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Samstag, 16. Februar 2019
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Verschiedenes

 
WaldHaus Freiburg: Waldspaziergang und den Tieren auf der Spur
Einen Naturspaziergang mit dem Förster Andreas Schäfer
und eine Spurensuche fĂĽr Kinder mit der Forstwirtin Uta Grunert
veranstaltet das WaldHaus am Sonntag, 1. März um 15
Uhr.

Unter dem Motto „Wald bewegt“ informiert Förster Andreas
Schäfer während des etwa zweistündigen Waldspaziergangs
rund um das WaldHaus im Günterstäler Wald über die Angebote
im und die Bedeutung des Freiburger Waldes fĂĽr Sport,
Freizeitnutzung und Bewegung. Von Mountainbikestrecken,
ĂĽber Wanderwegenetz, Laufstrecken und Trimm-Dich-Pfade
reicht die Palette der Möglichkeiten im Stadtwald. Wie diese
zahlreichen Aktivitäten auch naturverträglich möglich sind und
was Jogger und Mountainbiker dabei beachten mĂĽssen, ist
ebenfalls Inhalt des Rundgangs.

FĂĽr Kinder findet zeitgleich zum Waldspaziergang eine Spurensuche
statt. Kinder ab sechs Jahren begeben sich dabei
„den Tieren auf die Spur im Winterwald“. Die Forstwirtin Uta
Grunert fĂĽhrt die Kinder durch den winterlichen Wald. Dabei
können sie zahlreiche Tierspuren suchen und entdecken und
erfahren, wie die Tiere im Winter leben.

Treffpunkt ist am WaldHaus Freiburg, Wonnhalde 6. Eine
Anmeldung ist nicht erforderlich. FĂĽr beide Veranstaltungen
wird ein Unkostenbeitrag von 3 Euro erhoben.

Weitere Informationen gibt es unter Telefonnummer:
89647710 und unter www.waldhaus-freiburg.de
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Entscheidung im europäischen Wettbewerb „Green Capital Award“ in Brüssel
OB Dieter Salomon: „Auch ohne den Titel der ‚Grünen
Hauptstadt Europas’ hat sich die Bewerbung gelohnt“

Freiburg zuletzt von ursprĂĽnglich 35 Bewerbern in der
letzten Runde mit acht Städten

„Als kleinste Stadt hatte Freiburg einen schweren Stand
gegen europäische Hauptstädte und fast zehnmal größere
Mitbewerber“

„Auch wenn es nicht zu einem Titel 2010 oder 2011 gereicht
hat, so hat sich die Bewerbung zum ‚Green Capital Award’
gelohnt!“ – so kommentiert Oberbürgermeister Dieter Salomon
die Entscheidung der Jury zum erstmals verliehenen Titel
einer Europäischen Umwelthauptstadt für die Jahre 2010
und 2011 am heutigen Montag (23. Februar) in BrĂĽssel. Freiburg
hatte zu den acht Finalstädten gehört, aus denen das
Preisgericht mit Fachleuten aus ganz Europa die erste „European
Green Capital“ ausgewählt hat. Der Titel wurde in der
heutigen Festveranstaltung fĂĽr das Jahr 2010 an die schwedische
Hauptstadt Stockholm und 2011 an Hamburg verliehen.
Beiden Siegerstädten übermittelt das Bürgermeisteramt
herzliche GlĂĽckwĂĽnsche zu der ehrenvollen Auszeichnung.

An der Preisverleihung mit dem EU-Wissenschaftskommissar
Janez Potocnik nahm fĂĽr die Stadt Freiburg der Leiter des
Referats Internationale Kontakte, GĂĽnter Burger, teil. Das Referat
hatte auch die ausfĂĽhrliche Bewerbung im vergangenen
Jahr zusammen mit den städtischen Fachämtern erarbeitet
und die Präsentation durch Oberbürgermeister Dieter Salomon
und Vertreter mehrerer Ă„mter vor einer Auswahlkommission
am 12. Januar in BrĂĽssel federfĂĽhrend vorbereitet.

