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Verschiedenes

WWF fordert ‚ÄěBig Deal‚Äú im Kampf gegen weltweite Wasserkrise
© Chris Martin Bahr / WWF-Canon
 
WWF fordert ‚ÄěBig Deal‚Äú im Kampf gegen weltweite Wasserkrise
Wassermangel und D√ľrre sind Wachstumsrisiko. / √Ėsterreich und Belgien wollen UN-Konvention ratifizieren.

Anl√§sslich des Abschluss der Weltwasserwoche in Stockholm fordert die Umweltschutzorganisation WWF einen ‚ÄěBig Deal‚Äú im Kampf gegen die weltweite Wasserkrise. Regierungen, Landwirtschaft und Unternehmen m√ľssten Strategien entwickeln, um die Versorgung mit sauberem Trinkwasser dauerhaft sicherzustellen, fordert Martin Geiger, Leiter Bereich S√ľ√üwasser beim WWF Deutschland, im Interview auf der Weltwasserwoche in Stockholm. Ein Hoffnungsschimmer sei, dass mit √Ėsterreich ein weiterer Staat die Ratifizierung der UN-Konvention zum grenz√ľberschreitenden Wassermanagement in die Wege geleitet habe und Belgien auf der Weltwasserwoche gro√ües Interesse daran zeigte. WWF-Experte Geiger sieht in der Wasserkrise nicht nur eine √∂kologische und humanit√§re Gefahr, sondern auch ein √∂konomisches Wachstumsrisiko.

Wasser als Grundlage des Lebens ist essentiell, doch warum ist es auch f√ľr die Weltwirtschaft von gro√üer Bedeutung?

Geiger: Wenn der fossile Rohstoff √Ėl - derzeit noch ‚Äď als Schmiermittel der Weltwirtschaft angesehen wird, dann muss Wasser als die universelle und unverzichtbare Grundlage √∂konomischen Erfolgs betrachtet werden. Ohne Zugang zu Wasser kann der Agrar- und Lebensmittelsektor nicht arbeiten. Ohne Wasser w√ľrde die Stahlproduktion scheitern und in Folge dessen die Automobilindustrie zusammenbrechen, auch Chips f√ľr die Computerindustrie k√∂nnten nicht produziert werden. Im Gegensatz zu den fossilen Rohstoffen, f√ľr die zunehmend Ersatzm√∂glichkeiten gefunden werden, gibt es zu Wasser keine Alternative.

Also ist Wasser ein Wirtschaftsgut?

Geiger: Wasser ist vieles - auch ein Wirtschaftsgut. Aber mehr als bei allen anderen Ressourcen spielen beim ‚Äěblauen Gold‚Äú humanit√§re und √∂kologische Gesichtspunkte eine entscheidende Rolle. Es geht um gerechte Verteilung der knappen Ressourcen, den Zugang zu sauberem Trinkwasser und Sanit√§ranlagen. Zugleich m√ľssen die entsprechenden √Ėkosysteme wie Fl√ľsse, See oder Feuchtgebiete gesch√ľtzt werden, vor nicht nachhaltigen oder vielmals sogar illegalen Wasserentnahmen, Verschmutzung und den Folgen des Klimawandels.

Wie kann eine weitere Verschärfung der Wasserkrise abgewendet werden?

Geiger: Was es jetzt braucht ist ein weltweiter ‚ÄěBig Deal‚Äú, einen wirklichen gro√üen Wurf, in der Wasserpolitik. Industrie und Landwirtschaft sind hierbei genauso gefordert, wie die internationale Staatengemeinschaft. Als erster Schritt muss endlich die UN-Konvention f√ľr ein nachhaltiges, verantwortungsvolles und vor allem grenz√ľberschreitendes Management von Wasservorkommen ratifiziert werden. Besonders erfreulich ist es daher, dass √Ėsterreich k√ľrzlich die Ratifizierung in die Wege leitete und vergangene Woche Belgien die Absicht ge√§u√üert hat, dem Abkommen beizutreten.

Wo sehen Sie die deutsche Bundesregierung in der Pflicht?

