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Samstag, 10. Juni 2023
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Verschiedenes

 
Freiburg: Innovative Ausgleichsmaßnahmen fĂŒr das neue SC-Stadion
Seit einem Jahr entwickelt die Stadt Freiburg Magerrasen auf der Deponie Eichelbuck – erste Ergebnisse des Monitorings sind positiv

WĂ€hrend die Bauarbeiten fĂŒr das neue SC-Stadion auf Hochtouren laufen, werden auch die vielfĂ€ltigen Ausgleichsmaßnahmen dafĂŒr seitens der Stadt erfolgreich umgesetzt. Bereits vor Baubeginn hat die Stadt damit begonnen, ihre gesetzliche Verpflichtung zum Ausgleich umzusetzen.

Insgesamt wurden fĂŒr den Bau des neuen Stadions, die VerkehrsflĂ€chen und das TrainingsgelĂ€nde Ausgleichsmaßnahmen auf einer FlĂ€che von rund 70 ha festgesetzt. Darin enthalten sind Maßnahmen nach verschiedenen gesetzlichen Regelungen, wie der Eingriffsregelung nach Baugesetzbuch, dem Artenschutz nach Bundesnaturschutzrecht sowie Ersatzaufforstungen nach Waldgesetz.

Ein großer und wichtiger Teil des Ausgleichs ist zudem dem gesetzlichen Biotopschutz geschuldet. FĂŒr alle Ausgleichsmaßnahmen investiert die Stadt gut 10 Mio. Euro – davon sind rund 5 Mio. Euro fĂŒr den Magerrasenausgleich vorgesehen.

FĂŒr den Bau des neuen Stadions werden knapp 10 ha bodensaurer Magerrasen beseitigt, dieser muss aber aufgrund seiner hohen Wertigkeit auf 16 ha ausgeglichen werden. Bei der Suche und der Auswahl der FlĂ€chen fĂŒr den Magerrasenausgleich standen folgende Kriterien im Mittelpunkt: die fachliche Eignung des Standortes, eine große zusammenhĂ€ngende FlĂ€che, die rĂ€umliche NĂ€he zum Flugplatz und die Schonung landwirtschaftlicher FlĂ€chen. Folgende FlĂ€chen wurden daraufhin fĂŒr den Magerrasenausgleich ausgewĂ€hlt:
 8 ha auf der Deponie Eichelbuck
 5,3 ha am Flugplatz Bremgarten
 1,5 ha am Tuniberg
 und 1,2 ha am nördlichen Flugplatz


Die Ausgleichsmaßnahme am Eichelbuck ist nicht nur wegen der großen zusammenhĂ€ngenden FlĂ€che, der rĂ€umlichen NĂ€he zum Eingriffsort und dem kompletten Verzicht auf die Inanspruchnahme landwirtschaftlicher FlĂ€chen hervorragend geeignet. Sie ist vor allem wegen ihrer Standorteigenschaft eine der HauptsĂ€ulen des Magerrasenausgleichs fĂŒr das neue Stadion, weil ĂŒber der Deponieabdichtung ein bodensaurer Magerrasen unter der Verwendung der Magerrasensoden aus der Stadionbaustelle entwickelt werden kann.

Bei der Planung und Umsetzung waren und sind neben zahlreichen stĂ€dtischen FachĂ€mtern, der ASF und PlanungsbĂŒros auch mehrere Fachreferate aus der Umweltabteilung des RegierungsprĂ€sidiums unmittelbar beteiligt. Die GesprĂ€che und Planungen zu dieser außergewöhnlichen Idee einen Magerrasenausgleich auf einer Deponie umzusetzen, laufen bereits seit dem BĂŒrgerentscheid 2015. Elke Höpfner-Toussaint, Abteilungsleiterin Umwelt im RegierungsprĂ€sidium betont: „Die Ausgleichsmaßnahme am Eichelbuck ist innovativ, aber auch hochkomplex. Deswegen war die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Stadt Freiburg fĂŒr die Realisierung entscheidend.“ Bislang wurden in Zusammenarbeit der oben genannten Akteure und einer unabhĂ€ngigen Umweltbegleitung bereits 4 ha Magerrasen auf der Deponie hergestellt. Bis 2021 soll diese Maßnahme abgeschlossen sein.

Zentraler Inhalt des Ausgleichskonzeptes ist die Verwendung von Magerrasensoden und Saatgut aus den Magerrasenbiotopen des Stadionbaufeldes bzw. des Flugplatzes. Dabei werden die oberen 15 cm Magerrasen im Stadionbaufeld entnommen und „just-intime“ zum Einbau auf den Eichelbuck gebracht, um die typischen Pflanzenarten, aber auch Insekten direkt auf der AusgleichsflĂ€che etablieren zu können.

