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Verschiedenes

 
NABU-Kreuzfahrt-Ranking 2017
TUI Cruises fĂŒhrt Umwelt-Rangliste an, AIDA stĂŒrzt ab

Miller: Insgesamt weiterhin schlechte Bilanz - Schweröl bleibt die Regel und Abgasreinigung die absolute Ausnahme

Hamburg/Berlin – Die Ergebnisse des „NABU-Kreuzfahrt-Rankings 2017“ zeigen: Auch in der siebten Auflage der Rangliste ist kein einziges Kreuzfahrtschiff in Europa aus Umweltsicht uneingeschrĂ€nkt empfehlenswert. Die beiden deutschen Anbieter TUI und Hapag-Lloyd Cruises belegen nun gemeinsam die Spitzenposition, da sie immerhin einen Stickoxidkatalysator verwenden. Die Anbieter AIDA und Costa Cruises stĂŒrzen hingegen im Kreuzfahrt-Ranking 2017 ab, weil sich ihre Angaben zu Abgassystemen aus dem Jahr 2016 als Luftnummer erwiesen. Besonders schwer wiegt auch der Umstand, dass alle Reedereien weiterhin auf das giftige Schweröl als Kraftstoff setzen und keinen Rußpartikelfilter zur Minderung gesundheitsgefĂ€hrdender Feinstaubemissionen einsetzen. Die klaren Schlusslichter bilden die Branchenriesen Costa, MSC und Royal Caribbean, die keinerlei relevante AktivitĂ€ten zum Schutz von Umwelt und Gesundheit erkennen lassen.

NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller: „Die Umweltbilanz der Kreuzfahrtreeder ist insgesamt weiterhin schlecht. Insbesondere Costa, MSC und Royal Caribbean verweigern sich mit ihrer bestehenden Flotte komplett dem Umwelt- und Klimaschutz. EnttĂ€uschend ist auch die Unverfrorenheit, mit der beispielsweise AIDA Cruises medienwirksam Investitionen in Abgassysteme ankĂŒndigt, ohne diese dann umzusetzen. Denn auch ĂŒber ein Jahr nach Indienststellung der neuen Schiffsgeneration ist bei der AIDA Prima kein Abgasfilter im Einsatz.“

SymboltrĂ€chtig sei auch die Tatsache, dass keine einzige Kreuzfahrtreederei auf die schriftlichen Fragebögen des NABU geantwortet habe. Stattdessen versendete der Branchenverband CLIA unaufgefordert ein allgemein gehaltenes Schreiben, das keinerlei RĂŒckschlĂŒsse auf einzelne Schiffe der Mitgliedsunternehmen erlaubt. Der NABU wertet dieses Verhalten als bewusste Verschleierungstaktik, mit dem Ziel, sich durch Intransparenz und Dialogverweigerung aus der Verantwortung zu ziehen.

Dietmar Oeliger, Leiter Verkehrspolitik beim NABU-Bundesverband: „Nicht nur die Umweltbilanz der Kreuzfahrtunternehmen ist miserabel, sondern auch deren Informationspolitik. Die Reedereien schicken den Branchenverband fĂŒr die Drecksarbeit nach vorne, der dann auch noch bewusst mit falschen Zahlen operiert. So sprach CLIA noch im vergangenen Jahr davon, dass 23 Kreuzfahrtschiffe mit einem Rußpartikelfilter ausgerĂŒstet seien. Diese Zahl wurde nun ersatzlos und ohne BegrĂŒndung im Antwortschreiben an den NABU gestrichen. Fakt ist nĂ€mlich, dass kein einziger Rußpartikelfilter in Betrieb ist.“

Verdeckte Messungen mehrerer Fernsehsender aus Deutschland und Frankreich an Deck von Kreuzfahrtschiffen hatten zuletzt die hohe Belastung der Atemluft der Passagiere mit Krebs erregenden Rußpartikeln belegt. Entsprechend warnen Fachleute, etwa des Deutschen Pneumologenverbandes, vor den gesundheitlichen Folgen beim Aufenthalt in den Abgasfahnen der Schiffe. Wider besseres Wissen ruhen sich die Reedereien auf den niedrigen internationalen Vorgaben aus, wĂ€hrend auch in den HafenstĂ€dten immer mehr Menschen von der zunehmenden Abgasbelastung immer hĂ€ufigerer KreuzfahrtanlĂ€ufe betroffen sind.