Das BĂĽrgermeisteramt betrachtet die Jury-Entscheidung ungeachtet
der Tatsache, dass Freiburg den Siegertitel verfehlt
hat, als eine deutliche Bestätigung für die Stadtpolitik einer
nachhaltigen Stadtentwicklung. Bereits in der ersten Runde
im Herbst war Freiburg aus ursprĂĽnglich 35 Bewerbern mit
sieben weiteren Großstädten in das Finale gekommen. Für
die endgĂĽltige Bewertung hatte die EU-Kommission um Aktualisierungen
und Ergänzungen zu der ursprünglich mehr als
60 Seiten starken Bewerbung gebeten; im Januar waren Vertreter
aller Finalstädte zu einer Präsentation ihrer Konzepte
nach Brüssel eingeladen worden. Dem Expertengremium gehörten
Fachleute aus allen zehn Themenbereichen an, zu
denen jeweils inhaltliche Konzepte gefordert waren, unter ihnen
Vertreter der Europäischen Umweltagentur, des Internationalen
Rats für lokale Umweltinitiativen (ICLEI), des Europäischen
Verbands fĂĽr Verkehr und Umwelt, der Vereinigung
der Hauptstädte der EU sowie des EU-Ausschusses der
Regionen.

Freiburg war nach Einwohnerzahl die kleinste der acht Finalstädte
(auĂźerdem: Amsterdam, Bristol, Kopenhagen, Hamburg,
MĂĽnster, Oslo und Stockholm), die mit zum Teil sehr
viel aufwändigeren Präsentationen und groß angelegten Programmen
konkurrierten. OB Dieter Salomon: „Es war von Beginn
an klar, dass wir einen schweren Stand gegen vier Landeshauptstädte
oder Mitbewerber mit fast zehnmal höherer
Einwohnerzahl haben werden. Gemessen daran, war es bereits
ein groĂźer Erfolg, unter die letzten acht zu kommen.
Damit hat die EU uns attestiert, dass wir im europäischen
Vergleich zur Spitzengruppe zählen!“

Der Schwerpunkt der Freiburger Bewerbung lag vor allem auf
dem Themenfeld kommunaler Konzepte zum Klimaschutz
durch Einsatz regenerativer Energien, öffentlichen Nahverkehr
oder Programme zum Wärmeschutz oder zur Energieeinsparung.
Daneben hatte das umfangreiche Papier auch die
Ziele und Maßnahmenkataloge für ein ökologisches Abfallwirtschaftskonzept,
zur Luft- und Wasserreinhaltung, Schutz
von Natur- und Landschaftsflächen sowie zur ökonomischen
Bedeutung der Umweltwirtschaft fĂĽr den Standort dargestellt.

Die Auszeichnung einer „Grünen Hauptstadt Europas“ war
2006 auf Initiative des ehemaligen BĂĽrgermeisters der estnischen
Hauptstadt Tallinn, JĂĽri Ratas, von der EU-Kommission
ins Leben gerufen und 2008 erstmals ausgelobt worden. Mit
dem – nicht dotierten – Preis für jeweils ein Jahr will die EU
auf die wichtige Rolle der Großstädte und urbanen Ballungs-
räume für die Umweltentwicklung und die Lebensbedingungen
der Menschen aufmerksam machen. Ein wesentliches
Ziel ist dabei nicht nur die Verleihung des Titels „European
Green Capital“, sondern die Zusammenarbeit zwischen den
Kommunen und der Austausch von Konzepten.

Die Teilnahme war auf Städte über 200.000 Einwohner beschränkt.
Die zunächst 35 Bewerberstädte – fast ausnahmslos
größer als Freiburg – kamen aus 17 der 25 EUMitgliedstaaten,
darunter aus Deutschland Bremen, Hannover,
Magdeburg und MĂĽnchen, die bereits in der ersten Runde
des Wettbewerbs ausgeschieden waren. Neben Freiburg
waren Hamburg und MĂĽnster ins Finale gekommen.

Der OberbĂĽrgermeister kĂĽndigte an, dass die Erfahrungen
aus dem ersten Anlauf gewissenhaft im BĂĽrgermeisteramt
und in den Fachämtern ausgewertet werden. Gleichzeitig will
das Rathaus die Kontakte zu den übrigen Bewerberstädten
vertiefen, um Anregungen fĂĽr die eigene Politik zu gewinnen.
 
