oekoplus - Freiburg
Mittwoch, 21. August 2019
  --- Besuchen Sie unser neues Informationsportal wodsch.de
Uhr
  •  


Verschiedenes

 
Ă–kostrom: Nicht jeder Ă–kostromtarif nĂĽtzt der Umwelt
Nicht jeder Ökostromtarif nützt der Umwelt. Denn auch Strom aus Atom- oder Kohlekraftwerken darf mithilfe bestimmter Zertifikate als Ökostrom verkauft werden. Unseriös sind solche Tarife nicht, der Umwelt kommen sie allerdings nicht zugute. Darauf weist die Zeitschrift Finanztest in ihrer Mai-Ausgabe hin und rät Verbrauchern, nur Ökostrom von solchen Anbietern zu beziehen, die in erneuerbare Energien investieren....
Mehr
 

Tschernobyl - Fukushima - Fessenheim - Beznau - Leibstadt
 
Tschernobyl - Fukushima - Fessenheim - Beznau - Leibstadt
Ostermontag: Anti-Atom-BrĂĽckenprotest am Ober- und Hochrhein

Am Ostermontag, dem 25.4.2011 plant die grenzüberschreitende Umweltbewegung im Elsass, in der Nordschweiz und in Südbaden eine dezentral geplante Großaktion zum Gedenken an die Opfer der Atomunfälle in Fukushima und in Tschernobyl.

"5 nach 12" werden am Vortag des Jahrestages der Tschernobyl-Katastrophe viele Menschen im Dreyeckland grenzĂĽberschreitend gemeinsam auf den BrĂĽcken am Oberrhein fĂĽr eine halbe Stunde demonstrieren. Im Anschluss an die BrĂĽckenaktion gibt es eine Vielzahl von Kundgebungen und Aktionen.

Die Aktionen werden grenzüberschreitend dezentral organisiert und selbstbewusst, gleichzeitig aber auch strikt gewaltfrei sein. Es geht nicht darum AutofahrerInnen zu ärgern, sondern wir wollen aufzeigen, dass bei einem Atomunfall in Fessenheim, Beznau oder Leibstadt alle Straßen und Brücken in unserer Heimat "dicht" wären.

Mit dieser Aktion will die Umweltbewegung am Oberrhein und Hochrhein ihrer Forderung nach der schnellen Abschaltung der alten Atomanlagen Nachdruck verleihen. Wir unterstützen damit aber auch die weltweiten Aktionen und Proteste der Umweltbewegung zum Jahrestag von Tschernobyl. Gerade jetzt versucht die Atomlobby verstärkt uns grenzüberschreitend gegen einander auszuspielen.

Radioaktivität kennt keine Grenzen - Wir auch nicht!

Detailinfos zu den einzelnen Brücken (Neue Brückenaktionen kommen täglich dazu) finden Sie hier:
Mehr
 

 
Neue Option für den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung in Freiburg
Die Solar-BĂĽrger-Genossenschaft stellt sich vor am 14. April im Vauban.

Mit überzeugenden Daten und Fakten und klaren Worten hatten Martin Ufheil (SolaresBauen) und Jörg Lange (Klimabündnis Freiburg) am 14. März im Umweltausschuss der Stadt Freiburg ihre Erkenntnisse aus der KWK-Studie dargelegt, zu der sie vor einem Jahr von der Stadt beauftragt worden waren. Mit Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK-Anlagen) werden gleichzeitig Strom und Wärme erzeugt und so die Energie effizienter genutzt. Kompakte Bauformen bezeichnet man als Blockheizkraftwerk (BHKW).
Gerade in Zeiten knapper Kassen ist nachhaltiges Wirtschaften der richtige Weg, der mit dem Einbau effizienter Blockheizkraftwerke in die kommunalen Bauten eingeschlagen werden könnte, so die Autoren der Studie.
Um ihre Umweltschutzziele erreichen zu können und auch um für den Ausbau von BHKWs in Privathäusern einen Anstoß zu geben, wäre ein zügiges Handeln der Stadt wichtig. Doch trotz unschlagbarer Kreditkonditionen, die eine Kommune bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau genießt sowie den Vorteilen, die sich daraus ergeben, wenn sie den selbsterzeugten Strom auch selbst verbraucht, ist ein Start noch nicht in Sicht.