Besserung ist erst ab 2018 in Sicht, wenn die ersten mit FlĂŒssiggas (LNG) betriebenen Schiffe in See stechen sollen, deren Luftschadstoffausstoß deutlich geringer ist als derjenige von Schweröl und Marinediesel. Auch das Risiko einer Ölpest in sensiblen maritimen Ökosystemen wie etwa auch der Arktis wĂ€re damit kĂŒnftig gebannt. Aber: Dies betrifft nur Neubauten, nicht hingegen Bestandsschiffe, also den wesentlich grĂ¶ĂŸeren Teil der Flotte. Auch die in diesem Zusammenhang oftmals ebenfalls angepriesene Klimagasreduktion hingegen wird wohl lĂ€ngst nicht in dem Maße ausfallen, wie von der Branche gerne dargestellt. Dabei muss auch die Schifffahrt bis zum Jahr 2050 komplett CO2-frei unterwegs sein. Ein riesen Problem angesichts der Wachstumsraten.

Mit Blick auf den hohen Anteil der Schifffahrt an der Gesamtbelastung fordert der NABU eine deutliche Verbesserung der Situation. Malte Siegert, Leiter Umweltpolitik beim NABU Hamburg: „Die Schifffahrt ist fĂŒr fast 40 Prozent der Stickoxidemissionen in der Hansestadt verantwortlich. In einzelnen Wohngebieten nördlich der Elbe gehen zum Teil ĂŒber 80 Prozent der Belastung auf Schiffe zurĂŒck. Außerdem haben wir hier Feinstaubwerte gemessen, die 20mal höher lagen als am Stuttgarter Neckartor wĂ€hrend des Feinstaubalarms. Die Verantwortlichen der Stadt hingegen feiern jedes weitere Kreuzfahrtschiff als Riesenerfolg. Weil die Reeder die Investition in Abgastechnik scheuen, filtern nun die Lungen der Anwohner die Abgase und zahlen das mit ihrer Gesundheit.“

Der NABU wertet in seinem Ranking alljÀhrlich die bekanntesten Kreuzfahrtschiffe im Hinblick auf die Umwelt- und Gesundheitsbelastung, insbesondere durch die Abgase aus. Wie bereits in den Vorjahren wurden die Installation von Systemen zur Abgasreinigung, der verwendete Kraftstoff sowie die Nutzung von alternativen Energiequellen wÀhrend der Liegezeit im Hafen untersucht.
 
 

 
NABU und REWE starten die „Aktion Biotonne Deutschland“
Info-StĂ€nde in ĂŒber 2.000 REWE-MĂ€rkten im gesamten Bundesgebiet / Wo gehört die Bananenschale hin?

Köln/Berlin – Am Montag, den 4. September, starten NABU und REWE gemeinsam die „Aktion Biotonne Deutschland“. Ziel der Aktion ist es, die Menschen fĂŒr den Wertstoff Kompost zu sensibilisieren. Wie können KĂŒchenabfĂ€lle besser verwertet werden und wie hilft richtige MĂŒlltrennung der Umwelt? Diese Botschaften wollen NABU und REWE bei der Aktion Biotonne Deutschland vermitteln. Die Initiative von NABU und REWE hat zum Ziel, die Menge und QualitĂ€t von verwertbaren BioabfĂ€llen in Deutschland zu steigern.

Die bundesweite Kampagne wird unterstĂŒtzt von Bundesumweltministerium, EntsorgerverbĂ€nden sowie StĂ€dten, Gemeinden und Landkreisen in ganz Deutschland. Den Startschuss der Aktion gaben NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke und Dr. Daniela BĂŒchel, bei REWE als Bereichsvorstand unter anderem auch fĂŒr Nachhaltigkeit verantwortlich, am 1. September in Köln.

NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke: „Noch immer landen Bananenschalen, Kaffeefilter und weitere KĂŒchen- und GartenabfĂ€lle im RestmĂŒll und werden danach verbrannt. In vielen deutschen Landkreisen machen diese AbfĂ€lle rund die HĂ€lfte der schwarzen Tonne aus. Das ist zu viel! Klimafreundliches Biogas und umweltfreundliche Komposte erhalten wir nur, wenn BioabfĂ€lle in der Biotonne landen. Richtiges Trennen bedeutet, dass PlastiktĂŒten oder Glas nicht lĂ€nger in der Biotonne, sondern in der Gelben Tonne und im Altglascontainer landen. Besseres Trennverhalten hĂ€ngt dabei nicht nur von einer guten VerbraucheraufklĂ€rung ab, sondern auch von Landkreisen, die verbraucherfreundliche Abholsysteme mit der Biotonne ohne Ausnahme aufbauen und ausweiten.“

