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Verschiedenes

 
WaldHaus Freiburg: Waldspaziergang und Tierspurensuche fĂĽr Kinder am 2. November
Ein Waldspaziergang zum Thema Wald und Jagd steht im
WaldHaus Freiburg am Sonntag, 2. November um 14 Uhr
auf dem Programm. Der Biologe und Jäger Hans-Joachim
Kuder erläutert während des rund eineinhalbstündigen Rundgangs
durch den Günterstäler Wald Interessantes und Wissenswertes
zu Wild und Jagd. Welche Wildarten gibt es im
heimischen Wald und wie leben sie? Welchen Einfluss hat
das Wild auf die Vegetation? Diese und viele Fragen mehr
wird der Biologe beantworten. Zusätzlich erfahren die Teilnehmerinnen
und Teilnehmer noch Informationen ĂĽber die
Geschichte der Jagd, ĂĽber Jagdhunde und Wildfleisch in der
KĂĽche.

Der Waldspaziergang kostet 3 Euro pro Person.

Damit nicht nur die „Großen“ auf ihre Kosten kommen, findet
ebenfalls am Sonntag, 2. November um 14 Uhr eine Tierspurensuche
für Kinder statt. Der Günterstäler Revierförster
und Naturfotograf Klaus Echle begibt sich mit den Kindern auf
die Suche nach Tierspuren kleiner und groĂźer Waldbewohnerinnen
und -bewohner.
Die Tierspurensuche kostet 2 Euro pro Kind.

Treffpunkt fĂĽr beide Veranstaltungen ist das WaldHaus
Freiburg, Wonnhalde 6. Weitere Informationen gibt es unter
Telefonnummer: 496 477 10 und unter www.waldhaus-freiburg.de
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Haustechnik und Energieanlagen – Fokussierte Fortbildung
Info-Veranstaltung am 4. November zum CAS Kurs Energieeffizienz des
Instituts Energie am Bau in Muttenz

Das Institut Energie am Bau IEBau der Fachhochschule Nordwestschweiz
FHNW in Muttenz startet im Februar 2009 einen Zertifikatskurs zu
Energieeffizienz fĂĽr Profis. Fachleute aus Bau, Industrie und
Energiewirtschaft sind vorab zu einer kostenlosen
Informationsveranstaltung am Dienstag, 4. November 2008 um 18 Uhr im
Institut eingeladen. Mehr Infos unter www.fhnw.ch/habg/weiterbildung,
Anmeldung erbeten unter Tel. +41 61 467 45 45.

„Dieser CAS Kurs ist der erste in seiner Art“, sagt Institutsleiter
Professor Armin Binz. „Die rasante technische Entwicklung und die
wachsende Nachfrage nach EnergieeffizienzmaĂźnahmen auch im Gewerbebau
und der Energieversorgung haben uns bewogen, speziell fĂĽr dieses Segment
eine kompakte, auf die Praxis ausgerichtete Fortbildung anzubieten.
Besonders freue ich mich, dass ENERGIE ZUKUNFT SCHWEIZ wieder als
Partner dabei ist: Verschiedene Module sowie Exkursionen auf die
Produktionsanlagen fĂĽhren die Praxisexperten der angeschlossenen
Unternehmen durch.“

Besonders interessant sind die Erweiterungsmöglichkeiten dieser
Fortbildung: Das Institut Energie am Bau ist fĂĽhrend bei der Umsetzung
des Bologna Modells, das Weiterbildung europaweit kompatibel macht.
Weitere CAS des IEBau sind Erneuerbare Energien, MINERGIE® und
Management Skills. Wer zwei der drei technischen CAS und den CAS
Management Skills erfolgreich absolviert, kann das FHNW-Diplom DAS
Energieexpert/in Bau erwerben. Absolventen können ausserdem die
Anerkennung als Ergänzungsmodul beim Master of Advanced Studies MAS in
nachhaltigem Bauen beantragen, der von fĂĽnf Schweizer Fachhochschulen,
Bund und Kantonen getragen wird.

