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Dienstag, 5. Juli 2022
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Verschiedenes

 
NABU: FĂŒr schnellen Ausbau der Erneuerbaren an den richtigen Schrauben drehen
KrĂŒger: Diskussion ĂŒber Änderung des europĂ€ischen Naturschutzrechts wĂ€re ein Fehlstart fĂŒr die Planungsbeschleunigung

Berlin, 10.12.21 - AnlĂ€sslich politischer Bestrebungen „auf eine Lockerung des europĂ€ischen Naturschutzrechts hinwirken zu wollen, um Planungs- und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen“, entgegnet NABU-PrĂ€sident Jörg-Andreas KrĂŒger:

»Der stark beschleunigte und naturvertrĂ€gliche Ausbau der erneuerbaren Energien ist von großer Bedeutung fĂŒr die BewĂ€ltigung der Klimakrise. Hauptbremser auf diesem Weg sind vielerorts fehlende Raumplanungen und der gravierende Personalmangel in Verwaltungen. Diskussionen ĂŒber die Änderungen im europĂ€ischen Naturschutzrecht fĂŒhren hingegen in eine alte Sackgasse. EU und Mitgliedstaaten haben festgestellt, dass die Regelungen „fit“ sind und Deutschland wird in mehreren Verfahren vor dem EuropĂ€ischen Gerichtshof wegen der schlechten Umsetzung verklagt. Nun als erstes einen mehrjĂ€hrigen Prozess mit unklarem Ausgang zu beginnen wĂ€re ein echter Fehlstart fĂŒr die Planungsbeschleunigung.«

Mit mehr als 820.000 Mitgliedern und Fördernden ist der 1899 gegrĂŒndete NABU der mitgliederstĂ€rkste Umweltverband Deutschlands. Der NABU engagiert sich fĂŒr den Erhalt der Lebensraum- und Artenvielfalt, den Klimaschutz sowie die Nachhaltigkeit der Land-, Wald- und Wasserwirtschaft. Zu den zentralen NABU-Anliegen gehören auch die Vermittlung von Naturerlebnissen und die Förderung naturkundlicher Kenntnisse.
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GrĂŒner Strom fĂŒr rund 7000 Haushalte möglich
Immissionsschutzrechtliche Genehmigung fĂŒr zwei Windkraftanlagen am Taubenkopf

Die Stadt Freiburg hat der Ökostrom-Consulting GmbH am heutigen Dienstag, 7. Dezember, die immissionsschutzrechtliche Genehmigung fĂŒr die Errichtung zweiter Windkraftanlagen auf dem Taubenkopf erteilt.

Der Antrag ging im November 2020 bei der unteren Immissionsschutzbehörde beim Umweltschutzamt der Stadt Freiburg ein. Dazu wurden dann 32 TrĂ€ger öffentlicher Belange und mehr als zehn UmweltverbĂ€nde und anerkannte Umweltvereinigungen angehört. In ihren Stellungnahmen hatten die Akteure dargestellt, unter welchen Auflagen und Bedingungen dem Aufbau der beiden Anlagen zugestimmt werden kann. Bei der Anhörung wurde auch Kritik an dem Vorhaben geĂ€ußert, etwa im Hinblick auf mögliche negative Einwirkungen fĂŒr die Bewohner des hinteren Kappler Großtals oder fĂŒr den Artenschutz.

Nach sorgfĂ€ltiger PrĂŒfung und AbwĂ€gung aller öffentlich-rechtlicher Belange, konnte die immissionsschutzrechtliche Genehmigung fĂŒr den Aufbau der Windkraftanlagen des Typs Enercon E-160 EPS E2 auf dem Taubenkopf erteilt werden.

Die beiden jeweils 246,6 Meter hohen Anlagen haben eine Nennleistung von jeweils 5,5 Megawatt. Sie werden voraussichtlich einen Energieertrag von circa 20 Millionen Kilowattstunden pro Jahr erwirtschaften. „Damit können rund 7000 Haushalte mit Strom aus Windkraft versorgt werden – das ist ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Versorgung durch erneuerbare Energien in Freiburg.“ so UmweltbĂŒrgermeisterin Christine Buchheit.

