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Verschiedenes

LadenhĂŒter nachhaltiges Palmöl
© Peter Prokosch / WWF
 
LadenhĂŒter nachhaltiges Palmöl
WWF-Bericht: Erstes europaweites Ranking der Palmöl nutzenden Unternehmen

Die Mehrheit der Palmöl nutzenden Unternehmen in Europa kauft kein zertifiziertes Palmöl aus umweltvertrĂ€glichem Anbau, obwohl dieses in großen Mengen auf dem Markt erhĂ€ltlich ist, so ein heute veröffentlichter WWF-Bericht. Die „Palmöl Scorecards“ untersuchen erstmalig die Einkaufspolitik der 59 bekanntesten HĂ€ndler und Hersteller in Europa, die Palmöl kaufen und in ihren Produkten nutzen. Sie wurden anlĂ€sslich des Treffens der weltgrĂ¶ĂŸten Palmöl-Produzenten, HĂ€ndler und KĂ€ufer, dem Runden Tisch fĂŒr nachhaltiges Palmöl (RSPO) erstellt, der vom 2. bis 4. November in Kuala Lumpur stattfindet.

Zehn der 59 vom WWF befragten Unternehmen nutzen bereits nachhaltiges Palmöl, sind Mitglied im RSPO und ĂŒberprĂŒfen die Herkunft der von ihnen verwendeten Öle. „Diese Unternehmen zeigen, dass ein Umstieg auf nachhaltiges Palmöl machbar ist“, erklĂ€rt Martina Fleckenstein, Leiterin Agrarpolitik des WWF Deutschland. Allerdings sei auch bei diesen Top 10 noch Verbesserungspotential vorhanden. „Langfristig sollten die Unternehmen zu 100% auf zertifiziertes Palmöl umsteigen“, so Fleckenstein.

Zwölf der befragten Unternehmen erzielten in dem aktuellen Bericht Null Punkte. Sie unternehmen absolut nichts, um auf nachhaltiges Palmöl umzusteigen. „Es ist ein Armutszeugnis, dass bei diesen Unternehmen kein Interesse vorhanden ist, die Regenwaldrodung durch Palmöl-Anbau zu stoppen“, erklĂ€rt Martina Fleckenstein. Palmöl ist einer der wichtigsten Rohstoffe fĂŒr die Produktion vieler Alltagsprodukte, darunter Margarine, Schokolade, Shampoo und Fertigbackwaren wie Pizza. FĂŒr den Anbau werden jedoch meist riesige tropische WaldflĂ€chen gerodet und zahlreiche bedrohte Tier- und Pflanzenarten vernichtet. Die Rodung der RegenwĂ€lder sowie die Trockenlegung der Feuchtgebiete tragen außerdem zum Klimawandel bei.

Zertifiziertes Palmöl aus umweltvertrĂ€glichem Anbau ist bereits seit November 2008 auf dem Markt, insgesamt mehr als eine Million Tonnen. Davon wurden bislang rund 19% (195.000 Tonnen) verkauft. „Mit dieser ersten Bestandsaufnahme wollen wir ein Problembewusstsein schaffen und die Nachfrage nach zertifiziertem Palmöl fördern“, so Martina Fleckenstein. Es gehe nicht darum, den Einsatz von Palmöl grundsĂ€tzlich zu verurteilen, da viele LĂ€nder auf die Produktion angewiesen seien. „Die Herstellung muss jedoch nachhaltig erfolgen und die HĂ€ndler in Europa haben die Macht und die Verantwortung, das zu beeinflussen und so die Zerstörung des Regenwaldes zu stoppen“, so Fleckenstein.

