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Verschiedenes

WWF-ZÀhlung: Höchstens 70 Irawadi-Delphine im Mekong.
© WWF Campodian Dolphin Team
 
WWF-ZÀhlung: Höchstens 70 Irawadi-Delphine im Mekong.
RÀtselhaftes Sterben der Jungtiere offenbar aufgeklÀrt.

Höchstens 70 Irawadi-Delphine leben nach aktuellen WWF-ZĂ€hlungen im Mekong. Damit steht die Population kurz vor der Auslöschung. Seit Jahren bereitet den Experten das rĂ€tselhafte Massensterben der Jungtiere große Sorgen. Nach intensiven Untersuchungen geht die Umweltstiftung WWF jetzt davon aus, dass ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren das Immunsystem der DelphinkĂ€lber im extremen Maße schwĂ€cht. Vor allem Giftstoffe wie DDT und PCB, von den Jungtieren ĂŒber die Muttermilch aufgenommen, setzen der Körperabwehr zu. ZusĂ€tzlich werden die Tiere durch die Folgen von Inzucht körperlich labiler. Bakterien und andere Krankheitserreger haben daher ein leichtes Spiel. „Die hohe MortalitĂ€t unter DelphinkĂ€lbern ist die grĂ¶ĂŸte Gefahr fĂŒr das Überleben der Art im Mekong“, sagt WWF-Experte Dr. Petr Obrdlik. „Immerhin scheinen wir jetzt wenigstens die Ursache gefunden zu haben.“ Das Insektizid DDT ist in Kambodscha zwar offiziell verboten, gelangt jedoch illegal in das Ökosystem. PCB findet sich vor allem in Schiffanstrichen und soll Algenbewuchs verhindern.

Der WWF geht nicht davon aus, dass ein Einleiten der Giftstoffe gestoppt werden kann, bevor es fĂŒr die Delphine zu spĂ€t ist. Um die Population trotzdem zu retten schlĂ€gt der WWF unkonventionelle Maßnahmen vor. Durch gezielte Impfungen soll das Immunsystem junger Delphine gestĂ€rkt und die Folgen von Inzucht und Umweltgiften ausgeglichen werden. Auch Bestandsumsiedlungen oder Zucht und Arterhaltung in Zoologischen GĂ€rten wollen die ArtenschĂŒtzer nicht mehr ausschließen. „Wenn wir jetzt nichts unternehmen, wird die Art im Mekong bald verschwunden sein“, warnt Petr Obrdlik. Und das wĂ€re nicht nur ein ungeheurer Verlust fĂŒr die Artenvielfalt der Region, sondern auch ein ökonomischer RĂŒckschlag fĂŒr die Menschen vor Ort. Die Delphine sind nĂ€mlich eine Touristenattraktion und Einnahmequelle.

PrekĂ€r ist auch die Lage einer Irawadi-Population im thailĂ€ndischen Songkhla-See. Dort sind in nur fĂŒnf Jahren zwanzig Tiere in den Kiemennetze der Fischer verendet. FĂŒr die Restpopulation von höchstens dreißig Tieren sieht die Lage dĂŒster aus. „Mit der Aussetzung des Riesen-Mekongwels in dem See hat die Fischerei mit gefĂ€hrlichen Kiemennetzen derart zugenommen, dass wir befĂŒrchten mĂŒssen, alle Delphine innerhalb der kommenden Jahre zu verlieren“, sagt WWF-Experte Obrdlik. Die Tiere verheddern sich in den großen, massiven Netzen und ertrinken schließlich darin. Nach Angaben der Weltnaturschutzunion IUCN sind vier der fĂŒnf SĂŒĂŸwasserpopulationen des Irawadi-Delphins akut vom Aussterben bedroht. Ein genetischer Austausch zwischen den kleinen Gruppen findet seit vielen Jahren nicht mehr statt.
 
