oekoplus - Freiburg
Dienstag, 19. Februar 2019
  --- Besuchen Sie unser neues Informationsportal wodsch.de
Uhr
  •  


Verschiedenes

 
Banner auf der Wiwilibr√ľcke danken drei Millionen Radfahrenden
Einen Monat fr√ľher als 2017

50 Prozent Steigerung seit Z√§hlbeginn ‚Äď 10 Prozent mehr als im Vorjahr

√úber drei Millionen Radfahrende fuhren bislang in diesem Jahr √ľber die Wiwilibr√ľcke. Das Garten- und Tiefbauamt (GuT) hat daher zwei ‚ÄěDanke‚Äú-Banner √ľber die Wiwilibr√ľcke gespannt. Damit m√∂chte sich das GuT bei den vielen Radfahrenden bedanken, die Freiburg dank ihrer Begeisterung f√ľr das Radfahren zu einer lebendigen Fahrradstadt machen.

Im vierten Jahr wird nun die Drei- Millionen-Marke √ľberschritten. War dies in den letzten Jahren Mitte bis Ende November der Fall, wurde die Marke dieses Jahr fast einen Monat fr√ľher als bislang erreicht - wohl auch Dank des sch√∂nen langen Sommers.

Bislang fuhren √ľber 10 Prozent Radfahrende mehr √ľber die Br√ľcke als im Vorjahr. Durchschnittlich passierten den Z√§hler dieses Jahr t√§glich √ľber 10.500 Menschen mit dem Rad, an den Wochentagen Montag bis Freitag sogar fast 12.000. Der Spitzentag war mit erstmals √ľber 18.000 Radfahrenden am 8. Mai. Aktuelle Zahlen vom Vortag gibt es unter www.freiburg.de/radzaehldisplay.

Gegen√ľber dem ersten Jahr der Z√§hlungen in 2012 haben sogar √ľber 50 Prozent mehr Radler die Br√ľcke √ľberquert.
Das Land hatte die Z√§hl-S√§ule der Stadt zur Anerkennung Freiburgs als ‚ÄěFahrradfreundliche Stadt‚Äú geschenkt. Seitdem wurden von Jahr zu Jahr immer mehr Radfahrer gez√§hlt, in den letzten Jahren auch durch die nun bald zu Ende gehende Sperrung des Dreisamuferradwegs (FR1) in H√∂he der Kronenbr√ľcke beg√ľnstigt.

Insgesamt wurden seit Aufstellung der Z√§hls√§ule im April 2012 nun schon die beeindruckende Zahl von √ľber 20 Millionen Radfahrende gez√§hlt. Gegen√ľber gleichviel durchschnittlichen Autofahrten wurden so √ľber 10.000 Tonnen des klimasch√§dlichen Treibhausgases Kohlendioxid eingespart.

Im Vergleich von weltweit √ľber 220 anderen Rad-Z√§hlstellen dieses Herstellers nimmt die Wiwilibr√ľcke in Freiburg mit fast 1 Million Radfahrenden Abstand zum Folgenden den Platz 1 ein - vor Calgary (Kanada), Hamburg, Erlangen und M√ľnster .

Bei der Auswertung der Zahlen von der Wiwilibr√ľcke fanden die st√§dtischen Verkehrsexperten auch best√§tigt, dass die Freiburgerinnen und Freiburger ihr Verhalten flexibel an die Gegebenheiten anpassen: Vor dem Megasamstag im Mai hat die Stadtverwaltung angesichts vieler Baustellen aufgerufen, √ĖPNV und Rad zu nutzen. Das wirkte - knapp 15.000 Radfahrende fuhren an diesem Samstag allein √ľber diese Br√ľcke. Das waren erheblich mehr als an allen bisherigen Samstagen in den letzten Jahren, an denen bis zu rund 12.000 Menschen √ľber die Wiwilibr√ľcke fuhren.

