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Freitag, 15. Februar 2019
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Verschiedenes

Karlsruhe: Der Dachs ist Wildtier des Jahres
Briefmarke 1968 der Deutschen Bundespost / Wohlfahrtsmarke
 
Karlsruhe: Der Dachs ist Wildtier des Jahres
Forstabteilung im Liegenschaftsamt: Der Marder ist vor allem in Bergdörfern zuhause

Mit dem Dachs wurde von der „Schutzgemeinschaft Deutsches Wild“ ein Tier zum Wildtier des Jahres 2010 gewĂ€hlt, das auch in Karlsruhe und dabei besonders in den Bergdörfern vorkommt und dort auch manches Mal sein Unwesen treibt. Obwohl der Dachs als nachtaktives Tier so gut wie nie zu Gesicht zu bekommen ist, zeigen sich die Spuren seiner Nahrungssuche in Wald, Feldern und GĂ€rten. Vor allem in der Vorbergzone mit den Lehmböden gibt es einige große Dachsbauten, deren Bewohner schon bei so manchem Gartenbesitzer in den angrenzenden Wohngebieten fĂŒr böse Überraschungen gesorgt haben. „Wir sind bemĂŒht, durch gezielte Bejagung die Höhe der Dachspopulation in ertrĂ€glichem Rahmen zu halten. Um SchĂ€den zu vermeiden, empfehlen wir den Gartenbesitzern jedoch, mit verstĂ€rktem Zaunbau auch eigene Schutzmaßnahmen zu treffen“, sagt dazu Ulrich Kienzler, Leiter der Abteilung Forst im Liegenschaftsamt. Auch Maisfelder werden von den Tieren gerne so beackert, als wĂ€re Schwarzwild am Werk gewesen.

Dachse kommen fast in ganz Europa vor. Meister Grimbart, wie der Dachs in der Fabel auch genannt wird, ist ein Allesfresser. Er bevorzugt pflanzliche Nahrung, sein Leibgericht sind jedoch RegenwĂŒrmer, die teilweise ĂŒber die HĂ€lfte seiner Nahrung ausmachen. Der Dachs hĂ€lt eine Winterruhe, jedoch keinen echten Winterschlaf. Seine Körperfunktionen sind nicht drastisch abgesenkt, er bleibt beweglich und verlĂ€sst ab und zu seinen Bau. FĂŒr diesen benötigt der Dachs tiefgrĂŒndige und nicht zu sandige Böden, die nicht grundwasser- oder ĂŒberflutungsgefĂ€hrdet sein dĂŒrfen. Seine bis zu fĂŒnf Meter unter Tage liegenden Bauten bestehen aus einem weit verzweigten Labyrinth von GĂ€ngen sowie grĂ¶ĂŸeren Wohnkammern, in denen sich die Dachse ĂŒberwiegend aufhalten.

Die bis in die 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts praktizierte Fuchsbaubegasung, mit der man die Tollwut eindĂ€mmen wollte, fĂŒhrte dazu, dass der Dachs bis 1994 als gefĂ€hrdete Tierart galt. Danach erholten sich die BestĂ€nde wieder. Der Dachs hat keine natĂŒrlichen Feinde, weshalb neben der Bejagung das Angebot an Nahrung, der Lebensraum und Infektionskrankheiten limitierende Faktoren sind.
 
 

Earth Hour 2010: Weltweit gehen die Lichter aus
© WWF
 
Earth Hour 2010: Weltweit gehen die Lichter aus
WWF ruft zur Teilnahme an internationaler Klimaschutzaktion auf

Berlin - Am Brandenburger Tor in Berlin gehen am 27. MĂ€rz genauso die Lichter aus wie im New Yorker Empire State Building und im höchsten GebĂ€ude der Welt, dem Burj Khalifa in Dubai. Die Verdunklungsaktion ist Teil der vom WWF ins Leben gerufenen Initiative „Earth Hour“. Tausende StĂ€dte rund um den Globus löschen am Samstag, den 27. MĂ€rz um 20:30 Uhr fĂŒr eine Stunde das Licht weltbekannter Wahrzeichen. So soll das das Augenmerk der Öffentlichkeit auf die Dringlichkeit verstĂ€rkter Anstrengungen beim internationalen Klimaschutz gelenkt werden.

