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Samstag, 10. Juni 2023
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Verschiedenes

 
GlĂŒckwĂŒnsche an Freiburg: Deutsche Klimaschutzhauptstadt 2010
... und Hintergrund von ECOtrinova e.V.

ECOtrinova e.V. freut sich außerordentlich ĂŒber Freiburg als Deutsche Klimaschutzhauptstadt 2010. Aber: noch viel mehr zu tun! BĂŒrger und Vereine intensiv einbeziehen.

Der Freiburger Umweltschutzverband ECOtrinova e.V. freut sich außerordentlich mit der Stadt, dass Freiburg am 25.10. in Berlin als Deutsche Klimaschutzhauptstadt ausgezeichnet wurde. ECOtrinova-Vorsitzender Dr. Georg Löser sieht diese Ehrung fĂŒr die Stadt, Gewerbe, Planer und BĂŒrgerschaft vor allem auch als Ansporn, gemeinsam die Klimaschutz- und Energiesparanstrengungen in Freiburg in allen Bereichen wesentlich zu verstĂ€rken. Denn die kĂŒrzlichen Zwischenergebnisse zu Stromsparen waren sehr mager angesichts der wirtschaftlichen Möglichkeiten und fĂŒr Stadt, BĂŒrgerschaft und Handwerk. Bei der Stromerzeugung in Freiburg aus erneuerbaren Energien lag Freiburg Ende 2009 bei weniger als einem Viertel im Vergleich zum deutschen Durchschnitt. Selbst bei Solarstrom langte es fĂŒr Freiburg gerademal knapp an den deutschen Durchschnitt heran.

Vereine und Gruppen der BĂŒrgerschaft wie das KlimabĂŒndnis-Freiburg und ECOtrinova e.V. sowie das Öko-Institut und die Energieagentur Regio Freiburg haben, so Löser, in den letzten Jahren ein gutes StĂŒck mitgeschoben, um die Freiburg Energie- und Klimaschutzpolitik und die BeschlĂŒsse des Gemeinderates in die richtige Richtung zu bewegen und dĂŒrfen sich auch deshalb mitfreuen ĂŒber den neuen Titel Freiburgs.

Sehr gut ist Freiburg nach EinschĂ€tzung von ECOtrinova dank Energiekonzept von 1986 schon beim Einsatz der energiesparenden KraftwĂ€rmekopplung, die weiter ausgebaut werden mĂŒĂŸte, bei Plusenergie- und PassivhĂ€usern und Neu und Altbaubereich, die aber zahlenmĂ€ĂŸig aber stark zulegen sollten. Bei WĂ€rmedĂ€mmung von Altbauten sind in Freiburg viele gute Beispiele vorhanden, aber es geht viel zu langsam in die Breite. Auch stehen stadtteilbezogene Konzepte erst am Anfang oder fehlen völlig. Energiekonzepte sollten laut Löser ab sofort nur noch Plus- und Passivhausbauweise beinhalten, die Erfahrungen mit der Solarsiedlung Freiburg seit 2000 und u.a. im Vauban sind recht positiv, so Löser. Vor allem im Altbaubereich, aber auch in geeigneten Neubaugebieten sollten stets modernste WĂ€rmenetze mit Blockheizkraftwerken zum Einsatz kommen statt konventioneller oder gar Strom verbrauchender Heizungen.

Dr. Georg Löser
ECOtrinova e.V., Vorsitzender
www.ecotrinova.de
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Bewusster Fischgenuss = Meeresschutz!
WWF-Einkaufsratgeber empfiehlt Seelachs, Ostseedorsch und Bioforelle

Verbraucher sollten beim Fischkauf auf Art und Herkunft des Fisches achten. Eine gute Wahl sind Hering und Seelachs aus dem Nordostatlantik, Dorsch aus der Ostsee, sowie Lachs und Forelle aus Bio-Zucht. Dagegen sollte man auf Rotbarsch, Dorade aus dem Mittelmeer, Pangasius oder tropische Garnelen lieber verzichten. Dies geht aus dem neuen WWF-Einkaufsratgeber hervor, den die Umweltstiftung heute in Hamburg veröffentlichte. Darin bewertet der WWF handelsĂŒbliche Fischarten nach ökologischen Kriterien wie Bestandsentwicklung und Fangmethoden. 20 Arten gelten demnach als gute Wahl, 13 als zweite Wahl, 29 fallen in die Kategorie „Lieber nicht“.

