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Dienstag, 28. November 2023
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Verschiedenes

 
Freiburg erstellt einen KlimamobilitÀtsplan
Instrument untersucht, wie mehr Klimaschutz im Bereich Verkehr möglich ist

Stadt wird eine von vier Pilotkommunen in Baden-WĂŒrttemberg und erhĂ€lt hohe Förderung vom Land

Die Stadt Freiburg wird einen KlimamobilitĂ€tsplan erstellen. Der Plan ermittelt und bewertet, welche Maßnahmen helfen, den CO2-Ausstoß im Verkehr zu senken. Freiburg hat sich beim Verkehrsministerium fĂŒr dieses Projekt beworben und wurde als eine von vier Pilotkommunen ausgewĂ€hlt.

KlimamobilitĂ€tsplĂ€ne sind ein Instrument im neuen Klimaschutzgesetz des Landes Baden-WĂŒrttemberg, das im Oktober 2020 vom Landtag beschlossen wurde. Mit diesen PlĂ€nen sollen Gemeinden konkrete Maßnahmen erarbeiten, um die Klimaschutzziele im Verkehrssektor zu erreichen. Ein KlimamobilitĂ€tsplan ermittelt und bewertet systematisch, welche Maßnahmen im Verkehr welchen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Betrachtet werden alle Verkehrsarten, und sowohl lokale als auch regionale Verkehre. Der KlimamobilitĂ€tsplan dient auch dazu herauszufinden, welche Maßnahmen besonders wirksam sind. Werden diese spĂ€ter umgesetzt, kann mit hohen FördersĂ€tzen des Landes gerechnet werden. KlimamobilitĂ€tsplĂ€ne sind ein neues Instrument, das das Land in einer Pilotphase mit vier Kommunen erproben wird.

Freiburg besitzt viel Vorerfahrung und bewĂ€hrte Strukturen fĂŒr Klimaschutzprojekte. Jahr fĂŒr Jahr werden die Anstrengungen beim Klimaschutz verstĂ€rkt, Finanzmittel und AktivitĂ€ten erhöht. Das Thema „umweltfreundlicher Verkehr“ wird seit Jahren intensiv bearbeitet und hat zu bemerkenswerten Erfolgen gefĂŒhrt. So werden 79 Prozent der Wege im innerstĂ€dtischen Verkehr zu Fuß, mit dem Rad oder dem ÖPNV zurĂŒckgelegt. Freiburg gilt damit bezogen auf den Verkehrsbereich als eine der umweltfreundlichsten StĂ€dte Deutschlands. Die Bedingungen im Fuß- und Radverkehr sowie im ÖPNV erhalten regelmĂ€ĂŸig Bestnoten bei BĂŒrgerumfragen oder MobilitĂ€tsuntersuchungen.

Allerdings ist es trotz dieser AktivitĂ€ten bislang nicht gelungen, eine grundlegende Trendwende bei den CO2-Emissionen im Verkehrssektor zu erzielen. WĂ€hrend etwa im Energiesektor seit Jahren deutliche Erfolge bei der CO2-Reduktion erreicht wurden, stagnieren die CO2-Emissionen im Verkehr. „Es wird deutlich, dass wir auch neue Wege einschlagen mĂŒssen, um die Verkehrswende voranzubringen und den CO2-Ausstoß zu senken. Der KlimamobilitĂ€tsplan kann dabei ein starkes Werkzeug sein. Hier können wir genau untersuchen, wo Einsparungspotenzial liegt und wo genau wir auf unserem Weg zur KlimaneutralitĂ€t im Verkehr noch ansetzen können“, sagt BĂŒrgermeister Martin Haag.

Es wird etwa zwei Jahre dauern, den KlimamobilitĂ€tsplan aufzustellen. Die Kosten dafĂŒr liegen bei rund 280.000 Euro. Davon ĂŒbernimmt das Verkehrsministerium rund 80 Prozent. Derzeit wird daran gearbeitet, wie der Plan in der Stadtverwaltung bearbeitet werden soll und wie die Abstimmung mit verschiedenen Akteuren ablaufen soll. Eine umfangreiche Beteiligung von BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern, Fachstellen und VerbĂ€nden ist geplant. Wenn die Ergebnisse vorliegen, soll der Gemeinderat beschließen, welche Konsequenzen aus dem KlimamobilitĂ€tsplan gezogen werden sollen.
 
 

 
Freiburg: Ab Freitag öffnet der Mundenhof wieder
Weiterhin ohne Eintritt, aber mit Terminbuchungspflicht
Besucher entscheiden vorher, an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit sie ungefÀhr auf dem Mundenhof ankommen wollen
Ticket berechtigt dann zum Zutritt innerhalb von 3 Stunden

Nach der Corona-Verordnung des Landes darf der Mundenhof als zoologischer Garten zusammen mit botanischen GĂ€rten und Museen wieder öffnen. Ab Freitag, 12. MĂ€rz, sind GĂ€ste in Freiburgs Tierreich also wieder willkommen, da in Freiburg derzeit Inzidenzwerte zwischen 50 und 100 herrschen. Sie mĂŒssen vorher einen Termin fĂŒr ihren Mundenhofbesuch buchen und ihre Kontaktdaten hinterlassen.

