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Verschiedenes

Buchtipp: Volle Tanks - leere Teller
Foto: Titelbild "Volle Tanks-Leere Teller"
 
Buchtipp: Volle Tanks - leere Teller
Der Preis f√ľr Agrotreibstoffe: Hunger, Vertreibung, Umweltzerst√∂rung

Mit dem Getreide, das ben√∂tigt wird, um den 100 Liter-Tank eines Gel√§ndewagens zu f√ľllen, kann ein Mensch ein Jahr ern√§hrt werden.

Ob es ethisch zu rechtfertigen ist, Nahrungsmittel in Treibstoff umzuwandeln, ist eine der Fragen, die das Buch "Volle Tanks - leere Teller" aus der Reihe caritas international - brennpunkte aufwirft. Die von der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten forcierten "Agrotreibstoffe" haben in der Agrar-Branche Goldgräberstimmung aufkommen lassen.

Das gilt auch f√ľr die Dritte Welt, wo derzeit Plantagen gigantischen Ausma√ües entstehen. Die Konsequenzen sind verheerend: Verlust der Biodiversit√§t, Anheizen des Weltklimas und Hunger. Die Buchautoren ergr√ľnden Ursachen und Wirkungen dieses Geschehens mit Analysen und Reportagen von den Brennpunkten.

Das Buch "Volle Tanks - leere Teller. Der Preis f√ľr Agrokraftstoffe: Hunger, Vertreibung, Umweltzerst√∂rung" wurde herausgegeben von Wolfgang Hees, Oliver M√ľller und Matthias Sch√ľth in der Reihe "caritas international - brennpunkte 2007", hat ca. 200 Seiten mit vierfarbigen Abbildungen

Lambertus-Verlag, Freiburg

EUR 25,00 / SFr 43,90

ISBN 978-3-7841-1791-1
 
 

 
"Augen zu, Mund auf!"- Geschmacksseminar mit Blindverkostung
in der Volkshochschule im Schwarzen Kloster am Sonntag, 20. April

Veranstaltungsreihe "Nachhaltigkeit als Lebenskunst"

Schmecken wir noch, was uns auf der Zunge liegt? In dem
Geschmacksseminar ?Augen zu, Mund auf!? geht es um die
sinnliche Seite der Ernährung, den Zusammenhang von
Schmecken, Riechen und sogar Hören.

Nach einem kurzen Einf√ľhrungsvortrag und Geschmacksexperimenten
erwarten die Teilnehmenden anregende Kostproben
und eine Blindverkostung. Was einem schmeckt, ist zumindest
h√§ufig Gewohnheitssache. Wer auf k√ľnstliche Geschmacksverst√§rker,
auf sehr s√ľ√ües oder salziges Essen geeicht
ist, verliert die Sensibilität seiner Geschmackspapillen
und bevorzugt Essen, das auf längere Sicht der eigenen Gesundheit
nachhaltig schadet. Dieses Seminar hilft die eigenen
Geschmacksempfindungen zu pr√ľfen beziehungsweise zu
reaktivieren.

Das Geschmacksseminar mit Elke Adam und Bärbel Gebhardt
findet am Sonntag, 20. April von 10.30 Uhr bis 16.00
Uhr im Barocksaal in der Volkshochschule (VHS) im
Schwarzen Kloster, Rotteckring 12 statt.

Interessierte können sich bei der VHS entweder telefonisch
unter der Nummer: 3689510 oder per E-Mail unter info@vhsfreiburg.
de anmelden.

Die Teilnahmegeb√ľhr betr√§gt 39 Euro inklusive Lebensmittelkosten.
Teilnehmer/-innen sollen eine Schlafbrille oder eine
Augenbinde mitbringen.
 
 

Kräuterinfos auf einen Klick
Sonnenhut / Foto: √Ėkostation Freiburg
 
Kräuterinfos auf einen Klick
Wer sich √ľber Kr√§uter und ihre Verwendung genauer informieren m√∂chte, wird jetzt auf der Homepage der Freiburger √Ėkostation f√ľndig. Der beliebte Heilkr√§utergarten im Seepark wurde jetzt ins Netz gestellt. Die Seite beinhaltet einen digitalisierten Gartenplan, Pflanzenbeschreibungen mit Fotos und Verwendungstipps von √ľber 150 Arznei,- Tee- und K√ľchenkr√§utern. Per Mausklick erhalten Kr√§uterfans so schnell und einfach einen fundierten Einblick in die Welt der Kr√§uter und wertvolle Tipps f√ľr die eigene Gesundheit. Am 13.04., dem Gartensonntag in der √Ėkostation, wird die Homepage frei geschaltet.



