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Dienstag, 21. Mai 2024
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Verschiedenes

 
NABU: Energetische Nutzung von Holz darf nicht weiter gef├Ârdert werden
Kr├╝ger: Holz in Kraftwerken zu verbrennen ist klimasch├Ądlich und setzt W├Ąlder unter Druck

Berlin, 24.11.2020 ÔÇô Am heutigen Internationalen Aktionstag gegen industrielle Bioenergie hat der NABU zusammen mit anderen Umweltschutzorganisationen einen Aufruf an die Bundesregierung ver├Âffentlicht, die weitere Expansion der industriellen Holzbiomasse-Energieproduktion zu unterbinden.

ÔÇ×Holz in Kraftwerken zu verbrennen ist nicht nur klimasch├Ądlich, sondern hat auch weitreichende negative Auswirkungen auf Wald-├ľkosysteme und Luftqualit├ĄtÔÇť, so NABU-Pr├Ąsident J├Ârg-Andreas Kr├╝ger, ÔÇ×Im Gegensatz zur landl├Ąufigen Meinung ist das Verfeuern von Holz nicht klimaneutral. Der ├╝ber Jahrzehnte im Baum gebundene Kohlenstoff wird auf einen Schlag wieder freigesetzt und tr├Ągt deutlich zum Treibhauseffekt bei. Es dauerte Jahrzehnte bis die W├Ąlder die Kohlenstoffemissionen aus energetischer Holz-Nutzung wieder aufholen. Dar├╝ber hinaus entsteht beim Verbrennen von Holz pro Energieeinheit mehr CO2 als beim Verbrennen fossiler Brennstoffe. Weiterhin massive ├Âffentliche F├Ârderung in die industrielle Holzverbrennung zu pumpen, ist ein Irrweg.ÔÇť

Hintergrund:

Die Bundesregierung plant noch im Jahr 2020 ma├čgebliche Gesetze und Verordnungen auf den Weg zu bringen, die die finanzielle F├Ârderung der energetischen Nutzung von Holzbiomasse in gro├čem Ma├čstab noch weiter steigern w├╝rde. Die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes wird im Bundestag beraten. Im Gesetzesentwurf ist eine h├Âhere F├Ârderung von aus Biomasse erzeugtem Strom vorgesehen und das j├Ąhrliche Ausbauziel soll von derzeit 200 MW auf dann 500 MW gesteigert werden. Bis Ende des Jahres will die Bundesregierung die Verordnung zur F├Ârderung f├╝r Erneuerbare W├Ąrme fertigstellen. Hier sind ebenfalls deutliche Anreize zur Nutzung von Holz als Energietr├Ąger vorgesehen. Im Rahmen des Kohleausstiegsgesetzes will die Bundesregierung bis Ende 2020 ein F├Ârderprogramm f├╝r die Umstellung von Kohlekraftwerken auf Biomasse auf den Weg bringen.
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Gewinner der Umweltpreise 2020 stehen fest
Klimaschutzpreis ÔÇ×Climate FirstÔÇť: Erster Preis an Gartencoop e.V., Terran e.V. belegt den zweiten Platz, der dritte Preis geht an Ifpro & fesa e.V.

Sonderpreis im Klimaschutz f├╝r Industrie und Gewerbe geht an Pfizer Manufacturing Deutschland GmbH

Naturschutzpreis: Erster Platz geht an NABU, den zweiten Preis erh├Ąlt der Winzerkreis Opfingen

Umweltbildungspreis anl├Ąsslich des Stadtjubil├Ąums erst- und einmalig an 9 Projekte vergeben

Die Gewinner der Umweltpreise 2020 stehen fest. Zum vierten Mal werden der mit 6.000 Euro dotierte Klimaschutzpreis ÔÇ×Climate FirstÔÇť und der mit 5.000 Euro dotierte Naturschutzpreis verliehen. Anl├Ąsslich des Stadtjubil├Ąums wurde erst- und einmalig ein Umweltbildungspreis ausgelobt, der jeweils mit 900 Euro dotiert ist und an 9 Projekte vergeben wurde.

Umweltb├╝rgermeisterin Gerda Stuchlik: ÔÇ×Besonders freue ich mich, dass sich in diesem Jahr so viele junge Menschen mit kreativen Ideen und Projekten beim Umweltbildungspreis eingebracht haben. Ich m├Âchte allen Preistr├Ągerinnen und Preistr├Ągern gratulieren und Ihnen f├╝r ihr ├╝berragendes Engagement danken. Nat├╝rlich bedaure ich es sehr, dass wir in diesem Jahr die Preise ausnahmsweise nicht im Rahmen einer Feierstunde pers├Ânlich ├╝bergeben k├Ânnen, dennoch hoffe ich, dass sich die Teilnehmenden durch die Preisvergabe in ihrem Engagement ermutigt und angespornt f├╝hlen. ÔÇť

Die pr├Ąmierten Wettbewerbsbeitr├Ąge im Detail

Der Jury geh├Âren Mitglieder des Gemeinderats, die Umweltb├╝rgermeisterin, die Amtsleitung des Umweltschutzamtes, die FWTM und mehrere Umweltverb├Ąnde an; sie entschied ├╝ber die Vergabe der Klimaschutz- und Naturschutzpreise.