Das Klimaschutzkonzept der Stadt Freiburg aus dem Jahr 2019 sieht vor, dass die erneuerbaren Energien im Stadtgebiet erheblich ausgebaut werden. Ziel der Stadtverwaltung ist es, dass Freiburg bis 2038 Klimaneutral wird. Im Fokus bei der Energieversorgung stehen insbesondere Solarstrom und Windkraft. Die nĂ€chsten großen Vorhaben auf diesem Gebiet ist der Austausch der Windkraftanlagen an den bereits etablierten Standorten „HolzschlĂ€germatte“ und „Rosskopf“ durch die Ökostrom-Consulting GmbH. Die GenehmigungsantrĂ€ge hierzu werden im Laufe des nĂ€chsten Jahres erwartet.
 
 

 
Fahrplanwechsel: KontinuitÀt bei der VAG trotz anhaltender Pandemie
„Das Fahrplanangebot der VAG bleibt auch 2022 trotz anhaltender Pandemie und damit verbundener FahrgastrĂŒckgĂ€nge auf dem aktuell bestehenden Niveau. DarĂŒber hinaus wird es kleinere Verbesserungen im FrĂŒhverkehr fĂŒr alle Freiburger Ortsteile geben und im Stadtbahnverkehr werden die dichten Takte der FrĂŒhspitze um gut 20 Minuten verlĂ€ngert.“ Mit diesen Worten fasst VAG Vorstand Oliver Benz zwei der wichtigsten Änderungen zusammen, die der am 12. Dezember in Kraft tretende Jahresfahrplan der Freiburger Verkehrs AG (VAG) bietet. Vorstandskollege Stephan Bartosch hebt weiter hervor: „Von der optimierten Abstimmung der Anschlusszeiten der Linien 27, 4 und 5 am Europaplatz werden wir der wachsenden Stellung des Europaplatzes als einer der wichtigen zentralen Knotenpunkte in unserem Netz gerecht.“

Mit dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember haben dann alle Freiburger Ortsteile an allen Wochentagen eine FrĂŒhverbindung, mit der der erste gemeinsame Stadtbahnanschluss am Bertoldsbrunnen erreicht wird. Exemplarisch bedeutet dies zum Beispiel fĂŒr den Stadtteil Ebnet, dass es dann am Samstagmorgen eine erste Verbindung schon um kurz nach 5 Uhr gibt und nicht erst um kurz nach 6 Uhr. Sonntags steht dann die erste Abfahrt gegen 5.30 bereit, statt bisher um kurz nach halb acht. Eine weitere Verbesserung, die die Nutzung der Nahverkehrsangebote vereinfacht ist, dass die Abfahrtszeiten durch zusĂ€tzliche Busse und Linientaxis im FrĂŒhverkehr vereinheitlicht werden und somit auch leichter zu merken sind.

Mit dem Fahrplanwechsel werden die Fahrplantakte auf den Linien 3, 4 und 5 montags bis freitags zwischen 06.30 Uhr und 08.30 Uhr einheitlich auf einen 6-Minuten-Takt verdichtet. Damit wird die sogenannte „FrĂŒhspitze“ um knapp eine halbe Stunde verlĂ€ngert. Dies kommt vor allem jenen FahrgĂ€sten zugute, deren FahrtenwĂŒnsche etwas spĂ€ter am Morgen liegen, also zum Beispiel SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern die erst zur zweiten Stunde Unterricht haben. „Mit diesem ausgebauten Angebot in der Tageszeit mit der stĂ€rksten Nachfrage wollen wir nicht zuletzt in Pandemiezeiten die Möglichkeit bieten, die Fahrgastströme zu entzerren,“ so die beiden VorstĂ€nde.

Eine Verbesserung ergibt sich bei der VerknĂŒpfung der Buslinie 27 mit den Stadtbahnlinien 4 und 5 am Europaplatz. Hier konnten die Ankunfts- und Abfahrzeiten besser aufeinander abgestimmt werden. Somit wird der Umstieg zwischen allen Linien an diesem Knotenpunkt verbessert.
ZusĂ€tzliche, schnelle Verbindungen bietet der neue Fahrplan durch die Tatsache, dass verschiedene aus dem Betriebshof ein- und ausfahrende Busse von den FahrgĂ€sten genutzt werden können. Hierdurch ergeben sich beispielsweise zusĂ€tzliche Verbindungen von der Munzinger Straße in Richtung Paduaallee, Laßbergstraße oder Herdern.

Diese neuen, wie auch alle anderen Verbindungen des Fahrplans 2022, sind schon heute ĂŒber die elektronische Fahrplanauskunft abrufbar.

Die gedruckten Fahrplanhefte sind ab Samstag, 11. Dezember, im VAG Kundenzentrum pluspunkt, Salzstraße 3, erhĂ€ltlich.