Geiger: Deutschland sollte sich auf europ√§ischer Ebene daf√ľr einsetzen, dass Agrar-Subventionen nur noch bei einer nachweisbaren, nachhaltigen und effizienten Wassernutzung gew√§hrt werden, speziell in der Bew√§sserungslandwirtschaft. Im internationalen Bereich muss sich eine Industrienation wie Deutschland √ľber die Entwicklungszusammenarbeit daf√ľr engagieren, dass in √§rmeren Staaten, die meist besonders hart von einer Wasserkrise betroffen sind, Technologien zur effizienten Wassernutzung eingesetzt werden.

Wie wird Deutschland als wasserreiches Land von einer Wasserkrise betroffen sein?

Geiger: In einer globalisierten Welt, ist keine Volkswirtschaft mehr unabh√§ngig. Auch nicht in der Wasser-Frage. Nach der neuen WWF-Studie zum Wasser-Fu√üabdruck Deutschlands wird rund die H√§lfte des deutschen Wasserbedarfs √ľber ausl√§ndische Produkte importiert. Damit f√ľhrt die Bundesrepublik jedes Jahr 79,5 Mrd. m¬≥ Wasser ein. Wir sind also direkt abh√§ngig von den Wasserressourcen anderer L√§nder. Wenn dort, beispielsweise wie derzeit in Indien, Wassermangel herrscht, hat das auf unsere Versorgung mit landwirtschaftlichen G√ľtern wie Kaffee, Baumwolle oder auch Fleisch Auswirkungen. Ausserdem versch√§rft Wassermangel die Armut und sch√ľrt Konflikte - von denen wir wiederum indirekt betroffen sind.

Wird der Zugang zu Trinkwasser also eines Tages zum Luxus werden?

Geiger: Wir d√ľrfen nicht den Fehler machen unseren westlichen Standard zur weltweiten Realit√§t zu verkl√§ren. F√ľr die weit √ľber ein Milliarde Menschen, die derzeit noch keinen sicheren, dauerhaften Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, ist Wasser bereits heute ein Luxusgut. Das muss nicht sein, die L√∂sungen f√ľr Alle Zugang zu schaffen gibt es bereits heute. Es ist eine Frage der Planung, Priorit√§tensetzung, der Verteilung und der Investitionen und nicht der Verf√ľgbarkeit.

Nach welchen Kriterien muss sich eine gerechte und zugleich ökologisch nachhaltige Wasserpolitik richten?

Geiger: Grundsatz muss immer sein, wie viel Wasser, in welcher Region und zu welchem Zeitpunkt der Natur entnommen werden kann. Weltweit m√ľssen Fl√ľsse, Seen und Feuchtgebiete unter Schutz gestellt und renaturiert werden. Nur √∂kologisch gesunde S√ľ√üwasserspeicher k√∂nnen auch in Zukunft, vor allem mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserressourcen, unsere Versorgung sichern.
 
 

Wenn Wasser auf Reisen geht
© WWF Joerg Hartmann
 
Wenn Wasser auf Reisen geht
Pipelines, Talsperren und Flussregulierungen: WWF kritisiert soziale und √∂kologische Folgen / Wassertransfer-Projekte wirtschaftlich fragw√ľrdig

Frankfurt/Stockholm - Barcelona bekommt per Schiffsladung Wasser aus S√ľdfrankreich. In S√ľdafrika trocknet eine ganze Region aus, um weit entfernte Industriegebiete mit dem kostbaren Nass zu versorgen. Und in China wird Wasser √ľber 1400 km von S√ľden nach Norden geleitet, um ein Defizit von 52 km¬≥ pro Jahr auszugleichen.- Wassertransferprojekte gelten als ‚ÄěAllheilmittel‚Äú zur Deckung eines steigenden Bedarfs, f√ľr eine F√∂rderung des Wirtschaftswachstums oder zur Armutsbek√§mpfung. Doch nach einer aktuellen WWF-Analyse, die im Rahmen der Weltwasserwoche in Stockholm vorgestellt wurde, sind die teuren Mega-Projekte oftmals wirtschaftlich fragw√ľrdig und meist mit enormen sozialen und √∂kologischen Auswirkungen verbunden.