Mit der praktischen Einkaufshilfe fĂŒr unterwegs gibt der WWF dem Verbraucher eine schnelle Orientierung fĂŒr den Kauf oder Verzehr von Fisch im Supermarkt, im Fachhandel oder im Restaurant an die Hand. „Fisch ist ein gesundes und beliebtes Lebensmittel. Doch leider richten einige Fangmethoden im Meer massive SchĂ€den an. Aufgrund der weltweiten PlĂŒnderung der Ozeane hat es fĂŒr viele FischbestĂ€nde lĂ€ngst fĂŒnf vor zwölf geschlagen“, so WWF-Fischereiexpertin Catherine Zucco. 80 Prozent aller wirtschaftlich genutzten BestĂ€nde weltweit gelten bereits als zu stark oder bis an ihre Grenzen befischt. 140 Millionen Tonnen Fisch werden jĂ€hrlich gefangen oder in Aquakulturen gezĂŒchtet. „Wer auf nachhaltig gefangenen Fisch setzt, betreibt aktiven Meeresschutz damit wir auch morgen noch Fisch genießen können“ so Zucco weiter.

Jeder Deutsche konsumiert im Jahr durchschnittlich 15,7 Kilogramm Fisch. Nur 15 Prozent davon stammen aus hiesiger Fischerei. Der Löwenanteil von 85 Prozent stammt aus Import oder Aquakultur. Bei vielen Fischen komme es jedoch auf die Herkunft und Fangmethode an. Beim Fang von Seezunge im Nordostatlantik werde der Meeresboden regelrecht durchpflĂŒgt, bis zu 90 Prozent der Tiere im Netz werde ungenutzt ĂŒber Bord geworfen. Eine erfreuliche Entwicklung hat der Ostseedorsch genommen. Insbesondere der Bestand der östlichen Ostsee hat sich so deutlich erholt, dass der WWF ihn ausdrĂŒcklich als gute Wahl empfehlen kann. Das Umweltsiegel des MSC steht fĂŒr nachhaltige Meeresfischerei, bei der nur so viel Fisch gefangen wird, wie nachwĂ€chst. Auch die Zerstörung der Meeresumwelt wird minimiert. 13 Empfehlungen fĂŒr MSC-Fisch finden sich im WWF-Ratgeber. Eine weitere naturvertrĂ€gliche Alternative ist laut WWF Fisch aus Bio-Zucht. Auch der „Modefisch“ Pangasius ist in BioqualitĂ€t zu erhalten. „Von konventionell gezĂŒchtetem Pangasius sollte man aber besser die Finger lassen“, rĂ€t Zucco. Die boomende Zuchtwirtschaft vor allem in Vietnam und Thailand sei in den vergangenen Jahren außer Kontrolle geraten und belaste die Umwelt erheblich.

Erstmals ist der WWF Einkaufsratgeber Fische und MeeresfrĂŒchte auch als kostenfreie
App fĂŒr iPhone und Smartphone erhĂ€ltlich und bewertet ca. 90 Arten. Die umfangreichen Informationen finden Verbraucher und FischhĂ€ndler ebenfalls in der Online-Version des Ratgebers.

FĂŒr den WWF Ratgeber wurden FischbestĂ€nde und Zuchten mit einer Methode bewertet, die unter dem Dach der Seafood Choices Alliance von mehreren UmweltverbĂ€nden entwickelt worden sind. BerĂŒcksichtigt werden dabei Informationen zum Zustand der FischbestĂ€nde sowie zu den Umweltauswirkungen und dem Management von Fischereien und Zuchten. Angaben ĂŒber die Herkunft der Fischarten sind den Informationen entnommen, die der Handel den Verbrauchern bereit stellt.
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WaldHaus: Vortrag zur biologischen Vielfalt
Im internationalen Jahr der Artenvielfalt bietet das WaldHaus
gemeinsam mit dem Naturpark SĂŒdschwarzwald einen
Vortrag von Johannes Hager zum Thema „Biologische Vielfalt
in nationalen Naturlandschaften“ an.

Die Veranstaltung findet am Donnerstag 28. Oktober, um
16.30 Uhr statt.

Die Zahl der Arten ist in den vergangenen Jahren weltweit um
rund 30 Prozent zurĂŒckgegangen. Auch in Deutschland ist ein
dramatischer RĂŒckgang der Tier- und Pflanzenarten zu
beobachten. Als Bewahrer dieser biologischen Vielfalt kommt
den nationalen Naturlandschaften wie Naturparks,
BiosphÀrenreservaten und Nationalparks eine
verantwortungsvolle Rolle zu, die in dem Vortrag mit vielen
Bildern beleuchtet wird.

