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Mittwoch, 21. August 2019
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Verschiedenes

 
Viele Wildbienen schw├Ąrmen zur Zeit auf Freiburgs Spielpl├Ątzen
Umweltschutzamt appelliert: Bitte nicht auf Nester treten
├ťber den Freiburger Sandk├Ąsten herrscht zur Zeit reger
Flugbetrieb. Zahlreiche M├Ąnnchen der so genannten Efeu-
Seidenbiene (Colletes hederae) sind geschl├╝pft und
schw├Ąrmen summend, paarungsbereit bevorzugt in und auf
Sandfl├Ąchen.

Nach Auskunft des Umweltschutzamtes stellen die
friedfertigen Efeu-Seidenbienen f├╝r spielende Kinder keine
richtige Gefahr dar. Stechen k├Ânnen sowieso nur die im Sand
lebenden Weibchen und sie tun dies auch nur zu ihrer
Verteidigung. Und die Stiche und das Gift sind jedoch viel
schw├Ącher als die der Wespen und Honigbienen. Deshalb der
Appell an die begleitenden Erwachsenen, darauf zu achten,
dass die Kinder nicht auf die Nester der Wildbienen treten.
Am besten ist es, einen anderen Sandplatz zu suchen, damit
die Kinder sorgenlos schaufeln und buddeln k├Ânnen und sich
die Bienen ungest├Ârt um ihren Nachwuchs k├╝mmern k├Ânnen.

Die Efeu-Seidenbiene lebt nicht wie ihre Verwandten als
Bienenvolk, sondern einzeln. Gro├če Bienenkolonien
entstehen nur, wenn die Wildbienen ihre Brutst├Ątten f├╝r
Menschen nicht sichtbar in den Sand anlegen. Und deshalb
sind sie erst jetzt im Sp├Ątsommer durch den so genannten
Hochzeitsflug der M├Ąnnchen zu lokalisieren.

Die Wildbienen legen ihre Brutkammern in selbst gegrabenen
G├Ąngen tief im Boden an. Jedes Weibchen versorgt ein
kleines Nest mit bis zu zw├Âlf Brutzellen, die mit einer seidigen
Membran ausgekleidet werden. Da im Moment der Efeu bl├╝ht,
sammeln die nach ihm benannten Bienen den Pollen und
bringen ihn in die im Sand versteckten Brutkammern als
Nahrungsdepot f├╝r die Larven ein.

Wie alle heimischen Wildbienen sind auch die Efeu-
Seidenbienen gesetzlich besonders gesch├╝tzt und ihre
Bodennester d├╝rfen nicht zerst├Ârt werden.

Kinderg├Ąrten werden deshalb gebeten, ihre Sandk├Ąsten, in
denen sich die Nester der Wildbienen befinden, bis Mitte
Oktober nicht zu benutzen, um die Aufzucht und den sp├Ąteren
Ausflug der jungen Wildbienen zu erm├Âglichen. Zum Schutz
der Brutst├Ątten vor Trittsch├Ąden auf ├Âffentlichen
Kinderspielpl├Ątzen sperrt das Garten- und Tiefbauamt gro├če
Nestbereiche ab und informiert auf Schildern ├╝ber die
gesch├╝tzten Bienenart.

Da sich in den vergangenen Jahren die Efeu-Seidenbienen in
Freiburg stark ausgebreitet haben, bitten wir, Brutst├Ątten an
das Umweltschutzamt, Telefonnummer: 201-6125,
Friedhelm Fischer, oder per E-Mail unter
umweltschutzamt@stadt.freiburg.de zu melden. Die Experten
stehen f├╝r Fragen gerne zur Verf├╝gung.
 