Die CAS Lehrgänge kosten jeweils 4.900 CHF, umfassen rund 16
Präsenztage, die persönliche Arbeitsbelastung beträgt etwa 270 Stunden.
Wer die Bedingungen wie Zertifikatsarbeit und Lernkontrolle absolviert,
erhält 10 ECTS Punkte (European Credit Transfer System). CAS ist ein
Begriff der Bologna-Reform des Bildungswesens und bedeutet Certificate
of Advanced Studies.

Infoveranstaltung CAS Energieeffizienz
Am Dienstag, 4. November 2008, von 18 bis 19 Uhr im Institut Energie am
Bau, St. Jakobs-Strasse 84, CH-4132 Muttenz, Anmeldung Online unter
www.fhnw.ch/wbbau oder Stine Lehmann, Telefon: 0041 / 61/ 467 45 45,
Telefax: 0041 / 61 / 467 45 43, E-Mail: iebau.habg@fhnw.ch

Ăśber das IEBau
Das Muttenzer Institut Energie am Bau der Hochschule fĂĽr Architektur,
Bau und Geomatik ist Teil der Fachhochschule Nordwestschweiz. Es ist auf
dem Gebiet der effizienten Nutzung von Energie und dem Einsatz
erneuerbarer Energien im Baubereich tätig. Das Institut vernetzt die
Bereiche Lehre und Weiterbildung, anwendungsorientierte Forschung und
Entwicklung sowie Dienstleistungen zum gegenseitigen Nutzen. Seit dem 1.
Juni 2006 ist die MINERGIE® Agentur Bau ins Institut Energie am Bau
gezogen.

Ăśber ENERGIE ZUKUNFT SCHWEIZ
Der Verein ENERGIE ZUKUNFT SCHWEIZ ist ein Kompetenzzentrum fĂĽr
erneuerbare Energien und Energieeffizienz, das von den
Energiedienstleistern EBL, IWB, GVM, AEK, a.en und SWG getragen wird.
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Großes BUND – Nistkasten – Kindergartenprojekt in der Stadt Freiburg
Amsel, Drossel, Fink und Star... Wer kennt nicht zumindest die Anfangszeile des alten Liedes. Vögel erfreuen uns mit ihrem Gesang, sie vertilgen große Mengen Schädlinge und sind beliebt.

Und dennoch herrscht nicht nur bei "Amsel, Drossel, Fink und Star" auch in der Stadt Freiburg Wohnungsnot. Die Landschaft ist ausgeräumt, der Wald ist häufig "aufgeräumt", Hecken verschwinden, und in den herausgeputzten Städten und Dörfern finden sich immer weniger Nischen für die ganze, bunte Vogelwelt und andere Tiere. In Deutschland wird mehr als die Hälfte aller Vogelarten inzwischen als gefährdet eingestuft (110 Arten) oder weist Besorgnis erregende Bestandsverluste (31 Arten) auf.

Mit dem Bau von Nistkästen und Nisthilfen können insbesondere Kinder und Jugendliche für die Tierwelt, die Natur und langfristig auch für den Umweltschutz begeistert werden.

Aus diesem Grund führt der BUND-Regionalverband Südlicher Oberrhein ein Nistkasten – Kindergartenprojekt in der Stadt Freiburg und im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald durch. Wir haben mit Hilfe der Bilderbuchillustratorin Judith Heusch einen kindgerechten Flyer erstellt. Die Flyermotive gibt es auch als kleine Wanderausstellung. Bauanleitungen für eine Vielzahl von Nistkästen finden sich auf unserer Homepage www.bund-freiburg.de und werden rege nachgefragt. Um Kinder an Natur- und Tierschutz heranzuführen, wollen wir allen Kindergärten unserer Region und den Kindergärten in der Stadt Freiburg jeweils einen Bausatz für einen Nistkasten schenken. Der Bausatz wird in der „Caritaswerkstatt St. Georg für Menschen mit Behinderungen“ in Titisee-Neustadt produziert. Als BUND freuen wir uns über eine solche regionale Zusammenarbeit mit einer sozialen Einrichtung, die eine wichtige und unschätzbare Arbeit leistet.

