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Verschiedenes

Welt-Klimastudie zeigt 200 Lösungen für eine grüne Wirtschaft auf
© Chris Martin Bahr / WWF-Canon
 
Welt-Klimastudie zeigt 200 Lösungen für eine grüne Wirtschaft auf
Berlin/Brüssel, 26.01.2009 – Ein radikales Umsteuern hin zu einer klimafreundlichen Weltwirtschaft ist zu überraschend geringen Kosten möglich. Zu diesem Schluss kommt ein heute in Brüssel veröffentlichter McKinsey-Report. Die jährlichen Aufwendungen für eine klimafreundliche Wirtschaftspolitik liegen demnach bei etwa 150 bis 400 Milliarden Euro im Jahr oder vier bis zehn Euro pro Tonne eingesparter Treibhausgase. Das entspricht weniger als einem Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts. „Der Kampf gegen den Klimawandel ist nicht nur notwendig, er ist auch bezahlbar“, so die Leiterin des WWF-Klimaprogramms, Regine Günther. Die Kosten eines ungebremsten Klimawandels seien ungleich höher, sie werden von Experten auf fünf bis 20 Prozent des Weltinlandsprodukts geschätzt.

Mit den 200 von McKinsey untersuchten Maßnahmen ließen sich die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 40 Prozent gegenüber 1990 senken, gegenüber einem „business as usual“-Szenario wären es sogar 70 Prozent. So könnten durch den Ausbau erneuerbarer Energien wie Wind-, Wasser- und Sonnenkraft bis 2030 rund 14 Milliarden Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Eine nachhaltigere Landnutzung und Forstwirtschaft könnte die Treibhausgasbelastung noch einmal um 14 Milliarden Tonnen absenken. Und konsequente Investitionen in mehr Energieeffizienz würden nach Ansicht der Autoren mit 11 Milliarden Tonnen weniger CO2 zu Buche schlagen. Bis zu 30 Prozent des Strombedarfs könnten bis 2030 aus erneuerbaren Energien gedeckt werden, heißt es in der Studie. Die dramatische Abholzung der Wälder in Entwicklungsländern soll in den nächsten 20 Jahren gestoppt werden können.

„Die infolge von Finanz- und Wirtschaftskrise nötigen Ausgaben schaffen auch neue Möglichkeiten, um in Klimaschutz zu investieren. Der McKinsey-Report zeigt hier gangbare Wege auf“, so die WWF-Klimaexpertin. Die Studie führe eindrucksvoll vor Augen, dass der internationalen Staatengemeinschaft nur noch zehn Jahre bleiben, um die globale Erwärmung auf zwei Grad Celsius zu begrenzen.

Der WWF zählt zu einer Gruppe von Sponsoren, die die McKinsey-Studie finanziert haben. Der Fokus der unabhängigen Autoren liegt auf einer wirtschaftlichen Analyse der CO2-Einsparmöglichkeiten. Die Studie liefere deshalb wertvolle Ergebnisse, so der WWF. Leider habe der Bericht aber auch Mängel – etwa in der Bewertung der Atomkraft. „Risiken wie Atomunfälle und radioaktive Abfälle werden nicht berücksichtigt. Die Gesamtkosten und Risiken der Kernenergie sind kaum zu bewerten“, kritisiert Regine Günther. Andere Möglichkeiten der CO2-Einsparung – wie zum Beispiel die Kraftwärmekopplung – seien sinnvoller.
 
 

85 Prozent der Verbraucher wollen Ă–ko-Fisch
© S. Vielmo / F. Dott / WWF
 
85 Prozent der Verbraucher wollen Ă–ko-Fisch
WWF unterstĂĽtzt EDEKA-Gruppe bei Umstellung auf Fisch aus nachhaltiger Fischerei, Partner fordern Umdenken der Politik

Der WWF und die Hamburger EDEKA -Gruppe haben auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin ihre Kooperation für nachhaltige Fischprodukte vorgestellt. Mit Unterstützung der Umweltschützer will der größte deutsche Lebensmittelhändler bis Ende 2011 nur noch Fisch aus nachhaltiger Fischerei anbieten. „Diese Partnerschaft ist wegweisend für einen schonenden Umgang mit der Ressource Fisch. Die EDEKA -Gruppe hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt. Der WWF steht EDEKA beratend zur Seite und begleitet die Umstellung des Fisch-Sortiments“, erläutert WWF-Geschäftsführer Eberhard Brandes.