An den anderen Zählstellen wurden in diesem Jahr bislang so viele Radfahrende gezählt:
FR1 Dreisam Hindenburgstraße: 2,2 Millionen
FR2 G√ľterbahn/Ferdinand-Wei√ü-Stra√üe: 655.000
FR3 Eschholzstraße/ Egonstraße. 835.000
Mehr
 

Europapark - Seilbahn √ľber den Taubergie√üen?
Quelle: BUND S√ľdlicher Oberrhein
 
Europapark - Seilbahn √ľber den Taubergie√üen?
Der st√§ndig expandierende Europapark Rust plant eine Seilbahn √ľber das Naturschutzgebiet Taubergie√üen. Wie immer, wenn in der "√Ėkoregion" S√ľdbaden Natur gef√§hrdet wird, wird solchen Projekten gerne ein "gr√ľnes M√§ntelchen" umgeh√§ngt und Greenwash betrieben.
Die Naturschutzverb√§nde und Planungsbeh√∂rden waren vom Vorsto√ü von Herrn Mack, einer der m√§chtigsten und einflussreichsten Personen in S√ľdbaden, √ľberrascht, und es gibt eine einhellige Ablehnung der badisch-els√§ssischen Umweltverb√§nde zu diesem Projekt.

Auch der BUND findet Seilbahnen besser als den bisherigen PKW Verkehr. Sinnvoll und vertretbar w√§re eine solche Seilbahn allerdings nur √ľber Nicht-Naturschutzfl√§chen zum n√§chstgelegenen deutschen Bahnhof. Aber bei den aktuellen Vor√ľberlegungen handelt es sich leider um eine Seilbahn √ľber eines der wichtigsten Naturschutzgebiete am Oberrhein. Es geht nicht um ein Entweder-oder, um ein ‚ÄěSeilbahn statt Auto-Verkehr‚Äú, sondern um Autoverkehr plus Seilbahn, denn an einen Wegfall der Kappler-F√§hre wird nicht gedacht. Es wird mehr, es muss mehr werden... Das ist eine der Grundregeln einer zutiefst selbstzerst√∂rerischen Gesellschaft in Zeiten des Klimawandels und der absehbaren Endlichkeit der Ressourcen. Die Verkehrsbelastung in den Parkgemeinden wird kurzfristig abnehmen und dann wieder zunehmen und zus√§tzlich kommt dann noch die Seilbahn. Und wenn Hunderttausende √ľber den Taubergie√üen schweben, dann wollen noch mehr Menschen im Naturschutzgebiet spazieren gehen. Bei Herrn Mack vom Europapark gibt es scheinbar keine Grenzen des Wachstums, im Naturschutzgebiet Taubergie√üen sind sie teilweise schon √ľberschritten.

Es gab bisher eine ‚Äěeinigerma√üen friedliche Koexistenz‚Äú zwischen dem Naturschutzgebiet und dem Park, ein trotz L√§rmzunahme immer noch ‚Äěwenig st√∂rendes‚Äú Nebeneinander von Natur und Freizeitgesellschaft. Eines der vielen Probleme des Parks ist der explodierende Fl√§chenverbrauch und die massive Ausbreitung Richtung Autobahn, eine Expansion, die jetzt auch mit der Seilbahn in¬īs Elsass getragen werden soll.

Eine Seilbahn √ľber eines der letzten gro√üen Naturschutzgebiete am Oberrhein k√∂nnte die winzige Restnatur wieder ein kleines St√ľck gef√§hrden. Die ganz gro√üen Zerst√∂rungen sind am Oberrhein politisch nicht mehr durchsetzbar. Heute wird mit Greenwash und dem Prinzip der Salamitaktik vorgegangen. Im Regierungsbezirk Freiburg sind nur knapp 3,4 % der Gesamtfl√§che noch Naturschutzgebiete. Wir erleben, wie die Medien aktuell √ľber das globale und regionale Artensterben und Naturverluste berichten und beobachten gleichzeitig in der "√Ėkoregion" Oberrhein immer heftigere Angriffe auf die verbliebene Restnatur. . Dazu geh√∂rt auch das krebsartige Wuchern des Europaparks und eine Europaparkisierung S√ľdbadens. Natur ist dann gut, wenn sie Geld bringt.

Jetzt wird auch gerne von Ausgleich f√ľr die geplante Naturzerst√∂rung gesprochen. Doch die Praxis des Ausgleichs in Deutschland ist leider gesetzeskonform l√§cherlich, wie der Ausgleich f√ľr den Freiburger Stadionsbau durch B√∂schungspflege am Kaiserstuhl gerade wieder gezeigt hat.

Der BUND sieht eine neue Seilbahn √ľber die Restnatur im Taubergie√üen √§u√üerst kritisch und ablehnend. Wir wissen allerdings, wie ungeheuer gro√ü die politische Macht von Herrn Mack ist, und wir kennen die Knief√§lle von Regionalpolitik und Beh√∂rden vor dieser Macht. Politisch sind Konflikte um den Europapark eigentlich immer schon von Anfang an verloren. Die einzige Hoffnung sind unabh√§ngige Gerichte.

