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Dienstag, 19. Februar 2019
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Verschiedenes

 
Aufruf zur Kundgebung - ‚ÄěStuttgart 21 l√§sst sich nicht durchkn√ľppeln‚Äú
Die Proteste gegen die Abholzung des Stuttgarter Schlossparks ‚Äď Teil der Vorbereitungen f√ľr Stuttgart 21- wurden am Donnerstag gewaltt√§tig auseinandergetrieben.
Die Polizei griff die Besetzer des Schlossparks ‚Äďdarunter Senioren und Sch√ľler- mit Reizgas, Wasserwerfern und Kn√ľppel an. Es gab 360 (!) Verletzte.
Reizgas und Wasserwerfer d√ľrfen keine Einsatzmittel gegen friedliche Demonstranten und b√ľrgerlichen Widerstand sein!
Wir solidarisieren uns mit der Protestbewegung in Stuttgart.
Innenminister Rech und der Polizeipr√§sident als Verantwortliche des Kn√ľppeleinsatzes m√ľssen zur√ľcktreten.
Eine Durchsetzung des Milliarden-Projektes Stuttgart 21 vereitelt auch Verkehrs- und Umweltprojekte in unserer Region.
Der Baustopp muss jetzt kommen, wir unterst√ľtzen die Forderung nach einer Volksabstimmung √ľber Stuttgart 21.



Kundgebung am 02. Oktober am Regierungspräsidium (Basler Hof, Kaiser-Josef-Straße)
um 12.00 Uhr



Es sprechen u.a.

Axel Mayer (BUND)
Hannes Linck (VCD)
Matthias Deutschmann, Kabarettist
Reinhold Pix (Gr√ľne)
Walter Krögner (SPD)
Peer Vilwock (Linke)
Michael Moos (Unabhängige Listen)


Zur Kundgebung am Samstag, 02.10. um 12.00 Uhr, Kaiser-Josef-Straße, vor dem Regierungspräsidium rufen auf:

BUND Regionalverband S√ľdlicher Oberrhein

VCD S√ľdlicher Oberrhein e.V.

AK Wasser im Bundesverband B√ľrgerinitiativen Umweltschutz e.V.

B√ľndnis 90/ Die Gr√ľnen Kreisverband Freiburg und Breisgau Hochschwarzwald

SPD Kreisverband Freiburg und Jusos Freiburg

Fraktionsgemeinschaft Unabhängige Listen

Die Linke Kreisverband Freiburg und Linksjugend-solid

Die Piraten

Matthias Deutschmann, Kabarettist
 
 

 
1. Oktober 1977: Erster Welt-Vegetarier-Tag
Fr√ľher mussten die Heiligen helfen. Um die Idee zu verbreiten, dass der Mensch k√ľnftig fleischlos essen soll, h√§tte man die Schutzpatrone der Viecher anrufen m√ľssen, sowie die f√ľnf Patrone gegen den Blutfluss. Heute hat man den Weltvegetariertag, seit 1977, immer am 1. Oktober.
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Wegweiser in die klimapolitische Sackgasse
© Douglas Robertson / WWF
 
Wegweiser in die klimapolitische Sackgasse
Der WWF zum Energiekonzept der Bundesregierung

Berlin - Das Kabinett ber√§t heute √ľber das k√ľnftige Energiekonzept. Zu dem vorliegenden Entwurf erkl√§rt WWF-Vorstand Eberhard Brandes:

‚ÄěDer vorliegende Entwurf der Bundesregierung f√ľr das zuk√ľnftige Energiekonzept ist sehr entt√§uschend und unausgewogen. Die urspr√ľngliche Vorlage wurde noch einmal deutlich verschlechtert. W√§hrend im Bereich der Laufzeitverl√§ngerung sehr verbindliche Ma√ünahmen vorgelegt wurden, hat die Regierung das Energiekonzept in zentralen Punkten f√ľr Klimaschutz und eine zukunftsf√§hige Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien weichgesp√ľlt. Die angek√ľndigten Ziele f√ľr Klimaschutz und den Umbau der Energiesysteme sind freiwillig, die Instrumentierung dazu bleibt unkonkret, die Finanzausstattung ist ungen√ľgend. In den kommenden zehn Jahren stehen aus den Zusatzgewinnen der Laufzeitverl√§ngerung insgesamt gerade mal zwei Milliarden Euro f√ľr die notwenigen Investitionen zur Verf√ľgung.