Laut einer vom WWF in Auftrag gegebenen repräsentativen Forsa-Umfrage entspricht die EDEKA -Gruppe mit ihrer Nachhaltigkeits-Strategie dem Willen der Verbraucher. 85 Prozent der 1002 Befragten sind der Auffassung, dass Supermärkte und Fischgeschäfte keinen Fisch mehr anbieten sollten, bei dessen Fang oder Zucht die Meeresumwelt geschädigt wird.

Auf Dauer setzt EDEKA vor allem auf Fischprodukte, die das Siegel des Marine Stewardship Council (MSC) tragen oder aus nachhaltiger Aquakultur stammen. „Als Marktführer sehen wir uns in einer besonderen Verantwortung, auch künftig das Fischangebot zu sichern. Und dies geht nur, wenn wir zum Schutz der weltweiten Fischbestände beitragen und uns für umweltschonende Fangmethoden einsetzen“, betont Markus Mosa, Vorstandsvorsitzender der EDEKA AG.

Auch die Politik müsse umsteuern, fordern die Partner. 94 Prozent der Bürger sind laut WWF-Umfrage der Auffassung, die Regierungen sollten die Meere durch strengere Gesetze und stärkere Kontrollen besser schützen. Der WWF und EDEKA setzen sich für eine neue, umweltfreundliche Fischereipolitik ein. Gemeinsam fordern die Umweltschützer und der Lebensmittelkonzern die drastische Verringerung des Beifangs von Meeresschildkröten, Haien, Delfinen und Fisch. Diese Fänge werden meist noch auf See wie Müll wieder über Bord geworfen (sogenannter „Rückwurf“). Die Beifangvermeidung und ein Rückwurfverbot müssten ein zentrales Ziel der anstehenden EU-Fischereireform sein, fordern EDEKA und der WWF.

Nach Angaben des WWF wird allein in der Nordsee jedes Jahr ein Drittel des Fanges – das entspricht etwa einer Million Tonnen Fisch und Meerestiere – wieder über Bord geworfen. Besonders betroffen ist der stark überfischte Nordsee-Kabeljau. Fast die Hälfte des gefangenen Kabeljau verendet als Rückwurf. Die EDEKA will durch eine Sortimentsumstellung sowie durch politische Initiativen in Berlin und Brüssel dazu beitragen, den Kabeljaubeifang in der Nordsee zu drosseln.
 
 

Landwirtschaft verursacht so viele Emissionen wie Verkehr und Industrie
© Natalia Giza / WWF
 
Landwirtschaft verursacht so viele Emissionen wie Verkehr und Industrie
WWF-Aktion auf der GrĂĽnen Woche in Berlin gegen die vergessenen Klimagase

Berlin - Mit einer überdimensionierten Kuh hat der WWF zum Auftakt der Grünen Woche ein klimafreundliches Umsteuern in der Agrarpolitik gefordert. Als Früchte und Gemüse verkleidete WWF-Aktivisten verteilten vor dem Eingang Luftballons mit der Aufschrift „Landwirtschaft klimafreundlich machen!“ Hintergrund der Aktion: Der Anteil der Landwirtschaft an den klimaschädlichen Treibhausgasen liegt weltweit bei mindestens 14 Prozent – und damit genauso hoch wie in den Bereichen Transport und Industrie. „Trotzdem stellen sich die Landwirtschaftsverbände gerne als grün und umweltfreundlich dar. Aber auch von ihnen brauchen wir ein klares Bekenntnis zum Klimaschutz und einen Plan, wie die Landwirtschaft die selbst verursachten Klimagase zurückfahren will“, sagt WWF-Agrarexperte Matthias Meißner. Die Politik müsse die Bauern dabei finanziell unterstützen und wo nötig mit Gesetzen Verbesserungen erzwingen.

Die Landwirtschaft emittiert die drei Treibhausgase Kohlendioxid, Methan und Lachgas. Besonders problematisch sind Methan und Lachgas. Sie sind um ein Vielfaches klimaschädlicher als CO2: Eine Tonne Methan entspricht in ihrer klimaschädlichen Wirkung 21 Tonnen Kohlendioxid, Lachgas ist sogar 310mal so klimawirksam. Lachgas entsteht unter anderem in Böden, die mit stickstoffhaltigen Düngern behandelt wurden, Methan in der Viehhaltung durch Wiederkäuer wie Rinder und Schafe.

