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Samstag, 16. Februar 2019
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Verschiedenes

 
„Schwarzwald trifft Kaiserstuhl“
Erfolgreicher Regionalmarkt auf dem Freiburger Augustinerplatz

Eine große Produktvielfalt gab es am Samstag, 7. August, auf dem Regionalmarkt „Schwarzwald trifft Kaiserstuhl“ zu sehen. Zahlreiche Erzeuger und InfostĂ€nde des SĂŒdschwarzwaldes, des Kaiserstuhls und der Stadt Freiburg, ließen MarktatmosphĂ€re auf dem Freiburger Augustinerplatz aufkommen.

FĂŒr die Besucher gab es viel zu entdecken. Honig, Marmeladen, Obst, Milchprodukte, Wurst, Schmalz, Öle und zahlreiche andere Produkte standen zur Verkostung und zum Verkauf bereit. So wurde der Einkauf zu einem Erlebnis fĂŒr alle Sinne. Auch Wissbegierige kamen an InformationsstĂ€nden auf Ihre Kosten. Die Stadt Freiburg, PLENUM und der Naturpark informierten die Besucher ĂŒber Veranstaltungen und Bildungsangebote, Umweltschutz und naturvertrĂ€gliche Land- und Forstwirtschaft und natĂŒrlich ĂŒber die beiden Hauptdarsteller des Tages - den Schwarzwald und den Kaiserstuhl. Die beiden Regionen locken als attraktive Ausflugsziele fĂŒr unterschiedlichste Zielgruppen. Ob Wanderreiten, Familienspaziergang auf dem Herta Hummel Pfad oder Weinprobe, beide Regionen haben viel zu bieten. Über Aktionen und Bildungsangebote direkt in Freiburg informierten die Ökostation, das Forstamt und das Umweltschutzamt und rundeten so das Angebot ab.

Die Veranstaltung im Rahmen des Deutschen Wandertages begeisterte zahlreiche Besucher. Auch Gerda Stuchlik, UmweltbĂŒrgermeisterin der Stadt Freiburg, Ă€ußerte sich begeistert: „Den Freiburger Verbrauchern und den Besucherinnen und Besuchern des Wandertages werden hier hochwertige regionale Produkte angeboten. Mit dem Kauf werden kleine Betriebe unterstĂŒtzt, die sich fĂŒr den Schutz ihrer Region engagieren.“ Helmut Unseld, Erster Landesbeamter des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald, lobte die vorbildliche Zusammenarbeit der drei Veranstalter: „PLENUM Naturgarten Kaiserstuhl, der Naturpark SĂŒdschwarzwald und die Stadt Freiburg ergĂ€nzen sich sehr gut. Die Verbraucher können von solchen Kooperationen wie dem Regionalmarkt nur profitieren.“ Landrat Walter Schneider schloss sich diesem Lob an. „Schon der erste Regionalmarkt 2009 war ein voller Erfolg. FĂŒr den Austausch zwischen Stadt und Land wĂ€re es gut, wenn sich der Markt als regelmĂ€ĂŸige Veranstaltung in Freiburg etabliert.“

So sehen das auch die Teilnehmer an den MarktstĂ€nden. Sie nutzten die Möglichkeit Interessenten und KĂ€ufer umfassend und persönlich ĂŒber ihre Produkte zu informieren.
 
 

 
Mundenhof: KonTiKi fĂŒr Ferienfreizeitprojekt von UNESCO ausgezeichnet
BĂŒrgermeisterin Stuchlik hisst UNESCO-Flagge

Große Freude herrscht derzeit auf dem Mundenhof. Dem KonTi-Ki (Kontakt-Tier-Kind) wurde von der UNESCO im Namen der Vereinten Nationen eine Auszeichnung fĂŒr nachhaltigen und verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur und der Umwelt verliehen.