Und – der hohe Aufwand lohnt sich: Nach ersten MonitoringErgebnissen aus dem Jahr 2018 entwickeln sich die MagerrasenflĂ€chen auf der Deponie in Artenzusammensetzung und Vegetationsstruktur sehr positiv. „Die PflanzenbestĂ€nde zeichnen sich schon nach wenigen Monaten durch eine große Ähnlichkeit zu den Magerrasenbiotopen am Flugplatz aus“, freut sich Harald Schaich, stellvertretender Leiter des Umweltschutzamtes. „Dieser erste Erfolg spricht fĂŒr den Standort Eichelbuck und die aufwĂ€ndige SodenĂŒbertragung als Verfahren“, so Schaich. Typisch fĂŒr den Magerrasen sind zum Beispiel Thymian, Kleines Habichtskraut, Heidenelke oder Schafsgarbe. Die BodenverhĂ€ltnisse entsprechen laut Analyse vor allem in der NĂ€hrstoffarmut und hohen WasserleitfĂ€higkeit genau den VerhĂ€ltnissen am Flugplatz. Ähnlich positiv sind die ersten Ergebnisse aus 2018 fĂŒr die Heuschrecken – durch die SodenĂŒbertragung konnten zahlreiche gefĂ€hrdete Heuschreckarten ĂŒbertragen werden.

Damit sich die Magerrasenbiotope dauerhaft etablieren können, ist eine kontinuierliche fachmĂ€nnische Pflege wichtig. Dazu gehört eine mehrmalige Mahd ab Mitte Juni mit Abtragen des Mahdguts, um die FlĂ€chen dauerhaft nĂ€hrstoffarm zu halten. FĂŒr die Insekten sollen kĂŒnftig ĂŒber das Jahr Altgrasstreifen erhalten bleiben.

Die Ausgleichmaßnahmen am nördlichen Flugplatz und auch am Flugplatz Bremgarten sind bereits vollstĂ€ndig hergestellt. In Bremgarten wurde ein Teil der bisherigen Start-, Lande- und Rollbahn entsiegelt, damit hier schĂŒtzenswerter Magerrasen wachsen können.
 
 

 
Taifun-Tofu und [p3]-Werkstatt fördern berufliche Integration junger GeflĂŒchtete
Gemeinsam mit der gemeinnĂŒtzigen [p3]-Werkstatt unterstĂŒtzt die Taifun-Tofu GmbH GeflĂŒchtete in Freiburg auf dem Weg in eine Ausbildung in Industrie und Handwerk. Eine so genannte Einstiegsqualifizierung, die Praxis und schulisches Lernen kombiniert, bereitet die BerufsanfĂ€nger auf die deutsche Arbeitswelt vor.

Muhammed aus Gambia ist der Erste, der im Rahmen des Programms bei Taifun-Tofu eine Ausbildung absolvieren wird: zum Maschinen- und AnlagenfĂŒhrer, Fachrichtung Lebensmitteltechnik. Damit der Start im September gelingt, durchlĂ€uft Muhammed schon jetzt Praktika bei dem Tofuhersteller: Vier Tage pro Woche ist er in verschiedenen Abteilungen tĂ€tig, einen Tag erhĂ€lt er Unterricht in der [p3]-Werkstatt. Außerdem werden gemeinsame Lernziele vereinbart, etwa, welche Vorkenntnisse fĂŒr die Berufsschule notwendig sind. „Wir setzen auf individuelle Lösungen“, betont David Rösch, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der [p3]-Werkstatt. RegelmĂ€ĂŸig tauscht er sich mit Ralf Kuderer, Personalleiter bei Taifun, ĂŒber die Entwicklung des 20jĂ€hrigen aus. „Das Konzept ist sehr nachhaltig gedacht und bietet sowohl den GeflĂŒchteten als auch den Unternehmen konkrete Perspektiven bei der FachkrĂ€fteausbildung“, findet Kuderer.

Bevor es in die Unternehmen geht, werden die Jugendlichen mit Fluchterfahrung in der [p3]Werkstatt ein Jahr lang darauf vorbereitet; zur HĂ€lfte mit Deutsch- und Matheunterricht, zur HĂ€lfte mit Praxisarbeit in der Werkstatt. WĂ€hrend dieser Einstiegsqualifizierung können sie Vorkenntnisse in verschiedenen Berufen erwerben, vom Tischler, ĂŒber Elektrotechniker bis hin zum Maler und Lackierer. „Grundlage sind aber die weichen Kompetenzen,“ betont David Rösch. „PĂŒnktlichkeit und Eigenverantwortung sind wichtige Voraussetzungen dafĂŒr, in der deutschen Arbeitswelt zu bestehen.“ UnterstĂŒtzt werden die meist jungen MĂ€nner dabei von einem engagierten Betreuerteam aus Angestellten und Ehrenamtlichen, zu denen ebenso gelernte Handwerker wie angehende Lehrer gehören.