Ein Tee aus marokkanischer Minze, eine asiatische Fischpfanne mit Zitronengras, Beinwellwurzeln f√ľr ein verletztes Knie, Lavendelkisssen als Einschlafhilfe oder Rosmarin als Fitmacher - Kr√§uter bringen W√ľrze in den Alltag. Wer das n√∂tige Wissen √ľber Pflanzen hat, kann die unverf√§lschte Kraft der Kr√§uter nutzen und ihre wunderbaren Aromen genie√üen. Modernes Kr√§uterwissen ist en vogue; G√§rtnereien bieten gerade jetzt im Fr√ľhjahr zahlreiche neue Arten und Sorten an. Da braucht es einen roten Faden, um zu wissen, welches Kraut f√ľr den eigenen Garten geeignet ist und welches f√ľr die Hausapotheke, die gesunde K√ľche oder f√ľr Wellness das richtige ist. Dar√ľber will die √Ėkostation, das Umweltbildungszentrum des BUND, umfassend aufkl√§ren.



Der Heilkr√§utergarten im Freiburger Seepark, der vor 20 Jahren nach dem Vorbild mittelalterlicher Klosterg√§rten angelegt wurde, beherbergt auf einer Fl√§che von 200 qm √ľber 150 verschiedene Pflanzenarten. Er ist thematisch in 22 Beete gegliedert, die nach ihrer Anwendungen geordnet sind. Jetzt wurde der Heilkr√§utergarten online f√ľr jeden zug√§nglich gemacht. Die neue Website entstand auf Initiative von Heinz Hauenstein, einem Ehrenamtlichen aus der Gartengruppe in Zusammenarbeit mit Heide Bergmann vom Leitungsteam, die soeben ein Kr√§uterbuch (?Kr√§uter f√ľr jeden Garten?, GU Verlag, M√ľnchen) ver√∂ffentlicht hat. Die Beschreibungen der gebr√§uchlichsten Pflanzen von Alant bis Zitronenverbene mit den prachtvollen Fotografien von Heinz Hauenstein informieren √ľber Botanik, Standort, Heilwirkung und Anwendung der Kr√§uter. Ein allgemeiner Teil mit Kr√§uterinformationen rundet die Seite ab. Ab dem 13.04.2008. k√∂nnen neugierige Kr√§uterfans unter www.oekostation.de diese Informationen nutzen.



Allerdings soll die Website das echte Aroma beim Anfassen, Riechen und Schmecken der Kr√§uter nicht ersetzen. Deshalb l√§dt die √Ėkostation nach wie vor zu einem Besuch herzlich ein. Die √Ėffnungszeiten sind Mo-Fr 9 - 17 Uhr. Im Fr√ľhling finden verschiedene Kr√§uterkurse statt. Jeden Donnerstag Nachmittag ist eine Gartenberatung.
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Stadt Freiburg erneut erfolgreich bei Klimaschutz-Plus-Anträgen
Umweltb√ľrgermeisterin Gerda Stuchlik: ?So viele F√∂rderantr√§ge
wie noch nie! Neben der CO2-Einsparung rechnen
sich die Investitionen in Energiemaßnahmen auch in
wirtschaftlicher Hinsicht, da sie nachhaltig Betriebskosten
senken.?

Knapp 700.000 Euro Fördergelder und damit rund 10 Prozent
des Investitionsvolumens

Auch in diesem Jahr konnte die Stadt Freiburg wieder inoffizielle
Landesmeisterin f√ľr die F√∂rderzusagen von Klimaschutz-
Plus-Anträgen werden. Knapp 700.000 Euro sind an
Förderzusagen aus dem Landesprogramm 2007 in diesem
Jahr f√ľr Projekte der Stadt Freiburg eingegangen. Die stadteigenen
Investitionen in 20 Schulen sowie die Dreisamhalle
und das Haus der Jugend, f√ľr die F√∂rderantr√§ge gestellt wurden,
betragen rund sieben Millionen Euro. Der Hauptteil mit
rund 4,4 Millionen Euro wird in die Sanierung von Flachdächern
investiert, die restlichen Mittel gehen in umfangreiche
Wärmeschutzmaßnahmen. Die Investitionen sparen im Jahr
rund 642 Tonnen CO2 ein. Auf 25 Jahre gerechnet kommen
√ľber 15.000 Tonnen CO2-Einsparung zusammen.