 

 
ÔÇ×St. GabrielÔÇť ist hei├č auf Sonnenenergie
D├Ącher des st├Ądtischen Betriebshofs werden zur
Stromproduktion genutzt

Oberb├╝rgermeister Salomon nimmt zweitgr├Â├čte
Freiburger Photovoltaik-Anlage in Betrieb

Etwa vier Prozent des in Freiburg verbrauchten Stroms
werden derzeit aus erneuerbaren Quellen wie Sonne, Wind
und Biomasse erzeugt. Darunter weist der Solarstrom die
gr├Â├čten Wachstumsraten auf. Gro├če ├Âffentliche Geb├Ąude wie
die Hallen der Messe Freiburg, das VAG-Zentrum, das
badenova-Stadion oder die Richard-Fehrenbach-
Gewerbeschule tragen bereits Solarmodule auf ihren
D├Ąchern.

Als neuestes ÔÇ×SonnenkraftwerkÔÇť wird der st├Ądtische
Betriebshof St. Gabriel heute offiziell eingeweiht. Die dort
installierte Photovoltaikanlage wurde in Zusammenarbeit mit
dem regionalen Energieversorger badenova konzipiert. Sie
entwickelt eine Nenn-Spitzenleistung von 365 Kilowatt und ist
damit nach der Messe Freiburg mit 440 Kilowatt zusammen
mit der Anlage auf dem Sch├╝tzenallee-/B31-Tunnel mit
ebenfalls 365 Kilowatt die zweitgr├Â├čte Anlage in Freiburg und
die drittgr├Â├čte im Netzgebiet der badenova.

Bei der offiziellen Inbetriebnahme zeigten sich
Oberb├╝rgermeister Dieter Salomon und
Umweltb├╝rgermeisterin Gerdas Stuchlik heute zufrieden mit
der Freiburger Solarbilanz. ÔÇ×Derzeit produzieren etwa 150.000
Quadratmeter Solarzellen in der Stadt j├Ąhrlich rund 14
Millionen Kilowattstunden elektrische Energie und 16.000
Quadratmeter Sonnenkollektoren erzeugen W├Ąrmeenergie.
Das ist doppelt soviel wie noch vor drei Jahren und ein
wichtiger Baustein unseres Klimaschutzkonzeptes, um die
Kohlendioxid-Emissionen in Freiburg bis zum Jahr 2030 um
mindestens 40 Prozent zu verringernÔÇť, so Salomon.

Seit zw├Âlf Jahren sind auf dem zentralen Betriebshof an der
Hermann-Mitsch-Stra├če die Abfallwirtschaft und
Stadtreinigung Freiburg (ASF) sowie die technische Abteilung
des Garten- und Tiefbauamts untergebracht. Etwa 100
Fahrzeuge parken dort in Hallen, deren Dachfl├Ąchen sich zur
solaren Stromerzeugung anbieten. Nachdem der
Grundst├╝ckseigent├╝mer dem Projekt zugestimmt hatte,
konnte die Anlage in knapp zwei Monaten installiert werden.
Sie umfasst 1.590 Photovoltaikmodule mit insgesamt 2.644,5
Quadratmetern Kollektorfl├Ąche. Ihre Leistung entspricht dem
Strombedarf von rund 105 privaten Zweipersonenhaushalten
mit jeweils 3.500 Kilowattstunden j├Ąhrlichem Verbrauch. Eine
Anzeigetafel im Foyer des ASF-Verwaltungsgeb├Ąudes
informiert tagesaktuell ├╝ber die Leistung des Solarkraftwerks
und die produzierte Strommenge. Betreiber der Anlage ist die
ASF Solar GmbH & Co. KG mit den Gesellschaftern
badenova und ASF GmbH.
 
 

Aktives Wochenende beim fesa e.V.
fesa-Team und G├Ąste vor Solar-Wind-Haus
 
Aktives Wochenende beim fesa e.V.
Exkursion zu Kleinwindanlagenexperten nach St. Georgen und Aktionsstand beim Energietag Baden-W├╝rttemberg

Freiburg, 27.09.2010: Die Sommerpause ist endg├╝ltig vorbei und der Herbst n├Ąhert sich mit Riesenschritten. Der fesa e.V. startete mit einem aktiven Wochenende in die windige Jahreszeit. Am Freitag, den 24.09.2010 lud er Mitglieder und Interessierte zu einer Exkursion nach St. Georgen im Schwarzwald zum Kleinwindkraftexperten G├╝nther Hacker ein. Am Samstag, den 25.09.2010 war der fesa e.V. mit einem Stand beim Energietag Baden-W├╝rttemberg vertreten.