Baustellenverkehre

Auch das Jahr 2022 wird vom voranschreitenden Stadtbahnausbau im Bereich der Waldkircher Straße sowie der Sanierung verschiedener bestehender Streckenabschnitte geprĂ€gt sein.
 
 

Winzer am Tuniberg pflanzen 600 Rosen
Tuniberg Wein e.V. Vorstand Guenter Linser (c) Foto: M. Reinbold
 
Winzer am Tuniberg pflanzen 600 Rosen
Tuniberg Wein e.V. verschönert die Landschaft

Freiburg (mr). Der Besuch am Tuniberg bei Freiburg wird kĂŒnftig noch mehr zum Erlebnis. Die Winzer von Tuniberg Wein e.V. werden in den kommenden Tagen rund 600 Rosen pflanzen. Beteiligt sind Vertreter der acht beteiligten Winzergenossenschaften zwischen Freiburg und Breisach oder Gottenheim. Damit leisten sie erneut einen wesentlichen Beitrag zur besseren AufenthaltsqualitĂ€t in dieser beliebten Wein Region. Schon seit vielen Jahren sind hier das ganze Jahr Wanderer oder Radfahrer unterwegs. Ebenso belebt Tuniberg Wein e.V. mehrmals im Jahr den Tuniberg mit neuen Veranstaltungsformaten wie ein Pfingst-Feuer am Attilafelsen auf Gemarkung Breisach, einer Weinprobe mit mehreren Stationen an den Sonntagen im August oder das Herbst-Feuer am Attilafelsen auf Gemarkung Breisach. Diese Wein-Angebote fĂŒr die BĂŒrger und Urlauber sind natĂŒrlich 2022 wieder an der frischen Luft vorgesehen.
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LastenFrelo: Gut angekommen und gut angenommen
Egal ob fĂŒr Einkauf, Umzug oder als ungewöhnlichen Kinderwagen: Die seit dem 9. April angebotenen LastenFrelos dienen nicht nur fĂŒr viele Zwecke, sie sind auch durchaus beliebt und nachgefragt. Im ersten halben Jahr pendelten sich die Ausleihzahlen der 20 elektrisch unterstĂŒtzten LastenfahrrĂ€der bei rund 500 Ausleihen je Monat ein. Spitzenmonat war der Juni mit 575 Ausleihen. Unter den 15 Frelo-Stationen, an denen die Pedelecs ausgeliehen und zurĂŒckgegeben werden können (FreloPlus-Stationen), liegen die Stationen an der HĂ€ndelstraße und beim Studierendendorf Vauban an der Spitze.

Luisa Stenmans, Frelobeauftragte bei der Freiburger Verkehrs AG (VAG), ist mit den bisherigen Daten sehr zufrieden: „Die EinfĂŒhrung von LastenFrelo war erfolgreich. Die Zahlen zeigen, dass es dafĂŒr einen Markt in Freiburg gibt.“ An einer Stelle sieht Stenmans aber noch eine Verbesserungsmöglichkeit: “ Dass die LastenFrelos nur an einer der 15 dafĂŒr vorgesehenen FreloPlus-Stationen wieder abgegeben werden können, wissen noch nicht alle Nutzer*innen. Diese werden wir in Zukunft noch besser informieren.“

Bei einer Umfrage, die die Betreiberfirma nextbike online durchgefĂŒhrt hat, ergab sich ein interessantes Stimmungsbild. 20 Prozent der bei der Befragung Teilnehmenden sagten, dass sie sich wegen des neuen LastenFrelo-Angebotes bei Frelo registriert haben. Und 80 Prozent der Befragten erklĂ€rten das neue Angebot in Zukunft selbst einmal nutzen zu wollen. Auf die Frage, fĂŒr welche Zwecke ein LastenFrelo genutzt wurde lagen „EinkĂ€ufe“ sowie der „Transport von Kindern“ klar in Front. Genannt wurden aber auch „Umzug“ und „GepĂ€cktransport zum Bahnhof“. Ein nicht zu unterschĂ€tzender Nutzungszweck ist aber auch die Neugier, solch ein GefĂ€hrt einmal selber fahren zu wollen.
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VeterinĂ€rbehörde warnt vor GeflĂŒgelpest
GeflĂŒgelhalterinnen und -halter mĂŒssen vorbeugende Sicherheitsmaßnahmen verpflichtend einhalten

BĂŒrgerinnen und BĂŒrger werden gebeten, aufgefundene verendete oder kranke wildlebende Wasservögel und Greifvögel der VeterinĂ€rbehörde zu melden

Die GeflĂŒgelpest weitet sich wieder aus. Seit Mitte Oktober werden AusbrĂŒche der GeflĂŒgelpest bei Wildvögeln in Norddeutschland und Nordeuropa gemeldet. Am 19. November wurde das GeflĂŒgelpest-Virus bei verendeten SchwĂ€nen auch in Baden-WĂŒrttemberg nachgewiesen.