Nach dem Landkreis Emmendingen und dem Ortenaukreis führt der BUND diese schöne Aktion jetzt in der Stadt Freiburg mit ihren ca. 172 Kindergärten und im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald mit 152 Kindergärten durch. Eine kleine, zweckgebundene Erbschaft an den BUND-Regionalverband ermöglicht uns diese schöne Spende an die Kindergärten, die Kinder an den Natur- und Tierschutz heranführen soll. Die Nistkästen können dann in der Brutsaison 2009 besiedelt werden.

Wer einmal einen Nistkasten gebaut hat, wer Vögel und Natur beobachtet, wird langfristig auch sehen, dass der Bau von Nisthilfen nur ein erster, wichtiger, kleiner Schritt ist, denn die Bedrohung von Vögeln, Natur und Umwelt erfordert weitergehende Schritte. Auf diesem Wege lernt man, dass Natur in Gärten, Wäldern, Städten und Dörfern zurückgebracht werden muss und dass Vogel-, Natur-, und Umweltschutz langfristig auch dem Menschen dient und nutzt.
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Teilregionalplanung Windenergie 2008 verhindert Windenergienutzung
Der Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) - Region Südbaden sieht trotz weiterer wissenschaftlicher Erkenntnisse und intensiver Diskussionen zu Klimaveränderungen im neuen Teilregionalplan Windenergie 2008 des Regionalverbandes Hochrhein-Bodensee kein konsequentes Handeln zum Klimaschutz.

Im Gegensatz: Mit dem neuen Teilregionalplan Windenergie 2008 wird die Nutzung der heimischen Windenergie zum Schutz des Klimas durch die erneute Ausweisung ungeeigneter Vorrangflächen an windschwachen Standorten aktiv unterbunden. Das hohe Potential der exponierten Gipfellagen von z.B. Hohenblauen, Zeller Blauen oder Hohe Stückbäume von über 100 Mio. kWh/a wird nicht genutzt. Dies wäre immerhin genug elektrische Energie für 30.000 normale Haushalte d.h. einer Stadt mit mehr als 120.000 Einwohnern!

Der Regionalverband Hochrhein-Bodensee unterstützt mit dem vorgelegten Teilregionalplan Windenergie 2008 die zunehmende Abhängigkeit von Stromimporten, das Abwandern regionaler Wertschöpfung und die Zunahme sozialer Spannungen aufgrund steigender Strompreise.

Die vorliegende Teilregionalplanung Windenergie 2008 ist erneut eine Verhinderung der Windenergie und wird seitens des BWE abgelehnt.

Während der Anteil der Windenergie am Nettostromverbrauch in anderen Bundesländern schon beachtliche zweistellige Werte erreicht hat wie z.B. Sachsen-Anhalt 41%, Mecklenburg-Vorpommern 37% oder Brandenburg 32% verzeichnet unser Nachbarland Rheinland-Pfalz immerhin 6,4 %. Baden-Württemberg hält bei 0,7 % mit Bayern die unrühmliche rote Laterne der Flächenländer!
 
 

Keine Patente auf Tiere und Pflanzen!
 
Keine Patente auf Tiere und Pflanzen!
Demo am 23. Oktober 2008

Treffpunkt und Start: Donnerstag, 23. Oktober um 10 Uhr am Isartorplatz, MĂĽnchen

Ende: gegen 13 Uhr am Europäischen Patentamt, Erhardtstr. 27, München

Die Demonstration wird unter anderem von Kein Patent auf Leben, Misereor, Greenpeace und dem Bund Deutscher Milchviehhalter organisiert, die den Zug mit einigen Tieren begleiten werden.
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Wärmepumpen: Gründliche Prüfung vor dem Einsatz lohnt sich
Niedriger Wärmebedarf und gute Einbindung in das Heizsystem nötig