Johannes Hager studierte Biologie und Ökologie in Bonn,
Innsbruck und Bielefeld. Er war in der
Entwicklungszusammenarbeit tÀtig und ist seit 1992 Leiter
des Naturparks Eichsfeld-Hainich-Werratal.

Der Vortrag findet im WaldHaus in der Wonnhaldestraße 6
statt. Der Eintritt ist frei.
 
 

 
Alle 30 Stunden verschwindet ein Nashorn
Wilderei-Krise im sĂŒdlichen Afrika: WWF mahnt effektivere Kontrollen an.

Frankfurt - Allein im ersten Halbjahr 2010 hat SĂŒdafrika nach WWF-Angaben bisher rund 230 Nashörner durch Wilderei verloren. Damit wird in dem Land durchschnittlich alle 30 Stunden ein Breit- oder Spitzmaulnashorn getötet. Nur in den 1970er Jahren habe die Wilderei ein Ă€hnlich erschreckendes Ausmaß erreicht, so der WWF. Kritisch ist nach EinschĂ€tzung der Umweltschutzorganisation auch die Lage im Nachbarland Simbabwe. Dort hatten sich die BestĂ€nde bis 2007 gut erholt. Doch seit dem umstrittenen Wahlergebnis von vor zwei Jahren herrschen in der Region chaotische ZustĂ€nde und die Wilderei nimmt wieder zu. „Die Hörner gehen von Afrika aus vor allem nach Vietnam, wo sie in geriebener Form als dubiose Allheilmittel eingesetzt werden“, sagt WWF-Artenschutzexperte Stefan Ziegler.

Nach EinschĂ€tzung des WWF mĂŒssten die Kontrollen in Afrika verschĂ€rft und bestehende Gesetze gegen Wilderei endlich angewandt werden. Oftmals werde das mögliche Strafmaß nicht einmal annĂ€hernd ausgeschöpft. Zugleich begĂŒnstige eine GesetzeslĂŒcke im Abnehmerland Vietnam den Schmuggel. Dort ist der Handel mit Horn zwar strafbar, doch der Besitz erlaubt. „Es gibt keine Nachweispflicht fĂŒr Nashorn in Vietnam. Damit hat die Staatsanwaltschaft auch keine Handhabe“, kritisiert Ziegler. Auf WWF-Initiative befindet sich derzeit eine Delegation sĂŒdafrikanischer Regierungsvertreter in Hanoi, wo sie sich mit ihren vietnamesischen Kollegen ĂŒber geeignete Schritte im Kampf gegen Wilderei und Handel mit Nashorn beraten.

„Die Wilderei-Krise ist zu einer großen Bedrohung fĂŒr die Nashörner geworden. Die Tiere pflanzen sich viel zu langsam fort, als dass sie den enormen Schwund durch AbschĂŒsse ausgleichen könnten“, sagt Ziegler. Allein in Simbabwe sei der Bestand von Breit- und Spitzmaulnashorn um 15 Prozent eingebrochen. Sollte dieser Trend anhalten, sieht der WWF bereits erzielte Erfolge in Gefahr. Insgesamt seien in Afrika von 2007 bis 2009 rund 470 Nashörner in sieben Staaten rechtswidrig erlegt worden. „Einzelne FĂ€lle gab es auch in Kenia, Mosambik, Tansania und Sambia, doch fĂŒr mehr als 95 Prozent sind Wilderer in Zimbabwe und SĂŒdafrika verantwortlich“, sagt Stefan Ziegler. Ein Trend der sich 2010 noch einmal dramatisch verschĂ€rft habe.
 
 

 
Global denken – lokal handeln
Essen aus der Region

„Von Markt & Metzger“
von Dagmar von Cramm



Gut essen und dabei auch noch das Klima schĂŒtzen?

Dass es geht zeigt die ErnÀhrungswissenschaftlerin Dagmar von Cramm aus Freiburg.
„Von Markt & Metzger“, der Titel deutet es bereits an, widmet sich den SchĂ€tzen, die man auf lokalen MĂ€rkten ausheben und auf den Tisch bringen kann. Es ist eine LiebeserklĂ€rung an MĂ€rkte und gute Metzger in der Region, in der man lebt.

