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Donnerstag, 20. Juni 2024
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Verschiedenes

 
Freiburg: Waltershofener See droht zu kippen
Wasser wird mit Sauerstoff angereichert
Stadtverwaltung reagiert unmittelbar: THW und Rettungstaucher im Einsatz

Am Waltershofener See besteht eine akute Sauerstoffunterversorgung – der See droht zu kippen, vereinzelt trieben dort heute schon tote Fische. Grund fĂŒr die Unterversorgung sind mehrere Ereignisse, die parallel stattfinden. Einerseits hat der natĂŒrliche Umschichtungsprozess des Sees begonnen. Durch den Temperaturabfall der Luft sinkt die Wassertemperatur an der OberflĂ€che des Sees. Dieses kĂ€ltere Wasser sinkt wegen der höheren Dichte ab und sauerstoffarmes Tiefenwasser strömt nach oben. Die aktuelle Windsituation begĂŒnstigt diesen Vorgang. Hinzu kommt, dass die Funktion der UmwĂ€lzanlage eingeschrĂ€nkt ist. Die AnsaugschlĂ€uche liegen am Grund des Sees und sind eingeschlammt.

Die Stadtverwaltung reagiert unmittelbar auf diese Lage. Das Technische Hilfswerk THW ist verstĂ€ndigt und wird den See mit Pumpen belĂŒften. Außerdem kommen die Rettungstaucher der Pinguine in den Einsatz. Sie sorgen dafĂŒr, dass die AnsaugschlĂ€uche wieder einsatzfĂ€hig werden.
 
 

 
GewÀsserschau am Hexenbach (Tiengen) am 7. November
und am Kretzbach/Neugraben (Opfingen) am 21. November

Faltblatt bietet Tipps fĂŒr GewĂ€sseranlieger

Das Garten- und Tiefbauamt (GuT) nimmt am Donnerstag, 7. November, gemeinsam mit dem Umweltschutzamt am Hexenbach (Gemarkung Tiengen) eine GewĂ€sserschau vor. Die Begehung startet an der Gemarkungsgrenze zu Schallstadt (GewĂ€sserkreuzung mit Autobahn A5). Dann geht es in Fließrichtung entlang der Landwirtschaftlichen FlĂ€chen und Ortsteil Tiengen, rund zwei Kilometer bis zum Ortseingang Opfingen.

Der weitere Verlauf des FließgewĂ€ssers (dann als Kretzbach/Neugraben benannt) in nördlicher Richtung am Ortsrand von Opfingen bis St. Nikolaus folgt am Dienstag, 21. November. Wenn das Wetter zu schlecht ist, gibt es einen Ersatztermin.

Bei einer GewĂ€sserschau geht es darum, das GewĂ€sser zu begutachten. Dabei werden auch die Ufer und das fĂŒr Hochwasserschutz und ökologische Funktion notwendige Umfeld miteinbezogen. So fallen Probleme und Gefahren auf, die dann beseitigt werden können: zum Beispiel die Lagerung von wassergefĂ€hrdenden Stoffen in der NĂ€he eines GewĂ€ssers oder Ablagerungen wie Komposthaufen und Holzstapel. Damit soll die GewĂ€sserschau auch Hochwasserrisiken verringern, denn abgeschwemmte Teile können BrĂŒcken und DurchlĂ€sse blockieren. Das fĂŒhrt dann zu RĂŒckstau und erhöhten WasserstĂ€nden.

FĂŒr die Begehung kann es notwendig sein, PrivatgrundstĂŒcke zu betreten. Als TrĂ€ger der Unterhaltungslast ist die Stadtverwaltung Freiburg dazu berechtigt.

Wer fĂŒr ein GrundstĂŒck an einem GewĂ€sser verantwortlich ist, muss einiges beachten. So muss innerorts ein GewĂ€sserrandstreifen von fĂŒnf Metern und außerorts von zehn Metern eingehalten werden. Dort ist die Nutzung eingeschrĂ€nkt und HĂŒtten, Treppen, Komposthaufen oder Abgrabungen sind gemĂ€ĂŸ §38 des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) und §29 des Wassergesetzes (WG) nicht erlaubt.