Die Solar-BĂĽrger-Genossenschaft eG (solargeno) hat nun dem OberbĂĽrgermeister und den Fraktionen angeboten, die Anlagen zu finanzieren. Sowohl fĂĽr Kommunen als auch fĂĽr PrivateigentĂĽmer wird sie sie verschiedene Contractingmodelle anbieten - von der reinen Finanzierung bis hin zur kompletten Verwaltung von Anlagenbau und -betrieb.

Am 14. April veranstaltet die solargeno im Stadteilzentrum Vauban einen Informationsabend, bei dem in Vorträgen und Gesprächen die Ziele der
Genossenschaft vorgestellt werden. Dabei wird es auch einen Schwerpunkt Blockheizkraftwerke geben, bei dem der ökologische Nutzen dieser Gasmotoren verständlich wird sowie die Möglichkeiten der Genossenschaft, hier eine Entwicklung voranzubringen und die Chancen die sich daraus für Freiburg ergeben.

14. April 2011 19:00 Uhr
Freiburg, BĂĽrgerhaus Vauban/Haus 37
Alfred-Döblin-Platz 1, 79100 Freiburg

StraĂźenbahn Linie 3, Haltestelle Paula-Modersohn-Platz. Parken in der Solargarage, MerzhauserstraĂźe beim REWE.

Weitere Informationen: www.solargeno.de

Die Solar-BĂĽrger-Genossenschaft - jetzt die Energiewirtschaft neu gestalten und selbst daran teilhaben!
Die solargeno ist eine Energiegenossenschaft, die zusammen mit ihren Mitgliedern deutschlandweit regionale Projekte initiiert und in die Zukunft der Energiewirtschaft investiert. Sie richtet sich an Privatpersonen, Kommunen und Unternehmen und steht fĂĽr eine demokratische, dezentrale und ressourcenschonende und erneuerbare Energieversorgung in BĂĽrgerhand.

Solar-BĂĽrger-Genossenschaft eG
Emmy-Noether-Str. 2, 79110 Freiburg
Tel. 0761 407361, Fax 0761 404770
info@solargeno.de, www.solargeno.de
Mehr
 

Buchtipp: Bettina Matthaei
 
Buchtipp: Bettina Matthaei "Vegetarisch vom Feinsten"
aus der Reihe: GU ThemenkochbĂĽcher

Unwiderstehlich Vegetarisch: Vegetarisch liegt im Trend. Immer mehr Menschen streichen Fleisch bewusst von ihrem Speiseplan, einige verzichten ganz darauf, andere nur teilweise. Dass auch Nicht-Vegetarier das Thema zunehmend interessiert, hängt sicher mit dem wachsenden Bewusstsein für die Umwelt, der Rückbesinnung auf ursprüngliche Werte und Nachhaltigkeit zusammen. Wie genussvoll und abwechslungsreich es sein kann auf Fleisch zu verzichten zeigt Bettina Matthaei in "Vegetarisch vom Feinsten".