„REWE engagiert sich bereits seit 2015 als GrĂŒndungsmitglied in Hessen fĂŒr die Aktion Biotonne, die dort sehr erfolgreich mit den Partnern umgesetzt wurde“, erlĂ€utert Dr. Daniela BĂŒchel das Engagement seitens REWE. Damals konnten bei 130 teilnehmenden REWE-MĂ€rkten allein schon 10 Millionen Kundenkontakte erzielt werden. Bei der Aktion Biotonne Deutschland gibt es nun in mehr als 2.000 REWE-MĂ€rkten InformationsstĂ€nde. „Die am Montag startende Kampagne ist fĂŒr uns der nĂ€chste logische und konsequente Schritt, unseren Beitrag dafĂŒr zu leisten, dass Bewusstsein der Verbraucher fĂŒr den hohen ökologischen Wert von BiomĂŒll jetzt deutschlandweit zu schaffen und zu stĂ€rken. Denn LebensmitteleinzelhĂ€ndler bieten diejenigen Artikel an, deren unverarbeitete Reste als KĂŒchenabfĂ€lle grĂ¶ĂŸtenteils ĂŒber die Biotonnen entsorgt werden sollen. Wenn es uns gemeinsam gelingt, die QualitĂ€t des BiomĂŒlls zu verbessern und mehr KĂŒchenabfĂ€lle ĂŒber die Biotonne zu sammeln, kann damit ein positiver Effekt fĂŒr mehr Umwelt- und Klimaschutz erzielt werden.“

Bis zum 04. November 2017 können sich Verbraucherinnen und Verbraucher in ĂŒber 2.000 REWE-SupermĂ€rkten rund um das Thema Bioabfall informieren. Flyer und Aufsteller im Markt veranschaulichen, was in die braune Tonne gehört und was nicht und sie erlĂ€utern, warum BioabfĂ€lle in der richtigen Tonne Umwelt und Klima schĂŒtzen. Gleichzeitig organisieren beteiligte Kommunen zahlreiche Informationsveranstaltungen und klĂ€ren die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger mit weiteren Info-Materialien ĂŒber die Getrenntsammlung von KĂŒchen- und GartenabfĂ€llen vor Ort auf.

Weitere Informationen zur „Aktion Biotonne Deutschland“ und zur richtigen BiomĂŒll-Trennung gibt es unter www.aktion-biotonne.de , www.NABU.de/biomuell und https://nachhaltig.rewe.de/projekte/biotoni

Über NABU:
Der NABU engagiert sich seit 118 Jahren fĂŒr Mensch und Natur. Mit mehr als 620.000 Mitgliedern und Förderern ist er der mitgliederstĂ€rkste Umweltverband in Deutschland. Neben Vogel- und Artenschutz engagiert sich der NABU fĂŒr den globalen Klimaschutz, setzt sich fĂŒr eine nachhaltige europĂ€ische Agrarpolitik ein, kĂŒmmert sich um saubere Meere und vieles mehr. Die besondere StĂ€rke des NABU liegt in der fachlichen Kompetenz und der praktischen Naturschutzarbeit seiner aktiven Mitglieder, die in ĂŒber 2.000 Ortsgruppen organisiert sind. Zum Schutz unserer natĂŒrlichen Ressourcen tritt der NABU fĂŒr die praktische Umsetzung einer Kreislaufwirtschaft ein, die sich durch die Vermeidung und Wiederverwertung von AbfĂ€llen auszeichnet.

Über REWE:
Mit einem Umsatz von 18,4 Mrd. Euro (2016), rund 120.000 Mitarbeitern und weit ĂŒber 3.000 REWE MĂ€rkten gehört die REWE Markt GmbH zu den fĂŒhrenden Unternehmen im deutschen Lebensmitteleinzelhandel. Die REWE MĂ€rkte werden als Filialen oder durch selbststĂ€ndige REWE-Kaufleute betrieben.
Die genossenschaftliche REWE Group ist einer der fĂŒhrenden Handels- und Touristikkonzerne in Deutschland und Europa. Im Jahr 2016 erzielte das Unternehmen einen Gesamtaußenumsatz von ĂŒber 54 Milliarden Euro. Die 1927 gegrĂŒndete REWE Group ist mit ihren 330.000 BeschĂ€ftigten und 15.000 MĂ€rkten in 19 europĂ€ischen LĂ€ndern prĂ€sent. In Deutschland erwirtschafteten im Jahr 2016 rund 240.000 Mitarbeiter in rund 10.000 MĂ€rkten einen Umsatz von 39 Milliarden Euro.
REWE nimmt seit Jahren durch zahlreiche Maßnahmen im Bereich Nachhaltigkeit eine fĂŒhrende Rolle in der Branche ein. Als erste große Lebensmitteleinzelhandelskette hat REWE 2016 bundesweit die Plastiktragetasche ausgelistet und zu einem gesellschaftlichen Umdenken beigetragen. Diese Vorbildfunktion von REWE im Lebensmitteleinzelhandel erhoffen wir uns auch bei dem aktuellen abfallwirtschaftlichen Thema.
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Usutu-Virus löst erneut Amselsterben aus
NABU ruft Bevölkerung zur Mithilfe auf - Schon ĂŒber 650 Beobachtungen eingegangen