In Zeiten von FachkrĂ€ftemangel sind Initiativen wie die [p3]-Werkstatt fĂŒr Industrie und Handwerk wertvoll. Weil die GeflĂŒchteten mit guten Deutschkenntnissen und einer fachlichen Vorbildung in den Beruf starten, ist die Chance auf eine langfristige BeschĂ€ftigung und eine gelungene Integration hoch. Acht bis zehn Auszubildende lernen gleichzeitig bei der [p3]-Werkstatt, die Bewerberzahl ist groß.
Die [p3]-Werkstatt ist 2018 aus dem gemeinnĂŒtzigen Verein Stadtpiraten Freiburg e.V. hervorgegangen und kooperiert mit anderen Bildungseinrichtungen und dem Jobcenter. Die gemeinnĂŒtzige GmbH unter GeschĂ€ftsfĂŒhrer David Rösch trĂ€gt sich durch Auftragsarbeiten. Derzeit werden die RĂ€umlichkeiten in Freiburg ausgebaut, in Zukunft soll es Veranstaltungen und Netzwerktreffen geben.

Die Taifun Tofu GmbH wurde 1987 von Klaus Kempff und Wolfgang Heck gegrĂŒndet und zĂ€hlt heute rund 240 Mitarbeiter. Sie stellt in Freiburg im Breisgau TofuspezialitĂ€ten in Bio-QualitĂ€t her. GeschĂ€ftsfĂŒhrer sind Elisabeth Huber und Alfons Graf. Alleinige Gesellschafterin der Taifun-Tofu GmbH ist die heck-unternehmensstiftung.
 
 

 
NABU: "Rote Liste" der WelterbestÀtten wÀchst
Tennhardt: Westkaukasus bleibt auch nach Olympiade gefÀhrdet

Berlin/Baku - In Baku entscheidet noch bis zum 10. Juli 2019 das Gremium der Welterbekommission ĂŒber die Neuaufnahme von Natur- und KulturrĂ€umen in die Liste der UNESCO-WelterbestĂ€tten. 1.092 WelterbestĂ€tten aus 167 LĂ€ndern sind bislang ausgewiesen, nur 188 davon sind Naturerbegebiete. NABU-VizeprĂ€sident Thomas Tennhardt macht auf die zunehmende Bedrohung des Welterbes aufmerksam. "Der Erhalt des Kultur- und Naturerbes der Welt ist eine internationale Aufgabe und Herausforderung", sagte Tennhardt.

"Immer mehr WelterbestÀtten sind durch Massentourismus, Infrastrukturausbau, fehlendes oder schlechtes Management, den Klimawandel oder sogar Kriege bedroht", so Tennhardt weiter. Die "Rote Liste" der WelterbestÀtten wachse, aktuell seien 54 in Gefahr. Deutschland ist mit zwei Naturgebieten, den BuchenwÀldern und dem Wattenmeer, in der Welterbekonvention vertreten.

In den 1990-er Jahren hat der NABU mit UnterstĂŒtzung des Bundesumweltministeriums bei der Nominierungen der Weltnaturerbegebiete in Russland erfolgreich mitgewirkt, darunter das UNESCO-Weltnaturerbegebiet "Westkaukasus". Seit ĂŒber 25 Jahren setzt der NABU im Westkaukasus Projekte zum Schutz der BiodiversitĂ€t, Umweltbildung und Ökotourismus um. Doch auch das Weltnaturerbegebiet "Westkaukasus" ist in Gefahr: "BauplĂ€ne fĂŒr Skikurorte und Straßen bedrohen die international bedeutenden NaturrĂ€ume des Westkaukasus massiv. Zudem bricht die russische Regierung ihr Versprechen, die durch die Bauarbeiten fĂŒr die olympischen Spiele verursachte Naturzerstörung im Westkaukasus zu kompensieren", sagte Vitalij Kovalev, Leiter des NABU-Kaukasusprogramms.