Die 9 Umweltbildungspreise gehen an:

SolareZukunft e.V.: Fahrradkino
Der Verein SolareZukunft hat ein Klimaaktionskino entwickelt, bei dem mit Hilfe von Fahrr├Ądern, Strom erzeugt wird und Filme zu den Themen Klimaschutz und Energiewende abgespielt werden. Die Zielsetzung, m├Âglichst viele Menschen aller Altersstufen zu erreichen, gelingt durch die regelm├Ą├čigen Eins├Ątze des Fahrradkinos in Schulen, an Stadtfesten, Museumsn├Ąchten, Klimaschutzveranstaltungen, Messen, Festivals und Discos. Prominentes Einsatzbeispiel war der Earth Day 2018 in Freiburg, als mithilfe des durch die Fahrr├Ąder erzeugten Stroms die Erde auf das Rathaus projiziert wurde. Neben der Sensibilisierung f├╝r umweltfreundliche Energieerzeugung und deren Nutzung steht hierbei vor allem auch das Zusammenspiel von Bewegung, Kultur und Spa├č der Radlerinnen und Radler im Vordergrund. Der Weg, ├╝ber ein Fahrradkino, das Medium Film und Energieerzeugung zu kombinieren, wird von der Jury als auszeichnungsw├╝rdig bewertet.

Montessori Zentrum Angell: Green Campus Day
Das Montessori Zentrum Angell hat sich schon seit l├Ąngerem und umfassend dem Thema Nachhaltigkeit verschrieben. Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler aller Altersstufen und alle Lehrenden sind in vielf├Ąltige Themenbereiche eingebunden. Diese kommen aus dem Bereich Lebensstile, wie regionale und biolandzertifizierte Ern├Ąhrung in der Schulmensa, einem Bauernhofprojekt und einem Schulgarten, aber auch aus dem technischen Bereich, wie beispielsweise die Nutzung von ├ľkostrom und einer eigenen Solaranlage. ├ťber diese Aktivit├Ąten wurde den Sch├╝lerinnen und Sch├╝lern vermittelt, was an ihrer Schule im Bereich Klimaschutz und Nachhaltigkeit bereits getan wird. Als Reaktion haben die Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler eigenst├Ąndig eine ├ľko-AG gegr├╝ndet, um den Nachhaltigkeitsgrundsatz auf allen Schulebenen umzusetzen und weiter auszubauen. Gem├╝ndet ist die Arbeit im Green Campus Day, an dem die bereits umgesetzten Konzepte vorgestellt und im Rahmen eines schulischen Klimagipfels aller Klassen weitere, zukunftsf├Ąhige Strategien erarbeitet wurden. Die Jury ist von der Zusammenarbeit von Sch├╝lerinnen und Sch├╝lern unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Schularten und au├čerschulischen Partnern sehr beeindruckt und verleiht hierf├╝r den Umweltbildungspreis zum Freiburger Stadtjubil├Ąum.

Lessing Realschule: Klimateam
Die Lessing-Realschule hat das Projekt ÔÇ×KlimateamÔÇť ins Leben gerufen. Aus jeder Klasse bilden zwei Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler ein Team und fungieren als Energiemanager. Sie werden hierf├╝r von der Energieagentur Regio Freiburg ausgebildet und vermitteln mit ihrem Wissen in der jeweiligen Schulklasse energie-, klima- und ressourcenschonendes Verhalten. Ihr Wirken soll nicht nur in der Schule greifen, sondern auch zu umweltgerechten Verhalten ├╝ber das Schulumfeld hinausgehend motivieren. Dieses Projekt wirdvon der Jury aufgrund des unter Gleichaltrigen stattfindenden Wissensaustausch und Implementierung klimafreundlicher Verhaltensmuster als preisw├╝rdig bewertet.

UWC Robert Bosch College: CO2-neutrale Schule
Das UWC Robert Bosch College hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis Ende 2020 eine CO2-neutrale Schule zu werden. Unter Einbindung der Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler und dem Ansatz ÔÇ×Monitoring ÔÇô Reduktion ÔÇô KompensationÔÇť, soll dieses Ziel erreicht werden. Beispielhaft sei genannt, dass der Energieverbrauch des Internates selbst und der Co2-Aussto├č durch Reisen ermittelt werden. Ressourcen schonendes Verhalten wird erarbeitet und umgesetzt wie beispielsweise durch einen schulinternen Kleiderkreisel, den Tausch von Schulmaterialien. Es werden aber auch technische Ans├Ątze ermittelt. Geplant ist eine Kompensation durch die Finanzierung von Baumpflanzungen. Zudem soll das Potential, dass Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler in ihrenHeimatl├Ąndern mit dem in der Schule erworbenen Wissen als Multiplikatoren fungieren nach M├Âglichkeit ausgesch├Âpft werden. Auch wenn das Ziel ÔÇô Klimaneutralit├Ąt bis Ende 2020- aus Sicht der Jury unrealistisch erscheint, so wird doch der Weg dahin und die daf├╝r entwickelte Strategie zur Erreichung des Ziels mit dem Umweltbildungspreis ausgezeichnet.

F├Ârderverein Anne-Frank-Schule: Kleine Energieforscher
In Kooperation mit dem Frauenhofer ISE hat der F├Ârderverein der Anne-Frank-Schule das Projekt ÔÇ×Kleine EnergieforscherÔÇť ins Leben gerufen. Mit dem Projekt werden Schulkinder auf anschauliche und unterhaltsame Weise an das Thema Energie und Klimaschutz herangef├╝hrt. Es wird altersgerechte Wissenschaft zum Anfassen angeboten mit dem mittelfristigen Ziel in den Sch├╝lerinnen und Sch├╝lern das Interesse an den Themen zu wecken, Verst├Ąndnis f├╝r Nachhaltigkeit aufzubauen und vielleicht sogar k├╝nftig Forschende im Bereich umweltfreundliche Energiesysteme zu gewinnen. Das Konzept der spielerischen Vermittlung von Klimaschutzwissen hat die Jury ├╝berzeugt und wird deshalb pr├Ąmiert.