Zur Methodik: Die „Palmöl-Scorecards“ wurden mit Hilfe eines zweistufigen Verfahrens innerhalb von sechs Monaten erstellt. In der ersten Phase wurde das Verhalten der Unternehmen anhand öffentlich zugĂ€nglicher Daten, wie Nachhaltigkeitsberichten, analysiert. Auf dieser Basis wurde eine erste Bewertung an die befragten Unternehmen geschickt. In einem zweiten Schritt konnten die Unternehmen bis Ende September 2009 darlegen, welche Schritte sie außerdem in Bezug auf nachhaltiges Palmöl eingeleitet haben. Die finale Bewertung setzt sich aus beiden Datenquellen zusammen. Der Ersatz von Palmöl durch andere pflanzliche Öle wurde in diese erste Bewertung nicht einbezogen. Die Palmöl-Scorecards werden alle zwei Jahre veröffentlicht. In die zukĂŒnftigen Bewertungen werden weitere Unternehmen und Kriterien mit einbezogen.
 
 

 
Fotoausstellung „Naturimpressionen"
Am Sonntag, den 1. November 14 bis 17 Uhr eröffnet die Ökostation Freiburg, Falkenbergerstr. 21 b eine Fotoausstellung mit dem Titel „Naturimpressionen – Wasser, Licht und Farbe“. Die Bilder entstanden beim Jahreskurs Naturfotografie an der Ökostation und zeigen Pflanzen, Insekten und die Natur im Wechsel der Jahreszeiten. Die Ausstellung ist bis zum 8. November von Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr und am Sonntag 14 bis 17 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist kostenlos.
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Umweltzone in Freiburg tritt ab 1.1.2010 in Kraft
 
Umweltzone in Freiburg tritt ab 1.1.2010 in Kraft
Alle Autos brauchen Feinstaubplakette – Fahrverbot fĂŒr
Autos der Schadstoffklasse 1

95 Prozent aller Fahrzeughalter in Freiburg erhalten
Plakette

Stadtverwaltung rÀt: Plaketten jetzt besorgen!

Ausgabe bei WerkstĂ€tten, BĂŒrgeramt Basler Straße,
BĂŒrgerberatung Rathaus oder Ortsverwaltungen

In anderen Kommunen wie Mannheim, Pforzheim oder Stuttgart
ist die Umweltzone bereits geschaffen, ab Januar 2010
wird sie auch in Freiburg in Kraft treten. Damit kommt die
Stadtverwaltung Freiburg den Vorgaben des Luftreinhalte- und
Aktionsplanes des RegierungsprÀsidiums Freiburg nach,
durch den die Belastung von Feinstaub und Stickoxide reduziert
und damit die LuftqualitÀt in Freiburg erhöht werden soll.
Die Umweltzone umfasst auf 28 Quadratkilometern beinahe
das gesamte Stadtgebiet von Nord nach SĂŒd zwischen ZĂ€hringen
und St.Georgen und von West nach Ost zwischen
Mooswald und Ebnet.
In dieser Zone dĂŒrfen ab 1. Januar nur Autos fahren,
die eine Feinstaubplakette an der Windschutzscheibe
des Fahrzeugs haben. Fahrzeuge, die aufgrund eines zu hohen
Schadstoffausstoßes keine Feinstaubplakette erhalten,
mĂŒssen entweder nachgerĂŒstet werden oder sie benötigen
eine Ausnahmegenehmigung. Andernfalls gilt fĂŒr diese Fahrzeuge
ein generelles Fahrverbot in der Zone.

Wer zum 1. Januar ĂŒber keine Plakette am Auto verfĂŒgt, riskiert
ein Bußgeld von 40 Euro und einen Punkt in Flensburg.
Die Stadtverwaltung rÀt deshalb dringend, rechtzeitig vor Ende
des Jahres die Feinstaubplakette zu besorgen. Je nach
Schadstoffgruppe unterscheidet sich die Farbe der Plakette
(Schadstoffgruppe 2= rot, 3=gelb, 4=grĂŒn). Fahrzeuge mit der
roten Plakette haben den höchsten Schadstoffausstoß dieser
drei Kategorien. Sie dĂŒrfen bis Ende 2011 in Umweltzonen
fahren. Ab 2012 sind Umweltzonen fĂŒr solche Fahrzeuge tabu.
Schadstoffklasse vier bedeutet den geringsten Schadstoffausstoß,
da sie ĂŒber Motoren mit den neusten Standards
verfĂŒgen. In welche Schadstoffgruppe ein Kfz eingestuft wird,
hĂ€ngt von der in den Fahrzeugpapieren eingetragenen EmissionsschlĂŒsselnummer
ab. Zum Kauf der Plakette muss man
daher die Fahrzeugpapiere mitbringen. Feinstaubplaketten
gelten zeitlich unbeschrÀnkt bundesweit in jeder Umweltzone,
solange das Auto das selbe Kennzeichen hat. Ändert sich das
Kennzeichen durch Umzug oder Besitzerwechsel, so muss
eine neue Feinstaubplakette ausgestellt werden.