Dem Essen, Kochen und dafĂŒr Einkaufen den verdienten Stellenwert im Leben zu geben, und dabei schon den Einkauf als Genuss zu empfinden, begleitet als sanfter Unterton alle VorschlĂ€ge zu den Zutaten und der Zubereitung.
Ganz nebenbei bestĂ€rkt man dabei die lokale Wirtschaft und reduziert seinen CO2-Ausstoß. Wer es genau wissen will, kann den Unterschied zwischen dem lokalen Einkauf und dem Einkauf von Produkten aus der ganzen Welt mit einem CO2-Rechner ausrechen. Zum Beispiel bem Bayerischen Landesamt fĂŒr Umwelt:
http://www.lfu.bayern.de/luft/fachinformationen/co2_rechner/index.htm



Die „150 Lieblingsrezepte“ der Autorin sind in gut verstĂ€ndlichen Schritt-fĂŒr-Schritt-Anleitungen zu lesen und schön bebildert. Die einzelnen Rezepte bestechen durch ihre Einfachheit, und dass sie ihren rustikalen Charme bewahrt haben. Sie sind zugleich gesund und pfiffig. Fast immer werden auch Varianten angeboten. Wer es genau wissen möchte, kann die sparsamen Informationen zum NĂ€hrwert am Ende des Rezeptes studieren, ohne die Lust am Kochen und Essen zu verlieren.


Gespickt wird die Rezeptsammlung mit Beschreibungen zum Teil in Vergessenheit geratener Techniken, wie das Zerlegen eines ganzen Huhns und der „Karte“ eines Rindes mit den Bezeichnungen ergiebiger, aber ebenfalls und zu Unrecht „vergessener“ StĂŒcke. Dabei geht die ErnĂ€hrungswissenschaftlerin auch auf Fragen des NĂ€hrwerts von Schwein, Rind und Fisch ein, wobei sie den Leser nicht damit ĂŒberfrachtet. Angeregt wird auch die Überlegung, lieber besseres, sprich ergiebigeres Fleisch zu essen, und dafĂŒr weniger. Nebenbei wird in zwei Beispielen noch vorgerechnet, dass der Einkauf am Markt durchaus billiger sein kann, als beim Discounter.



Von Markt & Metzger

Dagmar von Cramm

Stifung Warentest 2010, EUR 19,90
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Autor: Irene Heitz

 
Buchtipp: Klaus Weber "Das Buch vom guten Pfannkuchen"
Vollwertige Rezepte

Mit Cartoons von Renate Alf

»Alles, was wirklich schön ist, ist rund! Beginnend bei unserem Ursprungsplaneten, ĂŒber das Bild, mit dem sich Sonne und Mond uns zeigen, bis zum Querschnitt von BĂ€umen, dem Grundmuster einer Schneeflocke, dem Steinkreis von Stonehenge: Alles, was den Menschen dauerhaft beeindruckt und erfreut, trĂ€gt die runde Form des Pfannkuchens.«

Klaus Weber nÀhert sich der Erforschung der beliebten Mehlspeise zweifellos auf eine ungewöhnliche und erfrischende Art und Weise. Im ersten Teil des Buches geht es um Themen rund um den Pfannkuchen, um verbreitete MÀrchen und Legenden, um erforderliche Utensilien und Zutaten, um Besonderheiten bei der Zubereitung vollwertiger Pfannkuchen oder um die richtige Wurftechnik beim Wendemanöver wÀhrend des Backens.

Der zweite Teil bietet fast 100 vollwertige Pfannkuchenrezepte, von einfachen Grundrezepten ĂŒber Tipps fĂŒr Fortgeschrittene bis zur »hohen Kunst des Pfannkuchenbackens« mit zahlreichen internationalen Pfannkuchenvarianten. Denn Kaiserschmarrn, Palatschinken und Kratzete gehören ebenso zur Großfamilie des Pfannkuchens wie Taco, Chapati, CrĂȘpe und Blini. Hier ist fĂŒr jeden Geschmack und jeden Anlass etwas dabei – egal ob sĂŒĂŸ und pikant, gerollt und gefaltet, ĂŒberbacken oder gefĂŒllt.

