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Freitag, 17. August 2018
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Verschiedenes

 
Wasserentnahme aus Freiburgs Gewässern verboten
Grund: anhaltende Trockenheit

Grundsätzlich kann man Wasser aus öffentlichen oberirdischen
Gewässern in geringen Mengen entnehmen, um beispielsweise
die Pflanzen in Gärten zu gießen. Bei niedrigen Pegelständen ist
die Entnahme von Wasser jedoch verboten, um die nat√ľrlichen
Lebensvorgänge in und an den Gewässern nicht zu gefährden.
Darauf weist das städtische Umweltschutzamt hin.

Ausschlaggebend daf√ľr ist der Pegel der Dreisam in Ebnet.
Sobald dort ein Stand von 28 Zentimetern unterschritten wird,
f√ľhren auch die anderen Gew√§sser in Freiburg wenig Wasser.
Dann ist die Entnahme von Wasser verboten. Wer jetzt Gärten
und Gr√ľnfl√§chen gie√üen will, muss daher die √∂ffentliche
Wasserversorgung oder Zisternen und Regenwasserfässer
nutzen.

Wie bereits im letzten Jahr kann ein extrem niedriger Pegelstand
bereits im Fr√ľhjahr auftreten. Das Verbot der Wasserentnahme
bei einem Pegelstand der Dreisam in Ebnet unter
28 Zentimetern gilt daher das ganze Jahr.

Wie hoch der aktuelle Pegelstand der Dreisam gerade ist,
kann jederzeit telefonisch unter der Nummer: 65049 erfragt
werden.
 
 

 
Warnung vorm Baden im Dietenbachsee
Das städtische Umweltschutzamt meldet gerade, dass es vom
staatlichen Gesundheitsamt Hinweise erhalten hat, dass Badende
im Dietenbachsee vermehrt Hautausschläge bekommen haben.
Vermutlich ist dies auf Zerkarien zur√ľckzuf√ľhren, das sind kleine
Parasiten, die eigentlich Enten befallen und die an allen
Baggerseen vorkommen. Gehäuft ist dies aber im Moment am
Dietenbachsee aufgetreten. Das Umweltschutzamt rät Menschen
mit empfindlicher Haut, nicht im Dietenbachsee zu baden.
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"Kommunen im Land sind auf Klimakurs."
Kommunen aus der Region erhalten rund 87.000 Euro aus neuem Programm des Umweltministeriums zur Förderung moderner Straßenbeleuchtung

Umweltministerin Tanja Gönner: "Kommunen im Land sind auf Klimakurs."

Jährlich können durch moderne Straßenbeleuchtung 50 Millionen Euro eingespart werden.

Das vom Umweltministerium zu Beginn des Jahres aufgelegte neue Programm zur F√∂rderung energiesparender Stra√üenbeleuchtung ist auf eine unerwartet gro√üe Resonanz gesto√üen. "Das Programm ist kr√§ftig eingeschlagen. Die St√§dte und Gemeinden im Land sind auf Klimakurs", erkl√§rte Umweltministerin Tanja G√∂nner am 11. August 2009 in Sigmaringen. 378 F√∂rderantr√§ge seien von 348 St√§dten und Gemeinden eingereicht worden. Damit wolle etwa jede dritte Kommune im Land die Chance ergreifen, die Stra√üenbeleuchtung auf einen modernen Stand zu bringen. "Das spart Energie und Kosten und leistet gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz", so G√∂nner. Das im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes entwickelte F√∂rderprogramm ist mit einer Million Euro ausgestattet. Davon flie√üen rund 87.000 Euro in die Region S√ľdlicher Oberrhein (Landkreis Emmendingen: Emmendingen, Malterdingen, Sexau; Landkreis Freiburg, Freiburg; Ortenaukreis: Kehl). 63 F√∂rderbescheide w√ľrden in den n√§chsten Tagen verschickt.