Goethe-Gymnasium: Klimaneutrale Schule
Das Goethe-Gymnasium hat sich das Ziel gesetzt, klimaneutrale Schule zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, haben die Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler analysiert, welcher CO2-Aussto├č durch die Schule im Betrieb, aber auch durch den Schulweg verursacht wird. Sie haben die unterschiedlichen Ursachen und m├Âgliche Gegenma├čnahmen betrachtet. Begonnen haben sie mit dem Schwerpunktthema Heizen. Sie haben elektronische Thermostate beschafft, wodurch sie bereits nennenswerte Energieeinsparungen erm├Âglicht haben. Zudem unterst├╝tzt die Sch├╝lerschaft durch Spenden die Aktion ÔÇ×Plant for the PlanetÔÇť. Als dritter Baustein haben sie Motto-Wochen unter dem Titel ÔÇ×NachhaltigkeitÔÇť durchgef├╝hrt, mit den Schwerpunktthemen Energie und Energiesparen. Auch wenn es sich hierbei nicht um ein neues Konzept handelt, so ist doch schon der aufgenommene Weg aus Sicht der Jury pr├Ąmierungsw├╝rdig.

ECOtrinova e.V.: Samstagsforum Regio-Freiburg
ECOtrinova e.V. hat sich mit seinem Samstagsforum Regio-Freiburg beworben. Es handelt sich hierbei um eine seit 2006 regelm├Ą├čig stattfindende Vortrags- und Bildungsreihe, die unter der Schirmherrschaft der Umweltb├╝rgermeisterin Gerda Stuchlik steht. Ein Gemeinschaftsvorhaben mit vielen, sehr engagierten Beteiligten, die es sich zum Ziel gemacht haben, umfassendes Wissen f├╝r eine ├Âkologische und nachhaltige Entwicklung zu vermitteln und dadurch die dringend notwendige Energiewende und den Klimaschutz voran zu bringen. Das Forum wendet sich an alle Interessierten, unabh├Ąngig von Alter, Geschlecht und Bildungsgrad. Alle Themen, die f├╝r die Zielerreichung erforderlich sind, wie Energie, Mobilit├Ąt, Konsum, Stadtentwicklung und Landwirtschaft, werden in diesem Format behandelt. Die Vielfalt der Themen, der unterschiedlichen Akteure, die Summe der erreichten Personen, aber ganz besonders auch die Kontinuit├Ąt, mit der das Samstagsforum durchgef├╝hrt wird, haben die Jury beeindruckt und werden deshalb mit dem Umweltbildungspreis gew├╝rdigt.

Stefanie Buchholz: Eichh├Ârnchen-Auffangstation
Seit 10 Jahren betreibt Frau Stefanie Buchholz die Eichh├Ârnchen-Auffangstation und k├╝mmert sich im Jahr um durchschnittlich 50 verletzte oder verwaiste Eichh├Ârnchen der europ├Ąischen Eichh├Ârnchenart bis zu deren anschlie├čenden Wiederauswilderung. Als Biologielehrerin nimmt sie ihre Sch├╝tzlinge mit in die Schule und erm├Âglicht ihren Sch├╝lerinnen und Sch├╝lern neben der Vermittlung von wertvollem Naturwissen praktische Erfahrungen durch hautnahes Erleben. Neben der Wiederauswilderung von Eichh├Ârnchen ist die erzieherische Arbeit im Sinne der Umweltbildung als wichtig und wertvoll gewertet worden, sodass die Jury hierf├╝r den Umweltbildungspreis zum Freiburger Stadtjubil├Ąum verleiht.

F├Ârderverein Reinhold-Schneider-Schule: Schulgarten-AG
Der F├Ârderverein Reinhold-Schneider-Schule f├╝hrt seinen bereits seit vier Jahren bestehenden Schulgarten durch eine noch intensivere Einbindung in den Unterricht weiter. In diesem Projekt sollen Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler von der Planung bis zur Umsetzung eine Dachfl├Ąchenbegr├╝nung zum Auffangen von Regenwasser anlegen, welches dann wiederum in einen Trockenbach eingespeist wird und in einem neugeschaffenen Kleinbiotop enden soll. Mit Unterst├╝tzung von einem p├Ądagogischen und planerischen Team und zwei Fachfirmen soll Sch├╝lerinnen und Sch├╝lern bereits im Grundschulalter neben handwerklichen Fertigkeiten und biologischem Fachwissen, unterschiedliche Naturerfahrungen erm├Âglicht und ein umweltfreundlicher Umgang mit der Natur aufgezeigt werden. Der p├Ądagogische Anteil der SchulgartenAG wird von der Jury hinsichtlich der Umweltbildung als sehr wertvolle und aufgrund des viele Jahre andauernden Engagements als sehr nachhaltige Projektarbeit angesehen und deshalb mit dem Umweltbildungspreis zum Freiburger Stadtjubil├Ąum ausgezeichnet.

Der Sonderpreis im Klimaschutz f├╝r Industrie und Gewerbe geht an:

Pfizer Manufacturing Deutschland GmbH
ÔÇÜOutstanding!ÔÇś hat ein Jury-Mitglied ausgerufen. Die Pfizer GmbH setzt seit 2010 kontinuierlich Ma├čnahmen um, die trotz einer Verdoppelung der Produktionsmenge den CO2-Aussto├č um 21 Prozent reduziert haben. Beispielhaft seien genannt: die Nutzung erneuerbarer Energiequellen wie Geothermie, Photovoltaik, W├Ąrme- und K├Ąlter├╝ckgewinnung auf dem Firmengel├Ąnde. Als Mitglied im GreenCityCluster steht sie dar├╝ber hinaus f├╝r Fachtouristen aus aller Welt offen. Davon profitiert, neben den anreisenden Delegationen, auch die Stadt Freiburg und ihr Ruf als ÔÇ×Umwelthauptstadt DeutschlandsÔÇť. Die Pfizer GmbH hat im Bereich Industrie und Gewerbe eine Vorbildfunktion erlangt und ist innerhalb des Konzerns Vorzeigebetrieb und setzt damit auch in anderen Teilen der Welt Ma├čst├Ąbe. All dies hat die Jury dazu veranlasst den Sonderpreis im Klimaschutz f├╝r Industrie und Gewerbe auszusprechen.