Neue Feldtests zeigen: Erde als Energiequelle ist besser als Wasser und
Luft

Immer mehr Besitzer von Ein- oder Zweifamilienhäusern nutzen
Elektro-Wärmepumpen für ihre Wärmeversorgung – auch in Altbauten. Damit
die Anlagen effizient arbeiten, sollte das Haus unter anderem gut
gedämmt und eine Fußboden- oder Wandheizung vorhanden sein, rät das
Programm Zukunft Altbau des Umweltministeriums Baden-WĂĽrttemberg. Zwei
neue Feldtests aus dem Land zeigen jetzt, dass auch die Wärmequelle eine
große Rolle bei der Klimafreundlichkeit von Wärmepumpen spielt. Gute
Noten bekommen Erdreichwärmepumpen. Schlechter schneiden die
Wärmequellen Wasser und Luft ab. Sachkundige Tipps zur Nutzung von
Wärmepumpen geben Energieberater und die gebührenfreie Hotline von
Zukunft Altbau: 08000/12 33 33.

Wärmepumpen nutzen Außenluft, Erdreich oder Grundwasser als Wärmequelle.
Sie heben die Umweltwärme mit Hilfe von Strom auf ein höheres
Temperaturniveau und liefern so Wärme für Heizung und Warmwasser.

„Wärmepumpen arbeiten dann ökonomisch und weisen einen niedrigeren
Kohlendioxid-Ausstoß auf, wenn der Wärmebedarf des Hauses möglichst
gering ist und Flächenheizungen mit niedrigeren Temperaturen, etwa
Fußbodenheizungen, genutzt werden“, erläutert Volker Kienzlen,
Geschäftsführer der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg
KEA. „Besonders wichtig ist außerdem eine gute Einbindung in das
Heizsystem. Eine schlechte Regelung oder falsch dimensionierte Pumpen
verschlechtern die Jahresarbeitszahl.“

Ausschlaggebend fĂĽr die Feststellung der Effizienz ist die
Jahresarbeitszahl JAZ. „Gut ausgelegte Wärmepumpen kommen auf eine JAZ
von 3,5 bis 4. Alles, was unter 3 liegt, ist unwirtschaftlich und
klimaschädlich, da mehr Energie für die Stromerzeugung aufgewendet
werden muss, meist in Kohle-, Atom- oder Gaskraftwerken, als ĂĽber die
Umweltwärme gewonnen werden kann“, so Volker Kienzlen. „Hausbesitzer
sollten sich deshalb einen Wärmemengenzähler und einen separaten
Stromzähler für die Wärmepumpe einbauen. So können sie überprüfen, wie
gut die Wärmepumpe arbeitet.“

Daten von zwei Feldtests zeigen nun, dass unter gleichen Bedingungen
Erdreichwärmepumpen höhere JAZ erreichen als Grundwasser- und
Luftwärmepumpen. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE
aus Freiburg legte im September erste Zwischenergebnisse von rund 70
untersuchten Anlagen in Einfamilienhäusern vor: Wärmepumpen mit Erdreich
als Wärmequelle kommen auf eine JAZ von 3,7, mit Wasser kommen sie auf
3,5, bei Luft auf 3,0.

Die Energieagentur Ortenau ermittelte im September 2007 mit der Agenda
21 Gruppe Lahr bei 38 Wärmepumpen-Betreibern in Ein- und
Zweifamilienhäusern etwas schlechtere Ergebnisse. Erdwärmepumpen
schaffen bei ihnen eine JAZ von 3,1, bei Wasser 2,7 und mit Luft 2,5.
Alle Wärmepumpen der Feldtests liefern Wärme sowohl für Heizung als auch
Warmwasser. Fällt die Brauchwassererwärmung weg, verbessern sich die
Werte um rund 0,3 Punkte.