St√§dte und Gemeinden, die zun√§chst noch leer ausgingen, k√∂nnten noch weiter auf einen Landeszuschuss hoffen, so Umweltministerin G√∂nner. "Wir sind von der Vielzahl von Antr√§gen und guter Konzepte √ľberrannt worden und suchen deshalb nach M√∂glichkeiten, die F√∂rdermittel aufzustocken." Daf√ľr w√ľrden interne Umschichtungen aus dem laufenden Etat des Umweltministeriums ins Auge gefasst. So werde gepr√ľft, ob noch Gelder aus dem Konjunkturprogramm des Landes √ľbrig sind, die umgewidmet werden k√∂nnten. "Mit der F√∂rderung moderner Stra√üenbeleuchtungskonzepte werden Zukunftsinvestitionen unterst√ľtzt, die grunds√§tzlich mit der Zielsetzung der angesto√üenen Programme √ľbereinstimmen. Gelder aus den Konjunkturprogrammen, die nicht abflie√üen, weil die Planungen noch nicht weit genug fortgeschritten sind, k√∂nnten so sinnvoll angelegt werden." Nach einer Untersuchung des ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. sei jede dritte Stra√üenlaterne im Land veraltet und habe deshalb einen zu hohen Energieverbrauch. Um landesweit √ľber 300 Millionen Kilowattstunden lie√üe sich der Energieverbrauch durch moderne Beleuchtungstechnik wie Leuchtdioden (LED), Natriumdampfhochdruck-Lampen oder neue Halogenmetalldampf-Lampen senken. "Das w√ľrde j√§hrlich rund 50 Millionen Euro weniger Energiekosten bedeuten", so Umweltministerin G√∂nner. Gleichzeitig w√ľrde der Kohlendioxidaussto√ü um etwa 200.000 Tonnen pro Jahr verringert.

Mit dem neuen F√∂rderprogramm werde ein Impuls f√ľr einen breiten Einzug effizienter Beleuchtungstechniken bei St√§dten und Gemeinden gesetzt, zeigte sich G√∂nner √ľberzeugt. Der Zuschuss orientiert sich an dem √ľber eine Lebensdauer von 15 Jahren verminderten Kohlendioxidaussto√ü und liegt bei 50 Euro pro eingesparter Tonne CO2. "Wir r√ľcken mit dem Programm auch unserem Ziel n√§her, die Energieeffizienz im Land um j√§hrlich zwei Prozent zu steigern", so Umweltministerin G√∂nner.
 
 

 
Umweltschutz unter einem Dach: W√§rmed√§mmung und Nistplatz f√ľr Fassadenbr√ľter
Mauer- und Alpensegler, Mehlschwalben, Sperlinge, aber
auch Buntspechte sind so genannte Fassadenbr√ľter und
ausgezeichnete Architekten. Selbst senkrechte Wände und
dortige Spalten werden zum Nestbau genutzt. Waren es
fr√ľher noch nat√ľrliche Standorte wie Felsvorspr√ľnge und alte
Bäume, haben die Vögel heute vor allem Nistplätze in vom
Menschen geprägten städtischen Lebensräumen wie
Dachvorspr√ľngen, Mauerritzen oder Loggien.

Wer die Vögel nicht kennt, dem sind sie sicher dennoch
schon aufgefallen, wenn vor allem Mauer- und Alpensegler im
Sommer mit ihren gewagten Flugmanövern lautstark um die
Häuser ziehen.

√Ąltere Geb√§ude m√ľssen instandgehalten werden und dazu
gehört auch das Renovieren oder Sanieren von Fassaden.
Von den unterschiedlichsten Fassadenarbeiten ist
wahrscheinlich die Mehlschwalbe am häufigsten betroffen.
Aber auch wenn bei den Renovierungs- und
Dämmungsarbeiten keine Nester aktiv zerstört werden, nimmt
man den Fassadenbr√ľtern doch h√§ufig ihre standorttreuen
Nistplätze.