Klimaschutzpreise ÔÇ×Climate FirstÔÇť:

1. Preis Klimaschutz
geht mit 3.000 Euro an Gartencoop e.V.
Als solidarische und ├Âkologische Landwirtschaft versorgt der Gartencoop e.V. 266 Haushalte im Stadtgebiet mit regionalem und saisonalem Gem├╝se, das von angestellten G├Ąrtnerinnen und G├Ąrtnern im Raum Bad Krozingen angebaut wird. Der Ernteertrag wird mithilfe von Lastenr├Ądern vollst├Ąndig an die Mitglieder verteilt, so wird das Wegwerfen von Lebensmitteln und Plastikverpackung vermieden und CO2 eingespart. Neben der Sensibilisierung f├╝r einen klimafreundlichen Warentransport, erm├Âglicht dieses Konzept jedem Mitglied den Zugang zu einer hochwertigen, biologischen Nahrung und l├Ąsst den Verzehr von regionalem und saisonalem Gem├╝se zur Gewohnheit werden. Diese nachhaltige und klimafreundliche Arbeitsweise wird von der Jury mit dem 1. Preis im
Klimaschutz ausgezeichnet

2. Preis Klimaschutz
geht mit 2.000 Euro an Terran e.V.
Der Verein Terran e. V. verfolgt die Vision, f├╝r flugfreies
Reisen mit dem positiv besetzten Wort ÔÇ×terranÔÇť zu werben. Mit ÔÇ×terranÔÇť soll die Bewerbung und Thematisierung von flugfreien Reisen international kommuniziert und ein neuer Lebensstil entwickelt werden, der durch die Wahl von alternativen Fortbewegungsmitteln Mitmenschen zur Umsetzung begeistern soll. Durch terrane Reiseb├╝ros und Plattformen und verschiedene Veranstaltungen und Vortr├Ąge sorgt Terran e. V. f├╝r eine Etablierung von ÔÇ×terranÔÇť. Der Idee, ├╝ber Sprache einen Bewusstseinswandel zu bewirken, wird von der Jury gro├čes Potenzial zugetraut und deshalb mit dem 2. Preis im Klimaschutz gew├╝rdigt.

3. Preis Klimaschutz
geht mit 1.000 Euro an Ifpro & fesa e.V.
Das Institut f├╝r Fortbildung und Projektmanagement (ifpro) und der fesa e.V. erhalten f├╝r ihr berufsbegleitendes Fortbildungsprogramm ÔÇ×kommunales Energie- und KlimaschutzmanagementÔÇť aufgrund der herausragenden Bedeutung im Sinne der Klimaschutz- und Energiewendebildung den 3. Preis im Klimaschutz. In den 2020 bereits zum neunten Mal stattfindenden 180 Unterrichteinheiten in 13 Wochenendbl├Âcken werden den Teilnehmenden, die sich in dem Bereich Klimaschutz und Energiemanagement engagieren wollen, umfangreiches Grundlagewissen vermittelt und kommunale Handlungskompetenzen aufgezeigt. Durch die Kombination von Theorie, Referentinnen und Referenten aus der Praxis und Projektarbeit gelingt eine m├Âglichst vielseitige Schulung, die zu einer eigenst├Ąndigen Entwicklung und erfolgreichen Umsetzung von Energie- und Klimaschutzprojekten dienen
soll.

Naturschutzpreise:

1. Preis Naturschutz
geht mit 3.000 Euro an das NABU-Projekt ÔÇÜAlpenseglerÔÇś
Bereits seit 1990 ├╝berwacht und f├Ârdert der NABU durch fortw├Ąhrende Populationsstudien den Fortbestand des bedrohten Alpenseglers. Durch fachliche Beratung von Geb├Ąudeeigent├╝mern und Unterst├╝tzung beim Anbringen von geb├Ąudeintegrierten Nistk├Ąsten, versucht der NABU, Mensch und Tier ein friedvolles Zusammenleben zu erm├Âglichen. Von den Schutzma├čnahmen profitieren auch andere geb├Ąudebr├╝tende Vogelarten, wie beispielsweise der Mauersegler. Durch kontinuierliches Monitoring beliefert Matthias Schmidt vom NABU Naturschutzbeh├Ârden mit wertvollen Bestandsdaten und vermittelt in Freiburg vor Ort zwischen den Interessen von Bauherren, Eigent├╝rmern und Beh├Ârden und den Bedarfen der Alpensegler. Dieses Projekt wird im Sinne des Natur- und vor allem Artenschutzes als sehr wertvoller Beitrag gewertet und deshalb von der Jury mit dem 1. Preis im Naturschutz ausgezeichnet.