In Freiburg mĂŒssen sich allerdings nur die wenigsten Fahrzeughalter
Sorgen ĂŒber ein Fahrverbot machen: Etwa 95 Prozent
der in Freiburg gemeldeten Kfz erhalten eine Feinstaubplakette,
bei ĂŒber 70 000 der rund 104 000 Fahrzeuge wird
sie sogar grĂŒn sein. Darunter fallen fast ausnahmslos alle
Benziner mit einem geregelten Katalysator, eine Technik, die
seit etwa 20 Jahren Standard ist. Generell ausgenommen von
den Fahrverboten sind historische Fahrzeuge mit Oldtimerzulassung
(H- oder rotes 07-Kennzeichen) sowie alle Zwei- und
DreirÀder. Auch Fahrzeuge, die von Menschen mit einem
Schwerbehindertenausweis mit den Merkmalen „aG”, „H” oder
„Bl” benutzt werden, haben freie Fahrt.

Allerdings ist bei vielen Altfahrzeugen die NachrĂŒstung von
Katalysatoren oder Partikelfiltern möglich, mit denen eine
bessere Schadstoffklasse erreicht wird. Damit verbunden ist
meist auch ein geringerer Steuersatz, sodass sich die Investition
schnell rentiert. Informationen ĂŒber NachrĂŒstmöglichkeiten
gibt es im Internet oder beim Fahrzeughersteller. Schlecht
sieht es hingegen fĂŒr Besitzer Ă€lterer, vor allem dieselgetriebener
Fahrzeuge aus, fĂŒr die es keine NachrĂŒstmöglichkeit
gibt. Davon betroffen sind beispielsweise viele Campingmobile.
Zwar können deren Besitzer bei der Stadt eine Ausnahmegenehmigung
beantragen, die jedoch an zahlreiche Bedingungen
gekoppelt ist. Das Antragsformular kann ab sofort im
Internet abgerufen werden.

Feinstaubplaketten sind an unzÀhligen Stellen in der Stadt
erhĂ€ltlich, beispielsweise bei FachwerkstĂ€tten oder ĂŒberall
dort, wo die Hauptuntersuchung durchgefĂŒhrt wird. Außerdem
gibt es sie fĂŒr 5 Euro auch im BĂŒrgeramt in der Basler Straße,
bei der BĂŒrgerberatung im Rathaus sowie in den Ortsverwaltungen.

AusfĂŒhrliche Informationen zum Thema gibt es im Internet
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Systematische Radverkehrsanalyse:
Land zÀhlt und befragt Freiburger Radler und begutachtet Radwege

Zur Vorbereitung einer systematischen Radverkehrsförderung
fĂŒhrt das Land Baden-WĂŒrttemberg gegenwĂ€rtig eine landesweite
Analyse des Radverkehrs durch. Als eine von 14 Modellkommunen
und -kreisen wurde dazu die Stadt Freiburg
ausgewÀhlt. In dieser Woche wird deshalb an etwa 20
Stellen im Stadtgebiet der Radverkehr gezĂ€hlt. Außerdem
werden mehrere Radrouten und Abstellanlagen begutachtet
und die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt werden telefonisch
zum Radverkehr befragt.

