Studierenden in verschiedene Biotope umgestaltet. In kĂŒrzester Zeit konnten auf dem GelĂ€nde positive Effekte fĂŒr die Natur beobachtet werden. Ein Anstieg der Artenvielfalt, insbesondere von Kleintieren und Insekten wurde beobachtet und dokumentiert.

Wie beim Klimaschutzpreis wird der zweite Platz des Naturschutzpreises auch an zwei Projekte vergeben. Die Dotierung liegt hier bei jeweils 1.250 Euro.
Zum einen erhĂ€lt der Ortsverein GĂŒnterstal fĂŒr sein Projekt „Haselmaus“ die Auszeichnung. Hier wurde in Zusammenhang mit dem Bau des RegenrĂŒckhaltebeckens im Bohrertal die Initiative entwickelt, sich vor Ort fĂŒr den Bestand der geschĂŒtzten Haselmaus einzusetzen. Das zweite Projekt auf dem zweiten Platz stammt vom Verein „zusammen leben“. Das Projekt „Gemeinsam GĂ€rtnern“ gibt es seit 2016, es ist ein integrativer und interkultureller Begegnungsraum in Form eines Gemeinschaftsgartens. Gemeinsam wird kultur- und generationenĂŒbergreifend Land unter ökologischen und klimaangepassten Gesichtspunkten bewirtschaftet.

Eine Anerkennung von 500 Euro erhĂ€lt die Schulkindbetreuung an der Reinhold-Schneider-Schule fĂŒr ihr Projekt „Wertvolles Wasser“. Die Aktion soll aus dem Trockenbach, der sich auf dem GelĂ€nde des Schulgartens befindet, ein Kleinbiotop entwickeln. SchĂŒlerinnen und SchĂŒler können dieses dann als LernflĂ€che zum Sammeln von Naturerfahrungen nutzen.
 
 

Slow Food zum Internationalen Tag der HĂŒlsenfrĂŒchte
Bohne (c) Claudia Nathansohn
 
Slow Food zum Internationalen Tag der HĂŒlsenfrĂŒchte
Erbse, Bohne und Co sind wichtige VerbĂŒndete, um die ErnĂ€hrungswende zu erreichen.

08.02.2023 – Ob auf dem Feld, in der eigenen KĂŒche oder in der Gastronomie: HĂŒlsenfrĂŒchte spielen eine zunehmend wichtige Rolle, um die Zukunft unserer ErnĂ€hrung zu sichern. Sie haben einen geringen ökologischen Fußabdruck, unterstĂŒtzen die Bodenfruchtbarkeit und haben das Potenzial, Verbraucher*innen fĂŒr eine pflanzenbetonte KĂŒche zu begeistern. Deswegen macht Slow Food sich fĂŒr getrocknete Bohnen, Erbsen, Linsen, Lupinen und Kichererbsen national wie international stark.

FĂŒr Slow Food sind Erbse, Bohne und Co wichtige VerbĂŒndete fĂŒr die ErnĂ€hrungswende und die BewĂ€ltigung anhaltender Krisen wie Klimawandel und BiodiversitĂ€tsverlust. Als Architekten gesunder Böden tragen HĂŒlsenfrĂŒchte zu einem nachhaltigen Bodenmanagement bei, dĂŒrreresistente und tiefwurzelnde Sorten sichern Anbaumöglichkeiten in trockenen Gebieten. Bienen und Hummeln sind sie eine wichtige Nahrungsquelle.

Die Bedeutung von HĂŒlsenfrĂŒchten hebt die Slow-Food-Bewegung u.a. mit dem Slow Bean Netzwerk hervor. Seit mehr als zehn Jahren bringt dies Landwirte, Aktivistinnen, Köche und all jene zusammen, die sich fĂŒr Leguminosen begeistern, um die Erzeugung und den Genuss von HĂŒlsenfrĂŒchten zu fördern. Betont wird dabei die Rolle dieser Kulturpflanzen fĂŒr die biologische Vielfalt. Weltweit gibt es rund 18.000 HĂŒlsenfruchtsorten, deren GeschmĂ€cker, Aromen, Farben und Formen vom lokalen Klima, den Böden sowie Anbau- und Verarbeitungstechniken abhĂ€ngen. Sowohl global als auch regional stellen HĂŒlsenfrĂŒchte also einen wichtigen genetischen Pool fĂŒr die biologische wie kulturelle DiversitĂ€t dar und sind ein zentraler Hebel fĂŒr eine abwechslungsreiche pflanzenbetonte ErnĂ€hrung.

Dazu Nina Wolff, Vorsitzende von Slow Food Deutschland: „Die anstehende ErnĂ€hrungswende ist fĂŒr viele Menschen eine Geschmacksumstellung. Das möchten wir bei Slow Food positiv begleiten. Wir stellen die Erfahrung mit allen Sinnen in den Fokus und das zeigt uns: Den meisten schmeckt ein nachhaltiger Teller, der hauptsĂ€chlich Pflanzliches und auch HĂŒlsenfrĂŒchte in bisher nicht bekannter Form bereithĂ€lt. Mit am wichtigsten ist den Menschen, dass sie solche Impulse anschließend im Alltag umsetzen können. DafĂŒr mĂŒssen wir uns nicht nur auf der individuellen Ebene, sondern vor allem auch politisch bewegen. Slow Food fordert von der Politik staatliche Maßnahmen sowie die Förderung von Initiativen, die zur Verbreitung und Verstetigung eines pflanzenbetonten ErnĂ€hrungsstils im Alltag fĂŒhren. Lebensmittel und Speisen, die fĂŒr Mensch, Tier und Umwelt gleichermaßen gesund sind, mĂŒssen in die greifbare und bezahlbare Alltagsumgebung aller rĂŒcken.“

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Der internationale Tag der HĂŒlsenfrĂŒchte wurde 2019 von den Vereinten Nationen ausgerufen, um die Bedeutung von Leguminosen fĂŒr die globale ErnĂ€hrungssicherheit und das Erreichen der globalen Ziele fĂŒr nachhaltige Entwicklung (SDGs) hervorzuheben.
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