„Die vorläufigen Ergebnisse zeigen uns, dass nicht jede Wärmequelle
geeignet ist, Häuser effizient mit Wärme zu versorgen“, so Kienzlen.
„Aber auch die effizienteren Erdreichwärmepumpen benötigen eine
sorgfältige Planung und eine Fußboden- oder Wandheizung, damit sie ihr
Potenzial voll ausspielen können.“

Zukunft Altbau klärt Wohnungs- und Hausbesitzer über den Nutzen
energieeffizienter Altbaumodernisierung und über Fördermöglichkeiten
auf. Das Programm wird von der Klimaschutz- und Energieagentur
Baden-WĂĽrttemberg (KEA) in Karlsruhe umgesetzt.
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Biotoppflegeaktion im Freiburger Mooswald
SchĂĽler rĂĽcken den Neophyten zu Leibe (Foto: Forstamt)
 
Biotoppflegeaktion im Freiburger Mooswald
Albert-Schweitzer-Schule III, Schutzgemeinschaft Frei-
burg Mooswald e.V. und Forstamt rĂĽcken Neophyten zu
Leibe

Ein schlagkräftiges Team von Schülerinnen und Schülern der
Albert-Schweitzer-Schule III um die beiden Erzieher Alvin
Schmidt und Simon Lundt rĂĽckten den so genannten Neophy-
ten im Freiburger Mooswald zu Leibe: Damit der dort ĂĽppig
wuchernde japanische Staudenknöterich (Fallopia japonica)
die heimische Flora nicht verdrängt und ein ökologischer
Schaden angerichtet wird, wurden die Pflanzen mit Stumpf
und Stiel ausgerissen und durch das städtisches Forstamt
fachgerecht entsorgt. Dabei wird das Pflanzenmaterial zu-
nächst auf den Forstwegen zur Trocknung zwischengelagert.
Erst wenn es komplett ausgetrocknet ist, kann es dann in
wegnahen Waldrändern abgelagert werden da sonst die Ge-
fahr besteht, dass die Pflanzenteile wieder Wurzeln austrei-
ben.

FĂĽr die Schule war dies jedoch erst der Auftakt, ein weiterer
Arbeitseinsatz fand vor ein paar Tagen am Wolfsbuck statt.
Im nächsten Jahr werden sich die Schülerinnen und Schüler
dann noch regelmäßiger um „ihre“ Biotope und den sich dort
rasant ausbreitenden japanischen Staudenknöterich küm-
mern. Das ist auch dringend notwendig, denn ohne eine re-
gelmäßige Bearbeitung der Flächen würde der Knöterich die
heimische Flora nach und nach überwachsen und verdrän-
gen. Auch eine Schafbeweidung der Knöterichbestände soll
im kommenden Jahr erfolgen – allerdings hängt das immer
von der Bereitschaft der Schäfer und deren Zeitplan ab.

Neophyten sind Pflanzen, die bewusst oder unbewusst, direkt
oder indirekt vom Menschen nach 1492, dem Jahr der Entde-
ckung Amerikas durch Christoph Kolumbus, in Gebiete einge-
fĂĽhrt wurden, in denen sie natĂĽrlicherweise nicht vorkamen.
Im Fall des Staudenknöterichs wurde er bereits um 1825 von
Philipp Franz von Siebold als Zier- und Viehfutterpflanze nach
Europa gebracht, wo er sich sehr schnell ausbreitete. Neben
einer Verwendung als Futterpflanze in der Landwirtschaft
wurde er auch auf Wildwiesen als Ă„sungspflanze fĂĽr heimi-
sche Wildarten angebaut, die diese exotische Pflanze jedoch
verschmähten. Auch sonst gibt es keine Tierarten, die durch
Blatt- oder Triebfraß die Ausbreitung des Knöterich eingren-
zen können – allenfalls Versuche mit einer Schafbeweidung
im FrĂĽhjahr hatten begrenzt Erfolg.