Der WWF ruft unter dem Motto „Licht aus - Klimaschutz an!“ auch Privatpersonen, Kommunen und Initiativen auf, sich an der Aktion zu beteiligen. Millionen Menschen sollen eine starke globale Botschaft an die Regierungen dieser Welt senden. „Weltweit werden BĂŒrger, Schulen und StĂ€dte mit diesem symbolischen Appell zeigen, dass ihnen das Ergebnis der UN-Klimakonferenz von Kopenhagen nicht genĂŒgt“, so Eberhard Brandes Vorstand des WWF Deutschland. „Es ist höchste Zeit, den Schalter umzulegen und dafĂŒr zu sorgen, dass die Staaten der Welt so bald wie möglich ein wirksames Klimaschutz-Abkommen vorlegen.“ Auf der Internetseite wwf.de/earthhour können sich Teilnehmer auf einer Deutschlandkarte als Teilnehmer registrieren. Zudem ruft der WWF dazu auf, sich an einer E-Mail-Aktion an Angela Merkel zu beteiligen. Die Bundeskanzlerin solle sich dafĂŒr einsetzen, dass die EU ihr Ziel zur Reduktion des Treibhausgasausstoß von 20 auf 30 Prozent bis 2020 gegenĂŒber 1990 erhöht, um nach dem Scheitern des Gipfels in Kopenhagen neuen Schwung in die internationalen Verhandlungen zu bringen.

Die WWF „Earth Hour“ findet bereits zum vierten Mal statt. Sie startete 2007 in Sydney. Mehr als 2,2 Millionen australische Haushalte nahmen daran teil. Ein Jahr spĂ€ter erreichte die Aktion 370 StĂ€dte in 35 LĂ€ndern. GeschĂ€tzte 50 bis 100 Millionen Menschen schalteten 2008 fĂŒr eine Stunde das Licht aus, um dem Klimaschutz ihre Stimme zu geben. Dabei waren weltweit bekannte GebĂ€ude wie das Kolosseum in Rom und die Golden Gate Bridge in San Francisco. 2009 war „Earth Hour“ noch einmal grĂ¶ĂŸer. Anhand registrierter Teilnehmer, Umfragen und des RĂŒckgangs des Energieverbrauchs wurde ermittelt, dass weltweit mehrere hundert Millionen Menschen teilgenommen hatten. Dabei waren 4159 StĂ€dten in 88 LĂ€ndern. Wieder gingen die Lichter weltweit berĂŒhmter GebĂ€ude aus – zum Beispiel die Pyramiden von Gizeh, der Eiffelturm in Paris, das Vogelnest-Stadium in Peking und die Christusstatue von Rio de Janeiro. Im vergangenen Jahr beteiligten sich mit der Hamburg, Berlin und Bonn erstmals deutsche StĂ€dte an dem internationalen Event. FĂŒr dieses Jahr hat Berlin bereits fest zugesagt. Weitere Kommunen sollen folgen.
 
 

Filmtipp: UNSERE OZEANE
 
Filmtipp: UNSERE OZEANE
Frankreich 2009; Regie: Jacques Perrin, Jacques Cluzaud; 100 Minuten

Delphine tanzen wie choreographiert ihr Ballett, FischschwĂ€rme drehen sich in immer schnellerem Kreis. Vielerlei Arten finden Unterschlupf in einem alten Schiffswrack. Wale durchpflĂŒgen die Weltmeere. Krabben marschieren im Gleichschritt wie eine Armee. Das farbenprĂ€chtige und nicht immer stille Universum. Ein Expertenteam von Tauchern, Technikern und Wissenschaftlern erforscht und filmt es an 54 Drehorten vom englischen Cornwall ĂŒber Französisch-Polynesien bis hin zur Pleanu-Insel in der Antarktis.