Durch den Vogelzug im Herbst und Winter können sich infizierte und kranke Wildvögel auch hier im SĂŒden niederlassen. FĂŒr die HausgeflĂŒgelbestĂ€nde besteht somit ein erhöhtes Risiko sich mit dem GeflĂŒgelpest-Virus zu infizieren. Auch ĂŒber den Zukauf von infiziertem GeflĂŒgel, das möglicherweise noch keine Symptome zeigt, besteht ein erhöhtes Risiko der Einschleppung in die BestĂ€nde. So wurden bereits im FrĂŒhjahr aus einem Haltungsbetrieb in Norddeutschland infizierte Tiere durch einen mobilen GeflĂŒgelhĂ€ndler an viele Kleinhaltungen in Baden-WĂŒrttemberg ausgeliefert, was zahlreiche AusbrĂŒche der GeflĂŒgelpest zur Folge hatte.

Das Amt fĂŒr öffentliche Ordnung rĂ€t deshalb allen GeflĂŒgelhalterinnen und -haltern vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen, damit die GeflĂŒgelpest sich nicht weiter ausbreitet. Die GeflĂŒgelhalterinnen und -halter mĂŒssen diese vorbeugenden Sicherheitsmaßnahmen verpflichtend einhalten.

Die stÀdtische VeterinÀrbehörde der Stadt Freiburg empfiehlt deshalb dringend:

- Der Kontakt mit Wildvögeln, unter anderem Spatzen, soll verhindert werden. Dies ist durch eine komplette Aufstallung der Tiere in einem geschlossenen Stall möglich. Bei einer Volierenhaltung mit Auslauf ins Freie sollte der Auslauf der Tiere durch eine geschlossene Überdachung beispielsweise mit einer Plane oder durch Bleche gegen den Eintrag von Wildvogelkot und der gesamte Auslauf mit einem engmaschigen Draht vor dem Eindringen von Wildvögeln gesichert sein. Auch sollten TrĂ€nke- und FutterplĂ€tze fĂŒr sĂ€mtliche Wildvögel unzugĂ€nglich sein. Futter, Einstreu und sonstige GegenstĂ€nde, die mit GeflĂŒgel in BerĂŒhrung kommen können, sind so aufzubewahren, dass ein Kontakt mit Wildvögeln ausgeschlossen ist.

- Zugang von fremden Personen beschrĂ€nken. Der Stall oder Auslauf sollte nur mit betriebseigener Kleidung betreten werden, um die Verschleppung des Erregers ĂŒber Kleidung und Schuhwerk zu verhindern.

- Allgemeine Hygienemaßnahmen einhalten. Wichtig sind
besonders die regelmĂ€ĂŸige Reinigung der HĂ€nde, vor allem vor
und nach dem Kontakt mit GeflĂŒgel, sowie die Reinigung und
Desinfektion der Stallschuhe vor und nach jeder Benutzung.

- MĂ€use und Ratten effektiv bekĂ€mpfen. Über MĂ€use und Ratten können Tierkrankheitserreger in den Bestand eingetragen und/oder verbreitet werden. Der Fachhandel bietet unterschiedliche BekĂ€mpfungsmöglichkeiten an.

- ZukĂ€ufe von GeflĂŒgel vermeiden oder minimieren. Auf ZukĂ€ufe von GeflĂŒgel ĂŒber GeflĂŒgelmĂ€rkte, GeflĂŒgelbörsen oder HĂ€ndler soll verzichtet oder zumindest auf ein absolutes Minimum beschrĂ€nkt werden. Überall dort, wo viele Vögel/GeflĂŒgel zusammen kommen, können auch Tierkrankheiten leichter ĂŒbertragen beziehungsweise in weitere TierbestĂ€nde verschleppt werden.

Bei Fragen können sich Tierhalterinnen und -halter an die stÀdtische VeterinÀrbehörde telefonisch unter 201-4965 oder per Mail an veterinaerbehoerde@stadt.freiburg.de wenden.