Die Auszeichnung in Form einer UNESCO-Flagge nahm UmweltbĂŒrgermeisterin Gerda Stuchlik zum Anlass, sie gemeinsam mit Till Meinrenken, Leiter des KonTiKis, auf dem Mundenhof zu hissen: „Wir sind sehr stolz, dass das KonTiKi als naturpĂ€dagogische Bildungs- und Freizeiteinrichtung ausgezeichnet wurde. Die PrĂ€miierung bestĂ€tigt die Arbeit vieler haupt- und ehrenamtlich tĂ€tigen Menschen im KonTiKi, und zeigt, wie wichtig es fĂŒr Kinder ist, Natur im wahrsten Sinne zu erleben und zu begreifen“, so Stuchlik.

Mit seinem Ferienfreizeit-Projekt „In einer Woche um die Welt - Ein Besuch bei den Bergbauern im Schwarzwald, der Mongolei und den Anden“ hat sich das KonTiKi bei der UNESCO beworben. Von den 1800 eingereichten Projekten aus ganz Deutschland bekamen insgesamt 54 diese Auszeichnung. Till Meinrenken, Leiter des KonTiKis, und die ehemalige langjĂ€hrige Leiterin, Anita Kersten, nahmen die Auszeichnung stellvertretend fĂŒr die vielen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich fĂŒr und in diesem Projekt engagieren, vom Vorsitzenden des Nationalkomitees Prof. Dr. Gerhard de Haan in Gelsenkirchen entgegen.

Einer der GrĂŒnde fĂŒr diese PrĂ€miierung war, so das Komitee, dass das Projekt das Ziel eines nachhaltigen und verantwortungsbewussten Umgangs mit der Natur und der Umwelt den Kindern besonders gut vermittelte. Die ZusammenhĂ€nge von Massentierhaltung und Monokulturlandwirtschaft zeigte das Projekt deutlich, Experten aus der Mongolei und Peru berichteten anschaulich und konnten so den Kindern den Blick fĂŒr andere Kulturen weiten.

Die eigene ErnĂ€hrung zu ĂŒberdenken, zu wissen, wie das Fleisch, welches man isst, produziert wird, ist fĂŒr Kinder und Jugendliche, die fĂŒr Tiere sorgen, eine wichtige Frage. Durch den tĂ€glichen Umgang mit den Tieren sind die Kinder fĂŒr dieses Thema besonders sensibilisiert.

Das KonTiKI besteht bereits seit 1990. Mit seiner pĂ€dagogischen Arbeit und den unterschiedlichen Angeboten zeigt es den Kindern anschaulich, dass ihr Verhalten eine Auswirkung auf ihre Mitwelt hat. Spielerisch lernen die Kinder, respektvoll, achtsam und verantwortungsvoll mit Tieren und Pflanzen umzugehen. Bei der oft mĂŒhsamen Verarbeitung und Herstellung von Nahrungs- und Heilmitteln, Kleidung, Gebrauchs- und KunstgegenstĂ€nden erfahren sie den Nutzen und werden sich deren Wert bewusst.

Kontakt zu Tieren zu haben, ist die Sehnsucht vieler Kinder. Im KonTiKi begegnen sie vielen Tieren, die aus aller Welt kommen, und die ihnen fremde Kulturen und LÀnder nÀher bringen.
 
 

Katzen: Eine ganze Tierfamilie in Gefahr
© Thomas Stephan / WWF
 
Katzen: Eine ganze Tierfamilie in Gefahr
WWF: Katzen sind eine der am stÀrksten bedrohten Tiergruppen. / Zoo Leipzig koordiniert weltweites Tiger-Zuchtprogramm.

Weltkatzentag 08. August 2010

Leipzig / Frankfurt: Über acht Millionen Hauskatzen gibt es SchĂ€tzungen zufolge allein in Deutschland. Um deren wildlebenden Verwandten ist es einem WWF-Statusreport zufolge weit weniger gut bestellt. Gerade einmal 34 Amur-Leoparden streifen noch durch Russland. Nur 400 Tiger finden sich auf Sumatra. Und höchstens 143 Pardelluchse leben in Spanien. AnlĂ€sslich des Weltkatzentags am 08. August warnen der Zoo Leipzig und der WWF in einer gemeinsamen ErklĂ€rung davor, dass zahlreiche Großkatzen weltweit vom Aussterben bedroht sind. Von den insgesamt 36 Arten der Felidae (lateinisch fĂŒr Katzen), die alle auf der Roten Liste stehen, verzeichneten 30 Arten einen BestandsrĂŒckgang. Um diesen AbwĂ€rtstrend umzukehren mĂŒssten, so WWF und Zoo Leipzig, die Wilderei auf Großkatzen wie Tiger und Leopard effektiver bekĂ€mpft werden. Auch gelte es den stetig voranschreitenden Lebensraumverlust aufzuhalten.