?So viele F√∂rderantr√§ge wie f√ľr das letzte Jahr haben wir
noch nie gestellt!?, erkl√§rt Umweltb√ľrgermeisterin Gerda
Stuchlik. ?Da wir die Investitionen in die Schulen 2008
fortf√ľhren, werden wir auch f√ľr das diesj√§hrige Programm
wieder entsprechende Anträge stellen. Denn neben der CO2-
Einsparung rechnen sich die Investitionen in Energiemaßnahmen
auch in wirtschaftlicher Hinsicht, da diese nachhaltig
die Betriebskosten senken.?

Ziel des Landesprogramms ?Klimaschutz Plus? ist es, den
Kohlendioxidausstoß langfristig und nachhaltig zu verringern.
Gefördert werden an betrieblich genutzten Gebäude und kommunalen
Gebäuden unter anderem Wärmedämmung, der
Einsatz regenerativer Energie wie Holzpellets, solarthermische
Anlagen oder eine rationelle Energieanwendung wie
durch Blockheizkraftwerke.
 
 

 
Altbachschlucht in Zähringen ab sofort gesperrt
Seit Jahren wird vom städtischen Garten- und Tiefbauamt in
der Altbachschlucht eine fortschreitende Erosion an den zum
Teil sehr steilen Böschungen beobachtet. Das abrutschende
Material verengt das Tal immer mehr und √ľbersch√ľttet streckenweise
den Fußweg, so dass ein gefahrloses Begehen
nicht mehr möglich ist. An einigen Stellen wurden Baumwurzeln
so stark unterhöhlt, dass akut mit dem Abrutschen der
Bäume zu rechnen ist.

Im Bereich des Zugangs von ?In den Weihermatten? wurden
vor Jahren Rundpalisaden eingebaut, die den steilen Hang
abst√ľtzen. Diese Palisaden halten dem zunehmenden Hangdruck
nicht mehr stand und sind einsturzgefährdet. Auch in
der B√ľrgerschaft von Z√§hringen wurde diese Entwicklung beobachtet
und dem Garten- und Tiefbauamt mitgeteilt.

Deshalb hat das Garten- und Tiefbauamt zusammen mit einem
unabh√§ngigen Sachverst√§ndigen eine Begehung durchgef√ľhrt.
Der Sachverständige bestätigte die Einschätzung des
Garten- und Tiefbauamts und riet zu einer sofortigen Sperrung
des gefährlichen Teils der Altbachschlucht. Die akuten
Gefahrenbereiche werden so schnell wie möglich beseitigt.
Aufgrund der beengten Verhältnisse in der Altbachschlucht
kann voraussichtlich nicht mit herkömmlichen Baumaschinen
gearbeitet werden. Es ist deshalb zum jetzigen Zeitpunkt nicht
einzuschätzen, wie lange die Sperrung aufrecht erhalten werden
muss.

Das Garten- und Tiefbauamt dankt den B√ľrgerinnen und B√ľrgern
f√ľr ihr Verst√§ndnis.
 
 

 
Windkraft vermehrt nutzen und Energieimporte verringern...
.... St√§rkung f√ľr den l√§ndlichen Raum!

Regionalplanung blockiert lokale Wertschöpfung:

Seit 2 Jahren keine neuen Windenergieanlagen im S√ľdlichen Oberrhein m√∂glich!