Am vergangenen Freitag reisten 25 Windkraft-Interessierte mit dem fesa e.V. nach St. Georgen um sich bei dem Solar-Wind-Team Hacker in der "kleinsten Windrad-Fabrik Europas" ├╝ber den Stand der Technik von Kleinwindanlagen zu informieren. Dabei handelt es sich um Windr├Ąder mit einem Durchmesser von 60 Zentimetern bis zu zwei Metern, die auf dem Dach oder auf einem zehn Meter hohen Mast im Garten betrieben werden. Die maximalen Leistungen liegen zwischen 100 und 900 Watt. Das Interesse ist derzeit enorm an diesen Anlagen, da sie gerade auch f├╝r Eigent├╝mer von Solaranlagen eine ausgezeichnete Erg├Ąnzung darstellen k├Ânnen. Jedoch gibt es eine Unmenge unterschiedlicher Modelle, die f├╝r sehr unterschiedliche Bedingungen ausgelegt sind. Die fesa-Mitglieder und -Freunde erlebten im Hacker'schen Wintergarten im Schnelldurchlauf die spannende Entstehungsgeschichte der jetzigen GmbH und erhielten viele wertvolle Tipps, worauf bei Kauf und Installation von Solar- und Kleinwindanlagen geachtet werden sollte. Danach gab es noch eine F├╝hrung durch die Werkst├Ątten, in denen die Anlagen zusammengebaut werden. Seinen Pioniergeist und Idealismus hat G├╝nther Hacker nie verloren, das merkt man schnell. Stets steht bei seinen Empfehlungen im Vordergrund, welchen Nutzen der Windradbetreiber oder -interessent davon hat.

Unter dem Motto ÔÇ×Zukunft in Freiburg erleben ÔÇô wir erzeugen EnergieÔÇť waren dann am Samstag, den 25.10.2010 alle Freiburger B├╝rgerinnen und B├╝rger eingeladen, sich ├╝ber die Themen Energiesparen und Energieproduktion zu informieren und aktiv zu beteiligen. Im Rahmen des Energietags Baden-W├╝rttemberg gestaltete der fesa e.V. zusammen mit dem Agenda 21-B├╝ro Freiburg, der badenova W├Ąrmeplus GmbH & Co. KG, Ecotrinova e.V., der Initiative Gartencoop Freiburg, der Anti-Atom-Gruppe Freiburg und dem Klimab├╝ndnis Freiburg einen bunten Markplatz. Der fesa e.V. stellte das Projekt ÔÇ×Klimaschutz zum AnfassenÔÇť vor, bei dem Kinder anhand von Gegenst├Ąnden, wie Energiesparlampen oder der Regiokarte lernen, womit sie Energie sparen und das Klima sch├╝tzen k├Ânnen. Das neu erworbene Wissen konnten die Kinder anschlie├čend mit einem Klima-Quiz testen. Dabei gab es hochwertige Preise zu gewinnen, wie das Photovoltaik-Spiel ÔÇ×Der blaue KristallÔÇť. Auch f├╝r die Erwachsenen lag ein Quiz bereit. Hier winkte als Preis ein Jahresabo der Zeitschrift ÔÇ×SolarRegionÔÇť.
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Autor: Karin Jehle

 
Gr├╝ne D├Ącher sind mehr als nur gestalterische Komponente
Kongress zur Dachbegr├╝nung in Gerona
Helmut Kern als Gastredner