Auf rund 200 Seiten stellt die Autorin vegetarische Genussrezepte vor, mit denen man Gäste beeindrucken kann, die aber gleichzeitig so einfach und unkompliziert sind, dass sie auch für den täglichen Mittagstisch geeignet sind. Und das geht? Sicher! Mit unserem Stufenmodell, das einfache Rezepte zu unwiderstehlichen macht. Da werden die gerösteten Paprika „ganz einfach“ mit einer Vinaigrette serviert oder zusätzlich mit einem feinen Walnuss-Thymian-Topping veredelt. Das Basisrezept der klaren Gemüse-Bouillon kann leicht in eine feine Safran- oder eine asiatische Bouillon verwandelt und mit unterschiedlichsten Einlagen verfeinert werden. Der Gazpacho-Salat wird durch ein Mandel-Pesto besonders und die kleinen Kartoffel-Puffer ergänzt ein kühler Joghurt-Koriander-Dip. So entstehen raffinierte Vorspeisen, feine Salate, frische Gemüsegerichte, selbstgemachte Nudeln, feine Süppchen und beeindruckende Hauptgerichte sowie verführerische Desserts – von einfach gut bis edel komponiert und voller Aroma. Tipps für weitere Kombinationsmöglichkeiten ergänzen die Rezepte. Ein kleines Symbol kennzeichnet jeweils die veganen Rezepte.

Vielfältige Menüvorschläge für viele Gelegenheiten und jede Saison – auch vegane – geben Hilfestellung für die Gästebewirtung.

Bettina Matthaei ist erfolgreiche Kochbuchautorin, Food-Journalistin, Grafikerin und Trickfilmerin. Ihre Leidenschaft fĂĽr einfache und raffinierte Rezepte und GewĂĽrze hat sie bereits in vielen erfolgreichen KochbĂĽchern dokumentiert. Ihr umfassendes Wissen ĂĽber GewĂĽrze und Aromen gibt Sie auch in vielen Seminaren und Kochkursen weiter.

GRĂ„FE UND UNZER VERLAG 2011, 200 Seiten, EUR 24,99 / s FR 42,90
ISBN: 978-3-8338-2165-3
 
 

Deutsche Meeresschutzgebiete ohne Schutz
© WWF
 
Deutsche Meeresschutzgebiete ohne Schutz
WWF: Regelungen für die Fischerei längst überfällig!

Hamburg - Die deutschen Meeresschutzgebiete sind auch fünf Jahre nach ihrer Ausweisung weitgehend schutzlos. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des WWF. Demnach existieren Schutzregeln für die zehn deutschen Meeresschutzgebiete vom Borkumriff in der Nordsee bis zur Pommerschen Bucht in der Ostsee lediglich auf dem Papier. Der Abbau von Sand- und Kies, Störungen durch Schifffahrt und Offshore-Industrie und vor allem die Fischerei finden nach wie vor ungehindert statt und belasten die Ökosysteme. Deutschland hat vor fünf Jahren mehr als 30% seiner Meeresgewässer in Nord- und Ostsee als Schutzgebiete ausgewiesen. Konkrete Regelungen für die Fischerei in diesen Gebieten werden seitdem ausgearbeitet.

„Schleppnetze und Baumkurren durchpflügen den Meeresboden, Meeressäugetiere und Seevögel ertrinken als Beifang in Stellnetzen, und die Gammelfischerei entnimmt aus der Nahrungskette große Mengen an Kleinfischen“, verdeutlicht Stephan Lutter, Meeresschutzexperte beim WWF. „Das ist, als würden wir es an Land zulassen, wenn ein unter Naturschutz stehendes Moor- oder Waldstück von einem Bulldozer durchpflügt, und sein Bestand an Tieren und Pflanzen geschädigt und gestört wird."

Hauptverantwortlich für die schlechten Zustände in den Meeresschutzgebieten ist vor allem, dass Regeln für ein umweltgerechtes Fischereimanagement fehlen. Bereits 2009 legte der Internationale Rat für Meeresforschung (ICES) dem Bundesamt für Naturschutz seine Vorschläge für ein umweltgerechtes Fischereimanagement in den Schutzgebieten in Nord- und Ostsee vor, gefolgt von einem Fachsymposium. Seitdem beraten Naturschutz- und Fischereibehörde des Bundes darüber, welche Einschränkungen und Umstellungen in der Fischerei dort anzustreben sind. Diese müssen dann bei der EU-Kommission beantragt werden.