„Wenn die Landwirtschaft konsequent klimafreundlich arbeitet, kann sie viel zum Schutz des Weltklimas beitragen, und zwar schon mit relativ einfachen Maßnahmen“, sagt WWF-Experte Meißner. So lasse sich der Ausstoß von Lachgas und Methan drastisch reduzieren, indem Mist und Gülle in geschlossenen Behältern gelagert würden. Beides müsse zudem in großem Umfang in dezentralen Biogasanlagen verarbeitet werden. Aus Sicht des WWF muss außerdem die Düngungspraxis viel effizienter werden. Um übermäßiges Düngen einzudämmen, könnte beispielsweise auch eine Stickstoff-Steuer helfen.

In Europa ist die Landwirtschaft für neun Prozent aller Treibhausgase verantwortlich, in Deutschland für sechs Prozent. Allerdings sind dies nur die direkten Emissionen. WWF-Experte Meißner: „Rechnet man hinzu, wie viele Klimagase etwa durch den Import von Futtermitteln entstehen, ist die Bilanz wesentlich schlechter. Denn oft werden Wälder gerodet und Moore trockengelegt, um Viehfutter zu erzeugen. Bei diesen Landnutzungsänderungen entstehen weltweit noch einmal 18 Prozent aller Klimagase.“
 
 

 
Neusprech und Greenwash: Ăśber Propaganda und Sprache
Im Jahr 1949 erschien der berühmte Roman "1984" des englischen Autors Georg Orwell. Er beschreibt darin eine düster realistische Zukunftsvision, eine moderne Diktatur, einen Überwachungsstaat als Gedankenregime, in dem der allwissende, allsehende „Große Bruder" die Macht hat. Eine wichtige Form der Herrschaft in dieser Gedankendiktatur ist die Beherrschung und Manipulation der Sprache.

"Krieg ist Frieden
Freiheit ist Sklaverei
Unwissenheit ist Stärke"
Georg Orwell

Die Manipulation von Sprache als Mittel der Machtausübung und Unterdrückung ist vermutlich so alt wie die Sprache selbst. Gerade auch in der Zeit des Faschismus wurde Neusprech politische und propagandistische Realität. Hitler hat nicht immer von Krieg gesprochen, wie uns das eine vereinfachende Geschichtsdeutung weismachen will. Er hat in den ersten Jahren der Machtausübung immer wieder von Frieden gesprochen, aber Krieg gemeint. Das Gift des Bösen war durchaus auch in Zucker getaucht. Wenn es der Geschichtsunterricht an den Schulen nicht wagt, diesen geschickt gestreuten "Zucker" zu beschreiben, dann können die Mechanismen der Propaganda nicht verstanden werden.

Vernichtungslager – Konzentrationslager
Massenmord – Endlösung

Auch heute wird Sprache zur Desinformation missbraucht. Dies gilt insbesondere für die Sprache des Militärs, gerade auch in Kriegszeiten. Das orwellsche „Krieg ist Frieden" galt auch für die deutsche Bundesregierung im lange Zeit unerklärten Krieg in Afghanistan. Ein asymmetrischer Krieg der in der öffentlichen Darstellung aber nicht so genannt werden sollte. Erschreckend erfolgreich waren die Vorkriegs- und die Kriegslügen der Bush-Regierung. Dass Diktatoren lügen wissen wir. Unsere Aufgabe als Demokraten ist es, den Lügen in der Demokratie entgegenzutreten.

Tötung von Zivilisten – Kollateralschäden
Militärischer Auftrag mit der Option zu töten - Robustes Mandat
Angriff – Vorwärtsverteidigung

Neusprech muss nicht immer nur die Ersetzung oder Neuschaffung von Begriffen sein. Manche alten, wohlklingenden Begriffe werden einfach umgedeutet. 1969 wollte Willy Brandt gegen den politischen Muff und Filz der Nachkriegszeit „mehr Demokratie wagen" Gemeint war damit der Wunsch und der Wille „mehr Reformen zu wagen". Über Jahrzehnte hat eine gezielte Umdeutung dieses positiv besetzten Begriffs stattgefunden. Heute steht das Wort „Reform" für Sozialabbau und den neoliberalen Umbau der Gesellschaft. Niemand hat sich gegen diesen Missbrauch des Begriffs gewehrt.