LĂ€uft im Friedrichsbau Freiburg
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Samstags-Forum Regio Freiburg startet Reihe Neue Energien 10
Das Samstags-Forum Regio Freiburg startet am 6. und 13. MĂ€rz 2010 seine 10. Veranstaltungsreihe in der UniversitĂ€t Freiburg zu Neuen Energien mit zwei Sonderterminen zu den aktuellen Themen ElektrowĂ€rmepumpe und Elektro-Autos. Veranstalter ist der gemeinnĂŒtzige Freiburger Verein ECOtrinova e.V. gemeinsam mit der unabhĂ€ngigen Studierendenvertretung u-asta der UniversitĂ€t und weiteren Partnern, darunter das KlimabĂŒndnis Freiburg, der VCD-Regionalverband Freiburg und das Agenda21-BĂŒro Freiburg. Der Eintritt ist frei. Schirmherrin ist die Freiburger UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik.

Samstag 6. MĂ€rz 2010, 10.30 Uhr
Freiburg i.Br., UniversitÀt, Platz der UniversitÀt, KollegiengebÀude KG 1, Hörsaal 1015.

Dr.-Ing. Falk Auer, Lokale Agenda21 Gruppe Energie Lahr

Samstag 13. MĂ€rz 2010, 10.15 Uhr
Freiburg i.Br., UniversitÀt, Platz der UniversitÀt, KollegiengebÀude KG 1, Hörsaal 1015
Thema: Elektro-MobilitĂ€t: effizient, sauber und fĂŒr alle?

10.15 Vortrag:

Dr. Martin Pehnt, ifeu Institut fĂŒr Energie- und Umweltforschung gGmbH, Heidelberg, Wissenschaftlicher Vorstand, Fachbereichsleiter Energie

11:15 Podiumsdiskussion mit VerbÀnden und Wissenschaft:

Reiner Ehret, LNV Landesnaturschutzverband Baden-WĂŒrttemberg e.V., Vorsitzender
Hannes Linck, VCD Regionalverband SĂŒdlicher Oberrhein e.V., Vorsitzender
Jochen Link, M.Sc., Fraunhofer Institut fĂŒr Solare Energiesysteme ISE
Dr. Martin Pehnt, ifeu Institut fĂŒr Energie- und Umweltforschung
Leitung: Dr. Georg Löser, ECOtrinova e.V., Vorsitzender

Das Samstags-Forum erhielt 2008 den 1. Preis CO2-Sparer der Stadt Freiburg und 2009 den 2. Preis „Echt gut! Ehrenamt in Baden-WĂŒrttemberg/Kategorie Umwelt. Es trĂ€gt sich durch Förderung der ECO-Stiftung und des Agenda21-BĂŒros der Stadt Freiburg sowie hauptsĂ€chlich durch ehrenamtliches Engagement. Kontakt und Leitung: Dr. Georg Löser, ECOtrinova e.V., www.ecotrinova.de, ecotrinova@web.de
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Wo die Störche klappern
© Birgit Felgentreu / WWF
 
Wo die Störche klappern
Zwischen Donau und Elbe: Dreiunddreißig deutsche Feuchtgebiete sind von weltweiter Bedeutung. / WWF fordert engagierten Schutz von AuenflĂ€chen.

2. Februar – Welttag der Feuchtgebiete

Frankfurt - AnlĂ€sslich des Welttags der Feuchtgebiete am 2. Februar fordert die Umweltschutzorganisation WWF einen engagierten Schutz von FlĂŒssen, Auen, und Mooren in Deutschland und Europa. SĂŒĂŸwasser-Ökosysteme seien wahre „Hotspots“ der BiodiversitĂ€t und Heimat zahlreicher bedrohter Tier- und Pflanzenarten. In Deutschland gibt es laut Ramsar-Konvention (Internationales Übereinkommen zum Schutz von Feuchtgebieten) dreiunddreißig dieser Ökosysteme mit weltweiter Bedeutung, wie etwa die Donau- und die Elbeauen, der Ammersee oder die Havelniederungen. „Über dreißig Prozent aller SĂŒĂŸwasserfische und siebzehn Prozent aller Wasservögel gelten als gefĂ€hrdet oder vom Aussterben bedroht“, warnt Dorothea August vom WWF Deutschland. Mit den Amphibien stehe durch stetig voranschreitende Lebensraumzerstörung und weltweite Seuchen sogar eine gesamte Tiergattung am Abgrund. Von den 6.285 erfassten Fröschen und Lurchen seien bereits 1.900 Arten in der höchsten Bedrohungskategorien der Roten Liste eingestuft. Sie stĂŒnden damit kurz vor der Ausrottung.