„Die Terminbuchungspflicht stellt uns vor große Herausforderungen. Der Mundenhof ist normalerweise frei zugĂ€nglich und eintrittsfrei. Wir haben keine EinzĂ€unung des GelĂ€ndes und keine KassenhĂ€uschen mit Bildschirmarbeitsplatz. Trotzdem war sofort klar: das mĂŒssen wir hinkriegen“, erlĂ€utert Nicole Schmalfuß, Leiterin des Forstamtes, das fĂŒr den Mundenhof zustĂ€ndig ist.

Schon im vergangenen Jahr hat Corona viele VerĂ€nderungen fĂŒr die Organisation auf dem Mundenhof mit sich gebracht: Mit BesucherzĂ€hlungen und BeschrĂ€nkungen am Eingang wurde sichergestellt, dass nur maximal 2.000 Besuchende gleichzeitig auf dem Mundenhof sind und so AbstĂ€nde von mindestens 1,50 Metern eingehalten werden können. Die BeschrĂ€nkungen wurden begleitet von einer Kontingentierung der Parktickets, die seither nur online zu erwerben sind. Vor allem diese Maßnahme, verbunden mit gestaffelten Parkpreisen, hat den gewĂŒnschten Effekt erzielt. Die Besuchenden konnten besser ĂŒber die Woche verteilt werden.

Nun gilt ab Freitag die Terminbuchungspflicht. Der Mundenhof setzt mit Reservix auf das gleiche Online-Buchungssystem, das sich bei den Parktickets bewĂ€hrt hat. Besucher können fĂŒr ihren Zutritt in den Mundenhof Zeitfenster buchen, die stĂŒndlich kontingentiert sind. Was kompliziert klingt, lĂ€sst sich mit einfachen Worten erklĂ€ren:

Besucher mĂŒssen sich im Vorfeld entscheiden, an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit sie ungefĂ€hr auf dem Mundenhof ankommen wollen. An jedem Öffnungstag sind zwischen 9 und 18 Uhr stĂŒndlich 600 Eintritte verfĂŒgbar – das Ticket berechtigt dann zum Zutritt in einem Zeitfenster von 3 Stunden.
Die Aufenthaltsdauer ist unbegrenzt. Wer z.B. ein Zutrittsfenster zwischen 11 und 14 Uhr bucht, kann entspannt auch erst um 12.30 Uhr ankommen und danach beliebig lange auf dem Hof bleiben.

„Unsere Beobachtungen zeigen, dass die meisten Besuchenden zwischen 2 und 3 Stunden auf dem Mundenhof bleiben. Wir haben mit einer durchschnittlichen Verweildauer von 3 Stunden gerechnet. Mit 600 Zutritten pro Stunde sind wir also auf der sicheren Seite“, erlĂ€utern Birte Boxler und Susanne Eckert, die Leiterinnen des Mundenhofes. ZusĂ€tzliche Sicherheit, dass der Hof nicht ĂŒberfĂŒllt wird, gewĂ€hrleisten die Eingangskontrolle und ein Sicherheitsdienst, der fĂŒr Wochenenden mit großem Andrang vorgesehen ist.

Bei der Terminbuchung mĂŒssen fĂŒr alle Besuchenden Kontaktdaten hinterlassen werden. So ist bei Bedarf eine Kontaktnachverfolgung möglich. Nach drei Wochen werden die Daten automatisch gelöscht; Reservix erfĂŒllt hier alle datenschutzrechtlichen Anforderungen. Die Terminbuchung hat ihren Preis: 50 Cent je Gast kostet jede „Freikartenbuchung“.

„Wir haben entschieden, dass die Stadt diese Kosten ĂŒbernimmt, damit die Menschen den Mundenhof weiterhin ohne Eintritt besuchen können. Die emotionalen und finanziellen Belastungen sind zurzeit fĂŒr Alle enorm. Mit dem freien Zutritt zum Mundenhof können wir einen Beitrag leisten, diese Zeit besser zu meistern“, betont UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik. Die Stadtkasse wird hierfĂŒr bis zu 10.000 Euro wöchentlich tragen, bis eine regulĂ€re Öffnung wieder möglich ist.

Parken bleibt indes kostenpflichtig. Wie im vergangenen Jahr vom Gemeinderat beschlossen, kostet es 5 Euro unter der Woche und 10 Euro an Wochenenden und Feiertagen. Reist etwa eine vierköpfige Familie mit dem Auto an, so mĂŒssen ein Parkticket und drei weitere „Freikarten“ gebucht werden, um nach der Landesverordnung alle Kontaktdaten dieser Familie dokumentieren zu können. Beides erfolgt zusammen in einem Buchungsvorgang, der fĂŒr diesen Fall mit der Bezahlung des Parktickets abgeschlossen wird.

Sobald der Freiburger Inzidenzwert wieder stabil unter 50 sinkt, ist eine Terminbuchung nicht mehr erforderlich. In diesem Fall setzt der Mundenhof dann auf die Kontaktnachverfolgung mit der kostenlosen Luca-App setzen.

Ab einer Inzidenz von ĂŒber 100 an drei aufeinander folgenden Tagen, durch das Gesundheitsamt geprĂŒft, greift die sogenannte Notbremse aus der Corona-Verordnung. Wie andere zoologische GĂ€rten und Museen muss der Mundenhof dann wieder schließen.