Axel Mayer, BUND-Gesch√§ftsf√ľhrer
Mehr
 

 
Winterknospen von B√§umen ‚Äď Exkursion im Seepark
√Ėkostation Freiburg,
am 18.11.2018 von 14:00 bis 15:30
 
Wie können Bäume im blattlosen Zustand bestimmen werden? Am leichtesten, in dem man ihre Winterknospen genau betrachtet. Diese sind in Form, Farbe, Stellung am Ast, Knospenschuppenanzahl und Beschaffenheit sehr unterschiedlich. Bei einer Exkursion im Seepark-Gelände werden die Winterknospen der Bäume vorgestellt. Auch lernen Sie welche Knospen essbar sind, welche in der Volksheilkunde Anwendung fanden und wie sie heute wieder in der alternativen Medizin genutzt werden. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Exkursion findet bei jedem Wetter statt.

Referentin: Martine Schiller, Heilpflanzen-Expertin

Oekostation Freiburg, Falkenbergerstr. 21 B, D-79110 Freiburg
Mehr
 

 
NABU begr√ľ√üt Pl√§ne zum Einstieg in den Ausstieg von Glyphosat
Miller: Glyphosat hat keine Zukunft ‚Äď Bundeslandwirtschaftsministerin Kl√∂ckner ist gefordert

Berlin ‚Äď Der NABU begr√ľ√üt, dass Bundesumweltministerin Schulze das Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag beim Wort nimmt, innerhalb der laufenden Legislaturperiode den Glyphosat-Ausstieg dingfest zu machen. Hierf√ľr hat die Bundesregierung aus rechtlicher Sicht nur die M√∂glichkeit, den Glyphosat-Einsatz √ľber Anwendungsbeschr√§nkungen einzelner glyphosathaltiger Produkte bis 2023 schrittweise einzud√§mmen.

Laut Bundesumweltministerium sollen dabei so genannte biodiversit√§tsfreundliche Kompensationsfl√§chen eine entscheidende Rolle spielen, die im Acker- und Gem√ľseanbau auf zehn Prozent der Fl√§chen verpflichtend umgesetzt werden m√ľssen, wenn dort Glyphosat zum Einsatz kommt. Dar√ľber hinaus soll in den neuen Anwendungsauflagen festgeschrieben werden, dass sensible Gebiete vom Einsatz zwingend verschont und bei Gew√§ssern ein Mindestabstand von 20 Metern eingehalten werden muss.

Aus NABU-Sicht m√ľssen die vorgesehenen Kompensationsfl√§chen einen naturschutzfachlichen Mehrwert haben und zus√§tzlich zu den bereits verpflichtenden √Ėkologischen Vorrangfl√§chen umgesetzt werden. Aus Naturschutzsicht bieten sich hierf√ľr mehrj√§hrige und gen√ľgend breite Bl√ľhstreifen oder dauerhaft angelegte Brachfl√§chen an.

Miller: ‚ÄěNun liegt es an Bundeslandwirtschaftsministerin Kl√∂ckner, den Vorschl√§gen der Bundesumweltministerin zur schrittweisen Reduktion des Glyphosat-Einsatzes zuzustimmen. Da Frau Kl√∂ckner keine Gelegenheit verpasst, ihren Willen zum Schutz der biologischen Vielfalt zu betonen, sollte sie diese Chance nutzen. Ansonsten droht ihr ein empfindlicher Glaubw√ľrdigkeitsverlust.‚Äú

Es sei ein wichtiger Schritt, dass sich das Bundesumweltministerium f√ľr einen nachhaltigeren Umgang mit Pestiziden einsetzen will. Die Bundesregierung muss sich national f√ľr strengere Anwendungsauflagen f√ľr s√§mtliche Pestizid-Produkte und auf EU-Ebene f√ľr ein Zulassungsverfahren einsetzen, dass den Schutz der biologischen Vielfalt umfassend ber√ľcksichtigt. ‚ÄěDie Fehler, die bei der Zulassung von Wirkstoffen wie Glyphosat und Neonicotinoiden gemacht wurden, d√ľrfen sich nicht wiederholen‚Äú, so Miller.