Wenn eine Hausfassade gedämmt wird, wird normalerweise
jede noch so kleine √Ėffnung als W√§rmeleck erkannt und
abgedichtet; denn mit einer guten Wärmedämmung sparen
Hausbesitzer Kosten und Energie und tragen so aktiv zum
Klimaschutz bei. Beinahe alle profitieren davon, bis auf die
Fassadenbr√ľter, die gerade auf solche Ritzen und Spalten als
Brutplätze angewiesen sind.

Wenn in den wärmeren Monaten des Jahres das Renovieren
oder Sanieren von Häusern Hochkonjunktur hat, bedeutet das
f√ľr viele Fassadenbr√ľter und auch Flederm√§use
Obdachlosigkeit. Besonders fatal, wenn im n√§chsten Fr√ľhjahr
die standorttreuen Tierarten zu ihren Nestern zur√ľckkehren,
um zu br√ľten und ihre Jungen aufzuziehen.

Nicht selten aber f√ľhlen sich die Hausbewohnerinnen und
Hausbewohner durch das Gezwitscher und den ‚ÄěVogeldreck‚Äú
gestört und entfernen deshalb die Nester, in denen sich oft
Jungtiere befinden. Mit dem Entfernen der Nester verstößt
man aber gegen das Naturschutzrecht und kann mit einer
Anzeige und Bußgeld rechnen.

Um den Umweltschutz und den Klimaschutz unter ein Dach
zu bekommen, gibt es Abhilfe: Inzwischen existiert ein breites
Angebot an unterschiedlichen Nisthilfen f√ľr V√∂gel und
Fledermäuse. Die Auswahl reicht von dekorativen Elementen
bis zu unsichtbar hinter Isolierung und Putz verschwindenden
Varianten, nahezu alle Abstufungen sind erhältlich.

Alle, die selber tätig werden wollen und praktische Hinweise
und Informationen f√ľr Nisthilfen ben√∂tigen, k√∂nnen sich direkt
an das städtische Umweltschutzamt unter der
Telefonnummer: 201-6125, Friedhelm Fischer, wenden.
Auch die Umweltverbände BUND und NABU bieten auf ihren
Internetseiten Bauanleitungen f√ľr Nisthilfen an.

Das Ansiedeln von V√∂geln und Flederm√§usen kann n√ľtzlich
sein. Die Tiere verspeisen eine Unmenge an Insekten wie
M√ľcken und Fliegen, die gerade im Sommer gerne die
Hausbewohnerinnen und Hausbewohner plagen oder die sich
als Schädlinge im Garten unbeliebt machen.

Außerdem kann jeder mit einer Nisthilfe ganz bequem
mithelfen, die Artenvielfalt zu erhalten, und sich nebenbei an
den Vögeln und Fledermäusen erfreuen. Dies ermöglicht
auch die einzigartige Chance, die Vögel bei der Balz, der
Aufzucht der Jungen und schlie√ülich deren Fl√ľgge werden
von einem Logenplatz aus zu beobachten.
 
 

Farbreste und Abw√§sser m√ľssen richtig entsorgt werden
Verunreinigter Dorfbach in St. Georgen
 
Farbreste und Abw√§sser m√ľssen richtig entsorgt werden
Kein verschmutztes Wasser in Gullys, Hofabläufe oder
Straßenrinnen

Im schlimmsten Fall f√ľhrt Verunreinigung zu Fischsterben

Ein unerfreuliches Beispiel, das in immer wieder kehrenden
Abst√§nden auftaucht: Eine nicht definierbare farbige Fl√ľssigkeit
verunreinigt ein Gewässer in Freiburg und kann im
schlimmsten Fall zum Ersticken oder Vergiften von Fischen
und anderen Tieren f√ľhren.

In Freiburg gibt es zwei Entwässerungssysteme: das so genannte
Mischsystem, bei dem sämtliche Abwässer, also
Schmutz- und Regenwasser gemeinsam durch ein Rohr zur
Kläranlage nach Forchheim geleitet werden.