Das Land Baden-WĂŒrttemberg hat sich das Ziel gesetzt,
„Fahrradland Nr. 1“ zu werden. Um dieses ehrgeizige Ziel erreichen
zu können, ist ein systematisches QualitÀtsmanagement
der Radverkehrsförderung geplant. So will das fĂŒr den
Verkehr im Land zustÀndige Innenministerium die Wirksamkeit
zukĂŒnftiger Maßnahmen und Förderprogramme ĂŒberprĂŒfen.
Dazu werden in den kommenden Tagen im Stadtgebiet
RadzĂ€hlungen durchgefĂŒhrt, wichtige Fahrradrouten und -
abstellanlagen im Stadtgebiet untersucht, bewertet und ggf.
Empfehlungen zur Verbesserung gegeben.

Außerdem werden in diesen Tagen Radlerinnen und Radler
telefonisch befragt werden. Die Bewohnerinnen und Bewohner
der Stadt Freiburg werden im Interesse weiterer Verbesserungen
fĂŒr den Radverkehr gebeten, die Untersuchung
durch eine Teilnahme an der Befragung zu unterstĂŒtzen. Die
Befragung wird telefonisch vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut
SMR durchgefĂŒhrt und dauert etwa fĂŒnf Minuten.
Dabei werden die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger zu ihrer eigenen
Verkehrsmittelwahl befragt, welche Vor- und Nachteile
sie persönlich bei der Fahrradnutzung sehen, wie sie die aktuelle
Situation des Radverkehrs bewerten und wo Handlungsbedarf
besteht.

Mit der gesamten Analyse hat das Land die renommierte Planungsgemeinschaft
Verkehr (PGV) aus Hannover beauftragt.
In einigen Jahren soll dann die gleiche Erhebung nochmals
durchgefĂŒhrt werden, um festzustellen, ob die Infrastruktur
verbessert wurde und sich die Menge der Radler erhöht hat.
FĂŒr den Vergleich wurde Freiburg als die Großstadt in Baden-
WĂŒrttemberg ausgewĂ€hlt, in der auch aufgrund der gĂŒnstigen
Topographie und der langjÀhrigen Radverkehrsförderung ein
besonders hoher Anteil der Wege - fast ein Drittel innerhalb
der Stadt - mit dem Rad zurĂŒckgelegt wird.
 
 

Christa Rinklin -
 
Christa Rinklin - "e wengili vu' dem un' sellem"
Ein Buchtipp

Nach dem regionalen Kochbuch „'s Deggili g'lupft“ brachte der Lavori-Verlag Freiburg, im Rahmen der Stadt-Land-Partnerschaft jetzt sein neuestes Schmankerl fĂŒr Liebhaber der alemannischen KĂŒche heraus:

"e wengili vu' dem un' sellem - KrĂ€uterfrauen, Blumenköche und ihre DuftgĂ€rten zwischen Schwarzwald und Kaiserstuhl“ heißt das 116 Seiten umfassende Buch, in dem 20 krĂ€uterkundige Personen mit ihren besten Koch- und Kosmetikrezepten sowie KrĂ€utergĂ€rten und KrĂ€uterpfade vorgestellt werden. Von der Autorin Christa Rinklin aufwĂ€ndig recherchiert und von der Grafikerin Annette Pfau liebevoll gestaltet, erweist sich das Buch als Nachschlagewerk rund um die KrĂ€uter und BlĂŒten in Garten, Wald und Wiesen. Die kulinarische Vielfalt und Schönheit, die vor der HaustĂŒre wĂ€chst, wird plötzlich ersichtlich und macht Lust, den tĂ€glichen Speiseplan auf einfachste Art zu erweitern. Schafgarbenpesto, Blumenknospen-Auflauf, Ringelblumen-Muffins, Huflattich-Zabaione oder Lavendel-Sorbet sind nur einige von vielen Anregungen fĂŒr Geschmacks-erlebnisse der besonderen Art.

ErgĂ€nzt werden die Portraits und knapp 150 Rezepte von Erste-Hilfe-Tipps aus der Natur und einem kleinen KĂŒchen- und HeilkrĂ€uter-lexikon, das Apotheker Dr. Martin Kullmer zusammengestellt hat.