Angesichts des alarmierenden Insekten- und Vogelsterbens m√ľsse der Einsatz von Pestiziden deutlich reduziert werden. ‚ÄěDas kann nur durch eine grundlegende EU-Agrarreform gelingen ‚Äď zu der die Bundesregierung immer noch keine klare Position hat. Nur dann erhalten Landwirte Anreize und Investitionshilfen zur Umstellung auf pestizidfreie oder -arme Bewirtschaftung‚Äú, so Miller.
Mehr
 

 
Umweltministerkonferenz
Insekten- und Gewässerschutz prioritär, ambitioniert und gemeinsam angehen

6. November 2018. Anl√§sslich der morgen beginnenden 91. Umweltministerkonferenz von Bund und L√§ndern appellieren die Naturschutzverb√§nde BUND, DUH, NABU, Gr√ľne Liga, WWF und ihr Dachverband Deutscher Naturschutzring in einem gemeinsamen Schreiben an die Umweltminister und -senatoren, die enormen Herausforderungen zum Insekten- und Gew√§sserschutz gemeinsam anzugehen und auf eine st√§rkere Koh√§renz und Integration der Ziele des Insekten- und Gew√§sserschutzes in √ľber die Umweltpolitik hinausreichende Politikbereiche und Gesetzgebungsvorhaben hinzuwirken.

‚ÄěDie Verschmutzung unseres Trinkwassers und das Massensterben unserer Insekten haben die gleiche Ursache: Eine verfehlte Landwirtschaftspolitik, die den massenhaften Eintrag von Pestiziden und D√ľngern f√∂rdert. Was wir brauchen, ist ein ressort√ľbergreifendes Sofortprogramm f√ľr eine vielf√§ltige und gesunde Natur! Wer die Gew√§sser rettet, rettet auch Insekten‚Äú, betont Kai Niebert, Pr√§sident des Deutschen Naturschutzrings.

"Die Problemlage ist klar, jetzt geht es um L√∂sungen. Wenn wir im Insekten- wie im Gew√§sserschutz etwas erreichen wollen, dann wird dies nur √ľber eine naturvertr√§glichere EU-Agrarpolitik funktionieren. Die Umwelt- und Agrarminister der L√§nder m√ľssen gemeinsam von Bundeslandwirtschaftsministerin Kl√∂ckner fordern, sich bei den derzeitigen GAP-Verhandlungen in Br√ľssel f√ľr ambitionierten Naturschutz und ausreichende Finanzmittel einzusetzen" stellt NABU-Bundesgesch√§ftsf√ľhrer Leif Miller klar.

‚ÄěGew√§sserrandstreifen sind f√ľr den Schutz der Wasserressourcen, aber auch als R√ľckzugsraum f√ľr Insekten von elementarer Bedeutung. Deshalb pl√§dieren wir f√ľr bundesweit einheitliche Gew√§sserrandstreifen von mindestens zehn Metern Breite, innerhalb derer die Ausbringung von D√ľngern und Pestiziden verboten ist,‚Äú f√ľhrt Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND, aus. Er fordert weiter: ‚ÄěUm alle Gew√§sser bis 2027 wieder in einen guten Zustand zu bringen, muss zudem der Umsetzungsstau bei den notwendigen Ma√ünahmen jetzt beendet werden. Auf Grundlage der Ma√ünahmenvorschl√§ge, die die Bund/L√§nder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) f√ľr die UMK erarbeitet hat, m√ľssen Bundesregierung und Bundesl√§nder einen gemeinsamen Aktionsplan erstellen, der klar darlegt, mit welchen Ma√ünahmen, Mitteln und Zust√§ndigkeiten die Wasserrahmenrichtlinie umgesetzt werden soll.‚Äú

Bundesgesch√§ftsf√ľhrer Sascha M√ľller-Kraenner von der DUH: ‚ÄěDie Bundesregierung muss ihr Nationales Aktionsprogramm zum Schutz von Gew√§ssern vor Verunreinigung durch Nitrat aus landwirtschaftlichen Quellen ausweiten. Das D√ľngerecht muss deutlich versch√§rft werden, damit sich betroffene Lebensr√§ume und Arten langfristig erholen k√∂nnen. Ebenso n√∂tig sind eine konsequente Anwendung des Bau- und Immissionschutzrechts durch die L√§nder sowie finanzielle Anreize, um Stoffeintr√§ge zu verringern. Ansonsten drohen eine Verurteilung Deutschlands durch den Europ√§ischen Gerichtshof und Strafzahlungen an die EU. Denn die Spatzen pfeifen es schon von den D√§chern: Der EU-Kommission gen√ľgen die von der Bundesregierung bisher ergriffenen Ma√ünahmen zur Reduzierung der Nitratbelastung nicht.‚Äú