„Katzen zĂ€hlen zu den am stĂ€rksten bedrohten Tiergruppen ĂŒberhaupt“, warnt WWF-Artenschutzreferent Stefan Ziegler. Zahlreiche Unterarten wie Sumatra-Tiger, Amur-Leopard oder der Asiatische Löwe seien akut vom Aussterben bedroht. „Wir dĂŒrfen nicht zulassen, dass diese majestĂ€tischen Tiere von unserem Planeten verschwinden“, bekrĂ€ftigt Dr. Jörg Junhold, Direktor des Zoo Leipzig. „Moderne Zoos als Archen der Vielfalt mĂŒssen die Chance nutzen, ĂŒber den emotionalen Kontakt zum Tier auch fĂŒr Artenschutz zu sensibilisieren.“ Nur ein breiter RĂŒckhalt in der Bevölkerung, so die gemeinsame EinschĂ€tzung von Ziegler und Junhold, verschafft dem Artenschutz ein entsprechendes Gewicht in der Politik. Als besonders prekĂ€r bewertet der WWF die Lage des Tigers, der grĂ¶ĂŸten Katzenart weltweit. Von den geschĂ€tzten 100.000 freilebenden Tigern, die noch Anfang des 20. Jahrhunderts durch Asien streiften, sind höchstens 3.200 ĂŒbrig geblieben. Dem Zoo Leipzig, der sechs Amur-Tiger beheimatet, kommt als Halter des Internationalen Tigerzuchtbuchs eine besondere Rolle zu. Von Leipzig aus, wird der Austausch der zoologischen GĂ€rten untereinander koordiniert. So sollen Inzucht vermieden und die Paarung ĂŒber Unterart-Grenzen hinweg unterbunden werden. FĂŒr manche Tiger könnte dies die letzte Hoffnung sein. So gilt der SĂŒdchinesische Tiger nach WWF-Angaben als „praktisch ausgestorben“. Seine Zukunft hĂ€ngt von den wenigen Individuen in chinesischen Zoos ab, deren Nachkommen vielleicht einmal wieder ausgewildert werden könnten.

Auch die WWF-Tigerbotschafterin Elisabeth Lanz (bekannt aus der ARD-Serie „TierĂ€rztin Dr. Mertens“) forderte anlĂ€sslich des Weltkatzentages: „Wir mĂŒssen den Tiger schĂŒtzen, denn damit bewahren wir auch einmalige Ökosysteme, die zugleich Lebensgrundlage fĂŒr zahllose Menschen sind.“ Lanz, die gerade zu den Dreharbeiten fĂŒr eine neue Staffel ihre TV-Serie in Leipzig ist, engagiert sich im Rahmen des „Jahr des Tigers“ fĂŒr die weltweiten SchutzbemĂŒhungen des WWF.
 
 

Wanderprojekt „10.000.000 Schritte“ startet auf dem Deutschen Wandertag in Freib
Deutschlandwanderung, Dr. Heidi Lehmal und Mitwanderer / Foto: DBU
 
Wanderprojekt „10.000.000 Schritte“ startet auf dem Deutschen Wandertag in Freib
Wanderungen fĂŒhren zu Umweltpionieren und ökologischen Innovationen, die die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) initiiert hat – Interessierte können noch mitmachen!