"Es ist höchste Zeit, dass Ministerin Aigner ein solches Maßnahmenpaket in Brüssel vorstellt und der Rat der Fischereiminister darüber befindet. Deutschland ist mit gutem Beispiel bei der Ausweisung mariner Natura 2000-Gebiete vorangegangen, jetzt müssen auch zeitnah vorbildliche Schutzmaßnahmen folgen" fordert Lutter.

Die WWF-Studie legt detaillierte Anforderungen an ein ökosystemgerechtes Fischereimanagement in den deutschen Meeresschutzgebieten vor. Kernforderung des WWF ist, dass 50% der Schutzgebietsfläche fischereifrei bleiben, damit sich das Ökosystem erholen kann.

„Im übrigen Gebiet müssen ökologisch bedenkliche Fischereitechniken aus bestimmten Zonen oder Zeitfenstern verbannt oder binnen weniger Jahre durch weniger schädliche ersetzt werden“, fordert Lutter weiter. “Unsere Meeresschutzgebiete sind die Perlen von Nord- und Ostsee. Sie haben es verdient, dass der höchste Umweltstandard und die beste verfügbare Praxis angewandt werden." Die WWF Studie schlägt dazu u.a. den Einsatz leichterer und selektiverer Netze und den Ersatz von Stellnetzen durch Langleinen und Fallen vor.

Der WWF verweist zudem auf die politische Tragweite des Vorgangs. Der deutsche Antrag bei der EU-Kommission sei ein Testfall für die Glaubwürdigkeit der Gemeinsamen Fischereipolitik. Andere Mitgliedsstaaten müssten für ihre marinen Schutzgebiete dem gleichen Prozedere folgen, wollten sie nicht europäisches Naturschutzrecht verletzen. "Sollten für die Schutzgebiete eines EU-Mitglieds notwendige Schutzmaßnahmen durch andere Fischereinationen in Rat oder Parlament mehrheitlich blockiert werden, muss das System der Zuständigkeiten und Entscheidungswege neu überdacht werden" so Lutter weiter.
 
 

 
Hochrangiger Umweltpreis zur Förderung erneuerbarer Energien
Georg Salvamoser Preis mit 50.000 Euro Preisgeld wird nach dem Freiburger Solarpionier und Unternehmer benannt.

Bundesweit eine der höchstdotierten Auszeichnungen – Bewerbungen für erstmalige Vergabe bis zum 30. Juni 2011

Georg Salvamoser (1950 – 2009), Freiburger Solarpionier, Gründer der Solar-Fabrik und visionärer Unternehmer, ist der Namensgeber eines der höchstdotierten deutschen Umweltpreise, der 2011 bundesweit für innovative Projekte und Verfahren zur Nutzung erneuerbarer Energien zum ersten Mal ausgelobt wird. Ins Leben gerufen wurde die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung auf Anregung des Freiburger Oberbürgermeisters Dieter Salomon, der Familie Salvamoser sowie des Wirtschaftsverbandes 100 Prozent GmbH. 2010 gründete die Ehefrau Maria Salvamoser dafür eigens die Georg-Salvamoser-Stiftung, die von namhaften Institutionen und Unternehmen unterstützt
wird.

Mit der Einrichtung des Georg Salvamoser Preises erinnern die Stifter zusammen mit der Stadt Freiburg an den früh verstorbenen Unternehmer und sein Lebenswerk, in dessen Zentrum die Anwendung erneuerbarer Energien in der Praxis stand. Georg Salvamoser, 1950 in Garmisch-Partenkirchen geboren, zählte bundesweit zu den herausragenden Persönlichkeiten der Umweltwirtschaft und hat als Pionier und Unternehmer maßgeblich zur heutigen Bedeutung des Solarstandorts Deutschland beigetragen. 1991 hatte sich Salvamoser selbstständig gemacht und zunächst die „Solar-Energie-Systeme GmbH“, die „S.A.G. SolarstromAG“ und 1996 die Freiburger Solar-Fabrik gegründet, die damals die einzige Produktionsstätte für Solarmodule in Deutschland war. 1998 zeichnete die Bundesstiftung Umwelt ihn mit dem „Deutschen Umweltpreis“ aus. Nach dem Rückzug aus dem operativen Geschäft war er zuletzt Präsident des Bundesverbands Solarwirtschaft. Im September 2009 verstarb Georg Salvamoser im Alter von 59 Jahren.