‚ÄěPestizide zu reduzieren hilft Insekten und Gew√§ssern gleicherma√üen. Seit Jahren verschleppt die Bundesrepublik Deutschland, die Vorgaben der EU-Pestizidgesetzgebung umzusetzen. Der Nationale Aktionsplan Pflanzenschutz (NAP) muss endlich √ľberarbeitet werden, um Wirkung zu entfalten. Auch werden viele der in der Landwirtschaft eingesetzten Pestizid-Wirkstoffe von der Gew√§sser√ľberwachung gar nicht oder nur unzureichend erfasst. Es ist h√∂chste Zeit, im Rahmen der geplanten Ackerbaustrategie endlich eine Verpflichtung zu einer konsequent ressourcenschonenden landwirtschaftlichen Bewirtschaftungspraxis auf den Weg zu bringen‚Äú, kommentiert Michael Bender, Leiter der GR√úNE LIGA Bundeskontaktstelle Wasser.

Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz des WWF Deutschland stellt noch einmal die Wichtigkeit der Richtlinie heraus: ‚ÄěMit der WRRL k√∂nnen wir symbolisch zwei Fliegen mit einer Klappe sch√ľtzen. Um eine Verbesserung der Gew√§sser in Deutschland zu erreichen und auch die Gew√§sserrandstreifen mit Blick auf den Insektenschutz weiterzuentwickeln, ist die WRRL das zentrale Instrument. Wir brauchen daher ambitionierte Ma√ünahmen, mehr Geld und mehr Personal, damit die Umsetzung der WRRL zum Erfolg wird. Davon profitieren nicht nur unsere Gew√§sser, sondern auch viele gef√§hrdete Insektenarten.‚Äú
 
 

 
Neues Gesetz zur Planbeschleunigung macht es möglich, Umweltschäden zu vertusche
Miller: Gesetz ist ungeeignet, große Bauvorhaben naturverträglich und hochwertig zu planen

Berlin ‚Äď Das Gesetz zur Planbeschleunigung, das am 9. November den Bundestag passieren soll, ist nach Einsch√§tzung des NABU v√∂llig ungeeignet, das Ziel einer schnelleren, qualitativ hochwertigen Planung zu erreichen. Weil die schlechte Planung gro√üer Vorhaben rechtlich angreifbar ist, verbuchen Umweltverb√§nde in Verwaltungsgerichtsverfahren oft Erfolge. ‚ÄěLogisch und konsequent w√§re es, die Planung so zu verbessern, dass langwierige Verfahren vermieden werden. Stattdessen soll nun ein Gesetz verabschiedet werden, das hilft, Umweltsch√§den zu vertuschen. Es ist nicht hinnehmbar, dass Vers√§umnisse bei der Planung nun auch noch gesetzlich legitimiert werden‚Äú, sagt Leif Miller, Bundesgesch√§ftsf√ľhrer des NABU.

Gleichzeitig w√ľrden Umweltverb√§nde durch das Gesetz daran gehindert, eine unzureichende Planungspraxis wirkungsvoll rechtlich √ľberpr√ľfen zu lassen. Dabei ist mit der Aarhus-Konvention der Vereinten Nationen der ungehinderte Zugang zu Gerichten sowie eine ad√§quate Information und Beteiligung der √Ėffentlichkeit in umweltrelevanten Angelegenheiten auch von Deutschland v√∂lkerrechtlich anerkannt worden. ‚ÄěDas Gesetz ist der maximale R√ľckschritt f√ľr die Verbandsbeteiligung‚Äú, so Miller.

Dass zudem diskutiert wird, im Gesetzestext mit der Fehmarnbeltquerung ein konkretes Projekt zu benennen, zeige, wie Vorhaben zuk√ľnftig m√∂glichst st√∂rungsfrei abgewickelt werden sollen, obwohl sie √∂kologisch h√∂chst umstritten sind. ‚ÄěSo ein Vorgehen kennt man allenfalls aus politischen Systemen, deren Anspr√ľche an Demokratie, Transparenz und Beteiligung weniger ausgepr√§gt sind‚Äú, so Malte Siegert, Fehmarnbelt-Experte des NABU.