‚ÄěWassertransfer-Projekte sind nicht die L√∂sung des Problems von Wasserknappkeit und steigender Nachfrage, sondern lediglich eine technokratische Antwort darauf. Sie k√∂nnen angesichts ihrer enormen Auswirkungen immer nur die letzte Option sein, wenn alle anderen Alternativen versagen‚Äú, sagt Martin Geiger, Leiter Bereich S√ľ√üwasser beim WWF Deutschland. Zun√§chst einmal m√ľsse der Wasserbedarf in der zu versorgenden Region verringert werden, etwa durch die Optimierung von Bew√§sserungssystemen oder intelligente Wasserwiederverwendung. Auch Entsalzungsanlagen k√∂nnen eine kosteng√ľnstige und umweltvertr√§gliche Alternative darstellen.

Der WWF hat f√ľr seine Analyse weltweit sieben geplante oder bereits umgesetzte Vorhaben untersucht. So soll f√ľr gesch√§tzte 2,9 bis 4,4 Milliarden Euro ein Mega-Projekt mit drei gro√üen Talsperren in Griechenland realisiert werden, verbunden mit dem Verlust wertvoller √Ėkosysteme und der Zerst√∂rung historischer Kulturg√ľter. Die Wirtschaftlichkeit der Ma√ünahmen beruht dabei allein auf dem wasserintensiven und von der EU hoch subventionierten Baumwollanbau in der 170 km entfernten Thessaly-Region. Spanien plant hingegen am Fluss Tagus, dem bereits seit Ende der 1970er Jahre Wasser entnommen wird, ein neues Gro√üprojekt. Vornehmlich mit EU-Geldern soll dort f√ľr √ľber 270 Millionen Euro ein neues Transfersystem entstehen, um die Region Castilla-La Mancha mit Wasser zu versorgen. Und das, obwohl die Auswirkungen am Tagus bereits heute enorm sind: Best√§ndig sinkende Pegelst√§nde setzen Ufervegetation und Wasserqualit√§t zu; zahlreiche, seltene Fischarten sind in ihrem Bestand bedroht. Hinzu kommt, dass der bereits existierende Transfer nicht einmal ann√§hernd die Erwartungen erf√ľllt hat.

Hintergrund: Wassertransfer-Projekte sind kein Phänomen der Moderne und bereits aus dem Altertum bekannt. Doch allein in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstanden mehr als 350 große Wassertransfer-Projekte, durch die jährlich rund 400 Mrd. m³ Wasser umgeleitet wird. Bis 2020 soll sich diese Zahl verdoppeln
 
 

Schönen Gruß vom Pfauenauge
Tagpfauenauge / Foto: Wikipedia
 
Schönen Gruß vom Pfauenauge
Gef√§hrdung von Tierarten ‚Äď und was man dagegen tun kann

Artenvielfalt, Artenschutz, Zerstörung von Lebensraum,
Ausrottung ‚Äď fast t√§glich findet man diese Begriffe in den
Medien. Doch was ist so schlimm am Verlust einer Art, wozu
R√ľcksicht nehmen?

Zum Beispiel das Tagpfauenauge ‚Äď es ist einer der
bekanntesten einheimischen Falter und der Schmetterling des
Jahres 2009. Mit seiner charakteristischen Zeichnung, großen
blauen Augen auf rot gemusterten Fl√ľgeln, schreckt er seine
Feinde ab und bietet den Menschen einen attraktiven Anblick,
der f√ľr viele zum Sommer geh√∂rt wie Biergarten und
Badesee. Doch seine Zukunft und die vieler
mitteleuropäischer Schmetterlingsarten ist gefährdet.

Um die Situation zu begreifen, muss man weiter ausholen.
Bei der Entstehung der Arten hat sich zwischen
Schmetterlingen und Pflanzen ein kompliziertes
Zusammenspiel entwickelt. Es ist in seinen Ausmaßen auf
den ersten Blick kaum erkennbar, auf den zweiten aber umso
faszinierender.