 

„Bio fĂŒr Kids“
Betriebsrundgang / Foto: Ökostation
 
„Bio fĂŒr Kids“
SchĂŒler erkunden woher die Nahrung kommt

Ökostation startete an 25. MĂ€rz das Angebot „Gesunde ErnĂ€hrung“ fĂŒr Freiburger Schulen mit BĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik und der 9. Klasse der Pestalozzi-Realschule. Bei einer Betriebsbesichtigung des Tofuherstellers Life Food erfuhren die SchĂŒlerInnen, was nachhaltige Lebensmittelproduktion ist. Über 15 Betriebe rund um Freiburg kooperieren mit dem Projekt „Bio fĂŒr Kids“.
Damit SchĂŒlerinnen und SchĂŒler wieder auf den Geschmack von gesundem Essen kommen und mehr ĂŒber die Herkunft regionaler Lebensmittel erfahren, bietet die Ökostation des BUND in Kooperation mit der Stadt Freiburg das Programm „Bio fĂŒr Kids“ an. Als Pilotprojekt an den Wentzinger Schulen 2008 gestartet, steht das Angebot seit diesem Jahr allen Freiburger Schulen offen. Die pĂ€dagogischen Module, die von Klassen verschiedener Alterstufen gebucht werden können, beinhalten Projekttage in der Ökostation, Aktionen im Schulgarten und Exkursionen zu Betrieben rund um Freiburg. Dabei erfahren die SchĂŒlerInnen praxisnah und vor Ort, woher die Lebensmittel kommen, wie sie angebaut, verarbeitet und vermarktet werden, bis sie auf dem Teller landen.

Den Auftakt fĂŒr das Projekt bildete die Besichtigung des Tofu-Herstellers, Firma Life Food -Taifun am 25.3.2009 mit Frau BĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik. Sie begleitete die Klasse 9 a/c der Pestalozzi Realschule. Die 16 SchĂŒlerInnen haben zuvor im FĂ€cherverbund Mensch und Umwelt MUM zusammen mit der Ökostation das Thema „Soja - Powerbohne der Zukunft“ bearbeitet. Dabei erfuhren sie, dass die kleine Bohne nicht nur eine Menge Eiweiß, sondern auch erstaunliche Potentiale fĂŒr eine nachhaltige Entwicklung zu bieten hat. Mit der Produktlinie vom Soja-Anbau bis zum fertigen Tofuprodukt ist die Firma Life Food ein gutes Beispiel fĂŒr eine regionale, nachhaltige Lebensmittelwirtschaft. Damit auch andere Schulklassen in den Genuss von BetriebsfĂŒhrung, Tofuworkshops und -verkostung kommen, plant die Firmenleitung ĂŒbrigens am 24.7.2009 einen Tag der offenen TĂŒr fĂŒr Schulen, den „Food Experience-Day“.

Das Projekt „Bio fĂŒr Kids“ bietet den Schulen darĂŒber hinaus weitere Exkursionen. Über 15 Kooperationspartner haben sich bereit erklĂ€rt dabei mitzuwirken: Biohöfe, GĂ€rtnereien und verarbeitende Betriebe rund um Freiburg öffnen ihre Tore, um Kindern und Jugendlichen eine gesunde, natĂŒrliche ErnĂ€hrung nĂ€herzubringen. Die Ökostation unterstĂŒtzt LehrerInnen bei Exkursionen oder vermittelt Ansprechpartner. Als Vorbereitung dienen die Projekttage in der Ökostation mit unterschiedlichen Schwerpunkten, zum Beispiel: Gesundes FrĂŒhstĂŒck, KrĂ€uter und Nahrungspflanzen aus dem Garten, Apfelsaft pressen oder vom Korn zum Brot. Ein Faltblatt mit den gesamten Angeboten der Ökostation ist unter Tel: 0761 - 892333 oder info@oekostation erhĂ€ltlich.
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Filmtipp: Septemberweizen
Dokumentarfilm von Peter Krieg (D, 1980)

am Mo 30. MĂ€rz, 19:00 Uhr, in der Ökostation

Im Rahmen der "Freiburger GlobalisierungsgesprĂ€che" zeigen attac Freiburg und Ökostation den Dokumentarfilm "Septemberweizen" von Peter Krieg ĂŒber den amerikanischen Weizenanbau. Vor nahezu 30 Jahren gedreht, ist der Film heute, zu Zeiten der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise aktueller denn je. Er zeigt in collageartigen Montagen wie Farmer, Wissenschaftler, HĂ€ndler, Spekulanten, Verarbeiter und Politiker mit Weizen umgehen und was dabei ĂŒbrig bleibt fĂŒr die Hungernden dieser Welt. Anschließend ist Zeit fĂŒr Diskussion.