Berlin – In Deutschland gibt es wieder ein Vogelsterben, das durch das tropische Usutu-Virus ausgelöst wird. Vor allem Amseln sind betroffen. NABU und Tropenmediziner bitten die Bevölkerung erneut um Mithilfe, erkrankte oder verendete Vögel ĂŒber ein Online-Formular zu melden und tote Tiere zur Untersuchung an das Bernhard-Nocht-Institut fĂŒr Tropenmedizin (BNI) in Hamburg oder VeterinĂ€r-UntersuchungsĂ€mtern zu senden. Unter www.nabu.de/usutu-melden können Beobachtungen toter Vögel gemeldet werden. Dort findet sich auch eine Anleitung zum Verschicken toter Tiere.

Nach 2011 war zuletzt im vergangenen Jahr wieder ein auffĂ€lliges Amselsterben beobachtet worden. Dieser Ausbruch war mit einer deutlichen Arealausbreitung Richtung West- und Ostdeutschland verbunden, wobei parallel auch eine starke Viruszirkulation in Belgien und den Niederlanden beobachtet werden konnte. Die Region im DreilĂ€ndereck scheint auch dieses Jahr eine starke AktivitĂ€t des Usutu-Virus aufzuweisen, was sich in entsprechenden Meldungen und Einsendungen widerspiegelt. Seit Anfang Juli diesen Jahres hĂ€ufen sich beim NABU wieder Meldungen kranker und kurze Zeit spĂ€ter verstorbener Amseln. Über 650 dieser Beobachtungen aus Deutschland sind bisher eingegangen.

Die meisten Meldungen kranker und toter Amseln stammen aus den bereits zuvor betroffenen wĂ€rmebegĂŒnstigten Regionen Deutschlands entlang des Rheintals sowie vom Untermain und Niederrhein. Inzwischen konnten Forscher des Bernhard-Nocht-Instituts fĂŒr Tropenmedizin fĂŒr einige dieser FĂ€lle bestĂ€tigen, dass das Usutu-Virus tatsĂ€chlich die Todesursache ist. Auch die Umgebung von Kassel ist offenbar ein neues Verbreitungsgebiet des Virus. Der erste Nachweis fĂŒr Niedersachsen kam in diesem Jahr aus der Region Hannover und auch in Bayern konnte das Virus zum ersten Mal in einem toten Vogel aus MĂŒnchen festgestellt werden.

„Durch das Virus verursachte TodesfĂ€lle von Vögeln treten jeweils wĂ€hrend der StechmĂŒckensaison von Mai bis September auf. Infizierte Vögel wirken offensichtlich krank, apathisch, flĂŒchten nicht mehr und sterben meist innerhalb weniger Tage. Fast immer sind es Amseln, bei denen diese Krankheit festgestellt wird, weshalb die Usutu-Epidemie auch als ‚Amselsterben‘ bekannt wurde“, sagt NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann. Allerdings werden auch andere Vogelarten von diesem Virus befallen und können daran sterben. Die deutliche relative HĂ€ufigkeit der erkrankten Amseln lĂ€sst sich zum Teil durch deren absolute HĂ€ufigkeit und NĂ€he zum Menschen erklĂ€ren, was die Wahrscheinlichkeit des Auffindens toter Amseln erhöht. Aber eine besondere Empfindlichkeit dieser Art gegenĂŒber dem Virus ist ebenfalls möglich.
„Der Ausbruch dieses fĂŒr Deutschland neuen Virus stellt eine einmalige Chance dar, die Ausbreitung und Folgen einer neuen Vogelkrankheit zu verfolgen und zu analysieren. Die wichtigste Datengrundlage dazu bilden Meldungen toter und kranker Amseln aus der Bevölkerung, sowie eingeschickte Proben toter Vögel, die auf das Virus untersucht werden können“, so Lachmann weiter. Der NABU arbeitet daher mit den BNI-Wissenschaftlern daran, die Ausbreitung des Virus und seine Auswirkungen auf unsere Vogelwelt zu dokumentieren und zu verstehen. Ziel ist es, neuartige GefĂ€hrdungsursachen fĂŒr Vogelarten mit anderen Bedrohungen wie Klima- oder Landschaftswandel vergleichen und beurteilen zu können.