Winzerkreis Opfingen
2. Preis Naturschutz 2.000 Euro
Der Winzerkreis Opfingen e.V., ein Zusammenschluss von Winzern und Landwirten aus den Tuniberg-Ortschaften, hat es sich zur Aufgabe gemacht, durch eine kleinteilige und umweltschonende Bewirtschaftung und durch Umsetzung von vielen freiwilligen Umweltschutzma├čnahmen in ihren Weinbergen und L├Ąndereien, den Naturschutz in besonderer Weise voranzutreiben. Durch Reduktion von Pestizideinsatz, Verzicht auf chemisch-synthetische Insektizide, Vergr├Â├čerung des Bl├╝tensortiments und konkrete Artenschutzma├čnahmen, gelingt es ihnen, die hohe Biodiversit├Ąt und ein intaktes ├ľkosystem am Tuniberg nachhaltig zu erhalten und zu f├Ârdern. Bedrohte Tierarten wie verschiedene V├Âgel und seltene Wildbienen k├Ânnen sich aufgrund der errichteten Nistm├Âglichkeiten und dem vielf├Ąltigen Bl├╝hangebot niederlassen und fortpflanzen. Um ihr Wissen und ihre Bewirtschaftungsweise auch in anderen Wein- und Landwirtschaftsgebieten zu etablieren, wird jedes Jahr ein Winzerlehrlingstreffen veranstaltet und Themen wie Begr├╝nungsmanagement und umweltschonende Bewirtschaftungsweisen behandelt. Diese nachhaltige und von gro├čem und langj├Ąhrigem Engagement gepr├Ągte und insbesondere von Erfolg gekr├Ânte Arbeit und Vorbildfunktion wird von der Jury mit dem 2. Preis im Naturschutz gew├╝rdigt.
 
 

Freiburg: Vorfahrt f├╝r den Radverkehr
Fahrradstra├če in Freiburg / Foto: Daniel J├Ąger
 
Freiburg: Vorfahrt f├╝r den Radverkehr
Im Herbst werden acht Stra├čen zu Fahrradstra├čen umgewandelt
Wentzingerstra├če wird f├╝r den Autoverkehr unterbrochen

Ab November werden acht Stra├čen in der Freiburger Innenstadt, dem St├╝hlinger und zwischen Waldsee und Wiehre als neue Fahrradstra├čen ausgewiesen. Das bedeutet noch mehr Vorrang f├╝r den Radverkehr in Freiburg. Die Stra├čen liegen auf der Achse geplanter Rad-Vorrang-Routen und sind damit wichtiger Bestandteil der Verkehrswende. An einem zentralen Punkt Freiburgs wird es mit den neuen Fahrradstra├čen zu Einschr├Ąnkungen f├╝r den Autoverkehr kommen: Autos k├Ânnen die Wentzingerstra├če bald nicht mehr durchg├Ąngig befahren, der Abschnitt vor der Wiwilibr├╝cke ist f├╝r sie in Zukunft gesperrt.

ÔÇ×Das dichtere Netz an Fahrradstra├čen bedeutet mehr Vorfahrt f├╝r den Radverkehr, die verbesserte Verkehrsinfrastruktur ist ein weiterer Schritt zur Mobilit├ĄtswendeÔÇť, so Oberb├╝rgermeister Martin Horn.

In der Innenstadt werden die Belfortstra├če, die Rempartstra├če, die Wallstra├če und der Holzmarkt zu Fahrradstra├čen. So entsteht eine attraktive Achse f├╝r den Fahrradverkehr, die quer durch die Innenstadt f├╝hrt. Auf der anderen Seite der Gleise, im St├╝hlinger, wird diese Achse fortgef├╝hrt. Denn auch die Engelbergerstra├če wird zur Fahrradstra├če ÔÇô zun├Ąchst von der Wentzingerstra├če bis zur Eschholzstra├če. Zwischen Waldsee und Wiehre werden Hammerschmiedstra├če, Oberrieder Stra├če und Andlawstra├če zu Fahrradstra├čen. In St. Georgen wird au├čerdem die bestehende RadVorrang-Route FR 2 nach S├╝den durch eine neue Fahrradstra├če in den Hagelstauden verl├Ąngert.

ÔÇ×Die Verkehrswende ist eine gro├če Aufgabe, auch in Freiburg. Neben dem Klimaschutz hat die Sicherheit f├╝r Fu├čg├Ąnger und Fahrradfahrer stets gro├če Bedeutung. Wir ├╝berpr├╝fen und verbessern unser Netz kontinuierlich, um die Stadt weiter in Richtung Verkehr der Zukunft umzubauenÔÇť, sagt Baub├╝rgermeister Martin Haag.

Fahrradstra├čen bieten sich an, um dem Radverkehr im bestehenden Stra├čennetz bessere Bedingungen zu bieten. Die Stra├čen sind zun├Ąchst nur f├╝r den Radverkehr vorgesehen, es k├Ânnen auch Autos zugelassen werden ÔÇô sie sind dort dann sozusagen zu Gast. Damit die Stra├čen f├╝r Anlieger und Lieferverkehr weiter erreichbar bleiben, werden alle jetzt dazukommenden Fahrradstra├čen f├╝r den KFZ-Verkehr freigegeben. Hier gilt aber eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Stundenkilometern. Und Autos m├╝ssen sich an die Geschwindigkeit der Radfahrenden anpassen, die dort auch nebeneinander fahren d├╝rfen. Wie ├╝berall gilt aber auch hier: Gegenseitige R├╝cksichtnahme.

Es wird zudem weitere Einschr├Ąnkungen f├╝r den Autoverkehr auf einigen der neuen Fahrradstra├čen geben. So wird die Wentzingerstra├če auf H├Âhe des St├╝hlinger Kirchplatzes f├╝r den Autoverkehr unterbrochen. ├ähnlich verh├Ąlt es sich in den Hagelstauden, wo der s├╝dliche Teil der Fahrradstra├če f├╝r KfzVerkehr gesperrt wird. Auch der westliche Teil der Andlawstra├če bis zum Deichelweiherweg wird zur Einbahnstra├če und kann mit dem Auto nur noch von Westen aus angefahren werden.