Das Faltblatt „Tipps und Informationen fĂŒr GewĂ€sseranlieger“ bietet RatschlĂ€ge fĂŒr einen nachhaltigen Umgang mit GewĂ€ssern am eigenen GrundstĂŒck. Außerdem erfahren die Leserinnen und Leser, wie sie einen Beitrag zum Hochwasserschutz leisten können.

Das Faltblatt gibt es entweder beim GuT oder direkt bei der WBW Fortbildungsgesellschaft zum Download online
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Ökotipp: Energie sparen in der digitalen Welt
Digitale Helfer und Spaßbringer gibt es inzwischen in fast allen Haushalten. Doch so manches GerĂ€t entpuppt sich als Stromfresser. Mit Smart Home und Streaming sind weitere Anwendungen in unsere Wohnzimmer gezogen. Doch sind sie auch sparsam?

Neue Technik verbraucht oft mehr Energie, als wir vermuten. Zum Beispiel frisst ein Router mehr Strom als ein kleiner KĂŒhlschrank. In unserem Ökotipp erfahren Sie, wie sie in der digitalen Welt Energie sparen können.
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Frelo wÀchst in Hochdorf und Hugstetten
(c) Seeger/ Stadt Freiburger Verkehrs AG
 
Frelo wÀchst in Hochdorf und Hugstetten
Dank des Engagements des Green Industry Parks, der FWTM und von sechs Unternehmen

Dank der Initiative des Green Indstry Park (GIP) und von sechs Unternehmen kann das Frelo-Netzwerk um eine Station am Bahnhof in Hugstetten sowie in Hochdorf an der Hanferstraße (an der Ecke Firma Bechtle) und in der Blankreutestraße, auf Höhe von Streck Transport, weiter ausgebaut werden.
Die zusĂ€tzlichen Frelo Standorte sind Teil der Umsetzung einer im „Roundtable MobilitĂ€t“ erarbeiteten MobilitĂ€tsstrategie. In Rahmen dieser Zusammenkunft ziehen sechs Unternehmen aus dem Gewerbegebiet Hochdorf zusammen mit dem GIP und der FWTM seit etwa einem Jahr an einem Strang. Koordiniert werden diese AktivitĂ€ten von Dirk Kron (Projektleiter GIP), der als Klimamanager fĂŒr das Gewerbegebiet Hochdorf und das Industriegebiet Nord zustĂ€ndig ist. „Dieses Modellprojekt soll dazu beitragen, dass Frelo Stationen kĂŒnftig fester Bestandteil der Infrastruktur in Gewerbe- und Industriegebieten werden“, erlĂ€utert Kron. „Unser Ziel ist es, an solchen Standorten die Freiburgerinnen und Freiburger darin zu bestĂ€rken, das Fahrrad zu nutzen.“

Laut dem Klimaschutzteilkonzept fĂŒr den GIP Hochdorf kommen derzeit etwa 74 Prozent der dort BeschĂ€ftigten mit dem Auto zu ihren ArbeitsplĂ€tzen. 15 Prozent reisen mit dem Fahrrad an und elf Prozent nutzen den Öffentlichen Nahverkehr. In der Summe werden rund acht Prozent aller in diesem Gewerbegebiet entstehenden COÂČ-Emissionen durch den Berufsverkehr verursacht.

Die Stationen werden in den kommenden drei Jahren durch die an dem Projekt beteiligten Partner finanziert. Im ersten Jahr ĂŒbernehmen die FWTM und der GIP die anfallenden Kosten, und fĂŒr den Rest der Laufzeit springen die hier ansĂ€ssigen Unternehmen Streck Transportgesellschaft, IT Systemhaus Bechtle GmbH, KOCH Freiburg GmbH, Karl Dischinger Fachspedition, Taifun Tofu GmbH und Sick AG ein. Die aktuelle BeschrĂ€nkung der Laufzeit ergibt sich aus der Tatsache, dass die Leistungen fĂŒr das Frelo-Leihsystem dann neu ausgeschrieben werden mĂŒssen.
„Die sechs genannten Unternehmen ĂŒbernehmen mit Ihrem Engagement Verantwortung fĂŒr das Gesamtgebiet und unterstĂŒtzen aktiv die StĂ€rkung der StandortqualitĂ€t“, sagt Dirk Kron. Um den Stationen zum Erfolg zu verhelfen werden die neuen MobilitĂ€tsmöglichkeiten seitens der Firmen auch durch Bannerwerbung beworben.