Die ersten Schritte der Aktion „10.000.000 Schritte – DBU ĂŒberall in Deutschland“ werden auf dem Deutschen Wandertag in Freiburg gemacht. In der Feierstunde des Deutschen Wanderverbandes (DWV) am 8. August um 10.30 Uhr im Konzerthaus eröffnet Verena Exner, Referatsleiterin fĂŒr Umweltkommunikation in der mittelstĂ€ndischen Wirtschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), das Bildungsprojekt. Damit werde ein ganz neues Bildungsformat erprobt, erklĂ€rt die DBU-Expertin. Sie gibt den Weg frei fĂŒr Dr. Heidi Lehmal, Projektleiterin und Vorsitzende des Vereins „10.000.000 Schritte – fit durch Deutschland“, die in Freiburg mit einer offenen Gruppe zur ersten Tour startet. Bis zum 14. August besucht sie ökologische Vorzeige-Projekte der DBU: Von Freiburg geht es nach Denzlingen ĂŒber den Feldberg bis nach Lörrach. Interessierte können noch mitkommen – auch tageweise. Insgesamt organisiert Lehmal acht ein und zweiwöchige Wandertouren in Deutschland zu Umweltinnovationen. In einem Jahr endet die letzte Wanderung auf dem Deutschen Wandertag 2011 in Melle.

Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, PrĂ€sident des Deutschen Wanderverbandes, sagt: „Das Projekt 10 Millionen Schritte greift wichtige Themen des Deutschen Wanderverbandes, wie Natur- und Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Bewegung und Gesundheit, auf. Daher fördern wir gerne die AktivitĂ€ten von Dr. Lehmal und freuen uns, dass die Deutschen Wandertage in Freiburg und in Melle Start- und Endpunkt der Aktion sind.“

Dr. Dieter Salomon, OberbĂŒrgermeister der Stadt Freiburg, unterstĂŒtzt als Schirmherr fĂŒr die Region diese „bemerkenswerte Aktion“, fĂŒr die man sich auf www.10000000schritte.de anmelden kann: „Freiburg ist eine dem Klima- und Umweltschutz besonders verpflichtete Stadt und als Zentrum des sĂŒdlichen Schwarzwalds eine der attraktivsten deutschen Erholungslandschaften.“ Viele Projekte wurden in der Region mit UnterstĂŒtzung der DBU angeschoben. Aktuelle und ehemalige DBU-Projektpartner ermöglichen Einblicke in ihr Wirken, auch TrĂ€ger des Deutschen Umweltpreises der DBU gestalten das Programm auf den Wanderungen mit. So entsteht ein intensiver Austausch ĂŒber ökologische Zukunftsfragen und ein Netzwerk aus interessanten Köpfen der Umweltbranche.

Verena Exner: „Mit dem Projekt beschreitet die DBU im wahrsten Wortsinn neue Wege. Quasi im Vorbeigehen findet der Wissenstransfer zwischen Projektverantwortlichen und interessierten Teilnehmern statt. Wir sind sehr gespannt, wie erfolgreich diese Art der Wissensvermittlung ist.“ FĂŒr dieses Jahr hat die wanderbegeisterte Biologin Lehmal noch zwei weitere einwöchige Touren geplant: durch das Rheinland und den Harz. 2011 soll es dann fĂŒnf Wanderungen geben. Im August 2011 auf dem 111. Deutschen Wandertag in Melle schließt das Projekt mit einer Abschlussveranstaltung.

Finanziell gefördert wird das Projekt von der DBU. Neben dem DWV unterstĂŒtzen als Kooperationspartner außerdem das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH), das Bildungswerk Ökologie (BWÖ) sowie die Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Bremen die Wanderungen, fĂŒr die ĂŒbrigens auch Bildungsurlaub beantragt werden kann.

„Weil Wandern nicht nur der körperlichen Fitness dient, sondern auch Geist und Seele anregt, können Informationen und EindrĂŒcke der besuchten Stationen besonders gut aufgenommen werden und nachwirken“, erklĂ€rt Projektleiterin Lehmal. Im Jahr 2009 ging sie 365 Tage zu Fuß quer durch Deutschland und legte 7.000 Kilometer zusammen mit insgesamt 1.300 Menschen zurĂŒck. Ihre Aktion zur Gesundheitsförderung und Vorbeugung durch Bewegung war „AusgewĂ€hlter Ort im Land der Ideen“ 2009.
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Trinkwasser wird Menschenrecht
Dreckiges Trinkwasser in Nepal. © Simon de Trey White / WWF-UK
 