Hintergrund

Erstmals wurde das nach einem sĂŒdafrikanischen Fluss benannte tropische Virus 2010 in StechmĂŒcken in Deutschland nachgewiesen. In den Jahren 2011 und 2012 kam es dann zu einem großrĂ€umigen Ausbruch des Virus, welches ein Massensterben von Amseln in SĂŒdwestdeutschland verursachte. In den darauffolgenden Jahren konnte eine anhaltende Zirkulation des Virus in der Region festgestellt werden. Mit Hilfe einer Internet-Meldeaktion konnte der NABU den Verlauf des Ausbruchs 2011 gut dokumentieren und auswerten. Eine Auswertung der Daten aus den großen wissenschaftlichen Mitmach-Aktionen des NABU „Stunde der Wintervögel“ und „Stunde der Gartenvögel“, konnte nachweisen, dass die AmselbestĂ€nde in den damals nachweislich vom Virus betroffenen 21 Postleitzahlengebieten zwischen 2011 und 2012 merklich zurĂŒckgegangen sind und somit bei einem bundesweiten Gesamtbestand von rund acht Millionen Brutpaaren möglicherweise 300.000 Amseln dem Virus zum Opfer gefallen sein könnten.

Der weitere Verlauf des Auftretens von Usutu-Erkrankungen lĂ€sst sich schwer vorhersagen. Die Vermehrung und Verbreitung der Viren hĂ€ngt vor allem von der Witterung in den Sommermonaten ab: feuchtwarmes Wetter begĂŒnstigt die Verbreitung von Viren und StechmĂŒcken, es sind vermehrt infizierte Vögel zu erwarten. Die Viren werden ausschließlich von infizierten StechmĂŒcken ĂŒbertragen, kranke und tote Vögel sind nicht ansteckend fĂŒr andere Vögel, Haustiere oder Menschen. Es ist davon auszugehen, dass die Vögel in bekannten Ausbruchsgebieten zunehmend individuell erworbene ImmunitĂ€t gegen dieses neue Virus entwickeln. Das Virus wird sich somit vermutlich rĂ€umlich weiter ausbreiten, aber nicht jedes Jahr zu einem Massensterben wie im Jahr 2011 fĂŒhren. Stattdessen ist zu erwarten, dass sich die AusbrĂŒche in den betroffenen Gebieten zyklisch wiederholen, sobald eine Generation von Amseln mit erworbener ImmunitĂ€t von der nĂ€chsten Amselgeneration abgelöst wird.
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NABU: Deutschland braucht eine eigene Meeresschutzbehörde
 
NABU: Deutschland braucht eine eigene Meeresschutzbehörde
NABU macht Meer-Tour endet in Hamburg/ Zehn Tage unter Segeln fĂŒr den Schutz von Nord- und Ostsee

Zum Abschluss seiner zehntĂ€gigen Segeltour „NABU macht Meer“ auf Nord- und Ostsee hat der NABU einen raschen Kurswechsel in der Meerespolitik gefordert. Die HĂ€lfte der Meeresschutzgebiete muss ohne wirtschaftliche Nutzung bleiben und eine eigene Meeresschutzbehörde aufgebaut werden. Auch muss es endlich wirksame Maßnahmen gegen die Luftverschmutzung durch den Schiffsverkehr auf See und in HafenstĂ€dten geben, so die Bilanz der UmweltschĂŒtzer zum Abschluss der Segeltour. Zehn Tage und fast 250 Seemeilen waren NABU-Mitarbeiter und Wissenschaftler mit dem Traditionsschiff „Ryvar“ von WarnemĂŒnde, ĂŒber Fehmarn, Kiel und Cuxhaven nach Hamburg unterwegs. Neben einzigartigen Naturmomenten, konnte die NABU-Crew die weit fortgeschrittene Industrialisierung der beiden Meere dokumentieren.

„Offshore-Industrie, Fischerei, Schifffahrt oder PlastikvermĂŒllung – die Belastungen der Nord- und Ostsee sind allgegenwĂ€rtig und ĂŒberfordern die marinen Ökosysteme. Es ist höchste Zeit, dass die Politik den Schalter umlegt und anfĂ€ngt, den fortschreitenden Artenverlust an unseren KĂŒsten zu stoppen. Wir fordern als einen ersten Schritt, dass mindestens 50 Prozent der Meeresschutzgebiete nutzugsfrei werden, Grundschleppnetze, Windparks und Pipelines passen nicht zu den Zielen von Schutzgebieten“, sagte NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller am Freitag in Hamburg.

Nach Roter Liste gelten bereits ein Drittel der Arten und LebensrĂ€ume in Nord- und Ostsee als bedroht. „Im Gerangel der föderalen und wirtschaftlichen Interessen laufen wir Gefahr, die SchĂ€tze an unseren KĂŒsten zu verlieren. Wir brauchen eine institutionelle StĂ€rkung des Meeresschutzes in Deutschland. Wir brauchen eine dem Bundesumweltministerium nachgeordnete Meeresschutzbehörde, welche die auf Nutzungsinteressen ausgerichtete maritime Koordinationsstelle ersetzt. Hier mĂŒssen KapazitĂ€ten und Kompetenzen fĂŒr den effektiven Schutz und eine nachhaltige, wirtschaftliche Entwicklung gebĂŒndelt werden“, so Miller weiter.