In dramatischer Weise ist die Bundesregierung auf dem Feld der Geb√§udesanierung zur√ľckgerudert. Von ihrem urspr√ľnglich formulierten Ziel, den gesamten Geb√§udebestand in mehreren Stufen bis zum Jahr 2050 auf einen Nullemissionsstandard zu bringen und dies verpflichtend durchzusetzen hat sich die Bundesregierung verabschiedet. Sie will nun den Prim√§renergieverbrauch im Geb√§udebestand bis zur Mitte des Jahrhundert um 80 Prozent senken und das auf freiwilliger Ebene. Die F√∂rdermittel hierf√ľr werden in 2011 gegen√ľber 2009 (2,2 Mrd. ‚ā¨/a) mehr als halbiert (ca. 950 Mio. ‚ā¨/a). Ein Fortbestand des CO2-Geb√§udesanierungsprogramms, das eigentlich Ende 2011 ausl√§uft, ist nach wie vor nicht gesichert. Das vorliegende Energiekonzept weist nicht in die Zukunft sondern in die Vergangenheit. Dies ist f√ľr den Standort Deutschland, der stark auf die Entwicklung neuer Technologien und Innovationen setzen sollte ein schlechter Tag. Anstatt ein Ende der Kohleverstromung einzul√§uten, h√§lt die Regierung an der finanziellen F√∂rderung von Kohlekraft fest. Dies f√ľhrt Deutschland geradewegs in eine klimapoltische Sackgasse.‚Äú
 
 

WWF-Stellungnahme zum aktuellen Hochwasser in Sachsen
© Bernd Lammel / WWF
 
WWF-Stellungnahme zum aktuellen Hochwasser in Sachsen
Frankfurt - Gegen Hochwasser aufgrund von langanhaltenden, gro√üfl√§chigen Starkregenf√§llen, wie sie in den vergangenen Tagen √ľber dem gesamten Elbe-Einzugsgebiet zu beobachten waren, sind nach Einsch√§tzung des WWF Deichr√ľckverlegungen unverzichtbarer Bestandteil nachhaltiger Hochwasserschutzprogramme. ‚ÄěWer bei Extremwetterereignissen die Folgen f√ľr Anwohner und Infrastruktur so gering wie m√∂glich halten will, muss den Fl√ľssen mehr Platz einr√§umen‚Äú, sagt WWF-Hochwasserexperte Georg Rast. ‚ÄěEffektives Hochwassermanagement in Deutschland kann nur durch eine ausgewogenen Mischung aus Deichr√ľckverlegungen und Poldern gewehrleistet werden.‚Äú Besonders bei langanhaltenden Hochwasserwellen seien Polder allein vollkommen ungeeignet, um die Folgen abzumildern.

In den vergangenen Monaten war vor allem der Osten Deutschlands immer wieder von Hochwassern heimgesucht worden. Dies zeige, so der WWF, dass die beschlossenen und durchaus tragf√§higen Konzepte zum Hochwassermanagement nun mit starker politischer Unterst√ľtzung umgesetzt werden m√ľssen. ‚ÄěSachsen-Anhalt beweist mit seinen Deichr√ľckverlegungen, dass dies m√∂glich ist‚Äú, lobte Rast. Solche Ma√ünahmen erm√∂glichten zudem die Erreichung der Ziele, die durch die EU-Umweltrichtlinien (u. a. die Wasserrahmenrichtlinie) gesetzt sind. ‚ÄěEin klassisch Win-Win-Situation‚Äú, so Rast. ‚ÄěDer Zugriff auf Fl√§chen ist dort unverzichtbar, wo es um eine Aufweitung des Abflussprofils geht. Man kann nicht auf Deichr√ľckverlegungen verzichten, auch wenn solche Vorhaben aufgrund der bestehenden Landnutzung nicht immer einfach sind.‚Äú Ausdr√ľcklich lobt Rast in diesem Zusammenhang die grenz√ľberschreitende Arbeit der Internationalen Kommission zum Schutz der Elbe (IKSE-MKOL), die Anfang Oktober ihr zwanzigj√§hriges Bestehen feiern kann.
 