 

Neue Studie errechnet wirtschaftlichen Wert von Amazonas-Natur
© Anton Vorauer / WWF
 
Neue Studie errechnet wirtschaftlichen Wert von Amazonas-Natur
m Auftrag des WWF haben Wissenschaftler den finanziellen Wert des Amazonas errechnet, wenn er geschützt und nicht abgeholzt wird. Das Ergebnis: Die Erhaltung von Amazonasflächen erbringt einen konkreten wirtschaftlichen Nutzwert. Allerdings wird dafür nicht angemessen bezahlt, weil es kein konkretes Vergütungssystem gibt. Die Zerstörung des Amazonasregenwaldes ist für Industrie und Bevölkerung deswegen meist rentabler als die nachhaltige Nutzung.

Nach den Berechnungen des WWF entspricht ein Hektar Amazonasregenwald einem wirtschaftlichen Gegenwert von rund 380 Euro pro Jahr. Darin schlägt die Vermeidung von Erosion mit 185 Euro pro Hektar und Jahr zu Buche. Vermeidung von CO2-Ausstoß wird mit 78 Euro in Rechnung gestellt. Die Verbreitung von Pollen durch Insekten ist 38 Euro pro Hektar und Jahr wert. Produkte wie Honig und Früchte bringen Einnahmen bis 80 Euro. Der Erholungswert sowie der Ökotourismus bringen bis 5,5 Euro pro Hektar und Jahr.

Die Gewinne, die durch den Verkauf geschlagenen Holzes und Intensivlandwirtschaft auf gerodeten Flächen erzielt werden können, sind selten höher, werden aber real bezahlt. So bringt der Holzverkauf erlöse bis 615 Dollar je Hektar und Jahr. Die Wertschöpfung durch die Kultivierung von Soja 230 bis 470 Euro pro Hektar und Jahr, die Rinderzucht 40 bis 115 Euro. Soja wird in großen Mengen als Nahrung und Futtermittel nach Europa und Deutschland geliefert.

„Die Studie zeigt, dass nur durch eine angemessene finanzielle Entschädigung für den Erhalt von Amazonasflächen die Zerstörung des Regenwaldes aufzuhalten ist“, so WWF Waldexpertin, Guénola Kahlert. „Es ist unter derzeitigen Rahmenbedingungen ökonomisch rational, den Regenwald abzuholzen, weil die Abholzung leider immer noch mehr wirkliches Geld bringt, als ihn zu erhalten. Nur die Zuweisung eines wirtschaftlichen Geldwerts und eine Bezahlung etwa für die Kohlenstoffspeicherung kann das Abholzen des Amazonas stoppen“.

Der WWF drängt deswegen auf die schnelle Einigung auf ein Verfahren zur Entschädigung der großen Waldnationen für den Erhalt ihrer Wälder im Rahmen des REDD-Mechanismus. REDD („Reduced Emissions from deforestation and forest degradation“) ist einer der zentralen Punkte des internationalen Post 2012 Klimaschutzabkommens, das auf der Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember ausgehandelt werden soll. Ziel ist, dass die Industrieländer für die Erhaltung des Regenwaldes einen finanziellen Beitrag leisten. Dieses Prinzip soll die CO2-Emissionen in tropischen Ländern langfristig vermindern. Durch REDD sollen große Geldströme für nachhaltiges Waldmanagement möglich werden, wovon auch die lokale Bevölkerung in der Amazonasregion profitieren wird.

„Wenn es nicht gelingt, die Zerstörung des Amazonasregenwaldes zu stoppen, hätte das fatale Auswirkungen auf das Weltklima“, so Kahlert, „allerdings ist es ein Trugschluss zu glauben, wir könnten den Erhalt des Amazonas von Brasilien und den anderen Staaten für umsonst bekommen. Deswegen fordern wir Cash für Regenwald im Zuge eines wirkungsvollen Entschädigungsmechanimus für die Erhaltung des Regenwaldes“.
 