Hamburg hat als Hafenstandort eine große Verantwortung fĂŒr den internationalen Meeresschutz. Als Knotenpunkt des Seeverkehrs gilt es, die Hafenpolitik und die maritime Wirtschaft neu auszurichten und insbesondere das große Problem der Schiffsemissionen anzugehen. „Immer noch fahren Schiffe mit dreckigem Schweröl und die Branche verpasst es, die Weichen fĂŒr innovative Schiffsantriebe, saubere Kraftstoffe und effektive Abgasreinigung zu stellen“, so Malte Siegert, Leiter Umweltpolitik beim NABU Hamburg. Unter Segeln fĂŒhrte der NABU eigene Untersuchungen zu ultrafeinen Rußpartikeln durch. Im Bereich der ElbmĂŒndung wurden dabei 200fach erhöhte Werte gegenĂŒber der Hintergrundbelastung gemessen.

UnterstĂŒtzt von Wissenschaftlern der Hochschule Magdeburg-Stendal und dem Institut fĂŒr Technische und Angewandte Physik, die an Bord Untersuchungen zur Belastung durch Mikroplastik und Unterwasserschall durchfĂŒhrten, setzte der NABU in den vergangenen zwei Wochen ein Zeichen fĂŒr den Schutz der Meere. In den HĂ€fen informierte der NABU ĂŒber aktuelle Forschungen und meerespolitische Entwicklungen und lud zu FachgesprĂ€chen und Podiumsdiskussionen ein. Beim „Open Ship“ trafen sich NaturschĂŒtzer mit Vertretern aus Politik und Behörden, um Lösungen fĂŒr die drĂ€ngenden Mensch-Meer-Konflikte zu entwickeln. „Das große Engagement der vielen Aktiven aus Haupt- und Ehrenamt macht Mut. Es bedarf unser aller Anstrengungen, um Schweinswalen und Sterntauchern, Weichkorallen und Seegraswiesen an unseren KĂŒsten eine sichere Zukunft zu geben. Die Nord- und Ostsee sind den Menschen in Deutschland wichtig. Das muss die Politik jetzt verstehen, erst recht vier Wochen vor der Bundestagswahl“, so NABU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer Leif Miller.
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NABU und naturgucker.de starten arten|pisa
Online-Umfrage vom 2. bis 10. September soll klĂ€ren, wie es um das Wissen ĂŒber heimische Tier- und Pflanzenarten bestellt ist

Guck mal, was da krabbelt! Aber was ist das eigentlich fĂŒr ein KĂ€fer? Wie es um das Wissen ĂŒber heimische Tiere und Pflanzen bestellt ist, soll die große Online-Umfrage arten|pisa des NABU, dem Naturbeobachtungs-Netzwerk naturgucker.de und der Hochschule Geisenheim klĂ€ren.

Wie groß das Artenwissen der Bevölkerung ist, wurde bisher nur punktuell untersucht. So gab es beispielsweise unter bayerischen SchĂŒlern vor gut einem Jahrzehnt eine Befragung zum Thema heimische Vogelarten. Es zeigte sich, dass sie durchschnittlich nur vier von zehn hĂ€ufigen Arten benennen konnten. Auf gefĂŒhrten NABU-Exkursionen fĂ€llt ebenfalls auf, dass viele Teilnehmer weniger Tier- und Pflanzenarten als frĂŒher benennen können – und dass, obwohl die Teilnehmer dieser Veranstaltungen in der Regel ĂŒberdurchschnittlich an der Natur interessiert sind.

Daten ĂŒber das Artenwissen soll nun die große arten|pisa-Umfrage von NABU und naturgucker.de liefern. So soll auch geklĂ€rt werden, ob es in den verschiedenen Altersklassen Unterschiede im Wissen ĂŒber Arten gibt. Vom 2. bis 10. September 2017 können sich Interessierte beteiligen. Die Untersuchung wird begleitet vom Kompetenzzentrum Kulturlandschaft an der Hochschule Geisenheim.