WWF-Projekt an der Donau: Ein Flusssystem von Bedeutung fĂŒr ganz Europa sei die ĂŒber 2800 Kilometer lange Donau, die sich vom Deutschland bis ins Schwarze Meer erstreckt. In den letzten 15 Jahren habe der WWF an der Unteren Donau in RumĂ€nien und Bulgarien Renaturierungen und den Schutz von ĂŒber 50.000 Hektar AuenflĂ€chen und Feuchtgebieten umgesetzt. Die Region sei Heimat zahlreicher seltener Tierarten, wie etwa Pelikan, Schwarzstorch, EuropĂ€ische Sumpfschildkröte oder Fischotter.

WWF-Projekt an der Mittleren Elbe: An der Mittleren Elbe nahe Dessau startete der WWF gemeinsam mit dem Land Sachsen-Anhalt im Jahr 2009 eine der grĂ¶ĂŸten DeichrĂŒckverlegungen Europas - im Rahmen eines seit 2001 laufenden Naturschutzgroßprojekts. Wesentliches Ziel sei, so der WWF, der langfristige Schutz und die Wiederherstellung einer intakten, naturnahen und waldreichen Überflutungsaue an der Mittleren Elbe. WĂ€hrend fĂŒr die Anwohner der Region die Gefahr von Flutkatastrophen gemindert werde, profitierten seltene Arten wie etwa der Elbebiber von der geplanten Verbesserung ihres Lebensraums.

Hintergrund: Die Ramsar-Konvention bezeichnet das Übereinkommen zum Schutz von Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung. Es ist ein völkerrechtlicher Vertrag, initiiert von der UNESCO. Das Übereinkommen wurde am 2. Februar 1971 geschlossen und ist damit eines der Ă€ltesten internationalen Vertragswerke zum Umweltschutz. Die Bezeichnung „Ramsar“ rĂŒhrt von der gleichnamigen Stadt im Iran, in der die Vertragsverhandlungen stattfanden.
 
 

Karlsruhe: Vogelkirsche ist der „Baum des Jahres 2010“
Vogelkirsche / Foto: Konrad Lackerbeck (Wikipedia)
 
Karlsruhe: Vogelkirsche ist der „Baum des Jahres 2010“
Baum des Jahres 2010 ist die Vogelkirsche. Das beschloss das eigens zu diesem Zweck eingerichtete Kuratorium. Anzutreffen ist die „Mutter aller SĂŒĂŸkirschen“ ĂŒberall in den Karlsruher WĂ€ldern. Im April verzaubert sie mit ihrer schneeweißen BlĂŒtenpracht - bis zu einer Million bringt eine einzelne, freistehende Baumkrone hervor. „Aus Ă€sthetischen und ökologischen GrĂŒnden pflanzen wir vor allem bei der Gestaltung der Wald- und WegrĂ€nder sehr gerne die Vogelkirsche“, so Forstchef Ulrich Kienzler.

Aus der Rosenfamilie stammend, bringt der bis zu 30 Meter hohe Baum im Juli schwarzrote FrĂŒchte hervor. Im Herbst setzt er mit seinem von leuchtend orange bis feuerrot gefĂ€rbtem Laub schönste Farbtupfer in die Landschaft. Ein weiteres Kennzeichen ist die auffĂ€llige Ringelborke. Die Vogelkirsche wĂ€chst stets einzeln - vor allem an WaldrĂ€ndern, SĂŒdhĂ€ngen und in AuenwĂ€ldern des Flach- und HĂŒgellandes. Sie kann bis zu 150 Jahre alt werden, fault allerdings frĂŒh, so dass sie im Alter zwischen 60 und 90 Jahren gefĂ€llt wird, um das wertvolle, feste Holz zu erhalten.