„Mit der Eröffnung der zwei neuen Frelo-Stationen im Industriegebiet Hochdorf und der Frelo-Station am Bahnhof Hugstetten setzen wir ein wichtiges Zeichen fĂŒr nachhaltige MobilitĂ€t in den Industriegebieten und fördern multimodale Wegeketten. Den Mitarbeitenden wird eine praktische und nachhaltige Möglichkeit zur VerfĂŒgung gestellt, die letzte Meile zur Arbeitsstelle zu ĂŒberbrĂŒcken,“ sagt Magdalena Schneider, die Leiterin MobilitĂ€tsmanagement bei der Freiburger Verkehrs AG (VAG). Ihr fĂŒr den Bereich Jobticket zustĂ€ndige Kollege Manual Konstanzer ergĂ€nzt: „Der Umstieg vom Auto auf den ÖPNV wird damit erleichtert und der Verkehr im Green Industry Park entlastet Damit tragen alle die, die Frelo nutzen aktiv zur Umsetzung des KlimamobilitĂ€tsplans bei.“

NatĂŒrlich sind die Frelos fĂŒr alle nutzbar, und nicht nur fĂŒr die BeschĂ€ftigten der sechs Unternehmen, die sich finanziell beteiligen.
 
 

 
Industrie muss schleunigst klimaneutral werden
- ohne die Natur noch weiter zu schwÀchen

KrĂŒger: Industrie gezielt, zeitlich begrenzt, vor allem naturvertrĂ€glich und klimaneutral fördern

Berlin,24.10.23 – Das Bundeswirtschaftsministerium hat heute die sogenannte Industriestrategie vorgestellt. Sie soll den Wirtschaftsstandort Deutschland stĂ€rken, den Wohlstand erneuern und fĂŒr mehr wirtschaftliche Sicherheit sorgen. Dazu kommentiert NABU-PrĂ€sident Jörg-Andreas KrĂŒger:

„Die Transformation der Wirtschaft in Deutschland muss heutigen und kĂŒnftigen Generationen ein gutes Leben ermöglichen. DafĂŒr muss krĂ€ftig investiert werden – auch in die Industrie. Doch der Bundeshaushalt ist knapp, die Bundesregierung versucht an allen Ecken und Enden zu sparen – auch beim Klima- und Naturschutz. Eine Industrieförderung mit der Gießkanne wĂ€re daher völlig fehl am Platz. Stattdessen mĂŒssen die Gelder gezielt, zeitlich begrenzt, vor allem aber naturvertrĂ€glich und klimaneutral einsetzen. Wenn wir nicht auf die Menschen und die Natur achten, bringt die beste Industriestrategie nichts. Deshalb darf auch der Ausbau von Straßen, Schienen und Stromnetzen nicht zu Lasten unserer Umwelt gehen. Durch den Abbau klimaschĂ€dlicher Subventionen könnte man erheblich mehr Mittel fĂŒr den Wandel zur KlimaneutralitĂ€t freisetzen.“

Neben einer zielgerichteten, natur- und sozialvertrĂ€glichen Industrieförderung fordert der NABU, die Planungs- und Genehmigungsbeschleunigung bei Projekten zum Infrastrukturausbau nicht einseitig auf Kosten von Umweltstandards und -prĂŒfungen voranzutreiben – auch um die Akzeptanz der Bevölkerung zu sichern. Ein wichtiger Schritt zur Beförderung einer klimaneutralen Industrie wĂ€re es, die öffentliche Beschaffung auf Nachhaltigkeit auszurichten und grĂŒne LeitmĂ€rkte zu schaffen. Die aufwendigen und kostenintensiven CCS-Technologien sollten ausschließlich dort angewendet werden, wo es tatsĂ€chlich keine alternativen Lösungen zur Vermeidung von CO2-Emissionen gibt. DarĂŒber hinaus sollte der Fokus ausschließlich auf grĂŒnem Wasserstoff, nicht Wasserstoff allgemein, liegen. Nicht zuletzt gelte es, die Industriestrategie mit ambitionierten Zielen und der Kreislaufwirtschafts-, Carbon Management-, Bioökonomie- und Biomassestrategie zu verzahnen.