Mit ihren witzigen Cartoons hat Renate Alf »Das Buch vom guten Pfannkuchen« auf gelungene Weise abgerundet.

pala Verlag 2010, 144 Seiten, EUR 8,80
ISBN: 978-3-89566-151-8
 
 

 
Wichtige und interessante Veranstaltungen und Aktionen im Herbst 2010
zusammengestellt von Karin Jehle, Pressestelle der fesa e.V.:

20.10. Umweltminister Röttgen im Audimax, UniversitÀt Freiburg, Vortrag 20 Uhr. Anti-Atom-Flaggen gibt es ab 19:15 vor dem Haupteingang des Audimax.

21.10. Nachhaltigkeit in Unternehmen – ein Besuch bei der Micronas GmbH, Hans-Bunte-Str. 19, Freiburg, 16 bis 18 Uhr www.nachhaltigkeit-als-lebenskunst.de

23.10. Freiburg zeigt Flagge gegen Atom – Aktionstag: Der fesa e.V. ist mit einem Stand in der MĂŒnsterstraße von 9 bis 13 Uhr dabei und freut sich ĂŒber Mitglieder, die uns zur Seite stehen. Flaggen gibt es am Stand und in der GeschĂ€ftsstelle. Anschließend Demonstration. www.fesa.de

23.10. „GrĂŒnes Geld“: Freiburger Tag fĂŒr ethische und ökologische Geldanlagen, Kongress und Ausstellung, Historisches Kaufhaus, MĂŒnsterplatz, 9:30 bis 18:30 Uhr www.gruenes-geld.de

25.10. Energie in Sternen und Menschen: Sonderprogramm im Planetarium Freiburg, Bismarckallee 7g, 19:30 Uhr www.nachhaltigkeit-als-lebenskunst.de

27.10. Klimaschutz, Erneuerbare Energien und die Rolle der Photovoltaik: Vortrag von Prof. Dr. Gerhard Willeke, Fraunhofer ISE, Heidenhofstr. 2, 16 Uhr www.nachhaltigkeit-als-lebenskunst.de

30.10. Samstags-Forum Regio Freiburg: 10 Jahre Solarsiedlung Freiburg. PlusenergiegebĂ€ude: Vom Heliotrop zum Sonnenschiff und fĂŒr morgen. 10:30 UniversitĂ€t Freiburg, 13 Uhr FĂŒhrung: Solarsiedlung und Sonnenschiff www.ecotrinova.de

6.11. Samstags-Forum Regio Freiburg: 1. Freiburger Stromspargipfel: Schnelles Stromsparen im Haushalt und Gewerbe: 10:30 Uhr Podium, UniversitĂ€t Freiburg, 13 Uhr FĂŒhrung und Aktion www.ecotrinova.de

10.11. Stiftungen gestalten Zukunft – 2. Freiburger Stiftungstag, Historisches Kaufhaus, 10 bis 17 Uhr http://www.freiburg.de/servlet/PB/menu/1220185_l1/index.html

13.11. Samstags-Forum Regio Freiburg: anlÀsslich Deutsche Passivhaustage 2010
10:30 Uhr VortrÀge: Beispiel Freiburg-Weingarten 2020 und Buggingerstr. 50
Energieeffizient-solare und soziale Stadtteilsanierung in Freiburg, 12.45 bis 14 Uhr FĂŒhrung www.ecotrinova.de

25.11. fesa-Event: „CO2-Fußabdruck, Impulsvortrag und Weinprobe mit Erfahrungsbericht im Weingut ZĂ€hringer, Heitersheim, 19 Uhr www.fesa.de

27.11. Samstags-Forum Regio Freiburg: Jenseits von gut und böse - Elektroschrott: Unsere Computer und Fernseher. Vom Breisgau nach Afrika und zurĂŒck? 11:00 Uhr Vortrag, UniversitĂ€t Freiburg, 13 Uhr FĂŒhrung, Recyclinghof www.ecotrinova.de

16.12. Buchvorstellung „Der Energethische Imperativ“, 19 Uhr Katholische Akademie, Freiburg. Veranstalter: fesa e.V., 100% GmbH und Katholische Akademie
 
 

 
Stromsparen in Freiburg: jetzt aber intensiv anpacken!
Freiburger Stromspar-Forum und Stromspar-Fonds gefordert