?Energiekosten, bislang √ľberwiegend in fossile Energien- und damit fremde Volkswirtschaften- investiert, k√∂nnen f√ľr l√§ndliche R√§ume eine regionalwirtschaftliche relevante Einnahmequelle darstellen? so Dr. Dieter Karlin, Direktor des Regionalverbandes S√ľdlicher Oberrhein in seinem Bericht zur Regionalen Strategie f√ľr die Entwicklung des L√§ndlichen Raumes (Pusemor). Obwohl, wie eine Studie des Umweltbundesamtes zeigt, unter Einbeziehung der volkswirtschaftlichen Kosten die Windenergienutzung die g√ľnstigste Stromerzeugungsart ist, wurde seit der Verabschiedung der Vorranggebiete f√ľr Windenergie im Regionalverband S√ľdlicher Oberrhein keine einzige Anlage mehr errichtet. Der Ausschluss windg√ľnstiger und die Ausweisung windschwacher Standorte hat System und verhindert wichtige Impulse zur lokalen Wertsch√∂pfung gerade in strukturell benachteiligten Gemeinden. Mit der aktuellen Verg√ľtung von 8,1Cent/kWh liegt die Stromerzeugung aus Windkraft sehr dicht am Gro√ühandelspreis der Europ√§ischen Stromb√∂rse. Addiert man hierzu noch die erforderlichen Netzkosten bis zur Durchleitung in unsere importabh√§ngige Region am Oberrhein ist bereits heute die Windenergie preisg√ľnstiger als konventioneller Strom. Gerade vor dem Hintergrund, dass die europ√§ische Monopolkommission in ihrem Sondergutachten 2007 zum Ergebnis kommt, dass der deutsche Wettbewerb im Bereich der Energieversorgung immer noch nicht funktioniere, bieten sich Kommunen mit exponierten H√∂henlagen in der Region S√ľdlicher Oberrhein gro√üe Chancen zur St√§rkung der Eigenst√§ndigkeit. Warum mach ich meinen Strom zuk√ľnftig nicht selbst, sagen sich angesichts st√§ndig steigender Strompreise viele H√§uslebauer und installieren sich eine Photovoltaikanlage aufs eigene Dach. Was dem H√§uslebauer sein Dach ist der Gemeinde Ihre kommunale Gipfellage. In exponierten Lagen kann so eine l√§ndliche Gemeinde mit den neuesten Windenergieanlagen (WEA)- Typen mit ca. 6.000kW Nennleistung rund 20Mio kWh pro Jahr ?gen√ľgend Strom f√ľr rund 23.000 B√ľrger und B√ľrgerinnen- selbst erzeugen. Die Gemeinde wird gegen√ľber den Energie-Monopolisten unabh√§ngiger, st√§rkt den Wettbewerb und k√∂nnte mit einer lokalen Marke die eigenen Klimaziele vor Ort f√ľr ihre B√ľrger und B√ľrgerinnen umsetzen. So wollten beispielsweise die Gemeinden Freiamt im Kreis Emmendingen, Loffenau und Schuttertal auf ihren Gemarkungen durch Windenergie einen verst√§rkten Beitrag zum Klimaschutz realisieren. Die Regionalplanung schob ihnen aber einen Riegel vor und untersagte der Gemeinde Freiamt eine Umsetzung eines einstimmigen Gemeinderatsbeschlusses, zu den vorhandenen 4 Windturbinen zwei weitere mit einer B√ľrgerfinanzierung zu errichten. ?Der erste Schritt w√§re eine Lockerung f√ľr derartige kommunale Windkraft-Initiativen in den Regionalpl√§nen. Bis 2020 kann die Windenergie schon mit 150- 300 guten Standorten 10% des Baden-W√ľrttembergischen Strombedarfs abdecken? erg√§nzt Erhard Schulz stellv. Landesvorsitzender des Bundesverbandes WindEnergie.

Leider ist es aktuell auch nicht m√∂glich, bereits bestehende WEA au√üerhalb von Vorranggebieten zu optimieren. Seit 1996 drehen sich beispielsweise drei Windenergieanlagen mit 110kW und 2* mit 132 kW Nennleistung auf der Hornisgrinde. Peter Griebl, Betreiber des kleinen Windparks: ? Die Windertr√§ge sind hier oben in 1163 m √ľ. NN hervorragend selbst im Vergleich zu Standorten an der norddeutschen K√ľste. Gerne w√ľrden wir unsere alten Windm√ľhlen durch modernere und effektivere Anlagen ersetzen, doch dies untersagt u.a. die Regionalplanung?. Konkret hat der Regionalverband S√ľdlicher Oberrhein in der N√§he der Hornisgrinde an der n√∂rdlichen Grenze des Regionalverbandes im Bereich der Sattellage ?Unterstmatt? in rund 920m √ľ. NN eines seiner 13 Vorranggebiete ausgewiesen. ? Mit einer Standortzuweisung 40m unterhalb der Talstation des Skiliftes Unterstmatt wird absichtlich Klimaschutz verhindert, denn WEA sind hier wirtschaftlich nicht zu betreiben? so Dipl.-Ing. Andreas Heizmann, Vorsitzender des BWE im Regierungsbezirk Freiburg. Angesichts der aktuellen Bek√§mpfung der Tigerm√ľcke zur Vermeidung der Tropenkrankheit Dengue-Fieber m√ľsste der Regionalpolitik doch klar sein, dass auch wir vom Klimawandel betroffen sind. Heizmann abschlie√üend: ?Es ist f√ľr mich angesichts zunehmender Trockenperioden unverst√§ndlich, weiterhin auf k√ľhlwasserabh√§ngige, konventionelle Stromerzeugung zu vertrauen und parallel auf die k√ľhlwasserunabh√§ngige Windenergienutzung in effizienten Gipfellagen im Verbandsgebiet des s√ľdlichen Oberrheins zu verzichten?.
 