Wo es m├Âglich ist, gilt f├╝r Fahrradstra├čen Vorfahrt. So kommen Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer schneller voran. Der Stra├čenzug aus Hammerschmied- und Oberrieder Stra├če wird gegen├╝ber allen Querstra├čen bevorrechtigt. Damit k├Ânnen Radfahrende k├╝nftig von Beginn des Pflegewegs an der Lindenmattenstra├če in Littenweiler bis zum Beginn der Wiehre an der M├Âslestra├če gem├╝tlich und sicher durchradeln.

Der Fahrradstra├čen-Herbst startet. In den kommenden Wochen sollen die einzelnen Stra├čen nacheinander ausgewiesen werden, die genauen Starttermine sind abh├Ąngig davon, was Witterung und Corona-Auflagen zulassen. Gem├Ą├č Zeitplan sollen Hammerschmied- und Oberrieder Stra├če Mitte November umgewandelt werden. Gegen Ende November kommt dann die Andlawstra├če an die Reihe. Es folgen die Belfortstra├če, Rempartstra├če, Holzmarkt und Wallstra├če sowie die Engelberger Stra├če und die Teilsperrung der Wentzinger Stra├če im Dezember. In den Stra├čen werden Piktogramme und Markierungen angebracht. Dann wird es zu tempor├Ąren Einschr├Ąnkungen des Verkehrs kommen. Das Garten- und Tiefbauamt bittet um Verst├Ąndnis.

Bislang gibt es 17 Stra├čen in Freiburg, die teilweise oder durchg├Ąngig als Fahrradstra├če ausgewiesen sind, jetzt kommen acht weitere hinzu. Die nun geplanten Fahrradstra├čen liegen dabei alle auf zuk├╝nftigen oder bestehenden Rad-Vorrang-Routen.
 
 

 
LandWERTschaft Tuniberg macht keine Corona-Pause
-Betriebe mit neuen Sonderaktionen weiter ge├Âffnet-

Die landwirtschaftlichen Betriebe rund um den Tuniberg bei Freiburg sind weiter f├╝r die Kunden pr├Ąsent. Darauf macht jetzt LandWERTschaft Tuniberg aufmerksam. Bei vielen Hofl├Ąden oder Winzerh├Âfen gibt es sogar Sonderaktionen. Vor Ort werden nat├╝rlich die Corona Bestimmungen eingehalten.

Damit sich die Kunden informieren k├Ânnen werden ├╝ber www.landwertschaft-tuniberg.de zahlreiche Betriebe mit ihren Angeboten sowie ├ľffnungszeiten vorgestellt. Dazu gibt es teilweise auch die M├Âglichkeit sich die Produkte bequem liefern zu lassen.

Gerade vor Weihnachten sind viele einmalige selbst produzierte Artikel erh├Ąltlich. Diese eignen sich auch bestens f├╝r Geschenke oder gar einen Gutschein.

Ein Besuch am Tuniberg ist also immer ein sch├Ânes (Einkaufs-) Erlebnis.
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Start der Offshore-Koalition
Windenergieausbau und Naturschutz in Einklang bringen

Kr├╝ger: Ausbau der Offshore-Windenergie muss sich an den ├Âkologischen Belastungsgrenzen der Meere orientieren

Berlin/Br├╝ssel, 16.11.2020 ÔÇô Heute wird die europ├Ąische Offshore-Koalition zum Schutz der Meere beim Ausbau der Windenergie auf See gegr├╝ndet. Die europ├Ąische Arbeitsgruppe arbeitet einen gemeinsamen Ansatz aus, der Naturschutz und Klimaschutz beim Ausbau der Offshore-Windkraft in Einklang bringen soll.

Zu den Gr├╝ndungsmitgliedern geh├Âren neben dem NABU weitere Nichtregierungsorganisationen, Vertreter der europ├Ąischen Windindustrie, ├ťbertragungsnetzbetreibern und Hersteller sowie die Renewables Grid Initative. In einer gemeinsamen Absichtserkl├Ąrung legen sie den Grundstein f├╝r die zuk├╝nftige Zusammenarbeit.

ÔÇ×Offshore-Windenergieanlagen leisten einen wichtigen Beitrag, die Klimaziele zu erreichen. Gleichzeitig bergen sie Risiken f├╝r Meeress├Ąugetiere, Fische sowie Zug- und Rastv├Âgel, insbesondere dann, wenn sie an naturschutzfachlich ung├╝nstigen Standorten gebaut werden. Schon jetzt befinden sich die europ├Ąischen Meere in einem schlechten ├Âkologischen Zustand. Wir m├╝ssen dringend Wege daf├╝r finden, wie die ├Âkologischen Belastungsgrenzen der Meere beim Offshore-Windenergieausbau eingehalten werden k├Ânnen. Das geht nur, wenn wir besser verstehen, wie empfindlich Lebensr├Ąume und Arten gegen├╝ber Windenergieanlagen, aber auch anderen Eingriffen des Menschen sind. Die immer intensiver werdende Nutzung der Meere durch Schiffsverkehr, Fischerei oder Kies- und Sandabbau muss deutlich zur├╝ckgefahren werden und wir m├╝ssen die Meeresschutzgebiete und ├Âkologische Hotspots von Nutzungen freihaltenÔÇť, so NABU-Pr├Ąsident J├Ârg-Andreas Kr├╝ger.