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Mit mehr als 900.000 Mitgliedern und Fördernden ist der 1899 gegrĂŒndete NABU der Ă€lteste und mitgliederstĂ€rkste Umweltverband Deutschlands. Der NABU engagiert sich fĂŒr den Erhalt der Lebensraum- und Artenvielfalt, den Klimaschutz sowie die Nachhaltigkeit der Land-, Wald- und Wasserwirtschaft. Der NABU begeistert fĂŒr die Natur und fördert naturkundliche Kenntnisse fĂŒr ein aktives Naturerleben. Mehr Infos: www.NABU.de/wir-ueber-uns
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Freiburger Verkehrs AG vergibt MobilSiegel
(c) Patrick Seeger/VAG/Stadt Freiburg
 
Freiburger Verkehrs AG vergibt MobilSiegel
28 Unternehmen fĂŒr nachhaltige betriebliche MobilitĂ€t ausgezeichnet
OberbĂŒrgermeister Martin Horn, Landrat Hanno Hurth und Erster Landesbeamter Martin Barth ĂŒbergeben TrophĂ€en
Erste Firmen können sich 2024 rezertifizieren lassen

Das MobilSiegel als Auszeichnung fĂŒr klimafreundliche betriebliche MobilitĂ€t hat sich etabliert. An 58 Firmen oder Verwaltungen hat die Freiburger Verkehrs AG die TrophĂ€e in den vergangenen beiden Jahren vergeben. Nun kamen 28 weitere PreistrĂ€ger hinzu. Bei der Vergabefeier am Donnerstag, 19. Oktober, ĂŒbergaben Freiburgs OberbĂŒrgermeister Martin Horn, der Erste Landesbeamte Dr. Martin Barth (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) sowie Landrat Hanno Hurth (Landkreis Emmendingen) die TrophĂ€en und Urkunden.
Die Verleihung des MobilSiegels bietet den Unternehmen aus Freiburg sowie den Landkreisen Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald nicht nur eine öffentliche Anerkennung fĂŒr ihre BemĂŒhungen um nachhaltige MobilitĂ€tsangebote – als Vernetzungstreffen bietet die Veranstaltung MobilitĂ€tsverantwortlichen auch die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch mit den ausgezeichneten Unternehmen der Vorjahre.
„Wir stehen vor großen Herausforderungen, sei es der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, die Förderung multimodaler Wegeketten oder die Digitalisierung von MobilitĂ€tsangeboten. Dazu kommen mit der EinfĂŒhrung des Deutschland-Tickets VerĂ€nderungen der Tariflandschaft. Umso wichtiger ist es, dass wir gemeinsam mit den Firmen nach maßgeschneiderten Lösungen und innovativen Konzepten suchen“, betonte VAG-Vorstand Oliver Benz bei der Vergabefeier. „Das MobilSiegel belohnt die Firmen fĂŒr ihren Einsatz fĂŒr nachhaltige MobilitĂ€t.“
Der Erste Landesbeamte, Martin Barth, freute sich ĂŒber das große Interesse an der Auszeichnung: „Die wachsende Zahl an Bewerbern zeigt, dass das Thema betriebliches MobilitĂ€tsmanagement an Bedeutung fĂŒr die Unternehmen in der Region gewinnt. Es dient in Zeiten des FachkrĂ€ftemangels nicht nur zur Gewinnung von Mitarbeitenden durch Incentives, sondern ist - wie kreative Maßnahmenideen zeigen - auch ein Zeichen fĂŒr echte Überzeugung von der Notwendigkeit des Klimaschutzes“, erklĂ€rte Barth. „Dieses Engagement honorieren wir gerne, zumal es zu den Klimaschutzzielen des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald hervorragend passt.“
Landrat Hurth fĂŒhrte weiter aus: „Nachhaltige MobilitĂ€t ist der SchlĂŒssel, um verkehrsbedingte CO2-Emissionen zu senken. Wir sehen, dass Unternehmen im Landkreis Emmendingen sowohl bei den Pendlerwegen zur ArbeitsstĂ€tte als auch bei der MobilitĂ€t im Rahmen ihrer GeschĂ€ftstĂ€tigkeit innovative Ideen und Projekte umsetzen. Durch das MobilSiegel werden diese Beispiele sichtbar und können so in die Breite wirken.“
Bei der TrophĂ€e, dem MobilSiegel, selbst handelt es sich um ein zugeschnittenes SchienenreststĂŒck, das von den Auszubildenden der VAG bearbeitet wurde. Die Auszeichnung soll außerdem als Ansporn fĂŒr die Unternehmen dienen, ihre BemĂŒhungen in Sachen nachhaltige MobilitĂ€t weiter voranzutreiben. Nach drei Jahren haben die Unternehmen die Möglichkeit, sich rezertifizieren zu lassen. Diese Chance bietet sich Firmen, die das Siegel 2021 erhalten haben, im nĂ€chsten Jahr.
„Ihr Einsatz fĂŒr nachhaltige MobilitĂ€t ist nicht nur ein Gewinn fĂŒr unsere Stadt, sondern auch ein Vorbild fĂŒr andere Unternehmen und StĂ€dte“, hob OberbĂŒrgermeister Martin Horn die Bedeutung der Auszeichnung hervor. „Lassen Sie uns gemeinsam die Bedeutung einer nachhaltigen MobilitĂ€t fĂŒr unsere Gesellschaft hervorheben und auch weiterhin daran arbeiten, unsere StĂ€dte und Unternehmen zukunftsfĂ€hig zu gestalten“.