LAVORI VERLAG Freiburg, 116 Seiten, EUR 12,80
ISBN 978-3-935737-05-0

Das Buch ist in jeder gut sortierten Buchhandlung oder direkt ĂŒber den Verlag erhĂ€ltlich: info@lavori-verlag.de
 
 

Atomkraftwerk Fessenheim geht alle BĂŒrger im Oberrheingebiet viel an.
CRS-Einsatzwagen / Foto: Dr. Georg Löser
 
Atomkraftwerk Fessenheim geht alle BĂŒrger im Oberrheingebiet viel an.
Ein großer Unfall kann jederzeit beginnen. Dann wĂŒrde am Oberrhein Alles Nichts

Badisch-ElsĂ€ssischen BĂŒrgerinitiativen empören sich ĂŒber Behandlung
durch PrĂ€fekten und Polizei anlĂ€sslich Großkundgebung in Colmar/Elsaß

Teilnehmer diffamiert, gestört von Polizei und massiv an RĂŒckkehr gehindert.

Etwa 1000 SĂŒdbadener haben an der Kundgebung gegen
den Weiterbetrieb des Atomkraftwerks Fessenheim am 3. Oktober
in Colmar mit weit ĂŒber 5000 französischen Atomkraftgegnern
und zahlreichen Teilnehmern aus anderen LĂ€ndern gemeinsam und
friedlich teilgenommen, darunter viele Aktive der Badisch-ElsÀssischen
BĂŒrgerinitiativen.

Die Sprecher der Badisch-ElsĂ€ssischen BĂŒrgerinitiativen empören sich
darĂŒber, dass der PrĂ€fekt des Oberelsaß die deutschen Teilnehmer
vorab als Randalierer und im Nachhinein als Invasion bezeichnete.
Viele friedliebende BĂŒrgerinnen und BĂŒrger wurden durch solche unsĂ€gliche
Wortwahl und die angekĂŒndigte Totalsperrung der Innenstadt Colmars
sowie Presseberichte ĂŒber martialische Vorbereitungen der Spezialpolizei vorab
abgeschreckt, teilzunehmen.

Die Badisch-ElsĂ€ssischen BĂŒrgerinitiativen sind ĂŒberdies auch empört
ĂŒber die massiven weiteren Behinderungen des Demonstrationsrechts
und der Reisefreiheit am Oberrhein:

So störte ein Hubschrauber ĂŒber der Kundgebung eine Stunde lang
durch starken LĂ€rm sehr das Verstehen der Reden der Kundgebung.

Ein weiteres schweres Fehlverhalten von Seiten
der Nationalpolizei und Polizei war u.a., dass etwa ab 17 Uhr
bis etwa 17:45 Uhr deutsche Teilnehmer durch die Polizeiblockade
in der Avenue Fribourg und in den Seitenstraßen der Avenue PoincarĂ©
zwischen Avenue d'Alsace und dem Bahnhof an der RĂŒckkehr zu Ihren
Autos bzw. am Durchkommen als Radfahrer voll gehindert wurden.
Es gab auf Fragen an die Polizei keinen Hinweis,
wo der Ausgang aus dieser Einkesselung wÀre. Der Einsatz der Nationalpolizei
war lÀcherlich, es bestand nicht die geringste Gefahr durch die Teilnehmer.

Die Badisch-ElsĂ€ssischen BĂŒrgerinitiativen erklĂ€ren hierzu:
Die deutschen Teilnehmer haben ein gleiches Recht auf Teilnahme
an solchen friedlichen Kundgebungen. Außerdem ist klar,
dass das Risiko von UnfÀllen des Atomkraftwerks
sich auf beide Rheinseiten verteilt. Ein großer Unfall wĂ€re das
Ende fĂŒr die Region am sĂŒdlichen Oberrhein, gesundheitlich und wirtschaftlich
und als Heimat. Dann wÀre Alles Nichts. Solche UnfÀlle können, wie das
Öko-Institut (Freiburg) es jĂŒngst im September 2009 in seiner neuen Information
zur Atomkraft bestÀtigte, jederzeit beginnen.