Aktuell liegt die Leistung der Offshore-Windenergie in der EU bei mehr als 12 Gigawatt. Die EU-Kommission sieht gro├čes Potenzial f├╝r einen Ausbau in der Zukunft. In zwei Tagen m├Âchte sie ihre neue Strategie f├╝r Erneuerbare Energien auf See vorlegen: ÔÇ×Die kommende EU-Strategie f├╝r Erneuerbare Energien auf See muss die Energiewende naturvertr├Ąglich gestalten. Energieeffizienz und ein geringer Rohstoff- und Energieverbrauch m├╝ssen die h├Âchste Priorit├Ąt haben. Wenn die Europ├Ąische Union hohe Ausbauziele f├╝r Offshore-Windenergie veranschlagt, m├╝ssen andere industrielle Nutzungsformen der Meere zur├╝ckstecken, um Platz f├╝r die Windenergie zu schaffenÔÇť, so Verena Bax, Referentin f├╝r europ├Ąischen Klimaschutz beim NABU. ÔÇ×Gesunde Meere sind Verb├╝ndete in der Klimakrise. Klimaschutz und Naturschutz m├╝ssen beim Ausbau der Offshore-Windenergie Hand in Hand gehen. Die Zusammenarbeit in der Offshore-Koalition kann dabei helfen, Konflikte zu l├Âsen und Positionen zusammenzuf├╝hren, so dass uns die naturvertr├Ągliche Energiewende gelingen kann.ÔÇť

Deutschland selbst plant im neuen Windenergie-auf-See-Gesetz mit 40 Gigawatt Offshore-Strom bis zum Jahr 2040. Dies erscheint aktuell nicht mit den nationalen und europ├Ąischen Naturschutzzielen vereinbar. Die marine Raumordnung, die bis Mitte 2021 ausgearbeitet wird, soll die Konkurrenzen bei der Nutzung des Lebensraums Meer aufl├Âsen und f├╝r einen Ausgleich von Schutz und Nutzung in der deutschen Nord- und Ostsee sorgen.

Hintergrundinformationen zu Offshore-Windenergie in Europa ...
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Wassereffizienz und Klimawandel
R├╝ckblick auf den Zweiten IWaN Fachkongress ÔÇô

Freiburg, 16.11.2020: Wasserversorgung in Zeiten des Klimawandels. Der Fachkongress f├╝r St├Ądte und Kommunen im S├╝dschwarzwald.

Am 04. und 10. November 2020 fand der zweite, interaktive Fachkongress zum Thema Wassereffizienz im Onlineformat statt.

Bereits der erste Fachkongress ÔÇ×Trockenheit und Wassermangel als Folgen des KlimawandelsÔÇť 2019 hatte gezeigt: Die H├Ąufung ungew├Âhnlich trockener Jahre wirkt sich stark auf die Wasserversorgung und Wasserwirtschaft in unserer Region aus. Nach drei Jahren Trockenheit in Folge kamen auch diesen Sommer wieder einige Trinkwasserversorgungen in der Region an ihre Grenzen oder mussten auf alternative Wasserressourcen zur├╝ckgreifen.

Der Fachkongress bildete den vorl├Ąufigen Abschluss des Projektes ÔÇ×IWaN - Interkommunales Wassereffizienz NetzwerkÔÇť, welches vom fesa e.V. und der Energieagentur Regio Freiburg in Kooperation mit dem Naturpark S├╝dschwarzwald durchgef├╝hrt und durch das Bundesministerium f├╝r Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gef├Ârdert wurde.

Bei den Schaltungen mit Expert*innen und den Teilnehmenden wurden Erfahrungen und Erkenntnisse einiger Kommunen aufgegriffen und Handlungsspielr├Ąume vorgestellt. Auch die Sensibilisierung der B├╝rgerschaft und des kommunalen Personals war ein wesentlicher Bestandteil.

Eine Hauptessenz des Kongresses lag in der konkreten Klimaanpassung: Es wurden viele M├Âglichkeiten diskutiert und anhand von konkreten best-practice-Beispiele aufgezeigt, wie das vermehrt in den Wintermonaten vorkommende Regenwasser l├Ąnger und effektiver in der Fl├Ąche gehalten werden kann. Hier seien vor allem Ma├čnahmen zur dezentralen und naturnahen Regenwasserbewirtschaftung, wie etwa Regenwasserversickerung, Wasserr├╝ckhalt / Retention, Dach- und Fassadenbegr├╝nung, erw├Ąhnt.

Es trugen Fachleute des fesa e.V., der Energieagentur Regio Freiburg, der Universit├Ąten Stuttgart und Freiburg, des Landratsamtes Schwarzwald-Baar-Kreis und des Bundesverbandes Geb├ĄudeGr├╝n e.V. vor.

Die Mischung aus Vortr├Ągen und interaktiven Workshops erm├Âglichte es den Teilnehmenden, eigene Gedanken und Anregungen einzubringen und sich gegenseitig zu vernetzen.

Ein Folgeprojekt ab Fr├╝hjahr 2021 ist in Planung.

Der fesa e.V.
Der fesa e.V. ist ein gemeinn├╝tziger Verein, der sich seit 1993 erfolgreich f├╝r den Ausbau der Erneuerbaren Energien, f├╝r Energieeffizienz und f├╝r die Energiewende in der Region Freiburg engagiert. Mit seiner Arbeit sensibilisiert er die B├╝rger*innen f├╝r diese Themen, schl├Ągt mit innovativen Projekten neue Wege ein und schafft ├╝ber sein Netzwerk wichtige Kontakte zu Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Verb├Ąnden.
 