Fast die Hälfte der Fläche Freiburgs, wie beispielsweise die
Tuniberggemeinden, Kappel, Littenweiler, Zähringen, Wiehre,
oder St. Georgen wird jedoch im so genannten Trennsystem
entwässert. Hier werden Regen- und Schmutzwasser getrennt
in zwei Rohren abgeleitet. Das Regenwasser wird in
einer separaten Leitung auf k√ľrzestem Wegdirekt in B√§che
und Fl√ľsse eingeleitet. Das Schmutzwasser wird der zentralen
Kläranlage zugeleitet.

Bei Regenfallrohren, Straßenrinnen und -gullys und Hofabläufen
gelangen sämtliche Stoffe, die dort eingebracht werden, in
k√ľrzester Zeit in ein Gew√§sser und k√∂nnen dieses mit Schadstoffen
verunreinigen.

Die B√ľrgerinnen und B√ľrger sollen deshalb grunds√§tzlich kein
Schmutz- oder Abwasser in Gullys, Hofabläufe oder Straßenrinnen
kippen.

Umgang mit Farbresten

Bei der Verwendung von lösemittelfreien Farben in privaten
Haushalten fallen √ľblicherweise Farb- und Reinigungsabwasser
in haushalts√ľblichen Mengen an. Hier d√ľrfen bei der Reinigung
von Pinsel, Farbrolle und Eimer anfallende Farb- und
Reinigungsabw√§sser √ľber die Toilette im Haus entsorgt werden,
die an den Schmutz- oder Mischwasserkanal angeschlossen
ist. Die Entsorgung √ľber Kanalgullys im Freien ist
nicht gestattet, da diese in der Regel alle Abw√§sser ‚Äď dazu
gehört auch Niederschlag - in das nächst angrenzende Gewässer
leiten und dies wiederum zu einer Gewässerverunreinigung
f√ľhrt.

Jegliche verbleibende Farbreste nach Malerarbeiten stellen
schadstoffhaltige Abf√§lle dar und m√ľssen auch von Privathaushalten
ordnungsgem√§√ü entsorgt werden. Bei haushalts√ľblichen
Mengen können diese beim Schadstoffmobil und auf
den Recyclinghöfen kostenlos abgegeben werden.

Bei Verwendung von lösemittelhaltigen Farben und Reiniger
sind die verbrauchten Reinigungsmittel und Farbreste √ľber
das Schadstoffmobil oder die Recyclinghöfe zu entsorgen.

Ob Farben oder Reinigungsmittel lösemittelhaltig oder lösemittelfrei
sind, ist leicht an den Farbbehältern erkennbar.

Malerfachbetriebe d√ľrfen anfallende Farb- und Reinigungsabw√§sser
von lösemittelfreien Farben, beispielsweise durch
Pinselreinigung, Farbrolle oder Eimer nur vorbehandelt in den
Schmutz- und Mischwasserkanal ableiten. Der nach dieser
Vorbehandlung √ľbriggebliebene Schlamm oder Farbreststoff
muss als Abfall ordnungsgem√§√ü zur Schadstoffannahme f√ľr
Gewerbetreibende auf den Recyclinghof St. Gabriel.

Wenn lösemittelhaltige Farben und Reiniger verwendet werden,
m√ľssen die verbrauchten Reinigungsmittel und Farbreste
ebenfalls ordnungsgemäß entsorgt werden. Weitere Informationen
sind auch bei der Handwerkskammer oder Malerund
Lackierer-Innung Freiburg erhältlich.
 
 

Wasser-Fußabdruck: Deutschland verbraucht drei Mal jährlich den Bodensee
© WWF
 
Wasser-Fußabdruck: Deutschland verbraucht drei Mal jährlich den Bodensee
WWF-Studie: Deutscher Wasser-Fußabdruck von 159,5 km³ jährlich.
Wasser-Importe aus Brasilien, Elfenbeink√ľste, Spanien und T√ľrkei.