Außerdem ist die deutsche Seite ĂŒber den 15%-tigen Baukostenzuschuss vom damaligen
Badenwerk entsprechend mit Strombezugsrechten aus Fessenheim ausgestattet, analog die Schweiz.
Fessenheim ist sozusagen ein trinationales Kraftwerk, aber viel zu gefÀhrlich.

Neuesten Informationen zufolge will der E.on-Konzern mit der EDF Kraftwerkseigentum
tauschen: 800 MW Atomkraft in Fessenheim und Cattenom gegen 800 MW Kohlekraftwerke
in Deutschland. Die EDF importiert bereits mehr als doppelt soviel (Kohle-)Strom aus Deutschland
fĂŒr die vielen Elektroheizungen in Frankreich als sie Atomstrom nach Deutschland exportiert, wie
auf der Fachtagung von Energies3FrontiĂšres am 25. September in Colmar berichtet wurde.



Erhard Schulz

Mitglied im Sprecherkreis der Badisch-ElsĂ€ssischen BĂŒrgerinitiativen, Emmendingen
 
 

Klimawandel im Internet
© Google / WWF
 
Klimawandel im Internet
WWF unterstĂŒtzt UNO und Google Earth bei Klimaschutzprojekt

Mit einem aufwendigen Internet-Projekt machen die UNO und Google Earth ab sofort den Klimawandel greifbar. In zahlreichen animierten Videotouren durch Google Earth erleben Internetnutzer, wie der Klimawandel ablĂ€uft und was wir tun können, um die ErwĂ€rmung der Erde zu stoppen. Zahlreiche 3D-Animationen, Videos und Fotos illustrieren die Ursachen und Folgen des Klimawandels rund um den Globus und zeigen konkrete Gegenmaßnahmen auf.

Der WWF ist ab heute mit einer virtuellen Tour „The Dams of Sebangau“ durch sein Klimaschutzprojekt im Nationalpark Sebangau auf Borneo beteiligt. Neben dem WWF stellen weitere Nichtregierungsorganisationen, StĂ€dte, UniversitĂ€ten, Regierungen und Firmen aus der ganzen Welt ihre Klimaschutzprojekte vor. Unter den Sprechern der Touren finden sich auch viele prominente KlimaschĂŒtzer wieder. So konnte beispielsweise FriedensnobelpreistrĂ€ger Al Gore als Sprecher gewonnen werden.

„Die Touren sollen Klima- und Naturschutz anschaulich machen und darĂŒber hinaus einen direkten Kommunikationsweg zwischen Öffentlichkeit und EntscheidungstrĂ€gern herstellen“, so Benjamin Kott von Google. „Wir freuen uns, dass der WWF mit seiner Tour durch die TorfmoorwĂ€lder dabei ist, schließlich gehören sie zu den grĂ¶ĂŸten Kohlenstoffspeichern der Erde”.

Der fĂŒnfminĂŒtige WWF-Beitrag mit einem Rundflug durch den Nationalpark Sebangau auf Borneo veranschaulicht die Zerstörung der TorfmoorwĂ€lder auf der indonesischen Insel, die damit verbundenen Auswirkungen auf den Klimawandel und die Gegenmaßnahmen des WWF. TorfmoorwĂ€lder wachsen auf mĂ€chtigen Torfschichten und speichern bis zu 50-mal so viel Kohlenstoff wie eine gleich große FlĂ€che Regenwaldes ohne Torfboden. Ihre Zerstörung ist in Bezug auf den Klimawandel eine tickende Zeitbombe.