Beginnen wir bei den Brennnesseln. Wer ist nicht schon beim
Wandern oder bei der Gartenarbeit mit ihnen in Kontakt
gekommen und hat ihren Nutzen spontan in Frage gestellt?
Doch das Tagpfauenauge und viele andere einheimische
Schmetterlingsarten wie Admiral oder Kleiner Fuchs nutzen
die Brennnessel als Kinderstube. Sie ist f√ľr sie
√ľberlebensnotwendig. Die Raupen ern√§hren sich
ausschließlich von ihren Blättern. Und spätestens seit der
Raupe Nimmersatt weiß jede/r: ohne Raupen keine Puppen,
ohne Puppen keine Schmetterlinge.

Das Tagpfauenauge ernährt sich vom Nektar einheimischer
Bl√ľtenpflanzen. Gen√ľgen ihm im Fr√ľhjahr der gelbe Huflattich
und die weiße Schlehe, so bevorzugt es im Sommer rote bis
blau-violette Bl√ľten wie Ackerkratzdistel, Wiesen-
Flockenblume und Tauben-Skabiose, die auf normalen
Blumenwiesen vorkommen. Das Problem: ‚ÄěNormale‚Äú
Blumenwiesen sind kaum noch zu finden. Während die
Tagfalter von der Farbenpracht der Bl√ľten angezogen
werden, locken Pflanzen wie die Nachtkerzen Nachtfalter mit
ihrem starken Geruch an.

Die Tauben-Skabiose bevorzugt einen nährstoffarmen,
mageren Boden. Die Pflanzengesellschaften, die dort
wachsen, werden auch Trocken- und Halbtrockenrasen
genannt. Viele Wiesen dienen aber landwirtschaftlichen
Zwecken. Sie werden mehrmals im Jahr gemäht, die Mahd
dient als Futtermittel. Damit sie einen möglichst hohen Ertrag
bringen, werden die Wiesen ged√ľngt. Das im Einklang mit
dem Artenschutz zu tun, ermöglichen landwirtschaftliche
Förderprogramme, die den Landwirten Einnahmeausfälle
ersetzen.

Wer hat in letzter Zeit einen Admiral gesehen oder einen
Kleinen Fuchs oder einen Schwalbenschwanz? Verschwinden
die Blumenwiesen, verschwinden nach und nach auch die
einheimischen Schmetterlingsarten. Das Umweltschutzamt
weist darauf hin, dass sich √ľber die H√§lfte von ihnen auf der
Roten Liste der bedrohten Arten finden.

Doch wie geht es weiter mit dem Beispiel? Schmetterlinge
befruchten mit ihren langen Saugr√ľsseln Pflanzen. Aufgrund
der Bl√ľtenform kommen daf√ľr manchmal keine anderen
Insekten in Frage. Beim Fressen streifen die Falter
automatisch Pollen von den Staubbl√§ttern der Bl√ľte, tragen
sie auf die nächste weiter und bestäuben sie. Auf diese Weise
sorgen Schmetterlinge f√ľr die Vermehrung, Verbreitung und
den Erhalt der Pflanzen.

Neben ihrer Rolle als Bestäuber dienen die Schmetterlinge
aber auch als Vogelnahrung, und zwar in jedem ihrer
Entwicklungsstadien. Egal ob Raupe, Puppe oder fertiger
Schmetterling ‚Äď ein hungriger Schnabel findet sich immer.
Und auch Fledermäuse sind einem flatternden Imbiss nicht
abgeneigt. Gegen sie haben Falter kaum eine Chance: Sie
werden mit Schallwellen geortet und direkt aus der Luft
geschnappt.

Vögel und Fledermäuse ernähren sich aber nicht
ausschließlich von Faltern, sondern auch von anderen
Insekten und Gliederf√ľ√ülern und begrenzen damit deren Zahl.
Das bedeutet: Plagen, zum Beispiel durch Stechm√ľcken,
werden in Grenzen gehalten beziehungsweise könnten noch
viel schlimmer sein. Damit tragen Schmetterlinge auch
mittelbar zum Gleichgewicht von Sch√§dlingen und N√ľtzlingen
bei.