Einen interessanten Einblick in die Karlsruher Gr├╝nfl├Ąchenplanung gab Helmut Kern, Leiter des st├Ądtischen Gartenbauamts, letzte Woche auf dem Dachbegr├╝nungskongress im spanischen Gerona. Die j├Ąhrliche Fachtagung besch├Ąftigt sich mit Aspekten der biologischen Vielfalt, klimabestimmten Artenauswahl und mit sparsamen Bew├Ąsserungstechniken. Kern stellte als Gastredner den rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern das nachhaltige Konzept vor, mit dem in der F├Ącherstadt ein gr├╝nes Stadtbild geschaffen wurde, das nicht nur ausschlie├člich der Erholung seiner B├╝rgerinnen und B├╝rger dient. So bilden in Karlsruhe die 1000 Hektar ├Âffentlichen Gr├╝nfl├Ąchen und die zusammen 350 Hektar gro├čen Kleing├Ąrten mit begr├╝nten Pl├Ątzen und Alleen ein Gr├╝nsystem, das auch eine ├Âkologische Funktion erf├╝llt. Die st├Ądtische Bebauungsplanung unterst├╝tzt dieses Konzept, indem sie unter anderem versucht, Eingriffe in die Natur und Landschaft durch eine Begr├╝nung von D├Ąchern auszugleichen. ÔÇ×Das ECE-Center am Ettlinger Tor, die Friedrich-List-Schule oder aber das neue Quartier S├╝dstadt-Ost sind Beispiele f├╝r eine solche Vorgehensweise. Hier wurden Gr├╝nfl├Ąchen, die durch die Versiegelung des Bodens verschwunden sind, mit einer Begr├╝nung der D├Ącher ausgeglichen ÔÇť, erkl├Ąrte Kern.

Begleitet wurde Kern auf den Kongress vom Dachbegr├╝nungsexperten Hans Seeger. Der Karlsruher ist Verbandsrepr├Ąsentant der International Green Roof Association (IGRA) und referierte ├╝ber die Grundlagen von deutschen Dachbegr├╝nungstechniken, etwa die Art der Bew├Ąsserung oder die Wahl der richtigen Substratschicht. Die deutschen Standards und Erfahrungswerte sind gr├Â├čtenteils auch nach Spanien ├╝bertragbar. ÔÇ×Lediglich bei der Wahl der Pflanzen gibt es, klimatisch bedingt, gro├če UnterschiedeÔÇť, erl├Ąuterte Kern. Sollte der Klimawandel aber weiter fortschreiten, werde man wohl auch demn├Ąchst auf deutschen D├Ąchern verst├Ąrkt eine mediterrane Vegetation anpflanzen.

Kern und Seeger nahmen von dem Kongress den Eindruck mit, dass auch in Spanien Konzepte immer mehr an Bedeutung gewinnen, bei denen Dachbegr├╝nungen ein Baustein einer ganzheitlichen Stadtplanung sind. Das Bepflanzen von D├Ąchern sei, so Kern, in Spanien nicht mehr nur eine gestalterische Komponente, sondern ein wichtiger Beitrag f├╝r den Umweltschutz. Spanische Fachbetriebe h├Ątten deutsche Ideen und Standards ├╝bernommen und dabei an ihre Bed├╝rfnisse angepasst. So werde etwa wegen der Wasserknappheit deutlich mehr Brauchwasser zur Bew├Ąsserung des Dachgr├╝ns verwendet als in Deutschland. Einig war man sich, den bilateralen Austausch fortsetzen. Eine Delegation der Fakult├Ąt f├╝r Architektur der Universit├Ąt Gerona plant f├╝r den kommenden Sommer eine Exkursion nach Karlsruhe, um sich ├╝ber aktuelle Dachbegr├╝nungsprojekte und die Gr├╝nfl├Ąchengestaltung in der F├Ącherstadt zu informieren.
 
 

Hohe See unter Schutz
Pottwal. ┬ę Brian J. Skerry / National Geographic Stock / WWF
 