Die Ticketbuchung ist ab morgen, Donnerstag, und danach maximal fĂŒnf Tage im Voraus möglich. Sie erfolgt ĂŒber die Homepage www.freiburg.de/mundenhof. Hier stehen auch alle anderen aktuellen Informationen fĂŒr den Besuch des Mundenhofes.

Unter den schwierigen Rahmenbedingungen der Pandemie entstehen dem Mundenhof zusĂ€tzliche Kosten. Daher freuen sich seine Tiere und die komplette Belegschaft umso mehr ĂŒber jede Spende. Entsprechende Plakate werden ab Freitag u.a. bei den Spendenkassen aufgehĂ€ngt.

Skatepark und Pumptrack bleiben geöffnet
Übrigens: der neue Skatepark im Dietenbachpark und der Pumptrack in ZĂ€hringen bleiben geöffnet, weil sie nach der Corona-VO jeweils SportstĂ€tten sind. Erst wenn die Inzidenz auf ĂŒber 100 steigt, werden beide Anlagen erneut geschlossen.
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NABU: Bundesamt fĂŒr Naturschutz mit fragwĂŒrdigem Rettungsversuch fĂŒr Butendiek
KrĂŒger: Butendiek hat keine Zukunft / Meeresschutzgebiete mĂŒssen fĂŒr Windparks tabu sein

Berlin, 4.3.21. Der NABU hat heute in seiner Stellungnahme das Ausnahmeverfahren fĂŒr den Offshore-Windpark Butendiek inmitten des Vogelschutzgebiets „Östliche Deutsche Bucht“ westlich von Sylt scharf kritisiert. Auf Aufforderung des Bundesamtes fĂŒr Naturschutz (BfN) hatte die Betreibergesellschaft wpd eine AusnahmeprĂŒfung beantragt. Nach Ansicht des NABU ist das ein fragwĂŒrdiger Winkelzug auf Kosten streng geschĂŒtzter Seevögel.

Nachdem das BfN im November 2020 eine erhebliche BeeintrĂ€chtigung der Schutzgebietsziele und drohende PopulationsrĂŒckgĂ€nge von Stern- und Prachttauchern festgestellt hat, soll ĂŒber ein sogenanntes Dispensverfahren die Stilllegung, der (Teil-)RĂŒckbau oder auch nur die zeitweise Abschaltung des Windparks verhindert werden. Die oberste deutsche Naturschutzbehörde hatte den Standort Butendiek zwar auch frĂŒh kritisiert, will nun aber die Grenzen des Schutzgebiets anpassen und so den eingetretenen Umweltschaden kompensieren. NABU-PrĂ€sident Jörg-Andreas KrĂŒger: „Die fragwĂŒrdigen Rettungsversuche lassen am SelbstverstĂ€ndnis des BfN zweifeln. Butendiek ist zu einem Projekt geworden, bei dem es nur Verlierer gibt. Der Streit beschĂ€digt den Ausbau der erneuerbaren Energien ebenso wie die verantwortlichen Behörden, von der Vogelwelt ganz zu schweigen. Wir mĂŒssen dieses traurige Kapitel der Energiewende endlich abschließen. Butendiek hat keine Zukunft – Meeresschutzgebiete mĂŒssen fĂŒr Windparks tabu sein.“

Der NABU hatte 2014 vor Baubeginn in einem Rechtsgutachten auf die eklatanten Fehler der Genehmigung hingewiesen und Klage eingereicht. Seit dem wird gestritten, am Umweltschaden besteht heute kein Zweifel mehr. „Die Vögel meiden die Turbinen in einer Entfernung von bis zu 16 Kilometern. Sie ziehen sich zurĂŒck. Butendiek beeintrĂ€chtigt streng geschĂŒtzte Stern- und Prachttaucher auf einem Drittel des fĂŒr sie ausgewiesenen Vogelschutzgebietes. Fast zehn Prozent ihres Lebensraums sind komplett verloren. Jetzt die Schutzgebietsgrenzen an den RĂŒckzug der vertriebenen Vögel anzupassen, ist rechtlich und aus Naturschutzsicht Ă€ußerst fragwĂŒrdig“, kritisiert NABU-Meeresexperte Kim Detloff.

Weder wurde die fĂŒr ein Dispensverfahren notwendige FFH-VertrĂ€glichkeitsprĂŒfung durchgefĂŒhrt, noch liegen Maßnahmen auf dem Tisch, welche die Vögel vor Rohstoffabbau, Schifffahrt oder der militĂ€rischen Nutzung innerhalb der neuen Schutzgebietsgrenzen schĂŒtzen können. „Hier soll offenbar die Vertreibung der Vögel in suboptimale LebensrĂ€ume per Ausnahme legitimiert werden. Dieser Versuch kommt zeitgleich mit der AnkĂŒndigung der EuropĂ€ischen Kommission, ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland wegen unzureichender Natura-2000-Umsetzung zu eröffnen. Ein trauriges Kapitel fĂŒr den deutschen Meeresnaturschutz – dieses Vorgehen darf auf keinen Fall Schule machen“, mahnt Detloff.