Frankfurt - Nach einer am Montag ver√∂ffentlichten Studie der Umweltstiftung WWF hat Deutschland einen j√§hrlichen Wasser-Fu√üabdruck von 159,5 Mrd. m¬≥ - das ist mehr als das dreifache Volumen des Bodensees (48 Mrd m¬≥). Darin ber√ľcksichtigt ist nicht nur der direkte Wasserverbrauch, sondern auch das in Lebensmitteln und Industrieg√ľtern enthaltene Virtuelle Wasser. ‚ÄěUmgelegt auf die Einwohnerzahl hat damit jeder Deutsche einen t√§glichen Wasser-Fu√üabdruck von 5288 Litern, was etwa 25 Badewannenf√ľllungen entspricht‚Äú, sagt WWF-Experte Martin Geiger. Und das, obwohl der direkte Wasserverbrauch von Privatpersonen in den vergangenen Jahren kontinuierlich auf gerade einmal 124 Liter pro Tag zur√ľckgegangen ist. Rund die H√§lfte des deutschen Wasserbedarfs wird √ľber ausl√§ndische Produkte importiert. Damit f√ľhrt die Bundesrepublik, obwohl sie in einer wasserreichen Region der Erde liegt, jedes Jahr 79,5 Mrd. m¬≥ Wasser ein.

‚ÄěWasserverbrauch ist nichts schlechtes, sondern ein nat√ľrlicher Vorgang‚Äú, erkl√§rt Martin Geiger. ‚ÄěEs kommt aber immer darauf an, wann, wo und wie viel Wasser aus der Natur entnommen wird.‚Äú Auf diese Gesetzm√§√üigkeiten m√ľssten sich vor allem Landwirtschaft und Industrie ein- und ihre Produktionsprozesse auf eine effiziente Wassernutzung umstellen. Die Politik solle, so der WWF, einen Rahmen f√ľr den verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource setzen. Auch Deutschland sei in der Pflicht. Man habe die Verantwortung, bei Importg√ľtern auf deren Wasserverbrauch im Herkunftsland zu achten. Die sozialen und √∂kologischen Folgen des deutschen Wasser-Fu√üabdrucks gelte es zu reduzieren.

Neben den privaten Haushalten (5,5 Mrd. m¬≥) und der Industrie-(36,4 Mrd. m¬≥), hat der Agrar-Sektor (117,6 km¬≥) den mit Abstand gr√∂√üten Anteil am Wasser-Fu√üabdruck. ‚ÄěDie Landwirtschaft beansprucht √ľber 73 Prozent des j√§hrlichen Wasserbedarfs. Davon wird mehr als die H√§lfte aus anderen L√§ndern importiert‚Äú, sagt Martin Geiger, Leiter des Bereichs S√ľ√üwasser beim WWF Deutschland. Das meiste Wasser f√ľhren wir √ľber Agrar-G√ľter aus Brasilien (5,7 Mrd. m¬≥), der Elfenbeink√ľste (4,2 Mrd. m¬≥) und Frankreich (3,5 Mrd. m¬≥) ein. Doch Deutschland zapft indirekt jedoch auch die Wasserressourcen europ√§ischer Staaten an, die regelm√§√üig mit D√ľrren und Trockenheit zu k√§mpfen haben ‚Äď wie etwa T√ľrkei (1,9 Mrd. m¬≥) oder Spanien (1,8 Mrd. m¬≥). Allein um den Konsum von Kaffee und Kakao in Deutschland zu befriedigen, werden jedes Jahr 20 km¬≥ virtuelles Wasser importiert. Als besonders ‚Äědurstige G√ľter‚Äú gelten au√üerdem Rind- und Schweinefleisch, √Ėl-Saat wie Olive und √Ėlpalme, oder Baumwolle.
 