Hohe See unter Schutz
Hamburg - Erfolg bei der Ausweisung von Schutzgebieten, Entt├Ąuschung hinsichtlich Tiefseebohrungen ÔÇô der WWF zieht eine gemischte Bilanz aus dem Umweltministertreffen der Nordostatlantikstaaten(OSPAR-Abkommen). Dort wurden sechs neue Schutzgebiete in internationalen Gew├Ąssern ausgewiesen ÔÇô ein absolutes Novum. Daher verleiht die internationale Umweltorganisation ihre h├Âchste Anerkennung ÔÇ×Geschenk an die ErdeÔÇť (Gift to the Earth), gleich zweimal: An die OSPAR-Kommission zum Schutz der Meeresumwelt im Nordostatlantik sowie an das Sekretariat des Abkommens zum Schutz des S├╝dpolarmeeres (CCAMLR). Beide Abkommen und ihre Vertragsstaaten hatten in diesem Jahr Meilensteine bei der Einrichtung von Schutzgebieten auf Hoher See gesetzt. Entt├Ąuscht zeigt sich der WWF indes dar├╝ber, dass die Teilnehmer keine bindenden Beschl├╝sse zu Tiefseebohrungen gefasst haben.

Die Umweltminister der 15 Vertragsstaaten des OSPAR-Abkommens beschlossen die Ausweisung von sechs Hohe-See-Schutzgebieten mit einer Fl├Ąche von rund 290.000 Quadratkilometern, darunter zwei gro├čen Abschnitten des Mittelatlantischen R├╝ckens und vier Seebergen - inklusive Ma├čnahmen f├╝r deren Management. Die Ausweisung des Gebiets um den n├Ârdlich gelegenen Charlie-Gibbs-Graben mit weiteren 160.000 Quadratkilometern, in dem Island den Meeresboden f├╝r sich reklamiert, soll bis 2012 erfolgen.

In f├╝nf der sechs Schutzgebiete auf Hoher See ist bereits jetzt der Einsatz sch├Ądlicher Bodenschleppnetze verboten, um Korallenriffe und Schwammb├Ąnke der Tiefsee zu sch├╝tzen. Der WWF fordert, dort auch die Ausbeutung von Bodensch├Ątzen zu unterlassen da diese das marine Leben in den dar├╝ber liegenden Wasserschichten beeintr├Ąchtigen. Die unterseeische Bergkette des Mittelatlantischen R├╝ckens mit Gipfeln bis zu 3.500 Metern ├╝ber dem Meeresboden und Schluchten von bis zu 4.500 Metern Tiefe gilt als artenreicher Lebensraum. ÔÇ×Wale, Haie und Knochenfische finden an den Seebergen reichlich Nahrung und gute Bedingungen zur Fortpflanzung ÔÇô jetzt erhalten sie endlich den n├Âtigen SchutzÔÇť, erl├Ąutert Stephan Lutter, Meeresschutzexperte des WWF.

Im Rahmen des CCAMLR-Abkommens f├╝r das S├╝dpolarmeer wurde wenige Monate zuvor das weltweit erste Hohe-See-Schutzgebiet bei den S├╝dlichen Orkney-Inseln mit einer Gr├Â├če von 94.000 Quadratkilometer ausgewiesen und zur fischereifreien Zone erkl├Ąrt. Zus├Ątzlich verpflichteten sich die 34 Vertragsparteien, bis 2012 ein Netzwerk von Schutzgebieten im S├╝dpolarmeer einzurichten. ÔÇ×Das S├╝dpolarmeer mag auf den ersten Blick auf uns kalt und unwirtlich wirken, es handelt sich aber um eines der produktivsten und artenreichsten ├ľkosysteme der OzeaneÔÇť, so Lutter weiter.

Der WWF entwickelt nun weitere Vorschl├Ąge f├╝r Hohe-See-Schutzgebiete in anderen Meeresregionen und hofft, dass die j├╝ngsten Beispiele Schule machen. Bislang stand weltweit erst knapp ein halbes Prozent der Ozeane unter Schutz - die Schutzgebiete finden sich jedoch nahezu ausschlie├člich in den k├╝stennahen Gew├Ąssern.
 