Ein weiteres Beispiel: Einige Schlupfwespen bieten ihren
Larven ein besonderes Schlaraffenland: Sie legen ihre Eier
direkt in eine lebende, aber durch Gift gelähmte Raupe.
Schl√ľpft die Larve, befindet sie sich direkt in ihrer
Nahrungsquelle, und die Schlemmerei kann beginnen. Die
Schlupfwespen verwenden nicht nur die Raupen von Faltern,
sondern auch die Larven anderer Insekten, weshalb man sie
in der Landwirtschaft als ökologische Schädlingsbekämpfer
einsetzt.

Eine Besonderheit des Tagpfauenauges ist es, dass die
erwachsenen Tiere häufig auf Dachböden oder in
Kellerr√§umen √ľberwintern. Wer also in seinem Haus auf
scheinbar leblose Falter trifft, sollte sie nicht entfernen. Denn
sie beenden im Fr√ľhjahr ihre Winterruhe und beginnen eine
neue Generation von Faltern.

Wie kann man dazu beitragen, dass es auch k√ľnftig
Tagpfauenaugen gibt? Das Umweltschutzamt rät,
Brennnesseln im Garten einfach einmal stehen zu lassen
oder in einem Abschnitt des Rasens Wiesenblumen zu säen.
Weitere Tipps zum ökologischen Leben und Naturschutz im
eigenen Garten finden sich auf den Internetseiten des
Naturschutzbunds Deutschland (www.nabu.de) oder des
BUND f√ľr Umwelt und Naturschutz Deutschland
(www.bund.net). Dort erf√§hrt man zum Beispiel, was man f√ľr
Singvögel oder Fledermäuse tun kann.
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Wasserentnahme aus Freiburgs Gewässern verboten
Grund: anhaltende Trockenheit

Grundsätzlich kann man Wasser aus öffentlichen oberirdischen
Gewässern in geringen Mengen entnehmen, um beispielsweise
die Pflanzen in Gärten zu gießen. Bei niedrigen Pegelständen ist
die Entnahme von Wasser jedoch verboten, um die nat√ľrlichen
Lebensvorgänge in und an den Gewässern nicht zu gefährden.
Darauf weist das städtische Umweltschutzamt hin.

Ausschlaggebend daf√ľr ist der Pegel der Dreisam in Ebnet.
Sobald dort ein Stand von 28 Zentimetern unterschritten wird,
f√ľhren auch die anderen Gew√§sser in Freiburg wenig Wasser.
Dann ist die Entnahme von Wasser verboten. Wer jetzt Gärten
und Gr√ľnfl√§chen gie√üen will, muss daher die √∂ffentliche
Wasserversorgung oder Zisternen und Regenwasserfässer
nutzen.

Wie bereits im letzten Jahr kann ein extrem niedriger Pegelstand
bereits im Fr√ľhjahr auftreten. Das Verbot der Wasserentnahme
bei einem Pegelstand der Dreisam in Ebnet unter
28 Zentimetern gilt daher das ganze Jahr.

Wie hoch der aktuelle Pegelstand der Dreisam gerade ist,
kann jederzeit telefonisch unter der Nummer: 65049 erfragt
werden.
 
 

 
Warnung vorm Baden im Dietenbachsee
Das städtische Umweltschutzamt meldet gerade, dass es vom
staatlichen Gesundheitsamt Hinweise erhalten hat, dass Badende
im Dietenbachsee vermehrt Hautausschläge bekommen haben.
Vermutlich ist dies auf Zerkarien zur√ľckzuf√ľhren, das sind kleine
Parasiten, die eigentlich Enten befallen und die an allen
Baggerseen vorkommen. Gehäuft ist dies aber im Moment am
Dietenbachsee aufgetreten. Das Umweltschutzamt rät Menschen
mit empfindlicher Haut, nicht im Dietenbachsee zu baden.
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"Kommunen im Land sind auf Klimakurs."
Kommunen aus der Region erhalten rund 87.000 Euro aus neuem Programm des Umweltministeriums zur Förderung moderner Straßenbeleuchtung

Umweltministerin Tanja Gönner: "Kommunen im Land sind auf Klimakurs."

Jährlich können durch moderne Straßenbeleuchtung 50 Millionen Euro eingespart werden.