Der Eintritt ist kostenlos

Ökostation Freiburg
Falkenbergerstrasse 21b
D-79110 Freiburg
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WWF-Studie: Unternehmen kĂŒmmern sich zu wenig um Wassermanagement.
© Edward Parker / WWF-Canon
 
WWF-Studie: Unternehmen kĂŒmmern sich zu wenig um Wassermanagement.
Weltwasserforum 2009 Istanbul (16. - 22.03.09)

Frankfurt - „Die weltweite Wasserkrise wird zu einem Risiko fĂŒr das Wirtschaftswachstum“, warnt Martin Geiger, Leiter Bereich SĂŒĂŸwasser beim WWF Deutschland und Teilnehmer des Weltwasserforums in Istanbul. Der Rohstoff Wasser wĂŒrde derzeit noch von vielen Unternehmen in „gedankenloser Weise verschwendet“. Nach aktuellen Untersuchungen der Umweltschutzorganisation WWF sind es ausgerechnet einige (hĂ€ufig kritisierte) multi-nationale Konzerne - wie etwa Coca-Cola, NestlĂ©, IKEA oder Unilever - die damit begonnen haben Risiken zu untersuchen, die durch ihre AbhĂ€ngigkeit vom Wasser entstehen. Doch die Mehrheit der Unternehmen sei sich dieser Risiken nicht bewusst.

„Sauberes Wasser wird zu einem knappen Rohstoff und die Kosten fĂŒr Beschaffung, Reinigung und Erschließung werden in die Höhe schnellen“, sagt Martin Geiger. „Die Unternehmen mĂŒssen sich darauf einstellen und Verantwortung ĂŒbernehmen.“ Denn zu aller Erst sei der Zugang zu sauberem Trinkwasser ein universelles Menschenrecht. Nicht zuletzt deswegen sieht der WWF-Experte auch eine Gefahr fĂŒr die Reputation von Unternehmen, die sich nicht mit ihrem Wassermanagement beschĂ€ftigten. 2006 wurde Coca-Cola beispielsweise in Kerala (Indien) vorgeworfen, dass eine AbfĂŒllanlage Grundwasser ĂŒbernutze und Pestizide in GetrĂ€nken gefunden wurden. Sechs weitere Bundesstaaten verboten daraufhin zeitweilig den Verkauf. Das Oberste Gericht von Kerala erklĂ€rte die Anschuldigen zwar fĂŒr unhaltbar und hob das Verbot auf, doch das Image des Konzerns leidet bis heute unter dem Skandal.

„Wasser ist fĂŒr den Menschen essentiell und daher sind Unternehmen, die in großem Umfang diesen Rohstoff verbrauchen in besonderer Verantwortung - aus ökonomischer, ökologischer und ethischer Sicht“, sagt WWF-Experte Geiger. Neben der GetrĂ€nkeindustrie seien auch IT-Branche, Tourismus, Landwirtschaft, Bergbau, Papier- und Zellstoffgewerbe oder Textilindustrie betroffen. Der WWF fordert von den Unternehmen, öffentlich ĂŒber ihren direkten und indirekten Wasserverbrauch, die damit verbundene Risiken und die Gegenmaßnahmen zu berichten - und damit fĂŒr Investoren und Öffentlichkeit offenzulegen. Außerdem sei die Privatwirtschaft auch politisch gefordert. „Die Unternehmen mĂŒssen sich aktiv fĂŒr eine integrierte und effiziente Bewirtschaftung von Wasser einsetzen“, so Martin Geiger. „Es macht ökologisch und ökonomisch ĂŒberhaupt keinen Sinn, wenn die geklĂ€rten AbwĂ€sser eines Unternehmens wieder in FlĂŒsse eingeleitet werden, die stark verschmutzt seien, weil es keine öffentlichen KlĂ€ranlagen gibt.“

Weitere Möglichkeiten des Engagements von Firmen sieht der WWF in der Finanzierung von Gemeinde-Projekte. „Solche Maßnahmen schaffen Vertrauen und sichern langfristig die notwendige Akzeptanz“, sagt WWF-Experte Geiger. „Ein effizienter und durchdachter Umgang mit der Ressource Wasser hilft den Menschen, der Wirtschaft und der Umwelt.“
 
 

 
Samstags-Forum Regio Freiburg startet Klimaschutzreihe Neue Energien 8
Das Samstags-Forum Regio Freiburg startet am 22. und 25. April 2009 seine 8. Veranstaltungsreihe in der UniversitÀt Freiburg zu Klimaschutz und Neuen Energien mit zwei Sonderterminen im Vorfeld der Europawoche, der Europa-Wahlen, des 23. Jahrestags des Beginns der Atomreaktorkatastrophe von Tschernobyl, und anlÀsslich der anstehenden 10-Jahres-Revision des AKW Fessenheim und des Tages der Erneuerbaren Energien 25.4.2009.
Der Eintritt ist frei.