Im Jahr 2014 wurde eine entsprechende Resolution vom russischen Umweltministerium verabschiedet. Neben der Erweiterung des bestehenden Gebietes um einzigartige UrwĂ€lder des angrenzenden Sotschi-Nationalparks sollte ein Vorschlag fĂŒr die Ausweisung einer wichtigen Pufferzone erarbeitet werden. "Der NABU fordert, diese fĂŒr den nachhaltigen Schutz des Welterbegebietes unabdingbaren Maßnahmen endlich umzusetzen. Nur so kann das einzige UNESCO-Welterbegebiet im gesamten Kaukasus langfristig erhalten werden", so Kovalev.

Im Rahmen seines Kaukasus-Weltnaturerbeprogramms hat der NABU fĂŒnf potenzielle Gebiete evaluiert, darunter hyrkanische ReliktwĂ€lder. Über die hyrkanischen WĂ€lder im Iran soll noch in dieser Woche entschieden werden. Der NABU plĂ€diert fĂŒr eine Aufnahme der WĂ€lder, dies sei ein wichtiger Schritt fĂŒr die internationale Zusammenarbeit mit der Region und den grenzĂŒbergreifenden Erhalt der weltweit einmaligen Waldökosysteme, die vor 20 Millionen Jahren entstanden sind.

Die Welterbekonvention ist das erfolgreichste Instrument zum Erhalt der bedeutendsten Kultur- und NaturstÀtten der Welt. Bereits 190 Staaten haben die Konvention ratifiziert.
 
 

 
Der Fuchs schĂ€tzt das Stadtleben – das fĂŒhrt zu Problemen
Forstamt und VeterinĂ€rbehörde nennen Verhaltensregeln zum Umgang mit FĂŒchsen

Schon das Kleinkind erfĂ€hrt aus MĂ€rchen, BĂŒchern, CDs: Der Fuchs, der ist schlau. Die SchlĂ€ue des modernen Fuchses (Vulpes vulpes) zeigt sich unter anderem darin, dass er vermehrt in die Stadt zieht. Auch in Freiburg gilt: StĂ€dtischer Siedlungsraum ist ein prima Lebensraum fĂŒr den Fuchs. Seine Anwesenheit fasziniert viele Menschen, kann aber auch zu Problemen fĂŒhren.

Deren grĂ¶ĂŸtes heißt „Abfall und Kompost“. Beides ist Fastfood fĂŒr StadtfĂŒchse. Komposthaufen, achtlos weggeworfene Sandwichs, Pizzareste am Straßenrand und frei zugĂ€ngliche FressnĂ€pfe von Haustieren bieten ihnen Futter im Überfluss. Der essbare Abfall von nur vier Haushalten kann einen einzigen Fuchs ernĂ€hren. ZusĂ€tzlich werden FĂŒchse oft aus falsch verstandener Tierliebe gefĂŒttert. Dadurch verlieren sie ihre Scheu und verursachen hĂ€ufig Probleme.

Dass FĂŒchse Krankheiten ĂŒbertragen, ist eine alte KĂŒchenweisheit. Sie gilt weiterhin – wenn auch in begrenztem Maße. Ja, FĂŒchse sind weiterhin ÜbertrĂ€ger der Tollwut. Deutschland ist jedoch seit Jahren tollwutfrei, von FĂŒchsen geht keine Ansteckungsgefahr mehr aus. Problematischer ist der Kleine Fuchsbandwurm. Die Eier dieses nur 3 Millimeter langen Bandwurms gelangen mit dem Fuchskot in die Umwelt. In seltenen FĂ€llen kann dieser Parasit beim Menschen eine schwere Leberkrankheit auslösen, wenn er ĂŒber verunreinigte Nahrung oder verschmutzte HĂ€nde Fuchsbandwurmeier aufnimmt.

Deshalb rĂ€t das Forstamt rechtzeitig zum Sommerbeginn dazu, aus gesundheitlichen GrĂŒnden vier Vorsichtsregeln zu beachten.
1. Waschen Sie Beeren, GemĂŒse, Salat und Fallobst vor dem Verzehr grĂŒndlich.
2. Tiefgefrieren tötet die Fuchsbandwurmeier nicht ab. Bei gekochten Nahrungsmitteln besteht jedoch kein Risiko mehr.
3. Hunde, die mausen, können TrĂ€ger des Fuchsbandwurms sein. Fragen Sie Ihren Tierarzt nach einem wirksamen Entwurmungsmittel fĂŒr eine regelmĂ€ĂŸige Behandlung Ihres Hundes. Katzen hingegen spielen bei der Übertragung kaum eine Rolle.
4. Falls FĂŒchse in Ihrem Garten Kot absetzen, entfernen Sie ihn mit einem PlastiksĂ€ckchen, das verknotet in der schwarzen Tonne (RestmĂŒll) landet. Fuchskot Ă€hnelt dem Kot eines kleineren Hundes und wird hĂ€ufig an erhöhten Stellen abgesetzt.