 

NABU zum EU-Wiederaufbauprogramm
Gro├čes Torfmoor (c) NABU/Felix Gr├╝tzmacher
 
NABU zum EU-Wiederaufbauprogramm
Klima- undNaturschutz auf halbem Weg stehen geblieben
Kr├╝ger: Keine Vorgaben zur Renaturierung vonW├Ąldern und Mooren, keine klare Kante gegen├╝ber fossilen Brennstoffen

Br├╝ssel, 10.11.2020 - Br├╝ssel - Mit einem milliardenschweren Konjunkturprogramm will die EU den Weg aus der Corona-Krise finden. Haushalts- und Wirtschaftsausschuss des Europ├Ąischen Parlaments haben heute ├╝ber ein Investitionsprogramm in H├Âhe von 672,5 Milliarden Euro abgestimmt. Dazu NABU-Pr├Ąsident J├Ârg-Andreas Kr├╝ger:

ÔÇ×Das Europ├Ąische Parlament hat heute seine Position zum EU-Wiederaufbauprogramm vorl├Ąufig fixiert. Die Chance, durch Investitionen in Klima- und Naturschutz eine gr├╝ne Gesundung des Kontinents einzuleiten, wurde dabei nicht konsequent genutzt. Zwar sollen nach dem Willen der Parlamentarier immerhin 40 Prozent des Investitionspakets in die Bereiche Klima- und Umweltschutz gehen. Es fehlen jedoch weiterhin klare Vorgaben f├╝r Investitionen in die Renaturierung von ├ľkosystemen. Damit w├╝rde es f├╝r die EU-Regierungen freiwillig bleiben, ob sie EU-F├Ârdergelder f├╝r den Schutz oder die Wiederherstellung von Mooren, Fl├╝ssen, W├Ąldern und Meeresgebieten ausgeben. Angesichts des gro├čen Finanzierungsdefizits und der positiven Auswirkungen solcher Renaturierungen auf den Klimaschutz und die regionale Wirtschaftskraft ist das eine fahrl├Ąssig verpasste Chance.ÔÇť

Auch zu einem Ausschluss umweltsch├Ądlicher Subventionen aus dem Wiederaufbaufonds, etwa f├╝r fossile Energietr├Ąger, konnte sich das Parlament nicht durchringen. So k├Ânnten Mitgliedstaaten europ├Ąische Steuergelder z.B. f├╝r Investitionen in Infrastrukturen f├╝r Erdgas verwenden. ÔÇ×Das w├╝rde uns auf Jahrzehnte vom Ziel der Klimaneutralit├Ąt entfernen. Statt auf diese Scheinl├Âsung f├╝r den Klimaschutz zu setzen, sollte dieses Geld direkt in den nachhaltigen Ausbau erneuerbarer Energien gehenÔÇť, kritisiert Kr├╝ger.

Das Parlament muss sich nun im Rahmen des sogenannten Trilog mit dem Ministerrat und der Kommission auf eine gemeinsame Position zum EU-Aufbauprogramm einigen. Die Mitgliedstaaten m├╝ssen ihre nationalen Wiederaufbaupl├Ąne bis April 2021 bei der EU-Kommission vorlegen.
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Freiburg: Sechs weitere Fahrrad-Reparaturstationen
Fahrrad-Reparaturstation am Betzenhauser Torplatz / Foto: VAG
 
Freiburg: Sechs weitere Fahrrad-Reparaturstationen
Die vier ersten vor etwa 15 Monaten durch die Freiburger Verkehrs AG (VAG) aufgestellten ├Âffentlichen Reparaturstationen f├╝r Fahrr├Ąder haben sich bew├Ąhrt, werden gut angenommen und haben mittlerweile Zuwachs bekommen. Sechs weitere der schlanken roten S├Ąulen sind jetzt neben den Frelo-Stationen Haslach Bad, Sandfangweg, Tullastra├če / Z├Ąhringerstra├če, Killianstra├če, beim Betzenhauser Torplatz und beim Studierendendorf Vauban zu finden.

Die Stationen sind mit allem ausgestattet, was man f├╝r eine schnelle Reparatur brauchen kann. Mit dabei ist nat├╝rlich auch eine Luftpumpe mit Adapter f├╝r jede Ventilart und einem Druckmesser der verl├Ąsslich anzeigt, wie weit der Reifen bereits aufgepumpt ist.
Die Erfahrung mit bisherigen Anlagen beim Wiehrebahnhof, an der La├čbergstra├če, beim Holzmarkt sowie vor dem VAG Zentrum in der Besan├žonallee haben gezeigt, dass die Stationen und deren Ausstattung ebenso zweckm├Ą├čig wie robust sind. Einzig die Dichtungen der Luftpumpen-Adapter f├╝r die verschiedenen Ventilarten m├╝ssen hin und wieder erneuert werden.

Die VAG investierte je Station etwa 1.000 Euro in einen kleinen aber sinnvollen Baustein der Freiburger Verkehrswende.

Was die Stationen so alles bieten:

ÔŚĆ QR CODE mit Reparaturanleitungen
ÔŚĆ Kreuzschlitzschraubendreher PH2
ÔŚĆ Schraubenzieher 5,5 x 1,0 mm
ÔŚĆ Einmaulschl├╝ssel verstellbar 0-30 mm
ÔŚĆ Skateboard-Tools |9/16|1/2|3/8|
ÔŚĆ Doppelmaulschl├╝ssel 8├Ś10 mm
ÔŚĆ Doppelmaulschl├╝ssel 13├Ś15 mm
ÔŚĆ TORXschl├╝ssel Set |9|10|15|20|25|27|30|40|
ÔŚĆ Inbusschl├╝ssel Set |2|2,5|3|4|5|6|8|
ÔŚĆ Reifenheber (Kunststoff mit Stahlkern)
ÔŚĆ Pumpe mit Druck 10 BAR (Glycerin-Manometer ÔÇ×AntifogÔÇť) mit Adapter f├╝r alle Ventile
 
 



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