Der NABU fordert ein besseres Planfeststellungsrecht. Dieses beinhaltet eine fr√ľhzeitige Beteiligung der √Ėffentlichkeit und der Umweltverb√§nde, unabh√§ngige Planfeststellungsinstanzen und Gutachter sowie eine ernsthafte Pr√ľfung m√∂glicher Alternativen. Siegert: ‚ÄěAndernfalls bleibt der Schutz von Natur, Umwelt und Bev√∂lkerung nur ein politisches Lippenbekenntnis.‚Äú
Mehr
 

 
Nach dem Fischsterben im August wird der Waldsee ab nächster Woche entschlammt
Bisher wurden √ľber 8500 Muscheln geborgen, die nach der Entschlammung in den See zur√ľck kehren

Der Sommer 2018 war sehr lang und sehr trocken. Das hat sich in vielf√§ltiger Weise auch auf die heimische Tierwelt ausgewirkt. Eine Folge dieser Trockenheit war das Fischsterben im Waldsee Anfang August. Die Fische starben, weil die Wassertemperatur auf bis zu 26 Grad anstieg, wegen dem vielem Schlamm am Seegrund, aber auch weil der Waldsee keinen nat√ľrlichen Zulauf von k√§lterem Wasser aus h√∂her gelegenen Regionen hat. Dadurch fehlte es an Sauerstoff.

Weitere Untersuchungen ergaben, dass der Grund des Waldsees nach nunmehr 18 Jahren wieder einer Entschlammung bedarf, um der Eutrophierung vorzubeugen. Das hei√üt: Das Laub, das Jahr f√ľr Jahr in den Waldsee f√§llt, und das Futter, das Wasserv√∂geln gegeben wird, tragen viele N√§hrstoffe ein. Und diese zehren viel vom Sauerstoff, den die Tier- und Pflanzenwelt des Sees ben√∂tigt.

Daher hat das Garten- und Tiefbauamt (GuT) eine Fachfirma mit der Entschlammung des Waldsees beauftragt. Diese Arbeiten beginnen am n√§chsten Montag, 5. November. Der Schlamm wird mit einem Schwimmbagger entnommen, der das Sediment unter der Wasseroberfl√§che auf einer Breite bis zu 2,80 Meter schonend absaugt. Pro √úberfahrt werden bis zu 30 cm Sediment abgetragen. Weil bei diesem Verfahren kein Kettenbagger oder √§hnliches schweres Ger√§t zum Einsatz kommt, wird die Teichsohle gesch√ľtzt, und das Wasser muss nicht abgelassen werden.

Der Waldseeschlamm wird in geotextile Entw√§sserungsschl√§uche gepumpt, √ľber die sich Wasser und Schlamm nach und nach trennen. Das Schlammsediment wird stichfest, und am Ende ist eine wesentlich geringere Menge abzutransportieren, weil das heraus gefilterte Wasser in den See zur√ľckflie√üt. Zus√§tzlich wird das fl√ľssige Sediment erst durch den Einsatz der Filterschl√§uche transportf√§hig (mit Lkw). Bei diesem Verfahren kommen keine Polymere zum Einsatz. Daher gibt es keine zus√§tzliche Belastung des Gew√§ssers.

Die Entschlammung erfolgt Zug um Zug und wird bis Ende des Jahres abgeschlossen. Die Entw√§sserungsschl√§uche bleiben aber bis zum Fr√ľhjahr 2019 am √∂stlichen und n√∂rdlichen Ufer des Waldsees liegen, um das Sediment vollst√§ndig zu entw√§ssern. Nach Vorgaben des Umweltschutzamtes werden √∂kologisch wichtige Stellen, etwa die Lebensst√§tten f√ľr gesch√ľtzte Libellen oder die Kinderstuben der Waldsee-Salamander, beim Entschlammen ausgespart.

Da die Schläuche bis zu 35 Meter lang sind, werden sie so gelegt, dass die wandernden Amphibien ungehindert zu ihrem Laichgewässer gelangen können. Das Vorgehen ist mit dem NABU und dem Umweltschutzamt abgestimmt.