Hintergrund: Was ist das „MobilSiegel“?
Das MobilSiegel wird von der Freiburger Verkehrs AG im Auftrag der Stadt Freiburg und in Kooperation mit den Landkreisen Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald vergeben, um Unternehmen zu ermutigen, ihre MobilitĂ€tsstrategien zu ĂŒberdenken und Lösungen zu entwickeln, die sowohl den BedĂŒrfnissen der Mitarbeitenden als auch der Umwelt gerecht werden. Die Auszeichnung wird an Unternehmen verliehen, die sich durch vorbildliche Maßnahmen in den Bereichen Organisation, Infrastruktur sowie Marketing und Kommunikation auszeichnen. Dazu gehören beispielsweise die Förderung von umweltfreundlichen Verkehrsmitteln wie FahrrĂ€dern oder öffentlichen Verkehrsmitteln fĂŒr den Arbeitsweg, die Bereitstellung von Fahrgemeinschaften oder die UnterstĂŒtzung von Homeoffice-Optionen.
Nach drei Jahren kann sich das Unternehmen fĂŒr eine Re-Zertifizierung bewerben. FĂŒr eine Auszeichnung kann sich jedes Unternehmen aus der Region Freiburg unter www.mobil-siegel.de bewerben.

Diese Firmen erhielten im Jahr 2023 das MobilSiegel

AHP Merkle GmbH
Buchhandlung Baeuchle
Hella Gutmann Solutions GmbH
Mero OberflÀchentechnik GmbH
Norbert Schaub GmbH
regenold GmbH
Winterhalder Selbstklebetechnik GmbH
Kleyling Spedition GmbH
August Gschwander Transport GmbH
Becherer MöbelwerkstÀtten-Innenausbau GmbH
ebm-papst St. Georgen GmbH & Co. KG
Erich Burger GmbH
PLC2 Design GmbH
Sutter Medizintechnik GmbH
THIEME GmbH & Co. KG
Wehrle-Werk AG
FREYLER GmbH & Co. KG
Alexander BĂŒrkle GmbH & Co. KG
BVU Beratergruppe Verkehr + Umwelt GmbH
Implenia Construction GmbH
iOMEDICO AG
Sparkasse Freiburg- Nördlicher Breisgau
Volksbank Freiburg EG
Haufe Group
Rheintacho Messtechnik GmbH
geOps GmbH
highQ Computerlösungen GmbH
JobRad GmbH

zum Bild oben:
Bei den TrophĂ€en im Bild handelt es sich um ausrangierte SchienenstĂŒcke, die von den Azubi der Freiburger Verkehrs AG bearbeitet wurden.
(c) Patrick Seeger/VAG/Stadt Freiburg
 