Die FuchsrĂ€ude tritt zurzeit in Freiburg und Umgebung verstĂ€rkt auf. Diese Hautkrankheit wird durch eine kleine Milbe verursachte und fĂŒhrt beim betroffenen Fuchs meist zum Tod. In seltenen FĂ€llen findet auch eine Übertragung auf Mensch oder Haustiere durch Fellreste von FĂŒchsen statt. Dank guter Therapiemöglichkeiten fĂŒr Hunde ist dies aber meist nicht problematisch.

FĂŒchse können nicht einfach aus der Stadt vertrieben werden. Die Sicherung von GebĂ€uden und privaten GrundflĂ€chen obliegt der Verantwortung ihrer EigentĂŒmer. Eine behördliche Verantwortung, innerhalb der Stadt die Populationen von Wildtieren zu regulieren, besteht nicht. Auch die JagdausĂŒbung ist in der Stadt verboten.

Um die Probleme mit den neuen Stadtbewohnern gering zu halten, bitten die Behörden um das Beachten von vier Verhaltensregeln:
1. FĂŒchse finden genĂŒgend Nahrung in der Natur, bitte fĂŒttern Sie sie nicht. Zahme FĂŒchse verursachen Probleme und werden deshalb geschossen.
2. Decken Sie Ihren Komposthaufen ab, damit er fĂŒr Tiere nicht zugĂ€nglich ist.
3. FĂŒttern Sie Ihre Haustiere nur im Haus und stellen Sie kein Katzen- und Igelfutter nach draußen.
4. Halten Sie Distanz, verscheuchen Sie aufdringliche FĂŒchse. Wer einen Garten in WaldnĂ€he besitzt, muss ihn einfrieden. Die FĂŒchse sollen ihre natĂŒrliche Scheu behalten.

Das Forstamt hat die BroschĂŒre „Wilde Tiere in der Stadt. Konflikte und LösungsansĂ€tze“ zum Wildtiermanagement in Freiburg herausgegeben. Sie benennt Ansprechpersonen und gibt Tipps zum Umgang mit Wildtieren in der Stadt. ErhĂ€ltlich ist sie in der RathausInformation und im Forstamt. Wer darĂŒber hinaus Fragen hat, erreicht das Forstamt unter Tel. 0761/201-6201 (Mo-Fr 8 bis 16 Uhr) oder www.freiburg.de/forstamt.

Ein Infoportal zu Wildtieren im Siedlungsraum bietet eine Webseite online ...
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VĂ€ssla kommt nach Freiburg
In guter Gesellschaft mit dem GrĂŒnhof!

VĂ€ssla, das Stockholmer E-Mobility Unternehmen kommt mit seinem VĂ€ssla 2 E-Roller nach Freiburg und geht eine strategische Kooperation dem Start-Up Hotspot GrĂŒnhof ein.
VĂ€sslas Ziel ist es, das Pendeln schneller, einfacher und umweltfreundlicher zu gestalten und will Pendler von vier auf zwei RĂ€der bringen. Damit soll vor allem das Problem des tĂ€glichen Pendelns in die GroßstĂ€dte gelöst werden. Eine Idee, die Fahrt aufgenommen hat. „In Stockholm verbringt ein Berufspendler durchschnittlich vier Wochen pro Jahr in seinem Auto. Unser Ziel ist daher so einfach wie genial: Zeitersparnis beim Pendel und nachhaltigen Verkehr zu kombinieren”, sagt Rickard Bröms, GeschĂ€ftsfĂŒhrer und GrĂŒnder von VĂ€ssla.

VĂ€ssla ist ein schwedisches E-Mobility Startup und wurde 2018 mit der Vision gegrĂŒndet, es nach der Arbeit „endlich zum Abendessen nach Hause zu schaffen“, statt auf seinem Heimweg im Stau oder Verkehrschaos der Öffentlichen Verkehrsmittel zu stecken. Im ersten GeschĂ€ftsjahr hĂ€tte VĂ€ssla bereits einen Marktanteil von 40% im Bereich E-Roller und ist MarktfĂŒhrer in Schweden. Das Unternehmen erwirtschaftete einen Umsatz von € 2 Millionen. Neben seinen innovativen E-Rollern hat das Unternehmen ebenfalls ein elektronisches E-Kickbike im Programm. VĂ€ssla will vor allem bei Pendeldistanzen zwischen 0 und 20 km punkten und Pendlern auf dem Weg in die GroßstĂ€dte eine nachhaltige Alternative zum herkömmlichen Verkehr bieten.