Zuvor wurden im Oktober die drei vorkommenden besonders gesch√ľtzten Muschelarten aus dem Waldsee geborgen. Dabei kamen √ľber 8.500 Schwanenmuscheln (Gro√üe Teichmuschel), 30 Gro√üe Flussmuscheln und 15 Malermuscheln zusammen; bis zum Beginn der Entschlammung werden es insgesamt wohl √ľber 10.000 Muscheln gewesen sein. Nach der Entschlammung werden sie in den See zur√ľck gesiedelt, damit sie weiterhin ihre f√ľr den Waldsee wichtigen Funktionen, etwa die N√§hrstoffreduzierung, √ľbernehmen k√∂nnen.
Die exotische Chinesische Muschel kam mit √ľber 50 Individuen vor und wird nicht wieder in den Waldsee eingesetzt.

Alle Muscheln wurden einzeln mit den Händen oder mit Keschern vorsichtig geborgen. Bei der letzten Entschlammung des Waldsees vor 18 Jahren wurden etwa 900 Muscheln geborgen.

Die Muschelbergung wurde vom Umweltschutzamt mit organisiert. Neben Mitarbeiterinnen des Amtes waren auch der F√ĖJ-ler des UWSA und ein freiwilliger Helfer von der Naturschutzjugend (NAJU) daran beteiligt. Die Stadtverwaltung bedankt sich f√ľr den ehrenamtlichen Einsatz. Die Bev√∂lkerung nahm regen Anteil an der mehrw√∂chigen Muschelbergung im Waldsee.

Damit die Muscheln sich weiterhin fortpflanzen können, werden auch entsprechende Wirtsfische in den derzeit fischlosen Waldsee eingebracht.
 
 

 
Alljährliche Baumfällaktion beginnt
Kranke und gesch√§digte B√§ume m√ľssen gef√§llt werden

Rund 50.000 Bäume werden regelmäßig kontrolliert

Freiburg. In K√ľrze beginnt die allj√§hrliche Baumf√§llaktion. Die Mitarbeiter des Garten- und Tiefbauamts (GuT) werden im gesamten Stadtgebiet einzelne kranke und gesch√§digte Parkund Stra√üenb√§ume f√§llen m√ľssen.

Bei Baumkontrollen haben die Mitarbeiter des GuT in den vergangenen Monaten die kranken und bruchgef√§hrdeten B√§ume ermittelt. F√ľr die entfernten B√§ume wird in der Regel ein neuer Baum gepflanzt, um den Baumbestand in Freiburg langfristig zu sichern.

Unter anderem m√ľssen in der Erwinstra√üe 9 Scheinakazien und in der Bertoldstra√üe 14 Scheinakazien wegen Stockf√§ule gef√§llt werden. Auch im Seepark m√ľssen rund 25 Mammutb√§ume gef√§llt werden, die durch die Trockenheit der letzten Jahre und Pilzbefall fast vollst√§ndig abgestorben sind. Weiter wird in der Andreas-Hofer-Stra√üe eine Platane wegen starker Schieflage und Wurzelverletzungen entfernt.

In den Parkanlagen werden die zu dicht wachsenden Geh√∂lze ausgelichtet. Daf√ľr m√ľssen einige B√§ume gef√§llt werden, damit die verbleibenden B√§ume besser wachsen k√∂nnen.

Alle B√§ume werden regelm√§√üig kontrolliert, ob sie noch verkehrssicher sind. In Freiburg gibt es rund 25.000 Parkb√§ume und ebenso viele Stra√üenb√§ume. Zwei Baumkontrolleure untersuchen die B√§ume und neun G√§rtner pflegen die etwa 50.000 B√§ume das ganze Jahr √ľber mit drei Hubsteigern; sie entfernen trockene und bruchgef√§hrdete √Ąste, f√§llen kranke und abgestorbene B√§ume und pflanzen anschlie√üend neue B√§ume.

Die Baumkontrolle findet in der Regel einmal jährlich statt, die Ergebnisse werden protokolliert. Zusätzlich gibt es im Stadtgebiet Freiburg rund 120 Naturdenkmale, die zweimal im Jahr kontrolliert werden. Das GuT arbeitet dabei eng mit der Forstwissenschaftlichen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität und externen Gutachtern zusammen. Nicht alle Schäden sind an den Bäumen ersichtlich. Durch die Kontrolle kann aber das Risiko wesentlich eingegrenzt werden.
 
 



Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 
24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 
47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 
70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 
93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 
116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 
139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 
162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 
185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 
208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 
231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 
254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 
277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 
300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 
323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 335 336 337 338 339 340 341 342 343 344 345 
346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 358 359 360 361 362 363 364 365 366 367 


Copyright 2010 - 2019 Benjamin Jäger