Mitmachen kann jeder. Das Artenwissen wird mit Hilfe eines bebilderten Online-Formulars mit 36 Quizfragen und einiger begleitender Hintergrundfragen erfasst. Der Zeitaufwand fĂŒr die Teilnahme liegt bei etwa zehn Minuten. SelbstverstĂ€ndlich ist die Befragung anonym. Wer möchte, kann auf Wunsch Kontaktdaten angeben, um eine RĂŒckmeldung zu seinen persönlichen Ergebnissen im Wissenstest zu erhalten. Die Kontaktdaten werden ausschließlich zum Übermitteln dieser Ergebnisse genutzt. Hier geht es zur Info-Seite: www.artenpisa.de. Am 2. September wird der Online-Test freigeschaltet.
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Aufbewahrungsstelle fĂŒr FundfahrrĂ€der in der Kaiserstuhlstraße:
nur noch 14-tÀgig geöffnet


Die Aufbewahrungsstelle fĂŒr FundfahrrĂ€der in der
Kaiserstuhlstraße 18, 79106 Freiburg, ist ab Donnerstag, 31.
August, bis auf weiteres nur noch vierzehntÀgig geöffnet. Die
nĂ€chsten Öffnungstermine sind an folgenden Donnerstagen:

14. und 28. September,
12. und 26. Oktober,
9. und 23. November,
7. Dezember,

jeweils von 8 bis 12 Uhr und von 13.30 bis 15:30 Uhr.
In dringenden FĂ€llen kann man sich an das FundbĂŒro (Basler
Straße 2, 2. Obergeschoss, Tel. 0761/201-4827 oder -4828)
wenden.
 
 

 
„1992 – 2017: 25 Jahre UN-Gipfel in Rio“
Konferenz setzte neue MaßstĂ€be im Umwelt- und Klimaschutz

JubilÀumsveranstaltung am Mittwoch, 6. September, um
19 Uhr im Historischen Kaufhaus am MĂŒnsterplatz

In diesem Jahr jÀhrt sich zum 25. Mal der UN-Gipfel. Im Juni
1992 fand in Rio de Janeiro zum ersten Mal die Konferenz der
Vereinten Nationen ĂŒber Umwelt und Entwicklung statt. Die
Rio-Konferenz gilt als Meilenstein fĂŒr die Integration von
Umwelt- und Entwicklungsbestrebungen und setzte neue
MaßstĂ€be im Umwelt- und Klimaschutz.

Insgesamt 2400 Vertreterinnen und Vertreter von
nichtstaatlichen Organisationen (NGOs) nahmen damals an
der Konferenz teil, weitere 17.000 Menschen beteiligten sich
am parallel stattfindenden NGO-Forum. Wichtige Ergebnisse
sind die Agenda 21, die Rio-ErklĂ€rung ĂŒber Umwelt und
Entwicklung, die Klimaschutzkonvention, die Walddeklaration
und die BiodiversitÀts-Konvention.

Ziel der Agenda 21 war und ist es, dass die Regierungen der
einzelnen Staaten auf nationaler Ebene nachhaltige
Entwicklung in Form von nationalen UmweltplÀnen und
nationalen UmweltaktionsplÀnen umsetzen sollen. Dabei sind
auch regierungsunabhÀngige Organisationen und andere
Institutionen zu beteiligen.

Die Rio-ErklĂ€rung ĂŒber Umwelt und Entwicklung beinhaltet 27
GrundsÀtze. Unter anderem wurde dort zum ersten Mal global
das Recht auf nachhaltige Entwicklung (sustainable
development) verankert. Zudem wurden das Vorsorge- und
das Verursacherprinzip als Leitprinzipien anerkannt. Als
unerlĂ€ssliche Voraussetzungen fĂŒr eine nachhaltige
Entwicklung werden die BekÀmpfung der Armut, eine
angemessene Bevölkerungspolitik, Verringerung und Abbau
nicht nachhaltiger Konsum- und Produktionsweisen sowie die
umfassende Einbeziehung der Bevölkerung in politische
Entscheidungsprozesse genannt.

Die Klimaschutzkonvention der Vereinten Nationen ĂŒber
KlimaverÀnderungen sieht vor, dass die Belastung der
AtmosphÀre mit Treibhausgasen auf einem Niveau stabilisiert
wird. So muss der Ausstoß an CO2 bis 2050 weltweit um
mindestens 60 Prozent reduziert werden, um den
Klimawandel in vertretbaren Grenzen zu halten.

Die Walddeklaration stellte LeitsĂ€tze fĂŒr die Bewirtung,
Erhaltung und nachhaltige Entwicklung der WĂ€lder der Erde
auf. So sollen WĂ€lder nach ökologischen MaßstĂ€ben
bewirtschaftet, erhalten und geschĂŒtzt werden. Eine
verbindlichere Wald-Konvention, wie sie von den
Industriestaaten gewĂŒnscht wurde, scheiterte am Widerstand
der EntwicklungslÀnder.