Trinkwasser wird Menschenrecht
WWF begrĂŒĂŸt UN-Resolution als „Schritt in die richtige Richtung“

Über 1 Milliarde Menschen haben bereits heute keinen oder keinen ausreichenden Zugang zu sauberem Trinkwasser. Wachsende Bevölkerungszahlen und schlechtes Management der Wasserressourcen verschĂ€rfen die Situation kontinuierlich. „Wir befinden uns zunehmend in einer weltweiten Wasserkrise. Daher war es höchste Zeit den Zugang zu sauberem Trinkwasser fĂŒr alle Menschen auf der Erde in einer UN-Resolution zu verankern“, sagt Dorothea August, WWF-Expertin fĂŒr Wasserressourcenmanagement. „Das Menschenrecht auf sauberes Wasser weltweit ist ein großer Schritt. Damit wird auch die Verantwortung fĂŒr das Management der natĂŒrlichen Wasserressourcen neu und erweitert verankert. Wer allen Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglichen will, kann dies nur durch den Schutz der Wasser-Ökosysteme erreichen.“

Besonders wichtig sei es, so der WWF, dass GewĂ€sser und Wasserressourcen endlich grenzĂŒberschreitend gemanagt und bewirtschaftet wĂŒrden. „Nur intakte Ökosysteme können die fĂŒr uns Menschen ĂŒberlebensnotwendigen Dienstleistungen erbringen“, sagte August. Die jetzt verabschiedete UN-Resolution dĂŒrfe daher nur ein erster Schritt sein. „Wir brauchen völkerrechtlich verbindliche Resolutionen und endlich eine Umsetzung der Internationalen UN-Konvention zu einem grenzĂŒbergreifenden Management von Wasserressourcen“, fordert WWF-Expertin August. Diese UN-Konvention ist als rechtlich bindender Rahmen fĂŒr die Bewirtschaftung grenzĂŒberschreitender SĂŒĂŸwasservorkommen, wie etwa FlĂŒsse, Seen oder Grundwasser gedacht, wurde allerdings bis heute nicht ratifiziert.

Obwohl unser Planet zu mehr als 70 Prozent damit bedeckt ist, wird Wasser zunehmend ein knappes Gut. Denn gerade mal drei Prozent dieser gewaltigen Mengen sind SĂŒĂŸwasser, und wiederum nur ein Drittel davon ist fĂŒr die menschliche Nutzung erreichbar.
 
 

Freiburg packt an: Ambrosia-Ausrupf-Aktion in Ebnet
BeifußblĂ€ttriges Traubenkraut / Bild: Wikipedia
 
Freiburg packt an: Ambrosia-Ausrupf-Aktion in Ebnet
Helferinnen und Helfer willkommen!

Am Samstag, 31. Juli veranstaltet das Garten- und
Tiefbauamt (GuT) ab 8 Uhr gemeinsam mit der
Ortsverwaltung Ebnet im Rahmen von "Freiburg packt an"
eine Ambrosia-Rupf-Aktion in Ebnet. Dort wÀchst Ambrosia
am Rande von Fuß- und Radwegen.

Ambrosia ist eine Pflanze, die bei Hautkontakt, aber vor allem
durch ihre hochallergenen Pollen, schwere allergische
Reaktionen hervorrufen kann. Durch das jÀhrliches Ausrupfen
der Pflanzen, die ĂŒblicherweise durch Vogelfutter verbreitet
werden, haben sich die BestÀnde in den letzten Jahren
deutlich verringert.

Helferinnen und Helfer sind willkommen. Treffpunkt ist um 8
Uhr am RĂŒckhaltebecken östlich von Ebnet. Empfohlene
AusrĂŒstung: geschlossene Schuhe, lange Hosen und
Oberteile mit langen Ärmeln. Jede Teilnehmerin und jeder
Teilnehmer erhÀlt Informationsmaterial und Handschuhe. Die
Aktion findet bei jedem Wetter statt. Eine Anmeldung ist nicht
erforderlich. Die Aktion dauert etwa anderthalb Stunden.
 