 

 
Globalmag - Nachrichten vom blauen Planeten
Ein Fernsehtipp fĂĽr Freitag, 27. Februar 2009 um 18.30 Uhr in ARTE

Energiekrise, Klimawandel, Bevölkerungsexplosion - die Frage nach der Zukunft unseres Planeten ist allgegenwärtig. Die Analyse der drängenden Probleme, vor die sich die Menschheit im 21. Jahrhundert gestellt sieht, erfordert Abstand und Weitsicht. Was verträgt unser Planet noch? Das neue ARTE-Magazin "Global - Nachrichten vom blauen Planeten" zeigt jeden Freitag um 18.30 Uhr verschiedene Szenarien der Zukunft unserer Erde und der Weltgesellschaft auf. Die großen Umweltdebatten unserer Zeit führt die neue ARTE-Sendung vor dem Hintergrund wissenschaftlicher, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklungen. Die Sendung bietet unter dem Motto "Global denken!" Diagnosen, Prognosen und zeigt mögliche Auswege aus den sich aktuell anbahnenden Entwicklungen.
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Innovationen fĂĽr die Zukunft: Die grĂĽnen Retter
Ein Fernsehtipp fĂĽr Donnerstag, 26.02.2009, 22.00 im SWR

Die Krise boomt. Ob Finanzkrise, Wirtschaftskrise oder Klimakrise – die Welt hat sich verändert. Unwiederbringlich. Und das ist gut so, denn es ist höchste Zeit, einiges grundlegend zu ändern. Zum Beispiel die Verschwendung von Energie und Rohstoffen, oder den massiven Ausstoß des Treibhausgases CO2. Das Wissen und das technische Know-how dazu ist da. Jetzt geht es darum, Nachhaltigkeit und klimagerechtes Produzieren konsequent umzusetzen. Der Welt ist zu helfen, und jeder kann dazu beitragen. Odysso stellt Menschen vor die wissen, was wirklich zählt und mit guten Ideen und Engagement unsere Zukunft neu erfinden.
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Amphibien wandern wieder
Komplette Sperrung der Waldseestraße in Höhe Möslepark –
Mobile Schutzzäune im Kappler Kleintal und am kleinen Opfinger See

Nach Abklingen der frostigen Temperaturen stellen jetzt Massenwanderungen
von Amphibien amtliche und ehrenamtliche
NaturschĂĽtzer vor anstrengende Aufgaben.
Erdkröten, Grasfrösche, Berg- und Fadenmolche sowie die
gelb-schwarz gefleckten Feuersalamander verlassen derzeit
ihre Winterquartiere und ziehen bei Einbruch der Dunkelheit
an Teiche, TĂĽmpel und Weiher, um dort abzulaichen. Auf ihrer
Wanderung sind die Tiere vielen Gefahren ausgesetzt.
Besonders beim Ăśberqueren von StraĂźen werden sie in groĂźer
Zahl alljährlich überfahren.

Um dies zu verhindern, organisieren Garten- und Tiefbauamt
gemeinsam mit dem Umweltschutzamt sowie ehrenamtliche
Helferinnen und Helfer der Bachpaten Freiburg, des NABU,
des BUND sowie der Amphibienschutzgruppe Opfingen AmphibienschutzmaĂźnahmen
im gesamten Stadtbereich.

Wie in den vergangenen Jahren werden mit Beginn der
Laichwanderungen am Waldsee und Deicheleweiher StraĂźensperren
zum Schutz von Erdkröten und Grasfröschen
durchgefĂĽhrt. Der StraĂźenabschnitt im Bereich des Waldsees
zwischen Möslepark und Waldseestraße wird ab Mittwoch,
25. Februar komplett fĂĽr den Verkehr gesperrt.

FĂĽr diesen Bereich wird der Verkehr ĂĽber die parallele ZufahrtstraĂźe
zum Möslestadion umgeleitet. Die Sperrung bewirkt
eine deutliche Arbeitsentlastung der ehrenamtlichen Helferinnen
und Helfer und bietet den wandernden Lurchen den
größtmöglichen Schutz.

Weitere Schwerpunkte an Amphibienwanderungen befinden
sich im Kappler Kleintal und im Bereich des kleinen Opfinger
Sees. Da eine StraĂźensperrung der KleintalstraĂźe und der K
9853 wegen fehlender Umfahrungsmöglichkeiten nicht möglich
ist, werden beiderseits der Straße mobile Schutzzäune
aufgestellt, um die hin- und rĂĽckwandernden Amphibien abzufangen.
Die Tiere wandern entlang der Zäune und fallen in
Eimer, die in den Boden eingelassen sind. Dort werden sie
von Helferinnen und Helfern gesammelt und in den Abendund
frĂĽhen Morgenstunden auf die andere StraĂźenseite getragen,
ausgesetzt sowie gezählt.