 

 
Vergiftungsinformationszentrale feiert 40-jähriges Bestehen
Umweltministerin Tanja Gönner zieht positive Bilanz: "Entwicklung gleicht einer Erfolgsgeschichte."

Zahl der Vergiftungsnotf√§lle auf Rekordstand: 2007 √ľber 20.000 Beratungen - G√∂nner mahnt zu sorgsamem Umgang mit Chemikalien: Kinder besonders gef√§hrdet

VIZ als wichtiges Fr√ľhwarnsystem: Durch Falldokumentation werden neue Gefahrenquellen erkannt

Im Beisein von Umweltministerin Tanja G√∂nner feiert heute (4. April 2008) die bei der Universit√§tsklinik Freiburg angesiedelte Vergiftungsinformationszentrale (VIZ) mit einem Fachsymposium ihr 40-j√§hriges Bestehen. "Die Vergiftungsinformationszentrale hat sich vor allem durch Leistung, Kompetenz und Erfahrung zu einer fest etablierten Einrichtung entwickelt, die weit √ľber die Landesgrenzen hinaus Anerkennung findet. 40 Jahre VIZ sind eine Erfolgsgeschichte", erkl√§rte Umweltministerin G√∂nner.

Über 20.000 rat- und hilfesuchende Menschen wendeten sich im vergangenen Jahr vor allem bei Vergiftungsnotfällen an die Einrichtung, erläuterte Gönner. "Das ist ein Rekordstand." Allein in den vergangenen sechs Jahren verdoppelten sich damit die Anfragen beim VIZ. "In den allermeisten Fällen konnte rasch geholfen werden, so dass schlimmere Folgen eines Giftkontakts abgewendet werden konnten. Durch eine effektive Soforthilfe ist außerdem häufig keine weitere ärztliche Behandlung mehr erforderlich", so Gönner. Die Leistungen und das Engagement der Einrichtung sowie ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verdiene große Anerkennung. Die VIZ bietet rund um die Uhr seine Dienste an. Die VIZ wird vom Umweltministerium mit jährlich 279.000 Euro gefördert.

Die Zahl der Chemikalien, die im Alltag Anwendung finden, steige stetig an, so G√∂nner. "Die neuen Stoffe sollen beispielsweise als Medikamente bei Krankheiten helfen oder auch als Reinigungsmittel das t√§gliche Saubermachen im Haushalt erleichtern. Mit der wachsenden Zahl und Verbreitung von Chemikalien steigen jedoch bei nicht sachgem√§√üem Gebrauch die Vergiftungsgefahren", mahnte G√∂nner. Besonders gef√§hrdet seien Kleinkinder im Alter von null bis vier Jahren. √úber die H√§lfte (52 Prozent) der bei der VIZ eingehenden Vergiftungsnotf√§lle betreffen Kinder dieser Altersgruppe. "Ursachen f√ľr Vergiftungen bei Kindern sind zumeist Leichtsinn und eine zum Teil unverantwortbare Sorglosigkeit im Umgang mit Chemikalien, wenn beispielsweise L√∂sungsmittel in Getr√§nkeflaschen abgef√ľllt und f√ľr Kinder zug√§nglich aufbewahrt werden." Etwa ein Drittel der Vergiftungen gehe auf den unsachgem√§√üen Gebrauch von Haushaltschemikalien und Pflanzenschutzmitteln zur√ľck, gefolgt von Arzneimittelvergiftungen mit rund 32 Prozent. "Das ist das Gros der aktuellen Vergiftungsf√§lle. In Haushalten mit Kleinkindern muss deshalb eine besondere Sorgfalt gelten", mahnte G√∂nner. "Gef√§hrliche Chemikalien ob als Haushaltsmittel oder Medikamente geh√∂ren nicht in Kinderh√§nde."