Offensichtliches Ziel des Winkelzugs ist nach Auffassung des NABU, die fĂŒr den 11. MĂ€rz angesetzte Verhandlung am Oberverwaltungsgericht MĂŒnster zu beeinflussen und den langjĂ€hrigen Rechtsstreit weiter zu komplizieren. In MĂŒnster soll in zweiter Instanz ĂŒber die notwendige Sanierung des Umweltschadens, die Schuldfrage und die ZustĂ€ndigkeiten der beiden Bundesbehörden BfN und Bundesamt fĂŒr Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) verhandelt werden. Seit Jahren bemĂŒhen sich beide Behörden jedoch weniger um eine Aufarbeitung der Naturschutzproblematik, sondern um die gegenseitige AbwĂ€lzung der Verantwortung. Fatal, denn Deutschlands Ziele fĂŒr die Offshore-Windenergie sind ambitioniert. Bis 2040 soll sich die Anzahl der WindrĂ€der verfĂŒnffachen. Dabei sind die deutsche Nord- und Ostsee schon heute ĂŒberlastet, die marine Raumordnung zeigt, dass es zu wenig Platz fĂŒr die vielfachen industriellen Interessen gibt.
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E-Busse ein Jahr im Einsatz
Im Februar 2020 sind zum ersten Mal in der Freiburger Geschichte zwei elektrisch betriebene Busse in den Linienbetrieb gegangen. Ein Jahr spĂ€ter ziehen die Verantwortlichen der VAG eine positive Bilanz des Testbetriebes auf der Linie 27: „Die beiden Busse sind bisher zusammengenommen ĂŒber 80.000 Kilometer gefahren – und das weitgehend störungsfrei,“ sagt VAG Vorstand Stephan Bartosch. „Wir haben das Jahr genutzt, um in den WerkstĂ€tten und auch im Fahrbetrieb Erfahrungen mit der neuen Technik zu sammeln.“

Die Busse werden in der nĂ€chtlichen Betriebspause im Betriebshof der VAG schonend geladen. Mit Betriebsbeginn fahren Sie dann zu ihrem Einsatz auf der Linie 27 aus. Anfangs wurden die Busse nach jedem Umlauf am Europaplatz nachgeladen. „Ein Ziel der Pilotlinie war auch ĂŒber den gesamten Jahresverlauf Erfahrungen zu sammeln wie hĂ€ufig ein Nachladen benötigt wird. Heute werden die Busse in der Regel nur nach jedem 3. Umlauf neu geladen,“ erklĂ€rt Bartosch.

Auch werkstattseitig fĂ€llt das Fazit positiv aus. Die Busse, die Batterien und die Ladetechnik benötigen vergleichsweise wenig Wartung und funktionieren gut. Nachbesserungsbedarf sieht man bei der Freiburger Verkehrs AG nur in wenigen Details. So sucht man derzeit zum Beispiel nach Wegen, wie der LĂŒfter fĂŒr die BatteriekĂŒhlung bei hohen Außentemperaturen etwas ruhiger laufen kann.

Gespannt war man bei der VAG auch darauf, ob es gravierende Unterschiede zwischen dem Sommer- und dem Winterbetrieb geben wĂŒrde. Schließlich werden die Busse bei kalten Temperaturen auf dem Hof vorgeheizt und die rein elektrische Heizung muss dann, gespeist aus den Batterien, ausreichende Heizleistung wĂ€hrend des Fahrbetriebes erzeugen. Es zeigte sich, dass auch fĂŒr diese Zeit mit dem höchsten Strombedarf die Ladezeiten sowohl am Europaplatz als auch in der nĂ€chtlichen Betriebspause auf dem Betriebshof mehr als ausreichend sind.

„Dank ihrer sanften, leisen und auch emissionsfreien Fahrt sind unsere E-Busse bei den FahrgĂ€sten, aber auch bei unserem Fahrerpersonal sowie bei den Anwohnenden im Streckenverlauf sehr beliebt,“ sagt VAG Vorstand Oliver Benz. „Es hat sich auf jeden Fall bewĂ€hrt, bewusst mit zunĂ€chst nur einer Pilotlinie gestartet zu sein. So konnten wir im normalen Betrieb nach und nach immer mehr Fahrerinnen und Fahrer auf den E- Bussen einweisen und Erfahrung sammeln.“ Man konnte ĂŒben, wie man richtig lĂ€dt und die technische Wartung der Busse am Objekt schulen. Dies war auch möglich, weil die RĂŒckfallebene „Dieselbus“ bei nur zwei Einheiten auch betrieblich immer bestand.

Da die VAG ganz bewusst auf Nachladetechnologie setzt, also die Busse im Einsatz sukzessive mit Strom versorgt, können deutlich kleinere Batterien verwendet werden wie bei Bussen, welche nur ĂŒber Nacht geladen werden. Auch das bedeutet noch einmal ein deutliches Plus fĂŒr die Umwelt. „Wir rechnen mit einer Nutzungsdauer der Batterien von 9 Jahren fĂŒr den mobilen Einsatz. Danach ist vorgesehen diese noch fĂŒr die nĂ€chsten 9 bis 10 Jahre als Speicher fĂŒr den auf dem BetriebsgelĂ€nde produzierten Solarstrom zu nutzen,“ sagt Betriebsleiter Johannes Waibel. Dieser gewonnene Solarstrom soll dann auch fĂŒr die nĂ€chtliche Konditionierungsladung der Busse verwendet werden.