 

Brandstifter Mensch
© Mark Edwards / WWF-Canon
 
Brandstifter Mensch
Menschen verursachen √ľber 90 Prozent der Waldbr√§nde. / Klimawandel erh√∂ht Waldbrandrisiko am Mittelmeer.

Frankfurt - Es ist in den vergangenen Jahren jeden Sommer das gleiche Bild: Der Mittelmeerraum steht in Flammen. Rund 50.000 Br√§nde j√§hrlich gilt es allein in Portugal, Spanien, Italien und Griechenland zu l√∂schen. Dabei haben nach einer WWF-Studie nur etwa vier Prozent aller Waldbr√§nde weltweit nat√ľrliche Ursachen, wie zum Beispiel einen Blitzeinschlag. ‚ÄěIn allen anderen F√§llen ist der Mensch, sei es direkt oder indirekt, sei es absichtlich oder versehentlich, verantwortlich f√ľr den Brand‚Äú, sagt Markus Radday vom WWF Deutschland. Die Ursachen f√ľr die vermehrten Waldbr√§nde seien fahrl√§ssige oder vors√§tzliche Brandstiftung, verbunden mit extremer Hitze und Trockenheit in den Sommermonaten, die Zersiedelung der Landschaft und durch den Menschen degradierte W√§lder.

So hat sich nach Angaben des WWF allein im Mittelmeerraum die durchschnittliche, j√§hrliche Waldbrandfl√§che seit den 1960er Jahren vervierfacht. In Spanien, wo seit Wochen wieder die Flammen w√ľten, ist die Zahl der Waldbr√§nde sogar zehnmal h√∂her als noch vor f√ľnfzig Jahren. Der WWF fordert ein Ende der Monokultur-W√§lder, die R√ľckkehr zu heimischen Baumarten sowie die konsequente Strafverfolgung von Brandstiftern. Au√üerdem m√ľssten die Gesetze zum Schutz der Umwandlung von Wald- in Bauland konsequenter angewandt werden. Bis heute sei in vielen Mittelmeerl√§ndern die Umwandlung in Bauland oder Agrarfl√§chen nach Waldbr√§nden noch g√§ngige Praxis.

F√ľr die kommenden Jahre prognostiziert der WWF in seiner Waldbrand-Studie eine weitere Verschlimmerung der Situation. F√ľr den s√ľdlichen Mittelmeerraum geht man davon aus, dass sich etwa bis zur Mitte dieses Jahrhunderts die bislang auf die Sommerperiode beschr√§nkte erh√∂hte Waldbrandgefahr auf das ganze Jahr ausgedehnt haben wird. Allein in Spanien w√ľrde sich, so der WWF, bei einer weltweit durchschnittlichen Temperaturerh√∂hung von zwei Grad die Hauptsaison f√ľr Waldbr√§nde um vier Wochen verl√§ngern. ‚ÄěWir m√ľssen deshalb schnell weg von eint√∂nigen Baumreihen aus Eukalyptus oder Kiefer in denen sich Feuer rasend schnell ausbreiten‚Äú, fordert WWF-Experte Markus Radday.
 
 

Lachse in der Dreisam
 
Lachse in der Dreisam
EDF (√Člectricit√© de France) macht den Weg frei f√ľr Lachse in die Dreisam

Am Mittwoch den 29. Juli 2009 gegen 18 Uhr wurden im Rahmen des Programms zur Wiederansiedlung der Wanderfische in Baden-W√ľrttemberg durch Beauftragte des Landesfischereiverbandes etwa 3000 junge Lachse in die Dreisam im Bereich des Dreisamufercafes eingesetzt.