 

 
Umwelttechnikpreis Baden-WĂŒrttemberg
Die Glassomer GmbH in Freiburg erhĂ€lt fĂŒr ihr Niedrigtemperatur-Verfahren zum Formen von Quarzglas den Sonderpreis der Jury

StaatssekretĂ€r Dr. Andre Baumann: „Dass sich Quarzglas mit dem Glassomer-Verfahren so energieeffizient herstellen und formen lĂ€sst, ist ein hervorragendes Beispiel dafĂŒr, dass energieintensive Branchen von Innovationen profitieren können.“

Klassisch wird Glas geschmolzen, geformt und nachbearbeitet. Der Schmelzpunkt von hochreinem Quarzglas liegt bei etwa 1.800 Grad Celcius, und da die Schmelzen dauerhaft auf Temperatur gehalten werden mĂŒssen, ist der Vorgang insgesamt sehr energieintensiv. Mit dem Glassomer-Verfahren lĂ€sst sich Glas auf Basis der Spritzguss-Technologie formen, wie sie bei der Verarbeitung von Kunststoff zum Einsatz kommt. Dabei wird mit Temperaturen bis maximal 130 Grad Celsius gearbeitet. Der Herstellungsprozess mit der Technik von Glassomer benötigt bis zu 60 Prozent weniger Energie gegenĂŒber herkömmlichen Verfahren.

StaatssekretĂ€r Dr. Andre Baumann: „Das Glassomer-Verfahren ĂŒberzeugt, weil es Glas ohne Schmelzen und Nachbearbeiten verfĂŒgbar macht – und zwar energieeffizient, einfach, schnell und nahezu beliebig geformt.“

Quarzglas – dem Standardglas ĂŒberlegen

Das Granulat wird aus Glaspartikeln produziert, die als Abfall bei der Herstellung von Glasfasern ĂŒbrigbleiben. Daraus erzeugtes, hochreines Quarzglas ist Standardglas in vielerlei Hinsicht ĂŒberlegen: von der hohen thermischen, mechanischen und chemischen Resistenz bis zu seiner Transparenz. Aufgrund der Freiheitsgrade bei der Formgebung, die erst durch das Spritzgießen möglich werden, lĂ€sst sich Quarzglas fĂŒr völlig neue Anwendungen wie beispielsweise als Linse fĂŒr LEDs einsetzen. Deren Lichtenergie konzentriert sich auf immer kleinere FlĂ€chen, was die TemperaturstabilitĂ€t bisheriger Kunststoff-Linsen ĂŒberfordert. Zudem ist Quarzglas durchlĂ€ssig fĂŒr UV-Strahlung, sodass die Linsen fĂŒr den Einsatz in UV-LEDs geeignet sind, die zur Sterilisation von FlĂ€chen zum Einsatz kommen. Ein weiterer neuer Anwendungsbereich sind mikrostrukturierte GlasflĂ€chen, die die Effizienz von Solarzellen steigern, weil sie weniger Sonnenlicht reflektieren.

Viele neue Anwendungsmöglichkeiten

Derzeit nutzt die Glassomer GmbH das patentierte Verfahren, um Prototypen und 6- bis 7-stellige Bauteilserien hochwertiger Quarzglas-Teile herzustellen. Auf Dauer soll dem Markt das komplette Verfahren verfĂŒgbar gemacht werden. „Unser Anliegen war und ist es, das Quarzglas neuen Anwendungen zugĂ€nglich zu machen,“ so Dr. Dorothea Helmer, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin bei Glassomer. „Das Potenzial, es industriell zu nutzen, ist mit unserem Verfahren vorhanden, weil es wirtschaftlich, ressourcenschonend und ohne toxische Chemikalien funktioniert.“

ErgÀnzende Informationen:

Das Ministerium fĂŒr Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-WĂŒrttemberg vergibt alle zwei Jahre den Umwelttechnikpreis Baden-WĂŒrttemberg. Der Preis soll fĂŒr hervorragende und innovative Produkte und Verfahren in der Umwelttechnik verliehen werden.