2019 expandiert VĂ€ssla nach Deutschland und Freiburg im Breisgau wird Roll-out Stadt. Partner fĂŒr die Lancierung des VĂ€ssla wird der GrĂŒnhof mit seinen 2 Standorten in den Innenstadt und am GĂŒterbahnhofsgelĂ€nde. “Freiburg als innovative Green City und seiner PrĂ€ferenz fĂŒr ZweirĂ€der ist selbstverstĂ€ndlich ist eine der ersten deutschen StĂ€dte, in denen VĂ€ssla verfĂŒgbar sein wird. Der GrĂŒnhof als Accelerator fĂŒr nachhaltige Start-ups und das dazugehörige Netzwerk waren unsere erste Wahl fĂŒr eine Kooperation in der Stadt. Gemeinsam wollen wir dabei helfen, die Verkehrgewohnheiten der Region zu verbessern” meint Dan Svensson, Chief Growth Officer bei VĂ€ssla.

Der GrĂŒnhof unterstĂŒtzt das Startup Unternehmen VĂ€ssla im Rahmen einer mit der FWTM geplanten Standortstrategie, bei der nationale und internationale Startups in der Region angesiedelt werden sollen, um Freiburg zu einem International attraktiven Hotspot fĂŒr Startups der Green Economy zu entwickeln.

Kostenlose probefahrten des neuen Modells VĂ€ssla 2 werden ab sofort ĂŒber den Gruenhof organisiert. Interessierte melden sich gerne unter: vassla@grunhof.org
 
 

 
Rad-Service-Station jetzt an der Radstation am Hauptbahnhof
Hilfe zur Selbsthilfe: Luftpumpe und Werkzeuge fĂŒr kleine Reparaturen am Fahrrad

Freiburg wurde letztes Jahr zum zweiten Mal vom Land Baden-WĂŒrttemberg zur "fahrradfreundlichen Stadt" gekĂŒrt. Dazu bekam die Stadt eine Rad-Service-Station geschenkt und stellte sie an der Ostseite der WiwilibrĂŒcke auf. Nach kurzer Zeit wurde diese aber durch Vandalismus so zerstört, dass sie nicht mehr funktionstĂŒchtig war.

Inzwischen hat das Garten-und Tiefbauamt die Station wieder repariert und der Radstation am Hauptbahnhof zur VerfĂŒgung gestellt.

Ab sofort können Radlerinnen und Radler am Eingang der Radstation (WiwilibrĂŒcke, Westseite) zu den Öffnungszeiten der dortigen Fahrradwerkstatt von 9 bis 18 Uhr kleine Reparaturen an ihrem Rad kostenlos selbst durchfĂŒhren. Das Rad kann an der Service-Station aufgehĂ€ngt werden, die mit dem ĂŒblichen Radwerkzeug und Luftpumpe ausgestattet ist. Wer sein Fahrrad nicht repariert bekommt, der kann sich beim Fahrradmechaniker der Radstation Hilfe holen.
 
 

 
NABU: Verspielt der Bauernverband die Zukunft seiner Mitglieder?
Miller: EU-Agrarverhandlungen bieten Chance fĂŒr natur- und sozialvertrĂ€glichen Umbau der Landwirtschaft - Fahrplan fĂŒr Umbau der Subventionen nötig

Berlin – Der NABU fordert den Deutschen Bauernverband zum Start des Deutschen Bauerntages in Sachsen auf, endlich die Chancen fĂŒr einen sozial und umweltvertrĂ€glichen Wandel der Landwirtschaft zu nutzen. Diese wĂŒrden bei den laufenden EU-Agrarverhandlungen geradezu auf dem Silbertablett prĂ€sentiert. Ein Fahrplan zum ökologischen Umbau der milliardenschweren Subventionen könnte den meisten Betrieben Planungssicherheit, eine wirtschaftliche Perspektive und gesellschaftliche WertschĂ€tzung zurĂŒckgeben. Das diesjĂ€hrige Motto „Wandel braucht VerlĂ€sslichkeit“ fĂŒhre der Bauernverband mit seiner Blockadehaltung jedoch bisher ad absurdum.