Zum Gedenken an sein unternehmerisches Werk und sein Wirken für die deutsche Umweltwirtschaft rief seine Frau 2010 die „Georg-Salvamoser-Stiftung“ ins Leben. Unterstützt und mit weiterem Stiftungskapital ausgestattet wird die Stiftung unter anderem von der Solar-Fabrik AG, dem Bundesverband Solarwirtschaft, dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme, der Freiburger Agentur Triolog sowie von der Stiftung Viamedica des Freiburger Umweltmediziners Prof. Franz Daschner, der selbst Träger des Deutschen Umweltpreises ist.

Um Salvamosers Lebenswerk dauerhaft zu würdigen, gab Oberbürgermeister Salomon in Gesprächen mit führenden Repräsentanten der Solarwirtschaft und -forschung sowie gegenüber der Familie Salvamoser die Anregung eines Preises für die Förderung erneuerbarer Energien. Dieter Salomon: „Wir verdanken Georg Salvamoser, seinen Ideen und seinem unternehmerischen Engagement, dass Freiburg sich zu einem führenden Standort der Solarwirtschaft entwickeln konnte. Seine Lebensfreude, sein Optimismus und sein Gabe, Menschen für seine Ziele zu begeistern, sollen im Geist der Stiftung und in dem Georg-Salvamoser-Preis dauerhaft lebendig bleiben.“

Im Sinne eines Wortes von Georg Salvamoser soll der nach ihm benannte Preis Menschen und Institutionen auszeichnen, die sich auf dem Weg zu erneuerbaren Energien nicht aufhalten lassen. Deshalb sollen solche Projekte ausgezeichnet werden, deren Initiatoren innovative Wege beschreiten, um beispielsweise in ihrem Unternehmen oder in ihrer Gemeinde eine Versorgungmit 100 Prozent erneuerbaren Energien voranzubringen und mit ihren Ideen Vorbild und Beispiel fĂĽr andere zu sein.

Bewerbungen für den Georg-Salvamoser-Preis sind bis zum 30. Juni 2011 nur online über die Internet-Seite www.georg-salvamoser-preis.de möglich. Die Bewerbung ist mit einer kurzen Projektbeschreibung und ggf. Fotos zu ergänzen. Ausdrücklich ist der Georg-Salvamoser-Preis nicht nur Solarprojekten vorbehalten, sondern spricht Vorhaben aus dem gesamten Sektor der erneuerbaren Energien aus Sonne, Wind, Wasserkraft, Biomasse oder Geothermie an. Die Vergabekriterien sehen vor, dass die Auszeichnung ggf. mehreren Preisträgern verliehen und das Preisgeld geteilt wird.

Der Jury gehören Fachleute und Persönlichkeiten aus Politik, Umweltwirtschaft
und Verbänden an:

Dr. Franz Alt, Journalist
Hubert Burdenski, Architekt
Karin Eble, Organisationsberaterin
Per Klabundt, Geschäftsführer Wirtschaftsverband 100 Prozent GmbH
JĂĽgen Leuchtner, Gesellschafter Agentur triolog
Dr. Dieter Salomon, OberbĂĽrgermeister der Stadt Freiburg
Carolin Salvamoser, Aufsichtsratsmitglied der Solar-Fabrik AG
Maria Salvamoser, GrĂĽnderin der Georg-Salvamoser-Stiftung
Prof. Dr. Eicke Weber, Leiter des Fraunhofer-Instituts fĂĽr Solare Energiesysteme

Der Georg Salvamoser Preis wird am 13. Oktober 2011 in einer gemeinsamen Festveranstaltung der Stiftung und der Stadt Freiburg verliehen.
 