Das Preisgeld betrĂ€gt 100.000 Euro und wird auf vier Kategorien und einen Sonderpreis der Jury verteilt. Die Kategorien gliedern sich in „Energieeffizienz“,

„Materialeffizienz“, „Emissionsminderung, Aufbereitung und Abtrennung“ und „Mess-, Steuer- und Regeltechnik, Industrie 4.0“. Der Sonderpreis der Jury wird an ein Produkt innerhalb der vier Kategorien verliehen und orientiert sich an aktuellen umweltpolitischen Herausforderungen und technischen Erfordernissen.

Teilnahmeberechtigt sind Unternehmen mit Sitz oder einer Niederlassung in Baden-WĂŒrttemberg. Ausgezeichnet werden Produkte, die einen bedeutenden Beitrag zur Ressourceneffizienz und Umweltschonung leisten und kurz vor der MarkteinfĂŒhrung stehen oder nicht lĂ€nger als zwei Jahre am Markt sind.

Im Unterschied zum Umweltpreis, den das Ministerium seit 1993 vergibt, liegt die Zielrichtung des Umwelttechnikpreises auf einem Produkt oder Verfahren und dessen besonderen umwelttechnischen LeistungsfÀhigkeiten und nicht auf unternehmensinternen Prozessen.

Die Preisverleihung fand am 24. Oktober 2023 in der Schwabenlandhalle in Fellbach statt.

Über die Glassomer GmbH

Die Glassomer GmbH ist ein junges Unternehmen mit Wurzeln am Karlsruher Institut fĂŒr Technologie (KIT) und der UniversitĂ€t Freiburg. Der Entwicklung der energieeffizienten Herstellungsprozesse liegt jahrelange Spitzenforschung in Baden-WĂŒrttemberg zugrunde. Glassomer ist spezialisiert auf die Herstellung von technischen und optischen Bauteilen aus hochreinem Glas wie beispielsweise Linsen, Linsenarrays und mikrofluidischen Chips sowie den Glas 3D-Druck.
 
 

 
GewÀsserschau am Glasbach in Herdern
Faltblatt bietet Tipps fĂŒr Anliegerinnen und Anlieger

Das Garten- und Tiefbauamt (GuT) nimmt am Dienstag, 24.Oktober, gemeinsam mit dem Umweltschutzamt eine GewĂ€sserschau am Glasbach vor. Die Begehung startet im Oberlauf an der Bebauungsgrenze im Bereich Lochmatten. Dann geht es der Fließrichtung entlang parallel zum Waltersbergweg und zur Hauptstraße bis zur Habsburgerstraße. Wenn das Wetter schlecht ist, wird es einen Ersatztermin geben.

Durch die Begutachtung des Glasbachs und des Ufers kann das GuT Probleme identifizieren und beseitigen. Das ist auch fĂŒr den Hochwasserschutz wichtig. Zudem hĂ€lt das GuT Ausschau nach Gefahrenquellen wie Komposthaufen oder Holzstapeln sowie wassergefĂ€hrdenden Stoffen in der NĂ€he des GewĂ€ssers. FĂŒr die Begehung kann es notwendig sein, PrivatgrundstĂŒcke zu betreten. Als TrĂ€ger der Unterhaltungslast ist die Stadtverwaltung dazu berechtigt.

Wer fĂŒr ein GrundstĂŒck an einem GewĂ€sser verantwortlich ist, muss einiges beachten. So muss innerorts ein GewĂ€sserrandstreifen von fĂŒnf Metern eingehalten werden. Dort ist die Nutzung eingeschrĂ€nkt und HĂŒtten, Treppen, Komposthaufen oder Abgrabungen sind gemĂ€ĂŸ §38 des Wasserhaushaltsgesetztes (WHG) und §29 des Wassergesetztes (WG) nicht erlaubt.

Das Faltblatt „Tipps und Informationen fĂŒr GewĂ€sseranlieger“ bietet RatschlĂ€ge fĂŒr einen nachhaltigen Umgang mit GewĂ€ssern am eigenen GrundstĂŒck. Außerdem erfahren die Leserinnen und Leser, wie sie einen Beitrag zum Hochwasserschutz leisten können. Das Faltblatt gibt es entweder beim GuT oder direkt bei der Fortbildungsgesellschaft fĂŒr GewĂ€sserentwicklung zum Download
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