 

KlimabĂŒndnis Freiburg zum Platz der Alten Synagoge
Platz der alten Synagoge / Foto: G Loeser
 
KlimabĂŒndnis Freiburg zum Platz der Alten Synagoge
Freiburger KlimabĂŒndnis fĂŒr grĂŒnen ruhigen sommerkĂŒhlen Platz mit 2000 FahrradabstellplĂ€tzen und Solarnutzung.

Interessen von Studierenden und MitbĂŒrgerInnen beachten statt „SteinwĂŒste“

Als Platz der Alten Synagoge zwischen UniversitĂ€t und Stadttheater benötigen Studierende, andere UniversitĂ€tsnutzerInnen und BĂŒrgerschaft einen grĂŒnen, ruhigen, sommerkĂŒhlen Platz mit ĂŒber 2000 FahrradstellplĂ€tzen, als Sofortmaßnahme 1000 RadstellplĂ€tze. Die Solarstadt und Green City Freiburg sollte dort auch Solarenergienutzung vorsehen. Diese Forderungen, die von bisherigen Planungen nicht beachtet wurden, richtete das KlimabĂŒndnis Freiburg jetzt an den Gemeinderat und die Stadt Freiburg mit Blick auf die neue öffentliche und anstehende Gemeinderats-Debatte zur Umgestaltung des Platzes der Alten Synagoge.

Das KlimabĂŒndnis fordert nun fĂŒr den Platz die volle BerĂŒcksichtigung der Interessen der Studierenden und anderer Nutzer und Besucher der dortigen UniversitĂ€ts-GebĂ€ude. Insbesondere mĂŒssen dort fĂŒr sie und Besucher benachbarter GebĂ€ude wie des Stadttheaters wenigstens 2000 FahrradabstellplĂ€tze zur VerfĂŒgung stehen, um das zeitweise Fahrradabstellchaos und den steigenden Bedarf zu bewĂ€ltigen. Die angrenzenden bzw. von dort zugĂ€nglichen KollegiengebĂ€ude KG 1, KG 2 und KG 3 haben ĂŒber 4000 HörsaalplĂ€tze, Bibliotheken und Seminare nicht mitgerechnet. Kommen 1000 Personen per Rad, öfters sind es viel mehr, ist es unmöglich, im Nahbereich dieser GebĂ€ude einen Fahrradstellplatz mit Anschließmöglichkeit gegen Diebstahl zu finden. Studien- und Teilnehmerzeit geht mit Stellplatzsuche verloren, z.B. bei WindstĂ¶ĂŸen kippen lose RĂ€dergruppen dominoartig um. Andere Stellplatzsucher, etwa BerufstĂ€tige, Rad-Touristen, Besucher des Stadttheaters oder benachbarter GeschĂ€fte und Gastronomie gehen leer aus. Berthold- und Rempartstr. sind mit abgestellten RĂ€dern bereits hĂ€ufig ĂŒberlastet. Steigende Studierenden-Zahlen, schon bald wegen des Doppelabitur-Jahrgangs, machen die VerhĂ€ltnisse noch untragbarer.

Sofortmaßnahmen der Stadt, die ja Radverkehr befĂŒrwortet, sind daher ĂŒberfĂ€llig. Das KlimabĂŒndnis schlĂ€gt dazu vor, den bestehenden unansehnlichen Parkplatz und sein direktes Umfeld am Rotteckring zwischen KG 2 und Stadttheater schon in 2010/2011 zunĂ€chst auf flĂ€cheneffiziente Art fĂŒr mindestens 1000 RĂ€der verfĂŒgbar zu machen. Architektonisch elegant kann der Radbereich mit teilweise begrĂŒnten SolarstromdĂ€chern verschattet werden. Mittelfristig mĂŒssen aber zwischen Stadttheater und UniversitĂ€t ĂŒber 2000 FahrradabstellplĂ€tze zur VerfĂŒgung stehen.