 

 
Deutschland k√∂nnte auf 100 Prozent √Ėkostrom umstellen
Deutsche Umwelthilfe pl√§diert f√ľr Wasserkraftstrom aus Norwegen
"Report Mainz" am 20.09.2010, 21.45 Uhr im Ersten

Mainz (ots) - Deutschland k√∂nnte mit billigem Strom aus norwegischen Wasserkraftwerken auf Kohle- und Atomenergie verzichten. Das erl√§utert Peter Ahmels, Experte f√ľr erneuerbare Energien bei der Deutschen Umwelthilfe (DUH) im ARD-Politikmagazin "Report Mainz": "Das Potenzial w√ľrde allemal reichen, um den erneuerbaren Strom in Deutschland komplett zu erg√§nzen zu einer 100-prozentigen Versorgung aus erneuerbaren Energien." Insgesamt k√∂nnten, laut Ahmels, norwegische Wasserkraftwerke den Strom von 60 europ√§ischen Atomkraftwerken ersetzen.

Ein norwegisch-schweizerisches Konsortium will, unter dem Projektnamen "NorGer", die beiden L√§nder mit einem ersten Seekabel verbinden. Das Kabel soll 2015 in Betrieb genommen werden. Die Leistung von 1.400 Megawatt entspricht der des Kernkraftwerks Unterweser. In Norwegen wird Strom derzeit mit 3 Cent pro Kilowattstunde an der B√∂rse gehandelt, in Deutschland mit 5 Cent. Laut Peter Ahmels w√ľrden auch die Verbraucher in Deutschland von den g√ľnstigeren Preisen profitieren.

Die Stromleitung soll 600 Kilometer durch die Nordsee verlegt werden und k√∂nnte in beide Richtungen genutzt werden. So w√§re es m√∂glich, √ľbersch√ľssigen Strom aus deutschen Windkraftanlagen nach Norwegen zu leiten und dort mithilfe von Pumpspeicherkraftwerken zu speichern. Bei Bedarf k√∂nnte der Strom wieder von der deutschen Seite abgerufen werden.

Allerdings m√ľsste laut NorGer die Kraftwerksnetzanschlussverordnung (KraftNAV) ge√§ndert werden. Bislang regelt die KraftNAV den Netzzugang von Kraftwerken. Die Einspeisung von Strom aus einem Seekabel ist darin nicht geregelt. Zust√§ndig daf√ľr ist das Bundeswirtschaftsministerium. Dort sieht man derzeit nach Informationen von "Report Mainz" "keinen √Ąnderungsbedarf".

NorGer-Sprecher Matthias Hochst√§tter sieht deshalb die Realisierung gef√§hrdet: "NorGer will 1,4 Milliarden Euro investieren in dieses Kabel und daf√ľr muss nat√ľrlich gew√§hrleistet sein, dass das auch sicher in Betrieb ist und nicht einfach willk√ľrlich abgeschaltet wird, wann immer der Netzbetreiber gerade Lust hat. Das geht nicht. Sonst kann man so ein Kabel nicht ordentlich betreiben."

Herrmann Albers, Pr√§sident des Bundesverbandes Windenergie kritisiert in "Report Mainz" das Bundeswirtschaftsministerium: "Mir dr√§ngt sich der Eindruck auf, dass es hier um eine Blockadehaltung geht, denn nat√ľrlich w√ľrde die Lieferung von norwegischem Wasserstrom daf√ľr sorgen, dass Kraftwerke in Deutschland im Zweifelsfall abgeschaltet werden m√ľssten, insbesondere dann, wenn erneuerbare Energien wirklich einen Vorrang h√§tten."

Das Bundeswirtschaftsministerium wollte zu dem Thema "Report Mainz" gegen√ľber bislang keine Stellungnahme abgeben.