DarĂŒber hinaus werden die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger gebeten, aufgefundene verendete oder kranke wildlebende Wasservögel und Greifvögel der VeterinĂ€rbehörden zu melden. Die VeterinĂ€rbehörde organisiert das Einsammeln und Beproben verendeter Tiere, um die Verbreitung des Virus zu verhindern. Die Tiere und Tierkadaver sollten nicht berĂŒhrt, eingefangen oder vom Fundort verbracht werden, um eine weitere Verschleppung der Seuche zu vermeiden.
 
 

 
Radschnellweg RS 6 in Gundelfingen & Freiburg-ZĂ€hringen
Ja zur Westtrasse an der B 3 - Behinderungen im Osten verhindern

Gundelfingen und Freiburg i.Br., 25.11.2021. Bei den Planungen fĂŒr den Radschnellweg RS 6 durch Gundelfingen und Freiburg-ZĂ€hringen muss die Westtrasse an der B 3 Vorrang genießen. DafĂŒr setzen sich im Sinne einer nachhaltigen Verkehrswende VerbĂ€nde des BUND, BLHV und ECOtrinova ein. Es muss darum gehen, bereits bestehende Infrastrukturen zu nutzen und zu ertĂŒchtigen, Verkehrssicherheit zu gewĂ€hrleisten und im Sinne des Natur- und Artenschutzes sowie der Landwirtschaft Ressourcen zu schonen und den FlĂ€chenverbrauch so gering wie möglich zu halten.

Gundelfingen wird schon durch die Rheintalbahn sehr stark durchschnitten. Jetzt könnte die Radschnellstraße RS 6 fĂŒr geschĂ€tzt bis zu 12.000 Radler tĂ€glich die Lage noch verschĂ€rfen. Das planende RegierungsprĂ€sidium bevorzugt derzeit fĂŒr die Verbindung von Waldkirch und Emmendingen ĂŒber Gundelfingen nach Freiburg leider einseitig eine Trasse auf der Ostseite der Hauptbahnlinie, die den Ort weiter zerteilen wĂŒrde und auch nicht im Sinne der Verkehrssicherheit ist. Dabei gibt es insbesondere in Gundelfingen westlich der B 3 auf drei bis vier Kilometern LĂ€nge bereits asphaltierte Fahrwege, die fast ĂŒberall mindestens vier Meter breit sind und von Radfahrenden schon hĂ€ufig genutzt werden.

Den Fahrradverkehr attraktiver zu machen und fĂŒr eine entsprechende Infrastruktur zu sorgen, ist fĂŒr die Verkehrswende ein erstrebenswertes Ziel, das dem Klimaschutz dient. Bei der FĂŒhrung des Radschnellweges durch Gundelfingen gilt es aber unbedingt, folgende Aspekte zu beachten:

1. Die Ostvariante wĂŒrde in Gundelfingen den Personen-, Pkw- und Lieferverkehr zum Obermatten-bad, am Bahnhof, im Glotterpfadgebiet, zum Waldstadion, an der Waldstraße und nach Heuweiler schwer behindern, genauso wie die Buslinien durch Wildtal und zum Bahnhof. BeeintrĂ€chtigt wĂ€ren neben den Anwohnern auch der Waldkindergarten-, SchĂŒler-, FußgĂ€nger- sowie der ĂŒbrige Radverkehr.

2. Die Ostvariante wird in ZĂ€hringen von etlichen Akteuren abgelehnt, weil sie unvertrĂ€glich ist mit dem Bus- und Anliegerverkehr in der Wildtalstraße; Ă€ußerst problematisch sind die StraßeneinmĂŒndungen bei den BahnunterfĂŒhrungen Pochgasse und Reutebachgasse sowie ebenfalls in ZĂ€hringen der nicht behebbare steile Engpass am Burgdorfer Weg mit Kindergarten und SpaziergĂ€ngern.

3. Die Ostvariante weist starke Steigungen auf und ist an mehreren Stellen bei der Verkehrssicherheit gerade auch fĂŒr die Fahrradfahrer problematisch.

4. Wo bereits - wie mit der Westvariante der Fall - eine Infrastruktur besteht, sollte diese genutzt werden, um Ressourcen zu schonen und FlĂ€chen zu sparen. Es muss aus GrĂŒnden des Klima-, Boden- und Artenschutzes, wo immer es geht, vermieden werden, Wiesen und Äcker kilometerweit zu asphaltieren, die zudem unserer Versorgung mit regionalen Lebensmitteln dienen. Gerade auch deshalb „Nein“ zur Ostvariante in Gundelfingen.