Feingemasert, in warmen rötlich-braunen Farbtönen, wird es im Möbel- oder Innenausbau, als Furnier- und Parkettholz sowie fĂŒr Musikinstrumente wie Flöten verwendet. Astreines Holz kostet bis zu 5000 Euro pro Festmeter. Dabei braucht die Vogelkirsche wenige NĂ€hrstoffe und kaum Feuchtigkeit, so dass sie den Klimawandel gut ĂŒberstehen wird. Viele Tiere lieben das schmackhafte Fruchtfleisch ihrer FrĂŒchte. Vögel, MĂ€use, Eichhörnchen, Wildschweine und viele andere sorgen so dafĂŒr, ihre Samen weit zu verbreiten.

Weitere Infos gibt es im Internet unter www.baum-des-jahres.de.
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Meeresgrund trifft Horizont
© Hans-Ulrich Rösner / WWF
 
Meeresgrund trifft Horizont
WWF und ONE WORLD Reisen mit Sinnen laden zur einzigartigen Gruppen-Erlebnisreise durch den Nationalpark Wattenmeer / Außergewöhnliches Reiseformat mit Touristikpreis ausgezeichnet.

Dortmund/Hamburg 19. Januar 2010 – Watt zum Sehen und zu Erleben: Zu einer außergewöhnlichen und auf dem internationalen Reisemarkt einmaligen, nachhaltigen Entdeckertour durch das Wattenmeer laden der Reiseveranstalter ONE WORLD Reisen mit Sinnen und forum anders reisen. Gemeinsam mit dem WWF Deutschland ist eine ungewöhnliche einwöchige Reise entstanden, die aktives Erleben, AufklĂ€rung, Kulinarik, kulturelle Aspekte und natĂŒrlich das einmalige Ökosystem des Wattenmeeres mit einander verbindet.

Der WWF ist wichtiger Partner dieser Entdeckertour von ONE WORLD Reisen mit Sinnen. Mit seinem internationalen Wattenmeerprogramm zum Schutz dieses Naturraumes stellt der WWF schon seit Jahrzehnten die Weichen fĂŒr den Schutz und einen nachhaltigen Umgang mit dieser einzigartigen Landschaft. Das Wattenmeer ist die einzige grĂ¶ĂŸere deutsche Naturlandschaft, die bislang zum Weltnaturerbe der Menschheit erklĂ€rt und 2009 in die entsprechende UNESCO-Liste aufgenommen wurde. „NaturvertrĂ€glicher Tourismus bietet enorme Chancen um Begeisterung und Bewusstsein fĂŒr den faszinierenden Lebensraum Wattenmeer und seine Erhaltung zu wecken. So profitieren dann die Anwohner und die gesamte Region von der intakten Natur“ sagt Hans-Ulrich Rösner, Wattenmeer-Experte des WWF. Chancen und Gefahren fĂŒr das einzigartige Ökosystem des Wattenmeers stehen im Mittelpunkt der Reise, aber auch dessen Schönheit und die kulinarischen Köstlichkeiten des Nordens und die Lyrik Theodor Storms kommen nicht zu kurz. Aus seinen Werken werden beispielsweise bei einer nĂ€chtlichen Fackelwanderung vorgetragen.

WĂ€hrend der einwöchigen Erlebnistour entdecken die Reisenden mit fachbiologischer Begleitung einen der letzten ursprĂŒnglichen NaturrĂ€ume in Europa auf sanft mobile Weise - bei Wanderungen durch unterschiedliche Wattlandschaften oder auch bei einer Fahrradtour auf der Insel Pellworm. Abwechslungsreiche Landschaftsformen, Priele, Salzwiesen, DĂŒnen, Inseln und Halligen; unzĂ€hlige Lebewesen im Schlick und rund eine Million Brutvögel zeichnen diesen faszinierenden Lebensraum an an der deutschen, dĂ€nischen und niederlĂ€ndischen NordseekĂŒste aus . Auf der Reise tauchen die Teilnehmer in die besondere Welt des Wattenmeeres ein und werden mit unvergesslichen Naturschauspielen vertraut. Krebse, Schnecken, Muscheln, Austernfischer, RingelgĂ€nse, Knutts und viele andere Vögel stehen zum „Fotoshooting“ bereit.