Quelle: http://www.presseportal.de/pm/75892/1685075/swr_das_erste
 
 

25 Jahre Nationalpark Wattenmeer: Nur halber Grund zum Feiern
© Hans-Ulrich Rösner / WWF
 
25 Jahre Nationalpark Wattenmeer: Nur halber Grund zum Feiern
Naturschutzverbände warnen vor Schwächung des Nationalparks in Schleswig-Holstein

Hamburg - Anl√§sslich des 25j√§hrigen Geburtstags des Nationalparks Wattenmeer in Schleswig-Holstein bekennen sich die Naturschutzverb√§nde NABU, Schutzstation Wattenmeer und WWF klar zum Nationalpark und seinen Erfolgen. Zu ihnen z√§hlen der bessere Schutz der Salzwiesen, das Verbot der Jagd auf rastende Wasserv√∂gel oder die Bestandserholung von Seehunden und Kegelrobben. Ein gro√üer Erfolg sei auch die breite Zustimmung der √Ėffentlichkeit f√ľr den Schutz und die Anerkennung des Nationalparks als Weltnaturerbe, die 2009 gemeinsam mit dem nieders√§chsischen und dem niederl√§ndischen Wattenmeer erreicht wurde.

Die Naturschutzverb√§nde warnen angesichts zahlreicher Schutzprobleme im Nationalpark zugleich aber vor einem wachsenden Glaubw√ľrdigkeitsproblem: ‚ÄěDie Nationalparkverwaltung wird bei vielen entscheidenden Fragen innerhalb des eigenen Nationalparks gar nicht beteiligt‚Äú, sagte Hans-Ulrich R√∂sner, Leiter des Wattenmeerb√ľros beim WWF. Ihr fehle zu oft der R√ľckhalt der Landesregierung zum Erreichen der Schutzziele. Es sei nach 25 Jahren Nationalpark nun wichtiger denn je, dass Schleswig-Holsteins Umweltministerin Juliane Rumpf den Vorrang der Natur im Nationalpark durchsetzt.

Zu den lange bekannten Problemen z√§hlt, dass schon kurz nach der Gr√ľndung mitten im Nationalpark die √Ėlf√∂rderung auf der Mittelplate begann. Sie wurde seitdem nicht nur intensiviert, j√ľngst wurde sogar ohne Not auf Gehei√ü des schleswig-holsteinischen Wirtschaftsministeriums die Konzession um 30 Jahre verl√§ngert. Dabei blieb es nicht: ‚ÄěSelbst eine von RWE Dea geplante Ausweitung der √Ėlf√∂rderung mit Bohrungen au√üerhalb der Mittelplate wurde von der Landesregierung noch nicht ausgeschlossen‚Äú, beklagte Johann Waller, Vorsitzender der Schutzstation Wattenmeer.

Doch hat der Nationalpark auch in anderen Fragen zu wenig Wirkung: So mausert hier jedes Jahr im Sommer fast der gesamte nordwesteurop√§ische Bestand der Brandg√§nse. Rund 200.000 Tiere sind in dieser Zeit flugunf√§hig und sehr empfindlich, so dass sie auf ein besonders ruhiges und ungest√∂rtes Wattgebiet nahe der Elbm√ľndung angewiesen sind. ‚ÄěDoch trotz einer freiwilligen Vereinbarung mit der Fischerei, das entsprechende Gebiet in dieser Zeit nicht zu befahren, gibt es noch so viele St√∂rungen durch einzelne uneinsichtige Fischer, dass die Erhaltung dieses Mausergebietes gef√§hrdet ist‚Äú, sagte Hermann Schultz, Vorsitzender des NABU Schleswig-Holstein.

F√ľr die Naturschutzverb√§nde zeigt es sich nach 25 Jahren als ein zentrales Problem des Nationalparks, dass die Unterwasserwelt dort kaum gesch√ľtzt werde. Die Fischereibeh√∂rden umgehen die eigentlich notwendige Anwendung des europ√§ischen Naturschutzrechts auf die Fischerei und opponieren gegen jede Regelung zugunsten des Naturschutzes. Immer wieder werden fischereiliche Eingriffe ohne Beteiligung der Nationalparkverwaltung genehmigt. J√ľngstes Beispiel sind die Importe von Miesmuscheln aus anderen L√§ndern, mit denen weitere gebietsfremde und invasive Arten ins Watt eingeschleppt werden k√∂nnen.

Eine 1999 gesetzlich bestimmte Nullnutzungszone ist das einzige Gebiet des Nationalparks, in dem sich auch die Unterwassernatur erholen k√∂nnte. Dies ist einer der ganz wenigen Regelungen, die es f√ľr die Fischerei im Nationalpark gibt. Auch sie ist fast wirkungslos, denn dort angetroffene Fischkutter k√∂nnen meist nicht belangt werden, weil das Gebiet nicht in den von Bundesbeh√∂rden verantworteten Seekarten dargestellt wird.