„Viele Branchen mĂŒssen sich in Zeiten von Klimakrise und Artensterben neu aufstellen. Aber wohl kaum eine hat dafĂŒr so viel Steuergeld zur VerfĂŒgung wie die Landwirtschaft. Leider nur theoretisch – denn statt in Lösungen fĂŒr den Wandel zu investieren, verhindert der Deutsche Bauernverband eine Umverteilung der derzeit knapp 60 Milliarden Euro EU-Subventionen“, sagt NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. „Durch sein Festhalten am verschwenderischen und umweltschĂ€dlichen System der pauschalen FlĂ€chenprĂ€mien verspielt der DBV die Zukunft vieler seiner Mitglieder.“ Der NABU wirft dabei der Bundesregierung vor, bei den Haushalts- und Agrarverhandlungen in BrĂŒssel der Linie der von DBV-PrĂ€sident Rukwied zu folgen und den Rat ihrer wissenschaftlichen Berater und der Rechnungshöfe zu ignorieren.

Bundesagrarministerin Julia Klöckner mĂŒsse nun den Mut haben, auch ohne Zustimmung des mĂ€chtigen Lobbyverbands DBV einen klaren Fahrplan fĂŒr die Umwandlung der pauschalen FlĂ€chensubventionen vorzulegen und auf EU-Ebene zu vertreten. JĂ€hrlich 15 Milliarden Euro mĂŒssten dabei konkret fĂŒr Naturschutzmaßnahmen fließen, damit sich der Erhalt der Artenvielfalt fĂŒr Landwirte auch lohne. HierfĂŒr mĂŒssten sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesfinanzminister Olaf Scholz in BrĂŒssel einsetzen, wo im Herbst ĂŒber den EU-Haushalt fĂŒr das nĂ€chste Jahrzehnt verhandelt wird.

Ein Fahrplan fĂŒr eine zukunftsfĂ€hige und nachhaltigere EU-Agrarpolitik, die kĂŒnftig die Leistung fĂŒr den Naturschutz statt rein pauschal die FlĂ€che honoriert, könne sich zudem positiv auf den Stellenwert der Landwirtschaft in der Gesellschaft auswirken, indem ihre wichtige Funktion fĂŒr den Erhalt der Kulturlandschaft wieder in den Blickpunkt rĂŒckt. Vermutlich wĂŒrden sich die Landwirtinnen und Landwirte dann auch wieder besser vom DBV und der Landwirtschaftsministerin vertreten fĂŒhlen. Eine forsa-Umfrage unter Landwirten zeigt, dass sich nur zwei Prozent der BĂ€uerinnen und Bauern vom DBV gut vertreten fĂŒhlen, 56 Prozent hingegen fĂŒhlen sich schlecht oder eher schlecht vertreten. Doch auch von Julia Klöckner fĂŒhlen sich zwei Drittel der Landwirte schlecht reprĂ€sentiert. Die Umfrage zeigt ebenfalls auf, dass 87 Prozent der Landwirte bereit wĂ€ren, mehr fĂŒr den Naturschutz zu tun, wenn dies entlohnt wĂŒrde.

Dass der DBV die Zukunft der Betriebe durch immer weitere Produktionssteigerungen sehe und Umweltproblemen vor allem mit technischen Hilfsmitteln begegnen wolle, werde laut NABU den AnsprĂŒchen der Gesellschaft und auch vieler Landwirte nicht mehr gerecht. Zu einer nachhaltigen Bewirtschaftung von GrĂŒn- und Ackerland seien pro Betrieb mindestens zehn Prozent nicht-produktiver naturnaher FlĂ€chenanteile notwendig. ZusĂ€tzlich mĂŒssten Extensivierungsmaßnahmen gefördert werden. In diesem Zusammenhang hat der NABU konkrete Forderungen an die zukĂŒnftige Ackerbaustrategie der Bundesregierung formuliert.

NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller: „Der DBV hat jetzt die Möglichkeit zu zeigen, dass er die Erwartungen und WĂŒnsche der Gesellschaft verstanden hat und sich auf den Weg hin zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft machen will. Dies bedeutet, dass wir vor allem mehr Raum fĂŒr die Natur in Form von Brachen, SĂ€umen und Hecken brauchen. Außerdem muss das Problem der ÜberdĂŒngung und zu hoher PestizideinsĂ€tze schnell und ehrgeizig angegangen werden. Bisher hat sich, wenn ĂŒberhaupt, nur die Rhetorik des DBV verĂ€ndert. GrundsĂ€tzlich schwingt bei allem aber immer noch eine Anspruchshaltung mit, die von gestern ist. Der Steuerzahler kann fĂŒr sein Geld mehr Umweltleistungen erwarten, nicht der Agrarsektor noch mehr Geld frei Haus vom Staat.“
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NABU: Steinhummel liegt zur Halbzeit beim Insektensommer vorn
ZÀhlen, was zÀhlt - Weniger Schmetterlinge gemeldet, Ausnahme Distelfalter