Bei der diesj√§hrigen Plenarsitzung der Internationalen Kommission zum Schutze des Rheins ging ein Aufatmen durch die Versammlung, als die franz√∂sische Delegation berichtete, dass sie die Durchg√§ngigkeit am Rhein bis Basel nun umsetzen wolle. ‚ÄúEs ginge nun nicht mehr um das ob, sondern nur noch um das Wie.‚ÄĚ Nachdem im Rheinministerkommunique von 2007 bereits der Bau der Fischp√§sse in Stra√üburg und Gerstheim bis 2015 im Prinzip bereits Beschlussgrundlage waren und ‚Äúlediglich‚ÄĚ die Finanzierung offen blieb, k√ľndigte die franz√∂sische Delegation nun an, dass auch f√ľr die Finanzierung der Fischp√§sse eine innerfranz√∂sische L√∂sung im Wesentlichen gefunden sei.
Im Gegenzug verlangte die franz√∂sische Delegation nun auch die rasche Wiederherstellung der Durchg√§ngigkeit vor allem in den Wanderfischgew√§ssern im baden-w√ľrttembergischen Teil des Oberrheins, insbesondere von Elz und Dreisam. Der badenw√ľrttembergische Wasserdirektor Fuhrmann entsprach der franz√∂sischen Forderung mit dem klaren Hinweis dass die Ma√ünahmen, wie sie im Rahmen der Bewirtschaftungspl√§ne vorgesehen und in den ‚ÄúArbeitspl√§nen‚ÄĚ im Detail dokumentiert sind auch umgesetzt werden sollen. F√ľr das Einzugsgebiet der Elz und der Dreisam, so Fuhrmann, sind Ma√ünahmen mit einem Volumen von knapp 26 Millionen EUR bis 2015 vorgesehen.
Damit wird sp√§testens ab 2015 der Weg f√ľr Lachs & Co von Gr√∂nland √ľber die Nordsee zur√ľck auch in Elz und Dreisam frei sein. Umso wichtiger ist nun die Aufzucht junger Lachse und das Besetzen der Lachse in der Dreisam, damit die Lachse ab dem Jahr 2015 wieder in Dreisam und Elz aufsteigen k√∂nnen.
Weiterhin wurde auf der Plenarsitzung beschlossen, nicht zuletzt aus den oben genannten Gr√ľnden, dass zum Thema Lachswiederansiedlung im Rhein einen entsprechenden workshop Ende April 2010 im Regierungspr√§sidium Freiburg durchzuf√ľhren.

Neukonzessionierung Kembs
Auch zur Neukonzessionierung des √§ltesten und s√ľdlichsten Kraftwerkes am Oberrhein gibt es Neuigkeiten. Seit 2007 war die alte Konzession ausgelaufen. Die franz√∂sische Konzession zum Kraftwerk Kembs ist seit dem 20. Juni erteilt. Das Dokument kann herunterladen werden unter:
http://www.legifrance.gouv.fr/affichTexte.do?cidTexte=JORFTEXT000020763713&dateTexte=&categorieLien=id

Nun fehlt noch der schweizerische Teil der Konzession.
Die EDF hat in mehreren Gespr√§chen zugesagt, dass sie sobald die Konzessionierung erteilt ist, die entsprechende Wassermenge in den Altrhein leitet. Seit 20. Juni ist aus Hochwassergr√ľnden meist mehr Wasser im Altrhein (Restrhein). Ob die EDF Wort h√§lt kann derzeit also nicht entschieden werden, zumal sie sich ja auch noch darauf berufen k√∂nnte, dass die schweizerische Konzession noch fehlt.
Nach wie vor reicht den Umweltverb√§nden die dem ‚ÄěAlt‚Äúrhein zwischen M√§rkt und Breisach zugestandene Mindestwassermenge von 45(52) m3/s nicht aus. In wieweit die franz√∂sischen und schweizerischen Umweltverb√§nde dagegen klagen wird derzeit gepr√ľft. Die deutschen Umweltverb√§nde sehen derzeit keine rechtliche Grundlage auf der sie klageberechtigt w√§ren.

Jörg Lange, Regiowasser e.V.
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300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 
323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 335 336 337 338 339 340 341 342 343 344 345 
346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 358 


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