Bis heute gelang es auch nicht, die bereits 1999 ver√§nderte Begrenzung des Nationalparks und seiner Schutzzonen in jene Befahrensregelung f√ľr Boote und Schiffe zu √ľbernehmen, f√ľr die das Bundesverkehrsministerium zust√§ndig ist. So ist ein un√ľberschaubares Regelwirrwarr entstanden, bei dem nicht √ľberrascht, dass es niemand versteht und Verst√∂√üe auch kaum verfolgt werden. L√∂sbar w√§re dies leicht, denn schon seit 2004 liegt ein mit allen Betroffenen an der K√ľste einvernehmlich besprochener Vorschlag f√ľr eine neue Befahrensregelung vor.

WWF, Schutzstation Wattenmeer und NABU betonen, dass nach 25 Jahren gen√ľgend Zeit war, um allen Beh√∂rden zu vermitteln, dass die Natur im Nationalpark gesetzlichen Vorrang hat. Dies gilt f√ľr Landes- wie Bundesbeh√∂rden, denn das Bundesnaturschutzgesetz (¬ß 24) sagt ganz klar: ‚ÄěNationalparke sind rechtsverbindlich festgesetzte einheitlich zu sch√ľtzende Gebiete ‚Ķ Nationalparke haben zum Ziel, in einem √ľberwiegenden Teil ihres Gebiets den m√∂glichst ungest√∂rten Ablauf der Naturvorg√§nge in ihrer nat√ľrlichen Dynamik zu gew√§hrleisten.‚Äú
 
 

 
Viele Wildbienen schwärmen zur Zeit auf Freiburgs Spielplätzen
Umweltschutzamt appelliert: Bitte nicht auf Nester treten
Über den Freiburger Sandkästen herrscht zur Zeit reger
Flugbetrieb. Zahlreiche Männchen der so genannten Efeu-
Seidenbiene (Colletes hederae) sind geschl√ľpft und
schwärmen summend, paarungsbereit bevorzugt in und auf
Sandflächen.

Nach Auskunft des Umweltschutzamtes stellen die
friedfertigen Efeu-Seidenbienen f√ľr spielende Kinder keine
richtige Gefahr dar. Stechen können sowieso nur die im Sand
lebenden Weibchen und sie tun dies auch nur zu ihrer
Verteidigung. Und die Stiche und das Gift sind jedoch viel
schwächer als die der Wespen und Honigbienen. Deshalb der
Appell an die begleitenden Erwachsenen, darauf zu achten,
dass die Kinder nicht auf die Nester der Wildbienen treten.
Am besten ist es, einen anderen Sandplatz zu suchen, damit
die Kinder sorgenlos schaufeln und buddeln können und sich
die Bienen ungest√∂rt um ihren Nachwuchs k√ľmmern k√∂nnen.

Die Efeu-Seidenbiene lebt nicht wie ihre Verwandten als
Bienenvolk, sondern einzeln. Große Bienenkolonien
entstehen nur, wenn die Wildbienen ihre Brutst√§tten f√ľr
Menschen nicht sichtbar in den Sand anlegen. Und deshalb
sind sie erst jetzt im Spätsommer durch den so genannten
Hochzeitsflug der Männchen zu lokalisieren.

Die Wildbienen legen ihre Brutkammern in selbst gegrabenen
Gängen tief im Boden an. Jedes Weibchen versorgt ein
kleines Nest mit bis zu zwölf Brutzellen, die mit einer seidigen
Membran ausgekleidet werden. Da im Moment der Efeu bl√ľht,
sammeln die nach ihm benannten Bienen den Pollen und
bringen ihn in die im Sand versteckten Brutkammern als
Nahrungsdepot f√ľr die Larven ein.

Wie alle heimischen Wildbienen sind auch die Efeu-
Seidenbienen gesetzlich besonders gesch√ľtzt und ihre
Bodennester d√ľrfen nicht zerst√∂rt werden.