Entlassung, Kündigung – Freisetzung
Sozialabbau – Reformen

Wenn es um die Durchsetzung von Industrieinteressen gegen Mensch, Natur und Umwelt geht, dann setzen Atom-, Gen- und Chemielobbyisten schon lange auf Greenwash. Neusprech ist bei den großen PR-Firmen zwischenzeitlich Tagesgeschäft, gerade auch wenn nach großen Industrieunfällen (Bhopal, Seveso, Toulouse...) Krisenkommunikation als gezielte Desinformation betrieben wird.

Pestizid – Pflanzenschutzmittel
Gift – Wirkstoff
Beseitigung von Giftmüll – Entsorgung
Müllverbrennung – thermische Abfallbehandlung

Eine Blüte der Desinformation und des Greenwash erleben wir im Zusammenhang mit Klimawandel und Atomenergie. „Es gibt keine menschengemachte Klimaveränderung" war eine der vielen Werbeaussagen der PR-Firma Burson Marsteller im Auftrag der Öl- und Kohlekonzerne in den USA. „Wegen der drohenden Klimaveränderung brauchen wir unbedingt mehr Atomkraftwerke" ist nun die gegensätzliche, neue Werbebotschaft von Burson Marsteller, denn die industriellen Meinungsmacher arbeiten jetzt auch für die Atomkonzerne. Der Begriff Atomkraftwerk wird von vielen Menschen immer noch mit der Atombombe assoziiert. Darum wurde schon vor Jahrzehnten der harmloser klingende Begriff der Kernenergie eingeführt. Eine Offenbarung in Sachen Neusprech ist die Notfallschutzbroschüre des Regierungspräsidiums Freiburg für das AKW Fessenheim. Aus dem Katastrophenschutz wurde der Notfallschutz, aus dem Atomunfall das Ereignis und Radioaktivität tritt bei diesem Ereignis nicht etwa unkontrolliert aus, sondern Radioaktivität wird freigesetzt... Auch auf vielen Wikipediaseiten heißt der AKW-Schornstein zur Abgabe von krebserzeugender Radioaktivität immer noch Abluftkamin.

AKW – KKW
Atomkraftwerk – Kernkraftwerk
Plutonium-AKW – Schneller Brüter
Atommülllager – Entsorgungspark
Atomunfall – Ereignis
Atomkatastrophe – bedeutsames Ereignis
Katastrophenschutz – Notfallschutz
KatastrophenschutzbroschĂĽre - NotfallschutzbroschĂĽre
Austritt von Radioaktivität – Freisetzung von Radioaktivität
Entgiftung – Dekontamination
AKW-Schornstein – Abluftkamin

Georg Orwell war ein realistischer Visionär. Er hat Neusprech, die Gedankendiktatur und den Überwachungsstaat beschrieben. Viele Diktaturen des letzten Jahrhunderts in Ost und West waren schrecklich, aber glücklicherweise technisch noch unvollkommen. Heute, in der Demokratie, sind wir da technisch „weiter". Das zentrale Problem der Menschen sind nicht die unter entsetzlichen Opfern überwundenen Katastrophen und Diktaturen. Das Problem ist unsere offensichtliche Unfähigkeit daraus zu lernen. Gegen Neusprech, Propaganda und Greenwash lässt sich in der real existierenden Demokratie leichter angehen als in einer Diktatur. Wann, wenn nicht jetzt, sollten wir beginnen, uns gegen die Manipulation der Sprache und des Denkens zu wehren?

Ein persönlicher Beitrag von Axel Mayer
(Der Autor ist BUND-Geschäftsführer in Freiburg, Kreisrat und Vizepräsident im Trinationalen Atomschutzverband)

Mein Dank geht an Walter Mossmann und Gerhard Peringer fĂĽr die kritische Durchsicht dieses Textes
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Meeres-DĂĽngung verletzt internationale BeschlĂĽsse
Hamburg - Der WWF begrüßt den vorläufigen Stopp des geplanten Algen-Großversuchs deutscher und indischer Forscher in Südatlantik durch das Bundesforschungsministerium. Zugleich fordern die Umweltschützer, das Projekt komplett abzusagen, weil es gegen einen Beschluss des UN-Übereinkommens über die biologischen Vielfalt (CBD) verstößt. „Deutschlands Glaubwürdigkeit als Klima- und Meersschützer steht auf dem Spiel. Das Verbot riskanter Experimente auf hoher See ist unter Federführung der Bundesregierung beschlossen worden“, so WWF-Meeresexperte Stephan Lutter.