Dass die Ladestation am Europaplatz, die aus der Oberleitung der Straßenbahn elektrisch versorgt wird, in Fachkreisen schon fĂŒr einige Aufmerksamkeit gesorgt hat, weiß Michael Flösch, Unternehmensbereichsleiter Elektrische Anlagen, zu berichten: „Einige Kolleginnen und Kollegen von anderen Verkehrsbetrieben haben uns schon besucht, um sich diese Anlage vor Ort einmal anzuschauen.“

Auch hier konnten wĂ€hrend des bisherigen Pilotbetriebes gute Erfahrungen im Umgang mit der Technik und fĂŒr zukĂŒnftige Anlagen gesammelt werden. Die Technologie funktionierte zuverlĂ€ssig – lediglich nach fast einem Jahr Betrieb mĂŒsste seitens der Herstellerfirma eine Komponente ausgebaut, neu ausgelegt und erneuert werden.

Mit dem laufenden Pilotbetrieb sollen noch weitere Erkenntnisse fĂŒr die weitere Umstellung auf Elektrobusse gesammelt werden. „Wir sehen uns aber jetzt schon gut gerĂŒstet fĂŒr die weitere Umstellung auf Elektrobusse und freuen uns auf den emissionsfreien und leiseren Betrieb“ schließen die beiden VorstĂ€nde der VAG.
 
 

 
Zahl des Monats: Über 50.000 Unterschriften gegen FlĂ€chenfraß
NABU fordert §13b aus dem Baugesetzbuch zu streichen

Berlin, 3.3.21 - Schluss mit dem Bauen auf der grĂŒnen Wiese: Schon ĂŒber 50.000 Menschen haben die FlĂ€chenfraß-Petition des NABU unterschrieben und fordern damit die Streichung des sogenannten Betonparagrafen aus dem Baugesetzbuch.

§13b BauGB war ursprĂŒnglich eingefĂŒhrt worden, um schneller bezahlbaren Wohnraum in Ballungsgebieten zu schaffen. Er fĂŒhrt aber dazu, dass fast ausschließlich Ein- und ZweifamilienhĂ€user an DorfrĂ€ndern, im gesetzlich geschĂŒtzten "Außenbereich", gebaut und somit neue FlĂ€chen versiegelt werden - trotz zahlreicher leerstehender HĂ€user und Wohnungen.

Mit der Novelle des Baugesetzbuchs, die aktuell im Bundestag debattiert wird, soll der Paragraf befristet verlĂ€ngert werden. Das steht im krassen Widerspruch zum Vorrang der Innenentwicklung, der Bodenschutzklausel und zerschneidet GrĂŒn- und FreiflĂ€chen. §13b BauGB ist mitverantwortlich fĂŒr den Neuverbrauch von knapp 60 Hektar pro Tag fĂŒr Siedlungs- und VerkehrsflĂ€chen - doppelt so viel, wie das FlĂ€chensparziel der Bundesregierung vorgibt.
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FlÀchenverbrauch: Eine Rede
(c) mitwelt.org
 
FlÀchenverbrauch: Eine Rede
In Gundelfingen bei Freiburg sollen 44.000 Quadratmetern beim Areal NĂ€gelesee-Nord neu bebaut werden. Eine örtliche BĂŒrgerinitiative organisiert am 14. MĂ€rz 2021 (Landtagswahl) einen BĂŒrgerentscheid. Die örtliche BI wird unter anderem unterstĂŒtzt von Fridays for Future, BUND, NABU und dem Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverband.

Bei einer Informationsveranstaltung gegen diese Politik am 27. Februar waren als Redner vorgesehen:
Prof. Dr. Rainer Grießhammer, Wissenschaftler UniversitĂ€t Freiburg, Öko-Institut Freiburg,
Martin Linser, Winzer, stellv. Vorsitzender im Bauernverband BLHV in Freiburg und
Axel Mayer,Kreisrat und (Alt-) BUND-GeschĂ€ftsfĂŒhrer - seinen Redebeitrag folgt hier:

FlĂ€chenverbrauch ist ein Scheiß-Thema

Es gibt die Wohnung-Habenden
Es gibt die Nicht Wohnung-Habenden
Und es gibt die Gewinnerregionen und die Verliererregionen
Und es gibt diejenigen die die Einen gegen die Anderen ausspielen

Ich kann zur Situation in Gundelfingen wenig sagen
aber Gundelfingen ist ĂŒberall, nicht nur in SĂŒdbaden

Das neue Gundelfinger Baugebiet wird vom BĂŒrgermeister und den GemeinderĂ€ten liebevoll und zwischenzeitlich auch ziemlich ökologisch geplant
In Endingen, wo ich herkomme, werden die Baugebiete auch liebevoll und zwischenzeitlich ziemlich ökologisch geplant
Auch in den Gundelfinger und den Endinger Nachbargemeinden werden die Baugebiete liebevoll geplant

Doch wenn diese liebevoll geplanten Baugebiete zusammen wachsen, dann ist das hÀsslicher Siedlungsbrei, Bandstadt, Suburbia, LÀrm, Stau & Verkehrsprobleme