Der WWF arbeitet im Nationalpark Sebangau zusammen mit der lokalen Bevölkerung an der WiedervernÀssung und Aufforstung der TorfmoorwÀlder. So werden dort beispielsweise DÀmme gebaut, um den Grundwasserspiegel wieder anzuheben oder WÀlder wieder aufgeforstet. Im laufenden WWF-Projekt werden derzeit mehr als 50.000 Hektar Torfböden wieder vernÀsst. Es wird geschÀtzt, dass sich daraus eine Emissionsreduktion von mehr als 1 Million Tonnen CO2 pro Jahr ergibt.

„Noch nie wurde der Klimawandel so umfassend visualisiert“, so WWF GeschĂ€ftsfĂŒhrer Eberhard Brandes. „Der Klimawandel ist fĂŒr viele Menschen noch immer sehr abstrakt. Die Google-Klimatouren helfen, ihn zu verstehen und geben Anregungen, wie sich jeder einzelne im Kampf gegen den Klimawandel engagieren kann.“

Bis zum Kopenhagener Klimagipfel im Dezember werden die verschiedenen Touren gestaffelt online gestellt. Zusammen werden die Touren dann allen Delegierten gezeigt. ZusĂ€tzlich zu Google Earth, werden alle Touren auch bei Youtube auf dem Kanal „Raise your voice“ gezeigt. Hier können User sich die Touren ansehen sowie auch ihre eignen Videos zum Thema Klimawandel beisteuern.
 
 

Bauern im Schwarzwald in großer Not!
 
Bauern im Schwarzwald in großer Not!
Milchpreiskrise: In Europa haben sich die Milchbauern in 8 LĂ€nder am Milchlieferstreik beteiligt, welcher bis zum Sondertreffen zum Thema Milchpreiskrise der EU Agrarminister am 5. Oktober in BrĂŒssel ausgesetzt ist.

Sehr wichtig ist es den Milchbauern auch, die Bevölkerung darĂŒber zu informieren, dass die Milchbauern des Bundesverbands Deutscher Milchviehalter BDM und die des European Milk Board (die EuropĂ€ische Vereinigung) keine zusĂ€tzlichen Subventionen aus BrĂŒssel wollen, wie es von den Politikern und dem Deutschen Bauernverband, welcher die Politik berĂ€t, gefordert wird.

Sondern nur andere Rahmenbedingungen, d.h. eine flexible Mengensteuerung (die in Kanada seit Jahren funktioniert), welche stÀndig dem Bedarf angepasst wird, und das Abschaffen der Saldierung, welche es ermöglicht, dass Bauer A 20.000 Liter Milch mehr verkaufen darf als er kontingent hat, wenn Bauer B entsprechend weniger verkauft.

Auch haben unsere BĂŒrger ein Recht darauf zu erfahren, wie unsere Politik mit den Leuten umgeht, die unsere Lebensmittel herstellen und die Landschaft intakt halten.

Wenn die Milchviehhaltung z.B. in Freiamt, in der Vorbergzone, im Schwarzwald und in vielen anderen Gegenden in Deutschland und Europa, welche durch ihre Hanglagen nicht zum Ackerbau geeignet sind, ausstirbt, dann wird sich unsere Landschaft verĂ€ndern: viele FlĂ€chen werden verwildern und zuwachsen mit Dornen und GestrĂŒpp, es wird aussehen wie am Bahndamm. Darunter werden auch der Tourismus und die Gastronomie, die Landmaschinenindustrie und viele andere leiden.

Wenn man rechnet, dass in Deutschland jĂ€hrlich 28 Mrd. kg Milch gemolken wird und je kg 15 bis 20 Cent zuwenig an die Bauern ausbezahlt wird, kommt man auf einen Betrag von 4 bis 5 Mrd. Euro, welcher zum Großteil wieder in unsere Wirtschaft investiert wĂŒrde, die es ja dringend braucht.

Im Internet gibt es mehr Information unter:

www.kleinezeitung.at

www.schweizerbauer.ch

www.milchstreik.ch

www.bdm-verband.de

www.meine-milch.de

www.apli-nationale.org
Mehr
Autor: Friedrich BĂŒhler, Milchbauer in Freiamt



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346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 358 359 360 361 362 363 364 365 366 367 


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