 

 
Der Atomenergieausstieg muss umgehend vollzogen werden
Blockadehaltung der Landesadministration muss gebrochen werden

Die Badisch-Elsässischen Bürgerinitiativen traten mit konkreten Forderungen an die Mitglieder der Verhandlungsdelegationen der Grünen-Fraktion und der SPD-Fraktion heran.

36 Jahre nach unserem erfolgreichen Kampf gegen die geplanten beiden Atomkraftwerke im Rheinauewald von Wyhl und den beiden einschneidenden Reaktorkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima sollte nun umgehend der Ausstieg aus der lebensbedrohenden Atomenergie vollzogen werden.

Atomreaktoren Fessenheim gehören auf die Arbeitsliste des Kabinetts

Die Abschaltung der beiden uralt Atomreaktoren im erdbebengefährdeten Oberrheintal in Fessenheim sollte in der Koalitionsvereinbarung für das Aufgabengebiet des Staatsministeriums festgeschrieben werden. Die klagenden Gemeinden in Deutschland, der Schweiz und Frankreich haben sich in dem trinationalen Aktionsbündnis (TRAS) zusammengeschlossen und sollten bei ihren Bemühungen tatkräftig durch die zukünftige Landesregierung unterstützt werden.

Blockierte Windenergiestandorte umgehend freigeben

Leistungsstarke Windenergieturbinen lassen sich recht schnell auf den vorhandenen aber seit Jahren durch behördliche Entscheidungen blockierten Standorten errichten. Die Landwirte und investitionswillige Bürger warten darauf! Diese negativen Antragsbescheide sind von den Blockadebehörden unter Nutzung eines positiven Entscheidungsspielraums umgehend zu überarbeiten. Bei offenkundig werdenden vorsätzlichen Blockaden und Verzögerungen sind diese verantwortlichen Beamte durch Versetzungen oder auch Entlassungen aus ihren Ämtern zu entfernen. Wir können uns in Zukunft keine involvierten Bremssysteme mehr leisten, denn die rote Laterne von Baden-Württemberg bei der Windenergienutzung ist eine Folge dieser Blockierer!

Priorität für windhöffige Standorte

Alle nach dem neuen Windatlas beschriebenen windhöffigen Standorte sind prioritär für die Windenergienutzung vorzusehen! Alle eventuellen Blockadeargumente sind objektiv und transparent von der Blockadeseite offen zu legen. Bei der anschließenden Genehmigung des Standorts sind die Blockadeargumente allerdings nur von sekundärer Bedeutung.

Kommunale Entscheidungsfreiheit stärken

Durch eine umgehende Novellierung des Landesplanungsgesetzes ist die kommunale Entscheidungshoheit bei der Errichtung von Windturbinen zu stärken. Die begleitenden Stellungsnahmen von Landkreisen, Regionalverbänden und Regierungspräsidien haben nur untergeordnete Bedeutung.

www.badisch-elsaessische.net
Mehr
Autor: Erhard Schulz

Mit Wölfen leben
© Ralph Frank / WWF
 
Mit Wölfen leben
Gregor Louisoder Umweltstiftung und WWF: Wölfe können jederzeit überall in Deutschland auftauchen. / Leitfaden für Tourismus, Jagd, Land- und Forstwirtschaft veröffentlicht

Berlin/München - Die Gregor Louisoder Umweltstiftung und die Umweltschutzorganisation WWF haben am Mittwoch einen Leitfaden zum Leben mit Wölfen in Deutschland veröffentlicht. Aufgrund neuer Rahmenbedingungen könnten demnach in den kommenden Jahren praktisch überall in Deutschland Wölfe auftauchen. Die Menschen müssten sich an diesen Gedanken gewöhnen und das Zusammenleben mit den Beutegreifern wieder neu erlernen. Um im Vorfeld Vertrauen zu schaffen und Konflikte zu vermeiden, sollten sich alle Bundesländer auf die Rückkehr des Wolfes vorbereiten und umfassende Managementpläne entwickeln, so die Kernforderung der beiden Umweltverbände.