Berlin – Die Steinhummel liegt wie im Vorjahr zur Halbzeit der diesjĂ€hrigen großen bundesweiten NABU-InsektenzĂ€hlung vorn. Es folgen Honigbiene, Hainschwebfliege und auf Platz vier der Asiatische MarienkĂ€fer. Der heimische und bekannte Siebenpunkt-MarienkĂ€fer schafft es auch in diesem Jahr wieder nicht in die Top 20. Laut vorlĂ€ufigem AuszĂ€hlungsstand gingen die Schmetterlingssichtungen zum Vorjahreszeitraum um 40 Prozent zurĂŒck mit Ausnahme des Distelfalters, den Insektensommer-Teilnehmer dieses Jahr dreimal so oft gesehen haben wie 2018. Der farbenprĂ€chtige Falter ist einer der wenigen fast ĂŒber den ganzen Erdball verbreiteten Schmetterlinge. Jedes FrĂŒhjahr wandern die Distelfalter aus dem SĂŒden ein, mal sind es mehr, mal weniger.

Auch im zweiten Jahr des Insektensommers erkunden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am liebsten ihre unmittelbare Umgebung. Der am weitaus hĂ€ufigste ZĂ€hlort ist das nĂ€here Wohnumfeld, wie der eigene Garten oder Balkon, gefolgt vom Park. Bislang beteiligten sich ĂŒber 6.400 Insektenfans an der Aktion und gaben ĂŒber 3.600 Meldungen ĂŒber gesichtete Insekten ab.

„Im Zuge des Insektensommers erhalten wir zahlreiche Anfragen, was jeder direkt fĂŒr den Schutz von Insekten tun kann. Es freut uns, dass es eine offensichtlich grĂ¶ĂŸere SensibilitĂ€t in der Bevölkerung gibt und die Bereitschaft, dieser artenreichsten Tiergruppe vor der HaustĂŒr geeignete LebensrĂ€ume zu bieten“, sagt NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller. Mit der Mitmachaktion will der NABU die fleißigen Helfer der Ökosysteme ins Licht der Öffentlichkeit stellen. In Deutschland gibt es etwa 33.000 Insektenarten. Fast 90 Prozent aller Wild- und Kulturpflanzen sind auf die BestĂ€ubung durch Insekten angewiesen. Wissenschaftler haben in den vergangenen Jahren einen drastischen RĂŒckgang vor allem an Fluginsekten festgestellt.

„Große auffĂ€llige Insekten wie die Steinhummel oder Populationen wie Ameisen sind einfacher erkennbar, daher finden sie sich unter den hĂ€ufig gemeldeten Arten“, so NABU-Insektenexpertin Daniela Franzisi. „Der Asiatische MarienkĂ€fer steht in Konkurrenz zum heimischen Siebenpunkt-MarienkĂ€fer. Insgesamt wurden weniger Schmetterlinge erfasst.“ Das zeige sich am Beispiel des weit verbreiteten Kleinen Fuchses. Obwohl es ein sehr angepasster Schmetterling ist und seine Raupe auf der Brennnessel lebt, die fast ĂŒberall wĂ€chst, liegt er aktuell nur auf Platz 43 im Ranking. Im gleichen Zeitraum wurde er im Vorjahr mehr als doppelt so hĂ€ufig gesehen.

Mit Spannung blickt der NABU nun auf den nÀchsten ZÀhlzeitraum. Die nÀchste Insekten-ZÀhlung findet im Hochsommer vom 2. bis zum 11. August statt, wenn die Heuschrecken zirpen und Libellen fliegen.

Beobachten und zĂ€hlen ist fast ĂŒberall möglich: Garten, Balkon, Park, Wiese, Wald, Feld, Teich, Bach oder Fluss. Das Beobachtungsgebiet soll nicht grĂ¶ĂŸer sein als etwa zehn Meter in jede Richtung vom eigenen Standpunkt aus. GezĂ€hlt wird eine Stunde lang. Insektenbeobachtungen melden kann man unter www.insektensommer.de oder direkt von unterwegs per Smartphone ĂŒber die NABU-App „Insektenwelt“. Eine Besonderheit der App ist eine fotografische Erkennungsfunktion.

Die Daten der Aktion Insektensommer werden in Zusammenarbeit mit der Plattform www.naturgucker.de erfasst. Die Ergebnisse werden vom NABU ausgewertet und zeitnah veröffentlicht. Der Insektensommer findet dieses Jahr zum zweiten Mal statt. Im vergangenen Jahr beteiligten sich in beiden ZĂ€hlrĂ€umen zusammen genommen 18.000 Menschen mit ĂŒber 7.300 Beobachtungen.
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