Die BiodiversitÀts-Konvention ist ein Abkommen zum Schutz
der biologischen Vielfalt. Die Welt soll die biologische Vielfalt
erhalten und ihre Grundelemente auf gerechte und
ausgewogene Art nachhaltig nutzen. Konkret heißt dies, dass
die biologische Vielfalt langfristig nicht weiter gefÀhrdet wird.
Die LĂ€nder haben das Recht, ĂŒber ihre biologischen
Ressourcen zu verfĂŒgen, sind aber auch dafĂŒr verantwortlich,
dass ihre biologische Vielfalt erhalten bleibt und dass ihre
biologischen Ressourcen auf nachhaltige Weise genutzt
werden.

Ein bewegendes Ereignis auf der Konferenz war die Rede der
damals erst 12jÀhrigen Severn Suzuki vor dem Gremium, in
der sie versuchte, die Bedeutung einer umweltfreundlichen
und nachhaltigen Welt fĂŒr die Entwicklung der Kinder ihrer
Generation herauszustellen.

Zum 25. JubilÀum des UN-Gipfels lÀdt die Stadt Freiburg
gemeinsam mit dem Landkreis Emmendingen alle
interessierten BĂŒrgerinnen und BĂŒrger herzlich zu einer
Informationsveranstaltung am Mittwoch, 6. September, um
19 Uhr in das Historische Kaufhaus am MĂŒnsterplatz ein.
UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik wird die Veranstaltung
mit einem Grußwort eröffnen. Filmausschnitte aus der
Tagesschau von 1992 werden ebenso wie eine aktuelle
Video-Grußbotschaft der inzwischen erwachsenen
Umweltaktivistin Severn Suzuki eingespielt.

Konrad Otto-Zimmermann, der ehemalige Leiter des
Europasekretariats des Internationalen Rates fĂŒr Kommunale
Umweltinitiativen (ICLEI), wird den Erdgipfel historisch
beleuchten. Stefan Rahmstorf, Professor vom PotsdamInstitut
fĂŒr Klimafolgenforschung, wird anschließend in seinem
Vortrag den Fokus auf den Klimawandel und die
klimapolitischen Entwicklungen, die sich aus der in Rio
ausgearbeiteten Klimarahmenkonvention einschließlich des
Pariser Klimaabkommens aus dem Jahr 2015 ergaben, legen.

Moderiert wird die Veranstaltung von Bernward Janzing, freier
Journalist aus Freiburg. Das Improvisationstheater Lux wird
die Veranstaltung humoristisch untermalen.

Zum Abschluss können sich alle GÀste bei einem kleinen
Imbiss an den StÀnden verschiedener Umweltgruppen
Freiburgs weiter informieren und austauschen.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich,
Einlass ist ab 18.30 Uhr.
 
 

Neue
Elz, Dreisam, Kinzig, Glotter 2017 / Foto: BUND Regionalgruppe sĂŒdl.Oberrhein
 
Neue "Leitkultur" fĂŒr Elz und Dreisam
Die Renaturierung von Elz und Dreisam ist ein Erfolgsgeschichte
Natur aus zweiter Hand am Oberrhein

Seit ĂŒber zwei Jahrzehnten gibt es beim BUND am sĂŒdlichen Oberrhein einen Traum. Am Anfang stand der jahrzehntelange, erfolgreiche Kampf um eine bessere WasserqualitĂ€t der GewĂ€sser am Oberrhein. Danach konnten wir die Renaturierung der zu gerade gestreckten KanĂ€len geronnenen BĂ€che am Oberrhein, von Elz, Dreisam, Kinzig, Glotter angehen... Wir hatten den frĂŒhen Traum von naturnahnen BĂ€chen und grĂŒnen, naturverbindenden BĂ€ndern von den Rheinauen zum Schwarzwald.

Wenn in Freiburg an der Dreisam und jetzt an der Elz zwischen Köndringen und Riegel wieder DĂ€mme zurĂŒckverlegt werden, wenn aus der "Bach-Autobahn Elz" auf ersten, kleinen TeilstĂŒcken ein mĂ€andernder Fluss mit KiesbĂ€nken und Auen wird, wenn der Lachs zurĂŒckkehren kann, dann hat das auch damit zu tun, dass aus dem Traum auch eine stĂ€ndig wiederholte BUND-Forderung an die politisch Verantwortlichen wurde.

Um aus einem Traum RealitĂ€t werden zu lassen, braucht es manchmal auch Geld. Mit den Ausgleichsgeldern fĂŒr den Bahnausbau am Oberrhein, stand plötzlich viel Geld zu VerfĂŒgung. Von BUND-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Axel Mayer kam die Forderung nicht, "mit der Gießkanne der Ersatzbiotope" ĂŒberÂŽs Land zu gehen, sondern sich auf die BĂ€che zu konzentrieren. ...
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