„Die Rückkehr des Wolfes ist ein großer Erfolg für den Umweltschutz und zugleich eine Herausforderung“, sagt Dr. Janosch Arnold, Artenschutzreferent beim WWF Deutschland anlässlich der Präsentation des neuen Wolfs-Leitfadens in München. Bundesländer wie etwa Sachsen könnten mit ihren Managementplänen, Aufklärungsmaßnahmen und klare geregelten Zuständigkeiten Vorbild für andere sein. Die Bundesländer dürften nicht warten, bis irgendwo ein Wolf auftauche und eventuell ein Konflikt entstehe. Dann sei es zu spät, um Vertrauen zu schaffen. Es sei dringend an der Zeit, sich auf die mögliche Rückkehr des Wolfes vorzubereiten. Derzeit gibt es in Deutschland rund 60 Wölfe, vor allem in Sachsen und Brandenburg. Einzeltiere wandern jedoch auch in Hessen oder Bayern umher.

Claus Obermeier, Vorstand der Gregor Louisoder Umweltstiftung, weist besonders auf die Bedeutung aus Sicht des internationalen Naturschutzes hin. „Deutschland fordert von vielen Staaten - beispielsweise Afrikas und Südamerikas - enorme Anstrengungen und wirtschaftliche Beschränkungen zum Schutz bedrohter Wildtiere. Die ungehinderte Rückkehr des Wolfes kann zeigen, dass wir Naturschutz im eigenen Land ernst nehmen.“

Vor allem in den Bereichen Tourismus, Jagd, Land- und Forstwirtschaft sehen der WWF und die Gregor Louisoder Umweltstiftung noch Handlungsbedarf. In touristischen Regionen seien breite Aufklärungskampagnen notwendig. „Die Erfahrungen aus der Lausitz zeigen, dass der Tourismus nicht zusammenbricht, wenn es plötzlich Wölfe in der Region gibt. Im Gegenteil. Wenn gewisse Grundregeln beachtet werden, kann der Wolf ein großer Zugewinn für den Tourismus sein“, sagt Janosch Arnold. Jäger und insbesondere Viehhalter sollten hingegen durch Kompensationsmechanismen einen Ausgleich für eventuelle Verluste erhalten. „Wir dürfen vor allem die Halter von Schafen, Ziegen oder Damwild nicht alleine lassen. Wenn ein Wolf trotz geeigneter Sicherheitsmaßnahmen in ein Gatter eindringt und Tiere reißt, müssen die wirtschaftlichen Schäden ausgeglichen werden“, fordert WWF-Experte Arnold.

Bis zur Ausrottung durch den Menschen in weiten Teilen Europas besiedelte der Wolf einst flächendeckend den gesamten Kontinent. In vielen Regionen wurde der Wolf, seit dem Mittelalter dämonisiert und als blutrünstige Bestie verschrien und systematisch verfolgt. Auch Bayern war bis ins 19. Jahrhundert hinein ein Wolfs-Land und ist es dank der Einwanderung eines Tieres über die südlichen Alpen wieder. Vor der Rückkehr des Wolfes müsse jedoch niemand Angst haben. Der „Böse Wolf“ aus dem Märchen sei nämlich zum Glück eben auch eines, so Claus Obermeier.
 
 



Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 
24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 
47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 
70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 
93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 
116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 
139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 
162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 
185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 
208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 
231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 
254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 
277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 
300 301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 
323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 335 336 337 338 339 340 341 342 343 344 345 
346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 358 359 360 361 362 363 364 365 366 367 368 
369 370 371 372 373 


Copyright 2010 - 2019 Benjamin Jäger