Das vom Umweltministerium zu Beginn des Jahres aufgelegte neue Programm zur F√∂rderung energiesparender Stra√üenbeleuchtung ist auf eine unerwartet gro√üe Resonanz gesto√üen. "Das Programm ist kr√§ftig eingeschlagen. Die St√§dte und Gemeinden im Land sind auf Klimakurs", erkl√§rte Umweltministerin Tanja G√∂nner am 11. August 2009 in Sigmaringen. 378 F√∂rderantr√§ge seien von 348 St√§dten und Gemeinden eingereicht worden. Damit wolle etwa jede dritte Kommune im Land die Chance ergreifen, die Stra√üenbeleuchtung auf einen modernen Stand zu bringen. "Das spart Energie und Kosten und leistet gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz", so G√∂nner. Das im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes entwickelte F√∂rderprogramm ist mit einer Million Euro ausgestattet. Davon flie√üen rund 87.000 Euro in die Region S√ľdlicher Oberrhein (Landkreis Emmendingen: Emmendingen, Malterdingen, Sexau; Landkreis Freiburg, Freiburg; Ortenaukreis: Kehl). 63 F√∂rderbescheide w√ľrden in den n√§chsten Tagen verschickt.

St√§dte und Gemeinden, die zun√§chst noch leer ausgingen, k√∂nnten noch weiter auf einen Landeszuschuss hoffen, so Umweltministerin G√∂nner. "Wir sind von der Vielzahl von Antr√§gen und guter Konzepte √ľberrannt worden und suchen deshalb nach M√∂glichkeiten, die F√∂rdermittel aufzustocken." Daf√ľr w√ľrden interne Umschichtungen aus dem laufenden Etat des Umweltministeriums ins Auge gefasst. So werde gepr√ľft, ob noch Gelder aus dem Konjunkturprogramm des Landes √ľbrig sind, die umgewidmet werden k√∂nnten. "Mit der F√∂rderung moderner Stra√üenbeleuchtungskonzepte werden Zukunftsinvestitionen unterst√ľtzt, die grunds√§tzlich mit der Zielsetzung der angesto√üenen Programme √ľbereinstimmen. Gelder aus den Konjunkturprogrammen, die nicht abflie√üen, weil die Planungen noch nicht weit genug fortgeschritten sind, k√∂nnten so sinnvoll angelegt werden." Nach einer Untersuchung des ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. sei jede dritte Stra√üenlaterne im Land veraltet und habe deshalb einen zu hohen Energieverbrauch. Um landesweit √ľber 300 Millionen Kilowattstunden lie√üe sich der Energieverbrauch durch moderne Beleuchtungstechnik wie Leuchtdioden (LED), Natriumdampfhochdruck-Lampen oder neue Halogenmetalldampf-Lampen senken. "Das w√ľrde j√§hrlich rund 50 Millionen Euro weniger Energiekosten bedeuten", so Umweltministerin G√∂nner. Gleichzeitig w√ľrde der Kohlendioxidaussto√ü um etwa 200.000 Tonnen pro Jahr verringert.

Mit dem neuen F√∂rderprogramm werde ein Impuls f√ľr einen breiten Einzug effizienter Beleuchtungstechniken bei St√§dten und Gemeinden gesetzt, zeigte sich G√∂nner √ľberzeugt. Der Zuschuss orientiert sich an dem √ľber eine Lebensdauer von 15 Jahren verminderten Kohlendioxidaussto√ü und liegt bei 50 Euro pro eingesparter Tonne CO2. "Wir r√ľcken mit dem Programm auch unserem Ziel n√§her, die Energieeffizienz im Land um j√§hrlich zwei Prozent zu steigern", so Umweltministerin G√∂nner.
 
 

 
Umweltschutz unter einem Dach: W√§rmed√§mmung und Nistplatz f√ľr Fassadenbr√ľter
Mauer- und Alpensegler, Mehlschwalben, Sperlinge, aber
auch Buntspechte sind so genannte Fassadenbr√ľter und
ausgezeichnete Architekten. Selbst senkrechte Wände und
dortige Spalten werden zum Nestbau genutzt. Waren es
fr√ľher noch nat√ľrliche Standorte wie Felsvorspr√ľnge und alte
Bäume, haben die Vögel heute vor allem Nistplätze in vom
Menschen geprägten städtischen Lebensräumen wie
Dachvorspr√ľngen, Mauerritzen oder Loggien.