Revierleiter Ernst Krämer vom Forstrevier Mooswald freut
sich, dass neben weiteren Aktionen des Forstamtes die
gemeinsam mit Gisela Maass sowie Konstanze Lehn von der
Schutzgemeinschaft Freiburger Mooswald e. V. konzipierten
und umgesetzten Biotoppflegeprojekte im nördlichen Moos-
wald am Wolfsbuck in diesem Jahr durch die Stiftung „Unter-
nehmen Wald“ aus Hamburg zur Förderung ausgewählt wur-
den.

Unter dem Motto “Bronchicum hilft den Wald“ finanziert das
Unternehmen Klosterfrau bundesweit unterschiedliche Wald-
naturschutzprojekte. Mit der Aktion möchte Bronchicum auf
die Bedeutung des Waldes fĂĽr Menschen und Tiere aufmerk-
sam machen und ihn wieder in den Focus der Berichterstat-
tung bringen. Denn der aktuelle Waldschadensbericht besagt
noch immer, dass mehr als die Hälfte aller Bäume in Deutsch-
land krank sind.

Bekannt wurde das Unternehmen durch den gleichnamigen
Hustensaft, dessen rein pflanzliche Inhaltsstoffe aus Thymian
und der Waldprimel bestehen. Als NutznieĂźer von Naturpro-
dukten entschied sich das Unternehmen entsprechend der
Prämisse der Nachhaltigkeit, die Natur nicht nur zu nutzen,
sondern ihr auch etwas wiederzugeben. Mit der Stiftung Un-
ternehmen Wald aus Hamburg hat Bronchicum einen geeig-
neten Partner gefunden, der die Naturschutzprojekte in
Deutschland auswählt und für eine erfolgreiche Umsetzung
sorgt
 
 

Fünftklässler pressen ihren Apfelsaft selbst
 
Fünftklässler pressen ihren Apfelsaft selbst
Wissenshunger – Wege zu einer nachhaltigen Schulverpflegung

Projektwoche mit der Ă–kostation am Wentzinger Gymnasium Freiburg

Stuttgart / Freiburg, 9. Oktober 2008: Im Rahmen einer Projektwoche erhalten alle fünften Klassen des Wentzinger Gymnasiums einen Tag lang Einblick in die Welt der Äpfel, der Streuobstwiesen und des Apfelsaftpressens. Gerade am Beispiel Streuobstwiesen werden die Zusammenhänge zwischen ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten in unserer Kulturlandschaft besonders eindrücklich: Schließlich hängen mit der Nutzung heimischer Streuobstwiesen maßgeblich deren Erhalt als Lebensraum und deren biologische Vielfalt zusammen.

Die Projektwoche ist Teil des lokalen Projekts „Bio for Kids“, welches die Stadt Freiburg in Kooperation mit der Ökostation Freiburg initiiert hat und das durch den Innovationsfonds Klima- und Wasserschutz der badenova finanziell gefördert wird. Als Modell für andere Schulen ist die Kooperation von Schule, Kommune und Umweltbildungszentrum gleichzeitig Baustein des landesweiten Projekts „Wissenshunger – Wege zu einer nachhaltigen Schulverpflegung“. Dieses Modellprojekt der Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg, der Deutschen Akademie für Kulinaristik, Slow Food Deutschlands und weiterer Partner zeigt Wege auf, gesunde Ernährung an Schulen mit Themen der Natur- und Umweltbildung zu verknüpfen. Freiburg ist mit dem Wentzinger Gymnasium einer von mehreren Modellstandorten im Land.