Wichtig ist dem KlimabĂŒndnis, dabei alle BĂ€ume und den Rasen am Platz zu erhalten. Im Sommer sind große LaubbĂ€ume ein Mittel, angenehmere Temperaturen zu schaffen, dies mit Schatten und VerdunstungskĂŒhlung durch Tausende BlĂ€tter. Das spĂŒren die MitbĂŒrgerInnen sofort, etwa auf Teilen des Rathausplatzes, oder z.B. dort, wo in Freiburg-Vauban der alte große Baumbestand erhalten blieb. Wenig bekannt ist, dass GrasflĂ€chen nachts besonders gut auskĂŒhlen und abends bis morgens frĂŒh nach Hitze Linderung verschaffen. Nachdem beim kĂŒrzlichen Umbau des Innenhofes der UniversitĂ€t wenig GrĂŒn, aber viel Stein, auch SteinbĂ€nke und wenig Holz zum Tragen kamen, droht die Umgebung der KollegiengebĂ€ude der UniversitĂ€t zur Beinahe-SteinwĂŒste zu werden. Die bestehende Wiese wird, auch weil ein StĂŒck grĂŒne Natur, von Studierenden gern und zeitweise auch stark fĂŒr Pausen, GesprĂ€che und Entspannung vom Studienstreß und zum Lernen genutzt. Wenige geplante SteinbĂ€nke wĂ€ren kein Ersatz dafĂŒr, sondern eine untragbare Verschlechterung.

Zudem ist der Platz nicht fĂŒr Veranstaltungen mit Beschallung geeignet. FremdgerĂ€usche stören sehr beim Lehrbetrieb und Lernen, bei Gedanken, PrĂŒfungen und GesprĂ€chen. Manche Uni-RĂ€ume haben keine automatische LĂŒftung oder KĂŒhlung und mĂŒssen dies ĂŒber geöffnete Fenster vornehmen.

Das KlimabĂŒndnis begrĂŒĂŸt die kĂŒrzliche öffentliche Stellungnahme von Professor Helmut Mayer vom Meteorologischen Institut der Freiburger UniversitĂ€t zu Hitzeproblemen, die eine Umsetzung der bestehenden Planung fĂŒr den Platz im Sommerhalbjahr mit sich bringen wĂŒrde. Es begrĂŒĂŸt außerdem die parallele aktuelle Pressemitteilung der UnabhĂ€ngigen Studierenden-Vereinigung u-asta an der UniversitĂ€t Freiburg, deren Forderungen in die gleiche Richtung zielen wie die des KlimabĂŒndnis.

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Das KlimabĂŒndnis Freiburg ist ein Zusammenschluss engagierter BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, unterstĂŒtzt u.a. von AK Energie & Umwelt, AK Wasser im BBU e.V., BUND RV SĂŒdlicher Oberrhein und Stadtkreisgruppe Freiburg, econzept, ECOtrinova e.V., Energieagentur Regio Freiburg, fesa e.V., fesa GmbH, Greenpeace Gruppe Freiburg, Ö-quadrat, VCD Verkehrsclub Deutschland RV SĂŒdlicher Oberrhein e.V., waswirtun.de
 
 

Kastanienminiermotte: 250 NistkĂ€sten fĂŒr Meisen in Herdern aufgehĂ€ngt
Blaumeise in einer Rosskastanie vertilgt Miniermotten / Foto: Hajotthu, Wikipeda
 
Kastanienminiermotte: 250 NistkĂ€sten fĂŒr Meisen in Herdern aufgehĂ€ngt
Erste Bilanz: Engagement vieler BĂŒrgerinnen und BĂŒrger hat sich bewĂ€hrt

Laubsammelaktion zeigt erste Erfolge

Erfreulich viele BĂŒrgerinnen und BĂŒrger waren im letzten
Herbst dem Aufruf des Garten- und Tiefbauamtes (GuT)
gefolgt und haben regelmĂ€ĂŸig das herabgefallene
Kastanienlaub in die speziell fĂŒr diesen Zweck kostenlos zur
VerfĂŒgung gestellten gelben SĂ€cke gesammelt.

Grund fĂŒr diese stadtweite Sammelaktion waren die Larven
der so genannten Kastanienminiermotte. Sie befallen nun
schon seit ĂŒber zehn Jahren viele KastanienbĂ€ume in
Freiburg und können sogar im Laub ĂŒberwintern. Der
SchÀdlingsbefall ist schnell sichtbar, da die BÀume ihre
BlĂ€tter viel zu frĂŒh abwerfen; zwar sterben die Kastanien
deshalb nicht ab, aber sie werden in ihrem Lebenszyklus
geschwÀcht und anfÀllig gegen andere Krankheiten.