Fahren Sie einmal auf der B3 von Buggingen, Freiburg, Gundelfingen nach Offenburg
Hier wÀchst ein Siedlungsband, eine "Nichteinmalrichtigstadt" Basel-Freiburg-Karlsruhe zusammen
Hier wuchert, gegen jede Idee vernĂŒnftiger Regionalplanung, ein hĂ€ssliches, zugebautes, scheußliches Siedlungsband zusammen

Zwischen Freiburg und Offenburg liegt eine Strecke von 68 km
Zwischen Freiburg und Offenburg liegen 50 km zugebaute SiedlungsflÀchen und nur noch 18 km Freiraum mit massiv abnehmender Tendenz
Ein Betonring wÀchst langsam auch um den Kaiserstuhl und wuchert in die SeitentÀler des Schwarzwaldes

Fahren Sie die Strecke einmal mit offenen Augen und offenen Herzen ab
Das Problem ist nicht nur, dass gebaut wird
Das Problem ist auch wie gebaut wird

Liebevoll gedachte Baugebiete wie in Gundelfingen wachsen zu hÀsslich wuchernden, breiartige Siedlungsstrukturen zusammen
Wir schreien nach kluger, weitsichtiger, ĂŒberregionaler Planung und Raumordnung!

Das Problem ist auch wie gebaut wird
Neonschrille Ortseinfahrten, trostlose Gewerbesteppen, Wegwerfarchitektur, architektonische Monotonie und die Billigbauten der Hypermarche-Kultur

Seit Jahrzehnten wird uns ein Ende des FlÀchenverbrauchs versprochen
Doch tÀglich werden in Deutschland rund 56 Hektar als SiedlungsflÀchen und VerkehrsflÀchen neu ausgewiesen.
Dies entspricht einer FlĂ€che von circa 79 Fußballfeldern

Es gibt die Idee der "blauen Banane"
Haben Sie schon einmal etwas von der Vision der "blauen Banane" gehört?

"Die "blauen Banane" ist ein zentraleuropĂ€ischer Verdichtungsraum mit rund 111 Millionen Einwohnern, ein bandförmiger europĂ€ischer Großraum zwischen Irischer See und Mittelmeer, deren Urbanisierung eine Kette von BallungsrĂ€umen bildet, was man auch als Megalopolis oder Megaregion bezeichnet" (Wikipedia)


Freiburg und Gundelfingen liegen im Herzen der blauen Banane
Freiburg, Gundelfingen und der Oberrhein liegen im Herzen des zusammenwachsenden zentraleuropÀischen Verdichtungsraumes

Wenn Dietenbach zugebaut ist, ist Freiburg "voll"
Dann wird "Breiburg im Breigau" noch stÀrker ins Umland explodieren

Wann endet endlich der vorsintflutliche Kantönlisgeist der Stadt und der beiden Landkreise?
Freiburg und die beiden Nachbarkreise sind keine drei isolierten Inseln
Freiburg und die beiden Nachbarkreise mĂŒssen endlich endlich im Zusammenhang gesehen werden

Das neue Gundelfinger Baugebiet ist ein Puzzlestein
Warum legen unsere Politiker, warum legen unsere Medien diese Puzzlesteine so selten zu möglichen Zukunfts-Bildern zusammen?

Welches Bild ergibt sich, wenn die vielen Puzzlesteine zu einem Bild zusammengefĂŒgt werden?
Ein zumeist scheußliches Siedlungsband von Basel nach Karlsruhe
Ein Leben in der blauen Banane im zentraleuropÀischen Verdichtungsraum das nach dem Prinzip der Salami-Taktik durchgesetzt wird

Was macht das mit der Restlandwirtschaft?
Was macht das mit der Restnatur in Zeiten globaler und regionaler Artenausrottung?
Was macht das mit den Menschen?
Was macht das mit uns?

Es ist dieses alte Wissen, das in der Politik nie angekommen ist:
Unbegrenztes Wachstum und Gier zerstören begrenzte Systeme und Heimat
Unbegrenztes Wachstum und Gier sind die Ursachen fĂŒr Klimakatastrophe, Artenausrottung und FlĂ€chenverbrauch
Unbegrenztes Wachstum zerstört die Green City und den Oberrhein und Gundelfingen

Was tun?
Ich habe da so eine absolut verrĂŒckte Idee
Was fehlt, ist kluge, weitschauende Planung und menschengerechte Raumordnung
Wir brĂ€uchten so etwas wie Regionalplanung, ein politisches Gremium das Bauen ĂŒberregional plant und Verbreiung verhindert
Wir könnten es zum Beispiel "Regionalverband" nennen
Klug, nachhaltig und bĂŒrgermeisterfern könnte es raumordnerische Fehlentwicklungen verhindern
Zugegeben: So eine neue, nie gedachte Institution ist angesichts unserer BĂŒrgermeister-Macht-Strukturen natĂŒrlich eine verrĂŒckte Idee

Was tun?
Es gibt tatsÀchlich ein Wohnraumproblem am Oberrhein und explodierende Mieten
Aber es gibt auch fast 2 Millionen leerstehende Wohnungen in Deutschland
Es gibt die Gewinnerregionen und die Verliererregionen auch in Baden-WĂŒrttemberg
Der Staat versagt, wenn er es nicht schafft ĂŒberall in diesem Land vergleichbare LebensverhĂ€ltnisse zu schaffen
Der Staat versagt, wenn er es nicht schafft, die Landflucht zu bremsen