Hinweisschilder „Amphibienwanderung“ teilweise kombiniert
mit Geschwindigkeitsbeschränkungen sollen Autofahrerinnen
und Autofahrer zu besonderer RĂĽcksichtnahme auf den betroffenen
StraĂźenabschnitten veranlassen und damit sowohl
zum Schutz der Helfer und Helferinnen als auch zum Schutz
der wandernden Amphibien beitragen.

Zusätzliche Helferinnen und Helfer sind jederzeit willkommen.
Interessenten können sich an das Umweltschutzamt
unter der Telefonnummer: 201-6125 oder per E-Mail an die
Adresse umweltschutzamt@stadt.freiburg.de wenden.
 
 

Zertifizierung von Biomasse nur ein erster Schritt fĂĽr weltweite nachhaltige Pro
Soja. © Anton Vorauer / WWF
 
Zertifizierung von Biomasse nur ein erster Schritt fĂĽr weltweite nachhaltige Pro
Berlin - Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz stellte vor drei Tagen erstmals vor, wie in der Zukunft Biokraftstoffe für die Erzeugung von Strom, Kraftstoff und Wärme nachhaltig produziert werden sollen. Auf der dieser Veranstaltung in Berlin wird der so genannte ISCC-Standard für Nachhaltigkeit vorgestellt. Die Weichen dazu hatte die EU im Dezember in ihrer Richtlinie für erneuerbare Energien gestellt. “Die Idee, dass weltweit besonders wichtige Naturschutzflächen vor dem Anbau von Bioenergiepflanzen verschont werden sollen, ist gut”, kommentiert Martina Fleckenstein, Leiterin Agrar beim WWF Deutschland. Damit wirklich Lebensräume für seltene Tiere und Pflanzen erhalten bleiben und die Lebensbedingungen der Bevölkerung in den betroffenen Regionen der Erde gewahrt werden könnten, brauche es jedoch sehr anspruchsvolle und glaubwürdige Kriterien. “Wir erreichen nichts für die Artenvielfalt und Lebensraumschutz, wenn wir nur Standards mit Minimalanforderungen verabschieden.”

Der WWF fordert daher ein Zertifizierungssystem, das ökologische und soziale Belange berücksichtigt und die Treibhausgase bilanziert. Die bisher vorliegenden gesetzlichen Vorgaben gelten aber nur für den Biokraftstoffbereich. Um die fortschreitenden Regenwaldzerstörung und den Artenverlust aufzuhalten, müssen Nachhaltigkeitsstandards auch für die Nahrungsmittel- und Futtermittelindustrie verpflichtend werden. “Was nützt es uns und dem Klima, wenn Regenwald nicht mehr für Bioenergie gerodet werden darf, aber sehr wohl für Soja oder Palmöl, das sich weiterhin ohne jeglichen Nachweis der Nachhaltigkeit in unseren Lebens- und Futtermitteln wieder findet", so WWF-Expertin Fleckenstein. Regenwaldzerstörung und Artenverlust seien nur dann aufzuhalten, wenn Nachhaltigkeitsstandards auch für die Lebensmittel-, die Futtermittel- und nicht zuletzt die Kosmetikindustrie gälten.

Laut WWF ist der vorgeschlagene ISCC-Standard zur Zertifizierung von Biomasse ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, weil er es ermögliche, Agrarrohstoffe übergreifend zu zertifizieren. Geeignet seien aber auch der Runde Tisch für Palmöl und der Runde Tisch für Soja. So ist es heute bereits möglich, nachhaltig zertifiziertes Palmöl in Europa einzusetzen. Aber erst bei entsprechender Nachfrage wird sich auch in den Produzentenländern etwas ändern. “Schon in den nächsten Monaten wird sich zeigen, wie gut diese beiden Systeme jeweils funktionieren”, so Fleckenstein. Unter Umständen könnten sie auch Vorbild für andere Standards werden. “Welchen Namen der Standard am Ende trägt, ist egal. Wichtig ist, dass er Naturzerstörung und soziale Ausbeutung verhindert, streng kontrolliert, transparent und anerkannt ist.” Schon der geringste Zweifel an der Glaubwürdigkeit sei fatal, so die WWF-Expertin.
 