 

Buchtipp: Katrin Eppler ┬╗Vegetarisch kochen ÔÇô t├╝rkisch┬ź
 
Buchtipp: Katrin Eppler ┬╗Vegetarisch kochen ÔÇô t├╝rkisch┬ź
Mediterrane und orientalische K├Âstlichkeiten: Wer bei t├╝rkischem Essen nur an D├Âner denkt, hat in seinem kulinarischen Leben bisher viel verpasst. Katrin Eppler zeigt in ihrem Buch ┬╗Vegetarisch kochen ÔÇô t├╝rkisch┬ź, erschienen im pala-verlag, mit ├╝ber 100 vegetarischen Rezepten, dass die t├╝rkische K├╝che zu Recht als eine der raffiniertesten K├╝chen der Welt gilt.
Die geografische Lage zwischen Mittelmeer und Schwarzem Meer, die Einfl├╝sse vieler Kulturen und das reiche Angebot an Obst und Gem├╝se haben in der T├╝rkei ├╝ber die Jahrhunderte vielf├Ąltige Kochtraditionen entstehen lassen.

Die Autorin informiert ├╝ber Land und Leute und stellt in einer ausf├╝hrlichen Warenkunde typische Zutaten vor. Frisches Gem├╝se, sonnengereifte Fr├╝chte, Getreide, Bohnen oder Linsen sind die Basis der ausgew├Ąhlten Gerichte. Wenige weitere Zutaten wie Joghurt, Oliven├Âl, Minze oder Kreuzk├╝mmel gen├╝gen, um daraus k├Âstliche Salate, verf├╝hrerische Vorspeisen, leichte Suppen oder raffiniert gef├╝llte Pasteten zuzubereiten. Auch fruchtige Nachspeisen oder s├╝├čes Geb├Ąck gelingen nach diesen Rezepten leicht und sorgen f├╝r h├Âchste Gaumenfreuden.

Das Buch zeigt: T├╝rkische Gerichte schmecken mal mediterran, mal orientalisch, aber immer k├Âstlich!

pala-verlag, Darmstadt 2010, 180 Seiten, EUR 14,00
ISBN: 978-3-89566-271-3
 
 

Windstrom f├╝r jedermann
G├╝nther Hacker mit Prototyp
 
Windstrom f├╝r jedermann
Der fesa e.V. l├Ądt ein zur Exkursion nach St. Georgen

Freiburg, 15.09.2010: Bei Windkraftanlagen denken viele zun├Ąchst an gewaltige Rotoren, die sich auf Berggipfeln oder auf hoher Seedrehen. Doch der Markt f├╝r Kleinwindanlagen auf dem eigenen Dach w├Ąchst. Passend zur windigen Jahreszeit organisiert der fesa e.V. daher am 24.09.2010 eine Exkursion nach St. Georgen im Schwarzwald zum Kleinwindkraftexperten G├╝nther Hacker.

Die Idee des St. Georgener Lehrers G├╝nther Hacker war schl├╝ssig: W├Ąhrend die Familie im Sommer auf eine Photovoltaikanlage setzte, sollte im Winter ein Kleinwindrad Strom erzeugen. Das einzige Problem: Es gab bislang kein technisch ausgereiftes Windrad. Drei Jahre, einige Fehlschl├Ąge und zahlreiche Windkanal- und Freilandtests sp├Ąter war es dann so weit: 2003 brachten G├╝nther Hacker und seine Firma Solar-Wind-Team GmbH ein Kleinwindrad auf den Markt, das speziell auf Schwachwindgebiete und Wohngegenden abgestimmt ist. Denn das Miniwindrad bewegt sich bereits bei einer leichten Brise und ist dabei extrem leise. Der Windrad-Entwickler war von seinem Produkt so ├╝berzeugt, dass er den Lehrerberuf aufgab, um sich ausschlie├člich der Wind- und Solarenergietechnik zu widmen. Das Flip 150, sein Nachfolger Flip 500 und die 1-kW-LAKOTA sind mittlerweile international im Einsatz.

Beim fesa-Event am 24. September wird G├╝nther Hacker seine Anlagen Windkraftinteressierten und Energiesparern pr├Ąsentieren. Das Solar-Wind-Team wurde bereits mit vier Umweltpreisen ausgezeichnet. Hackers Windr├Ąder sind robust und unkompliziert ÔÇô keine Selbstverst├Ąndlichkeit auf einem Markt, der mit Produkten ├╝berschwemmt wird, die leider nicht alle halten, was die Hersteller versprechen.