Die Stadt Freiburg wird ihrer Stadtfunktion im Neubaugebiet Dietenbach nicht gerecht
Die "wir erlauben immer alles Parteien" versagen beim Thema Wohnraumspekulation, Mietenexplosion und sozialer Wohnungsbau

Was nicht tun?
Wir können natĂŒrlich auf die verheerenden Auswirkungen des Klimawandels in der Hitzeregion am Oberrhein setzen
Wenn aus der wĂ€rmsten Region Deutschlands das heißeste Problemgebiet wird, wird der Zuzug stoppen

Wir können natĂŒrlich auch "die KrĂ€fte des Marktes" walten lassen
Wir können natĂŒrlich auch die "jeder kann machen was er will Parteien" walten lassen
Das fĂŒhrt dazu, dass jeder wo er will und wie er will bauen kann und darf
FrĂŒher hat dieses Prinzip schon einmal zur Katastrophe der menschenfeindlichen "autogerechten Stadt" gefĂŒhrt

Wenn wir die "die KrÀfte des Marktes uneingeschrÀnkt walten lassen" wird einfach so lange zugebaut,
bis SĂŒdbaden, eine der schönsten Regionen Deutschlands so zugebaut-hĂ€sslich ist, dass niemand mehr herzieht

Ich wurde von Menschen angesprochen, die aus dem Moloch Mittlerer Neckarraum nach SĂŒdbaden geflohen sind
Sie sagen, dass sich die dortigen Zersiedelungsprozesse hier eins zu eins wiederholen
Sie werden der "Nichteinmalrichtigstadt" Basel-Freiburg-Karlsruhe wieder entfliehen und wegziehen

Ich wĂŒrde gerne hier bleiben

Wir dĂŒrfen nicht zulassen, dass die Wohnung-Habenden gezielt gegen die Nichtwohnung-Habenden ausgespielt werden

Das neue Baugebiet in Gundelfingen ist eben auch ein Puzzlestein in einem Bild der Zerstörung
Unser heutiger Protest und der BĂŒrgerentscheid wenden sich auch gegen einen Totalausfall von Raumordnung
Unser heutiger Protest ist Sand im Getriebe der "Nichteinmalrichtigstadt" Basel-Freiburg-Karlsruhe, der europÀischen Megapole am Oberrhein
Ein Entscheid der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger gegen das Baugebiet
Euer Entscheid gegen das Baugebiet wĂŒrde globale Zerstörungsprozesse regional verlangsamen

Die Grenzen des Wachstums, Klimakatastrophe, Artenausrottung und FlĂ€chenverbrauch mĂŒssen endlich endlich in Zusammenhang gesehen werden
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Schon wieder Storchenalarm auf dem Mundenhof
Mundenhof Storchennest (c) Stadt Freiburg/Mundenhof
 
Schon wieder Storchenalarm auf dem Mundenhof
Feuerwehr entfernt einsturzgefÀhrdetes tonnenschweres Nest

Freiburg, 25. Februar. Erst vor einer Woche hatte der Mundenhof unter dem Stichwort „Tiergehege wird zum Kindergarten“ reichlich Nachwuchs gemeldet. Heute herrschte schon wieder Storchenalarm auf dem Mundenhof. Diesmal waren aber nicht die vielen Tierbabies dafĂŒr verantwortlich sondern ein Fall von ignoranter Missachtung örtlicher Bauvorschriften. Und zwar durch Baumeister, die es eigentlich besser wissen mĂŒssten.

Störche haben einen Sinn fĂŒr schöne NistplĂ€tze. Auf dem Mundenhof jedenfalls nisten sie gerne auf den markantesten Punkten. Hoch hinaus muss es auf jeden Fall gehen. Die traditionsreichsten Storchennester fanden sich in den vergangenen Jahrzehnten an zwei Standorten: auf dem Silo, dessen Dach die Störche durch ĂŒbergewichtiges Bauen derart belasteten, dass es bei einem Sturm im vergangenen Sommer einstĂŒrzte – und auf einem 30 Meter hohen Kamin. Dieser Kamin war ein Relikt einer Getreidetrocknungsanlage aus den 1960er Jahren, spĂ€ter hatte er einen Brand ĂŒberdauert und galt in Storchenkreisen als Platz mit dem besten Überblick ĂŒber das gesamte Mundenhof-GelĂ€nde.

Entsprechend begehrt war der Nistplatz auf dem Kamin. Jahr fĂŒr Jahr wurde dieses Nest von neuen Storchenpaaren aus-, an- und umgebaut. Keiner wollte den MĂŒll vom Vorjahr entfernen. So wurde aus dem Flach-Nest nach und nach ein Hoch-Nest, dem irgendwann auch die flĂŒchtigste Betrachterin nicht einen gewissen Hang zur Absturzgefahr absprechen konnte. Nun erreichen abstĂŒrzende Storchennester mĂŒhelos die zerstörerische Kraft eines aus großer Höhe abstĂŒrzenden Kleinwagen; das Storchennest auf dem Mundenhof-Kamin wog mittlerweile 1100 Kilo.