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Mittwoch 22. April 2009, 19:15 Uhr
Freiburg i.Br., UniversitÀt, Platz der UniversitÀt, KollegiengebÀude KG 2, Hörsaal 2004,
im Vorfeld der Europawoche und Europa-Wahlen sowie
des 23. Jahrestags des Beginns der Atomreaktorkatastrophe von Tschernobyl :

Atom-Klima in Europa ? Euratom, Tschernobyl-Folgen:
19:15 Vom Treibhaus in den SuperGAU? Alternativen, Thesen.
Dr. Georg Löser, ECOtrinova e.V. , Vorsitzender,
19:30 Euratom: Atomstaat Europa und der Ausstieg.
Klaus Schramm, Fachjournalist, Lahr,
20:30 Tschernobyl 1986 und Folgen in Europa.
Dr. Georg Löser, ECOtrinova e.V.

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Samstag 25. April 2009 10:15 Uhr
Freiburg i.Br., UniversitÀt, Platz der UniversitÀt, KollegiengebÀude KG 1 Hörsaal 1221
anlÀsslich 10-Jahres-Revision des AKW Fessenheim und Tag der Erneuerbaren Energien 25.4.2009:

Oberrhein-Region – wohin gehst Du? (Teil 1):
10:15 Atomkraftrisiko Fessenheim.
Jean-Paul Lacote, Vorstand Alsace Nature und TRAS, BUND RV,
11:15 Solar- und Energiesparpolitik in Deutschland und Europa.
Energiezukunft ohne Fossil- und Atomenergie. Leitstudie 2008.
Ausbaustrategie Erneuerbare Energien.
Dr.-Ing. Joachim Nitsch, Stuttgart, Energiesprecher Landesnaturschutzverband LNV e.V.,
Autor der aktuellen Leitstudie fĂŒr das Bundesministerium fĂŒr Umwelt

FĂŒhrung: 13:00-45 zu Energiesparobjekt in Freiburg.
Thema und Ort werden noch bekanntgegeben.

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Veranstalter ist der gemeinnĂŒtzige Verein Freiburger Verein ECOtrinova e.V. gemeinsam mit der unabhĂ€ngigen Studierendenvertretung u-asta der UniversitĂ€t und weiteren Partnern, darunter KlimabĂŒndnis Freiburg, BUND Regionalverband und Agenda21-BĂŒro Freiburg. Schirmherrin ist die Freiburger UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik.

Das Samstags-Forum erhielt 2007 einen Aesculap-Umweltpreis und 2006 einen CO2NTRA-Förderpreis der Klimaschutzinitiative von St. Gobain Isover G+H fĂŒr gemeinnĂŒtzige Projekte und trĂ€gt sich auch durch Förderung der ECO-Stiftung und des Agenda21-BĂŒros der Stadt Freiburg sowie hauptsĂ€chlich durch ehrenamtliches Engagement. Kontakt & Leitung: Dr. Georg Löser, ECOtrinova e.V., www.ecotrinova.de, ecotrinova@web.de
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AbwrackprÀmie / UmweltprÀmie / UmweltzerstörungsprÀmie & Neusprech
 
AbwrackprÀmie / UmweltprÀmie / UmweltzerstörungsprÀmie & Neusprech
Am 27.01.2009 hat das Bundeskabinett die „Richtlinie zur Förderung des Absatzes von Personenkraftwagen beschlossen“. Wer sein ĂŒber 10 Jahre altes Auto verschrottet, bekommt bei gleichzeitiger Anschaffung eines Neuwagens eine so genannte UmweltprĂ€mie von 2500 Euro.

Hans Magnus Enzensberger gibt der „UmweltprĂ€mie“ den richtigen Namen. Er schreibt: „Die AbwrackprĂ€mie ist eine Belohnung fĂŒr die Vernichtung von GebrauchsgegenstĂ€nden; ihr Besitzer empfĂ€ngt diese PrĂ€mie, die er als Steuerzahler entrichtet.“ (Zitatende)
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Gastgeberland TĂŒrkei fĂŒr schlechtes Wassermanagement kritisiert
© Maurizio Biancarelli / WWF
 
Gastgeberland TĂŒrkei fĂŒr schlechtes Wassermanagement kritisiert
WWF fordert weltweiten Aktionsplan: Deutschland in der Verantwortung.