Das Stromsparziel von Gemeinderat und Stadt Freiburg, ab 2003/2004 bis 2010 den Verbrauch in der Gesamtstadt um 10 Prozent zu senken, wird u.a. deswegen weit verfehlt, weil die Stadt seit 2003 zwar eine Reihe begrĂŒĂŸenswerter kleinerer Maßnahmen, aber kein massives Programm mit allen Akteuren angepackt hat, so Dr. Georg Löser, Vorsitzender und Stromsparexperte beim Freiburger Verein ECOtrinova e.V.. Dabei hat die Internationale Energieagentur, so Löser, schon 2005 einen Bericht vorgelegt, wie sogar ganze Staaten binnen weniger Monate solche Ziele fĂŒr einige Zeit erreichen oder sogar in besonderen FĂ€llen binnen weniger Tage den Verbrauch zumindest ein paar Prozent senken. Der Bericht heißt „Saving Electricity in a hurry“, auf Deutsch etwa: „Stromsparen ganz schnell“. Er wird von ECOtrinova e.V. am 6.11.2010 in der UniversitĂ€t beim 1. Freiburger Stromspargipfel im Rahmen des Samstags-Forum vorgestellt (ab 10:30 Uhr Hörsaal 1015 KG 1).

Zum anderen fehlt im Umweltschutzamt der Stadt und bei der Energieagentur Regio Freiburg eindeutig Personal, um starke Stromsparziele mit der Bevölkerung, dem Handwerk, den verbrauchenden Unternehmen, Architekten und anderen Planern und auch im eigenen Bereich der Stadt zu verwirklichen. Denn das zumeist finanziell sehr lohnende Stromsparen muss auch organisiert werden, etwa wie frĂŒher bei der berĂŒhmten Aktion „Meister Lampe“ der Freiburger Energie und Wasserversorgung AG FEW Mitte der 90er Jahre. So wartet ECOtrinova seit der Messe GET 2009, anlĂ€ĂŸlich der eine Idee dazu vorgetragen wurde, bisher vergeblich auf ein massives Austauschprogramm fĂŒr KĂŒhlschranke, um diese Stromfresser in Freiburg gegen solche mit Kennzeichen A++ oder nun A+++ auszutauschen. In Frankfurt am Main wurde kĂŒrzlich ein solches allerdings noch viel zu kleines Austauschprogramm durchgefĂŒhrt. Auch fehlt in Freiburg zum Beispiel ein Programm von Stadt und Badenova zum Ersatz der stromfressenden Elektroheizungen in Altbauten. Statt dessen werden immer noch viele Neubaugebiete ohne Energiekonzept errichtet und damit fĂŒr elektrische Heizungs-WĂ€rmepumpen freigegeben, die viel zu oft als verkappte Kohlestromheizungen auch klar negativ fĂŒr den Klimaschutz sind, wie Feldtests in Deutschland gezeigt haben.

FĂŒr die sehr zahlreichen öffentlichen GebĂ€ude in Freiburg von Stadt und Land fehlt jeweils ein ĂŒppig ausgestatteter „rotierender Stromsparfonds“, aus dem lohnende Stromsparinvestitionen alsbald finanziert werden und der mit den jĂ€hrlichen Einsparungen wiederaufgefĂŒllt wird. FĂŒr Freiburg und sollte ein solcher Fonds umgehend eingerichtet werden z.B. aus Mitteln der Konzessionsabgabe auf Strom. Denn sonst könnte der Verdacht bleiben, dass man sich ĂŒber unnötig hohen Stromverbrauch freut, da Stadt, Badenova und fremde Stromversorger an jeder in Freiburg verbrauchten Kilowattstunde verdienen. Stattdessen sollte Ziel sein, „Stromspar-Dienstleistung“ fĂŒr Pumpen, KĂ€lte, KĂŒhlen, Licht, LĂŒftung usw. zu verkaufen mit Einsatz möglichst weniger Kilowattstunden. Das wĂ€re auch im Sinne der neuen umfassenden ökologischen Unternehmensziele von Badenova.

ECOtrinova schlĂ€gt daher vor, noch in 2010 fĂŒr groß angelegte Stromsparprojekte ein „Freiburger Stromspar-Forum“ einzurichten. Dabei sollten auch die BĂŒrgerschaft und Umweltschutzvereine wie ECOtrinova und das KlimabĂŒndnis Freiburg beteiligt und unterstĂŒtzt werden. Beim Umweltschutzamt der Stadt muss ab Haushalt 2011 umgehend die „Engstelle Personalmangel fĂŒrs Stromsparen“ beseitigt werden. Auch die Handwerkskammer, die Energieagentur und der neue Wirtschaftsverband 100 Prozent GmbH sollten, so ECOtrinova Vorsitzender Dr. Georg Löser, entsprechend agieren.
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