5. Das RegierungsprĂ€sidium hat bisher völlig verkannt, dass die Westvariante ĂŒber die Zinkmattenstraße natĂŒrlicherweise auf den Freiburger Radschnellweg FR2 an der GĂŒterbahnlinie zusteuert, die Ostvariante dazu aber in ZĂ€hringen in sehr große Probleme gerĂ€t.

Schon ab Beginn der Mooswaldallee und ab Zinkmattenstraße beispielsweise können bei der Westvariante alle Ziele in Freiburg wie die Industriegebiete Nord und Freiburg-Hochdorf, die Uniklinik als grĂ¶ĂŸter Arbeitgeber, die Stadtmitte, alte und neue UniversitĂ€tsviertel, der Freiburger Westen und SĂŒden gut angefahren werden. Wer nach Gundelfingen will, kann von der Westvariante von verschiedenen Stellen aus die z.B. Ortsmitte und das Gewerbegebiet bestens erreichen.

6. Aufgabenstellungen zur Optimierung der Westvariante sind:
- ein einfacher Durchstich bei der BrĂŒcke nach Vörstetten, was den Weg um 400 bis 500 Meter verkĂŒrzt, viel sicherer und attraktiver macht,
- als Option ein eventueller neuer um 300 bis 400 Meter verkĂŒrzender Durchstich unter der B 294 (Autobahnzubringer Nord),
- eine Verbesserung bei der Gundelfinger GrĂŒnschnittstelle und bei der dortigen BachbrĂŒcke,
- Blendschutz auf gut zwei Kilometern LÀnge, wobei eine geringe Höhe reicht,
- Der Anschluss an die Zinkmattenstraße Richtung FR 2 wĂ€re durch einen Tunnel oder eine Ampelregelung zu lösen.

7. Das Gebiet LitzfĂŒrst auf der Ostseite der Bahn in Gundelfingen wurde durch einen BĂŒrgerentscheid von Bebauung freigehalten und zum Landschaftsschutzgebiet erklĂ€rt. Es sollte auf keinen Fall mit einem breiten Asphaltstreifen durch die Radschnelltrasse RS 6 zerschnitten und in seiner Funktion entwertet werden.

BUND: Ortsgruppe Gundelfingen, Ortsverband Freiburg, Kreisverband Emmendingen
Badischer Landwirtschaftlicher Hauptverband Ortsgruppe Gundelfingen-Wildtal
ECOtrinova e.V.
 
 

Vanilleprodukte: Viele Pasten und Extrakte enthalten kaum Vanille
(c) Stiftung Warentest
 
Vanilleprodukte: Viele Pasten und Extrakte enthalten kaum Vanille
Die meisten Vanillepasten und Vanilleextrakte enthalten – trotz anderslautender Werbeversprechen – kaum Vanille. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest nach ihrer ï»żUntersuchung von 42 Vanilleprodukten, darunter Pasten, Extrakte, Vanillezucker und Schoten. Einige Pasten und Extrakte versprechen, dass ein Teelöffel davon eine Vanilleschote ersetze. Doch der Test, der in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift test erscheint, zeigt deutlich, wie weit hier Werbung und RealitĂ€t auseinanderklaffen.

Die Vanillepasten und Extrakte sind zwar praktisch zu dosieren, enthalten aber vor allem Zutaten wie Invertzuckersirup, Agavendicksaft und Zucker, hingegen wenig Vanille. Anhand der Zutatenliste lĂ€sst sich das nicht erkennen. Man könnte meinen: je mehr Vanilleextrakt, desto mehr Vanille. Das stimmt aber nicht. Denn die Extrakte können beliebig verdĂŒnnt sein.

Die Stiftung Warentest empfiehlt, fĂŒr Besonderes wie Pannacotta oder Garnelengerichte Vanilleschoten zu verwenden. FĂŒrs Backen reicht oft Vanillezucker. Denn ganze Schoten sind im Schnitt viermal teurer. Der Vanillegehalt von drei der zehn untersuchten Zucker ist sehr gut oder gut. Die Besten sind ĂŒbrigens Bio-Produkte.

Was der Test der verschiedenen Vanilleprodukte außerdem zeigt: Die QualitĂ€t von Vanilleschoten lĂ€sst sich nicht am Preis ablesen. Zu den drei Testsiegerinnen gehören auch zwei vom Discounter. Beim Vanillezucker und bei den Extrakten stehen teurere Produkte vorn.

Den Test Vanilleprodukte gibt es in der ï»żDezember-Ausgabe der Zeitschrift test und unter ï»żwww.test.de/vanille.
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