Wer die Vögel nicht kennt, dem sind sie sicher dennoch
schon aufgefallen, wenn vor allem Mauer- und Alpensegler im
Sommer mit ihren gewagten Flugmanövern lautstark um die
Häuser ziehen.

√Ąltere Geb√§ude m√ľssen instandgehalten werden und dazu
gehört auch das Renovieren oder Sanieren von Fassaden.
Von den unterschiedlichsten Fassadenarbeiten ist
wahrscheinlich die Mehlschwalbe am häufigsten betroffen.
Aber auch wenn bei den Renovierungs- und
Dämmungsarbeiten keine Nester aktiv zerstört werden, nimmt
man den Fassadenbr√ľtern doch h√§ufig ihre standorttreuen
Nistplätze.

Wenn eine Hausfassade gedämmt wird, wird normalerweise
jede noch so kleine √Ėffnung als W√§rmeleck erkannt und
abgedichtet; denn mit einer guten Wärmedämmung sparen
Hausbesitzer Kosten und Energie und tragen so aktiv zum
Klimaschutz bei. Beinahe alle profitieren davon, bis auf die
Fassadenbr√ľter, die gerade auf solche Ritzen und Spalten als
Brutplätze angewiesen sind.

Wenn in den wärmeren Monaten des Jahres das Renovieren
oder Sanieren von Häusern Hochkonjunktur hat, bedeutet das
f√ľr viele Fassadenbr√ľter und auch Flederm√§use
Obdachlosigkeit. Besonders fatal, wenn im n√§chsten Fr√ľhjahr
die standorttreuen Tierarten zu ihren Nestern zur√ľckkehren,
um zu br√ľten und ihre Jungen aufzuziehen.

Nicht selten aber f√ľhlen sich die Hausbewohnerinnen und
Hausbewohner durch das Gezwitscher und den ‚ÄěVogeldreck‚Äú
gestört und entfernen deshalb die Nester, in denen sich oft
Jungtiere befinden. Mit dem Entfernen der Nester verstößt
man aber gegen das Naturschutzrecht und kann mit einer
Anzeige und Bußgeld rechnen.

Um den Umweltschutz und den Klimaschutz unter ein Dach
zu bekommen, gibt es Abhilfe: Inzwischen existiert ein breites
Angebot an unterschiedlichen Nisthilfen f√ľr V√∂gel und
Fledermäuse. Die Auswahl reicht von dekorativen Elementen
bis zu unsichtbar hinter Isolierung und Putz verschwindenden
Varianten, nahezu alle Abstufungen sind erhältlich.

Alle, die selber tätig werden wollen und praktische Hinweise
und Informationen f√ľr Nisthilfen ben√∂tigen, k√∂nnen sich direkt
an das städtische Umweltschutzamt unter der
Telefonnummer: 201-6125, Friedhelm Fischer, wenden.
Auch die Umweltverbände BUND und NABU bieten auf ihren
Internetseiten Bauanleitungen f√ľr Nisthilfen an.

Das Ansiedeln von V√∂geln und Flederm√§usen kann n√ľtzlich
sein. Die Tiere verspeisen eine Unmenge an Insekten wie
M√ľcken und Fliegen, die gerade im Sommer gerne die
Hausbewohnerinnen und Hausbewohner plagen oder die sich
als Schädlinge im Garten unbeliebt machen.

Außerdem kann jeder mit einer Nisthilfe ganz bequem
mithelfen, die Artenvielfalt zu erhalten, und sich nebenbei an
den Vögeln und Fledermäusen erfreuen. Dies ermöglicht
auch die einzigartige Chance, die Vögel bei der Balz, der
Aufzucht der Jungen und schlie√ülich deren Fl√ľgge werden
von einem Logenplatz aus zu beobachten.
 