Die VIZ leiste im Bereich der Vorbeugung wichtige Informations- und Aufkl√§rungsarbeit, betonte G√∂nner. "Die √ľberwiegende Zahl der Vergiftungsnotf√§lle ist vermeidbar. Die Pr√§vention hat deshalb einen hohen Stellenwert." Durch die Dokumentation von Vergiftungsf√§llen beim VIZ w√ľrden au√üerdem etwaige H√§ufungen von Vergiftungsf√§llen erkannt. "Dadurch werden Gefahren erst entdeckt, so dass rasch reagiert werden kann", so G√∂nner. So sei im Fr√ľhjahr 2006 ein zur Oberfl√§chenversiegelung im Sanit√§rbereich verkauftes 'Nano-Spray' nach nur einem Tag aus dem Handel genommen worden, nach dem sich bei Anwendern schwere Atembeschwerden h√§uften. Auch das Verbot gef√§rbter und parf√ľmierter Lampen√∂le im Jahr 2000 gehe auf die seinerzeit von der VIZ gemeldete Zunahme von Vergiftungsf√§llen zur√ľck. "Durch die Falldokumentationen werden neue Gefahrenquellen erkannt. Die VIZ ist ein wichtiges Fr√ľhwarnsystem."

Die VIZ ist rund um die Uhr erreichbar unter Tel.-Nr. 07 61 - 1 92 40
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Zwei Sonnen-Energie-Wege im Eurodistrikt Region Freiburg / Centre et Sud Alsace
Neues Projekt zur Lokalen Agenda 21 startet - Vereine und B√ľrger aus Freiburg und Region zur Mitwirkung eingeladen.

Freiburger Verein ECOtrinova gewann Landeswettbewerb zur Lokalen Agenda21

* * * * *
Zwei grenz√ľberschreitende Sonnen-Energie-Wege als Lehrpfade im Eurodistrikt Region Freiburg / Centre et Sud Alsace will der in Freiburg ans√§ssige gemeinn√ľtzige Verein ECOtrinova zusammen mit Vereinen und sachkundigen B√ľrgern aus Freiburg, den Kreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen sowie aus dem Elsa√ü entwickeln. Ein erstes von zwei badisch-els√§ssischen Arbeitstreffen dazu wird am Samstag, 12. April 2008 in Freiburg stattfinden. Projektleiter und Initiator Dr. Georg L√∂ser von ECOtrinova und Dietrich Limberger vom Agenda 21-B√ľro Freiburg laden zusammen mit Partnern von beiderseits des Rheins hierzu herzlich ein. Anmeldungen zur Mitarbeit und zum 12. April nimmt ECOtrinova e.V. gern entgegen an ecotrinova@web.de oder an ECOtrinova e.V. im Treffpunkt Freiburg, Schwarzwaldstr. 78 d, D-79117 Freiburg, T.0761-21687-30, Fax -32.

Beide Wege sollen grenz√ľberschreitend insgesamt 48 Vorbildobjekte zu erneuerbaren Energien und Energiesparen darstellen. Der erste rund 80 km lange Lehrpfad wird vom Hochschwarzwald durch das Dreisamtal, Freiburg und Breisach nach Colmar bis in Vogesent√§ler f√ľhren, der zweite Weg vom Elztal √ľber Emmendingen nach S√©lestat bis in die dortigen Vogesent√§ler.

Die Ergebnisse des Projekts sollen im Herbst 2008 im Internet und in einer Brosch√ľre ver√∂ffentlicht werden. Die Lehrpfad-Stationen k√∂nnen dann von Interessierten, wahlweise mit oder ohne F√ľhrung durch beteiligte Gruppen insgesamt, auf Teilstrecken oder einzeln besichtigt werden. ECOtrinova hat f√ľr das Projekt "Zwei grenz√ľberschreitende Sonnen-Energie-Wege f√ľr Klimaschutz, Bildung und Tourismus im Eurodistrikt Region Freiburg/Centre et Sud Alsace"; als ein Gewinner des Landeswettbewerbs f√ľr Projekte zur Lokalen Agenda Mittel vom Umweltministerium Baden-W√ľrttemberg erhalten. Der Verein wird au√üerdem unterst√ľtzt vom Agenda 21-B√ľro Freiburg, der ECO-Stiftung und durch ehrenamtliche Mitarbeit.

Weitere Informationen und das Programm zum 12.4.08 gibt es bei www.ecotrinova.de unter Aktuelles und Projekte/Sonnen-Energie-Wege
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