Unter Beteiligung des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI) sollen in einem Großversuch 20 Tonnen Eisensulfat im Südatlantik ausgebracht und so die Algenblüte angekurbelt werden. Auf diese Weise hoffen die Forscher, mehr klimaschädliches CO2 im Ozean binden zu können. Dieses Vorhaben ist nun vorerst gestoppt.

„Es darf keinen Klimaschutz um jeden Preis geben. Die Ozeandüngung ist ein erheblicher Eingriff in die Meeresökologie“, kritisiert Lutter. Der WWF fürchtet, derartige Experimente könnten den Weg für großflächige Düngeprojekte ebnen. Dann seien erhebliche Nebenwirkungen zu befürchten. Typische Arten könnten verdrängt und die Nahrungsketten im Ozean verändert werden. Das chemische Gleichgewicht mancher Meeresregionen könnte kippen.

Aus genau diesen Gründen habe die CBD-Konferenz im Mai 2008 in Bonn ein Moratorium für die kommerzielle Ozeandüngung beschlossen und zusätzlich wissenschaftliche Experimente auf hoher See untersagt. Der WWF zeigt sich irritiert darüber, dass das AWI und das Forschungsminsterium nun behaupten, die geplante Düngung werde nahe den Küstengewässern stattfinden und sei deshalb nicht an das CBD-Moratorium gebunden. „Das ist Nonsens. Die vorgesehene Versuchsfläche liegt mehr als 200 Seemeilen vor der Küste der Südgeorgischen Inseln und gilt damit eindeutig als hohe See“, so Lutter.

Auch die internationale Vereinbarung über die Verhütung der Meeresverschmutzung durch das Einbringen von Abfällen und anderen Stoffen (London-Abkommen) müsse berücksichtigt werden, so der WWF. Die Staaten des London-Abkommens wollen noch in diesem Jahr verbindliche Regeln für wissenschaftliche Experimente auf See verabschieden. Bis dahin, so eine Resolution vom Oktober 2008, sollten solche Versuche nur unter strengsten Auflagen genehmigt werden.

„Bevor es keine klaren internationalen Regeln für Algen-Großversuche und andere Formen des sogenannten ‚Geo-Engineering’ gibt, müssen alle Staaten auf Großversuche auf See verzichten“, fordert WWF-Experte Lutter.
 
 

 
Neues Programm im WaldHaus Freiburg
Das WaldHaus Freiburg, WonnhaldestraĂźe 6, startet nach der
Weihnachtspause mit neuem Programm. Vom Försterkrimi
über Gitarrenmusik bis zu Theateraufführungen – immer
sonntags von 14 bis 17 Uhr ist das Haus im Januar und Februar
geöffnet und bietet ein buntes Programm. Veranstaltungen
für Schulklassen finden während der Woche auf Anfrage
statt.

Das Programm startet am Sonntag, 18. Januar, um 15 Uhr mit
einem Naturspaziergang mit der Försterin Johanna Thaetner
unter dem Motto „Bäume im Winter erkennen – was verraten
die Knospen?“. Die Teilnahme kostet 3 Euro.

Ebenfalls am Sonntag, 18. Januar, um 17 Uhr liest Michael
Stotz, ehemaliger Revierförster aus Freiburg-Kappel, Ofengeschichten
von August Ganther (1862-1932). Mit seinen Texten
in alemannischer Mundart hat der Dichter den Charme seiner
badischen Heimat eingefangen. Ganther war Lehrer an der
Lessing-Schule und war daneben unter anderem als
Theaterkritiker tätig. Die Teilnahme kostet 3 Euro.

Am Sonntag, 25. Januar, um 15 Uhr gibt es einen Waldspaziergang
mit Dirk Hoffmann, Förster und Leiter des WaldHauses.
Er fĂĽhrt durch das Stadtwaldarboretum und den Skilpturenpfad.
Das Thema lautet: „Wald schützen, nutzen, sich erholen“.
Bei der rund anderthalbstĂĽndigen Wanderung vermittelt
der Förster Wissenwertes und Interressantes über den
Stadtwald, die Forstwirtschaft und die Natur. Die Teilnahme
kostet 3 Euro.