F├╝r das fesa-Event stehen 25 Teilnehmerpl├Ątze zur Verf├╝gung. Anmeldungen sind bis zum 22. September m├Âglich.

F├╝r weitere Informationen
Karin Jehle, Chefredakteurin fesa e.V. Telefon 07 61 ÔÇô 40 73 61 jehle@fesa.de

Der fesa e.V. ist ein gemeinn├╝tziger Verein, der sich seit 1993 erfolgreich f├╝r den Ausbau der Erneuerbaren Energien und f├╝r die Energiewende in der Region Freiburg engagiert. Mit unserer Arbeit sensibilisieren wir die Menschen f├╝r Erneuerbare Energien und Ener-gieeffizienz, schlagen mit innovativen Projekten neue Wege ein und schaffen ├╝ber unser Netzwerk wichtige Kontakte zu Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Verb├Ąnden.

├ťber unsere Zeitschrift "SolarRegion", Veranstaltungen und Newsletter informieren wir aktuell ├╝ber Themen aus den Bereichen Wind-, Solar- und Bioenergie, Geothermie sowie Energieeffizienz.
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Skandal├Âse Vorentscheidung
AKW Laufzeitverl├Ąngerung
 
Skandal├Âse Vorentscheidung
Die schwarz-gelbe Atomkoalition hat am 5.9.2010 die W├╝nsche der Atomkonzerne EnBW, RWE, Vattenfall und E.ON erf├╝llt und sich auf eine Verl├Ąngerung der Gefahrzeiten f├╝r die deutschen Atomkraftwerke verst├Ąndigt.

Die Bundesregierung verl├Ąngert die Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke um durchschnittlich 12 Jahre. Bleibt es bei dieser skandal├Âsen Entscheidung, dann geht das letzte deutsche AKW fr├╝hestens 2040 vom Netz. Es ist zu erwarten, dass die AKW noch l├Ąnger betrieben und dies nach dem Prinzip der Salamitaktik durchgesetzt werden soll.

Die Entscheidung bedeutet mehr Atomm├╝llproduktion, mehr Kinderkrebs in der Umgebung von Atomkraftwerken und insbesondere mehr atomares Risiko durch ├╝beralterte Atomanlagen. Es bedeutet aber auch satte Profite f├╝r die Atomkonzerne auf Kosten der Allgemeinheit.

Alternde, laufzeitverl├Ąngerte AKW vergr├Â├čern die Unfallgefahr.
Durch den Dauerbeschuss mit Neutronen aus der Kernspaltung, extrem hohe Temperaturen und Temperaturunterschiede, mechanische Belastung und Korrosion altern die einzelnen Bauteile der Atomkraftwerke, das Risiko eines Unfalls durch Materialerm├╝dung steigt. Zwar werden immer wieder alte Reaktoren mit neuer Technologie nachger├╝stet, doch die Kombination aus alter Technik des letzten Jahrhunderts und neuer Technik birgt bisher unbekannte Probleme und Risiken. W├Ąhrend W├Ąrmetauscher, Reaktordeckel, Rohrst├╝cke und andere Teile unter teilweise immensen Kosten und Risiken f├╝r die AKW-Arbeitnehmer (und insbesondere f├╝r die Leiharbeiter) ausgetauscht werden k├Ânnen, kann das am st├Ąrksten von der Neutronenstrahlung belastete Reaktordruckgef├Ą├č nicht ausgetauscht werden. Haarrisse wachsen und der Stahl wird spr├Âde und korridiert. Grosse Risse im Reaktordruckgef├Ą├č oder ein Abriss der Hauptk├╝hlmittelleitung f├╝hren zwangsl├Ąufig zum GAU, zum gr├Â├čten anzunehmenden Unfall mit verheerenden Folgen.

Der riskante Betrieb von Atomkraftwerken funktioniert nur in L├Ąndern, in denen die politisch Verantwortlichen nicht damit rechnen m├╝ssen, im Falle eines schweren Unfalls zur Rechenschaft gezogen zu werden.

Axel Mayer / BUND-Gesch├Ąftsf├╝hrer
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