Nun legt das GuT eine erste Bilanz der Laubsammelaktion
vor: Bei den Kastanien des Alten Friedhofs in Herdern, wo
durch eine Patenschaft und durch viele engagierte
BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern einmal wöchentlich Laub
gesammelt wurde, sind die BlÀtter in diesem Jahr deutlich
weniger befallen. In unmittelbarer Nachbarschaft, in der
Stadtstraße, wurde das Laub nicht so regelmĂ€ĂŸig entfernt und
dort ist der Befall in diesem Jahr deutlich stÀrker.

Kastanienminiermotten können selbstverstÀndlich fliegen. Sie
bevorzugen aber einen möglichst nahestehenden
Kastanienbaum, bevor sie sich auf die Suche nach neuen
Eiablagemöglichkeiten machen. Diese Bequemlichkeit des
SchĂ€dlings ist ĂŒberall in Freiburg zu beobachten, wie
Eschholzpark, StĂŒhlinger Kirchplatz oder Faulerpark. Auch
wenn sich Interessierte nur um eine einzelne Kastanie vor
ihrem Haus und nicht um die ganze Straße kĂŒmmern können,
tritt die Kastanienminiermotte, so die Erfahrungen der
Mitarbeiter des GuT, deutlich weniger stark auf.

In diesem FrĂŒhjahr wurden zusĂ€tzlich in einem Pilotprojekt
250 NistkĂ€sten in den KastanienbĂ€umen in der Karlstraße
und Mozartstraße aufgehĂ€ngt, um Kohl- und Blaumeisen eine
Wohn- und Brutgelegenheit anzubieten. Noch lÀsst sich nichts
Genaues ĂŒber die Belegungszahlen sagen. Anfang August
wollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des GuT
systematisch erheben, wie die Meisen das Angebot
angenommen haben. Dazu sind auch interessierte Freiwillige
herzlich willkommen.

Mit den NistkĂ€sten will das GuT die Zahl der brĂŒtenden
Meisen erhöhen, da Meisen gezielt in KastanienbÀumen nach
den Kastanienminiermotten suchen. Meisen benötigen
besonders wÀhrend der Brutzeiten bis zu 500 (!) Raupen
tÀglich. In guten Jahren können diese Vögel drei Bruten mit
jeweils etwa fĂŒnf bis zehn Jungvögel aufziehen. Kohl- und
Blaumeisen sowie ihre Jungen können bis zu 150 Kilogramm
Raupen und Insekten jÀhrlich vertilgen.

Inzwischen sind zahlreiche NistkÀsten bewohnt und die
Meisen nehmen wirklich akrobatische Leistungen auf sich und
arbeiten so lange an den BlÀttern, bis sie die Larven der
Kastanienminiermotte herausgepickt haben. Fazit des Gartenund
Tiefbauamtes: die neuen Mitarbeiter bewÀhren sich
bestens.

Wie 2009 soll auch in diesem Jahr einerseits wieder
regelmĂ€ĂŸig herabgefallenes Kastanienlaub aufgesammelt
werden, andererseits sollen Freiburgerinnen und Freiburger
weiter ermuntert werden, ab Herbst weitere NistkÀsten im
gesamten Stadtgebiet aufzuhÀngen.

Die gelben LaubsĂ€cke fĂŒr das Kastanienlaub werden ab
Anfang August wieder ĂŒber die Ortsverwaltungen und
RathĂ€user kostenlos zur VerfĂŒgung gestellt. Sie sind aber nur
fĂŒr Kastanienlaub bestimmt und werden nur abgeholt, wenn
sie damit befĂŒllt sind.

Interessierte Anwohnerinnen und Anwohner, aber auch
BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, die sich bei diesem ungewöhnlichen
Projekt engagieren wollen, können sich beim GuT unter den
Telefonnummern: 201-4712 und 201-4711oder per E-Mail
unter gut@stadt.freiburg.de melden.
 
 



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