 

 
Städtisches Förderprogramm „Energiebewusst sanieren 2009“ – neue Richtlinien!
Stuchlik: „Privathaushalte können so aktiv zum Klimaschutz
beitragen, gleichzeitig ihre Energiekosten senken
und einen Beitrag zum Konjunkturprogramm leisten“

Jetzt Fördermittel für den Wärmeschutz beantragen -
Stadt unterstĂĽtzt finanziell und beratend

Bereits seit 2003 gibt es das städtische Förderprogramm
„Wärmeschutz im Altbau“, für das in diesem Jahr Mittel in Höhe
von 450.000 Euro bereit stehen. In seiner neuesten Fassung
bietet das in „Energiebewusst Sanieren“ umbenannte
Förderprogramm wieder Zuschüsse für Sanierungswillige in
Freiburg an. Neben WohneigentĂĽmergemeinschaften und
Eigentümern von denkmalgeschützten Gebäuden können
wieder alle HauseigentĂĽmer von ĂĽberwiegend zum Wohnen
genutzten Ein- oder Mehrfamilienhäuser Fördermittel für den
Wärmeschutz von Dach, Fassade, Kellerdecke oder Fenster
(nur im Zusammenhang mit der Fassade) beantragen. „Privathaushalte
können so aktiv zum Klimaschutz beitragen,
gleichzeitig ihre Energiekosten senken und einen Beitrag zum
Konjunkturprogramm leisten“, so Umweltbürgermeisterin Gerda
Stuchlik.

Die Bausteine im einzelnen:

Baustein 1: Wärmeschutz im Altbau:
Gefördert werden Maßnahmen für die Wärmedämmung (Außenwand,
Dach, Kellerdecke sowie Fenster inklusive Wand).
Es werden Zuschüsse von € 1.250,- pro Wohneinheit bzw. €
10.000,- pro Gebäude bezahlt. Für besonders umfangreiche
Sanierungen beziehungsweise den gleichzeitigen Einbau einer
solarthermischen Anlage mit HeizungsunterstĂĽtzung gibt
es Bonusregelungen.

Baustein 2: Bedarforientierter Energieausweis mit Beratung
Ein bedarfsorientierter Energieausweis wird mit € 150,- bezuschusst,
maximal jedoch 50 % der Kosten. Voraussetzung ist
der Nachweis einer vorher durchgefĂĽhrten umfangreichen
Energiesparberatung.

Baustein 3: Optimierung von Heizungen in Wohngebäuden
Es werden weiterhin mit bis zu € 350,- ein hydraulischer Abgleich,
der Austausch von Heizungspumpen sowie der Austausch
von Thermostatventilen gefördert. Bitte beachten Sie:
Voraussetzung ist in allen Fällen ein rechnerischer Nachweis
fĂĽr einen hydraulischen Abgleich.

Bitte beachten Sie, dass Sie die Anträge für den Baustein 1
„Wärmeschutz“ vor Auftragsvergabe stellen.

Die Anträge zu Baustein 2 „Energieausweis mit Beratung“
und Baustein 3 „Heizungsoptimierung" müssen spätestens
drei Monate nach DurchfĂĽhrung der MaĂźnahmen unter
Einsendung aller Unterlagen gestellt werden.

Die bisherige Förderung für thermische Solaranlagen und
Blockheizkraftwerke ist angesichts der attraktiven Bundesfördermittel
des Bundesamtes fĂĽr Ausfuhrkontrolle BAFA
(siehe www.bafa.de) ausgelaufen.

Weitere Details zu diesen Förderbausteinen finden Sie zusammen
mit den Antragsunterlagen und Förderrichtlinien unter
www.freiburg.de/waermeschutz oder unter der neuen,
kostenlosen Hotline: 0800/7911000.
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231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 
254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 
277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 
300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 
323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 335 336 337 338 339 340 341 342 343 344 345 
346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 358 359 360 361 362 363 364 365 366 367 


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