Kindergärten werden deshalb gebeten, ihre Sandkästen, in
denen sich die Nester der Wildbienen befinden, bis Mitte
Oktober nicht zu benutzen, um die Aufzucht und den späteren
Ausflug der jungen Wildbienen zu ermöglichen. Zum Schutz
der Brutstätten vor Trittschäden auf öffentlichen
Kinderspielplätzen sperrt das Garten- und Tiefbauamt große
Nestbereiche ab und informiert auf Schildern √ľber die
gesch√ľtzten Bienenart.

Da sich in den vergangenen Jahren die Efeu-Seidenbienen in
Freiburg stark ausgebreitet haben, bitten wir, Brutstätten an
das Umweltschutzamt, Telefonnummer: 201-6125,
Friedhelm Fischer, oder per E-Mail unter
umweltschutzamt@stadt.freiburg.de zu melden. Die Experten
stehen f√ľr Fragen gerne zur Verf√ľgung.
 
 

 
‚ÄěSt. Gabriel‚Äú ist hei√ü auf Sonnenenergie
Dächer des städtischen Betriebshofs werden zur
Stromproduktion genutzt

Oberb√ľrgermeister Salomon nimmt zweitgr√∂√üte
Freiburger Photovoltaik-Anlage in Betrieb

Etwa vier Prozent des in Freiburg verbrauchten Stroms
werden derzeit aus erneuerbaren Quellen wie Sonne, Wind
und Biomasse erzeugt. Darunter weist der Solarstrom die
größten Wachstumsraten auf. Große öffentliche Gebäude wie
die Hallen der Messe Freiburg, das VAG-Zentrum, das
badenova-Stadion oder die Richard-Fehrenbach-
Gewerbeschule tragen bereits Solarmodule auf ihren
Dächern.

Als neuestes ‚ÄěSonnenkraftwerk‚Äú wird der st√§dtische
Betriebshof St. Gabriel heute offiziell eingeweiht. Die dort
installierte Photovoltaikanlage wurde in Zusammenarbeit mit
dem regionalen Energieversorger badenova konzipiert. Sie
entwickelt eine Nenn-Spitzenleistung von 365 Kilowatt und ist
damit nach der Messe Freiburg mit 440 Kilowatt zusammen
mit der Anlage auf dem Sch√ľtzenallee-/B31-Tunnel mit
ebenfalls 365 Kilowatt die zweitgrößte Anlage in Freiburg und
die drittgrößte im Netzgebiet der badenova.

Bei der offiziellen Inbetriebnahme zeigten sich
Oberb√ľrgermeister Dieter Salomon und
Umweltb√ľrgermeisterin Gerdas Stuchlik heute zufrieden mit
der Freiburger Solarbilanz. ‚ÄěDerzeit produzieren etwa 150.000
Quadratmeter Solarzellen in der Stadt jährlich rund 14
Millionen Kilowattstunden elektrische Energie und 16.000
Quadratmeter Sonnenkollektoren erzeugen Wärmeenergie.
Das ist doppelt soviel wie noch vor drei Jahren und ein
wichtiger Baustein unseres Klimaschutzkonzeptes, um die
Kohlendioxid-Emissionen in Freiburg bis zum Jahr 2030 um
mindestens 40 Prozent zu verringern“, so Salomon.

Seit zwölf Jahren sind auf dem zentralen Betriebshof an der
Hermann-Mitsch-Straße die Abfallwirtschaft und
Stadtreinigung Freiburg (ASF) sowie die technische Abteilung
des Garten- und Tiefbauamts untergebracht. Etwa 100
Fahrzeuge parken dort in Hallen, deren Dachflächen sich zur
solaren Stromerzeugung anbieten. Nachdem der
Grundst√ľckseigent√ľmer dem Projekt zugestimmt hatte,
konnte die Anlage in knapp zwei Monaten installiert werden.
Sie umfasst 1.590 Photovoltaikmodule mit insgesamt 2.644,5
Quadratmetern Kollektorfläche. Ihre Leistung entspricht dem
Strombedarf von rund 105 privaten Zweipersonenhaushalten
mit jeweils 3.500 Kilowattstunden jährlichem Verbrauch. Eine
Anzeigetafel im Foyer des ASF-Verwaltungsgebäudes
informiert tagesaktuell √ľber die Leistung des Solarkraftwerks
und die produzierte Strommenge. Betreiber der Anlage ist die
ASF Solar GmbH & Co. KG mit den Gesellschaftern
badenova und ASF GmbH.
 
 



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