Literarisch geht es auch an diesem Tag um 19 Uhr weiter. Unter
dem Motto „Doppelmord“ lesen der Förster und Krimiautor
Bernd Leix und sein Schriftstellerkollege Edi Graf aus ihren
Büchern „Waldstadt“ und „Leopardenjagd“. Es wird ein
Unkostenbeitrag in Höhe von 5 Euro erhoben.

Am Sonntag, 1. Februar, von 14 bis 17 Uhr gibt es in Kooperation
mit dem Gitarrenverein Freiburg Cafehaus-Musik, gespielt vom Trio
Roon (Gitarre, Querflöte, Geige und Bodhran, eine irische Rahmentrommel).
Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwĂĽnscht.

Handwerklich startet das WaldHaus am Sonntag, 8. Februar,
um 14 Uhr in die Fasnachtszeit. Unter der Anleitung von
Franz-Josef Huber können Kinder ab 12 Jahren in der Holzwerkstatt
des WaldHauses „Rätschen“ bauen. Die Teilnahme
kostet 3 Euro, Anmeldung ist erforderlich.

Ein Begegnungscafé in Kooperation mit dem Haus Wonnhalde
findet am Sonntag, 15. Februar von 14 bis 17 Uhr statt. Bei
musikalischer Begleitung bietet das WaldHaus die Gelegenheit
mit Menschen ins Gespräch zu kommen.

Am Sonntag, 22. Februar, findet um 15 Uhr eine AuffĂĽhrung
des „Märchentheaters Solo“ für Kinder und Erwachsene statt.
Lucia Lehr erzählt und spielt das Märchen „Schneewittchen“.
Requisiten, lustige Szenen mit Musik und die spontane Kommunikation
mit dem Publikum sorgen fĂĽr viel Bewegung, Komik
und Spaß. Der Eintritt für Erwachsene beträgt 3 Euro.

Treffpunkt fĂĽr alle Veranstaltungen ist das WaldHaus Freiburg,
Wonnhaldestr. 6. Telefonische Anmeldungen werden dienstags
bis freitags unter der Nummer 0761/896 477 10 entgegengenommen.
Dort und im Internet unter www.waldhausfreiburg.
de gibt es auch Informationen.
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Sonnenstrahlen lassen die Kasse klingeln
Erneuerbare-Energien-Gesetz: Seit 1. Januar gibt es neue
EinspeisevergĂĽtungen fĂĽr Solarstrom

Landesprogramm Zukunft Altbau: Erst Heizwärmebedarf senken und dann
regenerative Energien nutzen

Seit dem 1. Januar bekommen neue Photovoltaikanlagen eine um etwas mehr
als drei Cent geringere EinspeisevergĂĽtung. PV-Anlagen auf dem Dach
produzieren umweltfreundlich Strom und speisen ihn in das Netz ein.
„Plant ein Altbaubesitzer eine Solarstromanlage, sollte er vorher
MaĂźnahmen zur Heizkostenminimierung durchfĂĽhren", empfiehlt Claudia Rist
vom Landesprogramm Zukunft Altbau des Umweltministeriums
Baden-Württemberg. „Es ist in der Regel besser, zuerst den
Heizwärmebedarf des Hauses durch eine sinnvolle Wärmedämmung zu senken",
so die Leiterin des Landesprogramms. Eine Photovoltaikanlage auf einem
ungedämmten Altbau sei finanziell und ökologisch nur die zweitbeste
Wahl. Informationen zu Solarstrom und Heizkostenminimierung gibt es bei
der kostenfreien Zukunft Altbau-Beratung unter 08000 12 33 33.

Die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ist am 1.
Januar in Kraft getreten. Das Bundesgesetz verpflichtet
Energieversorger, Photovoltaikstrom etwa aus Hausdachanlagen vorrangig
abzunehmen und 20 Jahre zuzĂĽglich des Jahres der Inbetriebnahme nach
festen Tarifen zu vergĂĽten. Die Regelung gilt auch fĂĽr Windkraft,
Wasserkraft, Geothermie und Biomasse. Die Vergütungen hängen von der Art
der regenerativen Energie, vom Jahr der Inbetriebnahme der Anlage und
deren Größe ab.