Ganz gespannt versammelten sich die Schülerinnen und Schüler der fünften Klasse pünktlich um acht Uhr in der Ökostation Freiburg, Umweltbildungszentrum des BUND. Hier erhielten sie zunächst eine kurze theoretische Einführung in das Thema des Tages. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ging es anschließend weiter nach Eichstetten am Kaiserstuhl, wo mit viel Freude und Fleiß auf den Obstwiesen der Gemeinde Äpfel aufgelesen wurden. Nach der Ernte und einer wohlverdienten Vesperpause kehrten die Schülerinnen und Schüler zurück zur Ökostation. Ein Teil der Äpfel wurde hier in der Schaupresse direkt zu Apfelsaft verarbeitet und natürlich sofort auf geschmackliche Unterschiede zu gekauftem Apfelsaft getestet. Die Fünftklässler erwiesen sich als regelrechte Geschmacksexperten. In der Zwischenzeit wurde ein Großteil der Ernte in der Kelterei Bürklin in Vörstetten zu Saft verarbeitet, um später von den Kindern und Jugendlichen in der Ökostation sterilisiert und abgefüllt zu werden – von der Ernte über die Verarbeitung bis zum fertigen Saft in der Flasche ein geschlossener Produktionsablauf.

„Uns ist es wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler erfahren, woher Lebensmittel kommen, wo sie angebaut, verarbeitet und verkauft werden, bis sie schließlich auf unserem Teller oder in diesem Fall im Glas landen. Beim selber Ernten, Schnippeln und Kochen kommen Kinder und Jugendliche wieder auf den Geschmack von gesundem Obst, Gemüse und Getreide“, erklärte Nicole Welsch von der Umweltakademie Baden-Württemberg. Auf einer Streuobstwiese lasse sich die Bedeutung des ökologischen Gleichgewichts sehr gut aufzeigen, so Welsch weiter. Im Gegensatz zu Baum-Monokulturen böten Streuobstbestände eine große Vielfalt an Obstbaumarten und -sorten und damit Lebensraum für viele Insekten, Vögel und kleine Säugetiere. In den Höhlen alter Stämme fänden etwa der Steinkauz Brutmöglichkeiten und Fledermaus oder Gartenschläfer Unterschlupf.

„Bei der Herstellung von Apfelsaft aus selbst geernteten Äpfeln erfahren die Schülerinnen und Schüler nicht zuletzt die Vorteile gesunder, regionaler Produkte“, berichtete Heide Bergmann, Mitarbeiterin der Ökostation Freiburg. Bereits seit Anfang des Jahres engagiere sich die Ökostation als Partner der Stadt Freiburg in dem Projekt „Bio for Kids“ für eine gesunde Ernährung an Freiburger Schulen, so auch bei der Streuobst-Projektwoche. Geplant seien zahlreiche weitere Aktionen für alle Schularten und Klassenstufen – im Biogarten der Ökostation, auf dem Bauernhof, in der Getreidemühle, auf dem Wochenmarkt oder im Schulgarten.

Das Zusammenwirken von Schule, kommunaler Verwaltung und Umweltbildungszentrum am Wentzinger Gymnasium Freiburg gilt als gelungenes Beispiel lokaler Vernetzung im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung. Als Modell für andere Schulen wurde es daher gezielt in das Projekt „Wissenshunger – Wege zu einer nachhaltigen Schulverpflegung“ aufgenommen.

„Viele Schüler kennen heute mehr Handyklingeltöne als Vogelstimmen und mehr Automarken als Pflanzenarten. Natur- und Alltagswissen, das bisher von Generation zu Generation weitergegeben wurde, geht immer mehr verloren“, so die Umweltakdemie. Mit Projekten wie dieser Streuobstaktion wirke das Projekt „Wissenshunger“ der Wissenserosion entgegen, gerade auch, was die Kenntnis heimischer Tier- und Pflanzenarten anbelange. Zudem würden die vielfältigen Zusammenhänge zwischen dem Essen, der Landwirtschaft, Landschaft, Natur und biologischen Vielfalt verdeutlicht. Dies bilde letztlich die Basis für Handlungskompetenz zur Erhaltung des Heimatraumes.

Damit der Besuch auf der Streuobstwiese auch nachhaltig in den Köpfen der Jugendlichen bleibt, dokumentieren die Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen während der Projektwoche durch Bilder und Texte und stellen diese am 23. Oktober beim Schulfest aus. Auch der selbst hergestellte Apfelsaft wird an einem Stand ausgeschenkt werden – Der Erlös geht in die Klassenkasse.
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