 

Farbreste und Abw√§sser m√ľssen richtig entsorgt werden
Verunreinigter Dorfbach in St. Georgen
 
Farbreste und Abw√§sser m√ľssen richtig entsorgt werden
Kein verschmutztes Wasser in Gullys, Hofabläufe oder
Straßenrinnen

Im schlimmsten Fall f√ľhrt Verunreinigung zu Fischsterben

Ein unerfreuliches Beispiel, das in immer wieder kehrenden
Abst√§nden auftaucht: Eine nicht definierbare farbige Fl√ľssigkeit
verunreinigt ein Gewässer in Freiburg und kann im
schlimmsten Fall zum Ersticken oder Vergiften von Fischen
und anderen Tieren f√ľhren.

In Freiburg gibt es zwei Entwässerungssysteme: das so genannte
Mischsystem, bei dem sämtliche Abwässer, also
Schmutz- und Regenwasser gemeinsam durch ein Rohr zur
Kläranlage nach Forchheim geleitet werden.

Fast die Hälfte der Fläche Freiburgs, wie beispielsweise die
Tuniberggemeinden, Kappel, Littenweiler, Zähringen, Wiehre,
oder St. Georgen wird jedoch im so genannten Trennsystem
entwässert. Hier werden Regen- und Schmutzwasser getrennt
in zwei Rohren abgeleitet. Das Regenwasser wird in
einer separaten Leitung auf k√ľrzestem Wegdirekt in B√§che
und Fl√ľsse eingeleitet. Das Schmutzwasser wird der zentralen
Kläranlage zugeleitet.

Bei Regenfallrohren, Straßenrinnen und -gullys und Hofabläufen
gelangen sämtliche Stoffe, die dort eingebracht werden, in
k√ľrzester Zeit in ein Gew√§sser und k√∂nnen dieses mit Schadstoffen
verunreinigen.

Die B√ľrgerinnen und B√ľrger sollen deshalb grunds√§tzlich kein
Schmutz- oder Abwasser in Gullys, Hofabläufe oder Straßenrinnen
kippen.

Umgang mit Farbresten

Bei der Verwendung von lösemittelfreien Farben in privaten
Haushalten fallen √ľblicherweise Farb- und Reinigungsabwasser
in haushalts√ľblichen Mengen an. Hier d√ľrfen bei der Reinigung
von Pinsel, Farbrolle und Eimer anfallende Farb- und
Reinigungsabw√§sser √ľber die Toilette im Haus entsorgt werden,
die an den Schmutz- oder Mischwasserkanal angeschlossen
ist. Die Entsorgung √ľber Kanalgullys im Freien ist
nicht gestattet, da diese in der Regel alle Abw√§sser ‚Äď dazu
gehört auch Niederschlag - in das nächst angrenzende Gewässer
leiten und dies wiederum zu einer Gewässerverunreinigung
f√ľhrt.

Jegliche verbleibende Farbreste nach Malerarbeiten stellen
schadstoffhaltige Abf√§lle dar und m√ľssen auch von Privathaushalten
ordnungsgem√§√ü entsorgt werden. Bei haushalts√ľblichen
Mengen können diese beim Schadstoffmobil und auf
den Recyclinghöfen kostenlos abgegeben werden.

Bei Verwendung von lösemittelhaltigen Farben und Reiniger
sind die verbrauchten Reinigungsmittel und Farbreste √ľber
das Schadstoffmobil oder die Recyclinghöfe zu entsorgen.

Ob Farben oder Reinigungsmittel lösemittelhaltig oder lösemittelfrei
sind, ist leicht an den Farbbehältern erkennbar.

Malerfachbetriebe d√ľrfen anfallende Farb- und Reinigungsabw√§sser
von lösemittelfreien Farben, beispielsweise durch
Pinselreinigung, Farbrolle oder Eimer nur vorbehandelt in den
Schmutz- und Mischwasserkanal ableiten. Der nach dieser
Vorbehandlung √ľbriggebliebene Schlamm oder Farbreststoff
muss als Abfall ordnungsgem√§√ü zur Schadstoffannahme f√ľr
Gewerbetreibende auf den Recyclinghof St. Gabriel.

Wenn lösemittelhaltige Farben und Reiniger verwendet werden,
m√ľssen die verbrauchten Reinigungsmittel und Farbreste
ebenfalls ordnungsgemäß entsorgt werden. Weitere Informationen
sind auch bei der Handwerkskammer oder Malerund
Lackierer-Innung Freiburg erhältlich.
 
 



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