2009 sinkt die GrundvergĂĽtung fĂĽr neu angeschlossene Photovoltaikanlagen
mit einer Größe von bis zu 30 Kilowatt von 46,75 Cent auf 43,01 Cent pro
Kilowattstunde. 2010 gibt es fĂĽr neue Anlagen weitere acht Prozent
weniger. Die Bundesregierung will durch die Anpassung der
Vergütungssätze eine Unter- ebenso wie eine Überförderung verhindern.
Die letzte EEG-Novelle gab es 2004.

Photovoltaikanlagen produzieren umweltfreundlich Strom und sind trotz
der geringeren VergĂĽtung eine Investition mit guter Rendite. Hinzu
kommt: 2009 soll es Preissenkungen bei Photovoltaikanlagen geben.
„Solarstromanlagen können hohe Heizkosten aber nicht senken", sagt auch
Carmen Mundorff von der Architektenkammer Baden-WĂĽrttemberg. Um die
Heizkosten zu minimieren, empfehle sich eine Fassadendämmung oder auch
der Einbau einer Heizung mit den neuesten technischen Standards. „Ob
dann Solarthermie zur Erwärmung des Brauchwassers oder sogar zur
zusätzlichen Heizungsunterstützung einer Photovoltaikanlage vorzuziehen
ist, ist von Haus zu Haus unterschiedlich. Das können am besten
qualifizierte Gebäudeenergieberater einschätzen."

Vor der Installation einer Photovoltaikanlage lohne es sich auĂźerdem,
das Dach grĂĽndlich auf den neuesten Stand zu bringen. Denn eine Anlage
speist mindestens 20 bis 25 Jahre in das Stromnetz ein. Wer in diesem
Zeitraum das Dach erneuert, muss die Anlage ab- und wieder aufbauen
lassen. Das kostet Geld und die Anlage produziert in der Bauzeit keinen
Strom.

Zukunft Altbau informiert Wohnungs- und Hauseigentümer unabhängig über
den Nutzen energieeffizienter Altbaumodernisierung und ĂĽber
Fördermöglichkeiten. Ziel ist eine qualifizierte Sanierung des
Altbaubestandes. Das Programm wird von der Klimaschutz- und
Energieagentur Baden-WĂĽrttemberg (KEA) in Karlsruhe umgesetzt.
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Umweltschutzamt: Holzbefeuerte Kaminöfen müssen richtig geheizt werden
Um Energiekosten langfristig sparen zu können, haben sich in
den vergangenen Jahren immer mehr BĂĽrgerinnen und BĂĽrger
für holzbefeuerte Kaminöfen zusätzlich zur vorhandenen
Ă–l- oder Gasheizung entschieden. Doch was viele nicht wissen,
ist, wie diese Kamine richtig geheizt werden. Beim städtischen
Umweltschutzamt gehen in der kalten Jahreszeit deshalb
zunehmend Beschwerden von Anwohner/-innen ĂĽber
Rauchbelästigungen ein.

Idealerweise entsteht bei der Verbrennung von Holz nur Kohlendioxid,
Asche und Wasser. Bei einer unvollständigen oder
nicht sachgemäßen Verbrennung kann allerdings giftiges
Kohlenmonoxid, klimaschädliches Methangas, beim Verbrennen
von beschichteten Spanplatten sogar Dioxin entstehen.
Auch Feinstaub entsteht durch das Heizen mit Kaminöfen.

FĂĽr richtiges, sauberes Heizen sind drei Dinge notwendig:
- richtiger Umgang mit dem Ofen
- regelmäßige Wartung und Überwachung durch Fachleute
- geeignete, trockene Brennstoffe, die richtig gelagert
werden

Geregelt ist dies genau im Bundes-Immissionsschutzgesetz.
Nur mit diesen Brennstoffen darf geheizt werden:
- Steinkohle und Steinkohlebriketts
- Braunkohle und Braunkohlebriketts
- naturbelassenes Holz mit Rinde
- Torfbriketts
- so genannte Presslinge aus naturbelassenem Holz als
Holzbriketts oder vergleichbare Holzpellets

Wer weitere Informationen möchte, kann sich die kostenlose
Broschüre des Umweltbundesamts zum „Heizen mit
Holz“ beim Umweltbundesamt, Postfach 1406, 06813
Dessau, bestellen oder diese direkt im Internet unter
www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3151.pdf herunterladen.
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323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 335 336 337 338 339 340 341 342 343 344 345 
346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 358 359 360 361 362 363 364 365 366 367 368 
369 370 371 372 373 374 375 376 377 378 


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