Weltwasserforum 2009 Istanbul (16. - 22.03.09)

Frankfurt - „Wir steuern direkt auf eine globale Wasserkrise zu“, warnt Martin Geiger, Leiter Bereich SĂŒĂŸwasser beim WWF Deutschland, anlĂ€sslich des Weltwasserforums in Istanbul. Die Ressource Wasser wĂŒrde, so der WWF-Experte, immer knapper. Das sei in erster Linie eine Folge von Verschwendung, Missmanagement und ineffizienter BewĂ€sserung. Deutliche Zeichen der weltweiten Wasserkrise sieht Martin Geiger in der JahrhundertdĂŒrre Anfang 2009 in China oder in den extremen Trockenperioden im Mittelmeerraum. Die Folgen wĂŒrden nach WWF-EinschĂ€tzung auch Deutschland treffen: Es drohen Landflucht, Kollaps der Landwirtschaft am Mittelmeer und ein Ende des Tourismus in beliebten Urlaubsregionen.

Aktuellen WWF-Recherchen zufolge ist auch das Gastgeberland TĂŒrkei kein Vorbild in Sachen Wassermanagement. Der Grundwasserspiegel ist in den vergangenen drei Jahrzehnten um ĂŒber 14 Meter gesunken. ZusĂ€tzlich verschĂ€rft sich die Lage durch einen bestĂ€ndigen RĂŒckgang der NiederschlĂ€ge (bis zu 43 Prozent weniger). Trotzdem werden immer grĂ¶ĂŸere FlĂ€chen fĂŒr die Landwirtschaft kĂŒnstlich bewĂ€ssert und in den Urlaubsregionen sollen ĂŒber 100 neue GolfplĂ€tze entstehen. Allein eine dieser Anlage hat den jĂ€hrlichen Wasserbedarf einer Kleinstadt. Als Folge mussten 2007 Istanbul, Ankara und Izmir im Sommer tageweise das Wasser abstellen. Doch auch Deutschland ist betroffen: Rund zehn Prozent des jĂ€hrlichen Bedarfs an landwirtschaftlichen GĂŒtern wird aus der TĂŒrkei importiert, darunter 158.162 t Schalen- und TrockenfrĂŒchte, 113.488 t GemĂŒseprodukte und 54.223 t Obst. „Unsere Nachfrage befeuert damit zumindest indirekt den unverantwortlichen Wasserraubbau und wir wĂ€ren direkt betroffen, wenn DĂŒrren die tĂŒrkischen Ernten vernichtet“, warnt die WWF-Expertin fĂŒr die Mittelmeerregion, Dorothea August.

WWF-Experte Geiger fordert einen globalen und verbindlichen Aktionsplan zur BekĂ€mpfung der Wasserproblematik: „FĂŒr die Wissenschaft und den Erfahrungsaustausches ist das Weltwasserforum essentiell. Es mangelt ihr jedoch an Verbindlichkeit. Die Politik muss endlich auf die Tatsachen reagieren.“ Der WWF sieht auch die Deutsche Bundesregierung in der Verantwortung, immerhin importiert die Bundesrepublik ĂŒber Nahrungsmittel und IndustriegĂŒter jedes Jahr 106 Mrd. Kubikmeter Wasser. „Wir sind Verantwortlicher und Betroffener zugleich“, so Martin Geiger. „Wir können es uns allein aus ökonomischer Sicht nicht leisten, tatenlos zusehen, wie sich die Wasserproblematik weiter verschĂ€rft.“

Das Weltwasserforum 2009 ist das bislang grĂ¶ĂŸte Treffen von Wissenschaftlern, Politikern und Experten aus aller Welt. Es werden mehr als 20.000 Teilnehmer erwartet, darunter 25 Staats- und Regierungschefs.
 
 

4. Grosser Fahrrad-Markt im ZO
Foto: Veranstalter
 
4. Grosser Fahrrad-Markt im ZO
Am Samstag, den 21. MĂ€rz 2009, ab 10 Uhr im ZO (Zentrum Oberwiehre, Schwarzwaldstrasse 78) in Freiburg mit einer atemberaubenden Bike-Show mit dem 2-fachen Trial-Weltmeister Andreas Kromer
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