Die Reise wird an ausgewĂ€hlten Terminen durchgefĂŒhrt und ist zum Preis ab 990 Euro bei ONE WORLD Reisen mit Sinnen buchbar.

Sonntag Aktuell zeichnete den Veranstalter auf der diesjĂ€hrigen Stuttgarter Touristikmesse CMT fĂŒr diese Reise zum sechsten Mal mit dem begehrten Reisepreis der Zeitung aus.
 
 

Tierische Filmstars: Tigerfamilie tapst in Kamerafalle
© WWF Indonesien
 
Tierische Filmstars: Tigerfamilie tapst in Kamerafalle
WWF-Kamerafalle auf Sumatra filmt Tigerin mit Nachwuchs.
Nur noch 400 Sumatra-Tiger in freier Wildbahn.

Frankfurt - Eine Kamerafalle der Umweltschutzorganisation WWF, installiert in der Region Riau auf der Insel Sumatra, lieferte spektakulĂ€re und weltweit bisher einmalige Aufnahmen einer Tigerin mit zwei Jungtieren. Die neugierigen Raubkatzen legten auf ihrer Tour durch den Dschungel sogar einen kurzen Stopp ein, um die Kamera ausgiebig zu beschnĂŒffeln. Nur wenige Wochen zuvor hatte eine Ă€hnliche Kamerafalle einen mĂ€nnlichen Tiger im Wildtier-Korridor zwischen den Schutzgebieten Bukit Tigapuluh und Rimbang Baling aufgezeichnet. Nach WWF-Informationen gibt es nur noch rund 400 Sumatratiger in der Wildnis. Diese letzten Rest-Populationen seien durch Wilderei und Lebensraumverlust bedroht.

„Besonders die Tigerfamilie auf den Videoaufnahmen macht uns Sorge. Die Zukunft der beiden Jungtiere ist mehr als ungewiss“, sagt WWF-Tigerexperte Volker Homes. Das Streifgebiet der Tigerin – und damit die Kinderstube ihres Nachwuchses – sei akut vom Zugriff internationaler Papier- und Zellstoffkonzerne, neu entstehender Ölpalm-Plantagen und illegalem Holzeinschlag bedroht. „Bald werden die Jungtiere ihre Mutter verlassen und sich eigene Reviere suchen. Aber wohin sollen sie gehen? Tiger-Lebensraum wird durch die Eingriffe des Menschen immer kleiner und zerstĂŒckelter“, warnt Volker Homes.

Um die seltenen Großkatzen besser schĂŒtzen zu können und Mensch-Tiger-Konflikte zu vermeiden, benötigt der WWF genauste Informationen ĂŒber BestandsgrĂ¶ĂŸe, Territorien, Beutetierpopulationen und Wanderrouten. Infrarotgesteuerte Kamerafallen, die durch KörperwĂ€rme aktiviert werden, sind daher eines der wichtigsten Werkzeuge, um in unwĂ€gbarem GelĂ€nde Tiger zu beobachten. Dank detailreicher Aufnahmen können sogar einzelne Individuen identifiziert werden. Auch potentielle Beutetiere der Tiger, wie Wildschweine oder Tapire, wurden von der Kamera aufgezeichnet.

Hintergrund: „Jahr des Tigers” Am 14. Februar 2010 beginnt nach dem chinesischen Kalender das „Jahr des Tigers“. Menschen, die in einem Tiger-Jahr geboren sind, werden Charaktereigenschaften wie Mut, Selbstbewusstsein und Tapferkeit zugeschrieben. Der Tiger wird davon zukĂŒnftig eine Menge aufbieten mĂŒssen. Viele Unterarten sind derart bedroht, dass sie das nĂ€chste „Jahr des Tigers“ in 12 Jahren womöglich nicht erleben werden. Weltweit gibt es nur noch rund 3200 Tiger in der Wildnis. Deshalb widmet der WWF dem Tiger 2010 eine weltweite Kampagne. Die Umweltschutzorganisation hat sich das Ziel gesetzt, die Bestandszahl des Tigers in seinen wichtigsten Verbreitungsregionen bis zum nĂ€chsten „Jahr des Tigers“ 2022 zu verdoppeln.
 
 



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