Wegen dieser Absturzgefahr hat sich der Mundenhof kurzerhand entschlossen zu handeln bevor es zu spĂ€t ist. Seit ein paar Tagen trudeln wieder die Störche aus dem SĂŒden ein, und Storchenkenner wie Kalenderleserinnen wissen, dass sie bald „ihre“ Nester belegen wollen. Also beschloss die Mundenhof-Leitung in Abstimmung mit dem RegierungsprĂ€sidium, in einer gemeinsamen Großaktion mit der Freiburger Berufsfeuerwehr und dem Verein Weissstorch das Nest auf dem Kamin zurĂŒckzubauen. Die Aktion in 30 Metern Höhe dauerte heute Morgen zwei Stunden lang. An technischem GerĂ€t waren involviert: der Feuerwehr-Kran, die GelenkbĂŒhne und die Drehleiter. Mit deren Hilfe wurde das gesamte Nest abgebaut, ohne dass Tiere, Menschen oder GerĂ€tschaften zu Schaden kamen.

Seit jeher genießt der Mundenhof unter SĂŒdbadens Storchen einen exzellenten Ruf. Von den 26 bekannten Storchennestern in Freiburg befinden sich 15 auf dem Mundenhof. Im Jahr 2020 sind hier 33 Jungstörche geschlĂŒpft, d. h. im Durchschnitt 2,2 Kinder pro Brutpaar. Die Störche kommen in der Regel im Januar und Februar zurĂŒck von ihrer Reise in wĂ€rmere Gefilde, brĂŒten im FrĂŒhjahr und ziehen ihre Jungen im Mai, Juni und Juli groß, um im August wieder auf große Reise zu gehen.
 
 

Tiergehege wird zum Kindergarten
Mundenhof-Neuzugangs Willi (c) Stadt Freiburg/Mundenhof
 
Tiergehege wird zum Kindergarten
Dem Mundenhof hat das neue Jahr schon reichlich Nachwuchs beschert

Gerade mal sieben Wochen alt ist das neue Jahr, doch die Natur auf dem Mundenhof kann sich kaum mehr zurĂŒckhalten. Fast an jedem Tag im Januar kamen frische Tierbabies auf die Welt: am 10. Januar waren es zwei Walliserziegen, am 13. eine Walliserziege, am 15. ein Kamerunschaf, am 16. wieder eine Walliserziege, am 24. zwei Kaschmirziegen, am 25. ein Kamerunschaf, am 26. zwei und am 27. drei weitere Kaschmirziegen. Der muntere Nachwuchs-Segen setzte sich im Februar fort: am 1. Februar kamen zwei Kaschmirziegen zur Welt und am 2., 4. und 12. insgesamt nochmals sieben Zwergziegen.

Bei zwischendurch beißender KĂ€lte waren die Tierpfleger ganz schön gefordert, die neuen Meckerlinge ins Warme zu bringen und zeitweise auch zu schoppen. Und wie das so ist bei Neugeborenen, muss das auch nachts sein. Inzwischen sind alle Kleinen wohlauf – und ihre PflegekrĂ€fte erledigt.

Die ersten Störche sind bereits aus wĂ€rmeren Gefilden zurĂŒck gekehrt und haben sich trotz KĂ€lte und Schnee auf dem Mundenhof eingefunden. Auf schneebedeckten Wiesen lebt ihr Futterangebot (umgangssprachlich: MĂ€use) noch unter Tage. Doch mit dem WĂ€rmeeinbruch dieser Woche deckt sich auch der Mittagstisch fĂŒr Meister Adebar wieder von selbst.

Ein Neuzugang wird auch bei den SchwarzwĂ€lder Pferden erwartet. „Willi“ steht schon bereit, um bald die bislang aus drei Wallachen bestehende Gruppe zu verstĂ€rken. Wie in seinem Pferdepass steht, ist Willi ein „Dunkelfuchs mit hellem Langhaar“ – ein wunderschönes Tier und mit seinen sechs Jahren im besten Alter, um im Nachmittagsprogramm der pĂ€dagogischen Einrichtung KonTiKi (Kontakt Tier und Kind) eine aktive Rolle zu ĂŒbernehmen. Solch ein krĂ€ftiges, schönes Tier hat natĂŒrlich seinen Preis: 4.500 Euro soll der Kerl kosten. Bei dieser Anschaffung braucht der Förderverein Mundenhof noch UnterstĂŒtzung und freut sich ĂŒber Spenden:
Volksbank Freiburg IBAN DE54 6809 0000 0009 3676 08,
Sparkasse Freiburg IBAN: DE26 6805 0101 0002 0000 08.
Bei Spenden ĂŒber 200 Euro gibt es eine Spendenbescheinigung.

Öffnung des Mundenhofs hĂ€ngt von Landesverordnung ab

Noch ist es weiterhin nicht gestattet, den Mundenhof zu besuchen. Sobald die Landesverordnung eine Öffnung der Freizeiteinrichtungen wieder zulĂ€sst, wird auch der Mundenhof wieder gerne Besucher und Besucherinnen empfangen. Dann wird man wieder Tickets ĂŒber einen Parkplatzdienst oder bei Reservix buchen können. Der Mundenhof blickt der Zeit, in der er wieder zum Tummelplatz von kleinen und großen Zweibeinern wird, erwartungsvoll entgegen.
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